Mittwoch den 29. Würz l87k. XV. Jahrgang. »>- .«arburg» b«>ung' K'-itag. Pr-'se — sür Rarbmg: gaiizjShrig S fl., halbjährig » fl., vi-rt«llahr>g 1 fl. »0 kl für Snsl-llun, ___^ Poftvtrse»d»iig: ganziShrlg S fl., halbiahrig 4 ff., viirt«ljöhrig 2 si. Jnsertionlgebilhr g kr. pr. geile. Atr Kchit im strierm. Landcsbvdgrt. Ii. Bei den erhöhten Ansprüchen, welche die Volksschule sowie die übrigen Zweige der Landesverwaltung an das Budget stellen, schloß das Präliminare pro 1877 mit einem Defizit von S00.000 fl., zu dessen Deckung eine Umlage von auf die gesammten landessilrst-lichen Steuern nöthig gewesen wäre. Hierzu kommt noch, daß zur Deckung lausender Ausgaben vom Grundentlastungssonde bei 500.000 fl. entlehnt wurden. Angesichts dieser Umstände und der bedauerlichen Erscheinung, daß die Einnahnien mit den Ausgaben nicht gleichen Schritt zu halten vermögen, sondern von dem Gesammt-ertrage der landessilrstlichen Steuern von 4,400.000 schon jetzt ein Ausfall von 400.000 sich zeigt, mithin die Steuersähigkeit in bedenklicher Weise abnimmt, hat der mit der Berathung des Präliminares beauftragte Fi» nan»-Ausschub namhafte Abstriche gemacht. Dieselben betreffen namentlich Straßen- und Flubuserbauten, Stipendien, Wohlthätigkeits-zweck« u. s. w. Hierdurch ist es möglich geworden, da für die unvermeidlichen höheren Bedttrsnifse im !!!geschichte des Tages. Die österreichisch . ungarischen Verhandlungen werden noch im Verlauf dieser Woche aufgenommen. Vor'm Beginn derselben muß noch der gemeinsame Voranschlag sestgestellt werden und zweifeln wir nicht, daß die Magyaren die günstige Gelegenheit benützen und durch großmüthige, großmächtliche Bewilligungen auf Kosten Oesterreichs Kapital schlagen wider Oesterreich. Das Vorgehen des dalmatinischen Landtag gegen Ljubissa wird von der Bevölkerung entschieden gebilligt und haben schon siebzig Gemeindevertretungen den amtlichen Verkehr mit dem Landeshauptmann abgebrochen. Wird die Negierung den Verfehmten jetzt entlassen oder welngstens eine Untersuchung betreffs der Land-tagsbeschwerden vornehmen? In Serbien hat die Kriegspartei die Oberhand. Da zum Känlpfen mit den Türken aber Geld gehört, so hat die Regierung ein Zwallgsanlehen von zwölf Millionelt Dinare (vier Millio,len achtmalhunderttausend Gulden österr. W.) ausgeschrieben. Die Waffenrüstung wird eifrig betrieben. Vermischte Nachrichten. (Zeitungswesen der Araber.) Die arabischen Volksstämme — hundert Mil-lionen Seelen — haben es bisher nur zu vierzehn Wochenblättern gebracht, welche in Egypten, Syrien, Konstantinopel, Bagdad, Bombay, Ayraam, Ganges, Aleppo, Tunis und Algier erscheinen. (Verschnupft und verraucht.) In Europa werden jährlich 141 Millionen Kilogramme Tabak erzeugt. (Lauter Ungar n.) In einer Pester Zeitung werden seltsame Klagen angestiinnU. Gelegentlich der Aufführung von Goldinark's Oper habe man sich auf die „Landsmannschaft" mit dein Komponisten so viel zugute gethaii; und wenn es dazu komme, thue man nichts, um ausgezeichnete Kräfte dein „Vaterlande" zu erhalten. In Stuttgart habe erst jüngst eiii „Landsmann", Alexander Uhl mit Name»», einen architektonischen Preis errungen. Die Astrono-meii Löwy (in Paris) und Weineck (in Berlin), der Orientalist Leitner, der Cheiniker Gerstl, Josef Hyrtl, der ausgezeichnete Literarhistoriker Hermann Klein, der Dichter Karl Beck, die Sänger Beck, Bigiiio und Fräulein Murska, die Schauspieler Sonnenthal. Barnay, Robert und Friedmann, die Musiker Doppler, Joachiin. Hans Richter, der Maler Lietzemeyer werden als Ungarn, also „Landsleute", reklamirt — weiin diese Unglücklichen aber zufällig in Ungarn lebten, sie würden als Deutsche, die sie ja sind, so sicher ziir „freiwilligen" Auswan-^derung gezwunge»», wie nur je ein deutscher I Eijeiibahnbeamter. Das Fortkoininen dieser be-jgabten Menschen wäre, wenn sie jetzt als > „Landsleute" nach