W UV^ tiir Kunst, Literatur, Theater u. geselliges Lebell. Herausgegeben und redigirt von Leopold Kordesch. ^ 43 . Freitag am IK . September KO3B. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich zwei Nummern, jede« Ä!al el» baller Bogen. Der Preis de« Blatte« ist in kailack ja'brlick « halb,ahr,g z fi. Durch die t. k. Post unier Läutert mit »oriofreicr Zusendung ganz'ja'hria », halbjühria , «. C. W., und wird balbiabria «orausbelahlt. ?!!Ie f. k. Postämter nebmen Pränumeralion an. I n »aibach vränumerirt man entweder im Zeitung« - Comrioir. in der Buchhandlung de« Herrn Leo». Patern»!!,, »der beim stedacleur, am Marienvlaye, Nr. ,», zu ebener Erde. Deutung des Veilchens. Ill s Blümchen der Bescheidenheit Man »ft da« Veilchen n>n»i, Und jede« Mädchen wohl schon früh De« Blümchen« Deutung kennt. Doch nenn' ich diese Deutung schlecht Und meine wohl mit vollem Recht: Was zeiget hie Bescheidenheit Uns wohl «m Veilchen an? Daß es sich unter'm Grase birgt Auf grünem Wicsenpla»? — Daß ungeseh'n der Reize Pracht I m gold'uen Strahl der Sonne lacht? — S ' ist eine Toilettenkunst Den Damen wohl bekannt. Die man mit falschen Namen nur Uns tauschend hat genannt. S ' ist raffinirte Eitelkeit, Der Nildung eigen uns'rer Zeit. Bescheiden war' das Veilchen erst, Verbarg es seinen Duft , Und streute nicht, Koketten gleich, Ih n lockend in die ?uf!, Damit e« selbst im Gras Versteckt Die Lüsternheit nur mehr noch weckt. Viel lockender ja Reize sind, Die man uns halb verhüllt? Die man uns fern nur ahnen laßt, Eh' man die Sehnsucht stillt. Wer seinen Nerth nur halb «erhehlt, Hat gen' Bescheidenheit gefehlt. Asmus. Der Fluch. (Beschluß.) Freundlich sprang Rainol d der Herrin entgegen, und schmiegte sich freuherzig an die schnellgewonnene Gönnerin an; mit warmer Thrilnahme aber las Eu­gen den Kummer in ihren Zügen; o daß ich euch, be­gann er, nachdem er sie..eine Weile.still betrachtet hatte, für die uns gewordene Pflege die schönste Ver­ geltung bieten könnte, den Frieden eures Gemüthes.' — kann, darf ich nichts beitragen, euern Schmerz zu lin­ dern? — Krampfhaft preßte Thusnelda den Knaben an sich, eine schwere Wahl war's, die ihr Herz zu treffen hatte zwischen Schande und Verbrechen, ein bitteres Spiel, wobei jeder Wurf ein.Leben oder ein Glück kostete. Ihr wißt, erwiederte sie mit dem ganzen Ernste ihrer Stimmung, daß meine Verhältnisse mir den Ge­branch eurer Arznei verwehren; nicht nur der Heimat und des Ranges süßes Vorrecht, des Ueberflußes Freu­den müßt' ich lassen, sondern auch meines Volkes Fluch, den Fluch der Priester mit mir nehmen in das Reich des fremden Gottes, wohin kein Vater mir voran­ging. — Ein geringer Preis ist Fürstenprunk für das innere Glück; nicht nach Ahnen zählt Gott den Seinigen die Gnade zu; ihr haltet allzufcst an euern wandelbaren Gütern; gebückt unter der Last der Vorurtheile sehe ich manchen Geist, der nicht frei emporblicken kann; Schmach den goldenen Ketten, die, ein schwerer Wall, neunfach um das Herz sich winden! — Tief drang der Stachel dieser Rede in Thusnel­das Vrust; aber sie gedachte ihres Vaters, ihres Ed­wins , und zu schwach, ihr kindliches Gefühl, ihre Liebe zu opfern, blieb sie standhaft; mit erzwungener Ruhe mahnte sie sogar an die festgesetzte Opferung. Beeilt euch, sagte sie, schon versammelt sich das Volk, der Wille der Götter