Nr. 208 Marburg, Freilag den 19. September 1919 29. Aahrg Das GoitsOeeilanö. 18. September. Nebst den zahlreichen deutschen Sprachinseln, die durch den Frieden-Vertrag von St. Germain Jugoslawien zusielen, gehört auch eine größere, geschlossene deutsche Siedlung unserem Staate an: das Gottscheer-l a n d. Dieses ist über 800 (Quadratkilometer (ein Dreizehnte! von Kram) groß und weist 1 Stadt und 171 Mrtschaften auf, welche «in geschloffenes Territorium bilden. Bewohnt wird es von ungefähr 40.000 Deutschen, von denen die Hälfte ortsanwesend ist, während die andere Hälfte zum größten Teile in Amerika lebt, um für sich und die in Europa zurückgebliebenen Familienmitglieder das tägliche Brot zu verdienen. Aus den verschiedenen Berichten, die uns über die tage der Deutschen zugingen, sei hier angeführt, daß die Umwälzung auch ddrt Mißgriffe und Ungerechtigkeiten in großem Maßstabe gebracht hat. So wurden alle Gottschecr als Deutsche ans den öffentlichen Diensten entlassen, weiters eins Anzahl von -Lehrern (10) enthoben, 5 weitere im Ruhestand versetzt, von den 26 Gemeinden erhielten bisher acht Gerenten. Mit den Ausweisungen wurde elwas sparsamer umge-gangen, wohl darum, weil es sich um eine bodenständige Bevölkerung handelt. Das Möergymnasien wurde ausgelassen, das Unterg^mnasinm in ein slowenisches umgcstaltet. Die Fachschule wurde ganz ge-schloffen. An den 37 Volksschulen des Gott, scheerlotndes, die zusammen 66 Klassen haben, wurde in einer weise gewirtschaftst, die man vom finanziellen und pädagogischen Standtpunkte aus betrachtet, verkehrt und verfehlt nennen muß. Wo vier Kinder ermittelt wurden, denen man eine, wenn auch weit zurückliegende, slowenische Abkunft nach-> weisen konnte, wurde für sie eine Haupt-klaffe eröffnet (trotzdem sie oft kein wort Slowenisch verstehen), dafür aber eine deutsche Klasse gesperrt. So kommt es, daß im selben Schulgebäude 4 bis 8 (meist nur angeblich) slowenische Kinder eine Lehrkraft haben und 140 deutsche Kinder auch nur eine. In betreff der vereinsauflösungen, Staatsaufsichten usw. wurde wie bei uns vorgegangen, was für Gottschee noch weniger zu verstellen ist, wie für Marburg, da ja ersteres mitten im Reiche und nicht wie Marburg an der Grenze eines „feindlichen* Staates liegt. wir wollen nicht weitere Details auf zählen. Jeder von uns weiß ja ein Lied davon zu singen. Ls ipird hoffentlich auch für unsere wackeren Brüder in Gottschee «ine schönere Zeit anbrechsn. Auch für sie gellen ja alle jene Forderungen, die wir in unserem vorgestrigen teitaufsatzs aufgestellt haben. Für das Gottscheerland ergibt sich aber noch eine weitere Forderung, die ebenso im Interesse der Gottscheer wie des Staates liegt: Dis Zusammenfassung des ganzen geschlossenen Sprachgebietes, das derzeit politischen bezw. 5 Gerichtsbezirken angehörh !u einem einzigen Verwaltungsbezirke. Der Friede für LLngarn. Die territorialen Bestimmungen. Wien, 18. September. Die territorialen Fragen in Ungarn sind auf Grund des Wasfenstillstandüoertrages vom 13. November 1918 geregelt morden und dürften sich in den Grenzen der Demarkationslinien halten, mit Ausnahme Westungarns und der Slowakei, die von Ungarn abgetrennt werden. Damit erleidet Ungarn einen verhältnismäßig noch größeren Gcbietsverlust als Deutschösterreich. Die finanziellen und wirtschaftlichen Fragen Ungarns sind für Deutschästcrreich aus dem Grunde von der allergrößten Bedeutung, weil Ungarn mit Deutschöfterreich zusammen als Erbe der alte» Monarchie erklärt worden ist und weil schon der deutsch istcrreichischc Friedcnsvertrag ausgesprochen hat, daß Ungarn mit Oesterreich zusammen für die Schulden des alten Staates hastet. Vor Wilsons Sturz? Paris, 18. September. „Echo de Paris" meldet aus Washington, daß die Gegner Wilsons infolge der Enthüllungen Bnllits eine Kabinettskrise und die Niederlage Wilsons bezüglich des Völkerbundes für sicher halten. Man glaubt, daß Wilson in diesem Falle die Vertragsvorlage zurückziehen und einen Sonderfrieden mit Deutschland schließen und bei den Präsidentschaftswahlen im Jahre 192Ü die Frage des Völkerbundes zur Plattform machen werde. Die Assäre Bullits beschäftigt andauernd die Presse. Lloyd George dementiert heute durch das Reuterbureau sämtliche ihm von Bullits in den Mund gelegten Acußerungen. Demgegenüber hat aber Bnllits vor der Senatskommission erklärt: „Wenn Ihr mit Lloyd George zu tun habt, bedenket wohl, daß man keine seiner öffentlichen Erklärungen ernst nehmen darf. " Der Fiumaner putsch. Besudlungen TittoniS. I Paris, 18. September. Gauvain nimmt s im Leitartikel des „Journal des Dcbats für Lugano, 18. Sgptember. Die italienische hie Südslawen in der Fiumaner Frage Stcl-Regievung arbeitet an der Lösung UZ Zwi- lung ,„nd sagt: Es genügt nicht, überall zu schenfalles von Fiume. Tittoni verhandelt schreib Fiume sei durch und durch ita-direkt mit Clemenceau und Lloyd George.! Heirich. Man muß dies anders beweisen als J-nr Innern hat die Regierung sehr energi-durch Aufzüge, die durch skrupellose Agen-che Maßnahmen getroffen, um die Angele- s ten ins Werk gesetzt werden. Der Artikel genheit nicht weitere Kreise ziehen zu lassen, schließt mit einem Tadel an die Konferenz Die Drahtverbindung mit Fiume ist unter- welche die bereits am 9. August gefaßten Be-brochen. Die bisherigen