?rän«mcralio«s-Preise: Für Laibach: van,jährig . . . 8 fl. 40 kr. halbjährig . . . 4 „ 20 „ vierteljährig. . . 2 „ 10 „ Monatlich . , . _ „ 70 „ Mit der Post: Ganzjährig . . . n fl. — kr. Halbjährig . . . 5 „ 50 „ vierteljährig. . . 2 „ 75 „ ^ Zustellung ins Hau» viertel- jährig 25 tr., monatlich 9 kr. Einzelne Nummern C kr. Laibacher Nr. 173. Tagblatt. «nonime Mittheilungcn werden nicht berücksichtig; Manuskripte nicht zurückgesendet. Montag, 31. Juli 1871. — Morgen: Petri Kettf. ßcinktion kahnhosgasse Nr. 132. LkpcLilion und 3nfcralen-ßnrcnn: »ongreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung BON 3. e.SIeinmal)r*B. Bamberg), Inscrlionspreise: Für die einspaltige Petitzeile 3 kr bei zweimaliger Einschaltung a 51t. dreinial ä 7 kr. 2nscrtion«lstemVcl jedesmal 30 kr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. 4. Jahrgang. Rede des Dr. v. Kaltenegger gehalten in der Jahresversammlung des konstitutionellen Vereins am 28. Juli 1871. Mit der heutigen Generalversammlung schließen wir das dritte Jahr unseres konstitutionellen Vereins ab. Der Geschäfts- und Rechenschaftsbericht des Ausschusses wird Ihrem Gedächtnisse zurückrufen, toa« wir inzwischen erlebt und erstrebt, für unser Drsterreich gehofft und geduldet. Es soll Ihnen ein nach Thunlichkeit umfassendes Bild unserer Thä-tigkeit und unserer Zustände geboten werden; doch «ann ich eS mir nicht versagen, bei der heutigen Gelegenheit einige Worte an Sie zu richten, — einen Blick auf die jüngste Vergangenheit — einen zweiten in die uns bevorstehenden Tage zu werfen. ES sind leider, gestehen wir es uns offen, keine erfreulichen, keine erhebenden Erfolge, womit wir diesmal die Bilanz unseres öffentlichen LebenS ab-schließen; ich meine hiebei nicht speziell unsern Verein, sondern unser Staatsleben im große« und ganzen. Zwei in der Weltgeschichte epochemachende Ereignisse haben sich vollzogen, jedes zwar in seiner Weise geeignet, ja fast könnte man sagen, bestimmt, den Ideen und den Prinzipien zu mächtigem Antriebe und Fortschritte zu dienen, für welche auch wir zu arbeiten und zu kämpfen uns vereint haben. Mit ungeahntem Erfolge auf ungesuchte, ja aufgezwungene Weise hat sich das deutsche Reich in Abwehr frevelhaften Uebermuthe» wieder aufgerichtet, als ein Wahrzeichen nicht nur dessen, was sittliche Kraft im Vereine mit ernster wissenschaftlicher Arbeit vermögen, begeistert von Rechts- und von Frei-hettssinn, sondern auch als eine Gewähr endlicher Ernkehr friedlichen Lebens in die europäische Staa- tenfamilie, welches leider seit zwei Jahrzehenden durch die freiheitsmörderischen Staatskünste jenes Mannes unmöglich gemacht" war, dessen gleißnerische Verheißung, da« Kalirrreich sei der Friede — doch nur eine ganz besonders gegen Oesterreich gerichtete Feindseligkeit verbergen'sollte, deren verhängnißvolle Früchte die Jahre 1859 und 1866 uns einbrachten. Von nicht geringerer Bedeutung erscheint uns jene zweite Kriegserklärung des 2. Juli 1870, welche in Gestalt des Unfehlbarkeitsdogmas an Geist und an Herz, an Wissenschaft und an Glauben der katholischen Welt und durch diese an das Leben der Staaten selbst ergangen war. Im gegenwärtigen Augenblicke läßt sich mit mehr als einer Ahnung kaum absehen, zu welchen Erfolgen für die Befruchtung unseres geistigen Lebens die nun ins Rollen gekommene Bewegung führen werde. Langsamer zwar und mühevoller als jener Kampf der deutschen und französischen Feuerwaffen — schmerzlich einschneidend in so manches Leben der Seelen — aber eben so sicher und unaufhaltsam, eben so gegen die Absicht und die Meinung ihrer Urheber, wird der aus diesem zweiten Kriegsmanifeste schon entbrannte Kampf der Geister zu jenem Siege der Freiheit und des Rechtes, der Achtung des Mitmenschen und seines Eigenlebens führen, wie ihn der von Deutschland erkämpfte Friede gegen Frankreich schon erzielt hat. Und auch auf diesem geistig-religiösen Kampfplatze erscheint der deutsche Stamm berufen, die Entscheidung herbeizuführen. Was wäre natürlicher, was berechtigter auch für die Söhne Oesterreichs — und zumal des von den Banden absoluter, feudaler und konfessioneller Herrschaft befreiten Oesterreichs, als die freudige Theilnahme an diesem Werke des eigenen friedlichen und freiheitlichen Fortschrittes! Allein darin liegt es eben! An unserer natio-nal-klerikal-seudalen Trias staatsrechtlicher Gegnerschaft in Oesterreich liegt es, und daran, daß deren Macht und Einfluß nicht bestehen kann oder will mit und neben Fortschritt in Bildung und individueller Selbständigkeit. An dieser Gegnerschaft mußten wir eine neue leidige Erfahrung machen; sie hat jene, durch das eigenste Interesse Oesterreichs eingegebene Theilnahme als unverträglich mit dem wahren Oesterreicherthum — ja als schon nahezu an Hochverrath und Staatsgefährlichkeit streifend, vervehmt, und macht uns ans unserem Selbstbewußtsein, Deutsch-Oesterreicher zu sein — nicht viel weniger als rin Verbrechen oder doch wenigstens — eine Krankheit. Ich darf es bedauern, daß durch die wachsenden Uebergriffe der Gegner, durch