pränumerations-Preise: F ii r Laibach: Ganzjährig . . , 8 fl. .10 tr. Halbjährig . . . 4 „ 20 „ Vierteljährig. . . 2 „ io „ Monatlich . . , _ 70 ( Mit Der Post: Ganzjährig . . .ns,. - kr. Halbjährig . . . 5 „ 50 vierteljährig. . . 2 „ 75 „ Für Zustellung in« Jpaue viertel« lahttg 25 It., monatlich 9 tr. Einzelne Nummern 6 tr. Lailiacher Nr. H2. Tagblatt. Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurUckgesendet. tttbaklion Bahnhojgasjc Nr. m. Lrpcdilio» unb 3n|crntcn-ßiirrnu: Kongreßplatz i/ir. 81 (Buchhandlung von I. v.Kleinmayl L F. Bamberg). Znscrtionspreisc: Für die einspaltige Petitzeile 8 kr. bei zweimaliger Einschaltung ü 6 kr. dreimal L 7 fr. Jnsertionöstempel jedesmal 30 kr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Dienstag, 16. lUuli 1871. — Morgen: Paschalis. 4. Jahrgang. Ein „Bittgesuch." ersttoiebcr ist es der „Volksfreund," deinen Seele"" 5a0Cn .'Geständnisse" einer schö- ~ , gebracht, der die erstaunte Welt mit Qprc sß Ji!nentc überrascht, welches nicht gerin-n-j b Beachtung verlangt. Der „Volksfreund" ist ^ entzückt, gerade am 80. Geburtstage Papst Ln,,,- • , ,euntcn ein „Bittgesnch" von achtnnd- an s ä*Slettl)anifchen Erzbischöfen unb Bischöfen Qer./n Watfer veröffentlichen zu können. Es ist licki-,, r et"e Intervention zu Gunsten der welt-Anh„n^Clt^,a^ bCl8 wie selbe Erzbischof *' " . unb ®Vaf Szecsen in unseren Delegatio- . wie selbe die Ultramontanen in der Adreß-dcoatte des deutschen Reichstages befürworteten, was unsere Kirchenfürsten in ihrer Petition an den Monarchen verlangen. Die That des 20. September 1870, nämlich die Besetzung Roms durch die Italiener, wird darin aufs schärfste gebranbmarft, mit einer Kühnheit, Ä* x "flmte?bcn Kirche" sehr wohl ansteht, StSi,er »Nb des Raubes genannt, die Sy® im ehemaligen Gebiete des ttrS w c , "Beschimpfung der Kirche, ihrer Lehren, (tt/f Mtatteu und des Papstes selbst" bezeichnet. . J ®c u st wird in den unzweideutigsten Worten teft ^ ö^echtgewiesen, daß er dagegen keinen Pro-' schoben; an den Kaiser wird die Bitte gerichtet, triw»9Vc6 Ministerium des Auswärtigen beauf-J ®a6 cs der italienischen Regierung über ihr und sie e!’;i*U ,9(0,11 s"ne Mißbilligung ansspreche Fra„- cv-Ä1 darüber in Zweifel lasse, daß Kaiser ftellmin k Lmc wahre und ausreichende Sicher« für bl]rrf.er Een Unabhängigkeit des heiligen Stuhles — urchans nothwendig erachte. Und damit ja nicht Jeuisseton. $Ei Fritz Muter zn Gast. Bon Paul Lindau. c^n . (Fortsetzung.) ziminer tourw^“llbn^en' behäbigen Empfangs-ter aUf b0(S , " n,lr von der anmnthigen Frau Reu-..Entsck.^. üblichste begrüßt, gleich!" tönt# ?Cn e' mc*,,e Herren, ich komme dem 9iebenimimlnc urkräftige Männerstimme aus Und unmittetbnJrL be^etI Thür halb geöffnet war. Mittagsschläfch-» .,arauf trat Fritz Reuter, der fein Sein schwärt L i11 beendet hatte, in den Salon, ihn unzweifcLft r ,etwas schief, er hatte muthe, uns iu UJ° erst angezogen — ich ver-noch gerührt ® .Cl1' ""b bin darüber nachträglich hörige Faxon, £!s^ftltihn in die ge-und dann mir v Reuter erst ntetnem Freunde schüttelte, als ^”ltbe mit einer Herzlichkeit «efamftlS, W™ .attc' «»te Freunde, sie eine neue Ä bic "'eisten Menschen, >e eine neue J , 01C Esten yjfeitfcheit, wenn tiger wäre? wenn (obwohl es viel rich- -v- - .... .ich- mau in diesem Falle ein recht der geringste Zweifel obwalte, wie diese Sicherstel-lung zu geschehen habe, ob durch Unterhandlungen mit der italienischen Regierung, welche sich dazu bereit zeigt, oder auf eine weit drastischere Weise, wird im Verlaufe des Bittgesuches geradezu gesagt, „die Gerechtigkeit gebiete, daß dem heiligen Stuhle der ganze Kirchenstaat, kein einziges Dorf ausgenommen, znrückgestellt werde, da die Regierung des Königs Viktor Emanuel fein einziges Dorf desselben rechtmäßig erworben habe." Da nun selbe durch Schaffung einer vollendeten Thatsache, durch die baldige Verlegung der königlichen Residenz nach dem Qnirinal den Verhandlungen die Spitze abzubrechen suche, so meinen die hochwürdigen Herren, daß der Erfolg dieser Verhandlungen durch die Kundgebung, welche sie vom Monarchen erbitten, wirksam vorbereitet werden dürfte. „Die Augen aller Katholiken," so schließt das Bittgesuch, „sind auf Eure Majestät gerichtet, und indem Allerhöchst» dieselben für Forderungen von so augenscheinlicher Gerechtigkeit einstehen, werden Sie in fünf Welt-theileu den Dank der Katholiken verdienen." Der erste Gedanke, der uns bei Lesung dieses sonderbaren Bittgesuches anwandelt, ist wohl der des Dichters: „Anders als sonst in Menschenköpfen malt sich in diesen Köpfe» die Welt." Es ist die totale Unfähigkeit, irgendwie geschichtliche Thatsache» zu würdigen, eine Blindheit und Verstockniig, die geradezu aller Vernunft und Logik ins