Uiigarn kommen wollten, 'dadurch erschwert, daß sie die „Amtssprache Selliri«' to n. Kit' jchVtrstc Schiiiii. Von dem Ne»sasser der lieueii deutschen Zeitbilder. (Korisetzung.) Es konnte noch ein Stolz in ihm sein, noch einmal, in der letzten Stunde seines Lebens. „Mein Herr," sagte er strenge, „Sie siitd hier mein Richter, aber Ihnen steht nicht das Recht zu, mich zu schmäheu." „Sie haben Recht," sagte der Oberst nlit seiner schneidenden Kälte. „Wenden Sie sich an das Kriegsgericht dort." Er setzte sich ruhig wieder hin. Der Greis wiederholte vor dem Kriegsgericht sein Bekennt« niß. Er gab alle Einzelnheiten an, die es glaubwürdig machen inußten. Nur darüber, woher er die Schlüssel zu den geöffneten Gefängnissen erhalteil habe, verweigerte er entschieden jede Erklärung. Der alte Gefangenwärter wurde wohl unruhig dabei; aber der Greis warf ihm befehlende Blicke zu schweigen zu. Die Richter blickten den unrul)igen alteii Mann wohl fragend an; aber ihnen befahl der Oberst kiirz: „Es ist genug!" (5s verblieb bei dein Bekenntnisse des Greises. Das Verfahren war kurz. Das Gericht verurtheilte ihn zum Tode. Die anderen Angeklagten wilrden freigesprochen. „Ich bestätige das Urtheil im Namen meines Kaisers!" sprach siiister, niit fester Ltimnle der Oberst. „Das Urtheil werde vollzogen!" befahl der Vorsitzende des Gerichts. „Aus dent Platze vor der Hauptivache," befal)l der Oberst „Kann auch das Volk in dieser Mitternachtstlinde »licht uninittelbarer Zeuge sein, das Krachen »inserer Gewehre soll ihm doch verkiutden, »vie der Verrath bestraft wird. Die Wache trete unter das Gewehr und erfülle ihre Pflicht." Zwei Soldaten führten den Greis hinans. Er ging stolz in ihrer Mitte. Dies war sein letzter Stolz, der Stolz, daß er ergeben ein snrchtbares Schicksal lange ertragen habe, daß er es ii» einer Weise ende, »vürdig des Edel-»naiines ultd des (Generals. Der Adjutaiit des Reginlents war ihn» gefolgt. Der Ossizier der Wache »var vorausgeschrittei». Nach einer Minute lwrte tnati dratißen ei»i hall'lautes Komnlando. Die Soldatei» der Wache traten nnter das Geivehr. Noch eininal »vurde konlmaildirt. Zwanzig Schüsse fielen wie einer. „Es ist geschehen," sagte der Oberst zu den Offizieren, die mit it)»n zurückgeblieben waren. „Der Tod sühnt Alles, selbst seine TlM. Dieser Mann, n»eine Herren — erfahre», Lie es, damit Sie ein Beispiel sehen, »vie Verrath nnd Feigheit sich bestrasen — dieser V!a»»n, Edeln»an»i und Soldat — ich »leniie seine»» Na»nen nicht — war einer von je»»en Generalen, die nach der Schlacht von Jena schniachvoll die Festungen ihres Königs übergaben." Der Advokat Rohden und Elvire Kraje»vska »varen an de»n einsamen Landha»tse vor der Stadt angelangt. Es lag in nächtlicher Nnlie vor ihne»». Nur dasWoh»lzi»u»ner »varerleuchlet. Sie hatten es erwarten können. „Der Vater wird da sein," sagte Elvire, »n»d ihre Angst strafte ihre Hoffnung Lügen. Die HauSthür war u «verschlösse»». Sie gingen in das Haus und traten i»» das Wohti-zi»n»ner. Melanie war da. Sie war bleicher, als je. Aber ihr Gesicht war nicht von »vilder, Heller Gluth durchflogen, und der Blick ihrer Augen bohrte sich nicht stechend in einen» Winkel u»»d irrte nicht »nit dunkelglübel,de»n Feuer wirr umher. Ei»» »»»ildes, »venn auch zum Sterben nicht verstehen. Einen der Musiker, Hans Richter, hatten sie ja in Pest und haben denselben trotz der Landsmannschaft regelrecht hinaus-gebissen. (Freiwillige Feuerwehren in Nieder-Oe st erreich.) Nieder-Oesterreich zählt 1602 sreimillige Feuerwehren mit 7000 Mitgliedern. (Zur Geschichte des Steuerdruckes.) Die Grazer Gewerbebank führt Beschwerde über die drückende Steuerlast. Bei der Vorschreibung wird nicht der reine Ertrag der Anstalt, sondern die Größe des Verkehrs zur Grundlage genommen, so daß beispielsweise im Jahre 1875, bei halb so großem Ertrage des Jahres 