LMcher k Zeitung. Nr. 3. ^ .' "^«/ »t»on,vlti«: I« «omptolr ganz». ?',!,' ^"i. 5.5.0. Mr bi« Zustellung !n« Hau, halbj. !k kr. Mil b« Poft ganzj. si. ,5. balbj. fi. 7.!«1. Samst»,,, 4. Jänner. Hni«ltion»gtbllpt h<« ,u Zellen: l»«I «» k.< »«.l»ll., »m.fi.l.»«: sonftpl.Ze,lt lm.ekl., llw.Slr.. 3». l»ll. u. s. ». HnZ,?/l/ "" »ewilligung zur Errichtung e.ner « «l?^ .""" "er Firma „Erste österreichische m ^ ^?"?^ und Raffinerie-«ctienaesellschaft« >«.. ^". .?^" de« Innern hat im Einvernehmen ?. w ^. ?°^c!"" ""''"en l. k. Ministerien den Herren ^ « ^ soreager un> yeon Vaumgarten ...^ 3 ^""^'" Errichtung einer Nctiengesellschaft m^l"'^" "Actiengescllschaft zur Fabrication von Faschinen, und Eisenbahn. Getrieb«material" mit dem ^ '" Wien ertheilt und deren Statuten genehmigt. Nichtamtlicher Theil Iournalstimmen über die Nahlreformfragc. m.^ ^/^ Wichtigkeit der Nahlreformfraqe beigelegt "". "HM au« der Thatsache, daß die Journale der üter»i^ '^'buna dieser fnr dle im 3änd/r^?' wt'^°lhc vertretenen Königreiche und Münder w.cht.gen i^rage täglich ihre spalten öffnen Ein w.ener Eorrespondent der ,Vohemia" schreibt-W«. ^.nn der Uferen,«, über die Deta?« de« W hlre orm.Entwurf« wird von mehreren Se.len be. Ni^. ^!. "^ "'" ^" f"'««s^t. Sofern die« ^""ölterrelch h.lr.sst, dürfte dies richtig scin. allein n V"""^l" sch'int man kaum gcWillt. be nich ^^"2°?^'^'" ^""'" ber a.deren K.onlünber vor dem Zusammm.ri.te be« NeichSraths in dcr Nest ^.' ?«' , "^mmelr. Die sse.istell.m'g der c.Hn Metalls »st trine so umfassende Albeit, daß ste nicht in einer Reihe rasch aufeinanderfolgender Conferen^n mit Dichtigkeit erledigt werden könnte. - Gefördert und «"«lchltrt wilrde dies« Aufgabe allerdings, wenn die Re. vuti^. ^. Delailoperate den hervorragenderen De« un .2 « ^ senden und diese auffordern würde, sie und d«n« ^? '^"' Parteigenossen durchzuberalhen "nd dann mit fertigen Vorschlägen nach Wien zu kom- men. Dieser Weg ha» nor allem eine rasche Erledigung, der hier nothwendig aintauchenden ^ocalfragen zum! Zi le und soll auch. w«: verlautet, für einige Kronlän« der von der Regierung acceptierl worden sein Was, Wien betrifft, so wird die Regierung einer stärker», Ve< rückstchtigung der Richtung leine Schwierigkeiten entgegensetzen, obgleich nach cn Wünschen der niederöster-reichischcn ^andtagskreise Wien «m Reichsruthe durch 12 (Niederosterliich dann ,m ganzen «it 35) Deputierte vertreten wäre." Die «N. freie Presse" laßt ftch vernehmen wie folgt: «Die Wahlresorn»ftage wirb von der Regierung sofort beim Wiederzusamwenlrltle de« Nelchsrathcs, noch in der Siyung am 15». Jänner eingebracht werden. Diese Versicherung wire hoffentlich die Feudalen und Nationalen trSsten. welche jttzt blutig« Thränen darob »einen, baß die Wahlüform durch das Weltausstel-lungs'Intermezlo unterbrochen und bi« auf die griechi» schen Kalenden verschleppt werden könnte. Durch mög» «ichfte Annäherung an die Wünsche der Verfassu,!g«partei «>ro die Regierung die Echwierlgleilen befeitigen. welche einer Verständigung in den Detailfr»gen hindernd im We» Wahlbezirke ein zwingendes ur^umoutum aä row fin« den. auf Erfüllung lechneli. Durch die Erhöhung dei «logeordnelenzisser bis zur ungefähren Verdopplung wer. den die beiden hauptbedcnlen der Verfassungspartei gegen den Regierungsentwurf. wenn auch nicht beseitigt, so dotb erheblich gemildert; l« »erden die Gefahren abgefchwächl, welche in einer allzu großen geographischen Ausdehnung der Wahlbezirke und in dem Uebergewlchte des Groß . grul'dbesihes lieben. Vezüglich de« letzteren Umstände» scheint un« auch der von der Regierung bei der Aus» messung der Vermehrungsziffer für den niedcrösterreichi-fchen Grohgrunbbesth beobachtete Modus von Vedeu tung. Der niederöfttrreichlsche Oioßgrundbesitz ist durH, fünf Abgeordnete ,m RcichSrathe vertreten; nach dem Oelailentwurf der Regierung werden künftighin aus denselben sieben Vertreter entfallen, während nach dem Prinzipe der fünfzigperzentigen Vermehrung auf den mroerösterrelchischen Groh^rundbesth, der stet« oerfas' jungslleu gewühlt hat, 7.5 Vertreter kommen würden. Diese Nichn den übrigen Bändern hoffen." lie ..Presse" meldet: ..Die Nachricht, es folle die Udhallung Der Eonfcrenzen über die Detail-Operate de« Re»ch«wahlgesetzes den ^ünderchefs übertragen weiden, findet blsher zwar leine offtcielle Vestütigung. doch dürfte die Regierung alle, Wahrscheinlichkeit noch zu diesem Modus sich entschließen. Derselbe wülde mehrfach sich empfehlen, wenn man berücksichtigt, daß dic wenigsten unter dem