p läuumtrattoa» - prrilt: Für Laibach Banjiährig . . . 6 ft. — Ir. Halbjährig . . . » „ — » Vierteljährig. . . I , 50 » Monatlich . . — , SV , Mit der Post: Banzjährig . . . 9 fl. — kr. Halbjährig . . . 4 , SO , vierteljährig. . . i , LS . Kür Anstellung ins Hau« vierteljährig LS kr., monatlich S Ir. «iazelne Nummern 5 «r. Laibacher Tagblatt. Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. LrLakIioir Sahnbosgasse Nr. ISi. Lrpkdition und Zuleraltu Lureau: »ongretzplah Nr 81 (Buchhandlung von I.». Kleinmayr L K. Bamberg, Juscrliourprcisr: Für die einspaltige Petit,eile s kr bei zweimaliger Einschaltung i> S kr. dreimal » 7 kr. Jnsertion»st-:mvel jedesmal k.», «ei größeren Inseraten und öftrrH Sinschaltung entirrechenderRq" Nr. 157. Donnerstag, 14. 2uli. — Morgen: Apost. Theil. Die freie Hand! Ob Krieg ob Frieden, das ist die große Frage, welche Europa heute durchzittert. Welche Stellung wird Oesterreich im Falle des Krieges einnehmen, das ist die Frage, welche an Oesterreich speziell herantritt. Der Mann, welcher bei Festessen und Schützenfesten so gerne das Friedenslied auf der Ostentationsflöte blies, scheint noch nicht im klaren zu sein, was er mit seiner Flöte jetzt anfangen soll, die niemanden mehr einzuschläfern im Stande ist. Da hat ers gefunden, wenn anders die Berichte hierüber nicht trügen, Oesterreich beobachtet die Politik der freien Hand. Ein so frivoles Wort wagt der Mann mit dem Fnedenslächeln und den Brodyer-handelskammerlocken auszusprechen! Politik der freien Hand! Das sieht dem Manne wahrhaft gleich. Anstatt durch ehrliches, offenes Wort Freunden und Feinden zu sagen, Oesterreich wird und kann sich an einem Kriege nicht betheiligen, es wird und muß strenge Neutralität bewahren, anstatt daß es durch solches Wort beruhigend auch auf andere Nachbarländer wirkt, spielt es sich auf die stets schlagfertige Großmacht hinaus und proklamirt die freie Hand. Um so ein Wort, wie es Napoleon im Jahre 1866 beim österreichisch-preußisch-italienischen Kriege für Frankreich aussprach, aussprechen zu können, ohne vor den Konsequenzen desselben zurückschaudern zu müssen, muß man im Innern des Staates fest und geschlossen dastehen, um, wenn es die freie Hand fordert, mit aller Kraft nach Außen zu wirken, oder man muß wenigstens wissen, wie es Napoleon von Frankreich weiß, daß im Falle eines Krieges die inneren Wirren schweigen. Wird das in einem Staate, wie Oesterreich der Fall sein, wo kleine Provinzjournälchen Nachrichten aus der Reichshauptstadt unter der Rubrik «Ausland" geben? Steht es einer Regierung wohl an, überhaupt nach außen mitsprechen zu wollen, welche nicht den Muth hat, ein paar malkontenten Jeuilleton. Die Krainer Biene nnd die Bienenzucht in Krain. (Aus der „Wr. Landw. Ztg.") (Schluß.) Ein Beweis der großen Fruchtbarkeit und Schwarmlust ist folgende Thatsache: Am 1. Mai 1869 hatte der Handelsbienenstand in Smerek 350 Völker; vom 1. Mai bis 10. Juni habe ich bei 800 Schwärme versendet, am 10. Juni aber zählte derselbe 760 Stöcke, also einen Zuwachs von 410 Stöcken; es haben folglich 350 Stöcke nicht weniger als 1210 Schwärme gegeben. Freilich waren nicht alle sehr groß, und da die Haidetracht fehlschlug, mußten viele wieder vereinigt werden. Umsomehr muß man sich aber wundern, daß Krain, ein Land, welches von der Natur durch geschützte Lage, mildes Klima, seinen Buchweizen, die Kastanienwälder und Vorhandensein seiner vorzüg- Schreiern im eigenen Reiche ihre unberechtigten Wünsche zu versagen; hat Oesterreichs Regierung das Recht, im Streite der großen Völker dreinzureden, dieselbe Regierung, die vor jedem kleinen Natiönchen in die Knie sinkt und um Ausgleich und Gnade bettelt, — eine Regierung, welche nicht den Muth hat, einer präpotenten Kaste im eigenen Reiche entgegenzutreten und reumüthig und zerknirscht sich von dieser Kaste ins Angesicht schlagen läßt? Oesterreich will von der freien Hand reden; es thäte besser, vorher mit der todten Hand fertig zu werden, und ehevor Oesterreichs Regierung nicht im Stande ist, sich Respekt im eigenen Hause zu verschaffen, so lange darin die todte Hand ihr provozirendes Unwesen treibt, so lange bleibe man uns mit der freien Hand aus dem Spiele, denn wenn ein Reich seine Hand gebunden hat, so ist es das im Innern zerrissene, durch Raßenhaß zerklüftete, durch pfäsfischen Uebermuth in seinem Ansehen geschädigte, durch innere Unzufriedenheit seiner Bürger in jeder Kraft gelähmte, in seinem Bestände, in seinen eigensten Grundvesten erschütterte Oesterreich. Graf Beust scheint in seiner Doppeleigen-schast als Minister des Lleußern und als Reichskanzler und Ausgleichsfaiseur zweierlei Grundsätzen zu huldigen. Der eine heißt: nach Außen stark, der andere heißt: nach Innen schwach. Wir aber huldigen dcm Grundsätze: nach Innen stark, denn wir wissen, daß dann die Stärke auch nach Außen nicht ausbleiben wird, bis dahin aber bleibe man uns mit der „freien Hand" aus dem Spiele. Politische Rundschau. Laibach, 14. Juli. Die gestern nach der „Augsb. Allgm. Ztg." gebrachte Nachricht über die Verzichtieistung des Prinzen Leopold auf die Thronkandidatur hat bis jetzt noch keine weitere Bestätigung erhalten, womit jedoch kein Zweifel an ihrer Richtigkeit ausgespro- lichen Bienenraße zur Imkerei wie kein zweites Land geeignet