Rf. 174. Maribor, Arettag, den 27. Iuli 192s 08. Äahra. IZli, AchriMetthmg, V«n»»nu«g v«chdn,»ere». Mavid«. Mlieva ultca 4 leiephaa 2» v«,ug»pr«ise ttdhaim. monatttch . . v«, Zultetlen . . . 2?-^ vurch Post . . . * zg.^ ttusland, monoNtch . . . zo. cinzelnumme, Vm I'— d»» z.'. 0e< lZeitellung der Zettung tst de, ttdonnementsbelrag für Sloventen für mindestens einen lÖonal. au^r. Haid lür mindestens drei Monate e«. zusenden. Zu deanl«o?lende vrti!ke odne Marke werden nicht b«riIflichkeitsgostv vor dem parlamentarischen System — Neuwahlen nach Ablauf von drei Jahren in Aussicht stellte. Verant-niortlich zeichnet für diesen Staatsstreich der der sogenannten liberalen Partei angehörende Premievlninister Mchmud Pascha, nnihrend dic englische Presse als den wirklichen Inspirator ^nig Fuad hinstellt. Das ist eine unbegründete „Bescheidenheit"; denn in Waihrheit sitzen die Ä^ahtziel)er der ägyptischen Tragikolnödie an der THemse. ^er Erlaß, durch den König Fuad von CiiglandZ Gnaden die Auflösung des Parla-n^ents begründet, hätte mit seinen Entstel-lnngen mld Verdrehungen Änem Machia-Ehre machen können, besonders mit der ^lntithese, wonach das Parlalment in die Wüste (sie ist ja so nahe!) geischickt, aber zn-sileich versichert wird, daß das parlamentarische Regime dadurch keinen Wechsel erfahren soll. Köniq Fuad setzt damit die Politik fort, die er nlit der Absägung des Premier-ininisters Sarwat und Ncbhvs Pascha eingeleitet hatte, die Politik, die ihm von Dow« ning-Sreet diktiert wird. Die in Aegypten nusschinggebcnde Wafd-Partei, der Nahas ai^gehört, stand gegen den neuen Premier« niinister Mahnmd in schärfster Opposition. n>eil sie die Pnrole vertritt „Aegypten den Al'gypter«,". niäHrend König Fuad in der Sorge UNI seine ÄönigAherrlichkeit unter allen Umständen eine Verständigung mit den Engländern l'erbeizuführen fucht, die gegen die genannte Parole l()0(>2 gewichtige Grün de ins ?^eld führen können, n^lich die Soldaten, die als ständige Garnilson in dem „unabhängigen" Aogypten ge-kisll'den sind nnd bleiben sollen. Gegen diese Beisetzung protestiert man in Aegypten mit derselben ^tschiedenheit »vie i?i Teutschland gegen die d^ Rheinlandes, a^ier bisber in beiden Fällen ohne Erfolg. ?ll!« ob .Wnig Fua^ ein HeroS fei, ^er deil parlatnentariscs^en Drachen zum tze! le seines Landes erschlagen habe, während Nian sisi, sonst iin Britenreiche nicht für fasci sti'che Met'boden ^ii begeistern psleigt. Da die Nachrichten über die Vorgänge in Ae- Wider Erwarten noch kein neues Kabinett LM. B e o g r a d, 26. Juli. Der Mandatar der Krone Dr. S o r o S e c setzte l>eu-te vormittags seine Besprechungen mit den Führern der bisherigen Koalitionsparteien fort. AugeMitklich ist noch nicht bekannt, ob die Schwierigkeiten, die sich gestern bei der Verteilung der Minifterportefeuill!?s ergaben, schon beseitigt sind oder nicht. Jeden falls erfi^int die Situation des Kronmandatars infolge der Haltung der Deniokraten erschwert, da sie nun sogar das sechste Portefeuille verlangen und auf jeden Fall das Innen- und das Finanzporteseltille slir sich beanspruchen. Heute vormittags fanden in den Klubs der Radikalen und l^mokraten Konferen-zm und Beratungen in der Verteilung der Portefeuilles statt. Um 10 Uhr hatte Dr. KoroSee mit Vukiöeviü eine einstündige Un terredung, die der Verschiedenheit der radikalen und demokratischen Appetitanforderungen hinsichtlich der Mnisterportefeuil-les galten. Um 11 Uhr trat eine Konferenz der Fiihrer der Koalitionsparteien zusammen, an der sich Vukiöevie, Davidovie, Dr. Marinkovis, Dr. Spaho und Dr. Ko-roSec beteiligten. Letzterer begab sich nach erfolgter Unterredung zu Hofe. Journalisten gegeniiber blieb der Mandatar äußerst verft!^offen. Die übrigen Mitglieder der Konferenz verhielten sich ebenfalls reserviert. ES ist nicht ausgeschlossen, daß Doktor KoroZec dem Träger der Krone bereits die Liste feines .Kabinetts überreicht hat. Details hinsichtlich der Zusammensetzung der neuen Ministerliste sind noch nicht bekannt, in Erfahrung konnte nur so viel gebracht werden, dab der Radikale Andra S t a-n i ö das Angebot, das Jnnellportefenille libernehmen zu wollen, abgelehnt hat. Dr. Lazar M a r k o v i der Tlnwärter für das Jnnenminifterium bezw. Justizministerium, dessen Ltandidatur von Dr. KoroSee und Bukiöevi^; forciert wird, wird von den Demokraten abgelehnt. Die Ablehnung der Demokraten fand aitch der Naine Dr. S t o-j a d i n o v i t^', den Dr. KoroScc als Finanzminister auserkoren hatte. Bon den Demokraten würden im neuen Kabinett nur Dr. Marinkovi^, Gro l lmd Dr. 8 nmenkovi^ verbleiben. Anstatt des ausscheidenden Miovi6 würden in das Mi» nisterilnn Dr. KoroSec die ehemaligen Minister Angjelinovvö, Peöis oder Timotije-viv eintreten. LM. B e o g r a d, 26. Jnli. Dr. K o-roSec blieb bis 14 Nhr in Slndienz. Nach seiner Rückkehr aus dem Königsschloh blieb er sehr reserviert und verweigerte den Join: nalisten jede Ans?,inst. Aus seiner Haltung wird der Schluft gezogen, daß die Schwierigkeiten, die sich ihn» bei der Kabinettsbildung entgegenstellen, noch nicht behoben-find. Erliffnung des Bilbtele-gravdieverkehrs Berlin-London Wien—London wird folgen — Ausbau des internationalen telegraphischen Bilderdienstes. W i e n, A). Juli. ' Der Bildtelegraphieverkehr zwijcheti Berlin und L o n d o n in beiderseitiger Mchtnng wird in den nächsten Tagen aufgenommen werden. Die bisherigen mehrmo-na^gen Versuche haben ausge^^eichnete Ergebnisse gezeitigt, sodasz die i'lberimtteltcn Bilder von den Originalen kaum zu unter- scheiden sind. Die britischen Postbehörden sind von den Versuchen auch sehr befriedigt und kiulpfen an daS Systeni Schröter--K a r o l u s die grös^ten Erwartungen. Die Nebermittlung der feinartigeren Bil der geschieht vorläitfig noch auf dem Kabelwege. Man hat dafür besonders gute Leitungen gewählt, und zwar die Leitiing Berlin—.