Sckriftteitunst: RatdhauSqasseNr.^ lHnnoner'iche» Hau». e^rechstnüde: Zi.ilich (mit Aatnadink der (im- ». ffeier-tu«e) ton 11—18 Ufct vorm. Hantschristen wer»«, »ich» •xMgefcbca; naastnloW Et»-Icatasam »utl »«iliffichtigt. Snfiin Siga itjcn Btrat die {KttMltima gege» Verech-i-na der billigst feS-»rftrLlen t?e>>Iihrei> eiU-ezen. — «ei Siet«rbol»niei, Pret»-nachlud. Die „Deutsche v-chl" erscheint Jckcn CounUi) »nd Cmanltaj morgeu». Verwattung: SfathhauSgassi Nr. 5 iH»m«ei'Iche» vtzuqS'vkdinffungkn sttr «illi «il Ailftell»»» in'» Hi»»: W«l»tltch —'SS Hi)ri| ... 0. 1.50 ria . . . . fl. »— tia. . . . t. Durch die Voft dn«!>en: Vierlrijid?^, . » . fl. l>« H«N>,ichrt, ... >1. S.Z0 »«uu^delz ... 1. «.40 SIIt'« Auel-N» erhilhen ftch »,e tz»q»nedulircn nm die »tdere« ücrsendiinza-Gldiidlc». VoSirarcasieil-lloiU« 85«.«». Ar. IttZ Eilli, Sonntag 20. Dcccmöer 189«. 21. ZaKrgang. heutigen «Teutschen Wacht" lie^t Nr. Sl der Sonn-Z/ tagsbeilage ,,D i e S ü dmark" bei. JnhaltSver» seichni«: Herbstblüthe. Roman von Clarisia Lohde. Im Winter. — Fast vertrocknete Baume m retten. — Ein tute« Löimittel für Glas. — Vom Haien. — Fütterung er Hühner. — Er kennt sie. — Ratenweise Gewissensbisse. — Schlagfertig. — Grob. — Die musikalische Durchlaucht. — Früh übt sich. — Ein verständnisvoller Gatte. — Be-iaiiniinachung. Aas sterbende Parlament. Heute geht unser Parlament auf Ferien, um nach den gesetzgeberischen Kraftleistungen der letzten Zeit auszuruhen und sich für den ewigen Schlaf zu rüsten. Es waren ja thatsächlich Krastleistungen: Die Regelung der Beamtengehalte, die Gewerbenovelle, CivilprocesS und alles mögliche Andere. Jeder der aus einem Amte scheidet hat ja ein Bedürfniss reinen Tisch zu machen, und eS war bei unserer Volksvertretung wohl wahrlich schon hoch an der Zeit, einmal etwas Greifbares zu leisten. Freilich haben auch die gebotenen Gesetzes-gaben ihren Pferdefuß — vom Beamtengehaltsgesetz bis zur Zeilungsstempelbesreiung — allein das Parlament hat sich äußerlich alle Mühe ge-geben populär zu werden, populär zu sterben, um die süße Last deS Mandates wieder zu gewinnen. Wenn man nimmt, dass das gegenwärtige Parlament eigentlich gar nicht mehr zu recht be-steht — eS hätte doch der Einführung des neuen erweiterten Wahlrechtes unmittelbar die Auflösung deS ReichSratheS und die Neuwahl folgen sollen — so kann man die Arbeiten deS ReichSratheS doch wohl nicht so recht vom Herzen ernst nehmen. Er sieht ja auch selbst schon ein großes Volksparlament vor sich, das berufener an die Lösung großer gesetzgeberischer Aufgaben und an die Hege zeit« gerechter, politischer Grundsätze herantreten wird. Bei der Berathung deS UnierrichtSetatS hat sich dies ganz deutlich erwiesen. Mit banger Sorge haben alle freiheitlich Gesinnten den rückläufigen Strömungen in der Unterrichtsverwaltung ihr Augenmerk zugewendet — vom Salzburg» Katho- Welche Luise? Humoreske von S i g u r d. Tem Schwedischen nacherzählt von Emil I o n a s. ES dauert gewöhnlich einige Zeit, bevor die Lebensfreude auf einem Ball in einer kleinen Pro-vinzialstadt zum Ausbruch gelangt. Man ist zurück-haltend wie eine schöne, junge Witwe, und man sieht auf die übrige Menschheit herab wie ein Professor der Malerei auf ein Oeldruckbild. Der Löwe, in dem die Vorsehung die Quintessenz der männlichen bezaubernden Kraft der kleinen Stadt vereinigt ha», kehrt noch einmal von der Thür zurück, um ein Staubkorn von seinem Frack abzn-dürsten. Der Engel, welcher den Brennpunkt der weiblichen bethörenden Macht der Stadt bildet, schreit bei der Abfahrt, wenn eines der kleinen Geschwister ihrem Ballkleide zu nahe kommt, schlimmer, als wenn sie einem lustwandernden Alli-gator begegnete, oder wenn man ihr ein Heim bei einem Witwer mit einer bliuden Mutter, großen Schulden und neun Kindern anbieten würde. Erst wenn der Löwe, ohne zu zittern, mit dem Taschentuch einen Tropfen Wein mitten auf der Brust abtrocknet, beginn» die Zänlichkeit sein Herz zu ersüllen. Erst wenn die Königin deS BalleS mit engelsmildem Lächeln den vornehmsten Butter-Händler der Stadt bittet, ihre halben Gummischuhe likentage bis zur Voralberger Rede des clericalen Bezirkshauptmannes. ES ist kein Zweifel, dass heftige Angriffe gegen das Palladium der freien Schule geplant werden, und dass die UntcrrichtS-Verwaltung dafür kein ungeneigtes Ohr hat. Doch hat Minister Gautsch in seiner .großen' Budget-rede peinlich darüber geschwiegen, obwohl eine Versicherung über die Wahrung der freien Schule als maßgebend für die Annahme oder Ablehnung deS Unterrichtsetals angesehen werden muss. DaS Parlament hat sich auch das bieten lassen und das Budget wird bewilligt werden, so wie ja auch das Provisorium bereit« bewilligt ist. Ein Greis macht sich am Lebensabend nicht gerne neue schwere Sorgen. Wenige Monate noch und neue Männer werden mit vollem Ernste, mit frischer Thatkraft und zum Theile hoffentlich mit steifem Nacken die Thätigkeit des ReichSratheS und der Regierung in Bahnen lenken, die aus dem bisher durch Reaction und feudale Anmaßungen und durch theoretischen Liberalismus verödeten Boden der freiheitlichen und socialen Gesetzgebung zu ersprießlicher Saat und Ernte führen werden. Vielleicht wird es den neuen deutschen Volksvertretern gelingen, in der neuen Aera unseren politischen Idealen gewürdigtes Anrecht zu verschaffen, den Idealen: Deutschthum, Freiheit und Socialresorm, damit das Dichterwort zur Wahrheit werde: Das Alte stürzt, eS ändert sich die Zeit, Und neues Leben blüht aus den Ruinen. __0. A. politische Rundschau, Z)ie Landtage von Böhmen, Galizien, Nieder« Oesterreich. Steiermark, Kram, Mähren, Schlesien und Görz»Gradiska sind auf den 28. d. M. ein-berufen. Für die Aeichsrathswahl w Hraz, wo be- kanntlich Abg. Dr. H o f m a n n von Wellenhof das Mandat niedergelegt hat, wird von Seite der liberalen Partei, der Coalitionshofraih Graf von ihren Füßen zu entfernen, fängt Amor an, unter den Pfeilen seines Köchers zu wühlen. Der Colonialwaarenhändler Johann Lange besitzt ein keineswegs geringes Quantum Zärtlich-keit in seinem redlichen Herzen, das noch vor Freuden hüpft über eine günstige Bilanz feines Geschäft». Wenn er während der Nacht nach einem Austernsouper in der kleinen Echlafkammer hinter feinem Comptoir sanft schlummerte, sah daS Auge seiner Seele oftmals die schönst« Maid der Stadt, reizend und zart, auf der Chaiselongue sitzen und ihre Stiefeletten abnehmen, und im Traume hat er zweimal die Tochter deS Stadtraths, Adelaide, geküßt. Aber in der Wirklichkeit erforderte es wenig-stenS sieben mittelgroße Gläser Rheinweins und einige Gläser perlenden Champagners, bevor er Muth bekam, zu der Tochter des Stadtkassierers Sundin, Luise, zärtlich und verschämt mit hold« seliger Vertraulichkeit zu flüstern: „Ach, mein Fräulein, hier ist eS heute Abend sehr warm!" Man feierte deS Königs Geburtstag im Rath-hauSsaale, dort erklangen die Töne des National-liedeS, und ein Tüllstreifen von der Schleppe der Frau Bürgermeisterin flog umher. Während der Stadtkassierer für mehr Wein sorgte, schritt der genannte Genius der Liebe bar» susS einher auf den Bänken der Langseiten dcS Stürckh, ein Mann der über „hoher Staats-Weisheit" sein bischen Deutschthum ganz vergessen hat, als Bewerber ausgestellt. Einem solchen Gegenbewerber gegenüber wird der wackere Dr. Hofmann doch leicht mit einer glänzenden Mehr» heit gewählt werden können. Es ist so gekommen, wie es vorauszusehen war. Trotz der einmüthigen Annahme der Dring« lichkeit deS Antrages der Liberalen, den Zeitungs» kempek in Oesterreich vom l. Februar 1897 an aufzuheben, hat der AnSschusS diesen Antrag dennoch fallen gelassen und ihn durch einen anderen ersetzt, welcher nichts Anderes bezweckt, als die Sache trotz der anerkannten Dringlichkeit auf die lange Bank zu schiebn». Der Umschwung in der Ge-sinnung trat zunächst bei den Polen zu Tage. DaS der Regierung nahestehende Organ, der .Czas', hatte sofort nach der Abstimmung über die Dring» lichkeit des Antrages einen geharnischten Artikel gegen die Aushebung des ZeitungSstempelS gebracht und der Polenclub beschloss denn auch gegen die Aufhebung zu stimmen. ES hatten sich zwar mmlerweile die Mitglieder des PolenclubS im Ausschüsse für die Aushebung erklärt, das verschlug aber wenig, als es zur Abstimmung kam, stimmten sie gegen ihre ausgesprochene Ansicht. Schließlich wurde nicht einstiuimig, sondern nur mit Mehrheit beschlossen, den Zeitungsstempel für Blätter, welche nicht öfter als dreimal in der Woche erscheinen, vom 1. März 1897 an, und für die anderen Zeitungen erst vom I.Jänner 1898 an aufzuheben. Die Regierung hat sich aber auch gegen diese Be-stimmung ausgesprochen und sie wird auch ihren Willen erhalten, denn die Abstimmungen im AuS-schusse geben keine Gewähr für den Erfolg im Hause selbst, daS hat sich bei den Beschlüssen über die Beamtengefetze deutlich gezeigt. Die Hoffnung, den ZeitungSstempel in Oesterreich begraben zu sehen, kann man jetzt wieder selbst begraben und als patriotischer Oesterreicher sich damit brüsten, dass Oesterreich nicht mehr lange allein sein wird mit der Einrichtung deS ZeitungSstempelS, denn die Türkei plant einen solchen, allerdings vorläufig nur für auswärtige Blätter, aber sie nähert sich augenscheinlich österreichischen Ansichten. Hi»» kleiner Vorgeschmack von dem, »vaS wir von den Ungarn bei Erneuerung deSAuS-gleiches zu erwarten haben, ist uns bereits ge-worden. Im ungarischen Reichstage sprach letzten Montag Abg. Abranyi einige auSgleichSfreund- Saales und flüsterte Allerlei in die rojenrothen Ohren der jungen Damen. Berauscht von dunklen Augen und blendend weißen Schultern, legte Johann Lange den kleinen fleischigen und nur wenig mit Haaren bewachsenen Arm des Fräulein Luise Sundin in den seinigen und flüsterte erregt und voll von Zuversicht: „Ach, Fräulein Luise, wie habe ich mich nach diesem Augenblicke gesehnt, u»n Ihnen zu sagen ... Sie zu fragen ... hm . . . zu hören . . . wie. . . wie sich Ihre Frau Mama befinde»?" Kalt und ruhig hatte er am Vormittag des-selben TageS auf einer Auktion fein Gebot auf achthundert Säcke Kaffee abgegeben, und jetzt zitterte er vor diesem jungen Weibe, das nur 120 Pfund wog. Solche Widersprüche sind nicht garselten in der menschlichen Natur zu finden. Die zweite Polka tanzte er mit Fräulein Luise Reichel. Ihr Vater war einer der wenigen decorirten Bürger der Stadt; sie besaß fünfzehn» tausend Mark von einer Tante und eine ent-zückende Elfengestalt nach ihrer Mutter, die während ihrer Entwicklungsperiode in der Stadt Näherin gewesen war. Sie war sanst und hold wie eine Gazelle und trank mit Herrn Lange von einer Bowle, in die 2 Deutsche Wacht" 1896 liche Worte, wurde jedoch sofort von zahlreichen Gegnern niedergebrüllt. Man schleuderte ihm den Schimpf: „Vaterlandsoerrather" ins Gesicht und rief ihm höhnisch zu: .Gehen Sie in den öfter-reichischen ReichSratb, hier haben Sie nichts zu suchm!" Der Abgeordnete konnte feine Rede gar nicht beende». Er halte aber nicht eine gerechte Erhöhung der Quote befürwortet, sondern nur die Mahnung ausgesprochen, die beiden Ländergruppen möchten sich in Ruhe verständigen. Und »rotzdem ein solcher Hohn. Hoffen wir, dass dieser Ueber-muth und diese Selbstüberhebung an der Festigkeit unserer Volksvertretung zu Schanden werden wird. Entweder ein gerechter Ausgleich, oder gar keiner. Mit diesem Kampsruf müssen wlr siegen. Aus Stadt uud Land. ßillier chemeinderaty. Freilag Nachmittag fand unler dem Vorsitze veS Herrn Bürgermeisters Gustav Stiger eine ordemliche, öffentliche Ge-meindeauSschußsitzur.g statt. Der Vorsitzende verlas eine Zuschrift deS Ablei-StadtpfarramteS, wornach der 11 Uhr-Gottesdienst in der deutschen Kirche wegen Erkrankung des Pfarrers Kleine — welcher mittlerweile gestorben ist — bis auf Weiteres ein-gestellt wird. Namens der RechlSseclion berichtet deren Obmann Herr G.