erscheint, in diesem rentablen Zweige der Landwirthschast ganz zurückgeblieben ist. Es muß dies noch mehr wundern und überraschen, wenn man bedenkt, daß Krain noch vor hundert Jahren in der Bienenzucht eine hervorragende Rolle spielte. Welcher krainische Bienenzüchter erinnert sich nicht an seinen Landsmann, den Bauer Jauäa, welcher vor beiläufig hundert Jahren von der glorreichen Kaiserin Maria Theresia wegen seiner besonderen Kenntnisse in der Bienenzucht nach Wien berufen worden war, um dort einen Lehrstuhl der rationellen Bienenzucht zu gründen? Jauäa erbaute in Wien zuerst ein Bienenhaus im Augarten, später ein anderes im Belvederegarten. Er war von seiner Kaiserin hochgeachtet und seine Schüler verbreiteten seine Lehren in verschiedenen Theilen der österreichischen Monarchie. Jausa wurde der Kommission zur Beralhung und Ausarbeitung des Theresianischen Bienenpatentes vom 1. Juli 1,775 als Experte beigegeben. So stand es vor hundert Jahren um die Bienenzucht in Krain; seit der Zeit wurde kein Schritt 1870. chen sein soll. Es fehlten gestern neuere Nachrichten aus Paris, was seinen Grund in Linienstö-rnng haben soll. Heute kommt eine hochbedeutsame, erfreuliche Nachricht aus Paris vom 13. Der „Kvnstitution-nel" schreibt nämlich: „Der gerechten Forderung Frankreichs ist Genüge geschehen. Der Prinz von Hohenzollern wird nicht König von Spanien. Wir verlangten nicht mehr und nehmen mit Stolz die keinen Blutstropfen kostende friedliche Lösung auf." Ob das in Folge der Erklärung des Prin;en Leopold geschrieben wurde, oder ob Preußen direkte Schritte that, ist nicht bekannt. Am 12. früh war Preußens Antwort, welche über Krieg oder Frieden entscheiden soll, in Paris noch immer nicht eingetroffen und man erwartete sie erst gesttn. Mittag. Der Herzog von Gramont konnte daher in der Kammer nur erklären, „die Regierung begreife wohl die Ungeduld derselben und des Landes, aber es sei jetzt unmöglich, definitive Entschließungen mitzntheilen; sie erwarte die Antwort der preußischen Regierung, welche diese ihre Entschließungen leiten werde. Bisher schienen alle Kabinette die Berechtigung der französische» Beschwerden zuzugeben. Die Regierung hoffe, bald in der Lage zu sein, die Ungeduld zu befriedigen, aber heute appellire sie an den Patriotismus und den gesunden politischen Sinn der Kammer, um sie zu bitten, sich mit dieser unvollständigen Mittheilung zufrieden zu geben." In derselben Sitzung fragte Arago den Minister, „ob die von Seite des französischen KabinetS gerichteten Anfragen bloS auf den besonderen Zwi-schensall von dem Anerbieten der spanischen Krone an den Prinzen von Hohenzollern Bezug haben. Wenn aber diese Anfragen verwickelt wären, würden wir gezwungen sein, sie als einen Vorwand zum Kriege zu betrachten." Der Fragesteller erhielt jedoch keine Antwort. Benedetti soll, nach einer Mitteilung der „Tagespr." aus Berlin, den König von Preußen vorwärts gemacht, sondern nur Stillstand gelitten. Folgende Darstellung kann dies erweisen: Der krainer Stock ist ein einfacher Lagerkasten, gezimmert aus '/y" Brettchen, c,wa 3' lang, 1' breit und 6—7" hoch. Das aufliegende Bodenbrett ist unter dem in der Mitte stehenden Flugloch an den Kasten angenagelt und steht vorn beim Flugloch als Anflugbrett 4" vor. Front- und Rück-brettchen liegen in einem Falze und zum Herausnehmen bestimmt. Mitten auf dem länglichen Deck, breite, an dem die Waben angebaut sind, befindet sich ein 2" im Durchmesser haltendes Loch, welches in günstigen Trachtjahren den Eingang zu dem Aufsatzkasten bietet, welcher aufgesetzt wird, sobald das Volk den Hauptlasten vollständig auSgebaut hat. Doch benützen die Bienenzüchter die erwähnte Oeffnung auch dazu, einen weisellos gewordenen Stock mit einem guten Hauptstocke zu vereinen. Auch die Wanderbienenzucht wird in Krain ziemlich stark betrieben. Ja, es gibt Bienenhalter, welche von April bis Ende Oktober sich mit Bienenstöcken auf Reisen befinden. Sie haben dazu eigens geformte Wagen, deren Lagerbalken in Ket- gefragt haben, ob Preußen den Prinzen von Hohen-zollern verhindern wolle, die Krone Spaniens an-zunehmen? Der König habe erwicdert, daß diese Angelegenheit Preußen nichts angehe, worauf Be-„edetti bemerkle, er dürfe sich in diese Diskussion nicht einlassen, sein Auftrag laute streng dahin, an Se. Majestät die Frage zu richten, ob Preußen den Prinzen von Hohenzollern verhindern wolle, die Krone Spaniens anzunehmen, und binnen kürzester Frist ein entschiedenes Ja oder Nein einzuholen. Die Erörterung endigte mit der wiederholten Erklärung des Königs, daß die Angelegenheit Preußen fremd sei, nur fügte der Monarch hinzu, daß er die Rathschiäge seines Kabinetö in dieser Angelegenheit vernehmen wolle. Einer weiteren Mittheilung desselben Blattes aus Paris zufolge soll Beuedetti auch wegen strikter Einhaltung des Prager Friedens interpellirt haben. ^ . Wie nun die fchließliche Antwort des Königs aussallen werde, darüber werden verschiedenartige Vermuthungen laut. Die Einen sind der Ansicht, Frankreich habe sich zu weit vorgewagt, es könne nicht mehr zurück und Preußens Ehre, durch Frankreichs brüskes Auftreten verletzt, fordere, daß eS den hingeworfenen Handschuh aushebe. Andere hoffen, daß trotz der sehr tief gefunkenen Friedensaussich. ten es den