^ s« Die „Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Kreitag. Preise — für Marburg ganzjährig 6 fl., halbjährig S fl., vierteljährig 1 fl. 50 kr.; snr Zustellung ins HauS monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 3 fl., halbjährig 4 N., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebühr 3 kr. per Zeile. Nitgtr — Kommllniltlitionsministlr? Marburg, 27. Juli. Streng parlamentarisch ist es, die Minister aus der Mehrheit der Vertretung zu nehmen und in dieser Beziehung müssen wir.es — leider — als folgerichtig anerkennen, wenn die Rechte des Abgeordnetenhauses die einzelnen Ministerien mit Parteigenossen besetzen läßt. Hätte die Verfassungspartei, als sie noch am Ruder war, aus solche Folgerichtigkeit gedrungen, sie würde sich manchen wohlverdienten Vorwurf und die jetzige Reue erspart haben. Möge sie nun von ihren Gegnern lernen. Der Grundsatz, nach welchem Taaffe sein Ministerium vervollständigt, ist an und sür sich vollkommen richtig. Wenn aber, wie es heißt, im Besonderen ein Kommunikationsministerium geschaffen werden soll, dann müssen wir einwenden; daß wir kein Bedürsnib fühlen nach einem solchen Ministerium und daß wir keine Lust haben, die hohen Kosten dieser überflüssigen Stelle zu tragen. Was wir jedoch um des Staates willen am entschiedensten verwerfen, ist ein Kommunikationsministerium Nieger. Der Tschechensührer eignet sich gar nicht für dieses Ministerium und glauben wir im Versassungsstaate nicht an die Lehre, dab mit dem Amte auch der Verstand gegeben wird. Ein Kommunikalionsministerium Nieger mürde sich in der österreichischen Regie-rüngSgeschichte auf demselben Blatte verewigen, auf welchem das Leben und Wirken des Finanzministeriums Kriegsau verzeichnet sind, dessen sich ja die Rechte selbst nicht gerne erinnert. Ein Kommunikationsministerium Rieger wäre nur auf den Leib de<5 Tschechenführers organistrt; es wäre nur das Amt für den Mann gefunden, nicht aber der Mann für dieses Amt — eine Gepflogenheit, die sich nicht länger forterben darf. Ueber allen Parteien hinaus ragt der Staat und scine Nothroendig- keit eisern, unerbittlich und je häufiger die Rechte dieses Naturgesetz des Gemeinwesens verletzt, desio eher und dauernder wird ihr das Staatsruder entrissen. Franz Wiesthaler. Ntform dts llnidwirthschastlichcn Anlerrichtswtstas. Im „Klub der Land- und Forstmirthe" zu Wien hat kürzlich Güterdirektor K. Diebl einen Vortrag über die „Reformen des wirth« schastlichen UnterrichtSwesenS" gehaltet,, welchen wir an dieser Stelle im Auszuge wiedergeben. Der landw. Fortbildungsunterricht und das Wanderlehrerthum kranken an einer denk» würdigen Illusion. Sie wollen den Bauer zum naturwissenschastlich gebildeten Landwirth machen, während er dies nicht werden kann und es blos gilt, seine Empirie durch Vervollkommnung zu veredeln. Statt theoretischer Auseinandersetzung, wie ich dies meine, ein Beispiel: „Ueber die rationelle Ernährung des Viehsjandes" hält ein patriotisch gesinnter Schulmann einen Vortrag im landw. Bezirksverein. Die Heuwerths« theorie Ltebig, Grouven, Wolff und Wilckens werden besprochen und endlich als Facit den Bauern ans Herz gelegt, künstig nach der in zahlreichen Abdrücken unter sie vertheilten Nähr« stofftabelle rationell zu füttern. Den Ehrenmann hat es verwundert, daß die Hälfte de» Auditoriums schon während des Vortrages zerschmolzen ist, und die Anderen am Schlüsse stumm und abgekühlt auseinandergingen. „Ist das Volk hier stupid!" hat er sich gedacht. Hätte er aber vorher zu Hause mit Erwägung der Ortsverhältnisse einige Futter-passirungen nach jenen wissenschaftlichen Normen zusammengestellt, so wie sie gerade für jene Gegend taugen, nnd hätte er nach einer popu» lären Darstellung der Fehler, welche von jenen Landwirthen in der Fütterung begangen werden. diese Beispiele fertiger Futterpassirungen unter sie vertheilt, dann hätten sie mit Eifer darnach gegriffen, und er hätte ihnen die Vortheile der rationellen Wissenschast unmittelbar dargereicht. Das nenne ich: Veredlung der Empirie. Ein Anderer spricht z. B. in einer Gegend, wo man notorisch schlechte Pflüge hat, lang und breit über die rationelle Konstruktion des Pfluges. Es ist Alles umsonst. Hätte er aber einen wirklich guten, sür die Lokalität passenden Pflug iv natura mitgebracht und gesagt: Kommt heute hinaus, spannen wir Pferde vor und probiren wir ihn: so wäre in fünf Jahren der gute Pflug eingebürgert und die Empirie der Pflugarbeit in jener Gegend veredelt. Unmittelbar das Wirthschaftsresultat mub im Fortbildungs- und Wanderlehrerunterricht ins Auge gefaßt werden. Und dafür ist kein besseres Mittel vorhanden, als die Pflege desjenigen Theiles der Gewerbslehre, welchen man bisher am meisten vernachlässigt hat, nämlich der Oekonomik. Und am besten geschieht dieses an der Hand der Katastralschätzungsoperate, dieses goldenen