« Mr» k sa SchrMl«anü. monanlch ... so- . Linzelnumme, l)»n l'— d»» 2'» vel VesleUung ve? Zeltunq ist Se? ttdonnemenisdeirag sgr S>ov«ni«n kür minveslenK etneil Monat, auhe?» Haid küf mindeUent drel Monate eln» zusenden. Zu beantwortend« Vrteke ohne Marke «erden nicht derücksich« tigt. Inseratenannahme ln Maridor bei der i^dmlnijtratlon de? Zeltung, jovie bei allen größeren ttnnonc«»« eZDatttlonen de» ln» «ni» tt«»laade«. Itr. 306. Marlbor. Dienstag, Dezember 1928 SS. Äahrg. Boykott der MMarifiemng Der Vertreter des Obersten Malslmovit wjrd aufgefordert, den Sidunossaal des Kreistages zu verlassen... LM. Zagreb, l0. De^mber. In der heutigen, mit Spannung erwarteten Tiyung des Zaereber Kreistag» kam es zum erften Konflikt zwischen dem Leiter des Grsg/u-pLnats, dem Obersten Maksimav » s und dem Kreistag. Aehnlich wie der Kreiß-ausschub beschloß nämlich auch der Kreistag, dah der Oberst Malsimoviä nicht als Vertreter der Gtaatsbehör^ betrachtet werden könne, daher jowoP ihm als luch seinem Vertreter die Teilnahme an den Kreis-tagssitzungen nicht gestattet werken kSnne. Fiir die Sitzung frischte in allen politischen Kreisen größtes Interesse. Der Zabor Sit. znnstssaal war vorzeitig dicht gesiillt, ebenso sämtlich? Galerien. Vor der Sitzung fand ellte Beratung deS Klubs der baueravortei» lichzn Ssbgeordneten statt, llm halb W IZHr traf vor dem Sabor-Palais der Vertreter des Vrotziupans Banalrat Uzorinae ein, dessen Erscheinen in den Kreisen der Nb geordneten als auch des Publikums teils Cr regung, teils eine höchstgesteigerte Aufmerk-iamkelt auslöste. . Vie Sitzung wurde um 1v Uhr durch den Kresstat^spräfidente» P e t r o v i eritss-net. Banalrat Uzorinae trat unter laut loser Stille ein und nahm den Sitz des ^^rotz LttpanS an der rechten Seite des Kreistags-präsidmten ein. In diesem Moment sprang der föderalistische Abgeordnete und ehemalige Pizebllrgermeifter von Zagreb, K r L e-l i von seinem Sitze ans und schrie ironisch die serbischen Zdommaydoworte in den Saal: „Mirno!" (Habt acht!) „Pomozi Bog tuna-ci!" (Helf euch Gott, Helden!) . . . „Wie geht es, Herr Oberst?!" In den Abgeordne-tcnbänkcn als auch auf den Galerien erscholl unisono ein herzliches Gelächter. Man hörte die Rufe: „Ver ist denn dieser Herr?", „Was will er?" . . . „Hat er wohl den Säbel und die Sporen mitgebracht?! Wir lassen den Kreistag nicht militarisieren!" Der KreiStagSprüsident stellte die Rnhe bald wieder her und forderte den Kreistag und die Galerie auf, sich ruhig zu verhalten und die Borlesung des GitzungSprotokolleS ruhig anzuhören. Bor dem Uebergang zur Tagesordnung erhob sich der Präsident drS Krcisausschusses Abg. Predavec, welcher in einer längeren Net!^ den Beschluß Kreisausschusfes motivierte und hervorhob, worum der Kreisausschuß die Trennung des Obersten Maksimoviö zum Leiter der Zivilverwaltung als illegal betrachte und UM» ^ Mie wieder Lebertran! Er verdirbt den ohnehin empfindlichen Appetit sch^vacher ^Ultder noch mehr ist ein köstlich fchnseckendeS Pulver, daS tro?« fiNl oder in Milch eingerührt verabreicht wird. wird mit Dr. WanderS Malzextrakt mit garantiertLebertran herge« stellt, »hne in (^^eschinack nnd Form an ihn zu erinnern, und .ist daS Beste für olle, welche gewöhnlichen Lebertran schlecht vertragen odor widevN'illig nehmen. Erhältlich in allen Apotheken und Drogerien in kleinen <^chachteln zn je Din. 25__ und »n arnkt'n Schachteln ZlU ?^n. 42. — weshalb dieser verfassungswidrig ernannte aktive Offizier keinen Zutritt zu den Sitzungen des Kreistages haben könne. Schließlich forderte er den Kreistag auf, fich mit dem Befchluffe des Kreisausschusses solidarisieren zu wot-'. D'r ?lntrag wurde ohne Debatte einstimmig angeuommen. Im Sinne dieses Antrages forderte Kreis tagSpräsident P « t r o v i 6 den Banalrat U z o r i n a c als Vertreter deS Obersten Makfimoviö auf, fich entfernen zu »ollen. Uzorinac widerfetzte fich dieser Ausforderung, es kam zu einem erregten Wortwechsel und schließlich zu einer tumul-tuösenSzene. DieAbgeordneten erfaßten aber augenblicklich die Situation und verließen sofort den Saal, so daß sich der Vertreter des Obersten Maksimoviü allein im Sitzungs saale befand. Als er schließlich, die Lage ein- sehend, von dannen zog, gingen dieAbgeord-neten wieder in den Saal zurtick, woraus die Sitzung sortgesetzt wurde. Kreistagspräfident Petrovi^ erttärte gleich nach der neuerlichen Eröfsnung die Versammlung sür geschlossen. Die nächste Ätzung wird im schriftlich» Wege clnbernsen werden. Banalrat Uzorinac eilte sofort zum Obersten Maksimovi«!, um ihn von der Demonstration im Kreistag in Kenntnis zu setzen. Man erwartet jetzt in allen politischen Kreisen mit Spannung die Gcgenmafjnahme» des Obersten bezw. der Regierung. Der Borsitzende der bäuerlich-demokratischen Koalition Dr. M a ö e k erklärte, er billige den Beschlns? des Kreistages. Da die Regierung nnn einmal die positiven Gesetze mit Güsten trete, sei es einerlei, lvenn auch der Kreistag ausgelöst werde. Droftendkr Krieg zwMen Bölwien und Vowguou TU. Ne w yo r k, 10. Dezember. Wie aus der bolivianisl^u Hauptstadt gemeldet wird, fanden dort allerorts gestern große Kriegs-demonstrationen gegen Paraguay statt. Der Präsident von Bolivien erklärte vor einer großen Menschenmenge feierlich: „Wir wer» den alle in den Krieg ziehen, wenn es notwendig ist!" Die Ursache des Konfliktes re-fultiert aus Grenzstreitigkeiten. Dem lSe-schäststrüger der Republik Paraguay wurden bereits die Pässe zugestellt und wurde ihm eine Note eingehändigt, d^e die ganze Schuld siir den Konflikt ans die Regiernng von Paraguay wälzt. Paraguay nennt die Note als unverschämt und in der DarZtel» lung des Konflikts vollkommen unzutres-fend. Der Gesandte Paraguays in Washing-ton hält dc:l Krieg zivischcn den beiden Staa ten fiir unvermeidlich, da Bolivien an.