Nr. 117. Mittwoch, 25. Mai 1898. Jahrgang 117. Aibacher Zeitung. °>uU3"?"'"lbpreis: Mit Po st Versendung: ganzjHhiin fl. 15, halbjähril, sl. 7 50. Im Comptoir: ,U"« F- 11. halbjährig fl. b'50. Für bne Inserate bis zu 4 Zeilen 25 lr., grVherc per Zrlle e lr.; bei österen Wiebecholllilgen per geile 3 lr. Nie «Laib, ZMchst unterzeichneten! Diplome dem Obersten ">lo Commandanten des Infanterie-Regiments Oskar II. 6 lednch König von Schweden und von Norwegen F- 10 Alois Laube den Adelstand mit dem yrenworte «Edler» allergnädigst zu verleihen geruht. ^ Seine k. und t. Apostolische Majestät haben mit "Uerhöchster Entschließung vom 5. Mai d. I. dem "veriehrer Johann Henrich in Abertham das goldene ^lensttreuz allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Cheil. Delegationen. Budapest, 23. Mai. derl ^ ^^ ^^^ Delegationen zu Plenarsitzungen über?"^' ^^ österreichische Delegation verhandelte die .Voranschlag des Ministeriums des Äeußern, d?n Maurische Delegation über das Marinebudgct und ^ccupationscredit. Ak/Präsident Ritter von Iaworsti eröffnet die Kalla!?' ^"^ ^^ Ministerbank Graf Goluchowsli, von ^s»;?^ '^dler von Krieghammer, sowie Viceadmiral ""hnr oon Spaun. ben i»-^ ^^^9- Schücker und Genossen interpellieren n^i/M-Kriegsminister in Angelegenheit des Dy-(z^'-prwatmonopols der Actiengejelljchaft Nobel zur ^vläi^a. von Sprengmitteln und verweisen auf eine ^orau^^ Illterpellationsbeantwortung des Ministers, di^ ^ 'i hervorgehe, dass er keine Einwendung gegen Theilung „euer Coneessionierungcn erhebe, ben N ^^' ^ ^'" " " " "'^ Genossen interpellieren t'kels '^^Mm'Ml'nister '" Angelegenheit eines Ar-^ndes^" 'kutschen Voltsblatt» über die bosnische nist^ Faltung und fragen, inwieferne der Ml-könne ^""" enthaltenen Anwürfe rechtfertigen betres^^'^lelohlawel überreicht einen Antrag, ^eutzer ^^ ^e der Diener im Ministerium des 'norai, ^^ Äiltrag wird auf die Tagesordnung der u^en Sitzung gelangen. d. j z,.,.^^d hierauf zur Tagesordnung übergegangen, Aiin.s.« ^ die Berathung des Voranschlages des ^Nerlums des Aeußcrn. Referent Dumba leitet die Verhandlung ein. Deleg. Bielohlawek bespricht die Haltung der ungarischen Delegation gegenüber den angeblichen Flottenplänen der Regierung und erklärt, die Ungarn haben durch diese Haltung bewiesen, dass sie nur von dem einseitigen Standpunkte ihrer Interessen alles beurtheilen. Wir werden — sagte der Delegierte — den Minister des Aeußern nicht deshalb bekämpfen, weil er die österreichischen Interessen fördern will; wir werden es dort thun, wo wir dazu Anlass haben. Die Ungarn aber mögen sich nicht täuschen und nicht glauben, dass wir eine schwächliche Haltung einnehmen. Die Partei des Redners sei zwar bereit, zu einem Ausgleiche die Hand zu bieten, aber nicht ill dem Sinne, wie es die Ungarn meinen. Wenn die Ungarn glauben, dass sie ohne Oesterreich existieren können, so mögen sie es versuchen. Ganz Oesterreich wird wie ein Mann aufstehen, falls der Ausgleich zu Gunsten Ungarns auf außerparlamentarischem Wege durchgeführt werden sollte. Redner bespricht sodann die Verhältnisse der Diener im Ministerium des Äußern und appellierte an den Minister um Verbesserung der Lage derselben. Deleg. R. v. Go m Perz schließt sich aus voller Ueberzeugung dem einstimmigen Vertrauensvotum des Budgetausschusses für deu Minister des Acußern an. Das Exposö des Ministers habe in den weitesten Kreisen Befriedigung und Zustimmung gefunden. Die Ausgestaltung der Marine werde unseren Handel unterstützen. Redner hofft, dass die beabsichtigte Reform der orientalischen Akademie in commerzieller Heziehung eine Verbesserung herbeiführen werde und erwartet rechtzeitige Vorbereitungen für den künftigen Abschluss der Handelsverträge. Es bedürfe, sagt der Redner weiter, nicht bloß der Initiative der österreichischen Geschäftswelt, sondern auch des Zusammenwirkens vieler Bediugungen, um wenigstens den Rückschritt unserer bedrohten industriellen Production aufzuhalteu und den Export zu heben. Redner erklärt, dass seine Ausführungen, speciell was die Handelspolitik betrifft, selbstverständlich auf der Fortsetzung der Aufrechthaltung des gemeinsamen Zollgebietes und der Erneuerung des Zoll-und Handelsbündnisscs mit Ungarn beruhen. Der Optimismus des Redners werde aber allmählich erschüttert, wenn er die Arbeitsfähigkeit des Parlaments betrachte und wenn man sehe, dass schon eine indirecte Unterstützung unseres Exports seitens Ungarns als eine Benachtheiligung angesehen wird, während wir gewiss ohne Neid Ungarn jeden wirtschaftlichen Auf-schwung gönnen. Eine gerechte Beurtheilung sei aber zur Erzielung eines beiderseitig befriedigenden, für die Wohlfahrt beider Staaten und für die Machtstellung der Monarchie unentbehrlichen Ausgleichs unbedingt nothwendig. Del. Dr. Schücker erklärt, die Sprachenverordnungen hätten eine politische Situation hervorgerufen, welche an die Aufnahme einer geregelten gesetzgeberischen Thätigkeit gar nicht denken lasse. Diese Zustände müsste ein jeder Patriot auf das tiefste bedauern. Es sei traurig, dass von Seite der Regierung gar nichts nnternommen werde, um den Deutschen den Grund ihrer gerechten Beschwerden zu entziehen. Es sei leine Aussicht vorhanden, dass der österreichisch-ungarische Ausgleich zustande komme. Mall wisse nicht, wie sich in Zukunft das staatsrechtliche Verhältnis zwischen beiden Neichshälften gestalten werde. Alle zu fassenden Beschlüsse haben aber das gegenwärtige Verhältnis zur Grundlage. Die Entscheidungen der Krone bezüglich der Quote gelten nnr für das Jahr 1898. Hier aber werden Beschlüsse gefasst, deren Wirkung von viel längerer Dauer ist. Die Deutschen, die diesen Staat gegründet haben, sind bereit, die Mittel dazu zu geben, damit er groß und mächtig sei, aber sie müssen wissen, unter welchen Voraussetzungen dies geschehe, und dass es wirtlich zu dein Zwecke geschehe, dieses Reich groß, mächtig und einheitlich zu erhalten. Der Mangel an Uebereinstimmung zwischen der inneren und äußeren Politik, die außerordentliche Nothlage der Bevölkerung sowie auch der entschiedene ausgesprochene Wille des deutschen Volkes, welches uns hieher geschickt hat, um auch hier für seine Rechte einzutreten, zwingen mich, trotz aller Anerkennung, welche ich den einzelnen Ressortministern für ihre Thätigkeit durchaus nicht verweigere, gegen das gemeinsame Budget zu stimmen. Redner könne sich nicht denken, dafs Oesterreich ein gesunder und kräftiger Alliierter bleiben kann, wenn in seinem Innern ein vollständiger Stillstand in dem Zusammenwirken der staatserhaltenden Kräfte eintritt, wenn im Innern das deutsche Element an die Wand gedrückt und die das Deutschthum bedrängenden Elemente immer mehr begünstigt werden. Wir haben hier zwar mit großer Freude vom Minister des Acußeru vernommen, dass unsere Besorgnisse wegen einer etwaigen Lockerung unserer Beziehungen zum deutschen Reiche bisher unbegründet sind, allein es stehe zu befürchten, Feuilleton. k°«?"" ^rgeffeue Ecke der Jütischen Alpen. "U von Fra„ Prof. Ulba Hintner in der Section «ittain» des deutscheu und österreichischen Alpenvcreins. II. srucbt^^ ^°"e sind bei mir schon vor Jahren auf "ls n?ü ^"bm gefalle». Schou im Jahre 1890, Alande x kchelnal ""in Fuß über das grüne Alm-sah ict, . Potlula dein Triglav entgegentrug, Zehnen ^ ^^ Iavornil mit einem hechen bessen iis4,"?^ zum schöngeschwungenen Kamme, aus vy^.'Ulchem Ende die so tennzelchuende Gestalt der ^leders,^ ^ ^ keck hervorspringt. Und als nur dann Lilien ^! ^ ^"6 zutheil wurde, vom Glpfcl des don der'? 1""^ über die pralle Wandflucht rechts land deV?l"" hinabzublicken auf das walddunllc Huch-"uch üb?»- ' "' b" meldete sich kr Wunsch, einmal ander,, ,, ^ luftigen Grate von einem Berge zum jährig A äMM' «och lauter und kräftiger. Eine zwei-^i)ria?