Leitfadens zur Veredlung der landw. Empirie, welchen man in die Amtsre-gtstraturen zu vergraben so eisrig bestrebt ist. Anknüpfend an dieses Hilfsmittel und stets den konkreten Fall vor Augen, obliegt dem Fortbildung«- und WanderlehrerutUerricht auch die wahre Voltsaufklärung in national-ökonomischer Beziehung. Die niederen Ackerbauschulen halte ich mit wenigen Ausnahmen sür gar nicht existenzberechtigt. Mächten die Lehrkräfte, welche man hier vergeudet, lieber im landw. Fortbildungsoder Wanderlehrerunterricht, theilweise an Aka« demien angewendet werden! Der höhere landw. Unterricht ist durch schablonenmäßige Organisation gegenwärtig derart mißgestaltet worden, daß der jetzige Zustand ganz zweckwidrig ist. Die Schablone lautet: Niedere Fachschule, Mittelschule, Hochschule. Das ist überaus ein- Neu itle t o ii. Ein Nkvollltionär. Von IulittS Grosse. tKortsej^uug.) „Vielleicht sehen Sie morgen wieder nach, Herr Doktor, aber ohne alle Umstände, ohne alle Umstände —" Leonie sagte diese Worte mit schalkhastem Tone und lachenden Augen — erfreut, daß sie so ein Mittel gefunden, den Exaltirten aus ihrer Wohnung zu entfernen. Viktor Deville, die letzte Einladung auf morgen mißverstehend und darin ein Zeichen ihrer vollen Versöhnung erblickend, bekämpfte seinen aufwallenden Zorn und vergaß iin Motnent sein vorher noch so ledhastes Mißtrauen. Mit lodernden Augen eines Verliebten reichte er ihr zärtlich die Hand, nahin Abschied: „Auf morgen" und folgte dem Huissier, während der alte Jean Baptiste ihnen die Treppen hinunterleuchtete. Leonie war allein. Welche seltsame Veränderung ihres Lebens, ihrer Lage, ihrer Zukunft. Noch an diefem Nachlnittage — noch vor wenig Stunden hatte sie, von Sehnsucht und Leidenschaft bewegt, an den sernen Freund geschrieben — jetzt, da er plötzlich selbst vor ihr erschienen, mußte sie ihm die Thüre weisen, wenn sie es nicht dulden wollte, daß er sich zum rückstchtslosen, gewalt-thätigen Herrn ihres Hauses, ihrer Ehre auswarf, um sie zugleich in den Strudel einer verl)recherischen Unternehmung zu ziehen, vor welcher sie schauderte. — War das noch der zartfühlende, schwärmerische junge Edelmann, der vor einigen Jahren ihr glühendster An» beter, ihr willenloser, schüchterner Verehrer war, dessen Seele von Idealen ersüllt — mit allen Fasern an ihr gehangen hatte — und jetzt!... Sie mochte es nicht ausdenken. — Sah sie unthätig zu, so ging das Ungeheure seinen Gang, er wurde zum Verbrecher, und sein Leben war den Gesetzen verfallen — aber auch wenn sie den Muth jaßte, der Negierung eine Anzeige der Gefahr zu tnachen. so war er verloren und sie selbst lieseite den Geliebten aus das Schaffot. In dieser peinlichen Lage hatte die schöne Leonie keinen anderen Gedanken, als einen Mittelweg zu sinden, nicht nur die entsetzliche That zu hindern, das ganze Vorhaben zu vereiteln, sondern den Geliebten für sich zu retten. Ein gewaltiger EiUschluß mußte gefaßt werden und zwar sofort, denn die Zeit war kostbar, und jeder nächste Tag konnte vas Verbrechen erfüllen. Hier handelte es sich nicht allein um ihr und um sein Lebensglück — es handelte sich um das Schicksal Frankreichs! -- Ohne ein Auge zu schließen, erwog die muthige junge Frau alle Möglichkeiten, die sich ihr boten, alle Schritte, die sie versuchen konnte, um den Geliebten den Krallen seiner Verfthrer zu entreißen. Der Morgen dämmerte bereits, als sie etldlich entschlossen sich von ihrem Lager erhob und ihrem Kammermädchen, das inzwischen zurückgekehrt war. Austrag gab, ihre besten Kleider in Stand zu setzen. III. Bor der hohen Polizei. Aln nächsten Morgen stand Leonie Nauzelet vor dem allmächtigen Negmer, der damals Justiz- und Polizeiminister zugleich war. Sobald sie verlauten ließ, daß es sich utn wichtige polittsche Mittheilungen handle, hatte Regnier thr augenblicklichen Zutritt gestaltet, so geizig sonst der vielbeschäfttgte Mann mit seiner Zeit war. Als Leolue hereintrat, erstaunte er tlber die seltene Schönheit der jungen Frau, und seine sonst kurzangebundene amtliche Schroffheit wandelte sich sofort zur zuvorkommendsten Artigkeit. „Womit kann ich dienen, Madame?" sagte er so liebenswürdig, als etn Polizeiminister überhaupt sein darf. Mittwoch den 28. Juki 1880. XIX. Jahrgang. fach und übet sichtlich, alier falsch. Nach dieser Schablone soUcn dem Klnngrundbesi^er, dem mittleren und dem (^^robgrundbesitzer drei verschiedene Abstufungen von Fachwissenschast eingeflößt werden, eine niedere, mittlere nnd tzöchste. Nachdem aber auf dem Markt das Hek» toliter Roggen des Bauers nicht thenerer sein darf als jenes des Mignaten, so braucht heutzutage jeder Landwirth ohne Unterschied die Kenntnib vom vollen Gebrauch der fachtechnischen Errungenschaften filr fein Objekt, wenn er nicht zu Grunde gehen soll. Nur daß dcr nicht Vorgebildete diese Kenntniß durch „Veredlung der Empirie", der