^U»5.______ ________Donnerstag, 8. Mai 1890. 109. Jahrgang. Aibllcher Zeitung. «««^^"«"""spltie. ^^ Postvclss » d » ng : aa»z,ähi<« fi. lb, Halbjahr!« fl, 7 50. Im . Mi die «usttllung i»s Hn», ganzjähr!» fl, ,. - Instr«°n»qtl>»r: ssür """e ^»^ratr bi« zu < Zeile» 2» lr,, gröhle per Zelle 8 lr, ^ bei öfteren Mebrrliolimne» per Zclle » li. Die «Laibachtr Zeitunz» erscheint lüglich mit Nulnllhme der Honn» und Feiertage Die «ldmiulftlailon blfinbet sich llongressplah », die «tvuctl»» lvllh»hofglls!e »4. Sprechstunden der Redaction tllnlich von l0 b!« lli Uhr vormittag«, — Unfrankierte Nrlese werden nicht angenommen und Vianuscripte nicht zurückgestellt. Umtlicher Hheil. An ^' k- und k. Apostolische Majestät haben mit ^«höchster Entschließung vom 28. April d. I. dem U'^'Obercommissär der Grazer Polizei-Direction ""N Hölzl den Titel und Charakter eines Polizei« l"M mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu ver» '^n geruht. __________ Taaffem. p. Nn ^' k' ""d k- Apostolische Majestät haben mit U"Mter Entschließ.lng vom 30. April d. I. dem A^or ml der Staatsrealschule in Klagensnrt der o Aelschker das goldene Verdienstkreuz mit «rone allergnädigst zu verleihen geruht. t>ez ?" Ministerpräsident als Leiter des Ministeriums Cut,,,' "" ^ den bei der k. und l. Mission in Eta«^,'" Verwendung stehenden lüstenländischen ^.Merei. Secretär Johann Karabaic zum ^^Mlfttmanu in Dalmatien ernannt. Nichtamtlicher Mil. Verhandlungen des Reichsrathes. <>. — Wien, l'». Mai. dez H^ Abgeordnetenhaus begann heute die Berathung zllliljH "^..des Handelsmittistcriums. In Debatte stand zu ^.."tel «Ceutralleituug» des genannten Ressorts, Älz ^?^ sich zahlreiche Redner vormerken ließen, der ^ ''^ sprach der Abgeordnete Dr. Groß, worauf lllnyf"""delKn,imster Marquis von Bacquehem eine er die S?„ programmatischen Inhalts hielt, in welcher Politisch !^ung der Regierung zu deu actuellen haudels-be>veg^" "?'b socialen Fragen, insbesondere zur Arbeiter» dr« Uii„is/'"^^"b erörterte. Die Auseinandersetzungen ^kifall z^«^ erweckten das lebhafte Interesse und den Al,° ganzen Hauses. l'tiit in ^^' Gruß bedauerte den Mangel an Stabi« reich. 3>^" zollpolitischen Verhältnissen von Oester-laut,; leu. ^ "li" die Zolleinigung mit Deutsch. , ^dem s^ ^'^ ^ezu aber keiue besondere Neigung, lores, h^ l "'^ l"ne Stellung in Deutschland ver. ?ber t»p/' ,'Uche es sich im Orient schadlos zu halten, bereif "handelspolitische Cinflus« in Serbien sei !"it Nun -' . '" Schwinden, und durch den Zollkrieg Ungarn ?"^" ^"be nicht Oesterreich, sondern nnr llbelh^,^°!lt>clt. Die österreichischen Interessen werden ^>„« '^^l!s,l,,,> nachgesetzt, und die Schutz» zolle nilhen nichts, so lange die österreichischen Märkte mit ungarischem Getreide überschwemmt werden. Redner sei nicht für eine Wieberaufnchtung der Zollschranken zwischen Oesterreich und Ungarn, die Ungarn mögen aber bedenken, dass man in Eisleithanien keine Ursache habe, gegen solche Zollschranken zu eifern. Redner wünscht, dass die Regierung die nöthige Kraft entwickle, um den Sonderwünschen Ungarns stets erfolgreich entgegentreten zu können. Handelsminister Marquis Bacquehem richtete die Aufmerksamkeit zunächst auf die staatliche Förderung des Localeisenbahnwesens. Trotz der großen Auslagen für die Staatsbahnen in Böhmen und für die Legung von zweiten Geleisen sei im verflossenen Jahre doch sehr viel für die Anlage von normal» und schmal» spurigen Localbahnen geschehen. Und seit dem vorigen Jahre sind wieder 420 Kilometer Eisenbahnen gebaut worden. Die Vorsorge gegen den Waggonmangel führte zu einem genauen Studium des Bedarfes der Privat-bahnen. Auch dem finanziellen Gebaren der letzteren wurde eine besondere Beachtung zugewendet. Der Mini» ster anerkennt, dass in einem speciellen Falle die Regierung bei einer Privat-Nahngesellschaft einen Erfolg durch das bereitwillige Entgegenkommen der ungarischen Regierung erzielte. Der Minister weist mit Befriebi« gnng auf das vom steiermärkischen Landtag beschlossene Gesetz hin, wornach zur Durchführung nothwendiger Localbahnen ein Anlehen von 10 Millionen aufgenom-men werde. Dadurch sei eine einheitliche, planmäßige Durchführung des Localbahnwesen« in Steiermark ermöglicht. Der Handelsminister gedenkt hieraus der bald ins Leben tretenden Institution der Zollbeiräthe, wodurch einem alten Wunsche der Kmifmannswelt ent-sprochen worden sei. Der Minister kommt dann auf die Entwicklung von Handel und Industrie zu sprechen. In Bezug auf Rumänien erinnert der Minister daran, dass im Jahre 1892 die Handelsverträge desselben ablaufen und dass es daher zu einer Regelung seiner handelspolitischen Beziehungen schreiten werde. Diese Gelegenheit werde in jenem Lande die richtige Wert' schähung des Entgegenkommens herbeiführen, welches Oesterreich den ökonomischen Interessen Rumäniens im Wege einer auf Gegenseitigkeit beruhenden Vereinbarung jederzeit zu widmen bereit ist. Auf die Arbeiterfrage übergehend sagte der Minister: Meines Erachtens war die Haltung der Staatsbetriebe gegenüber der Förde-rung der Einstellung der Betriebe am 1. Mai eine selbstverständliche. Die Staatsbetriebe konnten schon au« höheren principiellen Gesichtspunkten gegenüber der Forderung eines willkürlich dictierten Feiertags nicht anders handeln. Das hohe Haus müge mir aber eine ernste Erwägung gestatten. Von den Agitatoren wird es begreiflicherweise unterlassen, den Arbeitern vor Augen zu halten, welche Fortschritte der Nrbeiterstand in Bezug auf die Sicherheit seiner wirtschaftlichen und socialen Stellung in der letzten Zeit gerade in Oesterreich gemacht hat. (Lebhafte Zustimmung.) Wir dürfen uns denn doch mit einiger Befrie-digung sagen, dass die Beschlüsse der Arbeiterschuh. conferenz in Bezug auf die Regelung der Sonntags« ruhe, der Kinderarbeit, der Verwendung der jugendlichen Hilfsarbeiter, der Arbeit von Frauen beim Betriebe industrieller Unternehmungen sich im Rahmen der bestehenden österreichischen Arbkiterschuh-Gesetzgebung bewegen (lebhafte Zustimmung), ja. dass unsere Gesetz» gebung durch die Feststellung des Maximal'Arbeitstags für Arbeiter überhaupt über die Berliner Beschlüsse noch hinausgegangen ist. Diese Gesetzgebung, und zwar unter gleichbereiter Mitwirkung aller Parteien geschaffen haben, ist ein unvergängliches Verdienst des hohen Hauses. Gegenüber dcn Ausschreitungen irregeleiteter, verhetzter Massen aber, von denen sich die Arbeiter besonnen ferne zu halten verstanden haben, ist es die Pflicht der Regierung, durch rechtzeitige, ausreichende und entschiedenste Maßregeln in den Bürgern des Staates die Ueberzeugung zu festigen, dass sie und ihre Arbeit, ihre friedlichen Vetriebsstätten, die Früchte des Bürgerfleißes, unter dem wachsamen und starten Schuh der Staatsgewalt stehen. (Lebhafter Bei« fall und Händellatschen. Der Minister wird vielseitig beglückwünscht) Abg. Ritter ',von StaUh erörterte die Bedeutung der Tauernbahn. Durch Hebung des Ackerbaues, der Industrie und des Handels sei diese Bahn von bei höchsten Wichtigkeit für das Reich. Außerdem sei sie die kürzeste Verbindung zwischen Nordeuropa und dem Orient und werbe daher nicht bloß zur Entwicklung des Emporiums von Trieft, sondern auch für da« ge-sammle internationale handelspolitische Interesse von Oesterreich von hohem Werte sein. Abg. Hiegl ver-misst in der Rede des Handelsministers die Bespre« chung der gewerblichen Fragen. Redner besprach die nachtheiligen Folgen der Gewerbefreiheit von 1859, welche durch die Novelle vom Jahre 1883 einigermaßen eingedämmt wurden. Leider versäume man es aber, auf dem 1883 beschrittenen Wege energisch vorwärts zu gehen, und z. V. die Sonntagsruhe bei den Handelsgewerben einzusühren. den Befähigungsnachweis Jemll'eton. Die Partner. Aus dem Englischen. Ill " "Must d" Weileren Entwicklung der erneuerten Part-., Wn-i A t""k a«»« unerwartete Wendung ein. ?