LmlmchnMMtlmg. Nr. 237. 'I'räiüiMl'lationsprei«: (Im üomploil ganzj. si. n, balbj. N. 5.50. ssllr die ZuNellung in» Hnu« h,Ubi. 5!) lr, Ä!ll bei Post aa»,j. ft- >^, halbj. fl. ?.5U. Mittwoch, 4. October I!l,<-rNi!!Sg.'l>ilhl bl« ,0 feilen: ,m»l «0 lr., Xm.^lv,. 3»l. , f!.l!o»sl pl. Zeile Im. «lr., Lm. »ll.. ^iu. w ll. u. s. w. U»jeN!l>n«ftümpi!l jcbe«m. »<»lr. 1871. Nichtamtlicher Theil. Zur Auliglcichs-Politik. Es hat sich leider eine Opposition gegen die AnS-llleichepolitit und diejenigen Staatsmänner gebildet, die den redlichen, crnslcn Entschluß gcfaßt habcn, an eine schwierige Arbeit zu gchcn, um den inneren Frieden in Oesterreich wieder herzustellen. Der Ausgleich mit Aöhmcn soll nun einmal zu Slandc kommen, er soll Thatsache werden! Es ist gerann auffallend, daß die Gegnerschaft — wir verkennen nicht, mit immerhin lantcrcn Motiven — den Räthen der itronc und dm cuiSglcichSfrcundlichcn Parteien bei dieser Arbcit hemmend in den Ncg tritt. Der Ansglcich mit Böhmen wurde nicht erst gestern angeregt. „Warren's Wochenschrift" für Politik nnd VollSwirthschast holt über dieses Project weiter aus nnd theilt m ihrer Nr. 40 unter dcm Titel „AuSglcichSpolitit" Folgendes mit: "^u- in der That cincn unparteiischen historischen Rückblick auf die österreichische VcrfaffuugSgcschichtc seit dem Jahre ^U halle». Wenn überhaupt das Bürgcrministcrium l^üials cin Princip verkündigt hat, so haben seine Mit-Lieder durch ihr Anfgcbcn der früher von ihnen gchul» d'ytcn Verfassung den Grnndsatz festgestellt, daß die -uchtancrlcnnnng cincr dcslchcudcn Verfassung von Seite "."" großen Bevöltcrnngsmasse Grund gcnng sei, um dieselbe abzuändern. Die Böhmen machten den Sprung "'Hl mit den Herren Hcrbst nnd GiStra von dcr ccn-llalislischen Verfassung zur dualistische!, und warcn anch °"rchaus nicht vc»Pflichtet, in dicscr Richlnng springen ö" Müssen. Sie verfolgten cinc andere Rlchluug nnd proclannrtcn lant, daß, wenn das ccntralistifchc Princip ^»n Vorlhcilc Ungarns gebeugt würde, es auch zn """>len Böhmcns cinc Umänderung erleiden löunc. "ei», ^g Ministcrinin Hohcuwart jctzt in scincn Schrit-k" weiter gcht, als cö das Bingcuniuistcrium that, so „,/u. doch ci„c ähnliche Richtung, welche es einschlägt, Ali" ^^ ^"" lianz und gar dieselben Argumente zur uandcrliug der December Verfassung geltend machen. M >. ^ Bingcrministcr einst zur Vertheidigung einer Wanderung der Februal Verfassung mit allcr ihrer ora- l'ichcn Äcgabnng verfochten hatlcn. rei^'e "^"' d>c ccnlralistischc Masse dcS dcutschöslcr- Ne?s' ' ^°"^ dei dcr bcv^nslchcndcn Verfassung' ^. '',u>u trösten lann, daS ist. daß diese Acudcrnng llllch den inneren Frieden herbeiführen wild. Selbst ^ ""«en, welche dem Ausgleiche mit Ungarn nicht hold " cn. welche ihn nicht als das Ideal ihrer Wünsche Mit ?? "' ^^ "" ^" Details desselben manches inüss ^ aussetzen löniien, wcrdcn dennoch zuacbcn licl '' ^"^ "'^^ ^^^ '" uuscrcm Wcllthcilc cinc gründ ,,^" ^"dcrung von dem prononcirlcslcn Unfrieden !'c ^Ucstcn Frieden gemacht wnrdc. °ls gerade durch ^'/.'' Ausgleich. (5inc Amnestie ist scilhcr für Alle s^. ,« worden, welche in früheren Zeiten ans polity >«yen Gründen dem Strafgerichte versallen waren. Alle bis auf Einen sind aus der Verbannung zurückgelchrt nnd sind aus offenen Auslchnern gcgcn die frühere Ord« nnng zu guten Bürgern des Bandes geworden nnd huldigen aufrichtig dcm Haufe Haböburq, wie sie einst dasselbe offen brfchdctcn. Und' dennoch wnrdc dcr ungarische Ausgleich einmal in so düsteren Farben geschildert, wie heule dcr Ausgleich mit Böhmen. Wenn dieser cist fcste Formen gcfundcn hat, wenn cr lebendig geworden und einige Jahre lang den Frieden an die Stelle dcs Unfriedens acsctzt hat, fu warden auch die Mafscn Derjenigen sich mit dem ncncn Zustande befreunden, welche heute ihrer Leidenschaft freien Spielraum lassen und jede ruhige Erörterung mit Zorn von sich weisen." Die Ausglcichspllrlci in Mcröstcrrcich. In argem Widersprüche mit der Wahrhcit bcfindcn sich Jene, welche ihre Opposition gegen die jctzigc Regierung bis zur Behauptung treiben, daß sämmtliche Dcntsch-Ocstcrrcicher gegen das Ministerium Hohenwarl Stellung nehmen. Es wird doch Niemandem in den Sinn lommcn. dcr Bcvöllcrnng von Oberöstcrrcich, von Tirol uud Vorarlberg, eines großen Theiles von Salzburg. Kärnlcn und Krain den deutschen Eharallcr abzn-fprcchcn. Majorität nnd Minorität in Oberöstcrrcich find anS deutschen Elementen zusammengesetzt, die Majorität würde cinc Schädigung dcr dculschcn Inlcrcsscu in Oesterreich eben so wenig zugeben, als die Minorität, nur ist Erstere bereit, den Weg dcr Vcisöhnung und Einigung allcr Völlcrstämmc zu bclrclcn, wähicnd ^ctz-tcrc aus angeblicher Verfassungstreue an dem Buchstaben der Lllllllsgrundgesctzc fcstzuhultcn glaubt, hicbci jedoch nichts weniger als vcrsassuuaslrcu vorgeht. Die Hand' lnngcu dieser Minorität im odcröstcrrcichischcn Randlage beleuchtet dcr Winzer Eorrcsponocnl dcr Wiener „TagcS-prcssc" in einem ausführlichen Arlilcl, dcm wir Folgendes entnehmen: „Die Verfassungstreuen" sind aus dcm Randlage ausgeschieden, weil sie in dcmsclbcn nicht die Majorität bcsclhcn; sic cltlüUcn die Versammlung für illegal, weil sie sich nicht ihrcn Dictaten fügen will. Das steht uun nbcr allcn Zweifel crhadcn llar da, nach« dcm ^'ic auch dcn vollzählig licrsammcllcn Vand'ag l'cr-lasfcn, weil dcr ^andcshanptlnann. dcr VandcS» und Gc-fchä>tsordnung gcmäß, cincn Autrag nicht znr Dcballc znlafscn wollte, dcr, sclbst jeder rechtlichen Bcgn'lndnng entbehrend, ein Fanslschlag ins Gesicht für dic Ä'^ju, ilä! desselben war. Weiche, ängstliche Gemüther, wenig ver-sirt in den constilnlioncllcn Formen, tonnten bei dcr notorischen Verzögerung dcr Handclstammcuwahlcn gcgcn die unvcrwcillc Aufnahme dcr Verhandlungm des Vand-tagcs Bcdcnlcn hcgcn nnd in Unlcnnlniß dcfscn, was in solchem Falle zu lhuu sci, dcr AuölrillScillärnng dcr Sechzehn mit halbem Willen znstimmcu. :>l'achd.'M abcr das Hcmniß bchoben, entfällt jeder Grund hiczn, und sclbst die Enlzichung des Wortes scilcns dcl> Vandcs. liauplmanncs lann sein ansrcichcndcs Äl'oliu zu ncucr Secession abgeben. Denn wäre sclbst dcr Ai'liaa, zu dcsscu Bcglünduug Dr. Wifcr das Woll cigrcifcn nn'lUc, nach dcr ^andcSurdnung zuläsfig, fo tonnte das Vor-gchcn dcS Volsitzcudcn wohl cincn Protest gcgcn dic Bcschläntung dcr Redcsrcihcü, niemals aber das Vcr-laffcn des Landtages molioir^n. Indem dic N» Abgcord-uclen abcr zu lctzlclcm ^!ustl!»fr ,><>",w, sich nbcr dic inncrc uud äußcrc Polilil verbreiten. Mit Rücksicht