geschehe; mir aber gestattet, euern Knaben zur Erinnerung mit einem Kranze wei­ßer Rosen, den ich selbst gewunden, zu schmücken; es ist der Kranz der Unschuld, den jeder Glaube ehrt; ihr trefft uns wieder an der Eiche. — Einen Segenskuß küßte der Vater noch auf Rai­nolds Stirne, und sah ihm lange nach, wie er an der Seite der schlanken Jungfrau dahin hüpfte. REO Sie gelangten zur Eiche. — Lautlos winkte sie Godovin , der mit dem Opferbeile an dem geweihten Blockestand. —Da ergriffen zwei Unterpriester schnell den Kleinen, und in wenig Augenblicken war er seines Kleidchens entblößt und mit der heiligen Opferbinde geschmückt. Ein Kranz von weißen Rosen zierte sein Haupt.— Nur zu schnell erkannte der Knabe sein Los; keinen vorwurfsvollen, sondern einen, von ein Paar Thranen der schmerzlichsten Überraschung genetzten Blick warf er auf Thusnelda, die sich von ihm ab­wandte. Er sträubte sich nicht. Mit christlicher Hin­gebung und doch mit dem Stolze eines Röinersohnes kniete er da und erwartete still betend den Todesstreich. Der furchtbare Priester murmelte seine Gebete. Da erschien der arglose Eugen. — Wie ein Blitz durch­schaute er das Garn, welches seinen Sohn umstrickte. — Die Augen traten ihm aus den Höhlen, und hin­stürzen, und mit dem unberechnenden Muthe, womit die Angst den Wehrlosen bewaffnet, sein geliebtes Kind den Mördern entreißen wollte er; aber zurückgedrängt vom Schwalle des Volkes sank seine Kraft zum mar­tervollen Bewußtseun der Ohnmacht zurück; starr blickte er zu Rainold hinauf, und machte jede Bewegung der Lippe, jede leiseste Miene des Kleinen.nach. — Da schwang Godovin das furchtbare Beil — und hoch aufspritzte das Blut der Unschuld. Nimm Odin , dein Opfer, .und mit Wahn schlage deine Feinde, sang er, und schleuderte hohnlachend mit gewaltigem Arme das blutende Opfer an die Eiche, daß sie von dem zerschmetterten Hirne träufte, dann Eugen un­ter der Menge gewahrend, rief er diesem zu: Hier leset nun selbst aus dem Blute des Knaben das Zeug­niß heraus, wovon ihr prahltet, und laßt euer» Gott sprechen für euch! Eugen hatte das Gräßlichste erlebt. Auf ein Knie hingesunken, deckte er mit beiden Händen sein Angesicht. Endlich blickte er auf, und beschwörendstreckte er seine Arme zum Himmel empor. »Vergib,« rief er, »vergib allmächtiger Vater, wenn übermenschliche Grausamkeit ein Vaterherz aufs Aeußerste bringt; man hat mir mein einzig' Kind erschlagen, dir zum Spotte! — Gott, mein Kind!« — und hastig sprang er auf; ein finsterer Rachegeist stand er Godovi n gegenüber: »Ueber dich, Unmensch,« donnerte er, »komme des Kin­des Blut! hier, wo du höhnend es vergossen, möge des Todes zehnfache Qual dich treffen,, bis dich die ewige Nacht begräbt. Dir aber« — hier wandte er sich zu Thusnelda, die halbohnmächtig sich an eine Dienerinstützte — »die du mit falscher Zunge den Va­ter um sein Kind betrogen, und mit dem reinsten Ge­fühle Entsetzen getrieben hast, dir, Gothin, wird der Engel der Vergeltung Verderben bringen; du wirst auf dornigen Wegen wandeln, und der nagende Gram wird nicht weichen aus deiner Brust. — Liebend wird dein Herz entgegenschlagen dem Gatten deiner Wahl, aber du selbst wirst seine Mörderin werden, bohren den Dolch in sein theures Herz! Ueber deinem Haupte wird deine heimatliche Burg in Trümmer stürzen auf immer, du aber wirst wandeln ruhelos in den Ketten deines Goldes, an dem du hängst, und hüthen die Schätze deiner Väter, bis Einer kommt, am Fuße dieses Berges gebore», dessen Haar die Farbe des Blutes trägt, das an deiner Seele haftet, und in gläubiger Verehrung des einzigen Gottes, ein Kreuz pflanzt an jener Stelle, wo'du die Lehre meines Heilands verschmähend, des Gastrechts heilige Pflicht gebrochen!