1872, da« Sechzehnfache an Steuer bezahlt und dadurch allein schon der Ertrag fast ganz aufgezehrt wurde. ZNarburger Berichte. (Gemeinderechnung für 1875.) Die Rechnung der Stadtgemeinde Marburg für das Jahr 1875 ist seit 18. d.M. in der Amtsstube des Herrn Bürgermeisters zur Einsicht aufgelegt. Die Einnahmen (Abstattung) betragen 116,290 fl. 53 kr. und zwar: Kassarest.....691 fl. 49 kr. Interessen von Fondskapitalien 1758 „ 98 „ Interessen von Privatkapitalien 587 „ 78 Aufgenommene Kapitalien Möbelentschädigungen von Offizieren ..... Miethzinsen: Rathhaus..... allgemeines Krankenhaus altes Theater .... altes Krankenhaus Realschule..... ehmals v. Gasteiger'sche Realität Konduth'sches Haus . Gefangenhaus . . . . Keller des Bürgerspitals . Ländhütten-Antheil Pulverthurm und Wachthütte . Dampfmühle nebst Acker . Wohnung im MeßnerhauS Platzfammlungs- und Abmaßgefälle ..... Ländgefälle (innere Stadt) „ in Melling . Ländplatz-Zinsen . . . . Thesenweide..... 22000 — 800l) — 34 // 20 1824 78 / 2250 — 232 71 ,/ 61 20 338 — 1195 8 1956 »» »2 12 — 15 — 102 — 56 — /, 1800 — // 122 40 8246 40 700 — // 200 // — 123 — 97 — 34 fl. - kr. 350 „ ,, 5 v V 42 „ 44 „ 1197 „ 66 „ 243 „ - „ 18825 „ 44 „ 8931 . 85 „ 4600 „ — „ 7669 „ 60 „ 700 „ 6 „ 1550 „ — ^ 3532 „ 16 „ 552 „ 46 „ 311 „ 21 Acker beim Kadettenstift . städtischer Teich .... Draufischerei..... Thesenschotter .... Mauthäquivalent.... ärarische Durchzugsstraßen 20°/^ Zuschlag von den direkten Steuern..... 2°/g der Wohnzinsen 15<»/v von der Verzehrungssteuer sür Wein, Most und Fleisch 15^Vo von der Verzehrungssteuer, betreffend die Erzeugung und Einfuhr von Bier u. Branntwein ...... Heuwage..... Hundesteuer..... Ober-Realschule (1532 fl. 16 kr. Schulgeld, 2000 fl. Beitrag vom Landesfond) . Kotlkurrenzbeitrag für die Volksschule in der Grazervorstadt Konkurrenzbeitrag für die Schule in St. Magdalena zufällige Vorschüsse und Rückvergütungen .... Iaadvacht ..... Beiträge für die Kanäle . Beiträge für die Bürgerstraße Beiträge für die Bergstraße . Kirchenkonkurrenz - Beitrag für St. Magdalena veräußerte Realitäten Erlös für Effekten Strafgelder..... Rechnung«- und Mängelersatz . Zinsen für Militärquartiere, Ställe und Magazine . . Militär-Schlafgelder . Reluirung der Hausbesitzer, betreffend Einquartierung Verschiedenes .... (Schluß folgt.) (Landwirthschaftliche Filiale Ci l l i.) Diese Filiale hat die Auflösung ihres pom ologischen Gartens beschlossen. Die Bäume, der Zaun und die Werkzeuge sollen versteigert oder an die Volksschulen aus dem Lande ver schenkt werden. (Bei Einführung von Wein und Branntwein.) Vom Landtag ist der Stadtgemeinde Marburg die Bewilligung ertheilt worden, bei der Einfuhr von Wein und Branntwein eine Abgabe einHeben zu dürfen. 1216 „ 85 „ 5^ ,» „ 2264 „ 66 „ 100 „ „ 265 „ „ 800 „ — „ 1S57 „ 3 „ 572 „ 34 „ 210 „ 86 „ 152 „ 96 „ 2494 „ 81 „ 343 „ 6 „ 4653 „ 75 „ lS2 „ 32 „ (Hundesteuer in Pettau.) Dem/ Gesuche des Pettauer Gemeindeausschusses, die Hundesteuer von S fl. aus 5 fl. zu erhöhen, ist vom Landtage nicht entsprochen worden. (Lehrerkolle? turen.) Die Petition de» Bezirksausschusse» Windisch-Feistritz, betreffend Aufhebung der Lehrerkollekturen in Unter-PulSgau und Podgorfche ist vom Landtage nach dem Antrage de» Berichterstatters Herrn Dr. Sernetz mit Rücksicht auf die bestehenden Gesetze abgewiesen worden. (Straßenraub.) Die Eheleute Joh. und Emma Smolle in Schöpsendorf kehrten am 20. d. D!. zur Nachtzeit vom Markte in Windisch-Landsberg heim. In St. Hemma angekommen, wurden sie von zwei Strolchen überfallen und beraubt. Johann Sinolle, wel» cher sich zur Wehr gesetzt, erlitt gefährliche Verletzungen. (Einbru ch.) In St. Wenzel, Gerichtsbezirk Windisch-Feistritz, wurde zur Nachtzeit die Pfarrkirche erbrochen und stahlen die Gauner drei Altartücher und aus dem c^ufgespreng-ten Opferstock die etlichen Kreuzer, welche