Zeitungsberichte schlüsse der Generalkommission nicht durchwerden als übertrieben bezeichnet. Nicht geführt habe. 10.000, sondern 2000 Freiwillige seien init § „Jntvansigeant" sagt: Die Situation war d'Annungio marschiert. Der „Avanti ^ni Samstag komisch, gestern beunruhigend schreibt, die italienische Regierung, mmde- haute ernst. Aus Rom wird gemeldet, stens aber einzelne verantwortliche «taats- ^ die Stellung des Kabinetts Nitti infolge Männer, haben von dem Plane d Ann-unzios ^ Putsches d'Änuunzios ' stark erschüttert gewußt. i sei. Spaltung der deutschöfterreichlschen Sozialdemokratie? Wien, 18. September. Aus parlamentarischen Kreisen wird der „Wiener Mittagspost" mitgeteilt: Die Kundgebung des Staatskanzlers Dr. Renner in der „Wiener Abendpost" hat in politischen Kreisen das größte Aufsehen hervorgerufen. Die Folgen der Kundgebung, die den Beginn einer neuen Aera der Politik der Republik Deuischösterreich bedeutet, haben sich unmittelbar nach deren Erscheinen gezeigt. Die „Arbeiter-Zeitung", die man, wenn schon nicht als Organ der Regierung, so doch zu-mindcstMs als das offiziöse Sprachrohr der sozialdeiii'okrtfltichen Partei, der der Staats-kanzler angehört, ansehen muß, hat in ihrer vorgestrigen Ausgabe die Kundgebung der „Wiener Abendpöst" überhaupt picht veröffentlicht und auch sonst keinerlei Stellung iu dieser so überaus wichtigen Angelegenheit genommen. Es scheint also, daß die „Arbeiter-Zeitung" und mit ihr der linke Flügel der sozialdemokratischen Partei, den sie zweifelsohne repräsentiert, bereits jetzt von -er Politik de? Kanzlers abschwenkt. Eine Spaltung in der sozialdemokratischen Partei scheint sich damit anzukündigen und es dürfte wohl dazu kommen, daß ein linker Flügel, dem sich auch die Kommunisten an-schließen tverden. von der sozialdemokrati- schen Mehrheit ablösen wird, die edr Politik des Staatskanzlers Folge leistet. Wenn bezüglich der Westorientierung Deutschösterreichs versichert wird, daß dieses in der Zukunft keine große auswärtige Politik mehr machen könne, und die angekündigte Westorieutieruug hauptsächlich in wirtschaftlicher und kultureller Beziehung zu verstehen sei, so ist es doch klar, daß das selbständige Deutschöfterreich, wenn auch in bescheidenem Nahmen, äußere Politik zu machen haben wird, die durch die samstägige Kundgebung des Statskauzlers vorgezeichnet erschiene, vorausgesetzt, daß es ihm gelingt, auf dieses Programm eine Arbeitsmajorität in der Nationalversammlung zu vereinigen und eine Regierung bilden zu können, die mit dieser zu schassenden Majorität arbeiten kann. , Die neu zu bildende Regierung, die pch aus das Programm der Westorieutieruug Dvutschösterreichs zusammenfindet, wird außer iu dam linken Flügel der Sozialdemokraten auch bei den Großdeutschen auf die schärst« Opposition stoßen. In den nächsten Dagen sind wichtige innere Vorgänge im Skachhall an das in der „Wiener Abendpost" dargelegts Program in des Staatskanzlcrs zn.KMarien. Umbildung des englischen . Kabinetts? Kopenhagen, 18. September. Meldungen aus London zufolge, nehmen dort die Gerüchte über eine bevorstehende Regierungskrise immer bestimmtere Formen an. Man rechnet mit der Bildung einer neue» Koalitionsregierung, in der die Arbeiterschaft sehr stark vertreten sein wird. Man rechnet mit dem Rücktritt Chamberlains und Churchills. Asquith soll als Leiter des neuen Kabinetts in Frage kommen. Die Volksabstimmung in Teschen. Prag, 18. September. Heute langte bei der Regierung ein Telegramm Bene s ch' an, das den Wotrlaut der Bestimmungen über das Plebiszit in Teschen enthält. Der Wortlaut ist folgender: 1. Das Plebiszit wird im ganzen Teschener Gebiete nach Genieinden durchgeführt. 2. Das Polnische und das tschechische Militär verläßt ds «strittige Gebiet, das von den Alliierten besetzt wird. 3. Die Verwaltung übernimmt eine Kommission, in der ein Tscheche und ein Pole Sitz haben werden. 4. Stimmberechtigt ist nur der, der.am 1. August 1914 in Teschen heimatberechtigt war. 5. Die Kommission hat da? Recht, alle polnischen Agitatoren, die nicht nach Teschen gehören, zu entfernen. 6. Das Plebiszit dient nur zur Information. Erst aus Grund des. Ausganges desselben wirtschaftliche und geographische Lage treffen. 7. Für Zips und Arva gelten die Selbstbestimmungen. ..._. Dle Deulschösterreicher in Deutschland. Berlin, 17. September. Am 13. d. M., hat in Weimar eine Tagung der Vereine und Verbände der Deutschösterreicher im Deutschen Reiche stattgcfunden, die von Vcroäu-ven aus Berlin,' München, Dresden, Ham-l bürg, Essen, Breslau und Elberfeld beschickt' war. Die Tagung endete mit einer vollen Einigung. Die Schaffung eines Reichsverbandes der Vereine der Deutschösterreicher, wurde beschlossen. Holland und der Völkerbund: Haag, 18. September. In der Rede, mit der Königin Wilhelmine heute um ! Uhp nachmittags das neue Sitzungsjahr der Generalstaaten eröffnet hat, heißt es u. a.: Die Ilmstände, unter denen ich mich diesmal wieder in Ihrer Mitte befinde, sind in mancher Hinsicht günstiger, als dies in den letzten Jahren der Fall war. Innige Dankbarkeit erfüllt mich daher, daß Gott unser Vaterland vor den Schrecken des Krieges bewahrt, hat. Nur wurde unser Land in eine Streitfrage verwickelt, die unsere Beziehungen zn Belgien beeinflußt und durch die ich veranlaßt werde, für