Nl, 373. Plänumelationüpl«!»: Im Lompto«! lianzj. st. 1l, halbj. fi, 5 no. Fill dit ^usltllung in» Hau» haldj. üu lr. Mit der Post ganzj, fi, l!i, halbj. 7 5«. Mittwoch, 36. November. Institionsgebür: Für Nein« I»,n»t« bl» »n 4 Zellen «5 lr., größere v« Zeile « kr. z be« »stnen w°>Il 3 tr. 1879. Amtlicher Theil. Erkenntnisse. Das t. t. Kreisgericht als Elrafssericht in Iil'in hat aus äntrac, dcr l. l. Staatsanwaltschaft mit dein Erkenntnisse vom ° November 1879. Z. 1I5ii5. die Weitcrvcrbrcitung dcr Zeit» ichrift „Traulenauer Wochenblatt" Nr. 44 vum !i. November 1879 wessen dcS Artitcls mit dcr Ucberschrift „Arnau. Itcn ^ovcmbcr" von „anch noch ein" bis „bcia.ctraa.rn hat" nach nrt. VIII dcs Geschcs vom 17. Dezember 1862, si, G. Äl. 8 " I8ll:l, verboten. Das l. t. Landcsgericht in Innsbruck als Gerichtshof erster Instanz yat ans Aulraa. dcr l. t, Staatsanwaltschaft mit Er» lmntnis vom 1-j. Nuvculber I«?9. Z. 4!>l>6. die Weiterverbrei-n»lss der Zeitschrift „Nene Tiroler Stimmen" Nr. 257 vom ttten November 187!) »vcacn des Artikels mit der llcbcrschrift „Die l'rolischc Glailbcnscinheit — zur Einweihung dcr ersten ftrole-mnlischcn Kirche in Tirol" nach den 88 600. 302 und Ü03 ^t, G. verboten. Das l. l. LandcSgericht in Brunn hat auf Antraa der l. t, ^taatsanwallschast mit dein Erkenntnisse vom 15». November '87^. Z. 1k2li!, die Wcilcrvcrbrcitung dcr Zeitschrift „M»i-!lv«ll!l '»rlio,," Nr. 2U0 vom 12. November 187!) wessen des Lcitarti^ »els mit dcr ?lufschrist „Illnuniit, ('«'dlovi' cdcU „ulizilonnoüU "bucni" nach iz :!00 St. H. verboten. . ^iichtallltllchcl Theil. Die Commassatioussrage in Krain. Vom Civil^Ingenienr Joses lterny. III. Dass die Commassatiuu nur voil der staatlichen Gewalt dllrchgeführt werden kann, darüber sind alle Meiuungen einig; wie aber die Lucakommission. hier eigentlich der politische Localeommissär, den Absin-dungs- und Mclioratiansplan ausarbeiten und durch, führen soll, wird kaum jemand wissen. In der Vorstellung hilft Ulan sich dadurch, dass man sagt, er wird den Plan ausarbeiten und durchführen lassen, und zwar, wie bisher bci dcr Grunolastenablösuug durch den Geometer, welchem er Vertrauen schenkt. Es muss aber bemcrtt werden, dass das Gelingen des Geschäftes nicht vom Vertrauen, sondern von Fach-krnmmsscn abhängt, dass hier der Loealcommissär der Vmgesctzle ist, der seinem Untergebenen Aufträge, Anleitung und Belehrung geben soll und muss, was ^r ihu um so schwieliger sein wird, als er gerade ^ln technischen Theil der Aufgabe nicht gewachsen ist. ^ Grundlastcnaolösung wurde freilich auf diese Art ^chgrfühit, aber bei derselben trugeu die Plau-^lvütfc numer dasselbe schablonmäßige Gepräge, was bei der Commassation anders ist. Das Bedenkliche liegt hier aber darin, dass die Sachverständigen und Geometer nicht angestellt sind. sondern als reine Privatpersonen fungieren, die Arbeit mitten in der Ausführung stehen lassen und den Betheilicltcn umso-mehr Schaden zufügen können, als sie selbst vollständig unverantwortlich sii,d, sich übrigens auf die Leituug ihres Vorgesetzten, letzterer jedoch wieder aus seme Unkenntnis des technischen Faches berufen können, wodurch der Hauptzweck offenbar nicht erreicht wird. Wie man nuu die Sache besser einzurichten versuchen kann, soll dem Leser nicht vorenthalten bleiben. Der Vorgang bei den so gegliederten Commas-sn-rnngscomimssloncu wäre folgender: Ein betheiligter Grundbesitzer überreicht bei der Localeommission den Antrag auf Cummassation, was mbetreff der ganzen Gemarkuug einer Ortschaft oder eines bedeutenden, natürlich begrenzen Grundcomplcr.es geschehen muss. Der Antrag wird mit Bezug auf öffentliche Vorschriften uud Rechte, als da sind: Aufforstuugsoer-pflichtung. Schunungsflächen. leicht beschädigbare Flächen. Commumeatlonen. Wasscrrechte u. dgl., und in Bezug auf Pnvatelgenthnmsrechte, Servituten u. dgl. geprüft uud entweder angenommen oder bemängelt. Können die Mängel in Uebereinstimmung mit dem Antragsteller beseitigt werden, so erfolgt die Annahme des Antrages erst nach deren Beseitigung, im Gegen-cheil wird der Antrag verworfen. Der angenommene Antrag wird sodann vom Localcommissär dcr Abstimmung der Bescher der zu commassirrendeu Grundstucke unterworfen; jeder Bescher hat eine Stimm-berechtlgung im Verhältnisse seiner von den zu com-massiereudcn G> undstücken eutfallendcu Grundsteuer. Wer stch uicht äuhert. dessen Meinung gilt als dem Antrage zustimmend. Wird bei dieser Abstimmung eiue Majorität erlangt, deren Uebergewicht durch ein Landesgesetz bestimmt werden soll, so wird dcr Antrag der Landeseommission vorgelegt. Hat der Antrag auf TheUung gemmischaftlichcr Grundstücke aelautct. so genügt mit Bezug auf unsere Gesetze, wornach es ledeui ElMlncu freisteht, aus der Eigenthnmsaemein. Mst auszutteteu, eine Miuorität von nur ein Viertel der Stimmen, nm als Majorität angesehen zu werden, nnd der Antrag wird ebenfalls dcr Landcscommissiou vorgelegt. Die Laudescomnussiou genehmigt den Antrag als zweite Instanz, entscheidet über die mit erhobenen und vorgelegten Rechtsfragen in erster Instanz, stellt das Elkenninis der Lucaleummission zur Ausarbeitung des Abfindungsplancs zu, wodurch der Commassations-antrag zur weiteren Behandlung gccignct erscheint. Was jetzt geschehen soll, ist in dem Entwürfe für die Praxis unklar. War der Antrag der Genossen auf Commassation, also auf Arrondierung und Verbesserung der Grundstücke, eiustimmig, so haben sie die vereinbarte Abfindung, damit sie das Recht der Vollstreck' barkeit erwirken, bloß der Landescommission zur Bestätigung vorzulegen, und die Ausführung wird ihnen selbst überlasse,,; da aber Pläne und Ueberschläge noch gar nicht vorliegen, so muss angenommen werden, daft dieselben sammt einer Concurrenzkosten-Ermittlung als Beilagen der vorzulegenden Abfindung gemeint sind; da ferner die Hauptperson, der Geometer, noch gar nicht interveniert hat, so muss angenommen werden, dass sich die Vetheiligteu ein Opera: mit Umgehung der Localcommisswn selbst haben anfertigen lassen dürfen. In diesem Falle des einstimmigen Antrages war also nur dle Einleitung der Auseinandersetzung der Behörden, das Project, die Ausführung uud Uebernahme der Plaustücke. dann die Bestimmung der Con-eurrenzbeilrüge der Autonomie überlassen, welcher Vorgang jedoch in Krain gewiss unausführbar wäre. Kommt ein einstimmiger Antrag nicht zustande, so wird die Localcommission augewieseu, den Eommassa-tions-, nach Umstände» Meliorations- oder Theilungs-plan auszuarbeiteu und vorzulegen. Diese Bestimmung ist wieder unklar. Ohne