-R. Dr. K o o a t s ch i ts ch über einen AmtSvortrag beireffend die Organisation der öffentlich.« Armenpflege nach dem neuen Armen« gesetze für Sieiermark. ES wird über SeclionSanirag im Sinne des § 81 des ArmengesetzeS einhellig be-schlössen, für die Stadt Eilli ein eigenes Organi» fationSflalut auSzuarbeilen und nach Fertigstellung d>m Landtage zur Genehmigung vorzulegen. Dem neuen Statuie wird die bisherige Organisaiion zu Grunde gelegt werden. Nach einem Antrage der Bauseclion (Ref. G.-R. Marech wird beschlossen, der Freiwilligen Feuerwehr von dem an das Lösch-requisitendepot anstoßenden Raume einen Theil in der Breite von ß Metern zum Zwecke der Unter» bringung der neuen Dampsspritze zu überlassen. Nun folgten Berichte der Flnanzsection (Ref. Herr Vicebürgermeifter Julius R a k u s ch). Dem deutschen Sludenlenkrantenvereine beider Hochschulen in Graz wird der vorjährige Beitrag wieder bewilligt. Dem Vereine Süvmark in Graz wird der bereits in den Voranschlag sür 1897 eingestellte Betrag von 50 fl. zur Zahlung angewiesen. Einem Ansuchen deS PrioalbeamtenunlerslützungSvereines in Graz konnte keine Folge gegeben werden, da für diese Auslage im Voranschlage keine Vorsorge getroffen ist und an die Stadtgemeinde Eilli in UnterstützungSange» legenheiten ohnedieSjsehr große Ansorderungen heran-treten. Der SladlingenieurSwilwe Frau Johanna Jakhel wird der Forlbezug eine« ErziehungSbei-trage« bewilligt. Ueber Antrag des FriedhosS-comilös, für welches Herr G.-R. Bobisut be-richtet, wird zum § 14 deS Statutes für die Re-gtlung deS BegräbniSwefenS nachstehender Zusatz einstimmig angenommen: „Hochbauten am släd-tischen Friedhose überhaupt, sowie die Anlage von Grabdenkmälern größeren Stiles, welche auf die ganz« Anlage des Friedhofes in ästhetischer Be-ziehung von Einfluß sind, dürfen nur mit auS-drücklicher Genehmigung des Gemeinde-ausschusses der Stadt Eilli zur Ausführung ge- man eine ganze Flasche Champagner und zwei Flaschen Liebfrauenmilch gegossen hatte. Sie saßen einsam in den» kleinsten der Neben-räume, der nur dürftig erleuchtet, aber in jeder Beziehung gemüthlich war. Er seufzte. „Hab? ich Sie auf irgend eine Weife verletzt, Herr Lange, oder haben Sie zu enge Stiesel ank« fragte sie mit jener spitzen Originalität und Frei-he>t in der Umerhaltung, welche nunmehr in allen besseren Romanen vorkommen. „Gewiss nichl, aber mein Herz ist von einer unsagbaren Leere erfüll», und das Schweigen braust gleich siedendem E»S durch meinen Kopf in Ihrer holden Gegenwart.' So spricht in der Regel nur ein Mensch, der betrunken ist oder Reichstagsabgeordneter werden will, aber sie sah, dass er sie liebte, und rief leidenschaftlich: „O, Herr Lange ... Sie ... Sie . . . Sie zerbrechen mir den Fächer!" Den dritten Walzer tanzte er mit Luise Sundin. Auf den Wogen der Töne flössen ihre Herzen zu-sammen wie zwei Rosinen in einem Kuchen, und seine brennenden Blicke verschlangen ihre Schulter mit derselben Leidenschaft, wie eine Pensionärin eine Portion Va»ille-EiS verschlingt. Man leerte mehrere Gläser Bowle, und in-folge dessen vermochte er sich nicht mehr genau zu langen. WeilerS wird, da das bestehende Statut den heutigen Verhältnissen nicht mehr entspricht, da» FriedhosScomits beauftragt, ein neues Statut für die Regelung des BegräbniSwefenS auszuarbeiten und dem GemeindeauSschusse vorzulegen. Der öfsent-lichen Sitzung folgte eine vertrauliche. Koncert Aaptilt Kofiman». Für dieses zu Gunsten des deutschen HaufeS und Studentenheims Sonntag abends stattfindende Concert sind bereits alle Logen- und Parierresitze verkauft. Um jedoch auch deutschen Männern und Frauen, welche sich bisher eines Sitzes noch nicht versichert haben, den Besuch des so bedeutungsvollen Abends zu ermög-lichen, wurden im Orchester, das am Abende von der Musik nicht besetzt sein wird, da sie auf der Bühne spielen wird, eine größere Zahl von Sitzen eingerichtet, welche am Sonntag abends an der Cassa zu haben sein werden. Hruennungenim^ofldienlle. Zu Postosficialen wurden ernannt die Postassistenten Herren Johann Vondraöek in Brück a. d. M., Friedrich v. Formacher in Graz, Gustav Gollitsch in Cilli, Rudolf Slugain Graz, Anton P r u ch a und Friedrich Rupilius in Villach, Franz Roßmann in Villach, Cajetan Stviffer, Stephan Urdl und Anton Scheucher in Brück a. d. M. Z>er ßillier Hewerbebnnt» hielt, wie schon mitgetheilt, Sonntag den 13. December um 2 Uhr Nachmittags eine außergewöhnlich zahlreich besuchte Versammlung im Hotel Strauß ad. Der Obmann, Herr A l t z i e b l e r, erstattete den Bericht über die Thätigkeit deS Ausschusses, der seit der letzten Versammlung 64 Geschästsstücke erledigt hat. Ueber Antrag der Herren Berna und Mörtl wurden die Herren Eichberger.Kapla und FuchS in den Ausschuß neugewählt. Hieraus berichtete Herr Kammerrath A l t z i e b l e r über seine Thätigkeit in der Handels- und Gewerbekammer, wo er Haupt-sächlich sich für die Herabminderung der Tarife auf der Eisenbahn Cilli-Wöllan eingesetzt hat. Er hat sich an der Debatte über die allgemeine Erwerb» steuer betheiligt, er wurde als Vertreter der Kammer in den Schulausschuß der gewerblichen Fortbildung«» schule in Cilli gewählt. Für die Erlassung eines Hausierverbotes ist Herr Altziebler energisch einge-treten; er brachte einen Dringlichkeitsantrag ein, welcher gegen die Einbeziehung sämmtlicher Ge» werbe unter die unsallversicherungSpflichtigen Unternehmungen gerichtet war und die Verstaatlichung der UnfallSversicherung verlangte. Er ist auch für den Bau der Bahn Grobelno-LandeSgrenze eingetreten. Der Rechenschaftsbericht wurde mit großem Interesse und Beifalle entgegengenommen und die Herren Mörtl und S a g e r beantragten, Herrn Altziebler wiederzuwählen. Ueber Antrag des Herrn Higersperger drückte die Verfamm-lung Herrn Altziebler für feine eifrige und ersprießliche Thätigkeit in der Kammer den Dank durch Erheben von den Sitzen auS. Die Herren Altziebler und Higersperger berichteten über die Eandidaturen für die kommenden Handel«« kammerwahlen. Die Eandidaturen wurden ein-stimmig angenommen. Der Antrag des Herrn Mörtl, beim Handelsministerium gegen die Sperrung um 6 Uhr Stellung zu nehmen, gelangte gleichfalls zur Annahme, ebenso eine ausführliche, von Herrn Hausmann vorgetragene Petition erinnern, wie die Worte gefallen waren, aber er hatte ein dunkles Gefühl, als ob ihm die Beine nicht mehr vollkommen gehorchen wollten, und als ob er einen kleinen Theil seiner Seele dem geliebten Mädchen gegenüber entblößt habe. Im „Walzer der Damen' wurde ihm noch ein-mal daS Glück zu Theil, seinen etwas feuchten Frack-armel um die fchmalste Taille der Stadt zu schlingen und seinen Blick in Louise Reichel'S unergründlichen Augen ertrinken zu lassen, wie — wie — laßt uns sagen, wie eine junge Katze in dem Atlantischen Ocean. Und dann drehte er sich im Cotillon mit Luise Sundin, und dann blieb er mit Luise Reiche! eine Weile allein in dem dunklen Cabinet. Dann sprach er mit Frau Sundin Über eingemachte Gurken, und dann nahmen die Herren einen kleinen Cognac vom Büffet, und dann war es ihm gerade, als ob er wieder in dem Cabinet eine Wange an der seinen fühlte. Dann trank er mit Papa Reiche! Brüder-schast, und dann hals er Luise Sundin ihren Pelz-mantel umhängen, und dann fühlte er^daS ganze Universum sich in Liebe, Glückseligkeit, Selterwasser und einen Nachgeschmack von Küssen auflösen. * * Als er am nächsten Morgen erwachte, ver» meinte er, sich in einer Anatomie zu befinden, wo sein Gehirn untersucht werde. Alles, was er in an das Justizministerium, beireffend die geplante Theilung de» Cillier KreiSgerichteS. Nach Be» sprechung einiger interner gewerblicher Angelegen» heilen fand die Verkeilung der vom Genossen-schaftSoerbande in Graz ausgestellten Ehrendiplome an folgende Gehilfen mi» langjähriger Dienstzeit statt, u. zw.: Siesan Podwerschek. Schneidergehilfe bei Herrn Hofmann; Franz Warbitsch, Schlossergehilfe bei Herrn Schön; Domenik Armoth, Schuh» machergehilfe bei Herrn Koroschetz und Jakob Gedini, Uhrmachergehilfe bei Herrn Sträub. Herr Armoth bat im Namen seiner Genossen, dem Ge« nossenschastsoerbande für die erhallenen Auszeich-nungen den Dank anSzusprechen. Hierauf schloß der Vorsitzende die so anregend und schön verlaufene Versammlung. HiMer Zklänncrgcsaugsvercin. Die am Mitt» woch den 16. December im großen Casinosaale bei sehr gutem Besuche abgehaltene Liedertafel des Cillier Männergesangsvereine« bot diesmal fast nur classische Vorträge von großer Schwierigkeit, deren Bewältigung dem hochverdienten Sangwarte Herrn Dr. Johann Stepifchnegg, vereint mit dem Eiser der Sänger, glänzend gelungen ist. Die äußerst eindrucksvolle Einleitung der Vortrags-ordnung bildete das „Reiterlied" von Julius Otto. Sein stürmisch-düsterec Charakter kam sehr wirksam zur Geltung. Reicher Beifall wurde der nächsten Nummer, dem reizenden, stimmungsvollen .Schlummerlied' Meister Weber's zu Theil. Es war ein besonders glücklicher Gedankt des SangwarteS, in der Auseinanderfolge deS wildbewegten Reiterliedes und des im feinsten Pianifsimo gehaltenen Weber'schen Chores einen wohlthuenden Gegensatz zu schaffen. Nun folgte der herrliche „Waldchor- aus dem Oratorium „Der Rose Pilgerfahr»' von R. Schu-mann. Trotz de« seltenen und daher befremdenden »Tacte« dieses Liedes wurde eS doch sehr schön gesungen und hätte sicherlich einen noch viel größeren Beifall erregt, wenn die Hörnerbegleitung nicht einige« zu wünschen übrig gelassen hätte. Wir halten auf« Neue Gelegenheit, das tiefpoettfche, wundersame Wesen der Schumann'schen Musik zu bewundern und wünschen nur, wir möchten in einer der nächsten Liederiafeln wieder einen Chor diese« gewaltigen Meisters hören. Hierauf kam „Vale" von Attenhofer. Der schöne Chor rief mit seinem prächtig gesungenen Baritonsolo so reichen Beifall hervor, daß die letzte Strophe wiederholt werden mußte. Die Glanz- und Hauptnummer de« Abend« aber war unstreitig der nun folgende Chor Mendel-söhn« »Festgesang an die Künstler," eine herrlich« Vertonung de« berühmten Schiller'schen Gedichte«. Wenn wir unS nicht täuschen, wurde dieser Chor auch bei einer der Hauptaufführungen deS fünften deutschen SängerbundeSseste« in Stuttgart gebracht; gewiß ein classische« Vorbild für unseren Verein! Wir hätten da« mächtige Werk vielleicht nicht gehört, wenn nicht im letzten Augenblicke Herr Mediciner erm. Zangger an Stelle des erkrankten Herrn r. G o l t s ch die Tenor-Solopartie übernommen hätte, deren