^üiilich ülie friedlichen Mittel zur Auötragulig des Konfliktes boykottiere. Der RllSzug Dovivoviö' ÄN. B e o g r a d, Dezember. Tie Erwartungen, Davidovi 6 werde die Krise des jkabinetv auslösen, haben sich Irot) seiner Tomentis nicht ersiillt, so dasj die demo« kratische Aktion gcgen Dr. .Torc>8cc als s.c genstandsloS bctrachtt wird. Heute nin !I Uhr empfing der Wnig deil radikaleci ^^^arteichef, gleich derauf aber Dr. Äoroöec in Audien.^. )n >der Skupschtina umr de nach einer Veratung der Mehrheitspar-tcien das Drängen der Teinolrateil i'lb^r Einbringung gewisser Regierungsvorlagen als nichtanneh^nbare Demagogie be.zeichuet und -abgelehnt. Auszeichnunlzen D.^.t Savaorden dritter Kl.lsse erlnilten' Dr. Mirko e r n i ö, PriinariU'^ in Äa-ri0t)r, Tc-zent Dr. Ivan M a t k L. Prilna-ri tS 'n M^iribor, Dr. Mauri.^ uS n S, Pl..1jid!'.t; der Nerztekammer 'n Ljullilina, ^»'ef l st i n L a r, Min'st.'r a. D nnd OliZ'NlNt' des jugoslawischen ^ewerkschasis-ve'.!».i,lstet? und Dr. Franz W ' n d t s ch e r, l^!>eneru.^t'.»etär der Handels«, (^elotrbe- nnd ?^l'dns!ri?kcmmer in LjubljI^lT. D'.r lL^tißen Adlerorden silttjle' ^tc'ssr: Drag?tin o l i s, Sektion^chef im ?^iit'-steci'.lilt silr Sozialpolitik und A.'bert e Y Z k i k, Landesgericht?vri1sidcnt i N uns» Obmany des Vereines ',ür ^1^!n)crs.s^ut». Den Savaorden vierter Klisse; ^r. ?.wko L a p a i n e. Obcrbezirksarzt in Llubljana, V/'chacl K r e k, Präsident kj'l- Arbeiterpersicherung, Anore.i'j n g. Inspektor der Direktivil für 't^^a'iiche tistik, Dr. Iva» (Lyrill M i l: v -sekretär in Ljubljalia, Marie a i st e r, Vorsilu'nde des s^rauenvere'nl?.^ in M.irllior und Cilka K r e k, Vorsipendc? schen Franenvereine«? in Liu^ljan't. Den Savaorden siiniter '.U-nje: .'^r-^en eiir Matth.^ll?' K' n l a r i ö, Dr. n« nt u t, Miroslav M a t j a Z : un^ S v o b o d a, Abieilllngsver't.i '.d ' >.> der Postdirektion in Liubsja.w, ^ohi^ln 5 e-l a n, <-^'krctär der Direktion zilr staatliche Statistik in Beogiad, Anton ? o in i n c, Verwalter der Proth^sennx'rkstätte in ^.'jub-ljana, Alois M r a ul o r, Verwalter »'es JnvaiidenheimeZ in (?clje, Franz G r m, Direktor der Tanbstilnnnenanstalt in Ljub-ljana, Mira Engel n, a n, Tekretä'-in des „Wla jngoslavenskib fester" in Ljul'ia-na, Johanna Lipoid; ?ekr?tärin des FranenvereineS in Maribor, Maria G o« de ^ a , Vmsitzende des Di<'nstboten!i'.'l'n?S in Ljubljana, Vinzenzia a P l j a, Visita-torin in RadeLe bei Zi-dani most. .Krater Dr. Wilibald B e l e c, Delegierte? der Barmherzigen Brsider iil !?'anoiia bei Novo mesto, Matko Z t e f e, Obmann nnd Stiankv T o Nl c, Sekretär des Invaliden-ansschulses in Lsnblsana, Johann V e r-b a s n N e k, Kaplan in .^asdina bei Ptus, Philipp U r a t n i k, Sekretär der ?srbei-terkatnmer in Lsnblsana und Franz N a-d e 8 ö e k, Korrektor der „Ingoslovanska tiskarna" in Lsnblsana. Die Goldene Medaille für .^roilverdienste Hector Beriloz der französische Kolnponift, der als Schöpfer der modernen Prociralnnlilfik gilt, wurde am Ii. Dezenlber vor l!?.', Jahren ^j.'borsn. > >« II I!»W»»»N»1» I!II!I!l!IWr?IM»W»H»»»»»W»I>W L^erta L i k o v i ö, Beanuin des M«iiste-riuins für Sozialpolitik, Ale^ (5 i z e l j und Voczojlav Stamenkovi 5 in Ljubljana und Franz R a ui a k in Sv. Io?t am li'ozjak. Kurze Rachrichten LM. B e o g r a d, !<>. Dezembei'. (Astern nachusitl^as sind bei Bogojevo (l^ionlbos) in der Bal-ka zwei l^ilterzl'tqe zusannnengesto« ßen. Beide Lokomotiven wurden zertriim-mert, uiehrere Waiigons zum Entgleisen gebracht. Mehrere Lente voin Zufl-M'rfonal wurden erheblich verletzt. LM. Zagr e b, l<). Dezember. Die stre!« kenden Hizchschi'ller der Zagreber Universität haben den 'iZ^eschlnsj gefas^t, den (^Zeneralstreik an der Universität noch um Stunden u, verlängern. Börsenberichte il r i ch. !<). Dezentber. D e l s f n : Bco'grad Pnri^ London Neivnork 519.Ii',, Mailani» 27.l8l>, Prag '!l^>ien 7:^, Berlin l2ii.71. g r e b, 1l>. Dezen,ber. D e .i : sn -Vndl^pest '.^^erlin i.7U, Mailand :.".)7.'.)<), Ll'.idon Neivvevk Piuiv Zürich i<)i!!).tt0. — f s e k t e I, »rieqS-enischädignnq.-rcnte Z.'i7. Ljubljan a, 19. Dezember. Dev ^ sen : Berlin I.Lix».?'), Budci»eft,'Dr'ch Wieil London ??ct»' pork Pari^Z Prag Trieft '.?!)7.;M. - (5 f f e k t e n sl^eld): (5el,. fka Laibacher .^tredit I2.'>, Kreditanstalt Vev?^e 11!, .NnSe 2<'.0 bis L80, .^aini-fck>e In^dnftrie .^e^ir lUi'i, Bauczeiellschast kFFI«k p^isk^suLenc/Zsc?» von Griten »ner^annkes unc/.^ ^ ' In »Ilen ^pvtiieken u Dio^ekien. plode u. krvsctiüle kottenil,» äuted v«uer ^ keriln 5>V 4'^. s^slectricdstrive ?3l. i/^una UN«/ Mttmg' Sutmmer Frankreich vor Lugano vr. X. p. Pari s, 7. Dezember. Cm ^cmstag) den 1V. No z»'-i,5er — ?k«tn! reich befand sich mitten in !>er VUn.st'rkrisiS — ließ Aristide Briand k?inrn Arzt Dr. E m e rY AU sich bitten und stellte an ihn folgende Fr«ge: „Bin ich rein körperlich in der Lage, die Rogierungsgewalt zu übernehmen?" — „Herr Präsident," ant-vort-ie Tr. Smery, „Sie befinden sich gegenwärtig in avSgez^chneter Verfassung. Aber ich muß Jhl^en sagen: die geringste Ueberanstcl-il.iung könnte alles in Frage stellen!" Das Erg-bniS Var, daß Aristide Briand nicht nur auf die Anwartschaft zur Regierungsbildung verzichtete, sondern sich überdies noch bereit -rklSr-te, zum erstenmal in seinem langen politi« s<^n Leben daS Außenminjsterium praktisch mit einem Rivalen, P o i n c a r 6, zu teilen. Diese bis jetzt unbekannte Episode, die der ausgezeichnet unterrichtete Sanvoisin in der „Revue Universelle" mitteilt, wirft e'n scharfes Licht auf daS, was man als persiin-liche Technik der gegenwärtigen französischen Politik bezeichnen könnte. Vtiand spart sich auf. Vielleicht ist das Opfer ganz umsonst gebracht: ein