Nr. 6 7. Mittwoch,22. März 1905. 124. Jahrgang. OMcher Zeiwm. iihlin^^^nsprtiS: Mit P ostversen dun g: ganzjähri!, 30 X, halbjährin 15 X. Im Kontor: ganz-^,s ' ^ldiäyrig ii li. ssür die Anstellung i»S Hauö um^jährlg ^ X. — I»strtionö„cbül,r: Mr llciiie ^ ""ieratc bis zu 4 Zrilcn 50 li, größrre per Zeile 1^ d: bei öfteren Wirberliulimuen per Zeile , Sprechstunden der lücdaltiuii uon u bis lu Uhr uurmitlags. Unsranlierte Äriesc werbe» nicht angenommen, Manuskripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Teil. ^ .^ k. k. Landespräsident im Hcrzogtume H^ur hat den absolvierten Techniker Joses l^s )"" äuin Staatsbaudienste iir Kram zuge-»^ ^ Nichtamtlicher Teil. Österreich und Ungarn. N Das „Frcmdcnblatt" benlerkt zur Reise Sr. ^Mtat des Kaisers nach Budapest, daß die letzten N^ der ungarischen Geschichte das ungarische ^ sur Genüge überzeugen konnten, von welch ^ujchütterlichen koilstitutioiielleii. Grundsätzen der onarch erfüllt sei, wie gerne er allen jenen Wün-sn!^ ^ ungarischeir 3iation entspreche, die geeignet ^"' chren wirtschaftlichen und kulturelleil Fort-a / su fördern. Aber alles, was die Gemeiu->"M^t ^ Arlilee, ihre einheitliche Führruig, schwä ^ und damit die Sicherheit des Reiches und seiner Ti- '! ^lhüttern könnte, nlüsse aus dem gärenden Uni> - ^^ Parteitämpfe ausgeschieden werden sick ^?^ ^ch jenen Geboten unterordnen, die Ui,s> ^ I^tbst aus dem Wesen eines gemeinsamen ." einheitlichen Heeres ergeben. Die Parteien ""den nun ihr letztes Wort sprechen müssen. Un-^n ,tche vor folgenschweren Entscheidungen. Noch ^.wc die UnabhängigteitSpartei auf sie einen be^ ^^nenden Einfluß nehmen. Sie kann ihn aber i^.bcrlicren, lvenn sie dasMaß ihrer Kräfte cbeilso ^ ^-Oätzt, wie sie die Stärke jener historischen und ^Mwnellen Einrichtungen unterschätzt, die bisher ^H?^ ebenso wie Ungarn den gemeinsamen Nin l^ ^^ die Pflege gemeinsamer Interessen er-Huchten, welche die Grundlage der Wohlfahrt "^ Ncichshälften und der Stellung der Mon- "l)le in Europa bilden. Nicki 6 "^^ Wiener Tagblatt" führt aus, es sei ^^anzunclnnen. daß der Monarch in Sachen der Reichsraison und des Reichsbedürfiusses in dem Augenblicke, da er österreichischen Boden verläßt, anderen Sinnes werden wird. Österreich ist nicht willens, daß sein, Lebeusinteresse bei einem, eventuellen Friedensschlüsse in Ungarn um Haaresbreite beeinträchtigt werde. Es sei eineÄufgabe von außerordentlicher Mühe und Tragweite, die der Monarch unternimmt, indem er seinen, Einfluß, seine Erfahrung und Autorität dafür einsetzt, daß der Heilungsprozeß beschleunigt, daß der Wille der Parteien mit dein Landesinteresse, und daß dieses letztere so weit wie möglich mit dem Reichsinteressc in Einklang gebracht werde. Das „Deutsche Volksblatt" behauptet, die Zolltrennung würde Österreich nicht nur jährlich über ^l0 Millionen Kronen in den Schoß werfen, mit denen wir nnser Erwerbsleben befruchten und die steigenden Armcebedürfnisse leicht befriedigen könnten, sie würde uns auch in den Stand setzen, durch eine unseren Verhältnissen entsprechende Zollpolitik eine Reihe wichtiger Konsumartikel der breiten Massen zu verbilligen und damit ihre Lebenshaltung zu verbessern. Die „Arbeiterzeitung" führt aus, daß mit dein „Besiegen" der neuen ungarischen Mehrheit erst recht eine unklare Situation geschaffen würde. In welcher Formel die Krise immer aufgelöst wird: als Rest bleibt ein ungarischer Reichstag, dessen Aufgabe es ist, den Dualismus aus den Angeln zu heben. Die „Deutsche Zeitung" ist überzeugt, daß in dem Augenblicke, da das Gespenst der Zolltrennnng feste Gestalt anzunehmen droht, man in Ungarn sehr gelinde Saiten aufziehen und sich mit irgendeiner phrasenhaften Formel nach bekanntem Muster begnügen wird. Auf den österreichischen und speziell auf den Wiener Markt verzichtet der ungarische Laudwirt freiwillig gewiß nicht. Militärisches aus Bulgarien. Man schreibt aus Sophia: Unter den Fortschritten, die in der Entwicklung des bulgarischen Heerwesens in der letzten Zeit zu verzeichnen sind, stehen, nicht an letzter Stelle die die Reorganisation des Offizierskorps betreffenden Bestimmungen, die kürzlich erlassen wurden. Das Offizierskorps der bulgarischen Armee setzt sich, der Eharge nach, aus Unterleutnants, Leutnants und Hanptleuten zusammen, die die Kategorie der Subalternoffiziere ml-den, ferner aus Majoren, Oberstleutnants und Obersten, die der Rangsstufe der Stabsoffiziere angehören und endlich aus den Generalmajoren, Generalleutnants und den Generalen der verschiedenen Waffen, die die Generalität bilden. DaS Offizierskorps ergänzt sich im Frieden einzig und allein aus der Militärschule in Sophia; im Kriege dagegen kann anch durch Tapferkeit vor dein Feinde das Offizierspatent erworben werden, jedoch nur unter der Bedingung, daß der also Ausgezeichnete sich nach Friedensschluß dnrch Besuch der Militärschule die für seine Weiterbeförderung unerläßlichen wissenschaftlichen Kenntnisse aneignet. Je nach ihrer Änciennität werden die Offiziere bis Zum Oberst-lentnantsrange ohne weiteres befördert. Nnr solche Hanptlente, die keine höhere Militärschule besticht haben, müssen vor ihrer Ernennung zu Majoren dnrch eine Prüfung die Eignung für die höhere Eharge nachweisen. Die Bcförderuug der Oberstleutnants zu Obersten erfolgt nnr nach Wahl, und den Generalsrang kann nur derjenige Oberst erreichen, der sich in dieser Stellung hiezu besonders qualifiziert hat. Willkür und übermäßiges Protek-tionswcsen beim Avancement werden durch die Bestimmung sehr behindert, daß für, jeden Dienstgrad eine gewisse Mindestdienstzeit festgesetzt ist, bevor die Beförderung in die nächsthöhere Eharge erfolgen kann. Diese Zeitgrenzen betragen für den Unterleutnant drei Jahre, für den Leutnant vier Jahre, für den Hauptmann fünf Jahre, für den Major sechs Jahre, für den Oberstleutnant vier Feuilleton. Wie's gemacht wird oder Wozu die Zeitung gut ist. 1. l^."Alsa, Herr Untersuchungsrichter, steht's gut l °er Ermittlung desDiebes meiner Brieftasche?" kein '^^"' verehrter Herr; ich habe absolut gar list ^ ^ffuuna,. Ich, als alter erfahrener >!rimina-T'' s^be so leicht keinen Fall auf, aber Ihre schönen "sender sehen Sie nie wieder." "EoV Dann versuch' ich's!" Die Person, welche am Donnerstag die Lrüno Vrieftas ch e irrtümlich mitnahm, ersuche um Rückg a b e, da sie erkannt ist. Sonst erfolgsAnzeige. X. Y. Z. 2. bi'es '^"' Kinder, jetzt schreibt mal hübsch unter ^3 Aubriken Eure Namen, wo Ihr her seid, und ^ Nr könnt! So ist's recht!" ^. ..^lso! Auguste Lehmann, aus Treuenbriezen H,U"n.t. ^. ^.^ aus Meseritz — Ulkbruder, c»sHchen Schulze, aus Berlin - is Mädchen vor Auftreten der berühmtesten I chauspielgeselIschaft des Kontinentes: Amonda Leomanni di Milano, Excentric-Sängerin, Pro->essor Ludovico Ariono von Wien, Mößter Charakterkomikcr der Jetztzeit, ^arianca Snlciana aus Kopenhagen, U- Koloratur-Sängerin am kaiserl. rus-Mchen Hoftheater zu St. Petersburg. 3. „Nein, Herr Prinzipal, ich bin ein anständiges Mädchen; solche Worte und schamlose Anträge verbitte ich mir ein- für allemal. Verstanden? Tonst werden Sie Ihre Amanda Müller, noch kennen lernen! Meinetwegen entlassen Sie mich, ich find' sofort mein anständiges Brot!" Junge, schöne, unabhängige lebens-l u st i g c Dame sucht die Bekanntschaft eines reichen, wenn auch älteren Herrn. Werte Briefe unter „Amanda" Exped. d. Zeitg. 