darauf lann man nur mil Ocnngthuung daS -tallvolle Benehmen des Stallhaltcrs begrüßen, der, nachdem er von der zu diesem Zwecke erfolgten AuSschrei' bung cincr Gcmcindcrath^sitzung Kenntniß erhielt, den Viccl'ürgcrmcislcr zu sich bittcn licß und ihn aufforderte, ihm auch nur cincn Paragraphen eines Geschcs namhaft zu machen, aus den er sich bezüglich dieses Schrilles stützen tonnte. Welche Antwort der Herr Bürgermeister' Slcllvcrtrclcr ertheilt, ist uns unbelannt; die Hoffnung jedoch wäre illusorisch, daß dcr Gcmcinderalh sich inner-halb dcr Ganzen seiner Wirksamkeit halten werde. Die „liberalen," die „Verfassungstreuen" schrecken ebcn vor lcincr Gesetzwidrigkeit zurück, wenn eS gilt. die „Unfehl^ barlcit" ihrer Meinungen zu bchciuptcn. Und wissen sic yar nicht, wie cn,S noch cin. dann ist es die „Mittelpartei", die all' dies Ungemach verschuldet hat. Wir habcn bisher über die Entwicklung dicscr Partei geschwie-gcn. Sie sclbst hiclt es für zweckdienlicher, in dem Sta» dünn allgemeiner Gährung cine gewisse Reserve zu beob^ achten. 3ic ist von dcr Untrüglichtcil ihres Princips zu überzeugt, als daß siecS für nothwendig halten würdc, schon in dc!n crstcn Zusammenstoße dcr Extreme irgend^ wic thätig aufzuttctcn. Ihre Mahnung töunc erst Gehör finden, wenn Jene fich im nutzlosen Kampfe erschöpft habcn." Der Correspondent schildert hierauf die Methode dcr meisten Wiener Journale, mit wclchcr sie jeden will» lich liberalen Anhänger dcs AuSljlcichSgcdanlenS lielämpfln uud verhöhnen. Er wcicn dcrsclbcn zu erscheinen den Mulh haben. Man sehe sich einmal z. A> dcn Vandlag an und beu» lhcilc unbefangenen Blickes die Acte desselben. Es ist dle gröbste ^üge. die von vielen Journalen in die Welt a> rufcu und von dcr gedankenlosen Menge gläubig hingc nommcn wird. daß dcr obcrostcrrcichischc Vandlag in scincr Majorilät cin „scndal'llcrilalcs Eonvcnlilel" sei. Die Adrcssc wic dic Wahlcn in dcn Vanocsausschuß sind da-sür cin schlagender Beweis, und zwar die Adresse sowohl durch ihren Inhalt, als durch die Abgeordneten, welche gcgcn dicsclbc gestimmt haben. Dic Adresse ist lein siyli-slifchcs Mcistcrwcik, abcr mäßig in dcn Anschauungen, dcncn sic hnldigt. Das ..Vaterland" hat sie verurthcilt. als wäre sie dcr Ausdruck dcs lcibhafügcn Liberalismus. Die fünf Mitglieder aber, die gcgcn sie stimmten, thaten cs nicht, wett sie nicht mit dcm Wunsche nach einer end« lichen Aussöhnung dcr Böller übereinstimmen würden, sondern, wic sie in ihrer Erklärung hervorheben, nur weil sie die Theorien nicht theilten, die darin über die angebliche Elschüllcrnng dcr Staatsmacht und die Mittel zu dcrcn Abhilfe vorgcvracht wurden. Deutsche und Anhänger dcs Liberalismus, halten sie den Mulh, für ihre Ucbcrzcugung cinzustchen und die Nothwendigkeit eines endlichen AnSglcichcs unter dcn Völkern Oesterreichs an» zucllcnncn. Das ist daS Programm dcr Mllelparle«, zu wclchcr somit anch dicsc Abgeordneten m,t Fug und Recht zu zählen find."___________________ Mclj-Elllwuls dls Mijchcn Lantlagcg. Aus Vcmbcrg wird uns dcr mit Stimmenmehrheit anacnommcnc Adicßcl'lwurf zugesendet. Derselbe lautll: ,Ii, cine.» Augenblicke, hochwichtig für die inneren An-gclcgcnbcilcn dcr Monarchic und dcS KronlandcS Galizien fühlt sich der Vandlag dieses Königreiches verpflichte/ scinc Ueberzeugungen nnd Gefühle an dcn Ctu cn dc« allcrh. Thrones niederzulegen. Vor Allem wollen Eure Majcslüt erlauben, dc>ß wn jür die zahlreichen Beweise Ihrer GcrechticM und jrcundlichen Gcsinnun« siir unser Vand unseren wärmsten Dank ausdrücken. Die Anordnungen Encrcr Majcstäl, durch welch? ,n Kralan eine Akademie der Wissmschaslc» arfiründet und 1058 die Landessprache in allen Unterrichtsanstalten eingeführt wird. habcn die Bevölkerung mit Freude erfüllt. Diese Institute, vom vaterländischen Geiste belebt, werden die Aufklärung befördern und daS nationale Bewußtsein entwickeln. Mit der Berufung eines Landsmannes, der das Vertrauen des Landes genießt, in den Rath der Krone als Wächter und Schützer der heimatlichen Interessen, sehen wir eine Institution ins Leben gerufen, welche für die Autonomie unseres Landco unbedingt nothwendig war. Eurer Majestät Regierung hat dem Reichsrathe Vorlagen bezüglich der konstitutionellen Stellung unseres Landes iu> Reiche unterbreitet. Wir schätzen diese Vorlagen hoch, weil wir in ihnen den Veweis erblicken, daß man den Wünschen unseres Landes gerecht werden will. Wir schätzen sie hoch, weil sie das Eingeständniß enthalten, daß die Grundgesetze von l867 unserer Vergangenheit, unseren Eigenthümlichkeiten nnd unseren Bedürfnissen nicht Rechnung getragen haben. Trotzdem hält es der Landlag für seine Pflicht, seine tiefinnere Ueberzeugung dahin anzusprechen, daß die oben erwähnten Regierungsvorlagen nicht ausreichen würden, nnd daß die in denselben vorgesehene Autonomie die wahrcu Bedürfnisse nud die berechtigter! Fordcvuna.cn unseres Landes nicht befriedigen tonnte. Wir zweifeln nicht, daß die nnler dem Drucke der Umstände fo eng gezogenen Grenzen der Rcgurungevor-lagen vis zu dem nöthigen Maße erweitert werden an-gesichts der so offen hervortretenden Bestrebung der gegenwärtigen Regierung zur Vereinigung der Interessen der Theile mit dem Wohle dcs ganzen Staates. Was unscr Land betrifft, so enthält die Landtags-Resolution vom Jahre 1868 die Grundlage dcr unscrcm Lande ohne Beeinträchtigung dcs Reiches zn gewährenden Autonomie. Eure Majestät haben geruht, Ihren allerhöchsten Willcn^dahin zu äußern, daß dic Verhältnisse der Länder und Voller in, Ociste der Eintracht und der allgemeinen Befriedigung geregelt werden, und die Regierung zu beanflraa.cn, diesen Willen Eurer Majestät auszuführen. Der Landlag hat die berechtigten Forderungen der historischpolitischcn Individualitäten stets anerkannt und dcrcn Alitonomic iüuuer für eine Bedingung des Wohlergehens nud der Kraft der Monarchie gehalten. Bci der Ausführung dicscr hohen Aufgabe kann Eurer Majestät Regierung immer aus unsere aufrichtige und volle Unterstützung rechnen. Wir erwarten aber und hoffen, daß die Umgestaltung des Reiches in dicscr Beziehung beitragen wird. zur Festigung dcr constitutionellen Rechte und zur Förderung dcr wahren Fcihcit! Uebcrzcugt von Euer Majestät Gnade und Vorsorge harren wir dcr kommenden Ereignisse mit guter Hoffnung und bitten Golt, daß er Eucre kaiserliche Majestät schützen möge." Politische Uebersicht. Laibacl), .'. October. Wir haben iu unserem a,cstria.cu Blallc nach der „Französischen Correspondenz" die Analyse einer angeblichen iisterr. Circularnole über Gastciu-Salz- burg mitgetheilt, müssen aber h?