Mann wie er aber darf nicht klein lich rechnen. zehrt also an dem, was war: er finidet nichts Neues, ergreift keine Initiativen. Seine gr^ße Rede zum auswärtigen Haushalt in der französischen Kammer ist nur auf diese Weise restlos zu verstehi.'n. Er war ganz gewiß mit der Ablenkung, die sein langjähriger Freund, der frlchere Aus^mini-nister F r a n ^ o i s ' ?l l b e r t, 'n die Debatte brachte, gern einverstanden. Das Thema: A n s ch l u ß ist das dan'bcirste, dc-s gegenwärtig einem französischen Staatsmann gegeben ist. Er ist daü^ im voraus sicher, es mit keiner Partei zu verderben. Soziili« sten und Royalisten klalschen mit der gleichen Begeisterung Beifall. Der Zauber kommt auf recht billige Weise zusta'^de. Mehr be>i?l)r-te Briand für den AugenNick nicht. WiS in einem Reisegepäck nach Lugano zur NatZ-versammlung des Völke'rbundes drin 'teckt, weif; ja jedermann. P o inear ^ sslüer hat die Koffer gehackt, und sein A'chenmini-ster nahm vor der K'ammer eine Art Revision vor, ohne jedoch irgendetwas daran zu Andern. Man s1?richt von einer „Entivickliing der Probleme". Es wäre interessant, im Einzelnen zu erfahren, worin diese Entwi.'kl.mg besteht. Daß England und Frankreich im s!^runde miteinander einverstanden sind, einverstanden sein müssen, ist wirklich kein (Geheimnis. Deutschland mag mit seiner Auslegung des Artikels 431 über die Rheinlandbesehung tausendmal im Recht sein: stärker als formales Recht, das zudem so leicht umgeboqen werden kann, sind weltpolitische Interessen: die konservativen Machthaber in England sind der Ansicht, daß diese weltpolitischen Interessen sie auf lange Zeit hinaus an Frankreichs Seite zwingen. Damit ist im Grunde alles gesagt, was sich über die Rhetnlandfra-ge überhaupt sagen läßt. Sie wird an Tage gelöst, wo Frankreich will: das heißt mit anderen Worten, wo Frankreich denHandelfür vorteilest erachtet. Es handelt sich um mchtS andere«: die beginnenden diplomatischen Verhandlungen in Lugano werden dafür erneut den BelveiS liefern. Mit bemerkenswerter Offenheit spräche eS heute ein OppositionSlblatt, der „GauloiS" auS: „Nach den Reden deS A^ichskanzlers in Genf und Herrn Stresemann im Reichstag war eS nötig geworden, der Legende der Versprechen von Lugano und Thoiry ein Ende zu machen. Das rheinische Pfand behält seinen ganzen Wert. Bon der deutschen Regierung hängt es ab, den geforderten Preis zu bieten." Und von der Lwken kommt das Echo: „Wir sind mit dieser Auffassung ganz einverstanden," schreibt Pierre B e r« t r a n d im Blatte des neuen MnisterS .^ennessy. Man muß also damit rechnen, daß Briand in Lugano keinen Fußbreit Boden preisgeben wird. Sämtliche Auslandsschulden Frankreichs sind zu Deutschlands i^st, plus hundertzwanzig Milliarden Franken für die krieqszerstörten Gebiete. DaS Rheinland wird geräumt, wenn Deutschland militärische Sicl^rheiten bietet, die über die Garantien deS Vertrages von Loenrno hinauSgeben, Plus eine „Mobilisienmg" seiner Reparationsschulden, die Frankreich einen wirtschaftlichen Anfschw'mq olink'cileick'en gestatten wü-d^n. Diese Siike lienser<« ftönttge« Wiener Mitarbeiter. Wien, Anfang Dezember. bis zur Durchführung einer solchen Berfas-sungSkorrektur hätte man schließlich die Funktionsdauer deS Dr. Hainisch noch um ein Jahr verlängert. Darüber aber konilt« doch niemand in Zweifel sein, daß der kvm< mende Bundespräsident immer nur Dr. Ig-naz S e i p e l geheißen hätte und so war es eigentlich von vornherein vorauszusehen, daß die Sozialdemokraten eine Verfassungs» änderung ablehnen mußten, die zunächst nur ihrem schärfsten Gegner zugute kommen sollte. Die sofortige Wahl eines christlichsozialen Parteipolitikers aber glaubten wiei der die Grostdeutschen und die Landbündlev aus — wie sagt man nur schnell? — Pre«! stigegründen ablehnen zu nckssen und so er^ gab sich die große Kluft innerhalb ^er Res Das Intrigenspiel, daS der Wahl deS Bundespräsidenten vorangwg, war b»vi» Der n^'ue Bundespräsident Dr. Miklas lWahl während der an ihn gerichteten An», ^n der Mitte) unmittelbar nach seiner! spräche. jterungskoalition, die sich später fast von Ztunde zu Stunde fichtlich erwetterte. Das^ ^ie Landbündler am Tage vor der Wahl ^uf den Einfall kamen, fich für ihre Ausfas« ^ung bei der Opposition einen ^lndeSqenos. »en zu suchen, war dann schon fast der völlige Bruch innerhalb der Mehrheitsvarteien Ä?ettunfl?soS versaihren schien die Situation aber erst durch die aufsWsie VereitTvillig-seit der So^tialdemokraten, die ??nn?tions->dauer Dr. Hairisch's — ohne sonstiae Er-weiternnst seiner verfassunflsmähiqen Rechte — auf weitere vier Jahre zu verlänsiern u-nd dem yesteTMärtiqen Bundespräsidenten Zuliebe die einfache Nerfassuncisänderuna zu konzedieren. Nur um, wie es in der Be-«riinduna bieh, „die Mahl eine^ klerikalen Parteimannes Kum Nunde^^räsidenten zu )»erhindern". Daß empfanden nun wieder die Cbristlicksoziolen al? die si^werste Ve-leidianna und so standen fi^nf Minni^en vor der Wahl alle vier Parteien der Nundes-Versammlung einander als verbitterte und unverss^5nlic^ s^qner flesieniiber. In der nnmk^alichsten ?aae waren allerdings die G r o d e n t s e n. l?Ie woll« ten zuerst, wie die anderen d^ei Parteien, mich ihren eiaenen Kandidaten nominieren, vm k ein bis^chen Demonstration?politik zu machen. Wer da erfüllen sie noch recht-zeitia. das^ die Gnzialdl'mokraten eventuell bereit Mvesen wären, für einen qrohdeut-schsn .