^^^ Bnlage zurLaibacher Zeitung Nro. i°l. ^ 1799 _____ > Abschrift. des von dem Italienischen Armee Kommando, dem Laibacher Militär Ober-Kommando mitgetheilter offizieller Verickt über die glückliche Ein- , nähme der Festung Cuneo. D Nachdem in der Nacht vom 2h. aufdcn 27. Novemb. dieTrencheanfCuneo vorwärts Vcate Angelt eröfnct auch zur Crrichtung deren Hilfs-Batterien auf dem linken Stura Ufer und der Fausse Attaque aus Maudona del Ottmo aesckritten worden , sind mit der täglichen Verwendung von 10000 Arbeitern die Erdardciten als andere Artillerie Vorkehrungen am 1. Dez Abends dcr-aeftalt zu Stande gekommen, daß nock, in eben der Nacht 78 Geschütze ein-aeinbrt - und aus dieftn am 2. Morgens um 7 Uhr so der PlayCuneo, als « die avainirten Ncdouten mit dem besten Erfolg beschoßen worden. D Beiläufig «m i o Uhr sprengte dor Feind durch eine dcmolirungs Mine die an dem rechten Stura Ufer angelegte avanzirte Redoute, und nachdem das Neuer unserer Batterien toy einem heftigen Regen fortgewährt hatte, der Brand an mehreren Orten der Stadt wüthete; geschah um 9UhrMends ein ähnlich s mit der mitleren der avanzirten Nedoutcn in welche eine Bombe ^euer gebracht, mildem Beisatz jedoch, daß so Menschen als Geschütz in die ^ust aelprengt wurdcn. " Es war 2 Uhr Morgens am zten als der fcindl. Kommandant das Ansuchen mackte, man wolle das nock immer mit äußerster Heftigkeit fortgesczte Feuer -ittst'-Len, ind^m er um 8 Uhr Morgens einen bevollmächtigten Parlamcnteur an den Bclagcrungskommandanten F. M. L. v. Lichtenstein abzuschicken gcden-f anck erschien ein Bittschreiben von der Civilobrigkeit um die (3mdt wo Iniialich zu verschonen. Es wurde aber erwiedert, daß «ur dann das Feuer enden könne, wenn der besagte Bevollmächtigte sich mit Kapitulationsanträgen Melden würde, und so wie> diese nicht dem Wunsche der Belagerer entsprc-cke mußte es ohne dcn mindesten Zeitverlust fortgesczt werden, auch ward die Vescküßung jedoch etwas mäßiger auf die Stadt kontinuirt. Am ^. um 8 UhrMorgens erschien der mehrerwähnteBevollmächtigte, und eS ward sogleich zur förmlichen Kapitulation geschritten, welche bis l o Uhr dabin zu Stande gckommen ist, daß heute noch die Außenwerke von unsern Truppen besetzt, Morgen den 4. Nachmittag um 3 Uhr aber den Plaz vom Feinde geräumt werde. Me Garnison, welche nack Absckilag der Kranken und Vlcßirten 25oM Lalbach den 2, Dezember i?"99. . Dff Zirkulare. ^ Vermog der unterm 17. April ,7^8. von hohen Orten e ganqcnen, ^ urd alsdann zur aUqemanen Nachricht bekannt gemachten höchsten l ^ Entjchl effung lst der vorhln bestandene Transilozoll von dcr ü)ir z Trust in.fremde Bänder gehenden rohen BaumtvoUe vom 4c». aui iO ?r., und der Gchaafwolle vom l fi. auf?3^W den Zentner he:abqchzt worden. Da man nun höchsten Orts beftlossen hat, diesen be'den Gattün-gen der Wolle, dle über den mlt gleichen Vorzügen nneTnest versehenen ^reydafcn Fume, dulch dle k. t. Erbländ^r in fremde Staaten den Transitozug nehmen, dle neml'che Vcgunstlgunq wle jener, welche über Tritst auö.zefchret