Localcommissär existiert keine Localcommission, und welche Beschäftigung dem Juristen bei dcr Localerhebung, Ausarbeiluug des technischen Planes, Durchführung und Collaudierung derselben zu« gewll'jeii werden lann oder soll, ist nirgends angegeben, auch iu der Natur dcr Sache nicht begründet. Um dies klar zu stellen, wird es gut sein, ein Mittel anzuwenden, welches in zweifelhaften Fällen sehr oft hilft, jenes der Putcncieruna. Ein Geschäftsmann lässt mit seinem Kapital auf Metalle muthen oder eine Eisenbahn anlegen, undzu diesem Zwecke Stollen und Tunnele graben, jedoch unter der Bedingung, dass sich die Fachmänner dabei seiner Leitung anvertrauen. Man kann in solchen Fällen zuversichtlich erwarten, dass die Fachmänner sammt dem Bauherrn vrrschültct werocu und zn demselben Resultate des Mijsliugcns wird man gelangen, wenn der Techniker uuter der Leitung des Juristen Eommassationen ausführen wird. Der Reichsgesetz-Entwurf erkennt nun die Schwierigkeiten in dieser Beziehung laut dem beigefügten Motivenbericht vollkommen an, konnte sich aber, da man es in Oesterreich seit Iahrhun dertcn so gewohnt ist. nicht entschließen, zu emer irgend haltbaren Stellung jener Männer beizutragen, von deren Einsicht >und Begabung das Gelingen dcs Werkes abhängt. Jeuilleton. Was die Nebe vermag. °Nl»n, frei nach dem Englischen bearbeitet von Ed. Nagner (Verfasser der „Alexa"). (Fortschlma..) D ..Kennen Sie Martin Clifford?" fragte die alte '"e «ach kurzem Schweigen plötzlich. l> «> "l"le antwortete verneinend, nnd dcr Ton ^ Wahrheit überzeugte Miss Winham. ^ "Glauben Sie, dass es Ihnen möglich sein wird, . "e «lie Frau, wie ich es bin, lieben zu lernen?" '"!tte sic. Valerie scharf anfehend. H. Valerie blickte in das harte Antlitz der alten ^s"'e,. nnd fand in demselben so viel Abstoßendes. ^! . "'^willkürlich zurückbeble und mit der Antwort ^. ."Ich. — ich weiß es nicht," sagte sie nach kurzer -pluijc offen. h Das Gesicht der Miss Winham erhellte sich. Sie fiir?/^ "'^k Antwort zu hören erwartet uud ge- ^ .Wir wolleu das der Zutuuft überlassen." sprach iio^ ^.'"chr Freundlichkeit. „Ich verlange keine Liebe soll,, Schmeichelei, sondern nur treue Dienste. Sie lvj " Mir vorlesen, mit mir plaudern, m,r aufwarten, Evn^"/ Tucht"' es thuu würde, mich auf meinen dm, - "Wm begleiten, mit mir zuweilen nach Lon- "ljen. - wollen Sie das alles?" "aleric bejahte. Äiili!"S"l'" wird mit Achtuna begegnet werden," fuhr An ^"^"l fort. ,Ich wünsche, dass Sie sich hier ä Wluisch fiH^. Ich habe zwei Gäste im Hause, aber sie werden nicht lange bleiben. Sie werden Ihnen nichts in den Weg legen, wenn sie es aber thun sollten, lassen Sie es mich wissen. Nun erzählen Sie mir etwas über sich selbst. Weshalb erlauben Ihnen Ihre Angehörigen, iu Ihrem Alter die Heimat zu verlassen?" ^ ' «Ich bin eine Waise und bin zur Gouvernante erzogen," erwiderte Valerie. ..Ich hatte nie eine Heimat. Meme ersten Kinderjahrc brachte ich in Mr. Peasons Familie zu, als Mitglied seiner kleinen Schule; dann wurde ich nach Nizza geschickt, von wo ich im Iuui zurückkam Mr. Peason war seitdem bemüht, mir eine Stelle zu snchen." Des Mädchens offenes und gerades Wesen verscheuchte alle Zwclsel aus Miss Winhams Brust. Sie wellte über eme Stuude bei Valerie. Dann zog sie sich iil ihr eigenes Zimmer zurück, um sich zum Diner anzukleideu, zufrieden mit ihrer neuen Gesellschafterin. Valerie zog znm Dincr ein schwarzseidenes Kleid an nud steckte rothe Schleifen in das Haar und auf die Brust. Mrs. Sinburn kam. um sie ins Gesellschaftszimmer zu führen, wo Miss Winham und ihre Gäste bereits zugegen waren. Die Herrin des Schlusses stellte ihre Gcsellschastcnu ihren Verwandten vor. Mrs. und Miss Thompson uahmen die Vorstellung mit kaltem Hochmuth entgegen. „Miss Gloom." sagte Mrs. Thompson. „Von welcher Familie? Aus welchem Theile Englands tom-meu Sie?" „Ich biu iu London geboren, Madame. Meine Eltern sind todt. und ich wurde im Auslande erzogen," erwiderte Valerie stolz. «Und Sie haben keine Verwandten?" fragte Mrs. Thompson uugläubig. „Keine dcs Namens, den ich trage." Miss Thompsons Augen musterten des Mädchen« Schönheit, welche Neid und Eifersucht in ihr erweckte. Seit Jahren hatte Miss Thompson Liebe zu Clifford gchcgt. Er war in ihren Augeu ein Gentleman, hübsch und reich, und Miss Thompsons Ehrbegierde konnte durch eine Heirat mit ihm zufriedengestellt werden. Sie zitterte bei dem Gedanken, dass Clifford bei seinem zu erwartenden Besuch dieses Mädchen sehen und sich iu dasselbe verlieben würde. „Clifford wird bald zum Besuch hierher kommen," sprach sie zu sich selbst. „Ich muss hier bleiben, dass dieses fremde Mädchen das Haus verlässt, ehe er kommt. Ohne Zögern will ich mit meinem Plan beginnen." nnd sie presste ihre Lippen fest aufeinander in verzweifelter Entschlossenheit. „Sie soll den Tag verwünschen, an dem sie nach diesem Schloss gekommen ist!" Miss Winham betrachtete ihre Verwandten mit Neugierdc und bemerkte mit spöttischer Freude, wie Peinlich sie von der Gegenwart Valeriens berührt waren. Das junge Mädchen hatte in ihrer Anmuth und Lieblichkeit schnell einen tiefen Eindruck auf das verhärtete Gemüth der alten Dame gemacht; sie com-dinierte sich rasch dass ihre beiden Verwandten manche Intrigue geqen Valerie anspinnen würden, und sie gelobte sich. das junge Mädchen, an deren Unschuld sie fest alaubtc, zu beschützen. Sie sagte sich freilich, dass der Herkunft Valeriens ein Geheimnis zugrunde liegen müsste, aber kein Gedanke daran kam ihr, dass durch die Hierherlunft des Mädchens nach dem alten Wiuhamschlossc das ganze furchtbare Räthsel, welche» Valerie umgab, enthüllt werden sollte. (Fortsetzung folgt.) 