Vorgebildete durch wissenschaftliche Herleitung vermittelt erhält. Und deshalb sind nur zwei Kategorien von Fachunterricht berechtigt, nämlich die Fortbildungsschulen und die höheren Institute oder Akademien. Die Hochschule aber, welche noch darüber steht, hat einen ganz eigenartigen Wirkungskreis. Die Hochschule für Bodenkultur ist bei uns gegründet worden mit der statutenmäßigen Bestimmung: „den höchsten fachwifsenschaftlichen Unterricht zu ertheilen." Ist es an den sogenannten Mittelschulen schon das Höhere, was in der Verwissenschaftlichung des Unterrichtes geleistet wird, so hat man in Betreff der Hochschule ganz übersehen, daß die höchste Stufe der Fachwissenschaft schon über das praktische Wirthschajtsleben hinausragt, dah sie für die Fachgelehrten allein zum Gebrauche tauglich ist. Viel mehr schätzt man die Hochschule für Boden, kultur, wenn man sie als Konservatorium und Fortbildungöstätte für Fach Wissenschaft betrachtet, als wenn man sie zu dem unberechtigten Konkurrenzkamps mit den Akademien mit einem Privilegiumsbrief ausstattet. Ein solches Konservatorium der exakten Fachwissenschaft nach Liebig's Methode soll die Hochschule für Bodenkultur sein, zur Heranbildung von Fachgelehrten, und nichts anderes. Und mit diesem Berufe wird sie — Angesichts des immensen Umsanges und der Tiefe naturwissenschaftlicher Begründung — vollauf zu thun haben. Sie wird auch zu erkennen haben, dab der naturwissenschastltche Theil der Lehre auf dieser höchsten Stufe ganz abgeschieden und selbständig, getrennt von der Oekonomik, dasteht. Sie wird ihrerseits erkennen müssen, daß zur Pflege der Oekonomik höherer Stufen ebenfalls ein ähnliches abgesondertes Konservatorium erforderlich ist. Das, was hier von der Hochschule gesagt wird, gilt ebenso von den landw. Instituten an der Universität, wie sie in Deutschland bestehen. Und alle anderen isoltirten Lehrstühle, welche dazu dienen sollen, zukünftigen politischen Funktionären Fachkenntnisse im Landbau beizubringen, erfüllen denselben Zweck, als wollte Leoni?, die mit klopfendem Herzen gekommen, schöpste tief Alhem. „Mein Herr Minister", — sagte sie dann langsam und vorsichtig, als wolle sie sich selbst an jedem ihrer Worte ausrichten — „ich komme, Ihnen einige Minuten Ihrer kostbaren Zeit zu rauben, doch werden Sie es der Loyalität ver Witwe eines französischen Offiziers zu gute halten, wenn sie es für ihre Pflicht betrachtet, die Negierung vor einer groben Gefahr zu warnen." „Die Negierung wird Ihnen dankbar fein, Madame darf ich Ihnen einen Stuhl anbieten." Leonie uahin ohiie Ulnstände Plah. „Wie Sie wissen, Herr Minister, gehen Gerüchte in der Stadt von einer Verschwörung gegen das Leben des ersten Konsuls." „Der erste Konsul fürchtet diese Machinationen von Verblendeten und Verzweifelten nicht." „Sagen Sie lieber von Verfülirten", fügte Leonie muthiger hinzu. „Ich habe kein Interesse an der Person jenes Mächtigen, den Sie nennen, ja ich habe ihn noch niemals gesehen; nicht seinethalben habe ich diesen Besuch bei Ihnen gewagt, wie ich auch keinerlei Dank für die Eröffnungen beanspruche, die ich machen könnte. Ich sage das ausdrücklich, damit Sie meinem man Theologen in die Artillerieschule schick i», weil sie vielleicht im Parlament über das Kriegv-budget abzustiinmen haben werden, oder sämmt-liche Nedakteure politischer Blätter ins Alumnat, dainit sie geschickter tiierden, in religiösen Dingen öffentliche Meinung zu machen. (Schluß folgt.) Zur Geschichte des Tages. Die Regierung arbeitet an einer Vorlage über die Sprachenfrage — zeigt also, dab der Verordnungsweg nicht der richtige ist, daß ein Gesetz gegeben werden muß, wie es die Versöhnungspartei verlangt. Der Antrag der Fortschrittspartei, betreffend die Staatssprache mag wohl auch diesen Gegenzng bestimmt haben. Die Orientfrage ist wieder aufgerollt — vorerst zwifchen Montenegro und der Türkei. Ersteres hat seine diplomatischen Beziehungen abgebrochen und all' seine Wehrpflichtigen zu den Fahnen gerufen. Die Pforte aber bekrmdet durch die Ernennung des neuen Gouverneurs von Skutari, welche Gesinnungen sie gegen die „Falken der schwarzen Berge" hegt. Derwisch-Pascha hat sich in den Kriegen mit den Montenegrinern den Namen „Löwe von Albanien" erworben und hat diesen auch Blutrache geschworen, weil sie seinen Sohn, der Offizier iin türkifchen Heere war, gefangen und bei lebendigem Leibe geschunden. Die Lehranstalten, welche man in Frankreich nach den Jesuiten geschlossen, öffnen sich unter anderem Namen wieder, das Geschäft aber bleibt das gleiche. Die Weltgeistlichen, die den Ullterricht ertheilen, halten cin den Ueber-lisferungen fest, geleitet von Jesiliten, welche als Privatlehrer in das Haus kommen. Vermischte Nachrichten. (Wehrkraft der Albanier.) Die Führer des Albanierbundes versichern, daß es ihnen möglich sei, 120,000 Mann Feldtruppen gegen