nNZELPPWS: wochentags 10 Rp! Samstag-Sonntag 15 Rpt lotturger ätUuitg Amtliches Organ Stelrischen Heimatblindes 25-68?2SS9.^"Ab*"8"6iir^'uhf abends^'S'd^äfi^^ ErKheint wöchentHch sechsmal als Morgenzeitung (mit Ausnahme der bonn- u. Nr. 28-67 erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rückeetandt — - ^iP f'"schL Zustell-Be» Anfragen Rflckporto beilegeii. — Postscheckkonto Wien ?Jr 54 608. dm o" im Streifband zuzüglich Porto; bei Abholen m der üe-_*__*_ i»vnci,KKonio Wien iNr. m.ou». schäftsstelle R^^ 2.—. - Anzeigen- und Bezugsbcstellungen in der Verwaltung. —Jltorfeuro 0. ft. iPrau, grrtlofl, 14. Jtot>em&er i04i 81.3a0rgang Das sowjetisdie Dünkirchen Deutsche Truppen Im An9riff gegen die Befestigungsanlagen von Kertsch Sowjßtfincllt mit minleniisaai Ummmr nmtm Sclilffsverlust« d«r Bbltch«witt«n im Schwänen M««r Aus dem Fülirerhauptquartier, 13, November, Oas Oberkommaiido der Wehrmacht ji^bt bekannt: Auf dem Krim stehen die deutschen Tru))pen im Angriff gegen die Befesti-gunfsatilagen von Kertsch. Mehrere Küstenbefestigungen, hart südlich der Stadt, wurden genommen. Starke KampffHegerkrfifte griffen sowjetische Schiffe Im Hafen von Sewastopol, in der Straße von Kertsch sowie vor der Nordoslkiiste des Schwanen Meeres an. Hierbei wurden drei Kreuzer, ein Zerstörer und fünf große Handelsschiffe schwer getroffen. Bomben Volltreffer richteten auch in deti Hafengebieten groBe SchSden aa iiicn der Welt. Die Holschcwlsten haben <-'8 auf 2722 Millionen Tonnen geschätzt. Üa die Erze in mächtigen Schichten, und zwar in nur geringer Tiefe lagern, sind sie leicht und ohne großen Kosten zu erschließen, aber sie enthalten einerseits weniger Eisen als die Erze des bereits be setzten Kriwoi-Rog, anderseits bis zu 1 V. H. Phosphor. Daher war die Ausbeute 1938 erst auf 852.000 .Tonnen Jahresproduktion gestiegen, stand also hinter Kriwoi-Rog noch weit zurück. Die Kertscher Erze lassen sich jedoch mit modernen Methoden gut verhütten. Das gescliah nicht nur in Kertsch selbst, sondern auch in Mariupot und Taganrog, die bereits in deutscher Hand sind. Es ist daher kein Zweifel, daß auf lange Sicht gesehen der Halbinsel von Kcrisch ein** große Zukunft bevorsteht, Belaoeranoszusland in Moskau Berlhn, 13. November. Angcsichis der bedrohlichen Lage, in der sich die bolschewistische Hauptstadt befindet, haben ' die MachthaJier des Kreml vüe besteh^jnde Überwachung der Zivllibevölkerun.g noch verschärft. Über Moskau und die angrenzenden Bezirke ist der Belagerungszustand verhängt. Die Einwohiier haben deshalb von 24 Uhr bis 5 Uhr früh in ihren Häusern zu bleiben, so heißt es in einem von Stalin unterzeichneten Befehl des sowjetlsclien Staatsverteidigungsykomitees, der in allen von den deutsclwn Truppen eroberten Orten um Moskau als Maueranschlag vorßefunüen wurde. An der übrigen Ostfront brachten örtliche Kampfhandlungen weitere Erfolge. Schwere Batterien des Heeres beschossen kriegswichflge Ziele in Leningrad sowie Hafen- und Werftanlagen von Kronstadt. Wirksame Luftangriffe richteten sich gegen Leningrad und Moskau. Im Seegebiet um England beschädigten Kampfflugzeuge am Tage zwei größer« Frachter durch Bomt>enwurf. wieder Bnmben aul Anapa Berlin, 13. November. Üie Verladung der aus Sewastopol 1 üchtend^n Sowjettruppen wurde am 12. November von cier deutschen Luftwaffe init Bomben und durch Beschuß mit Bordwaffen wirksam bekämpft. Die Bol-tchcwisten erlitten starke blutige Verluste, Vcrladeeinrichtungcn und Transportschiffe wurden inelirfach getroffen, im Stadtgebiet in der Mitte des Hufen-fieländes entstanden erneut große Brände. Auch der Hafen Anapa an der kaukasischen Küste wurde wieder mit Erfolg angegriffen. Eines der gröHten Eisenerzvorkommen der Weit Berlin, 13. November. Jie Halbinsel von Kertsch, auf die jetzt die deutsche Wehrmacht bei ihrem Sie-ficszug auf der Krim vorgedrungen ist, Ist ein flacher, ausdrucksloser und wasserarmer Landstrich, der nur im Nordosten '-'u einem Hügelgeländc von 177 Meier iiöhe aufsteigt. In der Umgebung von Kertsch ragen (inige kleine Schlammvulkane auf, die in Rüwissen Zeltabschnitten kalten Schlamm ausfließen lassen. So trostlos diese Gegend auch sein "lag, so reich ist sie unter der Oberfläche. I^ic Halbinsel Kertsch birgt nämlich eine» der grüßten, allerdings erst am Anfang tier .Ausbeute stehenden Eiscnerzvorkom- „üoniölidjet Zum Zusainiiiciitritt des japanischen Reichstags am 15* November Am 15. November versamnwlt sich derUnsel Formosa, der heute infolge der Zu- japa.iische Reichstag zu einer außerordentlichen Sitzung, die, wie anzunehmen ist, für die kommenden Entschließungen Tokios von größter Bedeutung sein wird. Fürst Yamagata prägte nach dem russisch-japanischen Kriege den Grundsatz: Wir sind durch das Schwcrt groß geworden, und wir sind nur durch das Schwert zu stürzen. Der Stolz eines großen Staatsmannes, dessen Land zwei siegreiche Kriege hinter sich hatte, und das niemals einer fremden Invasion unterlegen war, sprach aus diesen Worten. Heute ist 'die japanische Politik in erster Linie auf die Befriedung des großchine-sischen Raumes gerichtet, auf eine Vormachtstellung, die man Pax japanica nennen konnte, wenn sie nicht gleichzeitig dem Weltfrieden und der Weltberuhigung dienen würde. Die Geburtsstu ide der japanischen Festlaridpolitik reicht bis zum Ende des 16. Jahrhunderts zurück. Unter Führung des Nationalhelden Hi-deyoshi, dem man den Beinajuen eines japanischen Alexander des Großen gegeben hat, erfolgte 1592 der erste Vorstoß nach Korea. Danach allerdings verfiel Japan durch 300 Jahre, sich selbst genügend, bis zu seinem K^aiser und Reformator Meiji in volle Abgeschlossenheit. Unter ihm erhielt ck-r Drang nach dem Fest-la id einen neuen, starken Antrieb und es kam zum ersten Zusammenstoß mit China. Bis dahin war China auf Grund seiner 5000 Jahre alten Zivilisation von seiner absoMden Überlegenheit 'durchdrungen gewesen. Auf andere Völker sah das damalige China mit Verachtung hinab. Japan hingegen hatte die Initiative besessen. sich die Zivilisation der westlichen Welt anzueignen und erhöhte stä.i-dig seine Stellung als moderner Staat. 181)4 05 besiegte es, zur großen Verwunderung dv'r Chinesen selbst China, ein Sieg, der Japan allerdings durch das Dazwischentreten -der europäischen Großmächte nicht den erhofften Erfolg brachte. Immerhin erhielt Jaipan die große Verfall des britischen Empin! .Für England ist die Partie so oder so verloren" Madrid, 13. November, »Enxlaiid kann sein Imperium nicht halten, auch wenn seine rosigsten Hoffnunxon in Erfüllung gehen würd^«, zu diesem SchhiU kommt die Madrider Zeitung »informacii^nes« auf Grund einer B^rachtung über die Zukunitsaussichtcn Qrolibritannlens. Das Blatt weist darauf hin, daB die Engländer seit längerer Zelt schon nicht mehr davon sprechen, daU sie den Krieg gewinnen würden, soiKlern es helOt nu«* »England wird den Krieg nicht verlieren«. Das sei das Hüclistc der Gefühle — mid auch diese Hoffnung könne von Churchill nur durch Versprechungen auf die nordamcrlkanlschc Hilfe aufrechterhalten werden. Seit Krlegsbevinn — so lährt das I^Iatt [ort — habe London eine Hypotheken-!!: Politik mit seinem Imperium getrieben. Zerstörern gegen Abtretung von Stützpunkten gemacht worden. Es sei ganz offensichtlich, daß London die Herrschaft über seht Imperium immer mel^r aus der Hand gebe, und daQ die Geschicke der Engländer iieute viel mehr in den Händen des Weißen Hauses als im Foreign OfHce laxen. Die Achse der anti-europäischen Politik habe sich von London nach Washinxton und Moskau verschoben. Für England, so schließt die spannische Zeitung, »ist die Partie so oder so verloren. Es lohnt sich daher auch nicht, an seiner Zukunft heninizudeuteln. Imperien sind vergänjjHch, und sie können nicht Jedem beliebigen vererbt werden,.^...................................