EINZELPREIS: wochentags 10 Rpl Sam»ta||^>Sonntaf( 15 Rpf loiburatt ötitung A m 11 i c h • s Organ des iVcflag und SchdftMtunjE: Marburs a. d. Drau, Hadgaite Nr. 6, Fcronit: 25-67, 25-08, 25-09. — Ab 18 Uhr (6 Uhr abends) Ist dlt Schriftleitung nur auf Fsmrut Nr. 28-67 emichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rUckgesandt. — Bei Anfragen Rückporto beiiegeii. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.608. Steirischen Heimatbundes üracheint wöchentlich aechsmai als Morgenzeitung (mit Ausnahme der Üonn- u. Pclertage). Bezucsp'eis (im voraus zahlbar) monatlich KM 2.10 einschl. Zustellgebühr; bei LicKning im Streifband zuzüglich Porto; bei Abholen in der Üe-schäftsstelle PM 2.—. — Anzeigen- und BeiugsbestellunBcn in der Verwaltung. Ht. iSi !31tar6uro a. b. 2>rau, 3Roiita0, 2S. 3uli 1941 81.3a5r0ang AbkeimiM swheheii T«M* und Vichy: Genelnsame Verteidigung indociiinas lapan «nlscMossaiii dia Neuordnung in Ostasion durchxuftihren und einen grossasiatischen Lebensraum su schaffen Japans Kronrat einberufen RaHliiieiiing des Abkommens In Gegenwart des Tenne Tokio, 27. JttU. Der Knmrat wind am 28. JtiU eine Sitrang zur Behamllung des japanisch-tramötlichBn Abkotmnetis zur gemelnsamtn Verteidigung Französisch-Indochina^ abhatten. Dit Regkfitng wird hierbti durch Mhiistsrprflsklcflt Fürst Konoye, Au-Bemninlster Toyoda, Kriegsminisier Tojo und Marineminisler Oikawa vertreten sein. Nach der Annahme durch den hierfür eingesetzten Ausschuß wird am selben flachmlttag dis Ratlüsiening in einer außerordtntUchen Sitzung des Kronrats in Gegenwart des Ttnao vorgenommen. Ministerprisident Konoye hatte am Sonnabend abend im Zusammenhang mit dem Abkommen Besprechungen mit dem Leiter des Planungsamtes Tomita, Qene-ralleutnant Suzuki, dem Leiter des Informattonsamtcs Ito und noch einigen anderen hervorragenden PersAnHchkslten. sprecheindc Maßnahmen seilten von Wi-rt-ecbaft und Handel schon seit Iäi\gerer Zeit vorbereitet, wjnd erklärt. Üie würden k enger ZusamuneivartKH mTt der Regierung durchgeführt, di« imi Laufe der letzten Monate bereits zahlrcicbc Bestimmungen zur Regelung d^cs Währungsprotolwiis usw. erlassen habe, sodaß die neue An-ordnuiiig Roosevelts kein« Unruhe hervorgerufen tiabe. Dieseiiben Kreide unterstreichen den aggressiven Charakter der USA-Maßinah-men und betonten, daß Japan hierdurch nicht von seinen großen Aufgaben zur Schaffung einer Neuordnung in Osta^i'^n und eines großasiaitischen Lebensraumes abzubringen sei, lni übrigen dllrfte Roosevelts Maßnahm5e nicht zuletzt emplind-licf«; Auswiiliung auf die USA-Wirtschaft sHfo«4 haben. HmdinlaiiwradK Itos »Die Verantwortung für alle Folgen trifft _ db USA« Tokio, 27. Ju«. In einer an das jafianieohe Volk gerichteten Rundfunkansprache teilt der Präsident des Informationsbüros der Regierung:, Ito, die Einfrierun^ der japaniscnen Guthaben in den USA mit und stellte dazu fest, daß ^e japanische Regierung entsprechende Gegenmaßnahmen ergreife. Anscbsinsnd soll die USA-MaBnahme die R«aktk>n auf das Abkommto iwlKhm Tokio und Vichy über die gcmeiiisame VertfkUgung Französisch-lndocbinas diu> stellen, führte Ito aus. Es schdne jedoch, daB oe USA das japanische Vorgehen nicht verstinden. Hier handle e« sich um ein auf friedUchen Wege und fai gegenseitigem Binverstindnls abges€hk>s-senes Abkommen zwischen Frankreich und Japan, das niemanden herausfordere und kaneslalls unter Zwang abgeschlossen worden sei. Unter solchen Qesichts-punkten seien bel^ Linder übereingekommen, sich gemeinsam für den Frieden Im Fernen Osten einzusetzen. So sei das jipanisch-franzbBlsche Abkommen zumin-dest wesentlich friedliclier als eine USA-Besetzung. Sollten die USA JafMms wirk-licha Absieht nicht verstehen oder sich weigern, dlee lu tun, und entachk)Men sein, Japan weiterhin unter Druck zu setzen, darni könne man nur feststellen, daß die Verantwortung für alle Folgen eines derartigen Vorgehens die USA treffe. Eine neue Maßnahme der USA werde praktisch und vom wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen keine großen Auswirkungen auf Japan hat>en. Das japanische Volk solle daher in Ruhe auf die entsprechenden Oegepmaßnahmen der Regierung vertrauen. lapan rechntto nil RooMtnlli MassmUmmi Sperrung dsr Guthaben macht In Tokio keinen winUruck T o k i 0, 37, Jtrii. Hiesige Wirtischafts- und Han-deiskreisc nehmen die Meldung über die GInfrlerung der jaipanischen üulhaben iin den Ver-aiußerordentlich ruhig Hinterindien Roosevelt schafft einen neuen KouflikUraum Die schon seit Monaten gespannte Läse in Hinterindien hat sidi nun verschärft. Roosevelt ist mit Englands Milfe eifrig um eine Einkreisung; der südöstlichen Interessenzone Ja^iins bemüht. l:s handelt sich dabei in der Hauptsache um den Versuch, in der französischen Kolonie Indochina Fuß zu fassen. Das ist dt^r strategisch wichtige Ostteil liinter-indiens, von dem Japan ausdrücklich erklärt hat, daß er zu dem groUasiatlschen Raum gehört, der dem japanischen Ordnungsanspruch unterliegt. Durch Vertrai; mit der französischen Regierung hat Japan schon seit dem letzten Jahre in Indochina einige Stütz.punkte inne, die vor allem den Zweck haben, durch die Kontrolle der nördlichen Verbindungswegs einen WaffenschmugKel nach China unmöglich zu machen. Der Führungsan-.spruch Japans in diesen Ostgebieten am Chinesischen Meer ist aber auch darüber hinaus anerkannt worden, als Thailand und Indochina ihren Ürenzkrieg durcli einen Frieden beendeten, der nicht etwa von der englischen, sondern von der japanischen Regierung auf Antrag der streitenden Parteien freundschaftlich vermittelt wurde. Die fernöstliche Front Englands stützt sich in der Hauptsache auf Sin^:apur an der Südspitze dir Halbinsel Malakka. Dieser Stützipun^ct ist unter Aufwendung riesiger Mittel an Geld und .Material vcr-stä-rkt worden. Die Zahl der britischen Zwei Sswietdivisionen veraichtet Bei Megliew 2$«000 Gefangene — 241 GeschUtie und 750 Kraftwagen etbeutet Berlin, 27. Juli. Im Räume von Mogllew wurde der letzte Widerstand der eingeschlossenen sowjetischen Streitkfifte unter schweren Verlusten für die Bolsctiewi^ten gebrochen, Zwei sowjetische Divisionen wurden vollständig vernichtet. 2ä.000 Oetangene wurden eingebracht. 