Nr. 315. Dienstag, 22. Dezember 1914. 133. Jahrgang MbllcherMZeitunll W»ik»u«»»»tt,u««»^»z , Unfiant,erte Uriese werbfll nicht angenommen, Nlanustripte nicht zurüsgestellt. »«l«pho« «r. »«r ««»»««»« »2. AmMchsr Gert. Der k. k. Landespräfident im Herzogtume Kram hat de:n Johann Aubelj, Besitzer in Toina^evo Nr. 49 und Mesner bei der Filiallirchc St. Margareten in To-maöevo, die mit dem Allerhöchsten Handschreiben vom 18. August 1898 gestiftete Ehrcnmeoaille für vierzigjährige treue Dienste zuerkannt. Den 18. Dezember 1914 wurde in der Hof. und St«atS-druckerei das LII. Stück der italienischen, das CI^XVIII. und CI.XX. Stück dür polnischeil. das ci^XXIV. Stück der lroali-schen sowie das (^XXVI. Stück der troatischeu und sloven,' schcn Ausgabe des Neichsgesetzblattes des Jahrganges 1914 ausgegeben und versendet. Den 19. Dezember 1914 wurde in der Hof« und Staats» druckerei das 0I.XXXV. Stück des Reichsgesetzblattes in deut-scher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den 20. Dezember 1914 wurde in der Hof. und Staats-druckerei das 6I.XXXVI. Stück des Reichsgesetzblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Ieitung> vom 19. und 20. Dezember 1914 (Nr. 298 und 299) wurde die Weitervei. breitung folgender Preherznlgnisse verboten: Das im Verlasse der Lnoietü, tipoßi'kilcn, oäitrie« naxio ulll« in Turin 1910 erschienene und dortselbst von derselben gedruckte Wert «Decamerons üi Ouerr». R»,oosuti üi dllttazlio it»Iiede>» von Giuseppe de Rost. Das im Verlage der I.idrorik oditrioe intornaxivu^i« in Turin 1914 erschienene und dortselbst in der 8cual» tipossra-lick 8lll«8iäu», gedruckte Wer! «?opo1i o I'liL»,. I^otturv ^l>' ^lllLed« ad u80 «ioilo neuoln uleüi« Luporiori. II. l'Nuror»»» von Piero Gribundi. 3ir. 3 «vudri^lcu» vom 12. Dezember 1914. Nr. 36 «ynän? kr^» vom 12. Dezember 1914. N». IN «6e8ll7 I»k^rnik» vom 12. Dezember 1914. Nr. 171 «Abwehr> vom 9. Dezember 1914. Nr. 83 «Österreichische Vollszeitung» vom 10. Dezember 1914. Nr. 6? «Der Wcstbohmische Grenzbote, vom 12. Dezember 1914. Nr. 50 «roäripau» vom 12. Dezember 1914. Nr. 36 «8träi u». ^di. vom 12. Dezember 1914. Nr. 49 «3vatabor» vom 12. Dezember 1914. Die in Prag erscheinende Druckschrift «6«>m 40 Kai, In-t«rpell»o« pnnl. Iil«Luov8kedo », nouclrudu n», ri^lls r»ü« 22/1. 1U07. Liüovsll» otH2llil. X»p8»I 8. Na8»ov. 2 ru»tiu7 preloiil V. L—»k>. Xuidtinkilrn» V. Kotrtm v lr»2«. Xs.-^1»äem vl»8tuim». Nr. 99 «Allgemeiner Anzeiger» vom 12. Dezember 1914, Nr. 148b «Rumburger Zeitung» vom 11. Dezember 1914. Neilage der Nr. 81 «Deutschböhmischer Voltsanzeiger, vom 12. Dezember 1914. 3tr. 42 .Okrog» vom 13. Dezember 1914. ____»r. bO «Trautenauer Echo» vom 11. Dezember 1914. Politische Ueberftcht. j Laibach. 21. Dezember. In der am 18. d. M. abgehaltenen Sitzung des italienischen Senates entbot Senator Lcvi dem Präsidenten des Senates, dem Ministerpräsidenten und den Ministern seinen Grutz ulii dem Wullsche, das; das Jahr 191 li das Ende des Konfliktes bringe, der so viele Millionen Menschen in zitternder Angst erhalte. Schließlich beantragte er, dah das Haus auf Ferien gehe. Ministerpräsident S> a-landra dantle für den aii die Regierung gerichteten Wruß und erklärte, er schliche sich aus ganzem Herzen! dem Wunsche an, dah das Jahr 1915 die Wiedcrherjtel-, lung des Friedens in der Welt bringe. (Zustimmung.) Senatsprästdent Manfredi spricht sein Bedauern über den mörderischen >tiieg aus, der Europa in Blut tauche, und sagt, der beste Wunsch sei, daß das Vaterland, das im Jahre 1815 begraben wurde, im Jahre 1915 als Gioh-macht dastehe, als Schiedsrichter seiner selbst und unberührter ZusäMlcr des Sturmes, der Europa heimgesucht. Hierauf wurde der Senat geschlosseu. Nie „Times" meldet unter dem 18. d. M.: In tz»art-lcvool wurdeu bereits neunzig Leichen gefunden lind es ist möglich, das; noch mehr Leiä>en aus den Trümmern der beschossenen Häuser zum Vorschein kommen. Die Zahl der Verwundete!, gcht bereits in die Hunderte. Viele von diesen sind so schwer verletzt, dah an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. Im Hospital werden bereits 1W Fälle t'e-handeli. Die Vcschieftunn war viel hcftincr, als man sich anfangs vorgestellt liatte. Der >wrrcspundeut der „Tiiurs" sagt, kein noch so übertrieben klingender Äericht tonnte mich auf dn' allnemeiuc Verwüstung vorbereiten, die ich ncslcl'ü slil). Ti«.' D^'utsclfeii änderten offenbar al'sichllich jc,'d>.'ö!nnl dir Richtung dcr Geschütze, um ^ino inöglichst große Oberfläche zu bestreichen. Die Küstenbatterien ain Hafcncingang wilrden vou !.x'!> .,^'/ ^ >^ tt^>u getroffen luld die dahinter und daneben stehenden Hüu»cr ihrer Dächer beraubt. In den Mauern klaffen Löcher. Ein star-lcs Erdbeben hätte nicht so viel Schaden ',mrich>cn können, wie ich in den nach dem Strande führenden Straßen sah. Besonders das Stadtviertel, in dem sich vorwiegend Wohnhäuser befinden, ist ernstlich beschädigt, wcnigcr das (Ne-schäftövk'rtel und die Docks. In den ssa'^üc'i l.^d Docks geht die Arbeit ihren gewohnten Gang. Der Straßenbahn, und Eisenbahnverkehr ist normal, abcr der Gasmangcl wird lebhaft empfunden. Tie „Agence telsgraphiquc bulgare" meldet unter dem 18. d. M.: Vorgestern gegen halb 1 Uhr uachmittags suchte eine Gruppe mazedonischer Flüchtlinge, die aus 118 Männern. Frauen und Kindern aus dem Bezirke Iötip bestand, die Grenze im Bezirke Strumica zu überschreiten, um auf bulgarischem Gebiete Zuflucht zu suchen. Serbische Posten, die durch zahlreiche Komitatschis verstärkt worden waren, eröffneten nicht allein gegen die Flüchtlinge, die überdies in einen serbischen Hinterhalt gefallen waren, sondern auch gegen die bulgarischen Posten das Feller. Die Serben stießen gegen die bulgarischeil Pusten wilde Schreie und grobe Beleidigungen aus. Die bulgarischen Soldaten nahmen Stellung und ließen über den Zwischen-fall Bericht erstatten. Sie enthielten sich aber lange Zeit einer Erwiderung des Feuers der Serben, die uuunte» brochen