^108._________ _______Donnerstag, 13. Mai 1897. IllhiMg 116. Ailmcher Zeitung. «°",i°!,?! ^""öprciS: Mit P ostversenb» na: ganzjährig si, l5, halbjährig fl, 7'LO. Im ComPtoir: ll»s"« s> li, haibMng st, o 5<>. Für dk> öusteNuüg ms Haus ganjjühiig fl, l. — Insertionötzebür: Für ^ l ^''l'rate bis zu 4 Zeilrn lib lr., grshere per Zeile e lr,: bri öfteren Wiederholungen per ttnle 3 lr. Die «Laib, geit,» erscheint täglich, mit Ausnahme der Tonn und Feiertage, Die Administration befindet fich Ellngressplah Nr, 2, die Mednctlon Bahnhofgasse Nr, ls>, Sprechstunden der Redaction von 8 bis ti Uhr vormittag« Unfrankierte Äricfe werden nicht angenommen, Manuskripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. An ,^e. f. und l. Apostolische Majestät haben mit ^"höchster Entschließung vom 1. Mai d. I. dem h.., bem Titel und Charakter eines Oberbaurathes "ldeten Baurathe und Vorstande des technischen tz^llementz der Landesregierung in Troppau Ernst ^°boda anlässlich seiner Uebernahme in den tteu Ruhestand in Anerkennung seiner vieljährigen, eissr "^ ersprießlichen Dienstleistung den Orden der «ll,. ?lvne dritter Classe mit Nachsicht der Taxe ""gnädigst zu verleihen geruht. illl, ?k' k. und k. Apostolische Majestät haben mit ^Mchsier Entschließung vom 1, Mai d. I. dem belle?" ^l und Charakter eines Statlhaltereirathe« ^tan^ Rechnungsdirector und Vorstande des ss^alterei' Rechnungs - Departements in Innsbruck t/°'"and Einfall anlässlich der über sein Ansuchen Neum ^ Uebernahme in den dauernden Ruhestand in ^ienstt ' Anerkennung seiner vieljährigen treuen ^lass ""6 den Orden der eisernen Krone dritter leib. ^^ Nachficht der Taxe allergnädigst zu ver-""' geruht. ^lller^ ^ "id l. Apostolische Majestät haben mit Hch?^er Entschließung vom 1. Mai d. I. dem Qh^^en in Landes - Pferdezucht - Angelegenheiten ^.Oesterreichs Max Grafen zu Sprinzenstein nllern "^" ^rden der eisernen Krone dritter Classe unadigft zu verleihen geruht. ^lle^e. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Kanm. ?l" Entschließung vom 1. Mai d. I. dem dez Fänger Friedrich Schrödter das Ritterkreuz LetlH^nz' Josef - Ordens allergnädigst zu verlnhen ^lter^^ u"d l. Apostolische Majestät haben mit ^ktle,^" Entschließung vom 3. Mai d. I. in ^kttut, '"ll ^ mit eigener Lebensgefahr bewirkten bey ^„lnehrerer Menschen von dem Tode des Ertrinkens tzee <^ter der Gemeinde - Badeanstalt in Zell am ltcu'^nn Ober schneid er das silberne Verdienst, ^i^" der Krone und dem Schiffer Josef Hölzl betleil^ silberne Verdienstlreuz allergnädigst zu '"" ge^ht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 7. Mai d. I. in Anerkennung vieljähriger, einem und demselben Gewerbe-Unternehmen zugewendeter treuer und belobter Berufsthätigkeit dem technischen Hilfsarbeiter in der priv PorManfabril von Fischer und Mieg in Pirken-hammer Josef Preißler das silberne Verdienstkreuz mit der Krone und den in der Glasfabrik von C. Stülzles Söhne in Suchenthal beschäftigten Arbeitern Franz und Karl Lembachner, dem in der Metallwaren-Fabrik der Firma Cornides u. Cie. in St. Veit an der Trusting bediensteten Drahtzieher Franz Moritz sowie dem in der prio. Mahl-Nollgerste. und Holzstoff-Fabrik von Alois Waihnix in Reichenau in Verwendung stehenden Müllergehilfen Pankratz Stangl und dem ebendaselbst beschäftigten Holzschleifen-Arbeiter Johann Schneider das silberne Verdieustkreuz aller-gnädigst zu verleihen geruht. Den 11. Mai 1897 wurde in der l. l. Hof- und Staatsdruckerei das XI.I.. XI.II.. XI.III., XI.lV., X1.V. und X1.VI. Stück des Reichsgesehblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Das Xl.1. Stlick enthält unter 3ir. 112 die Verordnung des Iustizministers vom 5. Mai 1687, womit eine neue Geschäftsordnung für die Gerichte erster und zweiter Iustanz erlassen wird. Das Xl.II. Stück enthält unter Nr. 118 die Verordnung des Iustizministers vom 5. Mai 1897, womit inbetreff dcr Anwendung der neuen Geschäfts' ordnung für die Gerichte erster und zweiter Instanz Urbergangs'Nestimmungen erlassen werden. Das X1.1II. Stück enthalt unter Nr. 114 die Verordnung des Iustizministers vom 5. Mai 1897, womit ergänzende Bestimmungen für die Behandlung der Geschäfte bei den Staatsanwaltschaften getroffen werden. Das XI.IV. Stück enthält unter Nr. 115 die Verordnung des Iustizministers vom 5. Mai 1897 über die Anwendung der Executions < Ordnung vom 27. Mai 1896 (R, G. Bl. Nr. 79) in den Verfachbuch« ländern (Verfachbuch-Verorduung). Das XI.V. Stück enthält »inter Nr. 116 die Verordnung der Minister der Justiz, des Innern und des Ackerbaues vom 5. Mai 1697, betreffend die Mitwirkung der landesfürstlichen politischen und Berg« behördcn und der Gemeinden bei Anlegung, Berichtigung und Ergänzung der amtlichen Verzeichnisse der Zwangsverwalter. Das XI.VI. Stück enthält unter Nr. 117 die Kundmachung des Finanzministeriums vom 24sten April 1897, betreffend die Veranlagungs«Bezirke zur allgemeinen Erwerbfteuer. Nichtamtlicher Theil. l! Das Ende des griechisch-türkischen Krieges, l Das «Fremdenblatt» bespricht den Verlauf HM griechisch-türkischen Krieges und schreibt u. a.: ^ Die Mediation der Mächte steht bevor. Auf dem Umwege eines unglücklichen Feldzuges gelangt Griechen« land aus jenen Standpunkt, den es einzunehmen sich beharrlich geweigert hat; es muss seine Truppen aus Kreta zurückberufen. Kaum mehr als drei Wochen trennen uns von der Kriegserklärung, welche Griechen» land der Pforte förmlich aufgezwungen hat, und es ist noch keinen Monat her, seit man in Athen mit dem Aufrufen des gesammten Hellenismus zum Kampfe drohte. Weit über die Grenzen der beiden Gegner hinaus drang die Sorge um den Nusgang, um die Opfer, um die Dauer, um die Folgen des Kampfes; man durfte ein Hinausziehen der Entscheidung, ein müh« samcs Verschleppen d^r Kriegshandlung als möglich ansehen; bot doch die Eigenart des Krieges im Orient genug Wahrscheinlichkeit für eine längere Dauer del Kämpfe dar. Denjenigen, die auf die Ueberlegenheit des türkifchen Heeres auf dem Hauptkriegsschauplatze wiesen, wurde mit Geltendmachung der überlegenen griechischen Flotte erwidert, die Streitkräfte zu Lande und zur See würden sich möglicherweise eine Weil« das Gleichgewicht halten; unklare Nachrichten über die Stärke auf beiden Seiten, unzutreffende Vorstellungen über den Wert der Truppen hüben und drüben, endlich der Antheil, den man dem Zufalle im Kriege ein. räumen muss, ließen den Ausfall des beginnenden Kampfes durchaus nicht mit Sicherheit vorhersehen, und erlaubte man sich namentlich hinsichtlich seiner Daun nur Wünsche, keine Vermuthungen auszusprechen. Und heute? Schnell und — man darf es wohl sagen — unwiderruflich ist Griechenland besiegt, so vollständig geschlagen, dass es an Widerstand nicht weiter denken kann, sondern die lang verschmähte Vermittlung Europas dankbar annehmen muss, um zu retten, was zu retten ist. Es ist für den Fernstehenden schwer, um nicht zu sagen unmöglich, im währenden Kriege selbst di> Leistungen der beiden Gegner richtig zu werten. Vieles, was im Glänze des Sieges als bewusstes Verdienst erscheint und überschätzt wird, stellt die Gefchichk fpäterer Tage als Beiwerk dar, und gemeiniglich schall sie aus dem Wust des Hohnes und der Verdammung, Feuilleton. Ein Tag in Pompeji. Von Dr. Emil Bock. * Neh^u dem Schönsten und Lehrreichsten in Italien >khl. hi? ^peji. Wir werden hier in eine Welt ver-^ fu^ °°r nahezu 2000 Jahren geblüht hat und der ^schn,. ^ Naturereignis grausam den Lebensfaden ^esNk ^' ^ 9'bl ja viele Orte, wo man rö-Msz eben in seinen Ueberresten srhen kann, aber ^fteji gmos sy reich und so gut erhalten als in ss'ezu ^beziehungsweise dem Museum in Neapel. 