verzweifelten Anstrengungen der englischen Diplomatie gelingen werde, von Preußen eine milde und versöhnliche Erklärung zu erlangen. Hinsichtlich dieser Friedensbemühungen erklärte Lord Grauville im englischen Oberhausc, er werde bestrebt sein, ohne Diktalion und uubeschadet der Würde anderer Länder den Regierungen Europa'S die Nothwendigkeit einer allseitigen Erörterung dieser Frage dringend vorzustellen, und hoffe, die Mäßigung der Fürsten und Staatsmänner werde den Krieg abwenden. Daß eine entgegenkommende Aeußerung Preußens den Frieden sichern werde, wird jedoch in Paris nicht allgemein geglaubt, man nimmt vielmehr an, daß solche den Grafen Bismarck doch nicht hindern werde, die Kandidatur des Prinzen Leopold durchzuführen, es werde der französische Hof gewiß Garantien verlangen, und da diese kaum gegeben werden dürften, so betrachtet man allgemein doch den Krieg als unausweichlich. Demzufolge nehmen die militärischen Vorbereitun-gen einen erhöhten Aufschwung und sollen z. B. die Truppenaufstellungen am Rhein bereits begonnen und Napoleon die Mobilisirungsordre unterzeichnet haben. Ueber die von Frankreich in energischster Weise betriebenen Rüstungen schreibt ein Korrespondent der „Köln. Ztg." unterm 9. d.: Man trifft Anstalten, um einen Theil der Nationalgarde mobil machen zu können, und revi-dirt die Listen der mobilen Nationalgarde, welche ten hängen, so daß alle Stöße aufgefaugen werden. In den windgeschützten Thälern und Schluchten beginnt Ende März und Anfangs April das Blühen der Eriken. Anfangs Mai kommt die Obstbaumblüthe und in einigen Gegenden liefern auch die Fichtenwaldungen bedeutende Menge von Honig. Im Juni und Juli kommt aber dann für die Bienen eine trübe Zeit, so schlimm, daß, wenn der Bienenzüchter nicht fleißig füttert, abgeschwärmte Mutterstöcke und späte Schwärme verhungern. Anfangs August blüht endlich der Buchweizen und dieser bildet — wenn anders die Witterung günstig ist — die eigentliche Haupttracht. Zur Überwinterung werden dann ^ ^ der Sommerstöcke belassen, je nachdem cs viel oder wenig Schwärme gegeben hat. Der Krainer sucht zur Nachzucht für das folgende Jahr gewöhnlich solche Stöcke aus, die ein Bruttogewicht von nicht unter 15 Pfund und nicht über 22 Pfund haben, so daß dieselben nach Abzug des Kastens, der Bienen und Waben nicht mehr als 5—9 Pfnnd reinen Honig haben. Der Bauer begeht dadurch einen der größten Fehler, denn häufig klopft der Hun- fofort einberufen weiden soll. Eine Zirkulardepcsche g des Kciegsmlnisters fordert alle Militärbehörden d in der Provinz auf, binnen drei Tagen einen ge- a nauen Bericht über die Borräthe, welche sie in ihren l Magazinen haben, einzusenden. Zugleich wurden 2 alle Anstalten so getroffen (die Eisenbahnverwaltun- c gen haben bereits die nölhigen Weisungen), daß l man auf den ersten.Befehl 150.000 Mann an den c Rhein werfen kann. Bedeutende Kriegsvorrälhe werden schon jetzt auf Eilzügen nach der Ostgrenze abgesandt. Die 2 Festungen an der Ostgrenze selbst sind bereits seit , längerer Zeit vollständig mit allem Nolhwendigen s versehen, so daß diese für die Armee im Felde im i Nothfalle Munition abgeben können. Der Feld- s zugsplan soll schon gemacht sein. Unter den Gene- i ralen, welche ein Oberkommando erhalten, soll auch i Trochu sein." Von den süddeutschen Staaien hofft man in , Paris, es werden dieselben in einem Kriege wegen ' der spanischen Frage den (Ä8U8 tosäöns nicht fin- I den uud die Allianzverträge mir dem norddeutschen i Bunde nicht zur Ausführung bringen. Daß im gegebenen Falle zum mindesten Baiern und Würt- > temberg ihre Kontingente nicht liefern werden, wird in den Pariser offiziösen Kreisen mit einer erstaunlichen Zuversicht ausgesprochen. Ueber Oesterreichs eventuelle Haltung wird der „Tpr." aus Pest tclegrafict: Graf Beust hat sich mit den beiden Ministerien in Zis- uud Trans-Leilhanien uiö Einvernehmen über die Frage gesetzt, welche HaUung Oesterreich in dein zwischen Preußen und Frankreich möglicherweise ansbrechenden Kriege cinzunehmen habe. Einverständlich wurde zwischen den drei Rcgieruugs-Fakloren sestgestellt, daß diese Haltung nur eine neutrale sein könne, so lange sich der Krieg auf die genannten beiden Mächte beschränkt. Sollte jedoch eine dritte Macht in die Aktion eintreten, so wird die Haltung Oesterreichs einer neueren Erwägung zu unterziehen sein. Bezüglich der Haltung Spaniens versichern die Madrider ministeriellen Journale, die spanische Regierung habe die französische Note dahin beantwortet, daß sie mit der Ausstellung der Hohenzollern-schcn Kandidatur nicht die Absicht hatte, Frankreich Schwierigkeiten zu bereiten, sondern damit nur die Lösung der monarchischen Frage suchte. Im Falle Frankreich und Preußen in einen Krieg gerathen sollten, würde Spanien an dem Kampfe nicht theil-nehmen, vorausgesetzt, daß seine Unabhängigkeit und Autonomie geachtet werden. Die Depesche, mittelst welcher Prim die Kandidatur Leopolds von Hohenzollern den Mächten notifizirte, wurde auch dem Berner Bundesrath unterbreitet. Der Berner Korrespondent der „A. A. Ztg." theilt nun den nachfolgenden Wortlaut dieser spanischen Note mit: „Der am 6. d. M. unter dem Borsitze des Regenten in La Granja ab- ger schon Anfangs März an die Thür feiner Zucht-stöckc, dieses Jahr wars wohl gar