Nr. 85. «ränum«rat'»n«pie<«: Im Vomplok ^anzj. fi. li, !>>i!bi. fi. 5'5". Mr d<« Zustellung <>>« Hau« h5!bj. 5» lr. Nil d« Post ganzj. sl. ,5, halb». ,1. 7 «1. Donnerstag, 13. April. Inltltlon»«ed« ,n 4 feilen »5 ll,. gllßelc pr. .^eile « ll.: bei «fte«» «Diedn-holuu n» ps. Zeile » ,». 187«. Amtlicher Theil. Gesetz vom 13. März 1876/ betreffend die Eröffnung von Specialcrediten für das Jahr 1876 zu Zwecken des S:aatSeisenbahnbaues. Mit Zustimmung beider Häuser des Reichsrathes finde Ich anzuordnen, wie folgt: Artikel I. Zur Bedeckung des Erfordernisse« für die Fort-sctzung des Baues der unlcn bezeichneten SlaatSeisen» bav cn werden fol^l'dc Tp^clalcredite für das Jahr 1876 bewilligt: § 1, für den Bau der Istriancr. Bahn........3.200,000 fl, 8 2. sür dcn Hau der Taruow iiclur chower Buhl,...... 700,000 « 8 3. für den Gau der Buh», von Sioerich-Tpalato mit der Ab< zwüigung nach Sebcluco . . 3.200,000 „ § 4. für den ^au der Gah>, Ratoi'itz. Proüoin......-___900,000 .. Zusammen . 8.000,000 ft. Artikel 11. Die im Artikel I bewilligim Credite dürfen nur zu den in den bezüglichen Paragraphen bezeichneten Zwecken verwendet werden, tonnen jedoch, soferne sie im Jahre 1876 cntwcdcr gar nicht oder nicht vollständig zur Verwendung lommen, noch bis Ende Juni 1878 verwendet werden, sind jedoch io zu behandeln, als wenn sie im Voranschläge des Jahres 187? bewilligt wurden wären, und daher auch füv d i, Dienst dieses lctz'eii Jahres zu verrechnm. Artikel III. Mit dcm Vollzuge dieses Gesetzes, welche« mit dem Tage seiner Kundmachung in Wirksamkeit tritt, sind der Handclsministcr und der Finanzminister beauftragt. Wien am 13. März 1876. (I.. 8.) Franz Ioseph m.il. Auersperaw.p. Chlumectym.p. Pretis m.l'. Se. k. und l. Apostolische Majestät hawi mit Allerhöchster Entschließung vom ^ Aprll d. ^ dcm^ Oberlandcsgerichtsrathe in Gra; Wahrmund K a r n l l s ch. nigg aus Anlaß dcr auf sein Ansuchen er olgten Ver-setzung in den bleibenden Ruhestand in Amrlcnuung seiner vieljührigcn. treuen uud allsgezelchncteu DlmN-leistung deu Orden der eisernen Krone dritter ttlajst allerguädigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben auf . Gruud eines vom Minister des kaiserlichen Hauses und des Arußern erstatteten allrruntcrthänigsteu Vortrage^ mit Allerhöchster Entschließung von, 27. März d. I. den Oerentcn des k. und k. Honurar.Consulates in Val-divia-Corral Julius Oehrens zum unbesoldcten Consul daselbst mit dem Rechte zum Bezüge der tarifmäßigen Consulargebühren allcrgnädigst zu ernennen geruht. Se. k. uud t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 6. April d. I. dem Kerkermeister des Kreisgerichtcs Trient Johann Razuns aus Anlaß seiucr Versetzung iu dcn Ruhestand in An» erkeuuung seiner vicljährigcn, treuen und belobten Dlcust-leistuug das goldene Verdiensttreuz allcrgnädigst zu ver» leihen geruht. Sc. k. uud k. Apostolische Majestät haben mit! Allerhöchster Entschließung vom 7. April d. I. dem Hofrcittncchte Franz Märtens, dcm Hofreitlnechlc Peter Orctzky und dcm Gestütskncchte des kladruber Hofgestütes Joseph Krasa das silberne Vcrdiensttrcuz als ein Merkmal der Allerhöchsten Zufriedenheit mit ihrer vkljährigeu guten Dienstleistung allcrgnädigst zu verleihen geruht. _________ ! Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 6. April d. I. dem Bierbrauer Joseph Huttercr zu St. Wolfgang in^ Aberösterrcich in Anerkennung der von ihm bewirkten Attuug eines Menschen aus Wasscrgcfahr das silbcruc "rdienstlreuz allerguädigst zu verleihen geruht. Xw' Enthalten in dem °m 6. April 1876 ausgegebenen v ^Mlle des R. O. Vl. unter Nr. 47. Nichtamtlicher Theil. Kundmachung. Die Diphtheritic. Epidemie, welche am 11. März d. I. in Kresniz, Bezirlshauplmannschaft ttittai, ziun Ausbruche tam, ist am 3. April d. I. erloschen erllärl wori,cn. Es erkrankten während der 24täaiaen Dauer dieser Epidemie von einer Bevöllcruna von 506 Ii.dioiduen 3 Männer, 10 Weiber und 26 Kinder, zusammen ".9; von diesen genasen 3 Männer. 9 Weiber und 19 KW-der (in Behandlung geblieben 1 Wcib, 1 Kind); es star-ben 6 Kinder. Die Morbilität bclrägi daher 76 Pcrzent und die Mortalität 153 Pkrzcnl der ürlranl'.cl,. Wien, I(j. April! Kundmachung. Dcr Handclsministcr hal über Antrag der ösler> reichischen Centralcommijsion in W'en sür die Welt. aus>lellu'ig des laufendlu Jahres in Pyiladelphia die lwHbenaunlen Herrm zu Milgliedern d.'r internationalen Jury bc» dieser AuSstrUun^ beziehungsweise zu offi. c,eUen Bcrlchlerstattern über diese Ausstellung ernannt. Zu Jurors: Herrn Franz Thonet, derzeit i„ Newyarl, für Mllbcl und Gegenstände zur inneren Ausstattung von Wohnungen; Herrn Eduard Kani i-, Wien, für Kurzwaren; Herrn P, Friedrich Kupla. Ingenieur dcr l. l. Generaliuspcction der österreichischen Eisenbahnen in Wien, für wissenschaftliche und physikalische Instrumenlc; Herrn E'igcn Felix, derzcu Vorstand der Kimstler. geu?ss:nschafl in Wien. für Sculptur und Malerei; Herrn Ernst Politzen, Eivilinae»w:ur in Wien, für Eisenbahilmalerial, Rullmulerial, und Zubehör; Herrn Felix Reifer, Obcrii'Hemeur und Wirlslät» tenleiter der l k. p> io. Kaiser FersinaodS- uüd nlährisch. schlcstschcn Nordbuyn in Wien, fur Maschi,«:, zl?r Äe> arbeilung vo» Holz, Mciall und Slein. ! Zu Verichler st altern: Herri, Dr. Franz Mia'rla, l. s. Ministcrialrath in» Handclsmiüisterixm und ijsterrcichischer Commissar für die WcllmMelluna l876 in Philadelphia, als Chef« redacteur des officiellen östtrreichisHen Berichtes Nbcr diese WellauSstellung und Spccialberichtcrstat'.cr über Er» zichui, gewesen; Ht'rn Franz Kupelwiescr, Profcssor dcr l. l. Bergakademie iu Veobcn, sür Berg. und Hüttenwesen; Herrn Dr. Emil Perels. Professor dcr Hochschule für Bodenkultur in Wien, für landwirthschaflliche Ma schinc»; ! Herr.r Wilhelm Eitner, Veitcr dcr Versuchsanstalt für die Lederindustrie in Wie", für die Lederindustrie; Herrn manz Wilhelm, Präsident des östcrrci» chi,ch>ungarischen Exportvereincs in Wien, für Droguen und Papier; Herrn Wilhelm von Lindhtim in Wien für Geld. und Kreditwesen; ' Herrn Franz Freihcrrn von Wert heim in Wien, für Messerschmiedwaren und Waffen; Herrn Dr. Gmdo Ooldschmtdt, Privatdocent der k- l. U'üvcrsiiät in Wien, fur Chemie und chemische Producer, und Herrn Ludwig Lott in Wien für Kunst und Buchdruck. Znr politischen Situation in Franlrcich. Wie man aus Paris meldet, ist Oambetta mit dem Antrage des Abgeordneten Tirard, den französischen Botschaftcrpostcn bcim Vatican