^Uet bn ^"l'che Grube, in der sie lange fruchtlos go Ä> gampn'^'^ sich Plötzlich als eine der reichsten 5"'ge. 2 ^lederlllssung und lieferte nun Gold in ^ E^""d sie früher kaum die Arbeit gelohnt Besses ... 5 « te deu Gegenstand des allgemein.'» Der-^ beides. >r: ei,,, l"?bschaftebund wurde hicdurch nur noch n?^K Gun»' H ldyllische Freundschaft hatte man in !^°e N,w "^ "'Hl gesehen. Man zollte ihr ge- c betraf """berung. bis ihr der Unfall, der Valla-t^Vtan,,^."' die charakteristische Sorglosigkeit 11' Aallür / ^"'lsacht hatte, ein jähes Ende berei-ö/Ü Ion, ali.!°.^ "ah der Stadt, um die gericht» Me "z '"alttaten m Bezug auf das Eigenthum der U'le zu älli.""- As er sein Pferd fattclte, fiel seine ? bes Ns?>ä" Voden, und zwar zwischen die Hinter->hebe/^es Unbedachtsam bückte er sich. um sie H«n f"lch'tb,° '^ua das Pferd aus und er erhielt ""tt N"" Schlag. Die Wunde war tödlich, und k8 , H°W ..Ü'^! ""der genesen. '"e bossm« 'hu in die Hütte; er sah wohl, dass " nnung auf Rettung gab. «Mit mir gehle zu Cnbe, Kamerad,» stöhnte Ballaret. als er auf semem Bette lag und die Hand des Freundes in der seinen hielt. «Sag das nicht, bist ja nicht so schwer verwun» det,» sagte Poggy mit einem ungewohnten Zittern der Stimme. «Das weiß ich besser. Kamerad, das Pferd hat mir den Gnadenstoß verseht. Wir waren gute Freunde, du und ich. aber du wirst dich nun schon ohne mich behelfen müssen. Nichts hat unsere Freundschaft gestört, als dein Liebäugeln mit den Weibern. Freilich, du warst jung uud hast nicht besser verstanden. Es hat mir doch leid gethan, dass wir uns darüber herum» gebalgt haben. Aber jetzt ist das ja vorüber. Hör mich an. Kamerad, ich hab dir 'was anzuvertrauen, und die Zeit ist kurz. denu bald lieg' ich unter der Eide. Aber gib mir ein Schluck Wasser.» fuhr er nut schwa-cherer Stimme fort, «denn es brennt mir wie Feuer im Leibe.» Poggy allein erfuhr, was der Verwundete am Herzen hatte. Die Goldgräber, die sich thellnehmend vor dem Eingang der Hütte versammelt hatten, hörten ihn nicht. Der Anblick Ballarets, der in den Armen seines Freunde« lag, ihm in fieberhafter Hast etwas ins Ohl wisperte, hatte etwas an sich. was die Menge — so roh sie auch war — in anständiger Entfernung hielt. Ehrerbietige Stille herrschte unter den Goldgräbern. Eudlich machte sich Ballaret aus den Armen seines Freundes los und sagte: «Ich will die Leute da sehen, bevor ich gehe. Vielleicht wollen sie mir noch ein Wort sagen. Ja, ich mach' meine letzte Reise,» sagte er mit einem Anflug von Scherz. «Das Oel geht aus. Das Sterben scheint einem gar leicht, wenn man nur so davon spricht, es fällt aber schwer, wenn man daran hält. Ihr seid alle Zeugen, das« ich meinen Antheil an der Grube dem Poggy da vermache. Er weiß schon, waS er damit zu thun hat. Die Grube hat massenhaft viel Gold. Lebt wohl. Jungen«, das Reden kommt mir schwer an.» Er sprach mit größter Kraftanstrengung und hielt öfter inne, wie um seine Gedanken zu sammeln. Dann erhob er sich nochmals, sagte: »Vott mit euch!» und sank erschöpft zurück. Schwer athmend lehnte er sich an seines Partners Schulter. Da nährrte sich ihm einer aus der Menge und drückte ihm schweigend die Hand. Die übrigen befolgten das Beispiel, dann nmstanden sie wieder bewegungslos den Leidenden, der nicht mehr zu wissen schien, was um ihn vorgieng. «Da ich zu viel Blut hab. hab ich ihm davon gegeben. 'S ist ja nichts dran, ich hätt's für jeden gethan.» murmelte er noch; bald hörte man ihn röcheln und — Ballarets Wunden waren für immer geheilt. Dem Poggy Scott gieng der Tod seines Gefährten gewiss nahe, aber äußerlich zeigte er keinen besonders tiefen Kummer. In Iackaß Gully, wie in allen Goldgräberdörfern, galten stürmische Schmälzens-lundgebungen für ebenso verächtlich, wie Sentimentalität. Beides war unvereinbar mit der Manneswürbe eines Goldgräbers. Wahrscheinlich trug Poggy seinen Schmerz deshalb nicht zur Schau. Als aber Ballaret beerdigt wurde, lieh Poggy sich es doch nicht nehmen, eine Art Vrabrede zu halten. Er selbst hatte das Grab gemacht und sprach nun, den Laibacher Zeitung Nr. 105. 856 8. Mai 1890. auf gewisse Fabriksbetriebe auszudehnen, die Agenten abzuschaffen, den Hausierhandel einzuschränken, u. s. w. Redner erwartet, dass sich die Regierung noch entschließe, den Wünschen der Gewerbetreibenden zu entsprechen und die betreffenden Reformen in Angriff zu nehmen. Abg. Plaß empfiehlt der Regierung die Unter» stützung der nothleidenden Stahl- und Messerindustrie in Oberösterreich. Abg. Freiherr lion Kübeck weist auf die sociale Bewegung hin, welche es allen Staaten zur Pflicht mache, dieser Bewegung eine der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung augepasste Richtung zu geben. Mit bloßen Palliativmitteln sei dabei nicht geholfen. Es sei zu bedauern, dass gerade in dieser Zeit sich die Staaten gegenseitig durch die Schutzzölle so viel als mög» lich zu schädigen suchen. Redner anerkennt, dass in Oesterreich bereits viel für die Arbeiter geschehen ist, wünscht aber noch die baldige Einführung der Arbeiterkammern und der Einigungsämter. Redner spricht sich gegen eine Zollunion mit Deutschland au«, und empfiehlt dcr Regierung die besondere Berücksichtigung der DonaU'Dampfschiffahrts-Gesellschaft und des öster« reichisch-ungarischen Lloyd. Abg. Dr. Kozlowsti begrüßt es mit Befriedigung, dass sich in Bezug auf die im Jahre 1892 eintie» tende handelspolitische Action die Regierung mit den Parteien in Uebereinstimmung befinde. Gegenüber der russischen, amerikanischen und indischen Getreideconcur-renz und der englischen Concurrenz in Industrie-Artikeln sei die Schaffung eines mitteleuropäischen Handelszoll« bündnisses das beste Mittel der Abwehr. Er und seine Partei verlangen das volkswirtschaftliche Selbstbestim« mungsrecht des Reiches. Deshalb würden sie zwar für einen österreichisch-deutschen Tarifvertrag mit Zwischen« zollinien, nicht aber für eine vollständige Zollunion eintreten. Redner empfiehlt zum Schluss insbesondere die Wahrung der landwirtschaftlichen Interessen von Galizien und erwartet, dass der gesetzlich festgestellte Termin für die Verstaatlichung der Karl-Ludwigbahn pünktlich eingehalten werde. — Der Titel «Centrale» wurde hierauf angenommen. Bei Titel «Vewerbe'Inspectoren» verlangte Abg. Kaiser eine Vermehrung derselben. Dieses Institut habe sich als sehr nützlich erwiesen, die geringe Anzahl der Inspectoren mache es denselben aber unmöglich, allen ihren Obliegenheiten zu genügen. Er besprach noch die jüngsten Vorfülle in Nielitz. Wagstadt und Fuluet uud erklärte, dass hier die Gewerbe-Inspectoren begütigend hätten eingreifen können. Die Debatte wurde hierauf abgebrochen. Die Abgeordneten Sftindler und Genosseu interpellierten den Ministerpräsidenten wegen des Circulars des Bezirkshauptmanns Slezak in Kuttenberg wegen Unterdrückung jungczechischer Kundgebungen. Die Abgeordneten Iaques und Genossen urgierten die Erledigung ihrer Interpellation wegen Pensionierung von Staatsbeamten mit anstrengendem Dienste nach fünf-unddreihig Jahren. Abgeordneter Tür! uud Genossen interpellierten wegen einer Reform des Expropriationsverfahrens. In der Nbendsitzung des Abgeordnetenhauses interpellierte Stcinwender den Obmann des Iustiz-ausschusses wegen der Berathung des Gesetzentwurfes gegen dm Ratenschwindel. Dr. von Tonkli erwiderte, man könne nicht den Abgeordneten eine zehnstündige Arbeitszeit zumuthen, er könne nicht die Verantwortung