ffiaxwerRtUmö - Preise Für Laibach: »«»»jLhrtg . . 8 fl 40 ft. HMLHrig. . . 4 „ 20 „ «rrteljährig . 2 „ 10 „ -SRoitctUi) . . . — „ 70 „ Mit der Post: •«3iWß..............12 fl. KrsbjLhrig.......... 6 „ «rrtrMrig 3 „ Laibacher Dür Zustellung in» Haus »irrtrkj. 85 kr., wonotl. 9 kr. •'Äjtlne Nummern 6 K. Nedaction Bahnhofgafle Nr. 132. Expedition- & Jnserateu-Bureau: Longreßplatz Str. 81 (Buchhandlung nen Jgn v. Klein-mayr & Fed. Bamberg.) Jnsertionspreise: Für die einspaltige Petitzeil^/^L7^ s 4 kr., bei zweimaliger ©pf ichaltung ä 7 fr., dreimali«W' J ä 10 kr. r'lSt-ä Jnsertionsstempel iebeSmot 30 fr. '' Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender SRabatt. Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuscripte nicht zurückg-sendcl. Rr. 144. Samstag, 27. Juni 1874. «»P-L 7. Jahrgang. Inmiinierattons - (Enhbimg. Mit 1. Juli treten wir in das zweite Semester des Jahrganges 1874. Wir erlauben uns aus diesem Anlasse das geehrte Publicum zur Einleitung, beziehungsweise Erneuerung des Abonnements auf das „Laibacher Tagblatt" höflichst einzuladen, zugleich mit dem Ersuchen, die Pränumeration recht bald einzuleiten, damit in der Zusendung des Blattes keinerlei Störung eintrete. Das Bewußtsein, unsere Pflicht redlich erfüllt zu haben und unsere Aufgabe gegenüber dem Leserkreise des „Laibacher Tagblatt" nach Kräften nachgekommen zu sein, dient uns als Sporn zu neuen Anstrengungen, zu unermüdlichem Eifer und verdoppelter Aufmerksamkeit. Wir waren bestrebt, den Inhalt dieses Organes des gebildeten Publicums so reichhaltig als möglich zu gestalten und die Tagesereignisse mit möglichster Raschheit, Treue und Genauigkeit zu veranschaulichen. Dem politischen Theile des Blattes haben wir jene Ausdehnung gegeben, den der immer regere Sinn, die gesteigerte Theil-nahme des Publicums an den großen politischen, socialen und konfessionellen Fragen gebieterisch erheischt. Unsere Haltung, unsere Grundsätze sind sattsam bekannt und wir können nur wiederholt versichern, daß wir niemals übermüthig, niemals blos verneinen?, daß unsere Kritik öffentlicher Vorgänge und Unterlassungen niemals ungerecht, wohl aber eine entschiedene in Sachen der Freiheit und des Fortschrittes sein wird. Vorwärts! das ist unser Losungswort auf dem Gebiete des öffentlichen Lebens und dieser Parole werden wir mit voller Hingebung treu bleiben. Wir haben unsere Stütze in den Sympathien des freien Bürgerthums gesucht und gefunden, und wir werden uns glücklich schätzen, uns diese Sympathien auch künftig zu erhalten. Den Angelegenheiten der Landeshauptstadt und der Provinz, der Gemeinde, der Schule, der öffentlichen Gesundheitspflege u. s. w. werden wir nach wie vor unsere sorgsamste Aufmerksamkeit widmen; unser Blatt steht gegründeten Beschwerden des Publicums in dieser Beziehung stets offen. Für reiche Abwechslung im Feuilleton, sowohl belehrenden als unterhaltenden Inhaltes ist auSgiebig gesorgt. Der Roman, die Novelle, die Kulturgeschichte der Witz und Humor findet in der wöchentlichen Illustrierte» Beilage des „Laibacher Tagblatt" mit feinen sorgfältigen Illustrationen reichliche Vertretung, wie sic kein anderes Organ seinen Lesern bietet. MM- Mit 1. Juli wird zudem die lästige Jnseratensteuer aus Oesterreich verschwinden, die Anzeigen, die Errichtung von Geschäften, das Suchen nach Arbeit wird nicht im vorhinein brauchen verzollt zu werden. Der Haupivortheil aus dem Aufhören der ungerechtesten aller Steuern kommt wieder in erster Linie dem Publicum zugute, während der drückende Zeitungsstempel, dessen Abschaffung dem Verleger und Herausgeber eine Erleichterung verschaffen würde, ungeschmälert sortdauert. Da nun ein bedeutendes Hindernis, das bisher dem