« — Sprach's und ging erhobenen Armes durch die be­stürzte Versammlung und schwang sich über den Ab­hang des Berges gegen den Wald. Nicht ohne Schau­dern vernahm Godovi n die Worte des Gerichtes, und besinnungslos sank die Jungfrau zusammen. Als Thusnelda ans ihrer Betäubung erwachte, war sie nicht mehr die frommsinnige Tochter He'nno­gars ; die sanften Saiten ihres Herzens waren ge­rissen. Nacht war es in ihrer Seele geworden, und nur der Haß gegen Godovi n warf glühende Vränder hinein. — Ihr Blick suchte ihn — er war nicht mehr hier; finster brütend ging sie nach der Burg; sie hatte dort zum Andenken einen Dolch Edwins aufbewahrt, womit er seine erste Bärin erlegt hatte;-diesen Stahl barg sie in ihrer Brust, und ein bleicher Würgengel harrie sie der nächtlichen Stunde, um ihn mit dem Blute ihres Friedensräubers zu färben. Eng und enger zog die Dämmerung ihren Man­tel über das Land; da führte leisen, scheuen Trittes Godovi n einen Mann nach sich in sein Gemach. Kommt, kommt, flüsterte er ihm zu, heute könnt ihr sie nicht mehr seh'» — ihr Auge ist umflort — und ihr Gemüth vom kindlichen Schmerze befangen, ihr wißt ja , wie sehr sie ihren Vater liebte; es ist recht gut, daß ihr stille und prunklos sie zu überraschen kamt; aber weg mit euren Waffen; sicher seyd ihr in dem Hause Hennogars ; ruhet sauft, morgen feiern wir ein schönes Fest; — mich ruft noch Odin , auf daß ich horche, was er seinem Knecht gebeut. Und leise, wie er gekommen, schlich er ins Dunkel hinaus, aber nicht zur Eiche, sondern von Bangniß gehetzt, floh er. — Von herrlichen Vorbildern des nächsten Tages ge­wiegt, schlummerte der Fremde ein; dichte Finsterniß herrschte durch die ödgewordenen Hallen; — aber ge­räuschlos schritt Thusuelda nach dem Gemache des Oberpriesters, in ihrer Rechten den kalten Stahl; ent­rüstet horchte sie dem sanften Odem des Schlummern­den; er kann schlafen und mir vergällt er die Ruhe! und sich niederbeugend über das Lager, schien sie im Dunkeln sein Herz erspähen zu wollen, und senkte ihm den Dolch in den Leib. Ein Schrei ertönte. Weh mir, rief die Mörderin, eine theure Stimme erkennend, und die Waffe entfiel ihrer Hand; — sie sank in wilder Verzweiflung an die blutende Brust Edwins.— 16^ Eugen, ziellos fortgetrieben von seinem tiefen Schmerze, war zu den Zelten der Römer gekommen; man erkannte den römischen Bürger; man forschte nach seinem Leide, und hörte die gräßliche That. — Nicht nur an Eugen — am ganzen römischen Volke war das Gastrecht verletzt; die Kriegstuba tönte zur Ra­che. Auf dem Zuge fingen die Soldaten einen fliehen­den Gothcn ein; man band ihn nnd schleppte ihn mit. I n der Burg tobte Schrecken und Verwirrung; ohne Führer dachte Niemand an Vertheidigung, Alles an die Flucht. Von allen Seiten drangen die Römer ein, sie schleuderten Feuer in die Gänge —hochaufflammte das Schloß; es wurde furchtbar helle vor Thusnel­das Augen, umsonst mahnten bang vorüberkeuchende Diener sie an die Gefahr, sie lachte wahnsinnig dazu — und wich nicht von der geliebten Leiche. — Krachend sanken die Mauern und begruben unter ihren Trümmern die Jungfrau. Go bovin , den man in dem gefangenen Gothen erkannte, wurde an seine heilige Eiche gebunden, und von den wüthenden Kriegern beim hellrothen Scheine des brennenden Schlosses mit Wurfspießen getödtet.