übernehmen, dass das Gesetz jetzt erledigt werde. Das Gesetz, betreffend die Erleichterung des Legalisierungszwanges wurde in der Fassung des Herrenhauses an- genommen, ebenso das Gesetz wegen nachträglicher Aenderung des Finanzgesetzes für 1889 anlässlich des Ankaufes der Domänen der Alpinen Montangesellschaft, ferner die Gesetze, betreffend den Aichstempel auf Fäs' sern, betreffend die Steuerbefreiung für die im In-lande erbauten Schiffe und betreffend die Statistik des auswärtigen Handels. Beim Gesetze, betreffend die Steuerfreiheit der im Inlande erbauten Schiffe, erklärte sich Abg. Keil gegen die Befreinng der Schiffe von dcu Landes- und Communalabgabei'. Mmisierialsecretär Beck erwiderte, die Befreiung vou der Staatssteuer bewirke auch die Befreiung von den Zuschlägen. Beim Gesetzentwürfe, betreffend die Statistik des auswärtigen Handels, bedauerte Baron Schwegel. dass das Gesetz nicht im Einvernehmen mit Ungarn geschaffen wird und verlangte eine nachträgliche Verständigung mit Ungarn. Handelsmmister Bacquchem erwiderte, der Verkehr der diesseitigen Reichshälfte sei viel interessanter und reichhaltiger als jener Ungarns. Das Haus setzte dann die Budgetdebatte fort. Abg. Eichhorn verlangte die Ausdehnung der Oewerbe-Iuspection auf gewifse Transportunternehmungen, ius-besondere Tramways. Sodann wurde die Verhaudlung abgebrochen. Die nächste Sitzung findet morgen statt. Politische Uebersicht. ( Min ister ' Conferenzen.) In der am Montag unter Vorsitz des Kaisers abgehaltenen Mi» nifter>Conferenz wurden die Berathungen über das gemeinsame Budget endgiltig zum Abschlüsse gebracht. Die gefassten Beschlüsse haben das von uus kürzlich bereits gemeldete Ergebnis der Berathungen nicht alte« riert. Das Erfordernis des Heeres wird im Ordina-rium und Extralv feststellen lassen. (Aus Ungarn.) Wie gemeldet wird. soll v" ungarische Handelsmiuister Baröss schon iu der nach' stell Zeit den Gesetzentwurf über die Sonntagsruhe'w Reichstage unterbreite, welcher ganz im Sinne del Beschlüsse der Berliner Arbeiter-Schutzconferenz gchM' ist, Die gegenwärtige Session des Reichstages w'.rv, wie die «Bnd. Corr.» meldet, sofort nach E/ledigM deö Gesetzes Mr die Decentralisalio» der königliche Tafeln, wahrscheinlich schon am Samstag, gesäM"' uud die vierte Session am nächsten Montag elbftlw werden. (Der deutsche Bundesrath) stimmte ve> Gesetzentwürfen, betreffend die FriedensP'äsei'M! des delitscheu Heeres, sowie dem Nachtragsetat zu. ^ FriedenspräsenMlke beträgt, ungerechnet die ^l'M'' gen, 480,983 Mann. Die Armee besteht vom 1, October an a»s 538 Bataillonen Infanterie. 465 SÄ"» dronen Cauallerie, 434 Batterien Feldarlilleric, 31 ^ tericn Fußartillerie, 20 Pionierbataillonen. 21 Tra'" batailloneu; einmalige Ausgaben 31.500.000 MN, dauernde inclusive Vaiern 1.800.000 Ma>k. D.'e 3"" artillerie ist gegen die französische noch mit 46 Aal rien und 775 Bespannungen zurück. ,, (Die Affaire Panica.) Die Anklage gM Panica weist durch zahlreiche Documente nach, " > die russiche Gesaudtschaft in Bukarest seit 1888 a" ve° Sturze des Prinzen Ferdinand arbeitete. Zah"^ hohe russische Beamte sind daran betheilicsi. dan" der Chef des asiatischen Departements im M">tH des Aeußern. Das russische Cabinet gab ausdr^ seine Zustimmung znr Verschwörung, ans N", ^ sind große Summon zur Vestechuug' vou Depune und anderer einflussreichen Personen nach ^W^s geschickt worden, und war ein ruPscher General be zur Uebernahme der provisorischen Regierung VmsM nach dem Sturze des Fürsten Ferdinand M"" Rllssland wollte dann den Mächten drei Thro"" didalen vorschlagen, darunter einen slavischen. ^, (Präsident Caruot) unterzeichnete das " cret, durch welches die Organisation des fl'au^i'!^ Generalstabes ergäuzt wird. General Mnbel lm ^ zum Generalstabschef ernannt. Das Dccret M"" , weiter die Eintheilung des Generalstabes '"Hl" Sectiouen. Im Kriege begleitet die eine beu z< besehlshaber, die andere bleibt bei der Central!". Verwaltung. .,^< (Beleidigung des serbischenOff'^n corps.) Iu einer der letzten Sitzungen der >^Me Skupötiua hat drr Deputierte TajZic dal.'" ^z Officierscorps gröblich beleidigt. Das Offices ^, wollte deshalb Tajsic, der einer der Führer oer ^ dicalen ist, zur Verantwortung ziehen. Der ^c ^. minister musste deshalb den Hauptmauu O.^'A^Bt kovic verhaften lassen, weil dieser durch en» ^ ^» qeqen TaMö die Immunität der Abgeordnete» "e wollte. 'Hmlls) (Das Schicksal des Boulang'sn .,i ist. wie sogar die demselben bisher dienstbar gel,^ Pariser Blätter bestätigen, dlirch die lächerliche "^-läge besiegelt, die derselbe am Sonntag b^ide^^^, Wpaien m oer Hano: «Cr war wlNlict) em guter Partner. Ja, das war er mir beinah? drei Jahre lang. Einen besseren kann ich nimmermehr finden. Er ist weggegangen, nun bleib ich allein, um die Grube zu bearbeiten. .Nun frag ich euch, Kameraden, wenn euch euer sterbender Partner um etwas ersuchen würde, möchtet ihr's nicht thun? Ballaret hat sein Herzblut für mich hergegeben, und als er im Sterben lag, sagte er: Du sollst mir eine Freundschaft thun. Nun, Iun-gens — fuhr Poggy etwas verlegen fort — ich hab versprochen, dass ich's ihm thu', das ist doch nur ehrlich gehandelt. Ich muss aber für eine Weile weg, ums auszuführeu, und unterdessen müsst ihr nach meiner Grube schauen. Ich komm zurück, wenn's gethan ist. Ballaret hat mir das Leben gerettet, ich hab ihm versprochen, dass ich seinen Wunsch erfülle.» Ohne sich in weitere Details einzulassen, fuhr Poggy fort, das Grab zu füllen, dann nahm er Spaten uud Schaufel auf die Schultcr und kchrte in seine Hütte zurück. Am nächsten Morgen verlich er die Nieder-lassuug und lenkte sein Pferd auf den hügeligen Weg. der nach Melbourne führte. -5 Während Poqqy's Abwesenheit zerbrachen sich die Goldgräber den Kopf über seine Mission, aber es kam nichts heraus. Schließlich einigte man sich dahin, dass rr dem Todtcu gegeuüber irgend eine heilige Verpflichtung übernommen haben müsse. Nach vierzehn Tagen lehrte Poggy zurück, aber lnchl allein. Er k.m in einem alten Federwage», an- gpfahren, neben ihm faß eme Frau und an den Seiten des Wagens lugten so viele kleinere und größere Köpfe hervor, dass es den guten Lcuteu ganz unmöglich war, über ihre Zahl ins reine zu kommen. Augenscheinlich war hier etwas Außergewöhn, liches vorgegangen und mau erwartete mit Spannung die Lösung des Räthsels. Man hoffte zuversichtlich, dass dieselbe bald erfolgen würde, und versammelte sich in erwartungsvoller Stille auf dem Platze vor dem Wirtshaufe. Nachdem Poggy fein Gefolge sorgfältig vom Wagen gehoben und in die Hütte geleitet hatte', gieng er geraden Weges auf die versammelten Goldgräber zu. Sein Gesicht hatte einen sehr ernsten Ausdruck; ohne w itere Einleitung, als ein einfaches «Guten Tag. Iungens!» begann er etwas zögernd: «Es ist Ballarets Weib und seine Kinder; eilf siud's, von allen möglichen Größen und Sorten. 'S sind männliche und weibliche darunter. Als der Ballaret im Sterben lag und mir sagte: Mein Weib und meine Kinder müssen versorgt werden, jetzt, wo die Grube so viel abwirft, da sag' ich: Natürlich. Er war gar hart gegen mich, als ich Weibern nachgieng. jetzt aber sagte er mir: Ich war hart gegen dich. weil ich halt an mein Weib gedacht hab. Sie war mir ein schweres ttceuz, wir haben uns schlecht vertragen, da diu ich ihr durchgegaugen uud hab ihr die junge Brut gelassen. Jetzt will ich aber doch was Rechtes'für sie thun. Musst nach ihr und den Kindern schauen, Poggy. Und mein r Trcu, das hab ich gethan — rief der jun^ Mann, kühn um sich blickend. Ballaret h"^h Herzblut für mich hergegeben, ich will's ihm ^l uud Kiud vergelten. Musst den Kindern oe> ^„ ersetzen, hat er mir gesagt. 