üi» ckos Mttt«och den 9. SeytemSer 1874. MI Jahrgang Vit „Marburger Aeitung" erscheint jeden Vsnntag, Mittwoch und Kreltag. Preise — für Marburg: ganzjährig S st.,halbjährig 8 fl., vierteljährig 1 si.bv k; sür Sustellnig in» Haus monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährlg S st., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 st. Insertionßgebühr 8 kr. pr. Seile. Ptt vitktk ßtirischt /t»tN»thr-Cag. Marburg, 7. Srptembtr. Der vierte Vautag der steirischen Feuerwehren, der am S. uad 7. d. M. ia Marburg llbgehalt?« wurde, entsprach dollkommeu deu gehegte« Erwartungen. Die Borbereitungen, seit Langem schon mit regster Thättgkeit in» Wert geseßt, fanden am SamStog Abend durch Schmückung der Häuser ihren Adichluh. Da» Wetter begünstigte die Feier. vereits am Samstag Abends waren viele N«stg«noss n eingetroffea ; sie wurden Von Mit-gltebern des Ausschusi»s empfangen und verjubel-t»a einige Stunden in gtselligem Kreise. Syttntag Morgens um 6 Uhr erscholl der Weckruf vom Lotale der Feuerwehr bis zum Südbahuhofe, wo die Feuerwehren, die mit den Zügen angelangt, begrüßt wurden. Der Feslzug begann um dreiviertel auf zehn Uhr. Dem Zuge voran ritten fieben Herolde; die ersten zwei trugen Fahnen r die weiß^rüne Stadt-sahne uud eine schwarzrothgoldene. Alphabetisch geordnet folgten die Bereine, von welchen die zahlreicher vretretentn ihre-Fahnen mitgebrocht, die PettaNtr waren von einer Musittapelle begleitet. Knaben von zwölf bis fechszehn Jahren trugen die Ort»taseln vor: Alflenz, Agram, An-dritz, Aknfels, Auffee, Birkfeld, Bruck an der Mur, Cilli, DSblmg, Eggenberg, Stbiswald, Deutsch-Feistritz, Windisch gelstritz, Fehring, Fi-ume, Friesach - Wörth, Frohnleiten. Fürstenfeld< Gleisdorf. Gooobtj>, Gösting, Treisenburg, Graz (Turner-Feuerwehr, Lettner, Schreiner, Schar V -«i l l e t» ». Die Süh«t darchs Ltbt». (7. Fortsetzung.) Er schenkte ein G' ? ein und sagte: „Trinkt und faßt Euch l Ihr! aucht es." Der K<»pltain tränt und schwieg lange. „Ich danke Dil," sattte er toulos. „Du mußt nun Alles hören," fnär er fort. „Gott ist mein Zeu.«e, >ch dachle in dem Augenblick nicht an mich l Ich sprang an dem jähe» Felsen hinab, um ihm zu helfen, wenn es möglich wäre. Ich weih heute noch nicht, wie ich hinunter gekommen bin; am folgenden Morgen hatte ich beide Hände inwekl>lg voll eitriger Schrunde«. Unten in den R-ben war eS aber noch dunkel, ich sand ihn nicht gleich, aber lch ließ nicht nach, bis ich ihn wohl silnszehn Schritt vom Fuß des FtltenS liege« sah: so well war er im Schwung in deu Weinberg herabgestürzt. Ich besühlte ihn, er war schon todl. Es dämmerte jetzt auch hell genug, um Alles zu sehen. Er sah gräßlich aus. Die Hirnschale war hinten fort vom Schlag auf den Stein, uud wie er herab- mitzer, Waggonfabrik, Zuckerroffinerie). Windisch-Graz, Hartberg, Judenbnrz,, Karlsbad, Karlstadt, Klageufurt, Köftach. Laibach, Deutsch-Landtberg, Langenwang, Leibn^, Lesben, St. Leonhardt, Luttenberq, Lendva-Nlfo. Mautem, Mitterndorf, Mureck. Mürzzuschlag, Neumarkt, Neuvtirchen, Pettau, Pragwald