Durchführung ihm Tank seiner Herr-lichen, kraftvollen Stimme ausgezeichnet gelang. Den Clavierpart bewälligte Herr Jurist Fritz Z a n g g e r in seiner meisterhaften Art. Den pracht-vollen Schluß der Vortragsordnung bildete der Chor „Germania" mit Orchesterbegleitung von seinem Magen hatte, schien ,n schmerzhafter Weise CirkuS zu spielen, und nie zuvor war ihm die Wirksamkeit der MäßigkeitSvereine weniger lächerlich vorgekommen. Seine Uhr zeigte 11-50 Vormittag«, und als sein fieberheißer Arm leidenschaftlich sich nach der Wasserflasche ausstreckte, ergriff er folgende« kleine Billet, das er mühsam mit kleinen, eigene» Paranthesen las: „Mein (!) Johann! (Aber zum Kukuk, da« ist ja gar nicht die Handschrift und Ausdrucksweise der Mama!) Ich vermag es nicht zu unterlasse», dem »heueren Freund meines Herzens sofort am frühen Morgen einen Gruß zu senden. (DaS scheint eine freundliche Person zu sein l) O, wie me-n Herz klopf» und mein Kopf brennt l (Und gar der meinige!) Ich kann noch kaum das Wunderban fassen, da« gestern geschah (nein, ich auch nicht!) j aber wenn ich Dich heute Vormittag wiederseht, und Du mit meinen Eltern gesprochen haben wirst, i und ich Dich an meiner Seite sitzen sehen werd« I (ja, wo ist diese Seite gelegen?). dann werde ich es versuchen, mich in mein Glück zu finden. Qo, sage «91 E« wäre gut, wennn ich dasselbe sagn könnte!) Papa ist heute in strahlender Lauik (Welch' glücklicher Mensch!) Du scheinst ihm z« . gefallen. (Ich wäre fehr dankbar, wenn ich feine : Adresse wüßte.) Ewig Deine Luise/ j 1896 ..Deutsche Macht" 3 Rud. Weinwurm. Die letzte Strophe mußte aus den stürmischen Beifall, den der Chor — eine einzige machtvolle Steigerung — hervorrief, wiederholt werden. So ward denn der Abend in würdiger, nationaler Weise beschlossen. Wir brauchen nicht erst zu betonen, daß unsere Musik unter Leitung des Herrn Kapellmeisters D i e ß l sich wie immer wacker dielt. ßastuoverei». Freitag abends fand im Ca-smosaale die Jahreshauptversammlung deS Casino-Vereines statt, bei welcher Herr Dr. S ch u r b i den ThätigkeitS- und Cassenbericht erstattete. Hierauf wurden nachstehende Herren in die Leitung gewählt: Bürgermeister Stiger, Dr. KroiSleitner, Baron Falke, Oberlieutenant L ä s s i g,Tr. O rosel, Mettelet, Krick und Tepp ei. Herr Met-telet stellte den Antrag, dass die Leitung beauf-tragt werde, die Satzungen in dem Sinne zu ändern, dass allen, auch den nichtständigen Mitgliedern daS active und passive Wahlrecht in gleicher Weise zu» komme. Dem abtretenden Ausschusse, namentlich dem zurücktretenden Director Herrn Dr. August Schurbi und dem Vergnügungsleiter Herrn Dr. Fritz Bratschitsch wurde für ihre mühevolle und ersprießliche Thätigkeit der Tank durch Erheben von den Sitzen votier». Z)er Männergesang??erein „Liederkran;" bält wie alljährlich seit v Jahren am Stesanitage seine Christbaumseier ab. Khrilibaumseier. Wie alljährlich, veranstaltet auch diesmal unser Freiwillige Feuerwehrverein am 2. Jänner 1897 im Hotel «goldenen Löwen" die so beliebt gewordene Christbaumfeier in Ver« bindung mit einem Glückshasen. Wie in den ver-gangenen Jahren wird auch diesmal ein WeihnachlS-bäum im festlichem Glänze schimmern, — auch an humoristischen Vortrügen, wie sie an solchen Abenden üblich sind, wird es nicht fehlen; den Schluss bildet ein flottes Kränzchen, zu welchem die hiesige VereinScapelle ihre lustigen Weisen ausspielen wird. DaS Arrangement befindet sich in den Händen eineS bewährten Comites, welchem Herr Haupimann Eichberger vorsteht, und wird daS vorbereitete Programm manch willkomwenelleberraschung bringen. Da sich diese Veranstaltung alljährlich eines großen Zuspruches erfreut, so steht auch heuer ein solcher zu erwarten. X. Sür die deutsche Schute in Kochenegg hat der Bürgermeister von Brück a. d. Zvtur, Herr Georg Reppin, ein geborener Hochenegger, den Betrag von 50 fl. gespendet. ■ZU»», 16. Dezember. (Selbstmord.) Vor einigen Tagen wurde an der sogenannten Wiseller Straße, nahe bei dem Vrwega'schen Gasthause im Gabenza-Bache, die Leiche eines Mannes gefunden, dessen Hände und Füße mit Riemen gefesselt waren. ES liegt ein Selbstmord vor. Ein Schulkind hatte den Mann kurz vorher in den Bach springen ge-sehen. Es war der, noch vor etlichen Jahren in Rann gut situierte Bürger und Gastwirt, Josef PreSker. Durch unrichtige Geldgebahrung ging er im verflossenen Jahre zu Grunde und lebte feit der Zeit in den dürftigsten Verhältnissen. Die bitterste Roth war der Grund des Selbstmordes. Südmark. Am 13. d. M. sand in Trieft die gründende Versammlung der Ortsgruppe statt, welche unter zahlreicher Beteiligung einen erhebenden „Luise, Luise, Luise?" Johann Lange fühlte — trotz seiner Kops- und Leibschmerzen — bald heraus, daß es dem Briefe zufolge mit seinem Junggesellenleben hier auf Erden bald ein Ende haben werde. DaS erschreckte ihn fast, aber eS mußte ertragen werden. Man trinkt zu viel; nun, daS passirt alle Tage. Der Eine verspielt sein Vermögen, der Andere ruinirt sich, weil er Bürg-fchaften übernimmt, der Dritte spricht Dummheiten und blamirt sich vor Gott und Menschen. Ein füßeS und braves Mädchen ist gewiß, bei rechten Lichte gesehen, die mildeste Form der Strafe des Himmels für Denjenigen, der geistigen Getränken allzufleißig zuspricht. Aber welche» Mädchen? Welche Luise? Mit Leiden hatte er getanzt und zärtliche Worte ge-wechselt. Luise Sundin hatte ihn so sonderbar an-geschaut, als er ihr den Mantel umhängte. Aber das Fischbein in Luise Reichel's Corset hatte hör» bar und innig gejammert unter seinem zärtlichen Griff in dem »Walzer der Damen". Einmal hatte Luise Reiche! im Cabinet gesagt: »Herr Lange, Sie erschrecken mich!" Aber am Büffet hatte Luise Eundin ihn mit dem Fächer auf die Finger ge-schlagen und ihm zugeflüstert: „Sie sind ein gefährlicher Mensch \" Einige Küsse waren auch bestimmt «orgekommen, aber wer halte sie dem anderen Lip» pmpaar aufgedrückt? DaS war eben die Frage. Verlauf nahm. Nach Begrüßung der Versammlung und inSbesonders der Vertreter der Hauptleitung, als welche die Herren Heinrich Wastian und Johann Janotta erschienen waren, sowie nach dem Berichte deS „vorbereitenden Ausschusses- über dessen Thätig-keil, ergriff Herr Gemeinderat Wastian daS Wort, xm in längerer mit lebhaften Beifall aufgenommener Rede Zweck und Bestrebungen der Südmark dar-zulegen. Hierauf hielt Herr Professor AureliuS Polzer aus Graz einen einstündigen schwungvollen Vortrag über unseren großen vaterländischen Dichter Robert Hamerling. in welchem er, mit Einschiebung kurzer Erläuterungen, größtentheilS den Dichter selbst zu uns sprechen ließ und zeigte die Stille vor dem Beisalle, von der Ergriffenheit der Zuhörer. Bei den Wahlen gingen die Herren Dr. Franz Schaffte?, Obmann. Dr.FranzPerschinka, Obmannst.llvertreter, Adolf Schramm. Zahlmeister. Franz Schuler. Schrift-sührer. sowie die Herren Meffner und Unlerkircher als Beiräte hervor. Der erst« Theil der Versammlung war längst geschlossen, als noch immer deutsche Rede und deutscher Sang in feuchtfroher Tafelrunde er» klang. Heil den wackeren Pionniercn an der Adria! Pergnügungszüge. Zu den Weihnachten ver-anstaltet Schröckls Reisebureau VergnügungSfahnen von Cilli nach Wien, Triest, Fiume. Venedig, und Budapest. Die besonders ermäßigten Fahrpreise, sowie die Abfahrtszeiten sind auS den in den Stativ, ncn ersichtlichen Plakaten und Programmen zu ersehen. Schauvütjne. Bis zu den Feiertagen wird Director Oppen-heim keine Vorstellung geben. Am Christlage ge-langt L'Arronge4 gutes Lustspiel „Weg zum Herzen*, am Stesanitage Ganghoser'S „Der Geigen macher von Mittenwald" und Sonntag, den 27. December, Goldmarks Oper „Heimchen am Herde' zur Aufführung. vermischtes. Telegraphieren mittels elektrischer Schwingungen. Der Ingenieur Marconi aus Italien haue vor einiger Zeit daS Interesse der beteiligten Kreise durch seine Versuche über die Fortpflanzung elektri-scher Wellen erregt. Wie uns nun das Patente Bureau I. Fischer in Wien diesbezüglich mittheilt, sind diese Versuche umer Mitwirkung englischer Ingenieure als Basis für eine eigenthümliche Art von Telegraphie verwendet worden. Man stellte zwei in besonderer Weise gekrümmte Spiegelflächen in der Entfernung von zwei Kilometern von einander auf. Die durch einen schwachen elektrischen Strom erzeugten Wellen wurden von dem einen Spiegel, auf welchen sie ausfielen, zu dem in 2 km. Entfernung stehenden reflectiert, hier gelang eS nun die so «flectierten Wellen auf ein Relais einwirken zu lassen und auf diesem Morsezeichen zu erhalten. Die nächste Zukunft wird sich vielleicht mit dieser Art von Telegraphie eingehender zu befassen haben. Heizbare Stiefel sind daS Neueste womit diesmal ein Erfinder die an kalten Füßen leidende Menschheit beglückt. Der Erfinder bringt nämlich, wie wir einer Mittheilung deS Patent-Bureau I. Fischer in Wien entnehmen, innerhalb deS hohlen Absätze« eine Glühsubstanz an, welche die Wärme Irgendwo in der Siadt saß nun gewiß eine junge Dame und harrte seiner. Ihr kleines Herz klopfte ihm entgegen, und der Urheber ihrer Tage dachte mit Wohlwollen an ihn, und doch kannte Lange ihren Namen nicht. Schändlich l Abscheulich! .Ewig Deine Luise?" Welche von beiden Luisen? Ob sich nicht eine von den beiden zur Unterscheidung Louise schriebe. Wie schrieb sich nun Luise Reiche! und wie Luise Sundin? Und mit schmerzendem Kopfe und dem grüß-lichsten Zweifel der Seele machte er Toilette und ging nach dem Hause, daS innerhalb seiner Pforten die kleine Elfe mit den unergründlichen Augen barg. Luise Reiche! saß allein im Salon und »räumte über eine Novelle. Als sie den Eintretenden er-blickte, kräuselte sich ihr Mund zu einem holden Lächeln, und eine warme Röthe verbreitete sich über ihre Wangen. Kein Zweifel mehr! Sie war eS! „Luise, meine Luise!" jubelte Johann und zog sie an sich. „Herr Lange . . . Johann ... Sie . . . kommen so schnell, aber mein Herz gehört Dir!" flüsterte sie, indem sie ihr Gesicht aus den seidenen Aufschlag seine» RedingotS fallen ließ. „Meine Luise, ich . . ." „Still, es kommt Jemand!" erzeugt. Zwischen den Sohlen ist, in Asbest ein» gebene», ein mit dem Glühkörper communicirender Gummisack enthalten, der mit Wasser angefüllt ist. Das in der Nähe des Glühkörpers befindliche er» wärmte Wasser circulien während deS Gehens und erwärm» so die ganze Fußsohle. Um ein Platzen deS GummisackeS zu verhindern ist ein kleines Sicherheitsventil angebracht. Die so hergestellten Schuhe sind kaum schwerer al» die gewöhnlichen und die Sohle nur um ein geringes dicker als bei diesen. 