4. „Sie zieheil sofort aus; erst zahlen's drei Monate den Zins nimmer, dann pmnpen's mich mit 10 15 an, d'rauf koinmen's halt jede Nacht betrunken nach Hause und machen einen Lärm, wie 'nc Kompanie Soldaten, und endlich — nachdem Sie bei meiner Tochter abgefahreil sind — bringen's gar noch eine ,Kusiue' mit. Suchen's sich nnr gleich ein anderes Logis!" Ruhiger, solider, junger Mann, pünktlicher Zinszahler, s u ch t W o h n u n g, wenn möglich mit Faimlienanschluß, in besserein Hause. 5. „Sagen Sie, Meyer, können Sie mir etwa 25 bis 80 Heller leihen, znr Beschaffung einer Tasse Kaffee? Vielleicht anch w bis 12 Heller für Schwarzbrot?" „Bedaure unendlich, Herr Kompagnon, ich verfüge gerade noch über 10 Heller in bar nnd 20 Heller in Briefmarken, so daß es ebeu reicht, um unser Inserat wegzusenden." Geld an jedermann! Sofort cmszuleihende Beträge in jeder Höhe, von 200 Kronen an aufwärts. Be- deutende Summen stets vorhanden. Man schreibe Bankhaus Meyer und Komp., postlagernd Ofenpest. (1< 2.— beifügen für Spesen.) 6. „Ich kann dir nicht helfen, Elli, dein Lehrcrin-Examcn wirst du nie und nimmer bestehen, zum Kochen hast du nun einmal kein Geschick und einen Mann bekommst du infolge deiner mangelnden körperlichen Reize auch nicht. Versuch's mal so:" Ansehnliches junges Mädchen, wissenschaftlich und praktisch hoch gebildet, das auch mit Erfolg unterrichten kann, sucht Stelle als Hausdame, Erzieherin, Stütze der Hausfrau usw. Off. a. d. Exped. 7. „So geht's nicht weiter, verehrter Herr Sohn; Schnlden wie'n Major, im Examen durchgefallcn, Liaisons mit allen möglichen Weibern, Alimenta-tionsklagen, das ist deine Situation! Und was mich betrifft, so weißt du wohl, daß ich iufolge jener dummen Ehrenscheingeschichte meinen Abschied nehmen mußte und selber am Huugertuche nage. Also, mein Bester, hilf dir gefälligst selbst!" Vor n e h ill e r j u n g e r M a n n tadellose Vergangenheit, in höherer Staatskarriere, alls hochachtbarer Familie — Vater pensionierter Offizier — schuldenfrei, flicht auf diesem Wege reiche vermögende Dame keimen zu lernen. Gef. Offerten unter „Mariage 20« Ew°di.w.. d, M.'.te«, ^ ^ ^,,,^ Laibacher Zcitunq Nr. 67. 564 22. März 1U05. ^. Jahre und für den Oberst fünf Jahre. Zu diesen BestinlNlUllgell konnut noch die Allordllung, daß vom Hauptmann bis zunl Oberst jeder, dcr befördert werden will, mindestens die Hälfte dcr für den Verbleib in seinem Range festgesetzten Zeit im aktiven Frontdienst und in der seiner Charge entsprechenden Dienststellung zugebracht haben muß. Nur im Kriege können die hier angeführten Vcför-derungsbestinmlungcn mit dem Einvcrständnis des Kricgsratcs Änderungen erfahren. Von Wichtigkett sind unter den das Offizierskorps betreffenden Reformen noch die auf den Generalstab bezüglichen Verfügungen, welche zeigen, wie schwierig es ist, in dieses Elitckorps definitiv eingereiht zu werden. Der Gencralstab ergänzt sich aus Offizieren, die nach mindestens vierjährigem Dienste in der Front, entweder die Ecolc superieure de guerre in, Paris oder die Nikolaus-Gencralstabsakadcmic in St. Petersburg oder die Kriegsschulen in Brüsscl oder Turin besucht haben. (Diese Schulen im Auslande mußten hinzugezogen werden, da Bulgarien kein eigenes derartiges Militärinstitut besitzt.) Nach bestandener Prüfung folgt für die betreffenden. Anwärter ein zweijähriges Kommando zum Geueral-stäb, sodaun trctcll sie wieder auf zwei Jahre in die Front zurück und erst nach einer abermaligen erfolgreichen Dienstleistung im Generalstab wird ihre Ernennung zu Gcneralstabsoffizicreu für die Dauer eines Jahres ausgesprochen. Wer Ausficht habeil will, vier Jahre im Generalstabe zu bleiben, der muß zuvor nochmals auf zwei bis drei Jahre in die Front zurücktreten und vou seinen Vorgesetzten besonders empfohlen werden. Die Reorganisa-tionsbestimmungeu des Offizierskorps umfassen außer den angeführten Punkten die Schaffung der Kategorie der zur Disposition stehenden Offiziere und die Ergänzung der Rcserve-Offizicrc und regeln endlich die Urlanv5verhältnisse der Offiziere — jeder Offizier hat alljährlich Anspruch auf vier-wöchentliche Beurlaubung mit Gehalt — und die Bedingungen für ihre Verabschiedung. Politische Neberftcht. Laibach, 21. März. Das eigenhändige Schreiben des Kaisers von China, welches der chinesische Gesandte Yang - Tscheng am 19. d. M. Er. Majestät dein Kaiser überreichte, brachte, wie man uns mitteilt, den Dank für ein eigenhändige^ Glückwünsch schreiben zum Ausdruck, das der, Kaiser im vel> gaugenen Jahre an die chinesische Kaiserin-Mutter anläßlich des siebzigsten Geburtstages derselben richtete. Der Inhalt de s Schreibens, das einen zweifachen Text, einen chinesischen uud einen mandschurischen, hat, war dein Kaiser vorher in französischer Übersetzung zur Kenntnis gebracht worden. Seine Majestät nahm den Gesandten ?)ang-Tscheng in sehr huldvoller Weise auf und führte mit demselben in deutscher Sprache eine längere Unterhaltung. Der Kaiser ergriff den Anlaß, um seinen Dank für das vor einiger Zeit in Wien eingetroffene Bildnis der chinesischen Kaiserin-Mutter zu wiederholen, daß letztere ihm. anläßlich ihres Geburtstages sandte. Landeshauptmann E b e n h o ch äußert sich im „Winzer Voltsblatt" über dieBezie h uuge n zwischen Ost err eich und Ungarn wie folgt: „Die Lösung der Gemeinsamkeit zwischen den beiden Staaten würde schwere Folgen nach sich ziehen, die sich in einer Schädigung in wirtschaftlicher, militärischer und politischer Beziehung in vei-oen Staaten äußern würden. Um Ungarn gegenüber keinen Zweifel darüber aufkommen zu lasfen, daß wir die Trennung zwar bedauern würden, aber nicht fürchten, ist es Pflicht, zu erklären, daß, wenn llngarn die wirtschaftliche Trennung schon will, dies lieber sofort geschehen müßte, als nach einem Übergangsstadium, das uns nur schwächen, Ungarn aber stärken könnte. Die Forderuug, an Stelle der Zollunion, mit Ungarn eine solche mit Deutschland zu setzen, müsse jedoch als unmöglich bezeichnet werden, weil Deutschland cine solche nie eingehen würde." In der jüngsten. Ieit wurde in verschiedenen Versionen das Gerücht verbreitet, daß die öster -r e i ch i s ch - un g a ri s ch e Negiern n g nut dcr Pforte in Unterhandlungen, betreffend das Protektorat über die Österreich-Ungarn unterstehenden religiösen Orden und Iustitute in der T ü rtei, eingetreten sei. Insbesondere wurde diese Nachricht von der „Agence telegraphique bul-gare" in. Form einer Konstantinopeler Meldung mü dem Bemerken veröffentlicht, daß diese Aktion auf die Aufhebuug des französischen Protektorates über die Katholiken im Orient abziele. Cine Mitteilnng aus Konstantinopel erklärt jedoch diese Behauptung als vollständig unbegründet und versichert, daß zwischen den genannten Regierungen absolut keinerlei Meinungsaustausch über den bezeichneten Gegenstand stattgefunden hat. Man habe es hier mit einer freien Erfindnng der Pariser „Information" zn tun, aus deren Quelle seit einiger Zeit auch der „Agence telegraphique vulgäre" Nachrichten höchst zweifelhaften Wertes zufließen. Dem „Figaro" znfolge wird das französische Mittelmecr - G e s ch w adcr nach einer vom Marineminister im Einvernehmen mit dem Minister dcs Äußern getroffenen Entscheidung gegen Ende April eine