«i.ntn denn die imperlen werden von denteni-1 wir müssen bereit sein, einen Verzweif Ken Völkern beerbt, die Im entscheiden- lungkampf zu bestehen, wenn die Uni- spitzung der Beziehungen mit den Vereinigten Staate.i durch ihre Nachbarschaft mit den Philippinen eine bedeutende strategische Rolle zukommt, und die Pescaclorcs-Inseln. China zog aus der Niederlage die Lehre, 'daß Japan den Sieg seiner gcnrdnelen Verwaltung und dem besseren U.iterrichlssystem zu verdanken habe, und so geschah es, da(i 112.000 Reichsmark beträgt das Ergebnis der Opfersonntag-Sammiung am 9. November in der Untersteiermark. Ausführlicher Bericht im Innern des Blattes sich Peking dazu entschloß, auf Staatskosten einige Studenten nach Tokio zu entsenden. Die Zahl dieser Studenten wuchs von Jahr zu Jahr. 1901 waren es 280, dann wurden es 4(XJ und 500. Nachdem Japan dann im Kriege 1004/05 auch den russischen Koloß geschlagen und zum Rang einer großen Weltmacht aufgerückt war, stieg die Zahl der in Japan studierenden Chinesen sprunghaft auf 8(XK). Um dieselbe Zeit lud die chinesische kaiserliche Regierung auch mehrer»? Hundert japanische Lehrer ein, nach Chi.ia zu kommen, das Unlerrichtswesen zu reorganisieren und selbst Unterricht zu erteilen. Viele dieser japanischen Lehrer drangen weit in das Innere des Riesen reiches vor und brachter. dahin d c Kunde von der neuen japanischen Zivilisation. Der Privatsekretär des Dr. Sun-Yat-Sen, des Begründers des modernen Chinas, schätzt in seinem 1028 erschienenen Buche die Zahl der Chinesen, die in Japan ihre Studien beendet haben, auf weit über lOO.tXX). Dazu kommen die zahlreichen Schriften, Schulbücher und Belletristik, die aus dem Japanischen ins Chinesische übersetzt worden sind, so daß auch der kulturelle Einfluß Japans auf China sieh gar nicht abstreiten läßt. Seit den chinesischen Wirren, seit die Anarchie auszubrechen drohte, die vielen chinesisclien Marschälle sich entweder gegenseitig bekämpften oder sich als Räuber ietabliertc.i und die japanischen vitalen Interessen durch Boykott und Verrat verletzt wurden, seit 1931 nahmen Japans Festlandpläne erneute Gestalt an und führten zur Besetzung der Mandschure' und Jehols. Damit schließt die bereits Geschichtc gewordene Entwicklung der japanischen Ausbreitung aut dem Ostasiatischen Festland und sie beginnt in die GegenwariS-politik zu münden, die mit der Auflehnung Japans ;^'egen die ständige Einmischung Englands und der Vereinigten Staaten in die Lebensinteressen Japans und gegen die Behinderung der japanischen politischen Ziele begann. Der frühere Kriegs-minister Araki hat in Wort und Schrift die Ziele der gegenwärtigen japanischen Politik besonders scharf umrisscft. »Wir sind die führende asiatische Macht«, sagt er in einem Aufruf, »wir müssen wirken den Au«:enbllck vor der Geschichte die größte Kraft und die größte Reife zur woitbiid-GUose iMi [ Der Anfang sej mit den 50 veralteten I Herrschaft erweisen. stände es erfordern. Englana und Nordamerika haben die Undc As'ens nur als Gegenstand ihrer Unterdrückung m:ß- 5eHe 2 »Marburger Zelfun^« 14. November 1941 Nutnmfr 289 braucht. Das Kaiserliche /apan :larf diese L tifrchcucr.'chkcit molit JuMen (1eu-lel in die europäische Ausdrucksweise übersetzt, daß Japan vor keiner Drohunp; zurückweichen und Gewnlt mit (iewalt hcantworlen wird. A\an habe viel von der offenen Tür in dct Mandschurei und in China Respro-clien. Diis Prinzip der offenen Tür sei aber von London und Washington in dem Smne aus^ele^t woruen, daß sie dort ein reiches Ja;^drevicr zur Ausplünderung besäßen, in dem sie sich nicht um das W'oli der Bevölkerunn; /u kümmern brauchten. Fürtet Konoye schließt seine Betrachtung; mit der Bemerkunj^, daß As^'ti im Begriff sei, mit ungeahnter Schnelligkeit zu erwachen, Asien sei nicht mehr G'as koloniale Anhängsel westlicher Mächte. Wer das l-jwache.i Asiens aus egoistischen (Irünilen behindern wolle und sich in böswilliger Absicht einmische, begehe ein Verbrechen an der Menschheit. Fürst Konoye ist durch üeneral Tojo in der Leitung öer japanischen Staats-geschäfle abgeh'tst worder. Der Kabinettswechsel bedeutet nicht einen Wechsel in der japanischen Politik. Die ist ein iur alle Male festgelegt, sie wird fher durch das neue Kabinett noch, mehr unterstrichen. Es gonögt^ einen Bl ck m die japanischen Zeitungen zu werfen, um sich davon zu überzeugen. Der militärische und moralische Zusammenbruch der Sow jcts stärkt die Position Japans sem.n Widersachern gegenüber, die scheinbar, zum mindesten in ihren Drohnoten nicht davor zurückschrecken, einen Taifun des Krieges ini Stillen Ozean zu entfesseln und die das chinesische Widerstandzentrum in Tschunking, das sich den imperialen Interessen Englanc/s und Nordamerikas ausgeliefert hat, unterstützen. Japan fürchtet den drohenden Sturm nicht. Der außerordentliche Reichstag, der am 15. November in Tokio zusammentritt, wird mit dazu beitragen, c.ie weitere Haltung des Kabinetts Tojo zu bestimmen und zu decken. K. v. Ungern-Sternberg, Das Weltgewissen lehnt sich auf D«r dreiste nordamerikanische Einmiscliungsversucii in Finniand im Urteil der Weltpresse Rom, 13. November. Keine andere Nation war mehr dazu berechtigt, der feisten USA-Demokratie ei.ie politische und moralische Lektion zu erteilen als Finnland, schreibt »Popolo di Roma« zur finnischen Antwort an Roo-sovelt, die von den römischen Blättern an herx'orragender Stelle wiedergegeben wird. Das Blatt betont weiter, tlie entschlossene, gegenüber allen Drohungen mit Waffengewalt und Hiinger unerschütterliche und nur von den Gesetzen der Fhre diktierte Fialtung des kleinen und zugleich großen finnischen Volkes gegenüber der bolschewistischen Bestie sei ein /eiclien des neuen eurotpäischen Bewußtseins. In diesem Augenblick an der Seite Finnlands zu stehen, sei eine moralische Hilfe flir alle euroipäischen Völker. Die Antwort der finnischen Regierung sei in ihrer fintschlossenheit und üradheit würdig des Volkes, das sich durch seine hohen Verdienste die ewige Bewunderung der Weit erworben habe. Das italienische Blatt weist anschließend darauf hin, daß die finnische Regierung nicht nur den erpresserischen Versuch Washingtons zurückge^wiesen, sondern auch in klaren Worten die Ziele des Krieges Fi.inkinds gegen die sowjetischen Angreifer und Unterdrücker umrissen und auf die Rechte und Pflichten des finnischen Volkes hingewiesen habe. Sie habe damit dem nordamerikanischen Präsidenten eine I.ektion erteilt, die er nicht ver-iiesscn werde. Allianz gegen Europa USA-Regierung auf schlüpfrigem Boden B e r n, 13. November. LVie Festigkeit des Tones der finnischen Antwort an die USA sollte, so schreibt die »Suisse% denjenigen zu denken geben, die Ratschläge erteilen, obwohl sie durch OzeaiK' von den Kriegsschauplätzen getrennt und vor dem Kriege ge-srhützt werden. Auf dem Gebiet der Sicherheit ist die finnische Note unwid'er-leglich. I.ideni die Vereinigten Staaten sich auf die amerikanische SicherTieit beriefen, um ihre Demarche in Helsinki zu rechtfertigen, haben sie sich auf schlüpfrigen Boden begeben. Die >:Trib!ine ^Social-Dem'>kralen« steHt fest, daß I'"innland in seiner Geschichte schon allzu bittere Erfahrungen im Schatten der Großmacht gemacht habe. Es verfolge nur seine eigenen Interessen und sei einzig und allein um seine Sicherheit besorgt, die das Leitmotiv seines Handelns sei. Das Blatt 'erklärt weiter: »Wir Schweden haben es besonders leicht, den Standipunkt Finnlands zu verstehen, um so mehr, als Finnlands Selbständigkeit auch für uns von großer Bedeutung ist. Wir müssen das finnische Problem immer vom Standpunkt der größeren nordischen Fragen sehen. „Ein stolzes Blall im iinnisclien Freiheitskampf" Norwegens Presse im Zeichen der finnischen Abfuhr für RooScvells Anmaßung Oslo, 13, November. Die finnische Antwurt an Roosevelt wird in der norwegischen Presse als tin überaus wichtiges Freignis für den Norden koniimentiert. Unter großen Schlagzeilen berichten die Blätter ausführlich über tlie Abfuhr, die Washington aus Helsinki bezogen hat. :;'Morgonbladet?n Volkes für sein L'ebens- und Daseinsrecht. Es könne zwischen dem Winterkrieg und dem heutigen Kampf gegen den Bolschewismus als dem Feind des Nordens keinen Unterschied geben. Finnland verdiene ,die gleiche Bewunderung wie damals, »Morgenposlen<<^ zitiert ein Wort des USA-Marineniirisiers Knox, das dieser vor zwei Jahren auss.prach: »Es ist eine Schande für jeden Amerikaner, der im Kampf gegen den Bolschewismus noutra! ist.« Vom Endsieg Europas Oberzengl Budapest, 13. November. 1)1 e würdige Zurückweisung der f->-pressungsversuche der ' Roosevelt'schen Politik durch Finnland wird von der ungarischen Alorgenpresse stark beachtet. Das Re^^ierungsblatt »Uj Magyarsag« erklärt, Finnland habe durch diese mutige Antwort den Beweis erbracht, daß eS felsenfest vom Endsieg Euro^pas überzeugt sei. Verlegenheit in USA Gewundene Steilungnehme Huiis zur finnischen Antwort Berlin, 13. November. Der starke Einoruck, den die würdige und klare Antwort Finnlands auf die dl eisten Zumutungen Wa'^hingtons in der gisamten Weltöflentlichkeit he.v(jrgerulcn hat, veranlaßte den USA-Außenminister Hull zu einer Stellungnahme, uie in ihrer nic-htbsagenden Dürftigkeit die ganze Ver-l':'genheit ilcr Roosevelt-Cliiiue über ihr so schmählich mißglücktes Erpres'^ungs-manöver zum Ausdruck bringt. Da es Hull natürlich unmöglich war, der logisch meisterhaft fundierten Darstellung uer Regierimg in Helsinki irgendwelche sachlichen Argumente entgegenzustellen, verlegte er sich in der Pressekonferenz auf die billige Ausrede, daß er »den Text der Antwort Finnlands noch nicht gesehen liabe.