161 Geschütze und Flakgeschütze, 80 Panzerabwehrgcaehfitse und 750 Kraftfahrzeuge fieien in deutsche Hand. Moskau erneut bombardiert OPERATIOMEN IM OSTEN ERFOLORGICH FORTGESETZT — BOMBEN AUF MILITÄRISCHE ItUZ AM SUEZKANAL Garnisonen am lanugciiireckten Golf von Thailand ibt gestiegen, und vor allem wurden die Truppen im Osten von Eng-lisch-Bunnu bedeutend verstärkt. Burma und Indochina haben im Norden auf einer Strecke von -^OU Kilomete-rn cme iicmein. same Grenze; in der Mitte und Im Süden liegt Thailand als breiter Puffer zwischen der im Westen gelegenen englischen Kolonie und der französischen im Osten. Hinterindien ist eine gcwultiije Brücke zwischen dem asiatischen Landmassiv und der australischen Inselwelt. Sie reicht vom südlichen China mit einer Länge von 2500 Kilometern bis fast an den Äquator, während sie in einer Breite von etwa 2U0Ü Kllonictern den Westindischen O/ean vom südchhiesischcti Meer trennt. Das Rückgrat iiinterindiens sind itn Norden die rieNigen, Krößtenteih noch unerforschten Gebirge, die in einer Höhe von btJOÜ Metern aus Tibet hervorquellen und sich dann in drei Streifen nach Süden fortsetzen. Der westliche Ausläufer trennt Burma von As^ani, der mittlere verläuft im Zuge der langtrc-stireckten Malakka-Halbin.^el. tmd der östliche bildet das OebirR^land von An-nam in Indochina. Zwischen die>en Ge-biirgszonen öffnen sich weite Stromebenen und niedere Hü^jelländer, und zwar Burma im Westen, Thailand in der Mitte, Kambodscha und Kochinchina im französiscli-indocliineslschcn Osten. Genau so wie die Oebirgszüge verlaufen auch die hinierindischen Flüsse allgemein Au« dorn Rihrerhauptquartler, 27. Juli. Das OberJtoniimando der Wehrmacht gibt bektnnt: An der gesamten Ostfront werden die Operattonen mit Erfolg fortgesetzt. Kampfflugzeuge griffen such in der letzten Nacnt VerkmrsanLagen und Ver« sQrgungsbetrtet>e der Stadt Moskau mit (^uter Wirkung an. In Südo*tengland bombardierte die Luftwaffe in der vergangenen Nacht wehr- bri-tlschcr Kanipflugzeuge auf Wohniviertel der Stadt Emden hatte die Zivilbevölkerung Verluste an Toten und Verletzten. Eine Anzahl von Wohngebäuden wurd« zerstört oder beschädigt. Kainipfhandlungen des Feindes über dem Rekrhs^ebiet fanden in der letzten Nacht nicht statt. Von den Kämplen iMi Smalensk mano- (htrHit SCHUKUO wsifRCiii >viö*JCipie JAPAN Titntiin INMEM /MONO. rOkMOiA long ($rH) PHiLlfFINfN (l/ l AJ SIAM ND CHINA-I? -sfÄAniv INI (Mf) I t OiSlAMPliCH-tlilP) Krr>M«4 QSMf.4. Archi* einigten Staaten auf, vor allem, da sit nach dem bisherigen j vlitHhaftllehe Anlagen. Vorgehen der USA — also der KUndi- Deuteche Kampfflugzeuge ««legten hi giMig des Handetev^rtragöS, dem »uneh- der Nacht zum 27. Juli mlHtärlsche Ziele mcnden Embargo sowie dem Wirtschaft pm Suezkanal mit Bomben. ^ lichvMi Druck gegenüber Japan — mli 1 Bei einem im Schutze der Wolken tinzigc deutsche Division 62 sowjetisch einer spkhen Maßnahino rechneten. Ent-' durchgeführten Tage«an<»riff ei«zelncr 1 Geschütze aller Kaliber. in der Nord-Süd-Richtung. Von ihneti Eine deutsche Division erbeutete In zwei < 5" Tagen 62 Geschütze ' lan^^-ten Strömen Asiens. \\ eil sie Berlin, 27. Juli. Bei den Kämpfen im Räume von Smit I lens-k erbeutete am 25. und 26. Juli ein aber crößtenieils m den engen Gebirgstälern dahinbrausen. ist ihre Verkehrs-' jdeutung viel RerinKcr als die der in ucn Ebenen fließenden Ströme, von denen der Irawaddv und der Mtnem die bedeutendsten sind. Seite 2 i>Mait>iirs:ör Zeitungc 28. Juli 1941 Nummer 181 Das Hauptinteresse konzentriert .^ich auf In<]ochina, die französische Kol6nie. deren Anfänge bis in das Jabr 1787 zu-rückrcichen. Damals trat Annam den etwa in der Mitte der Küstensrretize He-Kenden Hafen Turana ab. Als im Jahre 1907 die.territoriale Entwicklung der Kolonie abgeschlossen war, ergab sich ehie Verwaltungseinheit, in der die Kolonie Kochmchina mit den vier Protektoraten Annam, Tongking, Kanrhodscha und Laos mit dem Territormm Kwangtschau-q^an zusammengefaßt war. Diese politisthe Teriiing entspricht auch dem Bild der Landschaften. ♦ Frankreich hat für sein Gesamt-Kolo nialgebiet in Hinterindien den Namen^In-dpchina geprägt, um darauf hinzuweisen, daß es sich hier um ein Land handelt^ in dem sowohl indische'als auch chinesische f:infiüsse maßgeblich wurden. IndoclUna dehnt sich mit einer Länge von 1600 Kilometern in der Nordsüdrichtung ilber eine Fläche von 740.000 Ouadratkilome-tern aus; hiervon wurden vor einigen Monaten auf Grund des Friedensvertlfa-ges von Tokio etwa 50.000 OuadratkÖo-meter an Thailand abgegeben. Es handelt sich dabei um einige schmale Landstreifen westlich des Mekongflusses und um den nordwestlichen Teil von Kambodscha. Die jetzt noch zu Indochina gehörende Bevölkerung wird auf 22 bis 25 Millionen geschätzt, Indochina ist wirtschaftlich ein sehr wertvoller Ausschnitt aus der Großlandschaft Hinterindien. Vor allem ist der Reichtum an Bodenschätzen sehr erheblich. In Tongking, dem nördlichen Teil des Landes, werden in dem Becken von Kwang-Yeen, das unmittelbar an der Küste liegt, hochwertige Steinkohlen abgebaut; sie werden teilweise sogar im Tagebau gewonnen. Die Kwang-Yen-Kohle war vor dem Krieg ein heftiger Konkurrent der englischen Kohle auf dem \yeltmarkt. Gold, Silber, Zink, Zinn, Antimon, Eisen-, Wolfram- und Manganerze \verden ohne große technisclie Schwierigkeiten abgebaut, sodaß Indochina eine wirtschaftlich große Zukunft hat. Bisher bildeten Ackerbau, Viehhaltung, h'ischfang und Waldnutzung die Grundlage der indochinesischen Wirtschaft. Unter den Ausfuhren des Landes waren Reis, Kopra und Kautschuk am wichtigsten. Dabei sind längst nicht alle Möglichkeiten der Ausfuhr erschöpft worden, was vor allem auch mit den bisher noch nicht genügend entwickelten Verkehrsverhältnissen zusammenhängt. Nun ist Indochina zu einem neuen Konfliktsraum geworden. Auch daran trägt der aggressive Machtdünkel Roo-sevelts und die Unterstützung, die ihm von England bereitwilligst in Aussicht gestellt wurde, allein die Schuld. Nach dem Muster Island wollte der USA-Prfl-sident indochinesische Stützpunkte besetzen, um die Einkreisung Japans im Süden vollständig zu machen. Roosevelts Pläne sind durch das japanisch-französische Defensiv-Abkonimen zunichte gemacht. Wutschäumend ergeht sich nun der Präsident der USA in Ausfällen ge-een Japan, womit er allerdings nur vor der ganzen Welt die Eroberungspläne der jüdischen Dollarimperialisten offenkundig macht. Japan aber geht unbeirrbar seinen Weg. den es durch seine Lebensinteres- .