^ndidaten ^^n stimmen, der dann auch die Mehrbeit erhalten hätte. ?n eine Unmöglichkeit qewesen wäre und weil er den sofortiaen Zerfall der Koalition zur Folge gehabt hätte. Aber das Intrigenspiel war damit noch lange nicht zu Ende. Die ChristlichsiFialen hatten bereits frohlockend verkünden lasitn, daß es ihnen gar nicht einmal so unerwünscht sein könnte, wenn man innerhalb der Mehrheit ^Partei enzu keiner Vereinbarung gelangt. Denn nach den Bestimmungen der Verfassung, müfiten dann !n einem solchen Falle die Funktionen des Bundes« Präsidenten auf den BunbeSkanzler übergehen und Dr. Seipel hätte so, wenigstens fi^r einige Zeit, beide Würden in sein'r .?,nnd vereinigen können. Die Grofxdeutsch'n und ti^e Landbündler wollten nicht nachgeben n. Ä^bten den Schlüssel zn der vervorr^nen Witischen Situation fest in ihrer .?^aud zn Die Christlichsozialen lehnten jede i^o«zesiion ab, denn fie konnten ia schll.'^lich warten und hatten nichts zu verlier-n. Tie Soz?aldemokraten aber waren zuleht dle ge sch'ckteren Taktiker. Die gaben 'm dri-.en Wahlgang leere Stimmzettel ab und ermöglichten so, daß Wilhelm Mikla ? ^lur mit den Stimmen seiner eigenen Parteigenossen und gegen den Willen seiner .ir'Zl'^deut-schen und andbündlerischen ^soalitionsfreun-de zum Bundesdri^si^^^nl^n der i^stzrreichi-sckien Nepublik geniäbst wurde. ' ?s ist klar, das^ damit in der bürg''rlichm Koalition dl's Nati^nalriites und der Neg-e-rung ein Niß entstanden ist, den man nie wieder w!vd verkleistern kennen, ^lud das war schliek'lich die'l!^Mllit der sozialdeinokra tssck»en 5?!iv!isitso/i.'' der die telen so blind^ auf den ^eim gegangen sind. ?>ie Sozia'lf^''"''^srat?n wollen Neu w a b« l e n. weil sie stck' damit im b?"tiaen klugen blil'k Nk'fb einen weil ste glaubm, da^ der um den Mieten-scknck ibTien eine ante aeben würde. Eie würden b-'i diesen Wahleit um^ so erfolaroick»"'- ab^ifin^iden. se "neiniger die ^üraerNis'i'n ?^artesk'n 'ii^ren. l^e'^^in-'t es ih nen, die sost'^annt? f?in^eit^fr,^nt »i» stiren-aen^ die bei d"n le^t-'n nur nn-'b mit Mlb' un^ den l^brist« lii^ss^zialen und den ^^ellt v>erdi'n k-inn^<'. s-^ ffs? P-TT'f-'s N'^^''^nalrat esnzinie^en. d^nn ^"nte vl^rks'l^en die nur no<5i über Die Neaien>ng?ki>alition zeigt übrigens sckion seit langem sebr bedenkliche Sprünge. Die (^^roßdent^rben finden auf einmal, daß ihnen die allzu treue l^e^olg-schaft mit den ^bristlsi's'sozialen auch noch den lettten Nest an Wählern kosten kannte, und wenn dieie l^rkenntnis auch reichlich ivfit f-^mnit^ v'elle?''s't ^u svät, um den Bestand der Partei überbaupt noch retten zu k'''nueu. so möchten sie setzt doch aerne we-nil^sten? nach aus'en bin w'^^er einmal so etwa? wie ein politisches Eigenleben demonstrieren. ^"''nd'littndler wieder nia-chen den ^^ristlichsi^?iasen in den Dörfern olle s^-^nkurren^ und schc'ren sii'li den '^^euiel um ei"^^ ^?^7'itis''^^''n Bura^r':>>'k>n, wie er innerbalb einer ^icr« fall, die Mebrheitsvarteien sind oh:?e ein-beitliche Führung, der Natioi^alrat ist 'eit Wochev durch die sozialdemokratische ?>rto-sition lahmgelegt. Die Borgänge bei de? Wahl des Bundespräsidenten sind ein uner- freuliches Symptom der grossen Krise, dir die Donaurepublik unauf^ltsam entgegen-drängr. « D^r neue Bnndesvräsident Wilhelm M i-^ k l a s steht im l)t>. Lebenssal):? und war^ Gymnasialdirektor in .Horn in Niederöster-rbich Er hat seinen bürgerlichen B.:ruf si'ei-lich schon seit vielen Iahren nicht mehr c.kt'.v ausgeübt, soudern ist seit 1W7 nur «loch politisch tätig. Damals, bei den erst.'n Wals-len im alten Oesterreich nach dem allgemeinen Wahlrecht, wurde er auf d^s chc^stlich-soziale Programm in daS Nbgeor'^nzten-haus entsendet und aeb^rte gleichzeit'g nuch dem niederösterreichischen Landtag an. Äls die Monarchie zerfiel, war Miklas ^chon 'N den '.^r(^is der führenden Männer i-'.ins.r Partei vs^r^erückt. In? Blillzngsausshuß der deutschösterreichischen Nationalvers'lmml'!ng und später im Staatsrat war er oft der ^vrecher seiner' Fraktion i'N'd revräs.'nt'er-te jedesmal mit starker Betonung deren rechtl^n Flügel. r genau zebn Iahren k»at Wilhelm M^'l'as im österreichischen Gta>t^ßt der B''ra^una der ersten Berfalsung den ^lntraa aesteN'^. in dem Artikel: „Oesterreich ist eine demo'^ratische Nepubli?" da? Mint „Nedublik" durch das Wort ..Monarchie^^ z^l l^r1e>^en. (5^r war si eiaentlich der eini^iqe, der noch am 11. November den Mut sand. stch freinrütia ?^um alten habsbnrgi-''chen ^ail-'rtum zu bekennen. Bor ßehn Iah >','n Mifsf»? in einem l^^eaen-^ntrag Mfsn Nerfassikna die nene Nevublif abge^bnt. o?sn sv5ter ist er setzt ihr ober« ^^er Würdenträg^''' ... . Richard Willh. PöNfta. Das radikal volksparM^*^» Bllnvnts sknfatloneNe y»« '?lba. tn einer faUkalm WSHlerverfammIung ln — „A-f» glaube, unser BÜnvnlS ist dauernd" Gestern abends veranstalteten die Radikalen eine Wählerversammlung, in der zum ersten Male die i n b e i t der Radikalen und der Slowenischen Nnlk'^vartei m.intse-stiert werden s-^llte. Die Versammlung wie auch ein? ansss's!?ß?nde Unterbaltung wur-d" von d''n Aubängern des Kultusminister? ^^ragi^a (5 v e t k o v i dem Gegner N z il n o v i 6', oraanisiert. Anwesend waren außer C^vetk'^^i'^ der Minister P o v o-v i 6, von der Slo>"^n!schen Volk^vl^rtei die ?lbg. .^remi^ar. Smodej und Kreis-tnasvräsident Dr N a t l a e n au? 9iub-lilvna. l^twa 7sX1 Anbänger des Minister? l?vetkovi5 erwarteten den Z"g mit Ovationen für i^l'owenien. Als erster sprach der Minister '^^aka ^nvnvi«^. welcher erklärte, die St'mmung in den neuen Staalsvrov'n-^en anvtstadt der Insel Martinique, SaintPierre, n>ar eine blübende reiche Stadt mit ?nehr al''^ Einwohnern, die an einem kleinen Golf lag, wenige ils'ilo-meter von dem Bukau Pelee entfernt. Die l^inqe'ioreuen fiirchteten den „Berg des Unheils". aber die Gelebrten erklärten den Bul kan für erloschen, und auch al? er im Avril und Anfang Mai 19s>? .^eichen einer neuen ?'ätiokeit von sich aab, erklärte eine K'om-missiin. doi^ keini'rlei nnn'ittesbare G>'sihr bestehe. Nni nächsten Tag, dem 3. Mai Ms)2, dem .^immelfahrtsfest, wurde Taink Pierre in zehn Minuten in einen VrmwNH den Trümnierbaufen verwandelt, der mehr als .'