Nr. 163. Samstag, 18. Juli 1908. 12.. Jahrgang Mbacher Zeitung Vriinumtllltiontzpsciö : Mit P ostvrr 1 rn b„ n a: na»zjählin 8l> K, halbjilhn« 15 «. Im KoMor: nanzjäyn« » X. Halbjahr«, 'l « ssür die IufteNunn in« Hau« ganziuhnq « «. — Instrtion»gtbühr: Für llcinr In»ero»t b!» zu 4 ZeNen 50 b, gibhrrr per Ne!lc lli l>: bri ölliren wltberhulungln prr Zrile « l». Die «Laibacbrr «ritunn» crschrinl lässl'ch, mi> «uimalimr drr Lonn und fteirNanr. Die Abm: dir Medattton Dalmaiingasse Nr, !0. Nprechsiun^l, der iXsdnltwn oo» t< bit n> Uhr normMallt. Unfranlirrle Vrir!r wrrbri, »ichl «mnrnommln. Mnnuilrirt'' nicbl »urülfm«,ll». Telephon-Nr. der Uedaltion 52. Amtlicher Heil. T>rri 1s>. Juli 19< 8 wurde in der l. l. Hof. und Staats, dnlclerei das I.XII1. Stück des Rcichsgesehblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. -^iach dem Amtsblatte zur «Wiener Leitung» vom II!. Juli l^08 (Nr, llili) wurde die Wcitcrverbreitung folgender Preh-erzeugnisse verboten: Nr. 28 .Voltspresse, vom II. Juli l908. MchtanMicher Heil. Innere Angelegenheiten. Das „Dentscho Volksblatt" sieht dariil. das', cm großor Toil dor christlichsozialon Wähler bei dor lotzton Neichsratsersahlvahl in Tchlesien dom sozial-demokratischen >taildidaten zum Tiogo verhalf, einen ullerhörton Vorrat, dor von den Organen dos Piusvoroiilos vorbereitet wurdo, dio llllentwoqi darail arboiton, das christlichsoziale Prograinm zll zersetzen und dio christlichsoziale Partoi zur ^iqni-datiou zli zwingen, mlt dio>tonknrsmasse dm ^on dalon in dieHände spiolon zu köunon. Dio christlich-sozialo Partei soi in (Gefahr, von don falschon Froundon, dio sich in ihr ^ager geschlichen haben, an dio ^-endalen vorlauft nn>d verraten zu werden. Die „Neichspost" behauptet dagegen, dor so zialdentokratifche Kandidat soi nnr doshalb golr>ählt wordeii. woil dio kaiholifch gosinnto Wählorschaft von don Dontschfroisiniligon in ihron edelsten und heiligsten Enipfiuduiigeu verlcht wordon soi. Dio D^ltsehfroifillnigen crntoil nnnmohr. was sio ge-sa'ot haben. Das „Vaterland" bespricht dio katholische Organisation nnter den Tlaveil nnd hobt bosoil-dors dio Bildung oinor christlichfozialon Partoi imlor den Kroatoil horvor, dio sich in lnltnrollor l'ud sozialor Einsicht an dio östorroilliischo christlich-soziale Partoi anlohnt, in dor Politik abor auf dom staatsrochtlichcn Proqrainino stohon uud für dii? lvreiheii und dio V.'romissuna dor Kation oinstchou lvill. :'llo Vorbild lvürdo ihr da5 staatvrochtliche Proqranuu voiu Iahro i^s)^ dioniroation i>n 5iahni<'n dor habsburqischon ^l'onarchio vorlailqt und daher weuMr intransigent ist, alc> das frühoro kroatische staatsrechtliche Proqrainni. 3a5 „III. Wiener (5rtrablati" bez.'ichnot don Abschlus; dor Vorhanoluugon über oie Verstaatlichung der grosten Privalbahnen alo oin volko-loirtschaftlichoo Ereignis von groszor Traqlveite. Bei der joder Verstaatlichung genoigton ^tiiunnlng dov Abgeordnetenhauses sei nicht zu bezlv.'iseln. das; das von der Nogierung abgeschlosseno Nbor-eii^konnnen gonohinigt iverden wird, wenn auch bei diesem Anlasse wioder nationale Forderungen sich orhobon lverdon, die, so vor allein div> berechtigten Wünsche d<,'r Deutschen Böhmens, mit ^akl und Gerechtigkeit befriedigt soin wollell. Aber noch ein Wunsch ist zu erheben und dies ist, das; in dor Verwaltung dos Ttaatc'bahnbotriobes oin neucr (^oist soiuen Einzug halto lind das', die >tlagen über Vureaukratismu5 und ^ormali<'mnd, dio untor ali-doroin gegen dic Üoitung der Nordbahn, soit sio im Ttaatsbotriobe ist, von vielen 3eiteu orhobou lvor den, vollkommen verschwinden. Bulgarien und die mazedonische Bewegung. Dor „Eourior do Tophia" widmet dom von der „Vossischen Leitung" veröffentlichton (Geheimbericht übor die aufständische Vew.'gung in Maze donion oine Erörterung, in lvelchor zunächst bo tont lvird, daß oin Schriftstück, das sich in Vul-garion in don Händen violor Porfonen befand, die davon beliebigen (Gebrauch inachen konnten, nicht als ein l^eheimbericht bezeichnot lvorden könn?/ 3?och lveniger könne es als ein Ttaat^dokument betrachtet ivorden, und os sei sinnlos zu behaupten, das; eine wichtige Entdeckung bezüglich der geheimen sväden der bulgarischen Politik in dor mazedonischen Angelegenheit gelungen sei. Die bul garische Negierung sei von der Voröffontlichung deo ,.^ehoimboricht05" nicht überrascht worden uno sie übernehme durchaus keine Verantwortung für die darin ontwickolten Ok'donken. Dic Handlungen dor ^'egierung bewoisou, das; sio sich solche (Grundsätze durchaus nicht zn eigen goinacht, sondern eine ganz anders geartete Hallung beobachtet hat. Das mehr.-Moähnte Dokument hat keinerlei Nolle in den Verhandlungen über die Bildung oe5 gogonwärligen ^tabinetls gespielt. Die an5wä'rtige Politik dos jehigou Ministeriums hat das tradilionollo Programm der demokratischen ^laralvelow-Partoi, das bekanntlich jede Banoenbewegung in Mazedonien bekämpft. Die Negierung hat gogon allo revolutionären Eleinente und gegen oie Bildung von Bandon in, Fürstentum sozusagen den >lrieg eröffnet, sie und ihre Partei find überzeugt, das; die Bandon nicht allein Bulgarien aw einem Ttaale, der Verpflichtungen hat und die Gesehmäs;igkeit achtel, schaden, sondern der mazedonischen Bevälkeruug solbst. Dies werde durch die Ergebnisse der Bandentätigkeit in Mazedonien nnd die klägliche Lage der dortigen bulgarischen Bevölkerung bewioson. Unter dieson Umständen wäro 05 oin Porbrechen, wenn die bulgarische Nogierung suchen würde, auf dio Bandon Hand zn legen, nm sie zur Vorfügung zu haben. 3ie bomüht sich violmohr. auf diplomati-schom Woge die Aufgabo der (Großmächte in Mazedonien zn orloichtorn nnd mit ix-r Türkoi guto Beziehungen zu erhalten, weil dies nach ihrer Nbor-zeugung der einzige Weg ist. um oine Verbesserung der Lage der mazedonischen Bevölkerung herbeizuführen. Politische Neberlicht. La ibach, 17. Juli. Das Zentralkomitee für das Jubiläum P i u 5 X. erhält, wie man an5 Nom fchreibt, fortwährend (»aben für den goldenen >ielch, welcher dem heiligen Vater im Namen der jnngon >tatho-likon der ganzen Welt am nächsten 17. Toptember dargeboten wordon wird. Der Papst wird sich Feuilleton. Der Kellner. ?lus drm Nussischeu von H'cir-'lor'l!^ ^»^rdc»«. Im Separatziminer einoe» Pot.'r^burgor No staurantH vergnügten sich in vorgori'lcktor Nacht stunde drei späto Gäste damit, don >telln?r durch Bestellen der unmöglichsten (berichte zli verwirron und ihit naäi dor Bedentnng aller fremdsprachlichen Ausdrücke anf der Tpoisokarte zu frageit. Der >tollnor machte ein immer Hilfloseros (^0-ficht. Endlich stios; or hervor: „Aber dao kann unsereins doch nicht allo5 lvis sen! Ich bin froh, wonn ich nur die Bozoichmmgon behalte lind niehts lvrwechsk', bis ich zur .Millie komme. D>a »nust inan oft drei und mehr Zinnner bedionon uud kann dann Gott dankon, so man nichts vorgis;t. ^ehen Tie sich einmal dieso Preiolisto an. Die lnllst ich vou vorne bio hinteu auslr^ndig ken l'en. Uud dann der Dienst. Um li Uhr gehen dre lohton, Uni !