Nr. 189. Freitag, 20. August 1886. 105. Jahrgang. Oaibacher Zeitung. Pofiverstndung: »anzjiihrl« fi, l5, balbjährlg fl. 7,50. Im «omptoir: .^ ' "" "" »u 4 ^^ili-n 2h l,,, sssiißerc pr, ^cile « lr.! bs, ösl^ic» Wicderholunncn pr. .^e,le » li. Dlc ,?aib»«lulftr»tlon befindet f^ch Vahnhofftraßr >5, die »iebaeil,» wieneiftiaße l5, — Nnsranll«le Vliese werben nicht anncni>mmen und Vtanuscsiplc nichl znrii«l«eftcllt. Mutlicher Hljeil. ANe^«-^' ""^ k- Apostolische Majestät haben mit Lien?,, ! "'terzeichneteni Diplome dem Feldmarfchall-AdM^Ü . Nllhchandes Adolph Schwarz den g'2 "" dem Prädicate «Brünnau. aller- Nichtamtlicher HIM Kundmachung. Lranz.Joseph-Go ldftipendien. and.!??, ""Mn Studienjahre 1880«? an werden Vuda^si Ü"^'" Hochschule in Wien drei. an jener zu zu ^' °"ln an der böhmischen technischen Hochschule Iahresm,«^"" F^nz - Joseph ^ Goldstipendien im ferner m.'^e ^" ^)0 fl. in Gold. nnd es wird °" der ^,?l< '"'3"' tech'l'schm Hochschnle zn Prag, z" Gra V"' Huchschnle zu Brüuu sowie an jener Hirn ie >'3 "' ^" Hochschule fiir Äodeueultur in ^rleil,m.^"^ ^"' aleichnanligen Stipendien znrWiedcr-^'"g gelangen. ei^lihän^" "'" ""^ dieser Stipendien haben ihr lisch/V) .^..^''^«'ncs, an Se. k. nnd k. Aposto-den, Ta.s^' gerichtetes Gesuch zn belegen: 1.) mit Ailment "^Geburtsscheine; 2.) mit glaubwürdigen des St., >!" "^ ^)re Dürftigkeit unter Nachweisung '"'l'cilwrs^/ ?^ Vermögens-, Einkommens- nnd Fa-^Nuai, "^ d"' Eltern, eventnell im Falle der Chorde ? "'^ "'^'" ^^^'' der Vormnndschafts-de», Ma " allfälligcn Vermögeusstaud; 3.) ,uit der huäi ^'" ^^^"^i'-' "ud. wenn sie schon Hörer ^gnisw ^ ^"""'' ""^ ^^" betreffenden Studien, cheii H,.',^.b" jedoch bemerkt wird. dass unter glei-der hoc, ? s"M" j"le Bewerber, welche die Studien T)i! lu l "^ antreten, den Vorzug genießen, halte,, us'^'"^^' ^'bcn überdies die Angabe zn cnt-^düllns ^ ^"verbcr bereits im Genusse eines Sti-^assen s.^" irgend eines Bezuges c, "^^'?'"'u sie sickly widmen geden-^ k. z ^"^ b,V längstens 10. September 1880 bei Nien sf ^lU'ral-Direetion der Allerhöchsten Fondc in 3!"be od/r H.^urg) einzureichen. Ans später cinlan-^'cksicht „ 'uu)t gehörig belegte Gesuche wird keine '^ genounnen werden. K. k l^ "'" '^ August 188«. ^^^ueral-Direction der Allerhöchsten Fonde. Handels- nnd Gewclbclammcl siir Kram. VI. IX. Herr Kammcrrath Karl Lnckmann berichtet, dass die in der Eisenbahntarif-Enqm'te 1882—1883 gestellten Anträge theilweife bereits tmrchgefnhrt find. Das hohe l. f. Handelsministerium hat nun in diefer Sache mit dem Erlasse vom 31. März 1686, Z. 1428. folgende Mittheilung gemacht: «In der Anlage übersende ich der geehrten Kammer ein Exemplar des Abdruckes des an den Verwal-tnngsrath der österreichisch-nngarischcn Eisenbahngcsell-schaft in Wien gerichteten Erlasfcs vom 31. März 1880. Z. 1428. betreffend die Beschlüsse der österreichisch, ungarischen Eisenbahnen bezüglich der Wünsche der Eisenbalmtarif-Enquete, mit dem Beifügen, dass sämmtlichen österreichischen Eisenbahn-Verwaltungen je ein Exemplar dieses Abdruckes nnter einem zugesendet wird. Da in diesem Erlasse der Natur der Sache nach einerseits die anf das EisenbahwVetriebsreglemcnt und das Eartelweseu bezugnehmenden Anträge, welche abgesondert behandelt wnrden nnd zum größten Theile nicht der Gegenstand von eigentlichen Beschlussfassuugen seitens der Eisenbahn-Verwaltungen bilden konnten, nicht angeführt erscheinen, und da es andererseits für die geehrte Kammer auch wüuscheuswn't sein dürfte, die Motive wenigstens in Kürze lenncn zu lernen, mit welchen die Vahnverivaltnngen die Ablehnung oder nichl eingehende Erörterung einzelner Wünsche der Enquete begründeten, so wird gleichzeitig eine Zusammenstellung aller dieser Wünsche und Anträge nebst deren Erledigung als Beilage zur Kenntnisnahme bei-gcschlosfcn. Ans dieser Zufammenstellung geht hervor, dass ein wesentlicher Tlieil der Eisenbahntarif Enqnetc-Anlräge theilwcisc bereits durchgeführt erscheint, theilweisc aber der Realisierung zugeführt werden wird. Wenn nichtsdestoweniger manche Wünfche nnerfüllt geblieben find. fo ist in erster Linie in Betracht zu zichc». dass es sich in den meisten Fällen um freiwillige Maßnahmen der österreichischen Eisenbahn, Unternehmungen handelt, welchen sich die ungarischen Eisenbahnen in entgegenkommender Weise angeschlossen hoben, uud dass ich nicht in der Lage bin. dieselben zu einem einheitlichen Vorgehen in den fraglichen Richtnngcn imperativ zn bestimmen. Dazn gesellen sich ernste Erwägungen finanzieller Natnr, welche eine entsprechende Rücksichtnahme anf > die Gesammtheit der Steuerträger nnd anf den Eisen-^bahncrcdit gebieterisch erheischen, und es mir daher, I namentlich in Anbetracht der gegenwärtigen Lage der meisten Eifenbahnlinien in Bezng auf Verkehr nnd Einnahmen geboten erfchcinen lasfen. auch dort. wo ich weitgehende Maßnahmen anzuordnen nicht gehindert bin. nicht ausschließlich den Standpunkt oft nur eines geriugercn Theiles der unmittelbaren Interesseuten zur Geltung zn bringen, ein Moment, welches insbesondere in denjenigen Fällen ins Ange zu fassen ist, in welchen die direct oder doch indirect auf weitgehende Ermäßigungen der Frachtsätze gerichteten Wünsche keine oder nur theilweise Erfüllung gefunden haben. Indem ich sohin hiermit die Verhandlungen über die Ergebnifse der Eisrnbahntarif-EuaMe von 1882 bis 1883 im allgemeiue» fchon im Hinblicke auf die Rechte uud Pflichten des seither ins Leben getretenen k. k. Staats-Eifenbahnrathcs als abgeschlossen betrachte, gereicht es mir anch bei diesem Anlasse zn einer besonderen Befriedigung, der geehrten Kammer für die eifrige nnd crfpricßlichc Mitwirkung der dortseitigen Delegierten an den Arbeiten der Enquete meinen besten Dank und meine volle Anerkennung auszusprechen.» Der Herr Berichterstatter, der als Vertreter der Kammer anch Mitglied der Tarif-Enquöte war, hebt aus dem ausführlichen Erlasse des k. l. Handelsministeriums vom 31. März 1886, Z. 1428. an den Ver-walluugsrath der österreichisch-ungarischen Eisenbahn-gesellschast und aus der umfangreichen Zusammenstellung der in der Eisenbahntarif-Enquete 1882—1883 gestellten Anträge nnd deren Erledigung folgende Punkte hervor: Die im Hinblick auf die von der Gruppe IX «!,!> s gestellten Anträge in Aussicht genommenen Dircc-tmeu für die Erstellung von Verbcmdtarifcn, deren Wortlaut folgendermaßen vereinbart wurde: «Iu der Voraussetzung, dass sich sämmtliche Eisen-bal,nunternchmungen fowic auch die Schiffahrtsgefell« fchaftcu in Oesterreich-Ungarn zu gleichem Vorgange verpflichten, follen nachstehende Grundsätze maßgebend bleiben : a) im inländischen Local-Anschlnsse- und Verband-Verkehre dürfen in der Regel auf einer und derselben Verkehrsrichtnng nnd unter den gleichen Bedingungen für Güter der gleichen Art für kürzere Distanzen keine höheren Gcfammt-Transportkosten als jene berechnet werden, welche auf Grund der Tarife fiir die eben genannten Verkehre für weitere Entfernnngen resultieren ; Feuilleton. Die Mitgift der Frau. Merte"^"^" '" diesen Blättern kürzlich eine be- He q^.s ^deruug völliger Gemeinsamkeit in der ">vie'de/," ' b"' Gemeinsamkeit in Leid uud Freud, '" N'öali^ 'S"' ",'aterielleu H"st"ug seitens der Frau tt Gattiu s,,?"l"stc. Die geschätzte Verfasserin sagt. ^ anaesj.s.5 "'sM j„ ^ Geschäftslage haoen nnd ^tten ra? """' geschäftliche!, Katastrophe dem ^lNl der ^ '.,"'l zu erwägen, was er andern fchnlde. Hirsen u,^. " zu gedenken. Wir unterschreiben beide « s"he 5« '"t. Das Weib soll kein Spirlzeng sein k svll trin 3' ?