„ic bemerken: daß die „Wiener Abendpost" bereits Anlilß nahm, an dicsc Analyse dic Versicherung zu knüpfen, daß jene Note apv' kryfth ist und höchstens iu einzelnen Stellen dcm dcr Depesche zu Grunde liegenden Gedanken nahe tommt. „Wanderer" bemerkt: In den Landtagen fpielt sich nacheinander überall so ziemlich dieselbe Scene bezüglich der Verwahrung gegen das löhmische Rescript ab. Die Regierung bestreittt durch ihre Vertreter über« all die Competenz der Landtage, in dieser Frage cm Votum abzugeben, während die Dcpnliilcn wieder das Argument entgegenhalten, die Eonscqucnzcn jenes Rcscrip-tes gefährden die Verfassung. Im Laufe dieser Woche dürften nun die Debatten im böhmischen Landlage eröffnet werden. In Böhmen hat die bevorstehende Adreßdebatlc eine, wir möchten sagen, sür das ganze Reich cuisckci' dende Bedeutung. Man wird ans ihr erkennen, wic weil dic Verständigung zwischen den Czcchen und dcr Regierung gediehen, ob der Wille von der einen Seite vorhanden, eine gewisse Grenze nicht zu überschreiten, und anderseits die Geneigtheit, übermäßigen Forderungen Haum anzulegen. Mit einem Worte, man sieht dcm Auögange dieser Debatte mit höchster Spannung, wie einem Ereigniß entgegen, das eine weitere Klärung drin» gen muß, soll sie nicht als resultatlos bezeichnet werden." Die Bevölkerung Triest's ist bercils überzeugt daß alle Anträge im Landtage bezüglich der historischen Rechte und Privilegien der Stadt Tricst dieselben kaum mchr i»s Leben zurückrufen werden, während es andererseits vergeblich von dieser Vertretung cine Erleichterung der Lasten erwartet, die sehr schwer auf die ärmeren Klassen drücken. Dcr Antrag, von dcr Regierung die Auslassung aller Verthcidiaungsbaltcricn, die bereits auf ein Minimum reducirt sind, ui'.d dcs in Tricst und dcsseu Territorium noch bestehenden FortificationsrayonS zu erwirken, dmste auch zu den frommen Wünschen gc> hören. Eben wcil Trieft ein bedeutendes lommcrcicllcs Emporium, dcr Sitz unserer großen maritimen Etablissements und Schiffswerften ist, so kann es doch nicht ganz verthcidigungslos dcn eventuellen Unternehmungen dcr ersten besten Abenteurer und Freibeuter preisgegeben werden. Dcr „Ungarische Lloyd" bringt hcule wieder cine ncuc Version über die Grinidzüge des Ausgleichs. „Was bisher über das Ausgleichsclaborat verlautete, scheint in seinen Hauptstücken falsch zu sein. Ter Genc-rallaridtag wurde von Hohcnwart gleich zu Beginn dcr Ausgleichsaclion als eiuc Unmöglichkeit bezeichnet und war nie davon ernstlich die Ncdc. Die Autonomie Böhmens wird nicht auf das Instizwesm ausgedehnt, son< dern beschränkt sich auf Finanzen und Handel, Unterricht und Cultus, sowie Ackerbau. Ein böhmisches Ministerium wird es nicht geben, sondern nur eine erweiterte Statthaltern. Ein böhmischer Minister am kaiserlichen Hoflagcr wurde den Czechen gleichfalls nicht zugestanden. Sobald die Adrcsse des böhmischen Landtages uo'licacn wird, läßt auch die Veröffentlichung des Aus-glcichsclaboralcs nicht länger auf sich warlcu. Uebcr die Stellung Deal's zur sogenannten östcrrcichischeu Verfassungeparlci enthält cine Pester Corrcspondcnz der „Köln. Ztg." folgende Angaben: ..Deal hat leinen Grund, seine Meinung zu verheimlichen, wenn sie auch vielleicht nach keiner Seile ent- sprechen sollte, wie dies zu geschehen pflegt, wenn ein nüchterner Mann bei dem Anprall zweier Kampfer das Wort nimmt, Dcat .ncint mit Recht, dnß uu dcm jetzigen Zustande in EiSleithanicu, liümlich un dcu übertriebenen Forderungen der Ezechen, auch dic Dcutsch < Oc sl e r-reicher theilweise Schuld trugen. Durch lange Jahre hat dic dcutsch'österreichische Presse die Ezechen verhöhnt, gereizt und Letztere zum Acußersten gctriebcn. Die Jagd nach Popularität war der Grund, weshalb die c-ii>lcitha-nischen Blatter eine Sprache führten, die man aus politischen Gründm nur verdammen lonnle. Der so oft gepriesene österreichische Patriotismus hätte sie cines Anderen belehren sollcn. Unbedacht des Uebels, das enl< slchcn wird, wurde Alles hervo^gesucht, um dcn Wiciiern auf jiostcn der Ezechen eine angenehme Viertelstunde zu bereiten. Nun ist es nicht zu verwundern, wenn die Ezcchcn derart von Haß entflammt sind, daß sie unlängst die deulschcn Feuerwehrmänner veijagteu, die den Brand eines ^cä'ischen Ortes löschen wollten. Vom ungarischen Slandpmill lönncn wir unmöglich die Conscqurnzcn der biehevigen deutsch-österreichischen Wirthschaft i>m' et 5!mi>!oml>n< annehmen. Die Ungarn müssen vordr,l,md eine znwartende Stellung einnehmen. Daß ui,'crc Sympathien für die Dculsch-Ocsttrrcichcr sind, läßt sich nicht lcu,Mn. aber thalsächlich lönncn wir nur dann für dieselben in die Schranken treten, wenn es Hohen-wart nicht gelingen sollte, Oesterreich auf consUlnlio-ncllcii! Wege zu pacificiren. Wir behalten uns vor. sowohl mit den Eroatcn als mit den anderen Nationals tüten in Ungarn allein fertig zu werden. Andererseils sind wir aber auch nicht berechtigt, die Action des Grasen Hohcnwart zu hindern, so lange er sich in dcm Rahmen dcS dualistischen Ausgleichen vom Jahre l8!>7 bewegt. Dicse Auffassung Deal's dürfte für die öffentliche Mi' nung Ungarns maßgebend werdcn." Aus München wird berichtet, d^ß dcr Abgc-ordnele Kolb dcn Antrag eingereicht hat, an dcn König dic Biltc zu richte,', daß dcm gegenwärtigen Landtage ein Gesetzentwurf belrchs dcr Trennung des Staates von dcr Kirche vorgelegt werde. Das deutsche Reich soll nach de»- ,.E. S." im Jahre 1872 in ^.'i Städtcu Ocsanbschafteu uuterhallcn. und zwar Botschafter iu London, Paris, Petersburg und Wicn; Gesandte in Athen, Biüssel, Eonstantinopel, KopcnlMcii, Florenz, Lissabon, im Haag, Madrid. Rom, Stockholm, Schweiz, Washington, Peking; Minister-Residenten in Rio de Janeiro, Peru, Venezuela, Mexico, Ehilc, Äuenos-Nyrcs. Aus Versailles wird berichtet: Die Be gnadi-a, u n gs - E o m m is si on hat am Donnerstag cine Sitzung gehalten. Wie verlautet, sollen alle zum Tode Vcrurtheiltcn. selbst Ferr6, begnadigt werden. Die Pariser Blätter bringen fast alle wieder Arli< lel über die bo napa rt i st ifchc Verschwörung. Die „Patric", die ..France", die „Liberi" und die übrigen Journale, welche früher Organe des Kaiserreiches waren, glauben nicht, oder stellen sich vielmehr, als glaubten sie nicht an die Ezistenz ciner „Verschwörung" in der Armee zu Gunsten dcr Bonaparte. Dec „Monitcur", bekanntlich ebenfalls ein kaiserliches Organ, hält eine solche für unmöglich, wcil dic sranzösifche Armee