zur Laibacher Zeitung ^_____, »«W < , , , , .»>' 91. Hamstag den 3tt. Juli tg/zZ. Asmtliche Verlautbarungen. Z. il/o. (2) Nr. 2»7. Llcitatlons,Kundmachung. Von Sens der k. k. vereinten Banal'Wa« »asdiner.eatlstadter.Milltargranz-Baudirectlon wlrd in Folge des hochlöblichen Hofkriegsrath» Uchcn Rescripts vom io. April 2842, O. 39l, und hoher General» Commando «Verordnung »om 20. April 1842, N. ll)59, über die Au5- Whrung e,nes Zubautheils bei dem Ag»am»r Mllllar-Gornlfons Spital im Wege der Ent»,-prlfe clne öffzntliche L'citations-Verhandlung am 2g. August 16^2 um 3 Uhr Vormittags il, der Baudireetions.Kanzlei im General-Com. mando« Gebäude zu Agram abgehalten werden. ^. Hierauf sind laut Kostenkberschlag im b^ ren Gelde bewilliget: Geldbetrag B e n a tt n t l i ch Cotw. "Münzc. ____________________««^_«___________^, si- l'^^' An Maurer - ?lrbeit....... ^ 7 596 36^^ „ „ Material «Ersorderniß .....' ." 14M6 3'? „ Zicgcldecker-Arbeit ........ 91 ^°^ „ „ n Matcriat-Erforderniß ...... 317 24 « Steinmetz-Arbeit ......... 254 4^/9 ^ Zlmmermanns^ Arbeit ..>..... 744 iß „ ,., ,> Material-Erforderniß ..... 2,157 57 „ Tischler-Arbeit......... 5,639 42V „ Schlosser „ .... .^ ..... 2,556 26^ « Spengler „ ......... 237 32'^ ^ Glaser ^ ......... 453 22V_ ^ Anstreicher-Arbeit . ^ ....... 374 3 « eiserne Gußöfcn ......... 416 392/ n Gelüstung .......... 5W ^. ^ , Dmhtgltter.?ttbeit . ^, . . . . 543 IZ6^, Total-Summe . . 31 921 35«/ Die Hauptbedinglmgcn sind: ,. Der Ersteher muß im Baufach? vollkommen bewandert seyn, oder mi mlgcgcngesetzlen Falle zur Aus« fühlung eincS kunstuerstandigen Indl^'idiumS sich bedienen, worüber ein oder das andere In-divlduum fich gehörig auszuwrlsen hat. — 2.Vor dem Beginne der ^»citation Hal ,eder der anl mstnden ^icllanten das Vadiuin. nnt C'm Tau- send sechshundert Gulden in C. M zu erlegen, welches den Nichmssehern gleich nach der beendeten Lllltatlonzunic5clfolgt, '.'on dem Er-sicher aber nur so lange zurückbehalten wird, bls d»e Eautlon.von Drc: Taufend Zwechun-dctt Ouldcn ln e. M. entweder im Baren, »n Realttäten, worauf die pupillarmaßige Sicherheit für den obigen Eautjcusbcu ag vorhanden 529 - 5. Der Sämelzhütte nächst Peggau, nur einige Hundert Schritte von der Haupt ^om. Mfrzialstraße entfernt, enthält l Schmelzofen, » Abtrcibcfen, »Flammofen, t Röstfelo und » Fcinbrcnnofen, Zlebl'ibel befinden sich dort , Kohl-darre" Ul^ 2 Wohnhäuser für Werksleme. DaS WasscrgciäN beträgt über I Klafter. 6. Oine Schinelzbülte in Feist ritz, mit 2 Halbhochöfcn, » Treidhcrd, 2 Pochwer. ken mit Ho Schießern, 4 Rcstt'eldern, i Werks, s^miere, » Kohlt^rrcn sammt Holzhülle. Das WassergcfäN beträgt über »Klafter. 7. Silier eigenthümlichen Waldung pr. 3? Joch i85 Q Klaflel an einer stark bcfahrcnrn Straße, 5 Stunden vom Werke entfernt, vom gemischten Holzbestande. 6. Dem vertragsmäßigen Abstok-kungsr«chle auf einen Kohibezug von jährlich 5oo0 Faß. Diese Entlläten, deren gerichtlicher Gcsammt» schähungswerth obnetemAbstockungSrechlcI0nc,6st. »5 lr. (Zonv. Münze beträgt, werten abgeson-teil nach den verschi«oencn Concessionen, jedoch zu gleicher Zeit ausgcboten und licitirt. Die eigenthümliche Waltung, Hie Abstok» tungsrechle, die Holz« und Kohlvorrätbe uno die Montan» Werkzeuge werden jedoch nicht abgcfon» derl, sondern mit dem Hüttcnlchen versteigert. Um mitbieten zu können, müssen ,o Prozente des Schähungswerlhrs jedes Versteigerungsobjec-tes noch vor Anfang der Versteigerung erlegt werden. Innerhalb 