^ ""branchbar ist in ernster Stunde ; ,l ^lbmu,^".,.^"beu, das ahnungslos am Rande " sein "^ w'delt. In zweiter Linie soll sie sich .?' suw,.,.s! - I'^W uud die Kinder ein a slöm.n- M de! N "'s Dasein kein Ersatz ist für den Ver- N"/ckt alsV? 6W. dass te.n Brot so schlecht Mn <^ bas der Schande. Hinter diesen beid?.. L. zu wenm s '^ac andere, die im allgemeinen 3' ber FI,.b"uckstchtigt werden uud die materielle ^ "' Gelw "'' zu ^"'n geeignet wären, wenn man ^^ ist zueri'^^? ""Ute. Granen, des ^ K ftöne Lehre von dem vollen ^-^^ " Ncy die Frau des Geschäftsmannes "' ^b. .Katastrophe, von Natalie Schohl. erfreuen foll. Dieses Vertrauen ist für sie. so wenig eine rechte Frau darauf verzichten möchte, in vielen Fällen nichts als eine jahrelange Tortur, indem sie mit dem Scharfblicke des Weibes uud der in zweiter Reihe Stehenden, also etwas kühler Urtheilenden, Dinge herankommen sieht, die sie nicht abznwenden vermag, eine lästige Cassandra am häuslichen Herde. Viele dieser Franen erschöpfen die Kraft, die sie znm Ertragen hätten fparen füllen, bereits im Ahnen und Fürchtcu — ihueu nützt also eine Mitwissenschaft nichts, die nur eine Bürde, keine Waffe zur Abwehr ist. Dieser Pnnkt aber hat für die Besprechung keinen sachlichen Wert; mitthcilsamc Männer werden sprechen, verschlossene werden schweigen; unter Tausenden kaum einer wird dem Rathe der Fran in geschäftlichen Dingen Gehör geben. Viel wichtiger ist, was sich zur Sicherung ciues bescheidenen Rückhaltes in den Vermögeusverhältuissm thun ließe, ohne dass das kaufmännische Ehrgefühl des Mannes, das feine Nechtsgefühl der Frau darunter zu leiden hätte. Den praktischen Engländern, einer Nation, die in der Mehrzahl in Handel und Wandel aufgeht, wäre abzulernen, was manchem Hausstande Ruhe und Sicherheit wahrte, was vielen Frauen einen fchmerzlichcu Kampf zwischen widerstreitenden Pflichten zu ersparen vermöchte. Fragen wir nns zuerst, wie bei verschiedenen Cnltnrvölkern die Vermögensrechte der Fran bei Eheschließungen gewahrt werden? Da ist zuerst der Hci-ratsucrtrag der Italiener, ein ganz lustiges Stück ge^ scllschaftlichen Lebens, durch den der Gattin das Recht auf standesgemäßen Unterhalt, eine Villeggiatura. entweder jährlich oder in bestimmten Zwifchenrä'umen so nnd so viel Nadelgeld, etwa eine Loge im Theater, nnd dcilci gntc Dinge mehr, verbrieft werden. Der vorsichtige Italiener stellt das Vermögen an sich möglichst sicher, ohne jedoch die Vrrmögensinhaberin sicherer zu stelle», als es bei uns der Fall ist. daher wir von den Ehepacten in lingua lo.^iin» mehr Erheiterung als Belehrung zu schöpfen imstande sind. In Frankreich wiro die Ehe auf zweierlei Art gefchloffeu: l-joux 16 i'^imt; cwtai, wo jedem Theile die Verfügung über sein Zugebrachtes gewahrt bleibt, oder uutcr (^ominunil,« 6e« dienü, wo sich die Gütergemeinschaft auf gegenwärtiges und künftig zu erwerbendes Vermögen erstreckt. Da eine unter dem i-^imu clulkl vermählte Frau jedoch gutwillig auf ihr Eigenthumsrecht verzichten kann. so wird ihr diese Verzichtleistung sehr oft abgeschmeichelt oder abgetrotzt werden. In Oesterreich nnd Deutschland wird der Frau nach römischem nnd gemeinem Rechte die Befugnis zugesichert, ihre Mitgift als eine stillschweigend hypothe-cierte Fordernug von dem Gesammtvermögen einzu-hcben. Dieses Recht einer ersten Satzforderung wird aber sehr oft durch die Umstäude hinfällig, und es bleibt nichts als das Vorzugsrecht im Eoncursverfahren, dessen sich manche Frau obendrein begibt, weil sie, selbst für sich einstehend, in den bereits erwähnten Widerstreit bürgerlichen Rechtes und idealer Verpflichtungen gcräth. Lailiacher Zeitung Nr. 189 1558 2ft. AlWlst 'M. b) im Verkehre von einer ausländischen Station der österreichisch-ungarischen Eisenbahnen darf der Ge-fammtfrachtsatz für einen Transportartikel nnter den gleichen Bedingungen nicht niedriger sein, als der Frachtsatz nach derselben Bestimmungsstation von einer inländischen Station, welche bei dem Transporte des ausländischen Gutes nach der betreffenden Bestimmungsstation berührt wird; c) bei Erstellung von Tarifen mit ermäßigten Frachtsätzen für den Verkehr vom Auslande nach dem Anslande via Inlan^ haben die inländischen Bahnen an dem Grundsatze festzuhalten, dass der Gesammt-frachtsatz von der inländischen Grenzstation (Eiubruchs-station) nächstgelegenen, in dem betreffenden Tarife aufgenommenen Auslandstation vin, Inland nicht billiger erstellt werden darf, als unter gleichen Bedingungen der Gesammtfrachtsatz im directen Verkehre von der obgedachten inländischen Grenzstation (Einbruchsstation) und ebenso von jeder andern auf der Transportronte des ausländischen Gutes gelegenen Inlandstation nach derselben ausländischen Bestimmungsstation; 6) die vorstehend sub a bis e aufgestellten Normen finden im Verkehre mit den Seehäfen, mit den Wafser-Umschlagsplätzen sowie im Concnrrcnzverkehre gegen ausländische Transportwege keine Anwendung; 6) bei Erstellung neuer Tarife ist nach den obigen Grundsätzen vorzugehen; sofern in den bestehenden Tarifen Abweichungen von diesen Grnndsätzen cunsta-tiert werden, ist Abhilfe zn treffen.» Indem der Herr Berichterstatter hervorhebt, dass er im Staats-Eisenbahnrathe immer für den «uk a bezeichneten Grundsatz eingetreten sei, dass für Mannfactnrwaren ein neuer Tarif, der anf unsere Wünsche Rücksicht nimmt, heransgegeben wurde, spricht er die Hoffnung aus, dass für Laibach ein den Verhältnissen Rechnung tragender neuer Tarif herausgegeben wird, und stellt sohin den Antrag: Die geehrte Kammer wolle diesen Bericht zur Kenntnis nehmen. — Die Kammer nimmt den Antrag an. Journal-Revue. In allen Theilen Oesterreich-Ungarns und von allen Schichten der Bevölkerung des Reiches wurde das Allerhöchste Geburtsfest Sr. Majestät des Kaisers würdig begangen. Auch die heimische Presse feiert den festlichen Tag durch stimmungsvolle Artikel, patriotische Dichtnngen und umfassende Berichte über die aus diesem Anlasse allenthalben getroffenen festlichen Veranstaltungen. Das «Fremdenblatt» schreibt: «Heute begeht die österreichisch-nngarische Monarchie den Kaisertag. In Gastein, in dem Juwel unserer Alpenländer, woselbst der Monarch erst vor kurzem im Vereine mit Seinem erlauchten Bundesgenossen, dem Kaiser Wilhelm, einen neuen Beweis Seiner steten Fürsorge für die Wahrung des Friedens Enropas den Völkern geboten hat, wird der Monarch selbst den Tag im Kreise der erlauchten Familie begehen, während alle Völker des Reiches in allen Sprachen Segenswünsche für das Wohl ihres Herrschers zum Himmel senden werden, Der allen Bürgern an unverdrossener Hingebung für die Gesammtheit und an strenger Auffassung der öffentlichen Pflichten voranleuchtet. ... Es wird