Gesicht schlägt. Die hohen Kirchenfürsten müssen sich gänzlich ferne gehalten haben von der politischen Bewegung der letzten Jahrzehnte. In ihrem Gehirne müssen sich die Ereignisse ganz anders gestalten, als sie ändern Menschenkindern erschienen, sonst würden sie nicht so mit Gewaltthat unb Raub um sich werfen. Sie vergessen ganz, daß nur die verlotterte trauriges Gesicht machte) unb ich würde das Lächeln, das wie Mittagssonnenschein das geistvolle und gemütliche Gesicht des Dichters belebte, nicht besonders hervorheben. Aber es war eben gar zu herzgewinnend , gar zu natürlich und aufrichtig. Es reflektirte; wir lächelten alle mit einander, wir waren seelenvergnügt. Die Förmlichkeit und Zurückhaltung, welche in den ersten Augenblicken einer neuen Bekanntschaft leicht erklärlich ist, war durch dies Lächeln wie weggezaubert. ES herrschte sofort eine „angenehme Temperatur im Hause", und iu wenigen Minuten war die Unterhaltung auf der ganzen Linie engagirt. Es sprachen immer wenigstens drei auf einmal und keiner vollendete den Satz, den er angefangen hatte. Dabei amüsirt man sich bekanntlich immer am besten. Einer Schilderung der Persönlichkeit Reuters bin ich zum großen Theil durch den Zeichner überhoben. Das „Nene Blatt" bringt ja das frappant ähnliche Portrait des Dichters. Am charakteristischsten sind die Hellen, geistsprühenden Augen, die mit einer göttlichen Freundlichkeit und Lebendigkeit durch die Brillengläser in die Welt ausschauen. Der Kopf sitzt auf einem stämmigen, kernigen Korpus. Reuter ist groß, breitschulterig, wohlgenährt, aber nicht gerade korpulent. Er sieht genau so aus, wie Pfaffenherrschaft im Kirchenstaate daran die Schuld trägt, daß der Papst erst die Marken, dann das Patrimonium Petri einbüßte. Da nämlich der Papst als weltlicher Herrscher alle Bolksrechte schonungslos mit Füßen getreten, gegen den Geist dcS Jahrhunderts gesrevelt, zur Aiisrechthattmig seiner Skandal-wirthschaft fremde Bajonette gerufen, alle Warnungen der katholischen Mächte, die den Kardinal-Staatssekretär Antonelli zu wiederholten malen in dringlichster Weise auf die Folgen solchen Gebahrens aufmerksam gemacht, ohne die mindeste Beachtung gelassen, so war es für jeden Unbefangenen der natürliche Verlauf der Dinge, daß nach dem Sturze seines Beschützers, nach dem Anshören der französischen Okkupation das niedergetretene Volk sich erhob und die heranrückenden Befreier mit Jubel empfing. Zudem hat die Haltung der römischen Kurie und die wahnsinnigen Konzilsbeschlüsse den Gegensatz von Staat und Kirche dergestalt verschärft, daß demjenigen Staate, der sich nicht dem Hohne unb Spotte der Welt preisgeben will, der sich nicht zum Handlanger der Jesuite» zu machen gesonnen ist, gar keine andere Wahl bleibt, als das Papst-thum und feinen Anhang die Folgen ihrer Handlungen selbst tragen zu lassen. Wenn unfern Kirche»fürsten schon so wenig Verständniß für die Ursachen der gegenwärtigen Bedrängiiiß des Papstthums beiwohnt,' so können wir von ihnen unmöglich voraussetzen, daß sie sich die etwaigen Folgen einer Einmischung, wie sie selbe verlangen, klar gemacht. Sie fordern Wiedereinsetzung des Papstes in seine weltliche Herrschaft, Zurückerstattung des ganzen Kirchenstaates unter das päpstliche Regiment, oder wenigstens, wie eine Abschwächung dieses Verlangens lautet: „daß der heilige Vater Rom mit einem angemessenen Gebiete man sich den Dichter der „Stromtid" denkt: gesund, kräftig, derb, fidel. Unverfälschte mecklenburger Race. Und auch fein Hochdeutsch wird durch den unverfälschten mecklenburger Dialekt „verschönt", möchte ich bei ihm sagen. Klingt z. B. das wohllautende „Luising", mit welchem Reuter feine prächtige Frau anzureden pflegt, nicht viel einschmeichelnder und poetischer, als unser hochdeutsches Luischen? Leiber ist die Reuter'sche Ehe kinderlos geblieben. ES ist nun eine alte Erfahrung, daß Kinderlosigkeit die Ehe entweder ganz auseinander fallen läßt, oder im Gegentheil ein um so festerer Kitt für dieselbe wird — ein Mittelding giebt es nicht. In der Reuter« scheu Ehe ist das letztere der Fall. ES ist wahrhaft rührend, wenn man sieht, mit welcher Aufmerksamkeit der graugewordene Reuter seine Frau behandelt, wie er jeden ihrer Wünsche zu erratheu scheint unb, ehe er noch ausgesprochen ist, zu erfüllen sucht, wie auf ber anbern Seite Frau Reuter ihren Fritz beobachtet und alles thut, was sie ihm an beit Augen abfehen kann. Das ist wirkliche Herzlichkeit unb wahrhafte Eintracht. Doch eines wichtigen Wesens in dein Reutet-scheu Hause, das wesentlich zur Erhöhung der Ge-müthlichkeit beiträgt, darf ich nicht vergessen: es hört auf den Namen „Joli" ltitd läuft auf allen fo gleich erhalte. Nun haben aber an dieser rein territorialen Frage weder die