längere Kreuzfahrt längs der algerischen uud tunesischen Küste unternehmen und dann mehrere italienis ch eHäf e n, insbesondere Genua, Neapel, Messina, anlaufen. Das Geschwader sollte ursprünglich auch diesmal seine alljährliche Übungsfahrt nach der Levante unternehmen, doch halte die Negierung dies nicht für zweckentsprechend. Die in französischen Blättern verbreitete Behauptung, daß die portugiesische Regierung, um sich bei deu jüngsten Wahlen die Mehrheit zu sichern, und speziell die Republikaner zurückzutwM gell, eine Verschiebung uudNeugestaltung dcr H>aY, bezirke vorgenommen habe, wird in einer ^"ttc^ lung aus Lissabon als uuwahr erklärt. Die WalM haben sich durchaus auf Grund des bisherigen Wahlsysteins vollzogen. Die Behauptung, daß oc>. Köuig ans die Wahlen indirekteil Einfluß gcu^ men und bei der Regierung den Wuusch nach ^' ständiger Fernhaltuug dcr Republikaner von "" Kanuner geltcud gemacht habe, sei erfunden. Tagesneuigteiten. — (Wie Beethoven komponiert^ Über die Art, wie Beethoven bei der Komposition p' ner klassischen Sinfonien M Werke ging, brings die „Grenzboten" in einem Artikel über seine „Eroica interessante Mitteilungen, denen folgendes cntno"' »neu ist: Beethovens Arbeiwlveise war gang ani^ als etwa die Mozarts, der seine Werte im Kopf "^ ständig ausarbeitete und dann in einem. Zuge niede^ schrieb. Fast wie eine Vicnc sammelte Beethoven i^ Einfälle und notierte fie immer fofort einzeln, trug jederzeit einen oder zwei gefaltete Bogeil ^otel Papier in der Tasche mit sich, in die er die ihlN cinl"' lcndcn musikalischen Gedanten in abgctür^tcr Fl)N>' in einer Art Stenographie, die für andere mü^'u war, eintrug. Wenn ihm Notcnpapier einmal M ' wurden wohl auch die Speisezettel der WirtsclM^ oder was sonst gerade bei der Hand war, beschuh, Zur weiteren Ausarbeitung seiner Gedanken lMeN er sich gebundener St'izzenbücher. In diese uou^ er seine Entwürfe meist nur aus ein System, "./. ill einstimmiger Notation; nur zuweilen finden ^ besondere Vermerke über Harmonie und bei OläM,.^. werten über die Instrumentation. In dieser ^^ sind nicht selten ganze große Teile voll Kompositi^ i»i Zusammenhange notiert. Aber solche größere ^ ^ zeil sind in der Regel erst wieder das Ergebnis ^u vorausgegangenen langen und mühevollen ^ , ^ Das Komponieren war für Beethoven keine le<" Sache, vielmehr vom Anfang bis zum Ende ^in M res Ringen. Für junge und schnellfertig? Kompoiu^ dürste nichts lehrreicher sein. als Beethovens ^li^. bücher zu studieren. Was dem Laien wohl am un ^. greiflichsten ist, Beethoven mühte sich auch uM Erfindnng der Themen. Melodien, von dcncn ^ glaubcu sollte, sie könnten nicht anders lauten, "< wie sie dastehen, sie müßten dcr Eingebung einer glu lichen Stunde cntsvrungcn sein, sind nicht selten la" sanl erarbeitet, haben sich aus unschcinbarcn ^'" . stückäMwoise entwickelt. Uno cbcnso mühte sich ^ ^ voll um den Aufbau im großen, tastete und s^/ nicht scltcn lange nach eiilzelnen Übergängen un^^, dulationen. Er entwarf und verwarf wieder, ä'^ und feilte an einem Werke oft monatelang, ja j^, <.; laug. Anders ausgedrückt, Beethoven arbeitete "l nur mit dcr künstlerischen Inspiration, sondern zur Seite trat wcglcitend und bessernd sein l)>^, Kunstvcrstcmd. Er ging von poetischen und phibM^. Familie Hermann. Roman vou Alexander Römer. (17. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Vor ihrcn Augen gaukelte uoch Fritz Lang-marks leuchtend glückliches Gesicht, und sie besann sich mühsam auf die nächste Wirklichkeit, als der Wageil in den Eppendorfer Weg einbog. Ach — — der neue Papa--------hoffentlich störte er ihre Kreise nicht, es lebte sich bisher so gnt bei der Tante. Tage wareil vergangcn. In der Villa am Ep-penoorfer Weg herrschte, seit die neueil Ankömmlinge darin hausten, eine gedrückte, unbehagliche Stimmung. Frau Cillys großer Enthusiasmus, dcr sie zu dieser edeln Tat getrieben, der ihr Nacht nnd Tag keine Ruhe gelassen, bis sie sie ins Werk gesetzt und den einzigen Bruder aus seiner Verbannung erlöst hatte, war merklich abgeflaut. Wie viel Pläne hatte sie ersonnen für ihn, für eine, wenn auch bescheidene, so doch anständige und behagliche Existenz, die ihm hier ermöglicht werden sollte! In diesen Klängen hatte allerdings seine Frau, die er ihr als brav und tüchtig geschildert, eine wo sentliche Rolle mitgespielt. Wcun sie im ersten Augenblick gemeint hatte, der Tod dieser Frau erleichtere diese Situation, so fand sie jetzt bei näherer Einsicht, das; ihre Aufgaben dadurch wuchscu. Sie hatte nie darau gedacht, die ganze Familie dauernd in ihrem Hause zu beherbergen, sic hattc mit ihrcm Schwager Peter Armstrong verschiedeile Debatten gehabt, die allemal hitzig endeten, ^ic hatte von i'hnl das Anerbieten erwartet, daß er den Heimgekehrtcn auf seinem Kontor beschäftigen wolle — Alfred war doch Kaufmann, mit allen Brauchen des Faches vertraut, hatte schon sein eigenes Geschäft gehabt. Wenn er damals im Übermut dcr Jugend und seines Temperaments sich in unsinnige Spekulationen einließ, große Summen verbrauchte und so seinen Rnin herbeiführte, fo hatte das schließlich nichts mit seiner kaufmännischen Begabung zn tun. Aber Peter Armstrong war ein hochfahrender und halsstarriger Mensch, der bei seiner vorgefaßten Meinung blieb. Er ließ sich auf nichts ein, er verwahrte sich bestimmt gegen jegliche Gemeinschaft mit dein ehemaligen Sünder. Ja — diese kalten Rechenmaschinen! Jetzt wurmte es sie, daß er vielleicht recht haben könne und weiter gesehen hatte als sie. Der Alfred war schlaff und arg verwildert. Er gab sich von Ieit zu Ieit cincn Ruck, besonders in Gegenwart Klaras, der gegenüber er beinahe den Gigerl Heranskehren wollte. Es machte einen lächerlichen, ihr mehr und mehr ärgerlichen Eindruck, wenn er sich da galant wie ein Eourmacher gebärdete, ihr Stirn und Hand küßte und sich benahm wie ciu Geck. Dabei sprach er niemals davon, etwas beginnen zu wollen. Er stand spät auf, räkelte sich auf deu Stühlen, rauchte den ganzen Tag und ging seine Wege allein. Was sie ungefähr alls seinen Rcdcn erraten, hatte er draußen in St. Pauli ein altes Stammlokal wieder gefunden, dessen Wirt noch derselbe war wie vor 16 Jahren, uud sie vermutete stark, daß er dort in einer unglaublichen Gesellschaft kneipte. Am ersten Tage seiner Ankunft war er zum Diner nicht zurückgekommen, sondern erst gegen Mitternacht, wo sie ihn schweren Schrittes hiuauf-stapfeu gehört in sein Logis. Frau Eilly rüstete sich, heute mit ihrcin ^ dcr Alfred zu Pctcr Armstrongs auf dcr Uhlcny^ zu fahrcn. Er mußtc dcm Schwagcr uud D^ Mcrccdcs seinen Besuch machen. .,i Das elegantc Eoup6, das sie, laut AbkoMw illit dem Fuhrwerksbesitzer, stets zu ihren ^lM ^, teil benutzte, staud vor der Villa. Mr. Alfred, n" lieh eiue ganz noble Erscheinung heut' ill dein uel ^ dunkeln Drcß, mit dem Trauerflor um Hut Arm, kam Präzise von oben heruuter, und die b^ fuhren fort nach dcr UHIenhorst. ,^„ Ruth, wclchc mit Johnny hintcn im (>"N spiclte, hörte das Rollen des abfahrenden W"g'^ Sie lief nm das Haus in den Vorgarten um kanntc eben noch den Vater und die Tante. .