Deputierten zu bewegen sein dürften, vor der Wiederaufnahme der Relcherathsverhandlunger, nach Wien zu kommen; daß nicht nur Reich«latt.s'Ubtteorbl,sle, sondern auch andere hervorragende Mitglieder der Versus» fuugsparte« zu Rathe gezogen werdln sollen und dah jerner die Berathungen, bei denen cs sich um Detail« Handell, zweifellos pialtifchcre Rcfultale ergeben können, wenn an denselben ein größerei, nnt den ivedürfnissen und Wünschen der betreffenden Provinzen nach allen Richtungen hin velttautcr Kni« von Palllinitgliedern unter Mitwlllmig der Ehef« der politischen Verwaltung lhellnimml. Diese provinziellen Eonfeien^» würden das Siatlfilldc,' noch einiger Pourparlers in Wien nichl aus? schlichen, sobald die Zweckmüßiakeit derselben sich ergeben sollte. Namentlich muhten mit den Abgeordneten von Witderttsterreich Gcipr?chunqen abgehalten werden. Bei diesem Arrangement wäre ein nichl zu unterschätzender Zeitgewinn li^irll l,"d die Regierung könnte ihrc U>> sichl. die Wahlrefermoorlagen noch >m Monat Jänner dem Abgeordnetenhause zu überreichen, mit Leichtigkeit durchführen." Das ..^remdenblall" widmet dem Thema del Wahl« reform linen längeren Artikel, dem wir nachfolgende Stellen entnehmen: ctemMml. Dlnt um Dlut oder: Vt» Vlegimenter Piemont und Anvergne. Novelle von Rudolph MUldener. (Fortsthunll.j ll. tm La^r f.^"«^""^' °ls Nuoergne und Piemont d"bs °nn '^°!I" einrückten, überftu.htte eine schöne kleinen ^,,?' ",««. goldenen Lichte den Garten eine« l" fleuch "" ?" ^ue Plumet. Die milden Strah. stch durch die «n^ ."^^ Iasminlaube und stahlen 'u belausch n. "?«" .b",iltternden Gezweiges, wie um sing. '" ^lsem traulichen Verstecke vor- Md«.n »»„ s.ch,!hn Jährend« W ^ 7°r.a " . ^ .. ^'^ kleine war offenbar zerstreu, d.« n, ..« ^brach sich öfter«, um einen zärtliche ^ick a iw lesen w°r ^'^' ber Nu«bruck einer bangen Sorge zu an ih" v',.?'"' "°" ^""e« mußte sie immer wied« «anz weaw^ "^"""' bi« Gabriele endlich da« V«ch H"ty"^"l und mit freudigem Rufe: .Henry! v «ly! von ihrem Sitze aufsprang. ..hlnry?" wiederholte auch Frau de Easlrie«, in« dem ste aufblickte und nun einen staatlichen jungen Mann von vier- o,s fünfundzwanzig Jahren in der Uniform eines Eapitäns vom Regimente Nuoergne durch den Garten auf die ?aude zueilen fah. ..Welch freudige Uelierr«schung l" fügten Mutler und Tochter hin,le mich damit, da er wußte, wie anaeuehm es mir sein muß. Sie und Gabriele besuchen zu können. Ich bin erst vor einer halben Stunde angekommen, entledigte mich meiner Mission, eilte zu Ihnen und stehe im Begriffe, sosorl wieder abzureisen." „Wie. du willst nicht einmal den heutigen Tag bei uns bleiben?" „Wollen, liebe Tante? Nenn e« auf mein Wollen ankäme, würde ich nicht einen, sondern acht Tage hier bleiben, allein unser Regiment hat inzwischen Marsch, befehl erhallen und ist bereit« unterwegs nach Eassel -ja es muß heute daselbst ankommen. Und denken Sic sich meine Freude, beste Tante. Nuvergne kommt unter den birecten Vefehl meine« Onkel«, dem der König dadurch einen befonderen Vewei« feines Vertrauen« geben wollte." Gabriele erblaßte. „Wie magst du dich nur darüber freuen?" sagte sie vorwurfsvoll »Fühlst du denn nicht, baß wir nun stall einer zwei Ursachen haben, uns zu äng» ftigen ?" „Warum denn, liebe Gabriele?" erwiderte der junge Mann. „Wir sind in der Jahreszeit schon zu weit vorgerückt, al« daß noch etwa« ernstliche« unternommen werden könnte. Man schickt zwar Verstärkungen nach Hesse», allcin es geschieht mehr. um das Land behaupten ;u können, als neuer Operationen wegen. Doch in einigen Tagen werde ich beim Onkel scin". fügte er hinzu, „haben Sie. beste Tante, oder du, Gabriele, mir nicht« an ihn mitzugeben?" „Wir haben erst vorgestern einen Courier an ihn abgeschickt", antwortete die Malquise; ..aber da« thut nicht«. Gabriele wirb trotzdem einige Zeilcn an lhr,n Vater schreiben." Die Marquise sah e« ihrer Tochter °n. baß die« ganz und gar nicht nach ihrem sinne war, obwohl sie sich anschickte, dem Wunsche ihrer Mutter nachzukommen. Frau be Eastrie« errieth auch. warum Gabriele lieber im Garten gerieben wäre, und in mütterlicher Nachsicht und Güte rief sie da« junge Madchen zurück, indem sie erklärte, doch lieber selbst schleiben zu wollen. Vie gab ihrer Tochter einen Kuß. drückte ihrem Neffen die Hand und ging. Vielleicht werden cinige Mütter, dic die« lesen, da« Venehmen der Marquise etwas unvorsichtig finden; allein e» war nicht« weniger al« die«, denn Frau de ilaftrie« IS .Die Nu«fichten für die Wahlreform, für das große, und