6 Wochen, vom Tage der Per« steigerung. »nuß rag erste Drittel des MeistboleS, innerhalb sechü Monaten, vom Tage ter Licilalion, das zweite Drittel, und binnen eincm Jahre vom erwähnten Tage das letzte Drittel oeöfelden bar «rlegt, inzwischen pupiNarmäßig versichert und mit 5 A verzinset, es kann ader auch der ganze Meistdot tn kürzern Raten oder auf einmal erlegt lverkm. Die vollständigen LicitationDbedingmsse und die SchähungsprolocoNe können übrigens sowohl bei tem unterzeichneten Orlögcrichte und dem von Mühlegg zu Gräh, alö auch bei dem lZoncurs-lnassa'Verlvalter, yr. I)r. Königshofs, Hof. und Gerichts Atvccalen zu Gräh, eingesehen rrcrden. Die bedeutenden und zahlreichen Wasserkräfte, die großen zur Disposition stehenden Flacheuräu« me, tie Nähe der Hauptcommerzialstrahe, die projectirteSlaals-Eisenbahn von Wien nach Tncst, welche tem Antrag nach in größler Nähe an dem Werk vorübergehen wird, tie durch zwei Markt« fieckcn belebte Ilingcgcno, eignen dieses Werk ne> den rem Bergbau zu jeder Fabrikvunterncdmung. Orlögericht i>er Herrschaften zu Waldstein am 20. Juni ,U42. ^ ermlschte v lriautbarungen. 3. ,»65. (2) Nr. "23. ^ Edict. Ponder k. k. Bezirks. Obrigkeit Landstraß wird hiemit bekannt gemacht, tab m Folge Ver. «rhnung des löblichen k, k. Kreisamces Neustacll rom 9. Iull l. I., Nr. 699,, den ,3. August d. I., Vormittags von 9 diS ^2 Uhr in der Amts» kanzlei der Bezirks Obrigkeit Lanosiraß die Aus« führung einiger Bauherstellungen an ber Schule und ter Lchrerswohnung im Pfarrhofe zu Lano-sirah, mit einem Kastenaufwance, und zwar: an Maurerarbeiten von ... 66 ft. 53 ss. „ Maurermatcrialien , . . lo, „ »2 ^ ,, Zunlnermanlisalbeil . . . ,»7 „ 42 „ ,, Zimmerniannsmaterialien . 26" „ 2» » ^ Laltc'n. und Bretternägeln . ,3 « 44 „ » Tischlcrarbeit ...... 68 „ 5" » „ Schloss, rarbcit ..... 52 « 5 ^ ^ Maserarblil . . . . . . 4l « . ^ « „ Hafnerarbeit ...... 5, „-—« » Anstreicherarbeit.....29 , ,o » ^. «» "" Ganzen von .... 942 ss. 21 kr. V. M. un Wege ter Minuento.Licilalion n,erde hintangegeben werden. Hiczu rr«reen die Unternehmungslustigen mit dem Beisätze zu erscheinen eingeladen, daß jetcr Licitant vor der Versteigerung 5A des AuSrufZ.-preises als Vadium zu erlegen habe, und dah die übrigen Licitationsbeoingnisse täglich allhier eingesehen werden können. K, K. Bezirks. Obrigkeit Landstraß am 22. Iuii »842. Z. !i52. (3) Edict. Nr. ,56g. Von dem k. t Bezirksgerichte zu RadmannS-dorf wird bekannt gemacht, dah di» nnter t«e <3hcleut« Joseph und Anna Sporn. mit Bcsche^ voin 6 Juni »6^2, Z. »2^6, auf den »l. Iull, ,». August und 12. September ausgeschriebcns Realffildielung, über Ansuchen der O^ctutions« führerinn» bis auf Weiteres suspendirt rroroen s.-y. K K. Bezirksgericht zu Radmamlöborf tea 9. Juli ,642. _______________ Z. »»5l. (3) ^ Nr. U'3. E d i c l. Von dem t. k. Bezirksgerichte Oberlaibach rrird bekannt gemacht: Es sey in der Executions-sache dcö Matthäus Odlak, wider Joseph Iarz, die »nit Bescheid vom 2. Februar l. I. , Z. 97, hclvilligle. und auf den 2Ü. Juli l I. angeord» nclc lriccc executive Feilbietung der, tem lIrccut ten Joseph Iarz gehörigen, zu Potveber liegen-ten, der Herrschaft Billichgratz »ul» Rectf. Nr. 26 dienstbaren, auf »52i ft. bcwerthettn Ganzhub« und Fährnisse, wegen aus tem gerichtlichen Vergleiche vom 6. August 1824, und dem Vergleich« vom -i. Mai !. I. noch schuldigen 48ft. 48 kr., neuerdings bewilliget worden, bei welcher im Oll« der Realicät abgehalten werdenden Tagsahung t>e Realität uno Fahrnisse auch unter dem SchätzungK» werthe hinta^igegebtn werden. Die Licitalionsbedingnisse, ter Grundbuchs» eNract und das Schähungsprotocoll tonnen hier otcr in der Kanzlei des Hrn. Dr. PaSchali ein. gesehen werden. K K. Bezirksgericht Oderlaibach am 2». Juli »842. 