> Uhr komlnon die ersten. Immer mus; nian auf den Boinon sein." Deifto soinoo Angosichtd sich um sein Brot abnnihtc. Man l>itto ihn in einen <>rack gesteckt, ihm boigobracht. uin oines Trinkgeldes willen, in Höflichkeit zu orsterbon, nnd ihm don >iopf voll von Norton gepfropft, deron Bedoulung cr nicht vmtand. To lag denn soin oigontlichos m noros Woson zlvischon all dom Angelornton begra^ bon. Ein Mensch, schlimmer daran als die im Zuchthaus, ein Mensch, der sich weder sattofsen noch aus-fchlafon konnte. „Wonn jomand Zeit hat nnd oiwa5 von den fremdelt Tprachen kennt, dein wird da5 allec' leichter. Ich habe nio Zoit gehabt. Pei uns Bauern schickt man die Kinder wie Kälber nach Petersburg. To kam anch ich dahin, nachdem mein Vater in der Fabrik verunglückte. Zn zehn oder zwölf wurdon wir hingoschleppt nnd in vorschiodcne Wirtohäusor vorteilt. Moino M'w Ttollo war eine Destille der schlimmsten Art. Tag nnd ^iacht. Nacht uud Tag immer in einer Tour. Zwei Jahre mus;to ich os durchhalten. bis es mir mit Gottes Hilfe gelang, in ein Nestaurant zn konnnon. Natürlich haben mir gute ivrounde alles gozoigt." „Wae> go,zoigt c"' „Ieh bitto Tio! Was man da alles verstehen mich. Wie oine Hochzoit zu sorvioron ist. wio man allos roicht. Verschüttot mau oiumal ein wonig Talleo auf dio Kleider oillos Gastoo, gloich heis;t'c'.' ,Hl'uau5 mit dom Tölpol!' — Wonn dio Gäfto noch alle fo vornohnl loären, wio Tio zum Beifpiol. Aber os ist gar nicht selten, daß oiner kommt, nur um zu schimpson nnd zu nörgeln. Allos behagt ihm nicht. Das fleisch ist zn wenig gebraten, die ^nppo zu dünn usw. Im Zorn giostt er oinenl dann nwhl die Tauee auf den i>rack. Wieder einmol lioiin Nu-bel znni Teufel. Uuser ^eben ist wirklich schwer. Abor hoffentlich danert's nicht mehr lange." „Wieso?" , , , Dec' Kellners müdes, gedrücktos Gencht leuchtete auf. Voll Begeisterung sagte er- „Auf dem i^ando worde ich loben. Es gibt nichtv Bofseroo, nichte Tchöneroö, alo woitab von doi' Ttadt im Torfe soino Wirtschaft zu führon. Zwei Jahre noch. Dann goht'5 nach Hanse. Ein ganz an-dores ^eben. Man, hat soin eigenem Vieh, ^genes Obst. Die ganze Familie ist beisammen. Niemand kommandiert oinen, allos tut man für sich und die ^cinon. Ehrlich uud red.ich--------. Tie läelieln. Und Tio habel, recht. Hier ist os unmöglich, rod-lich zu soiu. Man ist auf Botrng angowiosoil. Tehm Tie, nieine Heirat baut sich auf eine direkte Fälschung, auf." „Auf eine Fälschung?" „Natürlich. Woil ich al5 reicher Mann ausiral, habe ich meine ^rau bekommen. Meine ^rau, dic mir alles bedeutet. Eine ^rau sage ich Ihnen! ^0 lnstig und anspruchslos. Aus drei Zündhölzern würde sie, a.laubo ich, rin gemiitliches Häuschen bauen. Wo ich sio sonnen lernte? Beim Tanz. Ich im ivrack und sio wie oin>e Prinzessin. Wir gefielen uns. Doch als ich sie frug. ob fie mein Weib ux>r-den wolle, fagto fio: ,Moin Vator wird os nicht wollen, da du nichts hast. Wir sind retch.' — ,Was solloil wir tun?' frng ich. ,Ein Jahr U'arte ich aus dich Tich zu, daß du otwas findest,' gab lie zur Antwort lind fort >oar sie. Was sollte ,ch tiln ^Em. brechen oder rauben? Das vertrug nch mcht Mlt nieinem Eharakler. Natlos ging ich uach Petorsblrrg znrück und war recht unglücklich. Unser Portier merkte das, und auf soiirc fragen hin vertraute ich ihm mein Loid an. Was tat or? Er lachto: .Bist oil dumm! Nichts einfachor als das zu machou. Gohc uild laufo dir alto ^ottoriolofo tind so wa-». Das ist dann dein Gold. Was verstchon die dummen Bauern davon?' Erst tränte ich mich nicht recht. Atx'r als Laibacher Zeitung Nl. 163. 1526 18. Juli 1906. diesem Kelches an dem ^age bedicnell, an welchem er die Ilibilälinlslllesse für die erwähnten jungen Leute lesen wird. Tie bisher für den Kelch eill-gclaufellen d>aben betragen ^.l:;8 Lire. Tic (^>a-licn für die Iubilanmsmesse belaufen sich anf -lN. Lir.'. Das >iomitee veranstaltet zahlreiche Pilgerfahrten aus Italien, England, Belgieii, Frankreich, Ungarn, welche in den Monaten August. September, Oktober nnd November stattfinden sollen. Zur IubilailNK'inesse im September unrd ein.' besondere Commission aus Venedig in Roill eintreffen, welche dem Papst als beschenk der Stadt Venedig einen künstlerisch alisgeführten Thron anbieten wird. In einem Petersburger Briefe de5 „Nenen Wiener Tagblatt" wird das Wirken deZ russischen Ministern des Änßern. Herrn Izvolskij, einer Würdigung unterzogen und besonder» hervorgehoben, daß er die Friedensbewegungen Rußlands zur gesamten übrigen politischen Welt erfolgreich gepflegt und sie anch gesichert habe. Er sei heute in Nußland popnlär nnd auch außerhalb Nußlands knüpfe sich an seinen Rainen die Vorstellung, daß er ein Mann des Friedens sei. Mit der offenen Darlegnng seiner Politik in der Tuma war d^e in Rußland bis dahin für unantastbar gehaltene Tra^ dition znnl erstenmal durchbrochen- und Izvol^kij bewegte sich damit in den Bahnen der Vismarck-schen Schule, welche lehrte, daß in der Diplomatie unverhüllte Nahrhaftigkeit oft die stärkste Bürgin des Erfolges und nach Umständen ja auch die aller-stärkste Schlauheit ist. Tie Früchte dieses Entschlusses liegen anf der Hand. Das Vertrauen zu Nußland ist im Auslande außerordentlich gefestigt und im Inland der Kontakt zwischen Regiernng und Neichsdnma — welch letztere in der Nechtfertigung der ausivärtigen Politik durch den Mnnd ihres berufenen Vertreters zugleich eine Würdigung nnd Hebung ihres eigenen Prestige erblicken mußte -in überraschender Weise gestärkt. Tie „Neue Freie Presse" sieht die eigentlichen Ursachen der Meuterei unter den türki-schen Truppen in Mazedonien und der Bewegung der Mohammedaner daselbst darin, daß die Nachrichten über die Zufammenknnft in Neva! und die englisch-russische Verständigung alles auf dem Balkan und zuletzt auch die langmütigen Osmanen aufstöberten. Wenn es heißt, daß das liberale England und das slavische Nußland das Land, in dem die Balkankomitees wirken, und das Land, das schon so viele FeldMe gegen die Türkei geführt hat. ihre alten Differenzen vergessen habe:: uud im Orient vereint vorgel>en wollen, so kann die Wirkung nicht ausbleiben, solange das Mür; steger Programm galt. mögen die Türken zwar unzufrieden gewesen sein, aber sie hatten das Vertrauen, daß es ihnen nicht ans Leben gehen werde; jetzt dagegen schenken sie den Versicherungen über den erhaltenden ^lveck der Vorschläge keinen Glau^ ben mehr und Die sanguinischsten oder Verzwei- feltsten unter ihnen wollen dem Absolutismus, der das Ncich gegen diese Verschlimmerung der Lage nicht zu schlitzen vermochte, die Macht ans der Hand nehmen, um es durch eine Konstitution zu retten. - Das „Neue Wiener Tagblatt" warnt davor, aus den Vorgängen ill Monastir, Resna und anderwärts anf die znnehm.'nde Schwäche der Türkei schließeil zn wollen. Durch solche Bcweguw geil wurde in ihr gar häufig im Gegenteil eine überraschende Sammlung der Kräfte eingeleitet-, und fremde, die fich hierüber täuschten nnd den Aligenblick zn einem kriegerischeil Allgriff für ge eignet glaubten, hatten den Irrtnm dann oft doppelt schwer zu bezahlen. Bezüglich der endgültigen Gestaltung des j a -p a n i s ch e n Vi i il i st e r i u m s .