2840 Erscheint nun der Antrag infolge erzielter Majo« rität und Nusspruchs der Landescommission zur weitern Behandlung geeignet, so wird der Localcommissär wiederholt an Ort und Stelle entsendet. So oft es sich um Abgabe von Gutachten handelt, hat er hiezu selbst Sachverständige zu berufen und zu entlassen. Zur Abgabe von Befunden werden jedoch Sachverständige bestellt, deren Stellung ebenfalls unklar ist, nur sind sie, wenn sie nicht Staatsbeamte waren, zu beeiden. > Bei der Durchführung der Grundlastenablösung in Kram wurde über die Stellung und Wirksamkeit der dabri verwendeten beeideten und unbeeideten Geometer nicht der geringste Unterschied wahrgenommen. Die Hauptaufgabe diese» beeideten Sachverständigen ist die Abschätzung der Grundstücke zu dem Zwecke, damit jeder Commassatiousgenosse aus der Commassationsmasse den gleichen Wert seiner commas-sierten Grundstücke wieder erhalte ; die richtige Schätzung, richtiger Feststellung der gegenseitigen Vrrhältniszahlen, ist demnach die erste wichtige Basis des Commassationsgeschäftes; deshalb wird das Schä« hungsoperat durch l4 Tage zur Einsicht der Betheiligten aufgelegt und können dagegen, jedoch ohne Zulassung eines Recurses an die höhere Instanz, Erinnerungen bei der Localcommission vorgebracht werden. Sodann geht die ganze Commission nochmals an Ort und Stelle, rectificiert allenfalls ihre Arbeiten, und nun beginnt das unrichtige Verhältnis zwischen Juristen und Technikern. Mancher von den ersteren wird sich an der Ausarbeitung eines Planes als entscheidende Autorität betheiligen, mancher von den letztern dieses nicht zugeben wollen; schließlich wird das Geschäft entweder unterbrochen, oder es werden an verschiedenen Orten unzweckmäßige Pläne geliefert und ohne irgend eine Verantwortung selbst executiv ausgeführt werden. Waren Meliorationen möglich gewesen und sind nicht beantragt worden, so bleiben sie aus, weil dem Geo« meter das Recht der eigenen Initiative nicht zusteht und er keinen Auftrag erhalten hat. (Fortsetzung fol^t.) Die Bedeutung des Wehrgesetzes vom internationalen Standpunkte. Das „Fremdenblatt" beurtheilt nochmals die Be» deutung des Wehrgesctzes vom internationalen Stand' punkte. Das Blatt äußert sich diesbezüglich : „Während in der Conferenz beim Grafen Taufte auch von live« raler Seite betont wurde, dass man die Wehrfrage nicht als Partei'Angelegenheit auffasse, sondern bereit sei, dieselbe vom Standpunkte der Neichsinteressen zu behandeln, ist in den Berichten über die Clubverhand» lungen und die Berathungen des Executivcomitcs immerfort nur die Rede von dem Partei-Interesse. Um einen gemeinsamen Beschluss der gesammten Verfassungspartei zu erzielen, erklärt man sich von allen Seiten zu Concessionen, ja selbst zu „Opfern an seiner Ueberzeugung" bereit; aber davon, dass man gewillt sei, den Partei-Anschauungen zu Gunsten der Interessen des Reiches Schweigen zu gebieten, ist nichts zu vernehmen. Statt darauf bedacht zu sein, in einer Frage, deren eminent internationale Seite von niemandem verkannt werden kann, einen möglichst einstimmigen Beschluss des ganzen Hauses, eine einmüthige Mani« sestation aller Parteien zu erzielen, concentriert man wenigstens in einzelnen Kreisen der Verfassungspartei seine Hauptkraft darauf, das Zustandekommen einer Zweidrittel-Majorität für die Regierungsvorlage zu verhindern. Indessen theilt so ziemlich die gesammte europäische Presse die Anschauung, dasö die internationals Stellung Oesterreich'Ungarns in hervorragender Weise durch das Schicksal des Wahlgesetzes bedingt sei. Sowohl die Freunde wie die Gegner unserer Monarchie verkennen keinen Augenblick den innigen Zusammenhang, in welchem die ganze Angelegenheit mit der Position steht, welche unsere Monarchie im europäischen Concert einnimmt. „Die für Oesterreich-Ungarn freundlichen nicht minder wie die unserer Monarchie feindlichen Urtheile der europäifchen Presse beweisen, wie recht Graf Taaffe hatte, als er in der erwähnten Conferenz hervorhob, dass die Wehrfrage nicht zur Parteifrage gemacht wer« den dürfe, dafs sie vielmehr eine Reichsfrage, ja geradezu eine Frage der Existenz Oesterreichs sei. Der Tüchtigkeit und Schlagfertigkeit unserer Armee ver« danken wir, wenn uicht allein, so doch in erster Linie die ausgezeichnete Stellung, die unsere Monarchie gegenwärtig im europäischen Concert einnimmt. Oester-relch-Ungarn ist heute nicht nur allianzfähig, sondern ist «in sehr gesuchter Bundesgenosse, das aber wird aufhören, wenn wir an Grundlagen rütteln, auf denen die Organisation unseres Heerwesens beruht. Wohl hörten wir in den letzten Tagen wieder hänfig davon reden, dass unsere Monarchie, gerade weil sie sich der zuverlässigen Freundschaft eines mächtigen Bundes, genossen erfreue, keines so starken Heeres bedürfe. Graf Taaffe hat schon darauf hingedeutet, dass derjenige, der solch ein Argument ausspiele, Ursache und Wirkung verwechsle. Deutschland hat sich nicht mit einem schwachen, sondern mit einem starken Oesterreich-Ungarn alliiert; es hoffte, in uns einen Bundesgenossen zu sin« den, auf den es sich in jeder Beziehung verlassen! könne, wenn es durch den Gang der Ereignisse gezwungen werden sollte, seinen alten Allianzen zu entsagen. Wer aus der Bundesgenossenschaft, die uns mit Deutschland verbindet, die Folgerung ziehen will, dass wir unsere Armee reducieren könnten, der redet damit indirect der Vasallenschaft Oesterreich-Ungarns das Wort. Die Enteute, die uns mit Deutschland verbindet, würde aufhören, die Bundesgenossenschaft gleichberechtigter Mächte zu sein, wenn Oesterreich-Ungarn, statt sich auf ein starkes Heer stützen zu können, allein auf die freundschaftliche Gesinnung seines Alliierten angewiesen wäre." Politische Uebersicht. Laibach, 25. November. Da der Zusammentritt der Delegationen für die ersten Tage des Monates Dezember in Aussicht genommen ist, soll im Laufe dieser Woche den beiderseitigen Parlamenten die Aufforderung zur Vornahme der Delegationswahlen zukommen. Wie verlautet, wünscht die gemeinsame Regierung diesmal keine Unterbrechung der Delegationssession und legt Wert darauf, dass das gemeinsame Budget iu diesem Jahre durchberathen und endgiltig votiert werde. Die Wehrgesetzvorlage soll vor dem Beginne der Delegationsarbeiten erledigt werden, was nur in dem Falle möglich wäre, wenn das Abgeordnetenhaus noch gegen Ende dieser Woche in die Wehrgesetzdcbatte eintritt. Der Seuchengesetzausschuss des Abgeordnetenhauses hielt vorgestern früh und abends seine beiden letzten Sitzungen ab, denen auch der Herr Handelsminister Freiherr von Korb-Weidenheim beiwohnte. Das Ergebnis derselben war die Annahme der nachstehenden sechs Resolutionen: „Die Regierung wird aufgefordert: 1.) eine stabile Grenzgeildarme'ie schleunigst zu organisieren und den Aufwand hicfiir in das Budget einzustellen; 2.) die Einführung einer allgemeinen, selbst zwangsweisen Viehassecuranz zu fördern; 3.) fofort diejenigen administrativen, eventuell legislativen und finanziellen Maßnahmen einzuleiten, welche zur entsprechenden schnellsten Hebung und Förderung der Viehzucht im allgemeinen und insbesondere in den Nordostländcrn sich als nothwendig erweisen; 4.) dem Markt- und Approvisionierungsweseu ill deu großen Städten und Consumtionsorteu eine uuMässige Aufmerksamkeit und Controle zuzuwenden; 5.) die Transportanstalten zu verpflichten, die zum Transport lebenden Viehes und frischen Fleisches nöthigen Einrichtungen in