?>. Iihigwig wtebtnUkh McbsmaJ (talt AimwUme der Feiertage). Schrift-leituQfl. Vcrwaltmiii und Bucbdmelnral Tel 25^7, 25^ nod 25^. •«^ribor. Kopattika ottot & Maoiukripla werden nicht retonmlTf kaltngBa B&cfcporto beilegen. 'f.. KAU ^ ■ Mr. 17 Saimtag, dM 21. )lnii*r 19Sf Iniemten- und AboimemenU-An nähme in Maribor, iCopali^lkS ulica G CVerwaitung). Bezugspreise: Abholen monatlich 23Din. zustellen 24Din, 'Mirch die Post monatlich 23 Diu, für das Ausland monatlich 3o Hin. BUiuelnummer liSO und 2 Diu. Prmls Offi rSO I[||yp^ Prds Oifi n iWiitlftoitr fttiton :die 6taQtö|agD in Q3el|e d^nif fSlono iiniy TRiniHcrprdflöeiit 3>r. QtoiaMnobU immer loirötr toon 6er 3et)0lferung nroittbeit Berlin unb meer Uu SpanltQ«Problem wird in Berliner oiafigbUchen Kreiato in der nachstehenden intcr< essanten Welse beurteilt, eine Darstellung, die auch unsere Leser Interessieren dürfte. Berlin, 19. Jinner. DU Lagerung der M 111 e 1 m e e r* Probleme nach dem Besuch Chamber-lalnt in Rom und nach der erfolgreichen Entwicklung der nationalspanischen Offensive wird auch in Berlin mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, wobei die innere Oesetzmäßigkeit der Entwicklung in ihren Voraussetzungen und Folgen hervorgehoben wird. Der Begriff Frieden ist von den Mächten der Achse niemals als phraseologisches Beruhlgungsmit-t e I gefaßt, sondern wird in seinem realen Gehalt, das helBt in Richtung einer Klärung und Schaffung von Zuständen bewertet, die Stä1)Ilität und ein natOrliches Spiel der gegebenen Kräfte verbürgt. Während In den Beziehungen zwischen England und Italien das Osterabkommen lnfonnazlone Diplomatica« hat hier im richtigen Augenblick und klar festgestellt, daß Italien keine neuerliche Intervention zugunsten der Roten mehr dulden werde, und für den Fall, daß doch eine solche j^^eplant werde, volle Handlungsfreiheit für Italien zurücknimmt. Die Erfahrungen, die der französisphe Ministerpräsident D a 1 a d i e r auf außenpolitischem Gebiet mit den Kommunisten, aber auch mit Blums Ansichten, gemacht hat, haben Ihn schwerlich davon Uber-zeuKt, daß Blum, Thorez oder Duclos die .i^eelgneten Ratschläge erteilen könnten. Sie haben bekanntlich seine Außenpolitik sfit München aus rein internationatisti-schen Gründen bekämpft und damit l^egierungsmchrheit ßesprenfit. Leon Blum h:it seibRt kürzlich die Sozialisten Frank-'ciclis ausdrücklich auf eine außenpolitische Linie festgelegt, die nach den Wor-' B e 1 j e, 20. Jänner. (Avala.) Die gestrige Jagd im Siaatsforst la Malo Kne-ievo dantrte von 10.30 bis 17 Uhr. An dir Jagd betfUgteii sich, wie fan Nachtrag ni berieMen itt, der ttalieiiiscbe Aiii-seambrister Oral C 1 a n o, Ministerpfi-•kfent Dr. Milan $tojadiiiovl6 und die Herren Ihrer Begleitung, hisge-samt wurden 250 Hasen und Ffichie rar Strecha gdiraeht Oral Clano erwica alch ab vortrtflUcher Schütze, da er die mei* Step AbicMsse venekhiien konnte. Um 17.M Uhr begaben sich die Jagdtellneh-mer Iii das JagdechM, wo si« vom Balkon aw deo Trachteotinzen der Bauern and Biaerlnnen ans der Baranja zosahen. Um 9 Uhr abends — die Menschenmenge wollte ttnt>edlngt die beiden Staatsmänner sehen nnd akkiamleren — erschienen Oraf Clano und Dr. Sto]adinovi£ auf dem Platz vor dem Jagdschloß nnd sahen. Immer wieder stürmisch bejubelt, dem herillchen Kolo der Bauern zu. Mlnister-prishlent Dr. Stojadlnovld gab sodann im Jagdschloß zu Ehren des hohen Gastes ein Abendessen, an dem sich sämtliche TeUnehmer der Jagd beteülgten. Die Staatsjagd zu Ehren des italienischen Außenministers wurde heute vormittags um 10.30 Uhr fortgesetzt Vor dem ersten Trieb brachten die Jäger und Jagdaufseher dem italienischen Außenminister und seinem hohen Gastgeber die herkömmliche BegrfiBmig, hidem sie mit ihren Waidhörnern ihr Halali bliesen. B e o g r a d, 20. Jänner. ljet)er die politischen Besprechungen, die zwischen dem Italienischen Außenminister Oraf Clano und dem jugoslawischen Ministerpräsidenten und Außenminister Doktor Stojadlnovld auf der Staatsdomäne Belje im Laufe des gcatrigen Tages geführt wurden, liegen bisher noch keine Informationen vor. Der hohe Gast begibt sich nach Beendigung der Jagd nach Beograd, wo er Sonntag vormittags die itfiüenische Buchausstellung eröffnen wird. Samstag abends kehrt Graf Ciano nach Rom zurück. !7leue 3lttentate angetaiiDiol POLIZEI IN ULSTER UND IN SODIRLAND IN STANDIGER BEREITSCHAFT. London, 20. Jänner. (Avala). Die Attentate, die sich In den letzten Tagen in Nordirland ereigneten, haben die gesamte Aufmerksamkeit der Polizei auf sich gezogen. Die FoHzei Iti Ulster wie In SUdlrland befindet sich in ständiger Bereitschaft. In den Straßen der Städte patrouillleren verstärkte Polizeiwachen, die mit Gewehren ausgerüstet wurden. Die Wachen sind zur Nachtzeit verdoppelt. Besonders scharf werden die Grenzübergänge zwischen Ulster und Südirland bewacht. Wie die Blätter berichten, erhielt die Polizei anonyme Briefe, in denen wei- tere Sprengstoffanschläge 'auf die Rund funksender und auf Postdampfer, die zwischen Irland und England verkehren, angekündigt werden. Ministerpräsident D e V a I e r a hat dem Hohen Kommissär für Irland in London die Weisung erteilt, wegen des Sprengstoffanschlages in der Nähe des irischen Hotels, in dem sich der 24jährige Franklin Chamberlain befand, beim Premierminister Chamberlain die Entschuldigung der irischen Regierung aussprechen /m wollen. müssen. Damit im Zusammenhange wurde unter dem Verdacht der Täterschaft eine gewisse Josefine S. festgenommen, und den Behörden unterstellt. Man gia^ibf daß sie mehrere Helfer gehabt hat. IDir fponifd^ ftrfco B a r c e l o n a, 20. Jänner. (Avala.) Die rotspanische Regierung hat ein Kom-muniquee herausgegeben, in welchem die schwierige Lage in der Provinz Barcelona einbekannt wird. In dem Kommuni-quec heißt es, daß der Druck der Nationalisten besonders im mittleren Abschnitt der katalonischen Front trotz des starken Widerstandes der republikanischen Streitkräfte unvermindert andauert. Salamanca, 20. Jänner. Der nationalspanische Heeresbericht meldet, daß gestern die Truppen General Francos an allen Frontabschnitten in Katalonien weitere Erfolge errungen haben. Im Abschnitt Cervera standen die Truppen nachmittags bereits 8 Kilometer nördlich der Stadt. Südlich von Igualada wurden mehrere Ortschaften besetzt. Hier sind die nationalistischen Truppen bereits 15 Kilometer weit vorgedrungen. Die Truppen des General Vague stehen 15 Kilometer vor der Stadt Vendrei. Durch die Eroberung mehrerer Schlüsselstellungen ist die Stadt Igualada in eine kritische Lage geraten. lBergni6ene edftmuooler-iDaren oufgededt M a r i b 0 r, 20, Jänner. Die Finanzbehörden sind,einer neuen Schmuggeiaf-färe auf die Spur gekommen. In einem Hause in Pobrezje wurde gestern auf Grund gewisser Verdachtsmomente eine Haussuchung vorgenommen, die jedoch ergebnislos verlief. Da aber doch ein gewisser Verdacht bestand, wiederholte man heute vormittags die Durchsuchung, und tatsächlich gelang es, zwei Verstekke ausfindig zu machen, in denen verschiedene Schmuggelwaren vergraben vorgefunden wurden. Es handelt sich irm 4 Kilogramm Sacharin, ferner Zündsteine im Gewichte von 3 Kilogramm, 30 Pakete Spielkarten und 133 Feuerzeuge. Schon allein für diese Schmuggelwaren werden die schuldigen Personen für eine Geldbuße von über lOO.OOO Dinar aufkommen ten des offiziösen »T e m p s« zum Kriege führen muß. Eine neue französische Intervention, die nun außer Frage ist, würde das für den großen Mittelmeerraum nützlicher Ergebnis der englisch-italienischen Aussprache in Rom gefährden, für Frankreich aber die kostspielige und oft schmerzliche Reihe versäumter Gelegenheiten verlängern, wenn durch rechtzeitige Aufgabe überholter Konzeptionen später Opfer und Enttäuschungen hätten vermieden werden können. Die französische Außenpolitik der letzten fünf Jahre hat, weil sie sich nicht rechtzeitig von überholten geschichtlichen und polltischen Traditionen lösen konnte, immer wieder auf der falschen Seite gestanden und war oft gezwungen, hinter den Ereignissen herzulaufen. Im Laufe des mehr als zwei-ijährigen spanischen Bürgerkrieges hatben übrigens solche Interventionen zugunsten der spanischen Republikaner den Verlauf der Dinge mitunter zwar aufhalten können, aber am Oesamtergebnis haben sie nichts geändert. Es bedarf keiner besonderen Betoming, daß eine ernsthafte Prüfung des italo-französischen Verhältnisses erst dann möglich ist, wenn der spanische Bürgerkrieg eindeutig zugunsten des nationalen Spanien beendet ist. Hier hat schon Mussolini in seiner historischen Rede von Genua auf die entscheidende und unübersteigbare spanische Barrikade izwischcn Rom unjd Paris hingewiesen. fturse Ota((^rf(J5teii Hamburg, 20. Jänner. In Anwesenheit des Oberbefehlshabers der Marint; lief gestern auf einer hiesigen Werft ficr Kreuzer »Seyglitz« vom Stapel. neue Schiff ist der vierte Vertreter U"-neuen Panzerkreuzer-Klasse. Prag, 20. Jänner. (Avala.) Halbanii-iich verlautet, daß alle Gerüchte, denen zufolge die Tschecho-Slowakei die Krone abschaffen und durch den »Sokok als einer neuen Währung ersetzen würde, v»)H amtlichen Stellen als völlig grundlos bezeichnet werden, da die tschecho-siowaki sehe Regierung keineswegs daran denke, die Währung abzuschaffen. Berlin, 20. Jänner. Der erbet'chlj^-haber der Luftwaffe Gencralfeldniarschall Hermann G ö r i n g begeht heute sein 25-jäliriges Offiziersjubiläuni. Warschau, 20. Jänner. Zuni bevorstehenden Besuch des deutschen Außenministers von Ribbentrop in Warschau schreibt der »Expreß Poran-ny«, diese Reise des deutschen Staatsmannes nach Polen sei ein Beweis dafür, daß das zwischen beiden Staaten im Jahre 1934 abgeschlossene Freundschaftsabkommen nichts von seinem Wert verloren habe. Das Abkommen sei noch heute ein Instrument des Friedens in Europa. L 0 n d 0 n, 20. Jänner. (Avala.) Die British'Imperial Airway teilt in einer Ver lautbarung mit, daß ihre Verhandlungen mit der Transatlantic Canadian Airway erfolgreich zum Abschluß gebracht wurden. Die Flugzeuge der beiden Gesellschalten werden in Southampton bzw. in Montreal starten. Vorläufig wird wöchentlich ein Flugzeug über den Ozean fliegen, später soll der Verkehr durch zwei Flugzeugce bewerkstelligt werden 3)erfe Zürich, 20. Jänner. Devk»eii: Belgrad 10, Paris 11.70, London 20.73, New york 442,75, Brüssel 74.85, Mailand 23.30 Amsterdam 240,50, Berlin 117.50, Stockholm 11)6.7250, Oslo 104.15, Kopenhagen 92.55, Prag 15.15, Warschau S3.50, Budapest 86.50, Athen 3.80, Istanbul 3.50, Bukarest 3.25, Helsinki 9.14, Buenos Aires U)1.50. Mariborer Zeitung-K Nummer 17 Samstag, den 21. Jänner 1939 ;9ie erftr ^u^fpracDe in Q3el|r <$ro6nrti8er (Smpfana HalientfclDeii Qlu^rnmitiifterti !$raf £iano / 0^0(6 giöftrre OlftitoHfit Oer QKDfrnmädyte in Ottiltrl- und eaaofIruroDO ü 1 I M a 11 a s t i r, 20. Jänner, (.