F Nummer 34. Petta», den 1. perember 1893. IV. I«,hrga«g. Pettauer Zeitung erscheint jeden 1., 11. uttD ?1. de» Monate« Preis fstr Peitau mit Zustellung in» Hau»: vierteljährig fl l —, halbjährig fl. 2.—. ganzjährig B, 4.—; mit PostVersendung im Inland«: Vierteljährig fl. l.10, halb,ähng fl 2.30, ganzjährig fl. 4 40. Vchriftlrit»»! itk Berwalt,»,: Max Ott, U»g«rth,rgaffr «r ö, ftttau. Handschriften werden nicht zurückgestellt Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht bi» längsten» fl., 19. und 2fl. jeden Monate». Veneral-vertrewng der .Pettauer Zeitung" für Sraz und Umgebung bei: Ludwig «ob SchS»h«fer i» fflraj, Spirgafle Rr. 5. Gemeindewesen. Selbstverwaltung. Die selbständige und selbstthätige Gemeinde-Verwaltung ist eines der wichligsten, staatsbürgerlichen. leider nicht immer nach Gebühr geschätzten Rechte. Die einzelnen Gemeindestatute gewähre» dem Steuerzahler eine, allerdings bedingte Antheil-nähme an der Verwaltung seiner Gemeinde und bieten bei entschiedener Behauptung der verfaffungS-gemäß verbrieften Rechte ohne Zweifel die Mög» lichkeit zu weiterer freiheitlicher und wohlfahrtlicher Ausgestaltung. Aber auch in dieser Beziehung üben Gemächlichkeit, Kliquenwirthschaft. sowie poli-tische Unreife und Gleichgiltigkeit ihren. daS wahre Wesen der Selbstverwaltung beschränkende» Ein« fluß. welcher nur zu häufig der eifersüchtig wach-samen StaatS-Bureankratie Thür und Thor öffnet. Bei den GemeiitdcrathSwahlen herrscht nahezu ausnahmslos persönliche« und lokales Streberthum und in den Vertretungen der einzelnen, namentlich großen Gemeinden treibt die Knchthurmpolitik ihre schönsten Blüthen. Wie oft läßt sich selbst der einfache GewerbSmann, der Handwerker um eineS vermeintlichen materiellen Vortheiles willen be» stimmen, die allgemeine Wohlfahrt hintanzusetzen und wie viel häufiger noch fehlen dem Durch- Die Fortbildungsschulen. Wie häufig die Mittagssonne von dem Nebel des Morgens jede Spur vertilgt, so können frühere Dunkelheiten durch ein jetzt hervortretendes geistiges Licht vollständig aufgehellt werden; in einer einzigen Stunde ist wieder zu erringen, kann dem Ver-gessen entrisse» werden, dessen Erfassung zuoor eine Woche, eine» Monat gekostet hat. Wäre eS demnach nicht eine Versündigung an der Jugend, wenn man die Jahre nach vierzehn in Betreff der Schule brach liegen ließe? daher muss, diesen Entwicklungsgesetzen entsprechend, eine neue Schul-stuse organisiert werden, die ihre eigene Ausgabe hat und ebenso ihre eigenen Lehrmittel, ihre Fort-führung und Lehrart. 6. Der intellektuelle Standpunkt der betreffenden Jugend. Der Durchschnitt derselben, so lehrt es lange Erfahrung, beziffert sich aus Mittelmäßigkeit. Tüchtige Begabung bei sehr wenigen, gute Anlage bei einigen, geistiges Zurücksein bei einem großen Theil. — ja Zöglinge der Fortbildungsschule werden viele, die eS in der Volksschule nie in die oberen Classen brachten. — Die aber mit mehr oder weniger Auszeichnung diese Schule durchwandert haben, bevölkern gerne die Bürger-oder Mittelschulen, in denen sie auf größeren Sistigen Erwerb zu hoffen haben. Also mit durch-nittlich mittelmäßig beantagten Schülern schnittswähler überhaupt die Begrifft vo» seinen Rechten und Pflichten! In dieser Beziehung wurde in unserer, sonst doch so ausklärungShungrigen und bildiingSverschwenderische» Zeit fast alleS versäumt. Der simple Unterthan hat alles Mögliche zu lernen, nur über das Nächstliegende, daS Wichtigste, über seinen Werth als Staats- und Gemeindeangehöriger bleibt er völlig im Unklaren. ES hat Zeiten gegeben, wo sich der deutsche Bürger, aüch der geringste, der mindest bemittelte, der Würde und der Bedeutung seine? Standes vollkommen bewusit war. das waren freilich die Zeiten der „finsteren Reaktion-; heute leben wir im Zeitalter des .Fortschrittes" und diesem läuft das bürgerliche SelbstbewusStsein schnurstrack« zu-wider. Heute ist der „Einfluß" maßgebend, der. aus verschiedenen Machtfaktoren im modernen Leben quellend, nicht immSt're'inl'ichen Ursprünge« ist. So sehen wir allenthalben in den Gemeinde« Verwaltungen vorwiegend Kasten und Persönlich-feiten schalten, während der Großtheil der Bevöl-kerung gleichgiltig oder murrend, steuerzahlend aber unmaßgeblich abseits bleibt. Nur während der Wahl macht sich zumeist eine erhöhte Theil-»ahme bemerkbar; nur wenn ein zündende« Schlag-wort fällt, rüsten sich die Massen zum Kampfe, ohne jedoch jemals zu siegen. Immer wieder sind es hat es die Fortbildungsschule zu thun. In der Regel steht bei solchen die Lernlust und der Lern-eiser