Montenegro und Griechenland aufzustellen und könnten c^uperdem noch 80.000 A!ann als Wache ftlr die Städte und größeren Ortschaften zurückbleiben. (Dienstmädchen im 17. Jahrhun« dert.) Der „Hannover'sche Kourier" veröffentlicht einen Brief, welchen vor 250 Iahren Frau Hedwig, eine Tochter des Herzogs Heinrich Julius von Braunfchweig, vermalt mit dem Herzog Ulrich von Pommern Stettin, an einen Rath ihres Vaters in Wolfenbüttel geschrieben. Dieser Brief lautet: „Unserei» gün-stigen Gruß und sonders allen wohlgeneigten Willen zuvor. Liber Herr stadthalder, euer freundt-werdtes Schreiben habe ich den September Schritt keine anderen Motive unterlegen, als den innigsten Wuiisch, daß gewisse Personen nicht zu Verbrechern werden und sich selber unglücklich machen." „Gewisie Personen? Sie keimen die Be« theiligten?" Aiegnier wurde jetzt aufmerkfamer. Die Art und Weise der schönen jungen Frau, welche als Denunziantin im Interesse der Verschwörer auftrat, schien ihm neu und inter, essant. Leonie besann sich dann einen Augenblick, fuhr aber entschlossener fort: „Ich wiederhole Ihnen nur — es existirt eine Verschwörung, allerdings könnte ich Ihnen die Name»» der Häupter neunen, die säinmtlichen Fäden nnd Verbindungen aufdeckeii, ja den Plan des Unternehmens sowie die Absichten für die Zukunft enthüllen." „O Madame verdient in der geheimen Polizei angestellt zu werden", sagte Negnier nicht ohne Anflug eines leisen Spottes. Er betrachtete von neueln die schöne Witwe mit einem cigenthümlichen Blick, in welchein sich Staunen und Mißtrauen, spähende Forschung und zugleich auch Bestürzung aussprach. Galt es abermals eine neue Mi)stlfikation der Polizei, wie sie solche seit den letzten Tagen so oft durch anonyme Denunziationen erfahren hatte, oder sollte wirklich eine Frau ihn um den wohl empfangen. Habe gerne auch daraus ver-»wlnineii, daß auf inein gnedig Begehr ihr miic noch ein Medtlein habt ninbgehort, da ich werde mit bedihnet sein nnd mich auf sie werde durffen vörlassen. Wofür ich mich in allen Gnaden zu bedanken. Mit allen Gnaden hin-wiederuinb lasie ich es mich gnedig gesallen, daß ihr sie bei derselben Euer Libden Tochter zu versuch geben habt. Weil sie nun so von ein und zwantzig Jahr ist, hoffe ich doch nit, daß sie all verliebt isi; sonst würde ich sie nit lange behauen; ich verändere mich so von Herzen ungerne. Daß sie nit la moäs ist, (also schon dazumal!), lasse ich mich gefallen; ich zweifle auch nit, sie wird ihrer Zusage nachkommen und l)inferner stille und eingezogen stch halten. Was sie von Zeuge nit ferdig hat, kann sie mit anhero bringen, daß sie es hie leßt an-ferdigen. Vermahnet sie Hardt nochinals, daß sie ja verschwiegen ist; ich mag kein blaudern; und daß sie auch verdrachsam und willig ist, nit verdrossen und Einsage gern annehme. Verhalt sie sich so und kommt der Zusage nach, soll sie eine gnedige Fürstin an mir haben. Thue Euch hiermit in den Schutz und Schirm des Allerhöchsten empfehlen, bin und bleibe u. s. w. — Harburg!, 1. Oktober 1638." (Zeitllngen in Oesterreich.)Nach den dieSbezügUchen vom statistischen Amte neuesten» zusammengestellten Daten, welche das Jahr 1873 umfassen, erschienen in Oesterreich 1050 periodische Druckschriften, durch welche Anzahl das unmittelbare Lorjahr 1877 um 49, das Jahr 1876 uin 83, das Jahr 1875 um 174, baS Jahr 1874 um 240, das Jahr 1873 um 184 und endlich das Jahr 1872 um 215 unter die periodifche Presse einzureihende Druckschriften ttbertroffen wird. Berücksichtigt man bei der Vergleichung das Jahr 1874, wo die Presse von den in der Aera des fogenannten volks-wirthfchaftlichen Aufschwunges wie Pilze aufgeschossenen „Journalen" des zweifelhaften Kalibers schon etwas gereinigt war, so entfällt auf das Land Nieder-Oesterreich (mit Wien) die Anzahl von 318 Zeitschriften gegen 45(i im Jahre 1878. Es erscheinen somit in Wie»z und dem Lande unter der Enns allein beinahe eben so viel Zeitschriften wie in allen Übrigen sechzehn Krontändern zusammen. Ain nächsten befilidet sich noch das Königreich Böhmen, woselbst 202 periodische Druckschriften (gegen 1S6 des Jahres 1874) herausgegeben wurden, dann (Äalizien und Mähren, in welchen Ländern 92, beziehungsweise 71 Blätter zur Ausgabe gelangten. In den al^deren Provinzen ist je nach dem Bildungsgrade oder der Anzahl der Bevölkerung eine gröbere oder kleinere Zahl Zeitschristen erschienen; so im Küstenlande 63, in Tirol und Vorarlberg 36, in Steiermark 31, in Ober-Oesterreich 21, in Schlesien 20, in Nuhm eines allwissenden Polizeiministers bringen? Wer war sie denn, die mehr wissen konnte als alle seine Agenten, oder was dezweckte sie Überhaupt —? Wie? — eine junge, schöne Witwe, die sich vielleicht dem Konsul interessant machen wollte, indem sie Dinge zu wissen vorgab, die sie doch nicht genau wußte. Wie? — oder war sie vielleicht eine Etnifsärin der Verschworenen, die