^va M.) Der italienische Außenminister Graf C i a n 0 ist gestern um 9 Uhr vormittags im Sondcrztige in Beli Manastir eingetrof icn, um an der Staatsjagd teilzunehmen, zu der er vom Ministerpräsidenten und Außsnminister Dr. Milan S t o J a d i n o-V i c eingeladen worden war. Minist^rprä sident Dr. Stojadinovic war vor dem Ein treffen des Sonderzuges am Bahnhof ein-gelanf-t. Viel früher noch hatte sich vor dem Bahnhof eine fast unübersehbare Mencchenmenge eingefunden, in welcher die Volkstrachten ein illustres Bild abgaben. Jugendgruppen der Jugoslawischen Radikalen Verein!gung und der »Jugo-ras«-Organisation hatten im Hintergrund Aijf2tc11u:Tg genommen. Frauen und Mädchen in ihren schönen Trachtcn bildeten das Spalier. Der Weg zum Bahnhof war mit Teppichen belegt worden. Als Ministerpräsident Dr. Stojadinovit erschien, wurden ihm stürmische Ovationen bereitet, In seiner Begleitung befanden s?ch der itilienische Gesandte und bevollmäch tigte Minister Mario Indelli, der Ge-iiilfe des Außenministers Dr. Ivo A n-d r i c, Knblnettschef Dr. Dra»»an P r o-t i 6, der Chef des Protokolls Marin-k 0 V i c und Ministerialsekretär M a n oj 1 o vi c. Am Bahnhofperron hatten sich inzwischen zahlreiche Vertreter der heimischen u. der ausländischen Presse eingefunden, darunter der italienische Presseattache« R j z i n i und die Schriftleiter der Blätter »II Corrierc della Sera«, »La Stampa«, >11 PIccolo« und »II Resto del Carhno«. Als der Zug in der Station langsam einlief, spielte eine Musikkapelle die »Oio-vinezza«. Graf Ciano verließ, offensichtlich bei bester Laune, seinen Salonwagen und ging rasch auf den Ministerpräsidenten Dr. Stojadinovic zu, mit dem er einen herzlichen Händedruck tauschte. Graf Ciano trug bereits Jagdkleidung. Die beiden Staatsmänner schritten sodann d'e Ehrenformation ab und wurden hiebet von der großen Volksmenge immer wieder stürmisch akklamiert. Im Gefolge des Grafen Ciano befanden sich die Botrchaf-ter bezw. Gesandten Vitetti und Butti, der Publizist Pol verein und der römische Gesandte Jugoslawiens Bo§ko Hristii. Worte der Begrüßung richtete an den Grafen Ciano im Namen der Bevölkerung der Abg. Andri(!. Graf Ciano dankte mit kurzen Worten und sagte u. a.: »Ich bin sehr glücklich darüber, einen so schönen Empfang erlebt und so viel Sympathien gesehen zu haben. Es ist dies für mich ein neues Zeichen, daß ich im befreundeten und starken Jugoslawien einige Tage in angenehmster Weise verbringen werde. Ich bitte Sie, auch bei dieser Gelegenheit die Gruße entgegennehmen zu wollen, die das faschistische italienische Volke entsendet.« Sodann überreichte die Tochter des Domänendirektors von Belje dem italienischen Außenminister ein herrliches Blumengewinde. Zum Zeichen des Will-!;omms wurde dem Minister nach alter Sitte Salz und Brot gereicht. Der Minister konnte seine große Freude über den schönen Empfang nicht verbergen, diese Freude gelangte jedoch auf einen Höhepunkt, als ein Mädchen in Volkstracht auf mn zutrat und ihm eine nationale Handarbeit auf die Schulter legte und mit einem Band im jugoslawischen Dreifarb am Rock befestigte. Sodann begaben sich Graf Ciano und Ministerpräsident Dr. Stojadinoviü in die Molkerei der Staatsdomäne, wo Ihnen das Frühstück serviert wurde. Auf dem Wege zur Molkerei wurden die beiden Staatsmänner von den Frauen und Mädchen buchstäblich mit Blumen überschüttet. Vor dem Eingang zur Molkerei überreichte eine kleine Volksschülerin dem Grafen Ciano einen Blumenstrauß. Der Minister gab der Kleinen dafür einen Kuß. Nach dem Frühstück zeigte Ministerpräsident Dr. Stojadinovic seinem hohen Gast die Einrichtung der großen und modernen Molkerei, die bei allen italienischen Gästen volle Bewunderung auslöste. Daraufhin begaben sich Graf Ciano, Dr. Stoiadinovii^, Dr. Andrlc und die Ge- sandten Indelli und Viteti ins Jagdschloß, während die übrigen Begleiter des Grafen mit der Kleinbahn der Staatsdomäne nach Belje fuhren. Auch bei dieser Gelegenheit wurden den beiden Staatsmännern und ihren Begleitern neue herzliche Ovationen zuteil. Bei j c, 20. Jänner. (Avala). Der italie nische Außenminister Graf Ciano nahm gestern in Begleitung des Min'sterpiäsi-denten Dr. Stojadinovi(i an drei Trieben der Staatsjagd teil. Beim ersten und zv/el« ten Trieb waren 30 Jäger und rund hundert Treiber beteiligt. Die Strecke beirug mehrere Hundert Hasen. Der dritte Trieb fand im BuSilIca-Walde statt. Nach der Rückkehr aus dem Staatsforst hatte Grat Ciano mit dem Ministerp:äsidenten und Außenminister Dr. Stojadinovic eine ein-einhalbstundige politische Besprechung. R 0 ni, 20. Jänner. »II Popo 1 o dM t a-1 i a«, das Organ Mussolinis, veröffentlicht einen Aufsatz, in welchem die Fragen aufgezählt werden, die in Belje zur Lösung gelangen und auch gelöst werden sollen. Das Blatt meint, daß die Regelung der ungarisch-jugoslawischen Beziehungen zu erst erfolgen müsse. Diese Frage stelle Keine Schwierigkeit mehr dar. Die Klärung sei vorbereitet, so daß in Belje nur noch eine Erklärung aufgesetzt werden würde, die die freundschaftliche Begegnung Jugoslawiens und Ungarns bestätigen und dauernd machen würde. Der Besuch Cianos sei aber damit noch nicht erschöpft. Auch die ungarisch-rumänischen Beziehungen müssen eine Besserung erfahren. Jugoslawien und Italien würden sich einvernehmlich bemühen, diese Annäherung zu verwirklichen. Graf Ciano habe in diesem Sinne schon in Budapest gesprochen und werde diesbezüglich seine Besprechungen auch in Belje mit Dr. Sto-jadinovii^ und bald darauf in Warschau mit den Polen fortsetzen. Schon sehr bald dürfte Graf Ciano seine Besprechungen mit einem feierlichen diplomatischen Akt krönen, mit dem er Rumänien in das friedliche und gesicherte Gebiet des geeinten Mittel- und Südosteuropa einschießen wird, dem die jetzigeii Bemühungen der üaüenischen Außenpolitik gelten. ü e r Ii n, 20. Jänner. (Avala.) Die Agen zia Stefan! berichtet: Die deutsche Presse verweist auf die große Bedeutun» der Zusammenkunft des italienischen Au-Eenminioters Grafen Ciano mit dem jugo-stawischen Ministerpräsidenten und Außenminister Dh'^ StoJadinovid. In ihren Kommentaren über diese Zusammenkiinfi ^ verweisen die Blätter auf die reale Po-1 litik der Zusaiumcnarbeit, die von ItaHe:: tind Deutschland betrieben werde. Die | I Zncammenkunft In Belje 8?i aber auch für 1 I die Regelung der VerhäUnsase in Mittel-! i und Südosleuropa von größter Bedeutung. Budapest, 20. Jänner. (Avala.) Die Agenzia S t c f a n i berichtet:Alle ungarischen Blätter berichten mit großen Schlag Zeilen aus Rom, Beograd und anderen Zentren über die Zusammenkunft des Gra fen Ciano mit Dr. Stojadinovic*, wobei ihr größte Bedeutung zugeschrielien wird. »Magyar Nemzet« schreibt. Italien und Deutschland seien am Werke, eine i noch größere Intensivität ihrer Politik in I Mittel- und Südosteuropa zu entfalten. jDen besten Beweis hieftir bieten Cianos 1 Jugoslawien-Reise, der bevorstehende Besuch des tschecho-slowakischen Außenministers Dr. Chvalkovsky in Berlin und der angekündigte Warschauer Besuch des deutschen Reichsministers des Auswärti-'^en v. Ribbentrop. London, 20. Jänner, (Avala,) Die Agenzia S t e f a n i berichtet: Die Blätter verfolgen mit größter Aufmerksamkeit die lugosiawien-Reise des italienischen Außenministers Graf Ciano. Reuter erfährt hiezu, daß der Besuch Cianos eine neue Phase der Zusammenarbeit zwischen Italien und Jugoslawien mit sich bringe, eine Zusammenarbeit, die noch intimer gestaltet werde. Der »Daily Expreß« meint, daß das soet>en von der faschistischen Diplomatie im Bau befindliche System in der eniren Zusammenarbeit Jugoslawiens mit Italien einen Kern sehe. Plan sieht auch den Schutz der dortigen Industrie und Wirtschaft vor jeglicher Infiltration durch die Juden vor. Die Juden sollen in San Domingo in Reservationen iinter^ebrncht und mit gewissen Autonomierechten aus;?erüstet werden. Zur An-siedlung wird ihnen ein vollkommen un-besledeltes Land eingeräumt, welches sie roden und fruchtbar machen und wo sie auch ihre Industrien errichten können. (Sei^urMtag 6t« ISrinsen Xomitlat) Beograd, 20. Jänner. (Avala.) Gestern um 11.15 Uhr fand in der Hofkapelle des Schlosses Bedinge aus Anlaß des Geburtstages S. K. H. des Prinzen TomislaV ein Dankgottesdienst statt, dem S. M. der König, S. K. H. der Prinzregent Paul, I. K. H. Prinzessin Olga, S. K. H. Prinz Tomislav, S. K. H. Prinz Andrej, die Prinzen Alexander und Nikola, Prinzessin Elisabeth und die Hofdamen mit der zivilen und militärischen Suite S. M. des Königs beiwohnten. ^iitDinotD bor TtfiiRritt Pari s, 20. Jänner. Die Pariser Blätter melden auf Grund von privaten Informationen aus Moskau, daß .sich Außenkom-niissar L i f w i n o w zurückzuziehen beabsichtige und den Botschafterposten in Washington übernehmen werde. Litwi-now befindet sich auf Urlaub und dürfte auf seinen Posten überhaupt nicht mehr zurückkehren. Als sein Nachfolger gilt der Pariser Sowjetbottirhaffer S u-ritsch. In Moskau ist Litwinow infolge seiner Mißerfolge in Ungnade gefallen. Man wirft ihm vor, die Sowjetunion in die völlige Isolierung gebracht zu haben. Den letzten Schlag habe seine Politik in Warschau erlebt, da Polen gegen alle Er Wartungen die alte Kurslinie mit Deutschland aufgenommen hat. „JSofaftreboIution" in der Sa&our :|Sar(q London, 20. Jänner. In der Labour Party ist eine Bewegung eingetreten, der der Charakter einer »Palastrevolution« zugeschrieben wird. Unter der Führung von Sir Stratl'ord Gripps sind alle jene Elemente zusammengetreten, die die Außenpolitik des Premierministers im Zusammen hnnta* mit den totalitären Stna-ten, Spanien usw. bekämpfen. Gripps hat mit Umgehung der obersten Parteiinstanz an alle Lokalorganisationen der Partei ein Rundschreiben ergehen lassen, in welchem die Errichtung einer Volkfront ge-i gen Chamberlain gefordert wird. Die Kant ' pagne stützt ihre Motive auf Roosevelts Neujahrsbotschaft, auf die neueste Entwicklung des Krieges in Spanien und auf einige andere internationale Erscheinungen. Nächsten Sonntag wollen die Führer der neuen labouristischen Bewegung in 48 englischen Städten Versammlungen abhalten. QDfor Oem onarl^ (er lofen sum QBefSen Qaue? 1,200.000 Familien in den USA ohne Brot, wenn der Kongreß die Unterstützungsbill Roosevelts nicht resttos annimmt. Washington, 20. Jänner. Die »United Preß« berichtet: Die Herabsetzung des Kredits für die Arbeitslosenunterstützungen auf lediglich 714 Millionen Dollar kann zu unabsehbaren Zusammenstößen fuhren, wenn der Vorschlag Roosevelts nicht angenommen wird. Der Präsident der amerikanischen Gewerkschaften Da-vod Laser wird vor dem Senatsausschuß den Marsch der Arbeitslosen auf Washington ankündigen, wenn der Kongreß dem vollen Kredit in der Höhe von 875 Millionen Dollar nicht zustimmt. Sollte dies nicht geschehen, dann sind 1,200.000 Familien brotlos. Der Newyorker Bürgermeister Laguardia hat erklärt, daß er 195 Millionen Dollar benötige, wenn man nicht wünsche, daß die Lage in Newyork unerträglich werde. 