« Im gleichen Ateni'-zuge versicherte er dann allerd'ngs in geradezu jüdischer Rabulistik, er »glaube«, oaß Finnland der eigentlichen Kernfrage der USA-Vorschläge aus d^ni Wege gehe (!) Dabei weiß bereits die ganz«» Welt, daß Finnland in seiner um ang-reichen Note mit grcißter Gewis'^enhafii:;-keit jeden e'nzelnen Punkt der no d mic fikanischen Argiuiiente aufijegriflcn unJ schlagcnd widerlegt hat. Zum Schluß der Ausführungen Hulls, die ebenso dürftig und verlegen wie die Feststellungen Fmlands klar und überzeugend w:iren, wird dann noch in dem typischen anmaßenden Tone die Hoffnung ausgesprochen, daß »die Finnen letzten Endes sich doch noch der demokratischen Tradition erinnern möchten, mit der Q-aS USA-Volk sie immer verknüpft habe, und daß sie sich nicht unwiderruflich auf den Kurs cier Zusammenarbeit mit Deutsch' land festgelegt hätten, der den Verlust ihrer Freiheit und ihrer demokratischen Einr'chungen bedeute (!). Die finnische Note hat vor aller Weli klar herausgestellt, welche Kluft in de' Auffassung über Demokratie zwischen Finnland und den USA besteht. Das finnische Volk hat unbeeinflußt und nur sei nen nationalen Lebensnolwendigkciten folgend eine eindeutige Entscheidung gc fällt. Denn es kennt aus jahrhundertalte' bitterer Erfahrung den todfeind seine Freiheit und seiner traditionellen Einrichtungen zu genau, als daß es hierüber d e >':liulmeir* rlichcn Frmnlinnn.'^en der Wn-bhingtoncf l'alet^lcniükiatcii nötig hallo. BeorüoiJele Siefiespuwiilheit Türkische Zeltune tut Kührcf-Redc in Münchcn Istanbul, 13, November. Die türkische Zeitung y-lkdanu schreibt in einem Kommentar zur Führer-Rede, die Siegesgewißheit aes Führers sei völlig gerechtiert'gt Im Weltkriege habe die Blockade gegen Deutschland wirksame Resultate erzielt, jetzt jedoch beherrschten das Reich und seine Verbündeten fast ganz Europa, das für sie arbeite. Außerdem befinden sich mehr als die Hälfte der Vorräte und Rohmaterialien CiCr Sowjets in ihrem Machtbereich. Daher erklär^ Hitler init Recht, daß aas letzte bestehende Bataillon ein deutsches sein werde. England und die USA hätten keinerlei Sieges-niöglichkcit, weil sie keinen Brückenkopf in Europa hätten. Sie hätten auch keine M(»g|ichkeit, eine zweite Front zu errich-teiv Adit Briten in SOditalien abgesdiossen Berlin, 13. November. Einige britische Flugzeuge, die am Morgen des 12. November einen Angrtffs-versuch auf die Zivilbevölkerung in Süd-italien unternahmen, stießen auf die starke italienische Abwehr und verloren acht Flugzeuge. England ffihrt den „Krieg der laden" Berlin, 13. November. Das in Buenos Aires erscheinende britische Kolonieblatt »Standard« veröffentlicht die Zuschrift eines Juden namens Mirelniann, in der sich dieser im Namen seiner Rassegenossen darüber beklagt, daß das Wort »Jude« in allen Erklärungen der britischen Regierung ängstlich vermieden werde. »Offenbar«, so erklärt ilicser Sprecher des Judentums, »will d'e britische Regierung immer noch nicht erkennen, daß sie einen »Krieg der Juden« führt und diesen niemals ohne Hilfe des isrcalitischen Volkes gewinnen kann.« Wenn es für die Welt noch eirves Beweises bedurft hätte, welche Triebkräfte hinter dem von Churchfl! angezettetten Krieg stehen, so könnte ihn diese vöflig imverhüllte Erklärung des Juden Mirelniann nicht überzeugender geben. Jk weki^ ieüek Schamhorst-Gedcnktafel in Prag eothäHt. Die deutsche Wehrmacht gedachte in eines der größten Soldaten und Freiheitskämpfers, des Generals von Schamhorst. Vor dem Sterhehaiis des populären Generals fand eine eindriicksvoHe Feier statt, bei welcher Gelegenheit auch eitrc Erinnerungstafel enthüllt wurde, Kriegstnlnister General Huntziger tödlich veningfückt. Wie aus Vichy berichtet vrird, ist der französische General und Kriegsmini-ster Iluntziger, der sich im Flugzeug atif der Heimkehr aus Nordafrika befand, in Söd-frankreicli tödlich venmglückt. Wie die ersten Untcrsiichungsergebnisse zeigen, ist dif viermotorige Maschine wegen tiefhängender Wolken in ein Bergmassiv gestoßen, in Brand geraten und abgestürzt. i3as Flugzeug wurde vollkommen ausgebrannt vorgefun den. Die Leichen waren verkohlt und kenn ten daher nicht identifiziert werden. Mit Kriegsminister Huntziger ist einer der bekanntesten französischen Generale aus dem Lehen geschieden, General Huntziger hat im vorigen jähr im Walde von Compiegne den Waffenstillstand mit Deutschland als Vertreter Frankreichs abgeschlossen. Engere Zusammenarbeit zwi^hen Japan und Französisch-lndochina. Admiral Decoux, Generalgouverneur von Französisch - Indo-china, hat sich für eine möglichst enge Zusammenarbeit mit Japan ausgesprochen. An gesichts der Verstärkung der enRÜsch-ameri kanischen Einkreistmpfront gegen Japan und der kür/lichen Beschlagnahme von fünf indochinesischen Schiffen durch die Briten sei diese Zusammenarbeit um so notwendiger. Früherer iranischer Polizeichef verhaftet. Einer Meldung des Senders Teheran zufolge ist der ehemalige iranische Polizeichef Gene ral Muktari verhnftit worden. Es soll ihm aiil britische Anordnung hin wegen angeblicher englandfeindlicher Umtriebe der Prozeß ge macht werden. Entrüstung in Japan. Panama hat sämtfiche Japaner aus dem OeschSftsleben des Lande? ausgeschlossen. Diese Maßnahme hat in ganz Japan ungeheure Entrüstung hervorge rufen, dies um so mehr, als man ahnt, daß die Regierimg Panamas diesen unerhörten Schritt auf Wunsch der USA gemacht hat. Fm Nordatlantik versenkt. Wie Newyorkef Schiffahrtskreise melden, wurde der britischc Frachtdampter »Antiope« (4515 hrt) im nörd liehen Atlantik versenkt. Von der Bcsatzunc ist nichts bekannt. Drei Erdbeben. Am gesh-igen Mittwoch verzeichneten die Instrumente der Reichsan statt für Erdbebenforschung in Jena drei Erd beben leichten Charakters. Die Herdentfer nung beträgt 2.')90 Kilometer, so daß als llcnllagc vermutlich das Innere Kleinasiens in Frai;e kommt« Vummcr 2Ä9 »Maifjtjrprrr Zeifungf-r 14. NovembPr ?eHe 3 ihL Gottscbeer Volkstum - gesamtdeutsch gesehen Zm RtkhMtraßentafiHiilung am 15. mid 16. November. Marburg, 13. November. Segnungen der Demokratie und ^jber Sozialismus haben wir in der Zeil fies nunmehr versunkenen künstlichen Staalengebildes, das sich Jugoslawien nannte, genug Worte gehört. D e damaligen Machthaber hielten sich an das >be-währte« englische Vorbild, solange von nicht vorhanaenen Dingen /u reden, bis der Zuhörer überzeugt war, eine sächc, über die soviel vorerzählt wurde, müsse tloch auch irgendwie existieren. . . . Der Zuhörer wußte zwar, daß es bei ihm zuhause an allen Ecken und Knuen fehlte, daß er ein Einkommen hatte, mit dem er nicht leben konnte, daß seine Kinder krank und unterernährt waren, daß sich keine Fürsorge um sie kümmerte, uaß sie nur abwechselnd aus dem Hause gehen konnten, weil für ihrer drei nur ein Kleid da war und im Winter oft nicht einmal ein Paar Schuhe. Zwei von diesen Kindern mußten auf Fetzen in der Schublaue schlaicn, eines auf dem Ofen, nenn es einen solchen überhaupt gab. Zu Tausenden könnte man in der . Unter-Steiermark Familien finden, denen es so und vielleicht noch schlechter ging. Aber den Leuten wurde von oben herab versichert, daß sei noch alles Oold gegen das crausige Elend, das die Nazis über Deutschland gebracht hätten; man wisse gar nicht, wie gut, wie herrlich man es im Vergleich /u dem Hunger und der Not im Reich draußen habe. Das war »Bei'p«. Ebenso wird auch zwischen 'llerrSischt et an Ar, sischt iei an Ins!« kann man nicht selten feststellen hören. — Das persönliche Herrenbewulitsein bricht | durch in einem trotzigen Wort aus einer' Zeit, in der adeliger (irölicnwalm i giaubte. mit Robot imd Eron herrschen i zu können: »Unter mein Huele pin i' Herr!« Als man diesem persönlichen j Ereiheits- und Merrenw illen zu tiaiic | Kam. da erschluKcn die (iottsclieor' Bauern den herschafllichen Pflejjcr und der Bauernsturm ging los: von (iottscliec aus. Ein richtiger Mann mul.1 in (jott-sc'hee fest in seinen Entschlüssen sein. selbstbew'uIJt und — in seinen \Vorten sparsam. Männlich ist, zur rechten Zeit schweigen zu können. Eine der edelsten I ugenden, die schon den (icrmanen der frühesten Zeit auszeichnete! So konn'e es kommen, dafi der Oottscheer die Schweigsamkeit als »mamiiscli« tniänn-lich) bezeichnete. Prachtvolles Erbe birgt die Mundart. Sic dürfte von allen lebenden dcutsclie:i Mundarten dem Mittelhochdeutschen noch am nächsten stehen Wörter, die in der Schriftsprache überhaupt nicht mehr vorkommen oder wegen ihrer Altertümlichkeit nur von Dichtern aus schmük-kenden Gründen verwendet werden, sind häufig ifi Gottsche noch alltäKlich. Da werden nicht nur im Märchen die Haare »gestrählt', sondern jeden Morgen muß man den Dirndlein die Haare »strahlen«. Nicht nur der Aar breitet seine Von Dr. Walter Tschinkel »Eitticlie« aus. auch die Henne nuclit in (jottschee das gleiche mit ihren Wal-, toclin«. Und so könnte man ntiin' es aber ganz selstame Wcirter, die in der deutschen Sprache anderswo überhaiml nicht mehr da sind. Wie feierlich klin;;t es, wenn ein alter Bauer seine Rede mit einem »kidi« (sag ich) anfängt. Das seltsame Wort lebte im Mittelalter alkemein in der Gestalt von -kcdcn« und bedeutete soviel wie »^{a.iien'<. r^esonders altertümlich ist das Goti-sclieer N'olkslied. Die (iottscheer wanderten zu Bck'inn des 14. Jalirhunderts in ihre jetzige Heimat (/.um Grol.Ueil kamen sie aus Oberkärnten!). Sie brachten