wird, zuzuqest, hen, und dmi zuFolge dle?ohl, ssebuhr von der üderFmme ln das Ausland gehenden Baumwolle kunttlg edmfalls mü Zehen; und von der Schaafwolle mitsechzehen i! Knuzer von 3tNtner en heben zulassen; so wlrd diese höchste EntsGies-sunq gemiß hohen Hofkammerde rets vom 19 dks vorigen , empf. den 5. d.M.zur ali^memen Wissenschaft nut dem Beisätze eröfnet, daß hi von au Dez. unl '> Ul)r VormltagS ln dem Parrhoje St- M^lain gehalten w ldln. Ine alw, welche dlese Trauop rmung M'ttelS der ^ Lntrelilile zu uoermmmln glauben, werdcn am gtdachnn Tag unl) Stunde nach St-Maram m den Pfarrhos zu erschcmtn vorgeladen. Lawach d^n 12. Dezemoer 1799- Es sind dermalen folgende Stipendien für studirende Jünglinge hier landes erlediget. i.Ein shomasErlachisches sur die Vefreundschaft a 26 fl. zo kr. Lan-dessürstl. Patro,ats. 2. Ein Stipendium aus dem Laibacher Musiksond/ a 9 fi 4Z kr. Landes-fürstl. Patronats. Ein Schigurisches fur die Vefrenndschaft in deren Abgang aus Wip-pach a 50 ft. wozu derKnrat zn St. Veit ob Wippach prästntirt. ^U ^ 4. Ein Valentin Kußischcs a 42 ss. für einen studirenden Jüngling bis zur Philosophie aus der Vefreundschaft, in deren Abgang einer von Stein, unter dem Präsentazionsrechi des Pfarrers zu Stein. 5. Ein Plankellisches a 2a fl, für Vürgersöhne von Stein in deren Abgang von Laibach / jedoch nur auf 5 Jahr. 6. Ein Slugaisches a 40 fl. für die Vefreundschaft, in deren Abgang aus Jauchen in der Herrschaft Laak, oder doch Krämer, wozu die « Kirchenpröbste der Filialkirche St. Johann zu Jauchen das Prasentazions- W recht haben. 7. Vier Unterrichtsgelderstipendien a 30 fi. unter Landesf. Verleihung, s Die um ein oder anderes dieser Stipendien werben wollende Schütter Wk aliben daher ihre vorschriftmäßig instrnirte-und an die Patronen stylisine Bittschriften inner 6 Wochen bei dem k. k.Studienkonscs allhicr einzureichen. Laibach, den 30. November 1799. M « zf-,??. si. «kr. si. j?r. » Waitz ein halber Wiener Metten - - - 2.1Z. 2 9^ 2j 2 ^U Kukuruz - , - Detto - - - - !'"!'—!— —.^—.j—, W Korn - - - - Detto - - - - Z 1^30! i'^, 1^39 M Gersten - - - - Detto - - - - -;-!„---------j — W Hirsch - - - - Detto - - - - 1 49'— —' —; — M ' Daiden - - - - Detto - - - - 1 Z3!--------—'- M Httber - - - - Detto - e - - 1 6,i--------! —l>- W Magistrat Laibach den 14. Dez. 1799. » Anton Pauesch, Raitoffizier. M _ ErinevlMg. M > Da es in Hinsicht der Haizung mit Stein-Kohlen bereits so M weit gekommen ist, daß, so wiedie bei derZirgclbränneroy abge- M führten Versuche nach Wunsck ausgefallen sind, auch zwei Oeffen, ^U ünd zlvar einer von der gewöhnlichen Gattung in den nen er- « richteten Arbeitszimmer auf dem hiesigen Rathhause, und ein zwei- » ter von Elftn gegossener in der k. k. Vergoberamts Kanzlei in den » hiesig n Schulqebäude täglich gehaizet werden. M - So wird dteses mit dem Beisatze bekannt gemacht, daß sich I-'- « drrnlaun von denNutzen dieser Anstalt von 22. bts 2/. d. M. von M 3 bls 5 Uhr Nachmittag jedoch mit Ausnahme der Feyertagc über- M zeigest kann.