dieses Uebertra-gen des Kampfes, welchen wir um die unserer Verfassung innewohnenden volkS- und kulturfreundlichen Prinzipien zu führen haben, auf das national« Feld, auf das Gebiet nationaler Intoleranz und Einzelnherrschaft, auch wir genöthigt sind, die nationalen Elemente des Deutsch-OesterreicherS in den Vordergrund zu schieben, zu einem Erkennungszeichen der Parteibestrebungen, zu einem Sammelpunkte zu machen. Ich darf es bedauern, nicht um der Farbe willen und daß wir sie bekennen, sondern weil damit eine Scheidung angedeutet scheinen könnte, die in der Natur der Sache und im Wesen dessen, wofür wir einstehen, nicht nothwendig gelegen ist, denn Bildung und Fortschritt, Begeisterung für unferc freiheitlichen Institutionen und deren Vervollkommnung und Vervollständigung ist — oder sollte sein — etwas allen Nationalitäten gemeinsame«, der neutrale Boden ihres Wettkampfes. Aeuilleton. Der Rilo-Dagh und das Rilo-Kloster. Von Prof. Dr. F. v. Hochstetter. (Aus den Mitteilungen der geografischen Gesellschaft in Wien.) (Fortsetzung.) jenseits des Sees ändert sich die Szene wie mit einem Schlage. Bon der Höhe des Granit« Waues blickt man hinab in eine finstere Waldschlucht, die wir lvbelnd begrüßten. War es doch der erste geschlossene Hochwald, den wir auf türkischem Boden antrafen und der unS bald in seinen kühlen Schatten aufnahm. Es war uns fast heimatlich zu -Wuthc, als wir uns von hochstämmigen Edeltannen und Buchen umschlossen sahen, ein seltener Genuß der Türkei. Zwei volle Stunden ritten wir durch den herrlichsten Hochwald,_ und als sich das Dunkel ucfjtetc, da zeigte sich zwischen den Felsen zur Rechen eine Einsiedelei mit einem Kirchlein und jenseits "ner _ prächtig saftig grünen Waldwiese zwischen Uinlcrischcn Baumgrnppen das Rilo Moncistir. Es "'schien wie eine riesige Mauer, die fast das ganze Thal quer absperrt, an der nach außen nur einzelne kleine Fenster sichtbar sind. Gerade mit Sonnenuntergang waren wir am Thor, das ein wohlbe-waffneter Kawaß bewachte. Ohne Umstände wurden wir eingelassen, und mit staunender Verwunderung blickten wir um uns, als wir in den Klosterhof einritten. Ein fo großartiges Gebäude hatten wir in der That nicht erwartet. Was von außen wie eine massive Mauer erschien, gliedert sich nach innen in drei Etagen mit offenen Säulenhallen, mit großartigen Treppenaufgängen, mit vorspringenden Thürmen und Erkern. So bildet das merkwürdige Gebäude ein großes, unregelmäßiges Fünfeck und umschließt den freien Hof, in dessen Mitte sich eine byzantinische Kirche mit 5 Kuppeln und daneben ein alter viereckiger Wachtihnrrn erhebt. Die herbeieilenden Diener ließen uns nicht lange Zeit, unsere Verwunderung auszudrücken. Wir wurden über eine breite Treppe in den Säulengang des ersten Stückwerks und von da durch eine enge Pforte in ein Wohnzimmer geleitet, das wir uns behaglicher nach dem ermüdenden Ritt über das Gebirge nicht wünschen konnten. Der Jgnmenos, Klostervorstand, ließ uns freundlichst begrüßen und unö sagen, wir möchten den Abend der Ruhe pflegen, er werde sich freuen, uns am ander» Morgen zu empfangen. So konnten wir es uns gleich bequem machen in unserem freundlichen Logis. Bunte bulgarische Teppiche auf dem Boden, breite DivanS an den Seiten, ein glänzender blanker Kachelofen, Wandschränke u. s. w. Noch nirgends in der Türkei hatten wir ein so bequemes Quartier gefunden. Zu unserer großen Befriedigung stellte sich auch der Klosterkoch bald ein und brachte uns ein Nachtessen, das aus Hühnersuppe, gekochtem und gebratenem Huhn mit Pillav, Käse und Brot bestand, und dem wir aus unseren Vorrüthen noch Wein und Thee beigebcn konnten. So war für alles aufs beste gesorgt. Als wir nach dem Nachtessen ans unserer Zelle heraustraten unter die Sänlengalerie, da bot sich uns ein Bild dar, das uns anss höchste überraschte. ES war Nacht geworden, eine prachtvolle milde Mondnacht. Der Mond war für uns verdeckt durch den dicken alten Thurm zur Linken, dessen Steinmassen im dunklen Schatten lagen. Aber das volle Licht deö Mondes ergoß sich auf die Kirche und auf die große Hauptfront des Klostergebäudes; die metallenen Kuppeln der Johannes- Aber nachgerade muß cs jedermann klar geworden sein und auch unsere politischen Gegner können sich nicht verschließen, in welcher Solidarität der Dentschösterreicher mit der Staatöverfassnng Oesterreichs steht (ich meine hier nicht deren Form, sondern den Inhalt, das Wesen, den Kern unserer Verfassung, die in und mit ihr gewährleisteten Rechte), und in diesem Sinne unser nationales Bewußtsein geltend zu machen, darf Oesterreich vo» uns — weit entfernt eö zu verpönen — geradezu verlangen. Zu breit getreten sind die Pfade der staatsrechtlichen Diskussionen, zu klar, schon wiederholt insbesondere auch in unserem Vereine, erörtert die Stellung, welche wir in dem Ringen um den Bestand unseres konstitutionellen Gesammtvaterlandes einzunehmen haben, als daß ich heute ausführlich darauf entgehen müßte. Allein eine Mahnung für uns, mehr als je auf der Wacht zu stehen, und vereint mit unserer