^en vorgezeiclmet sieht. t Dentsclie KonsoMsbeaiiite aus USA zniUckgehehrt Erste BeKTüBunK in Lissabon Lissabon, 27. Juli. Die deutschen Konsulatsbeamten aus den Vereinigten Staaten, die bekanntlich von der USA-Regierung unter haltlosen Verdächtigungen und Anschuldigungen ausgewiesen worden waren, sind mit dem Hilfskreuzer »Westpoint« in Lissabon eingetroffen. Zu ihrer Begrüliung hatteii sich Botschafter Dieckhoff, der deutsche Gesandte in Lissabon von Hoy-ningen-Hüime, der Landesgruppenleiter der NSDAP Dr. Lübbe und viele deutsche VolksRenossen eingefunden. Am Freitag sina die Konsulatsbeamten in Sünderzügen nach Deutschland weiter-^iCreist. Der Hilfskreuzer »Westpoint« hat am Samstag nitt den aus Deutschland und Italien ausgewiesenen USA-Konsulats-beumten die Rückreise nach den Vereinigten Staaten angetreten, Bulgariens MinislerprSsideot wieder in Sofia S o f i a, 27. Juli. Nach ihrem offiizi€r[;en die Bordwaffen. Pausenlos hämmern unsere M(j's in die lange Reihe der Von Kriegsberichter Karl Türk |vor den Bcücken aufgebauten Kraftfahr-' zeuge. Im Nu brennen sie lichterloh. 20 I oder 30 mögen es sein, die wie Fackeln die Straße entlang stehen. Sie sind längst von ihren Insassen in panikartiger Flucht verlassen. Überhaupt: während der ersten 14 Tage hatte es den Anschein, wie wenn die Genossen Befehl hatten, aus den Kolonnen heraus Angriffe aus der Luft aktiv abzuwehren. Das ist — von Ausnahmen abgesehen — längst vergossen. Beim ersten Herannahen unserer Maschinen pflegt heute alles wild durcheinander mit oder ohne Fahrzeug kreuz und quer auf die Felder oder auch in den Straßengraben zu jagen. Das Schauspiel, das sich- da bietet, ist schon nicht mehr Flucht — es ist Pani'k und Chaos in kaum vorstell-ibarem Ausmaße. Er wird vernichtet werden Der Auftrag, der heute bei unserem Einsatz restlos erfüllt wurde, hat ein für den weiteren Gang der Schlacht wichtiges Ergebnis gezeitigt: Der Rückzug ist für den Gegner gesperrt! Er wird kämpfen müssen! Das heißt beim gegenwärtigen Stand der Dinge: Er wird seiner sicheren Vernichtung nicht entgehen! »Hier ist Portugal!« PRÄSIDENT CARMONA AUF DEN AZOREN JUBELND BEGRÜSST Lissabon, 27. Juli. Präsident Carmona traf am Samstag nachmittag im Hafen von Ponta Delgada ein, wo eine vieltausendköpfige Menschen-inenge dem Staatschef begeisterte Huldigungen darbrachte. Bei einem feierlichen Empfang im Re-.'jierungspalast hielt Carmona eine kurze Ansprache, in der er erklärte: Es gebe keinen Portugiesen, der nicht den patriotischen Enthusiasmus kenne, mit dem die Bevölkerung der Azoren sich immer mit großen nationalen Ereignissen verbunden fühlte. Kein Ausländer könne diesen Umstand ignorieren. »Hier ist Portugal«, so rief der Präsident Carmona aus, »Portugal mit* seinen Menschen, seiner Sprache, seinen Traditionen und mit allen Banden, die die Einheit einer Nation bestätigen und befestigen können. Und diese Einheit bifdeit nicht nur diejenigen, die im Mutterlande leyen, sondern auch die Tausende und aber Tausende der Söhne dieScr Inselgruppe, die in fernen Kolonien und auf anderen Kontinenten zerstreut das Erbe ihrer Vorfahren wahren.« Carmona schloß seine begeistert aufgenommene Retle mit Worten des Vertrauens in die Kräfte des Heeres und der Marine, die hier als Wachtposten des Rechts und der nationalen Ehre Portugals ständen. Briefwechsei Stalin-Churchill DER EINE DRÄNGT, DER ANDERE GIBT SCHÖNE WORTE Bern. 27. Juli. Wie United Press aus London meldet, hat Stahn an Churchill ein Schreiben gerichtet, worin er die Bedeutung eines jeckn Schlagcs, den England jetzt im Westen gegen Deutschland führen könne, unterstrich. Stalin habe die Taten der britischen Luftwaffe gepriesen und dar-.aiuif gedrängt, daß Deutschland aiuf allen nur möglichen W^'gen angegriffen werde. Churchills Antwort habe laut United Press lediglich der Bewunderung für den Kampf der Sowjets Ausdruck gegeben. Unterrichtete Kreise erklären dazu, es sei der Standpunkt Churchills, daß der Umfang und Charakter der britischen Hiffe im Luftkampf in beträchtlichem Maße von der Unterstützung abhänge, die England selbst von den Vereinigten Staaten erhalte. Eine andere Hilfe von seiten Englands komme für die Bolschewisten »derzeit« überhaupt nicht in Betracht. Jedenfalls geht aus Churchills Antwort deutlich genug hervor, daß London einem um Hilfe rufenden Bundesgenossen wieder eimnal nicht mehr zu bieten vermag als schöne Worte. Sünberung Bessarablens Taeesangriff deutscher Kampfflieger auf Moskau F ü h r e r h a u p t q u a r t i e r, 26. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In der Ukraine wurde örtlicher Widerstand feindlicher Nachhuten gebrochen. te" - ^ i" "-'. .■ •*-. Die verbündeten Truppen setzten trotz schlechter Witterungs- und schlechter Wegeverhältnisse die Verfolgung des geschlagenen Feindes fort. Dk Säuberung Bessarabiens durch rumänische Verbände steht vor dem Abschluß. Im Raum westlich und südwestlich Wjasma scheiterten Angriffe starker neu in den Kampf geworfener sowjetischer Kräfte unter schweren Verlusten für den Feind. Kampfflugzeuge erzielten bei einem Tagesangriff B<^benvolltreffer in Bahnanlagen der Stadt Moskau. Im Seegebiet u?n England vernichtete die Luftwaffe einen Frachter von 4000 brt. Andere Kampfflugzeuge warfen in der letzten Nacht Versorgungsbetriebe dei: Hafens Great Yarmouth in Brand und bombardierten Flugplätze im Osten der Insel. Seestreitkräfte schössen zwei britische Kampffkigzeuge ab. In Nordafrika lebhafte Spähtrupptätigkeit vor Tobnfk. Deutsche Kampfflugzeuge belegten in der Nacht zum 26. Juli abermals militärische Anlagen des britischen Flottenstützpunktes Alexandrien mit Bomben aller Kaliber. Britische Kampfflugzeuge warfen in der letzten Ndcht in Nordwestdeutschland Spreng- und Brandbomben. Nur einzelnen Flugzeugen gelang es, bis zur Reichshauptstadt vorzudringen. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste. An einigen Stellen entstanden Gebäudeschäden. Nachtjäger und Flakartillerie schos«e«i acht der angreifenden britischen Kaiv.pf-flugzeuge ab. (PK. Rotnpel, Pfessc-Hoffmann, M.) »Oberstleutnant Möklers« Färbige Zeichnung von Wolf Willrich, Berlin, auf der Großen Deutschen Kunstausstellung 1941. Ffln( Sowjefpanwr mif erbenteten BescnOben erledigt Geistesgegenwärtige deutsche Infanteristen Berlin, 27. Juli. Am Morgen des 26. Juli überwälligie eine deutsche Infanteriekompagnie im Räume von Smolensk eingeschlossene Bolschewisten und -erbeutete dabei einen umfangreichen sowjetischen Gefechtstroß mit Waffen und Gerät. Darunter befa-n-den sich auch zwölf Panzerabwehrgeschütze und größere Mengen dazugehöriger Munition. Als die deutschen Soldaten die letzten bolschewistischen Widerslandsnester ausgeräuchert hatten, tauchten plötzlich am Ostrand des Dorfes schwere Sowjet-Panzierkampfwagen auf. Der deutsche Konipanieführer erkannte sofort die Si-tuatioTT. Da die eigenen Panzerjäger noch weiter zurück waren, ließ er kurz ent-sclrlossen diie gerade erbeuteten PaTcr-abwehrgeschütze längs der Straße in Stel-lung gehen. Frndige Infanteristen halten die Bedienungstechni'k bald herair^gcfim-den und überschütteten die kommenden sowjetischen Parrzerkanipfwagen mit sov\ -jetischen Panizeralnvehrgranaten, Zwar prallte-n mehrere Geschos-se an den dicken Stathlwän-den der 52 Tonnen schweren Wagen ab, a-ber nach wohlgezielten Schüssen auf die Panzerkuppeln blieben zwei der rollenden Ungetüme kampfunfähig auf der Straße li'egen. Ein dritter, der ei«nen Treffer in die Breitseite erhalten hatte, fing zu brennen an. Zwei weitere .^wjetische Panzerkampfwagen wurden im Zusammenwirken dreier Pak-geschütze aus unmittelbarer Nähe er-ledigt. So wurden iasgesamt fünf Sowjetpan/.vr mit Sowjctpakgcschützen durch schneidigen Einisatz deutscher Bedienung vernichtet. Grosse Deolsclie KHnslausslellttng 1941 über 10.000 EWsucher am ersten Tag M ü n c h e n , 27. Juli. üroUc Deutsche Kunstausstcllunv: 1941 hat wie Ihre Vorgängerin schon am ersten Sonntag, an dem sie der breiten Öffentlichkeit zugänglich war, ihre starke Anziehungskraft und die enge Verbundenheit des deutschen Volkes mit dieser repräsentativen Reichsschau des deutschen Kunstschaffens gezoigt. Am Sonn-tagnachmittag wurde, noch zwei Stunden vor Beendigung der (Öffnungszeit, bereit* der 10.000. Besucher gezählt. Schon in den frühen Morgenstunden setzte ein gewaltiger Besucherstrom ein, der den ganzen Tag über anhielt. So gestaltete sicU der erste Ausstellungssc^nntag zu eineni verlteißungsvollen Auftakt für die zweit--während des großdeutschen Freiheit?-'-kanipfes eröffnete Große Deutsche Kun-l-ausstellung, die in den kommenilen Monaten das Ziel vieler Hunderitausender Besucher aus allen Gauen des Rciclic-" und aus dem Ausland sein wird. WchhilJ (NU Aus der Grölten Deutschen Kinistausstcllung P)4I in München Der Kührer im Kampfgelände«. Gemälde von Conrad Ilommtl-Berlin ein 9imis ■m Untcnand ohnr »Marburger Zeitung' Seite 4 *Mari)ur£:er Zeitung« 28. Juli 1941 Nummer 181 Blick au! Kiew Die Hauptstadt der Ukraine hlstoriscii und geographisch gesehen Mit dem am rcchten Dnjepr-Ufer, 200 Meter über dem Strom gelegenen »heili-Sp Kiew« im heutigen ul Kane — Kane wird es schließiich langweilig; er sucht in seiner Krippe nach einem Büschel Heu. Kjell bleibt noch ein Weilchen ."^tehen und sanunelt Kräfte. So lange, daß Kane keinen Ruck mit dem Kopf macht und ihn niederboxt. Da beginnt Mabb wieder zu locken. Bevor er sich darüber klar ist, steht er in der Tür zur Scheune, geht mit winzig i kleinen Schritten auf den Sarg zu, bis er! dicht davor ist. Der Sarp; ist noch nicht | gestrichen, das grüne Fichtenholz atmet' den Duft nach Wald und Tieren, und dann isf er so klein. % Kjell weiß selbst nicht recht, was er will, er kann sich nicht losreißen. Es ist lautlose Stille hier, daß nichts ist, irgend etwas Unerhörtes, Furchtbares. Doch, das i«t alles da. trotz der scheinbaren Stille. Er legt einen Finger auf den Sarg, es geschieht nichts; er fährt mit dem Fing'jr den Sargdeckel entlang. Der T^eckel ist nicht angeschraubt; er sitzt ein wenig schief, so daß m eine.' Lcke ein Spalt entstanden ist. Durch die-, rcn Spalt ist es hinausgesickert, Uber den ' ganzen Hof, ja bis nach Nornes. Er schau-Gert und bohrt mit dem Finger hinein, macht den Spalt größer. Auch da geschieht noch nichts. Aber es wird etwas geschehen. Er faßt mit beiden Händen an und hebt den Dek-kel auf; er fröstelt dabei. Ein weißes Leintuch und sonst nichts. Jetzt ist er so weit, daß er nicht mehr zurück kann, er zieht dort, wo der Kopf sein muß, das Leintuch weg. Sein Gesicht ist starr und erschüttert; es mußte jetzt gleich etwas Fürchterliches geschehen. Da kommt der Schopf von Mabb zum Vorschein. Er hält ein, vielleicht wind es zu arg; dann zieht er wieder ein Stück weg. Dann schaut er. »Ooh —!« Er atmet auf, irgendwie seltsam erleichtert und doch mit einem ganz leisen Gefühl der Enttäuschung So sieht eine Leiche aus? Das ist ja Mabb, wie sie immer war! So hat er sie hunderte Male gesehen, die Augen sorglos zu und Mund offen. Unruhe bekommt irgendwoher: es rauschen die Bäche und es tropft von den Dächern, es steht etwas bevor. Das Tal scheint an den Frühling glauben zu wollen, trotz allem. Mabb ist längst begraben. Und Ambros ist l^reit zu neuen Rennen. Es gab einen leisen Kampf. Lisle bat üin, Kjells wegen. »Meinetwegen kannst du ruhig alles vergeuden, aber ilenk doch an Kjell! Soll er einmal betteln?« »Nein, alles andere.« »Aber es wird so weit kommen mit Kjell.« »Und Mabb —?« »Das habe ich auf mich genommen«, sagt Lisle. Da geht Ambros, begegnet Kjell. Kjell weicht ihm aus; er trifft Vlv. Viv soll im Frühjahr fort von Förnes. Rolv Gangstad hat in seiner Heimat, drüben auf der andern Seite des Landes, Arbeit gefunden, und Viv soll iim begleiten. »Freust du dich darüber, Viv?« Sie antwortet: »Das ist weit weg von Förnes, Vater.« »Darüber kannst du dich doch nur freuen.« »Das tu' ich nicht!« sagt Viv. »Da müßte es ganz anders kommen, als ich mir vorstelle.« »Die Pferde, denen wirst du auch fehlen«, sagt er schließlich unumwunden. Sic hat feuchtglönzcnde Augen. »Ich will, und dann wieder will ich nicht; ich weiß nicht, was ich will. Hier ist es sonderbar jetzt _.