3^ Lich^ "vch. dass die ganze Ruinenstadt von u ^Wek ^"^ beschienen ist, ein sehr wichtiger !"> "lchdr' ^^" Herculanum. welches, von starrer ^ 3acke??l'cher Lava bedeckt, seine Schönheiten nur denn Pompeji lag auf ^Nuln 5 Anhöhe und wurde so von dem Her« d> "Nr ^"'chtenden Lavastrom nicht erreicht, son-N ^ bim, c Aschenregen verschüttet. So gelang es ^ zu V'^ssung der dichten Aschendecke Pompejis d> b'el "''?/" und wenn auch die heiße Asche seiner-ll^tbar '!?" hat, so blieb doch unendlich vieks lln. 'st ni^. e"' alles bildet ein einheitliches Ganzes <^ben. ^' wie z. B. in Rom, von neuen Bauten ^tteiH' Ehalten in der Section «Krain» des deutschen "Wn Nlpenvereines am 3. Mai 1897. Pompeji liegt in Campanien, in diefem durch große Fruchtbarkeit, herrliches Klima und Wasserreichthum berühmten Landstriche. Während heute das Meeresufer eine halbe Meile vom Eingänge der Stadt entfernt ist, lag seinerzeit Pompeji hart am Rande der See, in welche auch der von Osten kommende Fluss Pompejis, der Salernus. mündete. Verschiedene Ein» zelheiten im Verlaufe unserer Wanderung sind besser verständlich, wenn wir uns zuerst ein wenig um die Geschichte Pompejis kümmern. Im allgemeinen begegnen wir dem Namen der Stadt in der Geschichte nur selten. Wir wissen aber aus anderen Umständen, dass Pompeji eine von dem Glücke ruhigen, fleißigen Lebens beschirmte Stadt war. Der Bauart nach zu schließen muss es eine alte Stadt oslischen, griechischen Ursprungs gewesen sein, trotzdem sie von Livius erst in den samnitischen Kriegen (310 vor Christi) erwähnt wird. Im Verlaufe mancher Kriege und auch zahlreicher Verfassungslämpfe bekamen römische Ansiedler das Uebergcwicht, so dass, als Cicero trotz jeiner Schulden in Pompeji sich ein Landhaus baute, die Stadt schon gut römisch war. Auch römische Kaiser, wie Augustus und Claudius, siedelten sich hier an und bald gehörte es zum guten Ton, in Pompeji ein Landhaus zu be< sitzen. Äm 5. Februar 63 (nach Christi) machte ein heftiaes Erdbeben diesen schönen Verhältnissen ein Ende; es wurde ein so großer Theil der Stadt zerstört, dass jeder der nur irgendwie konnte, diese für immer ver« ließ. Der Wiederaufbau scheint nicht besonders eifrig betrieben worden zu sein, denn wir finden in dem heutigen, vom Aschenregen am 24. August 79 (n. Christi) verschütteten Pompeji noch zahlreiche Gebäude nur wenig aufgebaut oder doch noch mit deutlichen Resten^ der Wirkung des Erdbebens behaftet. Aus den Schil« derungen Plinius' und Bulwers Roman kennen wir alle auch Einzelheiten des entsetzlichen Unglücks. Der Aschenregen dauerte drei Tage, dann kam ein Regen von glühenden Steinen, so dass viele Hunderte von Menschen, die sich noch nicht geflüchtet hatten, den Tod fanden. Die Zahl der ausgegrabenen Leichen beträgt heute nahe an tausend. Aus der Lage oder Stellung der bisweilen sehr schön erhaltenen Leichen kann man schließen, dass alle den Erstickungstod gefunden haben. Dies sieht man beim Gladiator, bei dem jungen Mäd-chen, der Mutter mit dem Kinde. Einen Isispriefter fand man mit einem Hühnerknochen im Munde, ein anderer fuchte sich mit der Axt in der Hand durch die Mauer einen Weg zu bahnen. Am Forum fand man einen Mann und eine Frau, welche umschlungen den Todesengel erwarteten. Alle Flüchtenden waren mit Kostbarkeiten beladen, einige aber auch mit Ditrichen ausgerüstet, wahrscheinlich die ruchlosen Hyänen dieses traurigen Schlachtfeldes. Das Schicksal der Geflüchteten ist unbekannt; mau hat aber Anzeichen, dass bald nach der Katastrophe die Pompejaner in die Stadt wieder zu gelangen trachteten, um Wertvolles noch zu retten. Nun ruhte die arme verschüttete Stadt mehr als fünfzehn Jahrhunderte, bis im Jahre 1592 ein Canal aus dem Sarno nach Torre dell' Annunziala gebaut wurde und man dabei durch Pompeji kam. Unbegreif« licherweise wurde diese Entdeckung nicht weiter beachtet. ! 1748 stießen Landleute bei Bodenbearbeitung auf ver- i jchiedene Kostbarkeiten. Loibachcr Zeitung Nt. 108. 974 13. Mai 189?. mit dem der Besiegle bedacht wird, in der Geistesarbeit ruhiger Zeiten ein mildere?, wcil gerechteres Urthiil heraus. Ganz besonders vom Kriege gilt das Woit, dass alles verstehen, alles verzeihen heißt. Aber für die rauhe Wirklichkeit genügt diese Auffassung nicht und der Zeitgenosse muss mit Wirklichkeit rechnen. Diesmal hat sich eine ganz unverhältnismäßige Ueber» legenheit der türkischen Slreitmiltel dargethan, und zwar nicht nur in deren Führung, in deren Gebrauch durch den gerade ernannten Feldherrn, fondern hinsichtlich drs ganzen inneren Gehaltes. Möge man der Zahlüberlegenheit der Heere des Sultans einen noch so großen Antheil am Siege beimessen wollen, schlage man die Wirkungen der deutschen Schule auf das türkische Heer als noch so hohe an, es bleibt doch stets ein augenscheinlicher Ueberschuss an specifischer Überlegenheit der türkischen Truppen, welche sie schließlich in allen Unternehmungen durchdriugen und in leiner einzigen gänzlich scheitern ließ. Noch liegt ein Fonds an kriegerischer Kraft und kriegerischer Tüchtigkeit in der osmanischen Nation, der, wenn auch nur infolge fremder Herausforderung zutage getreten, die sicherste Gewähr künftiger Ruhe und eine Warnung an die Adresse jener ist, die den greisen Riesen am Balkan i erneuert belästigen wollten. Politische Neberficht. liaibach, 12. Mai Die vierte Sitzung des Herrenhauses findet morgen, den 13. Mai, nm 12 Uhr mittags statt. Auf der Tagesordnung befindet sich der Bericht der volkswirtschaftlichen Commission über die Handels» Convmtion mit Bulgarien. Die Adresscommission des Herren- .Hauses hat die zweite Lesung des vom Referenten Freiherrn v. Czedik vorgelegten Adrcssentwurfes durch« geführt. Im Laufe der Debatte wurden mehrere Amen-dements gestellt; bei den Beschlußfassungen zeigte sich eine Annäherung zwischen der Rechten und der Mittel-Partei. In der Schulfrage wurde ein Absatz mit den Stimmen der Rechten und der Mittelpartei gegen die Stimmen der Verfassungspartei angenommen. Betreffs der Spmchsnfrage vertraten Fürst Karl Auersperg und Freiher v. Chlumccky ein Amendement, wobei namens der Regierung Ministerpräsident Graf Badeni und Iustizminifter Graf Gleispach das Wort ergriffen haben. Das Amendement wurde abgelehnt. Schließlich wurde ein Redactionscomite', bestehend aus dem Referenten Freiherrn von Czedil, dem Grafen Hohen- ^ wart und Freiherrn von Chlumecky, eingesetzt, welches die Ndresse festzustelleu ha«. Dichlbe wird am Mitt-woch in der Commission zur dritten Lesung