sich nicht dazn hcraebcn wcrdc, cincn Handstreich auszusührcu; trotz der vielen gewaltsamen Umwälzungen in Frankreich, habe dicse doch nie die Initiative zu .semlll'llm. Wie lwhlnische Bönigskronc. Es wild wohl noch einige Zeit dauern, bis das Plogramm des Ausgleiches mit Böhmen Thatsache geworden isl. aber wollen wir vorläufig vou dcr Krönung und dcr Wenzclslronc sprechen, denn, jctzt wird crstcrc wohl endlich auf dem Prager Hradschin stattfinden, und die Böhmen werdcn es sich nicht nehmen lasscn, sie so festlich wie möglich auszustatten. „Dcr König von Böhmen," so heißt es in einem czechischcn Werke, wird bereits mit dem zmückgclcgtcn vierzehnten Lebensjahre großjährig, und kann dahcr schon von diesem Augenblick an dcn Thron besteigen. Nach der Thronbesteigung läßt sich der König von Böhmen auf dcr Präger Burg nach altherkömmlichem Gcbrauch und RituS in fcicrlicher Weise klönen. Dicscr Act war seit jeher in Böhmen cinc unerläßliche Nothwendigkeit und die eigentliche Gipfclung der Königswürdc. indem dcr König bis zu diesem Moment selbst iu Urkunden slch blos den Titel eines Herrn und Lrbcn des König- rc'lches beilegte, und, bevor cr nicht gekrönter König gc- "°"cu. weder die königliche Gewalt, noch die Majestäts- s°n ^""^'"' °"ch nicht das große RcichSinsicgcl führen begrün, V^^' dieser qclMiqtc Gcbrauch dicse seiue < schlich verlor wurde er reckt crlilllte., ^" ^°^ '""mr in allcr Form au - f«.'s.H I m's^>- ^.» ! ' '"'l Ausnahme Kaiser Io^ Uen 'de7X e7^'a«r s^^^ K^cgsperi^de nnd Fett fand, sich ^ncn zu H^ ^n^ ^'^ dann mit Ausnahme ererbten Rechte nicht sonderlich achtete, sowie er die Vornahme dieses Actus auch in Ungarn unterließ." In dem Patente vom l. August I80l, in welchem Franz I. den erblichen Titcl ciucö Kaisers von Oesterreich annimmt, bestimmt der vicrlc Artikel: „Vci dcn Krönungsfcicrlichkcitcn, dcncil sich unscrc Vorfahren als Könige von Ungarn und Äöhmcn unterzogen, hat es auch für die Zutuuft ohuc allc Aenderungen zu vclblciben " Der gcgcuwärtig rcgicrcndc Kaiscr versprach am l.'.tcu April 18!)! dcr au ihn abgesandten Deputation dcs böhmischen Landtages, sich feierlich ti'öncu zu lafscn, cr wiederholte 1805) dieses Versprechen, und jctzt abermals. Wir werden also die Krönung iu Prag erleben. Dic böhmischen Rcichsinsigincu, wclche iu dcr Kreuz-capcllc auf Burg Karlstciu bei Prag aufbewahrt wurden, ruhen nun untcr siebenfachem Verschluß olicrhalb dcr Wenzclscapcllc in cincm verborgenem Raumc dcs Prater Vcitsdoms. Als Kaiser Karl IV. dcu Eulschluß faßte, sich und sciuc Gemahlin Olanca von Valois lröncn zu lassen, und auf scincn Bcfchl dic ncuc.Krone dazu verfertigt wcrdcu folltc, traf cö sich, daß das dazu bestimmte Gold nicht rcichtc. Karl war abiuchnd, nnd so h.Utc Vlanca dcu Einfall, die alte goldene Krone dcs heiligen Wenzel zur Ergänzung verwenden zu lassen. Karl war darüber untröstlich. Dcr Pragcr Erzbischof Ernst von Pardubitz rieth nun dic ncuc Krone bci dcn Reliquien dcö heiligen Wenzel aufbcwahreu z>l lassen, ja cr erwirkte eine Bulle des Papstes ElemcnS VI., welche jeden, der gegen diese Anordnung handeln werde, mit dein Bannc bedrohte. Diese böhmische Krone nun besteht aus einem goldenen Stirnreif, aus dem sich vi^ Ornamente in der Gestalt mittelalterlicher Lilieu erheben; übcr denselben krcuzt sich ein Doppelbogen, au welchen, über dcm Scheitel des Haup!cs ein Kreuz auaMacht isl. Sie 'st reich mit Edelsteinen, Rubine». Gapphiren. Smaragden, Balassen und Perlen besetzt. Ein ungeschliffener SaP< Phir vom hellsten Wasscr, ^0 Karat schwer, ziert die Stirnseite. DaS Gewicht der Krone bclrägl 4 Pfund l.'^/5 Loth. Dcr Habitus derselben ist cin gauz millel-alterlichcr und offenbar conform gehalten mit der älteren französischen Krone dcr Könige aus dem Hause Voloiö. Stammt die Krone, dic wohl lcinc Wcnzelslrone mchr ist, unzweifelhaft aus Karls I V. Zcil, fo läßt sich dicscs vom Reichsapfel, Sccptcr und K>ö»uugsmauttl ! kcincswcgs bchauptcn. Dicsc wurdcu zur Zcil Kaiser Rudolphs >l. von ilalicuischcu Küusllciu ucrsnligt. Das Gemach über dcr Wcnzclscapelle darf nur auf ausdrücb lichcu Bcfehl des Landcsfürstcu, in Gegenwart von sieben Dcputirlcn ans dem Hcrrcustandc und unlcr Aufsicht dcs Erzbischoss und Statthalters geöffnet werdcn. DaS sogenannte Wcnzelsschwcrt wird abgesondert vou diesen Kleinodien iu, Präger Domschatz aufbewahrt. Nach der Ausichl dcs Eonseruators Bock bietet dieses Schwert lciucswcgs Anhallspunltc für cin hohcs Alter. Die E^cchcn sagcn: cS stamme von dem Heiligen, also al,s dcm zehntln Jahrhundert, ^iach allcu Acußcrlichlcite" muß cs abcr in das Ende dcs sünfzchntcn Jahrhunderts gesetzt wcrdcn. Bci dcr Krönung wird cs vielleicht wieder cn,c Rolle spickn: dcr ucue König schlägt damit die St. Wcnzelsriltcr. » > ^ » Von Wenzel selbst stcunmt eigentlich also bei alle« tnesen Dingen nichts mchr her. Aber die Ezechen halle" daran fest. Sanct Vüclau ist bei ihncn iu Fleisch und Blut übergegangen, er ist der Schutzpatron des Landes und der 28. September, sein Tag, cin allgemeiner svcier' tag. Doppelt heilig erscheint sein Grab im Vcitsdomc-In dcn böhmischen Landrechteu von 1'll>l steht die Vel' füguug: el>cu so wenig wie ein des TodlschlageS Äe< schuldigte,- ergriffen werdcu könne, wenn scine Frau ihn umarme oder mit ihmn Kleid deck>>. oder er vor der Königin von Böhmen sich befinde, eben so wenig dacf I05:i einer dcrselben ergriffen; dcn ltt. Brumaire, den Mil«, lärausstand „ach der Rückkehr ^iapolcon'S l. von Ellin und dm A. December hall sie nur für die Folgen dcr vlrschicdcncn Revolutionen. Dies aber hat nichl vcrhin-dert, daß die französische Aruicc drci rcgcluiäßigc Regie-rungen gestürzt uno Frailtrcich drci mal Kaiscr gcgcbcn. also von den scchs großen Revolutionen Frankreichs drci ausgeführt hat. Die «Dcliats" hallcn cine Rcstauratiou dec Bonaparte für dcn Augenblick uumöglich und deS-halb die Umtriebe derselben für ungefährlich; sie meinen, dah das Kaiserreich nur dann zu rcslaurircu sci, wenn ^ambclta die Dictalur noch einmal auögeübl und das ^nd aus Vicbe für die Ordnung der Freiheit salt gc-lvorden sei. Ueber die in Umlauf gesetzten Stimmen einer Annäherung zwischen Frankreich und Italien schreibt Louis Vcuillot im „Univers" unter anderm: „Mit tiefem Schmerze haben wirerfahieu müssen, baß ein französischer Minister (^cfranc) bei Gelegenheit der Eröffnung dcs Mont Eenis-Tunncls eine» Toast ans d'e Freundschaft Italiens mit Frankreich ausgebracht hat. Wir hältm dem Herrn ^efranc etwas mehr Patriotismus zugemuthct, als daß er ucrgcsscn