623 siyn muß, oder in öffentlichen Fondobligatio, nen/ welche nach demlehten Börse Course ange« kommen werden, geleistn ist, welche letzterm bls zum Ausgang der dreijährigen Haftzelt »n der Agramer k. k. Kriegs'Cassa vepositirt verbleibt. — 3. Schriftliche Offerte werden m Folge bes hochlöblichen hofkriegsräthlichm Circular» Re« scripts vom3. December i636, Nr. 4073, nur dann angenommen, wenn sie noch vor Beendi» gung der mündlichen Verhandlung einlangen und die volle Caution, over Hatt dieser Her Eassa Erlagschein beigeschlossen ist, dann, wenn der betreffende Offerent m seinem Anerbietungs» schreiben auch ausdrücklich trkiart? daß er von den bekannt gemachten lkltHNons« oder Eon» tracts'Bedlngungen keineswegs abweichen wolle, vielmehr duch sein schriftliches Offert sich eben so verbindlich mache, als wenn lhm die Licita-tlons»Bed»ngungen bei der mündlichen Verhandlung vorgelesen worden wären,under dieselben, so wie das Protokoll selbst m»t unterschrieben hatte. — Diese Offerte werben am Schlüsse der mündlichen Ve,Handlung eröffnet ^ und wenn ein dellei Offert emen billigern Anbot, als ienen des mündl'chen Bestbieters enthalt, d»e Llcitation mit d«m schriftlichen Osseremen, wenn c»um anzuerken» «VN und demselben sich zu unterwerfen. — 5 Die sonstigen Licitations-Bedingnisse so wie nähere Auskünfte bczüallch dieser Llclt«tions»Vechandt lung, dann r«e Baupläne nebst der Voralnmaß können tä^l'ch in der Kanzle» der k. k. nercin» ten Banal »Warasdiner-Earlftädter -Militärs Oranz « Baudlrection eingesehen und einge» holt werden. — Agram den l5. Juli 16^2. 3. io3il. tt) Versteigerung des silberhaltigen Bleibergwerkes Feistritz bei Peggau in Steycrmark nächst der Haupt-Com-merzialstraße von Wien «ach Tncst, 1 '/2 Posten von Grätz. Vom Ortsgerichte derHerrschaften zu Waldstein, im Grätzel Krclse, rvird hiemit bekannt gemacht: Es sey von tem «belgerichlllch delegirten 5 Grubenmassen, <>o Klafter tief, mit einer in u». unterbrochenem Umtriebe dcfintllchen Wasserheb« Maschine , mit einem GcfäN von 6 Klaftern, uno 5 Anlchcnö mitspielen, da von jenen dem Gratis - Actien - Haupttreffer beigegcbenen k. k. 1839^ Anlehenslosen am 1. Juni d. I. die beiden Serien Nr. 950 und 3421 gezogen worden sind. Bei Abnahme von 5 gew. Actien wird eine von den so besonders vortheilhaften Gratis-Gewinnst-Actien, so lange deren noch vorhanden sind, unentgeltlich aufgegeben. Die Actien sind in Laibach billigst zu haben beim Handelsmanne Äoh. Sv. NNutschcr. (3. Intell. - Blatt Nr. 91. d. 30. Juli 1842.) 2 630 Z. I155. (2) Ns. 2,63. Edict. Nom Beurksgerichte des Herzogthumö Gott« fchee wird allgemein bekannt gemacht: Oz sey über Ansuchen deö Hrn. Carl Schuster von Gotl< schee, Iessionär des Lconhard Stampfe! von Reif-nih, in die Nclicitation der vl?n der Maria Pir« scdicsch i,n Execuiionölv^e am 12. Mai ,8^, er« ft^üdcnen unbchaustcn '/» Urb Hübe Nr. 9 in P»öse. wegen nicht zugehaltener Licicationöbcding. «iff.' g^wiNigct, und zur Vornahme derselben die linzige Tagfahrt auf den 26. August 1642, um H Ndr Vormittags im Orte der Realität mit dem Bclsahe bestimmt worden, daß diese Hude, rrenn sle nlcht um ihren Schähungswerlh pr. 25u ft. ^cc darüber