— So schnell erfülltesich Eug en sfluchähnliche Prophezeiung. , So , wie sich zu dieser Zeit Volk an Volk, und Stamm an Stamm durch Europa nach dem Süden drängte, kam zwar noch mancher Gothenstamm wieder in den kurzen Besitz dieser Gegenden, aber Henno­gars Burg erstand nie mehr, und ihre Ruine galt viele Jahrhunderte für eine ernste Warnung. Thusnelda aber steigt, wie die Sage spricht, .noch oft aus dem Schutte, dem letzten Reste des Schlos­ses, empor, und wandelt, besonders vor dem Eintritte großer Festtage des Herrn, im weißen Schleier, neun­fach gegürtet von der goldenen Kette durch ihre hei­matliche Flur. Leuchtend vom Glänze breitet sie oft die Schätze ihrer Väter, an denen sie so sehr gehan­gen, wehklagend auf den Felsen aus, als wollte sie das thränenbethaute Metall vor Fänlniß bewahren', und harrt noch immer, daß ihr Erlöser geboren würde am Fuße des Berges^ und heraufkäme mit blutigrothem Haare, um das Kreuz des Heilands auf ihren Leichen-Hügel zu pflanzen. Ueber den eigentlichen Geburtsort des kra i nischen O l ms (rruteu« «.u^uim,»). Von Franz Miihleisen. Der um unser Museum so hoch verdiente, und um die vaterländische'Naturgeschichte so emsig bemühte Herr Franz Graf v. Hochenwart, hat im zweiten Hefte seiner Beiträge zur Naturgeschichte, Land­wirthschaft und Topographie des Herzog­thums Krain (Laibach i838 bei I. Vlasnik), über, dieses höchstmerkwürdlge, nur in Krain wohnende Thier eine vollständige Geschichte geliefert, wofür ihm alle, um die Naturkunde Bcfiießenen den wärmsten Dank zollen werden. I n dieser Abhandlung hat der hohe Verfasser über den eigentlichen Geburtsort unseres Olms seine Ansicht, die er jedoch nur als eine Hypo­these, keineswegs aber als eine durch die Erfahrung bereits bestätigte Wahrheit angesehen wissen will, in folgenden Worten ausgesprochen: »Ich glaube nämlich, daß Vier der eigentliche Geburtsort der Prothecn 'sey, und daß sie von hier blos durch die zeitweiligen Überschwemmungen in die übrigen Grotten von Krain gebracht worden. Ich glaube dies, weil mir Vier der höchste Punkt des Horizonts scheint, wo Prothee» gefunden werden. Ich glaube es, weil hier die größten, schönstgefärbtesten, folglich fri­schesten und stärksten Eremplare vorkommen, da die Protheen der übrigen Grotten dagegen, meist nur klein, gelb oder blos fleischfarb sind. Ich glaube es, weil bei Vier die Thiere am beleibtesten vorkommen, und wenn es möglich ist, trächtige Individuen aufzu­treiben, es nur bei Vier geschehen könne. Ich glaube, daß die Quellen bei Vier Ausflüsse eines großen unter­irdischen Sees sind. Beweisen kann ich den Grund die­ ses meines Glaubens nicht, aber viele und langjährige Wahrnehmungen haben mich dahin gebracht. Die un­terirdischen Verbindungen der Grotten unterstützen die­sen Glauben; denn ich sehe Zirknitz als das tiefste Bassin an, i». welches die uuterirdischen Höhlen von Gutenfeld, Strug, Laas und der Umgegend fließen. Hier muß ich mir aber selbst einen beachtenswerthen Einwurf machen. Wie