°?"^rische im schönen Mittelgebirge von ^lgzuae s - ^ """" Absicht, mich im genannten ^vU,sA^?"sch und vertraut zu machen, endlich die >"M Handhabe. so lieh n, I"lMn ^^5 und 1897 wurde das mir dem M?s. °^me Gellte zwischen der Rothwein und Nenn .^""abachc «ach Herzenslust durchwandert. Mch tluans^ ^" im August und September 1895 ^" Paar ^ ausgeführten füuf Besteigungen und luHtswürdigen Alpenbummeleien einige Bilder herausgreife, so möchte ich eben zeigen, wie auch minder hohe Alpen an köstlichen Reizen und neuen Wanderzielen unerschöpflich find und die Wunderblume der Aergfreude auch auf bescheidenem Gipfel gepflückt werden kann. Um meine Darlegungen vor Zersplitterung zu bewahren, sei es mir gestattet, das, was ich auf verschiedenen Touren gesehen und beobachtet habe, am Faden einer einzigen Fahrt vor Ihnen aufzureihen. Also versetzen Sie sich freundlichst mit mir il» unser schönheitgesegnetes Oberland in die Gegend von Veldes oder auf das malerische Hügelgelände von Görjach. Wuhlgerüstet - denn ein entsagungsvoller Äerggang steht uns bevor — brecheil wir früh morgens, spätestens um 2 Uhr, auf. Lautlos liegt noch das ganze Hochland im Banne der milden Sommernacht. Raschen Fußes werden die Dörfer Ob er görjach und .Urnica durchschrittcu. Von der Sägemühle an der Rothweinbrücke wirst ein verschlafener Geselle, den das Klirren unserer Bergstöcke aus seinen Träumen geweckt hat, uns einen dämmernden Blick nach. Bei einem mächtigen, moosumsponnenen Baume, mit einer im Mondlichte nicht lesbaren Aufschrist, biegen wir links ein. Lustig macht zu unseren Füßen die jugendliche Rothweln ihre ersten Mädchen-jprünge und wie kochendes Silbergebrodel schießen die kräuselnden Kämme des Vergwassers über das alte Wchr. Kräftiger Wassergeruch würzt die Luft. Mählich zieht der Weg aufwärts; die wildromantische Poll u l a s ch l u ch t lassen wir links, denn ein nächtliches Tappen auf holperigen Klammwegcn und durch duuteludc Felslöcher gehört nicht zu den begehrlichsten Annehmlichkeiten des Daseins — und wählen lieber den Fahrweg, der uns mit viel Genuß und wenig Beschwerde« all der dichtbestandenm Berglehne hinanführt. Scharfkalter Frühthau tropft von den Bäumen, durch deren Gezweig der Mond uns zarte Gitter vor die Füße zeichnet. Bei einer Wegbiegung auf luftigem Hang grüßt uns der Morgenstern, nicht kalt und abwehrend wie sonst, sondern warm und weich, als wollte er mit dem Dichter sagen: «Hier auch Lieb' und Leben ist!» —Ja, Leben ist hier bei allem Stillfrieden, den die Nacht um uns webt. Davon reden die Eisenhämmer, die vom Rothweinthale herauf-pochen, laute Zeugen deutschen Fleißes und deutscher Unternehmungslust in diesem weltabgeschiedenen Thale! Nach halbstündigem Steigen ist die freie, wald-ilmsäumte Emporbühne erreicht, auf der die drei einfachen Einödhöfe von Pust stehen. Am untersten Hause, dem gastlichen Hose des «Figovc», geht es lnapp vorüber; wir athmen kaum und unsere umgekehrten Bergstöcke laufen «barfuß», damit der Hund nicht wach werde, der dort an der Kette feines Wächter-dienstes waltet. Gleich hinter dem Figovchofe laufen die Wege auseinander: einer führt in südwestlicher Richtung über Xl-an^sku. äolin» und kuäno ^ol^L zum Trig lav hin, der andere, steilere und steimgere, klimmt hart all der Feldumzäunung in nordwestlicher Linie gegen die Alpen ölo^a äulina und Klet empör. In bedächtigem, aber zügigem Tiroler-jchritte, der so sicher fördert, wird der erste, etwas steile Riegel überwunden. Nun wird der Weg wieder besser und führt, nur mäßig ansteigend, durch die thausrijche Waldstille auswärts. Laibacher Zeitung Nr. 117. 946 25. Mai 1898. dass das Zunehmen des slavischen Elementes und seines Einflusses in Oesterreich eine Wandlung darin schaffen und die Monarchie eines Tages ans dein Lager Deutschlands in die Arme Nusslands nnd in ein einer Grußmacht nicht würdiges Verhältnis drängen werde. Man hat in letzter Zeit gehört, dass auch vou Seite der iuternationalen Iesuiteupartei gegen den Dreibund angekämpft werde. Es werde jeder zugeben müssen, dass es ein Glück für Europa ist, dass in seinem Herzen mindestens zwei Großmächte sich zusammengefunden haben, die von der Absicht erfüllt sind, ihren Völkern den Frieden zu sichern, und in ihren Händen die Macht vereinigen, diesen kategorisch ausgesprochenen Willen auch zur Durchführung zu bringen. Das müsse alle Volls-stämme mit großer Beruhigung erfüllen. Ohne diesen Umstand und ohue die Friedensliebe unseres Monarchen wäre schon längst ein Weltbrand entstanden. Hoffentlich werde es gelingen, die gegenwärtige Kriegsgefahr zu loealisiereu und so bald als möglich gänzlich zu beseitigen. Redner beschäftigt sich sodann mit dem wirtschaftlichen Theile des Expose's und drückt seiue Freude darüber aus, dass der Minister des Aenßcrn anch warme Worte für die arg geschädigten Interessen des Gewerbes und der Industrie gefunden hat. Er beschwert sich darüber, dass die Marineverwaltung viele auch in Oesterreich erzeugte Artikel aus dem Auslaude beziehe. Mit Rücksicht auf die große Steuerleistung der Industrie sei es die Pflicht des Staates, die Industrie ernst zu fördern. Redner schließt mit der Erklärung, er sei zwar in der Lage, der gemeinsamen Regierung seiue Anerkennung auszudrückeu, aber die Verhältnisse liegen so, dass er gezwungen sei, das gemeinsame Budget zu verweigern und gegen dasselbe zu stimmen. (Beifall links.) Del. Gorayski erklärt, die ausgezeichnete Leitung der auswärtigeu Angelegenheiten gebe zu der begründeten Hoffnung Anlass, dass der europäische Friede uicht werde gestört werden. Das Expose' berühre auch die volkswirtschaftlichen Vcdürfuisse, uamentlich auch die Handelspolitik. Durch die Verwertung der nicht ausgebeuteten Schätze des Reiches werde die Machtstellung desselben am besten gefördert. Unsere Monarchie sei eine Stütze des Friedens, denn die Erhaltung des politischen Gleichgewichts wäre ohne Oesterreich undenkbar. Man könne mit Recht behaupten, der Dreibuud sei die sicherste Garautie gegen unerwartete Conflicte. Anderseits sei auch für Deutschland das Büudnis mit Oesterreich nothwendig. In einem Staate von verschiedenen Nationalitäten sei es schwer, alle Forderungeu der gemischten Bevölkerung zu befriedigen. Se. Majestät der Kaiser habe diese Schwierigkeit dnrch den Ausdruck seines erhabenen Willens gelöst, dass alle Nationalitäten in Oesterreich gleichgestellt werden. Diese allein gerechte, innere Politik sollte zur Tradition Oesterreichs werden und bewirken, dass alle Nationalitäten trotz ihrer Verschiedenheit sich frei entwickeln können. Die Polen wollen im Gefühle der größte» Dankbarkeit an der Ausgestaltung des großen Gedankens Sr. Majestät sich belheiligen und ihre uuerschüt-terliche Treue durch friedliche Arbeit im Innern und Wahruug der Machtstellung des Reiches nach anßen beweisen und werden demgemäß anch für die Vorlage stimmen. (Beifall rechts.) Del. Chiari erinnert an die Reservatertlärung der Deutsche» bei ihre»» Eiutrittc in die Delegation. Als Vertreter eines industriellen Bezirkes sei er für den möglichsten Zusammenschlnss beider Reichshälftcn. Ein solcher Zusammenschluss sei uöthig. Denn Oester- reich brauche Uugarn als Absatzgebiet für feine industriellen Erzeugnisse, Ungarn dagegen sei wieder auf Oesterreich als Abnehmer für feine wirtschaftlichen Producte angewiesen. Bezüglich des gemeinsamen Heeres stehe die Partei des Redners auf dem Standpunkte, dass die für das Heer nothwendigen Mittel unbedingt bewilligt werden müssen, weil das Heer uicht nur zur Sicherung der Machstellung des Reiches nothwendig, sondern weil es auch das eiuzige der wenige» einigenden Bande sei, die Oesterreich noch fest mit Ungarn verknüpfen sowie der Träger jenes concentralisierenden altöstcrreichischen