wichtige Wert, welScS der Rclchsrath zu oollendcn ^ haben wird. gestalten sich in erfreulichster Weise günstig, so daß man nun hoffen kann, die Läsung der Ausgabe! «erde gelingen u»d insbesondeie die oolle Einigung, innerhalb der Verfass un gsp a rt c > werde ein rasches i und entschiedenes Borgehen ermöglichen. Nach dem Fort« ! gang der Berathungen lann MQ>n aber die Einigung der! Abgeordneten der Verfassungspattei als gewiß voraus» > sehen, und es verlautet in der That, daß die Regierung j in der Lage und entschlossen ist. bereits m tincr der nüchsten Sitzungen bcs Abgeordnetenhauses nach Wiederaufnahme der Verhandlungen die Wahlreformgesetze zur verfassungsmäßigen Erledigung einzubringen. Der stand' punlt, den die Regierung einnimmt, wird dahin prä< cistert. daß die prinzipielle« Grenzen, innerhalb welcher sich die Oiscussion zu bewegen haben wird. lncht über-schritten werden sollen. Oie Intentionen der Regierung scheinen vor allen Dingen jede gewagte Operation aus« zuschließen, jede Operation, deren Gelingen mehr oder . weniger dem Zufalle anheimgestellt werden müßle, jede Operation, die über das Nächstliegende und vornehmste Ziel der Loslüsung des Reicbsralhes von den Landtagen hinaus ihre Kraft zersplitter,« könnte; die Regierung »ill keinen Schrill vorwärts thun, bevor sie die Ueberzeugung gewonnen, daß sie gan; festen Boden unter den Füßen und vor sich habe. sie will jeden Sprung vermeiden, weil sie weiß, daß ein Fchlsprung von unberechenbaren Folgen sein lönnle. Es wird übrigens aus da« bestimmteste wiederholt, daß der Entschluß, die Wahl« reform auch für Gallien pure in Anwendung zu dringen, keinen Augenblick wankend geworden ist. Es wird wiederholt versichert, daß die Regierung bereit s:i, den geäußerten Wünschen nach Mög'ichteit zu cntsprechen und zur raschen Erzicluna voller Einigung unter den Abgeordneten der Verfassungspartei beizutragen," " Wtische MM^rVl87^ Das Jahr 1872 war an historischen weltbewcgen» den Ereignissen minder fruchtbar; die hohe Polttit hattc weder ruhmvolle Siege noch beda,nrnswcrthe Niederlagen zu registrieren; die politischen Ereignisse liefen auf fried' lichen Bahnen ab und die Thätigkeit der europäischen Staaten entwickelte sich in erster Linie im Innern des eigenen Hauswesens. Der ruhige friedliebende Staatsbürger kann mit dieser ruhigen Entwicklung, mit dem geräuschlosen sicheren Ausbau häuslicher Institutionen immerhin zufrieden sein. In Oesterreich. in den cisleithanischcn König, reichen und Ländern, war die politische Action leine unbedeutende. Recap,tulieren wir mit kurzen Worten die einzelnen wichtigeren Vorkommnisse: 1. Freiherr v. Holz-gethan wurde zum Reichs» und Feiherr v. PretiS zum österreichischen Fmanzminister ernannt. 2 OaS österrei» chische Abgeordnelenhaus erkannte die directen Wahlen aus dem böhmischen Großgrundbesitze als giltig. 3. Die Regierung brachte das Nothvahlgesetz ein, und die Wahl» gesehnovelle wurde angenommen. 4. O>c ocm Neichs-ralhe ferngebliebenen böhmischen und mährischen Avge ordneten wurden ihrer Mandate verlustig erllärt. 5. Die Regierung verlangte für den niederen Klerus einen Nachtragscredit von einer halben Million Gulden, die auch bewilligt wurde. 6. Oer böhmische Landtag wurde am 15. März aufgelöst. 7. Oas galizische Aui^leichselaburat »urde erledigt. 8. Der Reichsrath nahm den eihühten Fiiedensstano der Cavalerie an. 9. Oberst Horst wurde LandeSvertheldigungSmimster. 10. DaS Flnanzgesetz pro l8?2 wurde publiciert. 11. Der neuconstituierte böh» mische Landlag nahm die ReichSralhswahlen vor. 12. Der Petitionssturm gegen die Jesuiten brach los. 13. Das Nothslandsgesetz für Böhmen wurde beschlossen. 14. Das Landwehrstatut für Eisleithanien wurde angenommen. 15. Alexander Graf Auersperg wurde zum LanbeSprä-sidenten in Kram ernannt. 16. Se, Majestät Kaiser Hranz Josef begab sich nach Berlin. 17. Die Delega-tionsberalhungen fanden in Pest statt. 18 Das sechste Nothbuch wurde vertheilt. 19. Ein Föderalisten-Rendez« vöus wurde in Wien abgehalten. 20. Die dreijährige Präsenzzeit würd», angenommen. 21. Dr. R. v. Kalten» eqger wurde zum Landeshauptmanne in Krain ernannt. 22. Die Landtage wurden am 5. November eiöffnet. 23. Der tiroler Landtag wurdc am 14. November geschlossen. 24. Der galizische und trainische Landtag beschlossen Adressen an den Kaiser. 25 Der Reichstag wurde für den 12. Dezember einberufen. 26. Das Fi-»anzaesetz pro 1873 wurde eingebracht. 27. Wahlreform» Eonferenzen fanden statt. 