^ambnrg—Frankfurt—Köln—London die man in das nene Fernkabelnetz, das ständig lveiter ailsgebant wird, gelegt hat. Für denTelePhon-, Telegraphen- nnd Bildverkehr ans größere E-ntfernnngen werden lntr ganz besonders gute ^l^ladern vernx'ndet. Mit dem weiteren Ansban des europäischen Fernkabelnetzes n>erden die noch in Betrieb b<'findlichen oberirdischen UMWWWWMWWWWWWW KM).! / ' Eine Nene Ehrung, die Oeisterreich seinem l von der Oesterreichischen Mtioiuilbank ge-<1vos;en Sohn zuteil werden lies,: Einer der i Prmsten Schubert-Schillinge. gypten dtlrchwegS au? englischer Qnelle zu uns gelangen, so ist dadnrch die l^iefahr einer Beeinslnstnng und Täuschung ig, die Bevölkerung ist zusrie- Leitungen, die Wettereinflüssen und daher Störungen ausgesetzt sind, völlig verschwm-den. Die Eröffnung dieser neuen Linie für«den telegraphischen Bilderdienst rückt auch die Frage einer Aufnahnie des Bildtelegraphie-Verkehres Wien—London in den Vordergrund, da es technisch nuninehr möglich sein wird, den Bildverkehr auch in der Re-lation Wien—London aufzunehmen. Die C-röffnnng dieser neuen Linie kann aber nur erfolgen, loenn die britische Postver-walwng die Anfnahme des PostverkehveS Wien—London wünscht. Diesbezüglich loer den Vereinbarungen zwischen der britischen und der österreichischen Postverwaltung getroffen werden. Es ist zu hoffen, daß eS bald möglich sein wird, im Wiener Ha^ telegraphenamt, wo die Bildtelegraphie-Station den Dienst zlvischi'n Wien und Ber lin versieht, bald auck) nach London und zurück Bilder nach dem Karolns-System^zu senden. Unterzeichnung des Kriegsächtungsvaktes TU. Paris, 26. Juli. Wie amtlich mit-gewilt wird, wird der Kriegsächtvngspatt am Montag, den 27. August in Paris mtz-terzeichuet werden. Die „Eltta vi Milano^ in Narwkck LM. O s l o, 26.. Juli. Heute vormittags tauchten auf dem Meeresspiegel vor Nm> Wiek die Kontltren der „Citta di Mlano" aitf. Die Flagge des Danlpfers ist anf.Halb mast herabgesenkt. Man glaubt in hiesigen Kreisen, daß sich an Bord ein Toter bechi-det. Wahrscheinlich dürfte Marians feinen Verletzungen ilnd den allgemeimn Strapazen in der Arktis erlegen sein Bemtffion Xttuleöcu» LM. B u k a r e st, 26. Juli. Me in amtlichen .weisen versichert wird, wird der M« nlster des Aeus;eren Titulescu wahr« scheinlich noch ini Laufe dieser Woche sein Deniissionsgesuch einreichen. Börsenberichte L i n b l j a n a, ?s^. Jnli. Devise«« Berlin l.'i.i'icW, Zürich Wien 8.0.?, London Newtiork 5>L.91, Paris 222.t-i1, Prag ls.Z.l''^, Mailand 207.92. — Effekten : Celjska Laibacher Kredit 128, jfredit 170—l75, VevLe 105, Ruöe 2t>.')—2^.'), Bangesellsä)aft .'X», ZeAr lllb, — o l z nt a r k t: Tendenz fest. Abschluß 5) Waggons Balken franko Susak 329. — Land lv. Produkte: Tendenz flau. Abschlüsse keine. nuket Li>i«vb»l»v»?a!»r-Ilarten lmfsrlirkarteuküro «putnilr^ ln lüarllior, ev^tn «SS»»»»»»»» Freitag, den '^7. Iult. Dlt kroatische Frage in bulgarischer Beleuchking Die Ursachen de» serbisch kroatischen Konflikte« — Sin bemer-kenswerier Aussatz Delttvs im Sofioter »Slovo« Sofia, 35. Juli. „S l o v o" veröffentlicht V. T. B e l Leo einen eingehenden Slufsat; über die rroazische ?^raher den Wunsch nach Pereinigunq mit dem serbischen und slowenischen Holke in einem Staate ausgesprochen habe, und zwar aus Grund e i n-vernehmlicher llebereinstim-mung des kroatisckM, serbischen und flo-wenischeu Volkes. Der zukiinstii^en Konsti- «Ivr rvitung klonatsskoanvment ^ samt Xn-tellnnxNUrovMaN tuante wurde die Aufgabe gestellt, die Bereinigung fo durchzuführen, dotz bei der Lösung dieser Frage nicht zur Majorifierung geschritten werde. Die Frage der staatlichen Einrichtung hätte alfo in einer vollkommen fouverönen Konstituante auf Grund eines freien, von jed?« Einfluß befreiten Ein Vernehmens zwischen dem serbischen kroati- sche» mld sloweuifche« «Olke erfolge» sol» le», »icht aber »ttttett ewfache- M^heit. Ganz im Gegenfatze z» dem Mschen dem kroatifchen Sabor und dem Zagreder Nationalrat einerseits und der serbischen Regierung andererseits getroffenen Abkommen wurde in Beograd eine Konstituante einberufen, die nicht fouverön war. Die absolute Mehrheit der kroatifchen Volksvertreter be-fchloh fchon vorher eine Erklärung, worin befagt wird, datz das kroatifche Volk weder diefe Konstituante noch deren Befchlüfle anerkennen könne. Veleev fchlieht feine Ausführungen, indem er auf die Treulofigkeit der ferbifchen Politiker hinweist, die daS ursprüngliche Ue-bereinkommen, auf dem der jugoflawifche Staat ruhen sollte, verleugnet haben. Der Äudas von Jugoslawien Senfationelle Behauptungen des tschechoslowakischen Industriellen Dr. FrantiSek Z i i I a. — Ein bis heute nicht dementierter-Artikel des „Bidovdan". Z a g r e b, 25. Juli. Der „Bidovdan", das Organ der N^u-satzer Orjuna - Organisation, veröffentlichte unter dem Titel „Ein serbischer Politiker hat das Vaterland um Goldmillionen an Italien und Ungarn verkauft" die nach^ stehende Information: „Vor einigen T^gen verösfenlichte der angesehene tschechoslowakische Industrielle Dr. Frantisek 2 i ! k a in der tschechischen Presse einen Artikel, worin d-ie Bestrebungen Italiens und Ungarns, den jugoslawi-scheir und tschechoslowakischen Staat zu zer-tri'lmmern, aufigezeigt werden. Dr. ^iüka behauptet, den Beweis zu erbringen, daß sich in den Menst dieser Aktion ein angesehener serbischer Politiker gestellt habe, der über seine parteipolitischen Veröindun' gen hinweg mit allen Mitteln, daran gehe, die Trennung zwischen Serben und Kroaten durchzuführen, um die Intervention der eingangs angeführten>Staaten zu er' möglichen. Diese Trennung suchte der Verräter auf diese Weise zu erreichen, daß er sie der serbischen Oeffentlichkeit sugg.;rw!kte,^ als er jedoch sah, daß dies den heftlM't^^n Widerstand in Hofkreisen auslöste, wechselte er die Kursrichtung der Aktion so,, daß die Kroaten gej^inungen werden sollten,>die Loslösung von Serbien zu fordern. In Aus Übung dieses teuflischen Planes so^oie auf Rechnung dieses Verräters, welc^r Pimi-sa R a ö i 6 ins Parlament gebracht hatte, schoß der Söldling PuniSa RaLi^ auf die kroatischen Abgeordneten, indem er die Zusicherung erhielt, daß ihm nichts zsfche-hen würde." . Diese Behauptungen Dr. 2i!kas, schreibt der „Bidovdan", müßten jedenfalls einer Ueberprüfung unterzogen werden. ES scheint uns nämlich, daß mehrere Symptome dafür sprechen, daß der Inhalt des zitierten Artikels der Wahrheit entsprechen könnte. Gerade die Haltung der serbisch?« Parteien, namentlich aber einiger hervorragender Führer, gelegentlich der Lösung der Regierungskrise bietet berechtigte Grün de für die Annahme, daß von gewisser Seite im angeführten Sinne gearbeitet wird. Jedenfalls steht eines fest: bah bis aus den heutigen Tag niemand die Behauptungen Dr. FrantiSek ZiZkaS dementiert hat." Sln SSamIterWkum des Staiit MMntt Am Beograder Save-Strandbad ereignete sich gestern ein schweres Unglück, welches darauf zurückzuführen ist, daß man in Beograd allgemein mit geladenem Revolver umherzugehen pflegt. Um 3 Uhr nachmittags erschien der pensionierte Spitalsverwalter Bukadin G a j e v i ^ an der Badekasse und bat die Kassierin, sie möge seinen geladenen Revolver aufhebe^.. Die Kassierin erklärte, sie dürfe die Waffe nicht übernehmen. Gajeviä wollte hierauf die Entladung des Revolvers vornehmen, doch krachte im nächsten Moment ein Schuß und ein in der Nähe befindliches Mädchen sank mit einem Aufschrei im Kopfe tödlich verwundet bewußtlos zusammen. Es handelt sich um die ehemalige Beamtin Milena N i k o-l i <<. Gegen Gajevio wurde das Strasver-Ifahven wogen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Dieser Fall ist nicht nur ein bedauernswerter Zufall, er ist geradezu charakteristisch für das heutige Beograder Milieu, in dem die Revolver als notwendiger Gebrauchsgegenstand getragen werden, ähnlich wie bei uns die Nagelfeilen. Der Revolver in der Tasche eines alten Pensionisten Llt wohl ein Symptom! SensatloneNe Experlmente einer HeNsederin Wie der „Rheinisch - westfälischen Zelt-tung" von Trier berichtet wird, hat man in der Nähe von Iserlohn den interessanten Versuch gemacht, zwei viele Jahre zurück- Das erste Blid von der Dtglierl-Sruppe Bekainntlich verunMckte der schwedische Flieger Lundborg nach der Rettung des Generals Nobile bei einem zweiten Äandungsversuch am roten Zelt. Unser Bild zeigt einige SÄinner der Viglieri-Gruppe auf einer TragifAchc des umgestürzten Flug zeüys fitzend. Auf der oberen Tragsl^e sind Kleidungsstücke zum Trocknen ausgebreitet. Die BerUner Nachtigall Familienroman von Elisabeth Ney. Copyright by Mart. Feuchtwanger Halle (Caale) ';9 (Nachdruck verboten.) „Dieser Bewei'^, daß auch d?r Sohn eines Schuhinnchers ci?l tüchtilicr und !