Staatsgedankens, für welchen die Deutschen immer eingetreten sind. Die Bewilligung der Mittel für das Heer könne aber nur so weit gehen, als es die Leistungsfähigkeit des Volkes gestattet. Man müsse eine solche Wirtschafts-Politik treiben, dass das Volk die Mittel zur Erhaltung des Heeres aufbringen könne. In dieser Hinsicht sei das wirtschaftliche Programm des Ministers des Aeußeru zu begrüßen. Er stimme der Verstärkung der Flotte zu, wünsche aber damit Hand in Hand gehend eine Vergrößerung der Handelsflotte. Redner fordert die Negierung auf, sich kräftig mit den Vorkehrungen zur Hebuug der Industrie zu befassen, um wenigstens jene Forderuugen derselbe» zu erfülle», die unsere Industrie mit der auderer Staateu iu gleiche Stelluug bringen sollen. Redner wiederholt schließlich, dass seine Partei ihrem Standpunkte gemäß nicht für das gemeinsame Budget stimmeu köune. (Beifall links.) Del. Kaftan hebt die Gesichtspunkte hervor, von welchen unfere auswärtige Politik sich insbesondere mit Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verhältnisse leiten lassen müsse. Diesfalls komme insbesondere die Interessensphäre in Betracht, zu welcher die Baltan-länder und die Levante gehören. In diesen Ländern haben wir eine mit unserem mächtigen Nachbar, dem russischen Weltreiche, gemeinsame Einflusssphäre, iu welche wir uns redlich theilen müssen. Dieses Verhältnis zu diesem Staate freundlich, ja herzlich zu gestalten, mufs die unausgesetzte Sorge unseres auswärtigeu Amtes sein. Oesterreich könne es dem Minister des Aeußeru nicht hoch genug aurechuen, dass während seiner Re-giernng die glänzende Entrevue zwischen dem Kaiser Franz Josef uud dem Zaren Nikolaus im vorigen Jahre zustande kam und dass sich die beiden großen Reiche seit den Iunitagen von Neichstatt wiedergefunden haben. Mit nicht minderer Freude begrüßen wir den Passus in der Thronrede, welcher eonstatiert, dass uusere Beziehungen zu allen Nachbarstaaten, also auch zu Nussland, die allerbesten sind, was anch der Minister zu betonen Gelegenheit nahm. Und i» dieser Voraussetzung hatten wir in der vorjährigen Delegation keine Einwendungen gegen die Mitwirkung Oesterreichs an der Pacification Kretas erhoben. Auch da giengen die Interessen Oesterreichs uud Rnsslauds zusammen. Leider wurde dieses innige Verhältnis durch einen Schritt getrübt. Oesterreich habe den Wunsch Rnsslands, den Prinzen Georg von Griechenland znin Gouverneur der Iuscl zu bestellen, getheilt und sei, Deutschland Gesellschaft leistend, aus dem europäischeu Coueerte ausgeschieden. Deutschland hatte, fährt Redner fort, als Hauptactcur seinen Zwcck allerdings vollständig erreicht. Es gelang ihm, die Aufmerksamkeit der Seemächte vou Kiao-Tschau abzulenken nnd außerdem zufolge der Garautie Frankreichs, Englands und Nnsslands für die griechische Kriegs-cntschädigungsauleihe den Credit Griechenlands zu Guusten der deutscheu Gläubiger zu heben. Durch das Plötzliche Zurückziehe» der Schiffe vo» Kreta sind wir allzusehr in das Kielwasser der deutsche» Ncichs- politik gerathen uud habeu uuser Prestige im Orient beeinträchtigt. Für Oesterreich lasse sich eine vortheil-haftc Politik in den Balkanländern nur im Vereine mit Nussland betreiben. Redner erörtert in aus' führlicher Weise die Handelsverhältnisse in den Valkan-ländern. Er betont, das auswärtige Amt müsse den unhaltbaren Zuständen in Serbien seine vollste Aufmerksamkeit zuweuden, umso mehr, als die m Maeedonien aufgetauchte Bewegung jeden Augenblick in helle Flammen aufloderu könnte. Der Zustand M der Türkei werde infolge der zwar zugesagten, aber nicht durchgeführten Reformen immer kritischer nnd die unter der türkischen Herrschaft lebenden christlichen Nationen sehnen sich nach Befreiung. Vor allem müsse den zwei großen Nachbarstaaten Oesterreich-Ungarn und Russland daran liegen, dass die herrlichen Ländergebiete des Balkans in absehbare)' Zeit der Cultur wiedergegeben werden und dass die Entwickelung Serbiens und Bulgariens kräftig gefördert werde, auch wenn der von der «Frankfurter Zeitung» veröffentlichte und in optinia, koi-wa, dementierte Vertrag nicht formell bestehen sollte. Redner legte an der Hand statistischer Daten dar, dass Deutsch' land Oesterreich-Ungarn den Rang in Rumänien av' gelaufeu habe. Umso größer sei die Genugthuung, da," der Minister des Aeuhern in wirtschaftlichen Frag"' der Monarchie ein warmes Interesse entgegenbringe. Graf Golnchowsli fei feit wenigen Jahren einer der wenigen Staatsmänner Oesterreichs, der außer de» Interesse für diese Frage auch eiue richtige Kennt!"" derfelben besitzt. , Redner bespricht dann ausführlich die ostasiatM Frage uud fragt den Minister, was er im InterM des österreichischen Handels in jenen Ländern vM' zukehren gedenke. Auch wir müssen, sagt Redner, ^ dies Deutschland thut, uuser Augenmerk auf o» Weltwirtschaft richte», we»n Oesterreich nicht cinem Alterungs- oder Erkaltungsprocess entgegengehen M Auch Oesterreich müsse trachten, einen entspreche", den Antheil am Welthandel zu nehmen; denn dl Wohlstand der Nation geht Hand in Hand mit 0^ Größe ihres Welthandels. Redner hebt hervor, t»W die Eröffnung neuer Verkehrswege, insbesondere "^ Donau-Moldau-Elbe- und des Douau-Odcr-Cana^ für die Hebung unseres Exports vou großem Nuß sein würde. , , Redner kommt schließlich auf die iunerpolitlM Verhältnisse zu sprechen uud bemerkt, dass die dent!") Delegierten für ihre Sache die Intervention " Ministers des Aeußern angerufen haben. Redner lvo dies nicht thun. Die böhmische» Delegierten fuße" "^ dem Staatsrechte der böhmischen Krone. «Wir " langen,» sagt Redner, «die Ausgestaltung der uo"!^ Autonomie der Königreiche und Länder, durch ^'^ denselben ein Maß von Selbständigkeit 3""' ",^. werde» wird, welche bei Befriedigung ihrer eigentt)! lichen Bedürfnisse und bei gesetzlicher Wahrung ^ Rechte der einzelnen Minoritäten nur insoweit schränkt würde, als dies zum gemeinsamen Schnh^ Monarchie uud zur Wahrung der gemeinsamen 3" essen nothwendig erscheint. ..„ thaten wir es, um unsern deutschell Compatriotcn Beweis zu liefern, dass wir sie in Böhmen lücht -gewaltigen, sondern vereint mit ihnen an der ^ ^ fahrt des Königreiches Böhmen arbeiten wollei ^ Redner schließt mit den Worten: n aus geschrieben hatte, die Antwort auf ihre unruy'v Fragen. .^, Er hätte es nicht über sich gewinnen low^ sie noch einmal zu sehen, schrieb er; es "' s,h besten für ihn, wenn er weit fortgehe und au ' .M einem entlegenen Fleck Erde in angestrengter ^i^, arbeit die tiefe Enttäuschung seines Herzens z" ^ gessen suche. Mit innigen Worten sagte er ihr, der i erste und einzige Liebe gehöre, Lebewohl. ^Z. Hilda war tief bewegt, als sie das Schreiben , Erich hatte ja ihrem Herzen am nächsten gest" ^, so kam sie sich nun, da er fort war, furchtbar lassen und vereinsamt vor. . Mcl Wenige Tage später reiste sie mit ihrem ^,e uud' Mr. Wilson nach dem Harz. wo sie sich "l^ kurze Zeit zu ihrer Erholung aufhalten sollte- ^. Nebelumhüllt lag die Zukuust vor ihr. /^„lc ahnte, dass hinter dem Schleier eine "ärcycn -.. Welt von Geschehnissen ihrer harrte, und ^ Empfinden machte ihre Brust schwelle» uud lyr " höher schlagen vor Freude uud Hoffnung. . ^Mü, Ob es »icht ein Traum war — em ^ dem ein Erwachen folgte? (Fortjehung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 117. 947 25. Mai 1898. A dass das Gold der österreichischen Reichskrone "lcht durch Einschmelzung der böhmischen Krone gewonnen werden kann.» (Bravo! Bravo! rechts.) ^^^________(Fortsetzung folgt.)___________________ Politische Uebersicht. Laibach. 