gelangen. ! Es haben sich folgende Ausfchüsse constituiert: Legitimation sausschuss: Obmann Dr. von Fuchs, Obmannstelloertreter Dr. Schücker und Doctor Slama, Schriftführer Gizuwski und Dr. Freiherr von Prazak. Petitionsausschuss: Obmann Baum gartner, Obmannstellvertreter Freiherr von Klein und Dr. Graf Kamnc, Schriftführer Heinrich und Bielo hlavek. Immunilätsausschuss: Obmann Doctor Ferjancic, Obmannstellvertreter Dr. Funke und Dungel, Schriftführer Dr. H v. Walewsii und Dr. Weihluchuer. Iustizausschuss: Obmann Dr. R. v. Madeyski. Obmannstellvertreter Dr. Nitsche und Dr.Klaic, Schriftführer Dr. Dejk und Dr. Kapferer. Im Steuer» ausschusse wurde zum Obmanne Abgeordneter Freiherr von Dipauli mit 14 von 21 abgegebenen Stimmen gewählt. (Bisher war Dr. Menger Obmann.) Bei der Wahl des ersten Obmannstrllvertrelers wurde mit demselben Stimmenverhältnisse Abgeordneter Dr. Menger gewählt. Abgeordneter Dr. Menger erklärte, nicht in der Lage zu sein, die auf ihn gefallene Wahl anzunehmen und verharrte trotz der Vertrauenskundgebung feitens mehrerer Mitglieder des Ausschusses bei seinem Entschlüsse. Ueber Antrag des Abgeordneten Dr. R. v. Lewicki wurde hierauf die Sitzung geschlossen, um den Ausschussmitgliedern nunmehr Gelegenheit zu geben, sich über die durch die Ablehnung des Abgeordneten Dr. Menger geschaffene Situation zu besprechen. Im ungarischen Abgeordneten hause brachte gestern Finanzminister Dr. von Lulacs einen Gcsetzenlwurf, betreffend die Verbesserung der Lag? der Diurnisten, ein. — Der Referent des Iustizauöfchusses Abg. Chorm unterbreitete den Nusschussbericht über den Gesetzentwurf, betreffend die Geschwornengerichte. Der Gesetzentwurf, betreffend die neuerliche Regelung der finanziellen Verhältnisse der Temes»Bega - Thal-Regulierungs'Gesrllschaft, wurde nach kurzer Debatte, in der Ackerbauminister Dr. von Daranyi die nöthigen Aufklärungen gegeben, unverändert votiert. Sodann wurde ein Bericht des Ackerbaumimsters ohne Debatte zur Kenntnis genommen und die Sitzung geschlossen. — In der heutigen Sitzung werden mehrere Interpellationen beantwortet werden, darunter die Interpellationen des Abg. Kossuth an den Ministerpräsidenten, betreffend die Veröffentlichung des auswärtigen Noten-Wechsels, des Abg. Grafen Albert Apponyi bezüglich des griechisch-türkischen Krieges und der Petersburger Reise Sr. Majestät, des Abg. Kossuth, betreffend den griechischtürkischen Krieg und die Intervention der Mächte, sowie die Interpellation des Abg. Poloüyi, betreffend die Petersburger Reise Sr. Majestät. Dem preußischen Abgeordnetenhause ist ein umfangreicher Gesetzentwurf über das Ver-wa ltungs-Strafverfahren in Zollsachen zugegangen. Wie man aus Rom meldet, dauern die Lo-yalitäts-Kundgebungen für den König Humbert und das Königshaus aus Anlass der glücklichen Errettung des Monarchen von dem gegen ihn unlernommenen Attentate noch immer an. Einen besonders warmen Charakter trugen die Ovationen, mit welchen das Königspaar und das Kronprinzenpaar, als sie düsertage in Florenz eintrafen, von der Bevölkerung begrüßt wurden. Während der Eisenbahn" fahrt der Majestäten hallen sich in allen Bahnhöfen zahlreiche Menschenmengen eingefunden, um die könig» liche Familie zu begrüßen. In Turin, wo die königliche Familie gegenwärtig weilt, wurde sie mit außerordentlicher Feierlichkeit begrüßt. Im englifchen Unterhause wurde gestern bei der Debatte über die zum Budget eingebrachten Resolutionen der Antrag O'Connors, den Theezoll von vier auf zwei Pence herabzusetzen, mit 209 a/gen 95 Stimmen abgelehnt. Wie man der «P. C» aus Athen meldet, ist es in unzweifelhafter Weise festgestellt worden, dafs die antidynastifche Agitation in Griechenla" hauplfächlich von auswärtigen revolutionären El/lne" betrieben wurde, und dafs namentlich geheime lienische republikanische Vereine in Athen und " Provinz den Sturz der monarchischen Staatsverivai",» angestrebt hallen. Die «Ethuike Hetäric^, de«" " tung sich in der Hand monarchisch gesinut'r Per>o befindet, habe nun die Gefahr dieser TreibereM' kannt und bemühe sich auch ihrerseits, der Veweg"'» unter den Massen Einhalt zu thun. Alle Pre<^ Die Note d^r Mächte, betreffend die V^rtN'^ lung, wurde gestern in Athen um halb ^ ^h morgens überreicht. Der Gesandte DmtschlaH^z Russlands sowie der Minister des Aeußern St"' hatten die Nacht bis zu dieser Stunde wach"' ,, gebracht. Die Note der Mächte hat folgenden "^ laut i Die Vertrete Frankreichs, Italims, E^ ^ Deutschlands und Oesterreich-Ungarns beauftrag' ^ Vertreter Russlands, Ouu, als dem Doyen ^, diplomatischen Corps in Athen, im Namen lyrc ^ gierungen zu erklären, dass die Mächte bere> ^ ihre Vermittlung in der Absicht anzubieten, .^ Waffenstillstand zu erlangen nnd die gegenwärtig 5',^. der Türlei und Griechenland bestehenden SH'u ^ leite,, zu ebnen unter der Bedingung. ^.ftUi! griechische Regierung erklärt, dass sie zur slbvel > ^§ der griechischen Truppen von Kreta schreiten wird u>V,^t sie in formeller Weise der Autonomie Kretas z"i ^ sowie duss sie ohne Vorbehalt die Rathschlag ^ ihr die Mächte im Interesse des Friedens n " ^ werden, annimmt. Die griechische Regierung am ^ sofort mit folgender Erklärung: Die tömM^ ^'l gierung, welche von d?r Erklärung des im Nan ^. Gefandten der Mächte Hand. luden Vertreters ^ lands Kenntnis nimmt, erklärt, dass sie zur "t" .^!, der auf Kreta befindlichen königlichen Trupp" '^^1 dass sie in formeller Weise der Autonomie ve^^ Zhre Achulö. Eine Erzählung aus Tosccma, — Berechtigte Bearbeitung nach Quida von V. Nilmar. (17. Fortsetzung.) Umilta war nun drei Tage und drei Nächte hier gewesen und diese Zeit hatte das Zerstörungswerl von Jahren an ihr vollbracht. Ihre Schönheit, ihre blühende Frische war dahin; wirr hicng ihr das Haar ins Gesicht und ihre Augen blickten wild und verstört; hilfloses Glend malte sich in dem abgezehrten Antlitze und erfüllte das Herz Virginios mit unendlichem, trauervollem Erbarmen. Mit zwei Schritten war er an ihrer Seite und kaum seiner noch Herr, stieß er aus: «Umilta, erkennst du mich nicht? Sich' mich an! Ich bin zu aller und jeder Zeit drin Freund — dein Geliebter, wenn du willst. Sowie ich nur von dieser verwünschten Geschichte hörte, bin ich stehenden Fuß^s hergekommen. Warum sprichst du nicht zu mir? Ich will dich nichts fragen; ich weiß, es ist alles nur Lüge?» Starr, ungläubig hiena/n die Augen der Unglücklichen an drm schönen Gesicht des jungen Bersagliero. Ihre Verzweiflung war zu tief gewesen, um ihr Gemüth so urplötzlich einer anderen Empfindung zugänglich zu machen. Wie tin gehetztes, verwundetes Wild schval sie vor ihm zurück. «Geht!, rief sie. «Geht zu Nelta Sari! Sie ia^!, « ""^ ^' ^ nicht! Ich bin eine Diebin, '2"' ^' °"" Dilbu,. merlt euch das!. Virginio'wu^uk^^ Ne"^ '««"rig, ^s« gleiches Lachen hatte er nur' ^m'^cach w ab E.n jause in Palermo gehört. """" 3rre„ «Mögen sie fagen, was sie wollen,» versetzte er, bemüht, seiner Stimme Ruhe und Festigkeit zu verleihen, «mir gilt es gleich. Ich weiß, dafs du ebenso unschuldig bist, wie ein neugeborenes Kind. Und ich liebe