bei Eilli.Prediug, Radtertburg, Rohitsch, Rottemnanu. Schlodming, Schottwien, SechShauS, Sissek, Sleinfeld bei Graz, Stainz, Straß, TraviS, Tüffer, Uebelbach, St. Veit in Aärnlen, Btllach, VMrmartt, Boitsberg, Wäh-ring, Warasdln, Wei^Wildon, Wolfsberg. Die Zohl der Feuerwehr-Männer belief sich auf ungefähr lausend. Ein unzählbare Menge Zuschauer aus der Stadt und vom Land hatten sich eingefunden. Der Aug bewegte sich unter den Kläntten der hiesigen Feuerivehr-Kapelle, der Südbahnka-pelle und Pettauer F'uerlvehr-Muiik vom Südbahnhof durch die Tegetthoff-Gtrahe, über deu BurgploK, durch die Grazergasse, Postgasie, Her-renftasse, nach dem HauptplaKe. Bon den Häusern tvehten Fahneu in ver-lchiedener Größe, tu mancherlei Farben : weißgriin, schwarzgelb, schwarzrothgold, weißrothblau, grün-weißrolh, wtißblou, wetßroth. Viele Gebäude waren mit Blumen, Kränzen und Gewlnden aus Tannengrün geschmückt. Bei den Häusern der Herren : Alois Frohm, Brandsietter und Kolletnig waren Flaggenbävme aufgestellt. Zwilchen den Häusern der Herren: Kranz Bindlechner und Pirchan hing ein Gewinde aus Blumen und Tannengezweig mit einer Inschrift, auf der einem Seite war: „GutHeil l" zu leset«, auf der anderen Seile; „Hoch die Beschützer des Eigenthums!" Bei den Herren: Karl kam, war er aus einen spitzen Weltipfahl gestürzt, der war ihm durch und durch gegangen uud dann zerbrochen, das blutige Stück stak ihm noch im Leibe. Rundum war eine rothe Lache und das Blut tröpfelte noch aus Einer Ader auf die halbreifen Trauben und die gelben Weinblätter. Da» Gesicht war verzerrt von Ingrimm und Todesnoth. und und mit beiden Händen hatte er tief in die Schollen gegriffen und Erde ge-foßl, als wollte er sie noch auf scinei Mörder schleudern. Aber in meinem Herzen schwand aller Haß, ich glaude, ich häkle in dem Augenblick gcir mein eigene» Leben hingegeben, wenn ich ihn hätie retten können. L.tnge aber tonnte tch den enisetzlichen Anblick mctt ertrage». Ts «vurde Heller und Heller um mich tier, eiue furchtbare Angst ergriff mich. Ich lief durch die Weinberge nnten in» Thal, auf die große Straße — da stand ich, zweifelnd lvdhin. Ich konnte mich westlich in die Wälder schlagen, dte belgische Grenze zu Fuß erreichen und dann mit der Eisenbahn nach Anl-iverpen sahren. Aber sicherer wank>te ich den Verdacht ab, wenn ich mich noch in Köln bei den Verwandten zeigte, denn man wußte ja im Dvlfe, daß ich über Köln reisen tvollte. Also faßte ich mir Math, eilte die Straße hivad, und ivie eS Tag ivurde, schlug ich mich auf Waldwegen geradetvegs an den Rhein. Dort traf Reuter und Grubitsch war über der Straße ein Gehänge aus Rebenlaub, Rebzweigeu und Tranben angebracht. Die Fenster jener Häuser, an welchen der Zug vorüber ging, waren von schönen Frauen und Mädchen besetzt: Tücher wehteu ; gegrüßt wurde M't Hand und