100.000 Juden aus Deutschland nach San Domingo. London, 20. Jänner. Wie die »Times« berichtet, sollen nach einem vom Londoner Generalkonsul der Republik San Domingo ausgearbeiteten Plan 100.000 Juden, die Deutschland verlassen mußten, in San Domingo angesiedelt werden. Der' König Boris nach Rom. Sofia, 20. Jänner. (Avala.) S. M. König Boris, S. K. H. Prinz Cyrill u. I. K. H. Prinzessin Eudoxia sind» nach Rom abgereist, um an der Vermählung I. K. H. der Prinzessin Maria von Savoyen mit Prinz Louis Bourbon-Parma teilzunehmen. eutsche Reich 1938, herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, im Verlag für Sozialpolitik, Wirtschaft und Statistik, Paul Schmidt, Berlin SW 68). Nach den neuesten vorliegenden Angaben weist die größte Sterblichkeitsziffer Rumänien auf, wo auf 100 Lebendgel)orene 17,5 gestorbene Kinder (bis zu 1 Jahr) entfallen. Auf Rumänien folgen Jugoslawien mit 15,0, Bulgarien und Portugal mit je 14,9, Polen mit 13,6, Ungarn mit 13,5, die Tschecho-Slowakei mit 12,2, Griechenland mit 11,3, Spanien mit 10,9 und Italien mit 10,0 gestorbenen Säuglingen» Von hier ab fallen die Sterblichkeitsziffern erheblich ab. So ist in Estland die Zahl der Säuglingssterbefälle auf 8,9, in Lettland auf 8,0, in Belgien auf7,7, in Dänemark auf 6,7, in Finnland auf 6,6, in Frankreich auf 6,5, in Deutschland aul 6,4, in England auf 5,9, in der Schweiz auf 4,7, in Norwegen auf 4,4 in Schweden auf 4,3 und in Holland auf 3,8 (auf lOO Lebendgeborene) zurückgegangen. Die höchste Sterblichkcitsziffer hal demnach mit 17,5 Rumänien aufzu-* weisen, während Holland mit seinen cß jUI 100 Lebendgeborene am günstigsten liegt. Wahnsinnsulk in der Totenkammer. Warschau, 18. Jänner. Ein unhein. licher Zwischenfall trug sich in der Toten-kanimer des Städtischen Krankenhauses von Opatow (Bezirk Kielce) zu. Ein Geisteskranker, der seinen Wärtern entwichen war, hatte sich in die Totenkammef eingeschlichen, neben einen Leichnam hingelegt und mit einem Tuch zugedeckt. Kurze Zeit darauf betrat der Sargtischler die Totenkammer, nahm dem vermeint* liehen Toten die Größenmaße ab und wollte sich eben wieder entfernen, als zuni Entsetzen des Tischlers der »Tote« plötzlich aufsprang und sich mit den Wortert auf den Tischler stürzte; «Hiergeblieben auch den anderen mußt du die Maße abnehmen!« Der Tischler versuchte zu flüchten, stolperte dabei über eine Totenbahre und kam zu Fall. Als einige Leute de? Krankenhauses, auf den Lärm iri der To-tcnkammer aufmerksam geworden, Samstag, den 21. Jäniwr 193«) 4lliuf0UIUi ZMn^ Ikmmcr ^eine Intervention Sranfretc^d in 6DQnien! Sir 9ordrnino £eon Slum« un6 Oer gonsrn £fnfrn surOtfgrtDirfen / Dort« Meibt orl öer iSolitIV Oer 9ticl&teininlf((^uno / 2)00 ftaMnrtt S>aiaOier fflDit fi4) fOr afronlrefd^ bon toeranftDortlfd» / 9ranrrri4^ Drau«! feine ftrflftr an&cr«too... I' a r i s, 20. Jänner. Die peinliche Fragil, di0 Ulf Paris und auf ganz F,raalcr9ich wie ein Alpdrnclc gelastet hat und die durch die belcannten VorstABe der Unicen zufunatcn der rotspanhchen Regierung verschirfft wurde, ist nun aus dar Bannmeile der französischen Innenpcrtitllc Ite-4 seitigt worden: Frankrekh — so lautete der BeschhiB des Kabinetta vom 18. d. M. — lehnt die von den Vollisffrontparteian geforderte Aufhebung der Pyrenlan-Qrenzsperre ab. Die französische Regte-ning hat In diesem Zosammenhange Jedoch beschlossen, gemeinsam mit Engtaad auf der Hut zu sein und Jede Phase des Spanien-Krieges, die die OreaM Frank* reichs oder sehier überseebeaitzungen gefährden könnte, genau zu verfolgio. Außenminister Bonn et wird heute in der Kammer eine Rede halten und die Genehmigung dieser außenpolitischen Beschlußfassung forderHr In Regierungskreisen ist man fest überzeugt, daß die Regierung, die sich für Frankreich verantwort- lich fühlt, in der Kammer uinc großL* Mehrheit erhalten werde. Im entgegengesetzten Falle würde Frankreich den Gefahren einer Regierungskrise in dem Moment ausgesetzt, in dem Ereignisse eintreten könnten, die Frankreich in die Reihe der Staaten zweiten Ranges zurückdrängen könnten. In diesem Zusammenhange werden alle von der Linken ausgestreuten Gerüchte Uber angebliche Mißverständnisse zwischen dem Ministerpräsidenten Daladier und dem Außenminister Bonnet auf das entschiedenste dementiert. Wie es heißt, haben sich auch die Chefs der französischen Wehrmacht gegen die Aufhebung der Grenzsperre in den Pyrenäen ausgesprochen, da Frankreich das Kriegsmaterial, welches die Linke den Rotspaniern überantworten möchte, für seine eigenen Zwecke benötige. Paris, 20. Jänner. Nach dem gegenwärtigen Stand der allgemeinen politischen Stiamrang In Fiukreich zu schlieBen, wird Frankreich bezüglich Spaniens nach wie vor bei der Politik der Nichteinmischung verbleiben. Frankreich, heißt es allgemein in den maßgeblichen Kreisen, werde seine Neutralität bewahren, um alle Kräfte zu konzentrieren, die es für den entscheidenden Kampf mit Italien nötig haben werde in der Verteidigung des eigenen Besitzen und der eigenen Ehre. Paris, 20. Jänner. Aus Barcelona sind Alarmmeldungeri eingetroffen. Nach vielen Anzeichen könne auf einen allgemeinen Aufstand in Rotspanien geschlossen werden. Die Gegner der Regierung Negrin wollen die Schwierigkeiten der Verproviantierung zu einem Putsch ausnützen, der General Franco so bald wie möglich in den Besitz Barcelonas versetzen sollte. Seit gestern sind nach diesen Meldungen an sämtlichen Straßenkreuzungen Tanks, Maschinengewehre und kleinkalibrige Geschütze aufgestellt. Sturmtruppen der Roten sollen bereits die ersten Meuterelen im Blute crstickt haben. diese eindrangen, fanden sie den Tischler besinnungslos am Boden liegen, während der Geisteskranke auf einer Totenbahre kauerte und die Eintretenden anlachte. Der Tischler mußte Ins Krankenhaus überführt werden, wo' er mit einem schweren Nervenfieber darniederliegt. KegenscMrm-Hattsse in Hallen. R 0 m, 18. Jänner. In Gignosa bei Stre-,sa^ wird demnächst eine große Schirmaus Stellung eröffnet werden. Um fCtr die Aus Stellung das nötige Zugstück zu erlangen, hatten sich die findigen Organisatoren dieser seltenen Ausstellung an den britischen Premierminister Chamberlain mit der Bitte gewandt, ihnen den Regen* schirm zur Verfügung zu stellen, der ihn auf seiner Münchner Reise begleitet und dadurch sozusagen Weltruhm erlangt hat te. Chamberlain hatte dem Komitee einen höflichen Brief geschickt, in dem es heißt, daß dieser Regenschirm ein gänzlich uninteressanter Gegenstand sei, der die Ehre durchaus nicht verdiene, die man ihm zugedacht habe. Das Ausstellungskomitee hat nun einen Ausweg gefunden, der auch das Publikum befriedigen dürfte: es nat den Brief Chamberlatns hinter Glas und Rahmen ausgestellt. Uebrigens ist seit dem Besuche Chani-berlains in Rom eine wahre Hausse in Regenschirmen festzustellen. Als Chamberlain in Rom eintraf, hielt er in der Linken seinen unvermeidlichen Regenschirm, in der Rechten den Zylinder. Und seither begegnet man in den Straßen Roms vielen Herren, die sich früher nie etwas aus dem Naß von oben etwas mach ten, mit einem — Regenschirm in der Linken. In einer Heringstonne eingefroren. Helsinki, 18. Jänner. Ein Dieb, der in ein hiesiges Koloniaiwarengeschäft eingedrungen war, würde von einem ganz liesonderen Mißgeschick verfolgt. Der Dieb war in der Dunkelheit in ein mit Heringen gefülltes Faß gestürzt, aus dem er sich, da er keinen Lärm riskieren wollte, nicht mehr befreien konnte. Als der (Kaufmann am nächsten Morgen in seinem Magazin Nachschau hielt, entdeckte er zu -einer nicht geringen Verblüffung in ei-ler der Heringtonnen einen bewußtlosen Vlann stecken, der bei der strengen Käl-e in dem Faße buchstäblich eingefroren var. Die Heringstonne mußte erst aufge-lackt und der Mann, der schwere Erfrie-ungen erlitten hatte, in ein Krankenhaus icschafft werden. Ein durch das grelle Liclit einer Radfahrerin geblendetes Reh sprang dieser in Johannisburg (Sachsen) ins Rad. Die Frau stürzte und verletzte sich derart, (laß «iie ms KrankL'nhnus gebracht werden mußte. S)flr 6c5retfen drr 33ufotDfna MASSENMORDE EINER RAUBERBANDE Bukarest, 19. Jänner. Nach monatelangen Bemühungen Ist es den Gendarmeriebehörden der Bukowina gelungen, eine 50köpfige Räuberbande hinter Schloß und Riegel zu setzen, die seit fast anderthalb Jahrzehnten die Bewohner von Czernowitz, Radautz, Storejinsti und zahlreicher anderer Orte terrorisierte und ständig in Angst und Schrecken hielt. Die Räuberbande, die-ttnter, der Führung des berüchtigten Schwerverijrechers Danila Vlad stand, verübte eine große Anzahl von Morden, von denen der Bande bereits 7 nachgewiesen werden konnten. Weiters werden der Bande über hundert schwere RaubQberfälle, 55 Einbrüche u. zwei Brandstiftungen zur Last gelegt. Bei ihren Raubzügen erbeutete die Bande schätzungsweise 10 Millionen Lei. Die Banditen unternahmen Raubüberfälie auf Stationskassen, Fabriken, Mühlen, Sägewerke, Bankgeschäfte, Kaufniannsläden, aber auch Pfarrkanzleien wurden von den Verbrchern nicht verschont. Nach der Verhaftung eines Teiles der Bande wurden in der ganzen Bukowina Fahndungen nach den übrigen Banditen durch geführt, die Uber einen Monat lang dauerten, wobei es zu Hunderten von Haus-durchsuchungen bei verdächtigen Personen kam. Tag und Nacht durchstreiften die Gendarmen alle Dörfer und Wälder in den von den Banditen unsicher gemachten Gegenden. Es ist nicht nur gelun gen, einige riesige Warenlager der Bande, sondern auch ein ganzes Waffenarsenal und Munitionsdepot aufzudecken. Die Aushebung der Räuberbande hat in der ganzen Bukowina ungeheures Aufsehen hervorgerufen. ,^Mufen& ISfunD, toenn 6ir ni^t Driroten!" INDISCHER BAUMWOLLKÖNIO SPRENGT TELEGRAFISCH ENGLISCHE TRAUUNG. Die sensationelle Flucht einer von täglichen Telegrammen aus Bombay verfolg ten jungen Engländerin vom Traualtar hält gegenwärtig ganz Wales in Atem. Miß Phyliis B r i 11 0 n zählte erst 18 Lenze. Dennoch reichten ihre Beziehungen um die halbe Welt. Täglich kam in Cardiff, ihrer Heimatstadt, aus Indien ein Telegramm an, abgesandt in Bombay, unterzeichnet von einem Baumwollkönig, dessen Vermögen jeden armen Engländer vor Neid erblassen ließ. Aber seltsam, Miß Britton, der ein reicher Inder täglich beschwörende Liebesteiegramme kabelte, liebte noch einen anderen: einen jungen englischen Bergarbeiter, Alexander Frederick Powell, 20 Jahre, Vermögens«, aber nicht arbeitslos. Ihm schwor sie ewige Treue. Mit ihm verabrededte sie In diesen Tagen zum zweiten Mal, in den heiligen Stand der Ehe zu treten, nachdem diese Verabredung schon vor mehreren Monaten geschlossen und durch das Erscheinen des rcichen Plantagenbe-sitzers ins Wasser gefallen war. Gerade 18 Jahre alt, trat Powells Verlobte als Hausangestellte einen Posten bei dem indischen Baumwollkönig an, der mehrere Monate auf einem Landgut in der engHschen Provinz Surrey verbrachte. Was die Liebesschwüre des Baumwollkönigs nicht allein vermochten, das brachten die reichen Geschenke zustande, die Miß Phillis während des Sommers von ihm erhielt. Der arme Bergarbeiter schien vergessen, Phyliis vertagte die Verlobung und wartete. Es verstrichen mehrere Monate, und Phyliis wartete immer noch. Aber vergeblich! Ihr indischer Gönner reiste heim, sein grosses Geschäft in Bombay verlangte nach ihm, und er folgte dem Rufe der Firma und nicht dem heimlichen Flehen und Hoffen der kleinen Phyliis. Die Veriassene kehrte reumütig nach Cardiff zurück und nahm eine neue Stellung an. Alles schien wie früher. Täglich erschien der verschmähte Bräutigam. Ihm schien die Welt wieder voller Glück und voller Sonne. Man beschloß das Abenteuer mit dem Baumwollkönig zu vergessen und im Januar zu heiraten. Je näher der Trautermin heranrückte, desto unruhiger wurde die Braut. Sie flüchtete zu Verwandten aufs Land, kehrte nach Tagen wieder zurück, immer bleicher, immer nervöser. Endlich erfuhr der junge Bergarbeiter die Ursache der Aufregung. Es fielen ihm einige jener Telegramme in die Hände, mit denen der reiche Mann aus Bombay seine Braut täglich bombardierte. Ingrimmig und erschüttert las er solche Kabelbotschaften, wie^ »Du verdienst oin besseres Leben. Bitte halte Dein feierliches VerspredKüM Halte zu mir, was sieh auch immer ereignet.