nicht jirolk materielle Reichtümer in ihr neues Land, sie haben solche auch bisli heute nicht auf iiirem kargen Boden erwerben können. Wohl aber brachten sie reiches deutsche Kulturerbe mit. das sie bis in die hcuti>;c Zeit treu gehütet haben. So werden tn der (iottscliec heute noch Lieder aus der mittcl-alierliclieii Zeit gesunscen. limner wieder sprechen die Lieder von »Herren-', Rittarn«. »Vragn« usw. I'reilich sieht der (iottscheer alles Höfische schon lange Zeit mit bäuerlichen Auk'cii: er kennt keine Ritter mehr, xsohl aber Richtcr, also wird das Lied vom >Ri'tterschmon:i« zum Lied vom »Richlarsctimomi". Die Gudrun schaut nicht mehr von der Burgzinne hinaus ins Weite, sondern von der »Line« (Linde). Und im Lied des Herrn, der von einer Weltfahrt gerade im r|chtij;eii Augenblick heimkelirt, um die Ehe seiner Erau mit einem anderen zu verhindern, setzt sich dieser heitiij^e-kehrte Gatte in der Bur^^ ausgerechnet am* eine »Ow nixink« (Ofenbank). Die Lieder der (iottscheer reichen aber noch weiter zurück als in das Mittelalter. Ja. CS js'ibt Lieder von geradezu ;;ernianiscliem (iehalt. (ianz Deutschland muH aufhorchen, wenn da unten heute noch Lieder j;csungen werden, die aus der Zeit der germanischen Heldensage stammen, wie das Gudrun- und Tristanlied. In dieser Tatsache ist aber auch deutsche Gemeinschaft bcijriindet. denn beide Stoffe stammen aus dem hohen Norden. Nordmämiische Schicksal erleben wir in seinem Nachhall im Liede von zwei IJebenden, wenn auf einem »\'reitliof grien« (grüner Eried-hof). Ro^e und Weinrebe aus ihren (irä-bern wachsen: Scheint shi zenonder .uewosn hie zbei Liebei« >Sie haben sich unn'aßt wie zwei Liebende). Eriesischer Versanmlmigeii in der llnlerstelennark Heute, Freitag, finden in der Folge der Vcrsaninilungswelle des Steirischcn Hei-matbunaes in den Kreisen Cilli, Marburg-Land und Pettau in nachstehenden Ortsgruppen Versammlungen statt; L«utsch, Povolek, Beginn IS Ulir. Redner Kam. Peressich. Cilli-Schloßberg, ölen, Beginn 2(1 Uh^ Redner Kam. Wusscr. wir Sozialisten iles (jebens. Jene sind Egoisten, weil jeder allein und für sich nehmen will; wir bekennen uns zur Volksgemeinschaft, weil wir durch unser Geben die Gemeinschaft groß machen wollen und als Folge davon selbst emporkommen. Im (iegensatz zu jene.i ist uns allen dieses Ziel gemeinsam. Und weil es nur ein Ziel gibt, haben wir nur eine Partei, welc'ie die AAenschenführung auf dieses Ziel hin übernomnien hat. An viieser Führung liegt es, den Einzelnen zum Sozialismus /.u erziehen, und sie tut es vornehmlich im Winterhilfswerk. Die Ergebnisse der einzelnen Aktione i sind im Wesentlichen auch nichts ande- WindischfejSlritz, Hreitcnbucli, Beginn Ht Uhr, Redner Kam. Gebauer. Windischfeistntz, Freiheim, Heginn UJ Uhr, Red.ier Kam. Dr. Helmut Franz. Margareten, Samusch.n, Heginn 15.:i0 Uhr, Redner Kam. Urban. Margareten, Kleindorf, Heginn 17 Uhr, Redner Kam. Urban. res als iler Maßstab des Lrziehungser-lolges. Die vom Steirischen Heimatbund geleistete Erziehungsarbeit hat - ungeachtet der knappen Frist seines Bestehens durch das stolze l:rgebnis der letzten Straßensammlung ihre Bestätigung erfahren. Das Unterland ist auf dem besten Wege zum Sozialismus der Tat. trotz 23-jähriger demokratischer Geistesverne-belung. Das hat nicht nur die Gebefreudigkeit der Spender, sondern auch iler unermüdliche Einsal/, der Sammler bewiesen. Es ist /u hofi.n und alle wollen unseren Ehrgeiz ilarein setzen , daß es bei der Straßensammlung am kommenden Samstag und Sonntag nicht anders sein wird! l'rauenstolz lebt weiter in unserem Licdc von der schönen Meererin. ■ Stoife. die ursprünKÜeh im hohen Norden dalieim waren, sind nach dem Südosten jicwan-dert bis in die Kärntner Alpen, und die (iottscheer, die von dorther kommen, haben sie noch weiter südwärts jictra-^ren bis in den Südkrainer Boden. .la. darüber hinaus i^rcift das Lied bis an die Adria selbst, denn eine jMeereriii ist ja dem (iottscheer eine l'raii. die an der adriatischen Küste daheim ist. Seltsames Schicksal sicrmanischcr Sa'j:e: .An der Nordsee klinsi es auf und findet .iii der Adria noch seinen Nachhall! (jermanisciie Zusammcnhäiik'c werden ' uns auch bei den altehrwürdijien Bräuchen der (jottsclieer oiienbar. Beson-I derb zur Zeit der Aussaat ist der (iottscheer Bauer wie sein ;;ernianischcr I Ahne erfal.U von der 1 Icili.is'keit des Bo-1 dens. Beim HiriCsäen darf man nich! ! .♦niarn'< (reden), damit die N ö;iel nicht die Körner aufpicken. Wenn der 11 cli-zeit^zuj; die Braut abholt, ,i.ieht es toll her. abqr durch die ['"elder verstummt alle Musik. Die heili^'e llandluiiu" des Säeus ist im Tscliermoschiiitzer Tal überhaupt nur Sache der l"rau. die Erau war ja bei den Germanen mit besonderen suherischen Kräften be.^abi. L'nJ voller Andacht wird in die erste Lurche der lieili.L;e k'ermaiiische Lebeiis/w e^;.: eingebaut, die jieweihte« Weidenrutb. Die Somnier.sonnwende ist eine besonders heili.Jie Zeit für den Gottschccr: die »hcilijic Shunmiitn« nennt er sie in seinen Liedern. Nicht nur einmal flammen ihre Eeuer auf. .sondern da und dort werden auch am JA, und am Juni die Eeuer entfacht, »de drei Kries-nachte« nennt sie der Oottscheer. Wem fallen da auch nicht die drei W eihnachts-näclitc als Ge\;enstücke dazu ein. Heiliges Erbe der .iiermanischen Winter -und Sommersonnwende! Im Brauchtum offenbart sich aucli e'n uraltes SippenbewuLUsein. Zu Weihnachten wird der ^>Shipplin}i«, ;^eschmückt mit dem Teigkranz und der Tatibe, .ue-backen. urheili.c:es Sippenbrot! Es inuf^ alle drei W'eihnachtsnäclite auf den Tisch gelest werden als Gabe für die abjiescliiedenen .Minen. .Aber darüber hinauä muLI es auch die lebendi.tje Sippe binden, jedes Eamilicn.i;lied mul,l davon es^en, und auch das liebe Vieh erhält seinen Teil da\'on. Wie schwer es ist, aub der Sippe zu scheiden. ze\^\ uns deutlich der 'Lrunk in der Sterbestunde: Hanneischsheun! Noch einmal wird die Gemeinschaft sichtbarlich vor Ati^en .i^esteilt und n ^ üie Seele gehoben: ein letztes tilas Wein ■ wird in der Hausgemeinschaft sotrun-I ken. W ie un.sere germanischen .Minen es j getan, nimmt man Abschied mit dem ;icrmanischen .Minne- und Liebestrunk, den spätere Zeiten dann fälschlich .lo-haimiisciien nannten. Dieses Zusamiiieni^ehr>ri,i;keitsueiülil tnit den Almen, mU der Sippe, ia mit dem «anzen \olk war in (iottscliec besonders iKitwendig. wie hätte man son-^t über btin .lahre bestehen können! Da/u kommt noch, daü sen. vv;iri .l'c Mürtner beiseite, viie ein Kind dumme Marionetten mit, um bei schlechter Lage (z. B. im Dreißigjährigen Krieg), wenn Mangel an Darstellern war, dieselben Stücke wie sonst einfach mit Marionetten zu spielen. Als durch Gottsched und Lessing eine neue Theaterkultur geschaffen ward, begann ein Absinken des Maiionettenthea-ters in untere Schichten, wo es als gesunkenes Kulturgut weiter lebte, bis d'e Romantik, die sich ja aller Volkskunst zuwandte, sich seiner bemächtigte. Jetzt fand eine neue Berührung mit der Dramatik der Personenbühne, der Ritterund Schauer-Romantik, der Oper, dem Wiener Sing- und Zauberspiel statt. Auch Heinrich von Kleist schenkte dem Puppentheater Beachtung und widmete Ihm eine geistvolle Arbeit. Ein neuer Abschnitt in seiner Entwicklung bedeuten um die Mitte des vergangenen Jahrhunderts die Bestrebungen des Grafen Pocci, dessen Stücke heute noch viel gespie't werden. Die Marionettentheater waren inzwischen seßhaft geworden. In unserem Jahrhundert begann an vielen Orten eine liebevolle Pflege dieser Kunstgattung, und so manche schöne Aufführung (z. B. von Mozarts »Bastien und Bastienne«) gibt Zeugnis von den großen künstlerischen Möglichkeiten. Aus Gastspielen ist auch Aichlers Salzburger Marionettentheater bekannt, dessen Figuren an sich schon kleine Kunstwerke darstellen. Wir Steirer hatten in der Nachkriegszeit in den leider nur kurzlebigen Grazer Puppenspielen eine treffliche Bühne, für die kein geringerer als Bruno Ertler unter anderem sein »Puppenspiel vom Dr. Faust« schrieb in Anlehnung an das alte von Simrock aufgezeichnete Puppenspiel. das einst auf Goethe tiefen Eindruck machte. In Erkenn*tnis aller Oualitäten, die solche Spiele In sich bergen, veranstaltet man, zurückgreifend auf die Vergangenheit dieser kleinen Bühnen, wiederutn Wanderfahrten solcher Theater und bringt damit lebhaft begrüßte Abwechslung auch ins kleinste E)orf. Vertelhung des schwäbischen Dlch-tcrprejseA 1941, Wie alljährlich am Geburtstag Friedrich Schillers wurde auch in diesem Jahre wieder, und zwar zum siebent-en Male seit scIier Stiftung durch Ministerpräsident und Kultusminister Mer^?enthalcr, die Verleihung des schwäbischen Dichterpreises in feierlicher Form vorgenommen. D'e Auszeichnung, mit der ein Preis von 3000 RM verbunden ist, wurde dem aus Heilbronn gebürtigen, in Berlin lebenden schwäbischen Dichter Otto Rombach für seinen Roman »Der junge Herr .Mexius« zuerka.int. Der Ministerpräsident würdiijte das preisgekrönte Werk, 