^l, a t s ll r a weist eine Mitteilung ans London darauf hin, daß der >!abinettswechsel ausschließlich durch Umstände ver^ alllaßt worden ist, die im Gebiete der inneren Po-liiik wnrzeln, eiile Niicklvirknng mis die auswärtige Politik des Landes somit als ausgeschlosseil erscheine. Tas Kabinett Saionji hat ill illternatio^ naler Hiilsicht die Nichtnngslilne verfolgt, die von dem Ministerium Katsura. welches ihm vorausging, vorgezeichnet war, lind die jetzige Negiernng wird die auswärtige Politik unzweifelhaft in dem-selben (Gleise weiterführen. Tie Persönlichkeit ^atsuras ist eine sehr wertvolle Bürgschaft dafür, daß die gesamte Leitung der öffentlichen Verwaltung vom Geiste der Besonnenheit nnd Korrektheit erfüllt st'in wird. Insbesondere können die an der ostasiatischcn Politik beteiligten Mächte ans der Tätigkeit, die dieser bewährte Staatsmann während sehr ernster Epochen entwickelte, die Beruhigung schöpfen, daß die japanische Regierung in allen Fragen der auswärtigen Politik nach den Grundsätzen der Mäßigung und strenger Loyalität handeln und beim Auftauchen schwieriger Momente ihre Bemühnngen immer daranf richten wird. auf die Abschwächung von Gegensätzen lind anf die Beseitigung von Spannnngen, die sich ergeben könnten, hinzuwirken. Tagesneuigleiteu. — (Welche Kopfbedeckung soll man im Tommer tragen?) Natürlich eine solche, die recht leicht ist und dabei luftdurchlässig. Nicht alle Kopfbedeckungen entsprechen dieser Bedingung. Eine englische Hutfirma hat sich ein Verdienst dadurch erworben, daß sie genaue Untersuchungen anstellen ließ. welche Hüte für die heißen sonnigen Sommertage aus hygienischen Gründen am meisten zu empfehlen seien. Die Untersuchungen wurden in der Weise vorgenommen, daß man kleine Thermometer im Innern von allerlei Kopfbedeckungen anbrachte und damit einen normalen gesunden Menschen je eine Viertelstunde lang an sonniger Stelle spazieren gehen ließ. Das Ergebnis war überraschend: Der echte Panamahut trug den Sieges-preis davon; unter ihm waren nur 25 Grad Celsius Wärme festzustellen. Ein hoher Strohhut mit einem Kniff :u dcr Mitte zeigte 2«i Grad. ein flacher, steiftr Stroh-Hut 27 Grad. ein Zylinderhut 31^ Grad. ein steifer Filzhut 3?, Grad und eine Segler oder Iagdmühe mit Schirm >>ar 36^ Grad Wärme! (Tolstoj gegen die M a s s e n h i n r i ch -! unge n,) Graf Tolstoj veröffentlicht im Londoner „Daily Chronicle" einen außerordentlich heftigen Angriff gegen das Ministerium Stolypin und die, wie er sagt. seitens des' selben seit Jahr und Tag ununterbrochen fortgesetzten Hinrichtungen von Nauern in allen Teilen Rußlands. Tolstoj erzählt, wie es vor Jahren sein größter Stolz war. daß die Todesstrafe in Nußland auf andere Weise nicht möglich war, zu meiner Frau ^u kommen, ging ich hin und kaufte an alten Losen, was ich bekommen konnte. Was da alles darauf stand! 2(X).en, Reichtümer aller Art. Dann verschaffte mir der Portier noch eine ganze Menge von Reklamezetteln, die genali so aussahen wie (Geldnöten. Da waren Tausend- und Hundertrubelscheine, ein ganzes Bündel. So bekam ich mein kapital zusammen. Ich kaufte nur eine große, breite Vrieftafche. die ich ordentlich vollstopfte. Und dann machte ich mich auf. Zu meiner Ma^a. Ich sagte ilir nichts von dem Betrüge, weil ich fürchtete, sie würde böse werden. Es traf sich gut. daß gerade wieder ein Tanzkränzchen stattfand. Ich saß neben ihrem Pater, gehabte mich recht vornehm nnd benutzte jede Gelegenheit, dem Alten meine Brieftasche unter die Nase zu halten. Einmal ließ ich sie wie verkbentll'ch ^ur Erde fallen, lo daß all die Scheine sich verstreuten. Mit gierigen Augen und zitternden Händen half mir Ma^as Vater zusammensnch^n. Er ln'elt alles für echtes G?Id, besonders da ich wirklich einige gute Scheine darunter gesteckt hatte. So beiläufig sagte ich dann plötzlich: ,Die Ma^a gefällt mir. Ich will sie heiraten. Werde dann ein Haus bauen und einen Lad'n aufmachen. Geld habe ich genug.' Der Alte strahlte auf. .Fünf-lmndert Rubel gebe ich ihr mit.' Also war das abgemacht, Für das Geld kauft.' ich mir ein kleines .Malischen und eine Kuh. Meine Fran, Mutter und Schwestern zogen hinein und machen die Wirtschaft. Dann kam für mich noch ein böser Gang. '^um Schwiegervater, ihm alles zu beichten. War das ein Gezeter und Geschimpfe! Aber was tat's? Jetzt vertragen wir lins wieder, seit er sieht, daß ich mich redlich Plage. Und Ma^a war ganz vergnügt. Als ich ihr bangend von dem Betrnge erzählte, streichelte sie mir den Kopf. ,Nein, so klug!' sagte sie. ,Tas hast du wirklich fein gemacht. So schlau!' Und der Portier erst. Halb tot hat er sich gelacht, als er erfuhr, wie gut s?in Rat, geholfen hatte. ,Nuu gib mir deine Millionen her,' sagte er, ,möglick>erwelse kann ich noch mal jemandem damit helfen." — So habe ich mir meine Frau erschwindelt. Hätte ich's nicht getan, so wären vi.'l-leicht Mutter und Schwester in der Fabrik daraufgegangen. Und ich selbst lebte nur ein, Hundeleben. Jetzt arbeite ich gerne, immer fürs Haus. Jeder Zehnrnbelschein, alles, was ich erübrigen kann, kommt hinans aufs Land. Was denken Sie, neben dem Gelde habe ich bis jetzt schon sechzehn Fracks fortgeschickt." Die Zuhörer mußteil lachen: „Techzehn Fracks? Wozu sind denn die gut?" „Aber ich bitte Sie? Auf dem Lande? Da ist doch jede Kleinigkeit von Wert. Hier in Petertz. bnrg brauchen die Herren nnd die Kellner dcn Frack. Vei uns aber läßt er sich sehr ant für die Weiber verwenden." „Ausgerechnet der Frack?" „Natürlich! SebM Sie zum Beispiel meinen jetzigen an. Von außen ziemlich abgetragen', aber wenn er genx'ndet wird, wie neu. Manchmal habe ich Fracks voll sehr gutem Stoff. So den von den» Verstorbenen." „Von einem Verstorbenen?" „Nun ja. Da starb ein Bedienter, der bekam den Frack mit ins Grab. Da, es aber einer von einem Grafen war. tat e5 der Witnx- leid. das schölle Kleidungsstück so verkommen zn lasseil. Also gab ich ihr meinen alten Frack nnd fünf Rubel zu. Der Frack war fein. Drei Jahre habe ich ihn getragen, und jetzt arbeitet er schon wieder zwei auf dnn Lande. Fast mwcrwüstlich." »Ja, aber laufen denn da die Weiber im Frack herum?" ..Wo werden sie denn! Nein. Von einem Frack ist da nichts mehr zu erkennen. Die Schöße werden abgetrennt, nnd sechs Schöße geben einen Rock. Der