nicht in der Blüte; ihr Streben und Arbeiten verläuft i»'S Langsame, oft in'S Träge und Widerwillig?. Es darf daher die Fortbildungsschule in ihre» Forderungen das Maß der Bescheiden-heit nicht überschreiten; denn auch bei bescheidenen Forderungen bleibt daS Resultat nicht selten hinter de» gehegten Erwartungen. Vermöge dieser Erscheinung nun glaube» viele sich berechtigt, der Fortbildungsschule alle Lebensfähigkeit abzu-sprechen und daS Institut auS der Reihe der Schulanstalten zu streichen. Wir aber meinen: Gerade, weil die fraglichen Schüler sich auf der Stufe der Mittelmaß gleit befinden, so liegt darin ein stärkerer Ben 'ggrund, die Lebensfähigkeit der Fortbildungsschule zu er-höhen, ihre Organisation zu vervollkommnen; denn alle diese Schüler könnten am wenigsten Mittel und Wege entdecke», privatim der Fortbildung zu pflegen. Auch diese junge» Leute leben in den oben charakterisirten schwierigen Zeilverhältnissen; auch sie müssen sich in dem Lebensstrom orientieren ?önnen; eine Vernachlässigung derselben wäre nach dem eine doppelte Sünde: Darum für sie gute Fortbildungsschulen. 7. Der sittliche Standpunkt dieser Jugend. Ein Lehrer bemerkte dieSsallS: „Die Schüler der Fortbildungsschule sind mit geringer Ausnahme ungeschickt und zeigen sich unlenksam, persönliche, höchstens lokale Wünsche, Bedürfnisse, Empfindlichkeiten und Kleinigkeitskrämereien, welche der „politischen" Bewegung Nahrung geben und schließlich dem geschickteste» Kandidaten das „Ver-trauen" seiner Mitbürger sichern. Die Selbstver-waltung der Gemeinden besteht mehr oder weniger zu Recht, die Ausübung derselben aber lasst daS meiste zu wünschen übrig. Zum Eiseubahntag. ES ist eine allseits bekannte und schon viel-fach erörterte Thatsache, dass die Haupte« nnahmS-und Erwerbsquelle unserer Bevölkerung, der Wein» bau, durch die verschjedenen Elenientarereignisse, namentlich aber in Folge d-r furchtbaren Verheerungen. welche die ReblauS in unseren Herr-lichen Weinbergen anrichtet, zu versiegen droht und dass der einst so blühende Wohlstand der Stadt-und Landbewohner von Jahr zu Jahr abnimmt. Obwohl der Staat und das Land daran geht, Mittel und Wege zu fiudei», um dem Nieder» gange der Weincultur zu steuern, so reichen diese Mittel noch längst nicht hin, die schweren Ver> luste, die unsere Weinbautreibenden durch die Ent-Wertung der Weingärten erlitten, auch nur theil-weise zu decken und es dürften viele Jahre ver» gel)en, ehe die Weingärten wieder ihre» früheren Wert erreiqen und auf ihre einstige Ertrag«» fähigkeit gebracht sein werden. Unser Weinbau ist aber nicht nur durch die auflehiiungSsüchtig, unbändig, trotzig und unfleißig. Respect und Autorität sind ihnen unbekannte Dinge. Durch solche Zeugnisse ist die Thatsache constatirt, dass im Thun und Lassen der jungen Leute, welche die Fortbildungsschule bevölkern, etivaS Ungenügendes und Unbefriedigendes liegt. Der Contrast tritt um fo greller zu Tage, da solch' betrübend« Wahrnehmungen an den Knaben gleichen Alter», die die Bürger- oder Mittel» schulen besuchen, gar nicht oder nicht in dem Grad« geinacht werden. Welche sind die Gründe dieser Erscheinungen? Der erste Grund mag sein die immer noch sehr mangelhafte Organisation der Fortbildungsschule, der zweite: Die Herstammung ihrer Leute auS den mehr ungebildeten Volksständen und aus der Classe der Armen sdie besser situirten Knaben besuchen weniger die Fortbildungsschule) der dritte: Die große Veränderung, die in der physisch«» Entwicklung eintritt; der vierte: Dass in Folge d«r mittelmäßigen intellektuellen Begabung die physische Natur. daS sinnliche Wesen über den Geist stärker dominiert. Mit Rücksicht auf die drei letzten Gründe redet man ja vo» Flegeljahren, über welche Lehrer, Erzieher und Pädagogen uu» gefähr folgendes Bild entwerfen: ..Nach beendigten AlltagSschuljahren. oft schon früher, treten bei den Kindern beiderlei Geschlechtes, jedoch besonders auffällig bei d«n Knaben, Erschei» nungen zu Tage, welche daS Charakterbild deS Kindes auffallend verändern. Man bemerkt an Elementarereigiiisse arg gefährdet, ihm droht eine noch viel größere Gefahr und zwar durch die immer fühlbarer werdende italienische Weincon» currenz, zu der sich in einigen Jahren auch »och die ungartsche Eoncurrenz gesellen wird. Ange-nommen, dass unsere Weingärten wieder ertrag«-fähig hergestellt sind, so wird die» erst der Fall sein, wenn die schon vor mehrere» Jahren im großen Style neu angelegten ungarischen Wein» gärten den Höhepunkt ihrer Ertragsfähigkeit erlangt haben, die Massenproduktion in