gegen unsere Blockhäuser sowie gegen Hütten uud Weller feuerten, die längs der Grenze zerstreut liegen. , Die Bewohner dieser Hütleu und Weiler ergriffen die ! Flucht. Das Fcucrgefecht forderte auf beiden Seiten Opfer. Die Flüchtlinge konnten sich größtenteils ailf bulgarisches Gebiet retten, aber einige von ihnen fielcn im Laufe des Feucrgefechtcs. Die bulgarische Regierung unternahm unverzüglich die nötigen Schritte, um die Aufmerksamkeit der serbischen Regierung auf die schwere Verantwortung zu lenken, die ihr zufalle, wenn aus Hinterhalten auf serbischem Gebiete serbische Suldateu nicht allein auf unglück« j liche Flüchtlinge, sondern anch auf bulgarische Grenzposten schießen, deren Kaltbliitigteit lind Geduld durch das häufige Schauspiel der Mißhandlung voll Wehrlosen und Kindern genugsam auf dir Probe gestellt werden. Das Er-! scheinen von serbischen Banden, die die Rolle von Grcnz-^ Wächtern spielen, rllfe gleichfalls in nicht minderem Maße an der Grenze Erregung hervor. Es ist zn Hoffell, daß die serbisch Regierung Me Maßnahmen treffen werde, um die Wiederkehr ähnlicher ZwischenfäNc, insbesondere angesichts des ununterbrochenen Zustrümens 'mazedonischer Flüchtlinge, zu vermeiden. TMsncmglcitcn. — (Schwimmende Varackc« fiir Flüchtlinge.) Der Pariser Stadtverwaltung bereiten schon seit geraumer Zeit die vielen Flüchtlinge schwere Sorge, die aus Belgien und den nördlichen französischen Departements in die Hauptstadt geflüchtet sind, um hier mit ihren Familien eine vorläufige Unterkunft zu finden. Da die verfügbaren öffentlichen Gebäude, soweit dies tunlich ist, zur Einquartierung von Soldaten verwendet werden oder als Verwundetcnspitäler eingerichtet sind, stieß die Unterbringung der Flüchtlinge auf große Schwierigkeiten. Man stellte ihnen leerstehende Wohnungen, Keller- und Äodenränmlichkeiten zm Verfügung, ließ die Leute auf Korridoren und nnter Toreingängen nächtigen; da aber immer neue Schareu von Heimatslosen ankamen, reichten auch diese Notqnartiere nicht mehr aus. Diesertage ist nun, wie Pariser Zeitungen berichten, ein Ingenieur des städtischen Vauamtes auf den Gedanken verfallen, etliche schwere Lastkähne, die auf der Seine in Verwendung stehen, durch einen entsprechenden Brettetaufoau in wohnliche Baracken umzugestalten, in denen mehrere Familien Unterkunft finden können. Eine bescheidene Inneneinrichtung wurde durch Spenden von Hausgerät bald zustande gebracht. Diese schwimmenden Baracken, die auf einen toten Arm der Seine gebracht wurden, bestehen aus je drei großen Räumlichkeiten, einem Schlafraum für Frauen und Kinder, einem Schlafraum für die Männer und aus einem dritten Raum, der als gemeinsame Küche und als Speiselolal dient. Kleine Stege führen von diesen Schiffsbaracken an das Ufer. Die Flüchtlinge sollen mit diesen Notwohnuugen durchaus zufrieden sein und sogar, wie ein Blatt erzählt, allen Stolz SeuMeton. Wer bist du und wohin gehst du? In einer Provinzstadt im Norden der Monarchie, wo ich bei meinen Freunden die Weihnachtszeit zubrachte, drängten sich mir die obigen Fragen beim folgenden Erlebnis auf: Im Dämmcrschcin am Fenster stehend, schaute ich am Christabend dem Treiben auf dem Kirchftlatze zu. Jeder beeilte stch, über den Platz zu kommen, denn dort hatte der Wind freien Spielraum, der den Vorübergehenden die Schneeflocken ins Gesicht peitschte. z Die sich auf dem Dache der Kirche ansammelnden Krähe,, suchten krächzend jeden Schlupfwinkel an den Türmen, mn Schutz vor dem Schneesturm zu finden. Da geschah es, daß zwei Männer, einen Karren ziehend, auf dem ein Sarg lag, in raschem Schritt der Kirche zustrebten- ihnen folgte ein abgezehrter Hund. Der Priester erschien, in der Kirchentür stehen bleibend, und segnete den Leichnam ein. Der kleine Zug ordnete sich. Voran der Kreuzträ-ger; der zweite Mann zog den Karren und mit eingezogenem Schweif folgte winselnd der Hund seinem toten Herrn. Vom Winde getragen, vernahm man einzelne Töne der Friedhofsglockc. Im immer heftiger werdenden Sturme verschwand der kleine Zug ... — Meine schöne Weihnachtsstimnnmg war Verflogen; in den Ohren blieb nur das klägliche Winseln des armen Hundes — des einzigen Begleiters eines Menschen auf dessen letztem Wege ... — Vei einem tagsdarauf erfolgten Begräbnisse mußte man, um in den Kirchhof zu gelangen, dm Schnee wegschaufeln: darunter lag das treue Tier tot. Später hatte ich Gelegenheit, über diefen Fall mit dem dortigen Spitalsarzte zu sprechen. Von ihm erfuhr ich, daß Landleute den jungen Menschen (dies war der Tote) bewußtlos gefunden, ihn auf den Wagen genommen und ins Spital gebracht hätten, wo er starb, ohne das Bewußtsein erlangt zu haben. In seinem Besitze fand sich nur ein Notizbuch mit einigen Aufzeichnungen. Ich erbat mir Einsicht ins Büchlein. Da stand in schöner Schrift, aber in abgebrochenen Sätzen folgendes geschrieben: „Ich will zu dir, arme Mutter, du wartest heute auf mich. Weihnachtabend! — Mich friert, so bitter kalt ist's — Ich kann nicht weiter — bei dir wird es wann sein — Lange laufe ich, die Füße tun weh, und der Hunger! Luxcrl heult, auch er hungert ^ Arme Mutter! Du wartest und ich liege auf der Straße im Schnee — So müde bin ich — aber nun kommt der Schlaf ^" Das Glöcklew des Glücks. Noman von Ludwig Rohmann. 