wohl in den weiten Gebieten der gesammten Monarchie keinen Winkel geben, an dem nicht heute des erhabenen Herrschers mit gleicher Liebe und mit gleicher Bewunderung für die hin° gebungsvolle Erfüllung der schweren Hcrrscherpflichten zum Heile aller Nationen beider Reichshälften gedacht würde und aus dem nicht die gleichen in» nigen Wünsche zn Demjenigen emporsteigen würden, in dessen unvergänglicher Hand das Wohl des einfachen Mannes, wie des mächtigsten Fürsten gelegen ist.» Das «Extrablatt» sagt: «Die Völker Oesterreichs, die ihren Herrscher mit bewunderndem Auge Tag und Nacht rastlos am Werke sehen, wie Er, nimmer müde, die Bürgschaften ihrer Wohlfahrt zu mehren sucht, wie Er, in hingebungsvollem Opferdienste um ihr materielles Gedeihen stcts bekümmert, keine Mühe nnd kein Opfer scheut, um ihre Cultur-Interessen zn fördern, um ihnen jenes Gut zu sicheru, welches zu allen Zeiten als Inbegriff und erste Bedingung des Völkertheiles anerkannt wnrde: den Frieden und die Zufriedenheit — sie feiern heute insgesammt mit stillem Jubel und dankerfüllten Herzens das kaiserliche Fa-milienfest als ihr eigenes theures Freudenfest, als das Geburtsfest des theuren, edelherzigen eigenen Vaters.» In der «Morgenpost» heißt es! «Wie alljährlich wird der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers auch heuer von allen Völkern und Stämmen nuserer ^ion-archie mit einer Herzlichkeit gefeiert, welche die innige Verehrung jedes Angehörigen dieses großen, vielsprachigen Staates für den allgeliebten Kaiser bekundet. Und nmso größer ist die Freude, zumal wir unseren Kaiser in unveränderter Rüstigkeit, bei blühender Gesundheit wissen, welche dem erhabenen Monarchen gestatten, mit gewohntem Fleiße den Staatsgeschäften zn obliegen und zum Heile der Völker Regenten-Pflicht und Regenteutugend in gleichem Maße zu üben.» Die «Salzburger Zeitung» fchreibt: «Ueberall in den Landen des Hauses Oesterreich läuten die Glocken, donnern die Piller und die Kanonen, tönen die Orgeln, flammen die Altäre und singen die Chöre zn dem Wiegenfeste nnseres Kaisers, unseres Herrn, nnseres Vaters. Oesterreich ist ein vielsprachiges Reich, an diesem Tage flehen alle Idiome des Kaiserreiches in Andacht znm Geber alles Guten nm Glück und Segen anf das gesalbte Haupt der edelsten Fürstlichkeit auf dem Throne der Habsburger. Das Wiegenfest unseres Kaisers ist ein Fest der Eintracht, an diesem Tage ist Oesterreich im besten Sinne des Wortes Eins. Alle Herzen der Völker und Stämme Oesterreichs denken au diesem Tage gleich, empfinden gleich, fühlen gleich, betrachten sich als Glieder, als'Bürger des großen Reiches, dessen große, kräftige Einheit der erhabene Fürst auf dem Throne ist. An diesem Tage schallt durch das große Reich nur Eiu Ruf: Gott erhalte, beschütze und beschirme den Kaiser!» Politische Uebersicht. (Die Erlässe des Unterrichtsministers.) Die kürzlich anch in unserem Blatte besprochenen, die Universitäten betreffenden Erlässe des Unterrichtsministers Tr. von Gautsch finden in der «Neuen freien Presse» eine sympathische und in den Hauptpunkten zustimmende Erörterung. Es sei an den Erlässen , welche den offen zntage liegenden Uebelständen an den österreichischen Universitäten mit fachlichen Mitteln beizukommen suchen, zunächst schon lobenswert, dass der Minister nicht mit Ordonnanzen vorgeht nnd die Universitäten mit jener Schonung behandett >^ diese eigenthümlichen Anstalten verlangen. Die Ab^ des Ministers, dem allgemeinen nnd speciell dei» o^ reichischen Staatsrechte'an der juridischen FacilM w besondere Stelle einzuränmen, werde allgemeine Z»!" numg finden. Anch die ins Ange gefasste TttN,'« der 'juristischen von den politischen Disciplin"! !"'° den Beifall des Blattes, nach defsen Ueberzeugung e" Bifnrcation in deu Studien und Prüfnugeu der Hel bildung von Juristen und Verwaltnngsbeamten M vortheilhast bewähren würde. Dagegen glaubt „ Blatt nicht, dass die Umfrage dcs' Minist b"" der Miltel zur Hebung der Frequenz der Volles"»^ wirksame Vorschläge hervorrufen wcrde. ^^'^ ^ schwache Frequenz qebe es lein Heil, als in ^!?^ selbst, als ein ernstes Hervorkehren der WichtM^, Studiums seitens der Lehrer nnd persönliches MY, treten an Einzelne der akademischen Iugeud. deren , spiel fortwirken muss in der großen Masse. D"> regungen des Ministers bezüglich der Einführn»^!.. gerer Bedingungen für die Zulassung zur ^ docentnr schließt sich das Blatt vollständig "». ,,^ (Ungar n.) Ministerpräsident Koloinan ^H begab sich vorgestern abends znm Curgelmulche .^ Ostende, um daselust bis Ende August zn "/^M< Während seiner Abwesenheit wird Finanzminisler ^ Julius Szapary den Ministerpräsidenten vertrete», der Rückkehr Tisza's werden jene MinistenatlM^ gen beginnen, in denen das Arbeitsprogra»»" ,^, Reichstages festgestellt nnd die mannigfachen, .^'"^he zu unterbreitenden Vorlagen, darunter in erster ^ das nächstjährige Budget, einer Ucberprüf»!^'l < zogen werden sollen. Handelsminister ^'^h^l Szechenyi und Communications-Minister Vaw" ^? ^ Kemeny treffen nach der erwähnten Quelle noH Laufe der Woche in Nndapest ein. A, (Rnssland.) Wie der Pol. Corr. a»«^ Petersburg gemeldet wird, beabsichtigt die u»^ ^ sitz des Adjilncten des Ministers des Innern, ^ ^, Pleve. eingesetzte Commission zur Feststellung d"^,, rechtignng fremder Unterthanen, nnbewcglichc G'' ^,i Rnssland zn erwerben, bei der demnächst "'! ,,M>' Wiederanfnahme ihrer Sitzungen. Maßregeln ^, schlagen, die den Znfluss des deutschen Elements ^ den Weichselprovinzen hemmen sollen. Gleich,^>t'Ü ^ die Commission Anträge, betreffend die NcqclM i„ Rechtsverhältnisses derjenigen Ausländer, stellr», ^ der letzten Zeit in den russischen Unterthanci"" aufgenommen wurden. ,, ^»'' ' (Serbien.) König Milan begibt sH ^ nächst znm Cnrgebranche nach Gleicheuberg. 7" <^s' feiner für kurze Zeit bemessenen Abwesenheit u" ^. lande wird die Regentschaft den« Ministerrathe ,,g tragen werden, der jedoch das Recht der Ern nnd Absetzung von Beamten nicht erhält. > Oie l (Znr Reise des Herrn von G'k f^ e« ! der «Kölnischen Zeitung» geschrieben wird, la ^ nunmehr als feststehend angeschcn werden, dm ^ nister von Giers den Fürsten Bismarck l"^^ stein, sondern erst später, nämlich anf der >" ^l nach St. Petersburg, besuchen wird. Der Rc>")s ^ wird von Gastein znnächst nach Berlin low"' ^„cl aber dort nur kurz aufhalten und sich auf e»'? Güter begeben. «,»s^ (Der Revanche - Prediger i« ^F' land.) Dem großen Schwätzer Deroulöde, .""'Mss-zösischen Revanche-Prediger, welcher gegcnniä"l3^^ Nnr die Engländer haben die Frage zu lösen ver« standen, wie man die Fran, die für Erhaltung des Vermögens, wir wiederholen es, nur in den allerselten-sten Fällen maßgebend ist, und die eingebornen Kinder vor völliger Verarmung schützt, ohne dass ihnen das Brandmal aufgedrückt wird, dass sie sich von fremdem Gute nähren. Der Heiratsvertrag der Engländer, die 86tti6in6nt5, stellen sowohl das Mitgebrachte der Frau als auch die ihr etwa von ihrem Gatten bestimmte Mor-gengabe außerhalb ihrer eigenen Verfügung nnter den Schutz zweier Curatoren, der lru5l,6o«, die ebensowenig über den Bestand dieser Summen verfügen dürfen, als ob es sich um Minderjährige handeln würde. Die Engländerin, mit einundzwanzig Jahren großjährig, mit ihrem Vermögen gänzlich ungeschützt, bezüglich' ihres Erwerbes erst seit kurzem durch eiue Par'lamentsbill sichergestellt, bleibt unmündig bis an ihr Lebensende, was dlesen einen Punkt anbelangt, ihre Mitgift wenn ihre Eltern oder sie selbst bei ihrer Verheiratung, die Bestimmung dahin durch die «summen!