ganzen Partei zu arbeiten — diese Mahnung, welche uns die jetzige Lage in Oesterreich gebietet — möchte ich nicht unausgesprochen lassen. Je klarer wir darüber sind, wie gefährdend nach Außen, wie lähmend und verderbend nach Innen die unleugbaren Tendenzen sind, welche, sei cs auch auf „verfassungsmäßigem Wege," mit der jetzigen Ausgleichsaktiou gefördert werden wollen — desto entschlossener und werkthätiger muß unsere Sorge dafür sein, daß dieser verfassungsmäßige Weg auch zum verfassungsmäßigen Ziele führe — daß unser verfassungsmäßige Ausgleich nicht zum verfassungsmäßigen Grabe unserer staatsbürgerlichen Rechte werde, daß nicht die mit unserer Verfassung errungenen Güter — der Stärke, der Achtung nnd des Vertrauens nach Außen hin — der Konsolidirung unserer Staats- und Volkswirtschaft, der allgemeinen und alleinigen Herrschaft des gleichen Rechtes, der freien Bewegung in der Verwaltung, des Gedeihens der Schule, der Wissenschaft und des religiösen Geistes, turz der freien Entfaltung des inner» Staatslebens in Frage gestellt oder verdrängt werden. Täuschen oder wiegen wir uns nicht in Sicherheit mit dem Glauben. daß alles nur verfassungsmäßig geschehen solle. — Mit der leeren Form, deren Preisgeben ich allerdings nicht voraussetze, darf uns nicht das Wesen der Sache, die ungestörte Entwicklung von Recht, Wissenschaft und humanitärer Bildung, Erwerb und Wohlstand — darf uns nicht der staatliche Schutz, die staatliche Geltung unserer damit gleichbedeutenden Nationalität, darf uns nicht die Grundbedingung alles dessen, — die Freiheit des kulturhistorischen Oesterreich, und seine finanzielle Kraft und unsere Leistungsfähigkeit geschädiget und dem Verfalle preisgegeben werden. Und das alles steht in Frage, wenn man unseren starken Doppelbündel von Stäben, wie ihn geschichtliche Nothweudigkeit zusammengefügt und wie ihn unser VerfaffungSrccht in das moderne Staatsleben eingefügt hat, lösen, bis zur Hinfälligkeit lockern wollte. Uns, die wir treu uud wahr zum Reiche stehen, jenem Oesterreiche, dessen kulturhistorische Weltaufgabe nicht aufgehoben, nur eine andere geworden ist, uns kommt es zu, solchen zentrifugalen und retrograden Gefahren einig und mannhaft einen Damm zu setzen. Nicht wir in Vaibach, nicht wir in Kräin werden allein es vermögen, nein die gan,e Partei muß entstehen, Alle für Einen, wie Einer für Alle. Dazu möchte ich Sie heute dringender, als je ausfordern: wirken Sie, so weit es statutarisch möglich ist, innerhalb unseres Vereins als Mitglieder desselben ; so weit aber die Mittel über den uns gesteckten Vereinögreitzen liegen, jeder persönlich mit Wort und That, und bei jeder Gelegenheit mit. Dann dürfen wir hoffen, daß der Besitz unserer staatsbngerlichen Freiheiten kein efemerer, kein „Leben ein Traum" gewesen sein — nicht verfallen werde dein Andrange von Potenzen, die einig nur darin sind, uns zu bekämpfen, denen aber Oesterreichs Verfassung eine inhaltslose Form, und daher nur Mittel, nicht aber wesentlicher Selbstzweck ist. Mögen uns die kommenden Tage also nicht unvorbereitet, nicht inuth- und nicht rathlos treffen. kirche reflektirten ein sanftes bläulichtes Licht und vollbeleuchtet erglänzten die schneeweißen Säulen-galerien des Klosters, uns an den Dogenpalast zu Venedig erinnernd. Sie hoben sich magisch ab von dem dunklen Hintergrund, in welchem da und dort das kleine Fenster einer Mönchszelle von rothem Kerzenlicht erleuchtet erschien. Geisterhaft zeichneten sich am Nachthimmel die Konturen der zackigen Felsabstürze der Rilogipfel. Zogen wir uns in den Rundbogen des engen Zelleneinganges zurück, so glich das ganze einem Nebelbild in dunklem Rahmen. Licht und Schatten wechselten in geisterhaftem Spiel, und keine Fantasie hätte ein effektvolleres Nachtbild zusammenstellen können. Der Eindruck wurde noch erhöht durch die Stille der Nacht, nur da» Rauschen des BergwasserS war hörbar, von Zeit zu Zeit ein schriller Pfiff des Nachtwächters, die Mönche schliefen, aber Katzen schlichen leise über die Gänge. Wir konnten uns kaum trennen von der zauberhaften Szene und unter Traumbildern von einem verzauberten Feenschloß schlief ich ein. (Schluß folgt.) Politische Rundschau. Laibach, 31. Juli. Inland. Die offiziellen Leiblakaien bezeichnen diese Woche als eine „stille Woche," während welcher )inter den Eoulissen an dem geheimnisvollen Ausgleichswerk fortgearbeitet und dieses endlich zur Reife gebracht werden soll. Ja, der offizielle Blödsinn ver-teigt sich zu folgendem, wahrscheinlich hochpoetisch ein sollendem Vergleich: „Wie der gläubige Ka- holik nach der stillen Woche das Fest der Auser-"lehmig des Gottessohnes feiert, so möchten wir gerne diese stille Woche als Vorgänger der politischen Auferstehung Oesterreichs feiern körnten." Allen Anzeichen nach wird es leider nur zu einem Eharfrei-tag kommen. Wie sehr übrigens die Partei der Feudalen ihrer Sache schon gewiß ist, zeigt ein Artikel des „Vaterland," welcher allgemein als eine Auslassung des Grafen Elarn-Martinitz, der Oberst-Burggraf von Böhmen werden soll, bezeichnet