an Mann gebracht werden könnte, a^ch unter demselben hintangegebcn werden würde. Dcr Grundbuchscxtract, das Schähung^pra« tocoN und tie Feilbielungsbctingniffe können wcih. rend der Aintssiunten in der hiesigen Kanzlei ein« gesehen und hievon Abschriften genommen werden. Bezirksgericht Gotlschce am »5 Juli ,8^2. Z. "5^. (3) Nr. »695. Edict. Von dem Bezirksgericht Rcifnih wird be^nnl gemacht: Es haben alle jene, die auf den Verlag 0«'s am 2o- Mai »8^0 iin k. k. Gränzwachspltale zu Neustadtl verstorbenen Peter Tcpooacz, Gcfäl-linwachaufschcr, einen Anspruch zu machen gcdcn. ken, ihre vermeinten Ansprüche bei Vermeidung o?r im 6>4 §. b. G.B. vorgeschriebenen Folgen bei 0?r auf dcu <6 August l. F. Vormittag angc» ordneten Tagsahung Hieramts anzumelden. Bezirksgericht Neifniz den 2. Juli lä^. Z. «i53. (5) N?. l5L3. E d t c t. Vü!, dem k. r. Bezilksüerichte zu RadmannZ-d2rf wlrb bekannt gemacht: Man habe über An. suchen deö MathiaK Menzinger von Wodcschilsch, gegen Anton Prcttncr von Sgosch, wegen auK eem w. ä. Vergleiche vom 3a. März 164», Nr. .55, schuldigen 220 st. 5Zkr. sammt Ncbenverbmd-Ilchkeuen, in die executive Versteigerulig der, rem lchtercn gehörigen, der Herrschaft Stein dienstba» rcn. auf 5o6 ft. 5 kr. gefchählen Realitäten, als: der Dlittclhubc Rectf. Nr. 62, Urb. Nr. 4Z", und teS Vleberlantv^ckerö Rectf. Nr. ,38, Urb. Nr. 172 gr,ril!igct, nnd zu diescln Ende drei Tag« saßungcn, nämlich auf den 29. August, 29. September und den 29, October I. I , jedesmal von « biä 12 Uhr Fluh »n dem Haus« Nr. 16 zu Agosck mit dem Anhange angeordnet, daß die genannttn Realitäten nur bei der dritccn Fcilbie« lung unter dem Schätzungswerts hintailgegcden rvcrden wüsden, Dic ^'cationsbedingnisse, Grundbuchsextracte und e.iö Schäl)Ul,g^prccocosl können zu den gewöhnlichen llmts'Mlidcn hierorts eingesehen wcrdcn. K. K. Bezirksgericht zu Radmannsdctt am L. Juli »642. 2- '»39. (5) Nr. ,7Zg. Sdict. Von dem Bezirksgerichte Reifniz wird assge. mein kund gemacht: Es haben alle jene, welche auf den Verlaß des im Dorfe Maascrcben verstorbenen Grundbesitzers Joseph Bafchnik, aus wa5 immer für einem Ärunde eincn Anspruch zu ma« chcn gedenken, solchen am zo. August l. I., Vor» mittag um 9 Udr in dieser Gcrichtäkanzlei bei Vermeidung dc« Folgen deS «1/^. §. b. G. V. an. zumelden. Bezirksgericht Rcifniz den ,24 Juli ,64». 3. 1.55. (3) Nr. 233. E d l c t. Da bei der auf den 2. Juli l. I. ange°lv. neten ,. Tagfahrt zur Fclkbictung der, dem Joseph Ostermann gehörigen ^ Hübe, Rectf. Nr. 7. mit Gebäude Nr. 5 in Bresovih, kein Kauftust', qer erschienen ist, so hgt ci bei der auf den ,-August l. I. angeordneten 2. Tagfahrt sein Verbleiben. Bezirksgericht Pölland am 5. Juli 1842. Z. !i64. "(5) NrTIZTl? Das Bezirksgericht HaaZbevg gibt 5ssenllich lund. oaß am 6. August l. I Vormittags von Z diü »2 Uhr, und Nachmittags von 5 bis 6 Uhr, die zum Verlaß des Hrn. Pfarrers von Zirkniy, Ignaz Außey, gehörigen Bücher im Pfarrhaus« zu Zlttnizz im Wege oer Persteigerung verlauft werden. Bezilksgelicht Haasbcrg den 22. Juli »642. Z7VI677' (3) 2sr^52^. S d i c e. Von dem k. k Bezirksgerichte Landstraß wer-den aNe Jene, welche auf den Nachlaß h^ ^ Guttenhof am 4. August »63g 2b inteztato verstorbenen Köchinn Anna Picki'n, aus was immer für einem RechlSgrunde einen Anspruch zu machen gedenken, aufgefordert, solchen am 19. August »842, Vormittags 9 Uhr i» dieser Amlskanzlci, bei Vermeidung dcr Folgen deö §. 