sich vorfanden. ^Verhaftung.) Der Leibnitzer Gens-darmerie ist's gelungen, jenen Gauner zu verhaften, welcher kürzlich im Schlosse zu Ehren« Hausen eingebrochen und eine Matratze entwendet. Derselbe ist ein Inwohner des OrteS — Florian B. — und hat beim Untersuchungs-gericht seine That eingestanden. (Kin de»leich e.) Im Bache zu Po -bersch, Gerichtsbezirk Windisch-Feistritz, wurde der Leichnam eines neugebornen Kindes ausgesunden. (Weinbauschule.) Der Hospitantenkur» für Obst- und Weinbau, welcher am Montag begonnen, dauert bi» 7. April und wird von 13 Hörern (12 Marburgern und 1 Cillier) besucht. (Schwurgericht.) Die jetzige Sitzung de» Cillier Schwurgerichte» wird bi» einschließlich 2. April dauern und kommen außer den bereits mitgetheilten Fällen noch folgende zur Verhandlung: Mord, Stephan Polaifcher, 1. April — Mord, Franz Pajk, 2. April — Raub, Anton Ofchitsch, 2. April. (Aus der Gemein destube.) Morgen 3 Uhr Nachmittag findet eine Sitzung des Gemeinderathes statt und kommen zur Verhandlung: Ansuchen der Sparkasse-Direktion um Vornahme der Wahl von sechs Ausschußmitgliedern aus der Gemeindevertretung — Amts-vottrag über die Stiftung des Herrn Karl mattes Lächeln umspielte ihre feinen Lippen, und ein klarer, stiller Glanz hatte ihre schönen Augen erhellt. So saß sie an der Seite eines hohen jungen Mannes, der sie mit seinen Armen umschlungen hielt und tief trauernd in das Gesicht sah, das dem Gesichte einer Sterbenden, einer glücklich Sterbenden glich. Sie hatten sich wiedergefunden, die beiden Liebenden, nach siebenjähriger Trennung, nachdem keines von ihnen in dieser ganzen langen Zeit nur ein einziges Mal die Hoffnung gehabt hatte, daß das Auge des Einen jemals werde wieder in das Auge des Andern blicken können. Sie durften sich liebend wieder in die Augen sehen, sie durften in alter Liebe wieder die Herzen an einander schlagen lassen. Auch in der alten Hoffnung? Der preußische Offizier, den der Greis be-sreit hatte, war der Neffe des Generals. Er und seine Kousine Melanie waren zusammen aufgewachsen. Äe hatten früh einander geliebt. Ihre Liebe war die innigste, herzlichste, sie war wie der Nerv und das Blut ihren Herzen hineingewachsen. Die Eltern hatten den Bund ihrer Herzen geftgnet. Da kam der unglückliche Tag von Jena. Ihm folgten die schmachvollen Tage jenes Ver» rath» und jener Feigheit preußischer Generale, die kaum ein edler hochherziger Tod wieder sühnen konnte. Der Neffe, der Verlobte seiner Kousine, selbst Offizier, Adjlltant seines Oheims, nannte den General einen Ehrlosen, warf ihln seinen zerbrochnen Degen vor die Füße, und entfloh einer Liebe, die er seiner Ehre opfern mußte. Er suchte den Tod in den Schlachte»» von El)lau und Friedland, später in dem Schill'schen Korps. Er fand nicht den Tod, aber eine furchtbare Gefangenschaft in den französischen Bagno's. Er ertrug sie. Was sollte er in der Heimath? Die Liebe war ihm verloren; sein Vaterland war von Frelnden geknechtet. Da hörte er von dem Wiedererwache'k des Geistes des Freiheit in dem deutschen Volke, von den Kämpfen, um die Freiheit des Vaterlandes wiederzuerobern, die fremden Unterdrücker wieder zum Lande hinauszujagen. Es litt ihn nicht inehr in den fremden Fesseln. Für sein Leben war wieder ein Ziel, ein hohes, edles Ziel da. Er setzte sein Leben an seine Freiheit, um es dann an die Freiheit seines Vaterlandes zu setzen. Er entkam. Er wurde wieder gefangen im letzten Momente. Er wurde wieder befreit von jenem Manne, an den die heiligsten Bande ihn fesselten, den er einen Ehrlosen genannt hatte, hatte nennen müssen, von dem er die Freiheit nicht hatte annehmen wollen, dem er für seinLeben nicht hatte danken können. Er sand die Geliebte wieder. Der Vater selbst hatte sie zu ihm geführt. Die Ueber-raschltng hatte sie nicht gebrochen, nicht den Körper, nicht ihren Geist. Ihr Körper war schon