selber spioniren wollte, wie viel und wie ivenig man bereits auf der Polizei wisse, um dann die bisherigen Spuren zu verwirren oder aberinals aus eine falsche Fährte zu leiten. Jedenfalls galt es die höchste Vorsicht, zumal die Sicherheitsorgane durch jene zahlreicheli, falschen Angaben bereits völlig er-mlidet und irrilirt waren. Dies Alles erwägend, änderte Negnier seilren höflichen Ton und fetzte mit strenger Aintsmiene hinzu: ^Uebrigens, bevor wir fortfahren, Madame, erlauben Sie mir, Sie nach Ihrem Namen zu fragen." ..O, mein Name ist in keiner Beziehung von Wichtigkeit, Herr Minister, übrigens stehe ich nicht an ihn zu nenneii, falls diefe Uiiter-redung zu beiderseitiger Befriedigung ausfallen wird." „Madame sind sehr präzis in Ihren Aus-drlicken, ilbrigens scheint mir die Sache se bedenklich zu seiil, dab Sie gestatten werden, den Kärnten 16, in Krain 13, m Dalmatien 11, in Salzburg 10, in der Bukowina 3. Aehnlich verhält es sich mit der Verschiedenartigkeit der Sprache, in welcher die Zeitschriften herausgegeben wurden. Daß auch hier die deutsche Sprache die dominirende ist, braucht eigentlich nicht erst bewiesen zu werden. Thatsächlich er« schienen von den 1050 österreichischen Blättern über siebzig Perzent (—717) in deutscher Sprache. In tschechischer Sprache erschienen 122, in polnischer 7L, in italienischer 66, in slovenischer 17, in ruthenischer 15, in hebräischer 15 (und zwar in Nieder-Oesterreich 6, in Galizien 9) u. s.s. Dabei ist bemerkenswerth, daß in Böhmen 101 Zeitschristen in tschechischer und 93 in deutscher Sprache herausgegeben wurden, dagegen in Mähren 50 in deutscher und nur 19 in tschechischer erschienen sind, daß serner in Galizien blos ein einziges Blatt in deutscher Sprache, alle übrigen aber theils in polnischem (69), theils in ruthenischem (13) Idiom gedruckt wurden. Im Ganzen haben die in deutscher Sprache erschienenen Zeitschristen seit 1874 um 173, dle in polnischer Sprache erschienenen um 26 zugenommen; die tschechischen vermehrten sich um 14 Blätter, die italienischen um 9, die ruthenischen um 7 u. s. w. In Bezug aus den Inhalt oder Zweck der Journale nehmen selbstverständlich dle Blätter politischer Richtung den ersten Rang ein. Man zählte derselben 330 gegen 259 im Jahre 1872. BolkSwirthschastliche Blätter gab es 89, landwirthschastliche 71, gewerblich-technische 65; militärischen Inhalts waren 12, medizinisch-naturwissenschastlichen 39, juristischen 14, kirchlichen 32. Pädagogische, stenographische und Jugend-Zeitschrlsten zählte man 75, geographisch«stalistijch- und historisch-literarische 29, Blätter sür Theater, Musik, Kunst, Mode und Sport 44, belletristlsche und Witzblätter 74, nichtpolitische Lokalnotizen-Blätter 75, kommerzielle und sonstige Anzeigeblätter 96 und 6 Frauenzeitungen. Im Vergleiche zum Jahre 1872 haben sonderbarerweise die volks-wirthschajtlichen um 8 abgenommen, dagegen die landwirthschastlichen und gewerblichen um 18, beziehungsweise 22 zugenommen. Auch der Humor erlitt eine empfindliche Einbuße, wdem die Witzblätter um die beträchtliche Zahl von 25 sich vermindert haben. Was endlich den Zeitruuln betrifft, zu welchem die Blätter erschienen sind, ist zu bemerken, dab 81 täglich herausgegeben wurden; ein Blatt erschien viermal wöchentlich, 10 dreimal und 65 zweimal in der Woche. Als Wochenblätter mit einmaligem Erscheinen wurden 306 Zeitschriften gezählt. Außerdem wurden 9 Blätter viermal und 45 dreimal im Monate herausgegeben; jede zweite Woche erschienen 295, als Monatsjchristen 215, als Viertelsjahrsscyttsten oder noch seltener 23 Druckschriften. Kabinetssekretär des Konsuls sowie den Präsi^ denten Savary zu diesem Verhör beizuziehen." „Zu diesem Verhör?" rief Leonis erblassend, und erhob sich von ihrem Sitze. ,,Sle irren sich, Herr Minister, wenn Sie glauben, daß dies zu irgend einem Zweck sühren würde." „Ich verstehe Sie nicht, Madame." „Nun, ich will mich deutlicher erklären. Da ich gekommen bin, dem Staate einen Drenst zu leisten, so werden Sie es natürlich finden, daß ich dabei meine Bedingungen stelle." «Ich sagte Ihnen schon, Madame, des Konsuls Dankbartnt wird unbegrenzt sein." „Bitte, vom ersten Konsul ist nicht die Rede — hören Sie mich an. Gegen die Personen, die ich Ihnen nennen will, gegen die Aussührung des Planes, den ich Ihnen in allen Einzelnheiten heute oder spätestens morgen mittheilen werde, können Sie bei Zeuen Ihre Gegenmaszregeln treffen, um dem Verbrechen zuvorzukommen. Entwaffnete Verschworne sind keine Verschworne mehr. Ich mache debhalb zur Bedingung — erstens: daß Sie keinerlei <Äe-walt anwenden, keinerlei Berhastung vornehmen, keinerlei Prozeß instruiren, sondern sich dabei begnügen, alle Diejenigen, die ich Ihnen nennen werde, eitifach über die Grenze Frankreichs zu schicken — höchstens ihnen dabei den Eid aus- (Vom Sslerreichischen Bundes-schießen. „Hoch