die Rechte und Interessen unseres Landes und unsere Selbständigkeit nachdrücklichst einzutreten. Sobald das Zustandekommen des Völkerbundes gesichert ist, wird auch Hollands Beitrittserklärung Ihnen zur Genehmigung vorgelegt werden. Zur Frage der Landesverteidigung sagte die Königin: Auch der Frage der Landesverteidigung bleibt meine Aufmerksamkeit vollkommen gewidmet. Die Lösung kann nicht erfolgen, ehe gröszere. Sicherheiten über die internationale Regelung des Völkerbundes bestehen. Bedrohung Lenlralask'ns durch dle Bolschewisten Rotterdam, 18. September. Wie der „Temps" aus dem Hauptguarlier KoUsckwk meldet, haben die Bolschewisten in Tnrke-stan eine neue Front gebildet. Das bedeutet nicht nur eine engere Abschnürung für Kol-tschnk, sondern eine Bedrohung von ganz Zentralasien durch die Armee der Bo^sthr-wikten. wcarvn 7 ff ? c Z -? s' r »kff. Nr. LOd' — IF. Sepl.u-oee lülll. Dkmissron Lansings? Rotterdam, 18. Septmbcr. Drahtlos wird aus Neuyork gemeldet, daß Lansing demissionieren wolle, da die Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und Wilion unüberbrückbar geworden sind. Amerika gegen Wilson. -richtbewitliguna der Kosten für die amerikanische Ariedensdelegation. Berlin, 18. September. Aus Neuyork wird berichtet: Die Frisdenskommission des amerikanischen Repräsentantenhauses hat das verlangen des Präsidenten Wilion auf Auszahlung der Rosten für den Unterhalt der amerikanischen Friedensdelegation in Versailles, die Wilson auf 825 Rlillionen Francs veranschlagte, verworfen. Die Zurück-Weisung dieses Antrages ist bezeichnend für die zunehmende Opposition der amerikanischen Staatsmänner gegen Wilson. Die amerikanischen Nahr»WgS-millel für Europa. Parts, 18. September. .New Jork Herald" meldet aus Neuyork, das; sich Hoover bei seiner Ankunst sür eine rasche Ratifizierung des Vertrages ausgesprochen habe. Hoover erklärte welterS, Amerika werde auch weiterhin Europa mit Nahrungsmittel versehen, aber hiezu sei die Gewähr von Kre-ditcn notwendig, sonst sei Europa nicht in der Lage, den amerikanischen Produktionsüberschuß abzunehm-m. , Llogd George besieht auf die Auöiieserung Wilhelm. Parts, 18. September. .Journal" meldet aus London, daß Lloyd George Paris nicht verlassen werden, ohne vorher durch den Obersten Rat das Ausliefcrungs-begehren bezüglich des Deutschen Kaisers an Holland beschließen zu lassen. Das Blatt fügt hinzu, daß man sich über die holländische Antwort- keinen Illusionen hingeben dürfet ^° -------------- Bildung eines LLebergangs-minisleriums in Bukarest. Versailles, 17. September. Nach et,re Muskvenc rkÄ orLsfkNMHMsrÄ' iss'Bür karrst, Manulekcu Rimnicean» mit der Bildung des Kabinettes betraut worden. Das Kabinett sei ein Uebergangsministerium. Es soll die Wahlen durchführen und den Versuch machen, eine Einigung mit den Alliierten rv errielen. Amerika und die irische Frage. Die Ainerila«er für Irland. ^ Neuyork, 18. September. Die Wilson, feindlich gesinnte Presse beutet die Lage im! Inland aus. Nur wenige Blätter unter-" leihe für die Ausgaben, die die Besclziing Irlands mit sich bringt. Amsterdam, Septembei Englische Homerulc tischen Soldaten mit der Zerstörung und keineswegs über ein gemäßigtes Plünderung irischer Städte beauftragt, ge- ohne Lostreunung hinaus. Die nau so wie die Deutschen die Städte verheert Haben. Die britische rung verlangt seht von den Bereinigten Frage in gerechter und wohlwollend Staaten eine Vier-Milliarden-Dollar-An- zu regeln. i-e belgischen langen von der Regierung, daß sie unverzüg-tische Regie- lich zeige, daß sie gesonnen sei, die irische Vereinigten Frage in gerechter und wohlwollender Weise l-Dollar-An- zu regeln. Die Wiener Länderkonferenz. Wien, 18. September. In der gestrigen Sitzung der Länderkonferen; führte Doktor Nenner unter anderem aus: Ls ist gelungen, zum Teile die üblen Folgen des Gedankens, daß die „Republik Oesterreich" die Nachfolgerin des früheren Oesterreich ist, abzu-wehren. Der Grundsatz an und für sich aber besteht zu Recht. Die Konsequenz dieses Grundsatzes aber ist, daß der Länderbestand der Republik Oesterreich kraft dieser historischen Rechtsnachfolge feststeht, daß also kein Land in der Lage ist, etwa geltend zu machen, daß es sich dein Staate nur durch freie Erklärung angeschlossen habe. Der Staatskanzler wies in diesem Zusammenhangs auf den am 23. September zusammentretenden Tiroler Landtag hi», dessen verfassungsaus-' schuß Anträge der staatsrechtlichen Verbindung Tirols mit Oesterreich beziehen sollen. Der Friedensvertrag macht die Beschluß fassung dieser Art selbstverständlich gegenstandslos. Der Staatskanzler hebt sodann hervor, daß die finanziellen Bedingungen des Vertrages hart, vielleicht noch etwas unklar sind, aber gerade, was den Staat und die Länder als solche betrifft, im großen und ganzen nicht ungünstig, den nach dem Gesichtspunkte der Rechtsnachfolge besitzt die Republik Oesterreich das gesamte Eigentum des früheren Oesterreich auch auf dem Ge-biete der Nationalstaaten zu eigen. Dieses Eigentum muß von denNational staaten gekauftwerden. Die Kauf-summe kommtin den Neparations> fonds undgiltals vonunserlegt. Aus demselben Grunde besitzen wir das gesamte Staats- und tandeseigentum auf unserem Staatsgebiete zu vollem Rechte zu eigen und müssen es nicht erst kaufen. Für die