längst in seinem Lebenskeime zerrüttet. Aber in der Nähe de» Verlobten zog aus ein-nlal eine mächtige Kraft des Willens in ihre Brust ein, der ihr den Körper aufrecht hielt und den Geist erhob. Nur wenige Minutel, konnte der Geliebte bei ihr weilen, er sollte sie stark und kräftig finden. Sie erlag nicht den Anstrengungen, die es sie kostete. So fanden Elvire und Rohden sie. Elvire hatte des Unglück ihrer Schlvester gekannt, aber nicht seine Veranlassung. Sie war zu jener Zeit ein Kind gewesen, der man die Schande ihres Vaters hatte vorenthalten können. Man hatte sie später sorgsam davor gehütet, sie zu erfahren. Sie erfuhr durch flüchtige Worte die Wiederkehr und die nochmalige Befreiung des Geliebten ihrer Schwester. Die Angst des jungen Mädchens unl den Vater vermehrte sich. (Schluß folgt.) Reuter - Offerte wegen Vornahme der Repa-ratur, beziehungsweise Herstellung einer neuen Uhr im Stadtpfarrthurme und zwar: des Ferd. Jorgo, Andreas Berthold, Johann Zeiller, Paul Kalcher und Wenzel Czalaun — Rekurs des Herrn Johann Schenk gegen die ertheilte h. ä. BaubewiUigung vom 3. März 1876 — Friedhof-Errichtung in St. Magdalena — An-suchen des juridischen Unterstützungs-Vereines an der Universität in Wiell um eine Subvention — Statthaltereierlaß bezüglich der zur Genehmigung vorgelegten nach dem neuen Maße und Gewichte rektifizirten Markt- und Ländordnung — Zuschrift der Bezirkshauptmann-schaft Marburg rücksichtlich der Unterbringung des Aichamtes in einem der städt. Gebäude. (Weinbau-Kongreß.) Im September d. I. wird bekanntlich zu Marburg der erste allgemeine österreichische Weinbau-Kongreß abgehalten; das Programm ist bereits sestge-stellt worden und kommen folgende Fragen zur Verhandlung: Entspricht die jetzige Einrichtung und Thätigkeit der Weinbau-Versuchsstationen oder nicht? Welche Veränderungen, beziehungs« weise Erweiterungen bei denselben sind wün-schenSwerth, damit für die Praxis werthvolle Resultate gewonnen werden? — Welche Resultate haben die neuen Forschungen über das Leben, die Vermehrung, Verbreitung und Vertilgung der ReblallS geliesert? Ist die Anwendung des Reichsgesetzes wegen Vernichtung der Reblaus von hinreichendem Erfolge gewesen oder sind Abänderungen dieses Gesetzes wün-schenswerth? — Welche Zollsätze für die Ein-und Ausfuhr wären im Jntereffe der österreichischen Weinproduktion im Verkehre mit den Nachbarländern und den Zollausschlüssen wün« schenswerth? — Kann der österreichische Weinbau und Weinhandel durch Einführung beeideter Weinagenten unterstützt werden? Wäre es wünschenswerth, einen derartigen Versuch ^u machen? — Welche Erfahrungen sind über die erfolgreiche Verwendung von Salicylfäure, Thymel und Caslin in der Kellerwirthschast gemacht worden? — Welche Resultate haben die neueren wissenschaftlichen Untersuchungen über da» Reifen der Trauben ergeben? — Wie kann die Weinproduktion durch Assoziation kleinerer Weinproduzenten gehoben werden? — Welche Erfahrungen hat man in den letzten Jahren über die in den verschiedenen Kronländern eingeführten Traubensorten gemacht? — Welche Schutzmittel gegen den Frostschaden haben sich am besten bewährt? Theater Freitag den 24. März. — Fortuna und Jokus stehen offenbar im Bunde. Denn was bis jetzt noch kei,l Gastspieler errungen hat, haben die H G ottsle ben u. Sch les inger von der Komischen Oper in. Wien schnell gewonnen. Mit dem ersten Abende waren die leeren Bänke durchgebissen und fand daü zweite Auftreten der beliebten Gäste vor ausverkauftem Hause statt. Man gab die Possen: „Umsonst" von Nestroy, „Die 73 Kreuzer des Herrn Stutzelberger" n. „Schneider Fips" von Kotzebne und unter den so und so viel Hundert anwesenden Menschen, waren gewiß auch ebenso viele froh gemacht. Hr. GottS leben als „Pitzel". Das heißt den geborenen Hnmoristen zeigen. Mit so vieler Laune und neckenden: Uebernluthe auftretend, kann