5as Dynamo znm Aifchesa«»gen. Capital» Jonalhan Chaise, ein Amerikaner ist der Urheber und Einführn einer Erfindung, welche im großen und ganzen aus einer elektrischen Anlage besteht, mit deren Hilse die Fische besonders die in den nordamerikanijchcn Gewässer» sehr häufigen Mak-relen gefangen werten sollen. Wie uns daS Palen»-Bureau I. Fischer in Wien diesbezüglich mittheilt, wird gemäss dieser Erfindung daS zum Fischfang bestimmte Boot mit einem Dynamo versehen, an welchem lange Drähte befestig» sind, von denen 1 bis 6 Glühlichilampen herabhängen. Die Drähte können, wenn dies nothwendig ist. bis zu einer Tiefe von 1200 Fuß oder auch nur bis unmittelbar unier die Wasseroderflähe herabgelassen werden. Wenn der Strom geschlossen wird, erglühen die Lampen und die Makrelen sammeln sich um die Leuchtpunkte an. Sobald man wahrnimmt, dass die» der Fall ist, werden die Netze gesenkt und nach kurzer Zeit mit reicher Beule beladen wieder heraus» gezogen. Kloster verschwunden. Vor Jahren sandle eine Frau Arcon aus Bukarest ihre drei Töchler zur Erziehung iu's Kloster Notre Dame de Sion zu Boulogne bei Paris. Die Töchler gehörten, gleich ihr selbst, der griechisch-orthodoxen Religion an. Nach drei Jahren trat die ältere zum Katholi» ciSmus über, nahm den Schleier und verschwand in irgend einem Kloster; da» Kloster ausfindig zu machen, ist der Multer bis auf den heuligen Tag nicht gelungen. Die Müller begnügte sich, die beiden anderen Töchter der PensionalS-Vorstekerin Madame de IoS in Neuilly anzuvertrauen, allerdings mit der Weisung, jede briefliche Verbindung mi» den Nonnen und Schülerinnen deS Klosters z,i Boulogne zu verhindern. Mehrere Jadre ließ sich dies durch-sichren, dann aber, wie dies auch sehr begreiflich war, >chl>es mil der Zeit die Wachsamkeit der Vor-steherin ein; der Briefwechsel mit den Nonnen wurde wieder ausgenommen, und eine» TageS. als die Rumäninnen sich nach ten Louvre-Magazin be-geben hatten, langte statt ibrer ein Brief an die Mutter an, worin sie ihr mit Rücksicht darauf, das» sie 21 Jahre al». also großjährig seien, erklärten, künftighin ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen und sich ihr Brod selbst erwerben zu wollen. Die Muiter, die sich unterdessen zum zweiten Male ver» heirate» hatte — mit dem Appellations-Gerichts-rath ColeSco ouS Bukarest —, strengte gegen die PensionS-Vorsteherin einen Prozeß mi» der Forderung von 100.000 Frank« Schadenersatz wegen mangel-hast» Beaufsichtigung an. Die Vertretung der Frau CoteSko vor Gericht hat der Socialist Millerand übernommen. £i,t Moman aus dem ^even. In Berlin hat sich die 33 Jahre alle Frau Alberline Koielmann. Kaum hatten sie einen für die falte und gefühllose Well passenden Abstand von einander ge-nommen. als Luise Sundin. üppig, stolz und im blauen Promenadenauzug vor ihnen stand. „Du . . . hier. . Herr Lange hier! — Nein, Luise, ich vermag mich nicht zu verstellen... Du bist meine beste Freundin, und Dir muß ich e« daher zuerst mittheilen. Dieser kleine, liebe und ge-liebte Mann ist seit gestern Abend mein Verlobter. — Aber Johann, weßhalb zögerst Du? Papa er» wartet Dich!* Bei diesen Worten flog sie zu ihm, wie ein Cyklon aus einen Heuhaufen, und mil tiefer Verzweiflung fühlle er, wie Alles, womit die Natur ihn sonst an Seelenstärke, Muth und männlicher Würde begab» halte, sein arme» Herz sofort verließ und dieses vernichtet versank, tief hinab in seine — Stiesel. Kor Hcricht. Richter: »Wissen Sie bestimm», daß Sie vorher geläutet haben, ehe Sie den Mann überfuhren ?" — Angeklagter (Radfahrer): „Gewiß, ich läute immer vorher, ehe ich Einen überfahre." Deutrdje Wa&i' 1896 die Frau eine» Plantagenbesitzers in Centralamerika, in ihrer Wohnung in der Besselstraß« vergiftet. Frau Kotelmann, deren Mann früher in Berlin Weinhändler war. ging mit ihm vor nahezu zwei Jahren nach Amerika, wo er Kaffee. Zucker, Cacao :c. baut. Sie konnte jedoch das Klima auf die Dauer nicht ertragen und kehrte deshalb im August d. I. nach Berlin zurück. Von ihrem Manne hatte sie 10.000 Mark erhalten, um sich eine Wohnung ein-zurichten und ihrer Gesundheit zu leben. Vor Kurzem»verlangte.der Mann, dass die ausfallend fchöne Frau wieder zu ihm zurückkehren solle. Frau Kotelmann wollte jedoch nicht, in der Befürchtung, dort sterben zu müssen, weil ihr Mann noch zehn Jahre in Amerika bleiben will. Auf eine dahin lautende Mittheilung an den Mann erfolgte die Antwort, das» er dann kein Geld mehr schicken werde, und als Frau Kotelmann am 28. d. M. bei einem Berliner Bankier ihres ManneS in der That kein Geld vorsand und nicht einmal mehr ihre Wohnungsmiethe bezahlen und die fällige Ab« zahlung auf die Möbel leisten konnte, beschloß sie, aus dem Leben zu scheiden. Sie bestellte bei ihrem Bäcker das Frühstück ab, da sie verreisen müsse, und ist seitdem nicht mehr gesehen worden. Am Dienstag kam der Möbellieferant, um Geld zu holen. Die HauSwirthin, die wie alle Hausbewohner zunächst glaubte, dass die Dame in der That verreist fei, bestellte ihn zum nächsten Tage wieder uud be-nachrichtigte dann auch die Polizei. Die Wohnung wurde durch einen Schlosser amtlich geöffnet. Frau Kotelmann lag zugedeckt in ihrem Bett und war todt. Ihre rechte Hand hielt sie auf dem Herzen, ihr Aussehen war bereit» ganz dunkel-schwarz. Wahrscheinlich hat sie Gift genommen, denn ihr Körper war wie von Krämpfen zusammengezogen. In einem neue» Testament fand man einen Zettel mit einem Abschiedsgedicht. Frau Kotelman lebte ganz vereinsamt und hatte nicht einmal Bedienung. Die Verstorbene ist eine verstorbene Grams und stammt aus Schokken bei Posen. Ihre Schwieger-eltern leben in Stettin. Hin Kans aus "Spanier. Häuser aus GlaS sind schon vielfach hergestellt worden, die Errichtung eine« Restaurant« au» Papier ist aber jedenfalls neu. Wir entnehmen einer Mittheilung des Patent-bureau F. Fischer in Wien, dass sich die Stadt New-York nun auch eine» solchen erfreut. Die Wände diese» Lause» sind aus einer doppelten Papierlage hergestellt, die auf Rahmen aufgespannt und mit einer wasserdichten Lösung imprägnirt ist. Eine Holzwand soll noch weiteren Schutz gegen Witterungsunbilden bieten. Dach und Wände sind mittelst Bolzen und Charnieren mit einander ver-bunden, fo daß da» ganze Gebäude fchnell au»-einandergenommen und wieder zusammengesetzt werden kann. Der Speisesaal mißt 30 zu 6 Meter und kann 150 Personen aufnehmen. Da» HauS hat 22 Fenster und 13 Oberlichtöffnungen. Die Heizung wird mittelst isolirter Oefen durch-geführt. Eine Seite de» HaufeS enthält da» Bureau de» Leiters, die Küche, Speisekammer und Wohn« räume. Die Gesammtherstellungskosten sollen nur 600 Pfund betragen haben. Hin König, der nichts bezahlt. Wie fchwer man in Korea zu feinem Gelde kommt, auch wenn man den König zum Schuldner hat, beweist fol-gende ergötzliche Geschichte: Ein chinesischer Kauf, mann war bis zu dem letzten Kriege zwischen China und Japan in Söul ansässig und Hos» lieferant de» König». Als solcher hatte er schon vor sechs Jahren dem königlichen Hofe für etwa 12.000 Jen Waren geliefert, konnte aber vor seiner Flucht nach China daS Geld dafür nicht erhallen. AIS er nun wieder zurückkam und den König aber-mal» mahnte, erklärte dieser, er könne vorläufig die Schuld noch immer nicht zurückerstatten. Dar» auf schlug der Chinese vor, er wolle sich mit der Hälfte begnügen, wenn er das Geld bald bekäme. Hocherfreut über diesen Vorschlag, befahl ihm der König, sich vom obersten Verwalter aller Kasten, dem Ministerialrath Brown vom Finanzministerium ohne dessen Unterschrist keine Kaste in Korea Geld herausgegeben darf, die Schuld auszahlen zu lassen. Als der Kaufmann zu Brown kam und ihn, den Willen des Königs mittheilte, forderte Brown einen Schuldschein mit de» Königs Unterschrift. Der Kaufmann hatte dem Könige aus Treue und Glau-den die Waren geliefert und befaß demnach keinen Schuldschein. Er sagte jedoch nicht« davon, sondern ging fort und bestach einen Hofbeamien, der ihm da? seitdem erneuerte alte Siegel des .Königs ver-schaffte. Damit fertigte er auf altem Papier einen Schuldschein an und begab sich dann wieder zu Brown. Dieser erkannte jedoch sofort, daß die Farbe der Schriftzeichen noch frisch war.und nöthigte den Kaufmann zu einem offenen Geständnis, der nun wahrscheinlich überhaupt nichts von seinem Gelde erhält. Hine Anekdote ans dem Leben Aismarcks findet sich in der Aufzeichnung über den anhal-tinischen StaatSminister und BundeSbevollmächtigten von Larisch. Dieser war — so lieft man in Poschingers Buch über den Bunde»rath — im Jahre 1843 gleichzeitig mit Bismark al» Referendar bei der Regierung in Potsdam beschäftigt. Wenn BiS-mark nicht, waS häufig geschah. daS Bedürfnis nach „Einsiedelei" empfand und tagelang zwischen PotSdam uno Werder Spaziergänge machte, speiste er mit den Collagen zusammen auf einer in dem oberen Stockwerke de» Bahnhöfe» gelegenen freien Plattform. Einmal rühmte sich BiSmarck. er könne von hier aus eine leere Ch >mp ignerflasche über den ganzen Perron werfen. Der StadtgerichtSrath v. Pieper, der dies für unmöglich erklärte, bot ihm eine Wette an. Bismark ergriff eine Chimpaguer-flasche und schleuderte sie mit aller Gewalt in die Richtung deS Bahnsteiges. In diesem Augenblicke rollte aus dem letzten Geleise ein Zug daher, an dem die Flasche zerschellte. Die Wette war nach dem Urtheilt der Unparteiischen von BiSmarck ge-wonnen, und als Pieper am andern Tage den Wettverlust in Gestalt eines Essens bezahlte, dabei aber einen endlosen Triukfpruch aus den Gewinner ausbrachte, erhob sich Bismarck. stieß an sein GaS und erwiedert, natürlich unter ungeheueren Beifall der Anwesenden: ES lebe die Würze Der Kürze! E» lebe uuser liepcr Herr SiadtqerichlSrath v. Piper! Am bayerischen Wakd herrscht beim Flach»-brechen noch folgende Sitte. ES wird jede am HaarhäuSchen (d. i. einer der zahlreichen Brechuütten) vorüberkommende MannSperfon, welche sich er» wischen läßt, von einem der darin arbeitenden Mädchen (meisteniheilS der schönsten) mit einem Bund schönen Flachses an den Füßen gebunden, wobei da» Mädchen folgenden Spruch hersagt: Die Haarfrau läßt Sie grüßen, Sie foll'n einen Thaler büßen. Ein Thaler wär schier z'viel. Kann der Herr geb'n was er will!" Durch eiu größeres oder kleineres Geldgeschenk muß man sich loskaufen und erhält dann den Büfchel Flachs als Geschenk. Meistenteils verkennen jedoch die Männer und Burschen schnöde diese Sitie uud man kann sie unhöflicher Weise in weitem Bogen den HaarhäuSchen — ausweichen {eben! „Wenn man anfängt, alt zu werden." Aus Luzern erzählt man: Im Jahre 1866 war Herr Dr. Geißler nach Amerika ausgewandert, und er stand seit jener Zeit mit seinen Freunden in der Schweiz stets im Briefwechsel. In seinem letzten, vom 4. September datirien Brief an einen Freund entschuldigt er sich folgendermaßen: „Tu muß! mir verzeihen, dais ich so nachlästig im Schreisen bin; e» wird mir schon beschwerlich. Ich habe am 16. August mein 92. Jahr angetreten und sang« nun doch an, alt zu werden." Schriftthum. Weihnachten, das Fest der Feste, ist in Sicht. Punkt« tich wie in früheren Jahren stellt sich auch in prächtigem, farbenreichem Gewand« das Weihnachtsheft der «Modernen flunft" < Verlag von Rich. Bong, Leimig-Berlin-Wien) ein So reich an »usqezeichneien kilnstleiischen Gaben ist das Heft, so echt weihnachtlich die Stimmung, welche sei« Bilder. Aussätze. Novellen, Dichtungen und musikalischen Spenden durchzieht, so vcnnehm und gediegen die ganze Ausstattung, dass ihm ein Ehienplav unter dem Christbaum bei allen sein- und kunstsinnigen Leuten unbedingt gesichert ist. Zur Genüge läßt das Prachiheft «kennen, dajs ein Weltblatt wie die „Moderne Kunst" aus der höchsten Höhe der Journallechnik steht und unübertroffen bleibt ös gereichen solche