Landesregierungen ergibt sich daher die Frage der Auseinandersetzung mit den ab-getretenen Landesteilen. Nachdem unser Staat als Republik anerkannt ist, übernehmen wir auch nach außen hin die Hohe Verantwortung sür unsere aus wärlige Politik, vom Tage der Anerkennung Deutschösterreichs als Staat darf keine Stadt, keine Gemeinde irgendwelche Handlungen völkerrechtlicher Natur selbständig führen. Sonderverhandlungen und Sonderverträge sind absolut unzulässig. Aus diesem Grunde ergibt sich, daß die in der Schweiz sich aufhaltenden Sondermissionen einzelner Länder unbedingt zurückgeschoben werden müssen. In diesem Zusammenhänge richtet der Staatskanzler den dringenden Apell an die Vertreter der Länder, der geänderten Rechtslage Rechnung zu tragen. in Der Geiselmvrdprozrß München. München, 18. September. Im Geisel- Seidel, Johann Vidl, Schickelhofcr, Josef Seidel, Hösselmann, Lermer. Pürzel, Fehner, Hannes und Nietmeier; 15 Jahre Zuchthaus für den Angeklagten Gesell, 10 Jahre Zuchthaus für die Angeklagten Kick, Völkl, Huber und SchmittelZ, und den Freispruch des Angeklagten Petermaier. Das Angebot oer Gowjel-'internationaler Luftpostdienst, regierung von der efchnifchen Negierung angenommen. Lyon, 17. September. (Funkspruch des TKB.) Aus -Reval wird gemeldet, daß die esthnische Regierung das Angebot der Sowjetregierung, in Friedensverhandlungen ein-zulreten, angenommen habe. Berlin, 18. September. Im neutralen Ausland haben in -den letzten Tagen zwischen Vertretern deutscher und ausländischer Finnen Verhandlungen über -die Ausnahme Des internationalen Luftpostdienstes stattqe-fim-den. Während mit -den skandinavischen Staaten noch Verhandlungen schweben, sind mäßige Luftpostdienst mit Kopenhagen beginnen kann. In absehbarer Zeit wird sich Deutschland in den internationalen Lnftpostdienst eingliedern. Lage im Nntrrblsis-en der beabsichtigten Ausweisung der deutschen Arbeiter aus dem Elsaß. ' BtzFlln, 17. September. Die vom Die Vorgänge Sn LLngarn. Wien, 18. September. Der deutschösterreichische Gesandte in Budapest, Tnobloch, ist mittelst Autos aus Budapest hier eingetroffen. Er wird während seiner Anwesenheit Gelegenheit nehmen, dem Staatskanzler über die tage in Ungarn, hauptsächlich über die westungarische Frage zu berichten. Da die Anerkennung des Kabinetts Friedrich durch dis Entente noch immer nicht erfolgt ist, sind Bemühungen im Zuge, ein Ministe-rium zu bilden, das die Zustimmung der Entente finden kann. An die Spitze desselben soll der gewesene Minister des Innern, Baron Siegmund perenyi treten. In Buda-pester unterrichteten Kreisen wird mit Bestimmtheit erklärt, daß die Rumänen binnen wenigen Tagen Budapest räumen werden. Aufstellung einer lokalen Gendarmerie. Paris, 17. September. Der Oberste Rat hat in seiner gestrigen Sitzung an die Budapester Negierung die Aufforderung gerichtet, eine lokale Gendarmerie aufzustellen, um für den Fall der Räumung durch die Rumänen die Ordnung aufrechterhalten zu können. Keine Verhandlungen de» Herzog» von Genua über eine Thronbesteigung in Ungarn. Wien, 18. September, wie aus En-tentekreisen offiziell mitgeteilt wird, sind sämt-liche Nachrichten von angeblichen Verhandlungen des Herzogs von Genua über eine Thronbesteigung in Ungarn aus der Luft gegriffen. Frankreich und Deutschland. Teilweise Rückgabe der an Frankreich abgelieferten deutschen Lokomotiven. Berlin, 18. September. Der „Matin" berichtet, daß die französische Negierung beschlossen hat, die deutschen Lokomotiven bis auf einen kleinen Teil zurückzugcben. Nach seinen Mitteilungen können die meisten deutschen Lokomotiven in Frankreich nicht benützt werden. So erklärt es sich, daß die unter die französischen Eisenbahngesellschasten verteilten deutschen Lokomotiven bis auf einen kleinen Teil in den Schuppen stehen, obgleich Frankreich einen großen Bedarf an Lokomotiven hat. Dem „Matin' zufolge hätte Deutschland statt brr im Waffenstillstandsabkommen zugesagten 5600 Lokomotiven nur 2000 ab-geltefert und von diesen werde Frankreich in nächster Zeit 1700 zurückgeben. Dm'w'n-ark so weit ge-j soll in der französischen Kammer entschieden Biegen, daß in etwa 14 Tagen tdcr reg-cl- werden. Gesetze und Verordnungen .VoiwSM-' «bsWi,»?"?-»"!? der französischen Regierung, die deutschen Erosnick---—' ' - - Arbeiter aus Elsaß-Lothringen auszuweisen, sollte am gestrigen Tage verwirklicht werden. Die Maßnahme der französischen Negierung halte in der gesamten Arbeiterschaft Elsas;-LothnngenS eine stark revolutionäre Stimmung erzeugt und ist infolge der drohenden -Haltung der Arbeiterschaft auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Die Angelegenheit ßjährigkeit smiktwnicrk. Nach de», Gesetz wird jeder Staatsbürger des. Königreiches der «erben, Kroate» »»d Slowenen »ach vollendetem 21. Lebensjahre volljährig. Das Gesetz tritt mit dem Tage der Verlautbarung in Kraft. Wer schon früher nach besonderen gesetzlichen Vorschriften volljährig erklärt wurde, bleibt es nud wer schon früher sein 21. Jahr vollendet hat. wird vom Tage des Inkrafttretens dieses Ge-setzes volljährig und die Gültigkeit und Rechtsfolge» ihrer früheren Taten nnd Handlungen werden nach den bisherigen Gesetze» beurteilt. Der Justiz», inisn-r wird mit der Durchführung dieses Ge etzes betraut. Die Hand. 3 Roman von Neinhold