einem Künstler, der so reich ist, wie dieser, an natürlichen Gaben, eine allgemeine Verbreitung der Lust nicht nüßlingen. Dann die Meisterleistung des Hr. Schlesinger als „Fips", es konnte an Lachern gar nicht fehlen. Wir haben schon so manchen guten „Komiker-FipS" gesehen, Herr Schlefingerist einer der besten. Schmunzelnd oder knurrend wild, fröhlich oder betrübt, er war immer köstlich. Die Damen Durmont, Tscharnski und Wilhelnn, die Herren Holdig, Ichheiser und Kößler bildeten eine gediegene Folie für die glänzenden Spiegelbilder der Gäste und ist es bei dem regen Gange des Spieles natürlich, daß das Publikum fich im lauten Beifalle erschöpfte. Samstag den 25. März. — Auch an diesem Abende standen unsere lustigen Gäste Gottsleben und Schlesinger in der höchsten Gunst des allgemein angeheiterten Publikums: das Uebermaß der Lust, von welcher die beiden Komiker über« sprudelten, war auf die Zuhörer übergegangen. Der Modellsteher „Langwischer" des Hr. Schlesinger in Görners Posse „Madame Pothyfar" war eine Figur, die an vollendeter Natürlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Frei von aller Uebertreibung, zeigte Herr Schlesinger den reflektirenden Künstler und machte ihn doch wieder vergessen. Fraulein Fälschlein, die Herren Kößler und Jchheiser wirkten wacker mit. Namentlich Herr Jchheiser als „Tenorist Marko-vitz" erregte besonderes Interesse. Sein parodi-stisches Talent hat sich in Maske, Spiel und Gesang glänzend bewährt. Da er jedoch seine Parodie an dem noch im Verbände unserer Bühne stehenden Tenoristen Herrn Telle übte, so erscheint uns sein allerdings gelungenes Bemühen vor Allem als eine grenzenlose Taktlosigkeit, die wir mit Bedauern notiren. Herr Telle ist durch unsere Blaubart-Kritik genügend belehrt worden und hätte also dieser unzeitige Spaß füglich unterbleiben können. In Nestroy's Posse: „Der geliildete Hausknecht" hielt Herr lÄottSleben die Lachmuskeln der Zuschauer in steter Bewegung. Das Fett der guten Laune umgab diesen „N'nitsch" von allen Seiten, beschützte ihn, und ließ keine feindliche Minute durch. Man muß diesen Klassiker nur gesehen haben mit diesen sreundlichen Augen und diesem selbstzufriedenen Gesichte. — Die Tanzszene aus „Wiener Blut", darin Herr Schlesinger und Dame Herr Stein sich als graziöse Cancan» tänzer zeigten, machte den Beschluß dieser äußerst animirten Vorstellung. Sonntag den 26. März. — „Von Stufe zu Stufe", Charakterbild von I. Böhm. — Wir waren nicht anwesend, hören jedoch nur eine lobende Stimme über das gelungene Wirken der Herren Schlesinger und Gottsleben. Durch das nach allen Seiten belebend wirkende Spiel dieser Beiden gewann das hier schon oft gesehene Stück neuen Reiz und verließ das Publikum mit den Zeichen vollster Befriedigung den Saal. >»- » » Die vielbesprochene, äußerst liebliche Ope rette „Fledermaus" von Strauß geht wohlvorbereitet heute in Szene. — Sanlstag am 1. April hat Herr Kößler seinen Benefizeabend und gelangt Dorns Posse „Der große Krach" zur Aufführung. Letzte ^ost. Der Kärntner Landtag wendet sich an die Regierung und NeichSeath wegen Ge-bührendefreiung drr Norfchußvereine, welche niclit Gewinn suchen. Bei dl'N Gemeindewahlrn zu Laibach sind die Slovenen im dritten Wahlki>rper mit säimmtlichen Kanditat«n durchgedrungen. Der Statthalter von Dalmatien verhandelt init den obersten Becinlten der Herzegowina über die Heimkehr drr Flüchtlinge. Der ReichShauShalt Deutschlands (I87S) hat einen Ueberschuß von sechzehn Millionen Mark ergeben. Vom Nttchertisch. Grillparzer und seine Werke. Bon Bktty Paoli. (Stuttgart. I. G. Cotta.) Eine ganze Literatur ist seit dem 21. Januar 1372, dem Todestage Grillparzers, über diesen Dichter Oesterreichs geschrieben worden. In Zeitungen und Zeitschrislen, in Vorträgen und sogar in Schulprogrammen ist über den Dichter gehandelt worden, der, wenn man auch