schon Mitte ! Jänner. Doch all' der großen Nachlässigkeit in der ^ Behandlung der Bienen im allgemeinen und der ^ bisweilen sehr strengen Winier zum Trotz, hat die ^ Mutter Natur die lieben Thierchen gehärtet und ^ schützt sie selbst dann, wenn anfangs März nach ' warmen sonnigen Frühlingstagen plötzlich Schnee-' gcstöber und eisige Nordstürme oft bis Mitte April " abwechseln. Wenn man nun diese primitiven Einrichtungen und die verkehrte Behandlungsart betrachtet, so ^ sieht man wohl, wie weit die Bienenzucht im Ver-^ gleiche mit ändern Ländern zurückgeblieben ist, und j daß ein rationeller Unterricht in diesem Fache dort t dringend geboten ist. Der Landtagsabgeordnete und , Gulsbesitzer Herr Franz Langer Edler v. Podgoro - wird künftig mit seinem neu gegründeten Handels-> bienen-Etablissement zu Poganitz bei Rudolföwerth , wahrscheinlich auch einen Unterichtskurs für ratio- - nelle Bienenzucht verbinden; Kräfte und Mittel sind gehaltene Ministerrath hat einstimmig beschlossen, den Prinzen Leopold von Hohenzollern-Sigmarin-gen als Thronkandidaten vorzuschlagen. Die Körles werden am 20. d. zusammentreten, um zur Wahl zu schreiten. Die öffentliche Meinung und alle Fraktionen der großen liberalen Partei haben diese Kandidatur günstig aufgenommen, und die Regierung hofft, daß sich eine große Mehrzahl für die-elbe aussprecheu werde. Diese Kandidatur hat keine ändern Endziele, als die Erfüllung des souveränen Wunsches des Landes, und die Regierung zweifelt nicht, daß auch alle befreundeten Nationen diese Entschließung freundlich begrüßen und mit Vergnügen den Augenblick werden eintreten sehen, wo Spanien sich mit einer monarchischen Regierung und einem der Krone Spaniens in jeder Hinsicht würdigen Fürsten wieder fest koustituiren wird." Nach der „Presse" würde die Eventualität eines p reußisch-sranzösischen Krieges Schweden und Norwegen zur Behauptung der strengsten Neutralität entschlossen finden, nicht so Dänemark. Nach der „N. Fr. Pr." hat der Vertreter Bismarck's, UnterstaatSsekretär v. Thile, sich zu den deutschen Gesandten Dienstag, 12. d., unumwunden ausgesprochen, in acht Tagen werde der Krieg ausgebrochen sein, trotz der konzilianten Antwort, die man in Ems vorbereite. Die „N. Fr. Pr." erhält ferner folgende die Situation in Berlin und Paris schars charakterisi-rendc Telegramme: Berlin, 12. Juli. Die „Spe-ner'sche Ztg." konstatirt französische Provokation. Wir würden uns, sagt sic, gegenüber solchen Drohungen erniedrigen, wenn wir dem Prinzen von Hohenzollern auch nur einen Ralh ertheilten. Die „Bossische Zeitung" sagt: vor der definitiven Entscheidung möge die Regierung den norddeutschen Reichstag unberufen. Die „Berliner Börsenzei-tuug" erklärt: nicht eine dynastische, sondern eine eklatant politische Frage liege vor; gegenüber den französischen Insulten sei die Nationalehrc engagirt. Preußen rüstet übrigens jetzt ebenfalls, seine in Wien weilenden Landwehrpflichtigen sollen z. B. einberufen sein. Einem Telegramme aus Berlin zufolge hätte die preußische Regierung die Erklärung abgegeben die Kandidatur des Prinzen von Hohenzollern desavouiren zu wollen. Zwei Bedingungen werden jedoch daran geknüpft. Erstlich, daß die Person des Königs Wilhelm in gar keiner Weise dabei berührt werde. Zweitens, daß die französische Regierung bindende und bestimmte Versicherungen abgebe, daß sie keinen neuen Streitfall her-ausbefchwören werde. Es wird sogar behauptet, daß Preußen darunter die Abrüstung von Seite Frankreichs versteht. Durch diese Forderung wird nun die Thronkandidatur in zweite Linie gedrängt und der Streit über die Abrüstung begonnen, wie solcher im Jahre 1859 und 1866 nur der Vorläufer des Krieges war. Die Lage ist also noch immer ernst reichlich vorhanden, der mögliche Nutzen für Land : und Volk ein großer. Welche Zukunft dem armen Lande Krain aus . einer rationellen Bienenzucht erwachsen könnte, kann ^ man ermessen, wenn man bedenkt, daß das Land . schon jetzt, trotz seiner irrationellen Behandlung, ^ zirka 50.000 Zentner Honig und 2500 Zentner Wachs produzirt und davon Zweidrittheile exportirt. Diese Produktion könnte verdoppelt und der Landes-^ Wohlstand dadurch sehr gehoben werden. Die Erreichung dieses Zieles ist gewiß eine dankbare Aufgabe und wird sicherlich gelingen, wenn > der Krainer die wesentlichen Vortheile rationeller ) Bienenzucht zn sehen nnd zu begreifen Gelegenheit - finden wird. > Uebrigens ist die krainer Biene seit den letzte" t drei Jahren in Mitteleuropa rühmlichst bekannt und ) bei allen Bienenzüchtern beliebt geworden; sie dürste z in kurzem den Sieg über alle ändern Bienenraßcn - davontragen und so das Schoßkind der Jmkerwc 1 werden. Jakob Portmann. genug, und alle Wiener Blätter halten bis nun den Krieg für unvermeidlich. Gegen einzelne Bestimmungen des gegenwärtig vom ungarischen Reichstage in Berathung gezogenen M un iz i p a l g es etzc s macht sich eine heftige Opposition geltend. In einer Konferenz der Deakparlei nun wurde die Regierung interpellirt, ob sie an die Annahme oder Verwerfung eines Punktes des Munizipalgesetzes ihre Stellung knüpfe, worauf Szlavy erwiderte, die Regierung werde ihre Demission heben, wenn bei den Paragrafen über die Städte-Ordnung, die Virilstiinmen und die Stellung der Obergefpäne die Fraktion der