Mund, Blumen und Kränze wurden geworfen und von den Feuerwehr-Männern mit jubelndkM Dantruf in Empfang genommen. Auf dem Hauplplatze vor dem Ratjhause slauden zivei Bühnen: eine (lechtS) für den Gemeinderoth und den Festausschuß ^ eine (lints) sür die Sänger uad Musiter. Ein Viertel nach zehn Uhr war der Aufmarsch vollendet. Der Hauptmann der Marburger Feuerwehr ließ das Zeichen geben. Der Männergesangverein und der Damenchor trugen den „Begrüßungschoi" aus „Judas Maceabäus" vou Häudl vor: „Seht, er tommt", bei dessen Schluß die Musik einsiel. Der Haupiplatz war dicht btsetzt uud bei seierlichfter Stille begann der Bürgermeister Herr Dr. M. Reiser als Obmann des Festausschusses die Begrüßungsrede; er sagte: .Geehrte Fkstgenofsenl Bei dem vorjährigen Gautage des steirischen Feuerwehr-Verbände» in Graz wnrde der für olle Marburger hö^st erfreuliche Beschluß pefaßt, den vierten Gautag in den Mauern unserer Stadt abzuhalten. In Au»führung dieses Beschlusses haben sich heute zahlreiche Vertreter nicht blos von steirischen Feuerwehren, sondern auch viele werthe Gäste aus benachbarten Aronländeru in unserer Draustadt eiugesuudea, um Berathungen zu pflegen, ich daS erste Dampfboot, das Morgens von Koblenz abgeht, und war fünf Stunden nach meiner Thal schon in Köln. Ich eilte gleich zu meinen Bekannten, sagte ihnen, daß ich die Nacht durchgewandert sei, und ging Abends mit meinem Ausivandererbillet auf der Eisenbahn nach Antwerpen ab. Die Weinberge waren damals schon wegen der Traubenhut gesperrt, Niemand betrat sie. Ich habe nachher erfah-en, daß «an die Leiche erst acht Tage später, als ich längst auf der See war, tn den Reden gesunden hat. E» hat geregnet, man tonnte runl)um keine Spnr mehr sehen, doß ich drunten bei der Leiche gewesen ivar. E» ließ sich glauben, daß er au» Veesehen in der Nachl hätte stürzen können, auch wußte man, daß ihn alle junge Bursche haßten, und nach meiner Abreise war er ja noch gesehen worden. Ich konnte hoffen, daß mich teia Verdacht treffen würde. Al» ich in Neiv-Nort autam, werkte ich bald, daß man unter den Amertkaneru e» zu nichts bringt, wenn man nich: englisch kann. Ich sucht also unter die Deutschen zu kommen uud ging nach dem Staate Oh'0. Ja Eincinnate traf ich einen Deutschen aus Pennsylvauien, dessen Vorväter schon vor hun-dertsünfzig Iahren eingeivanvert ivaren. Der gefiel mir, er redete mich, wie sie in Pennsylvauien thun, gleich Mit Du an; nur das ärgerte mich. welche zur Hebung und Vetbtsseru»g der Fcuer-wthr beitragen. Der imposante Festzug von nahezu tausend wackeren Männern liefert daS trfrevltche Zeugnih, daß in der gegenwärtigen vom Egoismus vielfach zerfresitnen Zeit doch noch Männer zu finden sind, welche mit HintanseKung ihrer eigenen persönlichen Interessen das LoosungSwort: „Hilf Deinem Nächsten" — «uf ihrer Fohve tragen. Die zahlreiche Betheiliguvg der Beivohner Marburg'S an dem heutigen F'stznge, die festlich f,eschmückten Straßen, durch