großen und kleinen Verkehr, dem schnellsten Verständigungsmittel des Publicums auf dem Wege der Zeitungsanzeigen und Inserate im Wege gestanden, beseitigt ist, laben wir dasselbe bei dem ausgebreiteten Leserkreise unseres Blattes ein, von dem neueröffneten Verkehrswege nach dem Beispiel der vorgeschrittenen Länder jenen ausgiebigen Gebrauch zu machen, welchen dieser wichtige Factor des öffentlichen Lebens verdient. Priinilmeratioils - BcdiiMingen. Dieselben bleiben sonst unverändert wie bisher: Für Laibach: Mit der Post: Ganzjährig....................................8 fl. 40 kr. Ganzjährig....................................12 fl. — fr. Halbjährig ...................................4 „ 20 „ Halbjährig ...................................6 „ — „ Vierteljährig.................................2 „ 10 „ Vierteljährig..................................3 „ — „ Monatlich ....................................— „ 70 „ Für Zustellung ins Haus vierteljährig 25 tr., monatlich 9 fr. — Einzelne Nummern 6 kr. Das „Laibacher Tagblatt" ist demnach trotz der Reichhaltigkeit seines Inhaltes die billigste hier erscheinende Zeitung. Die Redaetiou. Die Gemeinden und die Volksschule. (Schluß.) Ein weiterer schon vielfach beklagter Uebel-stand namentlich in unserm Kronlande ist der Lehrermangel. Die Lehrer sind im Verhältnisse zum Auf-ivande der geistigen und physischen Kraft zur würdigen Ausfüllung ihres Berufes noch bei weitem nicht entsprechend entlohnt, die tüchtigen Kräfte unter denselben suchen daher sobald - als möglich besser dotierte Posten in den Nachbarländern zu gewinnen und kehren ihrer Heimat den Rücken. Die Ortsund Landesbehörden kennen diese Nebelstände, können und wollen ihnen aber aus Gründen, welche bekannt sind, nicht steuern. Viele Gemeinden hätten wohl bet einigem guten Willen die Macht Abhilfe zu schaffen; wenigstens die größer» Stadtgemeinden sollten sich auf die Höhe der Zeit stellen und eS 'hre Hauptsorge fein lassen, daß daS kommende Ge- schlecht geistig und körperlich gesund und tüchtig heranwachse. Wenigstens bcm einsichtsvollem unter denselben mochten wir folgende Wort: Dr. Bock« kräftigst zu Getnüth: führen: „Die Schulen geben den sichersten Maßstab für den sittlichen und wissenschaftlichen Bildungsstand 8er Gemeinde und des Staates ab. Wo die Schulen gut bestellt sind, da kann man auch mit Sicherheit aus einen wahren Fortschritt des Volkes, auf Zunahme des allgemeinen Wohlstandes und auf Wachsthum in allem guten schließen. Der Grad von Sorgfalt, welchen eine Gemeinde, ein Land, ein Volk der Erziehung der Jugend zuwendet, ist der richtigste Maßstab für den geistig sittlichen Standpunkt und die politische Reife der Gemeinde, des Landes und des Volkes." Die Regierung, welche nur allzu lange dem unverantwortlichen Schlendrian und der Indolenz der Gemeinden und Schulbehörden zugesehen, scheint zwar in neurer Zeit ihrer schweren Versäumnisse in dieser Angelegenheit sich bewußt geworden zu sein, wenigstens hat eine Verordnung des Unter-richtsministers an die Landesstellen vor bald fünf Monaten Bestimmungen über die Einrichtung der Schulhäuser der öffentlichen Volks- und Bürgerschulen, sowie über die Gesundheitspflege in diesen Schulen erlassen, die von hoher Bedeutung sind und die ganz besondere Aufmerksamkeit eines jeden Schulfreundes verdienen. Wie sie aber ausgeführt werden, davon ist uns leider nichts bekannt geworden. ES mag gegen jene Anordnungen allerdings eingewendet werden, daß sie, weil am grünen Tisch entstanden" und die Musteranstalten, die auf der wiener Weltausstellung zur Anschauung Gelangten, zum Ausgangspunkte nehmend, einen zu idealen Standpunkt einnehmen und unfern beengten Verhältnissen zu wenig Rechnung