ausreichendem Maße zu treffen; 0.) das veraltete, den jetzigen Zeitverhältnissen ganz und gar nicht entsprechende, die Landwirtschaft wie das con-sumierende Publicum höchst schädigende Verzehrun^s-steuerpalent vom 25. Mai 1629 für geschlossene Städte und für das flache Land schon demnächst einer gründlichen Revision zu unterziehen; 0.) durch das ent< sprechende Einvernehmen mit der königlich ungarischen Regierung dahin zu wirken, dass die Grundsätze des § 7 und die Uebergangsbestimmungen (H 40) auch im Wege der ungarischen Gesetzgebung zur Geltung gelangen. Der Pariser „Moniteur Universel" lässt sich in eiurr Wiener Correspondenz über die Person des Grafen Taaffe und über dessen Politik nachstehend vernehmen : „Gwf Taasfe ift mit der Verwaltung Oesterreichs und o.en Bedürfnissen der Monarchie vermöge seiner Vergangenheit genau vertraut. Mit außerordent^ lichem Scharfblicke, welchen er sich durch seine vielseitigen Erfahl ungen angeeignet hat, erkannte er, dass man, um unter den verschiedenen Nationalitäten Oesterreichs die nöthige Emigung herzustellen, dieselben befriedigen müsse. Glücklicher als seine Vorgänger im Amte wird Graf Taaffe, wenn feine Mifsion gelingt, sich rühmen können, dem Staate große Dienste geleistet zu haben. Der Minister ist übrigens bei seinem patrio» tischen Unternehmen von dein unbedingtesten Vertrauen des Souveräns getragen. Durch seine gesellschaftliche Stellung wie durch fein Vermögen unabhängig, vereinigt Graf Taaffe einen durchdringenden Verstand mit einem versöhnlichen Charakter. Gerade dnrch diese Eigenschaften erscheint Graf Taaffe ganz besonders berufen, die verschiedenartigsten Elemente einander näher zu bringen und ihnen, ohne sie zu brüskieren, begreiflich zu machen, dass die Einigkeit für jede« derfelben eine Lebensfrage fei, dass es aber nicht angehe, dass irgend eine Nationalität in Oesterreich eine Ueberlegenheit oder was immer für Begünstigungen für sich beanspruche, und endlich all' diesen Elementen die Ueberzeugung beizubringen, dass ihre Streitigkeiten uufehl« bar zu ihrem Untergange führen müssten, dafs anderseits in der Einigkeit die Grundbedingung ihrer Kraft und ihrer eigenen Sicherheit liege." Die Verhandlungen zwischen dem Vatican und Deutschland nähern sich allem Anscheine nach einem entscheidenden Stadium. Wie dem „Popolo Romano" aus Neapel, wo gegenwärtig Cardinal Hohenlohe sich befindet, gemeldet wird, soll sich derselbe^ demnächst in einer besonderen Mission des Papstes nach Deutschland begeben. Wie „Fanfulla" fchreibt, hat der znm Nuntius für Brüssel bestimmte Erzbischof Monsignur Pallotti auf dem Wege dahin Gegenbefehle erhalten, da infolge der Entdeckung Baron d'Anethans, dass Cardinal Nina in den ufficicllen Depeschen an das belgische Ministerium eine andere Sprache geführt habe, als in seinen Privatmittheilungen an die Bischöfe, neue Schwierigkeiten mit Belgien vorausgefehen werden. Die irifcheLandfrage nimmt immer größere Dimensionen an. Die Regierung hat drei Agitatoren, allerdings solche von nicht besonders gefährlicher Art, verhaften lassen und damit eine immer mehr steigende Aufregung unter den von dem Parlamentsmitglied Paruell aufgehetzten Volke verursacht. Die Ilomo-rulor rufen auch in Großbritannien ihre Zweigvereine ein und fassen energische Resolutionen. Selbst in den kleinsten Städten Irlands werden Placate affichiert, welche die Schatten der Fenier aufrufen, und Pächter, welche gegen die getroffene Verabredung ihren Pachtzins entrichten, werden nächtlicherweile aus ihren Häusern gerissen, misshandelt, gepeitscht und verstümmelt. Die Klugheit und Energie der englischen Regierung werden sich bald zu bewähren haben, wenn es nicht anders zu spät werden soll. Die Verhandlungen der griechisch-türkischen Grenzregulierungs'Commission sind wieder einmal vertagt worden. Trotzdem hat die Pforte die Zurück« zichung einer Hälfte dcr an der türkisch-griechischen Grenze befindlichen Truppen angeordnet, uiu für die zurückbleibenden Soldaten bessere Winterquartiere zu ermöglichen. Es verbleiben mithin nur 18,()»X) Mann an der Grenze. Die Truppen in Gallipoli wurden ebenfalls entlaffen. Oassesnemgkeiteu. — (Vermählung.) An, 22. November fand in der Schlosskapclle zn Neu«Cilli die Trauimg der Prinzessin und Altgräfin Eleonore zu Salm-Neifferschcidt* ttrautheim mit dem k, k. Feldinarschallicutenant Frei-Herrn Stanislaus Bourgnignon v. Aanmberg statt. — (Das Brautkleid für die junge Königin von Spanien) wurde in Paris unter der Aufsicht der Herzogin von Scsto bei Worth gemacht. Die vollständige Braut'Toilette, besteht aus einem sehr langen Nock aus weißem Satin mit viereckiger, mit AlencM-Spitzen garnierter Schleppe; vorne ist das Kleid mit Silber gestickt und mit AlemM-Draverien bedeckt; ferner einem uluntLlm dc; cour aus weißem Satin mit den bunrbonischen Lilien, in Silber gestickt, und mit zwei Neihen Alenhon-Spihen, die von blätterlosen Guirlanden von weihen Nosen unterbrochen sind, garniert. Unter die Rosen sind einzelne Orangeblüten gemischt. Auf den Tüllvulants dieseS Manteau, die ebenfalls mit Silberlilien gestickt sind, liegen Spitzen. Das Leibchen, das bei dcr Trauung getragen wird, ist selbstverständlich huch; es ist aus demselben Stoff wie der Mantcau und mit silbernen Lilien gestickt. Außer-dem sind zwei decollctierte Corsages zu dieser Toilette vorhanden, beide in Silber gestickt und mit Alen^on-Spitzen garniert, Der Schleier, der sehr groß, ist even-falls Alen^on - Fabrikat, die Stickerei stellt den österreichischen Adler und die dourbonischen Lilien dar. — (Kaiserin Eugenie in Paris.) D>e Kaiserin Eugenie, durch den Telegraphen an das Krankenbett ihrer hochbetagtcn Mutter, der Gräfin v. Montijo, mich Madrid berufen, >st auf der Reise dahin am 2(1. d> abends in Paris eingetroffen, nachdem sie sich zuvor durch eine Anfrage, welche das englische Cabinet auf ihre Veranlassung an die Regierung der Republik richtete, versichert hatte, dass letztere gegen ihre» Aufenthalt aus französischem Buden nichts einzuwenden habe. Dic Kaiserin tras abends kurz nach 8 Uhr in Begleitung des Herzogs von Bassano auf dem Nordbahnhofe ein, w" sie, fast uon niemandem erkannt, einen ihrer harrenden Familienwagen bestieg und nach dein Hotel des Herzog» von Mouchy fuhr. Wohl mochten die unglückliche 3"" überwältigende Erinnerungen bestürmen, als fie so unbemerkt, so unbeachtet, in schlichtem Trauergewande «n fürchterlicher Vereinsamung die Stätte ihres ehemaligen Glanzes betrat, welche sie seit dem verhängnisvolle' 4 September 1870 nicht wieder gesehen hatte. Einige