einzustellen, nicht einverstanden. Iu Form einer Polemil mit einem anderen republikanischen Blatte, welches dcm Tirard'schcn Antrage das Wort redete, bestätigt die .Mpubliquc 'franfaisc" dieses Gerücht. Dcr „Bien Public", sagt sie. vergißt ohne Zweifel, daß wir bcim Vatican Intcrrssm kirchlichcu uud Interessen politischer Natur habeu. Er I wciß nicht, daß die ersteren Interessen der Pflege bc> dürscu und daß man die letzteren in dein Augenblicke, da ci>, Conclave nahe bevorsteht, einer bloßen Sparsam» leitsrücksicht nicht opfern kaun. Man hätte cs allenfalls begreifen können, wenn Hcrr Tirard beantragt hätlc, unsere Botschaft beim Vatican zu einer Gesandtschaft herabzusetze» und unsere Gesandtschaft bcim Ouirinal l zum Range einer Botschaft zu erheben, in der vorlie gcnden Form aber dürfte Herr Tirard sein Amendement wol schwerlich aufrecht erhalten. Der Amnestie-Ausschuß des Abgeordnetenhauses brachte seine Verhandlungen zum Abschlüsse. Dcr Vorsitzende Herr Lcblond legte dem Ausschusse zuletzt folgende Fragcn vor: I. Soll eine allgemeine Amnestie verfügt werden? Antwort: Nein, mit 9 gegen 2 Stimmen. 2. Soll eine partielle Amnestie verfügt werden? Ant-wort: Nein, mit 9 gegen 2 Stimmen. 3. Soll das Begnadigungsrecht allein in Anspruch genommen werden / Zu dieser Frage bemerkt der Vorsitzende, daß dcr Aus-schuß darüber uicht eigentlich einen Beschluß fassen, sondern allenfalls nur im Hinblicke auf die von der Regierung geäußerten humanen Gesinnungen in seinem Berichte ein empfehlendes Wort an daS Ministerium richten kann. Mit dieser Maßgabe wird die Frage von dem Ausschusse bejaht. 4. Soll eine besondere Berjäh. rungsfrist für die in dem Commuue.Aufstaude begangenen Verbrechen, wie sie Herr Allain-Targü in einem Amcndemcnt vorschlagt, festgesetzt und b. sollen, ebenfalls diesem Amendcmenl gemäß, die künftigen Com-muneprozrsse nicht mehr vor dem Kriegsgerichte, sondern vor drn Geschwornen geführt werden? Ueber dicfc beiden Fragcu soll noch mit dem Justizminister verhandelt werden. Herr Lebloud wurde zum Berichterstatter ernannt. Die ,^ibeil6" glaubt zu wissen, daß die Mehrheit dcr Weltausstellung«!. Commission geneigt ist, dcn Schauplatz dieses Völlermorltee in das Boulogner Gehölz, jedoch nicht etwa auf die Ebene von ^ongchamps, die denn doch zu weit von dem Mittelpunkt der Stadt entfernt wäre, sondern in den weiten Raum zu verlegen, wclch'r sich gleich vom Emtritle in das Gehölz cm« oer grohen üvenue du Bois de Boulogne, ehemals Avenue dc l'Imp6ratrice. bis nach Passy ausdehnt. Dieser Raum war belaimtlich bei Beginn dcr Belagerung aus V^rlhcioigungsurünocn cnlholzt und seitdem nur mit schwachem Erfolge da der Boden ein ziemlich unoanl« barer ist, neu bepflanzt worden. Es ist auch davon ble Rede, nach dem Vorbilde Wiens den Haupltheil des Ausslclluliusgtliünde«! in so dauerhaftem Ma'eriale anzulegen, daß er noch spiilcr für andere Zwecke benutzt werdcn lann. ..La Presse" feiert übrigens das Decret. welches die Eröffnung einer Weltausstellung für daS Jahr 1tt7tt ankündigt, alc. eine wahre Fricdenslhal. Sie bringt einen Artikel unter dcm Tiiel: „Die Frieoen«!reoanche", dem wir nachstehenden Passus entnehmen: „Schon hal der vorjährige geographische Congreß. der zu Paris abgeht ten wurde, dcm Auslande einen Begriff von den unge» heurcn Fortschritten geglben. die Frankreich seit 1^67 in den geographischen Wissenschaften erzielt t»at. Auf die geringschätzige Gleichgültigkeit, mit der man frül,er alle« behandelte, was nicht Frankreich war, ist ein glühender Drang, alles zu ergründen, gefolgt; die Reiselust l,at bedeuten^ zugenommen; auch wir haben dem Corps der kühnen Forscher, von dencn einige Märtyrer d?r Wissenschaft geworden sind, Retruten geliefert; auch wir haben auf diesem wichtigen Gebiete einige jener Entdeckungen acmach!, welche die Eroberungen des Menschengeschlechtes sind. Was die begrenzte Ausstellung von 1875» in Be» zug auf die geographischen Wissenschaften gczeig, hat, das muß die Weltausstellung von >878 für alle Wissenschaften und die Gewerbe thun. Damit u erden wir, und auf die beste Art. die Sympalhlen Europa's wieder gewin. nen. Die beiden Hauptwirlungen des vortrefflichen B> schlusses, der uefaßt worden ist, sind also. daß wir auf friedlichem Wege unseren Rang in Europa wieder er-langen und jede kriegerische Absicht von uns weisen, in dem wir das glänzendste Friedenspfand ueben. da« nur denkbar ist." Der Aufstand in Bosnien. ERlann nicht mehr in Abrede gestellt werden — schreibt die „Pol. Corr." vom 10. d. — d°ß der Auf-stand in Bosnien ganz beträchtliche Dimensionen annimmt. Wenn die türkische Regierilm, mcht rasch min. destenS 20,000 Mann in das Vilajet zu werfen imstande ist, wird die Insurrection daselbst bald in ganz a deren Verhältnissen um sich greifen, wie in der Herzegowina. Man sieht, bah der Winler von den geheimen Insur-rectionecomitös nicht »nbenüht gelassen wurde. Wie auf ein gegebenes Signal flackern an allen Orten die Flam, men des Ausstände« empor. Auch in Türkisch-Kroatien rührt cs sich ganz gewaltig. Die Gegend von Vica ist vcllstiindig insurgiert und hat daselbst souar ein für d e zumeist aus katholischen Christen bene enden In ug. ten siegreich!« Treffen stattgefunden. " 660 In Vosnien ist die Zahl der neu auftauchenden Insurgentenchefs eine Legion. Unter diesen neuen Erscheinungen befehligt TrifunBundala die größte Insurgentenschar. Er zeichnet sich aber gleichzeitig durch wahre Schreckenstaten aus. Am 6. April verbrannte «r die türkischen Dürfer Lipnik, Mehalja, Androvca Pa-lanta und die Ezardate „Paschina"; außcrdnn lieferte er an demselben Tage den Tüllen ein sechsstündiges Tressen, in welchem diejelben 16 Todte uiw 38 Ver« »undete auf dem Kampfplatze ließen. Des Ausganges des Treffens sich zu rühmen, scheinen indes die Insurgenten trotzdem keinen Grund gehabt zu haben. Um ihre Scharen möglichst rasch auf eine ansehn. liche Höhe zu briugen, üben die Insurgenten auf ihre christlichen Landsleute, welche sich nicht anschließen wollen, einen fürchtei lichen Terrorismus aus, welcher an vielen Orten bereits in unerhörte Gräuelthaten ausartet. So hat eine Rotte von Insurgenten, geführt von Dialo und Vtojan im Bezirke von Novine den christlichen Haus-befitzer Nicola Macal im Dorfe Tzirna Rita überfal« len und nachdem es ihm gelang zu fliehen, dessen Haus» gefinde gelobtet. Infolge dessen eilten 3 Compagnien Nizams unter Nsdjib Efendi den bedrohten Ortschaften zu Hilfe und