dich, Umilta, und sollte es mir nicht gelingen, dir die Freiheit wieder zu verschaffen, dann will ich auf dich warten, Umilta. — Hörst du mich? Ja, warten will ich auf dich, und an demselben Tage, an welchm du das Gefängnis verlassen wirst, sollst du mein Weib werden — wenn du willst, natürlich! Nur um dir di»s zu sagen, bin ich eigens aus Turin hierher» gekommen!» Ec machte keinen Versuch, sie zu berühren. Bleich und hochaufa/riclM, gleich wie sie, stand er da und verpfändete ihr fein ganzes Leben — das war alles. Der Waiter war geräuschlos zur Seile geschlichen und lehnte, das Gesicht dem Corridor zugewandt, an der offenen Zellenthür. Ein Llcht wie Sonnenschein, der durch nachtschwarzes Gewölk bricht, hatte eine Secunde Umillas Antlitz erhellt, während sie schweigend vor Virginio stand. «Willst du mich denn nicht verstehen?» nahm letzterer von neuem das Wort, und Thränen klangen aus feiner Stimme. «Ich weiß, du magst mich nicht, du hast mich von dir gewiesen; du sagtest mir sogar, dass du mich hasst, st; doch das alles schreckt mich nicht. Ich liebe dich; ich will dich nehmen, wie du bist, und sollte ich dich selbst dem Bojen abringen müssen — er soll dich nicht haben! Der große Gott hat dich so schön aemacht, und dass du srlbst dich rein von jeglicher Schuld erhalten hast, will ich beschwören. Aus eigener Kraft vermag ich dir deine Freiheit nicht wiederzugeben, doch warten lann ich. Und sobald du aus diesem ver- wünschten Haufe herauskommst, sollst du zu mir l^ ^ Und wehe dem, der es später j Abrechnung halten! Das ist alles, was ich v' wollte!» .<.,, a^ Ihr stolzer Mund bebte; ihr Antlitz, '^'^ Gestalt schien Plötzlich verwandelt und von Rührung beseelt. . . ^ ^"' «Das sagt ihr mir — und jetzt?» M ' in starrer Ueberraschung hervor. «Jetzt und immer!» betheuerte er ihr. .^il^ Da sprang sie auf ihn zu und schlang ly ,, um seinen Hals und küsste ihn. , c,a, " «Dann sollst du die Wahrheit wissen- " liebe dich!» entfuhr es ihr überwältigt. ..^M^ Einen Moment hielt sie ihn stu""' lo s"" dann löste sie sich heftig von ihm und e^" sie aus: ^ M «Doch nimmer werde ich Schande un ^ über dich bringen — nimmer, nimmer!» ^ch. Thränen erstickten ihre Stimme; >^.^ s^ heiß s. leidenschaftliches Weinen aus. All H„, " ihre Kälte, ihre Zurückhaltung schmolz 0"V ^ Schnee in warmer Hand. N,, ',l «Ich kann's nicht begreifen,, schl"^ '« kann's nicht begreifen! Ich habe die P" .el""^/ berührt. Wie konnten sie nur in mein M" ° he> ., Ich schlief, als sie heraufkamen und die P^r l^ fanden; sie waren bei mir, ja — deine ^^ ' zog sie hervor — aber wie sie dahin g"" wissen die Heiligen allein!» (Fortsetzung folgt.) ^ibacher Neituna Nr7108. 975 18. Mai I697. .kl" ^lmmt und die Interessen Griechenlands der "Mg« her Mächte anvertraut, h.^kulers Office meldet aus Capstadt vom er b> /'' ^"^ ^"p ' Parlament ratificierte in iil Mt,gen Sitzung has Zoll« und Vereinsprotokoll äite k ""le-Freistaate. Der Premierminister er-ieai/r ^" ^' "'chls davon bekannt, dass seitens der Hlung des Transvaal ein Rundschreiben zur Ver-l°b'l??s ^""a.t sei, in welchem die Afrikander der Kolonie zur Hilfeleistung aufgefordert würden. Meters Office meldet aus Yokohama, die lisH s^kgierung habe der japanischen Regierung ritte« „.enbe Versicherungen bezüglich des Einüben ^"''^" Soldaten in koreanische Dienste ______________________ Tagesneuigleiten. ,^ (Seine Majestät der Kaiser in der erA°^lchule für Vodencultur.) Se. Majestät ^Ult c> besuchte am 10. d. M. vormittags ble neu-"l> w V^llhule für Bodencultur aus der Türlcnschanze ^Ull^ ^" Vestibule von den Ministern Baron ^'^. und Grafen Lebe bur, dem Statthalter ^tller ^^2 und dem Rector der Hochschule ^.Iut pfangen. In der Aula. wo Bürgermeister ^bent l ^^ gesammte Professorencollegium und die «flilt l, '3°lt versammelt waren, wurde aus Se. Ma-^tllch. Baiser ein dreimaliges begeistertes Hoch aus-»nz^ ""b vom Studentenchor die Vollshymne ge-^ Vtlli, Ansprache des Rectors beantwortend, sagte ^Ich l^' Auch Mir ist der Tag denlwürdig, an ^llnd^ ^ "°" bk" Fortschritte der mächtig sich enl-"> l>!el." I^bt Wien seit Meiner letzten Anwesenheit ^t°2tnks< e Persönlich überzeugen lann. Zu den her-A'tlez 5" ""d bedeutsamsten Zweigen dieses Fort-^ d« ^ ^" ^""k bem Mein heuliger Besuch gilt. 'lilhl Zt.^"'^n, das an dieser Stelle gepfllgt wird, ^ Iltn, ^^ l"sen und mögen alle, die hier lehren !^>„ O, ' ^t« eingedenk sein, dass ihrer Sorgsalt und ^ ^°l,., ^" der ersten Grundlagen, die Wohlfahrt ^'"l unk ^" ""b des Volkes, anvertraut ist. Mein '"" lol. '" Fürsorge bleibt Ihnen erhalten. So-"H t>i"' in Begleitung des Rector« ein Rundgang ^ ^ehrräu«e und das Institut. M > ^«öM. Ealty f) Der Leichenfeier des ««^u tlherrn v^ Catly wohnten Seine Majestät der ^ ^' °le durchlauchtigsten Herren Erzherzoge Eugen i ^rlll«,^' die Minister Edler von Krieghammer '"litt G^ ^elsersheimb, die Generalität sowie der Stall. ^»bieij.^ Klelmansegg bei. Den Leichenconduct com« 7 ^lr ° .' l' u. k. Hoheit Herr Erzherzog Friedrich. ""lick,,'Kirche drückte Seine Majestät der Witwe ^llettln ^^^ ""' ^"^ ^^ H""" Erzherzoge >^(Brand.) Im Markte Windisch.Matr ei > 3eu.^^"n laut telegraphischer Meldung durch h. 'ine« «^""^ «0 Häuser eingeäschert, «uch der V.r. d^zt c> "knschenlebens ist zu beklagen. Der Schaden ^t fl^" 400.000 si.. wovon nur zwei Drittel ver- !! ^tau^' " Heiserkeit.) Gegen Heiserkeit ist ^ zx ^°" lallen Wassers innerlich und äußerlich ^ "l> h?» "' ^" Patient trinlt des Morgen, ^ lllcht a f "kleiden« ein Glas frisches, llares Wasstr, lü^ !"llw«? ^"Nlal; auch muss den ganzen Tag hin« 5>le„ ^""d eine kleine Quantität srischen Wassers ^ n dlr O "' Des Übend« vor dem Schlafengehen bü, ' dlück!^"^ ^ne Serviette, taucht sie in kaltes tz. H „^ "eselbe aus, faltet sie zusammen wie ein z,>lte h"° legt st« fich «m den Hals; eine trockene ^ U"d l> l ^^"ialls zusammengefaltet, über die erste !^' Xnd j) I'^'gt. Alsdann lege sich der Patient ins !»ti^ z« v ^ ^ "^^ ^^^ i"» "^ eine neue Ver« ^l. lvi ». "' Dlch Kaltwassercur, etwa acht Tage ^^(S k "" Uebel sicherlich beseitigen. ^" die^ ausbruchssichereGefängnissr) ^ ^ Gj^^lilaner il" bauen. Sie verwenden einfach <>Ülhn " — Wasser« Uhren. Man hat jetzt nicht sie"° bo« b' ^ ^'""stabe so stark und hart zu machen, «>/"fc> "^ Hi^ ljohem Drucke stehenden Röhrensystems V^k« Vl ^^er Röh-en verlcht, so tritt sosort ^lt, ge»y. ^'^^«en von Wasser ein. wodurch die i,r"nt werden. Cs wild also einem Ein- V °'chen ^ ^^"' °us einem derartigen Gefängnis '^ °»lch d> ^"^ "^"" ""lh einem weiteren Vor- blltH./ "lauern dts Kerkers von solchen Wasser- !^^"Ä^^t« fließende Flüsse.) Inder M,.^illj. "">'°l,on. der Hauptstadt einer zu Griechen« V^ H°sle. . l"' flichm vier llelne Flüsse mit salz« !