« Er entfernt sich schnell. Am Ende will sie ihri auch noch bitten, daheimzublei-ben. Draußen in: Hof weht eine neuer, lauwarmer V^ind. Bewegung. Wolken jagen. Ambros atmet tief. Dann geht er auf den Stall zu. Ein vierfacher Gruß empfängt ihn; sie haben ihn gerne, wie er auch mit ihnen umgeht, er versteht es. Er geht von einem zum andern. Wie er hinausgehl, zweifelt er nicht mehr. Zudem trinkt er noch immer diese unruhige Reiselust in sich hinein. Mummer 181 ►MartJurre-r Zeitun-ir« ?S. Juli 1941 Seite 5 AUS STADT UND LAND miiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiitiiiiiiiiiiiiuiiiiiiii^ II Deutschland ist heute Europa" holt zwischen Befehlenden und Gehorchenden geschaffen würden. So cn'tstand auch die Kraft zur Unbc-sicjj;ibarkeit. Nie wieder wird das Gebiet von Kirlicncs bis Bordeaux den Gegnern des Rciches als Aufmarschißebiet dienen l<önncn. Das Bauernvoiik im Südosten soll seine Ei'gensubstanz und seine völkischen Werte behalten, nie mehr da^rf jedoch eine freimaurerisch-jlJdische Führercliquc dort in Erscheinung treten. Eines steht aber fest; Polen und Tschechen, die sich während Deutschlands Machitlosigkeit in den deutschen Raum dränigten, werden nie wieder einen eigenen Staat besitzen. Europas Solidaritäi bekundet sich heute eindeutig im gemeinsamen Kampfe ge^^en den Bolschewismus. Europas Führun;^ Hauptbefehlsleiter Fritz Schmidt ^rach beim Führerappell der beiden Marburger Kreide des Stelrischen HelmalbundevS ounntag, den 27. Juli fand in Marburg iiiiläßlic'h der Anwesenheit des Hauptschulungsleiters der NSDAP, Hauipt-befehlslei'tier Fritz S c h m i d t, ein Führer-aippell der Kreise Mart)u.rg-Stadt und MaiHwirg-Land des Steirischen Heimatbundes staitt. Nach der Eröffnung des Appells durch Bundesführer S t e i n d 1 begann der Hauptbefehlßleiter, herzlich begrüßt von dem Führerkorps, seine Ausführungen über den Krieg und seine weltanschaulichen Zusaarancn hänge: Die Erweckung der im deutschen Volke üchluanimernden Kräfte durch Adolf Hitler und die NSDAP, der neue politische Wille und die revolutionäre Dynamik, durch die deim Reiche Europas Führung auch ohne Krieg ziUigefallen wäre, zwangen d;c Gegner des Deutschen Reiches, seinen Aufstieg mit brutaler Gewalt zu hemmen. Die Zeit, in der sie Nutznießer der deutschen Zwietracht sein konnten, war ein für allemal vorbei. Aus deJii Erlebnis des Weltkrie,nes uiul JL*r Erkenntnis der Zusammengehörigkeit er^tstand die nationalsozialistische Weltanschauung, deren oberstes Gesetz Blut und Rasse Knutet. Der Begriff »Volk«, der die höchste sitMiche Rangordnung darstellt, bedeuitet, dem Geiste der Natur fol'gend, nicht Gleichheit, sondern Mannig-faltiigkeit. In der Mannigfaltiigikeit bildet den Grund Charakter des deuts^ien VoWtes da« Soldatische. Die Begriffe Ehre, Pflicht, Unterordnung, Verantwortungsbewußtsein und Treue sind allen deutschen Volks->;enossen gemein. Der IJiberalismus oder der Marxismus sowiie alle übrigen ausnahmslos durch luden vcrbrciiteten und meist a/uch geführ-ien politi^schcn Richtungen fassen die Begriffe tlor Gleichheit, Brüderlichkeit und Froiiieit grundlegend anders auf. So wie auch der Begriff der Arbeit in marxistischer Ausle,appell in Gonobltz. Iju üe- meinschaftssaal der Lederfabrik Laurich m tJU ktmmA tumtk.. Eine Erzählung aus Finnland Von Siokor Siganpfiän >84 —■ 85 — 86, I^onnerwetter. 86 Blaufuchsfelle!« Der Mann, der über den Haufen sorgfältig zusaimnengeschichte-ter Felle gebüökt stand, richtete sich mii einem triumphierenden Lächeln auf. 86 Blaufuchsfelle, und wie er bei der flüchtigen Durchsicht gesehen hatte, alles erstklassige Qualität. Winterfelle, weich >yic Daunen und mit einem bläulichen Schimmer. Der Jäger, der diese Felle im Lauf des Winters zusammengesani-nielt hatte, mußte ungeheuer fleißig gewesen sein. In der anderen Ecke der primitiven Jagdhütte lag ein zusammengerolltes Bärenfell, noch nicht ganz fertig präpariert, ein Fell von diesen kleinen finnländischen Braunbären, die so ungeheuer geschwind sind und denen man schwieriger zu Leibe kommt, als einem Wiesel oder Marder, well sie klug sind. Der Mtum tastete die harten Haare des Bärenfelles ab, er wußte, man würde ihm in Rovaniemi viele hundert Finnmark dafür geben, wenn er es verkaufen ^'ürde. Ja, aber würde er es verkaufen j können? Das Fei] gehörte ihm ja nicht,! 1ät am .Abend zurück sein. Um die Zeit war er dain schon längst fort ~ und mit ihm dit: Felle... Der Fremde hatte erzählt, daß er nach dem Enare-See zu wollte und dann weiter ins Norwegische hinüber nacli Kirkenes. In Wirklichkeit aber würde er nach Südwesten gehen, nach Kittilä zu, man würde seine Spur nicht finden. Vor Rovaniemi oder noch besser Karunki würde er die Felle nicht absetzen, nir-mand konnte ihm dann etwas nachweisen. »Auch ich reise nwrgen früh weiter«. sagte er. und der Lapa>e lächelte freundlich. Am nächsten Morgen, als es draußen noch sternenklar war. hörte der Fremde, wie das Lappenehepaar die llütlc verließ. sie hatten ihm noch Grütze und warme Renntiermilch liingcslellt. Als er kurz darauf aufstand, sah er. daß man auch sein Renntier gefüttert hatte »Dummköpfe«, lächelte er ironisch. Fr packte in alkv Ruhe dic Fnclisfelle iuif den Schlitten, er füllte aus dem Wasserkessel seine Feldflasche. Ein .scharfer Seite 6 >Marfjurg©r Zeituitc« 2S. Juli 1941 Nummer 18» in Gonobilz fand kürzlich der erste Be-triebsappeil für die Gefoigschaft ckr hiesigen Lederfabriiic statt. 300 Art>eitskaine-raden waren angetreten. Nach der Mel-d-uag des Betriebsbeauftragten eröffnete Betrkbsführer Alfred Laurich den Ap-pell. Der Beauftra^gte des Anbeitspoli-tischen Amtes hob di«: Stellungnahme des Nationalsozialismus zur Arbeiterschaft hervor unevorstehenden Aufgaben heraus. Anschließend umriß Kreisführer W r e ß n i g in grundsätzlichen Hinweisen die Arbeit der nächsten Zeit und nahm die feierliche Verpflichtung der Ämterführer vor. Kreisorganisationsleitor Pg. M 0 i z i gab eine ausführliche Schilderung des inneren Aufbaues des Heimatbunde«. Er befaßte sich besonders eingehend mit der Arbeit der Block- und Zellenführer und unterstrich die ungeheure Verantwortung, die in der Betreuung der ihnen anvertrauten Voiks-genossen liegt. m. SäuKling^kurse in CMli. Dieser l a^^e fanden in Cilli. veranstaltet vom Amt t"'raueii im Stcirlschen lieiniaibund. zwei Kurse niit je zehn Doppelstunden für Säuglingspflege statt, die von 60 Frauen und Mädchen der Cillier Ortsgruppen besucht wurden. Schwester Risa M u-chitsch sprach über Vererbung und Brbkrankheiten, über Pflege der werdenden Mutter, des Säuglings und des Kleinkindes. Nach dem letzten Abendvortrag trafen sich die Teilnehmerinnen beider Kurse auf dem Reiterberg, wo die erlernten Kinderspiele wiederholt wurden m. Hochbetrieb in der Friedauer Näh-8tt«>e. Maschinen surrten, Scheren klapperten, Nadeln blitzten in flinken Händen. Es wtirde eifriig zugeschnitten, angepaßt un-d genäht. Die Frauen ruhten erst, nachdem auch das letzte Stück fertiig auf dem Stapel lag. Tags darauf nahm