vertrieben die Insurgenten aus der Umgegend von Maden. Im Orte Bazeoac im District«: von Türlisch. Gradisla überfielen die Insurgenten die dort friedlich lebenden christlichen Mitbürger, plünderten und beraub« ten dieselben und tödleten einen derselben, namens Theodor Malicam. Nach Verübung solcher Thaten, verbreiteten sie in den umliegenden Ortschaften, daß die von ihnen begangenen Missethaten von den Türlen ver< übt worden sind. Der Vali von Bosnien, Ibrahim Pascha, entsandte alle verfügbaren Truppen auS Serajeoo und dem trau uller Sandschalate nach dem Norden. Man glaubt, daß bis längstens zum 15. d.M. die Türlen mit einer be» deutenden Truppenmacht die Operationen gegen die In« surgenten eröffnen werden. Uebcrdies werden alle Moha-medaner angesichts der drohenden Gefahr militärisch organisiert. Politische Uebersicht. vaiba«, 12. April. Die Nachrichten, welche heute aus dem Aus» lande vorliegen, sind dürftigster Natur. Die Parlamente sind in die Osterfcrien gegangen und die hohe Politik feiert. InDeutschlano dauert das Eisenbahn-gezänl noch fort, die Officiösen der mittclstaatlichen Negierungen sind in den Kampf eingetreten und namentlich das „Dresdener Journal" veröffentlicht eine Serie von Artileln gegen die Centralisation der Bahnen und für ein Eisenbahll'Aufsichtsgcsetz, die in Berlin aufmerksame Beachtung finden und vom „Rcichsauzeigcr" kleine Cor» recturen erfahren. Nebenbei beschäftigt man sich mit Vorschlägen für die Einführung neuer Neichssteuern und die Blatter briua.en eine ganze Blumeulesc von geeigneten Objecten; in dem Augenblicke, wo man das Rcichs-ftnanzwesen mit einem Rcichseiseubahudeficit zu belasten gedenkt, wird die Einführung einer Stempel», Börsen-uud Vrausteucr und anderer Auflagen mehr erörtert. Angesichts des Umstauocs, daß die Rcichsvcrwaltung schon im nächsten Jahre mit einem Ausfall zu kämpfen haben wird, dürfte allerdings eine „Vermehrung des Reichseiulommens" unausweichlich sein. Die französischeDcputiertenlammer annullierte am >0. d. die Wahl RouherS in Hjuccio. Prinz Napoleon hat also doch noch Aussicht, in das Abgeordnelenhaus zu gelangen. Zwischen dir Rechten und der Linken hat sich bezüglich dcr Behandlung des Am-nestit'Nntrages noch eine Differenz ergeben. Die Rechte besteht auf der Berathung derselben noch vor den Ferien, während die Linke dieselbe verschieden will. Da über da« Endergebnis der Verhandlungen lein Zweifel mehr besteht, so ist allerdings nicht abzusehen, warum die Angelegenheit nicht schou jetzt erledigt wird. Ans dem Haag wird berichtet, daß die Unterhandlungen zur friedlichen Lü>ung dcr zwischen den Niederlanden und Venezuela entstandenen Verwicklungen ihrem Abschlüsse nahe sind. Die zweite Kammer der Generalstaatc:, beräth seit ein paar Wochen über ein neues U.iterrichtsgesetz, durch welches daS höhere Unltlrichlswesen umgestaltet wird. Im Vatican ist ein Bericht des päpstlichen Nuntius in Madrid eingelaufen, in welchem gesagt wird, daß Spanien die Wiederherstellung des Concordats vom Jahre 1851 unter der Bedingung beantrage, daß man im Vaiican gegen den Vel fassungsarlilel, betreffend die Freiheil der Eulte leine unbedingte Opposition zu machen verspricht. Ein königliches spanische« Decret beauftragt die Municipalitäten, sich mit Maßen und Gewichten nach dem Dcclmalsysteme zu versehen. Die aus Bukarest cmlaufenden Nachrichten über den Ausfall der Senatswahlen lauten für das Cabinet Latargiu schlimm. Vor einigen Tagen sicgte die Opposition im ersten und vorgestern auch im zweiten Wahl« collegium; die noch ausstehenden Wahlen dürften der Regierung ebenfalls ungünstig sein, so daß bereits der Rücktritt des Ministeriums „ach Eröffnung der Kammer angenommen wird. Die Pforte hat nach Bosnien neue Truppen gesendet. Mehrere neuerlich aufgetauchte Banden wurden zerstreut. Oagesneuigkeiten. - (Au« München.) Se. l. Hoheit Piin, Leopold von Baiern, Ihre l. und l, Hoheit Frau Prinzessin Gisela und Ihre son. Hohcil Prinzessin Thclese von Vaiern werden — wie die „Sildoeutsche Presse" meldet — am 23. d.M. in Mlinch?» erwartet. — (Unlall de« Erzherzog« Friedrich.) Erz» herzog Friedrich, Sohn dc« verstorbenen Lrzhcrzng« Karl Ferdi» «and, machte Samstag den 9. d gegen tt Uhr abend« in Ve> glei:ung seines Adjutanten, Major« Stradella, einen Spazierritt in den Prater. Veim Fasanglittchen angelangt stllrztc da« stutzig gewordene Pferd des Prinzen plötzlich in eine Scholtergrube. Mit großer Geistesgegenwart hatte sich Prinz Friedrich während de« Sturze« aus deu Steigbügeln be« Pferde« losgemacht und blieb durch den Unfall gänzlich unversehrt, so daß er mit dem Schrecken und wenigen leichten Schmerzm im RUckm douolilam. Da« Pferd blieb auf der Stelle todt. Der Kaiser und die Kaiserin, Kionpriuz Rudolf und Erzherzog Wilhelm, welche sich zufälligerweise in der Nähe befanden, eilten rasch herbei, um sich personlich uach dem Vefinden dc« Prinzen zu ertundigen, und drllcklen ihre Freude Ober den günstigen Ablauf de« Unfalles an«. Erzherzog Friedrich fuhr sofort mittelst Fiakers in sein Palai«. Der Leib< arzt de« Prinzen erllärte. daß slch derselbe in lciner Weise beschädigt habe. Gestern nachmittags tonnte man den jungen Erz» herzog bereit« wieder eine Prater-Spazierfahrl mit seiner Mutier, der Erzherzogin Elisabeth, macheu sehen. — (Armee-Sch iltzenschule.) Mit 1. Mai wirb wieder die Nrmee-Schllhenschule im l^agcr bri Brück an dcr keitha actioiert. und wurde mit dem Commando derselben Oderstlieute« nant Nloi« Knopfler, de« Kaiserjägerregimeute«, betraut. Her Cm« dauert zwvlf Wochen und umfaßt den theoretischen Unter-richt llber das Schießwesen, die Behandlung der Handfeuerwaffen, die Vllchsenmacheraibeiten, die PalroueN'Recouftluctiou, da« Distanz-Benrtheilen, das praltische Schießen mit deu Ocdonnaul-uiid Zimmcrgewehrcn, endlich dcn Unterricht Über Einrichtung uud Gebrauch der Mitrailleuse. Zu Frequentunten werden blos Offiziere gewählt, welche namentlich dir Begabung besitzen mllsscu, da(j Erlernte durch Vorträge weiter zu verwerthen. Pie Offiziere des Lehrkörpers genieße« während ihier Kommandierung die Reise» zulage. Das übrige Personal bezicht die Lagergebühren. — (Fllblilsbiand) Einem Telegramm zufolge steht seit 10. d. M. morgen« in Neustadt! ^in Böhmen) die Kuschmir-weberei de« Herrn Jg. Klinger, da« grüßte dermalige litablisse« ment in Oesterreich, in Flammen. Die Fabrik arbeitet mit 500 mechanischen StUhlen und beschäftigt außerdem noch 1200 Hand» stiihle. Wie weil