58, FortsetzNNg.) s>Mchbru,t verl>uin>.) .So. Hm ^ also ganz zu Hause. — Und wenn er sich nun in dich verliebt?" „Nein, was du auch denkst!" Sie lachte irun laut und klingend auf. „Dazu ist er doch zu vernünftig!" Er ging weiter, ohne ihren Arm zu nehmen, „Danke, mein Schatz! Darnach war es wohl auch unftemünftig, daß ich mich in dich verliebt habe?" Sie war nebe» ihm hingegangen, aber nun blieb sie wieder stehen und alle Farbe wich aus ihrem Gesicht. „Ulrich - warum sagst du das? Das - das ist nicht schön. Du bist doch gar nicht in mich verliebt — 0» hast mich doch lieb, nicht wahr?" Und nun legte sie stch an ihn an und sah dringend zu ihm auf: „Dr» hast mich lieb, nicht wahr?" Er sah schlecht gelaunt über sie hinweg. „Ich weiß wirklich nicht, ob die Unterscheidung zwischen Liebe« und Vcrliebtsem, auf die sich die Romansrchciber so vlel einbilden, berechtigt ist. Aber lassen wir das. Wie geht es denn nu„ deinem Vater? Du hast mir noch keine Antwort gegeben." „Ich weiß nicht," sagte sie bedrückt und verwirrt. Alle Freudigkeit war von ihr gewichen; sie fand sich in Ulrich heute gar »licht zurecht. „Äußerlich ist wohl Laibacher Zeitung Nr. 315_______________2590 _____ ________ 22. Dezember 1914 dareinsetzen, diese provisorischen Heimstätten so behaglich wie möglich einzurichten. — (Ritterlichkeit.) Aus Berlin meldet man der „Franks. Ztg.": Schnelle Sühne haben die Franzosen jüngst nach einer Greueltat walten lassen, der einer unserer Soldaten zum Opfer gefallen war. Am 4. Dezember d. I. war ein zur Bewachung eines Drahthindernisses aufgestellter deutscher Posten mit abgeschnittenen Ohren, durch Kopfschuß getötet, aufgefunden worden Schon am nächsten Tag erschien bei den an jener Stelle liegenden deutschen Sicherungen ein Offizier des französischen 165. Infanterie-Regiments und bat, mit verbundenen Augen zum kommandierenden General geführt zu werdeu. Hier gab der französische Offizier die Erklärung ab, daß sein Truppenteil mit dem, der die Greueltat verübte, leine Gemeinschaft habe. Der Mann sei wegen des von ihm begangenen Verbrechens am gleichen Tage, den 5. Dezember, er» schössen worden. Das schnelle Walten der militärischen Gerechtigkeit und die ritterliche Form, die man auf französischer Seite für die Übermittlung der Genugtuung an die betroffenen Truppen gewählt hat, verdient von unserer Seite die Anerkennung, die man im Kriege auch dem Gegner schuldet, wenn er würdig und vornehm gehandelt hat. — (Eine wichtige Persönlichkeit.) Während die übrigen Franzosen mit der Waffe für ihr Vaterland kämpfen, hält, nach einem Bericht des „Figaro", M. Lamorlette die Ehre und den Rnf der französischen Küche hoch, und zwar mit nicht zu unterschätzendem Erfolg: ist es ihm doch in seiner Eigenschaft als Koch des Marschalls French gelungen, Tag für Tag, so lange der Krieg dauert, ein neues, mit allem Raffinement der französischen Küche hergestelltes Gericht auf den Tifch des englischen Oberbefehlshabers z u bringen. Am 2. Dezember — bis dahin erstreckt sich diese gewichtige Chronik — war er beim 122. Gericht angelangt und empfing das 122. Kompliment des englischen Heerführers. In Friedenszeiten mag das auch mancher andere Koch können, in Kriegszeiten ist es gewiß eine große Leistung, und dem künftigen Gefchichtfchreiber mag es vorbehalten bleiben, festzustellen, wie weit es für die Strategie des Mar-schalls French von Wichtigkeit war, daß sich M. Lamorlette so für sein Wohlbefinden und für seine gute Laune abmühte. — (Die trinkfrcudigen Kanadier.) Aus Rotterdam wird berichtet: Aus einem Artikel in der „Times" erficht man, daß die 30.000 Kanadier, die Ka> nada dein Mutterlande zuHilfe geschickt hat, noch immer im Militärlager von Salisbury liegen. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß sie erst für den modernen Krieg gedrillt werden müfsen, und so wird denn fleißig mit ihnen exerziert, aber der militärische Fachmann der „Times" glaubt nicht, daß man die Kanadier noch in diesem Jahre werde auf den europäischen Kriegsschauplatz werfeu können. Den Mangel an militärischer Schulung machen dafür, wie die „Times" klagt, die Kanadier dnrch ihre Trinklust wett, sie scheinen, schreibt alles so, wie es gestern war; ob es mm aber wirklich nickt schlimmer ist, das weiß nur der Doktor und mein Vuter selbst." ,.Du hast also ernstliche Befürchtungen?" „Leider, obschon ich keine klaren Gründe dafür angeben kann. Es ist mehr ein Ahnen, das mich nicht losläßt; der Vater hat dich übrigens gestern mit besonderer Ungeduld crwnrtct, du sollst gleich zu ihm kommen." Ulrich seufzte. Er wußte ja, was Petzold von ihm hören wollte, und das gerade konnte er ihm auch heule nicht sagen. Er hatte gar leine Gelegenheit gesucht, mit seinem Vater zu sprechen. Konflikte waren nun einmal nicht seine Sache — denen ging er, wenn es irgend möglich war, aus dem Wege. Und der Doktor? Du lieber GM __ der durfte eben auch nicht ungeduldig sein. Es war doch genug, daß er wußte, wie es um ihn und Eve stand und daß er sich auf ihn verlassen durfte. Konnte er das denn aber und hatte er nicht Grund, gerade darüber in Unruhe zu sein? Ulrich fühlte, wie ihm das Vlut ins Gesicht stieg, und er warf einen scheuen Seitenblick auf Eve. Wußte er selbst denn, inwieweit er in dieser Liebcssachc noch verläßlich war? Das stand doch fest, daß er/schon jetzt nicht mehr mit der alten Freudigkeit nach dem Doktorhause ging und daß er sich dann noch überwinden muhte, den Vcsuch wie eine Pflicht zu absolvieren. Dns sah eigentlich nach übermäßiger Verliebtheit gar nicht mehr aus — schuld daran hatte aber entschieden nur der Dotwr mit seiner Drängerci. Man wollte sich doch nicht immer quälen lassen, und es gab gewiß angenehmere Aufgaben, als die, einem Manne, der nichts begreifen wollte, klar zu machen, daß alle Dinge Zeit zur Entwicklung brauchen. Der leise strgcr darüber und die scharf ausgeprägte Abneigung gegen Auseinandersetzungen ernster Art hatten sich eben lächelnd auf die Schwingen seiner fröhlichen Liebe gelegt und der Doktor sollte froh sein. wenn er, Ulrich, ihm das nicht weiter üdcl nnlnn. Und wenn er nun gar bedachte, daß er doch auch nicht der erste beste Freiersmann war! Es gab doch Fa- das Blatt, eigens zu dem Zwecke nach Europa gekommen zu sein, nm sich gründlich dem Trnnle zu ergeben. Die Schuld daran trüge» aber meistens Engländer, die die Kanadier zum Kneipen verleiten. Infolge ihrer unbändigen Trintlust mußteu ganze Abteilungen von Kanadiern zurückgeschickt werden. — (Ein englischer Arzt über die Psychologie des Mutes.) In der „Times" behandelt ein englischer Arzt das Thema der Psychologie des Mutes. Er habe häufig Gelegenheit gehabt, berichtet er, mit verwundeten