^ Sophie stand da neben dcm Gärtner. „^ fahren sie?" fragte Ruth atemlos. .. ,,-i- „Iu Herrn Peter Armstrong, zu Don ^' cos Vater und Mutter." . .,' Ruths Augen, flammten. „Zu Don Ennc^ wiederholte sic, uud plötzlich stürzten große >^ ncn aus ihren Augen, „llnd sie habeil uns ' mitgenommen!" ^> Sophie lachte. „Kleine und gar so wilde " der kann Donna Mercedes nicht lcidcn", "U^. nctc sic; „und Don Enrico ist auch nicht w'^^ gekommen, wcil cr gefunden hat, daß du M ' artig warst." ^- Sophie liebte es, zu scherzen, und gcwZ . ^ dcr Friede zwischen ihr und Ruth noch ui")t ^ gestellt. Sophie fand ihren Posten, diese „0"" Rangen" zu versorgen, keineswegs angenehm- ,.< Ruths Augen sprühteil. „Das ist nicht way ^ rief sie, und dann plötzlich sich ihrer Träncn > ^ inend, lief sie ins Haus und hinanf in dic ^ ^ sarde, dcm cinzigcn ihr hicr ein wenig h"Uw^'. Wordeiren Plätzchen. (Fortsetzung l"0 ' Laibacher Zeitung Nr. 67. 565 22. März 1905. Pfund ^rhcmden. Eiile andere, ebendaselbst vorhandene Aus-'^llung enthält die wichtigsten, im menschlichen Kör-^ vorhandenen Elemente, teils in Zahlen, teils in wirtlichen vorhandenen Stoffen. Demnach enthält ein Mensch etwa 87 Pfund Sauerstoff, 15 Pfund Wasserstoff, cl>/> Pfund Sackstoff und 1 Kubilfuß Kohle. Ferner gewann man 120 Gramm Chlor, W Gramm Fluor, 500 Gramm Phosphor, 90 Gramm Schwefel, je 00 Gramm Natrium» und Kaliummetall, A Gramm Eisen, sowie 8 Pfund Kalziummetall. — (D e r F r a ck b e i den Goldgräbern.) Einer der reichsten Bürger von, Denver in Eolorado, Willard Hatch, besuchte kürzlich die „Stadt der Gold-felder" in Nevada und wurde zu einem Diner einge» laden. Er zieht sich seinen Gesellschaftsanzug an und will sich nach dem Gesellschaftslokal begeben, aber da nlan iil der Stadt noch niemals einen Frack gesehen hatte, so erregt er großes Aufsehen, bald umgibt ihn eill heulender Haufe und ein richtiger Aufruhr cut' steht unter den Goldgräbern. Schließlich packt man ihn nnter dem Arm, führt ihn in ein Tanzlotal und stellt ihn da aus. Jeder, der den Mann ill dem seltsamen Anzug sehen will, muß zwei Kronen zahlen. Für den Erlös dieser sonderbaren Ausstellung trinkt man begeistert auf Mr. Hatchs Gesundheit . . . — (Schwer zu sagen.) „. . . Wer ist denn eigentlich schuld an der Scheidung, Frau Nachbarin? Er oder sie?" — „Da hört mall. verschiedeil reden. Die einen sagen so uud die anderen so!" — „Sagen denn mehr so oder mehr so?" LolaI- und Provinzial-Nachrichten. "Philharmonische Gesellschaft. Viertes Mitglieber°Konzeit am 19. März 1905. Im vierteil Mitglieder^lonzert der Philharmonischen Gesellschaft leitete Musikdirektor Herr Zöhrer die Hauptbegebenheiten der Vortragsord-nung mit der Hingabe, dein Eifer und dem innigen Verständnis, die ihm zu eigen. Unterstützt von seinen Philharmonikern, die den Intentionen ihres Dirigenten gerne und willig folgeil, zeigte er in der Ausführung jenen frifchen, belebenden Schwung, der das Wert als Ganzes zur Geltung bringen will, ohne sich iiiiKokettieren mitEinzelheiten zu verlieren. Wir haben wiederholt bemerkt, daß man über die Auffassung des Zeitmaßes verschiedener Ansicht sein kann, daß mail die Verbreiterung dieser oder jener Gesangsstelle, die schärfere Individnalisierung einzelner Orchester-gruppen , die Verlangsamerung oder Beschleunigung eines oder des anderen Satzes wünschen dürfte, aber die Gefahr, den. einheitlichen Schwnng durch Ausarbeitung voll Details zu ersticken, an Stelle eines geschlosseneil Ganzen aufgelöste Teile zu bringen, ist bei einem Orchester, das dcm Dirigenten nur von Fall zu Fall zur Verfügung steht, mit dein er nach wenigen Proben schwere Instrmnentalwerke aufführen muß, nicht gering. Anders stehen die Verhältnisse bei sogenannten Konzertorchestern oder den orchestralen Vereinigungen von Großstädten; dort kann der Dirigent bis ins Mark der instrumentalen Gedanken dringen und sich Freiheiten erlauben, die durchzuführen hier unmöglich ist. Voll Dankbarkeit muffen wir im Gegenteil an erkennen, daß unter relativ ungünstigen Verhältnissen Treffliches geleistet wird und daß die Vorführung Von großen Instrumentalwerken einen vollbefriedigenden Gesamteindruck erzielt. Der geistvolleil Bemerkung Hanslicks: „Die großen Orchesterproduktionen sind der wahre Stamm, welchen alle kleineren singenden und klingenden Erscheinungen nnr mit dem zufälligen Reiz des Laub-gewindes umranken nnd die für den Konzertsaal dasselbe gelten, was die Tragödien der Klassiker für das rezitierende Schauspiel" können, wir ohne weiteres beipflichteil, denn die sinfonischen Konzerte bilden den Pulsschlag im, Musikleben, sie geben ihm Leben und Schwung. AnEütgegenkomliicn seitens des zahlreichen Publikums fehlt es zudem nicht und nnch das vierte Mitglieder-Konzert versammelte wieder alle trenen Freunde der Philharmoniker, die sie im Verlaufe der Jahre erworben; eine gar stattliche Schar, der alljährlich neue Kräfte zuströmen nnd die aus ihrer ehrlichen Begeisternng für die Schönheiten der hehrsten aller Künste kein Hehl macht. An der Spitze der Vortragsordnung — eine kluge und wohltuende Einrichtung — stand die dritte Sinfonie von Brahms, unserem Empfinden nach die schönste und geistvollste des Meisters der musikalischen Renaissance. Beim Genießen dieses Werkes fühlen wir die Wahrheit der schönen Worte Heinrich Hermanns: „Vrahmssche Form ist kein totes Gebilde, keine Formel: sie bewegt ein lebendes Gesetz des Geistes, das alles Schablonenhafte in nebelgraue Ferne bannt und jene innere Schönheit und Harnto-nie herstellt, die stets das Kennzeicl)en eines Meisters — aber niemals eines Epigonen gewesen ist. Steht Wagner allein für sich auf einsamer Höhe, von den Geistern Glncks und Webers beschirmt, so weilt Vrahms in den, Kreis der Geister, den Bach, Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert schließen." Nach Neimann waltet und webt in der dritten Sinfonie „der Frohmut des leidenschaftlich erglühenden Künstlergemütes, das im Vollgefühle seiner Krast lliid in der Freudigkeit künstlerischen Schaffens der Welt die reichsten Schätze seines Innersten offenbart. Die Themen find weit abgesponnen, in großen, schwunghaften Linien gehalten, trotzdem aber außerordentlich prägnant und von, blühender Gestaltungskraft. . ." Wir haben uns anläßlich der letzten Auf' führung der Sinfonie eingehender mit der Analyse des prächtigen Werkes befaßt, begnügen uns daher mit diesen knappen Andentungen; ebenso mögen die Eingangsworte als allgemeines Urteil über die Auf-führung der Sinfonie gelten. Sie übte großeu Eindruck auf die Zuhörer, die Herrn. Musikdirektor Zöhrer wiederholt aufs Podium riefen. Mit Kraft, Feinheit und Lebeil, verbinden die beiden Klavierkonzerte ill 1^ <1ui- uiu) ^X. llur von Franz LiSzt virtuosen Glanz und tiefen poetischen Gehalt und zeigen eine neue Form, die iil, ihrer wundervollen Einheit und Knappheit hinreißend wirkt. Welch fesselnden Zauber insbesondere das geistvolle ^«-dur-Konzert auf die Zuhörer ausübt, hatten wir bei feiner öfteren. Aufführung anch im Konzertsaale der Philharmonischen Gesellschaft zu beobachten Gelegenheit. Iil dem Konzerte lodert Leidenschaft und Feuer; Phantasie und Gestaltungskraft streiten um die Palme, alle Mächte der Virtuosität werden entfesselt. Den Klavierpart spielte die Pianistin Fräulein Olga Frits ch e, eine junge Dame von schöller Begabung, deren Kunst durch die Anmut ihrer äußeren Erscheinung nicht beeinträchtigt wird. Ihre Vortrags» weise ist frei von grellen Äußerlichkeiten und Exzentrizitäten und der blasierten