habr, daß «nankreich "°n Italien durch die Besetzung Roms auf das Tiefste bclci< digt wurde. So lange der Papst im Vatican als Ocsan« gencr schmachten wird, so lange wird von einer Freundschaft ^wische,, Flantrcich und Italien nicht die Rede sein lönncn.Wer lönntc denn heutzutage wagen, uns die Allianz Mit Picußcn, das uns zwei Provinzen genommen hat, nuzullagcn. Nun, Italien hat uns Rom genommen, l)lit then so wie Prcuhcn Frankreich vcrllcincrt. Wenn unser Unglück haben wollte, daß wir dkselbc Hand drücken sollen, die uns ohrfeigt, dieselbe Hand, die im Bunde mit Preußen unseren segcnsoollcn Einfluß in Rom vernichtet hat. diejenige Hand, die uns noch jetzt bedroht und zu-glcich ucrlannt, wir sollcn die Helfer ihrer Attentate weiden, in dcr That. sollten wir uns so tief erniedrigen müssen, dann lönnle man sagen: „Wehe den B e< siegten!" Bezüglich Algeriens soll im Schoße dcs Mi-nisterrathes noch immer einige Uneinigkeit herrschen. Die ssragcn, über welche man lcin volllommcncs Einverständ-niß erzielen kann, bclnffen die Emancipation dcr Juden u»d die arabischen Bureaux. Während nämlich Viceadmiral Gucydou wünscht, die lchtcrcn Ulögen unter Oberleitung der Eivilbehiirdcn von Officic-lm verwaltet werden, da nur diese den Arabern gegenüber die nöthige Autorität besitzen, will sich dcr Kriegs-minister. General Cisscy. nicht dazu verstehen, scine Of' ficiere den Civilbehörden unterzustellen. Aus Brüssel verlautet, daß die Regierung in "0lge der authentischen Berichte über den Stand dcr l'onapartist i schcn Bewegung den Befehl zur amauen Ueberwachung dcr dort sich aufhaltenden Bona-pal'tislm gegeben hat. . „Valetta dcl Popolo" mcldct aus Turin unterm "U d. ..Miltclst königlichen DecrctcS ist die vom Prinzen ^on Caugnan präsidirte ^ a n d eS vcr t h c i d i g u n gS -Commission aufgelöst worden." ..Times," während sic die Participation Italiens "" dcr S a lzb nrg er E onv en lion bespricht, sagt unter andern,: ..Italien sucht einen mächtigen Verbündeten, ans ^" es rechnen könne im Falle es wegen der Besetzung "loins mit einem Kriege von ciucr cnropäischcn Macht ^ an dem Grabe dcs heiligen Wenzel auf dem Prager Schloß ergriffen werden. Auf dem Wcnzclsplatzc zu Prag tiincn am Tage des "°'.ligcn, während seiner Octave die Litaneien der Eichen ä" 'hm empor. Die Eapcllc wölbt sich mit dem Schein ^Nfturncr Lampen über ihm, ans scincr Brust glänzt °°s Nild dcr MuttcrgoltcS von All-Gunzlau, welches !^' sich gcsührt habcu soll, als dcr wilde Bolcslaw ^" ihn ermordete. Dann ertönt das alte Wcnzclslicd, ^'U> VH<>Iav(,, v0V0(lo 00^0 /<.'!>W, Hciliaer WcnzeS-^"s. Herzog dcS Böhmerlandes, dessen Schlnßstiophc °°>l dm Eichen nicht ohne politischen Beigeschmack gc-'""yen wird: „Dciucu Schutz cvbit!»'» >vir. (ivbann' dich über ul!'>. Tlüslc dic Tramisssu, Wchr nlll? Urbrl c>I>. Hciligrr Wcnz^lanS." Nn dcr Auffrischung dcS Andenkens an den Heili-m -^"^" d'c czcchischc Presse. Kirche uud Schule gc- "»chaftlich. und das ursprünglich rein kirchliche Lied. dui,' '"' Jahre i:;^; vom Bischof Ernst von Par-. °'i gedichtet worden scin soll. das unter Voran- gllng hcr Wenzclsfahnc bci Beginn dcr Schlachten h^'^" wurde, es ist heute fast ein politisches gcwor-l^'oll ^>°"'^ Wenzel im Bilde, ans cincm Schimmel in Nail« ""N ^^"b, '"it dcr Hcrzog?lrone auf dem ^lll^ ^" Wimpclspccr mit dem alten vor Oltalar'schcn l^elk / ^lilimens. dem schwarzen Adler im weißen inde ^^"0' ist in jeder böhmischen Banclnhüttc zn ^iirs!'' ^^ '^ b" heilige Wenzel, dcr milde, fromme Tl>? s s ' '" Andacht und Bnßnlümacn dcn glößern ten ^ '^ ^"'6 verbrachte und dcn Wcin selbst lcl-dcn ?n " ^ ^"" Abcndmnl brauchte; er pslanztc cbenso ^ . "'kizen. drosch ihn. mahlte ihn und lmck daraus die dies "s^" '^^""ilau ist noch die Kirche zu sehcu, wo bedroht wäre. Dculschlaud wäre die einzige Macht in Enropa, die ein treuer Verbündeter Italiens sein tonnte. Gcidc Staaten verfolgen jetzt gemeinschaftlich ein große« Ziel. Bcidc Staaten fühlen sich gedrängt, in allcu fcr< ncrcn pulilifchcil Fragen in, Einvcrständnissc zu wirken." Blätter auS London bcrichlcn: Dic IahrcScin' nahmcu Englands bclraacn mit dem IalMschlussc Ende September 71^,^11 .!»<».'> Pfd. S»,. daher nin i''^7.^7!» Pfd. St. weniger als im Iahic l,^7<». Wie dcr Kopcnhagcner Eoncspoildcnt dcs «Stundard", erfährt, find bci dcr Zusammcntunsl des Königs von Dänemars mit dem Kaiser Wilhclm in Baden politische Angclcgcnhcilcn nicht crörlcrt wol den. Ein Telegramm auS Kopcl,hagcn meldet: Der König ist am 27. v. M. Abends um li Uhr mit Gc^ folge hicr cingeliofscil und hat sich sofort nach Schloß Bcrnstorsf begeben. Ans Stockholm wird geschrieben: Dcr außcror-dcnllichc Reichstag soll sich bclannllich nur mit dcr Ord nnng dcs Heerwesens, und zwar ganz besonders mit Reformen dcs EinlhcÜnngswclls (Iüdellatruppe), jcncs sür Schwcdcn cigcnlhümlichcn HeercSlnsliluts, beschäftigen. Dic „probeweise Mobilisirung," welche Rußland nach einer Meldung dcr ..Times" i» Scene zu srtz:n gesonnen sein soll. ist nicht nur eine anormale, sonocrn auch höchst kostspielige Erscheinung; sie dürste nicht we« uigcr als 40 Millionen Rubel in Anspruch nehmen, gcw^ß lcinc geringfügige Summe, wenn cS wahr ist, daß cS sich dabei nur darum handelt, um zu constalircn, ob sich die Eivil- odcr Militärverwaltung mit dem ncucn Reglement, die Einberufung der beurlaubten Soldaten betreffend, schon vertraut gemacht hat. Nachrichten auS Rußland melden, daß die russische Regierung eine vollständige Reform aller Mönchs, und Nonnenklöster vorbcrcitct; fortan sollen die Wahlen der Prioren nur dcr Regierung zuslchcn. Die ..Eorrcspondcncia" mcldel auS Madrid: dcr Ministcrrath habe beschlossen, d^e auswärtige Staatsschuld nicht zu besteuern, dagegen die inländische Schuld mit Inbegriff dcr Schatzbons mit einer zchnpcrccntigcn Slcncr zu bclcgcn. Dcr Finanz minister thciltc im Ministcrrathc das Memorandum und die Äudgctentwürsc mit. welche er den Eorlcs vorlegen wird. Aus dcn Landtags«. (Wurster Bericht,) Kärnten. Verhandlungen iiber Schul' nnd Ge meindesachen, Pctitio'.cn, Bczillsocrtrctung, ?tiederöstcrreich. Berathungen über Petitionen, Schul- und WohllhätigleitSanstaltcn. Obcrösterre i ch.) Beralhnnacn über Schulsachen. Tirol. Bcralhnng lidcr die Wahlordnung. Vorarlberg. Verhandlungen übcr Gcmsindcangc-lcgeiihcitrn, Berathung dcr Wahlordnung. Böhmen. Commissions ' Verathuugen übcr die Regierungsvorlagen. Schlesien. Verhandlung übcr Petitionen, Galizien. Verhandlungen übcr Pctitioiiln, Gc mcindc - Administrations' nnd