wundervollen Leistungen dem gejammten deulsckien Iouinalwesen zum Ruhm. Die Fülle de» schönen und Originellen, dem auch der sonnige Humor nicht fehlt, wird von einem Teckel umschlossen, der geradezu verlockende Reize ausübt. Wie heilt die Natur? Wen» wir uns in die Finger schneiden, so fließt sofort aus der Wund« Blut, und dadurch hat die Natur auch schon das Heilveifahren ein« geleitet! denn das autfiiehende Blut spült die bei der Lcr-utyrntß etwa eingedrungenen schmudigen oder schädlichen Sioffe aus der Wunde heraus. Die Wachsthums- und Neu-bildungsvorgänge in den Zellen der v,rletziin Gewebe ge-schehen ohne jedes Zuthun menschlicher Heillunst. Wohl staunen wir mit Recht über die rieienhatte Ausdehnung des Gebietes, welches die operative Chirurgie durch die antisep tische Wundbehandlung erobert hat, und segnen die grobe Gedanlenthat ihres Erfinders Lister, welche eS ermöglicht, zahllosen Verwundeten durch die Aussübrung operaiiv« Eingriffe das Leben zu erhalten, die Geiundheu wieder zu geben. Und doch besteht der hierdurch erlangte Fortfchritr nur darin, dass der jetzt unter dem schuhe der Antiiepiit erlaubte chirurgische E »griff dem trankhajien Prozess über. Haupt die Möglichkeit einer ungestörten Heilung verschaff!! Aber diese Heilung selbst geschieht durch Vorgänge, welche der ärztlichen Machisvhäre entrückt sind und in dem neueste» Hefte der vortrefflichen illustrirten Zamilienzeitfchrift „Zur Guten Stunde" von fachmännische Seite eine eingehende Beleuchtung erfahren. ! «erlin w., Deutsches BerlagShauS Bong & Co., Preis deS VierzebniagShefteS 40 Pfg ) Eine fenfatinolle Affäreausd erbe ften Gesellschaft schildert ein rdamaliger Polizeiosfizier in dem soeben ausgegebenen Heft 11 der bekannten illustrirten Familienzeitschrist .Für Alle Welt" (Deutsches VerlagShauS Bong irßo, Berlin VW, PrciS des VierzehntagSheftes 40Pfg.). Die Witiwe eines Generals, die eben im Begriff ist. sich wieder zu verheirathen, stirbt plöklich und als Todesursache wird eine Cyankalivergijtung festgestellt. Der Bräutigam entflieht und die junge Tochter der Generalin bezichtigt fich selbst deS Mordes. Trotzdem sind beide anschuldigt Die Ent-wirrung der durch'inanderlaufenden Fäden ist um so inter-essanter. als es fich nicht um eine phantaj,e von Conrad Älberti. „Im Puvpenlande", eine mit ganzseitigem Porträt des neuerwählten Präsidenten versehene Plauderei über Mac Äinley und außer vielen kleineren Artikeln aus allen Gebieten deS Interesses, in dem technischen Theil, der in ..Für Alle Welt" immer ein- ganz besondere Pflegkstätte findet, die illustrirte Abhandlung über einen neue» hydraulischen Akkumulator unv eine solch« über ein neu erfundenes immerturngerälh. Die Thätigkeit der deutschen Missionare in unseren Schutzgebieten und insbesondere das Verhältnis deS MiisionS-werkc« zu den politischen Bestrebungen ist wiederholt der Gegenstand von Erörteiungen gewesen, die nicht stet« unter Wahrung eines unparteiischen Standpunktes geführt wurden. In einem „Kolonisirung und Mission" überschriebenen Auf-sade giebt Divifionspsarrer S. A FabariuS in der trefflich geleiteten deulschnationalen Zeitschrift für Länder- und Völker-künde „Aus allen Mittheilen" (Verlag von Hermann Paetel, Berlin W. 30) an Hand eines reichen historischen Materials einen klaren Ueberblick über die Entwicklung des Missions-Werkes zum ersten Jahrhundert bis jur Gegenwart und die wechselnde Stellung der Mission zur staailiPen Kolonisation und zeigt, wie Äolonifierung und Mission in segensreicher Weise harmonisch mi» einander vereint werden können. Wir machen alle, die am christlichen Missionswerke Antheil nehmen, besonders auf diesen interessanten Aussatz aufmerksam. Hingesendet. Verdauungsstörungen, Magenkatarrh. Dyspepsie, Appetitlosigkeit, Sodbrennen etc., sowie die 9 Katiirrlio «1er Verschleimung, Husten, Heiserkeit sind diejenigen Krankheiten, in welchen MATTONV alkalischer sametotokk nach den AussprOehen medicinischer Autoritäten mit besonderen) Erfolge angewendet wird. (HI) Schönerer-Briefpapiere. 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Tuch-, Curreot-, Msnufäctur-, Leinen-, Wirk-, Kurz-, >>°'°° Wfllt» 3" der Nationalbibliothek in Pari« wurde ein Pergament aufgefunden, welche« vom 26. April des JadreS 14de-krankheit hilft, auch bei ihr helfen könne. Wie ßaffeneinbrccher werden. Eine recht heitere Episode ergab der eben vor dem Wiener Schwur-gerichte durchgeführte Proeef« gegen die berüchtigten Ein-brecher Papakosta und Genossen. Der dabei einvernommen« Sachverständige Hofschlosser Tagleicht befragt über den Zweck und die Handhabung der vorliegenden Eisenwerkzeuge sagte: „Probieren geht besser als Studieren", und deShab habe ich einen Einbruch iu »einer Eaffe nach dem System Papakosta'« mit den Zeichen Werkzeugen durchgeführt. Nach dieser Er-iffnung, die im Publieum lebhaft interessirte, berichtet Herr Tagleicht, das« er in sechzig bi« siebzig Minuten l" dem Inhalte seiner Casse gelangen konnte. Er theilt -uch mit, wie lange jede einzeln« Manipulation währte. Sr s«i wiederholt in Schweif« gerathen und habe eine Pause machen müssen. Wenn zwei Personen in Thätig, ki!» seien, gehe es natürlich schneller. Die Arbeit er-folgte ohne nennenSwerthes Geräusch. Auch wenn Jemand zur Thür gekommen wäre, hätte er nur mit «rößter Anstrengung etwa« vernehmen können. Ich ge-Jehe, sagt Herr Tagleicht, daß die» mein erster Per-war. Diese letzte Aeußerung des Sachverständigen rief laute Heiterkeit hervor und selbst die ernsten Richter i-nnten sich de« Lächeln« nicht erwehren. Per Untergang des „Satter". Durch eine mtfetzlich« Catastrophe ist am 8. d. MtS. wieder ein zroßer Dampfer vernichtet worden. An dem genannten läge, Abend« 8 Uhr, wurde bei einem furchtbaren Sturme der von Bremen nach Argentinien bestimmte lawpfrr „Salier" des «Norddeutschen Lloyd» auf die Xiffe von La« Rofanas, nördlich bei Eap Eorrubedo, -n die spanische Küste geschleudert, woselbst er kenterte rat fast unverzüglich sank. Im Ganzen waren 279 Kerlen an Bord, 184 Männer und 95 Frauen. Bon »4 Passagieren hatten fich 148 in Bremen und Ant-ierpen, die übrigen, darunter 51 Spanier, in Corunna geschifft. Unter den Passagieren (Auswanderern) Wen 13 Russen au« Saratow, 87 Polen aus «schau, 25 Oesterreich« au« Galizien — 18 au« »lewa, sechs au« Slowoda, einer au« Milowce _ hn Deutsche au« Hannover, ein Italiener und elf Hier. Die SchissStrümmer häuften fich am Gestade »! bisher wurden 28 Leichen an'S Land gespült, runter die deS Eapitän« Wempe. Niemand wurde Mlet; das Schiss ist gänzlich verloren. In der Näh« i „Salier' befand fich unmittelbar vor der E»ta-»Phe der Dampfer „Antwerpia", welcher aber dem S»lier" nicht zu Hilfe kommen konnte, da er gleich-lt, selbst beschädigt, schwer gegen den Sturm anzu-»pscn hatte. Auf der „Antwerpia" hörte man da« nilbar« Geschrei der Menschen auf dem „Salier", t da» Toben de« Seesturme« übertönte. Die von Wpischer Seite au« Hamburg verbreitete Nachricht, I» der Dampfer „Salier" möglicher Weife ein Opfer zo«cht- deS Hafenarbeiter-Ausstände« geworden fei, insofern nur schlecht geschulte Leute da» Verstauen der Ladung besorgt hätten, ist «ach einer Mittheilung von „BoeSmann^, Teleg. Bureau' gänzlich unbegründet. E« wird viel-mehr constatirt, das« der Dampfer „Salier" nicht in Bremen, sondern ausschließlich in Bremerhafen, wo ein Ausstand überhaupt nicht vorhanden war, beladen wurde. Die Beladung erfolgte, wie diejenige aller übrigen Schiffe, durch die geübten Stauermannschaflen unter unmittelbarer Beaufsichtigung des „Norddeutschen Lloyd'. Der Orkan hat übrigens auch noch weitere Opfer gefordert, al« die vom Salier", denn nach einer Meldung der „Etoile beige« au» Antwerpen vom 11. d. M. ging in Folge de» an der spanischen Küste herrschenden Sturme« zur gleichen Zeit auch der Dampfer „Kington' unter, welcher fich auf der Fahrt von Odessa nach Anttverpen befand. 40 Personen sind dabei ertrunken. z>ie Tschechen wissen Alle« für ihre Hetzvereint auszunutzen. Bekanntlich wird ein großer Theil der Präger Judenstadt jetzt niedergerissen. Der tschechische Schulverein hat sich auch dieser Sache bemächtigt, um au» diesem Trümmerhaufen nationale» Capital heraus-zuschlagen. Die Besichtigung ist nur gegen ein für die mutice skolska zu entrichtende« Entgelt gestattet, zu welchem, wie die „Pol.' höhnend meldete, auch Deutsche („Auchdeutsche") ihren Theil bellrugen. Auf diese Weise strömten am letzten Sonntage allein über 200 Gulden dem tschechischen Schulverein zu. Und da helfen auch noch Deutsche mit! Kine Rothschild vernvglückt. Au« Pari« wird gemeldet, Baronin Leonie, die Sattin de« BaronS Gustav Rothschild, ist auf der Jagd im Wald« von Halatte von ihr«m Pferde mit solcher Wucht abgeworfen worden, das« st« mit gispaltenem Schädel bewußtlos liegen blieb und trotz ärztlicher Hülfe bald darauf verschied. Komet, Perrine, der erst am 3. November einen Kometen gefunden, entdeckte in der Nacht vom 8. zum 9. d. M. auf der Licksternwarte in Californien ein nebel-artige» Object am Himmel, da« sich durch feinen Schweif und seine bald festgestellte Bewegung unter den Sternen al« ein neuer Komet auSwie». Damit ist die Anzahl der in diesem Jahre gefundenen Kometen auf acht ge-stiegen, eine ungewöhnlich hohe Zahl. Der neuentdeckte Himmelskörper bewegt sich täglich um 1»/ Grad nach Westen, refp.ktiv« '/, Grad nach Süden. Aanöanfalr in der inneren Stadt in Wien. Als Mittwoch vormittags die Gouvernannte Euülie Fürth aus dem Tuchwaareng«schäfte de« Karl Lemberger, 1. Bezirk, Hoher Markt Nr. 9, auf die Straße trat und fünf Zehnguldennoten in ihre Börse legen wollte, ent-ris« «n ungefähr 24jähriger, defeet gekleideter Mann ihr diesen Geldbetrag und ergrisf gegen den Bauern-markt die Flucht, ohn« das« er von den ihm nacheilenden Personen eingeholt werden konnte. Hin Mädchen verbrannt. Montag,den 14.d.M., kam in Gloggnitz in den WirthschaflSgebäuden d«S Grund-besitzerS Kohann Grabner ein Schadenfeuer zum Au«-bruche, welchem sämmtliche Baulichkeiten zum Opfer fielen. Auch ein zarte« Menschenleben wurde vernichtet, ind«m «in vierjährige« Mädchen nicht mehr den Flammen entrissen werden konnte und in denselben umkam. Den Brand verschuldet«, wir di«S leider so oft vorkommt, ein kleine« Kind, der sechsjährige Sohn Grabner«, der unbeaufsichtigt mit Zündhölzchen spielte, bis daraus daS verderbenbringende Schadenfeuer entstand. Aerkehr anf derSüdvahn in derWeihnachts-jeit. Wie man un« vom Verk«hrSinfp«ctorati der Süd-bahn mittheilt, «erden aus Anlas« de« stärker«« Personen- und Postverkehre« in der WeihnachtSperiode die Postzüge Nr. 8 und 10 zwischen Wien und Triest vom 20. bi« inklusive 23. D««mb«r. der Postzug Nr. 9 zwifch«n Laibach und Wien vom 22. bis inrlufiv« 24. D«c«mber und der Poftzug Nr. 7 schon vom 19. bis inklusive 24. in derselben Strecke in z«ei Theilen ver-kehren. Der Nachtschnellzug Nr. 2 geht am 22. und 23. December getheilt von Wien bis Marburg; d«r zweite Theil übergeht als normaler Zug Nr. 492 nach Kärnten. In der Gegenrichtung verkehrt der Nacht-schnellzug Nr. 1 am 23., 24. und 28. December in zwei Theilen von Marburg bis Wien, wovon der erste Theil direct von Kärnten übergeht. Zwischen Wien und Brück verkehrt der Tagesschnellzug Nr 4 am 23. 