wird. Dieser Artikel spricht es ganz deutlich aus, daß der Ausgleich nicht auf Oesterreich beschränkt bleiben darf, sondern auch auf Ungarn ausgedehnt werden muß, und bekundet so wieder einmal die Unersättlichkeit dieser Partei, die schon den Herrn in Ungarn spielen will, bevor sie noch diesseits der Leitha ans Ruder gelangt ist. Man darf gespannt darauf sein, was unsere Nachbarn auf diese neueste Kund gebung antworten werden. Zwei Ereignisse sind gegenwärtig den Ezechen und anderen Nationalen ein Dorn im Auge: das Brünn er Turnfest und die Gasteiner Zusammenkunft. Ueber beide gießen ihre Organe die volle Schale ihres Geifers aus. Wie reich an perfiden Verdrehungen und Erfindungen diese Blätter auch sein mögen, der höhere Blödsinn, den sie jetzt auftischen, übertrifft doch alles bis jetzt dagewefene. Das deutsche Ezechenblatt, sonst immer voll Beschwerden darüber, daß die Deutschen die Herrschenden, die Slaven die Unterdrückten seien, sagt ganz offen, der deutsche Kaiser komme nach Gastein, um beim Kaiser von Oesterreich ein „gutes Wort für die Quasi-Preußen" in Oesterreich einzulegen. Daß die Regierung wegen Gestattung des Brünner Turnfestes schändlich mitgenommen und den Deutschen mit den Sokolisten in der pöbelhaftesten Manier gedroht wird, versteht sich bei diesem Gelichter von selbst. Was die albernen Drohungen mit czechischen Krawallen betrifft, so bemerkt der „Mährische Korre spondent" ganz richtig: „Die Sokolfeier wurde ge stattet und verlief ohne die geringste Störung von Seite der Deutschen. Auch das Kreisturnfest wurde bewilligt; die Deutschen gedenken dasselbe würdig zu begehen; eine ernstliche Störung ist undenkbar und kleine Exzesse, die übrigens gar nicht drohen, wären unter allen Umständen zu vermeiden, iucitn die Polizei ihre Pflicht thut. Das schöne Fest wird daher stattfinden, denn noch herrschen nicht Clain-Martinitz, Rieger und Eosla in Oesterreich, 11016 ist den vielen Tausend Deutschen in der mährische« Hauptstadt gestattet, tvaS einem Häuflein czechiM Sokolisten nicht verwehrt wurde. Die Ezechen aber mögen ruhig nach Julienfeld wandern, beim: „BE machen gilt nicht." Und wäre auch der Kontorb# graf selber bereits wieder am Ruder, die „iiatio! ualcn" Helden von Dentsch-Feistritz und Leonslei" würden sichz zweimal überlegen, ehe sie mit eiltet solchen Phalanx wohl gerüsteter deutscher Turner > Demonstrative Begrüßung wurde den mit der mäh' risch-schlesischen Nordbahn Anlangenden. Dr. Prontbtt empfing dieselben namens des Festausschusses, die Hoffnung aussprechend, daß die Gäste nicht bloS röhliche Tage finden, sondern auch die Ueberzeugung von dem deutschen Charakter der Stadt und beitt Zusammenstehen der Deutschen initnehnien werde», und daß die Zukunft unser, wenn wir nicht vergessen, was wir bisher oft vergessen, daß wir Deutsch? mb. ReichsrathSabgeordneter Benesch erwiderte, daß >ie Deutschen, wenn auch unter gefährlichen Verhältnissen, stets ausharren werden, und bringt noch der deutschen Stadt Brünn ein Hoch unter nicht endenwollender Akklamation. Im Kreisturutag wurde Heinz (Wien) zum Kreisvertreter beim deutschen Ttinterverbande und Graz als Vorort gewählt. Dr. Buffi (Wien) beantragt den Dank an die Kommune Brünn für den freundlichen Empfang. Die Ueberbringung dieses Dankes übernimmt Dr. Sturm. Im Redontengcbäude sind bereits fünfzig Banner aufgestellt, darunter das L a i b a ch e r, Reichenberger und das mit Edelweiß geschmückte der Bozener die schönsten sind. Ausland. Die p r e n ß i s ch e n liberalen Jour-nale plaidiren für sofortige Einführung der obligatorischen Zivilehe im ganzen Staate. Bisher galt diese Ehe für Katholiken bekanntlich nur in einen* Theile des Landes. Daß der Kampf mit dem Ultra-montanismus auSgefochten wird, daran wird nicht mehr gezweifelt, gleichviel ob Herr v. Mühler Kultusminister bleibt oder nicht. Die klerikale „Germania" droht der Regierung heute geradezu mit der Revolution, und zwar möchten die Infallibilisten, wie aus dem Artikel hervorgeht, diese Arbeit durch die Sozial-Demokraten, mit denen sie schon lange liebäugeln, verrichten lassen. Das genannte Blatt; schreibt wörtlich: „Wir sind im Revolutionmachen nicht so geübt, aber ausgeschoben ist nicht aufgehoben. Uebrigens begreift auch manchmal das Volk eine Sache außerordentlich schnell." Bekanntlich sucht Petrucelli dellaGattina, der aus Paris ausgewiesene italienische Publizist, die der Kommune zur Last gelegten Greuelthate» theils von derselben ab- und auf die Regierungstruppen zu wälzen, theils dieselben zu beschönigen! er schreibt: „In den Tuilerien legten die als Föde-rirte verkleideten Bonapartisten das Feuer an, um die daselbst von der Regierung des 4. September gegen das Kaiserreich gesammelten Aktenstücke zu zerstören. Das Finanzministerium steckten die Batterien des Generals Eiffey in Brand, die auf den Tnile-riengarten und die Straße Rivoli schossen. General Vinoy zündete das Palais Royal und die Kaserne des Louvre an, wo die Föderirten lagerten. Die Präfektur und das Stadthaus (Hotel de Bille) wurden von