24. Mai. Die Plenarberathungen beider Delegationen dürften täglich bis zur Erledigung des Mmmten Verhandlungsstoffes fortgesetzt werden, fo ^!» man schon für den nächsten Freitag der Beendigung "er diesjährigen Session entgegensieht. Der «Budapester Correspondent zufolge hielt die "Ngarische Quotendeputation gestern abends ^Sitzung, worin das Nuntium an die üsterrei-^lche Deputation authenticiert wurde. Die ungarischen ^legierten begeben sich am 10. Juni nach Wien, um 'e Verhandlung mit der österreichischen Deputation 3"ter zu pflegen, voraussichtlich am 11. und 12ten ^l. Das authenticierte Nuntium wird in den näch-A, Tagen in Budapest uud Wien zugleich veröffent-"lyt werden. ^ .In Belgien fanden dieWahlen für die aus-Mdenden Mitglieder des Senats und der Kammer i?' In Gent und Alost wurden mit starker Mehr-cinl s Katholiken, in Charleroi und Mons die So- "Usten wiedergewählt, in Huy die vereinigten Liberi« """d Socialisten. In Tournai tritt für den Senat 9^ Nlberaler an die Stelle eines Katholiken. In Et ^' Verviers, Thurin, Soiguies und Varenne sind ?llchwahlen zwischen den Katholiken nnd Socialisten, n. ^urnai und Ath zwischen den Katholiken und "veralen nothwendig. Die Minister Begerem, De '-uyn, Desnct und Denayer wurden wiedergewählt. ^ Der Mangel an Nachrichten vom spanisch-d er.Nanischen Kriegsschauplatze beweist, en lss 3 ^ beiden feindlichen Flotten zu dem großen ^Mldmden Schlage rüsten, der innerhalb dieser s.V ln den Gewässern zwischen Keywest und Havanna ^"Nnoen dürfte. Man weiß nur, dass sowohl die Haore Sampsons als auch das fliegende Geschwader "Meys seit einigen Tagen bereits bei Keywest ankern, um k- < '^ Patrouillenschiffe die See durchkreuzen, zeitin "NNäherung der Spanier unter Cervera recht-Canl'ä" "visieren. Ob aber Cervera mit seiner Flotte AH A" ^ 6"va in der That verlassen hat, um sich ^ Havanna zu begeben, ist bisher nicht bekannt, age,,., bie Wohnung des französischen Consular-"uf in'." " lgarides in Lajos wurde, angeblich äebru? ^ ^^ Kaimakam von Xanti, gewaltsain ein-^otlcl? ^^ ^ Bewohner verjagt. Die französische die Pf ^^lcte gestern energische Neclamationen an tuna ?' "^chc daraufhin den Befehl zur Verhaf- _________ Tagesneuigteiten. einer (^^«ig Alexander von Serbien.) Nach ^llerai?^ ^^9^d zugehenden Meldung wird sich König Mm,!. ^^ ^ "ncs ausgezeichneten Gcsundhcits-bcgelien "^""' ""H ^cn Pfingstfciertagen nach Nisch ^lubsck/"° ^ ""^ während der ganzen Session der Abba, "" Uerweilcn dürfte. Von einer Reise nach teine m^bik b" König geplant haben soll, sei absolut "tede gewesen. Anläw^ ^ " fsigjährigesPriesterjubiläu m.) binals 3- 50jährigen Priesterjnbilänms des Car-2I ^ ^"rsterzliischofs Johannes Haller war am Dem '^ s' '^'"^ ber Curort Bad Gastein festlich beflaggt, sowie *? aMesdicnste wohnten die Spitzen der Vchürdcn abends . ^"^ ^"^hl Andächtiger bei. Am 21. d. M. Berasp,.« .- ^" herrlichstem Wetter eine große Anzahl U'^uer nchtbar. Meldu^I ^ " l Aufklärung.) Gegenüber den Blätter-bvllzoaen !?^" ^^ ^°" ^"n Exminister Grafen Lcdebur Oberes! Ernennung des ehemaligen Lcdebnrichen ^llmann '^ ""^Ulaligen Thurn'scheu Hcrrschastsdirectors gricchis_s, ^.""l Domäueudircctor bei den Bukowinaer ProtecUn°"I"^^^^" Ncligionsfonds-Gütern als Act von Unlaanm ^araltcrisiett wird, indem die Ernennung mit keilst n '" der für den Eintritt in den staatsforstlichen ^'zabl ? n?"'^" Erfordernisse erfolgte uud eine große Horsten /"""" "Mliftcicrter verdienstvoller staatlicher ^bendvott c prätcriert worden sei, stellt die «Wiener Status d ^ ^"^ fraglicher Posten gar nicht dem ^ben di^> , taatsforstbeamten angehört, sohin anf den-^stdienst , .^""""ngen für den Eintritt in den Staats-Ernennu«« n^ Anwendung finden, demnach durch die der Etaatä """^ ^"" einziger forstlicher Functionär "ussichl " s lNwltung prätericrt, noch die Avancement- sind. ""garil^^ Einfuhr in das österreichisch-Willione,'?^ Zollgebiet) betrug im April 758 Ausfuhr l-o I' ^'^ Millionen gegen April 1K97), die suhr von, o Billionen (— 4 1 Millionen). Die Ein-^ 47« m?""" ^^ April betrug 285 3 Millionen ^ 8 2 W'-n ^°""')' bie Ausfuhr 241 6 Millionen betraf d^ "")' ^as Passivum der Handelsbilanz l2 l M^?M 43 7 Millionen aeaen ein Activum von ""Monen im Vorjahre. — (Die Prinzen-Confirmation in Berlin.) In Potsdam fand am 22. d. M. mittags in der Friedenskirche die Einsegnung des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen Eitel Friedrich in Gegenwart des Kaisers Wilhelm, der Kaiserin Angusta Victoria sowie der Kaiserin Friedrich statt. Die beiden Prinzen verlasen, gegen die Versammlung gewendet, mit weithin vernehmlicher Stimme jeder sein selbstverfasstes Glaubensbekenntnis. Der Kronprinz fasste sein Gelübde dahin zusammen, er wolle sich als lebendiges Glied der evangelischen Kirche erweisen und der Erste sein, der dein König uud dem Vaterlande bis zum letzten Blutstropfen zu dienen entschlossen sei. — (Zu den letzten Unruhen inItalie n.) Eine aus Rom zugehende Meldung bezeichnet die bisher verbreiteten Angaben über die Anzahl der während der Unruhen in Mailand Getödteten sowie der Verhafteten als sehr übertrieben. Authentischen Dateu zufolge beziffere sich die Zahl der Todten auf 90, während sich ungefähr 1300 Personen in Haft befinden. Es waren allerdings weit mehr Verhaftungen vorgenommen worden, 300 Personen wurden jedoch in den letzten Tagen aus der Haft entlassen. — (Bellamy gestorben.) Der amerikanische Schriftsteller Edward Bellamy, der sich durch seinen socialistischen Zukunftsroman «I^ookinß dackv/lu-ä» (»Ein Rückblick aus dem Jahre 2000») auch in Europa allgemein bekannt gemacht hat, ist in seinem Geburtsorte Chikopee Falls in Massachusetts im Alter voll 48 Jahren gestorben. Local- und Provinzial-Nachrichten. * (InsP icieruu g.) Der Eommandant der 12. Infanterie-Brigade in Klagenfurt, Herr Generalmajor Ferdinand von De Sommerain, ist vorgestern in Laibach eingetroffen und hat das hier stationierte 2. Bataillon des Infanterieregiments Nr. 17, und den Ersatz - Bataillons - Cadre dieses Regiments sowie den Ersatz - Coinpagnie - Cadre des 7. Feldjäger-Bataillons inspiciert. — (Belohnung für Lebensrettung.) Die k. k. Landesregierung hat dem Franz Huoobivnik, Ziehsohn des Kaischlers Johann Voitar aus Sucha, für die von ihm am 16. October 1897 bewirkte Rettung der Maria Kokalj aus Sucha vom Tode des Ertrinkeus im Belcabache eine Belohnuug von 20 fl. bewilligt. — (Der hochwürdig ste Herr Fürstbischojs Dr. Ieglic) hat gestern die Waisenanstalt Marianum durch seinen Besuch ausgezeichnet und in der Kapelle der Anstalt eine heil. Mcssc celebriert. Nach beendeter Messe begrüßten die Zöglinge im festlich decoriertcn Saale Seine bischöfliche Gnaden mit Gesang. Der Director des Waisenhauses Dr. Lampe gab seiner Freude Ausdruck, dass unter den Anstalten das Marianum die erste ist, welche die Ehre habe, den Herrn Fürstbischof zu empfangen. Der hochw. Herr Fürstbischof fprach sodann in liebreichen, von echter Kindesfreundlichteit zeugenden Worten zu der versammelten Jugend, die er zu Gottesfurcht, Arbeit und Ordnung mahnte. Schließlich beschenkte der hochwürdigste Herr die Kinder mit Bildchen. — (Inthronisation.) Am 22. d. M. fand in Görz die feierliche Inthronisation Sr. Excellenz des hochwürdigsten Fürst-Erzbischofs Dr. Missia statt. Nach einer stillen Messe in der Semiuarkirche erfolgte unter starker Betheiligung der Bevölkerung der feierliche Einzug durch die festlich becorierten Straßen in die Domkirche, wo die landesfürstlichen und autonomen Behörden sowie das Officierscorps sich eingefundeu und eine Ehrcn-compagnie Aufstellung genommen hatte. Nach dem Hoch-amte fand die feierliche Installation durch den Statthaltereirath Ritter von Iettmar im Residenzgebäude statt, cm welche sich ein Diner auschloss, an dem nebst Statthalter Graf Goiiß, die Bischöfe Dr. Sterk und Dr. Gla-vina Se. Excellenz der Landeshauptmann Graf Coronini, Hofrath Ritter von Vosizio, Bürgermeister