24. und 25. December und in der Gegenrichtung Brück-Wien der Tagesschnellzug Nr. 3 am 23. und 27. December in zwei Theilen. Ueberdies wird der Post-zug Nr. 7 auch am 27. December, und zwar von Pragerhof bi« Wien in zwei Theilen abgelassen», Aus dem Junggesellen keßen. Antwort aus „Eine Plauderei über das Heirathen" von Valentin Pflege»!. „Freie Stimmen' . Von einer Valentine. „Halten Sie ein, gnädige Frau und zerzausen Sie uns arme Junggesellen nicht so erbarmungS- 9 los-, bemerkte lachend ein junger Mann zu seiner nebensitzenden Dame. „Es darf Ihnen nicht «spart bleiben, Herr Adjunct, daß man jungen Herren auch einmal ihr Conterfei in einem WahrheitSfpiegel erblicken läßt." erwiderte ebenso aufgeräumt eine ältere Frau, welche in kleiner Gesellschaft am runden Tische eines Restaurant» saß. Der Saal war ziemlich besetzt. An einem langen Tische saßen mehrere Herren ver-sch,ebenen Alter« in lebhafter Unterhaltung. Weniger laut ging es am Tische gegenüber her, der auch bloß von Herren besetzt war. An den übrigen Tischen erblickte man zumeist Gesellschaften 'von Herren und Frauen. „Wodurch haben wir un« denn Ihr Miß-fallen zugezogen, daß Sie un« so grimmig befehden meine Gnädige t" spann der Herr da« Gespräch weiter. „Mißfallen?• — Ich. al« ältere Frau, nehme durchaus kein besondere« Interesse an den Herren. Die« hindert mich freilich nicht, die herausfordernde Art zu beobachten, mit welcher «in Theil der Herren Junggesellen den jungen Damen begegnet." „Woher wissen Sie das, meine Gnädige?" „Nun, man hat doch auch eine junge Nichte im Hause, welche sich in der Gesellschaft umsieht und so allerlei Erfahrungen macht.' »Ja, wo ist denn heute das Fräulein?« ver-fetzte lebhaft der jnnge Mann. »Die ist urlaubsweise in das väterliche Heim eingerückt." .Ach, daS überrascht mich!" — Sie wird doch bald wiederkehren?" „Wird sich finden." warf die Dame leicht hin, beobachtete aber mit unterdrückter Schadenfreude die beunruhigende Wirkung ihrer Worte aus den Herrn Adjuncten. — Also Sie stimmen nicht in Allem mit den Ansichten Ihre« Freundes Valentin überein ?" »Woher wissen denn Gnädige, daß er mein Freund ist? — Kennen Sie ihn?" „Mein Gott, überall in der Welt kommt so ein harmloser Citaten-Mensch vor. Die Welt sagt sogar, dass er sein Junggesellenstübchen ganz mit Citaten aus allen möglichen alten Scharteken au«-tipezirt habe und in seinen freien Stunden eine Reise um diese seine ganze Welt unternimmt, stets Citate citirend, die er sich vornimmt, bei der nächsten Tafelrunde zum Besten zu geben." „Weiß Die auch schou, flüsterte der Herr Adjunct in seinen Bar». „Und hat er nicht doch auch ein bi«chen Recht?" kam e« etwas herausfordernd von feinen Lippen. „Sagen Sie mir. Herr Adjunct, was würden Sie dazu sagen, wenn Ihnen jemand von einer blühenden Winterlandschaft in der Sonne erzählte?" „Ich könnte nur ungläubig die Achseln zucken und dabei denken: Nichts Gewisses weiß man nichts „Sehen Sie. ähnlich ergeht e« mir mit jener Plauderei des Herrn Valentin in den „Freien Stimmen." — „0 Gott, o Gott, Herr Valentin", platzte ich und meine Nichte herau«, al« wir sie durchflogen. Da« ist auch so ein bezeichnender Charakterzug de« geistigen Stillstände« unserer Zeit, daß die „goldene Jugend" — und ich rechne in meiner optimistischen Stimmung auch die Herren Junggesellen dazu — wenig Originelle« zu bieten vermag. Um über Heirathen und Ehen zu sprechen, muß so ein lediger Herr Valentin allerlei Anlehen in der Literatur altväterischer Zeiten und Völker besorgen. Natürlich, aus Erfahrung weiß er selbst nichts Belehrendes darüber zu sagen und — „Grau ist alle Theorie, nicht wahr, da« meinen Sie, gnädige Frau," fiel ihr lachend der Herr Adjunct ins Wort. „Aber mit dem Citat von dem Dreirad steht er doch mitten in unserer Zeit!" „Beweist aber gerade dadurch, das« er von dem Hau^e unserer Zeit unberührt geblieben ist. Also da« Bicycle ist den jungen Herren bei den Damen ein Dorn im Auge? Sie, die in allerlei Sport sozusagen ganz aufgehen und mit denen bald kein vernünftiges Wort über andere Dinge mehr zu reden ist? Wa« erwidern denn die Herren, wenn man ihnen ihre Sportfexereien «orhält? „Wir müssen unseren Körper veredeln, müssen ihm stählen," sagen sie. „Wir dürfen un« nicht verweichlichen! DaS sind wir unserer Gesundheit schuldig." — Daß ganz dieselben Gründe aber auch für die weibliche Jugend gelten, fällt ihnen nicht bei, ein-zuoesteden. Freilich, nach einer blühenden Gestalt, schönem Wuchs, geschmeidigem Gang, da können sich die jungen Herren die Augen ausdrehen! Wo-her sollen denn die Mädchen Gesundheit, Wohl-gestalt und alle jene Eigenschaften erwerben, welche 10 sie erst so anziehend und begehrenswert macheni ? Etwa durch Stubenhocken und Verpntten? Gerade das verständige Betreiben von LeibeSubungen wie Schwimmen, Schlittschuhlaufen, Bergsteigen und wenn Sie wollen, auch daS Zwe.radfahren --an dem übrigens in kurzer Zeit kem vernunftiger Mensch mehr -twaS Auffälliges zu bemerken haben wird - ist sehr wohl geeignet Nervosität. Bleich. sucht und Blutarmuth der weiblichen Jugend zu verscheuchen. Ich bin sonst keine Freundin von Citaten: aber eines will ich doch nicht verschweigen. ES entstammt einem Heiraths-Jnserate und lautet: „DiScretion: Ehrensache. Religion: Prtvalsache, Geld: Hauptsache: Alles Uebrige: Nebensache. Sehen Sie, da« ist so der treffendste TypuS eines modernen HeirathScandidaten!" Hat Sie darüber auch vielleicht Ihr Fräulein Nichte aufgeklärt, ynädige Frau?" meinte der Herr Adjunct etwas pikirt. Warum sollte ich es leugnen. Sie wissen doch, Herr Adjunct. auS eigener Ersahrung. wie harmlos und uninteressir. sich meine Nichte.n der hiesigen Gesellschaft stet« bewegt hat; selbst Ihnen gegen-über der Sie ihr so unermüdlich den Hof zu machen bestrebt waren. Ihre Zustimmung freut mich. Sie wurde gelegentlich einer geselligen Unterhaltung auch von einem „Unwiderstehlichen , der sich ihr bald meinen .Unausstehlichen" verwand, e. mit seiner Annäherung begnadet. Und daS erste Thema, das er osienbar als Wink mit dem Zaun-psahl anzuschlagen sür gut fand, bestand in der Anspielung, daß er kein Mädchen unter fünfzig, tausend Gulden heirathen könne." „Und Ihre Nichte 5" forschte er gespannt. . Lachte ihm heiter in'S Gesicht und versicherte ihm, daß er auch bis über die Achseln ,n D,a-manten eingepöckelt sein könnte und sie doch nicht nach der Ehre geizen würde, seine Auserwählte zu heißen. Sprach'S, drehte ihm den Rucken und ließ den Verblüfften mitten im Saale stehen. Und das war Einer, der erst eine Rosette, ich betone eS absichtlich, nicht etwa gar einen Stern, nein, eine Rosette am Kragen befestigt hatte. Denn bei be-sternten HeirathScandidaten gehört ja daS »Einkaufen" zur Naturnothwendigkett. Ah, richtig. Nemis renim, fagt Ihr Herr Valentin so ge. sinnungSverwandt. Paßt da nicht gut daraus. 0 ieruw, jerum?' »ES bewegen sich wohl nicht Alle in diesem EmpfindungSgeleise," meinte beschwichtigend der Herr Adjunct. Vor wenigen Augenblicken hätten Sie das Echo "drüben von jenem Tische dort vernehmen können. Da wurde ganz vernehmbar d.e L ebe aepriesen. Ader da, da. sehen Sie doch. w»e sich der linke Arm um die Husten der Credenzhebe schlingt und die Rechte das Gesicht kosend strnchelt! Wahrhaftig, ein faunisch anmuthendes Genre« Bildchen ' ES leben die modernen Junggesellen. Sie lachte leise, etwas spöttisch vor sich hin. Aber mit dem Kleiderluxu» hatte Valentin doch nicht so ganz Unrecht, gnädige Frau, das .st ein Capitel, bei welchem dem Junggesellen doch ein wenig der Angstschweiß ausgepreßt werden konnte. £2« sich in bie fiafle d.» «h-maun.« sprudelte es aus dem Ad,uncten hervor, der bei dem letzten Schauspiele doch ein wenig in Ver-leaenheil gerieth. „Blicken Sie jetzt, meine Gnädige, zu dem runden Tisch hinüber und betrachten s.e sich diese kostbare, allerding« elegante Robe. Da geht gewiß eine halbe MonatSe.nnahme des Herrn Papa darauf." Die Dame wandte ihren Blick der bezeichneten Stelle zu und ließ ihre Augen mit Wohlgefallen 7» -taf]Tr.ft« V- auch »»' 88«(«n. ©Hiu'-y«-nun mm« » «J Humen- ant im Xor., twrliJlAi"srr» jigtlfil, Niaert|oft.i«»'a einnclMiictt». fttiliju4! f-ÖTt. mit. (ifltB «ton« M«'- sän#««. Ul-7 iVTIl» .1.;,, Franz P«t«ohaigg'» HoWl bcnonsiein. „nr Krön«", iui-nnd« .. äo«- merk»*me B«4i»nunp. Constantinquelle — Bei lletii«! k«it. HAcUen- und S«.»en Citarrt; ml« «a»r oho« M ird tn tnn»«n. IGLEICHENBERGER Du ichniAckhaft*«!« «»4 ss» aQn'1*«t« S»o»rwiM*f J. Karecker'8 Uhrenfabrik, Linz ... ..li uInder»lt<,montt>ir von ü * ppht 8llbcr-CyUndf?r-Utmgntt>ir von 5 fl. *on 1« fl. und w,e überall. — Auch neueste 3Bit erlauben uns besonders ^darauf aufmerksam zu machen, das» unserer heutigen Nummer arztliche Guiachten über die Heilerfolge der C h ina - cer r^a-vallo.mit E^isen beiliegen. 1179 Johannisbrunnen —— (Altllir - L1HIMENT. CAPSIC1COMPOS. ____ . -M___AL.L- I- lt^.1 t auä Pichter« Apott,»ke in Prag. anerkannt vorzügtiche. schmor,itilleude^.n trilmfl t iirai vtc\{c von 40 ^ rt. un». 1 fl. vorrätig in allen Avocheken. Man verlang dieses allgemein beliebte Hausmittel -stet» kurzweg als Richters Linimcnt mit..Anker" und nehme vorsichtiger Weise nur Fla-jchen mit der bekannten Schutzmarke .Anker" al« echt an. Richters Ad-thete Goldene» Liwen in 1?taq. SILBERNE MEDAILLEN: /«.Internationaler Medicinischer Congress Rom 1894. IV.Ital. Congress für Pharmacie L Chemie Neapel 1894. 3=2i:n.ig-c Ze-agnisse von oerxtlichcn Autoritäten über die Hutlerfolge der CHINA SERRAVALLO mit IISIN zubereitet in der APOTHEKE SERRAVALLO in TRIEST. GOLDENE MEDAILLEN: A ÜSSTEL L UNGEN Venedig 1894, Kiel 1894, Amsterdam 1894, Berlin 1895. Ueber 300 Aemliche Zeugnisse. Gutachten r der mal. Pathologie u. Therapie im der k. k. Universität xu Innsbruck, ctc. ete. CHINA SERRAVALLO mit EISEN ist ein angenehm schmeckendes Praeparat, welches gern genommen wird und bei anämischen Zustanden, ferner in der Reconvalescenz nach schweren Krankheiten, vortreffliche Dienste leistet. Innsbruck, 3 Januar 1895. Prof. Dr. ROKITANSKV. trat auch bei sechs anderen Fällen mit Anorexie in der Reconvalescenz nach verschiedenen Krankheiten recht prompt ein. Diese Steigerung des Appetites wurde von den Patienten selbst auf die Wirkung dos genommenen Praeparates bezogen. Wegen seines guten Geschmackes w urde dasselbe sehr gerne genommen. Demnach dürfte CHINA SERRAVALLO mit EISEN in Fällen, wo bei therapeutischer Verwendung von Eisen, tonisirend auf den Appetit eingewirkt werden soll, also bei primären und secundären Anämien, bei torpider Reconvalescenz und insbesondere in der Kinderpraxis angezeigt sein. ^.trsz-cro uus den Klinischen Beobachtungen des Herrn Hofrath Prof. Dr. Freih. v. Krafl't-Ebing, k. k. Professor der Psychiatrie an der k. k. Universität tu 117cm, etc. etc. „Eine 28. jährige schlecht genährte Person (acuter Wahnsinn) welche Nahrung verweigerte, ass nach der ersten Darreichung zu Mittag, verlangte am zweiten Tag selbst: das früher häufige Erbrechen hörte am dritten Tag auf, an diesem ass sie bereits viel zum Nachtmal ; das Mittel wurde 7 Tage verabfolgt, der Appetit hielt