den Föderirtun angesteckt, aber erst als die Bomben der Armee oberhalb des Stadthauses schon das Zerstörungswerk begonnen hatten. Binoys Bomben zerstörten den Justizpalast, das lyrische Theater, die Kornhäuser, wie Ladmiraults Batterien auf Montmartre die Waarenlager der Kolonie von La Billette. Von allen den verbrannten Privathäusern wurde je eins unter zehn von den Föderirten ange-zündet, um die Soldaten zu vertreiben, die anderen nenn von den Soldaten, um die Föderirten hiuaus-zurauchern. Die Geißeln wurücn am dritten Schlachttage erschossen zur Wiedervergeltung, als man sah, daß den Föderirten kein Pardon irgend einer Art zu Theil wurde, daß mau nicht einmal Weiber und Kinder von 10 bis 12 Jahren verschonte, und daß die Priester und die Frommen den Truppen als Spione und Spürhunde dienten." Valeat quantum — wir geben diese „Enthüllung" mir wieder, damit der Leser sagen kann, er habe beide Theile gehört. Die italienischen Journale fahren fort, die Rede des Herrn Thiers und das Votum der Versailler Assembler aufs eifrigste zu kommentiren. „L'Jtalia Nuovo" sagt u. a.: Die Rede des Herrn ThierS ist in der That eine Rede, die unter dein Gesichtspunkte der allgemeinen Politik von Metternich, Mazarin uud Richelieu mit verbundenen Augen unterschrieben werde» könnte und die man, was insbesondere Italien betrifft, in kurzen Worten also zusammenfassen kann: „Ich habe die Einheit Italiens stets von Herzen verabscheut und verabscheue sie noch immer; allein die besonderen Zustände Frankreichs und Europas erlauben mir nicht, sie zu zerstören und ich muß mich darein fügen," was mit ändern Worten heißt: „Wenn ich es je können werde und so bald ich es können werde, werde ich sie von Herzen gern zerstören." — „Jl Diritto" sagt: „Die von Herrn Thiers beobachtete Haltung beweist, daß er weit davon entfernt ist, Herr der Assemblee zu sein, sondern gehorsamer Knecht ihrer Befehle, und seine persönlichen Erklärungen nichts Festes und Verläßliches haben. Im Uebrigen ist die Schlußbedeutung jener Sitzung die, daß, wenn die Assembler auch für den Augenblick eine Politik der Resignation befolgt, wie sie ihr von der gegenwärtigen Ohnmacht Frankreichs vorgeschrieben wird, sie damit keineswegs für die Zukunft, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet, auf eine Politik entschiedener Feindseligkeit gegen Italien in der römischen Frage Verzicht leistet. — „La Riforma" nennt das Votum der Versailler Assemblee so unvernünftig und absurd, daß sie. zu Ehren des Gewissen« einer gebildeten Nation, eine ausdrückliche Verwerfung dieses Beschlusses von Seiten Frankreichs erwartet, der die Negation der Kultur sei und auf eine Verbleudug hindeute, die vielleicht in der Geschichte keiner Nationalversammlung ihres Gleichen habe. Mehr im eigenen Interesse von Frankreich selber, als in dem von Italien müsse man eine feierliche Kundgebung des französischen Volkes erwarten, die darauf hinauslaufe, daß die im Januar unter dem Drucke einer furchtbaren Lage gewählte Versammlung keineswegs die Gefühle und Ideen Frankreichs repräsentire. Die Italiener aber müssen in diesem folgenschweren Ereigniß die Nothwendigkeit erkennen, mehr als je die Schritte ihrer Regierung zu überwachen. Gestützt auf die Gerechtigkeit ihrer Sache müssen sie durch eine feste und patriotische Haltung dahin wirken, daß die Politik, von der die Geschicke ihres Landes abhängen, ihrer schweren und edlen Aufgabe würdig sei. Zur Tagesgeschichte. — DaS große Interesse, welche- das fürstliche Haus Taxis an der Lagraud'scheu Affaire Ziehet genommen, ist ein ganz berechtigtes und muß die fürstliche Familie wünschen, daß alle darauf bezüglichen Streitfragen erledigt werden. AuS diesem Grunde hat auch der erlauchte Vormund der fürstlichen Kinder, Kaiser Franz Josef, zu verschiedenen malen die Sache in die Hand genommen, allein bisher noch immer mit nur geringem Erfolge, weil ein Arrangement in dem spezielle» Falle ohne empfindliche Opfer nicht leicht denkbar ist. Neuerlich ist Herr v. Lonyay, welcher gelegentlich des Arrangements der verwickelten Streitfragen, die aus Anlaß der Annexion der früheren italienischen Fürstentümer jahrelang zwischen mehreren Mitgliedern der kaiserlichen Familie und der italienischen Regierung in der Schwebe waren, eine bedeutende diplomatische Gewandtheit an den Tag gelegt hatte, mit der Austragung dieser die kaiserliche Familie gleichfalls hoch intereffirenden Angelegenheit betraut worden. Herr v. Lonyay hat tatsächlich bereits häufige Konferenzen mit den Leitern der Anglo-bank gehabt, und ist für den 2. August wieder eine Sitzung anberaumt worden, zu der auch, wie wir hören, der kais. Obersthofmarschall Graf Larifch beigezogen werden wird. Mittlerweile ist jedoch ein Zwischenfall eingetreten. Herr Langrand hat ein Zirkular veröffentlicht, in welchem er seinen Wiener Freunden die ganze Schuld au seinem Ruine beilegt und sich in ziemlich heftigen Anschuldigungen gegen hiesige höchststehende Persönlichkeiten ergeht. Wir wissen nun nicht, welche Wirkung das betreffende Zirkular