> ^°le N '""bcinwürte. Von der See entfenbet, ^^'l, taA"''""«" durch die Spalten der Klippen. , ^ ^ "nd "" Sttömung ihren Lauf in das Innere !' »^ei di l """ l»ch allmählich in dem sandigen kink' ^«sicher» entsalten genügende Trieb- ^ »« «lühlen da« ganze Jahr hindurch in Gang zu halten. So wunderbar es erschlineu mag, dass Wasser landeinwärts strömen lann, so geht es doch, wie in der letzten Zeit vorgenommene Untersuchungen zeigten, ganz natürlich zu. Der Rand der Insel besteht aus zerklüfteten, kreidehaltigen Felsen, die daS Seewasser wie riesige Schwämme in sich aufsaugen. Die Folge davon ist, dafs sich die Wassermassen in den viel tiefer als das Meer gelegenen unlerirdifchen Höhlen ansam« meln und sich schließlich in das Innere des Landes er« gießen. In den Höhlen und breiten Spalten der Filsen lann man die seltsamsten Gebilde krystallisierten Salzes erblicken. — (Ohne Passagier.) Wie au« Paris ge« meldet wird, ereignete sich vorgestern in der französischen Hauptstadt ein in den Nnnalen der Eisenbahnen wohl einzig dastehender Fall. Der Courierzug nach Lyon fuhr ohne einen einzigen Passagier ab. — (Erdbeben.) Ein Telegramm au« Melbourne berichtet, dass vorgestern in Süd-Australien und im westlichen Victoria mehrere heftige Erdstöße wahrgenommen wurden. Local- und Proumzial-Nachrichten. — (Der Maria.Thereslen-Orden) zählt nunmehr, nach dem Hinfchelden des FZM. Freiherr« von Catty, nur mehr neun Oldensritter aus bem H-ere und der Kriegsmarine. Ez sind dirs aus dem Jahre 1849: G. d. E. Graf Leopold Sternberg fur das Treffen bei Kaacs; aus dem Iihre 1859: G. d. C. Freiherr von Appel, Oierft d. R. David Freiherr Uro de Margina und FZM. G,za Freiherr Fjervaly de Komlos-KereSztes (derzeit Oldenslanzler), alle drei für Solserlno; au« dem I^hre 1666: G. d. C Eugen Freiherr Piret de Vihcm,. FMÜ. Ludwig Freiherr von Pielsticker (derzeit Schutz, meifter des O dcns). G. d. E. Anton Freiherr von Vechlolshelm, alle drei für Custozza, Admiral Maximilian Freiherr Daublebsly von Sterneck zu Ehrnftein für L'ssa und GM. Vruno Freiherr von Monlluisant für Gezzacca. — (Gebürenpflicht bei Gesellschaft«-Verträgen.) Eine das kaufmännische Leben belührende wichtige Entscheidung hat kürzlich der Verwaltungsgerichtshof gefällt, dahingehend, das« bei Errichtung von Gisellschaftsverträgen, welche auch eine Conventionalfirase für den Vruch de« Gesellschaftsverhällnlsses bedingen, für die Conventionalftrafe — entgegen der bisherigen Gepflogenheit — leine besondere Gebür zu entrichten ist. — (Aufnahme in das k. und l. Infan-terle-Cadettenschul'ProvisoriuminStraß in Steiermarl.) Mit dem Veginne des Schuljahres 1897/98 (16. September) werden in den I. Jahrgang des Cadeltenschul-Provisoriums 30 bis 50 Studierend? der Gymnasien und Realschulen als Zöglinge aufgenommen. Die Nusnahmsbedingungen sind in der Buchhandlung ü. W. Seidl « Vereines Bezug haben, zur Kenntnis der Versammelten, erstattete Bericht über die Thätigkeit der Vereinsleilung seit der lctzten Gneralv^rsammlung, betont', dass der Verein auf die stattliche Anzahl voi 373 Mitgliedern angewachsen sei, und dass er dies in erster Hinficht der Initiative und dem thatkräftigen Eingreifen des H.'rrn Oberpoftdireclors Polorny und dem aufopserungswürdigen Beistände dcs Directions-Leccetärs Dr. Posp^il ver« danke und sich diese H.rren dadurch unvergängliche Verdienste um den Verein erworben huben. Zur Tagesordnung übergehend, erstattete der V^reinspräsioent eingehend Ge< richt über de« gegenwärtigen Stand der Reorganisation des Landftoftwesen«, worauf zur Festsetzung de Er. öffnungNages der Vereins-Kranlencasse geschritten und diese auf den 1. Juli d. I. bestimmt und der Kranken« cass?-Au«schuss aus folgenden Postmeistern gewählt wurde: Noval aus Stein, .Schrey aus Assling, Oiresa aus Oberlaibach, Sorc aus Flitsch. Miani au« Nqliilcjc», Diana aus Dignano, Rendic aus St. Pictro della Vrazza, Nusio aus Vol, Gerbin aus K«in, bann die Post xpedl« toren Nagu aus Iauerblng, Creoato aus Vuje und Novak aus Caftrllv cchio. Äuf Anlrag der V.'reinsleilung wurde Herr Oberpofidircctor Karl Polorny zum Beweise der G.flihle der Anhänglichkeit und Dankbarkeit unter großem Geisalle zum Protector des Vereines und die Herren: Postralh Garimberti sowie der Postsecretiir Dr. PospiZil in Anerkennung ihrer der Postmeister« Vereinigung geleisteten hervorragenden Dienste p?r Attla» mation zu Ehrenmitgliedern des Vereines ernannt, ferner wurde beschlossen, aus Anlass des bevorstehenden Regierungejubiläums Seiner Majestät de« Kaisers rine Iubiläumsstistung für hilfsbedürftige Lanbpoft. bedienstete von Krain, Küstenland und Dalmatien zu errichten. Mit einem dreifachen Hoch auf Seine Majestät den Kaiser endete nach fast fünfstündiger Dauer die interessante Versammlung. Um 5 Uhr nach« mittags versammelten sich die sämmtlichen Theilnehmer der Generalversammlung in den Sälen des Hotels de la Ville zu einem Festbankette, an dem auch der Verein«-protector Oberpostdirector Polorny mit mehreren Funktionären der Poftdirection theilnahm, welches, von den Klängen der Musik begleitet, einen überaus animierten Verlaus nahm, bis gegen Mitternacht währte und bei welcher Gelegenheit eine lange Reihe Toaste, unter denen der Toast auf Se. Majestät den Kaiser, welcher von Herrn Oberpoftdireclor Polorny in überaus schwung« vollen Worten auegesprochen wurde, stürmische Begeisterung hervorrief, ausgebracht wurden. — (Ein roher Gatte.) Am 3. d. M. nach. mittags war die Grundbesitzers-Gattin Ursula Dobravc von Plezrenj?, Gerichlsbezirl Radmannsdorf, auf ihrem «ck« beschäftigt. Zwischen 2 und 3 Uhr nachmittags lam auch ihr Gatte Andreas Dobraoc aus den Acker, fitng nach kurzer 8?>l mit ihr einen Wortftreit an, sprang während desselben aus sie los und brachte ihr, al« fie bereits am Boden lag, mit einem großen Küchenmesser acht Stich» und Schnittwunden in die Beine und in die rechte Schuller bei und verletzte sie dadurch schwer. Er wurde vom Gendarmerieposten verhaftet und an das l. l. Bezirksgericht in Radmannsdorf eingeliefert. I. — (Weidmännisches.) Zu den von uns bezillsweife registrierten Nachweisungen über das im Jahre 1896 in K r a i n zum Abschüsse g langte Wild liegt un« nun nachfolgende Zusammenstellung für da« ganze Land vor. Es gelangten zum Abschüsse: vom nlltz-lichn Haarwilde: 5 Glück Rolhwild, 1713 Rche. 101 Stück Gemsen, 942? Hasen; vom nützlichen Federwilde: 232 Stück Auerwild, 52 Slück Virlwild, 941 Slück Haselwild, 3 Schneehühner, 95 Steinhühner, 35 Fasanen. 1366 Rebhühner, 2566 Wachteln. 684 Wald» und 663 Moosschnipsen, 53 Wildgänse, 944 Wildenten; vom schädlichen Haarwilde: 1 Bär, 5 Wölfe, 916 Füchse, 307 Marder, 57 Illiss", 38 Fischottern, 31 Wildkatzen, 194 Dachse; vom schädlichen F.'derwilde: 11 Adler. 34 Uhus, 190 Culen, 1176 Habichte, Fallen und Sperber. —0. — («u« Gottschee) geht uns die Mittheilung zu, dass dortselbst die Glünbung eines Stadloerschönerung«. Vereines g/plant wird. Au« den bezüglichen zur bel,örb< lichen Genehmigung bereit« vorgelegten Statuten ist zu Laibacher Zeitung Nr. 108. 