'S sind ellf. vo' ^ Sorten, und die Alte ist auch keine Schöw'^ ^ stehen die Sachen, Kamemdeu. Sie haben « ,^t Ballaret gehört, jetzt gehöre,, sie mir. Es m «^ z>> leicht sein, so plötzlich eine F.nnilie auf d"' "^ iäj bekommen, aber ich hab mein Wort gegeve" will's halten.. . ^„-Hiltle Damit wandte er sich um, kehrte '" ^ M zurück, und man hörte ihn nie mehr cm ^« ^D die Sache sprechen. Dell biederen Goldgräbern ,^si die Sache sehr komisch, und die allgemeine >v ^ wurde noch erhöht, als man erfuhr, da!S ^ AM bevor er mit feiner gemischten Ladung '"''s,.tslich^ in Iackaß Gully gehalten - die W^H',,,l geheiratet hatte. Der Edelmuth seines ^ebar^.^>K vitl wmig.!r gewürdigt, als die Komik dcr ^ D und PoM blieb vun da an die Z'"^ Scherze und Neckereien. . .^ians '".rch-IM c? ^"" Schulbau uud zur Kirchenrestaurierung sun - ^""^ ^" Gemeinde Triebendorf zur Anschaf->"ug einer neuen Orgel für die dortige Pfarrkirche " 'l. zu spenden geruht. z. ""(Parfümierter Athem.) Der Pariser Arzt 7". Utoussel hat ein Verfahren ersonnen, mittels dessen ^aromatische Flüssigkeiten in das Vlut spritzen lassen, sllm' ^eburch für einige Tage der ganze Körper par« ' ."""t erscheint; das wäre sonach eine Arl Einbalsa« «rung hei lebendigem Leibe! Der Pariser Publicist ^Msque Sarcey erzählt diesfalls Folgendes: Doctor IM,''kl sprach zu ihm kürzlich: «Sie wissen, das« ge« .eimj ^"zen starke Dünste entsteigen; so genügt ein Q^Al. Tropfen von echtem Rosenöl, wie man es im u>n -' " ^""^ Flacons zu fabelhasten Preisen verlaust, ich ^" «anzes Fass Wasser zu parfümieren. Nun denn, sühre ^ ^'"^" Tropfen irgend einer folchen Essenz und ^er ^ ^bfn mittels einer Injection unter die Haut. laM/^psen wird ^n den Adern aufgesogen, vom Um« in ^ °^ mitgenommen, vom Blute gelöst; er gelangt Tys. <^unge, wird daselbst oxydiert und theilt seinen Niit l^ ^^^m mit; ja mehr als das, er imprägniert ""lnen?'" durchdringlichen Duste alle Secretionen, so daz hü'ch ben Schweiß, der aus den Poren tritt — und hinzu ^ ^ ^"^ zwei, b«i Tage». Der Arzt fügte ^"vlnm^ ^^ ^^ "^" Versuche an sich selbst vor-schicd^"' seither aber zahlreichen Personen die ver« dürfte i ' ?"^^ injiciert. Wenn all das auch wahr ist, Epochs die Kosmetik eine neue Aera anbrechen: eine "leben?, '"""en Kosmetik. Was werden wir alles le„y?' (Ein Sittendrama.) Die Cheleute Pro» n,c»tl l'bl ^"lel in Tepina nächst Gonobitz in Steier« zeit ^>..s^ ^l>n längere Ieit in Unfrieden. Letzterer« endlich »/" ^'^ Verhältnisse immer unangenehmer, und boten ^?^ ^l" Mann das Betreten des Haufes ver« terrz m " Weib. 30 Jahre alt, unterhielt ein unlau« 3ranz ü-^^^'s mit einem 70jährigen Witwer Namens Üfttt in ^ ^ " ° r- Den Gatten wurmte dies, und er war Eo » " " ^°cht in der Nähe seines Heims zu sehen, einign "°"ch °" ^ Mai nachts um 2 Uhr mit Thun ul^"3^" ""^ "°^^ ^ wahrscheinlich von dem d°s ba», ?-"'ben seines Weibes überzeugen. Als er in Geweint? "2' wurde er von seinem Nebenbuhler in »nit h«?"^ "^ seinem Weibe überfallen und derart "°M 3n??"v"' zugerichtet, dass er bald daraus im b"tde b . ^""^" ^"st aufgab. Das unmenschliche Weib ^ereus dem Gerichte eingeliefert, ^heniscb " Slaven-Congress.) Wie der alt' 'n die^"cv^""°"°ia Rus» gemeldet wird, soll noch ^"lilhru ^ "" Slaven - Congress stattfinden zur lveise kl n" gleichartigen, phonetisch.cyrillischen Schreib-wichen ü ^"^" "'^ ^'^ Feststellung einer ein« 5er ^ Uavischen Sprachform für literarische Zwecke, hc»ben u^"'^ ^°^ ausschließlich wissenschaftlichen Zweck Werden. "^ ^^v, Prag oder Belgrad einberufen lvllch^. (Attentat auf einen Sicherheils-^tjgl "Un.) Der Wiener Sicherheitswachmann Gustav Zends' a,? /^ '""'^ Wochen dient, wurde vorgestern "lltheate ^°^" '" ^" Komödiengasse vor dem ^"ssunn >> "°" ""en, unbekannten Manne ohne Ver« .^ährliH . "^ ""en Messerstich in die Brust leben«. 3 einem ^"«oet. Der Thäter entlam spurlos. Tögl ?'l"enlus^!! " Sicherheitswachmann, der jüngst einen °«her. v""r arretierte, sehr ähnlich, und man glaubt ^"ts aw ^°^ Verwechslung das Opfer des ^rbi^Großes Radfahrer-Vundesfest.) In !?^n »u l^^ ^" zweiten internationalen Nadwett- ^etlf^^ "ches der Verband Grazer Radsahrvereine für ^"zer N^c /^°b°"'l!ch - technischer Radsahrverein und z."det ^ l"^"^lub) zu Pfingsten in Graz veranstaltet. ^lahrer o r^ "^^ Nundessest des Bundes deutscher Oesterreichs statt. — (Versicherung gegen Dieb stahl), da« ist das Neueste iu Russland. Vorläufig beschränkt sich diese Neuerung bloß auf den Pferdediebstahl. Wie nämlich das Petersburger Blatt «Den» meldet, hat sich eine Assecuranzgesellschaft gebildet, welche gegen Verluste durch Pferdediebstahl versichert. — (Unfälle auf englischen Bahnen.) Auf den Eisenbahnen in Großbritannien und Irland wurden im verflossenen Jahre durch Unfälle aller Art 1076 Personen getödtet und 4636 verletzt gegen 905, resp. 3626 in 1868. Die bedeutend' Zunahme in der Zahl der Gelödteten und Verletzten ist auf Rechnung der großen EisenbahN'Katastrophe aus der großen Nordbahn in Irland anlässlich eines Echullinder-Ausstuges am 12, Juni zu setzen, bei welcher Gelegenheit 78 Kinder getödtet und 200 verletzt wurden. — (Versteigerung von Tischnachbarn.) Man schreibt aus London: «Ein neues Verfahren, die Sitzordnung bei Mahlzeiten zu regeln, ist dem Haupt einer erfindungsreichen Dame aus der Welt der oberen Zehntausend in London entsprungen. Bei der Ankunft der Gäste wurden Damen und Herren durch einen Vor« hang im Empfangszimmer getrennt, worauf dann der Wirt auf einen Stuhl stieg und die Herren an die Meistbietenden Damen versteigerte. Ein beliebter Roman« schriftsteller warb für einen ungeheuer hohen Preis zugeschlagen, andere aber erzielten kaum mehr^ denn fünf Schillinge.» — Und was geschieht mit den Unglücklichen, aus die gar kein Anbot erfolgt? Dürfen die nicht mit-essen? — (Brand.) In Frysztal im Rzeszower Bezirke ist am 4. d. M. eine Feuersbrunst ausgebrochen, welche nahezu die Halste des Städtchens einäscherte. Die Kirche und das Gerichtsgebäude konnten nur mit großer Mühe gerettet werden. — (Ein polnischer Emigrant.) Einer der polnischen Emigranten, Ludwig Grauen, wurde Sonntag in Deregnyö zu Grabe getragen. Der Verblichene, der eiu Alter von 82 Jahren erreichte, spielte im polnischen Freiheitskriege vom Jahre 1830 eine hervorragende Rolle. Vor dem ungarischen Freiheitslampfe kam er oft auch mit Ludwig Kossuth in Berührung. Er hinterlässt eine große und sehr wertvolle Bibliothek. — (Der Haupttreffer eines Haus« knecht es.) Wie noch in Erinnerung sein dürfte, hatte der im Hotel «zum König von Ungarn» in Graz brdienstet gewesene Hausknecht Gagl vor mehr als Jahresfrist das Glück, auf eine Promesse einen Haupttreffer von 100.000 Gulden zu gewinnen. Gagl laufte sich in Steiermarl eine Besitzung um 60,000 st. und eine Sägemühle. Bei diefer letzteren verspeculierte er sich und soll nun beinahe ganz auf dem Trockenen sein. — (Die «Engelmacherin» Abaxymissyn,) welche in den letzten fünfzehn Jahren fünfzehn Säuglinge erwürgte, wurde vom Schwurgerichte in Lemberg zum Tode durch den Strang verurtheilt. — (Triftiger Grund.) «Du weißt, ich habe die Schwester meiner verstorbenen Frau geheiratet!» — «Welche Idee!» — «Aus dem einfachen Grunde, um nicht zwei Schwiegermütter zu haben.» _______ Local- und Provinzial-Nachrichten. Verein der Aerzte in Krai«. Der Verein der Aerzte in Kram hielt im Lause der letzten zwei Monate drei Versammlungen ab. und zwar am 26. Februar eine außerordentliche General« Versammlung (anwesend dreizehn Mitglieder und ein Gast), am 26. März eine Monntsversammluug (anwesend zwölf Mitglieder und ein Gast) und am 23. April abermals eine