Soldaten zu sprecheu und in belgischen, französischen und englischen Spitälern Material über dieses Thema zn sammeln. Nach seinen Erfahrungen ist er davon überzeugt, daß nicht zwei Männer die gleiche Empfindung haben, wenn sie das erstemal im Feuer stehen, ja, daß derselbe Mann imstande ist, am gleichen Tage ganz verschiedene Gefühle an sich zu beobachte^ auch wenn sich die Umstände seiner Umgebung nicht geändert haben. Ein Soldat, der zum erstenmal in der Nähe von Arras im Feuer stand, gesteht, daß seine lebhafteste Empfindung Interesse und Neugierde war. Erst als die erste Granate iu seiner Nähe platzte und eine riesige Rauchsäule in die Luft fendete, kam es ihm zum Bewußtsein, daß die Position, in der er sich befand, tn Wahrheit voller Gefahren sei. „In diesem Augen» blick hatte ich ungefähr das Gefühl eines Menschen, der plötzlich entdeckt, daß er einem wütenden Stier gegenübersteht." Ein anderer Mann gibt zu, daß sein erster Eindruck im Schützengraben der eines heftigen Entsetzens war. Aber das Gefühl verlor sich nach einer Weile und ließ mehr Müdigkeit als Furcht zurück. Ein dritter erklärt, seine Nervosität, ehe er ins Feuer ging, sei so groß gewesen, daß das Ereignis selbst keine besonderen Empfindungen in ihm auslöste. Er hatte sich schon als toten Mann gesehen, und entdeckte erst im Feuer, daß seine Chance, lebend herauszukommen, in Wirklichkeit gar nicht so übel war. Alle diese Männer hielten sich, wie der Arzt versichert, während der Schlacht sehr tapfer, und dies beweise, daß, wenn sich auch die menschliche instinktive Furcht zuerst geltend macht, später doch Moral und Erziehung obsiegen. Ein neuer Mut stellt sich ein, der mit offenen Augen die Gefahr erkennt, aber nicht in ihr untergeht. Im Feuer findet der Soldat sich felbst und erkennt staunend eine neue Eigenschaft in sich, die man wohl am besten als Männlichkeit bezeichnen könne. — (Eine Giftquelle.) Eine merkwürdige Naturerscheinung stellt ein kleiner Quell in dem Culberson-gebiet, etwa 25 Kilometer südwestlich von Guadelup in Texas, dar. Der kleinste Trunk von seinem Wasser bedeutent sicheren Tod. Das „Stintloch", wie die Bewohner der Umgegend es nennen, liegt im Herzen eines wüsten Landstriches, und zahllose wilde Tiere und Vögel, die halb verdurstet aus dem Tümpel tranken, waren in wenigen Minuten verreckt. Auf viele Meter liegen im Umkreis, um das Loch herum die bleichenden Knochen seiner Opfer. In früheren Zeiten, bevor die tödliche Wirkung des Qnells all» milien genug, die ihm mit jeder denkbaren Rücksicht entgegengekommen wären, und das hätte wohl auch der alte Doktor einsehen und ein bißchen würdigen können. Sie waren am Hause angekommen und Ulrich schreckte aus seinem sclbstbcschaulichen Grübeln auf. Nun muhte er also ein fröhliches Gesicht aufstecken und die Doktorsleute an ein Herzensglück glauben lassen, von dem er in diesem Augenblick der Verstimmung weit entfernt war. Frau Anna hatte sich in das Krankenzimmer bringen lassen und Ulrich mußte sich also ebenfalls gleich dorthin begeben. Er riß sich zusammen und stürmte mit ausgestreckten Händen auf Petzold zu. „Na, das sind ja schöne Geschichten? Was machen Sie denn bloß?" Unser Doktor ist wirklich krank ^ unser Doltor, den man sich anders als gesund und froh gar nicht denlen kann, der mit seinem Wägelcin und dem Schimmel fast schon zu den Eigentümlichkeiten des Werders gehört!" Dabei schüttelte er Petzold kräftig die Hnnd, und dnnn erst ging er zu Frau Anna, um ihr ergeben die Hand zu küssen. Petzold machte ein grämliches Gesicht. Wenn der Mensch ihn mit Redensarten dumm machen wollte —! „Tag," machte er trocken. «Sieht man Sie also doch auch einmal wieder?" Eve wollte Ulrich beisftringen, und ehe er selbst noch antworten konnte, sagte sie schnell: „Er konnte wirklich uichl kommen, Vater — wir haben eben darüber gesprochen," „Daß Ulrich nicht kommen konnte,hab' ich schon selbst angenommen — schon darum, weil es unverzeihlich wäre, wenn er dem Vcsuch bei uns einen anderen Zeitvertreib vorgezogen hätte. Der Grund ist gleichgültig und die Hauptsache bleibt, daß er nun da ist. Hoffentlich mit guten Nachrichten. Setzen Sie sich, Ulrich. Und du, Eve, sei so gut und bring die Mutter hinaus — ich hab' mit Ulrich allein zu sprechen." lFortsehung folgt.) gemein bekannt war, sind auch viele Wanderer, die vorbei kamen, dem Gift des Wasfers erlegen. Heute halten sich Menschen uud Vieh sorgsam von dieser Stelle fern; nur noch die Tiere des Waldes und Vögel trinken sich hier den Tod. Eine vor kurzem durch den Chemiker William B.Phillips vorgenommene Untersuchung des Wassers ergab, daß es 79 Gran freier Schwefelsäure auf eine Gallone Waffer enthielt und eine Spur von Arsenik. In einem eisernen Topf aufbewahrt, fraß es in dreißig Stunden ein Loch durch den Boden. Mal- und ProvMMl-Nllchtichtcn. — (Kriegsauszeichnungen.) Seine Majestät der Kaiser hat verliehen: das Goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapfcrkeitsmedaille: dem As-sistenzarztstellvertreter i,1 der Reserve Dr. Johann Gangl des LIR Klagenfurt 4, zugeteilt der Landn,.