lvelche Sie zogen, mögen Ihnen e«n kleines Zeichen sein, mit welcher Freude Sie bei unS aufgrommen sind. Es gereicht mir zur großen Ehr,, daß ich als Dolmetsch der Grstunungen dieser Stadt Ihnen von dieser Stelle noch ganz btsonderS zurufe: Srien Sit Alle herzlichst willkommtn— Hstr Jngknikur A. Hueber auS Grazsprach als Obmann beS GauverbandeS: „So eben ist uns hier uuS dtM Munde deS Herrn Bürgermeisters der Stadt Marburg in herzlicher Werse der Fejtgruß der Bcoolkeiung zu the>l geworden. Wir dülfen überzkugt sein, daß Marburg e» mit uns und unserer Sache e!»llich meint, da es fo viel gelhan, vm dieser Gesinnung AuSdruck zu geben. Wo diese sichtbaren Zeichen sprechen, da bedarf es keiner Wort'. Wo Tausende sich schoaren, Ivo die Fkl'ster s^eichmückt sink», die Fahrren >veh n, da jiigl Z/ll! s: Seiv U"S >vlUkommen, Der d«-rvähNkii G >llsseur,stjch.,U Marr ukt»» verda»ten ivir eS. vuß i^li nlchl ntltiti zu k'nsles Arbeit hie-her g'komsit n, s0l>c>elN auch die Siun e«» dt> Aiuve auösulltn köt'i.en rri» Zujammenlein m,l den lilbenö'^ürdigen Bewohnern. Bon dieser Stelle ist Ulis ein „Gut Heil l" zugerufen worden und l^arum erlaube ich mir, Sie aufzufordern, dies Mit einem: „Gnl Heil Marburg!" zu erwidern!" Nachdem die Festge«ossen in diesen Ruf eingestimmt, ergriff Herr Eduard Zanschitz, Hauptmann der hiesigen Feuerlvehr. das Wort und sagle: „Feuerwehl-Kameraden l Ich begrilßc Sie im Namen der Ma»burger Feuerwehr. Möllen Sic sich in unserer Mitle heimisch fühlen und UttS ln Erinnerung behalten. Gut Heil!" Gut Heill eiklang's aus tausend Kehlen und tius das Kommando: „Achtung! Vorwärts! Marjch l" zogen die F ucrwchr-Männer in Muster-hastesttk O.dnung am Festausschuß vorüber, dessev Mitgli'der ihre Häupter entblößt z die Musikkapellen spieltett udwechselnd, die Hauptleute der einzelnen Abiheiluttgen sulutirtkN, die Fahnen wurden ge. schlveilkt und unler jubelndem Zurus der Menge schloß der Fkstzug. NachdtM sie die Fahnen imRathh'»use auf- d^ß er mir immer sagte: „Wir Pennsylvanicr sind Deutsche, Du bist kein Deutscher, Du bist liur ein Deutschlander l" Aber wir ktimen doch bald mitetnander zurecht. Er hatte im Herzen von Ohio, mitten zwischen Cincinati und Clev«-lanc», eine jun^;e Farm Mit noch Viel Urwald gekoust und dingte mich als „Help", wie die 'Amerrtaner sagen. Ich bekam jvgleich sechsmal soviel Lohn, ol» ich auf der Ahr verdiente. Er veistaltd sein Geschäft eben ivie ein deutscher Pennjylvunlcr, u»0 bei ihm lernte ich, wie und warum man in Amerika duS Feld und daS N>eh andeS bel^andrlt und behand»tn muß. als bei uns drüben in Deutschland. DaS iZlNe Jahr bei meinem ^Zleistkr hat mir hernach metir geauj^t, als alle meine Aitielt sür Anverr drubrn. Man lebte da ganz einsam im Walde, sah ktiuen B!rnilt.ei^ und konnte, auch wenn man es gewollt hätte, kein Geld ausgeben. Ich hatle noch erspartes Gclo von heim genug; alS am Ende des Zlihrrs Miln Hklr jeine Frucht ver-kaufte und Mir