tragen. Etwas ist schon gewonnen, wenn man einmal am Regierung-tifche selbst den herrschenden Uebelftänden das Augenmerk zuwendet, wenn es auch nicht mit einem Schlage möglich ist, aus den alten verrotteten Zuständen herau?zukommen. Gewinnt erst bei den Gemeinden die schulsreundliche Gesinnung die Oberhand über den Schlendrian, setzt niemal eine und andere Gemeinde eine Ehre darein, nicht blos eine schöne Kirche, ein prächtiges „Geläute," sondern auch ein zweckmäßiges Schulhaus zu besitzen, so werden htv ater mehr nachfolgen und in dieser Richtung wird endlich ein Wetteifer entstehen, so daß sich schließlich die ganze Bevölkerung von dem wohlthätigen Einflüsse der neuen Einrichtungen auf die Wohlfahrt der Gemeinde überzeugen wird. So und nicht anders ist es in allen Ländern gegangen, die sich Heute eines musterhaften Schulwesens erfreuen. Wir wollen hier vorerst nach einem diesbezüglichen Artikel der „Kl. Z." jene Punkte der erwähnten Verordnung besprechen, die einerseits von besonderer Wichtigkeit sind, und deren Berücksichtigung nicht mit allzu großen Kosten verbunden ist. Hiebei sehen wir von dem allgemeinen Erfordernisse eines Schulhauses, so wie von dessen Lage und Umgebung ganz ab, weil wir annehmen wollen, daß man dort, wo Neubauten stattfinden, doch mit der nöthigcn Borsicht zu Werke gehen und nicht in die frühem Fehler verfallen werde. Stehen ja den Gemeinden Musterpläne zur Verfügung und dürfte die Behörde bei diesbezüglichen Bauten ohnehin die nöthige Einflußnahme nicht außer acht lassen. Was wir erörtern wollen, betrifft jene Verbesserungen und Abänderungen, beziehungsweise Anschaffungen, welche bei unfern bestehenden Schulhäufern im Interesse des Unterrichtes und der Schnlgesundheits-pflege ohne Verzug vorgenommen werden können und sollen. Da sind es nun vor allem ändern die Schulbänke, welche wir ins Auge fassen. Betrachtet man nur die Anforderungen, welche die Gesundheitslehre — abgesehen vom pädagogisch - didaktischen Standpunkt — an die Schulbank stellt, so kommen wir zum Schlüsse, daß 'unsere dermaligen Schulbänke fast durchgehends unentsprechend sind. Häufig kommt man beim Anblick solcher Martersitze beinahe auf den Glauben, als hätten die Erbauer derselben mit Bedacht allen Mängeln Rechnung getragen, und man staunt, daß nicht mehr Rückgratverkrümmungen, Brustverengungen rc. bei den zu diesen Sitzen Ver-urtheilten Vorkommen. Bei Neuanschaffungen wird daher jede Gemeinde wohlthun, den Schulbänken eine ganz besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Die nöthigcn Instructionen in dieser Richtung gibt der § 13 der genannten Verordnung. Aber selbst die bestehenden Bänke können verbessert werden, sei es durch Niedrigermachen des Sitzbrettes und Pultes ober da» Feuilleton. Die amerikanische Frau in der Familie. Die englisch-amerikanische Presse hat sich im ganzen sehr schwach und nachsichtig, man könnte sagen feig gezeigt, gegenüber dem Unfug des WeiberkriegeS auf die Wirthschaften. Um so erfreulicher ist eS, wenn man einmal eine entschiedene kritische Verwerfung diese« Skandals in einem englischen Blatt findet. Eine solche enthält „AppletonS Journal." Darin wird der Frau klar gemacht, baß bie Fa. milie ben Kreis ihrer Wirksamkeit umschließt, baß fie bort allein seg:nSreich wirken kann, unb baß ste daburch die Hüterin der wahren Moral unb Ge-sittung wirb; baß sie aber selbst entartet unb sich jeber Macht und jebeS verebelnden Einflusses auf Sittenbesserung eniäußert, wenn sie bie Uebel birect im öffentlichen Leben bekämpfen will, welche nur dadurch so verderblich um sich gegriffen haben, weil dir amerikanische Frau im Haus ihre Pflichten nicht thut. Dir Frauen beklagen sich, baß auf sie hauptsächlich