Rechten mit der Opposition stimmen werde; Pulszky erklärte hierauf, eS bleibe unter solchen Verhältnissen keine Wahl, da gegenwärtig ein Kabinetswechsel nicht provozirt werden dürfe. In Thüringen rührt sich für die bevorstehenden Wahlen ebenfalls eine deutsche Volks-Partei. In Weimar einigte sich ein Komitee über folgendes Programm: Der Abgeordnete hat zu wirken und zu stimmen 1. für Herbeiführung eines volkstümlichen Heerwesens und für einjährige Dienstzeit als Uebergang dazu; 2, eventuell bei Abweisung der letzteren für vollständige Budgetverweigerung. Wahrscheinlich werden die Thüringen'fchen Sozialdemokraten mit dieser neuen Partei gehen. Gestern fand im Konzil zu Rom die Ab stimmung über das Jnfallibilitätsschema statt. Der der Jesuiten ist jedoch kein vollständiger. Achtzig ^'Ichofe hatten den Muth mit Mn pikest, also ^"in zu stimmen, 63 stimmten mit klaest ^uxta ^wäum, also unter Vorbehalt, und 80 endlich entgelten sich der Abstimmung, die Opposition bestand ^>her aus 223 Vätern. Eine wider Erwarten große İhl. Daß man trotzdem den H. Vater wirklich unfehlbar proklamiren wird, unterliegt wohl keinen Zweifel. Als Beweis dafür, wie es um die freie Meinungsäußerung beim Konzil steht, möge gelten, daß Kardinal Guidi im Kloster St. Maria sopra NiuörvL als Gefangener behandelt wird und niemanden empfangen darf. Als Vorspiel sei dies für den Fall zu beherzigen, daß die Unfehlbarkeit außerhalb des Kirchenstaates praktische Folgen haben sollte, Ein Geistlicher als Meineidiger und Betrüger vor Gericht. Donnerstag begann bei dem Kreisgerichte zu Diener-Neustadt die Schlußverhandlung wider den der Defraudation von Meßgeldern und der Ablegung des Meineides angeschuldigten Pfarrer von Maria-Schutz 6ra»z Stursa. Nicht die Qualität der dem Prie-l^r zur Last gelegten Verbrechen, sondern die Person des Angeklagte selbst ist die Ursache, daß seit den drei während denen die Verhandlung währt, ei» Zahlreiches Auditorium, zum größten Theile Bauern, °ie sonst mit ihrer Zeit kargen, den Gerichtssaal und °ie Korridore füllt, und in einer für den Angeklagten selbst nicht sehr schmeichelhaften Weise seine Be-tnedigung über die belastenden Zeugenaussagen kundgab. Der vom Staatsanwalte Schober vor einem -Üreirichter - Kollegium entwickelten Anklange entnimmt Man, daß der genannte Pfarrer des zweifachen Verbrechens der Veruntreuung, begangen durch Aneignung von den für die Kirche gewidmeten Stiftungsgeldern, ferner des Verbrechens des Betruges, begangen durch Behebung von Kirchengütern auf Grundlage gefälschter Quittungen, und zwar noch nach bereits erfolgter Suspension von seinem vormaligen Amte, schließlich des Meineides, welchen Pater Stursa anläßlich einer gegen ihn gerichteten Zahlungsklage per 10 fl. ablegte, als rechtlich beschuldigt erscheint. Bezeichnend für den Charakter des Angeklagten, °er mit seiner hageren Gestalt einen nichts weniger als güustigen Eindruck hervorbringt, sind die Mittheilungen, welche von seinen bei der Verhandlung anwesenden Pfarrkindern gemacht werden. So habe der Angeklagte sogar seine eigene Schwester, mit der er, Ivwie mit seiner sonstigen Umgebung, stets in Unfrieden gelebt, arg gepeinigt, sie in einen Schweinestall gesperrt, Hunger leiden lassen, und durch Jahre hindurch bis zu ihrem Tode, wie das Landvolk sich ausdrückt, L IL Barbara Ubryk behandelt. Der Angeklagte zieht sich während der Verhandlung oftmals durch sein renitentes Benehmen eine Rüge vom Präsidenten zu; er haut auf den Tisch auf, lärmt und tobt, beschimpft jeden Zeugen und muß es schließlich anhören, daß der Präsident sein Benehmen als das eines Betrunkenen in der WirthSstube bezeichnet. Von seiner Unverletzlichkeit als Geweihter durchdrungen, verweigerte er auf das entschiedenste sein Erscheinen bei der Schlußverhandlung und mußte demnach gerichtlich gestellt werden. Aber auch beim Kreisgerichte selbst, wo er laut Beschluß des Gerichtshofes über die Verhandlungsdauer in Haft genommen wurde, verweigerte er das Verlassen seiner Zelle und mußte von vier Sträflingen in den Gerichtssaal gebracht werden. Die in der Anklage angeführten Anschuldigungen werden durch sämmtliche Zeugen bestätigt. Hervorgehoben zu werden verdient die Aussage des geistlichen Nachfolgers des Angeklagten, die am belastendsten wirkte, da sie konstatirte, daß Stursa seit 1864 keine Rechnung verbuchte. Hierauf entwickelte sich eine unerquickliche Szene, da die zwei „Hochwürdigen" sich gegenseitig Lügner rc. nannten. Am 8. d. Nachmittags war das Zeugenverhör beendet, worauf die Staatsanwaltschaft, nachdem sie die Anklage in ihrem vollen Umfange aufrecht hielt, den Antrag auf ein Strafausmaß von 4 Monaten Kerker stellt. Der Gerichtshof sprach den Angeklagten Pfarrer Stursa der Verurtreuuug, des Betruges und des Meineides schuldig, und wurde derselbe zu sechsmonatlicher Kerkerstrafe verurtheilt. Zur Tagesgeschichte. — Der Kaiser hat der Gemeinde Lind ob Velden in Kärnten zum Ausbaue des Kirchenthurmes und Anschaffung einer Glocke eine Unterstützung von 300 fl. aus Privatmitteln bewilligt. — Erzherzog Josef hat als Oberkomman-dant der Honved an sämmtliche Honved-Truppen am 5. d. M. einen Tagesbefehl erlassen, in welchem er deu Stabs-, Ober- und Unteroffizieren für die außerordentliche Mühe, welche sich diese mit der Mannschaft