« treffen. Die in solcher Weise rechtskräftig gebundene Summe pflegt für die Kinder bestimmt zn werden, nnd zwar meistens, wo älteste Söhne durch ein Majorat bevurzngt sind. bildet sie die Versorgung der jüngeren, nach englischem Gewohnheitsrechte stark benachtheiligten Kinder. So stark ist der Einfluss der Sitte, des allgemeinen Gebrauches, dass es einen Bewerber völlig un^ möglich machen würde, wollte er sich vor Eheschließung dieser Sicherstellnng des anznheiratcnden Vermögens widersetzen. Da überdies jede englische Familie, die sich eines Besitzes erfreut, bei allen geschäftlichen Vorkommnissen ihren Rechtsfreund befragt, sowie die Franzosen ihren Notar, sind nicht nur diese Erörterungen jeglicher Sentimentalität entrückt, sondern die attorney sind zumeist auch die Curatoren der Mitgift. Wenn bei nns anlässlich einer Eheschließnng oder einer letztwilligen Verfügung eine derartige Einschrän« knng eine Beschränkung auf den Frucht'genuss stattfindet, geschieht dies im änßersten Falle, bei entschiedener Üngeeignetheit zur Vermö'gensverwaltung. Daher hängt dieser Maßnahme etwas' sehr Verletzendes an. das gute Eltern weder der Tochter noch dem künftigen Schwiegersöhne «anthun, wollen. Würde sich diese weise Beschränkung jedoch einbürgern, würde man darin nicht nnr eine Aliwehr gegen Leichtsinn und Verschwendung, sondern auch eineu Schutz vor unverschuldetem Unglück sehen, so würde manchem Ehepaare der Kampf erspart zwischen dem, was man den andern, und dem was man deu Seiuen schuldet. Was die Großeltern erworben nnd erspart, es bliebe den Enkeln als nnan-greifbares Erbgut gesichert. Der Heiratsvertrag, der bei uns nichts ist als ein Blatt Papier, verweht von dem ersten ranhen Winde, wäre ein Bullwerk nm die Mitgift der Fran, nicht nur für Frau und Kinder, son^ dern auch für den Mam«, der in Ehren das Erträgnis eines Capitales theilen darf. das ihm unerreichbar nnd unantastbar ist. das ihm die Gattin nicht zu gewähren, noch zu versagen hat. ^«^ Das Opfer der Liebe. Roman von Max von WcikenthnrU. (71. Fortsehunn.) ^ Ein Tranm? War es ein Traum? H^r^ langen, bitteren Wintermonate, die sie in ^ s,.„q v^ lebt nnd in denen sie kanm ihre elende Mha"' zH" lassen, nicht wirklich bestanden? Waren 1"^ hM Frühlingstage, an welchen sie dann so ^.^ ihn' physische Erschöpfung gelitten, nur ein G^ Phantasie gewesen?' ^t«! ^ Ach nein, sie waren nur allznwirkllch g"^ h"t, doch jene Zeiten hatten ihr Ende erreicht- ^^ ^ London weit hinter sich gelassen an dc>n ^ »' welchem sie ein Billet nach Heretford a>'>'0"'^, tB in dem kleinen Landstädtchen angelangt wal. ^ ^ ans sie nach mühsamer, tagelanger WlNw ^ l'e lich erschöpft hierhergekommen, wo'ihre K" , ^ds lassen hatten nnd sie an der Landstrafte ' '^ d> lassen musste, wie sie gsanbte, nm zn st"^" ^helB wäre anch der Fall gewesen, wenn "'A^ und ^ Menschen sich ihrer angenommen, sie besaM pflegt hätten. ' , „scheiß Es konnte mithin nnr sehr natiiniai ^^hl" wenn Beatrice's Augen mit warmem Da> ^,d ° anf der Fran in dem einfachen KattunM. ,,„ «1 schneeweißen Schürze ruhten, die sich gcsaM'A,,e s^ »ner hin- nnd herbewegte. Ja. sie. für 0" A„M gäbe zu groß gewesen; sie. welche ungeM ! Lllibnchcl Zeitung Nr. 189 1559 20. August 1886. eu!^ . .' '^"ber besondren Befehl des Zaren be-2^"°rden. dass er ausgewiesen werde, wenn er "^.^'MMl würde, i.« Russland anfreizende Reden Mn das deutsche Reich zn halten. Gre,ls7. '"Uisch-englisch-afghanische !., spss. n ^') "^che schon einigemale den Anlass drM. 5 ? ""ernationalen Besorgnissen geboten hatte. . !. "'!'" '" ""' acnte Phase einzntrctcn. Der c>eb? lMe angezeigt, dass wegen nen ans-Comm sl!" "."^" Differenzen im Schoße der gemischten de " ^ "'fischen Commissäre abberufen wer- si rtp ^!!r .^"" hatte an diese keineswegs antori-tlln. ..,'! ^'lung bereits sehr alarmierende Commen-niel^?"? -.^^ '"ln von London ans officiell ge-sckon m ' ''^ "'" s"f°rtige Zurückziehung der briti-? G"nzcommissi°n noch nicht beschlossen, und es Nlnf/ «,?^ ^'" Eintreffen einer auf die streitigen wnv w^v"""b und Kodteha-Saleh beziiglichcn Ant-b° f.^usslands kein Veschlnss. ob nnd wann die Al>-e!.'l'''^ erfolgen soll. gefasst werden. Immerhin sei N, ii 5 lct^'ma. der Commission vor Bcqinn des ba> i ^". aewärtigm. Dass diese Angelegenheit nber-li '^ ^' ""em offenen Streit zwischen Rnssland llnd zweifelt "^"" ""^' darf vorlänfig noch stark be. Tagesneuigleiten. .m.^' Majestät der Kaiser haben, wie die rä,,??." ^"t"ng. meldet, für die Restauriernng der Pfarrkirche nnd des Pfarrhauses in Einriß ^" ^"rag voll 250 fl. und für die innere g°W d"!^?'r römisch katholischen Kirche in Hcrce- "uc ocn Betrag von 100 fl. zu spenden gernht. Laufel^^^" Dps" des Traumes.) Erst im llravln^ gestrigen Nachmittags sind ausführliche tele-3tcda!f Mittheilungen über das tragische Ende des in """s der «Presse», des Herrn Leo Robert Truxa. Herr?? "ngelangt. Einer der Reisebegleiter Truxa's, des ^, ' ^vldbach, Oberingenieur im Ministerium Telear """' 5""^ der Redaction der «Presse» folgendes Waid?'"'. Iuterlaken. Itt. August. Von Grindel, kommend l" ^"'^ Scheidcck, Weugcrualpe, Lauterbruuueu in c^„. ' '"'b wir vorgcstcru gcgcu 5 Uhr uachmittags wir M , ""Klangt. Das Wetter war prachtvoll, laken e ^" Laune. Nachdem wir uns in In!er-gen >y/".^"'ll "mgcscheu uud geuachtmahlt hatten, gicn-^hndet '" ^" Eursaal, wo Truxa sofort nach Zeitungen Interest '"'^ besonders die Wicucr Blätter mit grohcm Hotel , "rchlas. Nach Beendigung des Concerts ins Um M?^M)ri, lcgteu wir uns gegen 10 Uhr nieder. Ncldu "^ '""de '^ plötzlich vom Hotelier mit der den A zweckt, «leiu Reisegefährte sei uuwohl gcwor-^nster^ ff "^ "' Truxa's Zimmer, finde Thür und ich j,. ^n, ^as Zimmer jedoch leer. Erschrocleu blicke binden 5"^wr «n. welcher stumm aufs offeue Fenster trete ^ ^ ^etzt die volle Größe des Unglücks ahnend, den K» . ^ ""^ ^»stcr "'^ ^hc s" meinem Lutschen l'egen 3l ^"'la's nuten auf dem ftcinerneu Trottoir ens em ?-^^ ^'^ Treppe hinunter und finde Truxa llthi,^. !" Stlrnwuude blutend, tief uud mit Austreuguug "ffene,, c. ?" Unglückliche war offeubar im Schlafe zum VrDi» '!