obere Teil läßt sich zu schönen Jacken verwenden. Meine Mutter hat so eine, die ist mit Hasenfell gefüttert und hält hübsch warm. — Sehen Sie. so ist es auf dein Lande." „Ausgezeichnet!" rief der eine dlol-leg>'N. Haiig znm Grübeln nnd eine gewisse Energielosigkeit, soweit es sich um seine persönliche Angelegenheiten handelte, brachten es mit sich. daß er innerlich vereinsamte. Vater und Brüder standen mitten im praktischen Leben; seine Welt war die der subtilen Gefühle, der klassischen Bildung. Im Hanse Werner wnrde er nicht für „voll" angesehen. Da fügte es ein seltsames Verhängnis, das', er feines Paters einziger wnrde. Richard, der älteste, fiel in einem Dneil, das er einer Schauspielerin wegen hatte. Ein Jahr später verunglückte Johann auf einer Bergtour in der Schweif und Mar. der drittälteste, erlag einer Diphusepidemie, welche in Brunn grassierte. To blieb nur Heinrich. Selbstverständlich war es mit dem Studium vorbei. Man be-fragte ihn nicht einmal, ob er wolle, er wnrde ein fach in die Fabrik kommandiert, nnd nach einigen Jahren strenger flicht nnter der Leitung des alten Verner war ein ganz passabler Kaufmann ans ihm geworden. „Das war der gros'.e Glücksfall in meinem Leben," sagte er mit einem warmen, dankbaren Blick auf feine fran. die stumm nebenher ging. ..Hedwig hatte mich für alles entschädigt. Seitdem ich für sie arbeiten darf, arbeite ich mit Lust, nnd ich, hoffe, sie bereut es nicht, nm meinetwillen die Ihren verlassen zu haben." Hedwig errötete, ohne zu antworten, und Wolfgang, der sie scharf beobachtete, las in ihrer Seele viel deutlicher, alö fie ahnte. Diese Heirat, welche ihm bis heute ein Mtsel gewesen, wurde ihm plötzlich verständlich. Er konine es ganz gut begreifen, das', ein wundes, getäuschtem Herz dem zarten, bittenden Werben dieses Mannes nachgegeben hatte. 'Aber er sah auch, wie es nun um diese Ehe heute stand, wo das Bindeglied der >iiii' der ihr entrissen war. Hedwig war ein Weib, das erobcrt nnd nicht erbettelt sein wollte. Werner widmete ihr eine schüchterne, verehrende Liebe, anstatt sich zu ihrem Herrn aufzuschwingen; er räumte ihr den Platz über sich als selbstverständlich ein, ohne zu ahnen, daß er dadurch eine Leere in ihr schuf, die mit der Zeit gefährlich werden konnte. E5 war iudesseu Abend geworden und sie hatten den Alisgang des Waldes erreicht. Menschen leer nnd verlassen lag der See vor ihnen, eine graue Dämmerung wob ihre Nobel über der Land schaft. Man dachte an Abschied. „Ich würde Tie bitten, uns zn besuchen, allein wir reisen frühzeitig ab. Heinrich muß übermorgen zu Hause sein." sagte Hedwig. Wolfgaug die Hand reichend. Ihr Besicht sah düster nnd vergrämt aus, sie schieu verstimmt. War ihr das ^usammeniresfen nachträglich nnlieb geworden? Oder hatte sie .chre„ satten kennen gelernt '.n haben, ich kann nur meme vor Jahren schriftlich zum Ausdruck gebracht teii Glückwünsche ans persönlicher Ueberzeugung wiederholen. Möge sein Besitz ^ie über den schweren Verlmt lröslen, den Tie kürzlich erlitten." Das klang konventionell, obzwar es ehrlich gemeint war. Hedwig schien es indes anders aufzufassen. Ihre Hand zog sich zurück und in ihre Züge trat ein verletzter Ausdruck. „Auch ich kaun Ihnen nur wünschen, daß Tie dem )1late Ihrer Schwester folgen, hoffentlich sehen Sie für Ihre Person bald ein. wie tröstend nnd lindernd die Ehe auf innere Schmerzen wirkt." lautete die kühle Autwort. Herr Weruer trat hinzn nnd man wüuschte. sill) glückliche Aeise. Dann bestieg das Ehepaar seineu Wageii. während Wolfgang nnd Eckmann den Heimweg zu fuß einschlngen. Beide waren nicht zum Sprechen aufgelegt. Eckmann dachte an seine junge frau .md wie sie ihn wohl empfangen würde. Wolfgang war in wehmütiger Stimmung. Wie anoers hätte alles kommen könm'n, wenn er kein Tor gewesen ware . Als sie vor anderthalb Jahren semer Mutter ihre binder vorgestellt, war die alte Liebe hei,; in ihm emporgestiegen: anch hcnte wo er erfuhr, daß si, gleich ihm selber litt und daß d,e Vergangenheit in ihr noch stets ein Born qualvoller Erinnerung war Aber dann war es merkwürdig ruhig m ,hm geworden. Dieser Verner brachte alles zum Schweigen. Ein merkwürdiger Mann. .'Itührend und zur Verehrung auffordernd. Wolfgang ertappte sich auf oeni, Wunsche, daß Hedwig ihren Mann mehr lieben sollte, als es tatsächlich der fall schien. (Fortsetzung solgl) Üaibacher Zeitung Nr. ltt3, 1528 18. Juli 1908. — (P « r so n a l n ach r ich t.) Dei Kommandant der Kriegsschule. Generalmajor Paul Pu hallo, ist heute nacht hier eingetroffen und im Hotel „Union" abgestiegen. — (Vom Schuldienste,) Wie die Grazer Blätter melden, wurde dem Direktor des Staatsgymnasiums in Cilli, Herrn Klemens Proft. der Titel eines Regierungs-rates verliehen. — (Krai nische Sparlasfe.) In der gestrigen Direttionssitzung wurden nachstehende Spenden bewilligt: dem Ortsschulrate Dragatu« bei Tschernembl zur Herstellung eines Schulbrunnens 200 X. jenem in Altbacher fur den Schulgarten 100 X. zur Deckung der restlichen Kosten der Kaiser-Jubiläumsfeier der deutschen Volls- und Bürgerschule in Laibach 140 X 63 Ii. dem Kinberschutz-und Fürsorgeverein des Gerichtsbezirtes Nafsenfuß als Gründerbeitrag 300 X, dem Hilfskomitee in Velbes zur Linderung des durch die jüngste Feuersbrunst hervorgerufenen Notstandes in der Gemeinde Veldes 1500 X und dem Krainischen Landesausschusse zur Fortsetzung der archäologischen Ausgrabungen auf dem Laibacher Moore 300 X. — (Laibacher Offiziere beim Armee-pr e i s sch iehe n.) Wie wir erfahren, sind die meisten Offiziere der hiesigen Garnison, die am Offiziersarmee-preisschiehen teilgenommen haben, nach nahezu zweitägigem Netttampf als Sieger zurückgekehrt. Außer mit kunstvoll ausgeführten Plaleten, entworfen und modelliert von Prof. Marschall mit dem Porträt Seiner Majestät wurden folgende Herren der Garnison Laibach mit Ehrendiplomen für vorzügliche Schießleistungen ausgezeichnet: Vom Infanterieregiment Nr. 27 die Hauptleute Georg Schneider, Rudolf Auffahrt. Richard Kleinoscheg und Rudolf Praxmarer, die Oberleutnante Heinrich Baron v. Lazarini. Maximilian Aeham. Karl Koh out und Franz Mody. die Leutnante Alexander Ivancich und Hugo König; vom Landwehrinfanterieregiment Laibach Nr. 27 die Hauptleute Karl Schuh bock und Franz G a ß e r. — (Die Zöglinge der Knabenhort-Abteilung) des Vereines „Francke" zur Errichtung von Schülerheimen und Waisenhäusern in Wien. die. wie bereits berichtet, morgen hier eintreffen, bilden eine Wiener Ferienkolonie und haben als Ziel ihrer diesjährigen Ferienreise unser romantisch gelegenes Bad Stein erwählt, wo sie einen dreiwöchentlichen Aufenthalt zu nehmen gedenken. Die Ankunft in Laibach erfolgt Sonntag um 11 Uhr vormittags am Staatsbahnhofe, wo den Ankömmlingen ein offizieller Empfang bereitet wird. Der Zug formiert sich sodann zum