^0.sX)s) Menschen begrub. Dtt franzksl« sche Astrononi Roger Arnoux, der <»n dem Unglürkstag von dem benachbarten Berg auS die Stätte der Zdatastrophe bec>bachtete, berichtet, daß gegen 8 Uhr nwrgens eine kleb, ne Wolke aus dem ^ater emporskikg, deie zwei oder drei Sekunden später ein^ ungv-beure Wolke von großer Ausdehnung folgte, die die Sonne verfinsterte und in u^igen Sekunden die ganze t^^egend bedeckte. Die Dämpfe waren von einer swrk violetten Färbung: unzählige elektrische lümtlaidungen durchzucktem mit gewaltigem AÄöse diese Niesenwolke. Ueber der Stadt erschien eine Feuersäule, die gnt 4fX> Meter hoch war. Die l?!'-rschemung dauerte zwei 5iS drei Minuten. Bon den Bewohnern iiber'lebtkn nur z^vei die ^atastrovbe, nämlich «»in ??eger, der weaen Diebstabls im Aefängnis ^ß, und zwar in e^nem steinernen^ vollkommen überwölbten .Keller, in den Mar glühend l'eis^er Damvf drang, der ihn aber.nur bewußtlos machte^ nnd ein Schnbmak?^r, der, wie durch in Wunder .an den ^hen und' deinen verbrannt und I'lutig, ^nrch die leeren Straßen rennend, sich reibet» . » VAHttNd diese Augenzeugen wenig berichte» Iviuileu, war der bricht ausführlicher, ßM d« i^pitän de« einzigen Schiffes, das sich «»tten konnte, jdapitän Friemann vom «Atschen Dampfer „Roddam", erstattete, «fi dk TodeSwolke schon über die Bucht dtchwfegte, ein entsetzlicher Re^en von glü-tzeichek Gttinen und Nsc^ wlf sie niederging, Äste « mit zwei Leuten die Ankersette und gab den Befehl „Volldamps vorau!". Am llf« «eignete sich eineExplosion nach der an deren. Die siedende Asche drang :n Mund, Vhren und Nase und war noch schlimmer «l» dk glühende Luft. Hein Körper war tber und über mit Brandwunden bedeckt. Mne Aschenschichte von mehr als vierzig Zentwketer be^ckte daS Deck. Tote und Ster bende lagen um ihn herum', als das Schiff den Hafen verlieh. Er sah noch, wie Hun« derte von Menschen, wahnsinnig vor Angst, sich in das buchstäblich kochende Meer stürz« ten. wo sie mnkamen. Aus diesen Gchibdernngen '!>or Aui^nzeu» gen geht mit Sicherheit daS eine hervoi:, das; ^cht, wie sonst bei Vulkanausbriichen, ein Ladaftwm die Stadt zerstörte, sondern daß die glühend heisten giftigen Gase, die die auS dem Vulkan hervorgebrochene Dampfwolkc enthielt, die Bevölkerung erstickten und zugleich verbranT^ten; die glühende Luft steckte dann die Häuser ^r Stadt in Brand. So starben hier innerhalb weniger Minuten SO.OOl) Menschen durck» einen einziaen (^lnt« hauch, der auS den Eingeweide« der Erde aufgchiege« war. „In aerader Nichtl'na auf den Krieg zu" Sin« Rede Lloyd SeorgeS. London, 10. Dezenrber. Der von der liberalen Partei angekündigte Fsldzug für den Frieden wurde heute d-urch Lloyd George in Manchester mit einer Versammlung eröffnet, zu der sich 4000 Per sonen eingefunden hatten. Lloyd George hielt ein« Rede, in dor er u. a. ausführte: Wie die Dinge jetzt lieg?.«, bewegen sich die Nationen der Welt in gerader Richtung an^ ^ l^g zu, nicht weil irgend jemand ihn w^ll, sondern weil niemand den Mut hat, die durchgehenden Pferde de«; AriegSwagcns cwfffuhal^n. Die besiegten Nationen füAen sich natürlich verletzt. Es wäre weise gewesen, Venn die Sieger alles in ihrer Macht Liegende getan hätten, um die Wunden zu Wir müssen zu unseren Verträgen stchen, aber weder Locarno noch der Kellogg Pakt werdien den leis<^sten Nutzen haben, wen« wir uns nicht an den Wortlaut der VS!!kerbunds«chungen halten, unsere Rüsti,n-gen auf den niedrigsten Grad herabzusetzen, der sich «it. der Sicherheit verirägt. Nadio ^ DienAtag^ 11. Dezember. LfltHLjana 12.30 Uhr: Reproduzierte Zl^sik, Börsenberichte. ^ 17: Leichte Musik. ^ 19: Deutsch..— 19.30: Chemievortrag. ^ 20: Konzert. — 22: Nachrichten. — Vien 17.Zl): Musikswnde für Kinder. — 19: FranMsch (Uebungen). ^ 19.35: Englisch für Anfänger. — 21: W. BmggrasS GchwanL „Der lustige Hans Sachs". Anschließend: Abendkonzert. --Graz 20.05: Avieiwbend. — 20.35: Buuter Abend. ^ DJ: Mlitär^mzert. —Breslau 18.30: FvanzSUch für Anfänger. — 20.15: Violin-tonM. — Prag 17.45: Deutsche Sendung ^ 19: Unterhaltungsmusik. — LI: AavierkonM Th. DemetrieScu. — 22.20: ^Z«Anmsik. — Dave ntry 20.45: Abend konzert. ^ 23.30: Tanzmusik. S t u t t-g a « t 1Ä.35: Berlioz^'Stunde. — 20.15: ?^j>uerwache. - Anschließend: j^uderwannS Schauspiel „IohanniSfeuer". S<>dann: Sp^t kmWert. — Fr a.n k f u r t 16.35: Stmt. girt« Sendung. — 19: Verdis Over ,.Ai. da^'. «Brünn 17.55: Deutsche Sendung. 19: Virtuosenmusik. — 20: Skmkespeare-Vtzich. -- 21 und 22.20: Prager Sendung. L a n g e n b e r g 20: Abendkonzert. Unschtteßtend: A. PaguetS Intermezzo „GaS Sodann: Nachtmusik. _ Verlin 17: Hormoniumvorträge. — 20: Abend-«twi^tuns. — 20.50: Musi5 der Gegen-w«t. — München 20: Abendkonzert. — HS.4S: TanftkurS. — Mailand 20.30: AbendVonßevt. « 23.2ft: Jazz. — Budapest 19.30: Opernübertragimg. j?»ierauf: Higeunermusik. — W a r s ck a u 1K: Kvm-VMsyusit.^ IS^SV: Opernübertragung. — Schwuraerlcht Äwtl Totschläge Heute vormittags wurde die Wintersession des Schwurgerichtes m Maribor eröffnet. Als erster stand der ISjä^ige Arbeiter Johann Trafela (Strafela) wegen des am 3. September d. I. nachts in JurSin^'i bei Ptuj an Alois G lai ar verübten Totschlages vor den Geschworenen. Den Vorsitz führte Krei^gerichtspräsid^nt Dr. 2 i h e r, Vvtanten waren LGR. Z e m-ljiö und LGR. Dr. T r a v n e r. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. I a n-e i L und die Verteidigung Rechtsanwalt R a v n i k a r. Als Älchverständige fungierten Dr. I u r e ö k o und Dr. Z o r-j a n. Bei der Hauptverhandlung gab der Angeklagte die Schuld wohl zu, behauptete jedoch, in Notwehr gehandelt zu haben. Er sei mit GlaZar in einen Streit geraten und habe sich von ihm bedroht gesehen, weshalb er ihm mit einem Messer einen Stich in die linke Brustseite versetzt habe, an dessen Folgen GlaZar balid darauf gestorben ist. Den Geschworenen wurden drei Schuld^ra gen vorgelegt, und zwar die erste auf Totschlag, die zweite auf Notwehr und die dritte auf Ueberschreitung der Notwehr. Die erste Schuldfrage wurde einstimmig bejaht, worauf Trafela zu vier Jahren schweren Kerkers verurteilt wuvde. » Ms zweiter hatte sich der 25jährige Arbeiter Richard K o b a aus Slivnica bei Akaribor wegen des am 2S. September v. I. w Poljöane an Jos. 2nidcrrek verübten Totschlages und leichter körperlicher Verletzung begangen an Anton 2 i g a r t, zu veran-worten. Der Angeklagte gab bei der heutigen Hauptverhan^dlung wohl zu, 2nidarek mit einem Knüppel gl'ssbsaiien zu lnb'^n. bekiinv» tele jedoch, in Notivehr gehandelt zu haben. iünidarek ist an den Folgen dieser Miß-handluna am 27. Ceptember gestorbl'n. Den Geschworenen wirrden vier Sck>"1d« fragen vorgelegt, u. zw. die erste auf Totschlag. die zweite ails Notwehr, die dritte auf Ueberschreitung tvr Notwehr und die vierte auf leichte körperliche Beschädigung. Die erste und die vierte Schnldfrusie wurden einstimmig bejaht und die zweite einstimmig verneint, N"^rauf Koba zu siinf Jahren schweren Kerkers verurteilt lvurde. Des ArbeNSmarN In der Woche vom 2. bis 8. Dezeinber suchten bei der hiesigen Arbeitsbörse 66 männliche und 51 »veibliche Personen Beschäftigung, wahrend nur 51 Dienstplätze zur Verfügung standen. Beschäftigung erhiel ten 5.^ Personen, 29 reisten auf Arbeitsuche ab und 59 wurden außer Evidenz gesetzt, so daß zu Ende der Woche noch 67l Personen in Evidenz verblieben. Vom 1. Iäntuir bis 8. Dezem^r haben insgesamt 8576 Persz-n enArbett gesucht, wogegen nur 4437 Dienst Plätze zu besetzen waren. Beschäftigung erhielten 3142 ^rsonen, 1849 reisten auf Arbeitsuche ab und 2914 wurden außer Evidenz gesetzt. Durch die Arbeitsbörse in Maribor c^-halten Arbeit: 1 Schmied, 1 Tischler, 3 Schuhmacher, 1 Säger, 1 Müller, 1 Jnstru-mentenmocher sowie mehrere Lehrlinge (Schuhmacher, Wagner, Tapezierer, Bäcker), ferner 6 Mägde, 6 Dienstmädchen, 5 Köcklinnen, 1 Wirtschafterin für eine Pfarre in Bosnien, 1 Bedienerin, 1 Unter-läuferin, 1 Köchin für eine Finanzmesse, 1 Köchin für ein Hotel, 1 Zahlkellnerin, 1 Serviererin, 10 Weißnäiherinnen, I.Kleider-macherin, 1 GesMftSführerin, 1 Kindermäd ck>en, 1 Stubenmädchen, 8 Lehrmädchen sür Weißnähen und Schneiderei und 1 Lehrmöd chen (Strickerin). . . m. VolkSuniversitLt (Lautenliederabend). Elsa Laura W o l z o g e n, die alt Lautensängerin allerersten Ranges gilt, wird uns Freitag, den 14. d. mit ihrer einzigartigen Vortragskunst erfreuen. Bei allen bisherigen Auftritten wurde die Künstlerin stets stürmisch gefeiert. Mit ihi^er gewinnenden u. natürlichen GesangSart erreichte sie überall den innigsten Kontakt init -dem VMikum. Maribor, 10. Dezember. Mit berechtigter Freude sehen wir dem Vortragsabend entgegm. - m. Silberne Hochzeit. Am 8. d. feierte der allseits bekannte und geschätzte Kaufmann, Schneidermeister und Hausbesitzer Herr Franz C v e r l i n mit seiner Gattin Marie im engsten Familienkreise das Fest der silbernen Hochzeit. Dem Jubelpaare unsere herzlichsten Glückwünsche! m. Abstempelung der Feuerzeuge. Die Be zirksverwaltung der Finanzkontrolle teilt mit, daß die Frist für die Anmeldung von Feuerzeugen, Zündsteinen und Zerceisen beim Stadtmagistrat (städtische Bl'chhaltung) bis 15. Dezember d. I. verlängert wurde und daß die Abstempelung dieser Gegenstände bei der Bezirksverwaltung ^er Finanzkontrolle unentgeltlich vorqenomnien wird. Auf diese Gegenstände wird keine? l e i T ax e eingehoben. m. Wichtig fkr WohnungS^leter! Der Verein der Wohnitngsmieter in Maribor fordert seine Mitglieder ans. jede angekündigte oder bereits ditrchgeführte Steigerung des Mietzinses, .?^altung von leeren Woh' nungen, im.legten ^-''^re voraenomm^ne Umgestaltung. von Mohnräumen in Ge-sck'äftSlokale. wie auch Hobe Ablösungen von Wohnungen oder.bobe B^'t^'ä^e für Neva-raturen si^sort der ^^erein^kan^lei sNotov8ki trg 1) bekanntzugeben. Karte genügt. m. Großer Gchmuckdiebsta^l. Aus der versperrten Wohnung einer hiesigen Kauf-manns^attin verschwanden gestern auf bisher noch unaufgeklärte Weise ein Paar Ohrringe im Werte' von .^0.0sX) Dinar. D^s Verlustträgerin setzt -für die An?forsck'"Nq des Schmuckes ewe Belohnung von 20i^0 Dinar aus. m. Unverantwortliche Fohr^äfsigkeit. A n Feiertag ereignete sich in der S'^mostankka ulica durch die unverantwortliche Fabrläsi'g keit zweier Vursck»en ein schw.'rl'r Unfall, der noch unabse^'bnre Folaen nach sich zi^'hen kann. Zwei biöber noch nicht er"i<'r^l' Bi:r-schen fubren ans einem Rade den der Samostanska ulica entlan-^ uz'd st^'k^en die ahnungslos' dihinschreitende ws^hri,'? Josefine T. um. DaS ki-'l sn unlgl'lckl'ch. daß es am .^int''rsopf? eine schwere'Wunde erlitt'nnd l>ewuk'tl^^^ blieb. Die beiden Misset'"'- statt sich nm die Bedanern'^werte zu bemsi'ilen, -suchten eilende das ^^^''ite. bau? slb^rs'"chrt. amten S. w'irde bente nn^tc,-,.; jn der k'and-i^ia n"r e^u?'n ?