Ungarn wird zweifelsohne unsere Weinpreise drücken und wir werden mit den Erträgnissen der Weingärten ziemlich auf dem gleichen Standpunkte wie jetzt stehen. Ob die bisher vom Staate und vom Lande zur Hebung unseres Weinbaues eingeleitete Action von besonderem Erfolge fein wird, bezweifeln wir, denn waS nützen noch so viel amerikanische Reb-pflanzen, wenn dem Weinbauer oder Weingart-besitze? daS nöthige Kapital zur Neu Herstellung des Weingartens mangelt? Wo soll derselbe da« Kapital auch hernehmen, wenn ihm die Erwerbs« quelle fehlt? etwa durch Aufnahme von Dar-lehen, die er schließlich und endlich doch nicht rückzahlen kann, selbst wenn ihm dieselben durch eine Reihe von Jahren zinsenfrei gewährt werden? Unsere Bevölkerung bedarf eine? ausgiebigen rationellen und raschen Hilfe, die ihr nicht nur durch die bis jetzt getroffenen Maßregeln und auch nicht durch Gewährung von zinsenfreien Darlehen, sondern lediglich durch größere NothstandSbanten geschaffen werden kann. Wen» sich der Wei»garten-besitze? daS zur Neuherstellung der Weingärten nöthige Geld mit Nebenbeschäftigungen verdient hat. und sich seine finanziellen Verhältnisse ge-bessert haben, dann wird er an die Neugestaltung feines Weingarten» mit Erfolg schreiten und a»ch die ihm dadurch entstehenden neuen Lasten leichter ertragen können — früher iedoch niemals. Der Bahubau würde sowohl dem GewerbS-manne, als auch dem Landmanne hinreichende Arbeit und Verdienst bieten und die brotlos ge-wordene arbeitende Elaste auf Jahre hindurch beschäftigen. Von welch' großer wirtschaftlicher Bedeutung für uns und daS Land ein neuer Schienenioeg, der »nS einerfei# mit den nahen Kohlenwerken in Eroatien und aus kürzestem Wege mit Bosnien, Herzegovina, anderseits mit Böhmen und dem Deutschen Reiche verbindet, sein kann, lässt sich heute nicht ermessen, dass Eine steht fest, dass wir einem nennt Leben entgegengehen würden und dass sich uns neue EinnahmS- und Erwerbsquellen erschließen würden. ihnen etwas Unleidliches. Widerstrebende«; sie nehme» ein freiere«, trotzigeres, in vieler Bezie-h»»g rohere» Wesen an. als ihnen zuvor eigen war. Ähnliche Erscheinungen zeigen sich schon bei dem Übergänge der Kindheit in das Knabenalter; auffallender äußert sich jedoch diese Veränderung, wenn beide Geschlechter in die sogenannt e n Entwickelungsjahre eintreten, mit welchen diese Erscheinungen in genauem Zusammenhange stehen. In dieser Periode entsteht in dem OrganiS-muS eine gewisse Unruhe von dem Erwachen neuer Reize, eine Art Gährung. eine Unbestimmtheit der »traft, welche sich noch mehr in daS Innere zurückzuziehen scheint, gleichsam um so im (leiste, wie im Körper an Festigkeit zu gewinnen. ES ist eine Art Vegetieren, nicht selten bei Kindern die sonst einen guten Kopf haben, von dem A »scheine von Dummheit begleitet. Die Kinder wiffen dann nicht recht, was sie wollen und man weiß auch wenig Rechtes mit ihnen anzufangen. Bei den Knabe» ist daS abstoßende Betragen zu dieser Zeit oft auch eine Nachahmung der Ungezogen-heiten anderer, die an der heranwachsenden Jngend immer ihre Bewunderer finden. Diese sehe» in dem unwirschen Benehmen einen heroischen Zng, einen rühmlichen Muth, der seinem Besitzer in ihren Augen eine gewisse Wichtigkeit verleiht. So lange sich Kinder und Zöglinge in dem bezeichneten Stadium befinden, haben Eltern und Lehrer eine schwierige Stellung, wenn nicht die — 2 — Mögen eS die Vertreter aller Stände. Bezirke und Gemeinden nicht versäumen, sich rechtzeitig und thatkräftigst für die Verwirklichung des Bahn-bauprojekteS einzusetzen, und hoffen wir, das» am Eisenbahntage ausgesprochenen Wünsche von der Regierung nicht unberücksichtigt bleibe» und das« uns bedrängten Unterthan-m der südöst-lichen Steiermark mit der Verwirklichung de» BahnbaueS eine bessere Zukunft gesichert wird. Pettauer Nachrichten. (lakafooo.) Bei der stattgefundenen Gemeinde-vorsteherwahl wurde der Realitätenbesitzer Herr Johann Drofenigg in Topole zum Gemeinde-Vorsteher. Herr Franz Ogrifeag. Gru»dbesitzer in Ober-Takaüovo und Herr Joses Tschebular, Grundbesitzer in Unter-Seüovo, zu Gemeinde« rächen gewählt. (Untrr-ärfsuo.) Bei der stattgefundene» Gemeindevorsteherwahl wurde der Realitätenbesitzer Herr Gregor Berzko zum Gemeindevorsteher und die Grundbesitzer Herr Anton B l a fi n a und Herr Johann Schmidt zu Gemeinderäthen gewählt. (Zaitrovrr.) Bei der vorgenommenen Ge-meindevorsteherwahl wurde der Realitätenbesitzer Herr Thomas Kolaritsch zum Gemeindevor-steher und die Grundbesitzer Herr F. Pokrinvatsch und Herr Johann M a