-FHD 22; den Orden der Eisernen Krone dritter Klasse. mit der Kriegsdckoration dem Major Josef Trojer' dem LIR Klagenfurt 4; dem Major Ludwig Ritter Ruling von Nüdingen und Rüdenncn, üoer-komplett im FHR 3, in Dicnstvcrwendung bei der Landwehr, Kommandanten der LandwFHD 46; das Mili-tärverdiensttrcuz dritter Klasse mit der Kriegsdckoration dem Haufttmann Erwin Fried, überkomftlett im FIB Nr. 21, zugeteilt dem Gemralstabe, bei der 85. Land-Wehr-Infantcriebrigade; dem Oberleutnant Richard Fornbacher des LIR Klagenfurt 4. — Weiters hat Seine Majestät anbefohlen, daß dem Oberleutnant-Pro-viantoffizier Johann Fleck des LIR Klagenfurt 4 dte Allerhöchste belobende Anerkennung bekanntgegeben werde. — (Militärisches.) Seine Majestät der Kaiser hat dem Obersten und Gardcoberlcutnant Artur Marquis von Gozani Allcrhöchstsciner Trabantenleibgarbe bei Vclassung in seiner dcrmnligen Gardecharge den Titel und Charakter eines Generalmajors verliehen: weiters ernannt: zu Majoren die Hcmfttteute: Ottmar Heim des IR 7 beim IR 97; Johann Pet ermann des IR 27; Gustav Ritter Vartels von Vartberg des IR 7; Karl Ritter von Sch rötter des IR 7: Ernst Skallitzly des IR 87; Paul Sallmann des GAR 3: zu Haufttleuten die Oberleutnante: Alfred Grigkar des IR 47; Friedrich Freiherrn, von Maas bürg des IN 47; Peter Krajnovi^ Edlen von Urlajgrad des IN 97; Franz Hauptmann des FIV 7; Raphael Zöbl des IR 87; Emmerich Lunzer von Lindhausen des IN 27; Karl Röchelt des FIV 17; Julius Steinmetz des IR 27; Friedrich Vradacs des IR 7; Paul Eppich des IR 27; Josef Fröhlich des IN 7; Josef Keil-werth des IR 97; Franz Lenert des IN 17; Julius Nu5el des IN 47; Anton Reisinger des IR 7; Moritz Sotschnig des IR 17; Emil Rein-I' eracr des IR 7; Johann GaIly des IR 27- Viktor Caravena des FIV 5; Adolf Schmal des IR Nr. 17; Arwr von Raizncr de3 FIB 19- Karl Herrmann des IR 7; Paul Refterger des IR Nr. 27; Josef Nagy des IR 97; Ferdinand Ornik des FR 47; Adolf Heyrowsky des IR 27; Franz Forst er des IR 7; Theodor Freiherrn von Vol-schwing des IR 87; Eberhard Stein bock des IR 7; Alois Eontc Marcovich des IN 87; Rudolf Stefi<- des IN 97; Leopold Hofmann des IR Nr. 17; Adolf Perthen des Infanterieregiments Nr. 97; — zu Oberleutnanten die Leutnantc: Rudolf PresI des IN 7; Josef W irkner von T ord a des IN 17; Oskar Horsitzer des IN 27; Karl Nowy des IN 47; Rudolf Kucz des IR 17; Maximilian Jerncj des IR 27; Johann Moschkorz des FIB Nr. 8; Hermann P i chl er des IN 47; Hugo Markl des IN 97; Nudolf Ortner des IN 17; Nichard Rack des IR 27; Vladimir Maurin des FIB 7; Hans Holz er des FIV 8; Friedrich Leschntgg des IR 47; Maximilian Pitner des IR 17; Edmund Sigmund des FIV 24; Roman Laure des FIV 17; Rudolf Salz er des IR 27; Eugen Loy von Leichenfeld des IN 97; August Furlani dcs IN 47; Karl Schiller des FIB 17; Milan Vo5i5kovi ^v; 3.) ,nj. Andreas Dolcuc.in Dravlje, vcrlrctcn durch den Kllrator Herrn Johann >^tof in Zatlanec, 400 X; 4.) mj. Fran-zista Kalan in Guliclje, vertrclcn durch den Vormund .pcrrn Franz ^kutelj evcndort, 200 X; 5.) Herr Frailz uild Frl. Lucia Detcla in Laibach, vertreten durch Herrtl Dr. Franz Dctela, Negieningsrat i. N. in Laibach, 80 X; 6.) Fr. Maria Mally in Laibach, vertreten durch den zturator Hcrru Max Jelenc, Beamten der k.'k. PolizeidirclUoir in Laidach, 100 X; 7.) Herr Anton Zorinan in Unter-^iäla, vertreten durch Herrn Franz Zorinan euendort, 100 X; 8.) mj. Vittor und Ielicu Nuglas in laibach, vertreten durch die Vormüudcrin Frau Helene Bretl, Zaynarzlcnsgattin in Laibaä), 100 X; 9.) mj. Iojef, Maria und Franzisla Hribar in Viu-^itar Anton, LIR 27, VclÄnja vas bei Großlack, Rudolfswert, Erfrierung ersten Grades beider Füße; Inf. Zalar Franz, LIN 27, Oblak bei Loitsch, Gewehrstreifschuß (weich) rechte Brustseite; Inf. Zupan Franz, LIR 27, Oberotok, Radmannsdorf, Gewchrdurchschuß der linken Mittelhand; Inf. 5agar Anton, LdstIR 27, Trebclno, Schrapnelldurchschuß am linken Zeigefinger. — (Vortrage für Verwundete.) An der hiesigen t. i. StaatLgewcrlicschulc, dic bclaimtlich zu eincm Verwunde-tcnspital eingerichtet ist. ttnlrdc iin Einvernehnicii lnil dcm Spitnlskommando dcr Versuch sscmacht, Skioptilon« Vorführungen und Vorlrcigc für die Insassen des Spitals zu veranstalten. Einer Anregung des Hcrrn Direktors Regierunasrates Johann ä u b i c zufolge crllärtc sich der Lehrkörper mit aröhtcm Entaegcntoinmen bcrcit, die Vor-trägc nbzuhaltcn. Dic Skiopliwnbilder wurden vom t. k. Le hr m i t te Ib u r ca u in Wien zur Verfügung ge« stcNt. Icder Vortraq soN zweimal abgehalten werden, und zwar cinmal in deutscher, einmal in slowenischer Sprache. Bis jctzt fandcn scchs Vorstellungen statt, dic sich eines so Ictihnften Besuches erfreuten, dah dcr Vortraassaal immer vollständig beseht war. Nachdem dic ersten Vcrsuchc gezeigt habcn, dah den Pcrwlindclcn derartinc acistige An-rcgungcii sehr willkommen sind, sollcn nun die Vorstellun» gen den ganzen Winter hindurch rea,clmäßia, stattfinden. — (Todesfall.) In Laibach ist vorgestern Herr Advokat Dr. Franz Munda im 84. Lebensjahre gestorben. Dcr Verblichene bekleidete feinerzeit das Ehrenamt des Präsidenten der krainifchen Advolntcnkammer, gehörte auch eine Neihe von Jahren dem Laibacher Gemeinderate an und fungierte als Rechtsvertreter der Laibacher Stadtgcmcindc. Dr. Munda war ein ausgezeichneter Jurist und erfreute sich infolgedessen sowohl bei seinen Kollegen als auch bei seinen Klienten der größten Wertschätzung. Die Laibacher Annen verlieren in ihm einen Der Krieg. Telegramme des k. k. Tclegraphcn-Knrrespondellz-Vureaus. Afterreich - Ungarn. Vom nördlichen ztriegsschauplatze. Wien, 21. Dezember. Amtlich wird verlautbart: 21. Dezember mittags: In den Karpathen macht unser Angriff im oberen Flußgebiete der Latorcza gute Fortschritte. Nordöstlich des Luplowcr Passes, an der Front nördlich Krosno-Tuchow und am unteren Dunajec wird heftig weitergelämpft. Die Lage in Südpolen hat sich nicht geändert. Der Stellvertreter des Chefs des Gene-rulstabes: v. Höfer, Feldmarschallcutnant. Der Thronfolger in Siebenbürgen. Budapest, 21. Dezember. (Ung. Tel.-Korr.