Taaffe!") Aus schützensreund-lichen Kreisen geht der „Vorstadt-Zeitung" sol, gende Beschwerde zu: „Geehrter Herr Redakteur! Daß der bei dem letzten Studenten-Kommers auf dem Schützensestplatze entstandene wüste Lärm und das betäubende Geschrei durch nichts zu beschwichtigen war, daran trägt nur das Ordnungs-Komite die Schuld. Als ich nämlich sah, welchen schlimmen Eindruck die versassungstreue Nede des Studenten Bachrach auf den gesinnungsvollen Dr. Eduard Kopp machte, wollte ich die nun folgende Bewegung in eine loyale Bahn lenken und rief mehrere-male: „Hoch Taaffe!" Hieraus bedeuteten mir rothschärpige Mitglieder des Ordnungs-Komites, ich solle schweigen. Da ich aber die Nothwen-digkeit, den Namen des Herrn Minister-Präsidenten zu verschweigen, nicht einsehen wollte und fort rief: „Hoch Taaffe l", drohten sie mir mit Arretirung. Ich ließ mich nicht irre machen, eilte in einen andern Theil der Schützenhalle und rief: „Hoch Taaffe!" Als ich etwa zwanzigmale den Ruf hatte ertönen lassen, bemerkte ich die beruhigende Wirkung, denn Männer, die eben noch wüthend geschrien hatten: „Es lebe die Verfassung!" schwiegen plötzlich, blickten mich seltsam an und fingen an, die Nockärmel auszustreifen, vermuthlich um mich zu umarmen. Da mischten sich wieder die Mitglieder des Ordnungs-Komites hinein und gebotet» mir, mich zu entfernen. So mußte ich denn gehen, ohne die Ruhe herstellen zu können; ich ging mit dem Rufe: „Hoch Taaffe l" Genehmigen Sie zc. Ein alter Schlitze." (Revision der Blitzableiter.) Hermann Sedlatschek in Leoben schreibt der „Deutschen Zeitung" über die Revision der Blitzableiter: Die häufigen Blitzschläge erinnern an die vielen Unglücksfälle, welche die theils unrichtig angelegten, theils falsch konstruirten und vernachläffigten Blitzableiter schon herbeigeführt haben. Die Verluste an Gut und Menschenleben machen es zur Pflicht, diese vernachlässigten Fragen näher zu erörtern und die Eigenthümer jener Häuser, welche Blitzableiter besitzen, sowie die kontrolirende Stelle aufmerk-fam zu machen, daß die mangelhaft konstruirten Blitzableiter eine große Gefahr nicht nur für die eigenen, sondern auch die Nachbargebäude mit sich bringen. Diese Gefahr ist weit größer als jene, welche bei dem Nichtvorhandensein der Blitzableiter überhaupt droht, und es ist deßhalb höchst nothwendig, die vorhandenen Blitzableiter einer periodisch wiederkehrenden genauen Untersuchung zu unterziehen, um sich die Gewißheit zu verschaffen, daß diese Schutzvorrichtungen den gestellten Anforderungen auch vollkommen entsprechen. (Romane. Sechs Ziffern.) Ich genoß, zulegen, niemals den Boden Frankreichs in gleicher Absicht wieder zu betreten." „Aber Madame . . .* „Darf ich bitten ich bin noch nicht zu Ende — zweitens wünsche ich, daß mein Name in dieser Sache tveder heute noch in Zukunft gegen irgend Jemand — die Regierung ausgenommen, genannt werde, und drittens bedinge ich, daß etwaige Ungerechtigkeiterr, welche der Staat oder der Konsul oder die Vergangenheit gegen jene Unglitcklichen begangen und sie dadurch auf jenen verbrecherrschen Gedanken gebracht hat, gesühnt werden mögen, salls dies möglich und ausführbar ist. Dahin gehören Neititutionen von entrissenen Gütern, Wiedereinsetzung in verlorene Stellen, Zurückerstattung von konfiszirtetn Vermögen und so weiter ulid so weiter." Negnier saß mit offenem Munde da. Ein solcher Parlainentär war ihm noch nicht vor« gekommen, und seine Vermuthung wurde zur unutnstößlichen Gewißheit, daß die schöne Frau ausdrücklich von den Verschworenen abgeschickt sei, um ein Kompromiß mit der Regierung zu versuchen. (Fortsetzung folgt.) so erzählt Jemand in der „Züricher Post", eben im Berner Oberlande die herrlichen 123456. „Ah", sagten die Dorfschönen, „dem ist es gewiß um's 132456, sonst wäre er nicht von 1236 hieber gekommen." Bald fing in einem der hübschen Mädchenköpfe ein lieblicher Gedanke an zu 324156. „Bin ich nicht 124653 als manche Andere?" sagte sie zu mir. 13245 mich!" Ich stand wie auf 24536, denn ihr 54123 war mir sehr peinliich. Wenn ihre Worte auch ziemlich 1324 sein mochten, so war ihr Herz doch gewiß 3246. Wie gerne hätte ich ihre Rede mit einem goldenen 3241 erividert, aber meine Pflicht gebot mir, schnell abzubrechen. „642", antwortete ich schmerzlich, „denn ich habe schon 2465." Wer kann diesen Roman lesen? ZUarburiier Berichte. (Gymnasium in Marburg.) Das Programm des hiesigen Gyinnasiums für das Studienjahr 1880 bringt eine Abhandlung des Herrn Engelbert Neubauer über die Abschaffung von Gesetzen bei den Athenern. Dem Jahresberichte zusolge zählte das Gyinnasium 1 Direktor, 9 Profefforen, 2 wirkliche Gymnasiallehrer, 3 Supplenten, 4 Nebenlehrer. Die Schülerzahl betrug 307, darunter nach der Nationalität: 145 Deutsche, 159 Slovenen, 1 Serbe, 1 Tscheche, 1 Pole — L. Nach dem Heimatlande: 218 Steirer (darunter 