der Lehrer das große Paiket in Empfang. Sein« Win-zerbuiben, die Tatg für Tag mit hoffniungs-los zerrissenen Hosen zur Schule kamen, Achtung! Die Schriftleitung der „01tarf>urser 3citung„ ist ab 17 Uhr nur auf Fern ruf Nummer waren überrascht. Er wußte wohl, daß diie Mütter seiner Schüler, vielgcplagte Winzerfrawn mit sechs oder gar acht Kindern, weder Zeit noch Geschick hatten, die Kleider ihrer Kinder kunstgerecht auszubessern. Nur waschen mußten sie die Hosen, ehe sie in di^* Nähstube wanderten. Wie staunten d^ d-ie Buben, und wie freuten sich erst die Mütter! Den Frauen aber, die sich geplagt und gemüht hatten, ist das gelungene Werk und die dadurch bereitete Freude wohl der schönste Lohn gew^isen. m. KochkiirSe in WindischfeistrUz. Das Amt Frauen des Kreises Marburg-Land veranstaltete» in Windischfci«trit7 Teitge- mäße Kochkurse, an denen über hundtr» Frauen teilnahmen. m. Tödliche Unglücksfälle. Im Marbui ger Kranikenhause starben an den Foligei von UngJOcksfällen der 35|ähriige Staats bahner Stefan Grach und der 3-jähri7' Arbeiterssohn ¥ram W r e t z 1. m. Tod Im Steinbruch. Der bei Straßen-arbeiiten beschäftigte Arbeiter Jakob S a-w e t z aus Drenowotz verunglückte dieser Tage in einem Steinbruch und erlitt hieibel derart schwere Verletzungen, daß er bald darauf start». Ein größerer Stein-Iblock löste sich plötzlich los und fiel auf Sawetz, dier sich nächt recht/eiticr in Si-rherh'eit brin^gen konnti Der Gau Steiermark in Zahlen Unter allen Reichsgauen flächenniäßig an 9. Stelle Land- und Forstwirtschaft 450.000 Steirer leben von Der Gau Steiermark steht nach der Angliederung der Untersteiermark der Fläche nach mit ca. 23.626 km* an 9. Stelle unter den 42 Gauen des Groß-deutschen Reiches. Bisher stand er an 13. Stelle. Nach der Bevölkerungszahl hatte der Gau bisher die 31. Stelle innc, er wird nun mit 1.700.000 Einwohnern an die 26. Stelle vorrücken. Wir gehören also zu den dünner besiedeltiiii Gebieten des Reiches. Die Schuld daran tragen unsere hsfrlichen Berge, welche den Menschen soviel Platz wegnehmen, uns aber eine dafür umso trautere und liebenswertere Heimat gebildet haben. In Steiermark leben 64 Kiiiwoliner auf den Ouadratkiloineter, in Untorstcicr-mark noch mehr. Wenn wir nun die Fläche der Gebirge abrechnen, so ergibt sich, daß unser Gau sehr dicht besiedelt ist, gerade so dicht wie die meisten Oauc des Altreiches. Wir haben ohne Untersteicrniark mit der Stadt Graz noch 62 Stadtgemeinden mit zusammen 470.000 Menschen, das sind 42% der Gesamtbevölkerung, und 1269 Landgemeinden mit 650.000 Einwohnern. was 85% der steirischon Bevölkerung gleichkommt. Bei einer Wanderung durch unsere Täler und auf die Berge sehen wir besonders im Osten und Süden neben den geschlossenen Ortschaften die große Anzahl der klc'nen und mittleren Bauernhöfe, welche oft sehr dicht in der I.andschaft verstreut sind, sodaß wir uns , fragen, otb alle diese Bauern noch genug Platz zum Wirtschaften haben. Es muß also jeder Quadratmeter Boden ausgenutzt >verden. Daneben gibt es allerdings auch bedeutende Waldflächen, die jedoch jcno Stellen bedecken, wo eine andere lioden-nutzung von vornherein nicht möglicii wäre, etwa an steilen Berghängen oder auf felsigem Grunc'. in größerer Höhe oder in schattigen Lagen. 450.000 Menschen leben in der Steiermark von der Land- und Forstwirtschaft, das sind "tO^o der Gesamtbevölkerung. 2867 •michbar! WIRTSCHAFT Die Aufgaben der Landwirtschaft in Europa In der Zeitschrift ^Der Vicrjahresplan« behandelt Staatsse-kretär Herbert Backe die Aufgiiiiben der europäischen Landwirtschaft. Bis Ende der Jahrhumierlwende war die Landwirtschaft überall die Grundlage der Volkswirtschaft. Die Erträge dieser Landwirtschaften deckten die Grenzen ab, in deren Rahmen die nationalen Volkswirtschaften sich entfalten konnten. Es gab damals schon einen zwischenstaatlichen Austausch an Nahrungsmitteln und landwirtschaftlichen Rohstoffen. Dieser war jedoch nicht von ausschlaggebender Bedeutung und hatte auf das Getriebe der Volkswirtschaften keinen erheblichen Einfluß. Die einzelnen europäischen Volkswirtschaften waren, agrar- und ernährungswirtschaftlich gesehen, agrar. Die Lage änderte sich in dem Maße, in welchem der Lrberalismus seinen Einfluß ausbreitete. Es bildeten sich große Indu- strien, die Massen der ländlichen Bevölkerung zogen in die Städte. Die dadurch hci*vorgerufene Vergrößerung der Absatzmärkte zwang die umliegenden Land-wirtschaflen zur Arbeitsteilung. Auf dem Boden der sogenannten »freien Wirtschaft« und unter Außerachtlassunig der Lebensgesetze der eiigenen Völker entstand schließlich ein weltwirtschaftliches Gleichgewicht zwischen Industrie und Agrarstaaten. So kam es, daß Europa mehr und mehr die Grundlagen seiner Volks-wirtschaift, nämlich die Landwirlschaft, vernachlässigte. Es wurde als selbstverständlich angesehen, daß aus Übersee die billigen Lebensmittel zur Einfuhr gelangten. Dali dabei die eigene Landwirlschaft zugrunde ging, wurde bestenfalls al^-' Folge dieser Konkurrenz oder als ein Unglück angesehen. Die eigene Landwirtschaft überließ man dem Rufe, daß sie (Sclierl-llilderuii'iii.1-M.) Erntezeit Stockhieb trieb das Rennticr an, wenige Minuten später war der Schlitten verschwunden. Hinter einer Klippe hatte der Lappe auf der Lauer gelegen, jetzt kehrte er in die Hüte zurück. Ja, er hatte es gewußt, die Felle waren weg, er hätte sich dem starken fremden Mann gegenüber nicht wehren können, der andere hatte einen Revolver — er hatte nichts, nur sei» Lasso. Die Lappenfrau heulte auf, als sie den leeren Platz sah, wo die kostbaren Puchsfelle gelegen hatten. Aber Aluu. ihr Mann, lachte: »Er kommt bestimmt zurück.,.« Die Frau schüttelte den fCopL »Warum sollte er zurückkommenV>* Der Mann kicherte: »Er wird Durst haben !t Die Frau sah mißtrauisch zu ihrem Mann hinüber, war er wahnsinnig geworden, hatte er von dem Teufelszeug getrunken, das der Fremde bei sich hatte? Aber nein, der Alte saß ganz ruhig, und seine Finger zitterten nicht, als er eine Nadel einfädelte. »Wie kann er Durst haben«, begann die Frau wieder, »draußen liegt Schnee, tiefer weißer, reiner Schnee, er kann ihn schmelzen, dann hat man keinen l^urst mehr.