-Vur.) Erzherzog-Thronfolger Karl Franz Josef hat sich auf seiner Heimreise aus der Bukowina mit seiner Beglei-tung, der auch Obergespan Graf Bethlen angehört, mittelst Automobils nach Felsöborgo begeben. Der Herr Erzherzog, höchstdem gegenüber Graf Bethlen sein Bedauern darüber ausgedrückt hatte, daß der durchlauchtigste Herr Erzherzog nicht am Sitze des Komitates weilen lönne, änderte das Reiseftrogramm sofort derart ab, daß er eine Stunde in Vesztercze verbringen lonnte. Der Herr Erzherzog begab sich in Begleitung des Obergefpans mit einem Sonderzuge nach Vesztercze und wurde dort von dem vorher benachrichtigten Publikum mit großen Ovationen empfangen. Der Erzherzog dinierte in einer Restauration in Gesellschaft der leitenden Beamten des Komitates. Nach der Abreise war der Herr Erzherzog wieder Gegenstand herzlichster Ovationen. Auf dem Bahnhofe nahm der Thronfolger vom Oberqespan und von den Beamten unter Äußerung Höchstseiner Befriedigung über den Empfang, herzlich Abschied. Treue um Treue. Vudapeft, 21. Dezember. Das führende Organ der Opposition, „Pesti Hirlap". schreibt unter dem Titel «Trci« um Treue": Äei uns ebenso wie in Deutschland ist man sich im reinen, daß, wenn bald einem angeblich pensionierten österreichisch-ungarischen Diplomaten, bald einem nicht existierenden ungarischen Politiker der Wunsch nach einem Sonderfrieden in den Mund gelegt wird, dies lediglich als plumpes durchsichtiges Manöver der Triftel-ententc anzusehen ist. Wir haben leinen solchen Diplomaten oder Politiker — auch nicht in Pension, nicht einmal im Irrenhaus. Seit der denkwürdigen Belgrader Te» marche, welchcr die mannhafte erhebende Stellungnahme deö Bundesgenossen folgtc. wird im Gebiete der Monarchie nur mit Begeisterung über die Bundestreuc Deutschlands und über den Uohengrin-Lha-rattcr Kaisei Wilhelms gesprochen. Was seither geschehen ist, hat die Vcgcistcrung der Herzen noch gesteigert. Kaiser Wilhelm und Hinden-burg sind legendäre Namen in der Phantasie der Völker der Monarchie geworden. Das Erscheinen der deutschen Soldaten am Horizont erfüllt hierzulande alle Seelen unt Vertrauen und Zuversicht. Die Deutschen aber versäumen keinen Äugenblick, im Tone der aufrichtigsten Anerkennung der Treue der Monarchie und der Tätigkeit unserer Söhne zu gedenken. Gegenüber den Versuchsballons über einen Separatfrieden wiederholen wir das Losungswort des Amtsorgans des Reichskanzlers i „Treue um Treue", ein Losungswort, welches mit der Kraft eines ehernen Hammers in den Weltkrieg hineinschallt. Das machtvolle Zusammenwirken mit Deutschland hat nun auf den polnischen Schlachtfeldern die schönsten Früchte getra» gen und angesichts des Triumphes erneuern wir das Gc« löbnis: „Treue um Treue". Maßnahmen hinsichtlich der, Geschäftsführung der Qfterrcichisch'ungarischen Banl. Wien, 21. Dezember. In der heute abgehaltenen Sitzung des Gencralrates der Österreichisch ungarischen Nank wurde eine Zuschrift des österreichischen Finanzministers sowie eine solche des ungarischen Finanzmini-sters zur Kenntnis des Generalrates gebracht. Laut diesen Zuschriften finden die beiden Regierungen folgende lmßeroroentliche Maßnahmen hinsichtlich der Geschäftsführung der Osterreichisch'llngarischcu Äcmk zu treffen: Die Österreichisch-ungarische Vank wird von der Beobachtung der Bestimmungen über die Abhaltung der regelmäßigen Iahressitzung und Einberufung außerordentlicher Sitzungen der Generalversammlungen bis auf weiteres enthoben. Der Zeitpunkt der Abhaltung der nächsten regelmäßigen Iahressitzung wird von beiden Regierungen im Einvernehmen mit dem Generalrate der Vank festgesetzt werden. Der Generalrat der Vank wird unter Suspension der entgegenstehenden Bestimmungen der betreffenden Artikel der Vankstatuten ermächtigt, noch vor Prüfling der Bilanz durch die Rechnungsrevisorcn und Genehmigung des Vilanzabschlusses durch die Generalversammlung eine weitere Abschlagszahlung auf die Dividende des Geschäftsjahres 1914 in einem zwischen den beiden Regierungen zu vereinbarenden Maße zur Auszahlung zu bringen. Es wird'gestattet, daß die Beschlußfassung wegen Erneuerung des Privilegiums als besonderer Punkt ans die Tagesordnung der seinerzeit abzuhaltenden regelmäßigen Generalversammlung fest-» geseht werde. Auf Grund dieser Maßnahme hat der Generalrnt die Einberufung sowohl der außerordentlichen Sitzung als der regelmäßigen Iahressitzung der Generalversammlung verschoben. Hinsichtlich einer weiteren Abschlagszahlung der Vank auf das Geschäftsjahr 1914 wird im Jänner nächsten Jahres Beschluß gefaßt werden. Die Einzahlungen auf die Kriegsanleihe. Wien, 21. Dezember. Die Einzahlungen auf die Kriegsanleihe haben einen sehr guten Erfolg und sind außer den für die terminierten Zahlungen eingehenden Beträgen gegenwärtig rund 450 Millionen eingezahlt. Rechnet man hiezu die anfangs Dezember fällig gcwefene erste Einzahlungsquote der terminierten Zeichnungen, so ergiebt sich ein Betrag von 800 Millionen Kronen, welcher der Finanzverwaltung aus der Kriegsanleihe bereits zugekommen ist. Die Feldpost. Wien, 21. Dezember. Aus den: Kriegsftrcfsequaitier wird gemeldet: Die General-Fcldpostdirektion wendet dem klaglosen Funktionieren der Feldpost unausgesetzt direkte Aufmerksamkeit zu. Etwaigen Beschwerden wird gründlich nachgegangen und Abhilfe dort getroffen, wo es überhaupt möglich ist. Alle Anregungen und Wünsche werden wohlwollend geprüft und gegebenenfalls zum Anlasse zweckdienlicher Verfügungen genommen. Schon hat bei der Armee im Felde die allgemeine Nberzeugung Platz gegriffen, daß die Feldpost das Menschenmögliche leistet und daß ihr angebliches Versagen in einzelnen Fällen auf unüberwindliche Hindernisse zurückzuführen ist. Als solche müssen in erster Linie die weitgehenden oft unvermutet raschen Trupftenverschicbnngcn, dann die stellenweise überaus großen Tcrrainschwierigkeilen in Rücksicht genommen werden. Gelegentlich der jüngsten Inspizierung der Feldposten durch einen höheren Beamten der General-Feldpostdirektiou wurde diesem Funktionär seitens der betreffenden höheren Kommnnden einhellig die volle Befriedigung über die PostVerhältnisse ausgesprochen. Ein Korpskommcmdo hat durch einen speziell delegierten Offizier den verbindlichsten Dank für da5 flotte Funktionieren der Feldpost ausdrücken lassen. Alle Annahmestellen erklärten, daß die Truppen mit der Feldpost sehr zufrieden seien. Die Höchstpreise für Hafer. Wien, 21. Dezember. Die morgige „Wiener Zei« tung" veröffentlicht eine Ministerialverordnung vom 2 l.'Dezember 1914, betreffend die Festsetzung der Höchstpreise für Hafer. Darnach dürfen beim Verlaufe des Hafers im Großhandel nachstehende Höchstpreise für einen Meterzentner nicht überschritten werden: In