55 aus Marburg), 4 aus Nieder-Oesterreich, 3 mlS Ober-Oesterreich, 8 Kärntner, 5 Krainer, je 1 aus Görz, Jstrien, Tirol, Schlesien, Bukowina, 7 Ungarli, je 1 aus Kroatien und Holland — (Z. Nach dem Religionsbekenntnisse: 302 Römischkatholische, 1 Griechischkatholrscher, 4 Protestanten. Die Vorzugsklasse erhielten 41, die erste Klaffe 172, die zweite 39, die dritte 22; ungeprüst blieben 3, die Ueberprüsung wurde bewilligt 39. Vom Schulgelds befreit waren 136, Stipendien im Gesammtbetrage von 5661 fl. genossen 45. Der Unters^lltzungSverein nahm 995 fl. ein und hatte eine Ausgabe von 729 fl. Der Kasserest betrug 266 fl. Außerdem besitzt der Verein Staatspapiere lm Ziennwerthe von 6000 fl. und steirische lSrundentlastungs-Obligationen im Nennioerthe von 150 fl. Freitische wurden von edelherzigen Freunden der Jugend 187, vom Unterstlltzungöverein 49, zusammen 236 in der Woche gespendet. Zu besonderem Danke sind viele Schüler den Herren Aerzten Marburgs sür bereilwillige, unentgeltliche Hilseleistung in KrankheitssäUen verpflichtet. (Gewitter.) Ueber Hohenegg und Arzlin hat em verheerendes Gewitter sich entladen und namentlich die Weingärten auf Jahre hinaus gefchädigt. (Selbstmord.) In Neustift hat sich der Inwohner I. Katvesnik an der Thüre seines Schlafzimmers erhängt. (Ertrunken.) Zil Paritschenberg, Bezirk Ober-RadkerSburg, ijt der Grundbesitzer I. Koroschetz beim Baden in der Nur ertrunken. (Blitzschlag.) Während des Gewitters am Sonntag, Nachmittag 5 Uhr, schlug der Blitz in das Wohnhans der lLrunddesrtzerin Elisabeth Dounik zlt Kötsch, verursachte am Dache und in der Stube eine saft unglaubliche Zerstörung, zündete aber nicht. Der Schaden beträgt über 100 fl. (Vergnügung?-Komite.) In St. Mareln bei Erlachstein sucht ein „Bergnügungs-Komite" das GasthauSmesen zu heben, veranstaltet sür jeden Samstag Abend Platzmusik nnd trachtet, den sreundlichen Markt zu einem be« liebten Ausflugsorte der Bavgäste ln Sauerbrunn zu tnachen. (Unter steirische Bäder.) Auf dem Donali bei Sauerbrunn wird eine neueSchutz-hlltte gebaut — an jener Stelle, wo die abgebrannte gestanden. letzte Der „Deutsche Schulverein" findet auch in Mähren viele Mitglieder. In Russisch'Polen wird eine Konskription aller Pferde für Militärzwecke vorgenommen. Die Antwort der Pforte soll den Mächten jede Berechtigung in der griechischen Frage absprechen, da der Berliner Verlrag nur eine Vermittlung kenne. In Montenegro werden die Nüflungen mit dem grübten Eiser betrieben. In Prizrend haben zweibundert Abgeordnete der Albanier getagt und beschlossen, an Montenegro und Griechenland keinen Fußbreit Landes abzutreten. Nejlaurations-Verpachtsng. Von Seite des Mtirburger Stadtverschönerungsvereines wird für die Zeit vom 2. Austuft bis 1. November 1880 die im VolkSgarten (Villa Langer) befindliche Restauration sammt Zugehör verpachtet. (838 Nähere Auskünfte crtheilt Herr I. Koko-schincgg. ^uLVörkauk. Oetortigtlzr 7.ur Kenntviss, clkl88 er sein deLtolionll klU8 Lowmvr» Ä VivtorstoLkvii tiir Heri en, XloiüvrstoLko, I.üstor» Veissivaarsiz, L».rvl»tv, SvLüvutüvIiol XUNl vvilcautt^ SZS UiU'tnsirvI. von äer Iii sinä iu vel'Zclueäevou (IrösseQ im dieses I^lattes l^adeu. Ein Zimmer, mölilirt, ist in der Herrengasse zu vermicthen. Ansralze bei A. Fetz. _ (840 Samen-Heiden lvird verkauft per Hektoliter loco Station Feldbach um k fl. (339 Bestellungen nach „Schloß Poppendorf, Post Gnas."__ oo Zlvti Melde (Kchimmeln) 15'2 hoch, 5 und 7 Jahre alt, gute Geher, auch zum Äg verwendbar, dann ein englisches und ein Fuhr»Pferdegeschirr, ein halbgrdeckler Kutschir-Phai^ton und ein stark r Fuhr-ßvagen, alles im guten Zustande — sind zu verkaufen bei P. Simon, Kaiserstraßc Nr. 12 l-vdvrüvoko, I'lQQov, I'lovdtSQ ^ sielior >vii1^eul1 uuc^l volllcommvn un- ^ seliäälieli: korax-kl>ierin-8eite Ä 3S kl'. ^ vi-ientalisoke Klx^ei-in - kosenmilok ^ . ^ ü. 1 t1. 20 ^ W <1v8 Most» IN Nni'dni'K. litll ZpvvorsiLSSvdält in Marburg aus cinrm frttiuenten Posten wird wegen Abreise billigst verkauft. Näheres im Comptoir d. Bl^_(762 ZövvMIllSAS».'« NVr. Iliislunz« Ililnil- vnil A^!l.Flacou t)0 Kreuzer incl. Verpackung und M M GebrauchSanweisung, jemals wieder Zaljn-^ schmerzen bekommt oder an üblem Mund-M ^ geruch Indet. 