gaben, und durch welche es in so kurzer Zeit möglich gemacht wurde, 60.000 Mann Infanterie und 2700 Mann Kavallerie so abzurichten, daß diese Truppe bereits schlagfertig ist und verkommenden Falles jeden Moment dem Feinde gegenüber gestellt werden kann, in den wärmsten und schmeichelhaftesten Worten seinen Dank ausdrückt. — General Gablenz hat sich in Folge seines verstärkten Fußleidens veranlaßt gesehen, um Versetzung in den Ruhestand nachzusuchen. Als sein mnthmaß-licher Nachfolger in dem ungarischen Armeekommando wird u. a. Freiherr v. Ramming so wie der frühere Statthaltereileiter in Böhmen Freiherr von Koller genannt. — In Gregrs Buchhandlung in Prag fand vorgestern eine Hausdurchsuchung wegen verbotener Fa-dejew'scher Schriften statt. — In der am 9. d. abgehaltenen Sitzung des mährischen LandesausschusseS wurde, wie Brünner Blätter melden, auf Antrag des Referenten Dr. Sturm beschlossen, beim Landtage die Annullirung der Znaimer Landbezirkswahl zu beantragen, bei welcher bekanntlich der czechifche Kandidat Podwesky mit einer einzigen, und zwar mit seiner eigenen Stimme (78:77) gegen den bisherigen Abgeordneten Fux in der Majorität blieb. Unter den Nullitätsgründen ist hervorzuheben, daß einige Wahlmänner nicht mit giltiger und absoluter Majorität gewählt und einige Wählerverzeichnisse von dem Wahlkommissär als richtig nicht bestätigt wurden. — In Brünn begann am 11. Juli, dem Jahrestage des Uebersalls der Brünner Turner durch czechische Bauern, der Monstreprozeß gegen 66 Insassen von Bysterz und dürfte mehrere Tage dauern. — Zweifacher Mord. Zwei Tischlergesellen legten sich am 11. d. in den Schatten einer Baum- gruppe des Orczygartens zu Pest. Da näherte sich ihnen ein Vagabund Namens Johann Rudnay unv legte sich unmittelbar an der Seite des älteren Tischlergesellen nieder. Als Rudnay sich überzeugt, daß die beiden fest schliefen, begann er seine Operation, indem er zunächst dem älteren Tischlergesellen seine Taschenuhr zu nehmen suchte. Rudnay hatte die Uhr bereits in Händen, als der Beraubte erwachte und sich zur Wehr setzen wollte, wozu ihm indeß keine Zeit übrig blieb, da der Räuber ein für den Nothfall bereit gehaltenes Messer zog und den Tischler durch einen Stich, der. gerade ins Herz drang, aus der Stelle ermordete. Der Getroffene stürzte todt zu Boden. Nun erwachte der andere Tischlergeselle und stürzte sich hilferufend auf den Raubmörder. Es entstand ein harter Kampf, in welchem der Tischler unterlag, nachdem ihm von Rudnay drei Messerstiche, zwei in die Brust und einer am Halse, beigebracht waren. Der herbeigerufene Bezirksarzt erklärte die Verletzungen als lebensgefährliche. Es gelang einem auf die Hilferufe herbeieilenden Konstabler mit Militärhilfe den Raubmörder festzunehmen und ihn dem Strafgerichte zu überliefern. — Kon stanti nopel wurde am 11. d.M. schon wieder von einer verherrenden Feuersbrunst heimgesucht. Während ihrer neunstündigen Dauer verbrannten beiläufig 1500 Häuser, die von Türken, Armeniern und Griechen, sämmtlich der ärmeren Klasse angehörig, bewohnt waren.___________ ________________ Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal - Chronik. — (Eine offizielle Entschuldigung.) Die gestrige „ Novice" erlaubt sich einige hämische Bemerkungen gegen den hochwürdigen Herrn Lesjak, Lehrer an der hiesigen Präparandie, weil derselbe seit etlichen Tagen im Aufträge der Regierung in Wien verweilt, um die dortigen Lehrerbildungsanstalten kennen zu lernen. Die alte Heuchlerin jammert also: „Die Slovenen mögen es hören und darob vor Staunen erstarren, daß Lesjak zu dem berüchtigten Dittes ging, gegen den alle Wiener katholischen Kasinos so entschiedene Proteste erhoben haben. Weiters wird in höchst perfider Weise das Wissen des von allen Gebildeten geachteten, tüchtigen Lehrers Lesjak verdächtiget und schließlich gesagt: „Es ist traurig und wunderbar, daß Lesjak zu Dittes ging, um sich dort die mangelnden Kenntnisse zu holen, doch wissen wir nicht, ob wir mehr die Regierung, die ihn gesendet, oder Herrn Lesjak bedauern sollen, daß er eine solche Mission annahm. Die heutige „Laib. Ztg." bringt hierauf folgende offizielle Entgegnung: „Die gestrige Nummer der „Novice" enthält die Notiz, es sei der Lehrer an der hiesigen Lehrerbildungsanstalt Herr Franz Lesjak eigens nach Wien abgeordnet worden, um sich mit der dort unter der Leitung des Dr. Dittes bestehenden Lehranstalt vertraut zu machen und die Vorträge dieses Lehrers zu hören. Wie wir aus authentischer Quelle erfahren, hat die jüngste Exkursion des Lehrers Herrn Lesjak lediglich den Zweck, die in Wien und Graz befindlichen Lehrerbildungsanstalten in ihrer Thätigkeit näher kennen zu lernen und namentlich den am Schlüsse des Semesters abgehaltenen Prüfungen beizuwohnen. Herr Lehrer Lesjak ist aber bei der Abordnung weder schriftlich noch mündlich an eine bestimmte Anstalt, noch an irgend welche bestimmte, an einer Lehranstalt wirkende Persönlichkeit gewiesen worden." Wir fragen: Wie kommt die Regierung zu einer solchen Rechtfertigung ? Sie desavouirt damit die Ktz, 17 und 18 der Staatsgrundgesetze, welche lauten: „Die Wis- senschaft und ihre Lehre ist frei. Es steht jedermann frei, seinen Beruf zu wählen und sich sür denselben auszubilden, wie und wo er will." Hat die Regierung