Niederösterreich und Oberösterreich 25 k, in Salzburg 25'/, X, in Stciermart, Kärnten, Krain, Görz, Laibacher Zeitung Nr. 315_____________________________2593___________________________________22. Dezember 1914 Trieft und Istrien 26'/-, X, Tirol, exklusive Landesgetreideaufschlag, und Vorarlberg 27V2 k, Böhmen 23^2 lv. Mühren und Schlesien 24 X, Dalmaticu 27 X. Die Verordnung tritt am 25. Dezember 1914 in Wirksamkeit. Für deutsche Laudsturmpflichtigc. Wien, 21. Dezember. Die kaiserliche deutsche Votschaft in Wien ersucht um Veröffentlichung der folgenden Notiz: Durch Verordnung Seiner Majestät des Kaisers und Königs ist der unansgebildete Land» stürm zweiten Aufgebotes aufgerufen worden. Die im Auslande befindlichen Aufgerufenen haben sich, soweit dies noch nicht geschehen ist, baldtunlichst beim nächsten kaiserlichen Konsulat schriftlich oder mündlich zu melden. Die Rückkehr der Aufgerufenen nach Deutschland hat erst auf weitere Weisuug zu erfolgen. Die Cholera. Wien, 21. Dezember. Das Sanitätsdcpartemcnt des Ministeriums des Innern teilt mit: Am 21. Dezember wurden sechs Fälle au asiatischer Cholera in Brück an der Leilha, ein Fall in Inzersdorf (Bezirk Hietzing) in Niederöstcrreich, ferner ein Fall in, Klagenfurt und zwei Fälle in Kratau bakteriologisch festgestellt. Außer der Erkrankung in Inzcrsdorf handelt es sich um Personen, die vom nördlichen Kriegsschauplätze eingelangt sind. Deutsches Reich. Von den Kriegsschauplätzen. Berlin, 21. Dezember. Das Wolff-Bureau meldet: Großes Hauptquartier, 21. Dezember vormittags: Französische Angriffe bei Nienport wurden auch gestern ab» gewiesen. Zwischen Richebourn, L'Avom- und dem Ka» nnl d' Aire 5 la Vassse griffen unsere Truppen die Stcl« lung der Engländer und Inder an. Die feindlichen Schichengräbcn wurden gestürmt, der Feind aus seinen Stellungen unter schweren Verlusten geworfen. Wir erbeuteten ein Geschütz, fünf Maschinengewehre, zwei Mi-ncnwerfer nnd nahmen 27(1 Engländer und Inder, darunter zehn Offiziere, gefangen. Der bei )tutr.c Dame de Lorette am 1K. Dezember an den Gegner verlorene Schützengraben ist zurückerobert. In der Gegend Sonain-Massiges, nordöstlich Chalons, griffen die Franzosen gestern heftig an und drangen an cincr Stelle bis in un» seren Borgrabcn uor. Ihre Angriffe brachen jedoch samt» lich in unserem Feuer zusammen. Vier Offiziere, !l1l1 Mann ließen die Franzosen in unserer Hand. Eine große Zahl gefallener Franzosen liegt vor unseren Stellungen. In den Argonn-cn nahmen luir eine wichtige Waldhöhe bei Lcfour dc Paris, eroberten drei Maschinellgewehre, eine Ncvoluerlanone und »nachten 275 Franzosen zn (befangenen. Die mit großer Heftigkeit geführten Angriffe der Franzosen nordwestlich Verdun scheiterten gänzlich. Die große Regsamkeit der Franzosen vor unserer ganzen Front ist erklärlich durch folgenden, bei einem gefallenen französischen Offizier gefundenen Hccresbefchl des Gc» nerals Ioffre vom 17. Dezember 1914: „Armeebefehl vom 17. Dezember 1914: Seit drei Monate« sind die heftigen unausgesetzte« Angriffe nicht imstande gewesen, „no zu durchbrechen, überall haben wir ihnen siegreich widerstanden. Der Augenblick ist gelonunen, um die Schwäche ausznnützcn, die sie uns bieten, nachdem wir «ns verstiirlt haben an Menschen und Material. Die Stunde des Angriffes hat geschlagen. Nachdem wir die deutschen Kräfte in Schach gehalten haben, handelt es sich darum, sie zu brechen und nnscr Land endgültig von den Eindringlingen zu befreien. Soldaten! Mehr als jemals rechnet Frankreich anf Enren Mnt, auf Eure Energie und Euren Willen, um jeden Preis zu siegen. Ihr habt schon gesiegt an der Manie, an der Mr, in Lothringen und in den Vogesen; Ihr werdet zu siegen verstehen lnS znm schlicßlichcn Triumph. Ioffrc." — In Ost und Weßprcußcn ist die Lage unverändert. In Polen fortschreitender Angriff gegen die Stellungen, in denen der Feind Front gemacht hat. Oberste Heeresleitung. Die Schuld am AuSbruche des Krieges. Berlin, 21. Tczcmbcr. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" widerlegt in längeren Ausführungen die im Gelbbliche sowie in allen amtlichen Veröffentlichungen des Dreiverbandes angeführten Behauptungen, das) Deutschland den iirieg hätte verhindern können, wenn cs seinen (5influs; auf Österreich-Ungnrn geltend gemacht hätte, damit dieses seine Forderungni gegen Serbien crmäs;ige. Deutschland sollte nach Ansicht Nutzlands und seiner freunde Österreich-Ungarn in den Arm fallen und sich dein Slandpnnt'le Nußlands fügen, daß den Mächten die l^nl-scheidnng darüber «zustand, wieweit es Österreich-Ungarn erlaubt sein sollte, sich den serbischen Provotationcn gegenüber Genugtuung zu verschaffen. Tatsache sei, daß es Deutschland <;n verdauten sei, daß der während einiger Tage unterbrochene dirette Gedantenmiötausch zwischen Wien und Petersburg wieder aufgenommen wurde, was allerdings sämtliche Veröffentlichungen der Kabinette des Dreiverbandes wohlweislich verschweigen. Gegenüber dem Hinweis des Gclbbuches auf den angeblich versöhnlichen und friedfertigen Geist der russischen Negiernng vom Beginne der ilrise an erinnert die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" daran, das; ^asonob schon während der ersten Unterredung mit den Botschaftern Frankreichs und Englands bemertic, Nnßland werde genötigt sein, mobilzn-inachen. Das Blatt weist daranf hin, das; Rutland in dein Augenblick, als cs Deutschland gelungen war, die direkten Besprechungen zwischen Ostcrreich-Ungarn und lilntzlano wieder in Flus; zu bringen, die allgemeine Mobilmachung, also auch gegen Deutschland, befahl, und dadurch das gan,ze Vcrmittlungswert Deutschlands znnichlc machte. Nutzland treffe daher die Schuld, den europäischen älrieg entfesselt zu haben. Das Blatt führt sodann acht Punkte im französischen Gclbbuch an, die zeigen, welcher Nert den darin veröffentlichten ^lttenstücten beiznmessen ist und ertlärl gegenüber den Behauptungen, datz in einer Unterredung des Kaisers Wilhelm