^el'ildeti?r Mann sein kann, liebe Mama, -niißte dir doch ein wenig zn denken geb^'n, nnd deine Ansichten über Klassenunterschiede nien nmstsirzen." er dich auch schon angesteckt imt iei-M'n Ideen?" rief die (^iräfin aufgebracht, „null n:ir der Mann alle .'»iinder nehinen? uierd^' ihn l^inansweisen lassen, weini er ee! noch ein"',is '.vag?n sollte, das Schlosz zn detreten. 5''l'7st dn, Marie Luise, ich verbiet.', ^'°n?0ktyreu'vfanaen!" „Lu uurst dem Ar.'>t nicht verbieten, na^i' dnn 5sranken zn s'.cheii, liebe Mama; ver^i''; nie, daß Doktor Straube nur al6 u >sieliimr karn, alier nicht a!. T^reni'.d der Tsannlil^. wird sich kauin an der ?ln'?i'llnlng seine? '^crusI durch dich lünd'rn lassen, u^enn er daß er di«' ?!i'rantnwrf>'n^ ans sich nahul." „?a haben nnr e? r'es die o^r-lkin ausser slch. „5iörst dn eo, '^leonore, .iitch aii-z Mane s"rits'f sckivn i.lich dec! tors ^lnslns^ (^^- nan so an.uasu'n!) h.u sich vorhin Helinar mir geqeniiber ge^^eint. Der revolutionäre Geist jenes Menschen hat niein Mnd vergiftet, oh, wie ich den Mann hasse!- „Mama, ich leide es nicht, daß du von Doktor Straube so wegwerfend sprichst!" rief die junge Komtesse empört aus. „Cr ist ein ganzer, ein großer Mensch, vor dem wir uns alle beugen sollten. Wenn du mit seinen modernen Ideen das meinst, daß er nrich sehend gemacht hat, so will ich eS dir auch noch sagen, daß dieses Gift, wie du es nennst, ntir zum Heil geworden ist, denn es hat mir die Binde von den Augen gerissen, die der anerzogene Hochmut und Dünkel fest auf mich gelegt hatte. Ich sehe jetzt der Menschheit Leid und Not, ich sehe, wo wahre l^ri^ße zu finden ist, und weiß, daß man sie an, wenigsten unter den uns Ebenbürtigen zn suchen hat! Nie werde ich, wenn Helmar meiner Pflege nicht mehr bedarf, wieder das alte, untätige Leben führen, sondern ilj> werde an Doktor Straubes Seite und unter seiner Leitung hinab zu den Armen und Kranken des Dorfes gehen, und sie gesund Pflegen." Die jkomtesse hatte sich erhoben und stand mit beinahe verzücktem Gesicht vor ihrer Mlitter. Tie lv.rtisin war, nack, Atem rigend, in ihren Stnhl zurückgesunken. Eleonore von Duttenstedt aber lehnte hobnl"''kielnd in ihrem Sessel und rief: „Seht, wie begeistert die Kleine ift, man könnte glauben, sie fei in den Doktor bis über die beiden Ohren verliebt!" Marie Luife warf der Baronin einen verachtenden Blick zu. Dann wandte fie sich stumm ab, und verließ den Speisesaal. „Ich will," sagte sie fest, „ich will!" Der Kampf begann, sie würde standhast bleiben. —_ W » « Heute mußte Helmar von JngSheim nach Berlin zurückkehren. Miriam Wahren lag mit klopfendem Herzen in ihrem Bett und sann mit sehnsüchtigen Augen vor sich hin. Es war erst früh am Morgen; draußen auf der Straße begann der Verkehr, und klang dumpf bis zu ihr herauf. Sie hatte die ganze Nacht kaum ein Auge zugetan. Immer weilten ihre Gedairken bei dem Geliebten, denn sie nun bald wiedersehen würde. an General Obregon an. Freilich, nur heimlich, und von ferne konnte sie ihn sehen. Helmar durfte ja nicht ahnen, daß sie ihm nahe war, denn da mußte er erfahren, was sie inzwischen geworden war. Das durfte niemals geschehen. Bier Wockien wollte Miriam Wabren noch in Berlin bleiben, dann hieß es für lange Zeit scheiden. Paris, Wien, Budapest! Die Verträge lagen bereit, sie brauchte nur zu unterschreiben. Aber sie wollte eS noch nicht, irgendein Gefühl hielt sie davon ab, es war, als wenn sie alles, alles verlieren müßte, wenn sie jetzt schon von Berlin fortginge. Alles verlieren? Wie kam sie darauf, alles verlieren? Hatte sie nicht fchon alles verloren, das Glück, ihre Liebe? Und heute würde er kommen, und vielleicht morgen oder übermorgen würde sie ihn fehen. Es würde eine furchtbare Qual fein, nicht einfach hervorzustürzen, und sich an sein?r Brust zu bergen! Aber es konnte, es durfte ja nicht sein! Nichts als die Erwnerung an seine Liebe blieb ihr, die Erinnerung.---_ Mriam erhob sich und kleidete sich rasch an. Es litt sie nicht mehr im engen Zimme?. Der Tag war so schön u. sonnig, sie wollte ihn draußen in der freien Natur genießen. Entzückend fah sie in dem neuen, einfacheleganten Sommerkostüm aus. Sie verließ das Hai'?, um ganz allein nach Wannsee zu fahren. Dort machte sie eine Dampferrundfahrt, und aß im schi^difchen P villon zu Mittag. //xortft». solat.^ ?^res?ag, sen IM. 8 .. 1/4 liegende Bluttaten unter Zuhilfenahme einer Hellseherin der Aufklärung näherzubringen. Es haTldelt sich um das rätselhafte Verschwinden der LWHrtgen Martha LeS-nikowsky aus Grünmannsheide im Jahre IA11 und um den Mord an dem Gastwirt Dannenhöfer aus Obergrüne bei Iserlohn im Jahre 1920, /^wei Verbrechen, die trotz jahrelansier anqestrengter Bemühungen der Kriminalpolizei bisher unflesühnt geblieben sind. Der Vermittlung des Nniversitätspro-ft?ssors Dr. Verweyen ist es gelungen, die Dellseherin Frau GeiSerg-Wieghardt auS Dslffeldorf nach Iserlohn zu Veist'ellen, die in lierado^^tt unfaßbarer Weise den Hergang der grnnenvollen Morde bis in alle Einzelheiten schilderte nnb auch die Täter genau beschrieb, obwobl sie von beiden Mordtaten keine Kenntnis hatte. Das erste Erperiment U'nrde im Garten einer Familie Scharsen-borft vorai'nommen, wo Frau (Verberg in Trance verfiel und mit der Schilderung des Mordes begann, der an dem Mädchen verübt wurde. Der Mörder soll die Leiche nach der Tat ins Wasser geworfen haben. Er werde nach einiger .^eit s-^iwer verunglücken und im Krankenhaus die Mordtat gestehen. mehreren Stunden wurde ew ähnli-ck'eK Erveriment in p>bergrüne vorgenommen, wo vor acht Jahren der Gastwirt DannenbAfer ermordet und beraubt wurde. Auch in diesem Falle beschrieb die .Hellseherin den s^eraana in der Mordnacht genau und machte ^abllose Feststellungen, die ibr nnmöasick» besannt gewesen sein kennen und in allen Punkten zntressen. Die Ei^perimen-te. denen namhafte K'riminalbeamte bei-wobnten. sretl^iat. das^ man auch an hiesiger Stelle friminaltelevathischen Ver-sncM»n Uetrolmmraffinerie 'M ood River «MinolZ), SS^ Juli, ^ine furchtbare Feuersbrunst, die in der kjiesigen Petroleumraffinerie ausgebrochen ist, drobt ganz Wood River zu ergreifen. dt, sondern auch die naheliegenden Ortschaften .