j z e n zu Gemeinderäthen gewählt. (Änirrnngrn im Schulfache.) Vom f. f. LandcSschulrathe wurden ernannt: Der definitive Unterlehrer Herr Josef Raisp in Studenitz {um definitiven Lehrer in Frieda», der definitive lnterlehrer Herr AloiS Pogrujc zum definitiven Lehrer in Haidin; — als Lehrerinnen weiblicher Handarbeiten angestellt: Die Oberlehr,r«gattin in St. Lorenzen am Draufelde Frau Mathilde S ch o r n an der dortigen Schule, die Frau Mathilde Hwirn an der Schule in Stoperzen, Frl. Mathilde Zwirn als Unterlehrer-Supplentin Übersetzt wurden die AMihilfSlehrer: V. Windisch von Zirkowitz nach St. Lorenzen ant Draufelde, Georg Vaupotiö von Hl. Geist nach St. Andrä in Leskovetz, Gestorben ist der seit mehreren Jahren im Schulbezirke Pettau an verschiedenen Schulen, seit 2 Jahren an der Schule St. Andrä in LeSkovetz in Verwendung gestandene Aushilfslehrer Anton T o p o l o v e c. Die bisher 2«clafsigen Schulen in St. Lorenzen am Draufelde und St. Wolfgang bei Polstrau wurden zur 3-claffigen erweitert und je eine Lehrerstelle fystemisirt. Erziehung während der früheren Jahre darauf berechnet war. den Eintritt dieser Krisis zwischen dem Kiiaben- und Jünglingsalter zu mildern und dadurch einen gutartigen Verlauf zu sichern. Der junge Mensch will im Gefühle seiner wachsenden Kraft sich emanzipieren: er versucht zu thun. waS man ihm bisher als schädlich bezeichnet hat; er raucht Tabak, obschon eS ihm erschrecklich übel macht, er trinkt, wenn er auch keinen Durst hat und ihm daS zu viel Genossene noch so schlecht bekommt. Auf wohlmeinende Vorstellungen ant-wortet er gewöhnlich grob und ttotzig, er hat immer recht und gefällt sich iu einem widerspenstigen ungehobelten Betrage». Sorgfältig erzogene, an Gehorsam und Bescheidenheit gewöhnte Kinder pflegen gewöhnlich weniger oder doch nur un-merklich unter dem Einflüsse dieser Naturver-änderung zu leiden und die auf ihre Erziehung verwendete Sorgfalt erspart Lehrern und Eltern manche Sorge, manchen Verdruß und viele Unan-nehmlichkeiten. Viele junge Leute leiden dagegen jahrelang an dieser Krankheit und manche, bei denen die Rohheit und Unbvtmäßigkeit schon vor diesen Jahren zur Blüte gediehen ist. pflegen ihr Leben lang nicht a»S den Flegeljahren herauszukommen." — Unbestreitbar Hot dieses Bild seine wahrheitS-getreue» Züge und eS ist in Bezug auf die Fort-bilduiigSschule sehr zu beachten, denn gerade die jungen Leute, bei deneit die Flegeljahre ziemlich stark hervortrete», sind ihie Recrute». Ich frage: itauMlerncht.) Der Tanzlehrer Hm Also»» Eilenti au» Tilli ersucht un» mitzu-theilen, dass er den aiigekündeten Tanzcur» mit 15. December l. I beginnen wird; etwaige An. Meldungen werden au» Gefälligkeit in der Schrift, leitung und Verwaltung unseres Blatte« entgegen ge-nommen. Der TanzcurS umfasst 18 Lettionen (36 Stunden), der Unterricht erstreckt sich auf alle modernen Gesellschaftstänze,al« Rundtänze: Polka frany., Polka Mazur, Polka schnell, Schottisch.Polka, KörSchottisch. neuester Sech«schritt>Walzer, sowie Quadrille und Lancier es a la cour. (jIjcatrrnachrichtfn.) Nach achttägiger Pause, welche von der Direktion dazu verwendet wurde, um die Gesellschaft mit neuen Kräften zu besetzen, öffneten sich die Pforten unsere« Musentempels wieder. Man gab das Lustspiel „Epidemisch" von Dr. Schweizer. Obwohl das Lustspiel schon etwas veraltert ist, da der Stoff hiezu deni schwindel-haften Börsentreiben in den Siebziger-Jahren ent-nommen ist, so wirkte eS durch feine gutgezeich-neten Figuren und feine SituationS-Komik noch immer erheiternd und gefiel auch diesmal. Bon den neuen Mitgliedern, welche un» vorgeführt wurden, erwähnen wir in erster Linie Frl. S a n d o w (Minna.) welche sich als eine sehr achtungSwerte verständige Schauspielerin mit gefälligen Manieren, dezentem feinen Spiele präsentierte. Nicht so glück« lich erwie« sich Frl. Vry(Trna.) die junge Dame ist jedenfalls noch totale Anfängerin, was wir wohl nicht so hoch anschlagen würden, allein sie besitzt einen Zungenfehler, welcher im Vereine mit einer monotonen mitunter überhasteten Sprech-weise und unschönen und eckigen Bewegungen der Hände und Füße wohl nicht geeignet ist, der Dame ein besonders günstiges Prognostikon für die Zukunft zu stellen. Ihre Vorgängerin, Frl. Forst, gefiel uns entschieden beffer. trotzdem auch sie ein Neuling auf den Brettern war. Bon den bekannten Kräfte» machten sich noch Hr. Saldern. Hr. Högler, Frau Saldern um das Gelingen der Vorstellung besonder» verdient, über den Remplacanten de» Liebhabrrfache«. Herrn Schmidt, können