Ortmann. Bei ihre-m Schein sah er, daß -sich der ander,e, schwer „ach Lu-ft ringend, mit beiden Hän--aen an das Stiegengcländer geklammert hakte, und er sah zugleich, daß sich hier oben nur 'eine einzige Tür befand, an der auf einer mit Reißnägeln befestigten Visitenkarte der Name Franz Beiersdorf zu lesen stand. „Wünschen Sie, daß ich -hier Einlaß verlange? fragte er, indem er seine Hand, nach den, L-rncktnopf der Kling-elleitung aus-^lber der Aechzeil'de schüttelte «den skops. „Es würde keinen Zweck haben", stieß er mivor, „denn ich wohne da ganz allein. Aber wenn, - wenn Sie sich „och einen Augenblick gedulden wollen — -da ist der Schlüssel." Der Riegel sprang auf, und -des Doktors Kerze beleuchtete einen schmalen kleinen Vorplatz, auf den zwei Türen ausmündeten. I „Bilk- — da links hinein!" -wies der! Graubart,ge zurecht. „Auf der anderen Seite' Nt nur die Küche." , Warmes, trauliches Lampenlicht erfüllte aen Raum, den sie bei raten. Es war ein! mäßig großes Zimmer non jener Ausstat-'vu' billige Abzahlungsgeschäfte oder -Nobe.maga-ine sie z„ liefern Pflegen und' ohne alles individuelle Gepräge. An der einen Seite stand das Bett und mitten im Gema», ein Tisch, über dessen Platte -in un-oi-. entucgeiii Durcheinander Schreibgerät und Papier, sowie eine Anzahl von Büchern verstreut waren. Eine zweite halbgeöffnete ^»r fchun in einen unbeleuchteten Nebenraum z„ führen. Der Graubärtige, der sogleich auf ei-nen «tnhl gesunken war, erholte sich scl-neller, ack Roggenbach es zu hoffen gewagt hatte. Nachdem er -es Doktors Frage, ob er irgend etwas für ihn tun könne, kopfschüttelnd vermint hatte, -begann er Plötzlich wieder mit seinem gewöhnlichen, etwas rauhen Stimm- - llaug zu -sprechen. so schlimm, wie cs vielleicht - "usstcht. zch bin ein bißchen herzleidend; aber es ist nicht von Bedeutung. Der Arzt behandelt meint, ich könnte -M'auzig .^ahre damit leben. Und sür einen sechsnudvierzigjährigen wäre es ja auch , nicht zu viel." I llioggenbach war überrascht, denn er hatte den .Mann für einen Sechziger gehalten. Und wie er ihn g-tzt noch einmal ansah. dünkte cs ihm nicht eben sehr wahrscheinlich, daß der V'-Ä! r's tröstlichen Prophezeiung recht behalten würde. - -'Sie sollten sich i„s Bett legen", sagte er. L'tch will ^hnen gerne dabei behilflich sein. Aber haben «ie denn wirklich keinen Men-fchen uni sich, -oer Ihnen im Fall der Not bei stehen kann? „Nein. Und ich brauche auch keinen. Die Portierfrau aus dem Vorderhause besorat ^ Reinhaltung der Wohnung und »eine Mahlzeiten nehme ich im Restaurant Uebrigens muß ich Ihnen doch -wohl sagen mit wem wi,e s zu tun -haben. Ich heiße Beiersdorf und bin -so eine Art von Privatier, mir in der sich gelegentlich auch mit ZeituugSschrift-stellerei befaßt. Sind Sie nicht vielleicht auch Journalist, meiu Herr?" Der Gefragte verneinte und stellte sich vor: > , , s Dr. Erich Roggenb-ach, Privatdozent an der hiesigen Universität, wo ich mich übrigens soeben erst habiliert habe." „Mediziner?" „Nein. Mein Fach ist Volkswirtschaft." ... ""7 M- — Ich habe Sie eigentlich für einen Dichter oder etwas- dergleichen gehalten Und heute abend noch mehr als zuvor. Nur junge Dichter und Künstler haben heutzutage noch eine so ideale Auffassung vom Weibe Und nur unpraktische Menschen p^egen sich ihres Nächsten so selbstlos und -aufopfernd anzunehmen, wie Sie cs getan haben." , Er hatte n-ngrfnngcn, sich zu entkleiden, die nochmals angebotene Hilfe des Doktors ablehnend, und mit einem liefen, erleichternden Aufatmen streckte er sich in die Kissen -des Bettes. Atoggenbach, der vorhin den .Hausschlüssel behalten hatte, dachte dnraH sich nunmehr zu entfernen; aber als er eben diese Absicht aussprechen wollte, begegnete er einem auf ihn gerichteten Blick Beiersdorfs dessen angstvolles Flehen etwas geradezu' Ergreifendes hatte. „Ist es Ihnen erwünscht, daß ich »mH ein wenig bleibe?" fragte er. Und vom Bette her streckte sich ihm eine abgezehrte, knochige Hand entgegen. ^ , „>lch hätte natürlich nicht die Eourage I gehabt, Sw darum zu bitten. Aber inen» Sie' noch eine Stunde van V'hrer Nachtruhe oder von Ihrem nücht-liehen Vergnügen opfern wollten — Sie würden einen einsamen armen Teufel damit für immer zu Ihrem Schuldner machen." Roggenbach legte Hut und Ueberrock ab. nur dem ändern zu zeigen, daß er's durchaus nicht -eilig habe, und rückte sich einen der wenigen vorhandenen Stühle zwischen da» Bett und den Tisch. „Ich bleibe gern; aber Sie müssen versuchen cinzuschlafen. Herr Beiersdorf. Ich: darf wohl unterdessen ein wenig in Ihren Büchern blättern." „Sie werden sich davon kaum eine Nn-terhaltung versprechen dürfen. Es sind russische Romane, mit deren Uebersetzung ich mich früher oder später zn beschäftigen gedenke." „S,e sind Deutschrusse?" ' 01 Aber ich habe lange genug in Rußland gelebt, um die Sprache zu beherrschen. Irgendwo in dem nächtlich stillen Hause hatte es ein Geräusch gegeben, wie voi« schließen einer Türe, und im nämlichen Uugenblicke hatte sich der Sprechende zn sitzender Stellung aufgerichtet. „Was war das?" stagte er in sichtlicher Spannuug. „Haben Sie es gehört?" „Es klang, als ob eine Tür ziigeworfen würde. Wahrscheinlich ist in einen unteren Stockwerke jemand nach Hause gekommen " „Es war also Ihrer Meinung nach nicht hier oben bei mir?" „Gewiß