^»artford mid^Evst Alton, wo fich die Riesentanks der Stanwrd Oil Co. und der Rora.s^M Pfund Sterling. t. Ein Bett über einem Grab. Nach einer Pariser Meldung entdeckten Arbeiter in einem alten .Hanse in St. Paul des Prix beim Ausbessern des Bodenbelages eines im Erdgeschoß gelegenen Schlafzimmers einen Sarkophag, der ein Skelett ent hielt Der Sarg befand sich genan unter dem Bett des Besitzers des .Hauses, der also, ohne zu wissen, mehrere Jahre lang "Nf einem Grab geschlafen hatte. aller Sicherheitsvorschristen gestattet, daS Essen an Ort und Stelle zu kochen. An win-digen Stellen dürfen auch diese kein Feuer anzünden bezw. haben diese das Feuer sofort zu löschen. Das Ausbrennen von Schlaglichtungen ist strengstens untersagt. Ferner ist das Wegwerfen von noch brennenden oder glimmenden Zündhölzchen od. Zigaretten oder Zigarren unter allen Um-s^^nden verboten. Jedermann. >^0? im Forste oder Waldrande Rauch, Glimmen oder gar Feuerflammen bemerkt, ist verpflichtet, das Feuer sofort zu löschen. Falls ibm dies nicht möglich sein sollte, hat er unverzüglich selbst oder durch andere Personen die Bevölkerung und die nächste amtliche Stelle (Bürgermeisteramt, Gendarmerie, politische Be-börde) zu benachrichtigen, die die LöschaV-tion sofort einzuleiten bat. Die Besitzer von brennenden ^äldern, Forst^üter sowie die amtlichen Stellen sind berechtigt, federimnm Löschaktion heranzuziehen. Nach Löschung des Feuers ist die Brandstelle Wvei Tage zu bewachen. Schnl^tragende find ffur Vergütung des verursachten Schadens ver-vflichtet. überdies werden sie gesetzlich belangt. .Für Kinder und .Hirten haften die Eltern be^w Arbeitgeber. Zuwiderhandelnde haben alle Straffolgen zu tragen. Genauere Bestimnnmgen find auS den diesbezüglichen amtlichen Berlautvarunyen ersichtlich. DerLehrerkongreß ln Maribor 75?6ige FahrpreiSermähigmig. Die Ge»ieraldirektion der jugoslawischen Eisenbahnen bewilligte allen Teilnehmern an der .Hauptversammlung der jugoflawi-schen Lehrerschaft in Maribor eine ?v5kiye Fahrpreisermäßigung. Alle Lehrervereine werden deshalb eingeladen, die entspreche!»-den Legitimationen für ihre am Kongreß teilnehmenden Mitgliedes bei der OrtSgi^ pe der UIU in Ljublfona anfordern zu wollen. Der Borbereitungsausschuß für den Gmp-fang der Gäste hat sich bereits k»>nst!luk»!t und amtiert täglich von 9 bis IT Uhr w der ^nabenvolkMule in lder Rnzlagoiv« «ltoa, 1. Stock. Die Bevölkerung von Mnribor nochmals ersucht, alle in der Zeit vom k!'. bis lZ. August verfügbaren Schlafstellen m?t Angabe des Preises dem Ausschuß bekanntgegeben zu wollen. Die Anmeldungen stnd als verbindlich zu betrachten, da sonst eine Reihe von Gasten ohne Nnterkunlft bleiben könnte. Angesichts der bedeutenden F«ihr-Preisermäßigung i>st eine groste Zahl von Kongreßteilnehmern zu gewärtige». Zirkus Kwdsky in Maribor Der gegenwärtig in Maribor weilende Riesenzirkusl u d s k v ist begreiflicherweise in aller Munde. Eine regelrechte Stadt ist hinter dem Magdalenenpark förmlich über Nacht erstanlden und die vielen Leute, die täglich in Massen binansströnien, werden des Sehens nicht müde Es ist aber dies auch ein Unternehmen, das nicht nur irriolge seiner beispiellosen Größe, sondern insbesondere infolae seiner bewundernswerten Organisation Al?fsehen erres^t. Die Vorstellungen gewähren uns da einen Einblick in diese gewaltige Maschinerie. Man ist fast nicht im stände, dem Verlauf der durchwegs atemberaubenden Vorfi'chrungen in sämtlichen Manegen zu folgen. Ein Riesenpro« gramnl, wie man <-s in nnserer Stadt wobl noch nie zu sehe«? bekam — der -Zirkus Mndskv hat sich selbst feit seinem lei'.ten Besuche schon weit übertroffen — rollt sich mit kinematograpbischer Schnellilskeit und un-alaublicher Exaktheit vor nnseren Augen ab. Den Zuschauern wird fast nicht Zeit gelassen, znm Atem zu kommen. Bereits die gestrige erste Abendvorstel-lung des ?ir?n^ war verhältnismäßig gut besucht. Daß daS umfangreiche Programm Maribor, den 26. Juli mit seinen gan.z kolossalen Attraktionen die Zusck>auer restlos befriedigt<'. braucht! wohl nicht betont zu werden. Alles jene, was man in einem Zirkus überhaupt zu sehen wilnscht, wnrde gezeigt und zwar in einer Weise, die jedermann in Staunen versetzte. Es wtirde zn weit fi'ihren. wollten wir an dieser Stelle ans die einzelnen Vorsiihrun« gen «nrslckkommen. Das eine mnß zur Ehre der Zirkusleitung jedenfalls gesagt werden, ^daß auck, der verwöhnteste Zirknsbesucher voll und ganz auf seine Rechnung kommt. DerWtunl? von Waldbränden Angesichts der herrschenden Trockenlieit mebren sich die von Wald- und Wiesenbränden, die leick»t verhängnisvoll werden können. Znr ^erbiitnna von Sackiscb-^-d^n und mac^^ die >iolitis00 Dinar verschwand bereits in der folgenden Nacht. Die Untersuchung ergab, daß der Knecht schien einige Tage eine gewisie Rosalia S. aus OrmoZ, die sich als reiche Besitzerin au/gab, in Wirklichkeit aber eine abgefeimte Venuspriesterin ist, bei sich beherbergte. In der erwähnten Nacht ging der Knecht gegen N Uhr in die Stadt.Während seiner Abwesenheit zog „Saly" einen Anzug des Knechtes an, entwendete das Fahrad und fuhr als Bub verkleidet auf und davon. Radio Freitags 27. Juli. W i e n lG r'a z) 20.05 Uhr: Märsche, Walzer tt«d Potpourris. ^Preßburg l9.3(>: Prager Sendung. __ 21.00: Brünner Sendung. -^Zagreb 20.3Ü: Operdung. Anschluß .Kasseler Spätlonzert. — .Prag lS.M: Deutsche Sendung. — 21: Wer ist der Besjere? Ruft der alte Recke Marko Miljanov den Stojan Vukiöev Popovi^ auS Kosor und den Miljan Pamlvv Ljakovi^ aus Unter-Medun zu sich und fragt: „Wer von euch beiden ist der Bessere, damit ich ihm eine Flinte schenke?" Miljan antivortet: „Ich bin besser als Stojan, da ich achtzehn Feinde getötet und ihnen Ohren und Nasen abgeschnitten habe, nnd Stojan hat niemanden getötet, ge-^ schweige Nase nnd Ohren abgeschnitten." Stojan erwidert: „Ich habe fünf Men-schen vom sicheren Tode gerettet, was der Bosnoda Marko und der ganze Stanlm der >^ttei weiß, und denke, daß ich der Bessere bin." Darauf der Bojvoda Marko: „Beide seid ihr gut. Tie FI int werd' ich darum keinem geben. Mer immer ist es schwerer, ein guter und edler Mensch zu sein als ein .Held. Besser Menschen dom Tode retten als sie dem Tod überliefern." Wörtlicher Aehorfam. Vernimmt der Bischof Rade, das^ Vufi<< Popov zwei . Frauen babe, ruft ihn nach Ceti''!?', fäl^t ihn heftig an und sagt ihn, am Ende: sowie d'i nach .Hause kommst, br::'lisk ou die ^rau au.