^ .gctretcu, hatte sich vorgeneigt und, da die ' ^ '"edrig war, das Uebcrgcwicht verloren uud war hinuntergestürzt. Der sofort herbeigerufene Arzt fand keine größere äußere Verletzung vor, da die Glieder ungebrochen waren. Er constatiertc eine schwere Gehirnerschütterung, gab aber, falls sonst keine innere Verletzung vorliege, Hoffnung auf Erhaltung des Lebens. Truxa wurde ius Zimmer gebracht, aufs Bett gelegt und sorgfältigst gepflegt. Anfänglich war er unruhig, griff oft krampfhaft mit der rechten Hand nach der Herzgegend; fpäter wurde er ruhiger, verfiel jedoch immer mehr. Gegen 7 Uhr früh entquoll seinem Munde plötzlich ein Blutstrom, und in weuigen Augenblicken hauchte uuscr armer unglücklicher Freund sciu Leben aus. Offenbar lag eine schwere innere Verletzuug vor. Morgen findet die Beerdigung statt. Bemerkenswert ist, dass innerhalb zweier Jahre hier vier ähnliche Unglücksfälle vorkamen. Goldbach.» — (Der Umfang des Weltbriefvertchrs.) Ueber den Umfang des Wcltbricfvertchrs im Jahre 1864 liegende folgende osficiclle Dateu vor: Die Gesammtstück-zahl der auf der ganzen Erde bei der Post aufgegebenen Briefe uud Postkarten beträgt 092« Millionen jährlich oder 19 Millioucu täglich. Unter Hinzurechnung der Zahl der übrigen Bricfscndungen, als Drucksachen, Geschäfts-Papiere, Zcitungsnummeru und Warenproben, beläuft sich die Gcsammtsumme auf 11 «40 Millionen. Wird die Vcvöltcruug der Erde zu rund 1400 Millionen Seelen angenommen, so treffen auf einen Menschen im Jahre 6,3 Bricfscndungcn, darunter 4,9 oder ruud 5 Briefe uud Postkarten. In den einzelnen Wcltthcilcn gestalten sich die Verhältnisse sehr verschieden: so entfallen in Europa, entsprechend der Bedeutung seiner Stellung im Weltverkehr, auf einen Einwohner 22, l Vricfscudungen, daruuter 13,7 Brief- und Postkarten. Wenn Amerika mit der hohcu Ziffer von 38,19 und Australien mit 37,9 Nricfscuduugcn auf eiuen Einwohner erscheinen, so tretcu beide Erdtheilc doch iu der Gesammtsumme des Postvcr-tehrcs weit hinter Europa zurück, da sie so weit spärlicher bevölkert sind als jenes. Fasst mau die Verhältnisse nun noch in den einzelucn europäischen Staaten näher ins Auge, so steht in Bezug auf den Äricsucrtchr Großbritannien dcu übrigen Staaten voran. Hier belief sich die Zahl aller Vriefscudungen im Jahre 1884 auf 19847«2 000. dauu folgt Deutschland mit 1609 028 000, an dritter Stelle Frankreich mit 1 364 391000, an vierter Stelle Oesterreich-Ungarn mit 607 805 000 Sendungen, an fünfter Stelle Italien, hierauf Belgien, Russ-laud u. s. w. In Bezug aus die Zahl der aus einen Einwohner entfallenden Bricfsendungen steht ebenfalls Großbritannien mit 55,2 Sendungen an der Spitze; dann folgcu der Reihe nach: die Schweiz mit 52,9, Belgien mit 44,7, Frautreich mit 36,2, Niederlande mit 36,0, Deutschland mit 35,6, Dänemark mit 34,9 Sendungen. — (Patriotische Spende.) Herr Franz Wertheim, Universalerbe nach den, verstorbenen Franz Freiherrn vou Werthcim, hat dem Ministerpräsidenten den Betrag von 50 000 fl. für die Zwecke des t. k. Offi-cierstöchtcr - Erziehungsiustitutcs iu Hernals übergeben, uud ist dieser Betrag bereits stiucr Bestimmung zugeführt worden. — (Eine waghalsige Ovation.) Vorgestern nachts erstieg der steirische Thurmarbeiter Josef Pircher aus Mureck von auheu längs des Blitzableiters die Spitze des Stefansthurmes in Wien und befestigte zu Ehren des Geburtsfestes des Kaisers eine schwarz gelbe Fahne auf der Spitze des Thurmes. Der Thurmwächter alar- mierte die Feuerwehr, die mit dem Sprungtuch erschien. Der Waghals gelangte glücklich zur Erde zurück. -^ (Die Bühnenfest spiele inBayreuth) nähern sich ihrem Ende. Man berechnete die Ausgaben für Vorstellungen und Proben auf etwas mehr als 300 000 Mark, welcher Betrag bereits seit einigen Tagen, Dank der Unterstühuug der Wagner-Vereine, ganz aufgebracht sein soll, so dass mindestens die Einnahme der zwei letzten Doppel-Aufführungen als Ueberschuss betrachtet werden kann. — (Eine seltene Beute.) Am 15. Juli wurde im steirischen Miirzthale bei Deuchenborf ein Löffelreiher (plawIsH W,eoi-06iH) erlegt. Das Vorkommen dieses Vogels in Steiermark ist damit zum erstenmale nachgewiesen. In ganz Oesterreich gehört der Löffelreiher zu den größten Seltenheiten. Das wertvolle Exemplar wurde iu Graz präpariert und ziert nun die Sammlung des Herrn von Leuzendorf auf Schlofs Graschnitz. — (Der Roman der Bulgarin.) Aus Brand-eis wird berichtet: Wenzel Hubka aus Königinhof, ein Mann, der von befonderer Neigung zu abenteuerlichem Leben erfüllt ist. gieng im vorigen Jahre nach Bulgarien, um dort sein Glück zu versuchen. Nachdem er den serbisch-bulgarischen Krieg mitgemacht und unversehrt aus dem Feldzug heimgelehrt war, machte er die Bekanntschaft einer jungen Bulgarin. Das Verhältnis gedieh so weit, dass sich die Bulgarin entschloss, dem Hubka nach Böhmen zu folgen, um hier sein Weib zu werden. Sie verabschiedete sich von ihren Angehörigen, nahm 1200 fl. Heiralsgut mit, und das Liebespaar trat die Reise nach Böhmen an. Hubta lieh sich zunächst in Nrandeis nieder. Allein es vergieng Woche auf Woche, ohne dass er Anstalten zur Gründung eines Hausstandes traf; umfo eifriger taufte er für das Geld seiner Braut allerhand Sachen für sich ein. Schließlich verschwand Hubka ganz und gar aus Brandeis, das arme Mädchen in größter Noth zurücklassend. Die Gendarmerie bemüht sich angelegentlichst, den Aufenthalt Hubla's zu eruieren. — (Streng revidiert.) Nevifor (im Selbstgespräch): «Da fordert der Mechaniker Schulze für Reparatur des Blitzableiters 15 Gulden, und zwar für das Hinaufsteigen 7 Gulden, für Reparatur 7 Gulden, für das Herabsteigen 7 Gulden. Letzterer Betrag wird gestrichen, denn wenn auch das Hinaufsteigen und Reparieren im Dienste des Staates geschah, so war doch das Hcrabsteigen lediglich Privatinteresse des Mechanikers.» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Aus Littai) schreibt man uns unterm Gestrigen: Gestern wurde hier der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers in würdiger und erhebender Weise gefeiert. Bereits am Vorabende kündigten festlich ge« schmückte Häuser und Püllerschüfse die bevorstehende Feier an. Gestern früh fand in der hiesigen Filiallirche das vom hochw. Dechant Jakob Rus unter zahlreicher Assi» steuz celcbrierte Hochamt statt, an welchem sich die Beamtenschaft, die Gemeindevertretung von Littai, die freiwillige Feuerwehr aus St. Martin, welche durch ihre stramme Haltung und schmuckes Aussehen einen sehr gute» Eindruck machte, sowie eine große Menge von Gläubigen betheiligte. Hiebei muss der wirtlich herrliche Kirchengesang besonders hervorgehoben werden — es wurde eine lateinische Messe von A. Foer st er aufgeführt — um dessen Zustandekommen sich der musika- jede La^" '^" ^""' Verfügung gehabt; sie. die stets daran ^ ^"^ befriedigen können. sie war nahe zu geh«.,, '"'' ""s Mangel an Nahrung zugrunde Schalk^?^'" Sie dies.» sprach Fran Grant, ihr eine Nllch °i,. Ä/'^nde Fleischbrühe bringend. «Hier ist Das ^ Taschen von des Freihcrrn stärkstem Wein. Sie iN '." h"! ih" hallte morgens selbst gebracht, bann ., '< ^" bis anf den letzten Tropfen anstrinkrn, ob tu? Ü?w Sie ans Fenster treten nnd hinaussehen, ""Damen kommen.. Lattice gehorchte dankbaren Herzens, sprach H""^'" Madeleine ist so gnt und liebevoll,, lungen ^ ".Grant, die nie müde war . das Lob ihrer anf dem?^' zu singen. «Obschun sie einen Besuch schon li„, Flosse haben, so kam das Fränlein doch Ihnen X '3>"ll" Frühe, .im nachzusehen, wie es blosse ,,.' «1 . He« , welcher gegenwärtig anf dem ^äule'm^Kste i^ macht ihr den Hof. so sagt des Erbin !