mit dem >wnig von Belgien und dem Generalobersten von Moltke letzterer die Notwendigkeit und Unvermcidlichteit des Krieges mit Frankreich betont habe, datz nur eine Unterredung zwischen dein 5lönig von Belgien nnd Moltte stattgefunden habe, wobei Moltte die ihm in den Mund gelegten Worte nie gebraucht habe. Nach Widerlegung weiU^er Behauptungen des Gelbbuches meint die „Norddeutsche Allgemeine Leitung", aus dem beigebrachten Material ergebe sich, auf wie schwachen Fützen der von der französischen Negierung unternommene Beweis ruht, dah Deutschland den Weltbra'nd entfachte, (fin Weihnachtögruß des bayrischen Köninspanres nn dir Soldaten im Felde. München, 2!. Dezember. Das NiwigLpaar sendete den bayrischen Trnppcn im Feloe nachstehenden Wcihnachts-grutz: „Zum Weihnachtsfeste g'.de.'tc ich gniz besonders herzlich all meiner lieben ^andestinoer, die fern von der Heimat vor dein Feinde stehen. 22, ? U. F. > 33 :;> 2-ülS3W.schwach> . > 3 3 Tas Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 1-9», Normale -2 2°. Nrgcil gestern früh. Alteste COGNAC Marke der Monarchie Graf Stefan Keglevich iifor. BUDAFOK 3832 6-6 Ärztlloh empfohlen. Auf allen Ausstellungen mit Ehrendiplom ansgezelohnet. Überall erhaltlioh. Nlalztee Marke SLüOIN. Anerkennungen. Von Frau Emnin v. Trn kaii O«l(l, lüttUte uii Milch, Ilttirt« Zocker Zu hahon übe all, '/^g-^ßket siO Heller, l'er Post 6 Pakete 4 Kronen franko durch Apotheker TrnUtfcF.y 1» Lnlbnoh. Hauptdopots : In Wien In den Apotheken Troköezy: SctaOobronnerstr. 100, JosefstBdterstr. 25, Radetikypl. 4. In flraz: SackstraSe 4. 6317 Odbor odvetniške zbornice kranjske naznanja vsem gospodom zborniönira èlanom tuŽno vest, da je blagorodni gospod dr. Franc Munda emerlt. odvetnik, bivši mnogoletni odbornik in pred-sednik disciplinarnega sveta odvetniske zbornice v nedeljo dne 20. t. m. popoldne po dalj&i bole/ni v 84. letu svoje starosti izdihnil svojo blago duäo. Pogreb njegov bo v torek dne 22. t- m. ob 3. url popoldne iz hiše žalosti v Ljubljani, GradiŠèe St. 14, na pokopališèe k Sv. Križu. Bodf odllcnemu pravnlku in IJubeznJIvemu tovarišu èastcn spomin! V LJUBLJANI, dne 21. decembra 1914. 4340 Laibacher Zeitung Nr. 315__________________ _________2595_____________________________________22. Dezember 1914 Amtsblatt. 4334 Z. 35.656. Kundmachung. Die lgl. troat. slavon.-dalm.'Landesregie' rung in Ägram hat mit der Kundmachung vom 14 December 1914, Nr. 111/14/32. die Einfuhr von Vieh und Fleisch aus den im Reichsrate ver» tretenen Königreichen und Ländern nach den Königreichen Kroatien und Slavonien bis auf weiteres nachstehend geregelt: 1. In Gemäßheit des ß I, Absatz I, des II. Teiles der Verordnung der lönigl. lroat,» slav.'dalmat. Landesregierung, Abteilung für Inneres, vom 13. Februar I8U8, Nr. Ill U 9«A und nach Maßgabe dcs § 1. Absatz ^ und 3. sowie des 8 4, Punlt 2, desselben Tei. les der zitierten Verordnung, ist wegen des Be> ftandes von Tierseuchen in den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern die Ein» fuhr der jeweilig in Vctracht kommenden Tier' galtungen aus den in den offiziellen, periodisch erscheinenden, österreichischen Tierseuchenauswei» sen verseucht angeführten Gemeinden und deren Nachbargemcinden verboten. II. Wegen des Bestandes der Schweinepest in den Grenzbeziiten Rudolfswert und Tscher. nemdl sowie wegen des Bestandes des Schweine» rotlaufes in dem Grenzbezirle Oottschee ist das Eindringen von Schweinen aus den genannten Grcnzbczirlcn verboten. Auf verbotswidrig eingebrachte Transporte finden die Bestimmungen des § Ibb des Gesetzes vom 27. August 188^ über die Regelung des Veterinärwesens in den Königreichen lkroa» tien und Slavonien Anwendung. III. Das Einbringen von frischem Fleische ist nur zulässig, wenn die Sendungen durch Zertifikate des Inhaltes ausgewiesen werden, daß die betreffenden Tiere bei der vorschrifts» mäßig von einem behördlichen Tierärzte vor» genommeneu Beschau sowohl im lebenden Zustande als auch nach der Schlachtung von einem behördlichen Tierärzte gesund befunden worden sind. Dies wird mit Bezug auf die hierortige Kundmachung vom 20. September 1914. Z. 28 218, welche hiemit außer Kraft gesetzt wird, zur allgemeinen Kenntnis gebracht. K. k. Landesregierung für Krain. Laibach, am 19. Dezember 1914. Št. 35.656. Razglas. Kr. hrv. slav. dalm. doželna vlada v Za-grebu je z razglasom z dno 14. decembra 1914, St. III. 14/32, do uadaljuje odredbe uvažanje živino in mesa Is kraljevin in dežel, zastopanib v državuem zboru, v kraljeviui Hrvaško iu Slavonsko uravnala tako: I. V zmialu § 1., odßt. 1, II. dola ukaza kr. hrv. Blav. dalm. deželne vlade, oddolok za notranje atvari, z dne 13. februarja 1908, Št. Ill B 96/3, in po doloèilih § 1., odst. 2. in 3,, ter § 4., toèka 2. istega dela navede-nega ukaza je zaradi obstojeèih kug v kra-ljevinah in dežeHh, zastopauih v državnem zboru, prepovedano uvažati vsakokratno v poštev vzete živinske vrsto iz okuženih obèin in njih sosednjih obèin, navodeuih v uradnem poriodièno izhajajoèem avstrijskem izkazu o živinekih kugah. II. Zaradi obatojeèe syinjake kuge v ob-mejnih okrajih Rudolfovo in Cruomelj in za- radi svinJBke rudeèice v obmejaom okraju Koèovjo je prepovedano uvažati pra&ièe iz navedenili obmejnih okrajov. Na transporte, ki Be vpeljejo zoper to propoved, se uporabijo doloèila § 155., zakona z dne 27. avgusta 188H, ki uravuava vete-riuarstvo v kraljevinah Llrvaška in Slavonska. m. Uvažanje svežega mesa je dopustno Bamo tedaj, kadar je pri poSiljatvah potrdilo, sia je dotièno živino ogledal oblaatveni živinozdravnik tako, kakor je predpisano in to tedaj, ko je bila še živa, kakor tudi potem, ko je bila ie> zaklana, iu da jo ja našel popolnoma zdravo. To Be z ozirom na tukajšnji razglas z dne 20. aeptembra 1914, St. 28.218, ki se obenem razveljavi, daje na obèno znanje. C. kr. dezelna vlada za Kranjsko. V Ljubljani, dae 19. decembra 1914. Gegründet 1866. 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