außerordentliche Generalversammlung (anwesend drei« zehn Mitglieder). Durch den Tob verlor der Verein in dieser Zeit drei Mitglieder: Herrn Dr. Franz Bozic, gewesenen Secundararzt des Laibacher Eivilspilales, zuletzt in St. Veit bei Wiftpach, Herrn Franz Vachmann, Districtsarzl in Illurisch « Feistrih und Herrn Franz Säur au, Pistrictsarzt in Radmannsdorf, von denen der erstere — im jugendlichen Alter Dahingeschiedene — dem Vereine nur kurze Ieit angehört halte, während Vachmann und Saurau durch mehrere Decennien treue Vereinsgenossen gewesen waren. Regieruugsrath Professor Valenta, der allen drei Versammlungen präsidierte, widmete den verewigten College« einen warmen Nachruf und bemerkte, daf« im Namen des Vereines aus jeden der drei Särge je ein Kranz gelegt wurde. Zum Ausdrucke des Beileides erhoben sich sämmtliche Anwesende von ihren Sitzen. Als neu eingetreten wurde Herr Dr. Emil Klimek, Srrundararzt des Civilspitales, vorgestellt. Als Geschenke für die Vereinsbibliothel waren nn« gelaufen: Vo» Seite der Laibacher Sftitalsdirection der Ausweis über das allgemeine Krankenhaus i» Görz für 1889 und der llogooanw ZHniwrio «lvilo npo^Io ei vivo lli '1'ii68lo por l'amw 1866, von Seile des Herrn Re« gierungsralhes Dr. Valenta drei Separalabdrücke eige« ner wisscnschasllicher Publication, und zwar u) über einen eigenthümlichen angeborenen Tiesftand der Gebärmutter als Sterililätsursache — aus der internationalen llini-schen Rundschau 1889; d) soll den Hebammen der Gebrauch des Mutterrohres in der geburtshilflichen Praxis' verboten werden ? — aus der «Wiener mebicinischen Presse» 1890 und c) eine neue Folge (XVII und XVIII) zu den geburtshilflich - gynäkologischen Mittheilungen — in den Memorabilien, Jahrgang XXIX., 5 Heft; von Seite des Herrn Regierungsrathes Dr. Keesbacher ein Separatabdruck seiner Abhandlung über die Tuberculose im Laibacher Strashause und ihre Bekämpfung — aus dem Pettenlofet'schen «Archiv für Hygiene» und von Seite des Herrn Dr. Bock ein Separatabbruck aus der Wiener klinischen Wochenschrift: Beitrag zur Kenntin« der Neu» bilbungen des Auges, Eine sehr erfreuliche Mittheilung machte der Vorsitzende des Inhaltes, dass die krainische Sparcasse, wie seit einer langen Reihe von Jahren, so auch heuer, abermals eine Spende von 300 fl. der Löschner«Stiftung zur Unterstützung von Witwen und Waisen zugewendet habe mit dem Wunsche der sofortigen Vertheilung, wodurch es dem Vereine nicht nur ermöglicht war, im heurigen Jahre an neun Bewerberinnen die Summe von 373 st. sofort zu vertheilen, sondern auch das Stislungscapilal durch anderweitige Ersparnisse auf 7369 st. zu erhöhen. Die ganze Versammlung erhob sich zum Ausdrucke ihres wärmsten Dankes für diese neuer« liche hochherzige Bethätigung des wohlthätigen Sinnes des allseitig so segensreich wirkenden Landes«Institutes. Bei der selbstverständlich in streng vertraulicher Bera« thung durchgeführten Vertheilung wurden zwei sehr bedürftige Waisen mit 80 fl., eine Witwe sowie zwei an« dere Waisen mit 70 fl., eine Witwe mit 43 fl., zwei Witwen mit je 30 fl., eine Witwe mit 20 st. und eine Witwe und Waise mit je 15 fl. betheilt. In der Generalversammlung vom 23. April wurden zu Delegierten zum neunten österreichischen Aerzte-Vereins-tage in Troppau Regierungsrath Dr. Valenta, Doctor Pros si nagg und Dr. Dornig mit Acclamation gewählt und außerdem die Vereinsleitung ermächtigt, einen oder mehrere etwa nothwendig werdenden Delegierten-Stellvertreter selbst zu wählen. In derselben Versammlung referierte Dr. Pro ssi n agg über die Reform des Apothelerwesens, gab ein kurzes Resume über die diesbezüglichen Verhandlungen des achten österreichischen Aerzte-Vereinstages in Wiener«Neuftadt, bemerkte, dass der Antrag des damaligen Referenten Sanitätsrathes Dr. Witlacil auf Freigebung des Apothelergewerbes vom Laibacher Delegierten Prof. Valenta in erster Linie bekämpft und sein Antrag, diese Frage den Nerztevereinen zur Begutachtung vorzutragen, unter ausdrücklicher Zustimmung Witlcx'ils angenommen worden sei; verwies sodann kurz aus die bereits von anderen Vereinen abgegebenen Gutachten, insbesondere aus die umfassenden Referate des Sanitätsrathes Dr. Dworzal im schlesischen Aerztevereine und Dr. Witt« manns im Vereine der Aerzte Kärntens, und beantragte nachstehende Resolutionen: 1.) Die Freigebung des Apo« thekergewerbes würde die Existenz der gegenwärtig bestehenden Apotheken sowie zahlreicher Landärzte gefährden, den Uerztemangel am Lande noch vermehren, ohne irgend welchen Nutzen zu schaffen und ist daher nicht zu empfehlen. 2.) Eine Reform des Npothelerwesens ist wünschenswert, soll aber nur im Vereine mit einer all« gemeinen Reform des gesammten Sanitülswesens in An« griff genommen und daher bis zum Inslebentreten von Aerztelammern vertagt werden. 3.) Zur vorläufigen Ab« ftellung einzelner thatsächlich bestehender Uebelstänbe genügen die derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen, doch ist auf eine strenge Durchführung derselben zu bringen. Redner motivierte kurz die einzelnen Punkte, berührte dann die radicalste Methode der Abhilfe durch Verstaatlichung des Apolhekerwesens, beziehungsweise die Einführung des Staatsmonopols für alle pharmaceutischen und chirurgischen Heilmittel, bezeichnete jedoch diese Maßregel vorläufig als ein pium ässidoi-juw, da zu ihrer Durchführung die Ablösung mitunter sehr schwer er» worbeuer Rechte der gegenwärtigen Apotheker und hie« zu becennienlange Verhandlungen :c. nothwendig seien; die Versammlung stimmte dieser Anschauung bei, verzichtete auf die Ausstellung einer diesbezüglichen Forderung und nahm die oben ausgestellten drei Thesen ohne De« baUe einstimmig an. Von wissenschaftlichen Leistungen brachte Dr. Bock in der Februaroersammlung interessante äugen- und ohrenärztliche Erfahrungen während der Influenza-Epidemie, welcher Vortrug in sitpilso in einem Fach» blatte erscheinen wirb. An denselben schloss sich die Fortsetzung der schon in der December- und Jänner« Versammlung begonnenen Discussion über Influenza, an welcher sich die Docloren: Kttsbacher, Prossinagg, Dornig, von Bleiweis Trstenisli, Valenla, Bock, Globixnil, Z?n-lovich (Gast) und Thomih betheiligten. Das reiche casuisti-sche Material soll anderen Ortes verwertet werben, hier sei nur die Beobachtung rineS Falles von Complication mit schweren Rückenmarlserscheinungen angeführt, welcher (von den Doctoren Zupam, Keesbacher und Ritter von Vlciweis-Trslemski genau untersucht) da« Bild einer schweren Myelitis darstellte, durch den raschen und gün« stigen Verlauf sich jedoch als Influenza charakterisierte. Die März» und April'Versammlungen brachten einen groß angelegten Vortrug des Regierungsralhes Dr. Keesbacher über die Tuberculose und ihre Bekämpfung mit besonderer Berücksichtigung der Sterblichkeit an Tuberculose in Laibach. Ein reiches, mil eisernem Laibacher Zeitung Nr. 105. 