hervorgebracht, aber wir fürchten, daß dadurch das gewünschte Arrangement abermals verzögert wird und sind darum auch auf das Resultat der nächsten Konferenz gespannt. — Die Auswanderung a uS Deutschland. Gegen die in französischen Zeitungen und Büchern, neuerdings in einer Broschüre des General Faidherbe, ausgesprochene Auffassung, daß die Höhe der jährlichen Auswanderungszahl der Deutschen ein schlechtes Zeichen für die bürgerlichen und politischen Verhältnisse der Deutschen sei, macht die „Magdeb. Ztg." geltend, daß die Auswanderung vielmehr ein Symptom germanischer Lebenssülle und Produktivität, als das Resultat politischer oder sozialer Misere sei. DaS beweise einmal die trotz der Answandernng stetig zunehmende Bevölkerungszahl Deutschlands, während z. B. in Frankreich eint Abnahme der Bevölkerung bemerklich ist, anderseits die in einem großen Theile Deutschlands vorhandene Dichtigkeit der Bevölkerung, welche in Europa ohne Beispiel ist. Daß ferner die deutschen Elemente, welche durch den Strom der Auswanderung über'S Meer geführt werden, für Deutschland und seine Weltstellung nicht verloren gehen, daS zeigt der Einfluß der Deutschen in Nordamerika, dessen Zunehmen in enger Beziehung steht zu der Wiedergeburt de« deutschen und nationalen Staates selbst. „Von den Usern des Hudsons bis zum goldenen Thore San Franziscoö," heißt es in der Rede, welche der nordamerikanische Konsul in Stuttgart bei der dortigen Feier des Gedenktages der Unabhängigkeitserklärung Nordamerika'« gehalten, „von der Halbmondstadt bis zu den Quellen des Mississippi wohnen Millionen Deutsche al« gewerbsleißige Bürger der großen Republik. Die Staaten des Westens sind ein kleines Deutschland ; ihre Grafschaften besäet mit Städten und Ortschaften deutschen Ursprungs, dicht besiedelt von Söhnen diese« Lande«, deren politischer Einfluß gewaltig im Wachsen." Bor allem also muß festgehalten werden, daß Deutschland alle Ursache hat, auf die Lebenskraft feines Volkes und die im großen Maßstabe bereits vollzogene Kolonisation eines neuen Welttheils stolz zu sein. Dann wird auch die Schadenfreude des Auslandes Uber die Höhe der AnSwanderuugSzahlen sich in gesteigerte Achtung verkehren. — Der UnterrichtSrath in Newyork bat mit Rücksicht auf die hohe Wichtigkeit der deutschen Sprache einstimmig dekretirt, „daß die deutsche Sprache in allen öffentlichen Schulen von Newyork obligat ist." Hiebei ist zu bemerken, daß von deu zahllosen Privatschulen in Newyork, Boston n. s. w. der größte Theil derselben die deutsche Sprache bereit« al« obligaten Gegenstand eingeführt hat und ferner daß ein gute« Drittel der gesammten Schulen in Newyork bereit« rein deutsch ist, in denen wieder das englische al« obligater Gegenstand gelehrt wird. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal-Chronik. — (Tagesordnung) der morgen am 1. August, Nachmittag« 5 Uhr, stattsindenden Gemeinde» raths-Sitzung: 1. Vorträge der Fiuauzsektio»: Rechnung über die Kanzleierfordennsse für das zweite Quartal 1871. 2. Vorträge der Bausektion: Ueber die beantragte Pflasterung der Gradifchavorstadt. 3. Bor» träge der Schulsektion: a) Ueber die angesprochene Reinunerirung des provisorischen Organisten an der St. Peterskirche; b) über das Gesuch der Lehrer der zweiten Volksschule wegen Erhöhung der Remuneration für Ertheiluug des sonntäglichen Unterrichtes an die Lehrjuugeu; c) wegen Erweiterung der beiden städtischen Volksschulen durch Errichtung der Parallelklassen, Aufnahme von Schullokalitäten, Kreirung dreier Lehrerstellen, dann wegen Errichtung einer Mädchenschule; d) wegen des erforderlichen GrnndterraiuS für die neu zu erbauende städtische Volksschule. — (Schuluach richten.) Es liegen uns die Jahresberichte der zwei städtischen 4klassigen Volksschulen in Laibach vor. Der Jahresbericht der erster» wird eingeleitet durch einige Worte des leitenden Lehrers Uber die heutige Volksschule, die sich aber auf Anführung einiger Stellen aus dem neuen Volksschulgesetz vom 14. Mai 1869 und aus dem Ministerial» erlaß vom 20. August 1870 über die Schul- und Unterrichtsordnung beschränkt und in etwas die heutigen Anforderungen an die Volksschule, verglichen mit der früheren, klar zu machen sucht. Außerdem enthält den Bericht Eilnachrichten, worunter wir statistische Daten Uber Nationalität und Religion der 364 Werktags- und 93 SonntagsschUler, sowie alle und jede Angabe über etwa vorhandene Lehrmittel zum Behufs des Unterrichts im Zeichnen, in der Erdkunde und Naturgeschichte vermissen. — Der Jahresbericht der zweiten städtischen Volksschule wird paffend eingeleitet durch einen kurzen Hinweis auf die gesetzlichen Pflichten, welche sür Eltern und deren Stellvertreter aus der neuen Schulordnung erfließen. Diese Schule zählte 391 Werktags- und 267 Sonntagsschüler. Auch dieser Bericht zeigt die oben erwähnten Lücken. — (Garnisonswechsel.) Die vierpsün« digen Fußbatterien Nr. 3 und 4 de« Baron Dernier 12. Artillerieregiments gehen am 5. August mittelst Südbahn von Wiener-Neustadt in ihren neuen Di«» lokationsort nach Görz