- d.'M Hause!" ,»AeschiM, Herr!" " Brünner Sendung. — 22.20: Abendmusik. — D a v e ti t r y 21.35: Militärkonzert. — 23.00: Tanzmusik. — Stuttgart 20.15: Populäres Orchesterkonzert. Anschließend Fritz Reuter-Stunde. — Frankfurt 20.15: Stuttgarter Gendung. Anschluß Kaffeler Spärkonzert. — Brünn IS. 10: Deutsche Sendunq. — 19.00: Russischer Abend. — 20.2V: Kammermusik. — 21.00 und 22.15: AuSstel-lungSkonzert. — Berlin 20.30: Konzert. — Mailand 20.50: Sinfoniekonzert. — Budapest 20.00:Orchesterkon-zert. — 23.00: Tanzmusik. _ Warschau 20.15: Sinfoniekonzert. — P a-r i s-E i f f ^.l 20.30: Abendkonzert. xkmter«»»Kunst ^ ReiichardtS neuerliche Berufung nach Amerika. Aus Paris wird gemeldet: Der Präsident der United Artist Corporation, Schen ck, der migenblicklich in PariZ weilt, gedenkt Max Reinhardt nach Hollywood mitzunehmen. Schenck wird Reinhardt in Salzburg aufsuchen. Bon Salzburg wird.^Schenck nach Rußlant» reisen.«...... ' . 4^ Ein« unbekannte Oper Dvokaks. Aus Prag wirb geschrieben: Kürzlich fand man hiet eine Oper Anton D v' o ? a k S, von der man früher annahm, sie sei längst vom Komponisten vernichtet worden. Es handelt sich um die erste Fassung der komischen Oper „König und Köhler" zu einem aus den tschechischen Völkserzählungen. Dvokak schrieb sie im Jahre 1871 als zweite Oper, doch kam es nicht zur Aufführung des Werkes^ da dessen Musik nach zeitgenössischen Berichten für viel zu kompliziert u. darum schwer aufführbar gehalten wurde. Spott VpIaWeMchwimmen »Quer durch Marlbor- Wie bereits gemeldet, findet dieses Mei-sterschaftSschwimmen am 5. August um halb 15 Uhr vom Käfer- bis zum Christian-Ba-de statt. Das Schavimmen findet in zwei Kategorien statt sDame,^- und Herren-Schwim-men). Jeder Starter schwimmt auf eigene Gefahr. Zur Sicherheit begleiten Boote sowie mehrere gute Schwimmer die Startenden. Der Pokal sowie die übrigen Preise werden einige Tage vor dem Wettschwimmen im Schaufenster der Firma P e t e l n (Go sposka ulica) ausgestellt. Annieldttngen werden täglich bei Herrn H öfer sUlica 10. oktobra) mündlich oder schriftlich entgegengenommen. Die Anmeldungsgebühr beträgt für Rapid-Mtglieder Als Viiti<^ heimkehrt, ruft er schon vom .Hof her sein zweites Weib aus dem .Hause. Sie kommt, und Vukie gibt ihr daZ Pferd, damit sie es ein wenig hin« und herfiihre. Die männlichen Ver!lvandten Vuki<«' wundern sich darob und fragen ihn, warum er, statt einem von ihnen, allem Brauch zuu'ider, sein Weib gerufen habe. „Ich habe dem Bischof gehorcht," erwidert Vuki,<, ..er hat nnr befohlen, das Weib sowie ich nach .Hause komme, aus dem H-iuse zu schaffen, und das Hab' ich getan. Jetzt nehnit ihr das Pferd, und hinein mit ihr!" Rur einer frühstückt! Fürst Nikola (der als großer Ausbeuter seines Volkes bekannt war) trifft auf einem Spaziergang von Cetinje nach Vajice an: Wegrand sitzend Ivo Vojinov Brana, wie er Brot und Käse verzehrt. „Am Frühstücken, Ivo?" fragt ihn leut-selig der Fürst. „Nicht doch, Herr!" «Wieso nicht, da du doch Brot und Käse ißt?" It»o, den Blick fest auf den Fürsten Nikola gerichtet, sagt: ..Nur einer frühstückt, Herr, in Montenegro, zwei oder drei ha-ben ?lppetif und tunken "in '>nl^ wir andern alle hungern.- HrAtäg, d'en 27. JuN. w und "für alle ailderen Teilnehmer 20 Dinar. Alle Teilnehmer werden ersucht, am 5. August um 14 Uhr im Käfer-Bade pünktlich zu erscheinen. Das Schwimmen wird von einigen Amateurphotographen festgehalten. Variser Salwn-Bilanz Paris, Ende Juli^ Nach einem ungewöhnlich langen Mini» sterrat ist die offizielle Politik in eintt? mehrwöchentlichen Schlaf versunken. Und eS war keine frohe Urlaubsrede, die P o i n-car ^ seinen Mitarbeitern hielt. Er sprach ihnen nämlich von dem Haushalt für 192S, den er als vorsichtiger Familienvater bereits entworfen, utld der einen vorläufigen Fehlbetrag von nicht weniger als vier Milliarden Franken aufweist. Das „erste StaibilisationSbudyet" läßt sich also nicht s^r freundlich an; ein paar Erspar^iffe können zwar noch gemacht werden, aber in der Hauptsache heißt das Lied doch wiederum: Steuern, Steuern, Steuern. S o hatten es sich die Wähler der Nationalen Ein^ tracht nicht voi:gestellt. Wenn einer schon als Wundei iuaun geltvn will, soll er keine halben Wunder tun. Trotz der nahenden Hundstage wurde in aller Eile noch eine leidenschaftliche Diskussion über den Stul;z^ des Kabinetts Poincare im Oktober oder? November geführt; die Geister scheiden sit^ in Briandisten und Tardieuaner, und die Chancen liegen gegenwärtig ungefähr gleich. Das Zünglein an der Wage bilden ohne Zweifel die S o z i a l i st e n, deren Parteitag eben ein widerspruchvolleS En^de fand. Aus doktrinären Gründen heraus, und weil sie wirklich nicht andets konnten, sprachen sie sich für die sofortige, bedingungslose Räumung der Rheinlande-'üuS; zugleich aber ließen sie die Einwenduttgsn gegen Paul Boncour als offiziellen Vertreter Frankreichs in Genf fallen und verleugneten damit den ersten Beschluß. Denn Paul Boncour wird in Genf die Zustimmung Frankreichs zur Rheinlandräumung von allerlei Bedingungen und Koin-Pensationen abhängig machen, und sein Standpunkt in der Abrüstungsfrage ist bekannt genug . . . Aber die Sozialist:» wollen sich eben eine Hintertüre vffest^chal-ten, die zu den Regierungskabinetten die Verbindung herstellt; sie halten sich bereit, weil sie nicht den Tag, noch die Stunde wissen. Mit diesen Nachhutgefechten ist die Politische Schlacht vor der .Hand zu Ende; mit ihr sind auch die Feste, die Bälle, die mondänen Veranstaltungen, Theater, Konzerte usw. abgeschlossen. Eine merkwürdige Beobachtung drängt sich auf: Die großen offiziellen Zierlichkeiten, früher der „clou" der Saison, verlieren niehr und mehr an Glanz und Zugkraft. So wurde in diesem Jahre der glänzende „Franko^amerikani-sche Ball" rundweg abgesagt, und zwar, wie man behauptet, auf direkte Veranlassung Drei Orden. Radovan Pulev Lazovjö! vom Stamm d«?? KuLi lvaudert nach Eetinje zun: Fürsten Nikola, eine Auszeichnug zu verlangen. „Was führt dich her, Radovan?" fragt ihn der Fürst. „Bin gekomnlen, damit du mir drei Orden gibst." Der Fürst befiehlt, ihm eine Medaille zu geben und fragt dann: „Was fällt dir eigentlich ein, Radovan, gleich drei Orden zu verlangen?" „In Wahrheit. .Herr, tat ich's, damit^du mir wenigstens einen gibst." Der Montenegriner und die Deutsche. Sucht ein Montenegriner eine abgeirrte Ziege. Trifft ihn eine junge Deutsche und beginnt mit ihm zu schwätzen. Der Montenegriner ist jmlg und sehr schön, und der Deutschen gefallen besonders seine Augen. Nachdem s^e iiberlegt hat, wie sie ihm ihre Sympathien ausdrücken könne, platzt sie heraus: „Wunderbar seid ihr Montenegriner! Schau ich dir in dis Augen, scheint es mir, ich erblickte die ganze Welt in ihnen.