6^ a. b. G. B., anzumelden. K. K. Bezirksgericht Landstrah am lg. Iulj 1842. Z. ,,59. (3)^" ' 7" ^"^-- Das Haus Nr. '" ln der St. Peters-Vorstadt nächst der Koth-gasse, sammt einem Garten, 2 Höfen, 2 Stallungen, 2Magazmen,5Kellem und anderen Bestandtheilen, allen^ falls auch mit eimgen Grundstücken, lst täglich aus freter Hand aegen sehr billige Zahlungsbedingnisse z« verkaufen. Das Nähere im nämlichen Hause. — 632 — Literarisch e Anzeigen. Bei Gauer und Hohn. BuchhandlerinWien, Schulhof Nr.473, undinallcn Buchhandlungen der Monarchie, so wie bei Igna? Al0ls Solen V. Nlelnmayr, Buchhändler in Laibach, Vr Enumeration angenommen auf das Werk: Lebensbilder aus Oesterreich. Ein Denkbuch vaterländischer Erinnerungen, unter Mitwirkung sinnverwandter Schriftsteller und Künstler, mit artistischen und musikalischen Bcilagcn, Besten der bei dem verheerenden Brande vom 3. Mai 184s verunglückten Familien von Steyr. Herausgegeben Andreas Schumacher, unentgeltlich besorgt von Tau er und Sohn- Das Exemplar kostet I fi. Conv. Münze. Vorwort. »Ein sch5nes Juwel am Herzoghute Oesterreichs ist verdunkelt;" aber es wird wieder in neuem Glänze erstammen; denn zu sehr ist sein Werth anerkannt, als daß nicht alle Kräfte sich dafür erheben sollten, ^_ zu emsig, betriebsam, ausdauernd, fleißig sind alle tie, weiche für seinen Glanz gearbeitet baden; diese Schlosser, Messer, Kllpfer» und Haminerschmide, Schweilfcger, Draht, zieher. Armatur?ardelcer, ^eilenhauer, Nagelschmi. de, Klmgcnschnnde, Nohrschmide. alle diese Cykio-pen von Steyr, welche in ihren d.mklen, rußten, durch gähe Fcuerblitze erbeltten Werkstätten. a!s Vulkans treue Gehilfen, wrhl nicht für die Götter, abcr für Osten und Westen, für Norden und Süden von Europa, ja selbst für jene Länder über dem Meere ihre Arbeiten liefern, und durch ihre bei Tag und Nacht ertönenden H^mmerschläge sich und den Ihri. gen das Brot erwerben, und ihre Scadt Steyr mit der Halden Welt in Handelsverkehr sctzen. Ja, emsig, betriebsam, ausdauernd, fleißig sind diese Braven, und eben noch niedergedrückt durch den schreck» lichen Schlag. gehen sie doch auch. durch Gottes und dcs Nächsten Hilf.' neu ermuchigt. gleich wieder frisch an ihr mühevolles Wirken, und säumen .ncht lange, um zu erweisen, n?ie sie jener Hilftn vollkommen würdig sind. Solches Lob den Bewohnern von Stenr nackzu sagen hatte man schon oft die Gelegenheit; denn der Schläge manche und schiere trafen diese Stadt seit ihrem Bestehen. Wer kennt n'cbt aus eigener Anschauung, oder doch aus Beschreibung die k. k. Kreisstadt Steyr, wie sie sich lieblich und ,frei in einem heiteren Th^le am Zusammenflusse der Enns und der Sleyr, mit ihren schönen Kirchen und Kapellen, mit stattliche« Häusern, netten Lusthaus«« und anmuthigen Gärten ausbreitet? Die Zeit ihrer Entstehung ist nicht mit voller Sicherheit anzugeben. Wahrscheinlich lvur-de zuerst auf der Höhe, wo jetzt das Schloß Steyr steht, wider dic Einfälle der Hunncn und Avarsn ein Thurm ^bauet, welcher dann unter nothiaem Andau d°r <2itz der alten Grafen, M.nkgrafen und Herzogt von Steyr wurde. Endlich kam dieses an d,e Babcnberger und Habsburger, uno ward der Sitz ihrer Burggrafen. Gegenwärtig ist es Eig«n. thum der Fürsten von Lamberg, — Aber auch schon in ältester Zeit mochte flch hier um den alten Thu-m herum, durch die Ergebnisse der benachbarten Eisen-hergwerke, durch die Avstockung der Urwaller, durch die Benutzung der schiffbaren Cnns angelockt, ein fleißiges, betriebsames Volkchen niedergelassen haben, Welch's