kommen nämlich die Prothee« in die Magdalenen-Grotte, nachdem die Poik bei Adels­berg in die Erde fällt, und bei Planina unter dem Namen Unz zu Tage kömmt, wieder in die Erde fällt, und bei Oberlaibach unter dem Namen die Laibach abermal zu Tage kömmt, somit das von mir gedachte Einströmen des Wassers von Zirknitz in die Magda­lena-Grotte durch die Poik in einem rechten Winkel durchschnitte» wird, und die Communikation unmöglich machen muß. Die Auflösung dieses Einwurfs scheint mir aus dem Niveau der verschiedenen Punkte nicht unwahrscheinlich, ich glaube nämlich, daß der Einfluß der Poik höher liege, als der Zirknitzer See, und daß folglich die unterirdische Kommunikation zwischen Zirk­nitz und der Magdalena-Grotte recht wohl unter dem Flußbette der Poik Statt finden könne. Nach dieser Voraussetzung glaube ich also, daß die Wissenschafts­iind wahren Vaterlandsfreunde Krains sich gemein­schaftlich verbinden sollten, um die Lokalitäten, wo Protheen vorkommen, genau zu erforschen, und zwar jeder die ihm zunächst gelegenen Höhlen. Dadurch würden wir nach und nach alle Lokalitäten, die von Protheen bewohnt werden, kennen lernen; dabei aber auch unsere Kenntnisse in der Verzweigung und dem Zusammenhange der unterirdischen Höhlen erweitern tGS und berichtigen. Ich weiß, daß es eine andere Mei­nung gebe, welche den Ursprung der Protheen nicht von einem Punkte Krains herleitet, sondert, annimmt, daß in allen Höhlen des Neustädtler und Adelsberger Kreises diese Thiere vorkommen. Gegen diese habe ich.nichts einzuwenden, noch kann ich selbe bekämpfen; wohl aber wünsche ich herzlich, daß ehe sich mein Auge schließet, die eine oder andere Meinung berichtigt sey<« (Beschluß, folgt.) Korrespondenz. Mailand am 8. September 1838. I . I . M . M . der Kaiser und die Kaiserin, der Erz­Herzog-Vicelönig und die kaiserl. Familie, der Herzog von Modena ;c. :c. fuhren heute früh » Uhr in größtem Pomp nach der Kirche ». ^mbi-uzi,». Kavallerie-Divisionen, die k. k. Pagen zu Fuß, dann die italienische Nobelgarde und die k. t. ungarische Leibgarde begleiteten die glanzenden Equipagen durch die Straße sei .vleronutl 6' uro, aell«, »all»
  • ,«,/,2», sei 0->,«t«!ii<, durch die LoutraöA. llei L»e. ein, 6el 0r«o, a«I inoutL äi pistll, llel maute Xapuleone, vlil-üill <«ei 8ervi, clel 0uom» nach dem Pallaste. Militär bildete auf der ganzen Straße Spalier. Alle Fenster und Balcons der Straße waren reich behängt und verziert, und mit frohen Neugierigen beiderlei Geschlechtes angefüllt. Abends war großer Ball im 'eeatra »II» 8o»ll>. Lanners Orchester spielte darin. Mailand am 9. September 1838. Heute Sonntag war große militärische Kirchenparade auf der großen pi»??« 6' urmi hinter dem Castell. Gegen 10 Uhr kamen I . I . M . M . dahin, wo Alles versammelt war, was Mailand an fremder und eigener Nobilität be­sitzt, und wohnten dem herrlichen Feste bei. », dazu freies Entröe. Lanner entzückte mit seinem herrlichen Or­chester die Mailänder tanzlustige Welt. I . I . M . M . beehrten den Ball durch Allerhöchstihre Gegenwart. Man spricht allgemein, daß Seine Majestät beschlossen haben sollen, 3 bis 4 Tage länger in Mailand zu verweilen Montag am 10. September. Heute früh war Feld-Manöver hinter dem Castell, worüber Se. Majestät die Allerhöchste Zufriedenheit äußer­ten. Darauf wurde die neue Pforte («reo