* „So, die ganze Welt?" sragt der Sohn der SchN'arzen Berge gleichgültig, „siehst du dann vielleicht auch irgendwo meine Ziege, die ich schon so lange suche?" Aus dem Serbischen von bw. der amerikanischen Botschaft hin, die ein gesellschastlicheS Fiasko befürchtete. Der Ball des ^Grand Prix", der in diesem Jahre gerade auf den Abend der Franken-stabilisicrung siel, tvar zum Weinen trostlos; umsonst erstrahlte daS unvergleichliche Innere der Großen Oper im vollen Lichtglanz, umsonst funkelten alle Sterne, die kleinen und die großen, der Pariser Bühnenwelt: die Aristokratie blieb sern. Was man erst durch den Zufall erklären wollte, gestaltete sich zu einer richtigen De-monstration, als auch die „Große Nacht von Paris" nur wenige berühmte Namen auf« wies, und z»var ausschließlich solche, die sich um ihrer offiziösen Bindungen willen nicht entziehen konnten; anderseits fuhr zum „Drag-Rennen" in Longchamps kein einziger Mail-Coach die Avenue deö Champs-Elyszes herauf, was fast eine Beleidigung siir den Präsidenten der Republik darstellte . . . Solche Anzeichen deuten darauf hin: Die hohe Pariser Gesellschaft will wiederum „unter sich" sein. Die „exotischen Jahre" sind vorüber. Das Fremdenfieber ist gefallen. Nach dem Kriege galt es als höchster Schick, chilenische Exzellenzen, Paraguayer Fürsten, mexikanische Herzöge in hellen Haufen bei sich zu sehen; die Sucht griff auf das offizielle Paris über, und bald war keine Veranstaltung mehr denkbar ohne ein halbes Hundert von solchen exo« tischen Herrschaften. Heute hat man davon genug. Man kehrt zu den gesellschaftlichen Gepflogenheiten der Borkriegszeit zurück und lehnt alles ab, was nicht in der vorletzten Ausgabe des „Gotha" bereits verzeichnet steht. Die Russen sind die großen Nutznießer dieser Reaktion; es soll jedoch auch hervorgehoben werden, daß zum erstenmal seit 1914 die d e u t s ch e Kolonie in Paris wieder eine gesellschaftliche Rolle spielte. Nicht nur durch Veranstaltungen im engeren Kreise der Landsleute; sondern auch in den großen Empfängen, den geschlossenen Bällen, den offiziellen Festen in der Botschaft und anderswo. Ein „mondänes Locarno" befindet sich in Borbereitung. Der kommende Winter wird wohl den Abschluß bringen. 20. Ju li: Der letzte, allerletzte Termin für jeden anständigen Pariser, seiner Stadt den Rücken zu kehren. Wer durch Geschäfte oder sonst einen Grund zum Dableiben 's)'gezmllngen ist, wagt sich kaum noch aus die Straße: er sc^mt sich vor sich selber, und vor jedem Blick, der ihn treffen mag. Paris gehört jetzt den Fremden: sie mögen darin nach Belieben schalten, sie sind ganz „unter sich". Ein Spötter hat gesagt, darum hätten die Pariser an alle Fensd.'r, selbst die im sechsten Stock, schwere Läden angebracht: um sie schließen zu können vud dadurch ihre Abreise zu beweisen. Man durchwandere etwa den gutbürgerlich^n Boulevard Raspail, der sich endlos vom Belforter Löwen bis St. Germain hi»i-streckt: vom Erdgeschoß bis zur Dachluke alles fest verschlossen, ein richtiger Toten-boulevar^' Denn im eigentlichen P:iriZ machen die Geschäfte keine Ausnahme; die schweren Plattenläden sind «i.'derg?-lassen, und in der Mitte klebt d"s traditionelle Papierchen: „Wiedereröffnung? am 16. September." Bereits ahm-'n sogar die Restaurants das Beispiel nach; .ils ich neulich mit ein paar Bekannten in einem kleinen Lokal dicht am Lureml.ourggart.'n speisen wollte, lasen wir zu unserem nicht geringen Erstaunen: „Emil enipsän.i^ keine Gäste; Emil läßt sich jetzt l?ll>er b.Wirten; Emil wird am 1. Oktober wieh?r zum Diener." Wohin geht des Parisers S-inlm.'rrcise? Wer sich'S nur einigermaßen leisten kann, zieht nach den aldberühmten Bädern und Kurorten: Vichy, Deauvill<', Le Toucsitet, Paris-Plage, Mont-Dore, Font-Romon. Das märchenhaft rasch gewachsene La Bau-!e mit seinem berühmten „LiebeSwald" macht stärkste Konkurrenz; die Auvergne und Hoch'Savoyen kommen mehr und mehr in Mode. Inimerhin stellt selbst ein kurzer Aiiscutbalt au diesen mondänen Plätzen zienllick hohe Anforderungen, da die Preise b?i nmßiacm ttomfort längst auf Weltmarkthöhe sind; wer in der Lage ist, Vergleiche anzustellen, Nndet sogar, daß man in jeder Hinsicht besser in der Schweiz, in Teutschland und Tirol lebt als im viel-gerühmten Frankreich. Der „mittlere Franzose^ muß denn auch auf diesen zus verzichten; er ist das ganze Jahr über auf der Suche nach dem /.petii treu Pas cher", dem kleinen, billigen Neste, und verfällt dabei oft aus die drolligsten Sachen. Die Familie mietet irgendwo um geringes Geld eine halbzerfallene Bauernhütte; der Vater setzt 'sie instand, Mutter und Kinder arbeiten unverdrossen im .Haushalt; darüber vergeht die schöne Sommerzeit, und bei der Rückkehr berichtet man voller Stolz über den vornehm-idyllischen Ort... Man muß sagen, daß diese Möglichketten im entvölkerten Frankreich geradezu unerschöpflich sind: zdvischen der Loire und der Ga« rönne zum Beispiel gibt es Hunderte von halbverlassenen Dörfern, deren ehemalige Bewohner teils gestorben, teils in die Städte ausgewandert sind; sie bilden einen Äagreber Bvrfenwoche A. W. Z a g r e b, 25. Juli. Auf dem Geldmärkte hält die Anspannung weiter an. Nach dem letzten Ausweis der Nationalbank vom 15. Juli hat sich die Metallunterlage um 8.9 Millionen Dinar aus 349.7 Millionen Dinar verringert. Der Stand der .Wechseleinreichun-gen sowie des Effektenlombar^ ist gegenüber dem Vorberichte mit 1.605,1 Millionen Dinar sast unverändert. Der B a n k n o-tenumlaus hat sich um. 126.6 Millionen Dinar auf 5.216.9 Millionen Dinar vermindert. In der Börsenlage ist. keinerlei Aende-rung eingetreten. Im allgemeinen herrscht im Effektenverkehr vollkommene Stille. Auf dem Bankaktienmarkt zeigten sich keinerlei nennenswerte Kursschwankungen. Schlüsse fielen in d-en bekannten Papieren u. z. Hipobank zu 59.50, Erste Kroatische zu 950 bis ^55, Gerbifi^ Bank 145, Jugoslawische Bank 88 und 88.50, Aktien der Rationalbank notierten zum Wochenschluß 6700 bis- 6800 umsatzlos. Kreditbankaktien waren weiterhin bei 85, Kroatische Bank bei 45, Internationale bei 57.50 undKatholische bei 34.50 gesucht, ahne daß sich in diesen. Papieren Ware auf dem Markte zeigte. In I n d u st r i e w « r t en war der Verkehr auch in dieser Berichtswoche gering. Kursschwankungen traten bei den einzelnen Papieren nicht ein. Ragufea sind in dieser Berichtswoche etwas stärker gesucht und gehandelt worden und zwctr zu Kursen von 455 bis 460. Gutmannattien notierten zum Wochenschluß bei 210 G-'ld ohne Ware fest. Slavoniaaktien blieben unverändert. Slawexaktien tendierten stabil. Nach langer Pause wurden in dieser Berichtswoche auf der Börse Aktien' der Croatia-Holzindustrie zum Kurse von 185 gesucht, doch konnte die Nachfrage mangels Ware nicht befriedigt werden. Zuckerfabrik Osijek wurde in dieser Berichtswoche zum Kurse von 280 geschlossen, Trifaller verzeichneten Schlüsse zu 470 bis 480, Broder Waggon auf tieferer KurÄasis bei 83. In den übrigen Jndustriewerten traten bei umsatzlosem Verkehr keine Kuränderungen zutage. Auf deni Staatswertemark-t e tendierte Kriegsentschädigvngsrente schwankend. Die Kurse hielten sich zwischen 437—438 und 439.1 bis 404 prompt. Wochenschlnß trat eine freundlichere Ten-denz ein. Der Verkehr kiielt sich in den gewohnten Grenzen. Agrarschuldverschrei. düngen blieben bei schwächerer Kurstendenz ohne Umsätze, JnvestitionSanleihe wurde auf tieferer Kursbasis von 89.50 auf 89 gehandelt. Auf dem D e v i s e n m a r k t e ergaben sich in den ein.