976 13. Mai M^ entnehmen, dass dieser neue Verein bestrebt sein werd?, die Verschönerung der Stadt und ihrer Umgebung sowie die Beseitigung bestehender Uebelstände zu fördern, um den heimischen Einwohnern sowie den Fremden den Aufenthalt alldort möglichst angenehm zu machen. —o. — (Iur Kranlenbewegung.) Im hiesigen Landes«Krankenhause wurden im Monate April b. I. 284 männliche und 192 weibliche, zusammen 476 Kranle ausgenommen und da^in mit den vom Monate März Verbliebenen 843 Kranle behandelt, von denen 300 geheilt, 132 gebessert und 20 transferiert wurden. Als ungeheilt mussten 10 entlassen werdcn, während 32, und zwar 1? männliche und 1b weibliche, gestorben sind. Mithin bezifferte sich die gahl der mit Schluss des ab> gelaufenen Monate« in der Anstalt verbliebenen Kranlen auf 349, darunter 200 männliche und 149 weib» liche. —o. — (K. l. Central-Commission für Kunst - und hiftorische Denl « ale.) In der unter dem Vorsitze Sr. Excellenz des Herrn Präsidenten Dr. Josef Alexander Freiherr von Helfe rt am . 9. April 189? abgehaltenen fünften Sitzung der zweiten Section der l. l. Centralcommission sür Kunst- und historische Denkmale reserierte Regierung»ralh Radnihly über die Restaurierung der Wallfahrtskirche zu Slarutina. Akademischer Maler Alois Subic legte eine Anzahl von Photographien vor, welche den Zustand der Fresken in der Wallfahrtskirche zu Slaruilna vor und nach der Restaurierung darstellen. Die C ntralcommission ersah daraus, dass die Restauration obiger Fresken in durchaus befriedigender Wnse vorgenommen wurde. Conselvator Gymnasiol-Profefsor Johann Verhovec berichtete, dass gegen die beabsichtigte Demolierung der Pfarrkirche in Voltschee vom lunfthistorischen Standpunkte eine Einwendung nicht zu erheben sei. Dagegen scheine es geboten, die Uebertragung des Seitenaltars aus schwarzem Marmor in die neue Kirche zu sichern. Die Centralcommisslon schloss sich diesen Ausführungen vollinhaltlich an und stellte in diesem Sinne ihce Anträge an da« l. t. Ministerium sür Cultus und Unterricht. (Referent: Dombaumeifter Hermann.) Fachlchul» director Johann Aubic theilte mit, dass die interessante gothische Kirche von Ehrengruben (Pfarre Altlack) in Oberlrain und jene zu Unterfeuchting demnächst restauriert werben sollen. Die Cenlralcommission beschloss, die weiteren Erhebungen einzuleiten. (Referent: Ministerial» rath Dr. Lind.) ' (Witterung.) Der zweite der Ei«m«nner ist milder als sein Vorgänger aufgetreten, der Schnee ist einem leichteren Regen gewichen und der gefürchtele Nachtfrost ist ausgeblieben. In den Alpen« und Karftgebleten des Landes gab ls gewaltigen Schneefall, der in Wald und Feld sowie in den Gärten großen Schaden der« ursachle. Auch in Laibach und Umgebung haben durch den Niedergang des schweren mit Regen grtlänlten Schnees die Väum?, Gärten und Felbsrüchte arg gelitten. Die Zweige der üppig belaubten Kastanlenbäume find unter der Schneelast, jüngere Obftbäume sogar am Sta«me gebrochen. Die schönen Anlagen sehen stark verwüstet aus und die prachtvollen Getreidehalme wurden zu Boden gedrückt. Vorläufig lässt sich noch nicht absehen, wie groß der Umfang des angerichteten Schaden« ist, da uns nähere Berichte hierüber nicht zugekommen find. — (Schlägereien.) N« 9. Mai l. I. gegen 6 Uhr abend« entstand zwischen den im Vafthause der Witwe Theresia Vertacnll in Wailsch zechenden ita-lienischen Zlegelarbeitern Domenico Piemonti und Emllo Peduti ein Streit, der in eine Schlägerei ausartet«, in deren Verlaufe Domenlco Piemonti eine leere Doppel-lltelflasche erfafste und mit derfelben den Emilo Peduli auf den Kops schlug. Emilo Peduti erlitt auf der rechten Wange unter dem Auge eine circa 4 cm lange und am Kopfe eine circa b oiu lange Schnittwunde. Als Peduti schon am Voden lag, zog Piemonti einen Hammer aus der Rocktasche und schlug mit demselben aus Prduti los. — Am 10. Mai l. I. gegen 9 Uhr abend« stach Franz lerian vulgo PlaZlov von Hraje, gegenwärtig als Maurer bei der lrainischen Vaugesellfchast in Üaibach be» fchäjtigt, den Arbeiter Franz Venda auf der Reichsftrahe in Unterfchischla ohne jedwede Veranlassung mit einem Taschenmesser derart in den Kops, dass derselbe eine bedeutende, ungesähr 6 «ni lange, ziemlich lies ins Gehirn reichende Wunde erlitt. Beide Verletzte wurden schwer beschädigt ins Landesspital überführt. Die Thäler ergriffen die Flucht und werden verfolgt. —1. — (Viererzeugung.) Im Monate Februar d. I betrug die in den im Reichsralhe vertretenen Königreichen und Ländern angemeldete Vieierzeugung 1,549,877 Hektoliter; die hievon vorgeschriebene Gler- steuer einschließlich der Nachtraysfteuer belief sich auf 2.988.742 fl. Nach Wien und Trieft wurden in diesem Monat« 83.710 Hektoliter eingeführt, die hievon enl« 5alltnden I^chiagsgebüren bellten sich auf 83.710 fl. Die N,er°u«suhr übrr die IoU'Linle der i« Reichsralhe ^U°i7e7d^^"^' und Länder betrug 11.85? f! 857 ' G«1d^^ "^««"de ^«uer - Rückvergütung wurden im bezeichne..« N°n«.7 .^7^^« "«7" erzeugt, die hievon vorgeschriebene St««« h«l«ug 12042 Gulden. — (Der Lolbl unpassierbar.) Laut eingelangter Gendarmeriemelbung ist die Reich«ftraße über den Loibl infolge anhaltenden Schneegestöbers und abgegangener Schneelawinen seit 7. Mai sür jeden Verkehr unpassierbar. — (Abgeänderte Stationsbezeichnung.) Per Name der Südbahnstalion Matluglie-Abbazw wurde in Abbazia-Malluglie abgeändeit. — (Berichtigung.) Im gestrigen Berichte übel das Radweltsahren in Adelsberg mus« es heißen: 10 Kilometer in 15 Minuten 7 Secunden statt in 10 Minuten 7 Secunden, was Sporllundige allerdings sofort al« Schreibfehler erkennen konnten. «Neueste Erfindungen und Erfahrungen» auf den Gebieten der praktischen Technik, der Elektrotechnik, der Gewerbe, Industrie, Chemie, der Land» und Hauswirtschaft lc. (N. Hartlebens Verlag in Wien.) Pränumerationspreis ganz» jährig für 13 Hefte franco 4 st. 50 kr. - 7 M. 50 Pf. Ein-zelne Hefte für 36 kr. — 00 Pf. in Briefmarken. Pruttischc, bereits ausgeführte und gut auszuführende Arbeiten und Rathschläge verlangt der im Arbeitsleben Stehende. Diese Zeitschrift erfüllt in höchstem Maße diese Bedingung. Mitarbeiter, die sämmtlich in der Ausübung ihres Berufes reiche gründliche E» sahrungeu sammeln, veröffentlichen sie hier. Neuerungen, in der Werkstatt selbst erprobt, geben dem Leser eine Fülle von An-regungen, detaillierte Abbildungen unterstützen die Darlegung der praktischen Anwendung aller Neuerungen. Alle Fortschritte im gewerblichen Leben werden mitgetheilt. Die Zeitschrift «Neueste Erfindungen und Erfahrungen» bildet einen zuverläsigen Rathgeber, eine reiche Fundgrube für solche, die ueue Nebenerwerbe suchen. Da dieselbe alle Verbesserungen in Albeits« einrichtungen und Wertzeugen mittheilt, ist sie unentbehrlich für jeden, der die Concurrenz bestehen und seine Leistungen dem steten Schritt moderner Verbesserung anpassen will. Diese Zeit» schrift beantwortet Hunderte von Fragen in durchaus fach« männifcher, eminent praktischer Weise — eine Fülle Erfahrungen bietend: eine Zeitschrift aus der Praxis für die Praxis. Gedichte von Karl Grünn. Wien, t. und l. Hof. buchhlludlung Wilhelm Fri ct. Eleg. geb. 3 fl. Es sind Heimat« liche Klänge, welche in diesem Buche ertönen, um das Menschen« dasein m seiner Allgemeinheit, dann das Heimatsleben, das Land, das Volt, die Natur ^ alles, was den Menschen zwischen Wiege und Grab ergreift, begeistert, schreckt — zur dichterischen Er-scheiuung zu bringen. Man kann sich in dieses Buch vertiefen, man kann darin schwelgen; man wird auch manches zu tadeln finden — langweilen wird es niemanden. Alles in dieser Rubrik Besprochene kann durch die hiesige Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr i beabsichtige, als unrichtig mit der Versicherung, «^ die Mnhamedaner diesen Entschluss niemals 1"» werden. M Athen, 12. Mai. Gestern stießen das gne^ Panzerschiff «Peneios» und das Torpedoboot ^l. bei Tenedos auf einen unter türkischer Flagge l?