wir noch kein enbgiltige» Urtheil fälle», jedoch erwie« sich derselbe al« ein talentirter junger Mann mit hübschem Organ und lebhaftem Spiel. Wir tonnten mit feinem Lieutenant Seldenek alle» in allem zufrieden sein. Samstag den 25. November gab man wieder eine Novität u. zw. das im Wiener Volktheater beliebte und oft gegebene Volksstück „Lolo'S Vater." von L Arronge, dem Verfasser von „Mein Leopold", mit welchem Stücke auch daS vorliegende eine Wäre eS nicht eine unverzeihliche Vernachlässigung der Erziehungspflicht, wenn man nicht auf eine möglichst gute Organisation der Fortbildungsschule Bedacht nähme? Könnte dann nicht die Ver-wilderung der Jugend zu einem verheerenden Waldstrome erwachsen? 8. Die Unzulänglichkeit deSEltern-Hauses, ES ist auch eine ziemlich konstatirtc Thatsache, dass die Eltern, aus deren Häusern sich die Fortbildungsschule recrutirt. ihren in den Flcgeljahren stehenden Kindern nicht mehr ge-wachsen sind. Diese verstehen eS gewöhnlich, jenen »aS Regiment zu entwinden; die Eltern geben sich auf. sie lassen sich regieren; die Furcht vor dem jungen brausenden Blute bemächtigt sich ihrer: Die Jugend ist thatsächlich souverän. Oder ist e« nicht ein Dokument der elterlichen Unzulänglichkeit, wenn Bater und Mutter sich [um Lehrer flüchten (eS geschieht die« oft.) ihm >aS Klagelied über die Unbändigkeit ihrer Kinder innen und ihn ersuchen, diese doch recht zu züchtigen und zu strafen, da ihre, der Eltern erzieherische Maßregeln ohne allen Erfolg seien: wenn die gleiche» Eltern dann über die böse Welt ein Lamento erhebe», in der eS nicht mehr auszuhalten sei? Da m»s« die Fortbildung«-chule Handreichung thun. große Ähnlichkeit hat und ebensogut .Meine Solo' heißen könnte! Hier wie dort der schwach« Vater, der den Liebling verzärtelt und schließlich dafür von ihm mit Undank belohnt wird. Dort ist e« Leopold, hier Charlotte .Lolo" genannt. Wir müssen gestehen, dass un« „Mein Leopold" besser gefällt; denn außer einer großen Fülle von gut gezeichneten Charakter-Figuren besitzt e» vor allem einen versöhnenden, befriedigenden Abschluß, wa« in „Lolo'« Vater" nicht der Fall ist. Von dem Momente an. wo die »„gerathene Tochter daS Elternpaar auS dem Hause weist, erfahren wir nicht« mehr über ihr Schicksal. Dem schwachen Vater, welcher bei weitem nicht so gelungen ge-zeichnet ist al« der alte „WeigÄ", hat der bekannte Wiener Darsteller D. Tyrolt dadurch eine amüsante Färbung gegeben, dass er die Rolle im böhmisch-deutschen Dialekte spielt. Herr Direktor Reiß, welcher die Rvlle hier spielte, erntete für seine gelungene Copie mehrfachen Beifall. Recht brav war auch Frl. S a n d o w ^Hedwig) und Herr Schmidt iC. Reumann), der unfer voriges günstige« Urtheil in dieser Rolle bestätigte. Herr Herzfeld (Bojatzky) mitritte etwa« zu sehr und wurde dadurch monoton. Die Rolle verlangt eine feinere, dezentere Nilancirung. Frau Reiß, welche die undankbare verzärtelte „Lolo" spielte, schien uns nicht so recht in ihrem eigentlichen Fahrwasser und wusste diesem schon von vorneherein unsympathischen Charakter keine versöhnenden Momente abzugewinnen. Befriedigend waren noch allenfalls Herrn Münster'S Leistungen als „Hilger". Die übrigen Rollen sind unbedeutend; im allgemeinen konnte man mit der Vorstellung zufrieden sein und bewies die« auch das Publikum durch mehrmalige VeifallSspenden und Hervorrufe. Lobend müssen wir auch die Inszenierung des Stückes durch Regisseur Herrn Högler erwähnen, welcher diesmal „unsichtbar" wirkte. Wenn wir noch der sonntägigen Ausführung von „Dr. Faust« Hauskäppchen" Erwähi.uug machen, so geschieht die«, weil in demselben daS Höchstmöglichste im Nichtmemorieren der Rollen geleistet und diese gute alte Posfe dadurch auf eine schauderhafte Weise verstümmelt wurde, denn außer Hrn. Salder», der sich un« bi» jetzt in jeder Vorstellung als fleißiger und gewissenhafter Schauspieler prüfen-tirte und uuserem alten „Högler" war auch nicht eine« von den Darstellern und Darstellerinnen der Rolle mächtig. Mit derlei Vorstellungen wird Herr Director Reiß daS Publikum wohl nicht zu zahlreichem Besuch der SonntagS-Vor-stellungen animieren. — Nachfolgend theilen wir das Theater-Repertoire für die nächsten Tage mit: SamStag: „Die berühmte Frau". Lustspiel, Sonntag: „Die Österreicher in Bosnien", große» Volksstück, Dienstag: „HasemannS Töchter". Lustspiel. (Gemtindrrathswahlkn.) Laut Kundmachung des Stadtamte« finden die Reuivahlen de« Ge-meinderatheS für die nächstfolgende dreijährige FunctionSperiode am 3.. 