Beamte dcr geheimen Polizei, welche ihr discrct l einem Fialer nachfuhren, waren das einzige 6M^ der ehemaligen Souveränin, die sonst eine» äl)"^,,, Weg nie ohne einen glänzenden Cortüge von Hoste" und Hundert - Garden zurücklegte. Die Kaiserin '^ nachdem sie in Paris die strengste Zurückgezogenhelt obachtet nnd niemanden empfangen hat, tagsdar um 8 Uhr morgens nach Madrid abgereist. Dcr Ber»ai erstatter des „Figaro", welcher die Witwe Napoleons i ' in der Nähe sehen tonnte, schildert ihre Ph^'^'"'^ als noch immer schön und anmuthig, obgleich '^^H gebleicht und ihre Gcsichtszügc, so weiß wie A5c>Y ' von tiefen Falten durchfnrcht sind. », — (Ein interessantes GelegcnheN^ journal.) Bekanntlich bereitet das Presscom'^ Paris, welches sich mit den Arrangements des ^ ' . zum Besten dcr Ueberschwcmmten von Mnrcic, «"1^, tigt, auch ein Gelegenheitsjournal vor. das "'""„ g-Titel: „Pari5-Murcia" in glänzender lnnstlenschcr statlung und nnter Mitwirtnng der bedeutendsten ^ Frankreichs erscheinen und während des Festes "" f"^ drom zum Vortheile der Uebcrschw.nnmten verlaust den soll. Dieses Blatt wird Autographen von sa" " »34t europäische» Souveränen und hohen politischen Persönlichkeiten und ferner folgende Beiträge enthalten: Von Victor Hugo einen philosophisch-humanitären Artikel über „die Brüderlichkeit der Voller", von Gambctta; ein merkwürdiges Citat aus Rabelais, in welchem das Lob des Opportunismus gesungen wird; von dem Präsidenten Grcvy autographisch die Sentenz: „Die lieste Politik ist die Politik des Wohlthuns". von Girardin; eine Tirade über die Prcssfreihcit; von Naquet eine solche über die Ehescheidung; vom Marschall Canrobert und vom General Galliffct militärische Erinnerungen aus Spanien; von Alexander Dumas Episoden aus einer spanischen Ncise, die cr vor vierzig Jahren mit seinem Vater gemacht hat; von Emil Augier eine Theaterchronit; von Gounod eine Musikkritik; von Frau Edmond Adam eine kurze Novelle in Miniatur, welche in achtzig Zellen eine vollständig entwickelte Handlung wit landschaftlicher Staffage enthalten soll; von Octave 3euillet ein Feuilleton; von Ädelina Patti Theatererinnerungen; von Meilhac, Halcvy, Wolff und Goudinct kleine Scherze; von Victor Konina, ein Vicrzeiliges; von der Romanschriftstellerin Henri Greville vermischte Nachrichten .Künstlerische Beitrüge werden liefern; Meis« sonier. Gustav Dore, Carolus Duran, Detaille, Ncuville. Vibert, Cabanel, Gerome und andere. Locales. Aus dem Gemeinderathe. Laibach. 24. November. (Schluss.) GN. Dcschmann befürwortet die Sections» »nträge. die vollkommen zeitgemäß und im Interesse des Bürger- und Bauernstandes seien. Sie streben eben nichts anderes an, als dass jenen Individuen, welche gewisse Lehranstalten besucht haben, Erleichterun-gen im Militärdienste zugestanden werden. Ist es doch die krainische Landwirtschaftöqefellschaft, welche bereits wiederholt in der Wehrfrage Stellung genommen und um eine Erleichterung der Lasten, welche das Wehrgesctz insbesondere dem Landmanne auferlegt, petitioniert hat. Die Baucrnsöhile des Landes, welchen Gelegenheit geboten wird, sich in der Wmlbauschule oder selbst in der Hufbeschlagslehranstalt auszubilden, werden, kaum dass sie ihre Studien absolviert habcn. ihrem Berufe durch die 3jährige Dienstzeit entzogen. Wie trefflich käme solchen eine kürzer zu bemessende Dienstzeit zustatten. Dem Abgcordnetenhause aber kann es nur angenehm sein, wenn es aus den Kreisen seiner Wähler erfährt, wie diese über eine so wichtige Frage denken. GR. Poto önik erwidert den Ausführungen der Vorredner, die Petition für die Unterkraincr Vahn oder für die Lehrerbildungsanstalt habe bloß ein rein locales, die Wchrgesetzangelegenheit dagegen ein Reichsinteresse, welches alle' staatlichen Schichten berührt. Es sei nicht passend, durch unnothwendige Petitionen die Entscheidung in dieser Angelegenheit zu beirren. Ned« ner sagt. er bringe dem jetzigen Ministerium und Abgeordnetenhause volles Vertrauen entgegen und sei überzeugt, dasselbe werde die Wehrfrage zum Wohle des Reiches lösen. Wenn er seinerzeit beantragt habe, ewen das vaterländische Infanterieregiment Varon Kuh» ehrenden Regimentsbefehl im Gemeinderathssaale aufzuhängen, so habe dies mit der W'hrgeschfrage nichts zu schaffen, sondern sei nur eine Anerkennung ber Tapferkeit, welche die Söhne Krams auch in biesem Feldzuge vor dem Feinde aufs neue bewährt haben. GR. Dr. Suppan bemerkt, der wichtigste Theil bes Wehrgesetzes enthalte nur zwei Paragraphe, welche °le Kriegsstärke und die Dauer derselben bestimmen. "N diesen rüttle die Petition nicht, denn es wird nicht ^antragt, das Wchrgcsrtz solle nur auf 1 oder 5 Jahre °der mit einem geringeren Präsenzstande votiert wer-den, als die Regierung es beantragt hat. Referent GR. Dr. Ritter. v. Kalten egg er gibt feiner Ueberraschuug Ausdruck, dass man in den Anträgen der Section, gegen deren Meritum nicht das geringste vorgebracht wurde, einen politischen Hinten gründ vermuthe. Weder von der Kriegsstärke noch von ^r Dauer des Wehrgesetzes sei in den Anträgen der section die Rede. Die Regierung erklärt ja selbst, dass sie Aenderungen im Wehrgesetze nicht ausschließe, darum sei jetzt der geeignete Moment da. um solche "bäudcrungen, welche den fattischen Verhältnissen entsprechen, zu petitionieren. Möge der Rcichörath auch "der eine große Anzahl von Capacitälcn uerfügcn. so >Hlleßt dieser Umstand das Petitionsrccht doch nicht "us. Man sehe von der politischen Lage ganz ab. Ersetze sich aber in die Lage, Sühne zu haben, die °er Wehrpflicht genüge zu leisten haben. Söhne, die "'an mit großen materiellen Kosten erzogen hat. dann wird es einem nicht gleichgiltig sein. ob dieselben kürzer vder länger zu dienen haben, und ob sie ihrer Lebenslaufbahn ganz entfremdet werden, und dann wird man "Uch begreifen, dass diese Frage dem Bürger viel näher geyt als so manche andere politische Frage. Referent "npflehll schließlich nochmals die Annahme der Sec-"onsauträge. Bei der Abstimmung wird der Antrag des GR. Potoönik abgelehnt. Es gelangt nun der Antrag des GR. Petriöiö, dem Ministerium Taaffe eine VertrauenSadrefse zu votieren, zur Abstimmung. Referent GR. Dr. Ritter v. Kalten egger be-merkt, der Antrag Petriöik sei ein Zusahantrag des Antrages Potoönit und daher mit letzterem zugleich abgelehnt. Sonst müsse er als selbständiger Antrag behandelt und auf die nächste Tagesordnung gesetzt werden. GR. Dr. Schaffer ist der Ansicht, dass der Gemeinderath den Antrag des GR. Peliiiü«! dadurch, dass er eine Debatte über denselben zulieh, schon als dringlichen anerkannt habe, folglich könne über ihn auch sofort abgestimmt werden. Bei der hierauf vorgenommenen Abstimmung wird der Antrag des GR. Petric'ic' abgelehnt und die Sectionsanträge werden angenommmen. 