Mkinen Lotjn gab, ll,ur ich reicher, als ich selber guräumt hatle. Drinnen aber in meinem Gemüth — da ging eS schlimmer und schlimmer. Anfangs dachte ich oslmalS, sie könnten Mich doch noch um Ende finden. NachtS träumte mir tvohl, eS käa« ouS dem Wald auf die Pflanzung heraus rine Abtheilung bewahrt, suchten die Feuerwehrmänner ibre Quartlere aus. Viele besuchten Freunde und Bekannte; Andere, namentlich Jene ouS den entferntesten Orten, machten zu Wagen Ausfliege in l>ie Um-gebuvg. Das MittagefskN fand im Kasino, im Gasthofe „zum Erzherzog Johann", in der Götz'schen Bierholle, in den Gasthöfen „zur Stadt Wien" und „Stadt Meran", im Gasthofe des Herrn Wohlschlager, in den Gasthäusern der Herren Schraml und Tscheligi und beim „rothen Igel" statt. Zu Mittag wurde in den Gö^'schkN Lokalitäten die Ausstellung von F uerw»hr»Gträlhen eröffnet, von Leipzig, Klein-Schmalkaldeo, Wien, Laibach, VoilSberg, Graz. Windisct-FeistriK und Marburg beschickt. Marburg war dtrrch die Herren : F. Dadie, 3. Denz l, F. Polatschek, A.Scheikl vertreten. Alle Gegenstände, die auf das Feuer, Löschwesen nur einen Bezug Haber», fanden sich zur Schau gestellt und waren die Besucher im höchsten Grade iiefriedigt, j.» üt>krrascht durch die GelZiegenheit und Schönheit der Arbeit. Nachmittag 4 Uhr begannen im Parke der Franz-Zos^ph'Kascrne die Schauübungen der hie. stgen Feuerlvehr vor wenitjstmS sechstausend Zu» schauein. Den Ansant, machten O'dnunasübun^ien; dann folgten Schulübung^n: »«it zrvet Jauf'iche.. Anprohspriß n, m t der Nüt'.ber»,,r Schiedleii.r, de» H^'ck nleitern ^diet sieig.r mit d'ei L't-Irrn IN den d ilien Siock IN z uei Avlhki'Uttuen von lämmltich.n S ^i,,ern uul^gesühri, zi^er steter mlt zwei Leitern in den dritten Stock, zrvei Steiger Mit einer Leiter in den dritt«n Stock), mit drm ReltungSschlauche; zum Schluße ivarv eine Gesammtübung mit sämmtlichen Gerälhen vorgenommen. Die Zuschauer spendeten reichlich dcn wohlverdienten Beifall. Am geselligen Abend, welcher in den Göh'-schen Lokaliläten stattfand, betheiligten sich ein« tausendsünshundert Personen und trennten sich die Fesl^kNossen erst g gen Mitternacht ia fröhlichster Stimmung. (Schiaß folgt.) Ailr Geschichte des Hages. Eine unabweisbare Pflicht der Volksvertretung nennt der dentfch-mäh-rische Partlitag die Aufhebung deS ZeitungSstem-pels und macht sich dadurch um die freie Prlfse verdient. Wena Parteitage für ein VolkSrecht ein steh«»;, so ist eS wirksamer, als wenn es von einzelnen Männern geschieht; am besten aber ist eS meiner Kameraden vom Militär, sie rissen mich vom PslUti, legten mir Handschelle» an und schleppten mich nach Europa zurück. Doch schwand diele Angst bald: meinen Namen hatte Ith zur Borsicht verändert, meinen Paß an einem sichern Ort IM Stalle gut versteckt, auch ließ ich mir den Bart wachsen. Und ivenn wirklich drüben ein Verdacht aus Mich gefallel» war, lvie hätten sie meine Spur stnven können unter d^n Millionen von