« Oder ein andermal; »Mein Atter spielt wirklich keine Rolle, bitte, erapave mir Elend und Verzweiflung.« Nun begriff der zum zweitenmal enttäuschte Bräutigam, wer seinem Glück im Wege stand. Er verfluchte heimlich all« reichen Inder und wies alle Beste-chungsversuchc aus Bombay hartnäckig zurück. Selbst, als ein Telegramm eintraf: »Ich biete Ihnen 10.000 Pfund, wenn Sie nicht heiraten und Phyliis vergessen^, blieb er fest. Seine Braut war ihm mehr als zweieinhalf) Millionen Dinar wert. Der Tag der Trauung kam heran. Alle Trauvorbereitungen waren getroffen, der Pastor bestellt. Wer aber fehlte, das war Phyliis. Man suchte sie lange vergeblich. Erst nach Tagen fand man sie bei Freiin (Jen am Lande. Eine neue telegrafische Bombe ans Bombay hatte aberjuals gesprengt. Ihr Inhalt konnte nicht enträtselt werden. S>ie 6pra(Den Orr 3Belt Eine interessante Feststellung der Pariser Akademie der Wissenschaften Paris. H). Jänner, In Gemeinschaftsarbeit mit Gelehrten in allen Ländern der Welt hat die französische Akademie der Wissenschaften den Versuch unternommen, sämtliche toten und lebendigen Sprachen festzustellen und kam auf die Gesamtzahl von 6760 Sprachen, von denen heute nur noch 2706 gesprochen werden. Für die weiße Rasse steht an erster Stelle der Sprachen mit weitester Verbreitung das Englische, an zweiter das Deutsche. Dann folgen die russische, spanische, portugiesische, französische und die italienische Sprache. Unter den farbigen Völkern der Erde haben folgende Sprachen die weiteste Verbreitung: das Chinesische, das Japanische, das Arabische, das Hindostanische und das Persische. ♦ Bei trägem Darm und schlechtent Magen mit Eßunlust infolge Verstopfung benutze man das seit einem Menschen-alter bekannte natürliche »Franz-Joscf«-Bitterwasser. Es wurde vielfach i'cstge-stellt, daß das »Franz-Josef«-Wasser ein besonders nützliches Hausmittel ist, wenn es sich darum handelt, frühmorgens den Verdauungskanal mit einem satinischpii Abführmittel durchzuführen. Reg. S. br. 30.474/35. d^iaobirnen leudDten 5urrr Xote in (tr Siaferdrofd^ Vor den Richtern des Kreisgerichtes in Maribof hatte sich der 30 jährige Schuh-machergehilfe Josef T o p o lö n i k aus Radvanje wegen Totschlages zu verantworten. über die Angelegenheit, die damals so viel Aufsehen erregt hatte, wurde seinerzeit schon ausführlich berichtet. Es handelt sich um die Leiche in der Droschke, die vom treuen Fiakergaul ohne Lenker von Radvanje zur Stadt gebracht worden ist. Am 9. Dezember v. J. fuhr der Mariborer Droschkenbesitzer Franz S u m a n d I einen mit dem letzten Abendzug angekommenen Kaufmann nach Radvanje, worauf er sich in das Gasthaus Mandl begab, wo er Wein bestellte, obwohl er bereits ziemlich angeheitert war. Su-mandr konnte jedoch den bestellten Wein nicht allein austrinken, weshalb er den dort anwesenden Angeklagten zum'Lcc^ ren des Glases drängte. Da sich dieser weigerte, der Aufforderung Folge zu leisten, gerieten die beiden in Streit. Öeide wurden von der Gastwirtin an die fristhc Luft gesetzt, worauf sie auf der Stra&c die Auseinandersetzung fortführten. Der Kutscher wurde allmählich hitziger und versetzte schließlich seinem Gegenüber eine schallende Ohrfeige, Jetzt geriet To-polcnik in Wut. Er zog. sein Messer und versetzte Sumandl einen Stich ins Herz^ worauf er sich entfernte. Der tödlich Getroffene hatte noch die Kraft, den Bock zu besteigen und abzufahren. Kaum.wat er jedoch einige Meter weit gekommen^ als er zusammenbrach und nach rück^ wärts in den Wagenfond fielt Das dc^= Weges kundige Pferd trabte ohne Lenker langsam zur Stadt. Vor dem Kralja Petra trg fiel die regungslos im Wagen liegende Gestalt einem Passanten auf, der den Wachmann darauf aufmerksam machte. Der Wachmann hielt das Pferd an und fand die Leiche im Wagen. Der Täter wurde rasch ausgeforscht und schoi« nach einigen Stunden festgenommen. Topolönik gestand die Tat, erklärte jedoch, er hätte in größter Erregung gehandelt. Den Droschkenbesitzer hätte er für die angetane Beleidigung nur züch' tigen, aber nicht töten wollen. T 0 p 0 1 5 n i k, der von Rechtsanwalt Dr. Brandstetter verteidigt wurde, erhielt drei Jahre strengen Arrest. m. Todesfall. Im Alter von 47 Jahren ist heute die Private Antonie Sonnenwald gestorben. R. i, p.l m. Sitzung des Stadrates. Der Mariborer Stadtrat hält Donnerstag, den 26. d. um 18 Uhr im Beratungssaal eine Sitzung ab, die ausschließlich der Verabschiedung des Voranschlages für das Finanzjahr 1939-40 gilt. m. Auf der städtischen AutobttSUnie nach Studenci (Nr. 2) wird, da die Rus-ka cesta teilweise unbefahrbar geworden ist, ab morgen, Samstag die Richtung etwas geändert werden. Bis auf weiteres verkehrt der Wagen vom Hauptplatz über den Kralja Petra trg, die Valvazorjeva uli ca, die Smoletova ulica, die Tvor-niska cesta und die Krekova ulica, worauf die bisherige Richtung eingehalten wird. Haltestellen sind vorgesehen am Kralja Petra trg, an der Ecke der Fran-kopanova-Valvazorjeva ulica, in der Raj-cGva ulica neben dem Frachtenmagazin, beim Bahnhof Studenci und in der Can-karjeva ulica bei den Eisenbahnwerkstätten. Die weiteren Haltestellen bleiben unverändert. m. Verdiente Auszeichnung für Verdien ste im Kampfe gegen die Volksseuche. Der Leiter des Sanatoriums für Lungenkranke in Vurberg Dr. Boleslav 0 k 0-I 0 k u 1 a k wurde in Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen auf dem Gebiete der Tuberkulosebekämpfung mit Samstas, den 21. Jiimer t99d ilWarftioWr ZeHwniR« Nnitrm«r 1-7 dem St. Sava-Orden 3. Klasse aiisgezeich net. Sonntag wurde ihm vom Bezirkshauptmann Dr. V i d i c die Auszeichnung überreicht. Anwesend waren zahlreiche Notabititäten aus Ptuj und Umgebung, darunter auch Bürgermeister Dr. R e m e c. Ihre GWckwOnsche zur verdienten Anerkennung von höchster Stelle brachten dem mit dem hohen Orden ausgezeichneten Arzt auch die seiner Obhut anvertrauten Patienten zum Ausdruck. m. Aus dem Staatsdienst. Der Sekun-dararzt des Krankenhauses in Maribor Dr. Marian R o z m a n wurde zum Assistenzarzt und zum Sekundarzt am Kran kenhause in Slovcnjgradec Dr. Jose S1 a-p a r ernannt. m. In der Volksuniversitit folgt heute, Freitag um 20 Uhr der zweite China-Vor trag des Sektionschefs 1. R. I>r. S t a m-p a r. Skioptische Bilder. m. Der Englische Klab in Maribor hält Donnerstag, den 26. d. um halb 20 Uhr In den Räumen des Realgymasiums (Parterre links) seine Jahreshauptversammlung mit der üblichen Tagesordnung ab. ni. Zum Karneval nach Nizza veranstaltet der »Putnik« in der Zeit vom 10. bis 10. Feber eine Gesellschaftsreise. Gesamtarrangement 2240 Dinar. Näheres im »Putnlk«-Büro. m. Das Turmdach der Domkirche muß gründlich repariert werden. Die Untersuchung ergab, daß das Gebälk schon stark morsch ist und einzustürzen droht. Bekanntlich wird am Kirchturm ein neues Kupferdach angebracht. Als man jetzt das Turmkreuz herabnahm und den Apfel öffnete, fand man darin ein Schriftstück» aus dem hervorgeht, daß der Apfel Im Jahre 1794 ausgebessert und vergoldet worden ist. Der Apfel wird neu vcr-):;o1det werden. S)rol^rnOe iOotiDtt'alfergefal^r au(D und DER RUF NACH REGUUERUNO DES OBBRUUPES DER PE6NICA. Wie bereits berichtet, begannen vor einigen Tagen alle Wasserläufe bedenklich zu steigen, da das ungewöhnlich warme Föhnwetter Schnee und Eis rasch zur Schmelze bringt. Stellenweise können die Rinnsale die Wassermengen nicht mehr fassen und ergießen sich über die Ufer auf die Felder. In Kratn ist die Save stark angeschwollen und trat bereits aus den Ufern. Ebenso hat sich auch die Ljubljani-ca am Moor vor der Mündung in die Save an mehreren Stellen auf die Fluren ergossen, Nun ist auch Nordslowenten an die Reihe gekommen. Die P e s n i c a führt schon einige Tage Hochwasser. Das Bachbett ist bis zum Rand mit schmutzigem Wasser gefüllt, so-daß die ebenfalls stark angeschwollenen Zuflüsse nicht mehr ungehindert ihre Wassermengen an den Bach abgeben können und sich stauen. Die Folge davon ist, daß die Nebenbäche an vielen Stellen aus den Ufern traten und sich weit über die Felder ergossen. Stellenweise ist das Tal in einen See verwandelt. Der im Herbst auf die Äcker und Wiesen gebrachte Dünger wird von den Fluten fortgespült, wodurch sich der ohnehin beträchtliche Schaden noch erhöht. Es ist damit zu rechnen, daß auch die Pesnica selbst aus den Ufern tritt. Es ist schon höchste Zeit, daß der Bach endlich einmal auch in seinem OI>erlaufe reguliert wird, wie dies am Draufelde schon längst der Fall ist. Mit der Regulierung wird die Hochwassergefahr, die alljährlich so großen Schaden anrichtet, für immer verschwinden. Es ist errechnet worden, daß die für eine gründliche Regulierung der Pesnica benötigten Summen nur einen Bruchtcil der Schäden betragen, den das Hochwasser in diesem schönen Tal fast jedes Jahr anrichtet. Wo es sich um die Erhaltung des Volksvermögens und die. Hebung des Bodenertrages handeln, sollten Sparrücksichtcn keine Polle spielen. REPERTOIRE. Freitag, 20. Jänner: Geschlossen. Samstag, 21. Jänner um 20 Uhr: »Kral-na ßietajoovi«. Ermäßigte Proi'se. Ar^ci tervorstellung. Sonntag, 22. Jänner um 15 Uhr: »Boccaccio«. Ermäßigte Preise'. — Uni 20 Uhr: »Der Verewigte«. I'!r^näßifi4c Zum letzten Male. aufgefunden. Die etwas schwachsinnige Frau muß auf dem Wege zum Wallfahrts ort die Richtung verloren und die ganze Nacht im Walde umhergeirrt sein. Schließlich brach sie erschöpft zusammen und verschied. mitgerechnet die Fahrkarten für die Kricg-verletzten, die sich etwa auf 6 Millionen im Jahre belaufen. Nach der jetzigen Preis erhöhung soll in Paris die Benutzung der Omnibusse beträchtlich zurückgegangen sein, dafür soll aber das Radfahren einen weiteren Aufstieg genommen haben. KAiTfL ERHALTLICH !N APOTHEKEN R««.br. 15426/38 m. In Slovenjgradec veranstaltet das^ -—— »Bureau Jugoslavia« in Hamburg unter m. Abgängig ist seit einigen Tagen der dem Protektorat des städtischen Fremden- ] in RibniSko selo bei Maribor wohnhafte Verkehrsausschusses und der dortigen ^ 28-jährige Ingenieur Anton L j u b e c. Der Kaufleutevereinigung einen interessanten Ingenieur, der einarmig und stellenlos Vortrag. Der Vertreter dieses Bureaus ist, ist schon lange kränklich. Er hinterHerr G a b r i c spricht über Hamburg und ließ ein Schreiben, in dem er mitteilt, daß seinen Hafen sowie über die Bedeutung von Bremen als Umschlagplatz. Seine Ausführungen werden mehrere Tonfilme begleiten. Der Vortrag findet kommenden Sonntag ,den 22. d. um 9.30 Uhr im Kino-saal Göll statt. Da die Zeit vorteilhaft angesetzt ist, ist damit zu rechnen, daß dem Vortrag auch Interessenten aus der Umgebung beiwohnen werden. m. Unfallsctaronik. Der 38jähr. Gießerei-bedienstete Johann Valentan glitt bei der Arbeit derart unglücklich aus, daß er einen Bruch des rechten Oberschenkels erlitt. Der 38jährige Hilfsarbeiter Friedrich Nerat stürzte über einen Stiegenaufgang und brach sich den linken Oberarm. Beide wurden ins Krankenhaus überführt. ni. Ein neuer Ausflüglerzug wurde zwischen f.