Genialität übermäßig gefeierter Virtuosen. Ihre virtuos entwickelte Technik ist klar und sauber; feiner Sinn für Klaviereffette, rhythmisches Gefühl und Temperament zeichnen ihren Vortrag aus. Die Größe des Ausdruckes, das faszinierende Elementare in den Steigerungen, wo fich das Klavier an die Spitze des Orchesters stellt und es siegreich selbst anführt, wurde allerdings von der Kunst' lerin nicht ganz erreicht; sie strebt gewiß Hohem in der Kunst zu, ohlle noch das Höchste erreicht zu haben. Mit großem Effekt und virtuoser Bravour trug Fräulein Fritsche die Bearbeitung voll Brassins Wagnerschen „Feuerzauber" vor. Wir haben nie em Geheimnis daraus gemacht, daß derlei Bearbeitungen, ill denen die glänzende Instrumentation doch unmöglich durch noch so glänzende technische Kunststücke ersetzt werden kann, nicht nach unserem Geschmacke sind. Effektreich und geschickt gemacht ist ja das Stück, und das virtuose Spiel der Künstlerin erzielte mit ihm auch eine größere äußere Wirknng. Unvergleichlich wertvoller war der Vortrag von Liszts: Taran-telle alls „Venezia und Napoli", in dem der blühende Zauber, die berückende Poesie der Wunder des Sü-deilS wiedertlingen. Eine glänzende Aufgabe für einen Künstler, der mehr als Virtuose ist; Fräulein Fritschc löste die heikle Aufgabe nicht nur Virtuosellhaft, sondern auch künstlerisch anmutig und feinfühlig; das reizende Bild mit seiner glitzernden Ornamentik war in berückende Nähe gerückt. Über rauschenden Beifall fpielte Fräulein Fritjche die „Berceuse" von Ehopin als willkommene Zugabc. Hugo Wolfs entziickende Serenade für kleines Orchester weckte wieder helle Begeisterung, ja es hatte den Anschein, als wollte das Publikum wie im letzten Konzerte eine Wiederholung erzwingen. «I. — (Spende.) Herr Anton Luckmann, Rentner in Laibach, hat dem Zweigvereine „Kram" des österreichischen HilfsVereines für Lungenkranke den Betrag von 200 15 in großmütiger Weise gespendet. — Der Generalsekretär, Herr Dr. Demeter Ritter von Bleiweis, begibt sich diesertage nach Wien, um die dortigen Hilfsstellen für Lungenkranke kennen zu lernen und die diesfälligen Erfahrnilgen bei der Errichtung der für Laibach und Umgebung geplanten Hilfsstelle verwerten zu können. — (Hauptstellung im politischen Bezirke Adelsberg.) Die diesjährige Haupl-stellung findet am I^l. und 14. April für den Gerichts bezirk Adelsberg und Senosetsch in Adelsberg l'tatt und es haben am 18. April die Stellungspflichtigen der ersten, zweiten und dritten Altersklasse der Gemeinden Koöana, St. Peter, Slavina, und Hrenowitz lind am 14. April aus den Gemeinden Adelsberg, Bukovje, St. Michael, Britof, Fmulje, Laie, Nieder» dorf, Senosetsch, Sinadolo und Obervrem vor der Stellllligskoinmission zn erscheinen. Am 15. und l?. April findet die Hauptstelluna für den Gerichtsbezirk Wippach iil Wippach statt. Für den 15, April sind die Stellllllgspflichtigei, aller drei Aller^lassen der Gemeinden Erzelj. Budmije, Goöe, Lo^, Pwnma, Podkraj, Podraga, Slap, ötnrja und l wi m,d aus den 17. April je„e der Gemeinden St. Ve.t, Vraböe Wippach ^berfcld nnd Zoll vorgerufen. Am 1«. und 19. April ist die Hauptstellung für dcn Gerichtsbezirk Laibacher Zeitung Nr. 67. 56t;_________________ 22. März 1905. Illyrisch-Feistritz in Illyrisch-Feistritz; auf dcn 1«. April sind die Stellungspflichtigen aller drei Altersklassen alls den Gemeinden Öelje, Tornegg, Gra-feilbrunii nnd Zagorje nnd anf den l!). April jme ans den Gemeinden Illyrisch-Feistritz, Iablaiiitz, Ianeievo-Brdo, Killenberg, Prem, R'ate/evo Brdo nnd ^merje vorgerufen. Tie Stellung beginnt jedesmal mn ^ Uhr früh und wird in Adelsberg im Hotel Ribnik, in Wippach im Hause des Herrn Josef PetrovM und in Illyriscl>Feistritz im Hause Nr. 0 abgehalten werden. — Anläßlich der Hauptstelluug finden auch die Verhandlungen, betreffend die erhobeileu Ansprüche auf die Bcgunstigilngen der 88 ^1, 32, 83 nnd 34 des Wehrgesetzes, statt. Es ist notwendig, daß sich die in Betracht kommenden männlichen Angchörigen des zu befreienden Stellungspflichtigen nrit diesem alls dein Asseutplatze einfinden. —t— — (Verein der Ärzte in Krain.) An dern mn 25. d. M. in Wim tagenden XV. österreichischen Ärztevereinstage wird der Verein der Ärzte in Kram dnrch die Delegierten Prof. Dr. Alfred von Valcnta und Dr. Temeter Ritter von Vlciweis vertreten sein. — (DieFabrik in Kaltenbrunn niedergebrannt.) Gestern, abends gegen M Uhr lunrde durch einen Kanonenschuß vom Schloßb.'rge ein großes Schadeilfeuer in Kaltenbrunn signalisierl. Die hiesige freiwillige Feuerwehr- und Rettungsgescll-schaft, 45 Mann stark, machte sich unter dem Kommando des Herrn Branddirektors ^tricelj sofort auf den Weg »lach Kaltenbrunn, wo sie die dortige Farbholzfabrik in vollen flammen dastehend vorfand. Auf dein, Vrandplatze hatten sich bereits die Feuerwehren aus Moste, Vizovik und Stephansdorf einge-fnnden, die inl Vereine mit der Laibacher Feuerwehr angestrengt an der Lokalisierung des Brandes arbeite teli. Die hiesige Fenerwehr kehrte erst gegen 3 Uhr morgens zurück. — Die Entstehungsursache des Brau-des ist unbekannt: der Schaden soll sich auf 100.000 Iv bis 120.000 X belaufen, ist aber zmn größten Teile durch Versicherung gedeckt. — (D i e e v a ngelischeKir ch e n g e m e i il d e) wählte gestern in recht gut besuchter Versammlung den seitherigen 5wrator Herrn Karl Nüting ein mutig 'Nneder nnd die Herren, Dr. Ambrositsch, Th. ^ o r n nnd Paul ^ e s ch k o nnt sehr großerMchr-heit neu in das Presbyterinm. — (Die geologischen Voranssagcn beimTunneIba u.)zIm Wiener Wissenschaftlichen Klub hielt der Professor der Geologie Dr. UHIig einen Vortrag über „Die Bedeutnng der geologischen Vor-anssage", der anch sehr viel aktiielles Interesse bot, da Professor Uhlig die geologischen Untersuchungen für den Ball der Alpentnnuel ill den Kreis seiner Erörterungen zog und nachwies, daß verschiedene An-griffe, die aus diesem Anlasse gegen die Geologen erhoben wurden, jeder Begründung entbehren und vollkommen ungerecht seien. Bei dem Wocheiner Tnn nel sei eine vollständige Bestätiguug der Prognose eingetreten. Bei dein Karawankentnnncl habe sich gezeigt, daß eine große Hcme >^,i ^arbonschiefer vorhanden sei, welche Vergrat Teller, der das Profil ver faßt hat, als ungemein schwieriges Gestein bezeichnet hatte, das hoch präliminicrt werden mnß. Ebenso habe Teller vorausgesagt, daß schlagende Wetter eintreten werden. Die Prognose habe noch ungünstiger gelantct, als es tatsächlich der Fall war; im ganzen und großen habe, man aber anch hier, wenn man die vorhandenen großen Schwierigkeiten in den Kalkül zieht, mit der Voranssage der Geologen die besten Erfahrungen gc-macht. * (E h r l i ch e Finde r.) Eine auf MO X b^ wertete und kürzlich ill Verlust geratene Brosche wurde von dem Goldarbeiterlehrlinge Matthäus Lotriö lind dem Buchbinderlchrlinge I. Orchek gefunden und sofort anfs Polizeiamt gebracht. * (Entwichen.) Der dreizehnjährige Schüler Iofef Tertumun ist vor einigen Togen aus der elter-liclM Wohnung, Bohoriögasse, entwichen. * (Diebstahl.) Der Maria, Märn in Neber Nr. 15 wnrde diesertage aus einer versperrten Truhe ein Betrag von 40 X gestohlen. — (Un g l ii ck sfal l.) Am 17. d. M. ilachinittags wnrde der im Walde Pe^5'e,nit an der Grenze des Gerichtsbezirkes Rudolfswert nnt Holzschleifeil