6.) GR. Dr. Ritter v. Kaltenegger referiert namens der vereinigten Personal« und Rechtssection über die Bewilligung der Abschreibung von uneinbringlich gewordenen städtischen Mirthzins-Forderungen. Dieselben betreffen l) Parteien, welche im ganzen 349 fl. schulden. Die Abschreibung wird genehmigt. 4.) GR. Dr. Ritter v. Kaltenegger berichtet über die Besetzung zweier Dienstposten 'erster Klasse in der städtischen Sicherheitswache. Dieselben werden den Wachmännern Josef Plautz und Andreas Prosinc verliehen. II. Berichte der Schulsection. 1.) GR. Pirker berichtet über die Verleihung von drei Plätzen der städtischen Kaiser-Franz.Iosefs-stiftung für dürftige Realfchüler. Dieselben werden im Sinne desSectionsantrageö den Schülern Josef Slruisa, Johann Roger und Theodor Raktelj verliehen. Hierauf wird die Sitzung, da die Versammlung inzwischen beschlussunfähig geworden ist, von Bürger-meister geschlossen. — (Bankett zu Ehren des heimgekehr» ten 19. Iägerbataillons.) Gestern um halb 5 Uhr morgens traf das aus Mostar in die Garnison nach Oedenburg übersetzte lrainische Feldjäger-Vataillon Nr. 19 auf der Durchfahrt zu zweitägigem Rastaufenthalte in Lalbach ein. Zu Ehren des Officierscorps des tapferen Bataillons, das die Gefahren und Mühen des bosnischen Fcldzuges sowie die mannigfachen Entbehrungen eines anderthalbjährigen Aufenthaltes in der Herzegowina unter anstrengenden kriegerischen Verhältnissen ausdauernd und ehrenvoll überstanden hat. veranstaltete die Laibacher Bürgerschaft gestern abends im gefchlossencn Salon des Hotels „Europa" ein Bankett, dem außer den angckom. menen 13 und den hiesigen 4 Officiercn des genannten Bataillons auch mehrere andere geladene Officiere sowie die Spitzen der hiesigen Civil- und Militärbehörden «nd die Herren des Empfangscomites, im ganzen vierzig Thellnehmer, beiwohnten, die sich an einer die Längsseite des mit Blumen und den Büsten Ihrer Majestäten ge. schmückten Saales entlang geführten Tafel gruppierten. Die Menularte des Banketts wies folgende Gänge auf: Bouillon. Aranzin mit Aspik. Ragout. Kalbscoteletten garniert. Kapaun mit Salat und Compot. Giardinetto. Kaffee. Die Reihe der offtciellen Toaste eröffnete Herr Bürgermeister Laschan mit einem dreimaligen, begeistert erwiderten Hoch auf Se. Majestät den Kaiser. Diesem folgte ein Trinlspruch des Herrn Bürgermeisters auf daö Offtcierscorps und die Mannfchaft des leider nur zu kurzem Aufenthalte in unserer Mitte anwesenden vaterländischen 19. Iägerbataillons, das der Bürgermeister namens der Stadt in warmen Worten in unseren Mauern willkommen hieß, indem er gleichzeitig dem geehrten Officierscorps debselbcn für die tüchtige und erfolgreiche, intelligente Führung unserer tapferen Landes« söhne Worte des Dankes und der Anerkennung widmete. Im Namen des Landes begrüßte die Angekommenen der Herr Landeshauptmann Hofrath Dr. Ritter v, Kalten-egger, der seine Ansprache mit einem Hoch auf das Palladium unserer Wehr!r.ift — die Einheit der öfter« reichischen Armee — schloss. Herr Landespräsident Ritter v. Kallina widmete seinen Ehrrntrnnl dem altercrbtcn österreichische» Geiste, der unsere Armee seit jeher einmüthig beseelt, der sie im Laufe der Jahrhunderte alten österreichischen Kriegsgeschichte schon zu so manchem glänzenden Siege geführt und der sich auch in jüngster Zeit gleich tüchtig und erfolgreich bewährt hat. Namens des Officierscurps des Bataillons ergriff in Abwesenheit des beurlanbtcn Bataillonscommandanten Oberstlieutenant v. Klobus und des durch Unwohlsein verhinderten Illtcrimscomüiandanten Hanptmann Hopp der rcmgSältestc der anwesenden Bataillonsofficiere, Hauptniann Freiherr von Echmibburg, dab Wort. um lm Namen der Kaineraden sowie der betheilten Mannschaft für das freundliche Willkommen herzlichst zu danken. Hauptm.mn Blnm, Schmidburg gedachte in warmen Worten der zahlreichen Liebesbewelse, au denen es die Heimat dein Bataillon gegenüber schon während seiner Anwesenheit im Occupatiunslanoe nicht fehlen ließ, und betonte das wohlthuende Gefühl, das jedes Mitglied des- selben erfüllt, wenn es der herzlichen und aufrichtigen Begrüßung gedenkt, die ihm beim Betreten des heimatlichen Bodens allseits entgegengebracht wirb; er schloss mit einem dreifachen dankenden Hoch auf Stadt und Land und deren aawesende Repräsentanten. Noch folgte, nachdem der perlende Champagner inzwischen seine Schuldigkeit gethan und die Jungen gelöst hatte, eine Reihe weiterer Toaste, die mehr oder weniger einen persönlichen Charakter trugen. Regierung»» rath Dr. Ritter v. Stöckl leerte sein Glas auf das Wohl des anwesenden Brigadiers. Herrn Obersten Weikard, dieser wieder apostrophierte mit einem Toaste den u« das Zustandekommen des heutigen Feftabenoes verdienten ersten Repräsentanten der Laibacher Bürgerschaft, Herrn Bürgermeister Laschan. Herr Buiar — in slo-venischer Sprache gab eine Episode aus seinen wiederholten geschäftlichen Reisen in Bosnien und der Herzegowina zum Besten, auf denen er öfters in die Gesellschaft der heute hier versammelten Herren Officiere zu kommen Gelegenheit hatte und speciell einmal, in einer für ihn besonders desperaten Situation, die wahrhaft rettende Gastfreundschaft derfelben für sich in Anspruch nehmen musste und auch in reichstem Maße gefunden hat, — seinen liebenswürdigen unvergessenen Gastfreunden von damals gelte sein heutiges freudiges Hoio!" Herr Bamberg gedachte des zweiten krainischen Iägerbataillons Nr. 7. das — ungleich seinen glücklicheren Kameraden vom „Neunzehnten" — noch un-abgelöst die Wacht im Süden hält, und drückte den Wunsch aus, dass auch diesem heimatlichen Truppen-lörper in nicht allzu ferner Zeit die frohe Botschaft zutheil werden möge. die es ihm gestattet, die Gauen der Herzegowina mit gutem „alt"-vfterreichischem Voden zu vertauschen, für welche freundliche Erinnerung der anwesende Vertreter des 7. Iägerbataillons, Herr Haupt» mann Urschitz. durch einen Toast auf den Anreger derselben dankte. Einem vielbelannten, aus einer Laibacher Familie stammenden langjährigen Officiere des Bataillons — Herrn Hauptmaun Carl Pichler — galt ein lebhaft begrüßtes „Hivio" des Herrn Drenil. Und immer weiter in engeren Abzweigungen ergoss sich der Rebe-siuss, der zugleich Zeugnis ablegte von der harmonischen und animierten Stimmung, in die der nähere Contact die Bankettgästc