Den tschen IN der '.Veiten Union und biS in die tiefcn Wälder hinein? Al!0 das drückte mich nicht mehr; aber je mehr tch Mich deS Lebens sicher gtauble, v'sto mehr sühlie ich, daß dieses Leben mrr nichts mehr ivcllh war. Mein Htrr und ich rvaren anfangs auf der F^rm mll dem Biel) gunz allein; später lebte noch ein Negtrjunge b^i uriS, den sein Herr in Kentucky schlecht dehandelte; er war entlausen und ht-lle stch in erner dui.kien Nachl aus einem Kahn über den Oljio „ernd-rt. Er kam beit'liid auf die Farm, mein H rr 'luhm ihn au« Baimherzlgkert uns, und er iriar gut zu brauchen, drnn er kvchle ganz ordentlich, mo>k die Milchkuh uitd l^ielt die Wiitl^schast j^ulier. Von ihm habe ich ersahren, wie es drunten in dem Huven hergeht, und darum habe tch sür die Sache des Fortschrittes, wenn diese Forderung in das Programm der Wähler aufge-nommen wird. In der Türkei wächst immer mehr die Unzufriedenheit der „Alten" urd laß sich jetzt sogar «ine sjcig'Nde Erbitterung der mahomedani-schen Geistlichkeit wahrnehmen. Die Bewegung der letzteren ist namentlich gegen die Aenderung der Thronsolge gerichtet. Die Regierung von Genf hat ein Beispitl gegeben, wie man dem Gesetze Achtung verschafft durch rasche Vollziehung: neunzehn katholische Geistliche tvurden ihres Amtes entHobe», weil sie den verfassungsmäßigen Eid Verweigert. Marburger Berichte. (W t i n b a u s ch u l e.) Die Weinbavschule veröffentlicht ein „PreiSverzeichniß chrer Weinreben, Obstbäume und anderen Pflanzen, welche im Herbste 1874 und im Frühjahr 1875 ab. gegeben werden. Das Nerzeichniß ist sehr reichhaltig; eS werden nämlich zum Verkoufe angeboten: A'pfelbäumk, 80 Sorten — Brrneo 80 —^ Pflaumen und Zwetschken 17—Krrjcheu und W'ichset 24 — Pfirsiche 5 — Aprikosen oder Marillen 7 — E'dbeelen 12 Sorten, olle veredelt ; außerdem können anch Apfel- und Birnen-Wildlinge in großer Auswahl bezogen werde«. Blstellungen we'ben bei der Direktion gemacht. (Landwirthschastlrche Filiale W i n d i s ch - F e l st r i tz.) Die lejjte Sitzung diejer Fililtle wurde in Pöitschach abgehalten und f^nd zugleich eine AuSstrlluna von Dr»sch« und Häckselmaschinen statt. Die Znhi der Theilnehmer deiief sich aus setizig. Der LnndeShauptmaun war als geladener Glist ersljienen. Nach dem Antrage k^eS Herrn Dr. Detitschegg wurde beschlossen, ein Gesetz anzustreben, welches die Weinl'se-geit in der unteren Sleieimart regeln und das zu srühe LestN hindern soll. (Ernennung.) Der Lundesschulrath hat Herr» Joseph Siöger, U«terlehrer in St. Peter bei Marburg zum Lehrer an der dortigen Schule ernannt. (Treue Kameraden.) Sontag den 30. August wurde bekanntlich in Mar!»ur» Herr Anton Tiffo, Mediziner an der Hochjchule ia Graz und Mitglied der dortigen Turner-Feuer, wehr begraben und nahm eine zahlreiche Deputation dieses Vereines an der Leicheusexr Theil. Mit welcher Treue die Vereinsgenosseu ihres todten Kameraden gedinken, zeigte sich bei Gel'genheit des Feuerwehr-Festes. Bon der Tuiraer-Feuer oehr !N Graz waren zweiundvierzig Mitglieder hirher immer wider die Skit,verci gtre.