4. und 5. Jänner statt; und zwar für de» 3. Wahlkörper am 3. Jänner Vor- und Nachmittag, für den 2. Wahlkörper am 4. Jänner Vormittag und für den 1 Wahlkörper am 5. Jänner Vormittag. Die diesmaligen Ge-meinderathSwahlen dürften sich besonders lebhaft gestalten, da in de» Wählerkreisen schon derzeit eine rege Antheilnahme zu bemerken ist. (Lahnd-u purkla Pettan-Srapiua.» Obwohl bisher noch nicht Bestimmtes über die Trace der in Frage stehenden Bahnlinie vorliegt, dürfte eS unsere Leser vielleicht interessieren, die Richtung der Linie zu erfahren, wie sie von der General° bauunternehmung vorgeschlagen wird. Die Bahn-strecke soll von Unterpnrkla abzweigen, von dort, über DonerSdorf in einer geraden Linie die Ortschaft Schöpsendorf berührend, bis an den Fuss des Windifch-Bühler Gebirges, bei Nassau und dem Wätschkoberg vorbei durch die Berg-schluchten bei St. Benedikten und Hl. Drei-faltigkeit führen. In der Mitte de» Thal?» bei St. Andrä W. B. und Wisch übersetzt sie die Pösnitz, geht über Destinzen, Juvanzen, Unter-Velovlak, Patzing nahe Dornau und bei Podvinzen vorbei, durch Ragosnitz nach Pettau. Am rechten Drauuser würde sie von der Südbahn bei H a i d i n abzweigen, bei Schwaben-dors vorbei, nach Markeldorf, Jurovec, durch die Bergschlucht nach Neuki rchen, Matzelj und durch die Schlucht deS Matzeljer Gebirge» be: Ojurmancc nach Krapina gehe». Die Gegend durch die Windisch-Büheln hat einen herrliche» malerischen Reiz und würde, sobald sie von einem Schiencnstrang durchzogen ist, gewiss von vielen Sommerfrischlern aufgesucht werden, namentlich die zwei herrlich gelegenen Ottschasten St. Leonhardt und Hl. Dreifaltigkeit; lrtztere» ist ein bekannter, von der ländlichen Be-völkerung viel besuchler Wallfahrtsort, der alljähr-lich von mehreren taufend Wallfahrern ausgesucht wird. Die Trifailer Kohlenwerks Gesellschaft. welche die Kohlengruben in Krapina besitzt, wird aus dem Ejsenbahntage durch den Bergverwalter vertreten fein. (Handels- und Sewerbeitammer-Wahlru.» Die Gewerbevereine in Cilli, Marburg und Pettau habe» als neuen Candidaten für die Ersatzwahlen der Handels- und Gewerbekammer Herr» Josef Ornig nominirt. ES ist sehr wünschenswert, dass unsere Stadt und unser Bezirk in der Handel»-und Gewerbekammrr wieder vettreten sein würde, da eine bedeutende Anzahl Handels- und Gewerbe-treibender wohl ihre Beiträge zur Kammer zahlen, dagegen gar keine Vertretung in derselbe» besitzen. (Vom k. K. Postamt?.) Bekanntlich übersiedelt da« k. k. Postamt kommenden Herbst in da« vom Pettavec Vorschußvereine in der Ungarthorgasse eigen« für den Zweck neu erbaute zweistöckige Gebäude. Aus die innere Einrichtung, welche gena» nach A»gabe der Oberpostbehörde getroffen worden ist, iverde» wir seinerzeit zurück-kommen, die eine Frage und zwar die Errichtung einer Telephon>Verbindung directe Über da« Pettauer-Feld zum Anschluss an da» Hauptnetz »ach Marburg wollen wir jedoch schon heute be-rühren. Im Interesse der HaiidelS- und Geschäfts-welt wäre eS gewiß gelegen, wenn sich die Ge-meindevertretting oder das Handelsgremium ener-gijch für die Frage einfetzen würde, denn die Errichtung eine« TelephouamteS verursacht keine bedeutenden Kosten und daS Anlagekapital würde sich ganz sicher verzinsen. Hoffen wir also, dass diese Frage feiten« aller betheiligte» Factoreu einer eingehenden Würdigung unterzogen wird. Vermischte Nachrichten. (Äudieu).) Montag den 20. d. M. um 11 Uhr wurde der Cillier Bürgermeister, Gustav Stiger, vom Kaiser in Audienz empfangen. Herr Bürgernieister S t i g e r dankte für die kaiserliche Bestätigung als Bürgermeister der Stadt Cilli, woraus ihn der Monarch in huldvollster Weise in ein Gespräch zog. seiner Befriedigung über dic treffliche Nachfolge de» verstorbenen Bürgermeisters Dr. N e ck e r m a n n Ausdruck gab und erwähnte, das» er mit Vergnügen seiner Anwesenheit in Cilli gedenke. Der Monarch ent-ließ sodann den Bürgermeister in huldvollster Weise. (Gkgru das Stottern.) Nachdem die früheren Versuche, das Stottern durch einen operativen Eingriff oder durch medikamentöse Behandlung zu heilen, nicht gelingen konnten, weil die Voraus-setzung, dass das Übel auf einen organischen Fehler beruhe, eine irrige war, und nachdem die zur Zeit übliche didaktische Behandlung, ein Ver-fahre», durch welche» dem Leidenden eine, in be-stimmte Regeln gebrachte Redeweise beigebracht wird, um dann solcherart durch vieles und an-dauerndes lautes Lesen und durch Sprachübungen die naturgemäße Thätigkeit der Kehlkopf- und AthmuugSmuSkeln allmählig herbeizuführen, in vielen Füllen nicht zu dem erwünschten Erfolgt