} u b 1 j a n a und B o h i n j bzw. R a t e c e eingerichtet. Der Zug fährt jeden Samstag und an Tagen vor Feiertagen um 14.40 Uhr von Ljubljana ab. er freiwillig in den Tod gehe. Die Gendarmerie forscht nach seinem Verbleib. cVpoti&efennadfttMmft Bis zum 20. d. versehen die »Mohren«c-Apotheke (Mag. Pharm. Maver) in der Gosposka ulica 12, Tel. 28-12, und die »Sehutzengek-Apotheke (Mag. Pharm. Vaupot) in der Aleksandrova cesta 33. Tel. 22-13, den Nachtdienst. m. Verzweifflungschritt wegen unglück- Das automatische Gedächtnis. Die neueste Erfindung Amerikas sind die sogenannten »Gedächtnis-Unterneh-inenc. Sehr beschäftigte Leute, die keine Zeit mehr dazu haben, sich dem Familienleben zu widmen, schließen sich an solche Firmen an. Diese haben die Verpflichtung, dem Gedächtnis des Abonnenten automatisch zu Hilfe zu kommen. Wenn also die Frau eines viclgeplagten Geschäftsman- Dic erste Straßenuhr mit 24-Stunden-Zeitangabe wurde in Magdeburg der Öffentlichkeit übergeben. Sic ist die erste anitlicherseits geprüfte und zugelassene Uhr und soll die zukünftige Relchsci-n-heitsuhr werden. Aus tdJk c. Bestattung. Mit jäher Hand hat der Tod in ein blühendes Leben gegriffen. Gestern nachmittags wurde die erst 18-jährige Dragica Justin unter ungemein starker Beteiligung der Bevölkerung zur ewigen Ruhe getragen. Der Leichenzug bewegte sich vom Trauerhause fort durch ein dichtes Spalier von Menschen bis zum Glacis, von wo ein Leichenauto die Verewigte zur Beisetzung im Friedhof von Grize brachte. Die Schülerinnen der Handelsschule haben ihrer so früh hcim-gegangenen Mitschülerin geschlossen das letzte Geleite gegeben. c. Bulgarien in Wort und Bild. Im Rali-men der Jugoslawisch-bulgarischen Liga in Celje (Großer Saal des »Narudni dorn«) sprach Herr Vekoslav Bucar aus Ljubljana über seine Reise ilurcli Bulgarien, dem eigentlichen Balkanland. Eigene Lichbilder standen dem Vortragenden zur Verfügung. Die vielen Gäste ließen sich gern nach Bulgarien entführen, denn es ist nicht nur zum großen Teile ein schönes Qebirgsland, sondern vor allem auch ein Sonnenland. Und die Sonne be- nes Geburtstag hat, so ruft die Agentur am Tage vorher an und erinnert den Ehelicher Liet>e. In einem Gasthause am mann an das Familienfest, damit er noch Hauptplatz trank die 27jährige Arbeiterin rechtzeitig Geschenke einkaufen kann. Rosa K. Essigsäure. Die Rettungsabteilung i Neulich soll sich in Newyork ein Tele- * i . i u o i überführte sie ins Krankenhaus, wo ihr phongespräch folgenden Inhalts zwischen ' Leben Bulgarietis. Sie läßt der Magen entleert wurde. Das Motiv ^ einer Gedächtnis-Agentur und dem Sekre-1 Tabak, die Früchte, den er Liebe zu suchen ; tariat des Abonnenten abgespielt haben.! durchglüht sie mit all ih-»Bitte, verbinden Sic mich mit Herrn j südlichen Kraft, und sie pfropft auch Smith, ich muß ihn persönlich daran erin-|''^^ Menschen jenes Feuer der Leidennern, daß er morgen Geburtstag hat!« Die j bulgarischen Landschaft Sekretärin des Herrn Smith l)edauertc, die eigenartiger Harmonie steht. Und Verbindung nicht herstellen zu können, da j Leidenschaft bewahrt die Sonne Herr Smith vor einigen Tagen gestorben i ^^n Menschen doch ihre Ruhe. Die Natur sei. Darauf bat das Gedächtnis-Unterneh-} Landes und die Natur seines Volkes men um eine Empfehlung an die Witwe, '^""eif. Mit unendlicher Liebe und Falls sie das Abonnement erneuern wür-j baute der Vortragende aus per-de, so werde die Agentur nicht verfehlen, ■ Erlebnissen eine farbenbunte sie im nächsten Jahr an den Todestag; Bucar wurde mit dürfte in unglücklicher sein, m. Raubüberfall. In Leskovec bei Kr-sko in Unterkrain drangen in der Nacht •/um Mittwoch zwei maskierte Männer in das HSuse des Besitzerpaares Johann und Josefine Z o r k o ein und begannen mit Knüppeln den Kopf des aus dem Schlaf gerüttelten Mann zu bearbeiten. Blutüber strömt konnte der Besitzer flüchten. Die Frau wurde daraufhin mit vorgehaltenen Revolvern gezwungen, ihr Bargeld, 4000 Dinar, von dessen Existenz die Unbekann ten wußten, auszuliefern, worauf sich die Riiuber entfernten. Drei Personen wurden unter dem Verdacht der Täterschaft oder Mitschuld verhaftet. Der Zustand des ins Krankenhaus überführten Besitzers ist kritisch. ihres Mannes zu erinnern. Busfahrten — etwas verteuert. ni. Nach drei Monaten als Leiche auf- starkem Beifall ausgezeichnet. Freitag, 20, Jänner: Scktionschei Dr. s t a m p a r (Zagreb) spricht über China. Skioptischc Bilder und Filmvorl^i'ili-rung. Montag, 23. Jänner: Umv. Prof. Dr, Snoj (Ljubljana) spricht über das Th^'-ma »Palästina im laichte cior neue^sto11 grabungenc. lOk-HikC c. Tanzunterhaltung der Maturanten. Im »Narodni dom« veranstalteten am In Paris sind die öffentlichen Verkehrs- Sonnabend die Maturanten und Maturan- mittel wieder teurer geworden. Dieser tinnen des staatlichen Realj^ymnasiums Preisanstieg, der sich besonders bei 'n Celje eine Tanzunterhaltung, die sehr Omnibusfahrten bemerkbar macht, berei- gut besucht war. Anfänglich war die Stini tet sowohl den Verkehrsteilnehmern Kopf- niung so gar nicht karnevalsmäßijj;, eine ... * . . . . .schmerzen wie den Herstellern der Fahr- gewisse Schüchternheit und Gespanntheit gelunacn. Am 16. Oktober begab sich die j karten. Die Statistiken zeigen, daß in Pa- erfüllte den hellerleuchteten S:ial, was M)jährigi; Susanne Off i c i j a aus Ljub-, ris stündlich 20.000 Omnibus-Fahrkarten auch ganz selbstverständlich ist; waren Ijana nach Hrezje in Oberkrain, blieb aber ausgeg<;ben werden. Je Tag werden also es doch grcißlenteils »junge Dpmen« und seitdem veiscliwunden. Jetzt wurde ihre rund 200.000 Karten verkauft, jährlich »junge Herren«, die da zum erstenmal da^^ Leiche im dichten Walde bei Podbrezje sind es etwa 100 Millionen Karten, nicht ' Kortsetzung auf Seite 6. Csplanade-Tonkino. Der neueste, teilweise in Jugoslawien aufgenommene Mar-ry-Piel-Sensationflim »Sein schwersti.T Fall«. Der größte aller bisherigen Piel-Filme in ebenso spannender wie humorvoller Weise. In den Hauptrollen Ursula Grabley, J. Serda, Junkerniann u. a. Nächstes Programm; das Schlagcriust-spiel »Heiratsvermittlung« mit Heinz Rühmann. Burg-Totiktno. Der nein^le Za-iah Lcandcr-Großfilmsciilager »Der Blau-fuchsen schaffen Stimmung. c. Der Rathatjssaal, der schon seit lan^ Kern einer Auffrischung dringend bedurfte, wird zur Zeit ausgebessert und erneuert. Die nächste Stadtratssitzung findet demnach nicht, wie bestimmt gewesen, heute statt, sondern erst am 27. Jlnner. c. Kino Union. Von Freitag bis Sonntag »Im Dienste des Zaren«. Spannende Ausschnitte aus dem russischen Geheim-üienst. In der Hauptrolle Vera Korene als gefährliche Terroristin, die einen jun-^a^n Offizier umgarnt. c. Kino Metropol. Freitag und Samstag (ias Geheimnis einer NaturgewaU: »Orkan«, ein atemraubender Film. Unheimlich rast die Windsbraut durch die Lüfte. Wind ist ein chaotisches Element, sein Wille bedeutet Anarchie. Wind Ist der Ruhe Feind. Strliner XDealeri^rier Von unserem Dr. Fa.-JMitarbeitcr Berlin. Im Schiffsbauerdammtheater feiert das Lustspiel ^Besuch am A b e n d« von Hugo Engelbrecht und Willi Kollo seit Wochen schon Abend Rir Ai)cnd neue Triumpfe. Es ist ein musikalisches Spiel, so recht nach dem Her-yxn der Berliner, eine Liebesgeschichte mit viel Temperament, ein geistreiches, ]u.>^tii.^'s Durcheinander und spannend bis 7uni glücklichen Ende. Orete Weiser mit ihrer starken und reifen Kunst, als Jessiu, strahlend, anmutig, komisch, sen-linicnial, bur.schikos und sittsam fraulich, zwingt die amüsiert mitgehenden Zuschauer immer wieder in den Bann ihrer sympathischen Persönlichkeit und ihres ebenso sympathischen Spiels und I/utiolf Karl, ihr Gegenspieler, gibt diesem gutmütigen, versonnenen, besorgten, bekümmerten, warmherzigen, in seiner Hilflosicjkeit rührenden und innerlich nie mit sich lertigwerdenden seltenen Zeit-i.'onossen in seiner diskreten Darstellung wahrhaft liebenswerte Züge. Die ganze mit Geschick und Schwung aufgebaute H.iiidlung und ihre gefällige Musik stellen c:n Vnlksstück dar, das dem Berliner, wie man zu sa].^cn pflegt, liegt und dem er d;iher auch weiterhin aus ehrlichem Herzen reichen u. fröhlichen Beifall klatscht. Sport ermlfinale öte 3Binter-Jedin6tvo« rücken nun in das Semifinale der Gruppe Ost vor, das am nächsten Sonntag gleichzeitig mit der Vorschlußrunde in der Oruppe West absolviert wird. h Die verlorene Insel. Roman von Pe-ttr lukart. Broschiert Mk 3.50, üanziei-neii Mk 4.50. Deutscher Verlag, Berlin. D'.mi historischen Hintergrund zu diesem Ptniian bildet der Kampf der Deutsch-B'iitcn um ihre SelbständißktMt nach der ru'-^ischen Revolution. Iis ist außerordent li'-h reizvoll, dieses Thema einmal von der anderen, russisch-baltischen Seite yii sehen. Im Mittelpunkt der Erzählung sieht ein junger Kadett des Zaren, der nach der Revolution gegen die Bolsche-wisten kämpft. Er erlebt den Krieg mit all seinen Schrecken, mit Not, Krankheit, Hunger, Entbehrung und Kameradschaft. Das Unrecht, das den Deutschstämmigen ^c^chah, die Undankbarkeit gegen die Balti'n, die stets eine besondere Stütze des Zarenreiches waren, der Kampf einer treuen, zuverlässigen Schar gegen eine fremde Weltanschauung ist eins der Hauptmotive dieses Romans. Peter Ek-kart wurde zuerst l>ekannt durch sein vii'jrreicscnes Buch »Blnckadebrecher Marie';, Gfifefitao unter der .UriIJa gera' Der Skiklub QuStanj-Kotlje brachte am vorigen Sonntag einen Abfahrtslauf und anschließend ein Slalomrennen zur Durchführung. Die Abfahrtsstrecke betrug 3.5 Kilometer bei einem Höhenunterschied von 250 Meter. Der Sieg fiel an Miha K o n e c n i k, der in 6.50 Minuten auch die beste Zeit herausfuhr. Zweiter wurde Ernst PleSnik in 7.54 und Dritter Stefan TrbovSek in 8:10, Ue-ber eine kürzere Strecke fand auch ein Frauenabfahrtslauf statt, bei dem sich TonCka Haber in 9:03 vor Qretl Po-kersnik als Siegerin erwies. Beim Slalom, dessen Strecke unweit von GuStanj über eine Strecke von 300 Meter bei einem Hö henunterschied von 80 Meter ausgesteckt wurde, war Max D o I i n s e k der schnell ste Wettbewerber. Seine Zeit lautete 2:03.5 Zweiter wurde Kolar in 2:11.8 und Dritter Trboviek In 2; 13. In der Khib-meisterschaft fiel der Sieg Miha Koneönlk zu Ihm folgten TrbovSek und Kolar. 