'das um die Wende des 15. und 16. Jahrhunderts spielt und die Ge- schichte der Ravensburger Handelsgeseli-scbafft zum umfassenden kulturhistorischen Hintergrund hat, als eine dichterisch*; Schau von ungewöhnlicher Farbigkeit, starker Heimatgebundenheit und hervorragender künstlerischer Gestaltung. Ein ernstes und ein heiteres Kapitel, das der Preisträger anscWiefiend aus dem Roma.T las, machte die Zuhörer mit der großen Erzählkunst dank für Aufbewahrung, Verwaltung, kauf und Verkauf von Wertpapieren wird im Reichsanzeigt'r Xr. 2(>2 vom 8. d< kundgcmacht. X rnKartoehe ZoilermäHiitungMi. Diel ungarischen Zölle auf Garm; und Stolfe^ die teilweise oder ganz aus Kunslfawni hergestellt sind, wurden kürzlieli herabgesetzt. Eine neue Verordnung verfügt nun, daß Stoffe, die nicht mehr als 15% Kunstfasern enihalten, so zu ver/xjllen sind, als ob es sich bei ihnen um reine Gewebe handle. X KroatlMhe VichpreiM. Das AgrameY* Handelsministerium hat für die ViehraÄrkto in Kroatien neue Preise festgesetzt Feti-« Schweine kosten 30 bis 31, Fleischschwein« 2Ü bis 28, Ochsen I. 14 bis 18, Kühe 1.1 l)is 11, KAIl>er l.">, Schafe l'J und Lämmer 18 Kuna pro Kilo Lebendgewicht. X Neue llaaffabrlk in Kroatten« In Tvarlstadt (Kroatien) wii'd eine gröliera Hanffabrik errichtet, die alle Haniartlkel herstellen soll, für die es bisher in Krön-' tion keine Erwtigungsslätte gab. Einet deutsche Grup]>e, die auch die Fabriks-masehinen liefert, ist am Unternehmeii beteiligt. X Bosnlnehe IlMideltlMnk nach .igram« Der Silz der Bosnischen Industrie- und ITundclst)unk wurde von Belgrad nach .Agram verlegt. X PreiMlop in Bulgarien Ut> Anguat 1942. Im Sinne eines Beschlusses des bulgarischen Müiisterrats sind die Preise für sämtliche einholmische landwirtschaftlicho und industrielle Erzeugnisse bis zum 8, August 1JM2 normiert worden; sie dürfen bis zu diesem Tennin nicht geändert werden. y Umwandhmig »erbisehvr NamMi«* •kHm. Versicherungsunlernehmen, die ihren Silz in Serbien hal>en, müssen im r.aufe der nächsten sechs Wochen ihre In-« halx'ruktien durch die .\klioiuu*c zur Tm^ Wandlung in Xaincnsaktien zwecks Ein^ Iragung m das .XklitTibuch zur Anmeldung bringen. Puppen. Die Nase des Schiffs wandte sich aus dem Kurs. Die schaukelnde Bewegung vervielfachte sich. Knarrend kam das Steuerrad zum Stehen. Ohne die Kraft, dabei irgend etwas zu empfinden, starrte Betje auf die scheinbar vom Rad Erschlagenen, über deren Körpern, jedem helfenden Griff wehrend, das Ruder wieder zu kreisen begann. Dann sah sie. daß van der Stappen sich vorsichtig bewegte. Mit unendlicher Mühe, fortwährend durch das Rollen der Brücke gehemmt, machte er sein Messer frei. Drei-, viermal versuchte er. sobald das Rad stand, sich aufzurichten, den Strick zu kappen, der ihn fesselte. Jedesmal begann es sich zu früh zu drehen, zwang ihn, sich von neuem auszustrek-ken. Zuletzt streifte es seine Schulter; der Mann knickte ein. das Messer glitt aus seiner Hand in Bctjes Nähe. Als sie, mechanisch fast, sich bückte und es aiif-fmg, bemerkte er sie erst. Er sah. wie sie es packte, messend d'e Lider zusammenkniff. Seine Augen rissen sich auf. »Nicht!* schrie er. als sie zusprang. Eine Sekunde blieb er harbbetäubt liegen. Dann raffte er sich auf, entwand ihr das Messer, mit dem sie auch den Steuermann hatte losschneiden wollen, tat es selbst. Sie lehnte am Geliinder; für e'iiej Sekunde trafen ihre Augen einander. Es kostete ihn Mühe, sich loszureißen undi «fch nach dem Stciiennann zu biii-ken. An Lens' Scliii'tcr berührte er ihre lland.| fiemein^ani zogen «iic den Mann hocM.i i In dem Augenblick, m dem vun der Stap-I oen etwas sagen wollte, lief die :»Pinaia« auf... Van der Stappen und Lens sahen aus, als kämen sie aus einer wüsten Hafenkneipenschlacht. In der scheinbar endlos währenden Versuchen, dem tollen Überfall durch das wildgewordene Rad zu entgehen, hatten sich (iesichter und Hände mit verschmiertem, geronnenem Blut bedeckt; die Kleidung hing in Eet-zen, die Mützen waren verloren, das Haar stand wirr. Der Kapitän überblickte sein Schiff, dessen Leib von scharfkantigen Felsen rettimgslos aufgeschlitzt war. »Totalverlust«, sagte er mit gekünstelte-m Gleichmut zu Lens; »gut. daß ich das Geld für eine Eun-keinrichtung gespart habe, mein Junge. Auch die hälfe ietzt nichts. Gehen wir hinunter!« Der Taifun hatte die »Pinaja« so schräg auf das unterseeische Korallenriff geschleudert, daB die Planken des Decks sich nach Steuerbord steil erhoben. Dabei war das l^anglxwt, das bequem die gesamte Besatzung hätte aufnehmen können, aus seinen Davits geworfen worden; van der Stappen sah leicht, daö die^e Ruine für eine Landung nicht mehr in Erage kam. Das Dingi. das er gewölinüch. nur von einem Mann gerudert. in den Häfen und auf den Reeden von ganz Insulinde benützt hatte, war kurzweg verschwunden: vielleicht hatte ;''c Trnn'be es schon viele Meilen weit rctragrn. Nur das allcrlet/le Mittel, eine! Kiste voll Schwimmwesten, war noch' vorhanden; der Bootsmann hatte sie schon von ihrem gewohnten Platz genommen und war dabei, den Inhalt an die Mannschaft zu verteilen. Sie reichten nichts aus; unterstützt von der Autorität seines langklingigen Krises, den er auffällig sichtbar im Gurt trug, gelang es ihm, die besten mit den schlechtesten Schwimmern zusammenzustellen. Als er die beiden Weilien, das Mädchen zwischen sich, erblickte, stolperte er ihnen entgegen, um ihnen die drei letzten Schwimmwesten anzuschnallen. »Schnell. Herr«, mahnte er dabei flüsternd. »Die Kessel werden vielleicht explodieren —« Eine schwere Welle wischte an dem Wrack vorbei, das unter ihrer Bewegung zitterte. Mit einem klingenden Ton riß das letzte Drahtseil, das den vorderen Mast der »Pinaja« gehalten hatte. Der schwere Bauin, schon beim Anprall au: seinem NMderlager im Kiel hcraus-gelicbelt. neigte sich ächzend. »Springen, scliwiinmen«, befahl van der Stappen heiser. Die Alfuren, ein paar Meter bug-wiirts zusammengedrängt, hörten ihn nicht, starrten verstört in das milchige Kochen unter ihnen. Lens nickte van der Sta'>nen zu, hangelte sich zu den Leuten. Eür die kurze Strecke brauchte er, zuweilen von Brechern überspült, die immer häufiger und schwerer überkamen, scheinbar endlose Zeit Ein Ruck, durch den Schiffsleih geiali-rrii wie das Strecken eines Slerbendeii. warf Ret.ie gegen Jan. Er schlang un-wilikurlkh haltend den Arm um sie. 289 »Waf1>ufp;er Zetfung« 14. November t04T Seite 5 AUS STADT UND LAND tmuMMmniHiiMiifiiiHiiiiiiiiiiiiiKiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiitiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiMMiimimniiniiiiiiiiiiiiiiiiiiitiitiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiHiiiiiiii Sieg aber den Onclen Es konvmt uns aus uralter Zeit Die Mär von einem grrmiiien Streit, Da einst ein Held von unsrer Art Sieger über den Drachen ward. Das deutsche Volk ist ewig jiirrR, Und was die Mären sagen, Ist uns als stete Forderung Noch heute aufgetragen. Der Drache, der das GoW bewacht. Ist SinnWld allies Bösen. Es kann nur eines Helden Macht Die WeH von ihm erlösen. Wie sich der Feind noch winden mag, Er wird vergeblich toben. Schon ist der Arm zum let7tcn Schlag, Zum letzten Sieg erhoben. Wolfgang Zenkrr. Sonntag, den 9. November wurde in der befreiten Untersteiermark zum ersten Mal im Rahmen des Kricgswinterhüfs-ucrkes der Opferson^ntag durchgeführt. Die Ofpf ersonn tage fallen jeweils auf den zweiten Sonntag der Monate Oktober bis März. An die«cn Tagen werden in Haushalttjn, Gaststätten und Wirtschafts-bctrieben nur Eintopfgeriche zubereitet. Die dadurch ersiparten Beträge kommen dem Winterhilfswerk zugute. Die bereits bei 'der Straßeiisammlung am 25. und 26. Oktober eind%!Utig bewiesene Opferfreudigkeit der Untersteirer, die in ihren Spenden eine Manifestation ihres Bekenntnisses zur deutschen Volksgemeinschaft erblicken, kam am Opfer-Auch Du trägst «im Sieg über den Dra- wieder War und spontan zum 112.000 Reichsmark Das Erjfebnis des Opfersonnta^s in der Untersteiermark dien bei durch Dein Opfer zttr Reichs-ttraBenSanmihNig für das KHegswinter» hllfwerk am kommenden Samstag und Sonntag. Rein RleiiifleMBaBgel an IS. md 10. Novenber Die Volkswohlfatirt baut vor üm den Volksgenossen die Besorgung von Kleingeld für Q'ie Straßensammlung am 15. und 16. November zu erleichtern, hat das Amt Volkswohlfahrt des Steiri-schen Heimatbundes in jeder Dienststelle der Ortsgruppen ourch den Ortsbeauftragten des Kriegs-WHW einen Qeld-wechseldicnst einrichten lassen. Durch diese gewiß begrüßenswerte Vorsorge des Amtes Volkswohlfahrt bietet sich jedem Volksgenossen c»ie Möglichkeit, größere "iJankm ttn wäh; der beiden Tage der Straßoni-animiiing gegen Metall und kle-nj'-e Banknoten umzuwechseln. RlmHerbniich bei mserea SaMaten Am Dienstag abend waren Mitglieder des Marburger Stadttheaters bei einem Abschiedsabend einer Qencsendenkom-pagnie zu Gast. Wclcher Künstler ist nicht voller Freude dabei, wenn es gilt, unseren Soldaten