sich Häuser und Wohnungen erböte, und seine Gewerbe zu treiben begann. Sicher waren es damals schon Eisenarbeiter, denen der Stoff auf der Enns aus den Eisenberg^n zugeführt wurde, und welche die aus solchen erzeugten Product? auf eben diesem Flusse von dünnen wetter verführn ließen. Und es mochte das fle>ß'ge '^Ikchen ?urch neu? An< kommlinge wohl bald an der Z,hl ^stiegen scrn, und es mochten wohl bald an den beiden hier zu sammenstoßcnden 6lu sen ^teyr und Enns mehrere Behausungen,2«uylen , Schmieden, Schleift«. Bäder, Brauhamcr und Werkstätten aller Art »ntstanden seyn, und sich so die eigentliche Stadt Scepr und ihre Vorstädte Ennsdorf, Steyrdorf bsen-, Holz«. Wein- und Bcncdig'schlN H."!del in alle Welt hinaus; d.ldu'ch aber erblühte «uch die Stadt Steyr bald zur Wohlhabenheit, und ward mit Necht ein Juwel am Herzoghute Oesterreichs genannt; obgleich oft und schwer heimgesucht vox den Schlägen des Schlcksals, und in ihrem Wohlstande getrübt. Ohne der früheren Ereignisse zu gedenken, wollen wir nur die der letzten Hundert Jahre erwähnen In diesen erlitt sie sieben große Überschwemmungen in den Jahren: 1726, sehen von verschiedenen andern ungünstigen Umsiän den« solche Ereign,sse allein schon im Stande gew<» sen wären, den Wohlstand Steyr's u»d seiner Vorstädte herabzudringen. Der letzte Schlag jedoch erschütterte nicht ten Wohlstand — dieser ist schon längst aus diesen Maliern gewichen, — sondern er droht die Vernichtung eincs großen Theiles der ge» werbflcißigen Stadt für ewige Zeilen zur Folge zu haben: denn es ist da nicht eie Sprache von adge-' br.ninten Dachstühlen o^er oberen Theilen der Häuser; nein, da ist die Mehrzahl derselben durchaus nieder: gebrannt, so d.iß nur ein Paar kahle, schwarze, verkalkte Wänre übrig geblieben find, welche, ebenfalls unbrauchbar, niedergerissen werden müssen, um ei-zikm neuen Vaue Platz zu machen. Da wir aber nun missen, wie die Besitzer dieser Häuser, größl.ntheils solche genimnicjFrueraibeicer, bis zur Zeit gewöhnlich verschuldet gcnug waren, und sich im Schweiße i> res Angesichtes ihr Brot und die Interessen für die auf il>r?m Hause sammt Gewerbe haftenden Schuld zu erwerben bemiihen mußten, so finden auch wir es ganz erkl.nlich, duß sie ikr H>ius wieder aufzubauen nicht im Stande sind; rvoher wollen sie die allen Schulden zahlen? auf welche Hypothek die neuen machen? wie die Interessen, wie sich Brot erwerben? sic ha« 5?n ja nichcs, nicht Kleidung, nicht Wäsche, nicht Werkstatt, nicht Handwerkszeug >-, sie irren alS halbbekleidete Btttler umher, sie lassen ihren Grund als l.ere Brandstätte liegen, ein großer Theil der Vorstädte bleibt eine Nlunc, -> viele Familien sind und bleiben Bettler, wenn nicht Hilfe wird! Ist auch schon viel für di« Unglücklichen geschehen, so ist doch der Schien zu groß — vorläufig auf 800000 fl. C, M. erliobcn, und unberechenbar stnd die Zolgcn für ganz Steyr. — Wer nicht Augenzeuge dieser Feuersbrunst ge« wesen, kann sich nicht leicht einen Begriff von deren Größe machen, und matt bleibt jede Beschreibung im Bergleiche zur Wirklichkeit. Am 2- Mai (,8^2) Nachmittags einige Mmu^ ien vol 4 Uhr zeigten sich die hervorbrechenden Flammen im Hanse Nr. lou in der Vorstadt Steyrdorf, entstanden durch ein gesetzwidriges Firnißsicden, wie amtlich erhoben worden ist. Mit rapider Schnelligkeit ergriff das, wie zu einer ganz eigenthümlichen Wuth angefachte Elemem die zwei nächsistehenden Häuser, und der hlstige Ostwind beschleunigte das