nicht, Herr Beiersdorf! Aber wenn Sie sich beuiiruhiat fühlen, kann ich i" zur größeren Sicherheii die Elagentür zu-sperren," (Fortsetzung folgt.) » N, .September 19 M. Marvurc> er Zeitung. Seit»' 8 Nwrburgrr- und Tages Nachrichten. ^ Dormählungcn. In (ßraz wurde Samstag der Schauspieler Herr Ernst Schmkiann mit äräiiiein Flora Schuhay getraut. Beistünde »wre» Obcrpostmeister Schuhay aus Straß »>!d Autö-Unternehmr Josef Wald mann. Verein der Hausbesitzer in Marburg und Umgebung. Sonntag fand in der „Gambrinus-i-alle" die Hauptversammlung des Vereines statt. Obmann Herr Käfer eröffnet« um halb 10 Uhr die Hauptversammlung und begrüßt die Erschienenen. Er bedauert lebhaft, daß nicht ein größerer --eil der Vereiusmitglieder zu derselben erschienen ist »ud gedenlt der im Berichtsjahre gestorbenen Vereinsmitglieder. n. zw. Herr und Frau äoamprechtsainer. Ignaz Badl, Johann Äau-n>a»n, Franz Heller/ Karl Krzizek, Franz Lein-icknß, Joses Pugcl und Ludwig Schnra. Sodann ersolgl die Verlesung der Verhnudlungsschrift der vorjährigen Hauptversammlung durch den Schriftführer'.Herrn Skasn. Dieselbe wird ein-ßimmig genehmigt. Hierauf erstattet der Obmann den Tätigkeitsbericht über daS Jahr 1918. Cr verweist vor allem daraus, daß der größte -teil der Vereinstätigkeit durch die politischen Ereignisse illusorisch gemacht wurde, die Lei-lnngssih,,»qen waren gut besuch! und hat die Leitung iljre Pflicht, für den Hausbesitzerjtnnd Ersprießliche? zu leisten, erfüllen wollen, aber bedauerlicherweise nicht durchsetzen können. Er bemerkt daun, daß die Kanzleitätigleit sich in den ätzten Monaten hauptsächlich auf Erteilung von Auskünften beschränken mußte, da die crflosseuen Kundmachungen betreffend Auzeigepslicht, bezw. Beschlagnahme von Wohnungen eine Vermie-lung durch den Verein.unmöglich machte. Er bespricht sodann eingehend diese Kundmachungen, welche den Hausbesitzer zwingen, die ihm von der Behörde zngewiesene Partei zu nehmen (Zwischenruf: „Der Verein soll Hausknechtverein heiße», aber nicht Hausherrenverein"), er tadelt sodann das Vorgehen einiger Hausbesitzer, welche seinerzeit durch veröffentlichte Ankündigungen in der Zeitung bekanntgaben, daß durch Extra-Abgabe van Fett, Eiern u. dgl. in ihren .Häusern Wohnungen zu vermieten sind, durch ein solches Vorgehen wird das Ansehen des Hausbesitzer-stciudes nur tief geschädigt. (Lebhafter Beifall.) Weiters bespricht Herr Käfer die Tatsache, daß durch die Zugehörigkeit der Stadt Marburg zu Jugoslawien die weitere Zugehörigkeit unseres Vereines zum Landesverband der Hausbesitzer-bcreine in Steiermark unmöglich gemacht wurde, serner die sortiyphrendcn Preissteigerungen der Nauchfangkehrerme'ister und die Nachgiebigkeit insbesondere der früheren politischen Behörden gegenüber den Forderungen der Kaminfeger, weiters die Tatsache, daß das Micterschutzgesctz mich in Jugoslawien besteht und die Frage der Mlgemeimm Zinssteigerung. Zum Schlüsse seiner Au'sfuchmngen bespricht Herr Küfer die traurige Tatsache, daß der Verein, welchem ja alle Hausbesitzer nngehören sollten, nur etwas über MO Mitglieder zähle, wenn dem Vereine alle Hausbesitzer angehörcn würden, so wäre das Ansehen des Vereines bei den Behörden ein ganz anderes und würden daun auch tatsächlich Erfolge für die Hausbesitzer zu erzielen sein. Lebhafter Beifall folgte den Ausführungen des Obmannes. Zum Tätigkeitsbericht ergreift unter anderen auch Frau Clarizz! das Wort und geißelt in kräftigen Worten den Umstand, daß so viele Hausbesitzer »nd meistens die reicheren Hausherren dem Ver- eine nicht augehören, dies sei eine Schande, besonders in der heutigen Zeit, wo doch jedermann Busche, daß nur eine kräftige Organisation etwas zu erreichen imstande ist. Sie fordert die anwesenden Mitglieder auf, für den Verein Mitglieder zu werben. (Lebhafter Beifall.) Hierauf wird der Tätigkeitsbericht des Obmannes cin-üinimiq zur Kenntnis genommen. Sodann erstatte' Herr Andlovec als Sückelwnrt des Vereines den Bericht über die Kassagebahrung. Herr Mur-(o gibt namens der Rechnungsprüfer bekannt, daß alles durchgesehen und in vollster Ordnung s'efniiden wurde. Derselbe beantragt, dem Znhl-weiner die Entlastung und den Dank nuszusp-lvrechen. Angenommen. Zum vierten Punkt der Tagesordnung ergreift Herr Käser das Wort b»d aibt bekannt, daß die Leitung diesmal keinen Wablvorschlag mache, sondern es den Mitgliedern vollständig überlasse, eine neue Leitnng ütt wählen, er kür seinen Teil lehne eine Wieder-wab! unter allen Umständen ab. Er habe sich wdlich Mühe gegeben, für den Hausbesitzerstnnd ktwaS zu erreichen, hätte aber pur Vorwürfe gewütet. Er bittet daher die Anwesenden von sci-'wr Wahl in die Leitung abzusehen. Herr Adolf Vfrimer und Frau Clarizz! sprechen der gesani-km Leitung »nd insbesondere dem Obmann -wrrn Käfer für ihre Tätigkeit de» besten Dan? Ms sjo ,-rsuchten Herrn Küfer aus das dringendste eine Wiederwahl anziinehmen. (Lebbafter meimg aller Anwesenden.) Nach langem Wider-Weben erklärt sich Herr Käfer bereit, nur die Wahl zum Obmanne lehne er unbedingt ab. Nerr Baumeister Misera, der bisherige Obmann-wtlvrrtreter des Vereines lehnt gleichfalls eine -mederwabl in die Leitung ab, mit der Begrün-2"»vq, daß er sich vom öffentlichen Leben voll-j. B'dig zurückziehen will. Er bespricht sodcmn die Bßlchihaften