ein gut Theil des spät ausgebrochenen Enthu-siasmus auf Rechnung der Landsnrannschaft setzt und Grillparzer nicht gerade als den Uni. versal-Erben von Goethe-Schiller betrachtet, immerhin zu den hervorragendsten dichterischen Erscheinungen des Jahrhunderts zählt. Unter dem Wüste des ästhetischen, literar-geschichtlichen, biographischen und anekdotischen Materials hat sich eine Reihe von Aussätzen in der „Altgsburger Allgemeinen Zeitung" bemerkbar gemacht, welche Betty Paoli zur Verfasserin hatten. Diese Aufsätze sind nun in einer Broschüre im Eotta'scheil Verlage erschienen, und sie bilden gleichsam die unentbehrliche Einleitung zu der im gleichen Verlage erschienenen Gesammt-Auögabe der Grillparzer'schen Werke. Wir haben es hier weder mit einer Biographie noch mit einer Charakteristik des Dichters, vielmehr mit einer getreuen, verstälwniß-vollen Analyse der poetischen Werke Grillparzers zu thun, deren äußere Schicksale nebenbei auch verzeichnet werden. Betty Paoli folgt dem Inhalte der einzelnen Bände, skizzirt insbesondere die Dramen nach ihrem Inhalte, ihrer Tendenz, ihrem Aufbaue und macht auf die anziehendsten Schönheiten in denselben aufmerksam. Den Prosaschriften, den Abhandlungen, welche der Nachlaß enthielt, sind nur wenige Wort» gewidmet. Einige treffende Bemerkungen über Grillparzer's Stellung zu den Erscheinungen des Staatslebens, die sich der Verfasserin i'ei der Anzeige der Autobiographie des Dichters aufdrängen, werden allgemeine Zustimmung finden. Ausführliche Erzählung widmet Betty Paoli nur dem Besuche Grillparzer's bei Goethe in Weimar, der seinerzeit in einem Jahresberichte der Wiener Handels-Akademie von Einil Kuh zuerst erzählt, nachträglich in de« Dichters Nachlaß nach dessen eigenen Auszeichnungen behandelt gefunden und vielfach wiederholt worden ist. Mit einer warmen Anempfehlung der Grillparzer'schen Werke schließt die Schrist, welche der volle Ausdruck der Bewunderung einer selbst dichterisch hochbegabten Persönlichkeit für den Genius eines hervorragenden Poeten ist. Eingesandt. Hochverehrtes Theaterpublikunl! Indem ich mich für die nur bisher qe schenkte Gunst höflichst bedanke, wage ich ün-terthänigst zu bitten: Ein I. Publikum nwge gütigst mich in Schutz nehmen gegen die Chi- canen u nd Schmähu ngen, die man mir jetzt anch schon von der Bühne herab bereitet, wie e) iil der samstägigen Vorstellung von Herrn Jchheiser geschehen, um mich in der öffentlichen Meinung herabzusetzen. Gleichzeitig mache ich die ergebenste Einladung zu meinem Benefize, weichet' aul 4. April stattfinden wird, wozu ich die Offenbach'sche große nnd solideste Operette „Or-seus" gewählt habe und in welcher ich liier zun, letztennml sillgen werde. Hochachtungsvoll und ergel>enst, Leopold Tell, Opernsänger nnd en;. Mitglied des Leipziger Stadttl,eate'rs. Rm S« II. und hölicr sind für Schneider, Schuhm^^cher und für Näl,-tcrinntn mehrere Stück überbr.iuchte. noch ganz gut erhaltene Nabmaschiiien zu li.chcn bei ZU. S. ?rosol». (27Z Daiupf-u.Wliiliiciilllili in drr Kärntlirr-Vorltadt täglich vmi 7 llhr Früh bis 7 lihr Abends. 156 Alois Schmiederer. I Dis Lsksrtixtsn xsdsQ ^aokriodt von tism I ^klsdov ikrsr iüvixstxslisdten Butter, de^is-I kuQKSvsise LedvisKsrmnttsr unä Krossmuttor, äor k'rau MZ«tI»er IIs«r, ivslods äs? ^Ilmäetitixs naed ssinsm uusr-kortsodlicdsn ttatdsctilusse am 26. I. uw 2 lldr Isaekmitt^K im 63. I^sdölls^adrs in s.oiu desssrsg jenseits dsruksll dat. vis keil. Lsölsmnssssli vsräsQ Mttvood äsv 29. ä. um 9 Mr Vorm. in äsr Vor-staätptkrrlcirods Lt. I^aria. (k'rav^iskansrlcirods) xsIsssQ. Oiö Vsrbliedslls virä dem trommsv ^Q-äsuIesQ smpkodlsli. I^nrdurx am 26. ^Närs 1876. (369 Hliklaatz^, vr. ^Ivx Alllilautz!, al3 l'ocztitsr. als Lodvisßssrgodn. ^lvx. ^ckriennv Aliklaatzi, Lmmvrieli Alllelautik, als Llllisl. II. »teivrm. I^violtsna^ukdadruvsss- u. Vesräixunxs-^iist»It. IVttnK»»K«lIK. Den ivuizxstsll tiskstsu Oaulr^ saxs ioti im vixsQSll sovis im I^ameu sämmtlielisr Ver-vavätev ^llsll, ^elolis meine xsliebtesto, un-verAessliotlS loottter 2um 6i'al)s ^elsitstsn. ^ardurK am 28. ktärs 1876. StlnoiF (Äaiissi', ^a^istratamtftäisvsr. a »anltsagung. .