schnelle Umsichgreifen der Grünst aufeme füchterlich? Weise; sti«. gende Körper, wahrscheinlich drelinende Firnißknollen, trafen e,n am äußersten Ende der Vorstadt liegendes Bauernhaus; rasch ging auch dieses in Flammen auf, eben so rasch die nächststehenden Häuser ergreifend, und es war kaum eine Vierielstunde verflossen, so wütheten bereits, von zwci Seiten zu gleicher Zeit sich sorierstreckend, die Flammm über zwei ganze Gassen hin. Lange uorhcr bestandene Trockenheit, alter fehlerhafter Bau der Häuser, Enge der Gassen, Wassermangel in diesen höhe. geieg nen Ortschaften, bedcuiende Vorrä« tbe an Holz und Kohlen waren die begünstigenden Umstände des schiilUen Umsichgreifens des Vrandes, und jeine Wuiy spottete lange Zeil den eifrigsten Bemil« hungen und energischen Ärbeit.n. um ihn zum Still, stände ;u blingen. Daö k. k. Kreisamt und der städtische Ma^stcat boten mit beispiellos reger Thätigkeit alle Mittel auf, und fanden die kräftigste Uuterstuz.-zung: denn da gab es Niemand, der nicht eifrig war zu helfen, wo er konnte, da arbeiteten Beamte, Geist.-liche, Bürger, Handwerker, Männer, Weiber und Kinder. —Hunderte der Einwohner haben es gefthen. wie Fürst Gustav von Lamberg die Stange eines großen Nassergefäßes ergriff, und in Unterstützung eines Zweiten über die sogenannte Bruderhaussticge von der Stepr hinauf zu der in vollen Flammen stehen: den S'crmingergasse Wasser schleppte. — Sie erhielten auch Unterstützung aus allen Gegenden: es waren die Wassersiilitzenvon Sierning, Sierninghofen, Neu« zeug, G.irst^n und Glcink, Hall, Feyeregg, Sleinbach, <^t, Peter in dcr Äu, Seitensteticn < Haag, Enns — her.nigeeilet, — aber erst um 4 Uhr deS Morgens war das Ende des Viandes erreicht, und da waren 212 Häuser se-ne Beute geworden , von denen 75 ganz» Uch, 121 theilweise niedergebrannt, a? ssber alö noch: wendige Vorarbeit adg.dcckt und lheilweise nicderge« rissen worden. Fünf Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Es ist unmöglich, Einzelne, welche sich besonders ausgezeichnet haben, in dieser Nacht des Unglückes zu bezeichnen. —gab es doch da der^n so viele; aber wenn dicseauch nicht ?mch öffentliche Lobpreisung ihren Lohn erhalten, so finden sie diesen gewiß in dem schönen Selbstbewußtseyn, ihre Kräste für den Nächsten angewendet zu hadeil. Es ist, wie gesagt < bereits schon Vieles für dl« Unglücklichen geschahen, — worüber auch die öffentli-chen Blätter genügende Auskunft gegeben haben; aber groß ist dcr Schade, schrecklich das Elend; es bleibt nocb manche Wunde zu heilen übrig. Und da gilt uns der Wahlspruch: Leiste jedcr, was er vermag i wir lei-sten, was wir v.-rmögen. Nehmet hin diese ..Lebensbilder" — ehret ihre Tendenz, und gcbec ihnen die Wirkung, die zu errinqcn sie streben: ».Linderung manch' schmerzlicher Wunde!" Steyr am 28. Mai lgc»2. , Friedrick Wilhelm Arming (William Fitz-Berth). 631 Ein Schrei deS Unglücks ist an unser Ohr gedrungen, — ein Schrei des Unglücks von itandsleu« ten, lieben Bekannten , — von treuen biederen Oesier-reichern; — eine wüthende Feuersbrunst hat das schöne Steyr verheeret, — das schöne Sleyr! — Denken wir uns in die Mitte seiner schonen Ab-hä'nge, die mit ihren frischen Vergwäffern und froh«m Ledensgrün das treue Bild der Menschen sind, — de« ren Dörfer und Städte sie umfrieden; denken wir die freundliche Stadt, die seit Jahrhunderten den Ruhm österreichischen Gewcrdsfleißes nach dem höchsten Norden, nach drm fernsten Orient verbreitet, denken wir die