katholischen Mächte, noch die katholischen Staatsbürger das mindeste Interesse, sic schwebt einzig und allein zwischen Papst Pius und Viktor Emanuel. Denn abgesehen davon, daß schon der gesunde Menschenverstand gebietet, hierin auf Seite des italienischen Volkes zn stehen, dem niemand das Recht, auf seiner Halbinsel seine Hauptstadt nach Belieben zu wählen, absprechen wird, ist es schon ein Gebot der einfachste» politischen Klugheit, sich jeder Einmischung zu enthalten. Daß eilte Ausführung ihres Begehrens ohne gewaltsame Zertrümmerung des italienischen Königreiches sich nicht ins Werk fetzen lasse, müssen denn doch auch Leute von dem beschränkten geistigen Horizont unserer Kirchenhäupter einsehen. Um einen Kreuzzug nach Italien einzuleiten, müßte zudem bei uns selbst ein Staatsstreich, eine Sistirungspo-litik wie im Jahre 1865, eine Berufung von Pfaf-fenknechten wie B l o m e und Thun ans Ruder, kurz eilt vollständiges Chaos vorausgeheu, und daß unser ohnehin arg zerrüttetes Staatsweseu dies nicht mehr aushalten würde, braucht wohl nicht erst erwiesen zu werden. Ehe dann die Italiener sich eilte fremde Einmischung gefallen ließen, würden sie an die soziale Republik appellirett, und Italien müßte der Schauplatz ähnlicher Greuel werden, wie wir sie gegenwärtig in Paris erleben. Hat Italien sich feiner Dynastie entledigt, müßte Spanien notwendiger Weise Nachfolge». Fürsten und Volker spüren wohl nicht die entfernteste Neigung, einigen uuzu-rechucnSfähigen Fanatikern, einigen in veralteten Ideen verknöcherten greisen Kirchenfürsten zu Nutz und Frommen ähnliche Szenen herauf zu beschwören. Das klägliche Fiasko, das ihrer Sache im deutschen Reichstage bereitet worden, die entschiedene Sprache Kaiser Wilhelms, das anti-klerikale Vorgehen König LndwigS von Baiern im Döllingerstreite, die eimnüthige Verdammung der päpstlichen Anmaßung in der ganzen zivilisirten Welt schreckt die alten Herren dennoch nicht ab, es noch einmal und diesmal in nicht ganz korrekter Weise, mit einem Bittgesuche au unsern Monarchen zu versuchen, ohne sich im geringsten daran zu kehren, daß es eines solchen Schrittes ja gar nicht bedarf, wenn ihre Behauptung wahr ist, daß die Fügungen Gottes es nimmer zulassen werden, daß eine solche Ungerechtigkeit Bestand habe. Dem lieben Gott wird es ja ein leichtes sein, seinen unfehlbaren Stellvertreter auf Erden ohne materielles Aufgebot unserer Hilfe in seine vermeintlichen Rechte wieder einzusetzen. Vieren. Wollte ich behaupten, Joli wäre schön, so würde ich die Unwahrheit sprechen; sagte ich das Gegentheil, so würde ich den Busenfreund meines liebenswürdigen Wirthes beleidigen. Ich beschränke mich daher auf die streng naturgeschichtlichen Angaben: Joli ist ein gelber Affenpinscher, oder er hat wenigstens die Prätension, als solcher zu gelten. Daß er einen Preis auf der Hamburger Ausstellung bekommen habe, ist mir nicht bekannt; meines Erachtens hat er auch kein Talent dazu. Aber es ist ein lieber und nach allen Regeln der „Kyttopädie" wohlerzogener Hund, der seinem Herrn auf den Pfiff parirt, aus einen Blick sich auf die Hinterbeine stellt und die Vorderpfoten demüthig herabhängen läßt, bei der kleinsten Liebkosung mit dem Schwänze wedelt und sich in die Ecke verkriecht, wenn er nichts besseres zu thuu hat. Wenn er seinen Beruf verfehlt hätte, so würde er es allem Anschein nach in der offiziösen Publizistik ziemlich weit gebracht haben. Er ist aber als Hund geboren und ist es geblieben. Er scheint mit seinem Lose sehr-zufrieden zu sein. Nachdem uns Reuter durch sein Haus geführt hatte — im oberen Stock hatten die beiden bildenden Künstler Quartier genommen und die Fremden» immer in Ateliers verwandelt; wir warfen einen Der Bürgerkrieg in Frankreich. Den „Daily News" telegrafirt man aus Paris vom 10. d. M.: In der Kommune herrscht die wildeste Verwirrung; es ist zu einem verwirrenden Konflikt der Autoritäten gekommen und die wider-sprechendsten Angaben werden osfiziellcrscits veröffentlicht. Rochefort gibt nach Verlust des Forts Jssy den Rath, die Kommune müsse einen Diktator erwählen, Rossel oder irgend jemanden ändern. Das Heil der Kommune hänge hievon ab und es sei kein Tag zu verlieren. In ihrer gestrigen Sitzung ersuchte die Kommune das Komitee der öffentlichen Sicherheit abzudanken, und erwählte ein neues Komitee, bestehend ans Janvier, Antoine Arnaud, Gambon, Eudes und Delescluze, welch' letzterer wieder besser ist. Rossel ist trotz seiner Abdankung noch immer Kriegsminister. Man spricht allen Ernstes davon, nicht ihn, sondern das ganze Zentral-zu verhaften. Eluferet wird voraussichtlich wenigen Tagen in Freiheit gesetzt werden, und man sagt sogar, er sei nach dem Hotel de Ville, in die Apartements des Generals