^ den Dampfer, der türkische Soldaten und 6 O!p ,^ darunter einen Major, an Bord hatte, und beleg«" , mit Beschlag. Es fanden sich 300 Martini-Gew^ mehrere tausend Stück Patronen, 6 Mitrailleup verschiedene andere Vorräthe vor. Der Major! ^ 4000 Pf. mit sich. Der Dampfer wurde nach 6"" g'bracht. M Athen, 12. Mai. Das Urtheil der Blatte ^ die Mediation ist getheilt. «Astu. billigt den M", ^ der Regierung und fordert die Presse, welche "^ nationalen Frage soviel Unheil gestiftet habe, zu ^. und Nachgiebigkeit auf. «Akropolis» sagt. dtt ^ scheidungen der Mächte müsfen respectiert werd^^ anderen Blätter sagen, es sei dringend noly^ ^. dass die Regierung die Vertheidigung derart ^ siere, dass, falls ein Friedensschluss unmi)M ^ die Fortsetzung des Kampfes unter möglichst Bedingungen erfolge. ^F, Paris, 12. Mai. Wie die Agence Havas ^. wurde zwifchen sämmtlichen Botschaftern "^ll«l stantinopel ein Einveruchmen inbetreff der den ^ vorzuschlagenden Mediation erzielt. Es gebe m ^ einige Formfragen festzustellen, die geg"'"""'» ^ Gegellstand des Meinungsaustausches zwischen europäischen Kabinetten bilden. . ^.Ml Paris, 12. Mai. Die Agenzia Stefan'" ^. aus Coustantinopel: Die Wächte haben .ly" ^, schafter beauftragt, der Pforte den Eintritt M" ^ Mittelung bekanntzugeben, mit dem EcfucY ^ sofortige Einstellung der militärischen Operation. ^ Admirale in den kretensischen Gewässern erh'e ^ ^ Verständigung der Mächte über den ElNw ^ Mediation mit dem Auftrage, die griechischen ^ abziehen zu laffen. __________ Telegramme. ^ Wien, 12. Mai. (Orig.-Tel.) Der Bombena" ^ Fock wurde von Sr. Majestät dem Kaiser i" länglichem schweren Kerker begnadigt. , e^ Wien, 12. Mai. (Orig.-Tel.) Se. l. und^^ der durchlauchtigste Herr Erzherzog Franz "^ ff nand ist vormittag« in Wien eingetroffen, >^ h»^' Sr. Majestät dem Kaiser vor und stattete 0" wuchtigsten Herren Erzherzogen Vesuche" ^ ß Wien, 12. Mai. (Orig.-Tel.) Es best"« ^ dass Seine k. und k. Hoheit der durchlauchtig ^ Erzherzog Franz Ferdinand "'^. ^r^ tretung Seiner Majestät des Kaisers be« " ^l biläumsfeier der Königin von England betc« Wien, 12, Mai. (Orig.-Tel.) Die Abe"^ melden: Abg. Dr. Menger fandte dem Viceblttgl^iB Abg. Strobach wegen eines in der gestrige"^>>^ des Abgeordnetenhauses gemachten beleidigenden 0 ,^z rufes seine Zeugen. Der «Wiener Allgemeinen 0^/ zufolge erklärte Strobach den Zeugen Dr. ?"^ könne weder widerrufen, noch Zeugen noMlN' ,^r Wien, 12. Mai. (Orig.'Tel.) In fortge!A<,F rathung der Enquete über die Reform bel .F, Versicherung sprachen sich die Exp rten der U" ^lp , für die Aufrechterhaltung der Krankencafsen, " O^ der Arbeiter für die unbedingte Beseitigung "" ^ , krankencafsen aus. ^c.„B^ Wien, 12. Mai. (Orig.-Tel.) Aus Obe^F. . Kärnten, Tirol uud Salzburg werden s^"Db^ ' fälle und Beschädigungen der Saaten und ^g ^ gemeldet. In Ferlach. Raibl, Brückt, ^e ^ Villach und Zell liegt der Schnee nahezU„ch^ > und hat nicht nur an den Culturen, sondern All ^ dein Wilde und den bereits ausgetriebene ^ Schäden und Verluste verursacht. , s.,^ , Abbazia, 12. Mai. (Orig-Tel.) DaS'^j ^ Königspaar ist heute früh vm FiuM« n^^ abgereist. Außer den Spitzen der Beh^d^<^ ein zahlreiches Curpublicum ein. Abbazw"'^^ sind beflaggt. Die Majestäten sprachen stcy „„d ^ mit Befriedigung über ihren Aufenthalt al ^ jj ^ sprachen im nächsten Jahre wieder zu kow ^F^ ,^ Lienz, 12. Mai. (Olig.-Tel.) Bei dessl ^n ^" Orleans fchlosfen sich zu Wagen dem ^ch d/ ,'" ^"^ ungeheure Menschenmenge begleitete. ^ Na^ /^^lhkn Einsegnung wurde der Sarg nach d»l^ Wofe gebracht, von wo der Sonderzug, in ^llmnz I'? "uch die Prinzen und Prinzessinnen von ^til al> > "be"' um halb 1 Uhr nachmittags nach lGtl?"' ^. Mai. (Orig.'Tel.) In Abänderung der do,, »"^Positionen haben der Fürst und die Fürstin ^ "Mllen heute mittags die duecte Fahrt nach »^^nngetreten. Angekommene Fremde. y,„ Hotel (eielanl. ^,,,^'^-Mlli. Excellenz Freiherr von Sztanlovics, k. u, l. 3"". l ,, ,""^"'aut; Valduga, t. u. l, Olienntendaut i Gijs;> l, "tb»l« ^bauptmann, Graz, — Lirhcimb. f. n. k. Oberst, Ml>u^^ Slwer. l. n. l. Oberstlieutenant, s. Gemahlin, Zara. Ml0s ^ «' i, u. l. Hauptmann, jllageufurt. — Sanchez, l. u. l Mell<,^7'u> -~ Jordan, Priester. Oörz. — Müller, Ielento, ^"!e» ^' /"^' Trieft. - Einblick, Eder, Hofbauer, Werner, i? ^>a,b °'^> Vraun. Ksite.. Wien. — Schönfeld. Kfm.. Brunn, ^"rid ."' «!M., Nassenfusl. — Dr. v. Ferrari. Vranzoll. -> ^l». ic>'Äram. — Mädger. Kfm., Nürnberg. "M » ,'/"". Vetter, lais. russ. Conful, Egyptcn. — Edler ^^wtls^ Falter, Kfm., Vrünn. Lottoziehung vom 12. Mai. ^>^ag: 10 38 7? 36 31. Unlogische Beodachtunsscu in ^aibach. ^^»^.^ ScelMe W6 2 m. >z ^^-^ H " "' N^'li' ^' 1'» S. schwach Schnee '!?il^. '34 6 2 6 N.schwach bewültt 1^, !dzz °> ^5-0, 1-9, N. mäßig ! Nebel !24>« ""ter f."^nn'tel der gestrigen Temperatur 2-5°, um ^ Mst ^,.^ Normale. «5« ^ ^anze Niederschlag ist Schnee. ^ /"llchfs Uedacteur: InliuS Ohm-Ianuschowsfv >!!„>°^ >v^s' wrun direct ab meinen Fabriken bezogen — ^, ^strki. !°^''g. von :l5 lr. bis st, 14'6«', per Meter — ^«! l'"d 2 «' c°"'"t. gemustert, Damaste ?c. (ca, 240 vcrsch, ^3 ^u» «^^' Farben. Dessins?c.)> sini-tc,- unä stouer-ß ^vek "luster umgehend. Doppeltes Briefporto nach c>tt„> ll)effentlicher Dank (895) 12-12 ^.kich, N"z Wilhelm, ^lpolhcler ill !1ic>l»lirchc!,, ^'ieder "'Nu»n^'°" brs antirhcumatischci! und antiarthlitischtu ^1 Hen„ ". '""s. Vlutreinigend flir Gicht und Nlicumatisums. ^^ 's zn?,^" in die Oeffcntlichleit trete, so ist es deshalb, v. '" Äic»,..t als Pflicht ansehe, dem Herin Wilhelm, ?lpo° ^>>^^ Archen, meinen innigsten Dank auszusprechen für die Dienste, dic mir dessen Vlutreinigunasthee m meinen schmerz» lichen rheumatischen Leiden leistete, und sodann, um auch andere, die diesem grässlichen Uebel anheimfallen, auf diesen trefflichen Thee ansmerlsllm zu machen. Ich bin nicht imstande, die mar« ternden Schmerzen, die ich durch volle drei Jahre bei N'der Witterungsänderung in meinen Gliedern litt, zu schildern, und von denen mich weder Heilmittel, noch der Gebrauch der Sch'vefcl-bäder iu Vadeu bei Wien befreien tonnten. Schlaflos wälzte ich mich Nächte dnrch im Bette herum, mein Appetit schmälerte sich zusehends, mein Aussehen trübte sich und meine ganze Körperkraft uahm ab. Nach vier Wochen langem Gebrauche obgcnannten Thees wurde ich von meinen Schmerzen nicht nur gauz befreit und biu es noch jeht, nachdem ich schon sechs Wochen leinen Thee mehr trinle. auch mein ganzer körperlicher Instand hat sich gebessert. Ich bin fest überzeugt, dass jeder, der iu ähnlichen Leiden seine Zuflucht zu diesem Thee nehmen, auch den Erfinder desfeu. Herrn Franz Wilhelm, so wie ich segnen wird. In vorzüglicher Hochachtung Gräfin Vudschin.Etreitfeld, Obcrstlicut,-Gattin. Empfehle den in meinem Laboratorium aus SomatoFe bereiteten Somatose-Malaga ein ernährendes, stärkendes und leicht verdauliches diätetisches Mittel. 