ein paar Stunden Fröhlichkeit zu bringen! Und so wurde aiuch gleich ein herzlicher Kontakt hergestellt. eine aufrichtige Kameradschaft umschtoü alle. Die Operettendiva tlmmi Petko zeigte sich diesmal von einer ernsteren Seite: brachte Scliubcrt-lieder. die sie mit Anmut und Einfühlung brachte. Qerti Kammerzell rill ebenso schon mit ihrem ersten Lied, den »Salzburger Nockerln« alle Kameraden zu Begeisterungsstürmen hin. Ihr wienerisches Temperament war gleichsam ein »Richtstrahler« für die ausgezeichnete Stimmung, die bis zum finde des Ausdruck. Obwohl die Ergetbnisse aus entferntesten Ortsgruppen dc'rzeit noch nicht aufliegen, ergati die Zählung bisher Uber 112.000 Reichsmark. Nur wer -die Armut des Unterlandes kennt, das während seiner Fremdherr- schaft bewußt vernachlässigt und systematisch ausgeplündert wurde, kann die Größe dieses Opfers voll und ganz ermessen. Nur die ausnahmslose Opferfreudigkeit jedes Unterstcirers konnte den gewaltigen Betrag von 112.000 Reichsmark erbringen. Der Kreis Marburg-Land opf^^rte 34.088.27 RM mit einem Durchschnitt von 1,52 Reichsmark je Haushalt. Der Kreis Cilli brachte 32.150 Rcichsmark auf. Jeder Haushalt im Kreis Marburg-Sta'Jt opferte im Durchschnitt 1,37 Reichsmark, was eine (Icsamtsumme von 23.806 Reichsmark ausmacht. Der Kreis Pettau opferte 16.004 Reichsmark, der Kreis Luttenberg mit seinen neun Ortsgruppen 5305 Rcichsmark. Diese Zahlen sind erneut ein Zeugnis der unbedingten Einsatzbereitschaft und des Willens der Bewohner des Unterlandes, treue Mitglieder der großen deutschen Volksgemeinschaft zu sein. träge noch durch seinen lustigen »Kleinen' Anzeiger« ergänzen mußte. Opernsänger Erich T ö n g c s bercichertc das Program mit seinem schönen Bali durch einige Lieder. Kapellmeister Lcop. M a t-tauschetz besorgte am Klavier die Begleitung feinfühlend imd verständig. Durch diesen Abend hatte das Marburger Stadttheater wieder viele neue Freunde unter der Wehrmacht gewonnen. Viele Soldaten, die unsere Bülmen-liebiinge bisher nur von den Vorstellungen her kannten, hatten Gelegenheit, mit den Künstlern in direkten Kontakt zu treten. Fs war ein Abend herzlicher Kameradschaft hei unseren Soldaten. Hans Auer. MMelUlireiliimn besodiea Brai Anschließend an die Bestätigungsfeicr am 9. November fuhren alle Führerin-nen der Deutschen Jugend von Marburgland nach Graz, um die Oauhauptstadt näher kennen zu lernen. Nicht allein der scliöne SchloBberg war Ziel der untersteirischen Mädel, sondern auch schöne alte Gassen, Häuser und Höfe zeigten ihnen den geschichtlichen Werdegang von Graz. Die kulturell soviel bietende Stadt brachte ihnen unter anderem die schöne Opernaufführung »Fi-delio«, die Ausstellung »Alte Kreuzstich-mu»ter« eine Führung durch das Volkskundemuseum, geleitet von Prof. Qeramb und die Besichtigung des Zeughauses usw. Zum Abschluß dieser dreitägigen Fahrt trafen sich die Füluerinnen von Marburg-Land mit Kameradinnen voll Graz-Land zu einem harmonischen Kanieradschaftsabend, der Abends anhielt. Sie wurde aber noch'zeigte, daß alle steirischen Mädel sich durch die Couplets und die »Qstanzln« j zu einer festen unzertrennlichen Üe-Otto Weltes erhöht, der seine Vor-1 meinschaft gefunden haben. ruvvwlfvvv'uvvyvv'av»v%*»v¥'i*a^'i'i*i'i*i*»*i*i*if*i*i*i*«««««««"«««««««*»«»«*'« ..Annerl von Aossee" in Marburg »Annerl von Aussee« betitelt sich das Volksstück von Jos. Rud. Schwarz, 'das Samstag, den 15. d. von der KdF-Spiel-truppe Steirische Volksbühne Graz im Marburger Götzsaal zur Auffiihrung gelangt. Der Stelrischcn Volksbühne Graz, unter Leitung d^s Pg. Willibald Frankl, geht der beste Ruf in der Darstellung von Volks- und Bauernslückcn voraus. »Amierl von Aussee« ist eines der unterhaltendsten Stüoke dieser Art. Die Zeichnung der vielgestaltigen Bauerntypen ge^ lin-gt dem Dichter vollends, ebenso die geschickt geführte Dialogführung, die unserer heutigen Zeiteinstellung vollkommen gerecht wird. (Siehe auch Inserat im heutigen Anzeigenteil.) Franen aus InllgefShrdeten GeMelen als BSste in Römerbad Der schöne Kurort Römerbad in der Untersteiermark beherbergt zurzeit Kameradinnen der NS-Frauenschaft anderer Gaue des Reiches. Frauen aus luftgefährdeten Gebieten, die seit Jahren mit unermüdlichem Eifer an dem Aufbau und der Organisation der NS-Frauenschaft arbeiten, seit dem Kriege in erhöhtem Einsatz stehen und durch ihre vorbildliche Haltung vielen Volksgenossinncn Vorbild und Beispiel sind, wurden von der Reichsfrauenführung hierher gesandt. Sie finden drei Wochen lang Ruhü und Erholung in der schönen Umgebung und in den wohnlichen und warmen Heimen. Ihre Betreuung nehmen Frauen aus der Steiermark wahr. Geplant ist, 'die Verschickung von Frauen ans den luftgefährdeten G^-'hieten den Winter über fortzusetzen, so daß alle drei Wochen eine neue Gruppe von 50 Kameradinnen Erholung finden kann. 45 Sprachkurse in der Stadt Cilli Sie alle wollen schnell deutsch lern*.*» In oer Stadt Cilli laufen 45 Sprachkurse mit 1771 Teilnehmern, davon 15 Sprachkur^ic in Betrieben mit 641 Teilnehmern. Im Durihschnilt wird ein Kura von 4^) Personen besucht. Das Interesse für die Erlernung der so lebenswichtigen deutschen Sprache ist noch immer im Ansteigen. Wie sehr die Notwendigkeit der Sprachkurstj l>esünders von der Arbeiter- Was gibt es in der 30.Lel)ensinittei Zuteilongsperiode? Zur DurchfUhruttg dw Lebensmittolkartensystems Für die Zeit vom 17. November bis 14. Dezember gilt in der Untersteiermark die nachstehende Verbrauchsrese-lung: Die auf die Reichsbrotkarten, Reichsfleischkarten. Fettkarten, Nährtnittelkar-ten und Zuckerkarten laufend gewährten Rationen bleiben gegenüber der 29. Zuteilungsperiode grundsätzlich unverändert. Die getroffene Regelung für den wahl-weisen Bezug von Mehl an Stelle von Brot in entlegenen Gebieten oder in Orten ohne Bäckereibctrieb bleibt bis au/ weiteres aufrecht. Auf die Nährmittelkarte findet in der 30. Zuteilungsperiode kein Reisbezug statt. Auf die Abschnitte N 1 bis N 10 aller Nährniittelkarten werden je 25 g. zusammen ?50 g Nährmittel abgegebeii. Die Abschnitte N 11 bis N 20 berechtigen wie bisher zum Bezug von je 25 g, insgesamt i50 g Teigwaren. Auf dif* Abschnitte N -I. N 22, N ,^0 und N 31. die mit einem »ST« gekennzeichnet sind werden ^5 g, zusammen 100 g Nährmit- tel auf Kartoffelstärkebasis (Sago, Kartoffelstärkemehl, Puddingpulver, Reis-tlocken oder ähnliche Erzeugnisse) ab' gegeben. Die Abgabe von Kaffc-Ersatz und Zusatzniitleln auf die Abschnitte N 23, N 24. N 32 und N 33 aller Nährmittelkarten sowie von Mehl auf den Abschnitt N 38 der rosa NähnnHtelkarten bleibt unverändert. Sonderzuteiking für Nichtsa$ neue Gesetz Der berühmte französische Tragöde Talma saü eines Tages an einem See m der Breta^nte und angelte. Plötzlich trat ein Hüter des Gesetzes aus dem Gebüsch hervor und schnauzte: »Mit welchem Recht angeln Sic hier?*. Der Mime sah den Störenfried von oben bis imtcn mit vernichtenden Blicken an und aiu-wortete pathetisch: »Mit dem Reclite des erhabenen genialen Geistes über die niedrige feige Kreatur!« Der Feldhüter knickte förmlich zusammen und erwiderte höflich: »Datm entschuldigen Sic vielmals meine Frage; schließlich kann man ja nicht alle nenen Gesetze kennen.« KHtik in einem Buchstaben Die kürzeste Kritik, die jemals geschrieben wurde, stannnt von Voltaire. Ein unbedeutender Dichterling überreichte ihm einmal sein neuestes Werk, einen Liebesroman mit sehr -^ ckcrcm Itihalt. Selbst dem k<^'" 'v- prüden Voltaire verursa Ii i j \,ol Unsittlicli-keit ■' 1' A'- • lv.)nian durchgesehen hatte, r 'i er nur den letzten Buchstaben des \\ i'rkes aus und gab es dann dem Verfasser wortlos zurück. Er hatte aus dem Wort Fin (Ende) so da.s Wort »)»« (PiuO entstehen lassen.. SeKe 6 ■a »AAartxKgfer Zeihmpf« 14. November 1Ä41 Nummer 289 Schaft unurg geschlossen worden. Anträge aul Zuteilung von Reisevaluta sind nunmehr an die Devisenauskunftsstellie Graz, Burggasse 13, zu richten, während die devisenrechtliche Behandlung von Auswandereran-trägen^ die die Ausfuhr von Umzugsgut, die Zuteilung von Reisevaluta uri'd Trans-ferierumg von Kapitalbeträgen zum Gegenstand haben, seitens der Devisenstelle Wien, Wien 1, Teinfaltstraße 4, Sachgebiet 60, ihre Erledigung findet. m. Arbeitstagung aller SfXMrtwartimiefi des Untergaues Marburg-Land. Am 12. November fanden sich alle Sportwartinnen des Untergaues Marburg-Land zur Arbeitstagung in Marburg ein, wo ihnen die Untergausportwartin die Richtlinien für die Winterarbeit gab. Wenn in den Standorten auch wenig Turnsäle vorhanden sind, so wird die länaiiche Jugend trotzdem über die Winterzeit den Sport- 600 Reichsmark in die Hände fielen. Unter der Diebsbeute befinden sich 10 Meter schwarzes Hosenzeug, 3 Meter Blaudruck, 3 Herrenhemden, 10 blaue Taschentücher, Häkelgarn, 20 Kilo Schweinefett, größere Mengen Lebensmittel und anderes. Auch iit diesem Fall ließen die Täter ein im Laden stehendes Fahrrad, Eigentum des Kaufmannes, mit sich gehen. Man nimmt an, daß es sich auch in diesem Falle um eine gut organisierte Einbrecherbande handelt. In Pickern wurden dem Mühlenbesitzer Ludwig Zilenschek aus un versperrt^*" Kammer in kurzem Abstand von einigen Tagen zwei Elektromotore von ungefähr 1 bis 2 Pfprdekräften entwendet. Die Motorgehäuse waren grün gestrichen. Der Besitzer erleidet einen Schaden von etwa 200 Reichsmark. * Kleiie nmik m.