28. Die Gesetzesoorlage betref-fend die Beamtengehalte wurde vorgelegt. Ungarn betreffend registrieren wir folgende politische Ereignisse: 1. Im ungarischen Abgeordnetenhaus« wurden Skandale in Szene gesetzt. 2. Der kroatische Landtag wur^e auf den 15. Juni einberufen. 3. Kaiser« reise in Ungarn. 4. Der ungarische Reichstag wurde am 4. Sept.mder eröffnet. 5. Pauler wurde zum Justiz- ^ und Trefort zum Unterrichtsminister ernannt. N. Die Verhandlungen in der Vanlfrage haben begonnen. 7. Die kroatische Re^nicolar«D>.vutalion unterbreitete einen Oe-setzcntwurf. 8 Graf Louyay wurde im ungarischen Unterhause angegriffen. 9. Grns Lonyay's Enthebung wurde bewilligt, Szlavy z>mi ungarischen Minister»Prasidenten, i Graf Zichy zum unga, ischin Handelsminister und Szende! zum ungarischen Landesvertlicidigungsminister ernannt. ^ Der „Pester Lloyd" bringt eine politische Revue betreffend die anderen Staaten Europas, die wir hier» nachfolgend reproducieren: „In Deutschland wurde an dem innern Aus-! bau des neu entstandenen Reiches gearbeitet und ein! wirksamer Kampf gegen den Particularismus einerseits! und gegen die Ucbcrgriffe der Ultramontane« geführt. ^ Das Experiment mit clnem „patriotischen" Ministerium in Münch«», dessen Verwirklichung leicht den Fortgang des Elnigungswertes halte trüben können, scheiterte an den Kundgebung?» der öffentlichen Meinung, und die Beziehungen der Südstaaten zu Preußen haben leinen Augenblick ihren friedlichen Charakter verloren. Mit gesteigerter Heft^lm dauert aber der Kampf des Staates gegen die geistliche Gewalt foil, in letzterer Zeit noch genährt durch die neue Allocution des Papstes. Im ganzen kommt in Deutschland ein liberales Streben zum Durchbruch, Dank der Erkenntnis, daß die Macht des Staates ihre besten Garantien im Volle selbst und nicht in den Bannerträgern kirchlicher oder weltlicher Privilegien hat. Der Wechsel im preußischen Cultus. Ministerium, das Inslebenrufen der Kreisordnung trotz dem Widerstände der Conseroatiuen bezeichnen den Geist, von wclchem die Leitung des dominieren den Staates in Deutschland durchdrungen ist. Oer Rücktritt des Fürsten Bismarck von dem preußischen Ministerpräsioium wird keineswegs als Bruch mit der bisherigen innern Politik betrachtet. DaS wichtigste Ereignis von internationaler politischer Bedeutung in diesem Jahre war die Drei-laiserzusammenlunft in Berlin. Die Eonsolidlerung der Zustände in Frankreich ist in diesem Jahre nicht merklich fortgeschritten. Ein ewiges Nuf< und Niederwogen der einander befehdenden Elemente, zwischen welchen lediglich dic Persönlichkeit des Präsidenten das Gleichgewicht zu erhalten vermag — so charakterisiert sich noch immer die politische Lage Frankreichs. Die Republik als solche hat keine Fort« schritte gemacht, in den letzteren Wochen ist vielmehr manches geschehen, was ihre Existenz zu gefährden ge» eignet ist. Mit dem vorzeitigen Versuch, der republita» nischen Staatsform einen definitiven Charakter zu geben, hat Herr Thiers vollends alle Parleileidenschaflen entfesselt, und eng schloffen sich aneinander alle die monarchischen Fractionen. um ein ausgibiges lebendiges Ae< gengewicht wider die republikanischen Streuungen zu bilden, die denn auch beträchtlich zurückgedämmt wurden. Einen großen Erfolg hat Frankreich nichtsdestoweniger aufzuweisen in dem glänzenden Resultate der großen Anleihe, wclche die Bezahlung der Kriegsentschädigung ermöglichte. In der Schwei z wurde durch den Einfluß llert-caler Elemente die Verfassungsrevision zu Falle gebracht. Die Centralisation, welche doch nur der Staatsgewall zugute kommt, ist den ultramontanen Stcebungen nicht günstig; eS wurde daher für die Beibehaltung der „Kan-lönlimirlhschaft" agitiert. Der Bundesrath hat indessen neuerdings die VerfassungSreviston beschlossen, die Je-lfuiten sind mittlerweile ausgewiesen worden, und so dürfte das Werk dieses mal eher gelingen. Italien läßt der Kampf gegen Rom nicht zul Ruhe kommen. Die Macht des Klerus ist in diesem Lande unstreitig größer denn sonstwo und die Heftigkeit der Gegner macht sich in ihrer unmittelbaren Wirkung gellend. Die parlamentarischen Zustände Italiens haben sich auch in diesem Jahre nicht verbessert. Von einer ausschlaggebenden, verläßlichen Regierungspartei ist noch immer nicht die Rede, die Fractionen gruppieren sich nach augenblicklichen Eingebungen oder augenblicklicher Noihwenoigkeit. Das Ministerium selbst besteht nicht aus homogenen Elementen und seiner Action fehlt da» her die nothwendige Harmonie. Die Finanzlage des Landes ist eine außerordentlich zerrüttete, die militari» sche