Dr. Venuti ilnd viele andere theilnahmen. Fürst-Erzbischof Dr. Mifsia brachte einen Toast auf Se. Majestät den Kaiser und Se. Heiligkeit den Papst aus, auf welchen Statthalter Graf GoH erwiderte. Se. Excellenz Landeshauptmann Graf Coroniui trank auf das Wohl des Fürst-Erzoischoss. In den Trinksprüchcn wurde insbesondere die Nothwendigkeit des Zusammenwirkens der kirchlichen mit den staatlichen und autonomen Behörden hervorgehoben. Während der Tafcl besorgte die städtische Kapelle die Musik. "(Festlichkeit aus An lass des Bahn-baue s.) Vorgestern wurde in Oberlaibach der Beginn der Arbeiten zum Baue der Localbahn Laibach-Oberlaibach festlich begangen. Ans diesem Anlasse waren der Markt Oberlaibach uud der Platz, auf welchem das Stations-aebäude Obcrlaibach zu stehen kommen wird, mit schwarz-aclbcn Fahnen festlich geschmückt uud es sandcn sich zahlreiche geladene Gäste aus Laibach, Oberlaibach und Umgebung zu der Fcstfeier ein. Nach Anhörung einer heil. Messe begaben sich die Gäste auf den Festplatz, wo der Gemeindevorsteher von Oberlaibach, Herr Gabriel Ielovöek, die Erschienenen begrüßte und den Bürgermeister von Laibach, Herrn Ivan Hribar, als Obmann des Consortiums einlud, den ersten Spatenstich zu dem Baue vorzunehmen. Herr Bürgermeister Hribar leistete dieser Einladung Folge, in längerer Rede aus-fichreud, dass es für den Aahnbau und die Bevölkerung von besonderer Beoeutuug sei, dass der Bau im Iu-biläumsjahre Seiner k. und k. Apostolischen Majestät begonnen werde und schloss mit einem dreifachen Slava! auf den allgeliebten Herrscher, in welches alle Anwesenden unter Pöllersalven begeistert einfielen. Nachmittags vereinte ein Bankett die Festgäste in der Citalnica, bei welchem Herr Bürgermeister Hribar abermals den Reigen der Trintsprüche durch ein dreifaches Hoch auf das Wohl Seiner k. und k. Apostolischen Majestät, den ersten und obersten Förderer aller gemeinnützigen Unternehmungen, eröffnete, worauf ein Huldigungstelegramm an Seine Majestät und Danktelegramme an Ihre Excellenzen belt Herrn Eisenbahnminister und den Herrn Landespräsidenten abgeschickt wurden und Trinksprüche auf die beiden genannten Excellenzen, die betheiligten Behörden, Func-tionäre, Unternehmer und Gäste folgten. —r. *(Meistercurs für Schuhmacher.) Der dank der Vermittlung des kais. Rathes Herrn Murnik und dem freundlichen Entgegenkommen des Vorstandes des t. k. technologischen Gewerbemuscums in Wieu, Herrn k. k. Hofrathes Exner, in Laibach veranstaltete sechswöchentliche Curs für das Schuhmacher-Gewerbe fand Tonntag feinen Abschluss. Unter der Leitung des Fachlehrers Herrn Hulka aus Wieu wurden 29 hiesige Meister und 11 Gehilfen nach dem geometrischen System im Zeichnen und in der Ausarbeitung der Obertheile und in der Bodenarbeit mit Fachkenutnis und Eifer unterrichtet. Geschlossen wurde der Unterricht mit einer sehr schönen uud lehrreichen Ausstellung der Gesammtleistungen der Curs-besucher, die ein erfreuliches Zeugnis von den Fortfchritten derselben boten. Die Ausstellung eröffnete Herr Bürgermeister Hribar, der seine Ansprache mit einem breifachen Hoch auf den allergrößten Förderer des Fortfchrittes sowie auch des Gewerbes Seine k. und t. Majestät den Kaiser schloss. Der Vorsitzende der Genossenschaft Herr Tuma dankte für den Besuch sowie für die Unterstützung seitens der Stadtgemeinde, wie auch für das Entgegenkommen von Seite des Bürgermeisters. Im Laufe des Tages besuchten die Ausstellung unter anderen Se. Excellenz Herr Landespräsidcnt Baron Hein, kais. Rath Murnik, Sparcassedirector Dr. Suppan, Hauoelskammerpräsioeut Perd au und andere Honoratioren. Ausgestellt wurden auch fünf Mafchincn von der Firma Neudlinger in Graz. Die Ausstellung kann als gelungen bezeichnet werden und es ward ihr ungetheiltes Lob ausgesprochen. — (Ocsterreichische Gesellschaft vom Rothen Kreuze.) Am 22. d. M. vormittags fand im Sitzungssaale des niederösterreichischen Landtages ill Wien unter den» Vorsitze des Bundespräsidenten Seiner Excellenz des Herrn Franz Grafen Faltenhayn die 111. ordentliche Bundesversammlung der österreichischen Gesellschaft vom Rothen Kreuze statt, die zahlreich beschickt war. Anwesend waren Ihre t. und k. Hoheiten der Protector-Stelluertreter des Hilfsvereinswesens in Oesterreich-Ungarn der durchlauchtigste Herr Erzherzog Ludwig Victor und die Protectorin des österreichisch-patriotischen HilfsVereines die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Marie Thcrese. Se. k. uud l. Hoheit der hochwürdigst-durchlauchtigste Herr Erzherzog Eugen war durch den Oroensspitler Major Grafen von Orsini und Rosenberg vertreten und auch das Reichs - Kriegsund das Landesvertheidigungs - Ministerium hatten Vertreter entsendet. Nach Eröffnung und Begrüßung der Versammlung durch den Vorsitzenden wurden der Bericht erstattet und die Voranschläge genehmigt. Sodann wurden die Statuten der von der vorjährigen Bundesversammlung gestifteten zwei Fonds — des Kaiser Franz Iosef-Iubiläumsfonds des Rothen Kreuzes mit 300.000 fl. und des Erzherzog Karl Ludwig-Militär-Witwen- und -Waisen - Unterstützungsfonds mit 70.000 fl. i» Verhandlung gezogen. Dell Bericht erstattete Se. Excellenz FML. v. Kuttig, welcher der Spende Sr. l. u. t. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs LudwigVictor von 10.000 st. gedachte und hervorhob, dass diese beiden llcuen Fonds unantastbar seien und zu Unterstützungs-Meckcn für die in dc» Statuten angegebenen Kategorien uon Militär-Angehörigen, also auch für die Opfer künftiger Kriege, zu diene,» hätten. Die Statuten wurden einhellig angenommen, ebenso die revidierten organisatorischen Bestimmungen für das von der Gesellschaft im Msbilisierungsfalle zu etablierende Auskunftsbureau, dessen Zweck darin besteht, über den Aufenthalt und den Zustand Verwundeter oder Kranker unentgeltlich Auskunft zu geben. Hierauf wurden die Berichte über die im Herbste vorigen Jahres in Wien abgehaltene sechste internationale Conserenz der Vereine vom Rothen Kreuze und über den Umbau des Gescllschaftshauses genehmigend zur Kenntnis genommen und dem bauleitendcn Architekten Ludwig Richter der Dank votiert. Nun warf Seine Excellenz Graf Falleuhayn einen Rückblick auf die abgelaufene Mandats-Periode uud hob dic erhöhte Kriegsbereitschaft der Gesellschaft sowie ihre mannig-fache Thätigkeit im Frieden bei Elementar-Ereignissen Nothständen und Epidemien hervor. In den letzten drei Jahren wurden 3 l 1.382 si., u„d zwar zu Vor« Laibacher Zeitung Nr. 117. 948 25. Mai 1898. bereitlmgen für den Kriegsfall 89.105 fl., zu Hilfsaktionen 88.500 st. und für Unterstützungen an Invaliden und Militär-Witwen und -Waisen 133.776 fl., ausgegeben. Nachdem der Vorsitzende des reichen Materials der Gesellschaft nnd des zahlreichen Personals Erwähnung gethan, dankte er allen Factoren, welche die Bundesleitung patriotisch unterstützt haben. Bei den Wahlen wurde Se. Excellenz Franz Graf Faltenhayn einstimmig wieder zum Bundesfträsidenten gewählt. Ferner wurden in das Nundespräsidium gewählt: Dr. Anton Loew als erster und Se. Excellenz Ernst Graf Hoyos-Sprinzenstein als zweiter Bundes-Vicepräsident, die Gräfinnen Marie Trauttmansdorff und Marie Waldstein als Bundes« Vicepräsidentinneu. Nach Vornahme der übrigen Wahlen gedachte Se. Excellenz Graf Falkenhayn des Jubeljahres der Völker der Monarchie und des lebhaftesten Interesses, das Se. Majestät der Kaiser als Allerhöchster Protector jederzeit der Gesellschaft entgegenbringt. Zum Schlüsse verlas Se. Excellenz Graf Falkenhayn das Huldigungs-Telegramm, das die neunzehnte Bundesversammlung an den Monarchen gerichtet und schloss mit einem dreifachen, begeistert aufgenommenen Hoch auf Ihre Majestäten den Kaiser und die Kaiserin. Als Antwort auf das Huldigungs-Telegramm