^elnen Devisen keinerlei nennenswerte Schwankungen. Die Kurs gcstaltung war den Bewegungen der ekn-zelnen Devisen auf den Auslandsmärkten ancieglichen. Die Nationalbank mußte auch in dieser Berichtswoche mit Interventions-abgaben einschreiten, doch zeigte sich in die-ser Berichtswoche immerhin etwas rcichli- Die „MordANM SeMmß* ta«i »it iev«» Taoe odov aieN werde». idealen' Eommera»fe«th«^ für die, die nicht faulenzen, sondern arbeiten wollen. Von was spricht das stadtflüchtende Paris? — Von dem Skandal der amerikanischen Scheidungen, worin eine hochgestellte Magistratsperson und acht Anwälte verwickelt sind; von dem Verhör des Marseil-ler „Landru" Roy, der sich als ein hervorragender Hungerkünstler. entpuppt; .von dem Brand des Pleyelsaales, der übrigens als „akustisches Wunderwerk" weit überschätzt wird, so zwar, daß der Architekt sich selber erbot, ihn abzureißen und auf c^tgene Kosten neu zu errichten; endlich von dem erbitterten Streit um die Kaiserin Marie-Luise, die von den „Germanophilen" rehabilitiert werden soll. Für Saisonschluß übergenug.... cher Privatware auf dem Markte. Der Dinar tendierte bei 9.129 gegen Zürich und 276 gegen London. Grobe WafferfraftprojeNe an der unteren Donau Internationale Wirtschaftskreise trogen sich mit dem Gedanken, durch Beseitigung der gefährlichen Stromschnellen im Eisernen Tor (zwischen Jugoslawien und Rumänien) die Donauschiffahrt zu heben. Dies könnte dadurch geschehen, daß um die Katarakte ein breiter Tunnel gesührt würde, während die Stromschnellen zu riesigen Wasserkraftwerken ausgebaut werden könnten.'. Dadurch könnten über eine Million Pferdekräfte erzielt werden. Die im Eisernen Tor gewonnene Energie käme allen Nachbarstaaten in genügendem Ausmasse zugute. Die Kosten würden zwar in die Milliarden gehen und die Arbeiten eine Reihe von Jahren dauern, doch würden die investierten Kapitalien reiche Zinsen eintragen und vor allem die Dönaüschisf-fahrt bedeutend fördern. X Novisader Produktenbörse Pom 35. Juli. G « r st e: BvSkaer, stp^mische und Banater S4 Vcf 210—215. — Hafer: BaS-kaer, syrmischer und slawonischer p<'r August 19.^)—200. —Die übrigen Artikel un>d die Tendenz unverändert. — Umsätze: Weizen 39)^, Gerste I, Mais 8, Mehl I und Kleie I Waggon. X Amtlicher Gaatenstandbericht. Das Ackerbauministerium teilt mit, daß die heurige Weizen-, Roggen« und Gerstenernte seit dem Jahre 1919 einen Rekordertrag dar stellt. Auf größeren Kmnple^en wurden Hektarerträge von 20, stellenweise sogar bis zu Iö Meterzentnern erzielt. Der dur^chnitt liche Ertvag stellt sich auf 16 Zentner pro Hektar gegenüber einem DurchschnittSertrag von 9 Zentnern in den letzten ^hren. Der Mais dürfte Heuer zwar keine Rekori>ziffern aufweisen, verspricht aber i^wischen niittel und gut zu werden; jedenfalls ist mit einem weit besseren Ertray zu rechnen als im Vor jähre, auch wenn die herrschende Trockenheit noch einige Zeit andauert. X Ausbau des BirementverkehrS der Postsparkasse. Mit !. August sührt die jugoslawische Postsparkasse den Virement- und Auszahlungsverkehr mit Belgien ein. Die Bedingungen find dieselben wie beim Verkehr mit der Schweiz, Italien, der Tschecho slowakei, Oesterreich und Unc^n. X „Jugoslawische Bereinigte Bank". Die Fusion der Jugoslawischen Eskompte- und Hypoth^'karbank mit der Bosnischen sowie der Agrar- und Kommerzialbank ist nunmehr beschlosiceie Tatsache, da die außerordentlichen Generalversammlungen der drei Anstalten ihre Zustimmung hiezu erteilten. Die neue Großbank wird die Bezeichnung „Jugoslawische Vereiniate Bank" kübren u. wie bereits erwähnt, über ein Aktienkapital von 175 Millionen und einen Reserveiond von über 50 Millionen Diner verfügen. Das neue Geldinstitut ist somit das größte in Jugoslawien, ob auch das stärkste, wird die Zukum't zeigen. X „Ljubljana im Herbst". Im Ankiang zu unserem gestrigen Proaramm dieser Herbstveranstnltnng der Mustermesie in Ljubljana wären einige selbständige Ausstellungen zu erwähnen, die im Rahmen der '^^ranstaltung abgehalten werden, so die Garten-, die Hvgiene-, die Radio- und die Mi^belau?steslung. Der Verein 'n Ljubljan - plant eine ?lusftelluug der i'Ivwe- Nischen Fmnm. Sonntag, de« S. EchM-ber findet ein« Revue der slowenischen Volkstrachten statt, in der verschiedene Volkstrachten vor Augen geführt werden. Die Gottscheer beabsichtigen bereits Sonntag, den 12. d. in L>jubljana eine eigene Trachtenschciu sowie eine Vorführung khrer Sitten und Gewohnheiten, die sich seit dem 15. Jahrhundert echalten haben, zu verM, stalten. Das Reinerträgnis ist für die studie renjde Jugend bestimmt. „Ljubljana im Herbst" wird auch eine beso»idere Harmöni-ka-Ausstellung und ein Wettspielen der slo. wenischen Harnionika-Spieler umfassen, das Sonntag, den 9. September nachmittags vera>iHaltet wird. Jeder slowenischen Harmonikaspieler wird da Gelegenheit haben, seine Kunst zu zeigen. Zugelassen sind nur angemeldete Spieler, weshalb sich Interessenten mittels Korrespondenzkarte bei der Mcsseleitung anmelden wollen. Armen Spie lern wird die Fahrt vergütet. Au« aaer M« Edlnirom vor sooo Äadrea Da, wo jetzt Visby, die Stadt der Ruinen und Rosen, gelegen ist, befand sich in bor-geschichtlicher Zeit ein Fischerdorf, dessen Gräber von dem be^nnten schwedisch^w Archäologen Dr. John Nihl^n neulich un-terfucht worden sind. Dabei fand er bei einer großen Anzahl SkeliZtte anormale Auswüchse und Mißbildungen, die von entsetzlichen Leiden durch ^lenksrehumatis-mus und ähnlichen Krankheiten - zeugen, deren Ursache wohl das rauhe Klima, wie' auch der einseitige Fleischgenuß waren. Auf den letzteren sind auch die Anomalien d?r Kinnbacken zurückzuführen. Die vorgeschichtliche Bevölkerung Schwedens scheint am Zerfall der Zähne und an Zahnweh stark gelitten zu haben. Auch kamen Rachitisepidemien vor. Die Kindersterblichkeit jener Epoche war außerordentlich groß, und das Durchschnittsalter lag zwischen 40 bis 50 Jahren». Aber schon zu jener Zeit —-vor 500 Jahren etwa — gab es Chirurgen, die sogar sehr schlmerige Operationen ausführen konnten. In niehreren Schädeln hat man kleine runde Löcher entdeckt, die darauf hindeuten, daß sich die Heilmänner auf die