führen kann, da der Übende das methodische Sprechen zuweilen vorzeitig aufgab, hat der ver-dienstvolle Heilpädagoge und Vorsteher der in Graz und Prag domizilirten k. k. c. Sprachheil-institute, Professor Albert Neumanu, ein Ver-fahren gefunden und in seinen Anstalten zur Ein-führung gebracht, das sich gegen die d i r e c te U r f a ch e des StotteriiS richtet und den Stottern- den. in einer freilich vielfach verlängerten Curzeit, zu baldigem fließenden Gebrauche der natürlichen, gesunden Sprache verhilft. Die regelwidrige Thätigkeit de» Respi-rationSapparate« behebt Neumann dadurch, das« er dem Patienten mit manueller Beihilfe die Befähigung de« TiefathmenS beibringt Es wird vorerst die in den Lungen gesammelte Luft au«-geathmet, und nach dem Einathmen der Athem einige Augenblicke eingehalten, etiva als man bi« auf fünf zählen kann. Dabei wird sorgsam beob» achtet, da« von Seiten des Patienten keine Widerstandsbewegung stattfindet. In gleicher Weife werden Stimm- und Sprechübungen, auch Lefeübungen vorgenommen; letztere »och unter den verschiedenen Variationen des Tief- und Kurzathine«, von AthmungSpaufen u. s. w.; daS Wiedereinathmen erfolgt nicht früher, als bis die ei »geathmete Luft vollständig verbraucht ist. Die psychische Natur deS Leiden» ist dann noch durch den Einfluß de« Behandelnde» auf den Patienten zu bekämpfen. Da» neue Heilverfahren hat sich bereit» bei einer großen Reihe von Stotterern und in solchen Fällen, wo durch eine andere Behandlung andau-ernde Heilung nicht erreicht werden konnte, besten« bewähtt und verspricht die Therapie de« Stottern« in ganz neue Bahnen zu lenken. Daß die Be-seitigung diese« schwersten unter de» Sprachgebrechen auf dem eingeschlagene» Wege die vollste Auf-opferuiig für den Kranken in Anspruch uimmt, wollen wir Herrn N e u m a n n aufs Wort glauben: au« einem scheue», willenlosen Individuum einen selbstbewusSten Mensche» »nd ei» nützliche« Mitglied der menschlichen Gesellschaft zu machen, ist jedenfalls eine große Aufgabe. (Schonung der Srieftaubea.) Zum Zwecke deS entsprechenden Schutzes der Brieftauben wird die Bevölkerung auf das unzulässige der Erlegung von Hau«-(Brief-)Tanben. welche Privateigenthum sind, mit dem Beifügen anfmertsam gemacht, dass eventuell die gerichtliche Bestrafung nach den KZ 171, 4fi0 uud +08 deS Strafgesetzes, sowie nach dem Wafsenpatente vom 24. Oktober 188k R.-G -Bl. Nr 225 eintreten kann. (Journalistisches.) Die Redaction und Heraus-gäbe der „Deutschen Wacht" in Cilli, die bisher Herr Gerhard R a m b e r g führte, wurde nun-mehr von Herr» Jose» Z ö rkler übernommen. (Neue postbrglrit'Xdrelsrn.) Die mit dem Texte in deutscher, beziehungsweise >u deutscher und französischer Sprache bereits erschienene» neuen Blankette für interne, sowie für internatio-nale Postbegleit-Adressen mit und ohne Nach-nahme-Pvstanweisung unterscheiden sich außer dem geänderten Formate von den bisherigen Blanketten dieser Wettzeichen-Kategorien insbesondere dadurch, dass auf der Postbegleit-Adresfe eine neue Finanz-Stempel marke mit der Jahreszahl >893 in brauner tirbe ausgedruckt ist. Überdies werden dir neuen nstbegleit-Adressen mit und ohne Nachnahme-Postanweisung für den internen Verkehr nunmehr auch mit doppelsprachigem Texte aufgelegt, doch werden diefelben erst nach gänzlichem Verbranch« deS Vorrates der bisherigen Anflöge in Ver-Wendung genommen. (Ein nationaler Eemrinderath.» Der jung, und alttschechische coalierte Stadtrath von Prag votierte i» seiner ersten Sitzung 10.000 fl. für ein Palacky-Denkmal. 3000 fl. für de» tschechischen Schnlverein und 3000 fl. für de» Tchechisierung«-verein im deutschen Sprachgebitte. Diese Anträge gelangen noch vor das Stadtverordneten-Collegium._ Unübertroffen für Damen, Herren und Kinder echt russische _ GALOSCHEN (Gummischuhe) von medicinischen Capacitäten als sicherster Schulz gegen Erkältung empfohlen. Zu haben zu überraschend billigen Preisen bei Brüder Slawitsch vormals j. N Fersch Pettau, Florianiplatz. — 4 — (Universal.Llcckrrinigllngs-Snft mit der „Rost") ist das beste im Gebrauche, billigste Fleck-reinigungSmittel der Welt, da e« selbst Wagen-schmiere, Theer, Oelfarbe und Obstflecke entfernt, die sonst anderen Mitteln widerstehen und pr. Stilck nur 20 fr. kostet. Ueberall in den besseren Specerei-, «urzwaare»-, Gemischttvaarengeschösten und Droguerien erhältlich. 