Bergeret, gebracht worden. Die Liga der republikanischen Union hat heute auf die Aufforderung von ThierS hin ihr Programm veröffentlicht. Dasselbe stellt drei Forderungen : Anerkennung der Republik, Anerkennung der Rechtsbefuguiß voit Paris, die Polizei, die öffentliche Mildthätigkeit und die Schulen durch einen freigewühlten Rath zu verwalten und schließlich ausschließliche Beschützung von Paris durch die Natio-ualgarden. Ein Zirkularschreiben Thiers' vom 13. Mai Abends bestätigt, daß die Truppen eine ausgedehnte Tranchee im Bois de Boulogue errichtet haben. Die Armee des Generals Eiffey hat alle Verbindungen zwischen den Forts Vanves und Montrouge abgeschnitten. Die Truppen besetzten das Lizeum von Vanves. Das Zirkularschreiben schließt: So nähern wir uns auf allen Punkten dem Endtermin unserer Operationen und der Befreiung von Paris. Vom 14. d. wird aus Paris gemeldet: Während nach außen eine kurze Waffenruhe cingetreten, steigt der Parteihaber im Innern. Heute durchzogen Schaaren, die bald zu Tausenden anwuchsen, die rothe Fahne voran, die Straßen der Stadt mit den Rufen: „Nieder mit der Nationalversammlung Nieder mit der Kommune! Es lebe der Diktator Gambetta!" Man hatte nämlich in Erfahrung gebracht, Gambetta sei bei seiner Landung in Havre verhaftet worden. Alsbald rückten Nationalgarden dem Haufen entgegen, Schüsse fielen von beiden Seiten; es gab zahlreiche Todte und Verwundete. flüchtigen Blick auf die echt künstlerisch aufgefaßte und lebendige Büste Reuters, die Afinger modellirte, und auf das sehr ähnliche Portrait, welches Herr v. Butkowsky auf feiner Staffelei hatte — schickten wir uns zu einem gemeinsamen Spaziergang an. Ich will hier nicht im Stile der bekannten „Besucher" unsere Unterhaltung, die über alle möglichen Gebiete streifte, wiederzugeben suchen. Ich will nur hervorhebett, daß ich selten einen Mann getroffen habe, der seine Berufsgenossen mit so wohlwollender Herzlichkeit beurtheilt hätte, wie Fritz Reuter — es sei denn Robert Prüfe, von dem Reuter mit wahrer Verehrung sprach. Interessant war mir, daß der plattdeutsche Humorist seine ernsteste Dichtung „Kein Hüfung" für seine beste Arbeit erklärte; und nebenbei erfuhr ich, daß er für feine ersten Gedichte „Lauschen ett Rimcts", die jetzt in Tausenden und aber Tausenden von Exemplaren verbreitet sind, keinen Verleger hatte finden können. Die „Lauschen" hat er auf eigene Kosten drucken lassen und selbst mit Zittern und Zagen an die mecklenburgischen Buchhändler versandt — das Geld zur Bestreitung dieser Kosten hatte ihm ein guter Freund geliehen, denn es ging ihm damals herzlich schlecht; er war Lehrer und, in seinen Mußestunden, Künstler, er zeichnete Pastelportraits — für einen Spottpreis. Politische Rundschau. Laibach, 16. Mai. Juland. Wie die „Grazer Tgpst." meldet, soll die Regierung die Absicht haben, die Landtage in der ersten Hälfte des August einzuberufen und in denselben eine Wahlreformvorlage, welche von langer Hand vorbereitet wird, einzubringen. Wird diese Wahlreform angenommen, so werden »ach Sanktion derselbe» Abgeordnetenhaus und Landtage aufgelöst und Neuwahlen vorgenommen werden, durch welche Graf Hohenwart eine feinen Plänen günstigere Majorität zu erlangen hofft. Aber noch sind wir lange nicht so weit. Die nächste Hoffnung auf Abwehr der drohenden Reaktion liegt jetzt im Adreßantrag des Verfassungsaitsschusses. Die Aus- i arbeitniig der Adresse hat Dr. Herbst auf sich genommen. Minister Schäffle ist zu feinem und der Czechen Vergnügen zur landwirthschastlichen Ausstellung nach Prag gereist. Wahrscheinlich soll er die Czechen dafür stimmen, vorläufig auf das Hohen- : wart'sche Anbot wegen der Landesautonomie wie in -Galizien einzugehen. Es soll auch bei vielen schon Anklang finden, allerdings mit dem Hintergedanken, daß durch dieses scheinbare Eingehenwollen auf die ministeriellen Pläne der Muth des Kabinetes gestei- | gert und der offene Bruch beschleunigt werden könnte. Ist einmal der Reichsrath aufgelöst, so sind die , Ezechen der Einhaltung ihres Versprechens ohnehin überhoben. Es müsse dann der Appell an die Landtage erfolgen, was ja die Föderalisten anstreben. Auch die ausländische Presse nimmt Akt vo» . den famosen Erklärungen, welche Graf Hohenwart im Vcrsassungsausschusse gab. Der „Breslauer Zeitung" wird aus Wien geschrieben: „Der Zusammenstoß zwischen dem Ministerium und dem Parlament ist nun wohl unabwendbar. Graf Hohenwart muß offenbar durch das Schicksal seiner Auto-nomievortage im höchsten Grade verletzt worden sein-Anderseits mögen seine Chanzen bei Hof schon fe^ ungünstig stehen, so daß er daö Dränge» der Thun-schen Klique, die es nicht erwarten kann, die Arme für einen Staatsstreich frei zu bekommen, sehr übet empfindet. Mit