Spilalssachcn, A^xßan: nähme, Protest, dcr bäuerlichen Dcpulirten. Dalmalien. Vorstellung dcs LandtaaSpläsidcn ten, Berathungen übcr Pclitioncn, Schul. Gcmeindc' und Stcucrsachen, Antrag übcr Einführung von Frie-dcnsgcrichtcn. Hagesneuigkeiten. — (Hufuachrichtcn.) Der ..Bote fUr Tirc>l und Vorarlberg" meldet: Einem GerUchle zufolge foll Se. Majestät dcr Kaifer zur Eröffnung dcr Äahn Villach-Licnz nach Tirol kommen und dann die Bahnstrecke Licnz-Franzcnssestc zu besichtigen gedenken. Als Zcil wird der 15,. October angegeben. — TXis brasilianische Kaiser paar kam am 2. d. um halb 7 Uhr mit cincm Scparaldampsschiffe von Linz in Wien an. Trotz des schlimmen Wetters war eine große Menschenmenge versammelt, welche das hohe Paar crwarlctc. Im Gefolge Ihrer Majestäten befanden sich die Kammcrherren Baron de Bon BcNro, Baron dc Itcmo, Ehcvalicr Nojulira dc Gama, dann die Damen Baronin dc Baral und dc Itaunci und andere Dienerschaft, außerdem dcr Ecnlral-Inspcclor dcr Lazaresch, dcr dem hohen Paare nach Korneuburg cntgcgcngerciöl war. Dic brasilianische wcscmdlschasl und der Herzog von Koburg empfingen dic Gäste und dc.Mtelen sie in das Holcl Äiunsch, wo die Gemächer sür sie vorbereitet waren. — (Erhebung zum Marktflecken.) Se. l. und t. Apostolische Majestät haben die Erhebung oci Orlschaft Hl. Dreifaltigkeit in Windifchbnchcln, polilischcr Bezirk Marburg in Slcicrluarl, zu einem Marktflecken aller-gnädigst zu bewilligen geruht. — (Ein kaiserlichcs Iagdschloß) soll in Nadmer in Sleicrmarl gebant werden,' welches bis zur liinf tigen Iagdsaison fertig fein soll. Es war zn diesem Behufe einc Evlnmissiml mit dem Husbannicistcr Ezell wegen Auf' nähme eines Aaulcrrains dort, und wird der Bau wahrscheinlich bald in Angriff genommen werden. -- (Bewilligte Schutzbauten.) Der Herr Minister des Innern 'hat das modificirte Project ilbcr die Saveschutzbaulcn bei Michalovec und Loc als den gegenwärtige» Flußix'rhcillnissen entsprechend, und zwar in dem Kostenbeträge von 12,2religiöse Erziehung der Jugend haben. Der Bischof fragt zum Schluß, welche Pflichten hieraus für die Geistlichkeit rcfultiren. » — (Selbstmord.) Am :i(>. v. M. Abends stüizlc sich in Graz der Schlossergesclle Johann Gre» gorilsch aus Kappcl in Kä'rntcn, der vor einigen Tagen mit einer sich selbst beigebrachten Schnittwunde am Arme ins Krankenhaus gekommen war, von einem Fenster des zweiten Stackes herunter und verschied nach wenigen Minuten. Er war iin Verdachte eines Mordes gestanden, was auch die Veranlassung zu seinem früheren Selbstmordversuch bildete. — (Honved-Invaliden ha us.) Sonntag den 1. October, 1 Uhr Nachmittags, hat in Pest unter großer Betheiligung dcr Bevölkerung die feierliche Grundsteinlegung des Honved-Invalidenhauses staltgefunden. — (Franz Liözt), der berlihmle Tonkllnstler und Nbb<>, der sich feit einigen Tagen in Nom befindet, wird Rom in diesem Monate ganz verlassen, um fortan abwech sclnd in Wien und Pest zu leben. Die Ungarn haben ihm, wie die „Berliner Blätter" melden, mit einem sehr schmei' chelhaflcn Titel einen jährlichen Gehalt von 000(1 fl. ausgesetzt, wofür er nichts weiter zu thun hat, als dieses Ehren« prädiccit zu führen. — (Regulirung des Nhe in st romes.) DaS zwischen der österreichischen und schweizerischen Regierung in jüngster Zeit vereinbarte Präliminar - Übereinkommen, betreffend die Ausführuuq der Rheincorrection von der schweizerischen Orlschaft Kriesscrn stromabwärts bis zur AuSmündung des Rheins in dcn Bodensee ist am 19. v. M. von den beiderseitige» Bevollmächtigten unterzeichne! worden. — (Das berlichtigte Schwindlerbureau „Felic ila s") in ^uzern (Schweiz) ist dieser Tage durch Verhaftung feiner Inhaber Rudolf Faulmann und Wilhelm Nowitzky aufgehoben worden. — (G r ube« unf, l ü ck.) „Eloile beige" meldet, daß durch die Explosion von schlagenden Wettern in den Stein-lohlenmincn von Hornu (Belgien) !il> Personen gelobtet wurden. Locales. AuS der Gemeinderathssltzung vom 3. October. Beginn 5 Uhr Abends. Gegenwärtig: Bürgermeister Des ch mann und 17 Gemcinderälhe. Der Schriftführer verliest das letzte SitzungSprolololi und dasselbe wird verificirl. Bürgermeister Deschmann theilt mit, daß morgen am 4. d., um 10 Uhr Vormittags, in der hiesigen Dom» lirche aus Anlaß des Allerhöchsten Namensfestes Sr. Ma> jcstäl dcs Kaisers cin feierliches Hochamt abgehalten wird und ladet den Gemeinderalh zur Theilnahme ein. Der B Ura. erm eister beantwortet hiernach die vom GR. Stedry gestellte Interpellation wegen Wiedereröffnung dcr gegenwärtig gesperrten Eommunication zum Castellc und Herstellung einer schnelleren Eommunication zwischen dcn bcide» Feuerwächtern dahin, daß die angedeutete Wiedereröffnung derzeit wohl nicht zweckentsprechend, fondern eS vorlhcilhaflcr wäre, wenn zwifchen dcn beiden THUrmen, dem Magistratsgcbäude uud dcn Feuerwachtern eme 4ele-qraphenverbindung hcrqestcllt werde. ^ » ^. ^ " Das Gesuch des G. Fischer um Nachsteht des Stand-qeldes für die HM.e in der ^.crmannsaUee rmrd l ber Änlraq der Finanzsec.ion dahin erleb.gt, daß dtese Hütte nicht aufzulassen, aber auch mcht gebuhrenfrel zu belassen sci daß dem Bittsteller flir dle abgelaufene Zelt ein Nach. laß nichl gewährt werden könne, wohl aber der Fortbestand dieser HUlte stir die nächsten drel Jahre gegen einen jähr« lichen Bestand von 6 fl. bewilligt wird. Der zu cistallende Bericht über den Recurs des Georg Archer gegen die vom Stadtmagistrate dem Peter Simonetli ertheilte bedingte Bewilligung zur Nufflihrunc, einer Mauer ist nach längerer Debatte 'und nach Vortrag der Vauscction mit dem Antrage aus Bestätigung der maqistrallichen Erledigung der Oberbehörde vorzulegen. 1660 Dem Albert Samassa wird über Antrag der Bau-seclion die Bewilligung zur Verlängerung eines als nutt> wendig cvtannlcn 13'.