der Brand um sich gegriffen, ist »och nicht be» llllinl, doch tnfft dicscs Unglllck die dortige Gegend gerade in der jetzige», Nothlage umso härter, als vor noch nicht langer Zeit auch die Spmnfabril in Tanuwald abgebrannt ist. fokales. Kraimscher Landtag. II. Sitzung. Laibach, 8. April. (Schluß.) Dr. Vleiweis stellt zu a den Zusahantrag, der Landesausschuß möge sich beim Unterrichtsministerium dahin verwenden, daß jene Lehrer, welche bereits süns-zehn Jahre zur Zufriedenheit gedient haben, von der vor« geschriebenen Prüfung dispensiert und definitiv angesttlll werten. Der Herr Landesprasident Ritter v. Widm ann nimmt das Wort, um da^ Haus zu ersuchen, den Passue der Resolution a: „daß jede einzelne Lehrerposteufyste» misierulig oder Gehaltserhöhung von der Zustimmung des Landcsausschusses abhängig gemacht werde," wcgzu» lassen, da derselbe nicht in Einllang stehe mit den Be» slimmungen les § 50 des Reichevollsschulyesetzee und des LanoeSgesetzeS über die Rechtsverhältnisse der Lehrer, welcher festsetze, daß der Iahrei^ehalt über Vorschliß desjenigen, welchem die Erhaltung der Schule oblieg, im Verein mit der Landcsschulbehördc festgesetzt werde. Dem Landesausschutz als Vertreter des Normalschul, fondcs sei ohnehin der nöthige Einfluß gewahrt, da der Landesschulrath jed:rzeit das größte Gewicht nuf daS Einverständnis mit dem Landesausschusse leg/. Der Berichterstatter findet dementgegen den Passus vollkommen gerechtfertigt, da dem Landescus» jchusse al« Vertreter des NormalschulfondeS jedenfalls eine Einflußnahme zustehe. Die 8 6 und 2 des Volts» schulgesetzes normieren die Leistungsfähigkeit der Con-currenzpflichtigen. Was den Antrag des Dr. Vlciweis betrifft, so liege demselben anscheinend eine wohlwollende Absicht für ältere Lehrer zugrunde. Jedoch hätten manche unter denselben, ins! esondere die Franziskaner in Stein und Rudolfswerlh, eine unerklärliche Scheu vor Ablegung der vorgeschriebenen Prüfung. Sollte durch Bleiweis Antrag etwa diesen Patres die Befreiung von der Prüfung zugedacht sein. so sei er nicht damit ein« verstanden. Durch eine solche Begünstigung würde ferner die Gefahr heraufbeschworen, daß saumselige Lehrer den nöthigen Ernst einbüßen, indem sie sich auf die Dispens vertrösten werden. Bei der Abstimmung wird die Resolution 2 ein» stimmig, der Antrag Vleiweis mit Majorität ange- nommen. Die Resolutions» !i und e Debatte genehmigt. Zur Resolution ^' schukath dic entscheidende Behörde. Die Kosten hck" die Gemeinden zu tragen. Das sei eine fatale Situation für das Land, daß es nur für dic Bedürfnisse aus."' kommen habe. Die erste Resolution sei daher ganz nwhl begründet, jedoch werde sie schwerlich zur praktisaM Durchführung gelangen. Der Laudrsausschuß sei nicht blos zu hören, sondern seinen A»trägc» soll auch Fol^ gegeben werden. So habe z. B. das Land ein Recht, lw" pauschalmäßige» Ansätzen verschont zu bleiben. Jedoch dic beiden Landesausschußmitglieder, welche Mitglieder des Landesschulrathes sind (Dr. Zarui k und Dr. Älci-weis), erscheinen gar nicht in den Sitzungen desselben Das sei eine arge Vcrkcnnung dcr Interessen ocS Landes, sowie der übernounncnen Verpflichtuilgeu. Selbst als Referent in der heutigen Angelegenheit figuriere ein Äb^ geordneter, der nicht im Lanoe«°schulrathc sitzt; daö sl> eine große Anomalie, die dem Lande nur Nachts bringt. Ncducv stellt daher zwei A>,träge zur Msol»' tio» 6: 1. Ins Präliminare seien künftig nur so<^ Posten aufzunehmen, oereu Eintritt in den Bedarf z^>' fellos ist und wodurch Pauschalbeträge unnöthig gem»^ werden. 2. Bezüglich der Mitglieder des Laudesauöschllss^ welche Mitglieder des Lauoesschulralhcs sind, spricht^ Landtag sein tiefes Bedauern aus, daß diescldcn ^ Sitzungen des t. l. LandcsschulrathcS consequent!^ bleiben. Der crstc Antrag wird vom Hause cinstiunnig a>>' genommen. Gegen dcn zweiten erheben sich die Aligcon' neten Dr. Zarnil und Blciweis. Der erste s"^ aus, er sei den Sitzungen des Lanocsschulrathcs fc^ geblieben, weil derselbe eine ungesetzliche ztörperM' sei. Erstens habe das Unterrichtsministerium deu Direct Mr Hal gegen das Gesetz zmn Mitgliede des La»d^ schulralhcs ernannt; zweitens einen Turnlehrer, U>'" zwar einen Preußen, angestellt, dcv nicht vom Landes schulralhc vorgeschlagen worden; weiter eine» AcsMV des Landcsschulrathcs wcgcn des sloucmschcn Unterrichts an der Oberrealschulc sisticrt; endlich rinen Lehrer, l>c" der Schulralh mit semem Gesuche alMwiese», trotzt"' angestellt. Daher ist diese Körperschaft illegal, und '»t es unjcrc Pflicht, nicht dort zu erscheinen. Ei< crist'^ desfalls ein Coiifcrenzbcschlus; seiner Parteigenossen. ll"tc dem gegenwärtigen System sei auch leine Besserung!' hoffen; ein Schulralh von lauter Geistlichen sci lh" lieber als von Burcaulralcn. Abg. Blei weis meint. Baron Aftfalwvn l!^' ihn und dcn Dr. Zarnil auf die Aullagebaiü verwi^' er beschuldigt uns, daß wir unsere Pflicht al5 ^ glieder des Lanoesschulralhcs sträflich veriiachläjiF' Er und Costa seien nicht blos im Landeöschulvalue schienen, um zu stimme», soudlril auch um z» n'^ Seitdem dcr Laud^schulralh aucr eiuc uu^ejetzlichc ^„. pcrsckaft geworden, gehe er nicht mehr i» dcns^ ^ Wenn die heimischen Mitglieder nicht ausreichen, '^,^i sogar ein Schulrath aus Graz citiert, um smic ^4-uiedcrzuslimmc». Als Graf Aucrsperg noch ^^'l Präsident glwcscn, sci ihn» persönlich ei» großer .^ geschehen. Derselbe habe ihm eine Rüge ertheilt, >" ^5-„Tagblatt" habe ihm. einem Mitglkdc des i!°" ^. schlilralhes, das Recht abgesprochen, in deu Horsi^" ^ Lchrer-Fm'tl'ildimqscurses zu crschciuen, ^cndcr'l'lli ^,, Systems lljnc nolli wenn l'icht dcr erstickende ^' alles versenge» soll. ^ Der Regiciuli^vertreler Ritter v. Wid"'^,,, spricht >cin Bcdauelü aue«, daß so ungerechtfertigt ß griffe gegen den k. l. Landesschulrath erhoben, s^' yol interne Angelegenhciicn des Landcsschulrathes hll' ^, das Forum der Ocffenllichleit gezoqen, ja fo^r ^^e gale Bestand und die Zusammensetzung dieser "^^t geleugnet weroe. Einen solchen Vorgang müssc ^ ^ aller Entschiedenheit zurückweisen. Im übrigen ! ^ ihm nicht möglich, gegen die Vorwürfe einzelner ^^ ordneten in der rüden Weife und in dem Tol«e z»^^ Worten, wie cr in diesem Hause gegen dic vttg angeschlagen werde. „.