der ihm eigenen nervösen Reizbarkeit platzte er also im Ausschüsse heraus, daß es allerdings in seinem Plane liege, Böhmen dieselben und eventuell auch größere Zugeständnisse als Galizien zu bewilligen. Es bedarf keiner weiteren Ausführung, daß dann die Verfassung zertrümmert, der Föderalismus iuauguritt, das Deutschthum in Böhmen dem rohesten Czechismns geopfert und zugleich der Grund der Allianz, die eben erst Rieger mit der Klerisei zur Vergewaltigung der Deutschöster- Schon bereute er den Leichtsinn, in majorem poetae gloriam eine Summe Geldes verausgabt zu haben, deren Zurückerstattung ihm bei seinem spärliche« Einkommen sehr bedeutende Schwierigkeiten verursachen und noch mehr Einschränkungen nuserlegeit mußte — da kam eine erste Nachbestellung! Die beiden Exemplare, die Reuter dem Buchhändler 0 gesandt hatte, waren „vergriffen!" Dieser bescheidene Erfolg erfüllte die Brust des Dichters mit himmlischer Hoffnung. Da kam von einem zweite" ; Buchhändler eine Nachbestellung, dann von einet'1 dritten, von einem vierten, ein fünfter bestellte gar sechs Exemplare aus einmal; der Stein war ins Rollen gekommen, jetzt brachte die Post fast täglich Buch' ; Händlerbriefe, der Erfolg war da. In Verhältnis : mäßig kurzer Zeit wurde die erste Auslage vergriffen und von Stund ab blieb der Erfolg der treue Genosse des Dichters. Und so ist er denn vorwärts geschritten, von der Anerkennung der Kr>t» und dem Beifall des dankbaren Publikums begleit^, und ist schnurstracks auf geradem Wege dem BlC entgegengeeilt, welches er mit der „Stromtid" ev reicht hat. (Schluß folgt.) reicher abgeschlossen, sowie nach der Erklärung der „liberalen" Jungezechen zu Gunsten des Unfehlbarkeitsdogmas, dem Jesuitismus in seiner finstersten Gestalt eine neue Zwingburg an der Moldau bereitet wird. Die „Süddeutsche Presse" sagt in einer Wiener Korrespondenz: „Eine förmliche Auslieferung der Deutschen wäre es, wenn den Czechen, wie es der Ministerpräsident zu beabsichtigen ausdrücklich erklärte, dieselben Rechte eingerüumt würden, wie den Polen m der galizischen Vorlage. Zeigt doch die fortschreitende Czechisirung Böhmens deutlich, wie die Czechen, auch noch bevor ihnen die ihnen zugedachten Rechte eingeräumt sind, den Deutschen gegenüber austreten, was würde erst geschehen, wenn Böhmen einen ezechiichen Minister ad hoc — zwei czechische Ressort-3.7 haben \o\v ja bereits — eine czechische Uni-f*1.,, “f« W' Handelskammern und einen czechi- '.Gerichtssenat erhielte? Will die Regierung ew- ■ auS ^°h'uen und Mähren ein Schleswig-W'en' machen? Das Ministerium Hohenwart hü!, -t. ,em 8euer und vergißt, daß es für das von ihm erfundene „wahre Oesterreicherthum" keine L .! 'x fa^r ^be, als wenn sich auch die Deutsch« irerreicher geuöthigt sehen möchten — Föderalisten ju werden!" ^ Ausland. Der Inhalt des in Frankfurt ab' s 7-1 nen ^riedensver träges befriedigt die fi» t! ^^tter im höchsten Grade. Alle geben 1 dem Gedanken Ausdruck, daß weit mehr erreicht won>cn, als sie zu hoffen gewagt. Namentlich die !n finanzieller Beziehung errungenen Erfolge ließen selbst die kühnsten Erwartungen hinter sich zurück. Die „Schlesische Zeitung" konstatirt, daß Tausende in Deutschland darauf gefaßt waren, daß Fürst Bismarck in der Kriegsentschädigungsfrage Zugeständnisse machen werde. Statt dessen vereinbarte er bekanntlich erheblich kürzere Zahlungsfristen und weit belangreichere Bürgschaften für bereit Einhaltung. Dagegen hat, wie aus Versailler Telegrammen ^«vorgeht, die Kenntnißnahme des jetzigen Vertrages ivwohl in der Nationalversammlung wie in dem größeren Publikum Verstimmung und lebhafte Ent. taufchung hervorgerufen. Man hatte erwartet, die Bedingungen würden sich etwas milder gestalten, und man findet, daß sie sich nicht unwesentlich ver-Ichärst haben. Jules Favre hat bereits in der ftzung. am 13. d. M. den Friedensvertrag der 1!°!-« ' Nationalversammlung vorgelegt und i m't Erläuterungen begleitet. Er mochte kein v yi daraus, daß das definitive Friedens-Instrument !len.;Q0er.,Frankreichs verschlimmere, und her1!» “|ur und mit Recht die Insurgenten f&timm1' ^"e verantwortlich. Diese Ber- Fottbni.»1"1'!!9 !r t 2iules Favre zunächst in der Bestimm, deutschen Okkupation; die übrigen selben qS" feiV’ nach der Ansicht Favres die« erfahren " tole in den Präliminarien. Neues der Kri ea«^aDte8 Munde über die Rückkehr denselben hLr».6' a n 8 e tt e n aus Deutschland. Von Armee eintrew üUr 80-00() Mann wieder in die bereits üb... darunter die 20.000 Mann, welche um den arnrwf*11 dem Wege nach Afrika find treulich ist hi» « r” 9tu^tonb 3“ unterdrücken. Er Aufnahme n/k ^ mmung, die in dem neuen Traktat sche« toieheJUiL b5& die ausgewiesene» Deut und werden dürfen in keinem Theile der Schweiz Aufnahme