«ö 'k.' Fräulein Madeleine ist eine reiche dieses';»? /"^ >hr Hab nnd Gnt ist es. was bei 3 sei "'s Gewicht fällt, denn man sagt. ^"ters Stpn ? "ch; trotzdem wiirde ich an des «,i,.i7 '^'" b" Hand der Tochter verweigern.» 'Und weshalb?. ^n'Grant ^/""be s"'d sehr triftige,, erwiderte !"'ch- Der ^""Nlsvoll. «doch behalte ich sie für l ^n imstan?)"^" ^ im Grunde genommen am i/urtheile,, ^z' , was er thnt oder nnterläfst, zu ja auch Gelegenheit haben, «Forbes,» erwiderte Beatrice, den fragenden Blick der Matrone richtig deutend. «Nun, Fran Forbes, Sic werden Madeleine's Freier bald sehen, denn er ist mit der Baronin und dem gnädigen Fränleiu ansgefahren. Die Herrschaften werden hier vorüberkommen.» «Ich frene mich. dass sich mir Gelegenheit bietet, meinen tief empfnndcnen Dank für alle mir erwiesene Güte den Damen selbst aussprechen zu können.» erwiderte Beatrice. Während sie noch sprach, sah man einen zierlichen Ponywagen auf das Haus zufahren. Voller Erwartung fchautc Beatrice auf die Herannahenden. Madeleine kutschierte wie gewöhnlich, rückwärts sah ihre Mutter nnd neben dieser eine ernste Männergestalt, bei deren Anblick Beatrice zurückfuhr ,me vor einem nächtlichen Schreckbild, mit weit geöffneten Augen nnd todtenbleichem Angesicht. Madeleine Oliphants Freier war kein anderer als Hugo St. John! Die härteste Prüfung. Einen Moment stand Beatrice regungslos, unverwandt auf den heranrullendcn Wagen blickend. Sie sah, wie liebevoll Hugo's Augen auf dem jnngen Mäd. chen ruhten, sah, wie eil, holdseliges Lächeln die Lippen desselben umspielte, gewahrte den zufriedenen Ausdruck in den Zügen der Mntter, dann eilte sie mit flüchtigen Schritten hinauf in das kleine Zimmer, in welchem sie geschlafen, und riegelte, von jähem Schreck erfasst, hastig die Thür hinter sich zu. Was konnte sie thun, wohin sich flüchten? Wes« halb hatte das Schicksal sie gerade hierher verschlagen, hierher, nach Erindale. wo H»go weilte? Das sollte das Ende all ihrer Leiden sem, dass er sie jetzt hier fand! ? Wie war er ihrer Spur gefolgt? Wer hatte ihm diefelbe verrathen und wie konnte sie entschlüpfen, ohne dass er sie sah? Sie blickte angstvoll um sich; da plötzlich entsann sie sich der Worte Frau Grants, dass der Herr, welcher sich um die Hand des Freifräuleins von Oli» phant bewerbe, mit diesem und der Mutter ausgefahren sei; sie athmete erleichtert auf. Er wusste ja nicht, dass sie hier sei. Aber ihr blieb dennoch keine Wahl; sie musste wieder hinaus in die fremde, kalte Welt und dem Schicksal Trotz bieten. O, weshalb war sie nicht lieber am Wege gestorben! Das Leben bot ihr ja nichts mehr, woran zu klammern sich der Mühe verlohnte. Sich gewaltsam beherrschend, stand sie da und lauschte in grenzenloser Bangigkeit der Dinge, welche kommen würden. Sie vernahm Madeleine Oliphants helle Stimme nnd Fran Grants Entgegnung; und nun schlug auch jene Stimme an ihr, bei deren Lauten ihr Herz unwillkürlich in Wonne erbebte. Dann hörte sie wieder das Rollen der Räder, und blickte hinter den Fensterläden vorsichtig in den Park hinab. Hugo hatte Madeleine's Stelle eingenommen, er kutschierte, und Beatrice sank am Fenster in die Knie, vollständig überwältigt von dem Gedanken, dass sie nur mit genauer Noth einer Entdeckung entronnen war. lForljchung folgt.) Laibllcher Zeitung Nr. 189 1560 20. AiWlst IM'. lisch hochgebildete Forstinsvectionsadjnnct Herr M. Bube rl die meisten Verdienste erworben. Indem wir an dieser Stelle ihm sowie dem Herrn Lehrer Bartl aus St. Martin für die in jeder Beziehung fterfecte Harmoniumbegleitung unseren Dank aussvrcchen, glauben wir hiemit nur eine Pflicht zu erfüllen. Nachmittags wurde in der festlich geschmückten Veranda des Aoblcr'schen Gasthauses ein Festbankett veranstaltet, an welchem sich die Honoratioren von Littai und Umgebung zahlreichst betheiligten. Den ersten officiellen Toast brachte der Herr Nezirkshauptmann Grill aus, der mit schwungvollen, zündenden Worten Se. Majestät unseren geliebtesten Kaiser als Schirm und Hort der Völker Oesterreichs und Förderer der Arbeit und des Wohlstandes feierte. Brausende Sivio- und Hoch-Rufe begleiteten die in edler Begeisterung gesprochenen Worte. Großen Beifall fand auch der Toast des Vertreters der in Bau begriffenen Baum-woüspinnerci und Weberei des Herrn Zublin auf Oesterreich, in dessen Gauen den Ausländern unter den Fittigen des glorreichen Doppelaars der Rechtsschutz in vollsten, Maße zutheil wird. Das Fest verlief in der animiertesten Weise, und fand abends eine Fortsetzung in den Oblak-schen Gasthauslocalitäten, wo der hiesige Männergesangsverein mehrere Lieder exact vortrug. Der gestrige Tag ließ in jedem Anwesenden das Gefühl der vollsten Befriedigung zurück. Ich glaube noch bemerken zu sollen, dass die Feierlichkeit hiemit noch nicht ihren Abschluss fand. Am künftigen Sonntage veranstaltet nämlich die Schützengefellschaft von Littai zu Ehre» des Allerhöchsten Geburtsfestes auf ihrem Schießstande ein solennes Festschießen, welches, wenn uns unsere Hoffnungen nicht trügen, in jeder Beziehung gelungen ausfallen dürfte. Dem Festschießen wird ein «Schützenschmaus» im Gasthause «Fortuna» vorausgehen, zu welchem hoffentlich auch die ehemaligen Schützen und Schützenfreunde von nah und fern zahlreich erscheinen werden. L. — (Personalnachricht.) Der Herr Landes-prüsident Baron Wintler ist gestern abends 6 Uhr mit dem Wiener Eilzuge nach Loitsch abgereist. — (Kaiser fest in Veldes.) Am 22. August wird im reizenden Veldes das Allerhöchste Geburtsfest Sr. Majestät des Kaisers in festlicher Weise begangen werden. Das Festprogramm ist folgendes: 1.) Um ^3 Uhr nachmittags Promcnadeconcert im Louisenbade; halb 5 Uhr Tombola im «Hotel Mallner»; 3.) 8 Uhr abends Seebeleuchtung mit Seefahrt unter Mitwirkung der Musikkapelle des 17. Infanterie-Regiments Baron Kühn; die Abfahrt geschieht vom «Hotel Mallncr» aus; 4.) 10 Uhr abends: Tanzkränzchen im «Hotel Mallner». Das Reinerträgnis der Tombola fällt dem Veldefer Verfchönernngs-fonde zu. Bei ungünstiger Witterung findet das Fest am 25. August statt. — (Spenden fürdasRadetzky-Denkmal.) Das foebcn erschienene 11. Verzeichnis über die Spenden zur Errichtung des Radetzky-Dentmals in Wien weist eine Gesammtsumme von 145 932 st. 38 kr. aus. — Der hochwürdige Herr Canonicus Andreas Zamejic hat für das Radetzky-Monumcnt unter dem Motto: «Für Gott, Kaiser und Vaterland» 40 Francs in Gold durch die Buchhandlung Kleinmayr H Bamberg beim k. k. Landespräsidium erlegt. — (Nachklänge zur Anastasius-Grün-Feier.) Wie wir erfahren, erhebt die k. k. Staatsanwaltschaft in Laibach anlässlich der Vorgänge bei der Ana-stasius-Grün-Feier gegen einen Betheiligten die Anklage wegen Verbrechens der öffentlichen Gewaltthätigkeit und Uebertretung der Wachebeleidigung, gegen vier andere Aetheiligte die Anklage wegen Uebertretung gegen öffentliche Anstalten und Vorkehrungen. Ersterer Fall wird beim k. k. Landesgerichte, die übrigen beim k. k. städt.