„ 2«^ Baron Apfallrern repliclert: Von «"" ",,. hörigen Efcurfiouen entkleide^ liegt "r Grund 0^ "^, bleibens für die beiden Herren darin, daß es '^ ^sie cipien widerspricht, ii, einer BeHürde zu M', !"cMß.a. nicht als legal ansehen. Diese Einwendung oc^ ^ ^ lilät halte er für eme persönliche «nschauun» jl sti eben Geschmackssache. Jedoch nicht als ^ ' Hchul-uud Dr. Vleiweis seien sie Mitglieder deS"^^es. ralhes. sondern alü Mitglieder des ^"^" „,alla"' Das ändere die principiellen Schallen in ga"^ ^t ter Weise. Wer sich bindet, muß semc PlMl 661 Schrullen nachhängen. Er sei von seinen Wählern her-geschickt, und gesetzt den Fall, er zweifle an der legalen Wahl dieses oder jenes Abgeordneten, werde deshalb der Landtag ungesetzlich? Enthebt ihn dies der Pflicht seines Mandates? Nicht allein im LandeSauSschusse, sondern auch im Landesschulrathe als Delegierte des Landes müßten sie ihre Schulblgleit thun. Seine Partei werde ebenfalls hier im Hause niedergestimmt. Sie sei aber nicht der Anschauung, daß sie dem Lande nichts nütze, wofern sie nur ihren Standpunkt wahre. Aber nicht erscheinen, seine Stimme gar nicht geltend machen, sei eine Pftichtwidrigleit. Er achte den Standpunkt eines jeden. Wenn die Herren wünschen, daß mit den Schulgesetzen wieder wduiu. m«ii gemacht werde, so sei das eben ein Standpunkt. Aber. noch sei daS nicht der Fall, darum sei Mitwirkung geboten, damit das Land nicht zu Scha« den komme. Daß Abg. Zaruit die Geistlichen als Ge« nossen den Beamten vorziehe, sei ebenfalls Geschmacks-sache,^die nicht jeder zu theilen brauche. Wenn Dr. Blei. weis jammere, im unglücklichen Oesterreich herrsche der alles versengende Samum, so erwidere er, daß der Landtag nicht berufen sei, hohe Polilit.zu treiben, leider aber wehe hier im Landtag mitunter ein Samum, der alleö verdorren macht. Ehrmals haben die Kostcn der Landcsaulonomie 12Perzeni betragen, h:uer betragen sie 58 Perzeul! Was ist die Ursache davon? Der Sa« mum, die unverantwortliche Wirthschaft der Landtags-Majorität. Dr. Zarnil und Dr. BleiweiS replicieren. Ihr Hauvtargummt bildet die Absentierung der live» ralen Partei uom Landtag in der Aera Hohenwart. Baron Apfaltrern nllärt, eS sei ein Unter-schied zwischen dcm Fernbleiben seiner Partei vom Land-tage, der im September 1871 getagt, und der Nlcht-theilllahme der beiden Herren Abgeordneten an den Landttschulrathasitzungen. Ersten« seien er und seine Parteigenossen übcr Wunsch und Einverständnis ihrer Wähler jenem Landtage fern geblieben; zweitens sei es protokollarisch sichergestellt, daß der Landtag selbst diese Versammlung für eine illegale Körperschaft betrachtete. So lange diefer Nusspruch nicht widerrHen würde, hätten sie beschlossen, derselben fern zu bleiben. Berichterstatter Abg. Deschmann: Der Landtag sei berufen, faule Zustände aufzudecken. Nur walte hier der Unterschied ob, daß von der einen wie von der andern Seite der Grund der Fäulnis anderswo gesucht werde; Barm» Apfallrcrn finde letztern im laxen Pflichtgefühl, Dr. Zarnit und Dr. Vleiweis im System. Dr. Bleiweis gibt als Grund, warum er nicht in den Lanoesschulrath gehe, unter anderem die Rüge an, die ihm Graf Nueröperg seinerzeit ertheilte. Zarnit blieb ihm ferne, weil er angeblich illegal ist. Jedoch sei das Bedenken in Zarnlts Brust erst erwacht, nachdem er drei Monate im Landesschulrathe gesessen. Derselbe habe nicht daS mindeste Bedenken gezeigt, das Mandat an. zunehmen, von einer Ungesetzlichkeit sei da nicht im ent-serntesten die Rede gewesen. Wunder müsse es ihn nehmen, wie ein Mann von parlamentarischer Gewandt, heit und Bildung zu so hohlen Ausflüchten seine Zuflucht nehmen könne. Die Hohlheit der Ausflüchte ei evident, bat etwa infolge der Ernennung des Herrn Mrhal der Landtag beschlossen, den Landcsschulrath «icht mehr HlS glltig anzuerkennen? Er müsse eS als die ärgste Pflicht. Verletzung bezeichnen, auf solche Ausflüchte hin sich "lcht an den Sitzungen desselben zu bethciligen. Dem Landes» auöschusse steht wol das VorschlagSrecht, nicht aber daS Ernemmngsrecht zu. Die llericale Partei stünde im Lan« dtSschulralhe wie fünf gegen drei, und doch bleiben sie den Sitzungen desselben fern. Bei ihr dominiert nemlich die hohle Mase. Sachliches vermögen sie nicht vorzubringen; das Sachliche ist eben die Ziffer, das Geld, welches das Land zahlt. Welche Summen haben Zarnits Anttäge das Land schon gelostet? Sein vom Hause angenommener Antrag auf Amtierung in slovenischer Sprache, der slovenisch.dramatische Berein, die slovenischcn Berichte und Prototolle u. s. w. verursachen den Steuerträgern des Landes drückende Auslagen. Bei der Abstimmung wird Resolution ä und der erste Zusatzantrag des Baron Apfaltrcrn angenommen der zweite bleibt in der Minorität. Die übrigen Reso. lutlonen werden ohne Dcbatle und hierauf der ganze Gesetzentwurf in zweiler und dritter Lesung genehmigt Schluß der Sitzung 2 Uhr 15 Minuten. Nächste Sitzung Montag den 10 d.; Beginn der. selben um 8 Uhr früh. ' u oer 12. Sitzung. Laibach, 10. April. Landeshauplmann Dr. Ritter v. Kallenegger eröffnet die Sitzung um 9 Uhr vormittags. Gegenwär» lig 33 Abgeordnete und der l. t. Landespräsident Ritter v. Widmann als Vertreter der Regierung. Das Protokoll der 11. Sitzung wird in sloventscher Sprache verlesen und vom Hause genehmigt. Der Landeshauptmann theilt den Einlauf Mehrerer Petitionen mit. s;. Abgeordneter Taut scher interpelliert den vo?. G.?^" Landeshauptmann inbctreff des projectierten N!.. Kurses wegen Ablösung der fassions:näßigen "'^lten an Kirchen und Pfarren. "" Vorsitzende beantwortet diese Interpella- tion dahin, daß in dieser Angelegenheit Einvernehmungen und Erhebungen im Wege der VezirlShaupimann« schuften, Pfarrgcmeinden, Dekanate und deS sürstbischof. lichen Ordinariates im Zuge sind und der LandesauS-schütz in der Lage sein dürfte, in der nächsten Session mit dem fraglichen Geletzenlwurfe vor das Haus zu treten. Hierauf wird zur Erledigung der Tagesordnung geschritten. Abg. Murn it erstattet im Namen deS Finanz, ausschusses Bericht über den Voranschlag des Lan des. fondes für das Jahr 1877. DaS Erfordernis beträgt 247^7 tt'' "° Abdeckung 66,225 fl., der Abgang Der Berichterstatter Abg. Murnil stellt namens deS Finanzausschusses den Antrag auf Genehmigung dleses Voranschlages und sofort die wetteren Antrügt: ^„^ ^ Bedeckung des Abganges von 247.957 fl. 37'/, tr. ,st für das Jahr 1877: .^c..""^??