^et und gethau. Der Negerbub blieb fast immer daheim bei den Hausgeschästen, wenn »»ir Männer auf dem Feld arderteten oder den Wald auShiebe». Letzteres si-l wir am weist?» zu. und zwischen den hohen schönen Bäumen, wie sie in Ohio wachsen, war tch tagelang mit memer Holz-alt ganz allein. Sl'h, Aloys, ^venn et» Mensch, der so ,inen Stein, wie tch. auf dem Gewissen hat, unler andern Menschen lel»t und seine Herzensangst wegreden kann das geht noch; aber allein sein in der Wildnrß mit dem liMN verzagenden Hkrz'N und, wie geschrieben steht, mit allen den Gedanken, die sich untereinander entschuldigen und verklagen, daS ist nicht anSzuhalten. Es gibt keine Gespenster, daS glaube ich f.st, und wer todt jist kömrnt auch als Geist nlcht wieder, aber drinnen in Herz und Hirn leben sie fort, die Todten, und das ist schlimmer, als lvinn sie in eigener sichlbcirer Gestalt kämen mit dem Lrichlnhemd, und mnn könnte ihnen ent-tje^elUltlen mit dem lebtndig«n Lebensblut in den Adern. So stieg auch mir jener schreckliche Tobte I. liloriö unä in 'I'auotimsiiQi! , 0 i 11i: I)si Orispvr nvä in öanm-bklvk» Xpotdoltv', knüsb or e: 1«.! AüUor. ^potdslcsr, (^loivtisvbsrx.^.v. ; 6 c> vobit 2: O. k'loisvtisi^ I^aiooits: ; Button > bore: li'i'. I^ursolc: I^.v. Ltoilldsr^ ^xotkslrsr; ? « tt » u: L.ksitliaiulllvr, lupoid.; ü»älc«r»duk'. Lodul?, ^xotdslcs, NQÄ »s. ^oit^ivxsr; Rana: Lodni<1srsokitittzk;i üollitsvli: Lnspvr, ; Lausrdrunu: ; 3 t»iv -: ^potdslrsr;! ? oistrit?: Disuss, ^votd.: .l. Lalixkritsed; ^iaä. I^avasdsrß^: V»«u1ioka ^potdollv; Nr. 15050. Freiwillige (805 Nealitiltell-Vtlsteigernng. Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen des Hrn. Max Freih. v. Rast die freiwillige Versteigerung der ihm gehörigen, in der Gemeinde Feistriß, Ortschaft Hollern an der Kärntnerbahn geltge« nen, auf 7000 fl. geschaßten Realität Urb. Nr. 3 aä Faal. im unverbilrgten Flächenmaße von 39'/, Joch, bewilliget und hiezu die Feilbie-tungS.Tagsatzung auf den H«. September 1874 Bormittags von 10—12 Uhr in Hollern mit dem Anhange angeordnet worden, daß diese Realität nur um oder über den Schätzungswerth hintangegeben werden wird. Die Lizitationsbedingnisie, wornach insbesondere jeder Lizitant vor gemachtem Anbote ein 10°/o Vadium zu Händen der Lizitations-kommiffion zu erlegen hat, sowie der Grundbuchs-Extrakt können in der dieSgerichtlichen Registratur und in der Kanzlei des t. k. Notars Herrn Ritter von Bitterl in Marburg eingesehen werden. K. k. Bez.'Gericht Marburg, 15. August 1874. 2 Wohmuigen za vergebeil. Eine bestehend aus 3 schönen Zimmern, 1 Nebenzimmer, Küche und Speisekammer, — die andere aus 2 kleineren Zimmern, Küche und Speisekammer. (852 Anzufragen im Eomptoir dieses Blattes. »Q VIv«. Lödsrv tvvlmiioko I.