Nachrichten, welche über ihn verleitet werden., unter anderem verlielt^er einen Artikel einer Nummer des „Grazer TcigblatteS" i?,Mi Monate Mai mit der Titelanfschrift „Eine -Mlrwisehe Fälschung im Namen der Stadt Mar-Awg". deren Inhalt vollkommen unwahr sei, s?.H' infolge des eingestellten Postverkehres ihm wn,a,. z„ Gesichte kam. Gegen solche Anfälle aus Ferne bei Ausnützung der Posteinstellung man sich nicht rechtzeitig wehren, er müsse .wie» Artikel als feige »nd schuftig und als »,/wg Persönliche», feindlicl>en gebässigen Angriff ihM'ichnc". Herr Käier tritt lebhaft für die W!c-!h,.l,wohl des Herr» Misern ein, der jederzeit auf tül,/ .Entschiedenste die Interessen des Hausbc-'"andes vertreten, auch sei er durch seine als Beirat der Stadt Marburg in der und ersucht, ihn, eine Wahl in die Leitnng anzu-nehnien, worauf Herr Misera für das Vertrauen dankt und sich hiezu bereit erklärt. Die Herren Flucher, Andlovec, Loncar, Murko, Neger, Schaffer nnnd Skasa erklären sich auf die Frage des Vorsitzenden gleichfalls bereit, eine. Wiederwahl anzunehmen. Sodann wird über Antrag des Herrn Pfrimer die gesamte frühere Leitung per Äklamation wiedergewählt. Für die durch den Austritt des Herrn Kahler freigewordene Ausschußstelle stellt Herr Käfer unter lebhaftem Beifall den Antrag, Fra» Clarizzi zu wählen. (Einstimmig angenommen.) Dieselbe nimmt die Wahl an, dankt für das Vertrauen und verspricht eifrigst mitarbeictn zu wollen. Bei Punkt 5 der Tagesordnung ergreift Herr Andlovec das Wort und beantragt, die Mitgliedsbeitrüge in derselben Höhe zu belassen. Angenommen. Zn Punkt 6 „Allfälliges" ergreifen zahlreiche Anwesende das Mort, um über verschiedene Angelegenheiten des Hnusbesitzerstandes Aufklärung zu erhalten. So spricht unter anderen Herr Flucher über die Fü-kalienabfuhr, Herr Misera über die neueinge-führtcn Kanalgebühren und den Mehrwasserverbrauch, Herr Friedrich über die Hypothekarzin-senerhöhung und das Pntzgeld »sw. Herr Küfer gibt schließlich nvch bekannt, daß der Sekretär des Vereines, Herr Richard Weber, am 19. April schriftlich gekündigt hat, über Ersuchen des Ausschusses sich aber bereit erklärte, bis zur Hauptversammlung die Stelle beizubehalten. Herr Derkosch spricht sich in anerkennenden Worten über die jahrelange Tätigkeit des Sekretärs ans und beantragt, demselben durch Erheben von den Sitzen den Dank auszusprcchen. (Angenommen.) Sooan spließt der Vorsitzende mit einigen Dankesworten die Hauptversammlung. Sequestration. Die ehemalige Landesbahn Grvbelno-Rohitsch wurde unter Sequestration gestellt. Zum Sequester wurde Dr. Lreo aus Laibach bestellt. Eine neue Fakultät an der Agramer Uui-versitüt. Die „Narodne Novine" Vdrlantbareu einen Ukaz des Regenten Alexander, mit welchem an der Agramer Universität eine neue Fa-lulcät für Forstwesen und Landwirtschaft ins Leben gerufen wird. Poügebühren. Im zwischenstaatlichen Postverkehre werden die Postgebühren gleichfalls nach dein Schlüssel ! :,! bezahlt, also für einen ge wöhnlichen Brief bis zu LU Giamiu 25 para (75 H,), für eine gewöhnlich Postkarte 10 para (00 H.), für die Relommnndalion 25 para (7. H.). Im Verlebte mit der Tschechoslowakei, mit Rumänien uns Deulschösterreich gclten jedoch die Gebülreu für den iuiü»dsch>» Ve-lehr. Poftoc.'kehr mit Deutschland. Zufolge eines Erlasses hes Postministerinms wurde der Brief verkehr mit Deutschland im gleichen Umfange wie mit Deutschösterreich gestattet.' Die Postgebühren werden zum Kurse 1 :0 berechnet. Erhöhung der Altivitätsbezüge in Marburg. Zufolge eines Erlasses der Landesregierung in Laibach wurde Marburg in die erste Klasse der Aktivitätsbzüge ciugereiht. Große Walzcrabeude finden Samstag den 20. und Sonntag den 21. d. M. im großen „ Kreuzhof" -Saale stalt. Blnuientag und Wohltätigkeitssesi der Freiwilligen Feuerwehr und deren Rettungsabtei-liing. Zn diesem Feste hat Herr Dr. Pfeiffer in liebenswürdiger Weise das Ehrenproteltornt übernommen. Infolge dieser Mithilfe von seiten ds Hrern Dr. Pfeiffer ist für einen Erfolg der Veranstnllung volle Gewähr geleistet. Bei dieser Gelegenheit werden die Frauen und Mädchen beider Nationen neuerdings ersucht, sich in den Dienst der guten Sache zu stellen und ihre Anmeldungen ehestens entweder schriftlich an Herrn Heinz Scheidbach, Kaiser Wilhelm-Platz Nr. 9, oder mündlich in der Rettungsstation, Kärntnerstraße 12, in der Zeit von 11 bis 12 Uhr oder von IS bis 10 Uhr bkannt zu geben. Vom Südbahnverkehr. Vom 18. d. an unterbleibt in der Strecke Marbnrg-Hnuptbahnhos— Graz-Hauptbahnhof der Personenzng Nr. 04-38. Dagegen verkehrt vom genannten Tage an in der Strecke Marburg-Hauptbahnhos (ab 12 Uhr S8 Min. nachts) —Graz-Hanptbahnhof (an 7 Uhr 30 Min. früh) Zug Nr. 824-830-34. Mit 21. d. gelangen zwischen Wien SB. und Laibach HB. die beiden Schnellzüge Nr. Oa-O und S-üa zur Einführunng. Zug Nr. Oa-O ab Laibach HB. 23 Uhr 40 Min., an Marburg HB. 2 Uhr 31 M., ab Marburg HB. 3 Uhr 24 Min., an Graz 4 Uhr 3S Min.; Zug Nr. ü-5a ab G.rnz l Uhr 42 Min., an Marburg 2 Uhr SO Min., ab Marburg 3 Uhr 1 Min., au Laibach S Uhr 37 Min. Dem deutschen Kind die deutsche Schule. ein« einheitliche Erziehung braucht. Bewahrer Eure Lieblinge vor nationaler Doppel-seitigkeit! Ihr vernichtet sonst in ihm sin Stück reinsten Glückes, die Grundlage zu einem sicheren Charakter