Einmärsche in die Stadt und nimmt seinen Weg unter klingendem Spiel durch die Maria Theresia-Straße. Prc->eren- und Stritargasse. über den Domplatz zur Volksküche, wo schon alle nötigen Vorkehrungen getroffen worden sind. Der Ausmarsch nach „Tivoli" findet schon um 1 Uhr statt. Der Zug passiert die Hauptallee. Das Konzert im Schweizerhause, ausgeführt von der Schülerlapelle, wird bei freiem Eintiitte stattfinden und dauert bis 6 Uhr. Die Ankunft in Stein erfolgt um 9 Uhr 13 Minuten, Das Komitee versendet Einladungen an alle Kinderfreunde zur Beteiligung an dem Empfange und Konzerte der Zöglinge der Wiener Ferienkolonie „Francke". X — (Die Iohannistaler Kohlengewerl-schaft) ersticht uns mitzuteilen, daß der Kohlenverlehr per Bahn von Iohannistal (Karmel) über Treffen nach Laibach bereits eingeleitet wurde. Da im Interesse der Konsumenten der Zwischenhandel für Krain ganz ausgeschaltet wurde, wollen sich Kohlenrefleltanten rechtzeitig direkt an die Vetriebsbireltion der Iohannistaler Kohlengewertschaft in Karmel. Post Tr/.i^öe (Untertrain), wenden. " (Genossenschaftswesen.) Die t. l. Landesregierung für Krain hat die abgeänderten Statuten der Genoffenschaft der Gastwirte. Cafetiers. Branntweinschenler ?c. in Stein genehmigt. —r. — (Hymen.) Am 21. d. M. findet in Troppau die Trauung des hiesigen Kaufmannes Herrn Karl Ranth mit Fräulein Julie Tengler statt. — (Die Reifeprüfungen an der l. l. Lehrerbildungsanstalt in Laibach) fanden unter dem Vorsitze des Herrn t. l. Landesschulinspettors Franz Levec in der Zeit vom 9. bis einschließlich 17. d. mit folgendem Erfolge statt: Ein Zeugnis der Reife für Voltsschulen mit deutscher und slovenischer Unterrichtssprache erhielten die öffentlichen Zöglinge Leopold Axman aus Krainburg. Viktor Cepuder aus Haselbach. Johann Dimnit aus Adelsberg. Franz Drmelj aus Savenstein. Andreas Golob aus Laibach. Florian Gostiö aus Laibach. Andreas GostUa aus Ajoovec. Alois Iamnil aus Pijava Gorica. Franz Iureöiö aus Öreänjice bei Zirklach. Franz Kos aus Laibach. Albin Lajevec aus Riböe. Franz Levstil aus Oplotnica lSteiermart). Wilhelm Mazi aus Tscher-nembl. Johann Mihelu- aus St. Georgen an der Stainz, Vladimir Po5ar aus Laibach. Albin Smole aus Laibach. Karl Sovre aus Cilli, Ferdinand 8 entjurc aus Hrast-nit (mit Auszeichnung). Johann Kraj aus Eisnern. Karl 5>travs aus Tadinja Vas, Franz Tratnil aus Idria, Friedrich Trost aus Vodice. Franz Tro^t aus Viniea. Josef Trtnik aus Laibach. Anton Urban^ aus Laibach. Viktor Voll aus Suhorje, August Waschte aus Töplitz bei Sagor, Franz Zemlji^ aus Rado-merje (Steiermarl) und Rudolf Zherne aus Göttenih. — Drei öffentliche Zöglinge und ein Privatist weiden im Herbsttermine eine Wiederholungsprüfung abzulegen haben; ein öffentlicher Zögling wurde auf ein Jahr reprobiert. — (Die diesjährige Bezirlslehrer-tonferenz für den Rudolfswerter Schulde zirl) fand Mittwoch den 15. d. M. in Rudolfswert statt. Sie bewegte sich im Rahmen des Regierungsjubiläums Seiner Majestät. Um 9 Uhr zelebrierte in der Kapitellirche Herr Propst Dr. Elbert unter Assistenz von vier Geistlichen ein feierliches Hochamt zur Feier des 60jährigen Re-gierungsjubiläums Seiner Majestät des Kaisers. Den gesanglichen Teil besorgten in exakter Weise die Lehrer und einige l^i'. Franziskaner unter Leitung des bekannten Organisten und Komponisten Herrn Jg. H l a d n i l. Dem Hochamte wohnten Herr Bezirlshauptmann Baron Rech-bach. Herr Nezirlsschulinspeltor I. Turk, Herr Kreisgerichtspräsident Dr. Kav<-i<", der Vorsitzende des Rudolfswerter Ortsschulrates, Herr Rozman, der Bürgermeister und Mitglied des Bezirksschulrates Herr I. Zurc aus Kandia bei Rudolfswert, ferner die gesamte Lehrerschaft des Rudolfswerter Schulbezirkes und ein zahlreiches andächtiges Publikum aus der Stadt Rudolfswert bei. Nach der Messe begaben sich die Lehrer und die Honoratioren, die dem Hochamte beigewohnt hatten, in den Hof der Propstei, wo Herr Photograph Dolenec zur bleibenden Erinnerung an das Jubeljahr ein Gruppenbild aufnahm. Gegen 11 Uhr eröffnete der .Herr Nezirlsschulinspettor I. Turk die Konferenz im Saale des „Narodni Dom". Die Bühne, auf welcher die Festreden gehalten wurden, war mit schönen Blattpflanzen festlich dekoriert und mit frischen Blumen geschmückt. In der Mitte dieses grünen Haines erhob sich die Büste Seiner Majestät. Der Herr Vorsitzende begrüßte die Festteilnehmer, vor allem den Herrn Vezirls-hauptmann Baron Rech bach, den Herrn Propst Dr. Elbert. den Herrn Bürgermeister I. Zurc, den Vorsitzenden des Ortsschulrates Herrn I. Nozman und den Pfarrvilar Herrn I. Z a p l o t n i l. Hierauf sprach er von Seiner Majestät dem Kaiser, hob dessen Herrschertugenden hervor, beschrieb in kurzen Umrissen dessen nur dem Wohle Seiner Untertanen geweihtes Leben und forderte die Anwesenden auf. ein dreimaliges „Slada" Seiner Majestät auszurufen, welcher Aufforderung alle mit Begeisterung nachkamen. Hierauf stellte Herr Oberlehrer D. Matlo aus Töplih den Antrag, eine Ergebenheitslundgebung an Seine Majestät zu senden, welchem Antrage alle Anwesenden mit Begeisterung zustimmten. Ueber Antrag des gleichen Antragstellers wurden zu Schriftführern ixn- »ooinmntin-nein .Herr Lehrer Koxelj und Fräulein Lehrerin V e r c e, beide aus Seisenberg, gewählt. Dann hielt Herr Oberlehrer Fr. Potolar aus St. Lorenz die Festrede „Kaiser Franz Josef I. mit besonderer Rücksichtnahme auf die Entwicklung des Schulwesens zur Zeit Seiner Regierung". Die Rede war sehr gediegen, eingehend und sorgfältig zusammengestellt. Am Schlüsse wurde von der Lehrerschaft das Kaiserlied gesungen und hierauf bedankte sich der Herr Vorsitzende dcm Festredner für seine Mühe. Der Bericht über den Stand der inspizierten Schulen war heuer mit Rücksicht auf dag Festjubiläum kurz. Der .Herr Vorsitzende bemerkte, daß die Mehrzahl der Lehrerschaft ihre Pflicht gewissenhaft erfüllt und daß in vielen Fällen an minder befriedigenden Erfolgen die große Zahl der Schüler die Schuld trägt. Beim 7. Punkte der Tagesordnung „Wahl der Lehrbücher für das nächste Schuljahr" beschloß die Konferenz, daß die jetzigen in Verwendung bleiben. Ueber die Nezirlslehrerbibliothet berichtete Herr Oberlehrer W. Gebauer aus St. Michael. Erwähnt zu werden verdient, daß durch Vermittlung des Herrn Vezirlshauptmannes Baron Rechbach ein passendes Lokal zur Unterbringung der Bibliothek unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde. Ueber die Einkünfte und Ausgaben berichtete Fräulein M. Ekel. Lehrerin in Rudolfs-»vert. Herr Oberlehrer D. Matlo brachte zu Rechnungsrevisoren den Herrn Oberlehrer Mitu 5 und Fräulein Lehrerin Varle. beide aus Vienna, in Vorschlag, welcher Antrag einstimmig angenommen wurde. Auch in den ständigen Ausschuß wurden p«? 