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Loberflecke, Sonnenbrand, Mitesser, Nasenröthe. etc. »eseitigt und den Teint bii ins Alter blendend weiss und jugendfrisch erhält. Keine Schminke. Preis ftO kr. Man verlange ausdrücklich die „(reis-gekrönte Creme Grolich". da es werthlose Nachahmungen gibt Hauptdepot: johann grolich, Droguerle zum „webten Engel" in Brtlnn. Auch käuflich in Apotheken, Parfumerie- und Droguen-Handlungen. Pettau: H. Molltor, Mohrenapotheke. Für Weihnachten empfehle ich mein grosses Lager von Geschenk-Literatur. Klassiker, Jagendichrlften, Bilder-Bücher. Briefmarken-, Poesie- und Fotografle-Albuma, Musikmappen, Schreibunterlagen In Oaasetten stets das Neueste von Theyer 4 Hsrdtmuth und anderen ersten Firmen. WILHELM BLANKE Buch- und Papierhandlung, Buchdruckerei. Alle wo immer angezeigten Bücher besorge ich, sofern sie auf Lager fehlen, ohne Preiserhöhung schnellstens. Aufruf. Um den Armen der Stadt Pettau die Härte des Winters möglichst zu lindern und um die für die von der Gemeinde in grösserem Umfange zu gewährenden Unterstützungen «^forderlichen Mittel zu gewinnen, beehren sich die Gefertigten, an die stet« bewährte Opferwilligkeit der Bewohner der Stadt Pettau anlässlich der Jahreswende die Bitte zu stellen, durch wohlthätige Gaben für Enthebungskarten von Neujahrs- und Namenstag-Gra-tulationen nach Kräften beizusteuern. Die Enthebungskarten können zu dem Betrage von je 1 fl. ohne Beschränkung der Groesmuth bei dem Stadtamte Pettau bezogen werden. Die Ausweise über gelöste Karten werden in der „Pettauer Zeitung" veröffentlicht. Pettau, am 1. Dezember 1893. Der Armenvater: Johann Steudte. Der Bargermeister: Ernst Eckl. l I s t) ^ sw 0 A* Brüder Mauretter Specerei- und Delicatessenhandlung* Florianiplatz Nr. I PEXTA.U Fflrat'achaa Haut offerieren ihr bestsortirtes Lager von Fleischwaren. 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Diese hohen Auszeichnungen sind wohl das beste Zeugnis der Güte dieses allltewährten diäteti«chen Mittels, welches den Magen stärkt und ihn gesund erhält, die Verdauung und die Lctbcsöffnung fördert. Diese Map utiwtur wird von ihrem Bereiter G. Picooli, Laibach, gegen .Nachnahme des Betrages versendet F.ine Schachtel zu 12 Kläschehen kostet fl. 1.H8; zu 66 fl. 5.26 und bildet ein f> kg. Postcolli. Das l'ostport" trägt der Bestellende. Zu 15 kr. tlns Flüfchchen wird wiederverkauft in den Apotheken von Pettau. Marburg Bancalari und König. Cilli Kupferschmied. I t* •§£? £ ~ -» .. Seit 10 Jshrra lii Hof-asrstUlts, in »' Bllltlr« un.l OIvHi Im li«branch, zur >«M »»», vsr »-»> WI«4»rkrIfW|«»| MO* |ronM IlmuM, bei Verrw twiN, VsrvteMhMgwi, St>1 statt l»r SMn«n ate., brf*bi|t du I'fcrd «n ksnarrafMd«) Leistung»!) Im Tralalag. Zu . ^ benehen in den Apotheken . L vy\)^ un(1 Österreich - Ungarns. HAUPT-DEPOT: Franz Joh. Kwizda k. o- V. a. I.ön. ram. Krcjsapotheko^vw^^^^^^J^J Man acht* fattlltgst ans obiga SchuUmarka und varlanga auadrstcklich Kwizda's Restitutionsfluid. HtUtr'schc ZpirlwcrKt. Mit bot AtDrr'fiten 3»ifl»ttfen wird bis Musik in die ganz« ©fl» getragen, auf bo(» sie überall die Freude der Awcklichen erhöhe, die Unglücklichen tr»ste und allen Fernweilenden durch ihre Melodien herzbewegende Grüße an« »er Heimat sende In Hotel«, Restauratioaeu u, I. w. ersetzen sie ein Orchester und erweisen stchal» beste« Zugmittel; für Obige empfehlen sich »och besonder« die antamatischen ®»m*, die beim Einwerfen eine« «eldstücke« spielen, wodurch die Ausgabe ,n kurzer Zeit ^d^Dj^RepeNoir« sind mit grobem «erständni« zusammengestellt und enthalten die beliebtesten Melodien aus dem CDebiete der Opern-, Operetten- und Tanzmusik, der Lieder und Shoräle Ihalsachc ist ferner, das« der Fabrikant aus allen «Umstellungen mit ersten Preisen ausgezeichnet. Lieferant aller europäischen Hose ist und ihm lährlich Tausende von Anerkennungsschreiben zugehen. Die Heller'schen Spielwerke sind daher al» passendste« «esch««» zu Weihnachten, Geburt»- oder Namen«tagen, außerdem sür Seelsorger, Lehrer und Kranke zu empfehlen Man wende sich direkt nach Bern, selbst bei kleinen Aufträgen, da die Fabrik keine Riederlagen hat Reparaturen, auch solche von fremden Werken, werden auf« beste besorgt, ältere an Zahlu»g«statt angenommen. Aus Wunsch werden Theuzahlangen bewilligt und illustntte Preislisten sranko zugesandt. Fu» die Schristleitung verantwortlich und Herauegeber: Max Oll in Peliau Lrüäer Llawitseh vormn.1» J. N. Fersch. Pettau, Florianiplatz empfehlen dein P. T. Publikum ihr reichhaltiges Lager aller Gattungen vorgezeichneter und angefangener Handarneiten als: Tisch" garnituren, Läufer, Handtücher. TassentUcher, Credenzdecken etc. etc. zu sehr billigen Preisen. Druck von IB. Blanke in Pettau.