inden, und es ist ihren Gliedern jede Wirksamkeit n Kirche und Schule untersagt. Die Errichtung neuer und die Wiederherstellung aufgehobener Klöster ist unzulässig. Aus Petersburg wird vom 14. Mai gemeldet : Nach Berichten aus Zentralasien werden die Vorbereitungen der Russen zu einem Feldzuge gegen Khiva eifrigst betrieben. Die Soldaten werden n der Handhabung von Hinterlader-Gewehren und Hinterlader-Kanonen eingeübt. Die Stadt Djisak ist zum Zentralpunkte der russischen Armee bestimmt. Aus Orenburg sind Heeresabtheilungen ausmarschirt, um KHiva von Usturta aus anzugreifen, während andere Abtheilungen von Krasnowodsk aus den Angriff unternehmen werden. In der Bncharei herrscht eine starke Erregung. _______ 119en wieder u i' 13 Ulc uuvgeivie,rncn xj e in ihre AnföifiL« ^en Besitz ihrer Güter treten Die ^ u'gkettsrcchte wieder eingesetzt w Kommissinn h 1° e *J c r ‘ f che Bundes - Revisions-gefaßt: 1L b- M. folgende Beschlüsse zwecke einer $ ^halten, für eigentliche Kultus-welcher er ni*l ^lon obcr Religions-Genossenschaft, Glaiibcnsansi*! ""^hört, Steuern zu bezahlen. Die der bü,-al!?? "»^"binden nicht vou der Erfüllung dem Bunt». dstichten. Den Kantonen, sowie öffentliche,, nJs ^^ehalten, für Handhabung der Konfessim.l.., c ""0 und des Friedens unter den hörten in Scfc,9^11 |?,t0l‘iffe kirchlicher Be-bie geeignete» )>r , 1 53ia'9er “nb bcd Staates der Je S , Maßnahmen zu treffen. Der Orben u»b bie ihm affiliirten Gesellschaften Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal-Chronik. — (Der sonntägige Ausflug der S 0 -kolisten nach St. Katharina) endete in später Nacht nach deren Rückkehr von Zwischenwässern mit einem lärmenden, von ZiviogebrUlle begleiteten Einzuge vom Bahnhofe durch die Wienerstraße zur Citalnica. Es liegen uns mehrere Zuschriften von Anwohnern jenes Stadtlheiles vor, worin Uber diese rohe Störung der nächtlichen Ruhe, welche jederzeit den Schlußakt der Sokolausflüge bildet, Klage geführt wird. Einer der Schreiber meint, daß die ländlichen Rekruten, die ihre Furcht vor der Militärabstellung im Weine zu ersäufen und in exzessiver Weise in den Straßen der Stadt zu taumeln pflegen, an derlei Einzügen und ihrer Begleitung von wenig anempfehlendem Aussehen einen neuen Nebenbuhler gefunden hätten. Es wäre wohl gut, wenn „Olikani Slovenec“ (der gebildete Slo-Vene) bei einer neuen Auflage auch die ländlichen Ausflüge behandeln würde. So lange hierüber nicht eme Belehrung erscheint, muß man es den seinen Sokolisten, die ihre Bildung au? „Brencelj" und den slovenischen Kulturblättern schöpfen, zu Gute halten, wenn sie eine ruhmvolle That damit zu begehen glauben, daß ihr wllsteS Geleite den ruhigen Städter aus seinem Schlafe aufrüttelt. Eine ungewöhnliche, im hohen Grade auferbauende Erscheinung in dem schreienden Zuge war der taumelnde Franziskaner pater, der den Ausflug mitgemacht und Vormittags die heilige Messe auf St. Katharina gelesen hatte. Der hochwür« dige Herr wackelte, von Sokolisten geführt, in weinseliger Laune, und brachte mit kräftiger Stimme laute Zivio'S auf offener Straße aus. Auch Uber die Art und Weife, wie die ländliche Jugend diese AusflUge der edlen Träger südslavischer Bildung auffaßt, werden uns von einem Augenzeugen interessante Details geliefert. Die Bauernburschen werden nämlich belehrt, daß die Sokolisten die Retter des Vaterlandes seien und jeder echte Fant müsse es die verruchten NemschkutarS entgelten lassen, weil diese an allein UnglUcke des Landes, an der Vernrtheilung der Jantschberger u. s. w. schuld seien. Besonders werden ihnen die deutschen Turner oder die Eichelträger (zelodarji) als diejenigen bezeichnet, auf die man loSschlagen müsse. Zum Schlüsse noch eine interessante Episode vom sonntägigen Ausfluge. In Zwifchenwässen hatte sich eine große Anzahl von Freuw den des SokolvereineS auS Laibach und einigen oberkrav nischen Städten eingefunden. Ein hiesiger Nationaler fuhr in eigener Equipage hinaus. Als er, von dort zurückkehrend, gegen St. Beit fuhr, begegneten ihm mehrere Bauernbursche. Letztere meinten, nur ein Nemschkutar könne bei einem nationalen Feste, zu dem alles mittelst Eisenbahn kam, in einer schönen Kutsche auf der Landstraße fahren. Die übliche Begrüßung Prekleti nemSkutar erscholl, und alsbald sauste ein Steinregen um den Kutscher. Nur die Schnelligkeit der Pferde rettete den nationalen Patrioten vor der empfindlichen Probe ländlicher Aufmerksamkeit für die auf einer Lanbpartie befindlichen Stäbter, benen es nicht an bet Stirne geschrieben steht, ob sie Nemschku-tarö ober Sokolfreuude feien. — (Für Laudwehrrefervisten.) Stach einer Verordnung bes Lanbesvcrtheidigungö - Ministe- riums werden im Jahre 1871 alle jene Reservisten zu den diesjährigen Waffenübungen