« Der alte Lappe lächelte: »Ja, man kann Schnee schmelzen, dann hat man V^asser: wenn man aber kein Feuer hat, dann kann man verdursten. Schnee kann man nicht essen, das weißt du selbst, wer Schnee ist. bekommt Blasen in den Mund, als ob er Feuer gefressen hätte, er verbrennt innerlich und der Durst wird größer und größer. Das weiß jedc'i, der im Norden lebt. Ich habe das Feuerzeug und die Streichhölzer weggenommen!« Er zog beides aus der Tasche. Nun lachte auch die Frau, aber als sie zum Wasserkessel ging, rief sie: »Er hat seine Flasche aus dem Kessel gefüllt! Er hat viel Wasser bei sich, der Kessel ist fast leer.« »Pas ist gut!« Der Lappe lachte so laut, daß es seinen kleinen Körper schüttelte. »Tauch deinen Finger ins Wasser, leck ihn ab!« Die Frau tut es, und spiel das Wasser wieder aus — es war Salzwasser. An diesem Tage nu»chten die beiden Lappen kein Feuer, der Rauch sollte nicht zeigen, daß sie da waren. Gegen drei Uhr nachmittags kam der Fremde zurück. Seine Augen waren flutunterlaii-fen, seine Lippen waren verkrustet. Er hatte also doch versucht. Schnee zu essen... , Ganz vorsichtig öffnete er die Türe. Die Hütte war leer und dort neben der Feuerstelle lagen die Streichhölzer. Er streckte die Hand aus — da pfiff es durch die Luft. Wie eine Schlange wickelte sicn das Lasso um seinen Körper, kein Glied konnte er melir regen. Der Lappe sprach nichts, als er llnii den Revolver abnahm. Er reichte ihiii stinnm eine Schale mit heißem W issor. in dem ein paar getrocknete W.jclilv !. derbeeren aufgelöst waren. Der I'rjiml» trank, trank, trank. S6 Fuchsfcllc wurdeii über ihn gedeckt, als das Lappenehepaar ihn auf den kleinen bootförmigen Schlitten legte. Aluu. der Lappe, wollte auf keinen Fall, daß der Mann erfröre, wenn man ihn nun. mit dem Lasso wie ein Paket verschnürt. nach Kittilü transportierte... Anekdotert Napoleon hatte schon halb Europa zu seinen Füßen liegen, als er den Gedanken erwog, auch Spanien den Krieg zu erklären. Talleyrand hatte Bedenken, die er dem Kaiser vortrug. Aber Napoleon ver-M'heuchte sie mit einer weitausladenden tlandbewegung: »Pah, was ist tlenn schon Spanien? Ein l'rühstiick, weiter nichts!« »Mag sein, Sire!<'< erlaubte sich Talleyrand zu bemerken. »Nur fürchte ich, Sie werden dieses Frülistück sehr lange ausdehnen müssen!« * .Alexander von Humboldt war einmal /ii einer Abendtafel geladen, bei welcher ein iunger, eitler Fant durch andauorndL;< i'rahlen auffiel. Einige wenig urteilsfählye Anwesende ließen sich durch die (Iroß-sprcchercien blenden, H'id eine Dame sagte hingerissen zu ihrem Tisclmaeh- barn Humboldt: . , »Was sagen Ste zu diesem l.ihelliafteii Menschen? Spricht er nicht wie ein Hiieh?« . , »ja, allerdings«, mckle llunihokit zn-t niin''nd, »wie ein in Knlhsloiler gebundene s! zur Befriedigung iIcs .N.iliruii;;sniiii '• ' bedarfs der eiironai^clieii Vr>lker all. i.i a M 'ilic> Überschüsse m l'ibersee ..uriiik o.rr!l-fen werden k.iiiii. Stan'lssekrel'i; l.ac';" stellt zur IJenrüiuhing hierfür ilje ;i des Schilfsraiiiiis, der Mezalili'i der v.■' '■ wirtschaftliclieii He.'.ieliiin;.',i.ii in tici^ tclpunkt siiner Erörieruiim n id bc.oiit. daß die linier dem l".ini'mi> lIcs I\r e;-ents|;;nilenen haiKielspoli'isciieii Bin'!i:n gen .iuch in t'rivdeiiszciloii Beslami hallen werden. Der llaiuiel I/julsciil "•!■ Uli! tien Südost-Staali 11 st;:li'i unter ;;a;i: neuen — für die zukünftige Wirtsch.-if.^--geslaltung vorbildiii hen — (ksichtsn 'pk fen. Es ist selbslversländlicli. d"." die Handelspartner, weiche ilire ProJiikfM)!"! auf tüc IJedürfiiisst- ilcs ander;'.1 abuL.-t'MU liatben, auch nach dem Kriege die glciLli'.' Wertschätzung erfaliren werden. Die ' mii«.-niende Enlu'.Uning der eiirof\-iis lii'it Wirfschalt xu einer stärkeren St il s' er sorguiig mit Nahningsniitlelii wiru a!).r (jie Absat/im'igiichkeitien der iii>Lrseeiselu'i Agrarstaaten in Europa auf die D mut nicht beeintrilchligen. Auf wvite Sicht werileii sich den ^lberseei^.cllen l iimlerii MögHelikeit'jn de'^ WaTenmirt-ui^ehe ■ i i cinfni Umfange eniffnen. der lie'it • no'^l' nicht /u übcr'-ehen isl. Nummer 181 >Mart)ürg©r Zeituns:« 28. Juli 1941 Seite ^ TURNEN UND SPORT iiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiimiiiiiimiiiiMiitiiniiiiiiiiHiitiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiii Erstes grosses Bahnrennen der Marburger Sportgemeinschaft Glänzender Erfolc der RennveransiaUunK der Marburger Edehveißler Die erste und zugleich älteste Radfahrerabteilung im Steirischen Heimatbund veranstaltete in ihrer Wiegenstadt, wo schon im Jahre 1900 sportbeflissene deutsche Männer dieser Gemeinschaft den Namen »Edelweiß« verliehen hatten, am Sonntag ein großangelegtes Bahnrennen, an wclchem sich zum erstenmal wiederum unentwegte Sportkameraden aus Graz, Cilli und Windischgraz beteiligten. Welch besondere Bedeutung man diesem Rennen allseits beimaß, bewies die gtroße Beteiligung, die umso erfreulicher war, als die Sportgemeinschaft erst kürzlich ins Leben gerufen worden war. Insgesamt waren 21 Rennfahrer erschienen, wobei besonders die Qrazer Fahrer mit Ing. Heinz Jager an der Spitze zu erwähnen sind. Besondere Bedeutung gewann das Rennen durch die Anwesenheit des Gaufachwarts Kam. Hans Mandl aus Grais sowie des Leiters ücr Sportgemeinschaft im Steirischen Heimatbund, Kam. Erich P e t e I n. Um Punkt 16 Uhr begann das für unsere Stadt bisher interessanteste Bahnrennen; trotz der wenigen Reklame konnten wir über 200 Zuschauer zählen. Zur Begrüßung des Publikums erschienen sämtliche Rennfahrer und absolvierten eine Ehrenrunde. I. Rennen der JVlarbttrger Fahrer, 15 Runden zu 475 Meter = 7125 Meter (sechs Fahrer): 1. Losinscheik Heinrich. R. S. Edelweiß Marburg 10:32; 3. Maschera Ludwig, R. S. Edelweiß Marburg l():32Va; X Horvatli Allbin, R. S. Edelweiß Marburg I0:3,i II. Rennen der Grazer Fahrer, 15 Runden (4 Fahrer): 1. Ing. Jager Hein-z. R. S. »Wanderlust« Graz 11:8; 2. Schadler Otto, R. S. »Wanderlust« Graz 11:8J^; 3. Roßnianii Oskar, Reichsbahnsport Graz 11:9. Auch Kurl Sciilander. unser alter Pionier und mehrfacher Meister, startete diesmal für die SS. Gemeinschaft Mu-leck und kam knapp nach Roßmann ins Ziel. III. Rennen der Unterstelemiark, 15 Run- den (7 Fahrer): 1. üregoritsch Johann, R. S. Windisch-graz 11:51J4; 2. Tschcrntschetz Karl, Edelweiß Marburg 11:52; 3. Horvath Albin, Edelweiß Marburg 11:54. IV. Rennen der Junioren, 15 Runden (4 Fahrer): 1. Orehowsky Gustav, Rdf. S. Edelweiß Graz 11:56; 2. Rakef Franz, Rdf. S. Edelweiß Marburg 11:56.3; 3. Horvath Hans, Rdf. S. Edelweiß Marburg 11:57. V. Rennen, Finale des Haui>trennens, 15 Runden (9 Fahrer): 1. Ing. Jager Heinz, R. S. Wanderlust Graz ll:44^ Baehstab«« ]e Wart. Zifftrtebflhr (KtBiwort) U Rp(, M( Stellencesuchen 25 Rpf. Pir Znsendunc von Kennwortbrleleii werde« M Rpf Portp borecbnet. AHticeachlal: Am Tat« vor CrsckcisM biii |6 Uhr. sKltlne An-ieif«D« verdt« qar cegtH VoreiBMndviig des Bttr«tet (auch In cOltiK«ii BhelraarttR) aufsenommen. MIadestcebIhr für eiii« Kleine Anzeice RM !.