beschäftigte 14 Jahre alte Alois Merzel von einen, mit Holz bundenen Handfchlitten derart an einen Buchen-stamm, gepreßt, daß er zehn Minnte» später starb, - (Selbstlnord zweier Schwestern.) In Klagenfurt, Benediktinerplatz <0, wnrdeil gestern die Schlvestern Valerie, Maria Luise und Ercscentia von Zinnen bürg tot aufgefunden. Aus hinterlassenen Aufzeichnungen geht hervor, daß vorgestern die seit Jahren tuberkulöse Erescentia gestorben ist lind daß sich die beiden anderen Schwestern ans Verzweiflung über deren Tod erschossen haben. Valerie war 53, Erescentia 05 und Maria Luise 70 Jahre alt. Sie entstammten einem alten Tiroler Adelsgc- schlechte. Ihre Eltern hatten anfangs oer siebziger Jahre dnrch den Krach ihr ganzes Vermögen verloren, drei Brüder waren vor dem Feinde gefallen. Die Schwestern brachten sich mit Handarbeiten fort, wa» ren hochgradig nervös und mieden jeden Verkehr mit der Außenwelt. * (Verg,iftungs versuch.) Aus Tscher-nembl wird uns berichtet, daß vor einiger Zeit dcr 33 Jahre alte Josef Slak in Kraschenberg, Gemeinde Radovica, zweimal in Speisen, die für seine Frau nnd sür seinen Schwiegervater bestimmt waren, eine Substanz, vermutlich Strychnin, mengte. Die Sub-stanz rief Vergiftungssymptome hervor, ohne indessen dauerud nachteilige Folgen- nach sich gezogen zu haben. Slak wurde dem Bezirksgerichte in Mottling eingeliefert. —,-. — (Der Erste allgemeine österreichische Werkmeister-Verband in Wien) feiert in diesem Monate das Jubiläum seines zehu-jährigen Bestandes. Am 1. März 1805 gegründet, zählt der Verband heute 112 Bezirksvercine mit 5000 Mitgliedern, die über die ganze Monarchie verteilt sind. Die humanitären Einrichtungen zum Besten seiner Mitglieder sind: Stellenvermittlung, Untcr^ stützung der Mitglieder in Notfällen, Unterstützung der Witwen und Waisen in Sterbefällen, Unterstütz zung im Alter und Invalidität und Rechtschutz. ^er Verband hat bis jetzt 2354 Stellen für Werkmeister lilld Indnstriebeamten aller Branchen vermittelt und auch in bezug auf Unterstützungen Beträchtliches ge,-leistet. Er zahlte all Sterbegeldern 170.215 lv,. an Witwen nnd Waisen Waiseuunterstützungen 13.740 1v, an Unterstützungen in Notfälleu 37.323 k, für Recht-schlltz 10.710 X uild für Stellenvermittlung 14.040 Iv. Trotz dieser Lcistnngeu besitzt der Verband noch ein Barvermögen voll 811.070 1v 07 d, welcher Fond wohl genügende Garantie bietet, daß der Verband seinen übernommenen Verpflichtnngen voll und ganz nacyznkommen vermag. — Voll den Bezirksvereiuen Laib ach und Neumarktl wird uns mitgeteilt, daß erstererSamstag den 25. d. M., nm 0 Uhr abends im Restaurant Friedl (früher Fantini) eine kollegiale ^nsaminenkniift, letzterer Somltag, den 20. d. M., im Vereinslokale ill Neumarktl eine Festversammlung abhalten wird. Zu beiden Veranstaltnngen sind alle Kollegen mit ihren Familien sowie Freunde und Gönner der Vereine freundlichst eingeladen. — (Heilstelle für Lupustran k e,) Filiale des k. k. Allgem. Krankenhauses in Wien. Wir erhalten folgende Mitteilung: Die k. k. nieder-österreichische Statthalterei hat auf Grund des Er-lasses des t. k. Ministeriums des Innern vom 5. Otto-ber 1004, Z. 41.834, mit Erlaß vom, 10. Oktober 1004, Z. VIII, 2377/23, über die Zulassung zur Behandlung in der Heilstätte für Lupllstranke folgende Bestimmungen genehmigt: 1.) Für jeden Lupnskranken, der in der Heilstätte behandelt zu, werden wünscht, ist die Persönliche Vorstellung beim Vorstand erfor-derlich, damit die Art der anzuwendenden Therapie bestimmt werden könne. 2.) Di« LupuZkrankeu, welche sich in dem Institute vorstellen, werden, wofern sie zur Behandlung geeignet erscheinen, vorgemerkt lind gelangen genau, nach der Neihe der Vormerkung znr Einberufung, welche schriftlich erfolgt. 3.) Bei der Einreihung haben stets jene Patienten den Vorzug, welche sich bereits in der Behandlung des Institntes besnnden haben, falls sie nicht eigenwillig aus oer Behandlnng ausgeblieben sind. 4.) Die Lichtbehandlung nach Finsen ist ambulatorisch; daher obliegt es den Kranken für Unterkunft, Verpflegung, Wäsche ?c. selbst Sorge zu tragen. 5.) Bei dein teuren Betrieb der Lichtbehandlung ist das Kuratorium der Stiftung „Heilstätte für Lupnokranke" gezwungen, ebenso wie dies ill anderen ähnlichen Institnten (klopenhagen >-c.) der Fall ist, Gebühren für die Behandlung einzuhc-ben, welche znr Decknng der Selbstkosten dienen. 0.) Die Gebühr ist per Platz nnd Stunde bis auf weiteres lllit 2 Iv 80 I, bemessen. Diejenigen Lupuskrankcu, welche nicht in der Lage sind, diese Gebühr alls eigenem zu bestreiten, müssen sich bemühen, dieselbe von ihrer Landesbehörde, Gemeinde, Krankentasse oder sonst einer zahlungsfähigen Stelle zu erwirken. Von vermögenden Kranken kann eine höhere Gebühr cm-gehobeil werden; die Mehrleistung kommt armen Lupuskranken znstatten. 7.) Die Bezahlung findet im vorhinein statt, und zwar im allgemeinen für 80 Be-lichtuugsstunden. Wird die Behandlung früher abgeschlossen, so erhält der Patient den Gebührenrest rückersetzt. Ausnahmsweise kann die Entrichtung der Gebühr auch für eine geringere Frist zugestanden werden. Hiezu ist die Bewilligung des Vorstandes erforderlich. 8.) Die Patienteil müssen Pünktlich zu der ihnen bestimmten Zeit erscheinen, weil sie den durch Unpiiiiktlichkeit erwachsenden Schaden selbst trageil müßten. Eine Rückerstattung der Gebühren findet außer nach abgeschlossener Behandlnng (Nr. 7) nur dann statt, wenn die Ausnützung des zugewieseilen Platzes infolge ärztlicher Anordnung oder durch Störung im Betriebe, alfo uicht durch eigenes Verschulden der Kranken, unterblieben ist. li.) Wenn die Umstände es gestatten, kann ein Kranker eventuell anch durch mehrere Stunden täglich belichtet wc^ den, wobei die Gebühren entsprechend der Stundenzahl sich erhöhen. 11).) Die Bestimmung der StuN' den und Plätze steht dem Vorstande zu, doch werden diesbezügliche Wüusche der Patienten entgegengMoM' inen und nach Tunlichkeit berücksichtigt. 11.) PaticN' ten, welche mit akntrn Infektionskrankheiten, akuttr Tuberkulose ?c. behaftet sind, bleiben so lange von der Behandlung ausgeschlossen, als eine Infektionsgefahr für die andereil hiednrch besteht. 12.) PatieN' ten, die au Tuberkulose auderer Organe (KnochcU' Gelenke, Lymphdrüsen) leiden, werden sich zunää»l der Behandlung dieser Leideil zu unterziehen hoben, bevor sie an die Reihe der Lichtbehandlung ilM Lupus gelangen können. — Ntt. Für stationäre Kranke, insbesondere solche, bei denen die openitiv-Plastische Behandlung des Lupus angezeigt ist, stclM einige Krankenbetten znr Verfügnng, und gelten dafür bei der Aufnahme die sonst für die k. k. Kranken' anstalten in Wien bestehenden Normen. _____ Theater, Kunst und Meratur. — (D ie W ie n er S ezess ion) eröffnet Eilde der Woche ihre Frühjahrsallsstellung. Die Ausstellung ist reich beschickt; sie nmfaßt Malerei/Plastik, AräM' tnr lind Graphit, und zwar in erster Reihe die ncucn Arbeiten der ordentlichen Mitglieder der Vereinigung-Auch die polnischeu Künstler, sowie die im Auslan^ lebenden Mitglieder der Sezession haben sich zahlreich beteiligt. Die Raumgestaltnng der Ausstellung liegt in den Händen des .Architekten P l e ö n i k. — (Eyorbenefiz.) Morgen findet zugunM des gesamten Ehorpersonals eine Benefiz-Vorstellung linter gefälliger Mitwirkung