/" "l"l"at zu sämmtlichen.dlrecten Steuern "" sl"^ uß des Kriegszuschlages, «» ^ «,. . ^" >6"'chlag auf die Verzehrungssteuer vom We.ne, Wem. und Obstmoste und vom Fleische ein. zuHeben. «01,2', Ar schließliche Ueberschuß pr. 33,142 fl. b^/' lr- ist fur dle theilweife Titane der Schuld des Landessondes zu verwenden. l^/'n?"l ^"desausschuß wird beauftragt, die Aller-höchste Genehmigung der 8ub a und b bezeichneten Um-lagen zu erwirken. ' ^^Nrl^"^^"^chuß wirb angewiesen: M^°"^'^ der steigenden Erfordernisse für die A "he der Gendarmcrietasernen auf den Grund zu ssnbl^n '??'^.^^ 'n die Liquidierung der Nss e« ^ ^'?larzte im Sinne der vor dem Be- wÄnP. l^^« """tagtS °om W. Jänner 1874 be. as em. betreffenden Normierung wieder eintreten zu anlassen ^ die angemessen? Bekanntgabe zu ver- b" Beförderung der Schüblinge ^?. endgiltigen Regelung zuzuführen Hn'"b?^ glerung nicht im Laufe des Jahres 1876 zu dem ge. wunjchttn und erhofften Resultate führen soll!:»,, das Erfordernis fur das MedicamentendMcl und die Fuhrlosten des arztlichen Personales in Epidemie' und Epizootic, fallen aus den Kassebcstandcu des Landeöfondcs zu decken ; s) Erhebungen zu pflcqen. ob es nicht möglich ist, den Ertrag der in der Landesverwaltung stehenden Ge> büude zu erhöhen; l) Borge dafür zu tragen, daß die Kosten der No, schiebung der Zwünglinge in die ZwangSarbcilSanstalt vom Staate getragen werden. In der Generaldebatte ergreift zuerst der ?^ "'Ast «'" der bewilligte Betrag bei Erfordernispost VIII., für „VildungSzwecke", eingestellt. Abg. Deschmann beanständet dic Aue '", slovenisch-dramatischen Vereine, welcher für ,r- sctzung einiger weniger Vühncuwerle fremder Zunge m das Slovcmschc glänzende Honorare zahlt und mitLandcs-geldern unbcfähigte Individuen füttert. Ncder empfiehlt sparsamen Haushalt bei Erfordernis-Post VIII. ö, „für Bildmlgbzwccke." Die Abgeordneten Dr. Pollular und Dr. Zarnil sprechen für Annahme dieser Post und vertheidigen die Gebarung des slovenisch dramatischen Vereins. Abg. Freiherr v. Apfaltrcrn stellt zu Erfor-bernis'Post IX., „Straßeliliauten". ten Antrag: ocm Lanoesauöschnsse werde zur Erthcilnng von Subventionen für Straßcnbauten ein Credit im Vctrage von 1^.) fl. gegen nachträgliche Rechnungslegung bewilligt. — Der Antrag wurde angenommen. Hiernach finden die Petitionen der Straßenausschüsse in Loitsch. Wippach und Tschrrmmbl ihre Erledigung. Hierauf werden dcr Voranschlag und die vom Abgeordneten Murnil namens des Finanzausschusscs hin-sichtlich der Bedeckung des Abganges gestellten Anträge 2 bis s von der Majorität des Hauses angeiwmmcn. Abg. Dr. Zarnik erstattet im Namen dci» Gc-mcinoc'Ausschusscs Bericht inbctreff des Znstandctunl-mens zwcicr Lanocsgcsetzc, wodurch dcr tz V2 dcr Gemeinde-Ordnung vom 17. Februar IlMi abgeändert, neue Bestimmungen bezüglich der Disciplinargcwalt des Lnnoesausschusses übcr Mitglieder drs Ormcinocvorstandcs erlassen und die Vorschriften dcr Ocmcindc-Ordmmg für Kram inbctreff dcr Verwaltung und Vcrrcchnung dcs Gcmcinocvcrlnßgens ergänzt werden. Nrdner stellt namcns des Gemeinde-Ausschusses den Antrag: „Der hohe Landtag wolle veschlirßm: 1. Dcr Landtag ertheilt dcm Grsctzcntwurfc zur Abänderung des H ^8 dcr Gcmcindc-Ordmmg für Kram v.)m 17. Februar I860 seine Zustimmung. 2. Dcr Landcsaubschuh wird vcaustragt: ») die Allerhöchste Sanction oicseS OesctzrntwnrfrS zu erwirken; li) beim l. l. Ministerium sich um die Erlassung eincö RcichSgcsetzcs zu verwenden, wotmM) i.n Sinne dcr 88 2—0 deS LandcSausschich-Orsctzl'ntwiii-fsK dcr admini, stratioe Rcchnungsprozeß der Gemri» ,rlt wcrdc." Das hohe Haus nimmt beide < i>nrfc samint Anträgen ohne Debatte au. Die Berichterstattung des Finanzausschusses in-betreff dcr Erbauung eincs neucn Irrcnhausrs und der Genehmigung dcS Voranschlagcs des Irrcnhaub -fondes pro 1877 wird übrr Antrag des Abg. Po-llular, nachdem socbcn ein Minorilälsantrag inbrlrrff des Irrcnhausbaucs eingebracht wird, von dcr heutigcn Tagesordnung abgefetzt. Abg. Robic erstattet im Namen des Finanz, ausschusscs Bericht übcr die Vorlage dcs LaiwcsanöichllsscS, betreffend die Erhöhung der Dicnfleöbczügc dcr Bcamlcn und Dicncr in dcr Landeszwangsarbeitsanstall. beantragt dir Erhöhung dcr Bezüge dcs Hausverwalters und Controlors, die Umänderung dcr liishcr dc» bci^ dcn Obcrbcamten der Landcslasse für Zinsencoupvns' Escomptierung gewährten Rcinuneration in cinc jährliche Pcrsonalzulage von je 200 fl. und dic Passicrung mehrerer Remunerationen an Functionärc und Broiew stete dicscr Anstalt. Abg. Dr. v. Schrey spricht sich in Erwägung der bri anderen gleichartigen Anstalten ubwalwidrn that' sächlichen Verhältnisse und in der Erwägung, alv sin die Stellen cincs Arbeitshans-Vrrwallers und Eontrolors besondere wissenschaftliche Studicn nicht crfordcrlich find, gegen dic Erhöhung der Verwalters- und Conlrolors-Besoldungen aus. Abg. Dr. Zar nil spricht für die Bewilligung der Erhöhung. Abg. Dcschmann ergreift das Wort m,d betont, daß er gcgen ein morschcs, faulcö, bri drr nationalen Partei hochgehaltenes Princip auftretc nnd für Alilchnung dcs Antrages auf Bewilligung cincr Personalzulage für die bciden Oberbcamten der Landcstasse in dir Schraillen treten müsse. Die GeschäftsfülMna, dicser Kastlnanitcn sei cinc einfache, unbcschwrrlichc und gcniigmo entlohnt. Buchhaltungs- und Eonccptsbcamte hätten auf Gchalts erhöhung gerechteren Anspruch, wie überhaupt Beamte, deren Amtsführung wissenschaftliche, höhcre Studien erfordert. Abg. Dr. v. Schrey bemerkt, es sei lein Grund zur Bewilligung einer Personalzulage für die veid-n Landeslasst'Oberbcamten vorhanden. Die Abg.Zagorc, Kramaric, Hörnt. Dr BleiwelS und Berichwstalter Abg. Robic unt«. stutzen den Antrag wegen Bewilligung dieser Per?o zulage mt der Begründung, ee se imme hin ew «. 