^nn^ns'l'ck in einem ve''U>'!Ite. ein ne''es „Tte»ir"-'^abi-rad von eini'ni ncch un^'ekann« ten m. LebenSmi^de. Heute aeaen 4 ^^hr versuchte der 4Vjährige, l^i ein<'r biesiqen Firma bedieustete Knecht Franz Z. in ''ein?r Wohnung durch Erbtingen freiwillig auS dem Leben zu scheiden. Er konnte Zevoch rechtzeitig gerettet und ins Krankenhaus überführt werden. m. Verhastet wnrden im Lanfe deS gestri« aen Ta«^?S Karl K.. Iob^nn-'? O und Anton K. wec?en DiebstahlSverdachtcS, ferner Johann R. wegen äraerniserre'ii'nden Benehmens, Leopold wegen Trunkenheit, Fran/, R. wegen nächtlicher Ruhestörung u. Gezrg T. wegen Landl^reicherei. m. Taschendicbstahl. In einem Gastbause wurde dem Eisenbahner G. von seiner Tisch Nachbarin Juliana O. in kecker Weise eine Geldtasche mit zirka 180 Dinar aus der Tasche gezogen. m. Dl« Polizeichronik des gestrigen Tages verzeichnet insgesamt 41 Anzeigen, u. zw. 3 wegen körperlicher Beschädigung, 18 weg. Ueberschreitung der StraßenverkehrSvor-schriften, 5 wegen Nichteinhaltung d. Sp'rr-stunde, 8 wegen Diebstahls, I wegen allae-nleinen Verdachtes, 1 wegen Selbstmord^'er-luches, 1 wegen Betruges, 1 wegen öffentli- cher Gewalttätigkeit, I wegen Gefäl>r).lilg der persönlichen Sicherheit, I wegen Unfalls sowie 1 Fund- und 1 Verlustanzeige. m. Diebstähle. Einem hiesigeu ^^astwirt entwendete der arbeitslose Tapezierer Karl K. einen Teppich im Werte von ZsX) 'Di' nar. Ferner entnvndete ein gewisser Johann T. seinem Verwandten in Maribor verschie» dene Kleider im Gesamtwerte von 850 Dinar. m. Innige Bitte. Der kranke Invalide mit drei kleinen Kindern wendet !ich an mildtätige Herzen mit der innigsten ^itte, ihm kleinere Spenden und enentneN a^ig?-tragene Schuhe für ihn und sein 7iährigeS Kind zukommen zu lassen m Wetterbericht vom 10. Dezember, 6 Uhr: Luftdrikck 731. F-'nchtigkeilsinesser Barometerstand 739 Temperatur ^3. Wind richtung NW. Bewölkuna ganz, Niederschlag leichter Nebel. * Die P. T. Sportler werden auf die heutige Annonce der Fa. Forstneri?-, Na^kior, Melje, an^n^erksam gemacht. 15234 Das beste G?schen? für W e i h n a ch.t e n und N e u j a h r. . Eine außergeivöhuliche (Gelegenheit leistet sich jedermann, eine garantiert 14kar. l^^old-füllfeder vorzüglicher Qualität, 'i.'i Ärein-senduna des Betraqes franko.'lm Lin. zu kaufen.. Bei Bestellung bitte anz/ 'seben, ob die l?vitze sehr Schars, weni-'.'r nur eN' a? tder ganz stiimpf-g.'wi'inich! wird. ?'!?nl'-tzl'n ^ie diese anft-'^ .cw'^dnl.che lisenheit »no ich b'n sichec jeder ivei^cr^'n Nnem^fehl"na, daß di" I^eder o'ini? ^^>nkur-renz ist und ich den Alleinvi'rtri-^b l^abe. Exp'"'t Wilko'p^es,:!, 15011 Mari bor. .H —ik. D'e .vacht!.' Melduuq ans »"r?'ck"'''^'^'V''n E? ban- d<''t ^ich '»NI einer gleichartiq u ' Montkg, den 10. 'Ve^.eml'i'r^ t^'^eschlfi^sen. Diensteg, den 11. T^e'cmsier "in ?t)' Ub?' ..Unechte". b-'.z 10. Jvon Cankars.) DIenstng, 11. Dcv^ember.NM ''l't Uhr-: !>snech-te" ^in?-r-'»^c^?f. i ^ortr^g des Herrn Pros. Tr. SuZnik t'ber Cankar. P^ittwoch. 12. Dezember: l^^es5''''^ssen. Donnerstag. 1.'^. I'ezemb^r ii. Uw-: „Ter g'tie.Sol'^at Cchwesl", ..Ab. skupone. Gastspiel des Herrn D.in?!. Fre'tag. den 14. Dezember nm 15 Uhn „Knechte". Schülervorft^llikNi». Tl« d^r /?». Mnribor Iuröiücva ullca4 emp iclilt sich zur Herstel-lunq von ÄejchiiftSbücl'^crn: Salza'KoiltiS,' Journalm, Straz^aS. in 'ol der uud billigster Ausführung AuOMrung saintUlyer Buchbinverarbeiter vienZtag, ll. I«»»« . . l . >>., Die ÄugSfahrordnuno 8.41 20 31 21.00 i1.Z4 Sl.47 22.(0 2!>ff«»rt Svl»o«ll k«rson«ll iiemiiokt pGrsonev SollvvII ?er«onen »ollusU ?er>«invll L»misokt ?er«oll»n »M» >V,«a l'rieit. ?m»« ILsffrad, Lai»^, l'riast, 2»zr«t> Ü»^ov«o foljtan« ? ! St. llj >Vivn , Uor»Ir» 8»^os», Vll6»x«»t I^jublikus, katsIr, 2»gret> k'll!» 3«M««N»U ^laxeni^rt prgss. ^is« Uur»>c» Lol»ot«, Onoot k»ojxr»ck Spitt l'risst, riNM« St. llj li-iost» 2ogrsd >Vjen !(otorib», blitrsk» Kodot» k'sla St. Iis Kl^xellkurt ' ' Viea ^ot^rlk». Uurii» Sokot» I^judlj»v», 2»5r«d Dolkswlilschast /^dks^rt ävr Axv von N»kil»or»W»i>k. ?oit n»ok 1.4» S.50 4.00 b.W SZZ ö.40 6Z5 ».40 8.24 8öö 9.L0 10 30 10.4l1 13.10 13 i0 13?» i3.Z0 14 «k; 14.55 1S.8il 15 Ig 17.10 17.S0 I8.:i4 18.45 19 20 »0.00 LI 06 »3.25 SelinvN »« ?or,oa»n t!eml»eNt ?,r»»tt«n KsmiieUt Sclinsll kerion«» lZtmiiekl » kenoa«» _______ Iriest. piom» ?» ^liirstr» Zobot«, ^'ieo ?»xreb, ?n.st ^ r-I» ..... l Olmot, Kursil» Sodbs» ^Vi.a Xtij^evsart N»^«Ic St. I!j kium» tie«ssr»6, Split Vi«,,. ?ttss Itursir» Loboi«, LläHtÜt 5il. ' ^ ^1»ss«>kart ^ pk>eer»ko Lk>lov«o IrieAt, 2«ßr«!» NaNonaNflerung lm DmeaubeMebe vlm Milan DanlS. II. Amerika stand nicht still und konnte dies auch nicht wn. Die Durchrationalisierung der Erzeugungsbewiebe brachte einen riesigen wirtschaftlichen Aufschwung der unter so veränderten Bedingungen arbeitenden Betrieb« mit fich und damit auch einen bedeutend vergrößerten Berwaltuin-gsapparat. Man mußte nun auch ernstlich daran denken, diesen Apparat zu rationalisieren, da man sonst der Gefahr ausgesetzt war, daß alle wirtschaftlichen Vorteile, die die Rationalisierung des Erzeugungsbetriebes mit sich brachte, vom teuren Verwaltungapparat verschlungen würden. Mit derselben Energie und Zähigkeit, die gerade den amerikanischen Unternehmern eigen sind, aber auch von den gleichen Grundideen, von denen man sich im Erzeugungsbetriebe führen ließ, ausgehend, schritt man nun an die Ra-tioi^isierung und Taylorisieriung des Büro betriebeS. Die verschiedensten Schreib- und Rechenmaschinen wurden nun erfunden und als Behelfe eingestellt, l»ie sich bekanntlich bestens bewkbrten und den Siegeszug durch die ganze Welt antraten. Heute findet man die Schrcibniaschine schon im kleinsten Büro. Die Anwendnng von Rechenniaschinen greift stets mehr um sich, und es gibt .7uch bei uns schon heute wenige größere Betriebe, die sich in ihrem Abrechnungswesen nicht solcher bedienen. Und so wurden die Arbeits funktionen immer mehr und mehr mechanisiert, verbessert und vereinfacht. Die Mechanisierung des Mro- und des Vsrwaltungs-apparates greift immer mehr um sich und hat dadurch eine neue große Industrie geschaffen, die Büroinaschinenindultrie, uulche gerade Heuer im September auf der Internationalen Büroausstellung in Berlin eine sehr deutliche Uebersicht über alles bisher aiuif diesem Gebiete Geleistete bot. Eine der Hauptfunktionen des Verweb tungSapparateS war jedoch bisllng lehr stiefmütterlich behandelt ---.die B.:» ch-h