aller Solomitgliedcr statt. Zur Aufführung gelangen Konzertvorträge der Damen Lendry. Palven, Nigra lind Loibner, ferner der Herreil Nadolowitsch, Schlegel, Murauer, Loidner, Schiller. Weiters wird das mit großem Erfolgs a»' Deutschen Volkstheater in Wien aufgeführte ^ü" „Die letzteil Masken", Schauspiel iu einem Akte uo" Artnr Schnitzler, nnd der Einakter „Iephthas Tochter" in Szene gesetzt. — An das Ehorpersonalc wu^ den in dieser Saison infolge der Erweiternng l)e? Spielplancs durch Opernaufführungen hohe Anforde' rungeii gestellt, denen es mit Auodauer, Ernst iM^ Pflichteifer nach Maßgabe feiner Kräfte nachkam. ^ anstrengende Tätigkeit der braven Ehorinitglieder, l>^ beknuntlich nicht auf Rosen gebettet sind, verdient Anerkennung, nnd fchon aus rein hnmauitäreil Gni"' den sei der Besuch der morgigen Vorstellnng dem 'M' bliknm wärmstens ans Herz gelegt. Telegramme k. k. des Telegraphelt-Karrespontlenz-Sureaus. Rcichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 21. März. Im Enllanfe befindet sich "" von sämtlichen Parteien gezeichneter Antrag, w^l^ die Regierung auffordert, das Telephouwesen ent« sprechend auszugestalten nnd die Mittel hiezu duwi Aufnahme eines Illvestitionsanleiheus zu sichern. ^ Beantwortung einer Illterp^llation erklärt der üel' terde 5 Instiz m i n i st e r i n m s, die Vorarbeiten für ein neues Strafgesetz seien beendet und es wir" möglich sein, den, neuen Strafgesetzentwurf in nw) zu ferner Zeit dem Reichsrate vorzulegen. In f^' gesetzter Debatte des Antrages Derschatta erklärt M-A b r a h a m, o w i c z, die Polen stimmen dem Mc^ tum des Antrages Derschatta zn, jedoch nicht dein 1^' malen Begehren, weshalb Redner die Überweisung des Antrages Derschatta an den AusgleichsaussäM beantragt. Redner spricht die Entrüstung darüber au^ daß die Debatte dazu benützt wurde, »m niedrige V^ schimpfungeu gegen die Krone vorzubringen, und be' tont die Notwendigkeit voller Verautwortung ^, Abgeordneten in dieser Frage vor der Dynastie s^p^ der Gemeinsamkeit des altehrwürdig^n Reiches. >^"^ ner liebt die Wichtigkeit der Aufrechterhaltnng ^' gemeinsamen Heeres im, Interesse der internatioiuue> Bedentuug der Monarchie sowie dcr Notwendialel der Erhaltung eines großen Konsnmgebietes l" Interesse der wirtschaftlichen Vereinbarungen nut '.'en Auslande hervor. Abg. KI of a ö erblickt in der Nal"^ nalifierung der Armee keineswegs eine Schädig"'^ ilner Tüchtigkeit, im Gegenteile eine Stärkung de^ selben. Die Ezechen wollen in dieser Frage weder de >lronc noch den Dentschon die Kastanien aus "'> Feiler holen. Abg. Grab m ayr erklärt, bezüglich " wirtschaftlichen Trennung werde Österreich, falls d!^ felbe von Ungarn ernstlich gefordert wird, weder "^ Recht noch die Macht haben, derselben sich anf "'" Dauer zn widersetzeu. Es handle fich lvesentlich dari»^ Ungarn den Zeitpunkt der Holltrennnng nicht all^^ zu überlassen, sondern die nötigen Vorbereitimgen ö treffen, nm über die Neuregelung des lvirtfchaftlw)> ^Lmbllcher Zeitung Nr. 67. 5ß7 , 22. März 1905. ^Nialwisses mit zu entscheiden, ebenso wie in der 'Mcbung der wirtschaftlichen Gemeinschaft des °'terreichischcn Parlameirtes, falls die Goineinsamt'cit ' >^ ^^mee gelockert würde, auf die hiedurch bedingte Neugestaltung des Quotenverhältnisses durch eine ^ndcning des bezüglichen Gesetzes einen entscheiden- ^ Einfluß zu nähmen. Die Ungarn sollen wissen, daß u auf alles gefaßt sind, daß wir aber auch mitreden lnd mitentscheiden wollen über Dinge, die uns näher l ngehen. Wir wollen den Frieden, zu welchem es, nach 'lns'cht dos Redners, zwischen beiden Reichshälften °mnien nniß. Hiezu bedarf es der unbedingten Zu- ^'tellung des NationalitätMtampfes und eines aftbollen Parlaments, welches die Ncgiernng iin unebenen Augenblicke bi.'im Worte nimmt, Ungarn Mgenüber rechtzeitig und energisch handeln zu wollen. l,'?' 3 iankini betotit, die Neuregelung des Vor- iMtnisses der Monarchie sei ohne Läsung der kroati- ^n ^ag^. unmöglich. Der Antrag Abrahamowicz auf Zuweisung des "lrages Terschatta an den Ausgleichsausschuß wird '"ablehnt. Ter Antrag Derschatta wird mit überwie- ^ gender Majorität angenommen. Nachdem das HauZ die Regierungsvorlage, betreffend die Verstaatlichung der österreichischen Linien der ungarisch-galizischen Eisenbahn sowie der ungarischen Westbahn debattelos in allen Lesungen angenommen hatte, wurde die Sitzung geschlossen. — Nächste Sitzung Freitag. Der rufslfch-japlmische Krieg. Petersb urg, 21. März. Lineviö telegraphiert von gestern: Gestern setzten die Truppen den Rückzug nach Norden fort. Heute ist Ruhe. Ich habe die aus Nußland eingetroffenen Truppen besichtigt. Ihre Haltung ist ausgezeichnet. Paris, 21. März. Der „Mattn" veröffentlicht folgende Erklärung des japanischen Gesandten in Lon-don: Im Juni vorigen Jahres befano fich der Vorsitzende des russischen Ministerkomitees Witte in Berlin. Ein Abgesandter suchte mich in seinem Auftrage auf und fragte mich in feinem Namen, ob ich geneigt wäre, mit Witte in irgendeiner europäischen Stadt > zusammenzutreffen, um die Frage des Friedensschluß ses zu erörtern. Ich erwiderte, daß ich diesen Vorschlag annehme. Witte reiste aber vonAerlin nach Petersburg ab und seit dieser Zeit bin ich ohne Nachricht. Paris, 21. März. Die „Agence Havas" meldet aus Petersburg: An maßgebender Stelle wird er-klärt, daß die Vchauptung des japanischen Gesandten in London. Hayashi. wonach der Präsident des Mim-sterkomitees, Witte, die Initiative zu einer Zusammenkunft mit Hnyashi auf dem Kontinent ergriffen habe, nicht den Tatsachen entspreche. Tokio, 21. März. Die Japaner setzen die Verfolgung der Nachhut Lineviii' fort, werden jedoch durch beschädigte Brücken am Vordringen verhindert, wodurch den Russen die Möglichkeit gegeben ist, sich zu sammeln und Verstärkungen heranzuziehen. Die japanischen Verluste bei Mukden werden auf 5().Ml1, die russischen Verluste von Beginn des Kampfes bei Muk-den bis zur Schlacht bei Tieling auf l?5.N(X) Mann geschätzt. S u d a, 21. März. Die baltische Eskadre ist mit Trausportdampfern abgegangen' Bestimmung Port-Said. 56106 ß u6IQ6 schoten uGiOü c «6106 forh1 'en mi> hobelt in atten ^retölagen, fottrie stets ba8 Neueste in fctyltJatjer, meidet unb n • i r ¦ «i ¦ hm « hm» ¦ « Won beraoHt inS §auS. dufter umgefjcnb. (5295)5-2 ODIUDII laUMIVli MÜUUÜMW «Jj AltftA A\^AA. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Umi'^ 18. März. Ash, Ingenieur. Woch.-Feistritz. -dss"'Verwalter. Eelca. — Maas, Privat; Feudal. Reiter. P'"''Fliest. - Anelt. Eker. k. u. l, Marine.Musiler. Pola. -i?i,,n ^'"ktorswitwe, s. Familie. Ibria. - Nuhler, Beamter, Hi?lib' ^ Steinbauer. Kfm., Trautenau. — Kaninsly, Kfm., -^ H ^ Schmidt, Kfm.. Mailand. — Fischer, Kfm., Leipzig. il!l>kl "her, itfm.. Nohbach. — Hirschler. Anders. Me,. A?>>s N- - zlcrn, Kfm., Frankfurt. — Rosenthal, Fabrikant! lii.n .' ^'"°n, Kohout, Singer. Private; Fritsche, Ton- > llerln; Ritter von Relenschuh. Professor; Ne«ro, l, Rat; U W, Josef, Phillip. Lindenber«. Kaufmann, Denes. Wein< lick V^lbaum. Teintner, Stein, Fried, Mauer, Pollal, Frdh- "1> «Me., Wien. U,^ ^" 1i). März. Graf Vetlen, Privat, s. Familie, Tii k ' ^ Spiropolo. Holzhändler; Perleuz, Stöhler. Kflte., Aa? ^ Gehler, Fabrikant. Zuckmantel. — Gelb, Beamter, ^Ul°m. -. Cerveny, Arzt, Iirlnitz. — Kaldor, Vertreter, Graz. tz. "os. Pfarrer. Sela. — Goldberger, Kfm., Iägerndorf. — iiH' N" ' Frahlau, - Schremkh. Arzt, s. Frau; Heinisch, Nln ^"eses, Langer, Estermann, Weil, Feuer. Schmidt, Greif, Eis?'