allmählich gebracht hatte. Es wird wohl schier zu sehr später Stunde gewesen sein, als der letzte Rest der Gesellschaft zum Aufbruche blies, den wir allerdings nicht mehr miterlebten. Vom culinarischen Standpunkte aus genügte das Bankett allen Anforderungen und bewährte das oerläss-liche Arrangement der Restaurateurin Frau Schunlo, dagegen wurde der gänzliche Mangel einer, wenn auch kleinen Musikkapelle, deren Eingreifen namentlich zu Ve-gilln zur Belebung der Stimmung wesentlich beigetragen hätte, sehr vermisst. Hoffentlich wirb bei dem morgigen grohen Bankette im Schießstattgebauoe darauf nicht ver» gessen werden. Bezüglich des 19. Iägerbataillons, dem auch wir ein herzliches Willkommen auf heimatlicher Erde und Glückauf in die neue Garnison entgegenrufen, bemerken wir noch. das dasselbe morgen um 5 Uhr 23 Minuten morgens unsere Stadt verlässt, nachdem es hier abgerüstet hat. Der Stand des in Laibach eingetroffenen Bataillons besteht aus 13 Officieren und 480 Mann. Von letzteren werden 140 Mann dauernd beurlaubt und infolge der angeordneten Standesherabsetzung außerdem noch je 48 Manil per Compagnie, im ganzen somit 332 Mann entlassen, als theilweisen Ersah hiefür zieht das Bataillon die inzwifchen in Laibach ausgebildeten 150 Rekruten an sich. — (Graf Varbu-Waxenstein s.) Der am 15. d. M. von einem Schlaganfalle berührte lrainische ReichsrathSabgeordnete Graf Josef Emanuel Barbo-Waxenstein ist Sonntag um 5 Uhr nachmittags in Wien an Gchirnlähmung verschieden. Der Verstorbene war am 25. Oltober 1825 geboren, stand sonnt erst im bb Lebensjahre; er war Besitzer der Herrschaften Kroisenbach und Watzenberg in Unterkrain. Gras Varbo v. Waxen» stein, Freiherr v. Guttenecl, Passberg und Zobelsberg, entstammt auS einer altadeligen Familie, welche der kllth. Kirche einen Papst, den 1404 bis 1471 regieren-den Paul 11. (Pietro Barbo), gegeben hat. 1854 Wurde dem Grafen Barbo die Würde eines k, t. Kämmerers verliehen Zwei Jahre fpäter, am 5. August 1856. vermählte er sich in Wien mit ValeSca Gräfin v Arco. Im Jahre 1867 wurde er von den Landgemeinden der Bezirke Treffen-Littai m den Kramer Landtag gewählt, ebenso bei allen späteren Neuwahlen. Dem Abgeordneten-hause gehörte er ohne Unterbrechung seit 6. April 1867 an; bei den jüngsten Wahlen wechselte Graf Varbo seinen Wahlbezirk, indem er sich nicht mehr im Treffen-Littuier. sondern in, Gottscheer Landgemeinden.Vezirle wählen lieh. »oo er bekanntlich über den verfassungs» treuen Candidate» den Sieg davontrug. Im Abgeord« netenhause gehörte Graf Barbo. als Anhänger der na-tional-conservatioen Partei, zum Club des rechten Cen-trums Die Leiche des Verblichenen wurde gestern nach-mittags in der Hauskapelle zn den Schotten ,n Wien eingesegnet und sodann zur Ueberführung und Beisetzung in der Fanuliellaruft auf dem Friedhofe zu St. Ruprecht in Unteilrain auf den Südbahnhof gebracht. H 2342 — (Schlaganfall.) Der im vorigen Jahre von Laibach nach Graz übersehte k. l. Finanzrath Herr Valentin Kronig wurde Sonntag vormittags in seinem Bureau vom Schlage gerührt. Sein Zustand soll ein sehr bedenklicher sein. — (Hohes Alter.) Der Senior der krainischen Geistlichkeit, Herr Franz Pirc, der bekanntlich einen großen Theil seines Lebens als Missionär in Amerika zugebracht und sich erst vor einigen Jahren zur Ruhe nach Üaibach zurückgezogen hat, ist diesertage in sein 9ö. Lebensjahr getreten. Wie die „Danica" mittheilt, ist der alte Herr. verhältnismäßig noch ziemlich rüstig und besucht noch jeden Sonn- und Feiertag persönlich die Kirche. — (Investitur.) Die canonische Investitur erhielten die geistlichen Herren Jakob Poliöar auf die Pfarre Podbrezje, Anton Iorc auf die Pfarre Nassenfuß und Johann Dolzan auf die Pfarre Jauchen. — (Aus Großlaschiz) Bei der am 2. d. M. stattgefundenen Wahl des Vorstandes der Ortsgemeinde Großlaschiz im Bezirke Gottschee wurden Johann Tomöic als Gemeindevorsteher, Mathias Hocevar und Joses Pauiii als Gemeinderäthe gewählt. —ö. (Theater.) Das genussreiche Gastspiel unserer liebenswürdigen Landsmännin Frl. Lori Stubel fand gestern mit der Aufführung der Berla'scheu Posse „Drei Paar Schuhe" leider schon seinen Abschlnss. Die gefeierte Künstlerin hat dem hiesigen Publicum durch ihr Auftreten einige sehr vergnügte Abende bereitet, und es werden uns ihre vorzüglichen Leistungen unoergesslich bleiben. Ein besonderes Verdienst hat sie sich aber auch dadurch erworben, dass durch ihr be« lebendes und hinreißendes Wirken die hiesigen Kräfte angeeifert wurden, ihr ganzes Können anzustrengen, um ein möglichst tadelloses Ensemble zustande zu bringen. Am Sonntagabende wurde „Prinz Methusalem" gegeben. In dieser Operette, welche unter den Gastvorstellungen die größte Anziehungskraft ausgeübt haben dürfte, wirkten namentlich die Träger der Hauptrollen vorzüglich, während das große Nebenpersonale in jeder Beziehung manches zu wünschen übrig ließ. Frl. Stubel war in der Titelrolle unübertrefflich. Wir müssten uns in Lobeserhebungen nur wiederhole», wenn wir ihre überaus feurige, von Begeisterung, Humor und Grazie getragene Darstellung, ihren ausdrucksvolle» Ge-sangsvortrag und vor allem die Schönheit jedes Mo-mcntcs ihrer ausgezeichneten Production nach Gebür beurtheilen wollten. Das Publicum war entzückt und in Beifallsbezeigungen unermüdlich. Nächst dem Gaste machten sich um das Gelingen des Abendes hauptsächlich Frl. Heihig und Herr Weiß verdient. Erstere machte al5 „Pulcinella" durch die Anmuth ihrer Leistung einen angenehmen Eindruck und sang alle Piecen. namentlich aber die Duette mit „Methusalem" in den beiden ersten Acten, mit innigem Vortrage, wobei die schönen Töne ihrer oberen Stimmlage prächtig zur Geltung gelangten. Herr Weih war wieder bestens gelaunt und wirkte äußerst befriedigend. Sehr gut wurde die erste Abtheilung des zweiten Actes gegeben. Vorgesteru übte das ungünstige Negenwetter cin^i etwas nachtheiligen Einfluss auf den Theaterbesuch au, Frl. Stubel feierte als „Mademoiselle Lange" in Lecoqs > Operette „Augot" Triumphe und wurde mit einem von hiesigen Damen gespendeten Kranze überrascht, welchen ihr Herr Vernthal am Schlüsse der Vorstellung unter stürmischen Beifallsbezeugungen des Publicums überreichte. — Das Referat über die gestrige Vorstellung, die einer ausführlicheren Besprechung wert ist, behalten wir uns für die morgige Nummer vor und bemerken vorläufig nur, dass sie wider Erwaitcn sehr gelungen ausfiel und mit unermüdlichem Beifalle aufgenommen wurde. UeuestePost. Original-Telegramme der „Laib. Zeitunc,." Wien, 25. November. Die Botschafter