662 ruhigung, ehrliche Beamte bei Kassen verwendet zu ulssen; überdies werde nur der Vezugstitel geändert. Der Antrag des Abg. Dr. v. Schrey, auch dcm Lande«lass«'Ossicialen Omejec eine Personalzulage von jährlich 100 fl. zu gewähren, wurde von der Ma> jorität des Hauses abgelehnt. Die Debatte in dieser Angelegenheit nahm einen so heftigen Eharalter an, daß der Por sitzende zur Glocke greifen und den Ordnungsruf an den Abg. Kramarlö richten mußte. Schließlich wurden die fünf Anträge des Finanz, ausschusses von der Majorität angenommen. Die Sitzung wurde wegen vorgerückter Stunde (nachmittaßS 2 Uhr) abgebrochen. Nachmittagssitzung um 4 Uhr; Fortsetzung der Tagesordnung. __________ — (Krainischt Vaugesellsch as t.) Dinstag den 11. d. M. fand die diesjährige ordentliche General-Versammlung der, lrainischen Ballgesellschaft fiatt. Nnwesend waren 18 Actionäre, welche 109 Slimmen oder 2000 Nctien reprilsentierlen. Der Präsident der Gesellschaft. Ritter ». Vutmannsthal, conilatlerte die ^eschlußsilhigleit und eröffnete die Versammlung, indem er die anwesenden Aclionäre begrüßte. Dem hierauf vom Director Max Kreuner vorge» lragenen Geschäftsberichte entnehmen wir, daß die erzielten Re-sultllte trotz der Ungunst der Verhältnisse recht befriedigende »aren. Nn Neubauten wurden in Laibach außer den für eigene Rechnung unternommenen leine ausgeführt, dagegen eine große Nnzahl von Reconstruction«aibeiten besorgt. Ausmärt« jedoch wurde die Ausführung mehrerer größerer Vauten ttbecnommen und auch lheilweife schon durchgeführt, so ein Ärbeiterlranlenhausbau n»d eine Tcmentsabril in Lrisail und ein Hausbau in Udmat. Der schon im Jahre 1874 Übernommen« Vau der laibach^r städtischen Volksschule und deö Hotels in Adel«, berg wurden im abgelaufenen Jahre der Vollendung zugefllhrt und der Vesellschaft filr die vorzllgliche Vauausführung von beiden Seiten die ehrenvollfie Anerleunung zutheil. Auch fllr das lau» sende Jahr stehen der Oesellschoft genllgendc Nlbeiten in Aussicht; dieselbe hat den Neubau der Strafanstalt in Vigaun über, nommtn, wegen Ausführung eincs grüßeren Neubaue« in L»i< bach bereit« abgeschlossen uud wird außerdem die im vorigen Jahr« begonnenen eigenen Routen der Vollendung luführen. — Der sodann zur Verthtiluug gelangte Rechnungsabschluß conftatierl einen Nettogewinn von 15,678 fl. 46 lr., welcher »u« nachfolgenden Posten des Gewinn- und Verluftcont«)« resultiert. Im Debet: an Abschreibungen 9630 fi. 87 lr., an Planlosten fi. 100.— Zinsenconto 4l88 st. 93 lr., Slemrnconto 1847 st. 70 lr,. Regiespesenconlo 14,177 fi. 96 lr.. Saldo als Gewinn 15.678 fl. 46 lr. ImVredit: per Oewinnvortrag von 1874 5164sl. 53li-., per Gewinn: bei Baumaterialien 331 fl. 9 lr., beim Ziegelei» betriebe 238 st. 59 lr., NealiliiteuerlragSconto 10,907 fi. ft lr.. «onto des Neugebiludes Parz. VI, 3662 fl. 93 lr., Generalbau. conto 21,918 fi. I lr. Ueber Antrag des Revisionscomilü« wurde dem Verwaltungßrathe das Absalulorium ertheilt lind die bcidc» Anträge des letzteren, nemlich von dem erzielten Reingewinne per 15.678 st. 46 lr. einen Betrag von 12.500 fl, d. i. 5 fl. sür jede Actie von 100 fl, zur Auszahlung zu bringen und den ver»! bleibenden Rest von 3178 fl. 46 lr. zur Bildung eine« Reserve» fonde« zu verwmdeli; zweitens in Hinlunst den Ianuarcoupon nicht mehr einzulösen, sondern den gesammten erzielten Reingewinn erst mit dcm Iulicoupon zur Vertheilung zu bringen, einstimmig angenommen. Das bisher bestandene Revisionscomito wurde wiedergewählt und zum Schlüsse der Antrag Dr. Schaffer»: sowol dem Verwaltungsralhe als auch den leitenden Beamten der Gesellschaft für die durch einsichtsvolle und solide Ge< bahrung in Anbetracht der allgemeinen geschäftlichen Stagnation erzielten überraschend günstigen Resultate den Daul zu votieren, angenommen und sodann die Versammlung geschlossen. — (Garnisonswechsel.) Dinstag vormittag« verließ da« Herzog von S a ch s e u » M e i n i ng e u 46. Inf.'Rcg. nach Mthrillhriger Oarnisonierung in Laibach unsere Stadt und trat Mittelst Separat'Militärzug« der Südbahn die Fahrt in seinen Utllen Garnisonsarl Trieft, welchen es bekanntlich erst anläßlich seiner Dirigierung nach Laibach verlassen hatte, an. Das als Er» salz besselben für Laibach bestimmte kroatische Infanterie« Regi> ment Erzherzog Leopold Nr. 53 hat seine bisherige Ga»> niso» Trient am N. d. verlassen und ist gestern, mittelst Ru« bolfsbahn über Oberlrain lommend, m Laibach eingerückt — (Buchdruckerverein.) Tin erfreuliches Vilb wohlthuender Vereinsthätigleit bietet sich uns dar, wenn wir° den Jahresbericht durchblättern, wclcher bei der am 8. d. staUgefun« denen Gtueralverfammlung des „ ,ssranlen », Invaliden« und Reisenden 'Unterstützung«, und Fort. bildungsvereins für Buchdrucker iu Laibach"! den zahlreich erschienenen Mitgliedern desselben feiten« des Au«, schufses erstattet wurde. Wie wir den Hasse'Oebahrungs'Daten enlliehmen, bcliefen sich die Einnahmen desfelbeu im ab> gelaufenen Vereinsjahre auf 780 ft. 97 lr., die Aus gad en auf 409 fl. 59 lr., so daß in diesem Jahre ein Ueberschuh von 371 fi. 38 lr. resultierte und sich da« Vereiusvermoge» hiedurch auf die stattliche Summe von 3447 fi. 21 lr. eihiihte. Außerdem ist der Verein auch im Vcsihe einer entsprechende», Viblial hel. welche nebst den Vercinsmitgliebern auch den Vuchdrucker»Lehr-lingen offen steht und von beiden Theilen sehr stark iu Anspruch genommen wird. Nachdem der Jahresbericht verlese» und genehmigt und dem abtretenden Nusschussc nebst dem Nbsolutocium auch der Danl der Versammlung votiert word«» war, schritt man zur Neuwahl des Ausschusses, bei welcher die Herren: Valentin Nrselin zum Obinanue, A. Pucihar zu dessen Stellvertreter, L. Gp 2 th zum deutschen und I. Semen zum sloueni» schcn Schriftführer, B. Kr am ar zum ForlbilduugsuereinS-uud I. Kraiec zum Hauptlassier, endlich die Herren M. Germel und C. Plihal zu Ausschüssen gewählt wurden. Es steht zu erwarten, daß auch der neue Ausschuß, in dessei: Reihen wir mehreren der bewährlm älteren Kräfte begegnen, die Zwecke des Vereines in gleich objectiver Weise wie bisher anstreben uud vor allem bemüht sein werde, demselben den Charakter eine« beson» nenen, losmopolitischen Humanitätsinstitutes, da« zu sein er ja in erster Linie berufen ist, zu wahren und ihn vor jeglichem politischen Partcigezänle, das die wohlthuende Thätigkeit de» Vereins nur schädigen lönnle, entschieden fernezuhalten. In letzterem Falle lann derselbe gtwiß sein, daß ihm die wohlwollenden Sympathien des Publilums auch fernerhin zug wendet bleiben. — (Zur Theat e r frag e.) Bezüglich der Nachricht über seine Bewerbung um das laibacher Theater ersucht Herr Heinrich Penn das wiener „Fremdenblatt", welche« dieselbe zuerst brachte, beizufügen, daß es sich seinerseits um leine officielle Bewerbung, sondern um «ine private Anfrage über dcn Einreichungstcrmin handelte, welche der Geuannte für e i u Consortium an die betreffende Stelle rlchtele, und die gegenstandslos wurde, d» der Termin bereits verstriche» war. Herr Penn beabsichtig» nicht, semen bisherigen Beruf aufzugeben. -- (LeylaM'Iosefslhal.) Aus der am lO. d. M. iu Graz statlgefuudenen ordentl'chen Generalversammlung der Actiengtsl>llschaft für Papicrfabricaüoi, uud Druckmdustrie Ley. lam-Iosefsthal heben wir den Beschluß hervor, dem zu» folge bieselb? in Ergänzung der bereit« aus den heurigen