Organisation hat leine großen Fortschritte gemacht und die politische Verwaltung läßt viel zu wünschen übrig. Italien hat eben den Einigungsprozeß noch nicht überwunden und weder in den regierenden Kreisen, noch im Volle selbst ist die Kraft vorhanden, die eine bal< dige Bessergestaltung der Lage lann hoffen lassen. Die Zustände in Spanien haben ihre dt« Obersten der jungen Frau verheimlichen wollen, allem durch die Unvorsichtigkeit eines Bedienten hatte die Gräfin de Lourmel alles erfahren. Die Folge davon war eine verfrühte Niederkunft, die der jungen Witwe! das Leben kostete. Noch am Sterbebette hatte sie den Neuqebornen! ais ein heiliges Vermächtnis ihrer schon damals an den Marquis de Castries vermählten jüngeren Schwester übergeben. Der Marquis und die Marquise waren dieses Vertrauens würdig. Sie nahmen sich des verwaisten Knaben mit treuer Sorgfalt an, und als der Himmel sechs Jahre später ihre eigene Ehe mit einem Kinde, einem Mädchen segnete, theilten sie ihre Liebe zwischen diesem und dem kleinen Neffen. der erst in späteren Jahren erfuhr, daß er nicht der wirtliche Sohn des Marquis, nicht der Bruder Gabrielen« sei. ..«ch, dieser abscheuliche Krieg!" klagte Gabriele, als fie mit Henry allein war. „In welche Sorge vcr« seht er mich um das Leben meines VaterS und jetzt auch um das deine! Wie lange wird er noch unsere, Perbindung hindernd im Wege stehen?" „Ah, leider ist er nicht das einzige Hindernis!" seufzte Hemy. „So lange jenes entsetzliche Geheimnis nicht aufgeklart ist. welches meinen Namen compromittiert, kann und darf ich dich nicht an den Altar führen. Ich Unglücklicher!" fuhr der Graf aufgeregt fort. .,ES war damals das erste mal in meinem Leben, daß ich eine Karte berührte, und welch bclla^enswerlhen AuSgang nahm dieses Spiel! Warum mußte eS gerade Fonco« ll'Mbe sein. deian mich verlor? Warum mußte er seine Heftigkeit bereuen, statt sich lieber mit mir zu schlagen? Ein Duell — und hätte ich dabei daS Leben verloren — wäre weniger zu beklagen gewesen, als dieser Nus-gang, der nun meine Ehre allen möglichen Angriffen boshafter und gewissenloser Verleumder preisgibt." „Armer Henry!" murmelte Gabriele mit Thränen in den Augen, indem sie seine Hände ergriff und zärtlich drückte. „Tröste dich, die Wahrheit wird noch an den Tag kommen. Vertraue auf Gott! Er, der ja selbst die ewige Wahrheit ist. wird nicht zugeben, daß die Lüge triumphiert." „Haben nicht die neuen Untersuchungen ebenso unbefriedigende Resultate ergeben als die früheren?" enl-gegnele Hemy muthlos. „Man brachte weiter nichts heraus, als was man bereits wußte, und auf den einzigen Gegenstand, den man im Zimmer de« Ermordeten fand und der vielleicht zur Entdeckung de« Mörders führen lönnte, legen die Richter liin Gewicht." „WaS ist das für ein Gegenstand?" fragte Ga« briele gespannt. „Du sprachst nie davon." „Weil ich selbst aufgehört habe. einen Werth dar« auf zu legen," erwiderte Henry. „ES ist dieses Bruchstück eine Camüe," fügte er hinzu, indem er einen in Papier eingewickelten Gegenstand auS feiner Börse zog und denselben seiner Braut zeigte. Während Gabriele dieses Fragment betrachtete, aul dem der halbe Kopf einer Römerin sichtbar war, «lllärtt ihr Henry, daß man nie eine Cam6e im Besitze de< Herrn de Foncolombe gesehen habe. weshalb er glaubt, daß dieses Bruchstück von dem Mürber bei einem etwal-gen Kampfe mit feinem Opfer verloren worden sei. „UebrigenS steht, wie gesagt, meine Ansicht vereinzelt da," setzte er hinzu; ,wenigstens wurde dieselbe von dem Untersuchungsrichter so wenig beachtet, daß mal« mir den Stein überließ, den ich aufgehoben habe, obwohl ich selbst nicht mehr daran glaube, daß er mll noch etwas nützen wird." „Weißt du was. Henry? Ueberlasse ihn mir." erwiderte Gabriele. Meine Mutter und ich werden gleich' falls Nachforschungen anstellen. Vielleicht führt unS dlesel Stein auf die rechte Spur." .Behalte ihn. meine gute Gabriele." versetzte del Graf. „Möge er sich in deinen Händen als ein Talisman bewähren, der mir Glück bringt und meine Vel' leumder verstummen macht." Unterdessen kam die Marquise zurück und Übergab ihrem Neffen einen Brief zur Gesorgung an ihre" Gatten. Henry blieb noch einige Zeit, endlich muhte abe« doch geschieden werden und mit schwerem Herzen verlili er die beiden Damen. Von schmerzlichen Gefühlen bewegt, blieben Muttcl und Tochter schweigend in der Laube zurück, bis enbli Gabriele ihrem gepreßten Herzen durch einen Thräne^ ström Luft machte und sich in die Arme ihrer Mum allgemeinen hat auch hier