1 Flacon = 2 Kronen (1 fl.); ferner das allgemein bekannte ]>r. Uufclaml» Magen- u. Verdauungs-Pulver (a27» r>°-17 in Orig.-Schachteln a 30 kr. Alleiniges Depot: Adler-Apotheke, Laibach JurölÖplatz neben der eisernen Brücke. Tiesbetrübt gebeu wir allen Verwandten, Freunden uud Velaunten die traurige Nachricht von dem Hiuscheiden unseres innigst gclicblcn. unvergess^ lichen Vaters, Groß», Schwiegervaters und Schwagers, des Herrn Al'sX ZOlenz Aushilfskellners welcher heute halb 2 Uhr nachts nach langem Leiden und Empfang der heiligen Sterbesakramente, im 63. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle des Dahingeschiedenen wird Donnerstag, den 13. d. M., um 4 Uhr nachmittags in« Traucrhanse unter der Trantsche Nr. 2 feierlich eingesegnet und sodann auf dem Fricdhofe zu Sanct Christoph zur ewigm Ruhe bestattet werden. Die heiligen Seelenmessen werden in der Dom-lirche gelesen werden. Der theure Dahingeschiedene wird dem frommen Andenke» empfohlen. Laibach am 12. Mai 1697. Die trauernden Hinterbliebenen. Eingesendet. Wir beehren uns dem P. T. Publicum die höfliche Anzeige zu machen, dass wir unser bisheriges Bierdepöt beim Herrn Odo Pammer in Laib ach aufgelassen haben. (2091) 3—2 Unser vorzügliches Erzeugnis, welches sich binnen kurzer Zeit durch seine besondere Feinheit und Milde einen allgemeinen Beifall erworben hat, wird nach wie vor in der Restauration des Narodni Dom» in Laibach zum Ausschanke gebracht. Indem wir um ferneren Zuspruch bitten, geben wir dem hochgeschätzten Publicum die Versicherung, dass wir bestrebt bleiben, durch gleichgute Qualität den bisherigen guten Ruf unseres Productes auch ferner zu bewahren. Böhmisches Actien-Brauhaus in ZBio.cL'weie. Laibach im Monate Mai 1897. Nudolf Schleimer als Bruder gibt schmerz-erfüllt im eigenen sowie im Namen seiner Ver< wandle» die tiefbetrüdeude Nachricht, dass sein uu« vergesslicher Bruder Ilohanu Schleimer Beamter der Firma I. Kosler K Conip. Mittwoch, den 12. d. M., nach langem Leiden im 29. Lebensjahre saust verschieden ist. Die irdische Hülle des theure« Verblichenen wird Freitag um 3 Uhr nachmittags znr ewigen Nnhe bestattet. Gottschee am 13. Mai 1697. (Statt jeder besonderen Anzeige.) Danksagung. Für die vielcu Beweise des Beileides, die uus aulässlich der laugwierigeu Krankheit und des Todes uuscrcr uuvcrgessliäieu, innigst geliebten Mntter, bezw. Schwicger- und Großmutter, der wohlgeborenen Frau Josesine Kozina geb. Gosar zuthcil wurden, insbesondere für die schönen Kranz» spenden und das lchte Ehrcngeleite sagen wir hiemit unseren herzlichsten Dank. Laibach am 13. Mai 1897. Die trauernden Hinterbliebenen. Course an der Wiener Börse vom 12. Mai 1897. «a« b«m oM«««, 5°^«»««. K^/ '"'l?« «^^ "l «t. 102 0b ! ^ " lb4 l»l) Ibb zo ^ - l«1 !<0 101'40 'lu^n »,U .»- »«'"«36- . "»U »>?'?l. «7»ü ««»» Staale znr ^a«n«, i«!»»r»i>MA,r»t <«ln»».'Vr<»t.' El« u, »«« Vi. 4°/, »b l3°/„ ». s». , . . lie»0 ll?-8« lllllabtthbahn, «><> u.«0 W, ÜNU Vi, 4"/„..... lLl'l.« l2i!'— ifrai,z.I»l«Uh.V., !tm. ll>»4, 4°/, v»N0 l«0'ü^! G»4, , 4°/, (div. V»,1 's., f, l0 lO0 »U Uüll «üldrent, 4°/» pt? «a«s 1L2 »0 ILll b0 dt° blo. per Ultimo .... 1«« 8U l»2 d0 t>lo, Nnite in ifroneüwähr,, 4°/,. ft fuerlrtl Mr LlKittlllneü Nnu, »3 7b »9 W 4°/„ dl°. dto, per Ulttmo . 9»?t, NS vü dl0.El.!t.«l,«nlblNUfi..4'/," l»2'b0"i»3' - bto, bl«. Oilber lun ft.. 4l/,",, lvl'»o 1U« »l» bto. E!a»t»-0l>li«. (Nn,, O«l>> v, I, l«7«, b°/»..... l»U 50 l»i L0 t.lo,4»/,°/, Schllntreaal.»lbl,^'bl, 100 »0 »M 50 blo. P<äm.««nl, k ldN fi. », W, 154-50 1!,5 Lb bt«, dlll. il bn st, l. W, 15»--'54 - tht!h.«,«.°L°1t 4°/^ IU« fl. . Z41 - 14«— Grund«ntl< > «ybligallon»» ^sür 10« st. «M.) . 4«/> lloatücht und slavunllche 97-50 98'— 4»/» ,mya?«ch« (1U0 fi K.U.) , »?'»0 9»Ü0 Andtt» 2ss,ntl. Anl»h»n. D°„all'Ne«,.Lllll 5°/„ . . . . 1l>8 - 11!» t>0 b»o, °Nnl»ih, <»7« , . l08'b0 ^ - «nlehen d,i Stadt «örz, , . N»'50 - '- «lilrlrn b, Gtllbtgemelnd« Wlen 104 25 105^l> «nley«, d. Gtadtgrmrlnbe w!tü ^Nllbsl odei »°IK^. . . , 1»?-«t>'2»5<' Prämis» Änl. b Otadtul«. WIcn '»!»-- l«U «0rftbau«lnlehrn. v«!o«b, b»« »on 50 lUi »5 4«. »c«,w»r »anbf«.«nl««,t» s» ?b 9» »b ««Id «a« (für »oa ft.). V°bci.«ll«,»ft.«n50I.verl.4°/» 98 «o 1«>80 dt°. PcÜm..Vchld». »°/°.' ««- "8-.119- bto. dto. »'/«l>. V«. li? - 117 ?l. N,.efterr.2and««.H»,P,'«nft.4°/<, »s 8l) 10080 Veft..un8«°nl v«ll. 4°/o - . 10010 101- dt«. dto.üOM. „ ^°,- . loo'10 101'- ,lioritzl,.Gl,ll,«l«°n»n (,ül 10« st.)- Ftrdlnaod^Norbbahn tm >»»ö lOO «0 ioi »0 OeNerr, NordweNKaw, - 111 iu ii» K, 3ta°t»l>°l,"3/^F««,5l'l'P,S. _.--------.__ Tüdbahn »°,„ l» Frc«, ü0<> p. Et. l7?2ft „g,,., dt°, 5°/.i» »ou ft, p. wu fi. ILßbUiz,?^ Ung,»aal/° Unttll«!nel «ab'>ep - 99 !»0 100 — z«°»ls, fol« ^p«r Vtült), «udapest^astllc» (Dombau» «75 ? ^ «rebl»l°!e 10" st .^ - - "«II, "»»" Ole,,« Lok 4!' ft, , , ' ' «„. »:." aiothen N^uz, U„n.«c! V,5fi. l« »« 1» »" «udolph-llolc 10 st..... «'-' ^ It..«enl>!«-«u,s 4«, st, «« , ?4'- ?4'5U Waldfteln i«ll!e »>» N l!M. . 60- »2-Gewwstsch, b. 3V°Pr»bchuldv, d. «»denritditllnUnll.l.Em. lbbu i,l! dto, bto, U, »w i!. «Ost. — - — .. bt«, dto, per Ultimo Septbr. 86150 3«« — Cllditbanl, «Nz. unz., »00 ft. , 8»U b0 89I50 Depofiienbanl, «N«.. »00 fl. . 223't»0 2«k" tlcompteGtj.. sldrbft., 50« N, ?»s - 740 - 5 — Unimibanl »l«! fi...... »89 bU 230 50 «,rlehr«b»nl, «ll».. 140 fl 175- I?« - Atll»n oon Glansposl' Dnt«ln»h»«ng»n (per Vtüel), «lusftg'lepl, «isenb. »00 fl. . . IN30 1S40 V0l>m, Nmbbahn 150 st, . »S7- ««? 50 V,lscht!ehrad,c Ei,, 500 fl, «Vi. 1H00 1010 dto, bto, (lit. U) »0« st. . 559'— 559 75 Donuu ° Daulpfichlffahrt« « ««>., Oesterr,. 5<><» fl, «M. . . . 4»0 - 48» -»ul'N°benbncher«.'«.»0Oft.O. «4- «b -yeldwailb« «ordb, lOOO st.EM. »49!, «505 2emb.< «jernow.'Iassy > «isenb.» Hsselllchllft »W st. V. . . . »8K - 287— Lloyb. Oeft.. Tnest,5N0st. «M. 8«? - 8?« -Oeste«. Nordweftb. »oo st. L. . »so 75 ,»i-. dto, btn. lüt, U) »00 st, «. 2<,3'5<» zg4— Prau'Duier Vilmb. 1!,0st. G. . 91— 92 Vtaatlelsenbahn 200 st. G. . . 85t' - 3t>4'k(> Vüdbahn »oa fi. V.....76- '<ü Ü0 südnordb. «jtlb..«. »00 ft. «M. 2l» ?!, «4 -lr«»vay'««s.,«!..»?«st.«.«. 41»'- «l - dt,. »».tW?.lM«. . . . —'---------- »eld Wa« lr,»wau»»«I., «eue Wc., Orto» r»lHt«<«ltNtn 100 ft. ... 10» 50 104 -Nng.Hllllz. «isenb. 200 fl. b»lb« »08 ?t» 2^9 ?5 Ung.!«eftb.(»illllb «raz)»»Ofl.G. »0860 ,09 50 W<,ne<- ii<>c»lb«,hnen««1. — — ,^y,_. ZndufirtH-Atti»» (per stück). «au««!., «llg. »st., »00 st. . . 91— 9« _. «gy^ier «!°«tjsN3 — Wienerberzer Zi,,el>Uc»len>»«l. »17 — »19 — D«Uls»N. «mfterdnm....... 99 0!» 99 «5 Deutsche Platzt...... 55 «5> 588^ Uondo»........ 119 LO lW — Pari»......... 4?«?, « »7, T». Peter«bur«..... 1,7 - 1« i»u Halultn. Ducnlen........ z L? z,,9 »U°Fr