tausend rührigen Aimc, die sich dort um die donnernden Hammer, Schmid - u-'d Streckwerke beschäftigen: — welch' ein Bild des Lebens! Das ist »unAl-leS Äsche, — ein Bild der Verzweiflung und des Elends ! Nun, Oesterreich, rette dein Birmingham! Doch zu wem werden diese Worte gesprochen? Sind eS n,cht Landsleute, sind es nicht Menschen, deren edles Herz dem Gedanken schon vorauseilte ? Sind e« nicht die Menschen, die Mariazelt, Wiener:Neu-siabt, Pesth , die durch die Ueberschwemmung verunglückten District? Wiens, zu beredten Denksteinen ihrer Nächstenliebe gemacht haben ?! das Volk, dasgewohnt ist zu handeln, wenn die Stunde dcs Verhängnisses schlägt, dessen großmüthiger Entschluß der Bitte so eft vorangecilt. Menschen, die geben, obgleich sie so Manches entbehren müssen; Menschen, die nichts entbehren, wenn sie auch Vieles geben; -- sie Alle sind Zeugen der schweren Prüfungsstunde, Alle reichen sich die Hände und das schöne Steyr wird nicht verloren seyn! Dieser Gedanke allem tröstet uns, — roenn uns die Vorstellung entmulhigen will, daß die schwache Hilfe, die wir anbieten, auf der Theilnahme der we« «igen Llteratlllfreunde beruht; — wenn wir erwägen, — wie sehr diese Theilnahme an dem Mißgeschicke der kleinen Stadt Steyr durch die große Heimsuchung gemindert wir», welche durch den Brand, ja den Un" lergang beinahe von Hamburg über das ganze deutsche Vaterland hereinbrach.' Frauen Oesterreichs! laßt dießmal eure Herzen sich bewähren, beweiset den hohen Reichthum eurer Liebe, einer Liebe, die so reicher wird, je mehr sie gibt, je mchr sie rettet! — Männer Oesterreichs! Priester Gottes, Staatsmänner, Krieger, Gelehrte, Kaufleute! Ihr Alle, denen oaS Vaterland das Theuerste, groß sind die Ansprüche, die erschütterndes Unglück von mehr als Einer Seile zugleich an euch macht; denkt, daß der Gott, d«r uns die Jahre verderblicher Schlachten mit Segen vergolten, auch dleßmal eure Spenden vergelten wird. W^s diese Lebensbilder anbelangt, so werden wir alleS aufbieten, um ihnen, als einem zum Best»« unserer Lanosleute erscheinenden Buche, auch Glanz und W«rch zu verleihen. Fünf Lieder - Composilionen vott unserm ersten. ,n diesem Genre berufensten Componi-sten. mehrere Holzschnitte und Federzeichnungen wer. den die ausgezeichnet schöne Ausgabe illusiriren, deren Herstellung die Strauh'sche Osficin auf sich genommen hat. Eine starke Auflage (von 1500 Exemplaren) und der billige Preis von 2 fi. C. M. sollen den Gefühlen der Wohlthätigkeit und der Vaterlandsliebe einen recht weiten Spielraum geben. Mögen die Herren Buchhändler hier und ll> den Provinzen sich dem Vertriebe dieses Werkes mit «dler Unkigenniltzigkeit weihen, und unsern Vorralh bald erschöpfen, vor Allem aber uns in b.n Stand setzen, den Bedrängten recht bald eine ausgiebige und namhafte Hilfe zuwenden zu können. Die Erscheinung des Werkes soll möglichst be. schleunigt werden. Andreas Schumacher. Tauer und Sohn. Familien-Bilderwerk für alle Stande. B e i Ilgnaz Alois Gdlen v. NleinmaUr ist zu haben: Buch der Welt, jährlich 12 Lieferungen in Quart, mit 36 Tafeln prachtvoll colorirter, l2 Tafeln schwarzer Abbildungen und vielen Original-Holzschnitten. Preis für jede Lieferung von 4 Bogen mit 4 Tafeln: 3O ^. ^ W Es ist das Unterhaltendste und belehrendste Werk, was dem Publikum in dieser Art jemals geboten wurde, und übertrifft dabei durch eleganten Druck, Schönheit und Naturtreue der Abbildungen, so wie durch billigsten Preis, jedes ähnliche Unternehmen.