für alle Zukunft:. Deutsche Eltern! Unsere öffentlichen Schulen sind unser höchster nationaler Besitz in dieser Stadt. Ihr Verlust zerstört Eure und Eurer Mitbürger kulturelle Un- Im „Prager Tagblatt" finden mir folgenden beherzigenswerten Aufruf, der auch für -unsere Verhältnisse in Marburg verfaßt worden sein könnte: „Deutsche Eltern! Es ist nationale Pflicht aller deutschen Eltern Prags und der Vororte ohne Unterschied des Standes und Ranges, ihre Kinder den deutschen Volks-, Bürger- und Mittelschulen und den deutschen Kindergärten zuznsühren. Die Abhängigkeit für immer. Ktzt werden unsere Einschrcibetage müssen die Fortsetzung des ^ Schulen nur deutsche, der Unterrichtssprache Wahlsieges vom 15. Juni sein. Jeder Bater, vollkommen mächtige Kinder besuchen, denn bedenke, das; er eine ernste völkische Pflicht'die anderssprachigen sind bereits ansgeschie-hat, sein Kind deutschen Unterricht und den; die Lehrer werden national erziehe« deutsche Schulerziehung genießen zu lassen! und die Unterrichtserfolge zu höchsten Lei-und das; er dies auch seinem deutschen Mit-' stungen steigern können, weil pädagogisch« bürger ermöglichen helfe, einzig dadurch, Rücksichten auf anderssprachige Schiller weg-wenu er fein Kind dorthin schickt, wohin es fallen. gehört: in die deutsche Schule! Alle für Unsere deutschen Volks-, Bürger- und jeden, jeder für alle! Laßt Euch nicht von Mittelschulen und unsere Kindergärten vorder Herrschaft der Gasse beirren, nicht von/dienen Euer vollstes Vertrauen und die dem Chauvinismus wütender Gegner, eine'vollste Unterstützung. Beruhigung des nationalen Lebens wird' auch in Prag wieder kommen. Jade Mutter bedenke, daß ihr Kind eine feinfühlende Seele hat, und daß cs deshalb Es gelte darum die Losung: Alkes für unsere Schulen! Der deutsche Ortsrat in Prag." Kein deutsches Gymnasium ln Marburg. schreiben lassen, wo Kostplätze leichter zu bekommen sind als in Laibach. 2. Schüler höherer Klassen, die zum Teile der slowenischen Sprache mächtig sind, sollen in das Staatsgymnasium'in Marburg M- Uuf Grund einer Entscheidung de» Landesschulrates. Den Schülern des gewesenen deutschen Gymnasiums in Marburg und den Priva-tistin-nen dieser Anstalt möge folgendes zur Nachricht dienen: Das Poverjeuistvo za »k Eintreten. Der Landesschulrat wird der in bogocastje in Ljubljana beantwortete das Sektion bekannt.jeben, daß die Lehrerschaft und Schülerschaft vom ""l diesen Studenten wohlwollend umgehen s. um Errichtung deutscher M, wenn die Schüler nur den guten Willen am hiesigen Staatsgymna- Gesuch der Eltern 15. August l. Parallelklassen durch den Mestui solski svet Maribor, Zahl 2144: 1. Die Schüler des Untergymnasiums können sich au den deutschen Parallelklassen des Staatsgymuasinms in Gotischer ein- uud den Ernst zeigen, so lange sie die slowenische Sprache nicht beherrschen. 3. Besondere Parallelklassen mit -deutsch«« Unterrichtssprache in Maiburg werden infolge der kleinen Zahl der Besucher sowie infolge Mangels an Lehrern nicht eröffnst. Aepsel! Die Alfred Fürst zu Windisch-Grätz'sche Herrschasts - Direktion Rohitsch, Südsteiermark hat auch Heuer per sofort tadellose Prima Tasel- und Tisch-Aepsel in vorzüglicher Qualität, je nach Wunsch in kleinerer oder größerer Menge zu Tagespreisen abzugeben. 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N Kino. die VccciiiSintercssen Die oiirister Misera das zu schützen und zu spricht dem Herrn viKlstc Vertrauen aus Stadtkino. Der größte Tolnäsjchlnger „Die Lieblingsfra» des Maharadscha" gelangt heute auf vielseitiges allgemeines Verlangen zur Vor-führnng. Das an Szenerien und Ausstattung prunkvolle, blS heule noch iinüberlroffene Prachtfilniwrk erscheint bereits zum drittenmal im Spielplnne des Stadtkinos und fesselt die künstlerische Leistung des berühmten Filmschauspielers Gunuar Tolnäs in der Rolle des Maharadschas die Zuseher immer wieder anfs neue. Die bildschöne Kinodiva Lilly Jncobsen sowie die. reizende Filmkünstlerin Klara Wieth verkörpern die weiblichen Hauptrollen in diesem indischen Liebesroman. Eingesender. Französische Lehrkurse beginnen am 1. Oktober für Anfänger und Fortgeschrittene. Anfänger 3 Stunden wöchentlich, 30 Kr. monatlich. Fortgeschrittene 2 Stunden wöchentlich, 20 K. monatlich. Anmeldungen in der Verwaltung des „Marburger Zeitung". Kursleiterin: Margarete Lncheschitz, Lehrerin (1915 aus Frankreich zurückgckehrt). Die Stunde der ersten Besprechung wird in der Zeitung bekanntaegeben werden. e -»»—»L. VenosieSea Lie r«ni «IssüiLii MMM! Oie Kerngeike isl Lus Karte Oetten, wie "lÄZ und Lelirveinelett in 6er Oauptsaclie kerZe8teIlt, rvelckss iVlaterial keute im ?reise tür die j^akristation clerart Kock AestieASn ist, <üa6 cke daraus Aervonnene 8ei5e tllr den OausZekrauck ru teuer ist. Ve§etabi1i8c1ie Osle keranAe^o^en siür die Zeiieniakristation erweisen die sogenannte LOOstHH-ZOIbO, diese ist neutral und kesit?t dieseike Wasekkiait wie die Kernseife. Detail-Oreis »< 15'—. Wiederverkäufe!- rum Ln-s xros-?reise. — 2u berieken durck dis Ke MlM 8ei,« - MerschleSenes Suter, bürgcclichcr Kostplat? für zwei jüngere Studenten zu vergeben. Anzufragcn, Viktringhof-gafse 18, 1. Stock, rechts, T. 5. Alle und neue Leintücher und sonstige Bettwäsche zn kaufen gesucht. 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