Herrn Lesjak nach Wien gesendet, um die dortigen Präparandien kennen zu lernen, so war, wie „Novice" ganz richtig argumentirt, das den Klerikalen verhaßte Wiener Pädagogium ebenfalls darunter begriffen. Um also im Tone der „Novice" zu sprechen, würden wir sagen: Man weiß nicht, ob man mehr den bornirten Versuch der „Novice" bedauern soll, eine anerkannte Musteranstalt und ihre Leiter zu verdächtigen, oder die Feigheit der Regierung, die gegenüber solch elendem Gekläffe eines fanatischen Blattes, eines der wichtigsten Grundrechte des österreichischen Staatsbürgers zu verleugnen keinen Anstand nimmt. — (Für die Strafanstalt) am hiesigen Kastellberge sind drei Gefangenaufseherposten zu besetzen. Bewerber haben ihre Gesuche bis Ende dieses MonateS bei der Verwaltung einzubringen. — (Konkurs.) Die Lehrerstellen an den Parallelklassen der Normalschule werden vom hiesigen Stadtmagistrate bereits ausgeschrieben. Anmeldungstermin 15. August. — (Eine Teleg rase n st a ti on in Jdria) hat, wie wir vernehmen, bereits die Genehmigung des H. Handelsministeriums erlangt. — (Aus Marburg,) 11. d. M., wird der „Presse" gemeldet, daß die slovenischen LandtagSabgeord-neten Steiermarks die Absicht haben, weder in den Reichsrath zu wählen, noch ein Mandat in den Reichsrath anzuuehmen. Zweck dieses sinnreichen Verfahrens soll sein, die Geneigtheit der altslovenischen Partei in Laibach, in den Reichsrath zu gehen, zu erschüttern. — (Nur praktisch.) In den czechischen Bezirken von Böhmen und Mähren werden die Land-und Städtebewohner seit längerer Zeit für den Eintritt in die zu schaffende Nationalkirche vorbereitet und unter anderen auch autograsirte Schablonen behufs Ausfüllung den Leuten für den Fall gegeben, daß daö Dogma der Jnfallibilität des Papstes doch zur Wahrheit werden sollte; diese Erklärungen lauten nach der Übersetzung beiläufig solgendö: Gefertigter (oder wir ge- fertigten Eheleute) meldet mit heutigem Tage deu Austritt aus dem Verband der römisch - katholischen Kirche, beziehungsweise den Eintritt in die zu gründende Nationalkirche. — Am 4. d. M. versammelten sich Vertrauensmänner aus der ganzen Umgebung von Triest in Optschina, um sich dort bezüglich der vorzunehmenden Wahlen für den T riester Sta d trat h zu besprechen. Bei dieser Gelegenheit wurde das Programm, welches den Vertretern künftig zur Richt- schnur dienen soll, auseinandergesetzt und in allen seinen Punkten von der Versammlung einstimmig gutheißen. Das Programm selbst zerfällt in zwei Theile; der erste erörtert die Staatspolitik im allgemeinen, betont zuerst Friede und Eintracht unter einander und mit ändern Nationalitäten, und um dies zu ermöglichen, sei eS das erste Bedürsniß, gleiche Rechte nicht blos auf dem Papier zu besitzen, sondern im Genuß derselben thatsächlich zu sein. Alle Nationalitäten sollen sich gleicher Achtung erfreuen, auf dem slovenischen Boden soll die slovenische Sprache vorherrschend sein. Die Landesautonomie soll eine vollständige sein, da doch jedes Land selbst am besten seine eigenen Bedürfnisse kenne und am besten wisse, welche und wie viele Lasten es zu tragen habe. Nur das Militärweseu, der Handel und äußere Angelegenheit sollen gemeinsam sein, alle übrigen Angelegenheiten sollen die Landesvertretungen selbst besorgen. In Oesterreich sei nur die Föderativ-Verfassuug heilbringend, da nur diese allen Nationalitäten gerecht sein könne. Die ReichsrathSwah-len sollen aus den Landtagen hervorgehen,- da direkte Wahlen die Landesautonomie verletzen, können dieselben von den einzelnen Ländern auf keinen Fall gebilligt werden. Eine zweckmäßige Landesautonomie ermögliche es, daß die Staatsschulden nicht von Jahr zu Jahr vermehrt werden, der Kredit des Staates nicht geschwächt, der Wohlstand der Nationalitäten nicht untergraben und die Steuerlast des Volkes nicht fort und fort erhöht werde. Mit Sparsamkeit und einer billigeren Verfassung werde es möglich sein, die Steuern nach und nach zu vermindern. — Der zweite Theil des Programmes spricht über die Politik, welche, mit Hinblick auf die besonder» Angelegenheit der Umgebung Triests, den Vertretern zur Richtschnur die-nen soll.__________________________________________________ Eingescndct. Seitdem Seine Heiligkeit der Papst durch den Gebrauch der delikaten liöVLlkselöre äu Küi'i^ glücklich wieder hergestellt und viele Aerzte und Hospitäler die Wirkung derselben anerkannt, wird niemand mehr die Heilkraft dieser köstlichen Heilnahrung bezweifeln und führen wir die folgenden Krankheiten an, die sie ohne Serlrger und für die R-daktion verantwortlich: Ottomar Bamberg. (275) k'ür ä:is 8iii(IuÄt 6g8 unxuriseliou : llek- Wienen kank-Vei-oin. Druck t>»n Jgn. v. Kleinmayr L Fed. Bamberg in Laibach- Anwendung von Medizin und ohne Kosten heilt: Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blut-aufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — 72.000 Kuren, die aller Medizin widerstanden, worunter ein Zengniß Sr. Heiligkeit des Papstes, des Hofmarschalls Grafen Pluskow, der Marquise de Bröhan. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die RsvLlsseiörö bei Erwachsenen und Kindern 50 mal ihren Preis in Arzneien. Stadt Weidenau, k. k. Schlesien, Troppauer Kreis, 14. Oktober 1868. Mein 18 Monat alter heftiger Lungenkatarrh, welcher allen Medizinen nicht weichen wollte und bei meinem 80.Jabre unheilbar schien, verschwindet bei dem Gebrauche Ihrer Le-virlesciörs und selbst meine hartnäckigen Hämorrhoiden bessern sich und ich hoffe sie nunmehr gänzlich zu beseitigen, bitte deshalb um noch 12 Pfd. gegen inneliegenden Postschein. Karl Äriß, pensionirter Bürgermeister. In Blechbüchsen von ^ Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — LöVLlöseisrö in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, für 24 Tassen fl. 2.50, für 48 Tassen fl. 4.50, in Pulver für 12 Tassen fl. 1.50, 24 Tassen fl. 2.50, 48 Tassen 4.50, für 120 Tassen fl. 10, 288 Tassen fl. 20, 576 Tassen fl. 36. — Zu beziehen Lurch Barry du Barry ä Co. in Wien, Goldschmiedgasse 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parsnmeur; in Pest Törok; in Prag I. Fürst; in Preß bürg Pisztory; in Klagensnrt P. Birnbacher; in Linz Haselmayer; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Graz Oderranz-mey e r, Gr ablow itz; inMarbnrg F. Kollet -nig; in Lemberg Rottender; in Klausenburg Kronstädter, und gegen Postnachnahme. Jeschenagg, Veldes. — Quidi, Kausm., ? Wien. — Herlitzka, Kaufm., Triest, — Conov, schwedi- ^ scher Konsul, Triest. -- Singer, Kaufm., Wien. — Su- i pancic, Ingenieur, Krainbnrg. — Baronin Lntheroth, ! Triest. — Braune, Kaufmannsgattin, Gottschee. I Ilot. Pecnig, Stndirender, Graz. — > Riemer, Stationschef, Czakathnrn. Wiener Börse vom 13. Juli. ! KtLLtskoväs. ^ sperc. österr. Wäbr. . ! dto. Rente. oft. Pap. ' dto. dto. öst.inSilb. ! Sose von 185-1 . . . ! Lose von 1860, ganze ^ Lose von 186«, Fünft. > Prämiensch. v. 1864 . i Steiermark zu5pCt. i Kärnten, Kram > u. Küstenland 5 ! Ungarn . . zu 5 ^ ttroat. u. Slav. 5 Siebenbürg. „ 5 A.0tt0Q. Nationalbank . Lreditanftalt . ! rtt. ö. Escompte-Ges. Ln^lo-öfterr. Bank . Oe!t. Bodencrev.-A. . Oest Hypotb.-Bank Lteier. EScompt.-Lk Kais. Kerd.-Nordb. Siebend. Eisenbahn Kais. Franz-2osefSb. Fünfk.-Barcser E.-B Plsöld-Fium. Bahn Nation. ö.W. verloSb. Lng. Bod.-Creditanst. Lllg.öfl.Bod.-Credit. >dio. in 33 3. rück,. Geld Ware Geld Ware Oeft. Hypoth.-Bank. 98.— 55.L0 56.— 64.- 64.50 I'rlorltLts-OdLtx. 84.- 85- Südb.-Ges. zu 500 Fr. 111— 113.- 89.20 90.- dlo. Bons6pCt. 96.— 97.— Nordb. (100 fl. CM.) 94.— 94^50 109.— 109.50 Sieb.-B.(200 fl. ö.W.) 89.— 89.50 NudolfSb.(300fl.ö.W.) 90.75 91.— Franz-Jos. (200fl.S.) 94.50 95.— Los«. Credit 100 fl. ö. W. . 145.50 146.— 7».50 80.— Don.-Dampfsch.-Ges. zu 100 fl. CM. . . 99.75 100.— Triester 100 fl. CM. . 122.50 123 50 dto. 50 fl. ö.W. . 61.— 63.— 682.— 738.— 684— L38.50 Ofener . 40 fl. ö.W. 34.— 34.50 Salm . „ 40 „ Palffy . „ 40 „ 40.50 29.50 41.— 30.50 Clarv . 40 „ 36.— 37.— St. Genoiö„ 40 ^ 29.50 30.50 Windischgrätz 20 „ L0.50 LI.— Waldflein . 20 „ 22.25 22.50 I960 185.L0 Keglevikh . io „ 16.— 17.— 156.— NuvolfSstist. 10 ö.W. 14.50 15.50 197.- 199.— (3 Mon.) LL2.50 168.— 223.— 170.— AugSb. 100 ft. südd.W. 108.— 102.50 175.— 176.— Franks. 100 st. „ „ 102.75 103.— London io Pf. Sterl. 122.75 123.— 160.— 16/.— Paris 100 Francs . vliiQLSQ. 48.80 49.— 93.50 93.70 Kais. Münz-Ducaten. LO-FrancSstück. . . 5.83 5.8L» 90.75 91.25 9.90 9.92 104.— 105.- Bereinsthalcr . . . 1.83 1.85 90.25 80 50 Silber . . . . 120.— 120.bl> Wegen Linienstörung ist der telegrafische Wechselkurs ausgeblieben. Witterung. Laibach, 14. Juli. Gestern zogen mehrere heftige Gewitter über Laibach. Besonders Abends von 8 Uhr an bis nach 10 Uhr durchzuckten fortwährend grelle Blitze das dunkle Gewölle. Lieh rere derselben schlugen ein, ohne zu zünden. Der Nieder--schlag beträgt 9 70'". Heute ist die Luft etwas abgekühlt, der Himmel ganz bewölkt. Wärme: Morgens L Uhr -s^-14.4", Nachmittags 2 Ul,r -s- 17.7" (1869 -i- 17 9; 1868 -f- 17.7") Barometer im steigen 325.83"'. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -f- 17.1", nin 1.9" über dem Normale. Angekoulmene Fremde. Am 13. Juli. I Hutter, Kauf»!., Triest. -- Ruppe, Kaufm., Liuz. — Burger, Littai. — Austerlitz, Reisender, Wien. — Popper, Reisender, Wien. — Skowran, Holzhändler, Wien. — Schöffl, k. k. Oberlientenant, Triest. — Schä-ringer, Reisender, Brünn. - Karasiat, Handelsagent, Triest. — v. Snsanni, Gutsbesitzer, Chersauo — v. Bernds, Graz. — Blackler, Smirna. - Biermann, k. k. Schätzungsrath, Gottschee. — Graf Lichtenberg, Unter-krain. ^ Gräfin Lichtenberg, Unterkram. — Wunder, Kaufm.' Wien. — Merzeni, Handelsreisender, Breslau. Margar"h GrubAch, Private, Deruis. Epileptische Krämpfe (Fallsucht) (16-127) heilt brieflich der Lpezialcirzt für Epilepsie Doktor <». iil Berlin, jetzt: Louisenstraße 45. — Bereits überHundert geheilt. IleiLiM-üirmäirir, Dämon Hvrnäim Ksi (272-2) ^4. »F. Vom 15. .Iiili ab ^verätzii dis Illterimssedöiiw ägz miMrisoliön krLmiönlwIöliöiis über 1, 5, 10 u»ä 25 8tüclr bsi clsr k. k. xriv. a11§. östMsiokisolwii Loäöii-LrkLit-^nstalt in ^Vieii, 1)6i äsm niigarisoliöii Loäöii-Li'öäit-Iustitute in ?ost imä dem Urmss N. von Rotkseliilä L 8ölmö in I'i'üiikturt riM. A6A611 clig ätzünitivsu l^iämienselisiiio umZötauselit. vis Illtm'imWelisiiw üdsr 50 8tück nolimeii LuucimLolnmZ vom 23. ^pril 1. -I. naeli ^ölöistötsr L^veitsr Liu/alilim^ 311 äsn ^i6liim§6u am 15. .-Viigiist uvä 15. Xo-vemder 1. imä mit ^eiier 8eritz Hieil, veleiis der Mmmsr cis8 Intsrimsselisinss eiits^riMt.