858 8. Mai 1890. Fleiße und kritischem Blicke zusammengestellte« Material brachte nicht nur neue Velege für die insectiüse Natur der Krankheit, sondern zeigte auch die Wege, wie dieselbe bei verständnisvollem Zusammengreifen aller berufenen Factoren in ihrer verheerenden Wirkung eingedämmt wer» den kann; unter allgemeinem Beifalle sprach Professor Valenta dem Vortragenden den Dank der Versamm» lung aus, und erklärten alle Anwesenden in der kurzen, aber noch über den Schluss der Versammlung hinaus« fortgesetzten Discussion, insbesondere die Herren Doctoren von Bleiweis'Trstenisli und Kapler, die auf diesem Gebiete noch weiter auszuführenden Arbeiten nach Kräften zu fördern. Schließlich muss noch angeführt werden, bass Doctor Bock in der Märzversammlung die in der Engelapotheke zu Wien hergestellten sterilisierten Subcutan « Injectionen demonstrierte, dieselben als sehr praktisch anempfehlend, Kinderspitals-Director Dr. Schuster meldete einen Vortrag über Laryngotyphus an und machte die vorläufige Mittheilung, dass ihm von dieser sonst so seltenen Typhusform zufällig rasch nach einander zwei ganz zweifellos charakterisierte Fälle zur Beobachtung gekommen seien. — (Laibacher Gemeinde rath.) ^Schlussi Namens der Finanzsection berichtete Gemeinderath Doctor Tavcar über die Einladung der l. k. Landesregierung, die Stabtgemeinde möge darüber ihre Aeußerung abgeben, unter welchen Bedingungen dieselbe bereit wäre, dem Militärärar im Falle einer Mobilisierung die Schul« gebäude an der Zois«Straße, dann in der Feldgasse, sowie einige andere Schulräumlichkeiten zu überlassen. Die lrai-nische Oparcasse erklärte sich bereit, das Realschulgebäude dem Militärärar unter der Bedingung zu überlassen, das dasselbe die Räumlichleiten im früheren Zustande wieder übergebe. Der Gemeinderath wolle dieser Bedingung zustimmen und die Bereitwilligkeit aussprechen, die städtischen Schulgebäube unter derselben Bedingung dem Aerar zur Verfügung zu stellen. Die Unträge des Referenten wurden angenommen. Sodann referierte Gemeinderath Gogola über den ftrojectierten Ankauf der Häuser Nr. 15 und 17 in Kuhthal. Das dem Herrn Franz Aerne gehörige Haus Nr. 15 wird der Stadtgemeinde um 6000 st., das der Frau Maria Ieras gehörige Haus Nr. 17 um 4000 si. zum Kaufe angeboten. Da die erwähnten Häufer der Stadt thatsächlich nicht zur Zierde gereichen und das betreffende Terrain zur Strahenregulierung nothwendig sein werde, stellte der Referent den Antrag, die Stadtgemeinde möge die beiden Häuser um den Betrag von 10.000 st. laufen und mit 1. November l. I. ins Eigenthum übernehmen. Gemeinderath Dr. Gre-goric sprach sich gegen den Anlauf aus, da die betreffenden Objecte zu theuer seien. Bei der Abstimmung wurde der Antrag des Referenten Gogola angenommen. Nach dem Referate des Gemeinderathes PovZe wurde für die erste städtische Knabenvollsschule der Netrag von 150 st. zur Anschaffung der Lehrmittel und Vermehrung der Bibliothek votiert, sodann über Antrag des Gemeinde« ralhes Zu pan dem Realschuldiener Skube die erste Quinquennalzulage (25 st.) bewilligt und schließlich den vom Gemeinderathe Ritter von Zitterer vorgetragenen Dotationsrechnungen der städtischen Schulen die Genehmigung ertheilt. Hierauf wurde die öffentliche Sitzung geschlossen. — (Schulgeldbefreiungen an Staats« Mittelschulen.) Seine Excellenz der Minister für Eultus und Unterricht hat mit Verordnung vom 6ten Mai l. I. die geltende Norm über Schulgeldbefreiungen an Staats-Mittelschulen dahin abgeändert, dass öffentliche Schüler auch schon im ersten Semester der 1. Classe von der Entrichtung des Schulgeldes befreit werden können. Zu dem Behufe kann den hierum ansuchenden Schülern der 1. Classe, die sich als bedürftig erweisen und nach sittlichem Betragen, Fleiß und Studienerfolg im Laufe der ersten zwei Monate den Bedingungen der Verordnung (eine der beiden ersten Noten der vorgeschriebenen Noten-scala im sittlichen Betragen und Fleiß und mindestens die Note «befriedigend» in allen obligaten Lehrgegen« ständen) entsprechen, die Zahlung des Schulgelbes bis zum Schlüsse des ersten Semesters gestundet werden. Die definitive Befreiung vom Schulgelde hängt von den Noten des Zeugnisses über das erste Semester ab. Die Frist zur Entrichtung des Schulgeldes wurde für die öffentlichen Schüler der 1. Classe im ersten Semester im allgemeinen auf drei Monate nach Beginn des Schuljahres erstreckt. — (Ein Beethoven-Concert in Trieft.) Im Polytheama Rosetli in Trieft fand vorgestern ein musilalisches Fest statt, welches ausschließlich dem An-denlen des großen deutschen Meisters gewidmet war. Das Reinerträgnis des Concertes flieht dem Veethoven-Wohn« hausfonde in Bonn zu. Am Concerte wirlte auch Herr Zöhrer aus Laibach mit. Die «Triester Zeitung» berichtet darüber: «Zum Schlüsse hörten wir in der Phantasie für Clavier, Orchester und Chor einen Beethoven-spieler p»r sicollenco und einen brillanten Virtuosen dazu, Herrn Zöhrer, Director der philharmonischen Gesellschaft zu Laibach. Die erste Aufführung dieser Phantasie datiert vom 22. December 1808. Der Clavierftart wurde anläjslich der Grundsteinlegung des Beethoven- Monumentes in Wien im großen Musikvereinssaale von Liszt selbst gespielt. Wir wissen nicht, wie ihn Liszt gespielt hat, aber wir wissen, dass vielleicht die Auffassung der Wiedergabe, nicht aber diese selbst, was Feuer, Empfindung, vollendeten Geschmack und durchgeistigte perlende Tech» nil anbelangt, unter der sichern Hand des Directors Zührer eine von Liszt allzu verschiedene sein konnte. Der Anschlag Zöhrers ist voll Ausdruck, der Gesang unter seinen Fingern schmeichelt sich dem Ohre so lieblich ein, alle Fiori-turen nimmt er so geschmackvoll, die gebrochenen Accorde stiegen nur so übers Clavier, die Triller weiß er so prächtig abzustufen — kurz, Ztthrer ist ein eminenter Meister und Virtuose, er hat sich um das Beethoven-Concert verdient gemacht. Heller und ihm gebüren die Ehren des Abends, beiden dankte das volle Haus mit wiederholtem rauschenden Applause und unzähligen Hervorrufen.» — (Ernennung.) Der hochwürdige Herr Franz Tomsig, Pfarrer von Villa Vincentina, wurde zum Seelsorger der Strafanstalt in Gradisca ernannt. — (Ein mysteriöser Fund.) Aus Neuhaus bei Cilli, 5. d.M., wird berichtet: Auf der nordwestlichen Seite der benachbarten Ortschaft Klanc wurde heute von Kindern der Kopf eines Bettlers gefunden. Als die unheimliche Geschichte dem Gemeindevorsteher zu Ohren kam, begab er sich allsogleich in Begleitung eines Gendarmen an Ort und Stelle. Der Bettler ist angeblich seit Ostern verschollen. Nachdem man den Rumpf bis abends noch nirgends finden konnte, erscheint der grässliche Fund noch als mysteriös. — (Vuchdruckertag in Klagenfurt.) Zu den kommenden Pfingsten wirb in Klagenfurt der alle zwei Jahre zufammentretende Vuchdruckertag abgehalten werden, zu welchem Delegierte aus allen Provinzial« Hauptstädten Oesterreichs sowie auch ein Delegierter aus Budapest eintreffen werden. Der Zweck desselben ist die Organisation des Unterstühungswesens der Buchdrucker Oesterreichs. Wie die «Klagenfurter Zeitung» mittheilt, hat sich bis jetzt schon ein großer Theil der Buchdrucker Laibachs als Festgäste angemeldet. — (Aus den lrainischen Colonien in Amerika) wird dem «Slovenec» berichtet: Am Palm« sonntag starb in Chicago unser Landsmann Kaufmann Georg Vertin eines plötzlichen Todes und wurde unter großer Theilnahme zu Grabe getragen. Am 20. Februar verunglückte der Bergarbeiter Michael Sterbenc; derselbe wurde vom herabfallenden Erdreich verschüttet. Am 13ten April wurde Lucas Music zu Grabe geleitet; auch derselbe war in einem Bergwerke verunglückt. Musiö hinterlässt in Dragatusch Frau und mehrere unversorgte Kinder. — (Unglücks fall.) Der 24jährige Eisenbahn-arbeiter Josef Sever, welcher bei dem in der Nähe von Ober'Lesece gelegenen, der Südbahn gehörigen Teiche beschäftigt war, stürzte vorgestern um "/48 Uhr früh, während er den Teich entlang gieng, ins Wasser und er« trank, obwohl mehrere Arbeiter sogleich alles aufboten, um ihren verunglückten Kameraden zu retten. Die Leiche wurde in die Todtenkammer des Dorfes Kosana überführt. — (Aus Trifail.) Nachdem in Hraslnigg. Trifail und Ojstro Ruhe herrscht, ist Nezirlshauptmann Dr. Wagner wieder von Trifail nach Cilli zurückgekehrt und hat sich an feiner Stelle Bezirlshauptmann Tax nach Trifail begeben. — (Zur Theaterbaufrage.) Wie «Novice» zu melden wissen, soll nun für den Bau des neuen landschaftlichen Theaters das nächst dem Rudolfinum und dem Hause des Herrn Emench Mayer gelegene Terrain in Aussicht genommen worden sein. — (Philharmonische Gesellschaft.) Das Schülerconcert der philharmonischen Gesellschaft in Laibach findet Samstag, den 10. Mai, abends halb 8 Uhr im landfchaftlichen Redoutensaale statt. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibachcr Ztg.» Wie», 7. Mai. Im Abgeordnetenhause beantwor« tete heute Instizminister Dr. Graf Schönburn die Interpellation des Abgeordneten Dr. Rieger wegen der Eoncllrsmlsschreibuna. für die Bezirksrichterstellen in Dauba, Mies. Aussig, für die Rathssecretälstelle in Briix und für die Gerichtsadjunctenstellen in Tger und Reichenberg ohne Bednigullg der Kenntnis der böhmischen Sprache dahin, dass hierbei genau nach den bestehenden Vorschriften vorgegangen wurde. Da das Oberlandesgerichtspräsidinm in Prag zur Ansicht gelangte, dass für dlese zu besetzenden Stellen die Kenntnis der böhmischen Sprache nicht erforderlich sei, konnte der Mangel dieser Kenntnis einem Gewerber nicht zum Nachtheile gereichen. Natürlich sind die beider Landessprachen Mächtigen von der Aewer» bung nicht ausgeschlossen. Der Minister erklärt, er werde, da ihm die Besehung zustehe, nach genauer Prüfung der Sachlage entscheiden, ob die Kenntnis der böhmischen Sprache nach den Bevölke» rungsverhältnisst'n »nd den praktischen Anforderungen der Rechtspflege nothwendig, und werde pflichtgemäß vorgehen. (Beifall.) — Unter den Petitionen sind solche der sechs Wiener Frauenvereine um Zulassung del Frauen zu den medicinischen und philosophischen Ul"< versitätsstndien. Budapest, 7. Mai. Der Oemeinderath genelMgle einstimmig die vom Magistrate anlässlich der «"' mählung der Erzherzogin Marie Valerie beantragn Festlichkeiten nnd Wohlthätigleits-Stifwngen. -- ^" Kaiser bestätigte die Wahl des Bischofs Vranlovic zu" Patriarchen. Rom, 7. Mai. Der Senat beendete die Veracht' gen des Geschenlw>lrf<>S über die frommen Stift'lW'" und genehmigte denselben in geheimer Abstimmung M" 106 gegen 54 Stimmen. , Paris. 7. Mai. In Lille fand ein Zusammenstoß zwischen einer Patrouille und streikenden Arbeitern statt. Zwei Arbeiter wurden verwundet, sieben verhaftet. Die Situation in Tnrcoing hat sich gebesje". Montreal. 7. Mai. In der Irrenanstalt zu » point (Quebeck) kam gestern ein Brand zum NusblM, bei welchem 150 Personen todt blieben und 1W ve" letzt wurden. London, 7. Mai. Stanley begab sich zur All« zur Köuigm nach Windsor. Derselbe wurde in ett«em königlichen Hofwagen nach dem Schlosse geleitet, dilile" abends bei der Königin und bleibt biö morgen M der Königin. . Philadelphia, 7. Mai. 2000 Zimmerleulen nMe von den Arbeitgebern der achtstündige Arbeitstag ^ willigt. .... Zanzibar. 7. Mai. Der deutsche ReichscomnW" Major Wißmann hat Kilwa eingenommen. ^^ Angekommene Fremde. An, 6. Mai. ^ „..ite, Hotel Stadt Wien. Polidal, Mayer, Graf. Schwaul, Kau»"", Wien. - Abeles, Wcinhändler; Calui, Trieft. ^,^"ch. Privatier. Planina.— Ielovsel. Realitätenbcscher. Oberl»'^ — Esterl. Gottschce. — Küffel. Edlach. — Arlo. Re,f>"v' — Vaöatlo, Makra. — Lang, Fabrikant, Wuntfch. , .^< Hotel Elefant. Dctjens, Neisender; Wuster, ssabrilant; A" staedt. Techniler; Schömig, Wien. — Goldschmidt. 3"^ — Ortner, München. — Steinberger, Kärntcn. "" Vrilnn. ^lch, Gasthof Kaiser von Oesterreich. Schraffel, Wels. ^ ^"' Dalmatien. . « ^. Hotel «aierischer Hof. Pcniguar, Pferdehändler. Tr'E ^ Balms», Comfttoirist, Ulm. — Schusterschch, Moorwa^ ^ Lobiser, Goltschec. ^ Reger. Seilern,.ister. Neunllrcyt"'^ Johanna Bauer und Maria Somer. Passau. — " Privatbcmnter, Schärding. ,„ ,. ^ Hotel SUdbahnhof. Pölz. Pontasel. — Prnic, Capodiftt'"-^ Kodrin, Postenführer. Divaca. — Remic, Villach. ^ "" Pola. — Mänzer. Pcivatbeamter. Wien._________^--"" Verstorbene. ^, Den 6. Mai. Johann Zabolovic, Arbeiters-^'^ 20 Monate. Polanastraße Nr. 40, I^mn3>ti» tukerculo»' ' ^ Edmund Mchfeld. l. l Hauptmann, 44 I., Mmerstraße ^" ^ Lebcrentartung. — Maria Olorn, Arbeiters - Gatlin, <" Hradeclydorf Nr. 17, Marasmus und Entlräflung. ^^«-^ Meteorologische Beobachtungen in LaiblH^-Z <5L W^ ßäl W.nb be« HIM""« M 7U Mg. ?31 3 - 9 8 wmdstill V bewöllt 0 1" 7. 2»N. 726 8 ! 17 2 SW, schwach ben,M Dgc 9 . Ab. 5 726 - 8 152 windstill bewölkt Tlilbe, etwas windia., abwechselnd gerinqer RegeN/ ^ B schein, schwül. — Das Tagesmittel der Wärme i^ ' 1 7" über dem Normale. ^_^——-___ Verantwortlicher Redacteur: I. Naalit. ^^--s Rohseidene Oastkleider fi. 10-50 p" N^s ulld drssrve Qualitäw, Ul'rjcudet porto u»d /»" .c^ai»^ ssabrilödepot 0. »enuvdsr^ (l. und l. 5M"l ^.z ^ 2Urlol». Muster umgehend. Briefe losten w lr^P"". _^ Friedrich Freiherr von «echbach, l und^ > Mmml'l'r,-, gibt in feinem und ,m Namei' >,. « Kinder Marie und Hblöne fowie fewer kcyw"« h. » mutier Marie Freiin von NPfaltrer"' »^ » «ra'fin Narbo, Sielulrfuzordeus-Damc', on ,^, » betrübende Nachricht von dem Hinschcldr" > ^ » iuulM.'liebtcu Gattiu. respective Mutter und 4"" » der hochwohla.ebor»sn Frau W Adele Freiin von Rechlmch > geb. Freiin von Apsaltrern ^ > welche heute nachts halb 1 Uhr nach l'>rz""- ', s„t D renl «eidrn im 24. Lebensjahre selig "„ vcil « ^l"l"' ist. ««.bliche»" > Die irdische Hülle der theure» ^""'^rN'it' « wird Samsta«. den 1". Mai, »>» W,"^„. > tags i» Aich zur ewigen Nuhc bestattet w" ^ « Die heilige» Seelenmessen »""den Mm'"«'^, » 12. d. M,. in der Pfarrkirche z» Äich ">'" » bach gelesen werden. D Kreulberg am ».Mai 1«90. ^D Kachel Zeitung Nr. 105. __________________859__________________________________________8 Mai l890. Course an der Wiener Korse vom 7. Mai l8W. «..«d«m »M«^ l°ur«bi°t.e. ^. Vcld Ware Ctaatö-Anlehen. >»eo"rv,° °°'"°'' ""st- l»l'?5,8z?k >»«l'«r . ' ^!"s blmfl- 139-,139 4" . " 2»anl«l°!e , , ,»„ st. z.^ 75 ,7«,^, »«»M.Pfdbr. <»,»<> st. . , ,49Ul. ,K0S0 "^NN?."""""' s'euerlrti , 110- ,1>'L0 ""enls»,e. sleuersrei 1„1 bk ,«17«, h«^'°'lph°«nl,n !» Lilber . ,19" 1ll>- zl°Nz!^,"' M«" 4°/..... 1,7«k118'LK "« dt? .""""« «US, 117 3N 117 80 ^ d?°'"" k'WfiüilL, ,»e?b,3?»i ^.«».^,. ^ l"n«, U, 137- 137 bv ^^-«olt 4° » 100 ft. l»ü'2b i,«.7b Veld Ware Gnml,entl.-0bllglltlonn> (sUr lnn fl, CM.), ü"/„ gall,,sche...... 10ti - l0« lv 5°/o mährische...... 1U9 «> —'— b«/<> ltraln und «fiisttnlanb . . — — — — 5"/« nlederüsterreichllche . . . «09 — — — 5"/„ stelrllchr...... —-— —-- b°/, kroatische und slavonlsche . l0b — ----- b°/» stebenoürallche , , , . — — — — ü"/„ lemeser No««! , , , , — — — — 5"/„ »ngarilll»,...... «9— «»50 Andere üssentl. Nnlehen. »onan «ea,i!°Ie b°/<, KW fl. . ,»«75 1«, — dto, «lnleihc 1878 , , in« — «7 — Nnlehen der Stadt Vsrz . . un - — - NiUehln d, Slabtgemclnbe Wien ,l»z «<> 10« »0 Prüm,'«!!l, b. «Ltablgem, Nien 14« ,z 14« 7»^ V»l!e!ibau'^»lehcu »eil»» b°/„ 98 50 99 — Pfandbriefe (sül 100 st.) «obsüss. all«, »ft, 4°/« » . . 1,7—118- bto. » 4>/,"« . INI — lui 60 btv. . 4°/» . . . 98'85 98»b dto, Prüm. Kchulbverschr. 8°/, »W b0 109 — Ottt, betto . 4«/» . . loa »u lNN 80 detlo bojähr, > 4°/„ . . 100 »c> ll»0 «U Prlorltäls-Obliglltionen «ur l<»0 st,), ssfiblnllübo Noldbah» >im, l»8S lüo 75 lNi — »alizilche »llrl.Uubwig.Vllhn »m. l»«» «>»> ft, 3. 4'/,°/« . 100— IU0 4N «eil» wart Oesterr. Nordweftbahn . . . l07 »l» »N8 4» 8ta«lt«bahn.......«9! — <9l 50 Lübbahn ^ »»/<>.....lio>a lb»' » 5 b°/,.....,«-— l»l'bl> Un«,'«»l — «» 7b P»lffy-U°!e 40 st...... 57.50 l.8-^ «othen Kreuz, «ft. «es, ,,. »o st. z, ,z ,9 ^<> «udolph Lol« 40 ft, . . . «,.,^ g, ,5 W»ldslein.L°le »0 st. , , 1^,^ «__ Wlnbilch'Vrätz.Üole »U st. . . 