kam nachmittags an den Grafen Franz Faltenhayn eine Depesche, in welcher Se. Majestät den Dank für die Huldigung übermitteln ließ. — (Elub der Amateur-Photographen.) Montag, den 23. d. M., um 8 Uhr abends fand in der kleinen Casino-Glashalle die constituierende Versammlung des «Clubs der Amateur-Photographeu in Laibach» statt, als dessen Zweck gleich solchen bereits in anderen Städten bestehenden Vereinen: Verbreitung, Pflege und Vervollkommnung der Photographie als Kunst und Wissenschaft in den behördlich genehmigten Statuten ausgesprochen erscheint. Bei der Wahl wurde Herr Peter Kosler zum Obmann und die Herren Albin Belar, August Mühlbauer, Franz Pettauer und Dr. Ernst von Stabler zu Ausschussmitgliedern gewählt. Der erste Vereinsabend wird die Mitglieder Dienstag, den 14. Juni, um 3 Uhr abends vereinen, worüber noch nähere Mittheilungen folgen. Bei dem ungemein anregenden Einflufs, den Oedankenanstansch und Berichte über Erfahrungen und Versuche gerade auf dem Gebiete der Amateur-Photographie üben, steht wohl ein zahlreicher Eintritt und rege Netheiligung zu erwarten. — (Rückkehr eines Oesterreichers von einer Weltreise ans dem Rade.) In Trieft ist am 22. d. M. Herr Siegmund Bachmann vom «Club der Radfahrer an der Fifcha» (Wien) eingetroffen, welcher am 17. September 1896 Wien auf dem Fahr-rade verlassen hatte, um eine Reise um die Erde anzutreten. Die Reise gieng westwärts durch Deutschland, Holland, Belgien und Frankreich bis Bordeaux; vou dort schiffte sich Bachmann nach England ein, durchquerte die Insel auf dem Rade von London nach Liverpool, wo die Ueberfahrt nach Newyorl angetreten wurde. Den bedeutendsten Theil der Radfahrtour bildete die Fahrt durch Nordamerika bis an die Küste des Stillen Oceans. Von San Francisco aus gieng es dann in 26tägiger Seefahrt nach den Sandwich-Inseln, Samoa, Neu-Secland uud Australien. Nachdem er hier einen großen Theil des Festlandes mit dem Rade durchfahren hatte, gieng Herr Bachmann per Dampfer nach Colombo und machte nun eine hochinteressante Tour nach Indieu. Von Colombo aus begab sich der Reisende nach Tuti-corin, an der Südspitze Vorderindiens, und radelte von dort die lange Osttüste entlang nach Madras und Calcutta und dann dnrch das Innere des Landes über Alahabad und Caqwnpur nach Bombay. Von Bombay wurde die Reise zur See nach Suez, voll dort über Kairo nach Alexandrien sortgesetzt uud dann wieder auf den» Rade von Vrindisi über Neapel, Ron,, Florenz nach Mestrc-Venedig. Von der letzten Station machte der Weltreiscndc die Ueberfuhr mit dein Dampfer nach Trieft. Noch heißt es denl Programme gemäß von Trieft über Agram und durch Ungarn nach Wien zurückzuradeln. Dass man von einer solchen Tour, bei welcher 23.000 Kilometer auf dem Rade zurückgelegt wurden und Herr Bachmann ill zahlreichen Städten längeren Aufenthalt nahm, mit einer Unsumme voll Erfahruugen und Reise-Eindrücken zurückkehrt und vieles Interessante zu erzählen hat, ist begreiflich. Besonderer Erwähnung verdient neben der An-erlennuug des Muthes lind der Ausdauer die Thatsache, dass Herr Bachmann nur deutsch spricht; ferner dass er die Reise, für welche eine Preisbewerbung besteht, zu rein sportlichem Zwecke macht. Es sollte vor allem aus Persönlicher Anschauung das Sportwesen in allen Ländern studiert werden, welcher Zweck wohl erst ganz erreicht sein wird, wenn Herr Bachmann, wie er beabsichtigt, seine gesammelten Erfahrungen veröffentlichen wird. *(Aus dem Polizeirapporte.) Vom 23. aus den 24. d. M. wurdeu elf Verhaftungen vorgenommen, und zwar fünf wegen Ucbertretung des Diebstahls, fünf wegen Vacierens und eine wegen Reversion. — Wegen Diebstahls wurden füuf Kuaben verhaftet, welche am 19. d. M. der Lotterieschreiberin Juliana Hintcrlechncr aus der versperrten Baracke am Pogacarplatze 13 fl. Kleingeld gestohlen haben. — Der Tabatfabritsarbeiterin Johanna Alic wurde ein Sparcassebüchel mit 8 st. Einlage entwendet; ferner belli Arbeiter Franz Pajer eine Uhr im Werte von 5 st,, der Johanna Skul ein Regenschirm im Werte von 2 st., der Francisca Cerkovnik ein Geldtäschchen mit 2 fl. 50 kr. und der Antouia Koucek eill seidener Regenschirm im Werte von 6 fl. —r. * (Selbstmord.) Aus Tschernembl kommt uns die Nachricht zu, dass sich am 20. d. M. gegen 5 Uhr nachmittags der in Sela, Gemeinde Kälbersberg, wohnhafte, 84 Jahre alte Auszügler Georg Zupancii auf dem Dachboden erhängt hat. Zupanlic, der geistesgestört war und in letzterer Zeit mehrere Selbstmordversuche anstellte, wurde auf dem Ortsfriedhofe beerdigt. —l-. — (Eisenbahnunfall.) Der Bahnwächter Matthäus Märn wurde am 19. d. M. früh bei km 409 9 auf der Strecke Littai - Krefsnitz von der Maschine des Postzuges Nr. 9 beim Ueberschreiten der Geleise gestreift uud zwischen die Geleise geworfen, wobei er schwere Ver-letzungeu am Kopfe, Oberarme uud am Kreuze erlitt. -I. Merarisches. P. K. Roseggers Schriften. Volks-Ausgabe. Zweite Serie. Ausgabe erfolgt in 100 Lieferungen il 20 kr. — 35 Pf. — 50 Cts. (A. Hartlebens Verlag ill Wien.) Es sind hievon bisher 20 Lieferungen ausgegeben; wir verfehlen nicht, unseren Lesern die Pränumeration dieser wohlfeilen Sammlung würmstens zu empfehlen. Wer nach des Tages Last und Sorge sich erfrischen und erheitern will, der greife nach P. K. Roseggers Schriften, ill denen sich gesunder Humor mit Herzinnigkeit des Gemüthes paart. Kaum eiuem zweiten Schriftsteller unserer Tage gelingt es, so seine Leser zu fesselll, zu unterhalten, zu belehren, für das Edle und Schöne zu begeistern, wie P. K. Nosegger, und wir wifsen es der Verlagshandlung zu danken, dass sie dessen Schriften ill so würdiger uud wohlfeiler Form nunmehr den weitesten Kreisen zugänglich macht. Die zweite Serie der wohlfeilen Volksausgabe der besten früheren Schöpfungen P. K. Rofeggers hat folgen-den Inhalt: Hühenfeuer. — Allerlei Menfchliches. — Das Gefchichtenbuch des Wanderers, 2 Bände. — Die Aelplcr. — Martin der Mann. — Spaziergänge in der Heimat. — Sonntagsruhe. — Feierabende. — Sonderlinge. — Bergpredigten. — Am Wanderstabe. — Der Schelm aus den Alpen, 2 Bände. — Meine Ferien. Zusammen 15 Bände in 100 Lieferungen. Neueste Nachrichten. ! Erzherzog Leopold 5 ! Das Allerhöchste Kaiferhaus hat abermals einen schmerzlichen Verlust erlitten, der auflichtige Theilnahme in allen Kreisen der Bevölkerung erweckt. Se. t. und l. Hoheit der durchlauchtigste Erzherzog Leopold ist am 24. d. M. um 10 Uhr vormittags auf seiner Besitzung Hörnstein in Niederösterreich nach längerem Leiden im Alter von nahezu 75 Jahren gestorben. Erzherzog Leopold war der älteste Sohn weiland Erzherzogs Rainer aus dessen Ehe mit Maria Elisabeth, Prinzessin von Savoyen-Carignan, und wurde am 6. Juni 1823 zu Mailand geboren. 