^ Klafter lange» Canales in der Florianigasse im Kostenbetrage pr. 128 fl. 22 lr. ö. U. mit dem Beisatze ertheilt, daß ein entsprechendes Gefalle eingehalten werde. Der Gemeinderath genehmigt über Antrag der Schul-section die Iahrcsrechnung pr. 92 fl, 34 kr. und das Inventar der zweiten städtischen Volksschule pro 1870/71 und passirt die Mehrauslagen pr. 2 fl. 34 kr. aus der Stadtlasse; ferner die Rechnung Über die Adaptirungsarbeiten für die vierte Klasse der Nnterrealschule pr. 91 fl. 57 kr. ö. W., und bewilligt die Auszahlung dieses Betrages aus der Stadtkasse zu Handen der Oberrealschul-Direction zur weiteren Nusfolgung an die Conloleger. Hiernach wurde die Sitzung in eine vertrauliche verwandelt. — (Allerhöchstes Na :n en ö f est.) Aus Anlaß des hohen Namensfestes Er. Majestät des Kaisers Franz Joseph l. sand heule um 10 Uhr Vormittags in der Domtirche ein feierliches Hochamt statt. — (Die Herren Dob er let und Harisch), Möbelhändlcr in Laibach, fanden bei der Triester Ausstellung lobende Erwähnung. Neide Herren betheiligten sich durch Ausstellung von Möbeln, sowie eincs Kastens aus gebogenem Holze (einer privilegirlen Erfindung des Herrn Harisch), deren solide und geschmackvolle Ausführung lobend anzuerkennen ist. — (Deutsches Theater.) Die Redaction erlaubt sich die bereils zu wiederholten malen schriftlich und mündlich an uns gerichteten Anfragen: „Warum wir über die deutschen Theatervorstellungen der neuen Saison bisher noch nicht die Üblichen Bericht gebracht haben," dahin zu beanlworlcn, daß, da wir v on Seite der Direction (aus uns unbekannten Gründen) zur Berichterstattung und Kritik nicht eingeladen wurden, wir uns weder berechtigt noch verpflichtet hallen, ohne Einladung — von Amtswegen — mit Aufopferung von Zeit und Mühe Kritik zu üben; daß wir unsere Berichterstattung und unsere Kritik der Direction Wahlburg niemals aufzudrängen gesonnen sind, und daß es an allen Orten Sache der Theater-Directions, ist: den Weg der Berichterstattung und Kritik im eigenen und im Interesse des p. t. Publicums auszusuchen. — (DaS Panorama und zunächst das anatomische Museum) des Herrn Reinhard Grob am Iahrmartlsplatze, insbesondere das erstere wegen des luitverbundcnen Glückshafens, werden an diesen Tagen, an welchen die ankommenden Studirenden mit ihren Eltern und die einberufenen Rekruten den Stand der hiesigen Bevölkerung zufällig erhöhen, zahlreich befucht. Für das erwachsene Publicum kann der Besuch des anatomischen Museum«, welches 74 Objecte zur Anschauung'bringt, als ein interessanter bezeichnet werden. — (Aus dem Aintöblatte.) Zur Vervollstä'n. digung des wird die Lieferung einer Anzahl chirurgischer Gerä'thschaften aus' geschrieben. Offerte zur Lieferung sind bis 31. October bei der Militär-Intendanz in Wien einzureichen. — (Ueber die schlechte Besoldung der Voltsschullehrer) in Innerkrain und insbesondere jener in den Karstgegenden mehren sich die Klagen von Tag zu Tag. Es ist berechnet worden, daß viele derselben kaum ein jährliches Einkommen von 160 fl. haben. Es ist daher nicht zu verwundern, wenn viele jüngere Volksfchul« lehrer den Entschluß gefaßt haben, vom neuen Jahre ab zur Gendarmerie übertreten zu wollen, welche im Vergleiche zu «uferen Vollsschullehrern wirklich brillant gestellt ist. — (K. k. privilegirte Kronprinz'Rudolfs. bahn.) Wir entnehmen einer Kundmachung der Anglo-Oesterreichischen Bank, daß auf die Bezugsscheine für Aclien der l. k. privilegirten Kronprinz'Nudolfsbahn dritter Emission die letzte Einzahlung von 8^' Gulden ö. W. per Stück zu leisten ist. Die Einzahlung kann vom 5. October angefangen bei den Kassen der Anglo-Oesterreichischen Bank unter Beibringung der bctresfeuden Bezugsscheine, welche gleichzeitig gegen definitive Stücke umgewechselt werden, erfolgen. Dieselbe ist jedoch spätestens am tt. November d. I. zu leisten. Die Besitzer der Bezugsscheine haben die an den definitiven Stücken haftenden 5pcrcentigen Silberzinsen vom 1. Juli d. I. bis zum Einzahlungstage, abzüglich der auf die bisherige Einzahlung von 80 Gulden per Stück laufenden 6percentigen Silberzinsen zu vergüten. <5instese»det. Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medicin und ohne Kosten, Revalesciere Du Barry von London. Nlleu Leidenden Gesundheit durch die delicate l'.,^,,!^,^,-« ^l lj-n'i-V) welche ohne Anwendung von Medici» m,d ohne Kosten die nachfolgenden Krankheiten beseitigt: Magcu-, Nerven-, Brust-, Vnngcn-, Leber-, Drüsen-,^ Schleimhaut-, Aihem, Vlasni- uud Nierenleiden, Tnberculose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unvcr-danlichlctt, Verstopfung, Diarrhoeu, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoidru, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Nlutanssteigen. Ohrenbrauseu, Ncbelteit uud Erbreche» selbst während der Schwangerschaft. Diabetes, Melancholie. Abmagcruua,. Rheumatismus, Gicht. Bleichsucht. — Auszug aus 72.000 Certificate!! ilber Ge-nesuugeu, die aller Medicin widerstanden: Certisicat Nr. 48421, Neustadt, Ungarn, Seit mehreren Jahren schon war meine Verdauung stets gestört; ich halte mit Maa/nilbelu uud Perschleimuug zu kämpfen. Von diesen liebeln biu ich unu seit dem vierzehntägigen Genuß der !>!'v,'!><.>!>>'!»)!',!«,'i0, 5) Pfuud fl, 10, 12 Pfuud fl. 20, 24 Pfuud fl. Z!'. Ilcvüll.'^!,';,'^ <'.!><"'s!>»l,''«> in Pnlver uud in Tabletten filr !2 Tassen fl. 1,5)0, 24 Tassen sl, 2 f>0, 4« Tassen fl. 4,50, in Pulv'r snr 12') Tasse» fl. 10, siir 2«« Tassen fl. 20, filr 576 Tasseu fl. AU. Hn beziehen durch Barry du Barry H Eomp. in Vl^i«n, V^2.11ü«cl»82»«6 Ar. 2, iu I.albiloli Ed Mahr, iu Marburg F. Kollctuig, iu Klageufnrt P. Birubacher, iu Graz Gebrüder Oberra nzmayr, in Innsbruck Diechtl H Frank, in ^!iuz Haselmaycr. in Pest Türöl, iu Prag I. Fürst, in Brilnil F. Edcr, sowie in allen Städten bei guleu Apolhckeru und Spcccreihäudlern; auch versendet das Wiener HauS nach allen Gegenden gegen Postanweisung oder Nachnahme. Neueste Post. München, 2. October. Lord Stanley, Decan von Westminster, der schon auf dem Congresse der Katholiken anwesend war, pflegt eifrige Berathungen mit den Führern der Bewegung. München, 2. October. Heute Morgens wurde durch VertiaueliSmänncr der Fortschrittspartei aus allen ^andMichten Ooerbaierlis ein liberaler Kreisverein gegründet. Zwcck desselben ist die freiheitliche Entwicklung der deutschen und liairischm Verhältnisse, die Anstrebung der Ordnung aller l'olhwcndig gemeinsamen Angelegenheiten durch das Reich, die Trennung des'Staates und der Kirche unter Wahrung der unveläußeilichen Rechte des Staates und Gewährleistung der Religions- und Gewissensfreiheit. Hiebci sprachen Slauffeuberg, Professor Huber und Vecchioni. London, 2. October. Die Arbeitsgeber von Newcastle werden heute den slrilcudeu Arbeitern die Antwort auf die gemachten Vorschläge zusenden. Nachrichten aus Corl zufolge hat dort ein Conflict zwischen einer Polizeipatrouille und mehreren dcS Fenia. niSmus verdächtigen Individuen stattgefunden. Es wurden Revolverschüsfe gewechselt; ein Polizeimann wurde verwundet, drei Personen verhaftet. An den Küsten wüthen sehr heftige Stürme; es werden zahlreiche Seeunfälle gemeldet. London, 2. October. Die italienische Barte „Motette" hat liei Grimsby Schiffkluch gelitten. Der Eapiläii und fünf andere Personen wurden gerettet; neun Personen ertranken oder starben in Grimsby. Die Barke „Dannely" ist an den Felsen bei Tyne-mouth gestrandet; die Bemannung derselben wurde gerettet. Gestern wurden in allen hiesigen katholischen Kirchen Gebete für die baldige Beendigung dcr ilalienifchen Oc< cupation in Rom abgehalten. Der Dampfer „City of Paris" ist in Nrw - Ml und der Dampfer „Tarifa" von Boston in Queenslowu eingetroffn. Kopenhagen, 2. October. Der Reichstag wurdi ohne Thronrede eröffnet. Beide Things wählten ihre früheren Präsidenten wieder. Der österreichische Generalconsul Salomonsen ist heute Nachts Plötzlich gestorben. Stockholm. 