Lobmww und Hatzfeld sind hier eingetroffen. Ersterer geht nächstens nach Italien. Budapest, 25. November. Das Unterhaus beendete die Generaldebatte über den Wehrgesetzentwurf. Die Abstimmung findet morgen statt. Im Verlaufe der Debatte anerkannte Tisza auf eine Frage Pulszkys das Recht der Legislative, zur Reduction des Armeo stcmdes auch innerhalb der nächsten zehn Jahre die Initiative zu ergreifen. Madrid, 25. November. Die Cortes wurden bis 5. Dez« nber vertagt, nachdem sie eine Commission ernannt, welche beauftragt ist, die Erzherzogin Christine zur Ankunft im neuen Vaterlande und zur Vermählung zu beglückwünschen. Der König wird am 30. November ein Bankett mit 116 Gedecken geben. Sämmtliche fremde Diplomaten sind in Madrid eingelangt. Wien, 24. November. Der Legalisierungsausschuss wies die Regierungsvorlage über notarielle Legalisierungen einem fünfgliedrigen Subcomite zu und beauf« tragte dasselbe, einen Entwurf über die gänzliche Auf« Hebung des Legalisierungszwanges auszuarbeiten, wo» nach die Regierungsvorlage mit ihrer Einschränkung des Legalisieruugszwaiiges bei Beträgen bis 100 fl. verworfen erscheint. — Der Wehrausschuss nahm den Majoritätsbericht zur Kenntnis. Dr. Rechbauer, Czedik und Ruß meldeten Minoritätsvoten an. — Der Steuer-ausschuss wies die Anträge des Fürsten Lobkowitz nnd des Abgeordneten Krzeczunowicz sowie aNe anderen Anträge einem fünfgliedrigen Subcomite zu, welches aus den Abgeordneten Krzeczunowicz, Lobkowitz, Po-klukar, Walterskirchen und Edelmann besteht. Dreizehn verfassungstreue Ausjchussmitglieder gaben leere Stimmzettel ab, weil sie im Interesse der Beschleunigung gegen die Vorberathnng im Snbcomite wareu. Das Subcomitc erhielt eine fünftägige Frist. Paris, 24. November. Die Journale melden, dass der Minister Lepöre infolge Drängens des Pvä< sidenten Grevy die wea/n der Abberufung Gents eingereichte Demission zurückgezogen habe. — Nach Lo>l< doner Häusern zugekommenen Telegrammen hat bei Iquique (Hafenstadt in Peru) eine Schlacht sta lr. st. tt. Weizen pr, Hektoliter 9 10 Eier pr. Stück . . — 2 Korn „ 6 50 j Milch pr. Liter . . — 10 Gerste „ 4 60 ! Rindfleisch pr. Kilo . - 52 Hafer „ 2 80 Kalbfleisch „ - 60 halbfrucht „ — — Schweinefleisch „ — 56 Heiden „ — — Schöpsenfleisch „ — -— Hirse „ — — Hähndcl pr. Stück . — 40 Kukuruz „ 4 60 Tauben „ . — -»- Erdäpfel ftr.Metcr°Ztr. — — Heu pr. 100 Kilo . — — Linsen pr. Hektoliter — — Stroh 100 „ . — - Erbsen „ - — holz, hartes, pr. Cubil- Fisolen „--------- ! Meter .... 2 71 Rindsschmalz pr. Kilo — 80 — weiches, „ — — Schwcincschmalz „ — 80 Wein, roth.. pr.Heltolit. 6 — Speck, srijch. „ — 60 — Weiher, „ 8 — Speck, geräuchert, „ — — Hasen pr. Stück . . 1 10 Angekommene Fremde. Am 25, November. Hotel Stadt Wien. Hoöevar, Gutsbesitzer. Gurlfeld. — Friedman», Kfm,, Iunsbruck. — Mahorili, Sessana. — Nüchler, Kfm., nnd Strcm, l. l. Hanptm., Wien — Gornp, Privat, Fiumc. — Mulley, Obcrlaibach. Hotel Elephant. Ritter v. Peteani. Florenz. — Sufflay und Skala, t. t. hauptlente, — Fluch, Reif,, Wien, - Bayer, Obcrlaibach, — Lengycl, Kfm,, Kanischa. - Loy, Kfm,, Gottschce. — Bclcc, Kaplan, Altlack. — Lapajue, Administrator, Drazgose. — Omachen, Vcrzehrungsstcuer'Reoident, Bischoslack. Mohren. KlaHck, Görz. - Morf. Gastwirt, Zürich. - Ker-muscl, Cilli, Kaiser von Oesterreich. Dolinar, Kaplan, Trata. Naierischcr Hof. Favai. Beamter der Rudolfbahn. Verstorbene. Den 24. November. Julie Hafner, Briefträgers» tochtcr, 4 I. 6 Mon., Chiöngasse Nr. 9, Hcrzlähmung. — Johann Wojkek. pensionierter Oberamtscontrolor. 66 I., Franciscanergasse Nr, 12, Lungen- und Kchllopstubcrculose. Den 25. Novemoer Ludwig Paulin. FriseurSgehilfen« söhn, 2 I. 7 Mon. Alter Markt Nr. 26. Rhachitis und Tuber-culose. Im Civilspitale: Den 2 3, Novembe r. Ursula Najer. Köchin, 48 I., Darmlähmung. — Anton Ccrar, Arbeiter, 30 I., Lungen« tubcrculosc. — Carl Raspotnit, Arbeiterinssohn, 16 Tage, Ictsru» muli^im8. Meteorologische Beobachtungen in Laibach.^ k n B n ,° 5« ?-Z 7U.Mg, 734 29 ^ 3 8 "O,'schwach "Regen «30 25. 2 „ N. 735 50 ^- 3 0 O. schwach bewölkt Regen, 9 ., Ab, 735-70 j- 2 0 O. schwach Regen Schnee Sehr trübe, meistens Regen Den 26. morgens seit halb 5 Uhr Schnccfall. Das Tagesmittel der Wärme -4- 29', «M 0 3" über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Namberg <^l'!(!)kll(!)l. Wien, 23. November (1 Uhr.) Me Stimmung war sehr fest und der Verlehr insbesondere in einigen Speculationspapieren belebt. Valuta etwas maller. »«U> Wore Papierrente........ 68 35 68 45 Eiloerrente........ 7080 7090 Voldrente......... 80'3b 80 45 Lose. 1854........ 123 7b 124 . I860........ 12325 12850 . 1860 (zu 100 st.) - - 131 131 i>0 . 1864........ 165- 165 50 Ung. Prämien.««!..... 106 - 10650 Eredit-L.......... 17225 17250 Rudolfs-L......... 1775 18 — Prämienanl. der Stadt Nie., 117 - 117 50 Dunau'Regulierungs.Lose . , 11350 11375 Domänen. Pfandbriefe . . . 143 50 144 — Oesterr. Schahscheine 1881 rück» zahlbar......... 100 75 101 - vcsterr. Schatzscheine 1882 rück» zahlbar......... 100 75 101 — Ungarische Goldrente .... 9485 9495 ln'garische EiscnbahN'Ailleihe , 114 75 115-Ungarische Tisenbahn^Anleihe, «umulativstücke...... 113 20 113 50 linaarische Tchatzanw. vom I 1874.......... '- — — !l»lchen der Stadtgemeinbe Wien in B. V...... 9970 100' «elb «var« Grundentlaftungsvbllaatlsue». Böhmen.........102 75 103 75 Niederösterreich......105 - 106 Oalizien.........952.°» 95 50 Siebenbürgen.......34 50 3525 Temeser Vanat......87 75 88 25 Ungarn..........88- 88 75 Actieu vsu y«nl,u Allglu-oslerr. Bans..... 134 60 »35 70 Creditanstalt ....... 272 60 272 70 Depositenbank....... 224 50 225 50 Creditanstalt, ungar..... 255 50 255 75 Oesterreichisch. ungarische Bank 841 843 Uilionbanl ........ 9325 93 50 Verlehrsbanl....... 12075 12! Wiener Bankverein..... 134 25 134'75 klctien »s„ transportUnterneh-mungen ««lb wall Alföld.Vahn .......13725 137 75 Donllu.Dllmpsschiff,.Oesellschaft 584 586 -Ellsllbeth.Westbahn . . . . 175 50 176 Gelb war« Ferbinands'Nordbahn . . . .2280 -2300 — Franz.Iosevh.Vahn . . . .15150 152-Galizische (5arl «Ludwig »Nahn 240 50 241 — Vaschau.Oderberger Bahn . . 114 25 114 50 Aemberg'Czernowitzl'r Bahn . 144 — 14450 Lloyd - Gesellschaft.....611-613- Oesterr. Norbwestbahn .... 189 50 140 Rudolss'Nahn.......141 l.0 l42 — Ätaatsbahn........264 25 264 75 Ziidbahn.........8175 82 theih.Bahll........208 209 Ungar.-galiz, Verbindungsbahn 112'— 112 50 Ungarische Noroostbahn . . . 129 25 123 75 Wiener Tramwa^'Gcscllschast. 200 25 200 50 Pfandbriefe. Mg.öst.Bodtncred