3allonia6r &«r ^la^ra|>rtr Wie berichtet, hielten die Vertreter der Radfahrverbände der Balkanstaaten in Sofia eine Konferenz ab, in der die Veranstaltung einer alljährlichen Balkaniade beschlossen wurde. Nunmehr wird auch das genaue Programm der Balkan-Kämpfe bekanntgegeben, die heuer zum ersten Mal* in Sofia zum Austrag kommen werden. Die Kämpfe werden mit einem Straßenrennen Uber 120 bis 150 Kilometer für Einzelfahrer und Mannschaften von drei Mann eröffnet. Als zweite Konkurrenz folgt ein Geschwindigkeitsrennen über 1 Kilometer. Ein Mannschaftsrennen über 4 Kilometer sowie ein Einzcirennen über 30 bis 50 Kilometer auf der Rennbahn füllen das weitere Programm der Kämpfe aus. Wie berichtet, wurde in derselben Sitzung auch beschlossen, das alljährlich Etappen rennen von Beograd bis Sofia nach Bu-karst zu verlängern. Schließlich wurde noch ein ständiger gemeinsamer Ausschuß der Radfahrverbände der Balkanstaaten gegründet. ; Die Skimeisterschaft des Ljubljanaer Wintersport-Unterverbandes wurde angesichts der ungünstigen Wetterlage vom 21. und 22. d. auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. : Mitic in Bremen ausgeschieden. Eine weitere Überraschung der deutschen Hallentennismeisterschaften in Bremen war die Niederlage Mitii gegen den Deutschen Göpfert. Göpfert siegte mit 6:4, 7:5. Die Sensation des Tages war aber der Sieg des jungen Cslkos gegen den Sieger von Stockholm Bolelli, Der Ex-Jugoslawe schlug den Franzosen überraschend glatt mit 6:4, 6:1. Im Mixe double schlugen Hella HovaC-Mitiö das deutsche Panr Hamel-Kulenkampf mit 6:2, 6:3. : 14 Nationen um Eishoceymcisterschaft In der Zeit von 3. bis 12. Feber 1939 werden 14 Nationen auf der Basler Kunst cisbaim uod auf der Dolder Kunsteisbahn in Zürich um die Weltmeisterschaft im Eishockey kämpfen, und zwar: Kanada, Deutschland, England, Finnland, Holland, Italien, Jugoslawien, Lettland, Polen, Schweden, die Schweiz, die Tschechoslowakei, Ungarn und die Vereinigten Staaten von Amerika. In der Regel werden zwei Wettkämpfe am Abend stattfinden. : Heokd und Menitl werden in Erwiderung des Besuches französischer Oiste bei den deutschen Meisterschaften offiziell an den am 21. d. beginnenden französischen Hallenmeisterschaften in Paris teilnehmen. : Budge und VInes wechseln weiter in ihren Siegen ab. In Kansas City bei der neunten Begegnung war wieder Budge an der Reihe, der 8:6, 6;4 gewann. : Kein Bugatti-Rennwagen mehr, Etto-re Bugatti hat erklärt, daß er sich vom Rennsport zurückziehe. Der Stern der einst so berühmten Bugatti-Rennwagen ist seit dem Auftreten der deutschen Rennwagen im Jahre 1933 mehr u. mehr verblaßt, und schon seit, geraumer Zeit war der Bugatti-Wagen kein sieggefährdender Gegner mehr, bevor er nun endgültig verschwindet. Mit dem Bugatti-Wagen verliert Frankreich seinen einst so gefeierten und erfolgreichen Repräsen tanten, dessen Name in den Sicgerlisten der bedeutendsten Großen Preise prangte. Seine letzte große Zelt erlebte Bugatti unter den Meisterfahrern Louis Chiron und Renee Dreyfus. * : VerschoUener Weltmeister. Felix Kaspar, der Weltmeister im Eiskunstlauf, ist unauffindbar. Fest steht, daß er die Rückkehr von seiner Australienreise zu dem angekündigten Termin im Herbst nicht angetreten hat. Alle später über ihn aufgetauchten Nachrichten beruh, auf Mut maßungen. Sowohl sein Verein in Wien als auch das Reichsfachamt haben seit langer Zeit von ihm nichts mehr gehört. Aus irgendeiner nicht bestätigten Quelle verlautete nur, daß er sich in Australien verheiratet halsen soll. : Max Baer und Lou Nova treffen am 25. Mai im Newyorker Stadion In einem Kampf zusammen, dessen Sieger voraussichtlich das Recht erhalten wird, den Weltmeister zu einem Titelkampf herauszufordern. : Südamerikanische Fußballmeisterschaft. In Lima begannen die Kämpfe um die Meisterschaft von Südamerika. Paraguay gewann gegen Chile 5:1 und Peru schlug Ecuador 5:2. Favorit ist Uruguay, da der Titelverteidiger Argentinien und Brasilien dem Turnier fernbleiben. : Hans Nüßlein wieder nach USA. Von amerikanischer Seite werden Verhandlungen mit Hans Nüßlein geführt, um den Nürnberger, der bekanntlich Weltmeister der Berufsspieler ist, nach USA zu verpflichten. Der amerikanische Tennisleh-rerverband, hinter dem eine große Sportartikelfirma als Unternehmer steht, will im Anschluß an die Spiele von Donald Budge gegen Vines und Perry in Florida, wo bereits im Februar die Frühjahrsspfiel-zeit einsetzt, Turnierspiele der besten Ten nlsprofesslonajs veranstalten. Es ist nicht ausgeschlossen, daß es hier dann auch ni einem 2usammentreffen von Hans Nüß lein mit Donald Bi^dge kommen wird. ; : Cochet Tennislehrer In Ungarn^ Der große »Zauberer« des Tennissports Henri Cochet ist ab I. April 1039 als Ten-nistrainer nach Ungarn, verpflichtet worden. Cochet soll sich m Budapest vor allem des ungarischen Tennisnachwuchses annehmen. : Grundsteinlegung, für das Olympische Dorf. In Käppilä bei Helsinki fand am Dienstag mittag in feierlichem Rahmen die Grundsteinlegung für das dort zu errichtende Olympische Dorf statt, das die Wohnstätte der 1940 in Helsinki zu erwar tenden dreitausend männlichen Olympia-Kämpfer sein wird. Der Oberbürgermeister Helsinkis, Prof. Dr. Tulenheimo,'und der Präsident des Organisationskomitees für die Zwölften Olympischen Spiele. Bankdirektor Rangell, hielten die Festansprachen. : Fliegende Olympia-Mannschaft Angesichts der Schwierigkeiten der Unterbringung von Spielern und Besuchern in Hel-singfors anläßlich der Olympischen Spiele 1940 wurde" beschlossen, tiaß die schwedische Mannschaft täglich zu den jeweiligen Spielen mit dem Flugzeug von Stockholm nach Helsingfors befördert werden soll. Es ist in Aussicht genommen, daß die Mannschaft in dem neuen Reichssportheim auf Bosch bei Stockholm untergebracht werden soll, das im April 1939 eingeweiht werden wird. Die Flugzeit von dort nach dem Olympia-Stadion in Helsingfors beträgt weniger als zwei Stunden. AuidUtUäi Ein Türke in Ajix kam zum Militär. Es stellte sich heraus, daß sich der Bursche noch nie gewaschen hatte. Man steckte ihn in einen Bottich mit Wasser, seifte ihn ein und bearbeitete das menschliche Ferkel mit einer Wurzelbürste. Folge: Der Türke bekam einen Lachanfall und mußte mit Herzkrämpfen ins Lazarett gebracht werden. In den letzten Jahren hat sich kaum eine Großstadt so sehr verändert wie Kon-stantlnopel, das eine durchaus »moderne« Stadt werden will. Ein japanischer Optiker hat eine »Leuchtbriile« erfunden, mit der man im Dunkeln lesen kann. Der Jurist Stepovic in Dubrovnik wollte feststellen, wie lange man hungern könne. Zehn Tage lang aß und trank er nichts und konnte dabei seinem Geschäft nachgehen. Alsdann stellten sich Schwächezustände ein. Dann legte er sich zu Bett. Nach 20 Hungertagen nahm er endlich eine Tasse Tee zu sich. Aber der Körper war bereits zu sehr geschwächt: er starb. Ein Siedler in Seehausen (Altmark) konnte In der ersten Dezemberhälfte 193S aus seinem Garten den im Freien gewach senen Blumenkohl einbringen. Die größte Bildnissammlung der Welt befindet sich in der neuen Hofburg in Wien. Die hinabstürzende Menge des Wassers beim Rheinfall wäre imstande, eine Million 50 kerzige Metallfaden-Glühlam pen brennend zu erhalten. Einem Arzte in Paris wurde aus seinem Auto eine Kassette mit einem zwanzigtausendstel Gramm Radium gestohlen. Diese Winzigkeit hatte aber einen Wort von 200.000 Franken. Insekten - richten jährlich für etwa 150,000.000 Pfund Schaden an, und gegen 1,500.000 Todesfälle führen sie her bei. In Bregenz verschwand ein Haus,- dessen Straßenfrontseite nur 80 Zentimeter breit war und eine schmale Tür und ein Fenster aufwies. Nach hinten zu verbreiterte sich allerdings dieses bis dahin wohl »schmälste Haus der Welt«. In Japan werden jetzt die Felle von Mäusen und Ratten gegerbt und zu pelz-artlgein Besatz und anderen Zwecken verwendet. Samsfaif, den 21. jäniwr 1999 7 »Ätafrittomr 17 Ulu4iuLiiMifLa JfUitdfffltilU QßfinfdDe &(r Q3feDerportnire DER NEUE MARKKURS UND DIE AUSFUHR NACH DEUTSCHLAND Dieser Tage fand im Institut zur Förderung des Außenhandels in Beograd zwischen den Vertretern dieses Instituts und der Ausfuhrhändler, Genossenschaften, Erzeuger und der Fleischindustrie eine Besprechung über Fragen der Preisbestimmung für Vieh- und tierische Erzeugnisse in der Ausfuhr nach Deutschland und unter Berücksichtigung des neuen Kurses der Reichsmark statt. Die Vertreter dieser Organisationen erklärten sich trotz der nicht unerheblichen Verluste, die ihnen das Ausfuhrgeschäft in der letzten Zeit aus bekannten Gründen ge-bracHt hat, einverstanden, sich weiter am Ausfuhrhandel zu beteiligen. Ihre Wünsche formulieren sie dahin, daß 1. die erwähnten Organisationen bei der Festsetzung der Preise im Ausfuhrhandel nach Deutschland durch Bevollmächtigte vertreten sein sollen; 2. daß den Ausfuhr-händlem die vereinbarten Preise seitens des Instituts zur Förderung des Außenhandels ungeschmälert zur Auszahlung gebracht und alle in Anrechnung gebrach ten Gebühren und Taxen nur im Einvernehmen mit ihnen festgesetzt werden sollen und 3. daß die Schwankungen der Clearingmark vom Institut getragen werden. 3>ie ^SI'äDrungdpoHtlf 6rr SalfanRaaten DIE BESCHLÜSSE DER BEOORADER TAGUNG DER GOUVERNEURE DER EMISSIONSBANKEN DER BALKANPAKTSTAATEN. Ziehungen zwischen den befreundeten Ländern des Balkanpaktes. Außer der Entschließung über die Wäh rungspolitik der Balkanpaktländer unterzeichneten die Gouverneure auch technische Protokolle zur Regelung verschiedener Fragen im Zusammenhang mit der An Wendung der geltenden Vereinbarungen über den Zahlungsverkehr.« X Neue Münzen i^ommcii demnächst in Verkehr. Es handelt sich um Münzen zu 2 und 1 Dinar sowie 50, 25 und 10 Para. Diese Münzen werden aus Aluminiumbronze hergestellt werden. Im Umlauf kommen auch neue Münzen zu 10 Dinar, die aus Nickel bestehen werden sowie zu 20 und 50 Dinar, die 75% aus Silber und 25% Kupfer beinhalten werden. Sobald die neuen Scheidemünzen nach und nach herausgegeben werden, werden die bisherigen Münzen desselben Nominalwertes aus dem Verkehr gezogen werden. X 2000 neue Telephonapparat& Die jugoslawische Telephonverwaltung hat beschlossen, 2000 neue Fernsprechapparate anzuschaffen. Dieser Tage fand in Beograd die, diesbezügliche Anbotversteigerung statt, an der sich vier Firmen beteiligten, drei deutsche und eine amerikanische. Die deutschen Firmen, deren Ange- bote untereinander nur um 2 bis 3 Pfennige differierten, verlangen pro Ai>parat einen Preis von 15.50 Mark sowie 9.25 bis 10 Dinar als Verzugszinsen, da die Apparate ratenweise in fünf Jahren bezahlt werden sollen. Der Apparat kostet demnach rund 225 Dinar. Die amerikanische Firma bot ihre Apparate zu 250 Din mit 5% Verzugszinsen an. X Neue Bank. In Beograd ist eine neue Bank, die ;>W i r t s c h a f t s - K r e-d i t b a n Iv A. G.