-del. Bezirksgerichte zur Verhandlung kommen. — (Cholera-Nachrichten.) Die gefürchtete Rückwirkung des rapiden Witterungsumschlages in Trieft auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung blieb glücklicherweise aus, und machte sich im Gegentheile gegen die Vortage eine Verminderung der Krankheitsfälle bemerkbar. Es erkrankten gestern 10 Personen, 3 starben. Leider mehren sich die Fälle, in denen die Commission erst nach eingetretenem Tode verständigt wird, wodurch ein großer Theil der Maßnahmen zum Schutze der übrigen Bevölkerung illusorisch gemacht wird. — Aus Fiume wird unterm Vorgestrigen geschrieben: Der heute abends erfolgte Tod des Directors der Papierfabrik, Fremont, erregt hier wie in Susak das schmerzlichste Auffehen. Es ist kein Zweifel, dass Fremont ein Opfer der Cholera geworden ist, die auch unter den Fabriksarbeitern stets hef-tiger auftritt, so dass nunmehr in SuZat mehr Cholerafälle vorkommen, als in Fiume, was wohl zunächst der schlechten Verpflegung der Arbeiter zuzuschreiben ist. — (Maiswurzellaus.) Der Vorstand der Phylloxera-Abtheilung im ungarischen Ministerium für Ackerbau, Handel nnd Gewerbe, Dr. Geza Horuath, hat, Wie Wir jüngst gemeldet haben, in Kroatien geweilt und Studien über das Wesen der Maiswurzellaus angestellt. Die Maiswurzellaus, die er 'Iut,anl>um Ulmi nennt ist seiner Ansicht nach ein bloß ein Jahr lang lebendes Insect; es kann daher den Winter nicht überdauern, wie die Phylloxera. Das in Rede stehende Insect kriecht im Monate Juni zumeist auf Ulmenbäumen aus den Eiern und setzt sich mit Vorliebe auf der Maiswurzel au. Nachdem der Kukuruz im Juni bei normalem Anbau bereits vorgefchritten ist, kann ihm das Insect nicht viel schaden; ist derselbe jedoch spät angebaut wor-deu und im Juni noch schwach, so fügt ihm diefes Insect erheblichen Schaden zu, namentlich in einem trockenen Sommer. Dasselbe bestätigt auch Graf Bombelles, welcher dieses Insect in der Drau'Ebene beobachtet hat. Es kaun demnach als festgestellt betrachtet werden, dass dieses Insect nnr dort Schaden anrichtet, wo der Kukuruz sehr spät angebaut war. Es ist aber dennoch zn empfehlen, die Felder im Winter gut umzuackern. — (Handelsverkehr mit Frankreich.) In» folge des zwischen Rumänien und Frankreich bestandenen Tarif-Conflictes hat sich die französische Zollverwaltung gegen Schluss des Vorjahres veranlasst, für gewisse Importe aus Oesterreich-Ungarn Ursprungszeugnisse zu verlangen. Das Handelsministerium hat diesen Umstand seinerzeit zur allgemeinen Kenntnis gebracht. Laut Mittheilung der k. k. Botschaft in Paris wird mit Rücksicht auf das mittlerweile zwischeu Frankreich und Rumänien zustande gebrachte provisorische Handelsübcreinkommcn nunmehr seitens der französischen Zollbehörden die Beibringung von Ursprungs-Certificaten für Waren österreichischer oder ungarischer Provenienz nicht mehr gefordert^________________________________________ Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Graz, 19. August. Nach dem Ausgange der Wahlmännerwahlen im Landgemeinden-Wahlbezirke Prttail ist die Wahl des Canoukus Dr. Gregorec gesichert. Oraz, 19. Anglist. Die Grazer Tramway sammt Wagenpart wurde für 400000 fl. an ein Frankfurter Consortium verkauft. Trieft, 19. August. Von gestern bis heute mittags wnrden 10 Erkraukunqen und 3 Todesfälle infolge von Cholera constatiert. Neue Cholcrafälle sind vorgekommen: In Socerga 1, in Ricmauje 3, in Isola 7. Finnic, 19. August. In den letzten 24 Stunden ist hier weder ein Erkrankuugs- noch ein Todesfall cm Cholera vorankommen. Kralml, 19. August. Ein Telegramm aus Zakopane meldet, dass gestern Dr. Viesiadecki aus Lcmberg vom Rothen Berge abgestürzt und mit zerschmetterten» Haupte sofort todt geblieben sei. Nom, 19. August. Die Convention zur Wahrung der religioscn Interessen der Katholiken Montenegro's wurde gestern von Iacobini und dcni Privatsecretär des Fürsten von Montenegro unterzeichnet. London, 19. August. Die Thronrede anlässlich der Parlamentseröffuung erwähnt der äußeren Angelegenheiten nicht; die Regierung werde sich in der jetzigen Session auf alleinige wesentliche Maßnahmen, betreffend einige öffentliche Verwaltungszwei^e für den noch übrigen Theil des Finanzjahres, beschränken. Chicago, 19. August. Die irische Convention wurde heute nachmittags von Patrick Egan eröffnet, welcher die irischen Delegierten bewillkommnete und erklärte, dass von einer Politik des Zwanges gegen die Iren keine Rede mehr sein dürfe. Es handle sich darum, die Freiheit, wenn möglich durch friedliche Mittel, weun unmöglich, auch durch andere Mittel zu erstreben. James Fitzgerald wurde zum proviforischen Präsidenten gewählt. Die Convention wurde bis 8 Uhr abends vertagt. Montevideo, 19. August. Ein Individuum feuerte gestern abends auf den Präsidenten der Republik in dem Augenblicke, als dieser in das Theater eintrat, aus unmittelbarer Nähe einen Revolverschuss ab, welcher den Präsidenten leicht an der Wange verletzt,'. Der Attentäter wurde sofort festgeuommcu, aber vou der vor dem Theater angesammelten Meuge derart misshandelt, dass er bald darauf starb. Wolkswirtscljastliches. JurGrmldung einer Milchgcnossenschaft in Lailiach. Von Franz Pav5c. (Fortsetzung.) Es erübrigt mir nur noch, die Herren Landwirte mit den Satzungen einer Milchgenosscnschast belanntzumachcn, damit sie das Wesen derselben genau leimen lernen. Es würde ?.u viel Ranm in Anspruch nehmen, wollte ich die ganzen Statuten hier vollinhaltlich veröffentlichen, Es dürfte ein Auszug mit Wieder« gäbe der hauptsächlichsten Bestimmungen genügen. 8 1 bestimmt den Zweck. Der Zweck der Genossenschaft ist, durch directen Verkauf von Milch und der daraus gewonnenen Producte auf gemeinschaftliche Rechnung den Prodncenten gesicherten Absah, den Abnehmern reine, unverfälschte Ware zn bieten. 8 2. Sitz und ssirma der Genossenschaft, Daucr derselben. Der Sitz der Genossenschaft ist Laibach; die Firma lautet: «Erste trainische Milchgenossenschast in Laibach,. § 3. Aufnahme in die Genossenschaft. Mitglied der Genossenschaft tann jeder groMhrige und eigenberechtigte Landwirt werden, welcher sich verpflichtet, die Milch von mindestens fünf Kühen auf Grund der Bestimmungen dieser Satzungen der Genossenschaft zur Verwertung zu überlassen. 8 4. Anlagccapital. Das Anlagecapital wird durch Geschäfts-anthelle der Mitglieder gebildet, welche für jede angemeldete Kuh auf W sl. ö. W. bemessen sind, und werden hicfür AntheilM ^ auf 5) sl. derartig eingezahlte Antheile -^ 150 fl. ö. Ä., '^' Fünftel derselben, anf W sl. ö. W. lautend, als Bescheinigung" geleisteten Einzahlung an die Mitglieder ausgefertigt. Ae)t, theilscheine müssen auf das die Einzahlung leistende Gen^ schaftsmitglicd lauten und von dem Obmanne und einem " standsmitgliede gezeichnet sein. Die Nnthcilschcine der ">"" , den Mitglieder werden sofort bei dem Eintritte eingezahlt, l^ 7 bleibt es dem Vorstande überlassen, in lierücksichtigungsw"" gen Fällen bestimmte Einzahlungsfristcn zu gewährcu, ^ ^ schäftsantheile tonnen nnr mit Einwilligung des ^"stanocs andere Landwirte, welche entweder Mitglieder sind ub" ,, 1 h, aufgenommen werdeil lonncn, übertragen werden, und M« " men dieselben alle auf den übernommenen Antheilen Hai"'' Rechte und Pflichten. < -<. 