einberufen, welche im Jahre 1867 asfeutirt sind und nicht volle zwei Jahre in aktiver Dienstleistung standen. Desgleichen werden in den Waffenübungen für 1871 die Reservisten der Jahrgänge 1863 und 1865 beigezogen. Eine Ausnahme hievon bilden jene Unteroffiziere, welche bei Einführung des neuen Wehrgesetzes während der Ueber-gangsperiode (Ende 1869) nicht in die Reserve eingereiht wurden. Jedes nicht pünktliche Eintreffen der Wehrpflichtigen wird mit einer Verlängerung der Dien ft zeit bestraft. Gesuche um DiSpension von der Waffenübung werden nur im Falle konstatirter Krankheit oder bei der von der Gemeinde nachgewiesenen Verhinderung des Betreffenden, wenn dessen Anwesenheit in der Familie aus den allertriftigsten Gründen nothwendig ist, berücksichtiget. — (Eine Monatsversammlung des Musealvereins) findet morgen, d. i. Mittwoch den 17. Mai um 5 Uhr im Lokale des historischen Vereins statt. Das interessante Programm enthält folgende Punkte: I. Trinker: Hebet den jüngst gemachten Fund fossiler Zähne in dem Kohlenlager von Trisail. Deschmann: a) Neue Beiträge zur fanerogamen und kriptogamen Flora KrainS; b) über Höhlenbärenreste in Bohnenerzlagerstätten OberkrainS. S t u s s i n e r: Die krainischen Grolteninsekten und die Darwinsche Theorie. — (Irrfinnsfall.) Samstag Abends gegen halb 6 Uhr Uberstieg der Mehlhändler Andreas Bobner, wohnhaft Gradifchavorstadt Nr. 10, im Rondeau der Lattermannsallee das Bahngeländer in der Absicht, sich unter den vorbeifahrenden Schnellzug zu werfen, wurde jedoch burch ben Stadtwachmann Matthäus Scharz noch rechtzeitig erfaßt, mit Gewalt zurückgezogen und, da er als irrsinnig erkannt wurde und Selbstmordgedanken äußerte, ins Irrenhaus abgegeben. — (Ernennung.) Der k. k. Landesschulrath von Steiermark hat ben Schuldiener an der hiesigen Oberrealschule Andreas Kokail zum Aushilfslehrer an der Volksschule zu Mureck, und den Unterlehrer Franz P o d o b n i k in Tschermoschnitz zum Aushilfslehrer an der Volksschule in Reichenburg ernannt. — (BergnügungSzug nachTriest und Adelsberg.) Der BergnügungSzug von Wien und den anderen größeren Stationen der SUdbahn nSch Triest und Adelsberg (Grotte), welchen dieselbe seit mehreren Jahren alljährlich zu Pfingsten verkehren läßt, wird auch in diesem Jahre stattfinden, und wird derselbe unter den gewöhnlichen Bedingungen am 27. d. 7 Uhr 5 Minuten früh von Wien abgehen und am 30. b. 7 Uhr 16 Minuten Abends in Wien wieder eintreffen. Etngrsendet. Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herren S. Steindecker & Comp, in Hamburg besonders aufmerksam. Es handelt sich hier um Original-Lose zu einer so reichlich mit Hauptgewinnen ausgestatteten Verlosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr lebhafte Betheiligung voraussetzen läßt. Dieses Unternehmen verdient um so mehr das volle Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und auch vorbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung zahlreicher Gewinne allseits bekannt ist. Beseitigung aller Krankheiten ohne Medizin und ohne Kosten durch die delikate Gesundheitsspeise ltevales-ciöre du Barry von London, die bei Erwachsenen und Kindern ihre Kosten 50fach in anderen Mitteln erspart. 72.000 Zertifikate über Genesungen an Magen-, Nerven-, Unterleibs-, Brust-, Lungen-, Hals-, Stimm-, Athem-, Drüsen-, Nieren- und Blasenleiden — wovon aus Verlangen Kopien gratis und franko gefenbet werben. Zertifikat-Nr. 64210. Neapel, 17. April 1863. Mein Herr! In Folge einer Leberkrankheit war ich seit sieben Jahren in einem' furchtbaren Zustande von Abmagerung und Leiden aller Art. Ich war außer Stande zu lesen oder zu schreiben; hatte ein Zittern alter Nerven im ganzen Körper, schlechte Verdauung, fortwährende Schlaflosigkeit und war in einer steten Nervenansregnng, die mich hin- und hertrieb nnd mir keinen Augenblick der Rn he ließ; dabei im höchsten Grade melancholisch. Biele Aerzte, sowohl Inländer als Franzosen, hatten ihre Kunst erschöpft, ohne Linderung meiner Leiden. In völliger Verzweiflung habe ich Ihre Revalesciöre versucht, und jetzt, nachdem ich drei Monate davon gelebt, sage ich dein lieben Gutt Dank. Die Revalescifere verdient das höchste Lob, sie hat mir die Gesundheit völlig hergestellt und mich in den Stand gesetzt, meine gesellige Position wieder einzunehmen. Genehmigen Sie, mein Herr, die Versicherung meiner innigsten Dankbarkeit und vollkommenen Hochachtung Marquise de Br6han. In Blechbüchsen von '/, Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — Kevalescike Choco)at6e in Tabletten für 12 Taffen fl. 1.50, für 24 Tassen fl 2.50, für 48 Tassen fl. 4.50, in Pulver für 12 Taffen fl. 1.50, 24 Tassen fl. 2.50, 48 Tassen 4.50, für 120 Tassen fl. 10, 288 Tassen fl. 20, 576 Taffen