bereits ihre »men Früchte getragen, gegen den Schluß des vorigen n»l >.""" ^ «gio c.nen Rückgang von 4 Procenl ,,,' ""l> d,e entschiedene Tendenz, sich dem Paricourse »°n U"lü' """ lich am Gestade versammeln, um dem Enttäuschten von Madrid glückliche Reise zu wünschen." Gagesneuigkeiten. — (hofnachl ichten, ) Wie die „^. K" mel. det, wird zum Empfange des Hofes in Oseu alle« vorbe. rcitel. Von Wien sind in den letzten Tagen zahlreiche Dienerschaft aller Hofbranchen, so auch eine größere An zahl von Hofequipagen in Ofen angelangt, und w«rd der Hofstaat nach der Uebersiedlung oe5 Hofe« von VötMö noch vergrößert werden. Der Aufenthalt der kaiserlichen Familie in Ofen soll definitiv bi« zum April festgesetzt sein. Die Vermählung der Erzherzogin Gisela mit de« Prinzen Leopold von Bayern foll einer neuen Nesti»» mung nach in Wien stattfinden. — (Ein Monstle'Strtle.) In Wale« er-wartet man den Eintritt eines der größten Strike«, die im Fürstenlhum je stattgefunden haben. Mehr al« 70.000 Gruden» und Hüttenarbeiter in Monmouthshire und SUd« Wales beabsichtigten am 1, Jänner die Arbeit einzustellen, falls ihre Vrodherren die angekündigte Reduction ihrer Wochenlöhne um 10 Percent verwirklichen follten. — (Der Hungertyphus) ist in einigen Fa» milien, die i« den südlichen Sladltheilen Londons wohnen, aufgetreten. Diefe Krankheit ist bekanntlich eine Folge von großen Entbehrungen der nothwendigsten Lebensmillel. — (Witterung«verhii ltnisse im Jahre 18 7 2.) Naturereignisse der seltensten Art haben im eben verlaufenen Jahre in großer Zahl und anftallenoei Weise sich bemerkbar gemacht. Wüthende Stürme und wilde Au«' brüche der Feuerberge, prachtvolle Nordlichter und wunderbarer Meteoritensall, unerhörte Sturmfluchen und furcht» bare Regengüsse erfüllten nacheinander die GemUther der Menschen mit Angst und Verwunderung. Besonders häufig und in verschiedenen Wegenden sind aber ungewöhnliche Äegenfälle nnd i« deren Folge verwüstende Ueberschwem» mungen ausgetreten. Im Mai verheerten unerhörte Wasser-flulhen das Thal der Beraun und Molbau in Böhmen, den Sommer über richteten an vielen Orten, auch in Kram und Kärnten, arge Gewitlerstürme und Hagelfall vielen Schaden an; im Ollober war allgememe Wassernolh in Oberitalien und Frankreich, im November die entsetzliche Sturmflnth mit Wasscrverheerungen an der Ostsee; ansang« Dezember aber erreichten die abnormen Niederschläge und Wasserfluthen insbesondere unser Nachbarland Kärnten. Sie sind an sich ein merkwürdiges Nalureignis und werden in ihrer Ausdehnung und ihren traurigen Folgen nur von denen im Jahre 1851 schrecklichen Andenkens über» troffen. Locales. — (Conduct der gräflich Nuersperg'fchen Kinder.) Der im besten Rufe stehenden ^eichenbeftal-tungsanstall des Herrn Doberlel wurde die feierliche Auf» bahrung und Bestallung der beiden jungen Grafen H u > bert und Franz Nuersperg übertragen. Die genannte Anstalt entfaltete bei diesem traurigen Anlasse neuerlich ihren reichen Pomp. vereint mit würdigem und verständigem Arrangement. Die beiden selig im Herrn entschlafenen edlen Zweige des gräflichen Stamme« Nuersperg ruhten am 2. und 3. b. in einem festlich beleuchteten Gemache be« Slerbehaufes unter einem prachtvoll aufgerichteten Balda-chin, gebettet auf frischen Blumen und bedeckt mit mehr als zwanzig duftenden Blumenkränzen, gleichsam schlafend in einem herrlichen Blumengarten. Taufende von Menfchen au« allen Gesellschaftskreisen besuchten das Trauerhaus und weihten den allzusrüh verwelkten ssrühlingsblUlhln eine Thräne. Die Särge wurden gestern nachmittags » Uhr in Gegenwart der nächsten Verwandten des gräflichen Hau» seS, in Gegenwart der anwefenden Trauergäste aus allen Schichten der Stadtbevöllerung nach kirchlicher Einsegnung, während welcher der Männerchor der philharmonischen Ne. sellschaft ein »letztes Lied" ertvnen ließ, gehoben und unter Begleitung von mehr als fünfzig Equipagen auf dem Friedhofe zu St. khristvs zur ewigen Ruhe bestattet. Dem glänzenden konducte folgte überdies trotz der ungünstigen Witterung ein großer Theil der hiesigen Vevvllerunß zu Fuß. 13 — igum städtischen Lotterieanlehen.) Die gemeinderälhliche Deputation, welche stch zu Ende des verflossenen Jahres in dieser Angelegenheit nach Wien be« gab, hat, wie uns mitgetheilt wild, bei den Herren Ministern eine sehr freundllche Aufnahme gefunden. Wenn jedoch em hiesiges Blatt die Nachricht bringt, es sei ihr von den Mlnistern die bestimmte Zusicherung gelnacht worden, daß die Regie« rung das laibacher Nnlehen im Reichsrathe