darnach an, Patientin erholte sich körperlich und geistig." „Eine 31. jährige Wäscherin (abgelaufene transitorischn Geistesstörung) seit einem Monat völlig appetitlos u. dadurch in der Ernährung heruntergekommen, welche sonst ihr Essen kaum berührte, ass nach der ersten Darreichung ihr .Mittagsmahl ordentlich, am zweiten Tag mit bedeutendem Appetit, hatte am dritten Tag Morgens Hunger, so dass sie um Kost-aufbessernng bat; Patientin bekam das Mittel vier Tage hindurch, hatte in der Folge lelir viel Appetit, erholte sich zusehend." Wien. 24. Juni 1894. Gutachten des Herrn Prof. Dr. Schaut», k. k. Professor der Geburtshilfe und der (lynacetdogic an der k. k. Universität xu Wien, etc. etc. CHINA SERRAVALLO mit EISEN ist sehr angenehm zu nehmen und wirkt kräftig appetitanregend. Sie hat sich mir in mehreren Fällen von Blutleere mit scldechter Verdauung in ausgezeichneter Weise bewährt Wien, 17. September 1894. Prof. SCHAUTA. Gutachten des Herrn Prof. Dr. F. Kovads, Iktcent, Primär ins im k. k. Kaiser Franx Jostph-Spital in Wien, etc. etc. Ich habe die meiner Abtheilung im k. k. Kaiser Franz Joseph-Spital probeweise zur Verfügung gestellten Flaschen CHINA SERRAVALLO mit EISEN in zwei Fällen schwerer Anaemie mit befriedigendem Erfolge verwendet. Das Praeparat wurde von den Kranken gerne genommen. Wien, 26. Juni 1891. Docent Dr. KOVAÖ8. Gutachten des Herrn Prof. Dr. Anten Lobmayer, Director der kiin. geburtshilflichen I-ehranstalt, kirn. Landes-Sanitütsntth. Univcrsitä'tsdocent, etc. elc. Mit Vergnügen kann ich bestätigen, dass ich CHINA SERRAVALLO mit EISEN mit sehr gutem Erfolge bei Anaeniischen, Chlorotischen, schwachen Schwangeren und Reconvalesconten angewendet habe. Das Mittel regt den Appetit an und wird gerne genommen. Agram, 24 Juni 1895. Prof. Dr. ANTON LOBMAYER. Gutachten des Herrn Prof. Dr. MontI, k. k. Professor der Kindcrh ilkJinde an der L k. Universität xu Wien. und im Spital der Allgemeinen Poliklinik, etc cie. Gefertigter beehrt sich mitzutheilen, das Ihre CHINA SERRAVALLO mit EISEN gerne genommen wurde, und in Fällen von Anaemie sowie bei Reconvalescenz nach schwerer Krankheit, gute Dienste geleistet hat Wien, 12. September 1894. Prof. MONTI. Gutachten des Herrn Prof. Dr. Mosetlg, Ritter von Moorhof. k. k. Professor der Chirurgie an der k. k. Universität xu Wien, etc. ete. Gefertigter hat das Praeparat CHINA SERRAVALLO mit EISEN in zahlreichen Fällen als Tonicum in Gebrauch gezogen und sich von der Vortrefflichkeit seiner Wirkung überzeugt: es besitzt einen angenehmen (lesch-mack und wird sehr gerne genommen. Wien, 30. Mai 1894. Prof. MOSETIG MOORIIOF. Gutachten des Herrn Prof. Dr. E. Neusser, k. k. Professor an der fl Medicinischen Universitätsklinik in FF7e», elc. ete. Ich habe die CHINA SERRAVALLO mit EISEN sowold auf meiner Klinik als in der Praxis angewendet und empfehle dieselbe als dem Geschmacke entsprechendes und von den Kranken gerne eingenommenes China-Eisen-praeparat welches in allen Fällen, wo ein solches überhaupt angezeigt ist, seine Indica-tion findet. Wien, September 1894. Prof. Dr. E. NEUSSER Gutachten des Herrn Dr. Ritter Georg Nicolich, Primar-Arxt, Präsident des Aerxte-OaUegiums des städtischen Krankenhauses in Triest, etc. etc. Seit längerer Zeit verwende ich die CHINA SERRAVALLO mit EISEN gegen alle jene Krankheiten, in welchen eine stärkende und wiederherstellende Cur angezeigt ist. Ich kann mit Vergnügen bezeugen, dass dieses Praeparat, stets den gewünschen Erfolg hatte. Triest, 22. Februar 1893. Dr. G. NICOLICH. Gutachten des Herrn Prof. Dr. Emil Ritter von Stottella, Professor an der k, k. l'nirersitäi xu Wien, Vorstand der I meJiein. Abtheilung an der Wiener allg. Poliklinik, etc. «m>. Ich bestätige hiemit, dass ich das Praeparat CHINA SERRAVALLO mit EISEN, in mehreren Fällen von Chlorose und Anaemie angewendet und guten Erfolg damit erzielt habe. Dasselbe wurde gut vertragen und von den Kindern gerne genommen. Wien. 30. März 1H95 Prof. Dr. EMIL Ritter von STOFFELLA. Gutachten des Herrn Dr. Adolf Toheltz, Docent für Kinderheilkunde an dtr k. k. Universität xu Grax, etc. ete. Ich beehre mich bekannt zu geben dass ich CHINA SERRAVALLO mit EISEN nun wiederholt in geeigneten Fällen verordnet, und zu meiner Befriedigung beobachtet habe, dass sie nicht nur sehr gerne genommen und gut vertragen wurde, sondern auch noch den Appetit anregte, welcher Umstand mir besonders zu ihrer Empfehlung beachtenswert!! erscheint. Graz, 9. Januar 1895. Dr. TOBE1TZ. Gutachten des Herrn Prof. Dr. Franz Torggler, Vorstand der geburtsh. — gynaeeoL Abtheilung im albj. Krankenhause tu Klagenfurt, rtc. etc. Ich kann berichten, dass ich CHINA SERRAVALLO mit EISEN mit bestem Erfolge bei Anaeniischen und Clorotischen, ganz besondere aber bei herabgekommenen Wöchnerinnen in Anwendung gebracht habe. Es ist leicht und angenehm zu nehmen nnd hat eine vorzügliche Wirkung, insbesondere hebt es die Appetcnz. Ich werde nie unterlassen dieses ausgezeichnete Praeparat in allen geeigneten Fällen zu verschreiben. Klagenfurt, 19. Januar 1895. Prof. Dr. FRANZ TORGGLER. Gutachten des Herrn Prof. Dr. Josef Ritter von Weinlechner, k. k. Professor der Chirurgie an der Universität xu Wien, Primararxi des .St. Anwn-Kindcrspitnls und Vorstand der ersten ehirurg. Abtheilung im k. k. allg. Krankenhause, etc. etc. CHINA SERRAVALLO mit EISEN wird wegen seines angenelunen Geschmackes von den Patienten gerne genommen und gut vertragen. Bei den mit diesem Präparate behandelten Kranken hob sich der Allgemeinbefinden, stieg der Haemoglobingehalt und die Zahl der rothen Blutkörperchen. In der Reconvalescenz wirkt das Mittel appetitanregend. Wien, 25. Februar 1895. Prof. WEINLECHNER Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Sonntagsbeilage der „Z>entschen Wacht" in ßi?i. Dr. 51 .Die Südmark" erscheint jeden Sonntag als unentgeltliche Beilage für die Leser der „Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Südmarl" nicht läustich. 1896 (Nacht nit dnboicu) Keröstötütye. Roman von C l a r i s s a L o h d e. (8. Fortsetzung.) „Also abgemacht! Lena und Otti kommen I" ,9hm Elli," fuhr sie fort, „laß mich aber einmal Deine Arbeit sehen. Ich begleite Dich in Dem Zimmer, wenn Du nichts dagegen hast." Elli war sehr fleißig gewesen, der Fächer beinahe fertig, ebenso die Zeichnung zu einer von Jrmgard bestellten Bemalung eine« Toilettenspiegels entworfen. Die Freundin warf aber kaum «inen Blick darauf. Mit beiden Armen Elli umfassend, fragte sie, ihr ernst ins Auge blickend. „Du siehst so bekümmert auS, Elli. Sage mir, was ist denn eigentlich geschehen?- „Eigentlich geschehen —, so weißt Du schon?" „Nichts Genaueres. Man erzählte von einem Streit, den Dein Vater gehabt habe. Elli nickte traurig. „Du hättest den Schwestern nicht zureden sollen, Deine Einladung anzunehmen. Es lastet so vieles anf un«." „Gerade deshalb habe ich zugeredet. Es ist eine Demonstration gegen die Gesellschaft, die immer gleich Partei ergreift, sich ein Urlheil anmaßt," erwiderte Jrmgard erreg». .Ach, also man ergreift schon Partei, gegen unS natürlich? Armer Papa!" „Sage mir nur, wie eS eigentlich gewesen ist. WaS hat der Referendar Hübner denn gesagt, daS Deinen Vater so erregen konnte?" „DaS Genauere habe ich selbst nicht fragen mögen, wie konnte ich auch? WaS ich weiß, ist aber so schmerzlich, daß ich nicht darüber sprechen kann." .Wenn Du eS nicht sagen magst, so will ich nicht weiter in Dich dringen. Doch hätte ich Dir so gern geholfen." „Das ist unmöglich, Jrmgard. Könntest Du mir helfen, so sei überzeugt, Du wärest die Erste, an die ich mich wendete." „Also handelt eS sich nicht um Geld," fragt, Jrmgard zögernd. „Ich bitte Dich noch einmal, frage nicht Du hast mir ja in allen Verlegenheiten beigestanden, und ich werde auch noch weiter Deine Güte in Anspruch nehmen, wenn ich die Arbeiten sür Dich erst vollendet habe. Hast Du dann neue Aufträge für mich oder besorgst mir welche von Deinen Bekannten, so werde ich Dir sehr dankbar sein. Jrmgard fenfzte; „Und weiter kann ich nichts für Dich thun?" Nun umschlang ^Elli sie im heftigen AuSbruch der Gefühle, und das Gesicht an ihren HalS pressend, bat sie stürmisch: „Erhalte mir Deine Liebe, wa» auch kommen möge. DaS ist das Einzige, das Höchste, waS Du mir geben kannst." Jrmgard drängte sie sanft zurück: „Närrchen, waS könnte uns wohl trennen? Doch nun noch eins, waS Du mir trotz allem doch bekennen mußt. Wie steht eS mit Ollomar? Zwischen Euch hat diese Sache doch keine Aenderung herbeige--führt- „Ottomar weiß noch von nichts," enigegnete Elli trübe. „Ich brachte eS noch nicht über mich, ihn mit der Erzählung dieser Dinge zu betrüben, ehe sie ganz entschieden sind." „Du thust auch recht daran, Elli. Ich bin überzeugt, Ottomar steht unter allen Umständen zu Euch. Wie war denn die Frau Professorin heute gegen Dich? Ich freute mich, als ich hörte, Du seiest bei ihr eingeladen. Also läßt sie sich doch nicht von dem dummen Gerede beirren?" Elli blickte fragend aus: „WaS redet man den eigentlich?" „Dummheiten natürlich, wie ich schon sagte. Dein Vater soll handgreiflich gegen den Referendar geworden sein; aber dos ist ja doch unmöglich, daS ist sicher gelogen." Auf Ellis Gtsicht malte sich ein merkliches Er-schrecken. »Sagt man das wirklich? Ach Jrmgard, wenn es wahr wäre! Papa ist so heftig, und der Referendar hat so ehrenrührige Dinge gesagt." „Hat er das? Böswillige Verleumdungen wahr« scheinlich, von denen kein Wort wahr ist. Dann ist ihm recht geschehen," meinte Jrmgard. „Er ist «in so eingebildeter Mensch, so überzeugt von der Be-deutung seiner Person als Sohn seines Vaters, des Geheimen KommerzienrathS. So ganz anders als sein Bruder Ernst, der älteste, der jetzt schon als sein Theilhaber in das Geschäft aufgenommen ist. Das ist wirklich ein reizender Mensch; offen gestanden macht er mir ein wenig den Hof, und ich glaube, Papa und Mama würden eS gerne sehen, wenn aus uns ein Paar würde. Du kannst Dir denken, wie unangenehm es uns Allen ist. daß der Referendar so mit Deinem Vater zusammengerathen ist. Am liebsten sähe ich ihn gar nicht wieder, ab«r so. da auch di« Eltern mit einander befreundet sind —" „Selbstverständlich," fiel Elli ihr ins Wort, »kann diese Angelegenheit doch auf Euch keinen Ein-fluß üben. Es ist ja so lieb von Dir, daß Du so zu unS stehst; aber da Hübners jedenfalls bei Euch zum Ball sind, möchte ich Dir noch einmal zu be-denken geben, ob Du doch nicht die Schwestern besser diSpensirst." »Nein, gerade darum I Ob der Referendar kommen wird, wenn er erfährt, daß Lena und Otti da sind, daß ist doch sehr fraglich, und Ernst — weißt Du, ich bin schon so gewohnt, ihn beim Vor-namen zu nennen, weil die Eltern es auch thun — nun, daß er freundlich zu Ihnen sein und mit ihnen tanzen wird, dafür verbürge ich mich. Damit aber stopfen wir den Menschen gleich am besten die bösen Mäuler, das habe ich mir so ausgedacht." Elli schüttelte ungläubig den Kopf. .Ich fürchte, Jrmgard, Du nimmst die Sache zu leicht. Wenn e» nun anders käme, als Du denkst ?" .Vertraue mir doch nur," sagte Jrmgard lachend; .soviel Macht habe ich schon, und «S wäre schlimm, wenn es mir nicht gelingen