ab. Der Stab diese« Regimentes wird erst im Monate September von Wiener-Neustadt nach Laibach, die neue Stabsstation, folgen. — (Militärveränderungen.) Zum Ba-taillonskommandanten de« krainifchen Landwehrbataillons Laibach Nr. 23 wurde der Titularmajor des Ruhe« standes Michael Lang (Domicil Lichtenberg bei Lai» bach) ernannt. — (Da« Annenfest), welche« Herr Ehrfeld gestern im glänzend illumiuirten und geschmackvoll dekorirten Kasinogarten veranstaltete, versammelte ei» große«, an 700 Personen zählende« und gewählte» Publikum, welche« in sehr animirter Stimmung die Musikproduktionen der SchUtzenkapelle, sowie ein bei Abspielung einer Annenpolka veranstaltete« kleines Feuer« werk und bengalische Beleuchtung aufnahm. — (Kirchenmusik.) Gestern Bormittag fand in der Pfarrkirche zu Mariafeld die erste Aufführung einer Reihe von Kompositionen statt, welche Herr Ant. Nedved der Frau Josefine Terpinz gewidmet hat. Diese Arbeiten bewährten neuerdings in glänzender Weise das auch auf diesem Felde schon be» kannte Talent des tüchtigen Musikdirektors der filhar-monifchen Gesellschaft. Sämmtliche Nummern, Chöre und Soli wurden von einem Kreise musikalischer Dilet« tauten, Damen und Herren, in der vortrefflichsten Weise exekutirt. — (DreiBären erschossen.) Herr Viktor Galle begab sich dieser Tage zu Mojstrane in Ober-krain auf die Gemsenjagd. Al« er die Bergschlucht Kot durchschritt, bemerkte er plötzlich unter sich im Gestrüpp eine Bärin mit zwei einjährigen Junge«. Rasch lud er sein Lesaucheux-Gewehr und streckte mit zwei Schuß hinter einander zwei Bären in der Entfernung von 80—100 Schritten nieder. Als sich die Bärin erhob und auf ihn einzudringen im Begriffe war, feuerte er noch sechsmal, bis die Bärin vollends tobt und auch das zweite Junge angeschossen war. Dies letztere verlief sich jedoch ins Gestrüpp und konnte bis jetzt in der fchluchtenreichen Gegend noch nicht aufgefunden werden. Die Bewohner der Umgegend sind hocherfreut über die That des kühnen Jägers, denn Tag für Tag hatte sich die Bärenfamilie aus ihren Herden ein und das andere Stück Kleinvieh geholt. — Wir machen hiemit auf den im Jnseraten-theile dieses Blattes befindlichen Rechnungsabschluß pro 1870 der k. k. priv. Versicherungsgesellschaft „Oesterr Phönix" in Wien aufmerksam, welcher ergibt, daß diese Anstalt in gemeinnützigster Weise im abgelaufenen Jahre für Schadenzahlungen in der Feuer-, Hagel-, Transport« und Spiegelglas-Versicherungsbranche an 5283 Beschädigte die Summe von zwei Millionen und 80.258 fl. 18 kr. bezahlt und eine Gesammt-einnahme von vier und einer halben Million Gulden erzielt hat. Witterung. Laibach, 31. Juli. In aller Früh Nebel, der nach 6 Uhr verschwand, Gegen Mittag Gewitterwolken, um '/.I Uhr Gewitter in Süden von kurzer Dauer, Platzregen. Wärme: Morgens 6 Uhr + 14.6", Nachmittags 2 Ubr + 20.0° R. (1870 -4- 21.6"; 1869 + 25.9*). Das vorgestrige Tagesmittel der Wärm« 4" 17.9", das gestrige + 18.2", beziehungsweise um 2.2* und 2.5' über dem Normale. Gestern Abends lebhaftes Wetterleuchten in Nord. Angekommene Fremde. Am 29. Juli. Elefant. Doljak, Dechant, Tolmein. — Scheyer, Forst-meister, Ratschach. — Schwab, Lederer, Cilli. — Lem-berger, Pest. — Ritter v. Jellouscheg, k k. Oberlieutenaut, Arad. — Emilie Klaniii, Stein. — Dunn, tifm., Triest. — Fitz, Kfm., Görz. — Gorupp, Privatier, und Giusep-pine Blase, Triest. — Schüller, Fabriksbeamte, Kropp. 8t«,It Wien. Rulka und Matzel, Kaufleute, und Marschall, k. k. Regierungsrath, Wien. — Globoinik, Eisnern. — Birti, Private, Triest. — Mariui, Treviso. — Sohn, Amtsdiener, Nikolsburg. Halerigclier llof. Dr. Ritter v. Porenta, k. k. Oberlandesgerichtsrath, Triest. Mohren. Richter, Fabrikant, Wien. — Minach, Besitzer, Fiume. Wiener Börse vom 29. Juli. Staatsfonds. 1 »elb SBace Geld Ware iperc.Rente, öst.Pa». 69.40 59.50 Oest. Htzpoth.-Bank. 95.- 95 60 bto. bto. öft.inSilb. >!ose von 1854 . . . 69 05 t5.- 69 10 95.85 Priori t&tfl-Obllff- ioic von 1860, ganze Sole von 1860, ftilnft. 103.— 103 75 eübb.-«es.,n500Fr. bto. BonS 6pTt. 109.60 109.80 118.75 113.25 838.- 839.— Prämiensch. v. 1864 . ISS.— 133 25 Nordb. (100 fl. Ll. 98.— 94.— StaatSb. Pr. St. 1867 138.86 138.50 Harnten, »tarn MudolfSb.(300fl.ö.w.) 91.10 91.30 a. Küstenland 5 „ 85 75 86 - Franz-Jos. («00 fl.S.) 97.80 98.— llngarn. . juS „ 79.60 80 — Lose. kroat. n. Slav. 5 „ 86 15 86 cO kiebenbürg. . 6 , 76 - 76 50 Lredit 100 fl. ö. w. . 177.25 177 75 Aotlen. 769.— Don.-Dampfsch.-Ges. jtu 100 «. CM. . . 102.- Matlonalbanl . . • Triester 100 st. EM. . 119.— 181.— Union - Bank . . . 268. Su bto. 60 fl. ö.SB. . 69.— 60.- Kreditanstalt . . . 887.80 887.40 Ofener . 40 fl. ö.W. 84.— 35.— M. ö. Secornt>tc«@c|. 9.S0.— 934 — Salm . - 40 - 43.60 14.- Ilnglo-öfterr. Bank . >58.60 859.— Palffy . „ 40 , 38.(0 33.50 Den. Bodencred.-A.. »62.— 863 — ^!arti . m 40 * 6t. (eenote* 40 , Mnbischgrätz 80 , waldstein . 80 „ Keglevich . 10 . «uboifeflift. 10 S.w. 38.— 29.- Oest. Hypoth.-Bank. eteicr. r-comvt.-Bk. Franko - Austria . . Kais. Ferd.-Nordb. . Sübbabn-Beselllch. . Kais. Äisabetb-Bahn. 76.