demnächst ein« bringen werde, so mutz diese Notiz als eine Zeitungsente bezeichnet weiden. Die laibacher Deputation soll Wien mit der Ueberzeugung verlassen haben. daß die bedrängten finanziellen Verhältnisse Laibachs, welche außergewöhnliche Hilfsmlllel erheischen, an maßgebender Stelle entsprechend gewiirdigt werden, und daß sich ein Modus werde auffinden lassen, um der finanziellen Nothlage der Stadt eine Abhilfe zu verschaffen, ohne daß die Regierung bemUssigt ware, mil lhren ausgesprochenen Grundsätzen in Collision zu lreten. — (Der Hjer waltn ngsa uss chuß ) der Na> tionaldruckerei in öaibach hält am 9, d. seine zweite or» dentliche Sitzung ab; bei derselben wird die Neuwahl des Vorsitzenden vorgenommen. — ^Die Bant Slovenijai hat während der lurzen Heil ihres Bestandes »n der 3euer»Sectton dereilö recht ansehnliche, bedeutende Geschäfte gemacht. Der uns zur Einsicht vorliegende Geschäftsausweis vom 31. v. M. welst folgende Gestion aus: Polizzen wurden ausgefertigt 1931; direct« Versicherungen 3,618.090 fl., retrocedierte Versicherungen 2,296.470 st., Zusammen 5,914.560 ft. ö W.; an Prämien: bar 24.912 ft., in Wechseln 41.131 fl., zusammen 66.043 st.; hievon a" fttr Rückversicherungen 13.867 ft., Storni 2229 ft.; nnlhin rnue Prämie 49.947 ft. ö. W. Der Beginn de« neuen Assecuranziahres 1873, die bereits vorliegenden Anträge fllr das Neujahr, die mit allen Ländern der österreichisch' ungarischen Monarchie eingeleiteten Correspondenzen, die Sympathien, deren sich dieses Institnt vorzugsweise in den slavischen Theilen dcs Reiches erfreut, lassen e.ne recht ge« dechliche profpelierende Entwickelung dieses jungen Heimat« lichen Bantinstituies voraussehen. — (Im hiesigen Stadtarmenhause) befinden sich derzeit 86 Pfründner, 24 Männer und 62 Weiber. Der Senior des Hauses nennt sich Mathias Dröar, geboren 1780. — (Die Viehseuche) lst auch im lschernembler Bezirte auegebrochen; dem Vernehmen nach foll an der lroa-tischanstalt »vurdcu die nachstehend verzeichneten 15 Serie» gezogen, und zwar- Nr, 418. 501, 779. 120. 1802. 1307. 1732. 2604. 2812. 2824. 289«. 3511, 3881, 3!<16 nnd Nr. 3995. ?l»s dil-scn «.ericu »vuiden 50 «Alwinste in östcrr. Währ. gezogen, und zwar: fiel dcr Haupttreffer mit 2UU.UU0 fl. aus Serie :ll,I1 Nr, 27. S. 418 Nr. 24 gewinn! 4«.<»302 Nr. 10, 15, 45 und Nr, 86; S, 130? Nr, 8, 2«. 42. 71 und Nr. 88 ; S, 1732 Nr. 50 nnd Nr. 58; S. 2604 Nr. 91; T. 2824 Nr. 52 und Nr. 98; S. 2898 Nr. 28. 47 und Nr. 9'i; S. 35l1 Nr. >0; 2. 3881 Nr. 8; S. 391« Nr. 57 n,id 8»; und endlich S. 3995, Nr. 14, Auf alle üoilgcn in den obigen verloStcu 15 Sen«» enthaltenen und hier nicht besonder« c>usgcsührteu 1450 GcwinnNummcru der Prcl-micnscheiuc fälll d»r geringste G^lviunN no» je 190 fl, üslerr. Währ. Nächste Verlosung am 1. April. (1654er Htaats-Lose.) Vel der am 2. Jänner d, I. votgeuommenen 37, Verlosung der Serien der schuld' verschreibungen de« 4perceuligen Staat<>'l'otterie«?lnlkhens von 1854 wurden ^ie nachstehend verzeichne!,!!! 28 Hecien gezogen, und zwar: Nr. 78. 230. 325. 332. 591. 605. 1027, 1047. 1221. 1531, 1694. 1611. 1645. 1663. 1739. 1783. 1965.2031. 2356, 2424. 2643. 2794. 3044. 3171. 3467, 3488. 3635 und 3340 Die Verlosung der in den obigen 28 Serien enthaltenen 1400 Gewinn-Nummern der Staatsschuld-Verschreibungeu wird »m I April vorgenommen werden. Verstorbene. Den i?. Dezember. Franz Vrmlclli. Zwtlugliug, alt 44 Jahre, im Zwaugsarbeitshause Nr. 47 au Hiimoftloe. — «oolf Ureuc. t. l. Postprieftrilgerstind, all ii'/, Jahre, in der Gradischavorstadt Nr. 7 infolge Hypotrophie der Timusdrllse. Den 28. Dezember, Georg »jarnil. Stadlarbeiter. alt 62 Jahre, in der St. Petersvorstadt Nr. 47 au der Vungeuliihmung, Den 29. Dezembe r, Thomas ä'llnil. Taglühner, alt 38 Jahre, im Tivilspital an der Abzehrung — Josef Zadergala, Taglühuer, all 43 Jahre, im Livilspital infolge zufällig erlittener Verletzung. Den 30. Dezember. Maria Lerlml, Iusiitutsarme, alt 73 Jahre, im Versorgung«haufe Nr 4 an der ^,'ungenliihmung. Den I. Jänner. Georg Uranit, verzthrungsste»er,Veamte, 68 Jahre, Kapuzineroorstadt Nr 73, i?ungen!ähmung Thoma« Kogej, Schlossergesells, 66 Jahre, Cioilspital, Melcina, Dem Herll, l, l. Landesprästdenleu Alersnder Grafen Äueripera sein Sohn Hubert, 1 Jahr 11 Monate, und sein Neffe Franz Graf Auersperg. 2 Jahre 5 Mouate. beide an der Nachenbrsune. (T oblenftatistil.) Im Mouate Dezember siud 46 Per» fönen gestorben, 22 mä'lulicheu und 24 weibliche» Geschlechtes. Angekommene Fremde. D Am 2. Jänner, »»»«^ll «>«?s«n«. Zenutti, Vauunleruehmsl, und KUHI», Natschach. .