sollte, meiner besten Freundin aus so unangenehmer Lage herauszuhelfen. Könntest Du Dich nur entschließen, mitzukommen l" »Ich in Gesellschaft mit solchen Sorgen im Herzen f* Wehrte Elli entschied«». „Nein, daS hältst Du doch selbst nicht sür möglich." Jrmgard drang nun nicht weiter in die Freundin. Auf Lenas und OttiS Erscheinen bestand sie aber fest.. „Gönne mir doch, ein wenig Vorsehen zu spielen. Die Sache muß aus alle Fälle todt gemacht werden" und auf solche Weise läßt sich das am besten thun." Elli theilte keineswegs die sanguinischen Hoff-nungen des jungen, durch das Schicksal verwöhnten Mädchen», das noch keinen Mißerfolg kannte. Außer« dem ahnte Jrmgard auch nicht, was die Angelegenheit fo schwerwiegend machte, wie viel Wahres des Re-serendar« Beschuldigungen enthielten. Aber sie wollte ihr den guten Muth nicht rauben; und vielleicht war es auch besser, daß die Schwestern sich nicht ganz aus dem GesellschaftSwesen zurückgezogen; das konnte in den Augen der Welt nur sür den Vater sprechen, dessen Sache denn doch nicht ganz so schlecht stehen mußte, wie man annahm. Kaum hatte Jrmgard sie verlassen, als der Vater der eben nach Hause gekommen war, schon nach ihr schickte. Er konnte jetzt kaum mehr ohne sie leben, da sie die einzige Vertraute seines Kummers, seine einzige Stütze in ihm war. Sein Ruf setzte auch deshalb nicht in Erstaunen. Als sie aber in sein Zimmer trat und ihn mit auf die Brust niedergebeugtem Haupt in heftiger Aufregung im Zimmer auf und niederschreiten sah, erschrack sie doch. „WaS hast Du, Papa?" „Kind," rief er, und legte mit unheimlich glänzenden Augen feine Hand auf ihren Arm. „Alle« Kämpfen gegen das Geschick ist vergeblich, es will meinen, unsern Untergang! Thorheit wäre e«, noch weiter zu hoffen." «So sage doch nur, was ist geschehen?" Der Rath fuhr sich mit der Hand durch daS dichte Haar, seine Stimm« zitterte ein wenig, als er antwortete: „Ich erfuhr heute, daß eine DiSziplinarunter-suchung gegen mich eingeleitet ist." „Wegen des Vorfalls mit dem Referendar?" .Er soll den Antrag gestellt haben." „Soll?" ,O Papa, das wird nicht wahr sein. Ich war heute bei GerSdorf mit dem Präsidenten von Wertherrn zusammen. Er war so liebenswürdig, so wohlwollend gegen mich, daß ich eS für unmöglich halte, es fei so etwas gegen Dich im Werke." .Er wird als höflicher Mann die Tochter nicht entgelten lassen, was der Vater verbrochen hat," ent-gegnete der Rath bitter. Elli antwortete nicht. Ihr siel eS plötzlich auf die Seele, wie ernst der Präsident beim Abschiede ge-wesen war, daß er sie sür morgen zu sich eingeladen yatte. Wenn der Vater doch recht hätte, wenn er dieser Gelegenheit wegen mit ihr sprechen wollte? „Und das ist noch nicht alles," suhr der Vater ort. „Ein Unglück kommt nie ollein. Wären die s Schulden geregelt, so könnte ich ruhiger die DiSzipli-naruntersuchung entgegen sehen. Freilich miißte ich auf alle Fälle Deine Mutter preisgeben, und ich werde dazu gezwungen werden, um meine Ehre zu retten. Aber die Gläubiger find halsstarrig. Man fürchtet vielleicht, ich werd« entlassen, gegen meinen Willen verabschiedet werden. Keiner von Allen, bei denen ich angefragt habe, will sich auf Abzahlung einlassen. Man will gleich befriedigt oder klagbar werden. Hier hast Du die Antwortschreiben, die ich erhalten habe; nun, siehe selbst. Der schlimmste ist jener elenve Wucherer, dem Deine Mutter in die Hand gefallen ist. Er will die Accepte, die sie geschrieben hat, nicht herausgeben, sondern droht, fie bei Gericht einzureichen, wenn er nicht binnen vier Wochen be-friedigt ist." „Auch nicht, wenn Du ihm zwei Tausend Mark anbezahlst, wie wir besprochen haben?• „Auch dann nicht. Du weißt, er verlangt sechs Tausend Mark, wie er mit Zins aus ZinS sich aus-gerechnet hat. Da nun die Ehrenschulden an Freunde und Bekannte zuerst getilgt werden müssen, so bleiben mir nicht viel mehr als zwei Tausend Mark übrig, und er will alles sofort bei Heller und Pfennig aus-gezahlt haben.- Jetzt sank auch Elli ganz verzweifelt in einen Stuhl. „Dann weiß ich keinen Rath mehr." sagte sie leise, um jedoch bald, wenn auch mit gepreßter Stimme fortzufahren. „Jrmgard war hier. Sie bot mir ihre Hilfe an. „WaS meinst Du, Papa?" „Daß davon nicht die Rede sein kann. Um Schulden zu tilgen, werde ich keine neuen machen. Nein, Elli, das wäre keine Hilfe und widerspräche jedem Ehrgefühl. Soviel ich nachgedacht habe, eS bleibt mir nichts Anderes übrig, als der Sache ihren Lauf zu lassen und der Behörde die Wahrheit zu ge-stehen. Mag man mich als Wütherich, als brutalen Menschen verschreien. Der Schlag, deu» ich dem elen-den Spötter in's Gesicht gegeben habe, gereuet mich keinen Augenblick. Er hat ihn verdient, und ich muß die Folgen tragen. Aber meinen ehrlichen Namen werde ich mir aus dem Schiffbruch zu retten suchen, für mich und für Euch. Mag die leichtsinnige Frau büßen, was sie verschuldet hat. Ich kann ihr nicht helfen.- „Sie ist unsere Mutter," wagte Elli nun doch bittend einzuwenden. „Ist eS Euch denn lieber, Euren Vater als Ehr-losen aus Amt und Brod getrieben zu sehen?" „O Gott, nein l Aber eS ist so schwer, so furcht-bar schwer!" Ein so tiefeS, schmerzliches Ringen zeigte sich auf dem schmalen Gesichtchen deS bleichen Mädchens, daß der Rath nun doch gerührt wurde. „ArmeS Kind," sagte er. und legte seine Hand auf ihren niedergebeugten Scheitel. „Armes Kind, wir tragen beide schwer an der Bürde, die Andere uns auferlegt haben." Sie blickte bei dem weichen Ton seiner Stimme wieder ermurhigt auf. „Wenn ich selbst zu jenen Menschen ginge? Ich meine zu jenem Wucherer? Glaubst Du, eS könnte mir gelingen, sein hartes Herz zu erweichen?" »Ich zweifle daran und möchte Dir unnölhige Demüthigungen ersparen." „Er kann doch nichts, als sein schriftliches „Nein!" mündlich wiederholen?" „Wer weiß, ob der rohe Mensch, nicht Gefallen fände, ein zartes Geschöpf wie Dich zu beleidigen." „DaS fürchte nicht! Ihm ist es nur um Geld und Gewinn zu thun. Wenn man ihm alles besser auseinandersetzte, als es schriftlich möglich war, wer weiß, ob er nicht auf einen Vergleich eingienge ?" „Wenn Du eS durchaus willst, versuche eS! So lange wir keine Sicherheit geben können, und das ist ja ausgeschlossen, wird er auf nichts eingehen." „Wenn Du ihm Deine Lebensversicherung als Pfand anbötest?" „Niemals, Elli. Führe mich nicht in Versuch mg! Soll ich Euch als Bettler zurücklassen? Laßt nich doch wenigstens mit dem Bewußtsein sterben, daß Ihr vor der äußersten Noth geschützt seid." Elli sprang auf. Sie trat dicht vor den d ister vor sich hinblickenden: „Papa!" rief sie erschreckt. „Woran denkst Tu?" Er hob den Kopf und sah ihr lange, lang in das bleiche zu ihm ausblickende Antlitz. „Daß ich nichts unversucht lassen werde, meine arme liebe Elli, um Dir Kummer und Leid zu er-sparen — nichts —" Sie wagte nicht weiter zu fragen. Aber ihre Augen sprachen deutlicher, als die Lippen es vermocht hätten, von der inneren Angst, die sie erfüllte. DaS tröstende Wort jedoch, das sie erhoffte, blieb unge-sprechen. Der Rath schüttelte nur unmerklich den Kopf; dann wandte er sich zu seinem Schreibtisch, und sich dort niederlassend, sagte er, mit einer freundlichen Handbewegung sie verabschiedend: „Ich habe noch zu arbeitm. Uebrigens thue, waS Du für gut hälft. Ich lasse Dir ganz freie Hand." Fortsetzung folgt. 4 Belehrendes. Unterhaltendes. Heiteres etc. H Im Winter. Starr und todt Liegt der einst so muntere Hain: Düsterrizth Ist der lieben Sonne Schein. Da sie über jene Hügel Hebt die winterlichen Flügel. Linnenweiß Leuchtet mir die todte Flur; Unterm EiS Stirbt des Quelles leise Spur Und der Raben Krächzen Mengt sich in der Bäume Aechzen. Spiegelglatt Liegt vor mir der stille See: Lebensmatt Blickt daS Taglicht aus der Höh: Und aus kalten Leichensteinen Lenzverlass'ne Vöglein weinen. Fast vertrocknete Bäume zu r«t ten. Bei der Versendung von Bäumen ge-sch'.eht ti öfter, dass, aller angewandten Vorsicht ungeachtet, bei dem Anlangen der Bäume an ihrem Bestimmungsorte sie doch gänzlich vertrocknet scheinen. Die« rührt hüusig vom Durchzug trockener Winde durch die Baumpackete her. Diese Bäume, so wie sie find, gleich in di- Erde zu stellen, wäre ihr Untergang. Man lege vielmehr die B legen ist, wird abgeschüttet und in einer tiaserolle zum Kochen gebracht, nach einer halben Stunde durch ein Tuch gesiebt, die klare Flüssigkeit wird weiter eingekocht bi» zur Syrupdicke, Dieselbe nimmt eine blonde Farbe und den feinsten Bratengeruch an, und kann als Zusatz zu verschiedenen Ra> goutS, FiletS ic. vom Hasen verwendet werden. Dieser Extrakt enthält alle Nähr-salze, die einen so hohen Wert als Reiz-Mittel bei der Ernährung haben. Fütterung der Hühner. Will man gut«, gesunde und delikat schmeckend« Eier haben, so ist daS beste Fulter Getreide, Korn, Gerste, Haser ic. Die Produkt« ver-ändern den Geschmack der Eier. Die Sprossen von harzhaltigen Bäumen geben dem Ei einen Terpentingeschmack. Endlich erzeugen die Insekten, die Maikäfer, schwarzes oder braunes Eigelb und geben ihm einen faden, unangenehmen Geschmack. Er kennt sie. Redakteur: .Der Ar-tikel .Winke sür die Hautsrauen' soll also ohne NamenSangabe gebracht werden. Herr Professor?" — Professor: „Ja, denn wenn meine Frau erfährt, dass ich der Bersasser bin, dünn beherzigt sie die Rathschläge, die ich in dem Artikel den Hausfrauen gebe, erst recht nicht. Ratenweise Gewissensbisse. Ein Herr, dem eine Summe Gelde» gestohlen worden war, erhielt bald darauf folgenden Brief: „Sehr geehrter Herr I Ich habe sie beftohlen. Nun krieg ich auf einmal Ge-wissenSbisse und schick« Ihnen deshalb bei-liegend« zwölf Gulden. Sobald ich wieder Gewissensbisse kriege, schicke ich Ihnen wieder Etwas." Schlagfertig. Mutter: „Aber Karl-chen, sei doch artiger dei Tisch! Was würde Dein Lehrer sagen, wenn Du Dich bei ihm so ungezogen benähmest?" — Karlchen: „Er würde sagen. Du bist doch nicht bei Dir zu Hause!" Grob. Arzt: „Verehrte Frau, Ihnen fehlt gar nichts, Sie bedürfen vor allen Dingen nur der Ruhe." — Patientin: „Aber Herr Doktor, sehen Sie fich nur meine Zunge an!" — Arzt: „Ja, ja, die ist es gerade, die der Ruhe bedarf." Die musikalische Durchlaucht. Fürst (der Cercle hüll): „Lieder Kapell-meister, hab« die vergangene Nachl im Traume komponirl, — ganz prächtige Me-lodie l Schad«, habe sie gan; vergessen — kann nicht mehr daraus kommen..... Setzen Ei« sich doch 'mal an d«n Flügel --" (der Kapellmeister improoisirt verschiedene Melodien). Fürst (plötzlich): „Halt, halt, noch 'mal--dies« war's, dies« wart!" Früh übt sich. Mama (in di« Kinder-stude tretend): „Aber Ethel, wer wird denn einen so kolossalen Skandal machen? Da schau' mal an, wie ruhig Fritzchen dasitzt." — Ethel (schnippisch): „Der hat leicht ruhig dasitzen — das ist so m dem Soiel, das wir jetzt gerade spielen. Er ist nämlich der Papa, der spät nach Haus' kommt, und ich bin Du." t»in verständnisvoller Gatte. Gatt«: „Sag' mir, lieb« Juli«, Du siehst seit einigen Tagen so traurig und ange-griffen aus — wie viel sehlt Dir denn?" Bekanntmachung. ES ist streng-stenS daraus zu achten, dass daS Vieh in den Ställen nicht mil brennenden Cigarren und Pfeifen geMert wird.