2«o1uin»ti<>urst nach dcm Regen angebaut worden. Mit dem Anbaue des Buchweizens als Stoppelfrucht wurde in Steiermarl, Kärnten und Krain begonnen. Lein steht in Steier-marl ziemlich gut. Von Kartoffeln sind die Frühsorten in guter Entwicklung und haben günstig verblüht. Spät-lcrtoffel stehen hie und da noch in Blüte. In letzter Zeit haben sich die Kartoffeln durch Niederschlage wieder erholt. Selbst Krain, das Küstenland und Dalmatien können auf eine annehmbare Mittelernte von Sftätsortcn rechnen. Zuckerrübe litt gleichfalls unter der Dürre; Futterrübe und Kopflraut konnten sich nur schwach entwickeln. Die Klee- und Wiesenheuernte ist größtenteils beendet und li> fcrte fast durchloegs qualitativ ein sehr gutes Resultat, wogegen hinsichtlich der Quantität ein bedeutender Ausfall zu verzeichnen ist. welcher zum Teile in Uniersteiermart bei Wiesenheu auf 40 bis M Prozent, in Krain bei Kleeheu bis zu 65 Prozent, bei Wiesenheu bis zu 50 Prozent, in Dalmatien nebst schlechtem Ertrag in Wiesenheu bei Klee auf 40 Prozent veranschlagt wurde. Für den Weinstock war das warme sonnige Wetter mit den Niederschlägen Ende Juni recht günstig. Nur in Istrien und teilweise in vo^^r Npit'm« Nr. 1^. ^ 529 l8. Juli 1908. Talmaticn wurde cine schädigende Einwirkung wahrc,enom-men. In den heimischen Weinbaugebieten wird auf cinc recht gute Lese fast überall gerechnet. Auch die Aussicht auf ein gutes Obstjahr hat sich verringert. Vci Oliven wurde der Fruchtansatz durch Wind und Dürre beeinträchtigt, so daß man nur eine schwache Mittelernte erwartet. — (Sa nitäts-Wochenbericht.) In der Zeit vom 5. bis 11. Juli kamen in Laibach 17 Kinder zur Welt (22-10 pro Mille), darunter 2 Totgeburten, dagegen starben 17 Personen (22-10 pro Mille), und zwar an Tuberkulose 2 (2 Ortsfremde), infolge Schlagflusses 4, an sonstigen Krankheiten 11 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 7 Ortsfremde (41-17^) und 10 Personen aus Anstalten l58'82 <^,,). Infeltionserlrantungen wurden gemeldet: Masern 2, Scharlach 1, Rotlauf 1. — sTod infolge Sonnenstiches.) Am vcr» flossenen Dienstag starb in Poxarjc, Ortsgemeinde Sanlt Lambrcchi im politisch?» Vczirle Üitlai, die elf Jahre alle Acsihcrstochter Franzisla Vebar auf einem Felde, wo sie bei der Getreidemahb aushalf, infolge Sonnenstiches. —ik. — (Unfall.) Am 17. d. M. fiel der Schulleiter in Sagor, Herr Johann Levstil. während einer Wagenfahrt so unglücklich vom Wagen, daß er sich die rechte Hand brach. —ik. — (Unglüclsfal l.) Am 13. d. M. vormittags ereignete sich in Trifail ein bedauerlicher Unglücksfall. Mehrere Arbeiter waren beim, Vahncrweiterungsbau mit dem Abtragen einer Berglehne beschäftigt. Hiebei rutschte auf einer stollenförmig untergrabenen Stelle die obere, hieburch lcäer gewordene Erdschichte herab und begrub die Arbeiter Stephan Kova«- und Anton Pc«ec. Ersterer wurde als Leiche herausgezogen, wahrend letzterer mit einem schweren Oberschenlelbruche davonkam. Die Schuld am Unfälle soll den Partieführer treffen, der, statt auf der Höhe mit der Abtragung zu beginnen, an der Sohle einen Stollengraben ließ, wodurch das Erdreich zusammenstürzte. —iic. — (Ra dfah rerp la ge.) Auf der Petersstrahe rannte gestern ein Soldat mit seinem Fahrrad« den Schuh-machcrmeister August Mate nieder. Mate erlitt im Gesichte und an beiden Armen einige Hautabschürfungen. — Die in Hrastnit auf Sommerfrische weilende Gemahlin des Hauptmanncs Ritter von Zitterer wurde diesertage von einem Radfahrer mit solcher Vchemenz niedcrgcrannt, daß sie mit gcbrochnem Veine auf der Straße liegen blieb. Ein Gendarm verfolgte den unbclannicn Radfahrer und hielt ihn an. " (Ein unredlicher Finder,) Diesertagc wurde vom städtischen Polizeidcftartcmcnt dem Sohne eines Eisen-bahnbcdiensteten cine sillxrne, mil Goldrand versehene Damentaschenuhr abgenommen, die er im Monate Mai vcn dem Realschulgebäude gefunden halte. Gegen die Eltern des unredlichen Finders wurde die Anzeige erstattet. Die Eigen tümerin der Uhr wolle sich beim städtischen Polizcidepar-tement, Kanzlei Tür Nr. 5. melden. " (Verhaftete Diebe.) Am 15. d. M. nach. mittags verhaftete ein Sicherheitswachmann auf der Wiener Straße den 27jährigen Knecht Johann Icrne5 aus Pa-lov.^c, weil er seinem Mitlncchte Matthias Tome aus dem Gcsindczimmer an der Maria Theresia-Straße einen neuen Alrzug. einen Hut sowie ein Hemd und dem zweiten Knecht Georg Desman ein Paar Stiefeletten, einen .hemdlragen Und Krawallen entwendet halle. Der Dieb. der alle diese Sachen an fich trug. wurde dem Landesgcrichtc eingeliefert. ^ Den 20jährigen Eßzeugpuher Josef Konrad ans Unler-lamm in Obersteiermarl verleiteten die heiße Jahreszeit und die Gelegenheit zu Nierdiebstählen. Er hat »ach Aussage seines Dienstgcbers, eines Restaurateurs, Pilsner Vier im Werte von 21 15 misgetrunlcn und überdies dem Pillolo Zigaretten gestohlen. — Eine 28jährigc. in Ober Ki>la wohnhafte Fabrilsarbeiterin aus Eilli riß diescrtage an der Römcrmauer auf dem Acler des Besitzers August Stresen mehrere Stücke Salat heraus und steckte sie in die Schürze. Dafür wurde sie von einem Sichcrhcitswachmannc verhaftet, — Gestern um .'i Uhr nachls wurde im Figawirlsche» Höft der 34jährige, übelbeleumundctc Vagant Josef Vajc aus Cagor. der sich in einer Schupfe verborgen hielt, durch zwei >h» verfolgende Sicherheitswachmänner verhaftet. — (Vercin sausflug.) Die Filiale des Slovcni-schen Alpcnvereines in Littai veranstaltet morgen einen Ausflug auf den Kumberg. Abfahrt von Littai mit dem Hrühiuge um 5, Uhr 40 Minuten bis zur Eisenbahnstation Hraftnil, von wo der Aufstieg auf den genannten Vcrg unternommen wird. Nücklehr ebenfalls über .Hrastnit um 7 Uhr abends. "'^ — (Die „Lustigen Strohwitwer aus N e i se n") werden am Montag und am Dicnslag im Holel »Union" zwei Gastspielabende veranstallcn. Die aus sechs Personen bestehende Gesellschaft unter der Direktion Rudolf Nncher und Gärtner ist seit dem vorigen Jahre hier sehr W« bekannt. Nci schöner Witlerung werden die Vorführung gen im Garten erfolgen. — Anfang beidesmal um K Uhr. Eintriitsgebühr 1 li. — sEin großes M i l i t ä r l o n z c r t) findet '"orgen im Garten des Hotels „Union" stall. Ansang um ^ Uhr abends. — (Die Laibacher Verein ötapelle) konzertiert heute im Garten des Hotels „Südbahnhof" (A. Seidl). Eintritt frei, Anfang um 8 Uhr abends. — (Wochen viehma rl t in Laibach.) Auf den Wochcnviehmarlt in Laibach am 15. b. M. wurden 11^ Ochsen, f>2 Kühe und 23 Kälber aufgetriebcn. Die Pieise notierten bei Mastochsen 08 bis 74 X. ausnahmsweise 80 X. bei Halbmastochsen 60 bis 68 X und bei Einstellochsen 50 bis 60 X für den Meterzentner Lebendgewicht. * (Abgängig) ist seit 2. d. M. der 60jährige Vauer Josef Zupan aus Gurldorf. Zupan. der einen Geldbetrag von über 3000 X bei sich hatte, ist groß. schwarz gelleidel und hat ein künstliches Bein, * (Verloren) wurden: rote Halslorallen, ein silberner Fingerring, feiner