1835 trat er als Oberst unter gleichzeitiger Ernennung zum Oberstinhaber des 53. Infauterie'Regimcuts in die Armee. Die Schlachten der Jahre 1848 und 1849 machte der Erzherzog unter dem Marfchall Radetzky in Italien mit und zeichnete sich insbesondere bei der Belagerung vou Malghare durch Kaltblütigkeit und Tapferkeit aus. Während der Pacification Schleswig« Holsteins im Jahre 1850 leistete Erzherzog Leopold als Feldmarschall-Lieutenant wichtige Dienste und kam im Jahre 1854 als Divisionär zu dem in Galizien aufgestellten Armeecorps. Seit dem 24. November 1854 bekleidete Erzherzog Leopold das Amt, des General'Geniedirectors und erwarb sich während des Feldzuges 185« als Armee-Geniechef der operierenden Armee durch die Oberleitung der gesammten technischen Arbeiten bedeutende Verdienste. Im Jahre 1890 wurde Erzherzog Leopold zum Gcneral-Genie-Inspector ernannt. In Anerkennung der vielen und großen Verdienste, welche er sich um die Kriegstüchtigkeit der Oemetruppe erworben, wurde er 1862 mit dem Großkreuze des ungarischen St. Stcfans. Ordens ausgezeichnet. Vom Jahre 1865 bis 1868 war er Marinetruppen- und Flotteninfpcctor. Im Feldzuge des Jahres 1866 war Erzherzog Leopold Commandant des 8. Armeecorps bei der Nordarmee. Der verstorbene Erzherzog, der unverheiratet geblieben war, war außer seinen Stellungen in der österreichischen Armee auch Chef des russischen Dragoner-Regiments Nr. 25 Kasan und des preußischen Grenadier-Regiments Graf Kleist v. Nollendorf Nr. 6. Wien, 24. Mai. Wegen des Ablebens des Erzherzogs Leopold lehrt Se. Majestät der Kaiser am Samstag nach Wien zurück. Die Leiche des Erzherzogs trifft Freitag abends auf dem Südbahnhos eill, wird unter dem üblichen Ceremoniell in die Ho? Pfarrkirche überführt und ausgestellt. Das Leichen-begängllis findet voraussichtlich am Samstag statt, dn» Seelenamt am 1. Juni. Wien, 24. Mai. Zu Beginn der heutigen Ge-meinderathssitzung gab Dr. Lueger der Trauer m>o Antheilnahme der Stadt am Verluste Ausdruck, dci' das kaiserliche Haus durch den Tod des Erzherzog" Leopold erlitten hat. Der Gemeinderath erhob jm) von den Sitzen. Delegationen. (Original-Telegramm.) Budapest, 24. Mai. Die österreichische Delegation hat " der gestrigen Sitzung die Debatte über den Vol' anschlag des Ministeriums des Aeußeru nicht beenM und sie daher heute morgens fortgesetzt, wobei ais erster Redner Delegierter Graf Stürgkh das MN ergriff. . Del. Graf Stürgkh (Verfassungstreuer GrG' grundbesitz) drückt zunächst die Genugthuung aus, Ws der Minister des Aeußeru versichern konnte, dass das Fundament, auf welchem der Aufbau unferer mtel' nationalen Beziehungeu ruht, und dass insbesonden der Eckpfeiler dieses Baues, unser bewährtes AlliaM system mit dem Dreibünde, als Kern unerschüttmlcy feststeht. ,. Redner begrüßt auch die gefestigte Entente "' Russland bezüglich der Zustände auf dem Balkan m n Befriedigung und bespricht fodann die inneren o'" stände Oesterreichs. ,.. Die ungarische Delegation berieth M den Voranschlag des Neichs-Kriegsministeriums. Die Lage im Orient. (Original »Telegramm,» / Constantino pel, 24. Mai. Die Control-commission in Athen ertheilte den Auftrag, dass oi zweite Rate der Kriegsentschädigung morgen geM werde. . < Constantinopel, 24. Mai. Contre-Adm»" Achmed ist nach England abgereist, um mit der WM Armstrong Verhandlungen bezüglich der Erbau"'^ eines Kreuzers einzuleiten. Der spanisch-amerikanische Krieg. (Original-Telegramme.) ^ Newyork, 23. Mai. Wie .Newyorl He"s' aus Washington meldet, wurde wegen der SckMeu^ leiten der Anschaffung von einer hinreichenden "Nzai Transportfchiffen für die Expedition nach M'""" beschlossen, falls es nothwendig fein follte, Schifte I" den Regierungsdienst in Beschlag zu nehmen, "" sich die Schiffseigenthümer weigern follten, eme gemessene Entschädigung anzunehmen. ^,-s.Z Washington, 23. Mai. General M" glaubt, dass für die Operation auf Cuba sb." Mann Truppen nothwendig sein werden, da "'"!! ...g Seite der Aufständischen keine bedeutende Unterstütz"'» zu erwarten hat. Die Blockade über Manilla W" in formeller Weife verkündigt. Die Regierung .^ absichtigt neuerdings, mindestens 50.000, melie^ sogar 100.000 Freiwillige anzuwerben. In po""!^, Kreisen wird, obwohl man den Beschluss, Cuba "^ zu anuectieren, billigt, der Meinung Ausdruck 9^' dass es ebenso schwierig sein werde, die amerikaiM^ Truppen, wenn sie sich einmal auf Cuba beslU ' wieder zurückzuziehen, wie es bezüglich der engui^ Streitkräfte in Egypten der Fall war. .5,«, Washington, 24. Mai. In der Nepm^ tantenkammer brachte Pearen einen Gesetzentwurf .,, betreffend den Bau von 5 Kreuzern erster ^aii^ 10 Torpedobooten, 15 Torpedozerstörern «no ^ Stahlkanonenbooten. Die Gesammtkosten der ^ heimischem Material zu erbauenden Fahrzeuge i 39,250.000 Dollars nicht übersteigen. ..,5 New york, 23. Mai. Wie ein Telegramm" Washington meldet, gewinnt dort die Annahme, ^ Castillo betreibe die Abtretung der Philippen ^ Frankreich, um zu verhindern, dass sie in amerilan i Hände fallen, immer mehr und mehr an V^oeN' e- Madrid, 24. Mai. Die Manöver der »^ Escadre werden unverzüglich beginnen. Wie gen ^ wird, wirbt die Regierung neuerlich ein Paketboo ^ um dasselbe für den Krieg auszurüsten. Eine ^-A aus Havanna besagt, dass neunzehn anierna» > ^ Schiffe vor der Bucht kreuzen. Man vermuthet, wichtige Ereignisse bevorstehen. az jo Madrid, 24. Mai. Herzog Alutova ^ wurde zum Minister des Aeußern ernannt. VelegratNtN«. ^ Budapest, 24. Mai. (Orig.-Tel.) Die M ^ 25. und 26. d. M. in Aussicht genommenen ^, gations-Diners unterbleiben wegen Ablebens ves Herzogs Leopold, .^^cher Zeitung Nr. 117. 949 25 Mai 1898. bM^' ^. Mai. (Orig.-Tel.) Seine Excellenz ^nLNlMlster Dr. Vaernreither weilte gestern und cvlnin/"- ^''^^' besichtigte mehrere industrielle und sich Melle Etablissements, wobei er Gelegenheit nahm, ei^I "lle einschlägigen Fragen des hiesigen Platzes unkrbl'l. ^" "'formieren. Auf Wunsch des Ministers Wal/, leder ofsicielle Empfang und sonstige Ver->"Zungen. herzog k?burg, ^' Mai. (Orig.-Tel.) Der Groß-auz ^^"^ gestern abends vor dem Schlafzimmer Gentes ^^ ^^ ^ Verrenkung des linken Hüft- H H^"/ 24. Mai. (Orig.-Tel.) Der Marineminister die Ka. s^"'b an Herzlähmung. Nichts ließ gestern legte si? Me voraussetzen. Trotz des Unwohlseins sich d!n A?" Minister nicht zu Bett, sondern widmete ^htdrnl. !"^eschäften. Als der König von dem ge-^lten?!! " Zustande des Ministers Kenntnis er-jchyH ^le, keilte er sich, ihn zu besuchen, traf ihn wU ^ "'^ lebend an. Die König war tief be- ^bleb?"^ ^^ Mai. (Orig.-Tel.) Aus Anlass des °fsentlick ^ Marineministers V. Brin haben alle t>es znA," Gebäude Trauerfahnen gehisst. Der Familie kites' k"m ^"b zahlreiche Bcileidstelegramnle, ^enua k ^"' ^^luzen von Neapel, dem Herzog von - oem Herzog der Abbruzzen lc., zugegangel». Pch. "°"l. 24. Mai. (Orig.-Tel.) Wie die «Morning-^eisr,, ^^. stellt das auswärtige Amt in officieller ^Ulnun ^nbe, dass die Nigerfragc aus Grund der falten ? ^"' Dussa durch Frankreich und das Zurück- 'n von Nitti geregelt sei. R GM "^ ^- Mai. (Orig.-Tel.) Die Königin ist N„,M nach Neuwied abgereist. Zische ""st, ^. Mai. (Orig.-Tel.) Die parlamen- B»n lston wnrde bis zum 27. Mai verlängert. ??Met ' ^' ^"'' (^"g.-Tel.) In Constantinopel besk, ^-^ die Ankunft des Fürsten Ferdinand auf z^unrrise nach Vulgarien. tltle n" "' 24,, Mai. (Orig.-Tel.) Slatin-Pascha hat ^^ubsreise nach Wien angetreten. Angekommene Fremde. Hotel Stadt llvlen. Am 24. Mai. Gailyofer, Ingenieur-, Mayer, s. Familie, Vanlbeamter; Hlavatschel, j. Frau, Beamter; Schmied, Braun-milller, Epstein, Meisner, Weiß, Wol, Sonnenschein, Kauppe, Nirschy, Semann, Durstmüller, Albrecht, Grünberger, Kslte., Wien. — Stülzer, Hotelier, Krapina. — Varon Baillon, Guts' besil^er, Krainburg. — Prettner, Private, München. — u. Ober» eigner, l. u. l, Lieut,, Kratau. — Hüfler, Verwalter, Marburg, — De Col Tana, s. Frau, Privatier, Bellmw. — Dapero, Privatier, Trient. — Platzcr, Privatier; Simon, s. Frau, Privatier, Klagenfurt. — Merl, s. Frau, Privatier; Menzl, Kfm., Graz. — Margoni, Susa, Kflte., Trieft. — Neumütz, Kfm., Lemberg. — Aichenwalder, Kfm., Willanz. — Mattner, Neumann, Me,, Linz. — Deutsch, Kfm., Vrünn. — Kasovitz, Kfm., Prag. — Hinn, itfm., Dornbirn. Verstorbene. Am 33. Mai. Stanislaus Dolenec, Tischlerssohn, 14 T,, Nadchlystraße 1, Darmcatarrh. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. I ^« W^ ß" Wind de^i^mel« KnZ ... 2 U. N. 729°9 16 8 SSW^ mäßigt ""RWn^" ^^' 9 , Ab. 728 b 13 1___S. mähig theilw^hcite^ 25v I 7 U. Mg. ! 