^llov ^snöll, üis Siek au üsm I^eiodon-keKav^llisZ« ävr nun iu ()ott ruksväev ?rau l)stti6il^!oll, saxsn äöv t^er^Iiokstsu Danlc 873 Die trausrnäsu Hilltsrtzlivksllsv. Flir Pfcrdeziichter! Zwei k. k. Staatshengste, wovon einer engl. Halbblut, der zweite Anglo-Nornmnner Abstammung, sind bein: Gefertigten zu Zuchtzwecken aufgestellt. Was derselbe allgemein bekannt macht. Kranichsfeld» 28. März 1^76. 367 Franz Bothe. GW Httbsch-S gafftNs-itigeS unmöblirtes Zimmer wird mit 1. April auszunehmen gesucht. Auskunft im Colnptoir dieses Blattes. l365 Ankündianng. 366 Ich bringe hiemit zur allgemeiilen Kennte niß, daß ich mein verpachtetes Tchmiedge' schäft in der Magdalena-Vorstadt gegenüber des Gasthauses „Stadt Trieft" wieder selbst betreibe, und bitte meine geehrten Kunden Ani gütige Beachtung; ich werde bemüht sein alle Arbeiten auf das Billigste und Solideste zu liefern. Achtungsvoll _ Josef Koschitz, Schmiedmeister. Zün^ Pudel sind zu verkaufen in der Magdalena-Vorstadt, Perko'sches Haus._ _ (372 auk Credit-jose Wiener-Lost Gulden 4 ^/4 Gulden A und Stempel. 334 »OliÄO ZkRisain»!« n nur tt. I' g verkauft i^elnvilnn. I^aupt^treiksr: ^ I^au^ztiietser n. ^00,000 kl>r k»i>ilslkleii mill kesiker r«» tsIsMiispiereii. Zeit äen MuKsteu liaden »n ^er k. k. wiener Lörge papiere, ^ie: k^isendakn-^otieu, äeren ?rior!tätell, sovile k. k. Ltaatsaiileken äerartiß^e OourseiubuLsen erlitten (so ü. v. var nooli xsstsrn Lillzer-Rsots 71.10, keuts 69.60, . ^ n» ?apier.kent6 67.05, deute 65.25), UaLS LS tur ÄVN vesitser soloker Mekten, um luedt weitere deäeutenäe Verluste erleiäen «u müssen, ^üllsokens^ertk erselieiueu visseudaktest Auskunft. IloetiaolituQzZvoll ?,> Josst VatRi, Ksnii-Lommissjons- & lacssso-kesekm __^7'. 9. _ «> n s W ne Erzeugung I'llr äiö IÄlli^aws-Lg.isoii empLekIt SvdvMs llotäor - lliluäliwe ta »I ^ » v » a ^46 i« eizeieii NrliMlei zesrbeilele IIvrrvl»»^i»«H»xv neuester k^ayou, reiue Uolle von LOA. auk^. „ se1i^ar2 aus ?vruvien u. ^oskinx 22 „ „ Lein in sekr netten Muster» . . 25 „ in allen k^arden 11 „ „ aus braun, diau l^rievt 16 „ „ Ki««v«»5 grosse L.usv^ak1 .... 8 ^ frigvli angvkommon lUt«LtS, unä auslÄnäisetle k'adrilcate, deUedte Mster sinä stets NM I^a^er unä ^eräen .^nsü^e seknellstens oaek Aass »nKefertiKt. k'ür ^ute^tderei ^eäermann Karantirt, niekt passenäe kLIeiäer okne ^nstanä retour^enomwen oäer um^etausokt; so^ie in netter ^us^alil für ^eäe krösse . . . von 4 ü. aukvv^ärts. öunSuskaS susVzA H » >! Lokale zu vermiethen.^ In deln Hause Nr. 9 am Burgplatz ist ein sehr schönes Lokale zu vermietheu m^d sogleich zu beziehen. 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Kadliks Ge-schäftskanzlci erbeten.___(360 iir W Iln Meine garantirt gutgehende vergoldete llhr mit langerZ GKette tiestcnS zum Anfzieheli mit 1 Jahr Garantie ^ O»» ^khr schön emaillirte gutgetsendeZ »MKM ui)r mit bestem Werk sammtZ ^langer Kette._ eine lierzige Kiuder.Rcmvutoir.Taschenuhr^ ^ am Bügel aufzuziehen sammt Kette. ^ eine sehr schöne Chlnafillier-Taschenuhr mUh sehr gutem Werk, alle 24 Stunden zum Auf^ »;iel,eil sammt einer Uhrkette._ !» ft. dieselbe lllir feinst seuervergoldet mit einerz ^ seuervergoldeten Uhrkette. eine hochelcgaute Damenuhr feinst feuervergoldet mit Krystaliglaö und feinster vergol- Ödeten Halskette._ eiue hochelegante feinst gra« ^ virte Chinasilber-Zylinderuhr^ «mit KrystallglaS und lll^rkette. 5 Jahre Garantie. « fl. »o kr eine echt silberne geprobtes Zylittderuhr mit Krystallglat ^sammt einer Ulirkette. 5 Jahre Gar.intie. fl. 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