«, gegründet worden. Das Kapital beträgt insgesamt 10 Millionen Dinar und ist in 10.000 Aktien zu 1000 Dinar geteilt. Die neue Bank ist durch Umwandlung der Aktiengesellschaft »Wirtschafts-Kreditgesellschaft m. b. H. in Zeniun« und zwar auf Grund des § il8 des Gesetzes über die Wirtschaftsgenossenschaften gegründet worden. Dieser Paragraph lautet: Diejenigen Genossenschaften, die mit Hinsicht auf ihre bisherige Geschäftsführung ihre Statuten nicht den Vorschriften dieses Gesetzes adaptieren können, dürfen in einer dreijährigen Frist liquidieren bzw. ihr Unternehmen in ein anderes Unternehmen umwandeln. Diese Umwandlung erfolgt ohne Taxengebühren. X Ein Bergwerk wlt^d versteigert. Beim Kreisgericht in Ljubljana gelangt am 20. Februar das Kohlenbergwerk in M o t n i k zur Versteigerung. Der Schätzwert beläuft sich auf 812.436 Dinar. Versteigert werden auch die dazu gehörenden Grund stückc im Werte von 57.000 Dinar und Schürfrechte, deren Wert auf 35.000 Dlnai' geschätzt wird. X Schließung einer österreichischen Messingfabrik. Die Alessingwerk-Achen-rain-Aktiengesellschaft wurde im Jahre 1935 auf Betreiben des damaligen Gen raldirektors der Hirtenberger Patronenfabrik, Fritz Mandl, aus außerwirtschaft liehen Gründen gegründet, um die von einer verschuldeten G. m. b. H. in Achen rain in Tirol betriebene Fabrrk zu übernehmen. Die Anlagen waren schon damals vollkommen veraltet, und auch mit den Mitteln der dazu gewonnenen Berndorfer Metallwarenfabrik A. G. nicht leistungsfähig zu gestalten. Da ungeachtet der gebesserten Absatzmöglichkeiten für die Erzeugnisse das Werk keine Aussicht ÄUf Ertragfähigkeit bietet, wurde seine Auflassung und die Auflösung der Aktiengesellschaft beschlossen. X Erweiterung des österreichischen Weinanbaues. Wien, 18. Jänner. Die gesamte Weinernte betrug 1938 796.000 hl. 3)eutf^Iand beteiligt an Den jugoflatDlfdDra 7tap&t6a- 39ioDrungen ? Vor der Unterzeichnung des Vertrages. — Die »Panonia«A. G. wird ihr Kapital.von 6 auf 10 Millionen Dinar erhöhen. Beograd, 20. Jänner. Die Mitteilung di« Ober die Beratungen der Gouverneure der Emissionsbanken der Balkanpaktstaaten ausgegeben wurde, lautet: »Sämtliche auf die Tagesordnung gestell ten Fragen wurden in einer Atmosphäre vollkommenen gegenseitigen Verständnisses erörtert, wobei die Teilnehmer mit besonderem Entgegenkommen bemüht wa ren, die Fragen einer möglichst günstigen Lösung zuzuführen. Die Gouverneure stellten fest, daß in sämtlichen Fragen ein volles Einvernehmen erzielt sei und daß es notwendig erscheine, die Zusammenarbeit der Emissionsbanken der Balkanpaktländer im selben freundschaftlichen Geiste fortzusetzen. Sie betonen die Notwendigkeit, die hauptsächlichen Währungen der Welt sta bil zu erhalten. Diese Beständigkeit sei die wichtigste Bedingung eines normalen Güteraustaucshes in der Welt und der Wiederherstellung der normalen Kapitalbewegungen zwischen den Staaten, wovon die dauernde Besserung der wirtschaftlichen Lage in der Welt abhänge. Die Gouverneure einigten sich dahin, daß es erforderlich sei, daß die Baikartpaktländer, so lange nicht günstigere Umstände für eine Stabilisierung und Normalisierung der wirtschaftlichen und der monetären Verhältnisse in der Welt einträten, auch weiterhin in abwartender Haltung verblieben und den Wert ihrer nationalen Währungen aufrechterhielten. Was die gegenseitigen Beziehungen zwischen den Balkanländern betrifft, stell ten die Gouverneure fest, daß die bestehenden Handelsabkommen ihrem Zweck entsprochen hätten. Nachdem mi Zusammenhang mit jenem Abkommen sämtliche technischen Fragen besprochen waren, stellten die Gouverneure einmütig fest, daß die Emissionsbanken auch weiterhin an der Erleichterung des Handels- und Zahlungsverkehrs zwischen ihren Ländern arbeiten sollten und daß die ständige Zusammenarbeit zwischen diesen Banken unbedingt notwendig sei als einer der Faktoren für recht herzliche und enge Be Sdrfrnberf^te Lubljana, 19. Jänner. Devisen: Berlin 1765.32—1783.08, Zürich 995— 1005, London 205.80—209, Newyork 4376.75—4436,75, Paris 115.85—118.15, Prag 150.75—152.25, Triest 231.45— 234.55; engl. Pfund 238, deutsche Clea-ringschecks 13.80. Zagreb, 19. Jänn, Staatswerte: 2'/i>»/oKrieg8schaden 472—473, Agrar 60.50—62.50, 4»/o Nordagrar 60—60,50, 6"/n Begluk 89—89.25, 6'»/o dalmat. Agrar 89—89.25, 7"/ii Stabilisatinnsanleihe 97— 0, 7''/o Investitionsanleihe 99.50—100.50, 7"',. Seligman 99-0, 7»/n Blair 91.50-0, Sfl'n Blair 96—97.50; Agrarbank 224—0. Beograd, 19. Jänner. Der »Jugoslawische Kurier« hat bereits im letzten Monat die Meldung gebracht, daß in Berlin zwischen den Vertretern der Aktiengesellschaft »P a n 0 n i a« aus Beograd und den Vertretern einer deutschen Finanzgruppe Verhandlungen geführt werden. Der Zweck dieser Verhandlungen steht in engster Verbindung mit der Frage der Beteiligung des deutschen Kapitals an den Forschungsarbeiten und an der Exploitation der Naphta auf den Terrain«, die die »Panonia« A. G. besitzt. Wie nun der »Jugoslawische Kurier« erfährt, sind die Verhandlungen dieser Tage mit Erfolg abgeschlossen worden. In einigen Tagen soll sogar ein Vertrag zustande kommen. Nach diesem neuen Vertrag wird die »Panonia« A. G. ihr Kapital von 6 auf 10 Millionen Dinar erhöhen. Wie verlautet, wird die deutsche Finanzgruppe, die sich an der »Panonia« A. G. beteiligen will, seitens der deutschen Regierung große Vergünstigungen erhalten. Die deutsche Regierung ist angeb- lich bereit, 50% der Spesen bei der Foi'-schung und den Bohrungen auf sich zu nehmen. Außerdem wird das Unternehmen »Panonia« A. G., falls es Naphta-quellen entdecken soltle, besondere Vergünstigungen in Deutschland erhalten, insbesondere was die Ausfuhr von Naphta nach Deutschland anbelangt. Die Aktiengesellschaft »Panonia« A. G. soll, sofern es zur Unterzeichnung des erwähnten Vertrages kommen sollte, die Absicht hegen, in der Umgebung von Marlbor eine Raffinerie zur Verarbeitung von Rohnaphta zu errichten. Diese Raffinerie würde nur Halbfabrikate aus Naphta produzieren. Die »Panonia« A. G. besitzt sehr umfangreiche Terrains. Wie behauptet wird, soll dieses Unternehmen auch die Terrains in der Umgebung von Bujavica übernehmen. Diese Terrains sind bisher von einer Finanzgruppe exploltiert worden, die von der Ersten Kroatischen Sparkasse finanziert wurde. Das Unternehmen hat in jeder Hinsicht die besten Aiissichten auf einen großen Erfolg. Darunter befirwien sich ruj>d 80.700 hl Direktträgerwein, Im stidmährischen Weingebiet, das an Niederdonau gekommei ist, lagern rund 80.000 hl einschließlick der Altvorräte. Da der Verbrauch in dcJ Ostmark monatlich etwa 80.000 hl beträgt, wird die Zufuhr von Wennen aus dem Alt-reich netwemdig sein, um die Nachfrag« bis zur neuen Ernte zu beTriedigen. Die Weintoaufläche der Ostmark wird, wo immer es geht, vergrößert werden, um der Bedarf an Wein aus der heimischen Hr Zeugung zu befriedigen, was bei entspro^ chender Regelung des Anbaues ohne wet teres möglich ist. Im Gebiete von Nieder donau bestanden bis März 1938 12 Winzer- und Kellereigenossenschaften. Seithof sind weitere 29 Winzergenossenschaftei» hinzugokonrmen, von dentn 5 im südniäh-rischen Gebiet Auspitz, Groß-Streiirowitz, Kletniz und Urtiau liegen. X Förderung des rumänischen Maisanbaues. Bukarest, 17. I. Im Hinhlicit auf die Absatzschwierigkeilen für Weizen und in Anbetracht dessen, daß gute Absatzmöglichkeiten im Ausland, nanienl-lieh in Deutschland, für Mais vorhanden sind, hat die rumänische Regierung di< Einleitung einer Kampagne für die Ht' förderung des Maisanbaues be^chlosser.. Den Bauern soll Saatgetreide gegebeit werden und für die Einfuhr vim Sämn-schinen und Hackptlüge sollen Begünstigungen geschaffen werden. Gleichzeiti-ji will das Landwirtschaftsniinisterium in einem Propagandafeldzug die Bauern veranlassen, eine bessere Qualität voii Mais zu säen. Für die besten Maisbaueni wird außerdem ein Wettbt-'werb veranstaltet. IMkikisdus S>it j^eilfraft ^alf-flatt&e0 Wir verofl'entlichen den naehsteliendcn Artikel unseres Mitarbeiters mit dum Vor behalt, der jeder neuen medizinischen Entdeckung gegenüber am Platze i^t. - Nach Robert Kochs Entdeckung Tuberkulose-Erregers im Jahre 1882 \Mir de zugleich mit der Verfeinerung Licr physikalischen und elieinischen Untersuchungsverfahren die Wechselwirkuii.t; zwischen Staubeinatmen und Knngeiituberkulöse offenkundig dargelegt. deckten sich die Beobachtungen imd jahrelangen Erfahrungen der Acrzte, die iL den Gegenden mit ausgedehnter Kalkindustrie ihre Praxis ausübt-jn. S'e stclltiii unmer wieder mit Staunen lest, il;il) die in der Kalk- und aueh Gipsiiuhr triL" beschäftigten Arbeiter fast niemals an Tuberkulose erkrankten. Das Vertrauen an! die Nützlichkeit des cingcalnieten Kalkstaubes, ein Vertrauen, das schon längst im Volke Wurzel gefaßt Itatlc, veranlaß-te manchen Angestellten da/.ii, seine Arbeitsstelle lungenkranken Verwandten zu überlassen. Daß dieses Vertrau-en auf die Ni'tzHeli kcit und aueh Heilkraft. des Kalkstaubes gegen Lungenschwindsucht ein sieher fuii diertes ist, dafür gibt es heute überzeugende Beweise. Dies zeigt einmal die Gewerbestatistik, dies beweisen ein andermal die medizinal-statistisehen Nachrichten, die Tabellen der Krankenkassen und die Sterblichkeitsverhältnisse in den einzelnen Berufszweigen. Ferner iiaben auch die zuständigen Industriezweige seit vielen Jahren schon eingehend mit der Frage der Einwirkung des eingeatmcien Kalk flaubes auf die Gesundheit ihrer An^e-stellten sich befafit und dabei imn)er v. le-cier die vorbeugende und auch heilende Wirkung bei Lungentuberkulose feststellen können. Es ist deshalb nicht /u vorwundern, wenn die Gewerbeliygiene diese wichtigen Feststeilungen auswertete, und man daran ging, enfspreehende klinische Versuche zu machen. Diese Versuche hatten nur teilweisen und vorübergehenden Erfolg, da die Maßnahmen nicht lange genug durchgeführt uml vor allei5 Dingen nicht 7.wcekents|ireehend ausgewertet wurden, ganz nhgesflu'n von der Auswahl des Materials. Da gelang es endlich Kalkfaehleuien. das richtige Gemisch von Kalk und Gips zu finden und einen geeigneten Anp;irat zum Inhalieren dieses feinst-ilosierten u. veredelten (jeniisehes /.u bauen, um dieses Inhalat nnt bestem Frfolge anwen- Mariborer Zeitung« Nummer 17 8 Samstag, den 21. Jänner I93f den zu können. Nach fast 30jährigen For bcljHilgen und .\rbeiten, und nachdem in mehreren Heilanstalten das Gemisch tatsächlich mit glänzenden Ergebnissen angewandt worden ist, erachte ich es als Kleine Pllicht, allen Kranken dieses neue Kampfmittel gegen die verheerendste Krankheit bekanntzugeben, damit dieser inuiicr mehr licr Hoden entzogen werden kann. Die erstaunliche Wirkung dieses neuen Knlkst:iiih-lnhalationsvert'ahrens beruht auf cem Umstände, da8 die veredelten .Sch we lel-Kalzlum Verbindungen direkt (l"n erkrankten Organen, vielmehr den eigentlichen Krankheitsherden, zugeführt ucrden und dort eine Verkalkung und Hcilunj^ hervorrufen können. BütUmtUm b Wirtschafts-Dietist. Wochenschrift für Welthandel und Weltwirtschaft. Herausgegeben vom Hamburgi«chen Weltwirtschaftsarchiv. Nr. 2. Einzelpr. 