!,'"' Zsiinay. Schuun, Szllllosy. Trcbitsch, Fischgrund, Vlr "ll' Hauser, Hebenstreit, Kühn, Molnar, Habiger, Kflte,, Hotel Stadt Wien. < k^'" 21- März, Guszmanu, Fabrikant; Kunz, Beamter. h^^N! Spitzer. Kfm., Budapest. - Haas, ssall. Kflte., Ve< ''"- ^ Pull Ritter von Föhrenau, l. u. l. Oberstleutnant, Nudolfswert. — Nitschle, Kreß. Reisende. Berlin. - Kauders. Simnic, Reisende, Anram. — Beinloser. Direktor; Turri, Kfm., Trieft. — Ederharter, Wähle, Me., München. — von Kolosvary, t. t. Hufrat, Kralau. — Steiuinger, Dürfet, Reisende, Villach. — Wunderlich, Müller, Scholz, Wohrisrk. Spielmauu, Meisner, Weiß, Reisende, Graz. — Kölluer, Hipper, Haas, Füllst, Seidler. Senftner, Sollinger, Puszkailer, Taschner, Barwart, Fiala, Pompann, Glas, Teweles, Murschih, Kflte,, Wien. — Mooß, Kfm,. Stuttgart. — Goäk, Limert, Kflte., Olmütz. — Vogel, Büchler, Lofarter, Reisende. Dresden. — Schlief, Aal. Mr., Nürnberg. — Smutka, Huber, Rei-scude, Prag. — Füchsel, Beamter; Keller, Kfm., Prehburg. — Oberrauch, Kfm,, Bozeu. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehohe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736'0 mm. ^ HZ DS<-> Z^ desHlmmel« ^^ y^ "2"U. N. ?34^8"11'-D' SW. schwach bewölkt " 9 . Ab. 736-3 6-2> SO. schwach heiter 22.l?Ü.F. ! 739 4^ 4 6, OSO. schwach bewölkt 0'0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 5 5°, Nor° male 4 6°. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Vine österreichische Spezialität. Magenleidende» empfiehlt sich dec Gebrauch der echten «Molls Seidlih-Pulver» als eines altbewährten Hausmittels von den Magen kräftigender und die Verdauuugstätigkeit nachhaltig steigernder Wirkung. Eine Schachtel k 2. Täglicher Versand gegen Post-uachnahme durch Apotheker A. Moll. k. u. k. Hoflieferant, Wien. I,, Tuchlauben 9, In den Apotheken der Provinz verlange man ausdrücklich Molls Präparat mit dessen Schutz« märte und Unterschrift. (5230) 5—2 Ärztlich riiipsuWu zur Acliclmun allcr Knu>Ihritt>» der ÄiiuuusssoiMiie, Apparat für dru Hausssebrauch „'i'l,«^»»«» V»»>>,»<,«»r^ i» c'iüschläliincn Gtschäftrii rchältlich, ,,1'l»„r>>,l«l" ,phl'M,lprupiuIsll!lr!'>< ^talrimii), allcinigrr Erzeuger »^. 'l'l»»^l„»^«l», «^«»»ll«!«, I,rste!li! bcwälirt nra.?» üliüssl'u-und ztVhlloPslul'rrI»,!)lr. (I81U) 15-14 Nur mlt „1!,«^»»« V»rl»t«»^" «irlsame „irllVirnllnI^Inhalatlonen Mül>Iich, Winterinhalatorium: Lussinpiccolo. A!lslü»ftc:Dr.Vulli!,g I!lhalat ^'v Iän.'.Iull pr, K, 4 z«/. 1(10-25 W0-4Ü "" !ttbr,M»8,pi,K.4 2«/„ 10« 8b !>>l U5 >8»4.'' ^pril,.Olt.pi,«k,4',°/„ !U««0 101- >««0tr ^""°!> i>W st, 4°/n 107 «5 l»8 Sb l»84^ .. 100 st, 4°/„ t»9'50 IS! LU dt« " !00 st. . . 28» - 28S' — l«w,.,»„„.'' l>0 st, . , 2N8-" i!«« — VONdtir, ^ 120 fl. 5°/„ . «!,4 !5 i!y«',z A"°schuldd«rlmßeich°° '"trtrtllnenßünigrtich, 0„, "nt> sänd«. . ptt"H^«"tr. stfr., 'W st., ,P«?Vnkim.enwähr..stft.° ve^°«o. per Ultimo . 4"/„ ,<»0'4b I«l,'6b ^5nUesliti°n»',Ne!tte.stsr.. ""Nk .... g>/,°/„ 9«ih 8g.«^ ,«u?2» in „ steuerfrei, «on» iv," Kr«««» . . 4°/„ ln llrouenlvühr. >l., 4U<> Klonen . 4"/« 10N-20 10! w »ey ^""sschuldderschreibnn. h,,,°°tfttmp.Eistnb..AMen. °<«,LObl bto, dtll. (1894), , . . W'80 '.»!,»!, bto. dto, (1898). . . . 1(!l.'20 10,'l?„ Vürsoüllu-Aulelien, verlosb. 5°/« 9b!j5,i0n:j5 4°/« «rainei «mides Anlehen . - —! —-— «elb Ware Vfandblits» »lt. Äodlr, all«, öst,tnbNI.verl.4"/, 99 7<» 10070 N.-österi,Lande«°Hyp,'Unst,4°/<, 100-20 10120 Oest,-,M8. Äanl 40>/^ähr. Verl. 4°/„......... 100 75 101-75 dto, dto, bOjähr. verl. 4"/„ 101^5 102-2!, Sparlasse, l. üst,, 60I.. uerl,4°/« 101-üL —-. Eisenbnhn'Vliuritätl!' ybligalionen. Ferdinaubs-Nllldbllhn «m, l8»« lNi-m »02,0 Veslerr, «ordwestbalm , . lN8-b0 1095» Staatsbahn...... - 42? lU^430-- Lüdbalm ll g°/„verz.Iänn, Iu>! »18 ?c> »20 70 dto, ttb"/„...... !!lU5!> ,27-üO Ung, galiz, Äahl!..... Ill b« Illib« 4"/„ Unterlrainer Bahne» . . -^'— - - yiutrse Los, (per Stück). «erzlnöliche ' ose. 3"/,, ÄllbrnlredivLllse Tm, l880 »!,?-— «I?-- »"/„ ., „ Eu,, 1889 »as-— 3,6- 4°/„ Donau Dampfsch, 1W sl. . —-— —-- 5°/u Donau-Regul.'Uose , . - 2«U - «»3- NnlierzinSliche Uose. Vudap.'Vasilica (Dombau) !> f>- '^4 75 26 ?b kreditlose 100 sl, . , - - - 485 — 495- Llary-Lose 40 sl. KM. . - - l«0 —i?u-- Osener liose 40 fl. . - - - ll>«'__i75^ Palssy-Lole 40 fl. KM, - - "5-^ ,«5-- «otenKreuz. Oest, Ges., v,lU f. 56 50 58 !,0 ,. unn. ,. » ^fl. 37-25! »"'"5 Rudolf'Lllse 10 fl. , . - - «ü — S8-- Salm Luk 4« st. ... - - 2^U — 827-- St,'Ge,wii,°Kuse 40 fl. - - - -^- —- Wiener Comm. Lose v. 3- '«" 53»-— H45s>» Orwinstsch. d, »"/<, Pr.-Tchuldv d, «obenlüebilanst., ltm. 1889 icig-— 112 ^ Lalbllcher Lose...... —-— ^..^ Gelb Ware «lltien. tzrnnnportunler» nehmungtn. Aussig-Tcpl. Eisenb, ü»<> sl. . . 238k' 238«' Vau- u. UetriebsGes. fiir st«dt, Etrahcnb, iu Wie» lit. ^ . — — —'-^-dto. dto. dto, lit. U , -.-— —'— BOHm. Nordbahn 15» fl, , , «3- 35? — Vuschtiehrader Eis, b»0fl,,«M, 89,0' 2980- dto, dto, (lit, U) UM» sl, 1»?ü- 107«' Doua» Dainpsschlssahrt«. OrseN, Oesterr,, 5»0 flltM. , , . «44-—954-— DuxVlldeichachrr E, Ä, 400 «. 5ll — ,°><»-— ^erdinandi! Nordh.I000sl.KM. 5570- 5s,W-Lemb.-Czernow,-Iassn - Eiseub.« Gesellschast 800 s>, L. . . . 59l'- 594'— Ulolib, Oest., Trieft, 5W fl. «M. »4»'- «5„-— Oesterr. Nordwestbahn 200 fl. S. 425'b« 427 50 dto. dlu. (llt. N) 200 fl, E. 4ü0 — 422 - PragKuxer Eisenb. > 00 fl.abgst. 215 2,k-- Ztaatteisenbahn liO0 fl. E, . , «59 1,1 W0 10 Zlibbahn 200 sl, 0.....9l 25 92 Lb Südnurdd, Verb, V. 200 sl, KM. 41« — 415 — 'Tramway-Ges,, NenrWr,, Prio- ritä!» AlUen 100 fl, . . . 12'— 20'— Uug.^aliz. Eiscnu. 200fl, Silber 4,Westb,sNaab Oraz)lj>i0sI.S. 408 — 412 — Wiener Lolall>ahuen-Mt,Ges. . Hü - ,25-- Sanken. «nalu.Oesl. Äanl !2U fl, . . 29» — 300 50 VnnlM'rein, Wiener, «00 fl. . k«!l 25 564- - llesterr..uul,ai, Aanl, «00 sl, . 1N44' 1»54' Uniuiibanl ü0U sl..... 558 — 559— Verlehrsbanl, «llg «40 sl, , . »b7—358 — InduNrit'^nler» NthMUNg»N. Vaunrs,. Ällg. üst., 100 fl, . , 173- 174 5« Eglidier Elsen u»d Stahl Ind. in Wien ,00 fl..... — - - — lzisenbahnw.Leihn,Erste. K'usl. 1K4-— i«7-— ,,(ilbemühl", Papiers, u. V,-G, 185 — 137 — Liesinner Ärauerei 10« fl, , . 301- -<05-— MontawGesellsch., Oest,-alpine, 52U— 5^1 — Präger Eiseu-Ind, Ges, «0» fl. 2N15 8«20' Salno^Iarj, Eteinlohlen 10U fl, ,i»4 — b«o — ,,Scklöglmühl". Papiers, 200 fl. 3«0'- »80 - ..Steyreni,,", Papiers, u. O,^N. 40« — 41^! — Irifailer Kohleuw, Gesell, 7» fl. 2,i8>- 2»2 - Waffms,'O,.Oest,inWien,100sl. 579— 58ü -Waanon-Leihaüst,, Allg. !u Pest, 400 ii ,....... K94-- «lU-- Wiener Äanaesellschast 100 fl. . ,61-- i«l-50 Wltnesbeiael gieael.AMen.Ges. «L3- 8»? «0 Devisen, " . ,>> dichten Amsterdam....... l98 ß« 198 80 Deutsche Wä«e...... 1,7 12 >1?'3!> London........ »38 9^ ^40 1K Pari«......... 95-«(» 95 4» Et, Petersbur«...... ^-^ .. .. Daluten. Dulaten........ 11 »2 ll'»<' 2UssraiileU'.Stillfc..... 1»'"" 10«» Deutsche Neichübanlnuten '1?'"> '" «'' Italienische Äanlnoteu - »b»" S5-ü,' «übel ° Noten .... « b2», - °« Ll!) LOB-Versicherung. ' ^»ibacl», Spltal^aMw. ____________________' VBfzln.Un0 m Bar-Einiapan fm Kar.to-K-rrBnt- «nd auf S.ra Konto.