2. October. Die erste Kamm.r hat die Regierungsvorlage, betreffend die Wehrpflicht, ein« stimmig angenommen. Die Verhandlungen über die übrigen Theile der Regierungsvorlage dauern noch fort. Telegraphischer Wechselcour« nom '!. October. 5p?rc. M?talliaue« 57.75. — 5perc, Metalliques mit Mai, uud November-Zinsen 5)7.75. — 5perc. Natioulll-Aulelzcu 67.80. - 1860er Staats.Nulehe« 97.25. — Vaul-Actieu 756, Credit' Äct en 287.50. - London 117.75. — Silber 117. - Kl Mlw,-Dncate» 5.00. - Napoleond'or 9.40. Das Posldampsschiff „Eimbria", Lapiläu Haack. welches am 13. September von Hambnrg abgegangen, ist an» 25 d. M. wohlbehalten in New-?)orl angekommen, Handel uud Volkswirlijschasiliches. Audolf«werth, 2. October. Die Dnrchschu.lts-Preise stellten sich auf dem heutiqrn Markte, wie folgt: Weizen per Mchen ^ö^' Gutter pr. Pfuub . — ^8 Korn „ 4 10 Eier pr. Stilcl . . 1^ Gerste „ 4 «fs««t. Vergant, Natet. — Berensteiu, t. t. Marine-Stabs- arzt, Trieft. — Noschit;, llntertrain. — Iusipovit, Wien. Aenwvic, Kfm., Sissel. — Zehetmayer, I. k. Marm? Officier, Zobclsberq, — Winllcr, Nrifniz. - Parth, Neisender, Sangs»» derc,. — (Yrsgoric, Idria. Xe»«>T NV«««. Wiener, 5lfm., Prag. Meros, Fabricaut, Wien. -- Homann, Odcrtrain. Bian, Kfm,, ttanischa. I»>»>»»0>,. Peieulo, Haudrlsagenl, Hl, Peter, ÜU. Mg. 72N.23 ^?7? ivindstill Nebel '^1 ^j. il „ N. 7^5).,o -j-15.9 SW.schwach ganz bew. ^V^. ' l0„ Ab., 723«. ^ .,-13.4 windstill Regen ^°rn Morgeuucbcl. Vormittags zuuchmeude Vcwölluug. Nach« mittag« gcschlosscue Wolkendecke. Abends Regen, »ach 8 Uhr grelle Älilje in S. SO. DaS Tagcsmittel dcr Wärme -j- Ili-8", um 0 ^" nuler dcm Normale. Verantwortlicher Redacteur: Iguaz v. K l e i u m a t, r. ÄüljenvcriÄl. '^ic», ^ October. Die O.'ldnolh. welche sich dcr Aorse bemachn^ hat. düdtt uichl ,„^,. ^,^ ^„ l,chi,u,umd:,i Factor d.-r Coin(!beweauua. sondern a»ä, t,,>.. t^n ^,.«. ^, . . , Mefzlicheu Stoff der Diöcussiou. Je uachdem sich mehr oder f"r die H°ss..nng auf baldig Abhilfe aelteud machen uud Ola, wl ° er Slcpsi/^ deu ,st d.c valtuug e:ne festere oder bewegtere. Es gab heule Momeute, welch! aus em 'Werst Uztea Fallen schl..»eu lieben, uud .» ciuige.l Effecte» wnrde hic.nit auch ei. A. a>m ^mÄ ^m ^erlau,e g.waun jedoch Aesiunuug die Oberhand uud die 6°mse erholten sich wieder e.mgermalzcu. Heuuoch .st die Äilanz des Tages eine durchaus uud theilweise start passive ^ ^ uiscnmarlt erstreckte slch die Wirlung der Gelduoth, iudem Geldaubot fast nirgend zn erzlelcn war. Der EonrS deS London war per Tac, um 2' p(5t tiefer als auf Zeit /T. Ällsten:eiue Htaatöschuld. jliir 100 fl. Geld W«ar- Eiuhcitliche Staatsschuld zu 5) pst.: iu Noten v»r,,!Nsl,Mlli-Nouembtt 5<^ — 56,25 „ ., „ Februar-August 56— 56.25 «Silber „ Jänner-Juli . 66 50 66 75 .. „ „ April-October. 66 50 66.75 5'>isl v I, 1«39......2H3.— 286.— « « lU5 P>i< 96,— 97. slieder-Oistnr^d' ' " '' " ^'^" ^^"^" 0ber-Oest°ne,a> ' « ^ « »5.50 96,50 Siedeubilrglu . '. ' " ^ « «4,50 95,- ^felerlna,' . . . ''^ " 74.^ 7550 Ungarn ......s> '. 7^ ' ^ ' C. Andere öffentlich« ^..leken Holialllcg!ilillMgsll)se zu 5pCt. llna. Eiseubahllalileheu zu 120 ft. ii. W. Silber 5", pr. Stuck 106 50 w?.^ Ung Prämienanlehen zu 1^> ft. U W.l?5ft.VinM')Pr,SMck 93.50 94- Wiener Communalllnlehen, rück- Geld Waare! zahlbar 5p<6t. filr 100 si. . .------------" ». Actien von Vankinftituten. «Meld lvaare Änglo-uflcrr. Vaul.....?43 — 244.— Blluluerciu.......212.- 214.- Boden-Creditaustalt .... ^.— ^-^-«lrcditllustlllt f, Handel u. Gew, . 283 25 283 75 Lreditanstalt. aügem. uugar. . 106 — 106 50 Escoulpte-Geseüschttst, u ü. . . 920. 930. -Franco-üfterr. «anl .... 115.75 116.— Geileralbaul.......—.^» ^.— Haudclsbanl.......140.— 143.— Nationalbaul.......746.-- 748 — Uuioubaul.......250.50 251.- VeleiuSblllll.......—-^ -^ .-^ Vrrkehröbank.......N«. - 180. «^. Altien von lrlinsportunterneh- «tungeu. Gelb Waare Nlsolb'Finmllner Vühn , . . 1?6.— 176.50 Vühm, Westbahn.....246.- 248.-. «arl-Ludwig-Vahn.....251.50 252- Danau-Dampfschifsf. Gesellsch. . 546.— 550.« Elisal'eth-Weftbahn.....226.— 230.— Elisabtth-Wesibahu (^,'i,lz - Vul,- weiser Strecke).....—. - —.— Ferdmands-Nordbahn . . . 2060-2070.— Musluchtu-V«cltr,B»^n . . —.— —.— Z"ni'3°s'»'b«.il'e.l-n . . , . 204 - 205 - ^b°r»-,er«V°hn . -.------------ "°". "Ilk"........370.-3«0.- Oeslerr. Nordweslbahu . . .2,6 25 216.75 Rudolfs-Bahn......154,_ ,f,5.._. Siebeubllrgcr Vahu . . . , 109.— 171. - ^taaisbahn.......^«8,— 369.— ^udbahu........19050 191,— Sud.uorbd. Verbllid. Vahn , . 169.— 170,— theiß-Bahu.......236,— 238.— Ungarische Nordoftbahu . . . 158. - 158.50 Nugarische Ostbahn .... 11250 113.-Tramway........207- 207 50 V'. «Pfandbrief» (silr 100 fl) All«, öft, Bodcn.Credit «luftall Grlb Waare verlosbar zu 5 M. iu Silber !06,— 106 50 !>to.iu33I.rUckz.zu5p<3t.iuo,W. 86.50 8?.- 'ttatwnald. zu 5 pLt, ü. W. . . 88.50 89 - Uua, «ob.^reb^Aust. zu 5'/, pCt. 88.25 89. tl. PriuritätHul»li»<,»tio»el,. Geld Waare lslis.-Weftb, iu E. vcrz. (!. lsmiss.) 94 75 95 25 Ferdinands-Nordb ,» Silb Nerz. 103.- 104,-F«..z.^l!sept»L-B^a ...."-— 97. -G.ilail-Vudlv.V.i.G.verz.'.Um. 105.— 105 50 Otßerr. ««rd»«ftb»hu.... —.— 98.— ^ . . Gel^ Waare 5?!ebeub. «ahu in Silber ve«. 89 75 90 - Staatsb. G. 3°/. z 500 Fr. „I. Em 138- 139° I""- G. 3^ ^ 500 Frc. pr. Stllck 107 75 108 25 «?Udb.-Vons ««/, (1870-74) « 500Frcs Pr. Gtllcl . . . -.._ ^7.^. Uug. Ostdllhu fUr 100 si. . . -. .. ßZ.^ »». Privatlose 0" S,«a.) Hredttanstalt j. Handel u. Gew. Geld Wall" zu 100 sl. ij.U......____^.^ Rudolf-Stiftung zu 10 si. . '. —. .. —!- Wechsel (3 M«u) Gelt, Waare Angoburu fllr 100 si «itdd. W. ____ -.^ ssl««lsur,a,M. IW sl. bett» 97 90 98.- Hamburg. Nllpulennsb'or . . 9 ,. ^!» „ 9 „ 30 ,< Preuh. «iassenscheiue. 1 .. 74 « I .. 74j ,. Silber . 110 ,. „ 115 „ 25 ,. «rainische Grundeatlaftung«-Obligatiomn, Pri< unlnotlrung: — — Vllb, - Na«k.