728-3 , 13 9 j SW. mäßig s 'Hwültt i 0'5 Das Tagesmittcl der gestrigen Temperatur 13 9°, um 12° unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowsly Ritter von Wisjehrad. Photographische UPParate für Dilettanten. Wir enlpfehlen allcn, die für Photographie, diese» anregendstru u»d von jcderniann leicht zu erlernenden Sport, Inten-ssc hadcn, das feit 1854 bestehende Specialhanö pl)otugrapl)ischcr Bedarfs arlilel der Firma A. Moll. f. u. l. Hoflieferant, W ien, Tuch laubm 9, und die Durchsicht ihrer illustrierten Pleuliste, du' auf Wunfch gratis verschickt wird. (27ll) 6—1 hierr.y°" liefstein Schmerze gebeugt geben wir «nse ° ljetrül)ende Nachricht von dem Ableben Va, res 'nnigstgeliebten Gatten, beziehungsweise ers, Herrn Anton Zadnik • Strafhausverwalter, Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone fifc Diensla&» den 24. d. M., um 12'/, Uhr vers , utaß oach langem, schmerzvollem Leiden, seine mit den lieil> Sterbesacramenten, in j*1 60. Lebensjahre verschieden ist. 26 d M Leicnenl)egiingnis findet Donnerstag, den ¦'*•> u™ 4 Uhr Nachmittag statt. kirche'^ ^e*J- Seelenmessen werden in der Pfarr-|Q Vigaun gelesen werden. Vleaun, den 25. Mai 1898. e*alette Zadnik, geb. Kutsohera, Gattin. *atonle und Josef Zadnik, Kinder. Globoko užaljeni javljamo žalostno vest o smrti našega iskreno ljubljenega soproga, oziroma oèeta, gospoda Antona Zadnika c. kr. oskrbnika kaznilnice, lastnika zaslužnega križca s krono ki je v torek, dne 24. t. m., ob polu 1. uri po-poldne po dolgi, muèni bolezni, previden s sve-timi zakramenti za umirajosie, v 60. letu njegove dobe umrl. Pogreb bode v èetrtek, dn6 26. t. m., ob 4. uri popoldne. Svete zaduSne maäe brale se bodo v župni cerkvi v Begunjah. V Begunjah, dne 2B. maja 1898. Henrljeta Zadnik, poroj. Kutsohera, soproga. Antonlja in Josip Zadnik, otroka. Jenem Herrn der sich gestern die Monatzimmer in der Herren-gasse Nr. 10 angesehen hat, wird bekanntgegeben, dass er auch ein einzelnes Zimmer haben kann. (2068) JLelterer Maschinenschlosser der gut montieren und die Aufsicht in der Werkstätte führen kann, wird ausgenommen in der Xielmfabrik, Lalbaoh. _____________________(1987) 4-4 Unterricht im Radfahren wird auf der neuerrichteten schattigen Fahrschule im Garten des alten Spitales (Wienerstrasse) ertheilt. Anzufragen bei Bohineo & Majoen, Fahrrad-Niederlage, Wienerstrasse Nr. 5._______(1888) 5 _ ünwiflerruflich letzte Woche • In der Lattermann'-iAllee. Vom Sonntag den 15. Mai an Neu! Gastvorstellungen! Neu; Die gelehrtesten Hände der Welt! !Ohno Conourrenz Garo, der wirklich auf der Welt einzig existierende clavierspielende Pudel, welcher im Vereine mit 20 seiner Genossen, reizende Thierchen, seine Künste zeigen und die IJowunderung der Besucher im höchsten Grade erregen wird. Caro ist eine Glanznummer ersten Ranges, indem er unter anderem auch «Die letzte Rose> aus der Oper «Martha» und den etc. auf seinem Ciavier spielt, was bis jetzt einzig auf der Welt dasteht. Die letzteren Hündchen, welche man nach vieler Mühe und Ausdauer dahin gebracht hat, Schreiber, Leser und Rechner zu sein, so dass sie jede vom Publicum gestellte Rechnungsaufgabe zu lösen vermögen, sind Farben- und Blumenkenner, Gymnastiker, tanzen Ballet und führen zusammen ein großartiges Potpourri auf. Mit einem Worte, die Thiere producieren sich in einer noch nie dagewesenen Weise. Zu dieser hochinteressanten Vorstellung erlaube ich mir, das geehrte Publicum, besonders Kunstkenner und Liebhaber von Hunden, ganz ergebenst einzuladen. Eintritt: Sperrsitz 60 kr. — I. Platz 40 kr. — II. Platz 30 kr. — III. Platz 15 kr. Militär ohne Chargen und Studenten zahlen auf den ersten drei Plätzen die Hälfte. Vorstellungen finden statt: die erste nm 4 Uhr naohxnlttags, die zweite nm 6 Uhr und die dritte um 8 Uhr abends. — Eine halbe Stunde vorher Cassa-Eröffnung. (191U) 9 Course an der Wiener Börse vom 24. Mai 1898. N^ d«m oMenen CourMatte p/^^schuld «!l 'Nelb Ware «landbl. ^ Ü0 ft. lW_,W- MAN«.«« Gelb Ware V«n «t»«te z«r Zahl««« »e»«o««en« Visenb.'Pri»»^ 0bli>«N»nen. 4'/, ab 10»/« «. G», . . . Hü üo 117 30 Ulisabrthwhn, 400 u. »00« Vl. LOOM 4»/, . . 12» »lN 12, «<> yla„..I»sel.V., »m. 1»»4. 4»^ «« >b »<»0 7Ü ««lijNche Karl < Lubwl« < Nahn, dwcril Glücke 4»/„ .... 9!»lü,<«>lü Vorarlbtrzer Bahn, :»0 Un«. »olbrente 4°/^ per V«sse !20 «« 12< - dt°. bt,. per Ultim» .... 12« 65 ii!l «5 dto. Nenlr in Krvütnwähr,, 4°/^ steuerircl für 2NU Kronen N««. l!9 «« 99 .'ü! 4»/„ bto, bt». p« Ullim« . , 99lU 9i» 3ü b bto. bl», VÜber 100 fl,, 4»/,'/, lot» 1U l0i -bto, Gtaats'Oblig. (Ung, Ostb.) v, I. l»7S, b'/,..... lLN 25 121 Lü bto.4>/,°/,Echanllt8«l'«lbl.'0bl. KU 4N 101 4> bl«. Vrim.'Unl. k lua fl. ». U. ib? 50 N»le!ht 1»7» . . io9 bo iiu d0 ?l!llthen btr Gtabt ««« . . 112-50 — — Uoleuen d. Otadlgfmeinoc Wien 104-— 105 — Nüleuen b. Gtadtntintlnbe Wien (Gllbsi über Gold) .... 12«.- 12? — Prämien.Viü, b, Ktabtam. Wien i?u cr all« «ft.ln»0I,»««l.«»/, 9« 70 99 60 dto bto. 5«/,,lI,»«. !17 5Ull«« N -eslerr, L°nbe«.H»u>..«nft, 4«/. 99 «0 100 »<> Qtst-,,Ng. V°Nl «rl. 4'/« . . l0U«0lU12!> bt°, bto. dNjähr, ., 4'/» . . 1W20 1Ul^0 Gpa«°Nt.».«st..»od.l>'/.°/»^ l(,i5« — Pliorltzts.Gblig««isn«n (ftl 100 sl). ««blnanbsNordbahn »«. 1»« ioo 80 l«l «0 Öesterr. Norbwcstbahn . . . Ill - 1!1 uu Otaat«bah»3°/„kssrc«,50«p.St. LiSb» -- Jüdbahn 8°/» k Frc«, 500 p. St. i«i^u 182 i« bt° b°/^«0«fl. p. lOo ft. üiN-40 »2? - tln« >aa'.!z, V»h»..... 108 «o I09 «>, «»/. Untttll»l!Ul lv«h«» . . 99 50,00— «nal»Otft. V«nl«»fl.«'/»«- 158 50 159 - Vanlverew. Wiener. 1«> fl. . 2«9 bo 270 5.0 V3bc?.A'.si,.0es«,.«<'0fl,2,">V. 4«? - 468 - «Irbt'Anst. f. H°nb, u, «. 16« N> — — —'— dto »to. per UlUmoSeptb,. 657 50^5»'- «reditbanl. «lll«, ung.. eou ss. . 39» —390öo Deposttenbanl, «llg„ «» st „- 225-22?. ««illmpte'<»el,. Nbröst., «» ll. ?5I - 758 - «il°"i Lasse»v, Wiener, »oosl. 259^ z«,-^ bt>pothelb,.Oest..25 — Unw»b«nl »Ov N. - - ' ' L97-298- Y«ll»hl«b»nl, »llß., W K. i 174 50 l?b »U Veld Ware Attien v«n GranspoN» Unternehmungen (per Erücl). »nM°Tepl. Eisenb. 80» sl. . 1640 l«50 Vöhm. Nordbahn 1K0 fl. . . 861 — 2L1 75 »uschllshrader l Vobenbacherlt.-N,ll0»fl,O. ?z?5 74-50 Ferdinands Nurbb, loaofl.EN. 25UN- V520-Lemli,'Czerno!v,° Iasfy - «isenb.» Gc!ell!chaft 200 fl. E, . . 295 — 290-s.o Lloyd, Oest,, Trieft, 50U fl.CM. 4«» — 44l- vcsterr. Norbwestb, 200 fl, I. l»^9 - 250 — dto. dtll. Nlt. N) 200 fl, I. 2U1-75 281-90 Prag'Diller Elfenb. 150 fl, 2. . 94 75 »5 75 Elaatseilcxbahn 200 fl. G. . »5!1 25 35U?!> Südbah» Ll>0 sl. L..... 70 50 7l l>0 Lübiwrbo, «erb,-V, 200 fl, CM. 20? — 208 — lillmway-Ges.,Wr,,l?nfl,»,W, —>— — - dlo. r!tat».«lcti«n 100 fl, . . . 12? — 129 — Una >«allz, «ilenb,20(>fl, Eilb« 212-50 21350 Nna.»«ft»,(»i»ab>Vrll,)20Nfl,S. 210 — 811'— Wien« LacalbahntN'«ct.'G«f. — — __>— zndustrie.Actitn (per stück). V«ug«I„ «ll«. «st., 100 fl. . . 114— ii< L5> Eglibi« Visen» und Vtahl>Inb. in Wien 100 N..... «ü _ 8« _ «ilenbahnw.Üeiha,, Erst», 80 fl. 134-40 135 40 ,Mbemühl", Papiers, u. »,>». 82 — 98 5N LIesinger Brauerei l0N fl. , . 14«^ 147 ^. M>)i!!an'V«lclllch , Oest, .alpin« ,^g 95 ^4 45 Praqer »ls«n-Inb,.Vt<. «00 fl. 742 — 745 — Valao-T»n. Vt«lnl»hltn »0 ft. «20 — «25 — „Schlhwltz,", Papl«, «ON. 314-218- ««»»<»,«!,". W»P»«<. ». «<«. ,U9 50 l?U ft0 Velb Ware Ira 182-50 Wassenf.°»..0est.inMen,10«s,. 315 - 8,7 — WaagonL«ihanst., »ll«,.. inP«». »u f:......... 630 — S40 - Wr. Vaugesellschaft loo ft. . . na— Nl — «ltnerberge, glegel.Uctien^Xl. 33« . 33? — ,t,erft s,s, (per Stils), »nbapfst.Vaflltca («>om»«u) . «70 7 w Credülose 100 »l...... 2„a-- 201 — «Narn Uose 40 fl, «M, , . . L5-— ,!5b0 4»/nDon»U'N«NlpHch, l»0fl,«R. 171— 75-^ Ofencr Lose 40 fl..... l»7 25 «825 P«Isfl,Lose 40 fl, «M. . . . an«5 «725 «lltlieüirreuz, Ocst,Ves.v.,l»N. ^0 25 207Ü «uthe» zfl-eiiz, Unn, «ef. v.. eft. iu-5U i r — «udolph-Uose 1» fl..... 27-— 2i»- — Lalm Uose 40 fl, Franc« Stücke..... 9l>» 955^ Deutsche Relchsbanlnot« . . 5» 80 58 67. It«l«en««, ««»««««, ... 44 40 44 !»n H«p<«.»«X« . . . l » i l,?, , ^