- TodeMall. In St. Georgen a. d. Pöß-nitz ist Im hohen Alter von 76 Jahren die Kauhnanns- und Realitätenbesitzers-witwe Frau Josefine Gaube nach kurzem schweren Leiden verschieden. m. Das Marburger Stadttheater im Rundfunk. Der Reichsscnder Wien bringt im Zeitgeschehen am 14. d. in der Zeit von 11 bis 11.30 Uhr eine Schallaufnahme vom »Probebelrieb des Marburger Stadttheaters«. m. Zur Nachahmung empfohlen, Bei einer am 9. November in Egidi in den Büheln veranstalteten Treibjagd wurde auf Anregung des Jagdherrn unter den jagdgästen eine Sammlung für das Kriegswinterhilfswerk veranstaltet, die 90 Reichsmark erbrachte. Der Betrag wurde an die örtliche Stelle des Kriegs-winterhilfswerks abgeführt. m. Auflösung der Dcvisenauskunfts-stelle Marburg, Nach meiner im Verordnungs- und AmtSiblatt ergangenen Bekanntmachung ist mit dem 31. Oktober betrieb im Skifahren, Rodeln uno Spielen fortsetzen. m. Filmvorführungen der Landcsbau-emschaft Südmark. In Fortsetzung der großen Wanderlehrschau der Landesbauernschaft Südmark, die in Pettau begeisterte Aufnahme fand und ab kommenden Sonntag in Cilli gezeigt wird, kommen im Laufe dieses Winters auch in der Untersteiermark Lehrfilme zur Vorführung, die dem Bauern und Land-wirt das notwendige Rüstzeug zur Durchführung der Erzeugungssehlacht in die Hand geben. m. Unfälle mit einer Kreissäge. Am Freitag, den 7. d. waren drei Arbeiter in Wittmannsberg damit beschäftigt, mit oiner Kreissäge Holz zu schneiden. Die Kreissäge war ohne die geringste Schutzvorrichtung, wodurch zwei von 'den Arbeitern Unfälle erlitten. Vormittag flog einem Arbeiter ein abgesplittertes Holzstück ins Gesicht und verursachte an der Stirn knapp über dem Auge eine tiefe Wunde, Nach Anlegen eines Verbandes konnte er weiterarbeiten. Nachmittag geriet der zweite Arbeiter beim Wegstreifen der Holzabfälle mit der linken Hand in die kreisende Säge, wobei ihm der kleine Finger vollständig, vom Ringfinger zwei Glieder abgetrennt, Zeige-und Miltelfinger bis auf 'den Knochen angeschnitten wurden. Der Schulleiter Anton Haberle legte dem Verletzten Notverbände an und veranlaßte die sofortige Überführung in das Pettauer Krankenhaus. Weit^rs ordnete er an, nachdem die Ermahnung zum Anbringen einer Schutzvorrichtung anläßlich des ersten Unfalles erfolglos geblieben war, daß der Betrieb der Säge sofort eingestellt wurde. Bezeichnend für 'den Besitzer der Säge, der in Georgn an der Staimz wohnt, Ist auch daß die Arbeiter weder kranken- noch unfallversichert sind. m. Spartampen für Taschenbaiterien. An die Stelle der früher übliche« auf Braunstehi beruhenden Tasdhenlampen-batterien ist im Kriege die sogenannte Luftsauerstoffbatterie getreten, die eine nicht so starke laufende Beanspruchuns verträgt. Daher hat die Glühlantpenin-dustrie eine neue Birne von nur 0,07 Ampere statt 0.2 entwickelt, diese Birnen kommen in diesen Tagen in den Handel. Die verringerte Stromstärke bedingt natürlich eine geringere Lichtstärke, was ergibt, daß die Luftsauerstoffbatterie mit dieser Sparlampe doppelt solange brennt wie die Braunstein-batterie mit normaler Glühbirne. Entgaltllch« Mlttttilung«n (Anitr Vsraitvortaii tfw SchHfttoltaae) * OptlkfachmtiMi? Nor E. f*CTELN. TURNEN und SPORT Eröffnung der Berufsschule in Cilli 2500 Jugendliche werden in nächster Zeit Besucher dieser Lehranstah sein W ie im Reich, so haben nunmehr auch in der Untersteiermark die Berufsschuleu ihren Lehrbetrieb aufgenommen. In Ihnen wird nicht nur die kaufmännisch oder gewerblich tätige sondern die gesamte Jugend vom Tage der Entlassung aus der Volksschule bis zum 18. Lebensjahre erfaßt, um hier die weitere Ausrichtung für die kommenden beruflichen Aufgaben und die Ausrichtung als Staatsbürger durch besonders ausgebildete Berufslehrer zu erhalten. Die Berufsschulen haben einen dreijährigen Lehrplan Nach der Erlernung eimes Berufes kann für den Lehrlins: ohne Beibringung des Zeugnisses der Berufsschule kein Freispruch erfolgen. In Cilli wurde die Berufsschule am Mitwoch. den 12. November vom Leiter der Volksbildungsstätte und Beauftragten fiir di« Berufsschule. Mn L%qs. eröffnet. Im Hof der Städtischen Volksschule waren in Anwesenheit des^ Bürgermeisters der Stadt Cilli, des Schulbeauftragten und anderer Persönlichkeiten 100() Jungen und Mädchen zur Flag-genhissung angetreten. Der Beauftragte umriß in seiner Ansprache die Aufgaben des deutschen Arbeiters der Zukunft, der nach dem Willen des Führers ein Könner, ein Führer in der Arbeit und gutausgebildeter Facharbeiter sein muH. Der deutsche Ehrbegriff setzt an erste Stelle die Arbeit. Ein Spruch und das Lied »Auf hebt unsrc Fahnen« beendeten die Feier. Die Berufsschule in Cilli ziililt insgesamt Klassen mit llKMJ Schülern. Nach der Erfassung des ganzen Kreises werden im ganzen 2SOO Jugendliche die Berufsschule besuchen. ntelhinple dsa Hs Von der Reichsführung des NSRL werden die amtlichen Termine für die Deutschen Eissportineisterschaften bekanntgegeben. Zugleich sind die reichs-oifenen Junioren-SVettbewerbe für Männer und Frauen und Paare in den Rahmen der einzelnen Titelkämpfe eingepaßt worden. Die genaue Veraiistaltungsfolge lautet: 13. und 14. Dezember in München: Paarlauf-Meisterschaft und Junioren-Wcttbcwprb der Männer. 19. und 20. Dezember in Berlin: Meisterschaft der Männer und Junioren-Wettbewerb für Frauen. 28. Dezember in Garmisch-Partenkirchen: Reichssieger-Wettbewerb im Eistanzen. 6. und 7. Januar in Wien: Meisterschaft der Frauen und Junioren-Wettbewerb für Paare. 30. Januar und 1. Februar: Schnellauf-meisterschaft der Männer und Reichssiegerwettbewerb für Frauen auf dem Wörthersec. Plaaifza immer gröBer Der Ausbau der Sportunlagen in Pla-nitza macht immer weitere Fortschritte. Die Schanze, auf der der Tliüringer fr-Manii Rudolf üchring im vergangenen Winter 118 Meter weit sprang, ist ausgebaut worden und dürfte in Zukunft Sprünge bis zu 120 Meter erlauben. Der Höhenunterschied /.wischen Absprung und Auslaiifebene betragt jetzt nicht weniger als 152 Meter. Neben der Schanze wurde ein neuer 40 m hoher Sprungrichterturm erbaut. Der Auslaiif wurde verbreitert und bietet jetzt lÜ.OtX) Zuschauern Platz: im Sommer kann er für Leichtathletik und Ballspiele benutzt werden. Die gemeinsame Arbeil dos Chefs 'der Zivilverwaltung UAd der OrfanlMtkm iodt wird in Kürze beendet sein, so daü die Durchführung der Internationalen Woche im März 1942 als gesichert angesehen werden kann. Bei dieser Gelegenheit werden wohl auch schon die Übungshügel sowie eine Schanze für 70 m-Sprünue eingeweiht werden können. * KkiM Sportnidiriclilei : IK. Zörner gefallen. Der deutsche Fußballaport beklagt den Tod i>cines stellvertretenden Fachanitsleiters Dr. Carl E, Zörner, der als Hauptmann der Panzerwaffe im Kampf gegen den Bolschewismus im Osten gefallen ist. Dr. Zörner waj-in seiner aktiven Zeit ein ebenso guter Leichtathlet wie später Fußballspieler. Viermal stand er bei Länderspielen im Tor der deutschen Nationalmannschaft. : Luftwaffe spielt in Madrid. Eine Fußballauswahl der G'eutschen Luftwaffe wird am 20. November in Madrid gegen Spaniens Meister Athletic Aviacion antreten. Dieses große Fußballspiel wird der Mittelpunkt der sportlichen Feier am Todestag von Jose Antonio Primo üe Rivora, des Gründers der Falange, sein, : Neuer ungarischer Segelf1ugrekord% Der 19-jährige Segelflieger Meray-Horvath hat am vergangenen Wochenende einen neuen ungarische.! Segelftug-rekord mit 26 Stunden 55 Minuten Flug-dauer aufgestellt. : Stade Lausanne gewann die Land' hockeymeisterschaft aer Schweiz mit einem 3:2-Sieg im Schlußspic! über HC Ulfen. : Weltmeister Van VHet (Holland) gewann den Großen Preis der Reichshauptstadt für Berufsflieger vor Mer-ke.is und Falck-Hansen. In den Daucr-fahrcn siegte Lehmann vor Stach und Hoffmann. Bester Amateurflieger war drr Deutsche Meister Werner Bunzel ^Bcrlin^. XuiiuiiPf 290 ZeWunp* 74. TMT SeBe 7 büchcrei ein. Die Ahtpilungen »Pflanzcn-, Schutz*^:, ein Stand der l.andwirtscliaft-lichen Gesellschaft aus Cillj mit verschie-ütncn Betriebsmitteln für die Landwirtschaft, eine Schau vcrschicconcr Geräte für die Landwirtschaft und Hauswirtschaft tragen einen überaus bclehrcnd*-'n Charakter. Einen besonderen Platz der Cillicr Ausstellung nimmt das Boceii-untcrsuchungslaboratorium ein, wo Bodenproben auf ihren Kalkgehalt untertaucht werden. Der Bauer bringt von seinem Boden ein Kilogramm Fjlc mit zur Au'=:stcllung und Mßt sie untersuchen Kr orliMlt kostenlos genaue Weisungen für die Behandlung seines Bocent>, vor allem für die Düngung mit Kalk. Auf dem Freigelflnna|o