fl. 36. — Zu beziehen durch Äarry du Barry L Co. in Wien, Wallfischgaffe 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parsumeur und Anton Krisper; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßburg Pisztory; in Klagenfurt P. Birnbacher; in Linz Haselmayer; in Graz Oberranzmeyer; in Marburg F. Kollet-nig; in Lemberg Rottender; in Klausenburg Kronstädter, und gegen Postnachnahme. Galizien gewährt werden soll, vorliege, und weiters, daß die Regierung gezeigt habe, einem eventuellen Wunsche Dalmatiens nach Vereinigung mit Ungarn nicht nachkommen zu wollen, indem sie diesfalls bisher keine Vorlage cinbrachte. Pest, 15. Mai, Gerüchtweise heißt cs, die Minister Horwath und Gorove demissionirten. Versailles, 15. Mai. Die Regiernngstruppen besetzten Montrouge. Die Insurgenten räumten Fort Vanves. Telegrafischer Wechselkurs vom 16. Mai. öperz. Rente österr. Papier 59.20. — üperz. Rente österr. Silber 68.85. — 1860er StaatSanlehen 97.25. — Bankaktien 759. — Kreditaktien 280.20. - London 1*5.—. — Silber 122 40. -St. I. MUnz-Tukaten 5 91',. — Na-poleonsd'or 9.96. Das Hans S. Sacks & (?o. in Hambura wird uns wegen prompter und aufmerksamer Bedie nung seiner Jnteresseulen so angelegentlich empfohlen, daß wir nicht umhin können, aus die im heutigen Blatte befindliche Annonce desselben ganz besonders hinzuweisen. Witterung. Laibach, 16. Mai. Trüber Tag. Landregen fast ohne Unterbrechung anhal-tend. Bedeutende Abkühlung, in de» Alpen Schneefall Wärme: Morgens 6 Uhr + 7.3“, Nachm. 2 Uhr + 5.9° R. (1870 + 21.5”; 1869 + 17.5°). Barometer rasch steigend 323.63"'. Das gestrige Tagesmittel der Wärme + 10.8°, um 0.4" unter dem Normale. Der gestrige Nieder schlag 14.70"'.__________________________________________ Angekommene Fremde. Am 15. Mai. Stadt Wien. Böhm , Theater - Direktor , Wien. — Schrebez, Privat, Graz. — Kürstein, Kauf m., Wien. — Essinger, ftaufm., München. Elefant. Exzellenz FML. Morhamer, Graz. — Arhold, tauptm.-Adjutant, Graz. - Gyurkovies, Hanptmann, örz — Dr. Walland, Oberarzt, Wien. - Sachs, Kaufmann, Agram. - Jenkner, ftaufm., Rudolfswerth. -Sonnenberg. — Kausm., Czakathurn. — Dworiuk, Han-drlsmann. Gurkfeld. - Schwar, Geschäftsreisender, Unter» kram. — Wiwoscheg, Stein. . Balerieelier Hol*. Pierobon, Fleischer, Triest. — Besel, Ochsenhändler, Oblak. — Gulii, Sefsana. - An-tonitsch, Triest. — Hübner, Getreidehändler, totst cf. — Peltz, diähmaschinen-Fabrikant, Wien._________________ Verstorbene. Den 14. Mai. Ursula Kukec, Jnyitntsarme, alt 70 cxahK im Versorgungshause 91t. 4 an der Lungenlähmung.1 Den 15. Mai. Dem Herrn Anton Verbii. Zimmer-malet, sein Sohn Anton, alt 26 Jahre, in der Stadt Nr 218 alt der Gehirnlähmung. — Der Frau Agnes Grahor, Maschinführerswitwe, ihr Sohn Johann, absoluter Hörer der Medizin, alt 23 Jahre, in der Kapuzinervorstadt Nr. 82 an der Lungentuberkulose. — Dem Martin Seiet, Maschinpntzer, seine Tochter Maria, alt 21 Jahre, in der Htadehkqvotstadt Nt. 34 an der Lungenschwindsucht. > Gedenktafel über die am 1 9. Mai 1871 stattfindenden Lizitationen. 3. Feilb., Mohotiii'sche Real., Großubelskn, BG. @e-uosetsch. — 3. Feilb., sustersii'sche Real., Zagvrje, BG. Feistriz. - 3. Feilb.. Zigur'scke Real., Podraga, BG. Wip-pach. — 2. Feilb., Planovsek'sche Real., Jdria, BG. Jdria. — 1. Feilb., Snedec'sche Real., Tschernembl. BG. Tscher-nembl. __________ Telegramme. Wien, 15. Mai. Der Verfassungsausschuß | beschloß die Einsetzung eines neungliedrigen Subkomitees, welches dem Ausschüsse ein Elaborat über! die galizische Vorlage und direkte Wahlen vorzulegen hat. Der Ausschuß beschloß ferner, vom Hanse die Ermächtigung zur Abfassung einer Adresse nachzu-suchen. Auf eine Anfrage Banhans' erklärte der Ministerpräsident, die Regierung könne sich bezüglich ihrer Stellung zur Bukowina nicht aussprechen, da Seitens der Bukowina keine Forderung, wie sic | Zahnarzt Med. L Chir. Dr. Tänzer, Dozeut der Zahnheilkunde ans Graz, wohnt hier Hat et Klefant 'JO und 21 und ordinirt in der Zahnheilkunde und Zahutechuik täglich von 9 bis 1 Uhr Vormittags und von 3 bis 6 Uhr Nachmittags. Aufenthalt noch diese Woche. "WE Laibach, 15. Mai 1871. (203-9) Ein junger Mann, verheiratet, bisher Leiter eines größeren Geschäftes, sucht eine Stelle als föutsuctivaltcf, Administrator, Bnchhnltcr, Korrespondent. Derselbe kann eine Barkantion von 4000 fl. erlegen, und würde der Suchende am liebsten, so derselbe eine Lebeusaiistellung sucht, bei einer <8ntsbesi 421.— . 202 75 . 176-. 177.— 84. 75.50 756 267.75 280.50 895.— 244.-265.— 89 - 111.7$ 2262 178.80 223.75 261.75 171.50 4V2. 203.— 176 50 177.50 92.90 93.10 9x\25 90.50 106.251106.50 86.751 87.2: Lest. Hypvth.-Bank. Prlortt&tB-Obllff. Südb.-Ges. zu500 yr. fcte. BenS 6 pÄt. Nordb. (100 fl.