Trepanation verstanden. Trotzdem dieselbe mit einem Steinbohrer ausgeführt wurde, haben die Patienten die Operation doch überstanden. So legen die j^ochen-überreste auf Gotland Zeugnis ab nicht nur von den Leiden und Krankheiten der vorgeschichtlichen Menschheit, sondern auch von der Heilkunde und den chirurgischen Kunstgriffen jener Zeit. NirKMeundHaus h. Saure Milchsuppe. In enva ^ Lit^ saure Milch sprudelt man drei Dekagrannn Mehl und etwas Elsig, gießt dies in 1 Liter siedervdes Wasser unter Umrükren, wur^^ mit Salz, KÄmnel und Paprita un^ läßt glit verkochen. Ueber dünnblältcrig geschnittene Semmel oder Schlvarzdrot ausgießen, nußgroß Butter zumisc^n. h. Fleischiaiat. Uebrig^bliebenes :nagere4 Rindfleisch wird udelig geschnitten, in tiefer Schüsiel mäfsi^ gesalzen, mit se-ingeschnitte-nem Schnittlauch durchq'lreut. Einen Dotter rührt man mit einem Lössel Salat?! und Ei^sig ab und mischt mit dem Fleisch gut durck. Mit Kartofs(Isck"niarren dazu auftragen. h. Kohlrabi auf Wiener Art. Man läßt in etwas Fett 3 Eßlöi^'el Zucker braun werden und tut dann 6 in kleine Würfel geschnittene Kohlrabi nebst deren feingewiegten jungen Blättern da^u, sal^t ein wenig, dämpft sie weich, rührt einen Kochlofsel Mehl daralsst! VlSnevI»!» ?as« attv ^S«an un«I VI or In IllMn lisrscksu li^ÄStSielsIIen» - Psrkk iSj^Iicd ^eÖkknet von 9—19 ^kr 82M5tgA u. 8onntgA 9-^14 i^dr ^lntritt8prei8 15 Dinar Kinäer diZ ?ekn ^skre 8 Dinar. 5. liWilci «ki« vo»« S.-1S. AUS. 1S2» ö.idn- uli6 8clilll!iklt! I.LLi7i!»I»?SV»Li« -"u 10 Dill l)ei 6ek etiieii-imtliciien VKK?KKVU?lI5ipos s' ul cn 24^, ?cl 317. putißlk «l. «Z., /^lek^-'licZkov.i c. 35 IeI.I2Z ^ieinei' ^n?si?>-—-? ?????>? UrberjicdZnnflcn, Ul?k'l!rführlln-gen vnn I^nslgütern, Einlagerun gsn und Ver^^nilutt^en bejorlit pro!Upics: uild l'illiizst Spei'ici« jli ?l. Neisnuin. PojtZLniSla ill. K. LUt7 ^thoioapparate m allen ^or« mat?n. »I.'vfiken und Prelsln« !ien '^!l'uililnna. Pliinon ii> ciller Ä^eltmark??!. in illeii ^rrn-aten, immer jrisch. Photomeyer. (^oiposka nlica. I018 Lu kaufen gesucht Cin bis -wci gut crsiciltene Plateanwl's'cn, Trnsllraft bis kq, werden .^u kaufen qesucht. „Transport", Spedition. Alclsandrov.^ ccsta t>1. S!)Sti ! ! : ! Juwelen» («iold. Till>sr-Ms:n' zen. falsche ^^äline, anti!? Ul)« re kausl z,i aslerp:l,st.'n P'eikcn Juwelier ^lqsr. ».Vosposla uN' ea lk^ ! ! ! ! Kaufe altes Gold. Silberkro. nen, falsche lVcbl^e und Zähne und ?^nhle dafür yöchstpretsel A. Stumpf. Kolt>arf>eiter. Ko» roS^ka eefta 8. ^ttt erhaltene Spezerel » Ein» richtuny wird sofort gekmift. — Anträge unter „1^8" an die Perm. Ccpar. >*öbl. Zimmer, Gospo« sliZ ulica. mit Bc>i)ezimmerbe^ nliluitt«^. all ^ulj an 1 od. 2 Personen zu vermieten. Adr. Verw. _ LotiN für Äsichlüt oder Knn>^-lei tileich zn oermieten. Anfrig. im i^!eichiifte I. N. öo^tariö, Mari^u'r 'Aleksandrona refta IL. ____ 2 ni^l'iiette ZiulMtr am Park an ? .'!>e'."^n oder Studenten ^zu veri?'.Ieten. Lleklr. Belench^ tung, jedes ttnt jei^ar. (5in'^an.^ lllld Badc^immerdenichung. ---Adr. Verw. ZweiliettijU's Zimmer mit cs?.!ns'enilt;ling ueriuieten. — TiNte'.itiachova ul. 1ti/L, T. 17. 3970 Äu Mieten gesucht Suche Wctznung mit 2 l)is 3 Zimmern fiir 1. Oktober od-'r 1. ^lovember in Mariber oder näck'ster Umgebung. Ankrä.i^ mit Ai'fsihruir»^ d'r Mictjiilö« l)öhc! unter „Ruhige Familis' an die Äerw. * Ein trockenes» feuersicheres Magazin wird in der Mitte der Stadt gesucht. Anträge unter „Magakin" an die Vermalt. ^ Äu vettousen Politiertcs klirfchen > Schlafzimmer, neu. ist billigst zu verknusen. Anfr. Tischserc'l i^rajska „l. .V ___ Damenfahrrad zu verkaufen. Tvornii^ka resta 22/l;. stWT Neue Möbel aus ^nrschholz, sckiSn und solid ausgearbeitet, billig zu verkaufen. Adr. Verw. fi!^72 _ sNe" tschMfOe Nal^m KSfe in kg'Paketen zu "tri Stück ftanko 140 Din. per Nachnah' me sendet Sirana in Najiö vin Novska, Slawonien. 8V74 Lu vermieten (Vrof^er Keller im Btadtzentr. j^i vermieten. Anfr. Alelsandro va c»sta IL, Aomauer. Suche Wohnung, bestehend auS 3—4 Zimmern, per sofort. Zah le nach Vereinbarung. Adresie Verw. 8M3 Suä>e separiertet, elegant mö' bliertes Zimmer, cvent. mit Vor^'.itnnier und Benuhung deS NadezimmerS, Piirterre oder 1. Stock. Antr^ an die Berw. unter „Vik^i osicir". R)71 Stellmgesuche Zn>ei Absolventen der Wein» n. Obstbaufthule suclien Stelle auf einem gr^f^even Oekonomiegu« te. Anträge imter „Oekonomie" an die Verw. x Aelterer Bäcker, verläßl., sucht Arbeit. Anfrage Ulica ll). ok-tol'ra, bei Le^anr. 8Wz Offene Gsellen Nasfeehauökafsierin, ilpaffeeköchin und perfekte Privatkstchin per fofort gesucht. Vorzustellen Ve-lika kavarna. 8W7 s^lotte Atafchinschreieberin mit j^nntnis der slowenischen und kroatschen Sprache per sofort ge sucht. Anfr. Verw Kitchin, welche auch Zimmer aufräumt, gesucht^ Heriöko, Tat tcnba6?ova ul. uu5>u»za I »>«»««»»«: KU?0,1» ro.»., NÜUUM 1» IVSWMM /^uk TUM 8tumpk 8e!KrvilKAeli Äuilvne!! 8cl,vne l.n^e iu cler >lslie äe, Ileiiliclien örunnämter >V«Iäe». ^ntodus-Vei!(elir (^er V.i^cn). «ISN 2S. ^uZI 1SLS »v iS> Ukr ! ZWM ' M lM Die t'c5tmuzik desorgt tlie Scdont eir iv,pelle unter per,0nilcdel l^eltun? ilnes k<-,pe!Imei,ter;. — l'Iüliitt krel. — .Union'-k'-ilZ-kler. Weine. Koltc .vsrme l<üctie: 8peri>I>t»t: Krot» und llgexliUknes. — ^um 8972 c!N öe8uclie lsljet lioklicl^st l)LIi Vertreter, ti.6 Sammler, werd Provision anka' zustellen mit Verw. ie Photo» gegen gute imen. Vor« ' lenten. Adr. 8870 Herrsli^i'.stSdiener mit Jahreszeugnissen auf ein Schloß für sofort gesucht. Offerte» m. Bild und Attspri'lchen an die Verw. unter '>errschaftSdiener". Mafchinfchreieberin, nur erst-klafsig, wird in AdvokaturSkanz le sofort aufgenommen. Anfr. Venv. 8658 Ein ttlavierf^eler oder Klavier» und Violinspieler werden ab 1 August aufgenommen in Park'Kavarna. 80K1 (Zetuptte unä jzedlumte kuniilkllzeiil!' in xroi^er unci reiciier^U8-wkilil ?u 7S Dinsr dei Irpiil, KIsrilior owvitzl tr?, 17. 4 0l > milienhauS, neugebaut. !imer. Rilche. sowie sämtli» s 'ul'ebör samt )VuäIer ?ibt im eix^enen, 5owie im I^amen ikrer Kincler " k^ritzil unä QretI allen I^i^eunäen unä öeksnnten clie trauriß^e I^ackrickt von äem /^bleden itiser lieben, lauten, unverxeiZlicken Butter, be^iebunxL^veize OroÜmutter, cjer Kstksrins vollnsr veicke ^ittv^vcli. äen 25. ^uli 1928 nscli kurzem sedieren I^eicjen uncj verseilen mit cjen 1'rüstunß^en cjei^ KI. l^eli^ion im /^Iter von 92 ^gbren s^oNei^Dleben versckieäen ist. Das I^eickeiibe^tinx^nis äer leuren l'oten findet k^reit»^, clen 27. ^uli um 17 Uks von äer l^eickenbslle cles stSätisci^en frieä-kokes in pobreZle sus statt. Die KI. Seelenmesse virä Zamsta^ ljen 28. .luli um l^dr in cler l^l-gn^isksner-psai-fki-cke ß^elesen verclen. ^grikor, gm 2lZ. ^uli 1923. 6S7b ciieirvilsilteur «v'''«r ll«t - 5«,^ .,-n uiiil !->>: Mmlitor — »vlÄe >-> »»»«»» t