4 Flacvns für 2 fl. 20 kr.M M(). ßil. Lekumaeksf, Ltvglit? tiv'i kvrlin. M M Hiiupt-Dtpol sbr Otsterrcich-Angarn bei M W /^nt. 1. Lllvi-, Suc!apv8t, U granziskaiierpltch 4. (7Zl M vitilll uiiS ^emplskluils. (S41 EndcSgefertigter fühlt sich angeuehin verpflichtet, seinen geehrten Kunden fiir den zahlreichen Anspruch und das Bertranen, welches ihm durch eine Reihe von Jahren im vollsten Maße gespendet wurde, herzlich zu danken, und verbindet damit zugleich die ergeliene Anzeige, daß er das vormals Karing'sche Ausfchrottllngs-Lokate im Kerrn Anton Leyrer'schen Kanse» ^ostgaffe Ar. 2 an sich gebracht hat nnd mit 1. Angnst eroffnen wird. Empfiehlt zur geneigten Abnahme: Vorzügliches MaAochfenfleifch . . per Kilo SS kr. „ Kalbfleisch „ SS „ „ Schweinfleisch ... „ SV „ „ Schasfleisch .... „ 4« „ Aas Kcschäft im eigenen Kaufe, Schlachtyansgasse, bleibt so wie bisher den geehrten Kunden zum sreuudlichen Besuche geösfnet. Hochachtungsvoll Ergebenster Matliias Kreinz, Mschkrmtister. MWMWVG! .llründtiche Hilse für ZNaUN- und Anterleiksleidende iß Die Erhaltung der Gesundheit beruht zum größten Theile in der Reinigung und Reinhaltung der Säfte und deö Blnteö und in der Besördernng einer guten Verdaunng. Dies zu erreichen ist daS beste und wirksamste Mittel: Ör. Rosa's I^eliensdalsam. ^ vr. R osa'S Lebensbalsam entspricht allen diesen Forderungen auf das Vollständigste; derselbe belebt M die gefvmmte Thätigkeit der Verdanuug, erzeugt ein gesundes nnd reines BInt, nnd dem Körper wird seine' frühere Kraft und Gesundheit wieder gegcbeu. > ^ Derselbe ist siir alle VerdauungSbeschwerden, namentlich Ippetitlostgl^eit, ^anrt5 Nliihungen^ Erbrechrn, Magenkrampf, Verschleimuvg, HSmoirriioidtn, Aeberladvng des Ma- gens mit Zptil^en zc. ein sicheres und bewährtes Hausmittel, tvelches sich in kürzester Zeit wegen seiner! W auSgezeichneteu Wirksamkeit eine allgemeine Verbreitung verschafft l)at. M Eine große Hasche 1 fl., eine hallie Flasche 50 kr. Hunderte von Anerkennungsschreiben liegen zur Ansicht bereit. Derselbe wird aus srankirte Zuschriften ^ gegen Nachnahme deö Betrages nach allen Richtungen verschickt. Euer Hochwohlgeboren! Ich fllhle mich dankschnldigst verpflichtet, Ihnen meinen besten Dank zu melden. Seit Februar litt Wich an einem Magenstbel, verbunden mit Aufstoßen, Erlirechen, Appetitlosigkeit und schlaflosen Nächten. Habe! viele Aerzte ohne Erfolg besucht. Nur durch die Kraft deS „Dr. Rosa'S LebenS-BalsamS" bin ich wieder hergestellt, derselbe hat wunderbar gewirkt. Alle meine Bekannten im Orte können dies bezeugen und staunen slber meinen Appetit. Ich habe bis nun die dritte Flasche bei Herrn Nenstein, Plankengasse bezogen.! Ich ersuche Sie, dieses mein Zeugniß der Wahrheit gemäß zu veröffentlichen. Nochmals herzlichsten Dank. Achtungsvoll /'ötö»' 5. September 1879. Gärtner in Ober-St.'Veit bei Wien, Anerhofgosse 2. Um unliebsamen Mißverständnissen vorznbeugen, ersuche die ?. Herren Abnehmer überall ausdrücklich Dl?. si aus L. I^raKner s ^potlivlcv in I^r«x zu verlangen, denn ich liabe die Wal)rnehmung gemacht, das; Abnehmern au manchen Orten, wenn selbe einfach' Lebensbalsam, und nicht ausdrücklich Or. Rosa'S LebenSbalsam verlangten, eine beliebige nichtSj wirkende Mischung verabreicht wnrde. Echt ist Dr. Iio8a's >.vdvn8bal8am z» b.zi°h.n vnr im Haupt-Devot des Erzevgctt ». M'raKiiVr, Apotheke „zum schwarzeu Adler" iu Prag, Eck der Spornergasse Nr. 205—3. In Marburg: D.I.Bancalari, W.A.König, Jos. Notz, Apotheker, dann in Apotheken zu Graz, Cilli, Fel dbach, Le o b e n, L e i d n ih, M rzzus ch lag, Rottenmann, Windjsch»Graz. Sämmtliche Apotheken in Oesterreich, sowie die meisten Material-Handlungen haben Depots dieses Lebensbalsams. ein slchcrts und erprobtes Mittel )ur Heilung aller Enhülldungtu. Wunden und GeschWÜre. D Selbe wird mit sicherem Erfolge angewendet bei der Enzündung, Milchstocknng und Berhärtuug der weiblichen Brust bei dem Entwöhnen des Kindeö' bei Abscesseii, Blutschwüren, Eiterpusteln, Karbunkeln; bei Nagclschwüreu, beim sogenannten Wurm am Finger oder an der Zehe' bei Nerhärtuugen, Anschwellungen, MÄ ^DrüsengeschwlUstenI bei Fettgewächsen, beim lleberbeine', bei rheumaiischen nnd gichtijchen Anschwellungen;^ M chronischen GelenkSentzuuduttgen am Fuße, Kuie, Hand und Hiisten', bei Verstanchungen; beim Aufliegen!^ ^der Kranken, bei Schweißsüßeu und Hühneraugen', bei aufgesprungenen Händen nnd flechtenartigen Schruu'^ ^deu i bei Geschwülsteu vom Stich der Jnjekten, bei alten Schäden, eiternden Wuudeu; KrebSgeschwüreu,^ offenen Füßen, Entzündungen der Änochenhant u. lM? ^ Alle Entzündungen. Geschwülste, Verhärtnngen, Anschwellungen werden in kürzester Zeit geheilt ; wo ^ es aber schon znr Eiterbildung gekommen ist, wird das Geschwür iu kürzester Zeit ohue Schmerz aufgezogen W nnd gel)eilt. I,, Dosen i» SS nnd SS kr» W ^ vviKSrI»»!«»»!. D ^!^DaS erprobteste und dnrch viele Versuche als das verläßlichste Mittel bekannt zur Heilung der Schwerhörigkeit W nnd z>lr Erlangnng deS gänzlich verlorenen Gehöres. — 1 Fläschchen I fl. ö. W. (419^^ . --------------------- ------ sind zu vermiethen Vurggasse Nr. 2. (834 ZialwsolWsri^kiitt Arl beheben sofort: a 70 kr., a 40 kr. wenn kein anderes Mittel hilft. Bei Herrn W. Könis;, Apotheker. ^344 342 Lkt'onung ösr Naut! TEWwRMFsM in versekiizäenen öoui^uets von C. Kros m Uurbnrg 211 lml)0ll lzöi ?uvlivr, llorronAssse. -- W'Sllliri >Itera«t»oNUihe «eoattisu, Vruck «rd «erlas von »duard Savschitz tu Nta'durg. S««»G