eine schwarz emaillierte Damentaschenuhr nebst silberner Halskette, eine goldene Brillant-broschc, eine Zwanziglronen-Note und ein Geldtäschchen mit 120 X. — (Kurli st e.) In Kravina-Töplitz sind in der Zeil vom 2«. Juni bis 3. Juli 178 Personen zum Kurgebrauchc eingelroffcn. — (Richtige Zeit.) Landhausuhr am 18. Juli: ->- 4(i Sekunden, das heißt, es müssen zu der Ieit des ersten Vicrlelstundenschlages 4i; Selunden hinzugerechnet werden, um die richtige mitteleuropäische Zeil zu erhalten. Theater, Kunst und Meratur. — (Wie schützen wir unsere Kinder vor der Schwindsucht?) Der Landeshilfsverein für Lungenkranke hat die in der Zeitschrift „1)<>,nu5'(! <>l5i>.ji5«," erschienene Abhandlung „0 doM proti ^tiki. 05(»!»i1o x oxii-cun nn nll,^o ln1nc!,iin» ili iü> rnnnil^l! v ^>!l,I," als Broschüre herausgegeben und sämtlichen Volksschulen Krams je ein Exemplar zugesandt. Die Broschüre ist zum Preise von 40 k auch im Buchhandel erhältlich. Sie ist vor allem unseren Frauen und Müttern bestimmt, berücksichtigt alle Momente, welche im Kindesalter sowohl in Schule alö Haus für die Entstehung von Lungen-lrantheilen in Betracht kommen und gibt genaue Anweisungen, wie man diesen Gefahren begegnen lann, die ja das Kind viel mehr noch als den Erwachsenen bedrohen. Aber auch manch wertvoller Wink hinsichtlich der Kindererziehung im allgemeinen lann aus der Broschüre entnommen lverden, deren Bezug deshalb wärmstens empfohlen werden kann. Illusion. L».orn. in dor Vc»lnüir-ri<,«n« Oc-utt von Dr. Franz Witt, nach dem Offertorium >!,nic u^d!«< nm. Domino von I. Knahl. In dev Stadtpf^rrUirche St. JaNob. Sonntag den 1 ü. Juli (sechster Sonntag nach Pfingsten) um 9 Uhr Hochamt: ^li^l, „d'unids!,-!" in I)-NK,N von Panlr. Rampis, Graduate (Nni-io.^u^ I>«'l>^ von Anton Foerster, Offertorium ^lii-udili« !><^i,^ choraliter und darnach Verity in<>l> von I. V. Tresch. I»! der I?es«itcn-Hleside»iz, Glisabetystrnße. So n n t a g de n 1 9. Iu l i um 8 Uhr früh Primiz-feier des 1'. Ludwig D o st a l 8. .7.: ^li^n !>c»Il;innit< von Anton Focrstcr, <>p. 25>, Graduale „s)n ^'u«ti" von Anton Foerster, Offertorium „1i, v!rtnt<>" von Mettcnleiter, 1"<> 1). 12li. Telegramme des k. k. Telsgrnplicn-Korrespondenz-Bureaus. Rcichörnt. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 17. Juli. Das Abgeordnetenhaus hat in allen Lesungen das Siaatsdienergcsetz, weiters den Gesetzentwurf, betreffend die Festsetzung des Allohollontingents für die Velricbsperiodc 1908/1909. den Gesetzentwurf, betreffend die Erwerbung der böhmischen Nordbahn durch den Staat, das Handlungsgehilfengefttz sowie mehrere kleinere Vorlagen lokaler Natur und schließlich den Vcricht des Notstands-ausschusses angenommen. Die Wahl der drei neuen Vizepräsidenten wurde wegen Mangels der Einigung über eine Vizevläsidentenftelle von der Tagesordnung abgesetzt. Präsident Dr. Weisllrchner schloß die Sitzung mil Danlcbworten an die Regierung und wünschte den Abgeordnelen einen angenehmen, höchst friedlichen Sommer. (Bei-fall.) Die slauischc Konferenz in Prag. Prag. 17. Juli. Die slavische Konferenz verhandelte die Sololorgamsalion in allen slavischen Ländern. Berichterstatter Schein er gedachte des großen Einflusses dieser Institution hinsichtlich der Stärkung des nationale» Bewußtseins und schlug vor, in allen slavische» Ländern ^ololdereinc zu gründen. Aue Aeoncr Machen stch m diesem Sinne aus. Hierauf wurde die Idee der Organisation des slavischen Büchermarktes besprochen, sodann die Wahl eines ständigeil Exekutivkomitees mit dem Sitze in Plag vorgenommen. Verschiedene Mitglieder wurden bereits delegiert; die Südslaven werden erst später ihre Mitglieder designieren. Morgen findet die feierliche Schlußsitzung statt. — Bei dem gestrigen Nanilette wurde eine Reihe von Toasten ausgebracht. M a t u >< sprach seine Freude darüber aus, baß diesmal die Polen bei der Konferenz vertreten seien. Che -linsti (Pole) erklärte, die Polen seien bereit, an der Verständigung aller slavischen Völker mitzuarbeiten, und hob hervor, baß die Polen in Galizien die konstitutionelle Freiheit und die Gleichberechtigung in den Schulen sowie iil anderen Institutionen genießen. Diese nationalen Frei-heilen haben der Einheit des Staates leinen Abbruch getan. Graf Bobrinsly gedachte der Polen in Posen und ersuchte alle, sich zu erheben, zum Zeichen, baß die Herzen aller Slaven für die Brüder in Pofen schlagen. Hribar trank auf die slavische Gegenseitigkeit, L o r l o v i <"- sKroate) sagte, die Kroaten wissen, daß ihre Zukunft in der Einigkeit mit den Serben liege. Matlalov hob hervor, daß das begonnene Wert unvergänglich bleiben werde. Kra -m a r drückte seine Freude über die in der .Konferenz herr-schcnde Harmonie aus und erklärte: Mir müssen mit dem heiligen Schwur auseinanbergehen. daß wir arbeiten werden, um die ganze slavische Welt zum Bewußtsein zu bringen, daß unsere .Kraft nur in der geistigen und idealen Einigkeit liegt. Wir wollen leine Politik des Schwertes, sondern eine Politik der Brüderlichkeit und Liebe, Lcmberg. 17. Juli. In Juszczyna. Bezirk Say-busch, sind infolge einer durch Wollenbruch verursachten Ueberschwemmung über zwanzig Bauern, darunter drei Familien, ums Leben gekommen. Viele Häuser und viel Vieh wurden vom Waffer fortgeschwemmt. Die Behörden haben weitgehende Maßregeln getroffen. Das Stallhaltereipräsi-dium hat 3000 X für die Opfer der Uekrschwemmuna, gewidmet. Leziers (Dep. Hcrauld). 17, Juli. In Papian wurde auf dem Marktplätze ein Ball abgehalten, als plötzlich ein scheu geworbenes Pferd mitten unter die Tänzer und Tänzerinnen lief. Es entstand eine furchtbare Panik, Zwölf Personen wurden zum Teile schwer verletzt, Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Angekommene Fremde. Hotel lklefnnt. N m Iss. Juli: Holar, Leutnant, Agram. — Renaldi, Gutsbesitzer, Fiume. — Fischer, Ncisenorr, Budapest, - Elomot, Privat; Sedlaszel, Grador, Fclils, Schilder, Mrdal, Vcck, Haidinger. Präger, Viss, Zelezmkar, Oolostaub, Dieckmann, Glah, Köllnel, 5titmger, Reisende; Pahnwich, Privat; Mumal, Student; Slcifelo. «aufm, Wien. — Pustla. Fachlehrer, Oftrau. - Tcrtcl, Kaufm., Linz. - Weber, Reisender, Kcmdm. — Franken, laiserl. Rut, Graz. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe' -MI'2 m Mittl, Luftdruck 7N! 0 mm, ff «Ht-^!»". <7 ii U. N, 7Z3 X 24 9 SZWTniclff,^' lifter ^ " 9 U, Ab. 781 .^ 18 4 SW. mäßiss teilw. bew. ! 18,l ? U. ,«,. z ?2!> 0 j 15 ^ SSO schwach . 0 0 Da« Illgesmittel der geftrisen Icmperatul 18 b'. N^ » male 19 8'. ii'cNervoi'ailS^aa.e tur den I?. Im«: Für Zieier» marl, Warnten mid Kl a in: Wechselnd bewölkt, mäßige Winde, mäßig warm, Neigung zur Gewitterbilouna,, Trubnng, Für das Küstenland: Schön, mäßige Winde, warm, gleichmäßig anhaltend, unbeständig. Seismische Berichte und Bcobachtnnssen der Laibacher Erdbebenwarte (Ort: Gebäude der l. l. Staats'Oberrrnlschll'e.) ^'„ne: Viöidl. Br.ite 46° 4000 18 06 03----------1614 01 182008 1900 k Driest: > It- - 18150?