Iä»uer. coupo» geleisteten Abschlagszahlung per 3 fi. vom 1. Juli ab noch den Betrag von 4 fi. Per Actie als Dividende pro 167b zur Auszahlung bringen wird. — (Verguügungszug nach Radmannsdorf» Lee«.) In aneilenuenSwcrlher Berücksichtig»»«, der Wünsche des Publikum«, da« die bevorstehende» Osterseierta^e — sofcrne sich das Wetter günstig gestaltet — gewiß vielseitig zu Ausflügen iu die relzeude Umgebung Laibach« oder zn den romantischen Natur» schäuhciten uiisere« h emit rcich gesegneten Oberlandes benutze» dürste, arrangiert auch die löbliche Kronprinz Rudolf« bahn eint» dem beabsichtigte» Zwecke sehr wohl elilsftrcchenden Ostermonl2ll.s-VerguUguna.szug nach lttudma»»«» dorf-Lees. Wir theilen «achstehend die, uns nnt der Bitte um Veröffentlichung s.'it-n« der V. Verlehissectiun hierüber zmirlmide Verlautbarung mit: „Ueber mehrseitige Anregung veranstaltet die l. l. prio. Kronprinz Rudolsbahn am Ostermontag den 17. April d. I. be, entschiede» gü listiger Witterung einen Se-parat'Verg»Ugungszug von Laibach »ach Radmannsdorf-Lees uud retour. Die Abfahrt de«s,lbcu erfolgt vom laidachrr Südbah»« Hof? um 8 Uhr früh und die Rückfahrt non Radmunns» dorf.Lees um 6 Uhr 45 Minu teu nachmittags, so daß die Anlunst i» Laibach um 8 Uhr 50 Mumie» abexds stattfindet. Die Fahrpreise sind bedeutend ermäßigt, und si»d sltt die Hin-und Rückreise in der 2. Waa/ullafse mit s fl., in der 8. Wagen« llasse mit 1 fl. 50 lr. festgesetzt Neueste Post. (Original-Telegramme der „Laib. Zeitung.") Wien, 12. April. Die ..Politische Korrespondenz" meldet: Der russische Agent Wesselilschli lritt nunmehr als Mandatar der Insurgenten in der Herzegowina auf; er geht zunächst zu Verhandlungen mil dim Statthalter ' Rodich nach Zara, sodann nach Wien, Petersburg und Konstantinopel, um dort die Declaration der Insurgenten zu unterbreiten und auf Grund derselben Garantien für die Ausführung der von den Insurgenten angenommenen Reformen zu erwirken. Vulareft, 12. April. Infolge der Senatswahle" demissionierte das Ministerium. Athen, 12. April. Das Urtheil im Simonie^ Prozesse lautet gegen den Efministcr Nilolopulos auf zehnmonatliches, gegen Valassopulos auf emjahr Hirse „ 4 23 4 70 Bchüpseuficisch „ 30-' «uluruh „ 5 4 4 87 Hähndcl pr. Stück — 70 , Erdäpfel 100K,logr, 3 40 — Laube» ,. -.1« Linsen Heltoliter 12----------- Heu pr. 100«ilogl. 3 15'-^ Erbsen ^ 10------------ Stroh „ 2 45-^ Fisolen „ 7 — ^ . Holz, hart., pr. viev Riudsschmalz Klgr. - 96 - Q.-Mcler - - l>/" Schweineschmalz,, -82—— -weiche«. ,. ------- 6^ Speck, srisch „ -68------- Wei».roth..10<»kit.-------22^ — geräuchert „ — 75-----— Weiher, „ — ii^ Anstetommene fremde. «m 12. April. Hotel Siadt Wien. Necher, Lehrer; Stalzer und Dr. K°^,' Graz. - Br. Laudon, Gutsbej.; Philipsbur»; Wawra. l, l, O s rath; »auer, «sni., und Krieg. Iiuvclicr, Wien. — PctD" Kfm., Leipzig. Charlotte, Modistin. Triest. . ,,H hotel Elefant. Vabii.Kfm.. Villach.- v. Garzarolli. Se>m"H - Maria Edle v. Schulheim, «lagelifurl. - Buchholz ^ Familie. Steier. — LeSlovic, Idria. '^ Krems »ndHribal." - Wollmaier, Wien. ^, Hotel Vurova. Kotoschineg, Wien. — gnpan. Professor, ^t vaterischer Hos. Gutti, Handelsmann, Eastelnurvo. - ^ Manusbuiss. ^ «iohrcn. Wojejsli, Schlosser, Wien. - Tende. Pitin», M^ und Pendl, Siebenbürsse». — Nüfil Maria. KraTlblll»^ Moinil Nnnll. Millaiiiii Maria, wochrei, HildenmaN« Paln'ur, Lommis, Lack. Neäler, Trieft. ^^" Meteorologische Vcoliachtun«en l» ^aibll^ « "^ Bl z; 2 , ^« A " 7^1?Mg^ 732.,^'-^12.^ SW. schwach bewoltt i o.«o 12, 2 „ N. l 732 m -l-15.6 SW. heftig trübe 9 ,, Ab.! 727.,« ^-12,4 windstill bewüllt ^^s> Morgen« und »agüber trübe, unfreundlich, heftig" ^^l d»l bis abends anhaltend, Nbendroth, düster. Das 3°^"' Wilrme ^- 13 4'. um "I 3« über dem Normale. Verantwortlicher Nl-dacteur: OttomarV«"^^ ^ cU"^^.,^^'»»«^ Wi«N 11. Tlpril Wer» man des gestiegenen Kurse« e>«iger Prioritäten erwähnt, so ist das Gllnstigr erschöpft, da« über den Verlauf der heutia/» Vörse aH„ jM" V^ll"Nl)(llll)l. l»„u. Diese« Steigen der Prioriläten scheint feine» Grund theil« in der Erholung des Silberprelse«. theil« in dem Slandc der Devise» zu fiildc». Dic >sy" a»ch heule rapid und d« «lissectenmartt war mit erwähnter Ausnahme sehr flau. ----------- Veld >Lar« I»nmr.) Silbernnte . 6!..^ ?o _ l^l. 188S ..... «"6 - 237 - ,«5^ . . . 104 bv 10k> — D«nau-«t°nlieiung«.Lost . . 10»— 10« b0 Ung. Oijeubahn-«nl.....99 2b 99 b0 Uug. ^ran.ilNl^nl......?0 7b 71 - «Lientt «ou'wunal' Nnlehen . 90 25 30 b0 «<l» 2)«pos>lcubanl....... —'— —'— Escompteanstalt...... 640'— SbO - sir°nco-«anl....... 18— I3b0 Handelsbank........ 4» — 49 l»0 »lationaibanl....... bl>4 — 8«5 - , 0esierr. Banlgesellschaft . . . 149— 1«)'- Unionbant ........ kl<50 5875 Verilhrsbllnl ....... 71-75 72 35 Nctle« v« Tr«„bp«rt-Uuter»eh-«n»«eu. »eld «v«« «lfiild^Vllhn........10b^_ ,0f> b0 ilarl-Ludwig.Vahn.....,l,550 1t<6 — T>on°U'T°mpsch,fl.,Olstllschaft 318— »80 — Elisabeth-Weslbohn.....151^. iby— Ellsalieth.Vohn (i,'iuz-Vudweifer Strecke).........188- Igb — sserdinllnds-siordbahn . . . ,??«-— ,?W -gränz. Iofeph - «ahn ... 129 7b IllO 2b Lemb..LzlNl.'IaNy'Bahn . . 1itb»b0 12t. l>0 Lloyd.Oestlisch........»28— 830-— kcherr. »ivrdwtftbah» .... 1«i 7b Illv bO E«N> llv«« M»b°ls«-»llhn....... 11bb0 11« Etaatsbah»........ 2i!350 264 — Sudbahn......... 9»-— N«llb Theiß-Vahn........ 198— 194 — Ungarifche siordoftbahn . . . 103 50 104 — Ungarische Ostbahn..... 85 — 36-- Tramway-Gejellsch...... 10450 10b — van«ese«sch«fte«. «llg. Vfterr. Vaugesellschaft . . II- ,1-2b Wiener Vangesellschaft..... 1S-— 19 b0 Vl«udbriefe. »llg. »fterr. Vodencredit . . . 101 b0 101 7b dlo. in 88 Iah«n K9-- 89 25 slationalbanl «. W..... 97 20 9780 Uug. Vodencredit...... V4'K0 8b — Vrioritöteu. Elilabeth.-V. 1. «m..... 89 25 8950 ßerb.-Nordb.-0....... 10l l>0 102-- ßranz-Ioseph-V....... 94— 94»b Klll. Kail.LndlviarV., I.Vm. . 97-- 97 t,0 Oefttri. «°rdu,«ft.«..... 87-7b bll — Siebeubüraer......- "t" I^'I Staolaoahn........ l^bti H'^ SUdbahn Kb«/......' ^'^ ^> b'/....... ^.., ^ Güdbahn, Von«...... <.».ß0 d" Ung. Ostaahn....... "" Vrt.«tlose. ^^ lredit-L..........,g - l' Nudolfs-L........' ' «5 »uqsburg......... .^7 75 ^?^ «ranlsurl......... f,7 7b "z, lZ Hamburg........' ,i8«<' '^ London ........' 46»5 Pari» ........ Geldsorten. ^,,. ^ G«l» . 5 st. 68 Dncaten . . -' ^^ '' 3 .f, ", N°pl,l^.«b'°r ... ""^b ^58.^ , PreußKassenscheme 58.40 ' ^» . ^ GUber----------^2^. .,^ «rainische Vrnnden.laM^H ^