^turz, Zahnarzt, Graz. - Svetec. Notar, Littai, Zwirn. Sagor. - Gräfin Varbo und Vlagne, Verwalter, Kroisenbach. Heut, Gerovo, — Veutscheg. Steiermarl. »»t«l «t»«>< HVl«„. Homann, Privat, Radmannsdorf. - Ionle, Gottschee. — Graf Pace, Jurist, Ponovit. — Koster, «fm., Wien. »«»«> «««»«»W»». Melur und Walteilsch. Nl>el«berg. - K Vauermann, Zwischcnwäfseru. ^ Pototuig, Kropp. > I»>»»,^«>,. Guerierl, Handel«rels., Italic», Polatel. Ober- finanzaufseher. Istrien. — Kerbo. Realitlllenbefiher, Oesterreich. 3Neleorologische Veoliuchwllgen m Laibach. 6U^Vlg. 739« 4- 8., SW. schwach lrilbe <7 S, 2 „ N. 740«o 4- 7» O. schwach Regen '^' 10.. Ab. 743« ^.65 NN. schwach Regeu "^" «tit früh Negen. Gegen Mittag Winddrehung nach Ost D»« Tagc«mitlel der Wärme -^ 7 5". um w 4' Über dem Nor male. Verantwortlicher Redacteur: Ignaz v. Kleinmayr Danksagung. In dem liefen Schmerze Über den herben Schicksal« schlag, der uns so unerwartet betroffen, konnten dir allseitigen Beweise herzlicher Theilnahme schon während dl's Kranlenlagers so wie auch beim gestrigen Leichen l degänssnisse unseres thcnren Sohnes ! Hubert Grafen Anersperg« »nd unseres qelicbten Neff.» ! Fraly Grafen ^uersperg uns nur aufs innigste rühren und wenigstens einigen ! Trost gewahren. W'ir filhlcu uns daher tief verpflichtet, l hicmit öffentlich dafilr unsern aufrichtigen Danl ans ! zusprechen, im besonderen auch den Herren Mitgliedern l des Ma'nnerckores der philharm. Gesellschaft für den l weihevollen Vrsang bei dem traurigen Alte der Vesta» l nmg. Laibach, am 4. Januar 1873, s Alex. Graf Auerspern nebst Gemahlin. 5ZH " ^ l» i^4> Wien 2 Jänner Die Bülse wäre vollkommen geneigt gewesen, die Hausse aufzunehmen, und gab dieser Tendenz in manchen Papieren lebhaftesten Nusdrucl, inSbeson-VOlskl)k!'!lt)l. der« wendete" sich auch einigen Aulagewerthen recht lebhafte Kanflust zu. indessen verschlimmerte» sich im Verlaust die Geldverhältnisse so bedeutend, daß ei» mehr al« beschwer» licher Report bewilligt werden mußte. Das drilckle die Curse. ________ 4. Allgemeine 2taat«schuld fur 100 fl Geld Ware Einheitliche Staatsschuld zu 5 ftCt. : ,n Noten verzinsl. Mai-November 66.70 66.W » „ « Febrnar-August 66.70 56.90 „ Silber .. Jänner Juli . 7090 71 10 „ « ,. «pril-Oltober, 70.90 71.10 «nlehenv.1839......307- 309.- .. „ >»54(4p ft. . 102.50 102.75 .. I860 zu 100 ft. . . 123.-- 124.-„ ,. 1804 zu 100 ft . . 142.25 142.75 Staats-Tomllnen-Pfandbriefe zu 120 fl. 0. W. in Silber . . ,15.25 ,15.75 ». Orunoentlastungs-Vbligationen sür 100 ft. Gtld Ware Vvhwtn . , zu 5 PL». »4.— 95. -Talizien . , , « 5 „ 7b.25 76, Nlldtrofttrreich . „ b ,. 94.- 95.— Obtroftnrtich „ 5 .< 90.- 9l.— «icbenburgtn . . ,. 5 „ ??.— 77.50 Etnermarl , . „5 ., 90.- 91.— Ungarn .... „ b „ 79— 79.50 «?. Andere öffentliche Anlehen. Geld Ware Donauregulierungs-LostznkpEl. -. , Ung. Eisenbahnanlehen zu 120 si. ü. W, Silber zu 5 pEt.pr, Stück 99.90 l. Ung. Prämienanlehen zu 100 ft. t). W> pr. Stück . 100.25 100.7b Geld Ware Wicuer Eommuualanlehen, rückzahlbar 5 Put, fllr KX1 ft. , 85. 86 -U. Actien von Bankinstituten Geld Ware «nglo-izfterr. Vanl . . 306.5,0 307.50 Vanlverein.......369.- 371. Vodtncreditanstalt.....275.- 280. Ereditanstalt für Handel u. Gew. 330.— 330.50 Eredilanstalt, allg. ungar. . . -.— .— Depositenbank......130.25 13).50 Escomptegcsellschaft. n . Lm.) 90.— 90.50 Ferd.-Nordbahn in Silber verz. 102.25 102.75 Frz.-I°s.-Vahn .. ,. „ 99.25 99.50 G.K.Ludw.V. i. S. verz. I. Cm. I00.30 101. 0eß«rr. ««dweftbahu . . . 97.50 97.7b Geld Ware Siebend. Vahn in Silber veiz. . 86.75 87. -Staatsb.G. 3'„l^500Fr. .. I.Cm. 127.- 127.50 Sübb. O. 37.. ä50l) Fr. ftr. Stllck 107,50 108. Südb. G. i^ 2C0 ft. zu 5«/. für IW st.........92.50 92.75 Slldb.-Von« 6", (1870 74) il 5)00 Fr. pr. Stück . . -.— .- Ung, Ostbahn für 100 st. . . 75.75 76.25 «. Privatlose (per Blllck), Gelb Wax Creditanstalt fur Handel n. Gew. zu 100 ft. ö. W.....189. - 190. Rudolf-Stiftung zu 10 si. . 14.75 15.25 «. Wechsel (3 Monate). Geld Nl„e Augsburg, für 100 fl. südd. W. 91.40 91.4<» Frankf. a.M, fllr ilX'ft.südd. W. 91.80 91.90 HllMburg, fl»r 10 > Marl Vanco —.— —.-London, sür 10 Pfund Sterling 108.50 105.6'' Paris, für 100 Franc« , . . 42.50 42.60 «t. <3ur« der Geldsorten. Geld Ware K. Münzducaten 5 ft. 10 lr. 5 fl. 12 lr NapoleonSd'or 8 ,. 68 ^ 8 „ 69z „ Preuß. Kassenscheine 1 „ S21 „ 1 « 62z .. Gilber ... 107 .. - ,. 107 „ 20 .. Kraimsche Grunbentlafiung« - Obligationen, Privalnstierung: 86.75 Geld, 86.» Vare.