Konzentration Kroatiens. Zur Ernennung des bosnischen Musclmanenführcrs Dr. Dzafer-Beg Kulcnovic zum stellvertretenden Ministerpräsidenten wird in maßgebCTiden Kreisen erklärt, daß damit der letzte Schritt zur vollkommenen Konsolidierung der kroatischen Innenpolitik getan worden sei. Nachdem sich der Ustasclia-Bewegung alle national denkenden Angehörigen der ehemaligen kroatischen Bauernpartei, einmütig und si>ontan angeschlossen haben, und auch die kroatische Rechtspartei sowie die kroat. Nationalsozialisten der Ustascha-Rewegung beigetreten sind, bedeute die Berufung des führenden Repräsentanten der bosnischen Muselmanen zum stellvertretenden Mitiisterpräsidenten die sichtbare Krönung der kroatischen nationalen Konzentration, die der Pogiaviiik innerhalb eines halben Jahres verwirklichen koHTite. o. AHe kroatischen Soldaten aus der Hatienischen Kriegs^i^fanxciischaH entlassen. Die während des Jugoslawienfeldzuges im Monat April in italienische Gefangenschaft geratenen jugoslawischen Wehrmachtsangehörigen kroatischer NatiO'nalität sind auf Grund einer Weismig des Duce vom 18. Mai nunmehr wieder in Freiheit gesetzt worden. o Rücktritt des rumänischen KuHus-minlsters. Der rumänische Staatsführer, Marschall Antonescu hat, wie amtlich bekamitgegeben wird, den Rücktritt des Kuitusmmisters. General Rosetti, gebilligt und selbst interimistisch die Leitun? des Kullusmmisteriums übentommen. o. Ersi>am]sse serbischer Arlteiter hi Deutschland. Die serbischen Arbeiter, die sich freiwillig nach Deutschland gemeldet halben, konnten bisher als Überschuß aus ihren Löhnen über 5,28 Millionen Dinar aus dem Reich an ihre Familien in Serbien überweisen. Die ausgezeichneten Arbeits- und Lohnbedingungen in Deutschland waren Anlaß, daß in letzter Zeit wiederum verschiedene Sonderzüge mit Arbeitern ins Reich abgegangen sind. o. Jüd^he Frechheit. Eine unglaubliche Frechheit legen mancherorts noch die Juden an den Tag, die offensichtlich nwh immer nicht verstehen wollen, wieviel es für sie geschlagen hat. »Out wird es in der Welt erst dann sein, wenn in den Kirchen Kinos, und wenn die Straßen mit Christenschädeln gepflastert sein werden!« Diese Worte entstammen nicht etwa dem Moskauer Sender, sondern dem Wunsch des jüdischen Apothekers Ladislaus Schotter in Tordo- \ oin tiefsten Schmerze gtbcugt, pchen \\ii allen Verwandten, l'rcun «Ion und Bekannten die traurige Nachricht, daR uns n.ich kurzem, schwc rem Leiden im 76, Lebensjahre am Donnerstag, den 13 November 1941 tim -"K 7 Uhr unsere innigstgelichlp, cutc, un\crpof^lichc .Miittrr, Srhwtp. ger-, Grnf^ tmd Urcroßmnttcr und Tante, Trau losefine Gaube KaufmamiH- und Rcalitätcnbcsitzerswitwc tür immer verlassen hat. Die Beisetzung der teuren Verblichenen findet am Samstag, den \5 November 1941 um 14 I.Ihr vom Irauerhause, Georßcnberp Nr 22 aus auf den Ortstriedhof in St, ücorgen a, d Pößnitz im raniilicnprahe stall, St. (jcorgrn a, d. Pußnitz, am Ki November IHII. Marie Dobaj, Mathilde Prügcr, Töchtit Familien Dobaj, Prüger und GrulK' schin in der Ürava. *Gardista«, der den Fall aufureift, fordert energisch, daß mit derartigen jüdischen Provokationen ein für allemal Schluß ücniaclu würde. o. K rank hei tSfirlaub türkisch^i Mlnlsterpräs-identen. Der türkische M' nistcrpräsident Sayda wird aus Gesund-hcitsriicksichtcii einen Monat Urlaub nehmen. Der Ministerrat wird in sei-ner nächsten Sitzung seinen N'crtrctcr l>c-srimmen. AUS ALtER WELT a. Französische Kathedralen et^tehen »US Trümmern. Über den Wicderaufliau von Amiens. Ronen und Bcauvais erfährt man jetzt fünzclheiten. Die Kathedrale von Amiens. die größte französische Kirchc. ist von den Häusertrümmern befreit und kommt erst .ictzt in ihrer vollen Pracht zur Geltung. Auf dem freien Platz vor der Kathedrale werden fächerförmig die Straßen der Stadt munden. In Roucn dagegen wird die Kathedrale nicht froi,c:elcgt. .icdoch ,sollen alle modernen Häuser in ihrer Umgcbunz aus-ijjemerzt werden. ,sodaß der mittelalterliche Stil der Stadt soweit wie möglich erhalten bleibt. Die Kathedrale von Bcauvais, deren Dach durch den Luftdruck explodierender Bomben nur wenig beschädigt wurde, wird bereits repariert. Obwohl für Bcauvais noch kein Aufbau-plan feststeht, scheint es sic'icr, daß die Kathedrale von den um,gcbcn'ic"i Häusern freigelegt wird, ebenso wie die Stephans-Kirche und der Justizpalast in Bcauvais, zwei Meistenverke gotischer Kun'it. Man bcab'iichtigt, das Malerische und Traditionelle'd€r alten sotisciien Straßen zu erhalten. a. D'e Stä^Heoamen im (ienerajguuv er« nement. Die (iencraldirektion der Ostbahn hat im Zuge der volkstumspolifi-sclien Klärung im (icneralsouvcrncmen. die Schreibwei>sicherfi;estc!ll'' hatten. Auf Grund der Beweisaufnahme erschien aber die Darstellung der Angeklagten, daß n.lmlich zwei falsche Kriminalbeamte ihr Spiel getrieben hat^^n, durchaus glnubwi'rdig. Wahrscheinlich handelte cf sich um Rekannte der Frau R.. die von der Rciseitebringung c, Kar-toffelknödl mit Wurstfüilo, Sauerkraut, 1.') dkg WursI, ( dkg Fett, ^ \bcnd: Hrot-knödl mit r<>hom. rotr-n RülxMisalal, 3 dkc Fett. Sonnig: Nfiltag: Knochensui>|v, mit Troprieig. Kalbsbraten, mit K.iiiofl'rln. qe-misehter Salat. Topfonkuchrn, I dkg l'olt, 70 dkg Fleisch, "► dkg Butler. — \b<'nd *. Wurstbrote und Prolclirn niil li:intna<'b-aufstrirh mit Tco. 2<» dkg Flrisrii. Wir vrrbraurlun in diosor WocIk* für 1 _Porsf>nrn .}2 dkg l'etf oder Fotlsloff und l./K) kg Fleisch- oder f'lrisclns aren G<>rmtri|elwürfel hinzu und knetet den Teig — mit allen Zutaten gemischt — gtil durch. Dann formt man nicht zu grolie Knö<1l, die man in der laugsam kochcndcn tlcinü-sebrülic gar/iohen l;Yß|. Topfenkuehi^n; dkg Rutt< r. 10 /uck^ r, 1 Vanillin, I i-i, 1.') 20 dkg Topicn, 2:) dkg Mehl, . nac,kp»d\er Fülle .10 dkg Topfen wird mit S dkg /ucker, I Vanillin gut abgolriclH"'n, Wenn nntwtiuiig mit >Nenig Milch vermengen. ,\m Rrell\\er den Ruttrr, Zucker, Vanillin, Fi, Topfen^ Nfehl un«l Rackpuher abgeartx'ilel. f^er Teig wird ausfjcwalkl, aufs BIreh gelrgt und goldbraun gebackeji. die Fülle dann darauf gestnchrn und nochmals einige Zeil im Rohr durchziehen lasvn. Praktische Winke Was e*scn wir abends? In Schalcn wcich-pekochtc Kartoffeln kommen nt:f den Tisch. Dazu reichen wir das Senf- oder Maggi^las. Nun zerteilen ir die Kartoffeln nrnrh lieiß in kleine Stücke und tropfen .Senf oder ,^\ag-piwürze drauf Dii-u k.inn man rohes Sauerkraut mit Ol iihcrtrorft oder risolcnsaia: geben. Alles Gemüse soll man möglichst ohne Fett bereiten! Sauerkraut oder Rühen legt m.in in die Rein, übergießt S'c fingerhocb mit kaltem \^'asser, gibt fein gewiegten Knoblauch und Kümmel dazu, sal/t und kocht es weich. .N^an legiert hernach das Gemüsf* mit etwas i'm kalten Wasser \ crsprtidcltom .Mehl, überzuckert e^; leicht und laßt es fertig kochen. Vor dem Anrichten nihrt ma»» einige I nffel .Milcli bei, die den (ieschmack und Nährwert bedeutend erhöht Sind Kleinkinder am Tisch, so mnß lias Sauergemüso vor dem Kochen heiß diircligew aschen wer den. Hiermit fällt die Fctti'vichcl gan? wtjj und der (ieschmack ist tlrnnocH v^rriiglich, sowie der Nährwert gut. Markenbutter Kuchrti. \^aii knetet einen Mf^lnffel voll .Markenbijttfr mit drei LBloftel Mehl, i(!a«t>'afgn W. WK5chin< an die Verwaltung des Blattes. 876:^ Viele Tausende I Marburamr ZmltuMü las^B fi üad Du? ffesl Dm OflM HmUmmUtlmn scIhcMi 5esl«fflf Sehr ruhiger Herr sucht gemütliches Zimmer, Nähe Zen-1 tnim, heizbar. Unter »Pünktlicher Zahler« an die Verw. 8834-61 Pritilein sucht schön möblier-tes Zimmer per sofort. Zuschriften unter »Linkes Drau-ufer« an die Verw. 8848-6 Suche möbliertes Zimmer in der Nähe des Gaukrankenhauses. Anträge unter »Zimnierl« an die Verw. 8856-6 funäB * Pfrfiirfi Schwarzen, rechten Handschuh verloren. Abzugeben gegen Belohnung bei Kleim schek, Kasinogasse 6. (Ernst Gollgasse.) 8868-9 Rechter, brauner Wollfäustling verloren am 10. d. M. ! Ausgang Hauptbahnhof, um 13.30 Uhr. Abzugeben gegen Belohnung bei Eigl - Leben, lierrengasse. 8849-Ü ml* 9W6«S«hi*e ist gerade heute unschätzbar, wo an das Rech-mingswesen durch die Kontenplanbestlmmungen und die Kostenstellenrechnuns erhölite Anforderungen gesteHt werden. Sie aparen mit der Rui-Durchschreibc-Buchhaltung und ihren vereinfachten Arbeitsgängen Zeit und Arbeitsgeräte. Neuzeitliche Arbeitsbehelfe unserer Durchschreibe-Buchhaltung im band- tiiKi maschinschriftlichen Verfahren zeigen wir aiuf unserer Sonderscliau m Citli, Deutsches Haus, Kleiner Saal Freitag, den 14. No'V. 1941 von 10 bis IS Uhr. ErfahreHe Organisatoren beraten Sie über Anpassung an den Konten^plan Ihrer Fachgruippe. Ruf-Buchhaltuns QesaHschaft m. b. H.. Wien, I., Stock-Jm-EIsenplatz 3—4. Ruf R 25133 8haltung Graz. Stempleigaise 8/1, Ruf 6705 oder hei unserem Organisator Rudolf Schmitt MarlinrgaflilerDiau,ilotelllilli!r Hauptschriftleiter Anton Oerschack, Stellvertretender Hauptschriftielter Udo Kasper. — Druck der »Marbur^icr Druckerei«