8 5. Die Mitglieder sind verpflichtet: a) so viel A>M' scheine zu übernehmen, als anf die von ihnen angemeldete H^ von Kühen entfallen i l») die von den angemeldeten ^^h^ ^ mollene Milch nach Maszgabr der in diesen Sahungen lM^. Vorschriften zur gemeinschaftlichen Verwertung abzul«,« ' e) die ihnen durch Wahl in der General-Versammlung uuern genen Vcreinsgeschästc nud Obliegenheiten für eine Amtsdautt« übernehmen. ^^' 8 tt. Rechte der Mitglieder. Alle Mitglieder haben das me^' a) in den General-Versammlungen bei Vereinsbcschlüss^ ^, Wahlen zu stimmen und Anträge zu stellen; d) zu den , cinsämtern gewählt zn werden; «) in die im Gcschäftslocaie liegenden Geschäftsbücher, wie in den Geschäftsbetrieb übcly°"^ jederzeit Einsicht zu nehmen', ä) an dem durch die Vttwel der Milch erzielten Erlös nach Maßgabe der Sahungen «lmy ^ zn nehmen. , a,j, § 7. Leitung der Genosscuschafts-Angelegenheiten. "'^e tung der Genossenschasts'Angelegcnheitcn geschieht dnrch: "^ General.Vcrsammlung der Genossenschaftsmitglieder; ") Vorstand der Genusfenschaft. ^. 8 8. Von der Gcneral.Versammlung. Die General-Vew" lung besteht aus allen Mitgliedern der Genossenschaft. Slt« regelmäßig im Laufe des Monats Februar statt und lann a«° ordentlicherweise einberufen werden, wenn der Genossen!^ ^ vorstand es für nothwendig hält oder wenn fünf Mitglieder Abhaltung einer General-Vcrsammlnng verlangen. ^«^ ,^l' der Genossenschaft, welche au der Theilnahme an der ^^^< Versammlung verhindert sind, können ihr Stimmrecht ""A hgls Mitglieder oder an die eigenen Angestellte!» übertragen, ^^-.^< trin Theilnehmcr an der Versammlung mehr als fünf fremde v men übernehmen. DieGencral-Versanimlun, istbrschlussfäW'' ^ die Hälfte aller Stimmen vertreten ist. Die Gcneral-VeNa ^ lung entscheidet über alle Gegenstände, welche nicht c>"sdn> ^ durch die Satzungen oder Genossenschaftsbeschlüsse dem ^^M» oder dem Obmannc der Genossenschaft übertragen sind. ^ "^ Vefngnissen gehören insbesondere: a) die Wahl der M'^es des Vorstandes, nämlich des Obmannes, der vier Beisitzer u^^. Ersatzmannes; l>) die Genehmigung größerer Naute» und ^, raturen sowie aller nicht im Betriebspläne vorgesehenen g, schaffuugen. deren Wert 50« fl. ü. W. übersteigt; c),°" 7l)" die Genusscnschaftsbeschlüsse und die von der General VM°" lung festgesetzte Geschäftsordnung gewissenhaft zu beovan ^ Insbesondere hat er den ganzen Gang des Betriebes zu ^ wachen. Die Mitglieder des Vorstandes lösen sich b" .^, Ucbcrwachung in einer durch gegenseitige Vereinbarung be!» ^ ten Reihenfolge ab. Der Vorstand besorgt auf Gmnd d" . schäftsordunng die Anstellung des znr Führung der ^^' .h^ und Cassen^eschäfte erforderlichen Personales und die "U'.'Hz der nothwendigen Dienstleute und bestimmt den GeschO ^ derselben. Er bestimmt die Verlaufspreisr der Milch un ^ Mollerciproducte uud besorgt alle Ein- und Verläufe >>"^ nusscnfchaftszwecke innerhalb der ihm von der General ""><> lung eingeräumten Befugnisfe. (Schluss folgt.) Angekommene Fremde. Am 18. August. ,^ Hotel Stadt Wien. Anböck,Kfm.. Dresden. —Reich und 5^. Kanslcule. Wien. — Nillas, Wfm., Vitis. — Znidars'c,,^, fessor, Sarajevo. — Nlumcnschein, Reis.; Derwald, ^.M»< Stahuljal, Rihtaric, Schwarz, Marcouic und Noval, ^' Ml, Agram. — Ncmcc, Kaplan, Treffen. — Mocnil, W"li s. Familie, Stein. — Malle, Private, Fiumc. HM, Hotel Elefant. Kulka nnd Löwy, Reisende, Wien. ">^,lzel, Brauer, Melk. — Calavic, Candidat, Katzenmarlt. "^',B>0' Kaufm.. Tyruau. — Vogelcr, l. f. Oberstlieutenant, AAguit, — Hodnil Maria, Besitzerin. Illyrisch-Feistriz. — "" Privatier, sammt Schwester, Trieft. ««nlill^ Hotel Vairifchcr Hof. Borstnil, Professor, samn't ls<" Ragnsa. r. ^ Gasthlif Eiidbahnhof. Hummer. Oberlieutenant, WassM'^e, Slulzer Johanna. Private, Klagenfurt. — Ghersina ^rz. Private, sammt Familie, Trieft. — Goriup. Reisender. . ^ Gasthof Kaiser von Oesterreich. Vegansly, Privatier, g'""" Klchch, Professor, Görz. , „. Gasthof Sternwarte. Zlabinger, Lehrer, sammt Frau^^-«'' Verstorbene. I„ Den 18. Angnst. Joses Gole, Arbeiterssoh«. Mari» Thercsienstraslc 2N, Scharlach. „catlll^ Den 19. A u g u st. Karl Presoli, l. l. Finan.^P""'^ diener, «6 I., Kaiser-Iosefsplatz 2, (^remomn, o«»«!'" ^ Im Spitalc: .g I.. Den 17. August. Johann Zngelj. Forst", (larcinomn, ««»uplill^i. Mcteorolollischc Bcolmchtnliflctt in ^u^^ t ^ W ft «^ ...V5.,. h! 7 Ü. Mg, 734.U5 ,5.0 SW. schwach bewMt 1^ 1l).2»N. 735.22 l?.» O. schwach bewö M 9 . Ab. 7A5.N 1tl,0 O. schwach bewölkt „. Vormittags trübe, nachmittags Regen mit Unterb"^ Ac- Das Tagesmittel der Wärme 16.»«. um 2,5« unter °" male. ____^___ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglit- 1561 Course an der Wiener Dorse vom 19. Angnst 1886. N°ch ^m oMenen Coursbl°tte ^,. Geld Wall .. Stnllts.Nulchen. ei!Ic,,r»,c....... "''^' N'"' l««e^', ?.„/ l>.M>'^ 500» ! k «n.<.,^""U°l '"><».. xo?s/!4, !il, >««.,c> "'""'"osr . . ion „ ,(,:, f.u,?o - v X "l'»''Vosr 4»/„ iuo ft. . . l!i7'25iz-7 75 ^' "'"««l. .Obligationen Mr l ««''zilch?......."^--------^ ?> '''ÄhrilH,,....... 105-40 105 80 5«/« Tcmeser Vanat . . . . 105 s.o loss 20 5"/<, »nssnrischc...... ,<>5-?0ioa«0 Andere öffentl. Nnlchen. Ii,,a,, «<«,„.«i'osr 5°/n 'W sl. . Ill» 7Ü1LU25 tlr. K!n>eihc 187«, slcxcrnci , !<,« 5» >o? - »Iilchc» d, Etnblsscmcin^' Wic» 'U5> l>0 n>« — ?>! lchn, d, Etad!g!.mc!Ndc Wic» (^ilte, und wi>!b) .... I»» - —— Piä,!,,c»lAn>, t. l-'l>',bl«cm. Wir,i illb ?k i^u^l Pfnndb'iefc (si>! 10U fl.) ir^cncl. aUg.öslerl.4'/,<>/<,Oold. 12/, "/<> lvl 2l, 101?5> No, »I, l'O « ^ 4«/« , l»7 ll' «7"?.'> No. Prämn-n-kchuIt-vefschl.Ä»/,, — - — - l'l'll.HypoldclroliHUl !'>,.!>>/,"/. >,,,^, k'linl verl, l,"/,, . , lO0'9«>oi l« d!,,, „ <"/» - - W NO i^l,5>'/»°/n ^-'--------'— Priolitiilö'Oliligalillnen lfiil l(>» fl.) a»be»Nvldl)nl/n i» ^iibei '.,y>__! 98 »u !,,a!!z.Il'l!f«D>>^i,..... ..g.tzy ,,7 >,„ !i»,. I«8> ^'«l» !l, C. ^/,"/n - 101 - Ilii 4N Qtflcr,. ^/l'lt»lsll,a^l! , . . lob ßoiui'.'io tz,>, !,l^i,^'........__.__> __'^ Ocld Wnre Siaatsbahn 1. «tmisfion . . 2U2 — - — Eiidbahn 5 3"/«.....IK1251«! 75 „ ^ 5°/„.....183 l'0I^4'25 Unn.»zaliz. Vahn.....ioi t>oioi?<> Diverse Lose (per «^ttlll), Clebülosc ION f!......I8»>—l»l>s>0 (ilavl?^'o!c 4U fl......4<>— 45--- <»/„ Do»t>,!-D2N!pIsch, 10« fl. . 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W. . .---------------- Iiamwlly.Ge»., wi-, 170 kl, 0 w.1»7 »,i 1»7-7» „ Wr,. ncu 100 fl, 10Ü 5oi0«-7b Ivansport.GcseslschKft 10N fl. ,! — - — — Ung..!ial!z. «iisrnb, l?^n ft. Silber 17? ^017» — Ung, ^',rrofti>«l>n üuo sl, Silber 177 i!b!???5 Ung Weftb.sNnlib.Grn,)«00sl.S.17»«z >7«'75 Inbuftrie.Actien (per Stllll), ligybi und Kiübbeig, Eisen» und Ctahl-^nd, in W,cn iun sl, . —-— —-— Hislnbahnw.-^eih«. i. »l» fl, 40"/, —-— — .. «Hlbcmuhl", Pc.p,.>rl. u, 's.»n.Ocssll!ch., öft«ll.»aloin« 28'— »«->» ^lag« !i,j^!^,ld «Oes, üUU ft. . izo»Taij. «iis^nriff. IUU sl, . i,5» b» — — ^>ui,ells..G.. Oest. iu W. lUV fl. laz-—!«?-— Tlifailcr «ol/lenw.««^. 70 sl. . — — —— Devisen Dcntsche Plätze......«, 7» «l-90 ^ondo».........1»« —l»S-«5 ^ari« .........49 1,0 4« 95 Petersburg .......—— — — Valuten. Ducalen........ l> l»« b »4 20-!)r»nce'SlA6e..... »39. iu uo» Silber......... —--. —-— ^cullchc !)i«icheb»»l!l0leu . .