«dr>m«t»It mit Vordsrsiwvsstsoliuls. ^u«fü!»rliodo ?ro8p«oto üllrol» alle Luol»!»»nä1llllx6i» uu6 äuro!» äis IDI?evtlO>K Äe» VvvIinivH»» ?r»llIrsQdsrx (Saedsva). S SS294d (793 °«uov^ur>v». i » I » I O > 0 ! « G 1 G I »TM . U D. ............> > ^ > .^ ^ . ' »4«»»»»»MO»»»G«»»G«»»»W»»O »«»»«< I!^ M . I 0 1 » ^ I » I Oeffeiitliche Handels-Mittelschule Ii» vtroictor früher KkM Millieli« liSliere liiiiillelz - I^elirMkIl. IX. «^olliRsasss IV, DerlA»Ae»te'Wtppli»qerftraGe, nächst dem Echottenring, im Hause des BramtenvereiiK's. Nachdem diuch da» Gesetz vom 27. Februar 1373 daß Handelsschulireien geregelt und die in Oester-reich bestehenden Handelsakademie« in die Kategorie der Mittelschulen rangirt wurden, ist der Lehr-anstalt in Anerkennung ihrer Orgailisation und bisherigen Leistungen vom hoheu Ministerium für Kultus und Unterricht da» Veffentlietikeitsreebt verliehen worden. . Durch diese Auszeichnung, steht fie unter staatlicher Oberanfficht und bietet die Garoutie vonilg. licher LeistungLN» Ven Hörern ist gegenüber den anderen Lehranstalten, welche da» Recht zur Aussteluing stacktsgiltiger Zeugnisse nicht besttzen, die Begünstigung des Einjährig-Freiwilligendienstes in der t. k. Armee eiog«rä»lmt. ,j ». vl» Lik«llUioI^» , Die Schule befleht au» 8 Jahrgängen nach dem von dem hohen Ministerium für Kultus und Unterricht vorgeschriebenen Lehrplane. b. Sx«»1»1ku?»s. I. V«r k»iismKnni«rke Lehrfächer: Bnchführung, Handelskorrespondenz, kailsmännische Arithmetik in Verbindung mit der Münz«, Maß» und Gewichtskunde, Handels- uud Wechselrecht, Schön- und Schnellschrift und fremde SprLchen. j II. Vle Sevarat-^btlirilunK jfür alle Jene, die durih Stand, Alter, Vorkenntnisse und Beschäftigung der Schule entrückt find. Lehr-fächer: Buchführung, kaufmännische» Rechnen, Korrespondenz und Nechselkuude, kaufmännische Schön« und Schnellschrift. III. Ver LisendaUnkur» mr Jene, die stch speziell dem Eisenbahn- und Telearofendienste widmen wollen. — Lehrfächer: Der Verkehrsdienst, der kommerzielle Dienst, der Telegrafen dienst, wobei die praktische Routine ans wirklichen Apparaten erzielt wird. IV. Ver Verslehvravxslinr» (828) zur Vorbereitung in allen Gebieten des Assekuranzwesens. V. ver ^dvnckliur«, »« welchem die einfache und doppelte Buchführung, das kaufmännische Rechnen, die Handelskorrespondenz und die Lehre vom Wechsel gelehrt wird. Zm.^yMtßgtbövde öeßudet sich ein Pe«fiol»at zur Nttterbringuag dkr Hürer. — Die Vortttge m alle« Abthtilo«gta degi»»t» A»s«»«gs Gktoder; Cinschrtibungr» finden vom 26. AkV^tMdtr NN stn!!. — Drngtnmme sind im Institntslokale und in der Beck'schen k. k. Uuiversttüts-Vuchhmvkul^, Rothenthurmstraße 16, gratis zu haben. Die Abfolvirten Hörer der öffentlichen Handelsmittelschule genießen die Begünstigung^ des Einjährig. Areiwilliyen-Dienstes in der k.k. Armee, ohne sich der Kreiwilligen-Prasung unterziehen zu müssen. Svliulimselivrii unl! ea xros-küiitorn ltvijvnövi'en k«b«tt. . bei cken Q?»». I-tv». 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