• VoUudeuUclie und kroatisch« Eitenbahtipeiuüofilsten Iii Marburg beheben ihre Ruhebezöge am 31. Juli, 1. und 2. August bei der Bahnhofskasse Marburg. Penaionsdekrcte mitbringen. Bahnhofskasse Marburg a d. Drau. 5101-7 Gasthaus Kretnpl jeden Montag geschlossen. Wochentags Krebse. 5098-1 Komplettes schönes Spelt«-zfanmer zu kaufen gesticht. Anträge unter >Nr. 823« a. d. Verwaltung. 5102-3 Motorrad bis 200 ccm u. Klein-Schreibmaschine zu kaufen gesucht. Adr. Verw. 5096-3 Teppiche zu kaufen jcsucht Adr. Verw. 4950<3 2|| Rappheagst, Zugpferd, preiswert sofort abzugeben. Adr. in der Verwaltung, 5103-4 Ein halber Waggon SägeapA« ne, Stuhl, Stockerl, Kasten au verkaufen. Horvat, Bahnhof-ßasse 3. 5108-4 Gutsverwaltung Ncuklostcr. 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Die Haupt- und nebenberuflichen VERMITTLER dieser Anstalten schreiben sofort an MM die „Ostmark"-Veriicheriuigs A.6. OraB, Stempferoasse Nr. 11 fükutUiäit farbig, groß farbig, klein per Sttlck m ■ •' . 3. FORMULARE: Wochen-Sanimelbogen für die Reich«fleisch< karten zu 50 und 100 gr je Stück, insgeumt , für 30 kg .....• . . Liste der Schwerarbeiter...... . # Umrechnungstabellen...... Preislisten für Gast- und Kaffeehäuser . • . Stadtplan von Marburg........ KARTONS; * (K'schlossen wegen Ruhetages der Gefolgschaft Morgen geschlossen wegen Ruhetagei der Gefolgschaft ........... Rauchen verboten....... • « . Wir danken unserem Führer....... Unser Gruß ist Heil Hitler....... Preislisten für Friseure......... FVeißlisten für Friseurinnen . . « . k i . erhältlich im Verlage der -.30 —.10 —.05 —.05 l.— —.30 —.10 —.10 —.10 --.20 —.15 -.20 .:-.20 BURG-KINO Fernruf 22*19 Rosen in Tirol nach der Operette »Der Vogelhändlerc von Karl Zeller Darsteller: Theodor Daneggcr, Marte Harell. Theo Lingen, Leo Slezak, Hans Moser, Johannes Heesters Deutsche Wochenschau | t'ür Jugendliche nicht zugelassen ■t ■I ■■ VorfflbningM: Heute 16. 18.30 und 21 Uhr Karten von 10-^13 und ab 15 Uhr ESPIANADE Femruf 25-39 Für Jugendliche unter 14 Jahren nicht zugelassen Die neueste deutsche WochenMhau aus dem Osten: Die Stalin-Linie zerscblageot ■I Die Besucher werden gebeten, pünktlich zu erscheinen, weil während der Vorführung des Kulturfilms und der Wochenschau der Eintritt verboten ist. * 4996 DbMftf Ml Ornnksaaung Innige Teilnahme und reiche Kranz- und Blu-nienspenden geleiteten meinen lieben Gatten, Herrn PRANZ AU TISCHER Qerichtsbeaniter i. R. zur letzten Ruhestätte. In den Tagen unseres grrtBten Schmerzes sind uns so viele gute Menschen beigestanden, daß es uns unmöglich ist, jedem einzelnen zu danken. Allen Mitfühlenden drückcn wir im Geiste die Hand in tiefster Dankbarkeit. Cilli, Klagenfurt, LdbniU, Wien, 24. VU. 1941. 5105 MATHILDE AUTISCHER im Namen alter Verwandten. Vennthniiigs-nnd Amtsblatt des Chefs der ZtviUVerwal* tuns: in der Untersteiermark von Nr. 1 bis 30 ei*hKitlich im Verlage der Marburger Druckeriil Marburg a. d. Drau, Badgasse 6 Geschäftsstelle der »Marburger Zeitung«, CILLI, A dolf«H Itter-Platz 17, Buchhniullunj; der Cillier Druckerei IN PETTAU bei Herrn Georg ^Mer Aufnahme ständiger Bezieher bei beiden ob-angeführten Vertretungen und bei der Druk> kerei in Marburg. Bezugspreis: Abholen RM 0.05 per Stück. Bezug im Abonnement per Post RM 1.25 mo-natlicli. Der Bezugspreis ist In vorhinein zu bezahlen und werclen die Abonnenten gebeten, die rückständigen Abonnementsbeträge einzuzahlen, damit die regelmäßige Zustellung nicht unterbrochen werden muß. leder piUiiKi liest die Grofies iDduitrieusternehmen in Marburg sucht safart uimI sM**' für Mint Gefolgtokaft: Möbliert« Zliiiin«r, möbliert# und unmöbliert« Wphnun-gen sowie Ein- und Mehrfamlllmhliuter ila «uch Villen Angebote unter Kennwort wWobnuBfen" d. Verwaltung' -iBon DER CHEF DER ZIVILVERWALTUNO IN DER DNTERSTEIERMARK E.-Z!. U/X Ka m Qegaoitand: Marburg a. d. Drau, den 26. Juli 1041, Kartoffelpreise Die mit meinem Erlab vom II. Juli 11»41 ZI. U/X Ka 1/7 für die Zeit bis 26. VU. 1941 verlautbarten Preise für untersteirieche Spcisefrühkartoffcln bleiben bis zu der in Klirre folprenden Neufestnetzunß ip Kraft, im Auftrage; 5107 gez. Dr. Schmidt Bekanntmachung Zur poliztftliichen Erfassung aller in der Untcrsteierjiwrk leibenden Au^länÜer eiii«chlielillch der Staatenlosen u«w. ordne ich folgende» an: Bis zum 10. Vlll. 1041 haben »ich hn Bereiche der Außendiciiststelle Windischgraz, des Politischen Kommissars dcß Landkreises Marburg unter Vorlage von Personalpapleren bei dem Amtsbürgermoister ihres Wohnsitzes oder jetzigen Aufenthaltsortes zu melden; 1. Alle Uber 18 Jahre alten Au*|iiider, Staataitlo^ und Juden 2. Alle Persoin«n, die a) am 30. I. 1033 die deutache oder b) am 13. UI. lOdd (üe ttsterreichisohe oder c) am 1. VIII. 1038 die tschecltoslowaikischc oder d) am 1, IX. 1930 die polnische Staatsangehörigkeit beaessw-n ha^en und dla*a Staatsangehörigkell durch Au6bürg<.'rung oder E»rwerb der jugoslawischen oder einer anderen Staatsangehörigkeit verloren hatiea. • Perijoiiien unter 18 Jahren «lud von den zu ihrer gesetzlichen Vertretung berechtigten Persooien zu melden. Nicht mtklapfllclitlg sind aile Personen, die am 14. IV. 1941 in der Untersteiermark ihren Wohn«ltz oder gewöhnlichen Auifenthalt blatten und bis zur Auflösung des jufi06lawl6che>n Staaten di-o juigoelawische'Staatsangehörigkeit besessen haben (Unterstelrer), soweit sie nicht nach Ziffer I—2 mckteipTlIchtig sind. Wer seiner Meldepflicht nicht nachkoimunt, macht s-ich nach Nr. 0 der Verordnung des Chefs der Zivliverwaltung in der Untcrstciennark vom 14. IV. 1941 (Ver^ Ordnung»- und Amtsblatt des Chefs der Zivilverwaltung in der Untersteiermark voon 15. IV. 1941) 5ttyiR>a«r. Windiichgrii, den 26. Juli 1041. Für den Politisclien Komtnisaar dia Ijmdkreises Martnurg Der Leiter der Außendlenststelle Windltchgraz üämilSClMrittleiter AdIob Gerachack, Stellvertrefender Hsiiptschriftleitfr Ud« Ranper — Druck der „Marburger Druckerei**