5» z„ z, zo «ew'Lch. b,»°/,Pi«m,.VchuN" «rich b, »obencrebitanttolt , ,7— ,8 — »aal - Uctien (per Klüll), «nnlo-Oeft, «anl »UV st. »u«/,». «49 — l49 »l» «llnlverelii. «Mener l0« fi. . . ,»? b0 l18 --Vdnrr.Nnft, üst, » ft. , 84« — «0 50 DcpoNtciiblllll, «ll«, l<00 st. . ,97 ül» 198 l>0 u, «llssenv., «lien« »0« ft. »08 — «lU — »tld «are Hvpotbel,nb,,«N. »00N. «»/,». «8— ?a - llanberbanl. oft »«^ st, ». . . «9 »0 »w «0 0efterr,'UN« N«t)m. «oibbahn l5(i st. . . . »ll üb tzl^ 5» » Westbahn i!UU st.. . . 33» !U> 3l4 bo »ulchtiehrader , ülX» st. «Vl. »08» 1l>»« dto. (lit. » ) LOO st. . 4»4 . 4«b — Donau ° Dampsjchlffsabrt > Ges., Oefterr. ü(X> fl HU. . . . «7 - U9 — Drau-»!I(V, Dl>,.Z,)»aofi,3. »00 - »00 50 Dut-Nobrnb. «85 Val,Carl»»n »« Gübbahn lim ft, Silber. . . l»3 — ^«50 Eüd«N°rbb.«erb,.«,»<«>st.«all».»llenb.»«»fl. Ollb« 196 «l »»« 7^ «elb Ware Un, NorbnNbah« »0» fi. Bilbn 1»e — >e? — Un,,«eNb,sN»»b,«raz)l»u. »0» fl, 38» - »8^ — salao-Iarj. Stelnlohlen 80 ft. 44» — 4ü>» — »Vchlbalmllhl». Papier!, »00 st, ,z,h _ ,,»u _ 'Vtey«rmühl».Papler1 u.»,^», ,»» ü« ,,<»-. Irifailer »»hlenw '«,>. 70 fl. . ,»ü'5>» 136 bv »affens.'«.,0eft," garantiert ftui- .'Ulware oline jedweden Zusatz, Aselnsler Raffinade verkodit: ln Flaschen a »/, Kilo 40 kr. (862) q* * a I » 70 » land L ZU haben in der ^aaschasts - Apotheke zo MariaMtf JnUe« Ludwig GroetBchel r-J^ch^ Rathhausplatz Nr. 11. (1861) 3—1 St. 3425, 3428. Razglas. Neznano kje v Bavar.skej odsot-nemu Matiji Berkljetu iz Vuketiè ter nekje v Ameriki odsotnemu Janezu Pru.su iz Krmaèine St. 3 postavi se gospod Leopold (langl v Metliki skrb-nikom na èin ter se mu dostavi do-tièna razsodba St. 817 ddto. 30. janu-varja 1890, oziroma odlok St. 3428 ddto. 23. aprila 1890. C. kr. okrajno sodišèe v Metliki dne 23. aorila 1890. ' Quintessenz I ¦*. der '; Lebensweisheit und Weltkunst. 1 Nach Lord Chesterfields Briefen an seinen Sohn ( von Dr. Karl Munding. , | Elegant gebunden 3 fl., mit Poslversendung 3 fl. 15 kr. I1 Ür^ er Inhalt dieses Werkes ist weltberühmt. Ein Vater schreibt seinem Sohne i e'n*utr t a"erdiscretesten Natur. Der Sohn ist im Begriff, in die grosse Welt i ! Vater „ n> die ihm eine glänzende Laufbahn verheisst. Der ihn zärtlich liebende i i ^st 5q>(| . e mrn die Wege ebnen. Ein seiner, vollendeter Weltmann, der eine i i ^önenki -c ^r^iriing hinter sich hat, der immer mit offenen Augen, immer I i ^stand^ 'n ^'c ^e" hinoingeschaut, ein Mann, der die Sonde des schärfsten 'hm diejeSaD ?'e Menschen legte, spricht zu einem unerfahrenen Jüngling, um *her djieni8e. ^rk°nntn's beizubringen, die wohl keinem erspart bleibt, welche '^em }je "?e'sten in den Stürmen, Nöthen und Bedrängnissen des Lebens mit '' *Us dem I? e er^a"^en müssen. Auch ein Virtuose der Lebenskunst wird noch 1' ^H es , !e le™en. Jedenfalls ist es ein unübertrefflicher Führer durchs Leben, '' ^arin »,; i em herrlicher Schatz der feinsten Beobachtungen und Lebensmaximen ,, niedergelegt. (1925) I, %. Vorräthig in ^^UKIeiiiayr & M. Barnte^ Bnchhanälnng h Lailack. ^ k. priv. allo. österr. Boflen-Creflit-Anstalt. ^uteenp ^iOr ain 5< Mfti I890 stattgefundenen siebenten Verlosung der Öslerr xt. , ln'en-Hcl)iihlverHclireibnnK«ii, Emission 1880, der k. k. priv. allg. • ^««n-Credit-Anstalt wurden folgende Obligationen gezogen: In der Gewinstziehung: Serie 5652 Nr. 33 mit dem Treffer von fl. 50.000 * 5330 ,<)((>, > » » 2.000 » 5017 » 08 > » » » » 1.000 Setie » 7314 » 2(J » » » » 1.000 Ser'e 4q^,5r-48. Serie 1955 Nr. 07, Serie 3631 Nr. 21, Serie 3850 Nr. 28, *a7-l Nr. 45, Serie 4805 Nr. 41, Serie 5553 Nr. 02, Serie 6177 Nr. 41, Serie 6563 Nr. 42, Serie 6846 Nr. 10 mit dem Treffer von je fl. 200. SQrie In der Tilgungsziehung: 12 Nummer 1 —50, Serie 4015 Nummer 1—50, Serie 5700 Nummer 1-50. l'l'ev 'e Einlösung der gezogenen Prämien-Schuldverschreibungen erfolgt am All«talt i L1891 an der <'»«"ft «l«r k- k> I>riv- alIL-ilBterr Boden-Credit-ln Wien. Mit diesem Termine erlisoht die weitere Verzinsung. Züfoi3eÄ c°upons verloster Präinien-Scliuldversclireibungeii werden der g® Art- 146 der Statuten zwar fortan ausgezahlt, jedoch wird Vom r rag derselben bei der Einlösung der Schuldverschreibungen ^Pital in Abzug gebracht. ^z°genU^ dl,e Priimien-Schuldverschreibungen, welche in obiger Tilgungsziehung wühr ein ' erllält der Besitzer nebst dem Capitalsbeirage von fl. 100 ÖRterr. welcllei, '," ^it derselben Serie und Nummer bezeichneten Gewinstsoheln, Sctleitie 1 r wciler an den Gewinslziehungen thcilnimmt. Diejenigen Gewinst- Werden' Sp', Welcl>e in sämmtlichen Gewinstziehungen kein Treffer entfiel, elluög «.I Monal« nacli dem Fälligkeitstermine der in der letzten Gewinst- dosten Schuldverschreibungen mit je zehn fl. ö. W. eingelüst. lewäChsle VerlosunB findel am 5. Juli 1890 statt. (loaav en- den 'r>Mai 1890. k,,^^^ IDie XDlrectloii. A.. Beyer'" (1937) 3-1 grosse Menagerie auf dem alten Viehmarktplatze neben der Dampfmühle. Das Nähere sagen die Ansohlagzettel. Dachpappe, Dachlack, Asphalt-Isolierplatten Kastix-Daohkitt zur Ausbesserung schadhafter Pappe-Dächer; Cai*t>oli- ncum (conservierender Holzanstrich); schwarzer, schnelltrocknender Elsen- laok; fachgemässe billigste Ausführung von Holzcement- Dächern und (900) 10—10 Eindeckungen mit Dachpappe unter Garantie für Haltbarkeit, sowie einschlägige Reparaturen und Erhaltungsarbeiten (Anstriche) und auch Lieferung aller zugehörigen Materialien. Paul Killer cSc Co. Wien, IV., Favoritenstrasse 20. —=:FRbrik: BBUJTK am GKBUKIE.E- 500 Metercentner vorzfiglicta Rindviehheu sind u verkaufen. Näheres bei J. J. Kantz in Lalbaoh, Bömerstrftsse Nr. 12. (1928) 3-1 (1871) 3—1 Nr. 2503. Curatorsbestellung. Im Nachhange zum diesgerichtlichen Edicte vom 26. März 1890. Z. 1559, wird bekannt gemacht, dass der Tabular» gläubigerin Nntonia TomZic von Bac unbekannten Aufenthaltes und eventuell deren unbekannten Erben und Rechts» Nachfolgern Herr Josef Gärtner von Illyr.« Feistrih unter gleichzeitiger Einhändigung des Realfeilbietungsbescheides vom Datum des bezogenen Edictes zum Curator bestellt worden ist. K.k. Bezirksgericht Illyr.-Feistrih. am 2. Mai 1890. (1715) 3—3 St. 2903. Oklic. Mariji Umek iz Malega Cirnika, že umrli, odnosno neznano kje bivajo-èim njenim pravnim naslednikom, ime-noval se je Jožef Weibl iz Mokro-noga skrbnikom na èin ter se mu vroèil dražbeni odlok z dne 28. marca 1890, St. 2436, odnašajoè se na zem-Ijišèa' vlož. St. 19 in 348 katastralne obèine Cirnik izvrftenca Janeza Umka iz Malega Cirnika. C. kr. okrajno sodišèe v Mokro-nogu dne 21. aprila 1890. (1854) 3—1 Nr. 4986. Curatorsbestellung. Den unbekannten Erben und Rechts» Nachfolgern des Josef Veselj von Adels« berg wurde Iernej Mrgon von Senosetsch zum Curator aä »otum bestellt und dem» selben der Bescheid vom 9. December 1890. Z. 4761 äs 1889. zugestellt. K. k. Bezirksgericht Senosetsch, am 21. December 1689. (1868) 3-1 St. 3326. Oklic izvrsilne zemlj inline dražbe. C. kr. okrajno sodišèe na Krškem naznanja: Na prošnjo Matije ftinkovca (\)o dr. Mencingerji) dovoljuje se izvrsilna dražba Blaž Janèevih, sodno na 12 gld., 20 gld. in 66 gld. cenjenih zemljise vložne fttev. 289, 290 in 291 kata-stralne obèine Ravno. Za to se doloèujeta dva dražbena dneva, prvi na dan 17. m a j a in drugi na dan 18. junija 18 90. 1., vsakikrat od 11. do 12. ure dopoludne pri tem sodišèi s prislavko/n, da se bode to /emljiSèe pri prvem röku le za ali èez cenitveno vrednost, pri drugern röku pa tudi pod to vrednostjo oddalo. Dražbeni pogoji, vsled katerih je posebno vsak ponudnik dolžan, pred ponudbo 10°/0 varšèine v roke draž-benega komisarja položiti, cenilveni zapisnik in zemljeknjižni izpisek Iež6 v registraturi na vpogled. C. kr. okrajno sodi&èe na Kr&kem dne 3. aprila 1890.