- *35- 120.75 77.- I8l!- 38.— 84.— 24.50 33.— 86.- 86.- 81311 8140 180 10 1 80 10 >215018*2 — 16.— 16.- 17.— 15.6t Karl-Lndwig-Bahn Sieben». Eisenbahn. Etaatsbahn. . . . «ais. Fran,-I°Ief«b.. ffünst.-Barcser 6.»8. «lföld-gium. «ahn . 85.0 — >ü«.'0 Wechsel (3 »ion.) 170.»5 484 — 803 — 175 — 176.75 171 85 4*6.-8l«8.f0 17 ft 60 1.7 >5 «ng-b. 100 fl. fäbb.ÄB. Franks. I00fl. , „ tfenbon 10 Ps. bterl. Pari» 100 Franc» . 103.50 103.60 1>2 60 4810 103.70 103.60 182 70 48 20 Pfandbriefe. Mtinsen. Ration. S.w. «erlo»b. 91.90 98.10 Kais. vtünz.Ducaten. 80-Franc-stück. . . 6.86 5.87 Boa. Bod.-Sredttanst. «llg.ost.B°d..Sredit. 89.85 8».ft0 9.79 9.60 106.- 10« 80 BereinSthaler . . . 1.83 1.88» Mo. inssj.rtdj. . 87.- 87.85 Gilda . . . . 121.50 181.75 Der telegrafische Wechselkurs ist uns bis zum Schlüsse des Blattes nicht zugekommen. Verstorbene. Den 2 9. Juli. Johanna Novak, k. k. Taxators hinterlassene Waise, alt 75 Jahre, in der Stadt Nr. 154 an der Entkräftung. Sen 30 Juli. Herr Josef MoZina, k. k. Landes-hauplkasse-Osfizial, alt 51 Jahre, in der Stadt Nr. 206 an Erschöpfung der Kräfte. — Thomas Mahorcii, prov. Fiuanz-wach-Aufseher, alt 67 Jahre, im Zivilspital an der Leber-entartnng.________________________________________________ Gedenktafel über die am 2. A u g u st 18 7 1 stattfindenden Lizitationen. 3. Feilb., Gns'sche Real., Piautzbiichel, BG. Laibach. — 2. Feilb., @?lan’f»e Dical., Kleinlipoglov, BG. Laibach ~ 1. Feilb., Fink'scke Real., Großlupp,' «G. Laiba». — 3. Feilb., Drobnii'sche Real., Malavas, BG. Laibach. — Freiw. Feilb., Holzapfel'schc Real., Micbclsdorf, BG. Tscher-nembl. - 1. Feilb., Spitznagel'sche Real., Schmiddorf, BG. Tschernembl. - 3. Feilb, Sribar'sche Real., Kake, BG. Gurkfeld. — 3. Feilb., Plesec'sche Real., Tschernembl, BG. Tschernembl. ________________ Lottoziehung vom 29. Juli. Wien: 60 14 79 1 2. Graz: 74 78 22 24 6. Dr. J. Kapier, ärztlicher Regierungs-Konzipist, emerit. Se-knudararzt des k. k. allgemeinen Kranken- und Gebärhauses tu Wien rc. ordinirt von 9 bis 10 Uhr Vormittags und 3 bis 4 Uhr Nachmittags in seiner Wohnung Htrrtngajsk im Aaron LaWriui'schkn Haufe 1. Stock. (323-3) Für Aufträge im Stimmen und Repariere» von Klaviere« aller Art empfehlen sich JoA«. Biirgliard und Solan. Adresse: «*• Clontlnl, Hauptplatz Nr. 237. (339—3) K. k. pnv. Versicherungsgesellschaft..oesterreichischer Phönix" in Wien. NtchMNgs Abschluß für daS N-rwaltungSjahr 1870. Einnahmen. ffln Prämien-Uebertrag vom letzten Rechnungsjahre für noch nicht verfallene Versicherungen .... — -------............................................. „ lurtlckaestellter Reserve für noch nicht liquidirt gewesene Schilden, nach Abzug der RttckversicheruugS-Aiilheile .................' ‘ sti.'.k'' " «eschlossenen 108.438 Versicherungen im Betrage von iS. W. st 458,664.752 Versicherungs-Summe gegen Feuer-, Spttge gla«-, See-, Fluß-, Landtransport und Hagel-Schaden nach Abzug oller Stornirungen und Annullationen mit einer Priimien-Einnahme sammt Gebühren von ......................... „ Jntereffen und Zinsenertriiguiffen............................................................................................................ — Ausgaben. gilt Schaden-Zahlungen laut gedrucktem Verzeichnisse an 5283 Parteien im gegenwärtigen Rechnungsjahre ö. W. fl. 2,048.411_60 „ Rettuug-kostm, Belohnungen und s-immll.che RegulirungS-Spesen .................................. •• » 2 080 258 1^ . „„ h i e t) 0 tt ' ' '918.646-26 weniger de« Ersätze» aus den Rückversicherungen................................................................ . } ^ mi t»” hiezu kommt noch 1" '»>4 064 76 iS. W. ft. 1,375 676-68 die zurückgesiellte Schaden-Reserve nach Abzug des Ersatzes au» den Rückversicherungen ...................... " **; SSSSTSÖÄk; »ä- «»SÄeSÄ*»*' s : . „iriickgcstellte PrSmic»-Reserve der »och nicht abgelanfeueu Versicherungen -------........................................ 5pe«eutigc ZiiiseuvergUtuug auf ö. W. fl. 600.000 für 2000 Actien mit 30perz. Einzahlung ....................................... Super-Divideude auf 2000 Aktien -> b. W. fl. 15.— ......................................................... Für Uebertrag auf den Kapital-R-servefond ...................................................................................... Zum PensionSsond................................................................................. ö. W. ö. W. fl. 1,617.607-9» 140.928-92 2,643.629 92 43.228 15 fl. 4,445.394 89 934.538-22 442,166-79 1,626 172-66 30.000-- 30.000-— 5.735-32 1.105-22 ii. W. fl. 4,445.394-8!) iS. W. fl. 4.445.394^89 Wien, den 1. JSnner 1871. Dex* Verwaltun^sratk. »"dinand W1W. »ranz Mein Dr. Adolf Wein', A.ois Männer. . rr ^ ST Die gedruckten Schadenausweis'e sind b-i der Gen-ralag-ntschast Graz, Hanptplatz Nr. 3, sowie bei allen H-rreu Ha>>Pt- und Bezirksagenten -.uzuseheu. -MW Hauptagentschaft in Laibach, Wienerstraße, bei Jesei Paulin« ^ Mn 3fl„. »^letuma-r & Fed. «ambera in Laibach. ' Verleg« und für die Redaktion verantwortlich: Ottomar Bamberg.