----------!----------18 35 40 19 30 15 " ! (28) Bebend erichte: 14. Juli gegen i! Uhr 15 Minuten starlcr Erdstoß in Zaffcrana Etnea (Catania). V -- MilrolcieüUMaph Vircüli»,, VV ^ Wirchrrl Hendel. Lailxichcr ^cnui-g Nr. 163. 1530 18. Juli 190«. i \ SANATOGEN ^H ein unentbehrliches Kräftiguiips- und Auf- |H ^H frischun^smittcl für alle, die sich matt ^H ^H und elend fühlen, sowi:- überhaupt ^H I für Meruöse und Schwache. I ^H Von mehr als 7600 Professoren uiid Ärzten ^fl ^M glänzend begutachte». 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Die notierten Kui'e verstehen sich in Klonenivahnmn, Die Notieruli« sämtlicher Aktien und der ,,Diverlen Lole" versteht sich ver Ltüil Oeld «are Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: »°. tonver. steuerfrei, "ronen (Mai-Hlov.) per K^ise , , 3« ?« 9« sc bett» >Iänn..Iuli) V«l »asse »s 70 9s so »-»>/» K. W, Note» (Febr, Aug. pbi -b detto per Ultimo , , 4"/,. 9« «b 9?^'b t»st I!iveftitil>!'««ente, stfr., «lr. per «alse , . 3'/,»/, »?>«> «7 3b »lsen»ahn.3t»»»,sch,l». »nlchrtibnngn». «lisabeth-Bahli i. G.. steuerfr.. zu lu,o«0 ft.....4" „ -^ — —'^ Franz Ioslpb-Vahn in Silber (div. Et.) . , . . 5>/<°^ll«2b<20'2ü Valiz. Karl Ludwig-Vahn (biv, Otülle» Kronen . . , 4"/„ 9« bb 97 bb Rudolf-Vahil in Kronenwähr. steuerfr. ^div. «ftl«p«lt» Gisenb»lin>Aktll» «lisabeth-B. 2<>„ fl. llM, ü',"/, von 4»»« Kr......«4'- 466 - det«, Linz Vudwei« 80« fl, «. W. E, 5>//V<> . . . .422-4,b -detto Salzburg lirol «oo fl, ö. W. K. b"/„ . . , .42« - 42»'-«»remltalvahn 200 u, 2(XX) Kr. 4"/„.........134- 1!»b'- Veld Wa« V»» ft»at» zur Zahlung ül>tl> n»mmene GistnbllhN'Plinliüil»' ßblig»li»U5N. Vöhm, Westbahn, Vm, l«9b. 40«, 2»XX> u, 10.ÜO1 Kr. 4"/» 36'7« 97 70 Elisabeth Bah» <«« u.30- ll6-- Llisabeth-Bah» 400 u, 2»00 M, 4"/„........<13 bU!I4 b« sstidinanbs-slorbbahn detlo sl. E. ü"/, 104 15 >0b ,b 0>>No 400 u. b'«0>11 3« 4"/„ detto per Ultimo iii'io lii»«» 4"/„ ungar. Rente in Kronen- währ. stfr. per Kasse . . 93 - »3 20 4"/„ beito per Ultimo 92 - 93 20 b>/«/. detto per Kasse 82 b5 82 7b Unaar, Vrämien.Nn'.. k 100 fl. l«3 - '87 -delto i^ b0 fl 183 —1»7- lheik«e«..L°!e 4"/„ . . . . 142 - l4S--4"/« ungar. Vrundel-tl.-Obllg. 92-9b 33 95 4"/„lr°at. u, llav, Vrdeiltl.-Olil, 33 bo 3450 Andere öffentliche Anlehen. Bo«n. 1!andeK-At!l. (div.) 4"/» 90 80 91 80 Bo«n, herceg Eisenb. -Lande«- Nülehen (d,v.> 4>/,"/„ . . 38 8« 99'7b 5"/„ Tonau Reg.-Nnlelhe 1878 10b - — - Wiener Verlehrs-Nnl. . . 4"/„ 9«b« 9? 50 detto 1W0 4«,, 86 l>0 97 b« Nnlehcn der Ntadt Wie» . . 101 3?> «02 3b detto (H. oder «.) 1874 120 - >2l - Velio (18S4).....93'6<> 94 60 dettü !llN Vörsebau «nlehen verlosb, 4"/„ 96 ib »? 9s:«, Vula, Etaat« - Hypothekar Änl. ,«S2......«"/n !2, 20,2220 «cld Ware Vul«. Staat« - «oldanleihe 190? f. ION Nr. . , 4>/,"/„ «8 7b 89 7b Pfandbriefe usw. Bodenlr.,alla,öst,i, 50I.v!.4"/„ 9b b0 96-bO Pühm, Hupothellüb, verl. 4"/, 97 ?b 3l>'?» Zentral « od. -Kreb, -Vt.. «sterr..! 45 I, verl.....4>/,"»l ioli - — - bctto «!.'> ^, verl. . . . 4"/n 97b0 9»>-b0 Kred. Inst., österr., f.«erl,-Unt, u, öffentl. »lrv. Nat. ä. 4"/« 3«b0 97>bO kandetb, d. Nön. Gallzien und Lodom. 57>/, I. riictz. 4"/,, 94 b0 95'b« Mähr, Hnpothe lenb. verl, 4°/„ 8« 90 ,7 30 N.-österr Lande« bv,p.-«lüst. 4"/, 87 2b 98'2b dello inll. 2"/„ Pr. vcrl. 3'/,"/« 89' - -' detlo K,-Echuldsch. verl. »>/,"/>, 89- 90-— betto verl......4"/« 97 - 38-— Osterr.-ungar. Vanl 5« Jahre verl. 4"/n ö. W.....98 eq 99-ü« betto 4"/„ Kr......9^ 90 9« 90 spart.. Erste osl.,60I.u«rl.4"/o 98 60 99 60 EisenbahnPrioritäts» Obligationen. Östcrr, «ordwcstb. 200 fl. T. . »03 40 ,04 40 O»aat«bahn l«0 Fr..... 40b - 40t>'— Nüdbahu k 3",„ Jänner-Illl! 50« ffr. iper Tl.) . . . 274-50 276 50 Tüdbahn b 5" „ ^00 fl. T. °. O 121 20 122 20 Diverse Lose. Peiztnsllchl s»st. 3"/„ Vobentredit-Lose Em. I8«o 266 b« 272 bn detto 9 g« 2l-uo Kreditlose 100 fl...... . 5 fl, «5'9<, 27-Ü0 s<>!d<,lf.L»se ,0sl......67-50 7, 50 Lalm Lose 40 fl. KM ... 23b - «4b -Tür«. «.-«,-Nnl Piam.-Oblig. 400 Fr. per Kc>sse . . . 1«b-S5 l.i« 6b betto per Medio . . . 185-2.', >«6-25 («elt, Ware Wiener Kmnni.-Lose v, I. 1874 492 - 502 — Hew. Nch. b. »"/„ Präm.-Echuld d. Vode>,lr.-«nst. mnngeu. Vlussiq-Iepliycr «tiscub, 500 sl. «4,5'- 2425 - ^ölimischl Nnrdbahn «50 fl, , 39V- - 401 - iiwlchüchlabcr Eisb, 5XX> sl, NM, 2««7 — 2873'- bctto (!>t li) 200 fl. per Ult. ,nl»2'— 1062'-Tona» - Tampfschifsahrt« - «es., ,.. l. l. priv.. 500 fl, KM, 9>»2— 99«'— Tnl-Vodenbacker t. 45»-- 4b6'- Praa Lui.el ltiscnb. l<«>sl.abgst, 222— 223- 2tllll!««isc»b. 200 sl, S. per Ult. 695 bv Lüdbah« 200 fl. Tllber per Ult. 1,7-25 118 2b Eüdnurbdeutsche Verbindungsb, 200 fl. KM...... 404— 407- Transport Ocs., intern., «l.-V. 200 Kr........ — — l«o — Ungar. Westbahn (Raab-Eraz) 2'« fl. S....... 40Ü-— 4!<,-- Wr. Lolalb.-Altien Ves. 2<»0 fl, 2,0— 200-— »anlen. Änglo-Österr. Vanl, 12« fl. . 294 25 2«b25 Äanlverci», Wiener per Kasse — - —' betlo per Ullimo 5,??b b,8 ?b Bodenll -Nnst. öst., «00 Kr. . 1059 - ,060- ^cntr, Vod. Krebbl. üst, 200 fl. 525- b32'~ Nreditanstal! sür Handel und Gewerbe, 1U0 sl., per Kasse —'— —-— detto per Ultimo 6,8 50 c<9 5« «rebilbanl, unss, aNg., 200 sl. 735'— 737 — Lepl)sltc»l>a»l, alla,. 200 fl. 455'- 45?'- Eilompte - Gesellschaft, nieder- österr., 400 Kr..... 57? - 579- Giro- u. Kassenvcieln, Wiener, 2 fl...... 540- 540 50 Uniunbanl, böhmische ,0<>fl. . 24b- 24«- — Herlehrsbanl, allss 140 fl,, . 834'- 3»ü' — Indnftrie.ßnllMl!>«ung«n. Äalissesellsch,. alla, »st., 100 fl. ,34'- i»6 — Vs!,i.cr Nl)liIr»berab,.«es, I00sl. ?«b'- 7ia — 45l 50 Trlfailer Kohlenw-G. 70 fl. . 26150 2«3 — lürl. labalressir-Ges. 20« ssr. per Kasse...... -'- —'— bettu per Ultimo . . . 42750 428 50 Wafsens.Ges.. österr.. ,00 fl. . 535— 540 — Wr. Vaugesellschaft. ioo fl. . . '59— ,40-- Wienerberge Ziegels-«lt.-«es. 72« - 730— Devisen. Kurz« Sichten unb ^chlck». Amsterdam....... 198 4b <98 70 Deutsche Vanlpläye .... 11? b« ,17 7U Italienische «antplähe . . , »5-40 95 55 London........ «3957 23987- Pari«......... 95 25 955« Et. Petersburg...... 252 252 50 Zürich >mb «asel..... 95-42' 9555 Valuten. Dnlalen........ t>-!>3 ,,28 ^ossraülenTtücle..... ,»«<< ,911- 20-Marl-Ltülle...... 23-5.0 23 54 Dtntsche «eichsbanlnoten . . «,7'45 !,7'65 Italienische Banlnoten . . . 95 »0 »5 »0 Rubel Violen.......> 252 »5«" I^f" .^t^ Tr*5i5*'a.*M .^.. l mMm C3» IMI^'V^^M* Privat-Depota (Safe-Deposits) I von Renten, PsHndbrl«scii, PriorltMten, Aktien, I ^l^ • -^sm a.w.^m.^ -m^>mm. • \ i / h Lonen eir., Devlnvn nml YnlulPn. Bank- und "^^7"o cll.slexgre S cls.äLf t ia.a.t«r • 1 ST •»- • *»• v^« f_^_c Da. 1 -u. a m d»rPirt»l.| _________Los-Versicherung._______________