a l t u n g, die Seele und der Spiegel jedes wirtschaftlichen Unternehmens. ..Eine der vollkommensten und schönsten . Erfindungen des menschlichen Geistes" nannte dieselbe Goethe, dieser große Mchter und 'Denker. Aber bisher arbeitete man in den aliermti-sten Buchhaltungen unter denselb.:n spiegeln und Bedingungen als zu Goethes Zeiten. elegant Diodell». este Wt«n«k tlnselanzt! k vanksagung lek erRckt^ e» sl5 meine pflickt. äaü ick suk 6ie- Ick ersckt^ e5 sl5 meine sem ^Vexe 6er Veriickerunxsxesellsciigkt Lommercisi i^nion ^ssred (k^ilisle l^^sndor. OreeorLieeva uiic» 6) ägnke, velciie mir 5okort c!ie Kosten ersetzt tist, velclie ^eß^entlicii eines Unxlückskslles sn k^'sSulein ^nn» öer-ßie? entstsnÄen sinä. Dieser k^sl! Zieiß^t clie ß^rvLe LoliclitZt u. l^uiin? 6er Versiciierunxs^eseilsciigkt Loinmercial i.)ni'on in l^on-äon unä ksnn ick äiese Qesellsckskt nur jeäermsnn auf 6»8 vAsmste empkeiilen. k^rsm, SM 7. l)e2ember 1928. größere Partie, erstklassige.^ ZÜ'nsz haj abzugeben Tischlere» ?.el)cr. Pohorska cesta 5. 150!)S IS?83 ö^üklendeiitier ia Sie 6is ^ontsgssusgske ^arl»urger Leitung t^onslts-^donnemsni saxnt ^ustellur)g nur 5 O!n 5is ir^ äer» >lc)ntüg5ausgQdS äer tiUUsr LMKS'-.ßKÄA' öriczlol Man kann doch nicht glauben, wurde dieser Altmeister deutscher Dichtkunst aufer.-. stehen, er von einem solchen ^orgL-hzn be« geistert wäre, wo man doch der Ikielieder und Kopierpresse längst Ade gesaqt hat. Nun, es blieb auch nicht dabei. Vor knapp zehn !^hren begann man auch die ^^uchhal-tungsarbeitsfunktionen zu mechanisieren u. zu rationalisieren. Wieder war der Ausgangspunkt dieser Bewegung Amerika :rld in Europa der Schineizer N n f und dcr Deutsche I. P. S t i e.g l e r, der Begründer und Leiter der Taylorix.Organisation, G. m. b. H., Stuttgart. Amerika konnte es sich leisten, auch auf diesem Gebiete die Mechanisierung auf maschineller Grundl'ige durchzuführen. .Das verarmte Europa jedoch mußte daran denken, diese Mecha^ilsie-rung auf billigere Weise durchznsiihren nianuell. ANerlei Da» schneNftt flkgende Geschöpf Schnelligkeit, innner mehr Schnelligceit ist der Ruf der Zeit. Welches ist der nächste Schnelligkeitsrekord, der geschlagen werden wird? Eilzüge donnern mit ungeheurer Geschwindigkeit über stählerne Schienen,.Mto-mobilreLords iverden heute aufgestellt und morgen überboten, Flugzeuge durcheilen die Lüfte schneller als der schnellste Vo.iel — aber das schnellste, fliegende Geschöpf ist eine Fliegenart, die im nördlichen Europa und in Amerika heimische' Cephenem^ira. Wie der amerikanische Gelehrte Professor Townsend in einem Vortrage auf dem Tnt ten panamerikanischen wissenschaftlichenZ^'on-greß in Lima, der Hauptstadt von Peru, behauptete, fliegt die Eepheneniyra, die die Größe, Form und Farbe einer gemölinlichen Biene hat, aber leichter ist als eine solche, mit einer Geschwindigkeit von Meter die Sekunde, das sind 1?W KilDmetc!? die Stunde, oder den Kilometer in nicht ganz drei Sekunden. Dr. Townsend ist der Meinung, daß das Ins<;kt mit dieser Schnelligkeit stundenlang fliegen kann; sie ist acht-nal so groß als die des schnellsten Vogels, tt.I t. Die Äiiloenle utit schwindigkeit vou I.W.<^ilometet di'k.Ktun-de, ihre Dnrchschnittsgeschwindchke!^' lerdings beträchtlich geringer; Br)öftMhcn legen 50 bis jtisometer. in. dlzr Äi^cde zurück; der Kjebitz angeblich bis.LU lometer. . . Bon Schiffen fahren Kreuzer--^5 Kilz^c-ter, Zerstörer 70 .^ilometer^'Motorboot^i'bi.z zu I.W Kilo Nieter die Stunde. Tcr.^0. Breitegrad die Erde, deren-'Um-kreis dort etwa ^2.000 Kilometer- be^gt, in 17 Stunden nnlfliegen. Fliige 'sie'^i'Nt 4 Ul^r morgens von Newvork ab, ss' ^Vare sie um 12 Uhr mittags in Peking/ünr'ä Nhr nachmittags in Konstantinöpel, um ? Mhr 80 Minuten in Madrid - und um 9 Wr abends desselben Tages'in Newyoi^k zurück. ..... ' ' ' Eine Cephenemyra im Fluge zu 'sangen ist unmöglich.' Ibr Vorbeiklug ist nur das Vorbelschwrrren eines nicht zu erkennenden Gegenstandes. Die wenigen Erempla^re,^die es in Museen gibt, wuri)en gefang'c'lk,-MH-rend sie irgendwo stillsaszen, um sich^ziV^on-nen, oder sie wnrden aus Larven li^o'^>gezo-> gen. die ntan in der Nasenschleinlh^)ij'^vc>n Notwild, wohin die Weibchen des'^ns^tes ihre Eier legen/ fand. Ein eingehendes'^til-dinn? dieses schnellsten aller slieaen'5en -Ge--schöpfes klinnt.e..de.r Tk^eorie des Flugwesens vielleicht mancherlei n>ertvoNe AnfMüsse geben. "' W «kor „»^ardurger iGlwnA N Nov»ts«»do»i»emeat ^ ^ .»mt I«»te»uuxNUr^I>MÄr! Die Moderniflerungsbestrebungm Königs Aman tlllai» von Afghanistan, der die aus seiner Europareise geschöpften Anregungen in die Praxis unizusesen sich bemüht, haben bei seinen Untertanen nicht intmer das erwartete VerständlliS gefunden. So ist ein Aufstand der Bergstätnme ciucge-brocken, de?.' allerdings vom Ki>nig na5) lur zer Zeit niedergeworfen werden kchin5'>' — Wir zeigen zuvi der Neubauteft/iM'^nul Aman Ulltch sich seine neue Refide^'iiTa-rul Aman in eurdpäischenl Sblle'ak^nen will: links das königliche SchM.^reDlj^ dnes möbl. Villenzimmer, separ., elektr. Licht, «Lb 15. Dezember zu vermieten. Oopova ulica 8, Part. 1527.? Fithrmerl wird' 'Iberncmmzn. Misleta. Cvetliöna ul. I!i2W Nett möbl. Zimmer zu vergeben. KoroSSeva ul. 7/2, 9. SteaMStm Äu mletm gesucht Einfamilienhaus in Pobreij« l'..'l Maribor »u verpachten, ev. nttch verkäuflich. Anfr. Test« na Brezse .'i«. 15184 Sucht eine Vohnunq, L Zimmer, ev. 1 großes Zimmer und Küche, zahle tt Monai« voraus. Briefe erbeten unter „Zt. L50" an die Verw. 15187 Haus mit 2 Zimmern, Küche, Schweinestall, in Kröevina, Po-teliova l'd. LafterSberg z. mieten gesucht. Anträge unter „Iä-nner W2N" an die Verw. 152«? Suche per f^ort eine 2- bis S-zimmerige Wohnunst, Küche u. 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