1 Mark 1. Nicht die KXdüi, sondern der rasche TeiiiperaturwechÄel stellt für unsere Öbstbüume durch Entstehen von sogenannten Frostplatten und von Hrostrisscn eine große Gefahr dar. Es ist nicht schwer, diese Gefahr zu vermeiden oder Avenigstens sehr einzuschränken. In den Dezemberheften der Garlenzeitschrift »Illustrierte Flora« wird darüber näheres ausgeführt. Auch die vielen sonstigen Auf Sätze und Notizen der beiden Hefte sind für jeden, der einen Garten zu betreuen hat, außcrordntlich lesenswert. Probenummern kostenlos von Hugo H. Hitsch-iiianns Journalverlag, Wien, VUI., Hamer 'Migpiatz 10. b Tanzmädchea Tanja. Roman von Uati« .Maria Lux. I?ckord-Verlag, Leipzig. Preis gebunden 4 und kartoniert 3 Mark. Der Dichter dieses zeitnahen Romans \veilte viele Jahre als Beamter im chinesischen Staatsdienst. In den Küstenstädten des gelben Reiches erlebte er das furchtbarc Schicksal, das auf die Schultern der heimatlos gewordenen weißrus-Mschen Flüchtlinge gelegt ist. In diese Welt, die sich fast immer im Zwielicht imd am Abgrund des zerstörten Lebens bewegt, führt un» der Autor. Der-Roman Ist eine tiefgründige Schicksalsdichtung, deren atemberaubende Erlebnisse in einer balladisch-eindringlichcn Sprache erzählt werden. Die dichterische Bildkraft ist oft von dämonischer und unheimlicher Wirkung; die unverfälschte Zeichnung der innerlichen Vorgänge verrät den feinfühligen Kenner der menschlichen Seele.. »Tanrmädchen Tanja« ist ein Buch, das nicht von der Nüchternheit eines Schreibtisches geschrieben wurde: wirklich efleb tes Leben lieferte dem Dichter den Stoff zu diesem erregenden und doch versöhnlich ausklingenden Werk. b LdcA in aller Welt Herausgegeben von K. P. Karfeld. 40 Seiten Text und 132 Bildtafeln. Verlag Knorr & Hirth, München. Leinen RM 7,80. Wie sich Romanen und Angelsacheen, Schweden und Holländer, Japaner und ChJnesen, überhaupt alle Völker in Schrifttum, Sprache und Kunst unterscheiden, so auch in ihrer Photographic. Denn auch photographische Kunst Ist Ausdruck einer bestimm ten volkllchen Eigenheit. Auch für jeden LIebhaberphotographen niuB der Versuch einer Aufzeigung solcher Unterschie de In der Photographie der Völker ungemein reizvoH sein. Er ist jetzt zum ersten Mal gemacht unter den Anhängern einer Kamera, die in ihrer Art die verbreiteste der Welt ist, der Leica. K. P. Karfeld hat aus einem gewaltigen Bildmaterial aus aller Welt die in der Art des Sehens, des photographischen Qestaltens und in der Wahl des Motivs charakierl-stischen Bilder ausgewählt. So ist ein neuartiges reizvolles und für jeden Photographen wertvolles Buch entstanden. Das Werk bringt neben dem Textteil 132 Photos auf Tafeln in hervorragender Wiedergabe. Ein Bedauernswerter. »Mein kleines Mädchen ist schon fast zwei Jahre alt und spricht noch kein Wort.« »Darüber brauchen Sie sich nicht zu beunruhigen. Meine Frau erzählte mir, daB sie erst mit drei Jahren zu sprechen angefangen habe — und jetzt...« (Hier wurde seifte Stimme von Schluchzen erstickt) JUeinet Anaeiget Thoniasschlacke Jetzt billiger! 18% Wassonsenduna: franko Station Ljubljana zu DIn 92.*, en detail in Marlbor zu Din 110.— pro KK) kg. Kmetijska dru2ba, Maribort MeIJska ct-sta, Tel. 20-83. 385 Jk. Btöi das bekannte aromati-.sehe Qesundhsits-Kraft- und DellktteO-brot! Baeltbaut RobiiB^ Nacbl. Rakoia. KoroS-ka c. 24. vv 402 C.n«ti)ckificii ^ ertragreiches 2tQftliaü>, 5 Minuten v. Haupi platz t)i!r>p: zu verkaufen. An träge unter »Marlbor« an d. Verw. 29 Schlaf, und Spelsezlmner so wie andere Möbel bllltt verkauf&n. Meliska cesta 29 im Hofe. 438 Schreibtlschi Bücherkasten a. Palisander zu verkaufen. — VUla »Elsa«, Badlova ul., Tel, 24-63, 1«0 Abgeschlossene Secbsilmaier wohnung mit allem Komfort sofort zn vermieten. Anfras. Llvada 5 Part. 30 Schöne Drelzlmmerwohnang mit Vorammer an bessere kinderlose Partei ab 1. Feber bilÜK zu vermieten. Adr. Verwaltung. 469 Wer sucht Kanzlei oder Woh nung? Herrliche Lage« prima Posten preiswert. Rapidbttro Gosposka 28. 4486 Leeret und möbliertes Sa-ner zu vermieten. Aleksan-drova c. 55-11. 463 Leeres Zimmer an eine allein stehende Person zu vergeben Anztifr. Kavarna '»Promenade«. 478 Qe&uclu Kteliln für alles. Vor mtellen QregorClteva 12-11. zwischen 2—3 Uhr. 465 Ebrllches, fleißiges Mttdeheo gesetzten Alters für alle Hausarbeiten in gutes Haus gesucht. Adr. Venv. 489 Mecbaalkerlehrllog wird auf« genommen. Dlvjak. Kljuöav. nKfarska ul. 467 Tüchtige Köchln für lUles sucht Cafe Rotovi. Köchln, perfekt in allem Kochen« die auch andere Hausarbeiten verrichtet, wird mit 1. oder 15. Feber aufgenommen. Adr. Verw. 468 Reilende Neu heilen für THzklelder SeldeniitoffeD und Spitien Text lana Bür^efeldt Maribor» Goeposka 14 Gedenket der 4ntliuberkulotenlls8! Ftrnruf; 29-67 29-68 29-69 nur Im! der MAMBOR/KA TI/KARNA S; Mmribor, JCeiNillifra ulica 6 Rowii von 17 Hain HirllwimiMr Hand in Hand mit Marlene Urheber»Rechteachutg durch Verlan Oskar Malater, Werdau Marlene f^aß lange vor dem Fünfzig* inarkschein und starrte ihn an. Sie hatte seit langem nicht mehr so viel Geld gesehen. Später zog sie sich an und ging ins Dort hinüber, um für den Mittag einzukaufen. Zur großen Begeisterung des Zirkus stand Rahmstrudel auf der Speisen karte. Ja, ein Fünfrigmarkschein, selbst wenn er von Erwin Volkmann stammte, kann das Leben um vieles leichter machen. Zwei Tage nach Dr. Volkmanns Besuch kam ein Telegramm aus Berlin: »Übersiedlung vorerst unmöglich. — reist zu den eitern. lorenz.« Gleichzeitig legte Vater Kleinschmidt fünfundzwanzig Mark auf den Tisch, die aus Berlin telegraphisch überwiesen waren. Marlene packte noch am selben Tage ihre Hab'oCiigkeiten und teilte ihren Eltern ihre bevorstehende Ankunft mit. Den anderen Morgen zog sie mit dem Zirkus zur Bahn. Was ein Mensch alles ertragen kannl... c * »Das ist ja eine niedliche Ueberra-scliung!« rief der alte Neufeld, schob seine Melone zurück und rüttelte den Schlafenden wach. Lorenz Burmester streckte sich stöhnend, und aJs er sich aufrichtete, fühlte er sich wie gerädert. Wenn es auch ein billiges Vergnügen bedeutet, auf einer Parkbank zu nächtigen, so steht dem doch der Nachteil einer gewissen Unbequemlichkeit gegenüber. Als Lorenz den Mann vom vergenge* nen Abend erkannte, wurde er zwar nicht rot, denn dazu war die Witterung zu frisch, doch statt dessen legte er sein Gesicht in verächtliche Falten. »Ulkig, was, daB sich der feine Herr nu sozusagen als Kollege entpuppt.« »Quatsch keinen Unsinn, Mensch, das ist doch immer so! Hast du eine Ahnung, wat et allens jo jibt. Kürzlich fragte mich einer it weißen Gamaschen und prima Stehkragen nach dem Weg zum Edenho-tel, und am Abend finde ich den Kerl in der Palme.« Lorenz» der indessen seinen Kragen zurechtgerückt und seine Haare notdürftig in Ordnung gebracht hatte, lächelte gezwungen. »Mit dieser Sorte von Menschen brauchen Sie mich nicht zu ver* gleichen. Ich befinde mich wirklich bloß in einer augenblicklichen Verlegenheit. Heute' mittag trete ich in Dahlem eine Stellung an.« »Aua!« staunte Neufeld. »Gleich eine Stellung! Wahrscheinlich als Fensterputzer, he?« »Wie schnell Sie alles erraten!« ging Lorenz auf Neufelds Ton ein, da er überzeugt war, auf diese Weise am ehesten mit Ihm fertig zu werden. Es war noch sehr früh am Morgen. Zwischen den Bäumen Wng eine feuchte Kühle, und der Ruf der Vögel war noch nicht überiärmt vom Oedröhn der Straßen. Neufeld zog wieder seine Zigarettentü-tc heraus, die in der Zwischenzeit den letzten l?est ihrer ursprünglichen Form eingct>tißt hatte. »Nein, dankel« sagte Lorenz. »Morgens rauche ich nicht.« »Wiret es schon noch lernen!« »Kaum. Nun müssen Sie aber auf meine wettere Gesellschaft veraichten. — Wenn ich rechtzeitig in Dahlem eintreffen will, muß ich mich jetzt auf den Weg machen.« »Verrückt I So vollständig abgebrannt? — Mensch, Mensch . , .1« Neufeld machte ein paar Schritte in den Park hinein, kam wieder zurück. »Ich werde dir das Fahrgeld vorstrecken, Kameradi Bildest dir zwar ein, daß du zu nobel bist für meine Gesellschaft, aber .. . nee, laß man! Ich werde sogar noch ein übriges tun und den jungen Herrn zum Frühstück einladen.« Lorenz wollte heftig widersprechen; aber da sah er, daß sich das Gesicht des Alten Irgendwie verändert hatte. Der spöttische Ausdruck der Augen war von einem Schimmer der Güte aufgehellt, und die harten Falten um die Uppen hatten sich geglättet. Er zögerte noch einen Augenblick, dann gab er Neufeld die Hand, zutiefst bewegt von der Empfindung, daß dieser arme Teufel seine letzten Groschen opferte, um einem Schicksalsgenossen zu helfen. e Sie machten sich auf den Weg. »Wir gehen zum Anhalter Bahnhofl« erläuterte Neufeld. »Der Wartesaal wird um fünf Uhr geöffnet, da kannst du stundenlang sitzen und pennen. Im Bahnhof Alexanderplatz wäre es noch günstiger, ^eH dort die ganze Nacht geöffnet Ist; aber — das Ist kein Aufenthalt für anständige Leute.« Lorenz erkannte die Straßen wieder, durch die er gestern gegangen war, jedoch sie kamen ihm jetzt völlig anders vor, nüchterner, wirklicher, gänzlich entkleidet jenes bezaubernden Schimmers, der gestern allem angehaftet hatte. Ach, Berlin ist eine Stadt wie andere auch, dachte. Lorenz enttäuscht, wo sollte da wohl das Besondere sein? ... Häuser gab es, die eines frischen Anstrichs bedurften, und allenthalben waren Menschen, ärmltoh gekleidete Leute, mit ab- gehetzten, müden Gesichtern zu erblik-ken. Sie sahen alle aus, als seien sie um den Lohn ihres Daseins betrogen worden. Ais er aber wieder den Potsdamer Platz überquerte, ergriff ihn die Verzauberung von neuem. Er warf einen Blick in die ungeheure Schlucht der Leipziger Straße, sah die Treppen, die zu den Schächten der U-Bahn hinabführten. Von der Potsdamer Straße kam ein vollbesetzter Omnibus. »Hier steigst du dann in die U-Bahn ein!« erläuterte Neufeld. »In einer knappen halben Stunde bist du in Dahlem.« , Der Name wirkte wie ein Stichwort. Lorenz lachte befreit auf und griff mit einer gelockerten Bewegung nach dem Arn» seines Begleiters. Diese erste Nacht und dieser Mensch neben ihm — das war ja alles nur ein Spuk. Ein paar Stunden noch dann war dies groteske Zwischenspiel zu Ende. »Sie sind gar kein so übler Kerl, und wenn die Sache in Dahlem richtig klappt, dann werden wir uns heute ein paar fröh liehe Helle genehmigen nebst einem anständigen Festschmaus.« »Das will ich gelten lassen!« gab Neu-feld schmunzelnd zurück. »Und wenn es wirklich so ist, daß du dort etwas Gutes in Aussicht hast, dann mag es zugleich eine Abschiedsfeier sein. Es sollen nicht Menschen nebeneinander gehen, die so verschiedene Wege haben.« Lorenz widersprach nicht. Zudem halten Neufelds Worte die Erinnerung wach gerufen. Er hatte seit dem Abschied nichts mehr von den Seinen gehört; aber bei Dr. Gerold warteten sicher Briefe für ihn. In allen Einzelheiten malte er sich aus, wie es sein würde, wenn er sie vom Bahnhof abholt, wenn er am haltenden Zug entlanglief, und wenn auf einmal Marlenes Gesicht an einem Abteilfenster sichtbar wurde. »So, da seid ihr nun!« würde er sagen. »Willkommen in Berlin!« Chcfredaktettr und für dfte üecWilioo ^antwortlicb: UDO KASPEB. -* Druck der „Mariborska liskarna'* in Marlbor. — F^r den Herauigebor und den Druck veraotvorUifib Oirdklor STAN&O -r, wobnüft in Miribor.