bet Nachtheil unb der Fluch ber Unmäßig« durch, baß man das Pultbrett, wenn es zu schmal fein sollte, breiter macht. Dies geschieht, indem man an der obern Seite desselben eine verschiebbare Leiste anfügt, welche die für die Tintengefäße erforderlichen Oeffnungen hat. Die Tintengesäße selbst werden im Innern der Bank so angebracht, daß sie beim Nichtbedarf durch die Leiste verdeckt werden können. Das Pultbrett sei nach vorn etwas, doch nicht zu stark geneigt. Neben den Schulbänken weisen die meisten Mängel wohl die Aborte a..f, sowohl was Anlage als Bauart anbelangt. Man braucht oft gar nicht ins Schulhaus zu gehen, sondern sich ihm nur zu nahen, so weiß man, wie es in dieser Beziehung steht. Ein pestilanzialischer Geruch erfüllt alle Räume. Denkt man sich hiezu noch die Luft der vemilationslosen Schulzimmer, so hat man das EinathmungSproduct für die liebe Jugend. Für eine Neuanlage der Aborte gibt die mehrerwähnte Verordnung ebenfalls die nöthige Richtschnur; zur Beseitigung ober wenigstens Milderung der Uebelstände bei den bereits bestehenden werden Lüftung, Säuberung, Streuung, Desinfection und entsprechende Abschließung mittels Thüren gute Dienste thun. Außer dem bereits Gesagten wollen wir noch einige dringende Erfordernisse erwähnen, die ohne besonders große Kosten zu beschaffen sind und somit auch, wo sie nicht bereits vorhanden, beschafft werden können und sollen. Dahin gehört ein passender Ofenmantel. Häufig ist cs diesbezüglich schlecht bestellt. Die Bänke sind so nahe am Ofen, daß die zunächst sitzenden fast vor Hitze zergehen, die Entfernteren frieren. Von einer annähernd gleichmäßigen Verkeilung der Wärme ist da keine Spur. Ein dem Auge passender Anstrich der Zimmerwände, eine entsprechende Ausschmückung des Schullocales mit dem Bildnisse Sr. Majestät, mit Inschriften, mit Objecten des Anschauungsunterrichtes u. dgl. ist ebenfalls ohne große Kosten herzustellen. Das erste Haupterfordernis ist schließlich die Reinhaltung der Schulräume. Dieselben müssen täglich gekehrt und der Boden alle Monate wenigstens einmal gewaschen werden, nicht, wie es gebräuchlich ist, wöchentlich ein- oder zweimal außzu-kehrcn und kaum jährlich einmal die Dielen zu scheuern. Von dem Schulkinde verlangt mau Reinlichkeit, man soll eS zur Reinlichkeit erziehen; schaffen wir ihm vor allem einen reinlichen «usenthallsort. Und wenn wir durch gediegenen und verbesserten Unterricht, die raschere geistige Entwicklung des Schülers anstreben, lassen wir auch die körperliche nicht außer acht. teit im Genuß geistiger Getränke fällt, welchem sich ihre Männer und Söhne hingeben. Aber daran tragen sie die Hauptschuld. Wenn sie verständen das Familienleben für Gatten und Söhne anziehenb zu machen, wenn sie bie ersteren burch ein seelenoolleö, gemüth-liches Wesen an das Haus zu fesseln wüßten, und wenn sie ihre Söhne nicht zu rein äußerlicher und darum haltloser und heuchlerischer Gesittung erzögen, sondern ihnen echtes Gefühl und Liebe zur Tugend einzuflößen verständen, so würde das Wirthshau« kein vernichtender Dämon für ihr Familienglück werden. Aber wenn sie auch alle Wirtschaften und allen Liquor der Welt vernichten könnten, bas Familienglück würbe bamit boch nicht erstritten. Daquillt aus ganz anderen Motiven, als aus bem Verbot geistiger Getränke. Das quillt aus ben Tiefen eines reinen Herzens, auS einem Seelenabel, welcher erhaben ist über jede Äußerlichkeit, auch über alles Essen und Trinken. Der Jrrttzum ber Frauen, welche das nicht begreifen können, erwächst aus dem gänzlichen Mangel wahrhaft weiblichen Gefühlslebens, vereint mit dem Mangel tüchtiger VerstandeSbildung. Das ist ber Grund, weshalb das amerikanische Familienleben so viel zu wünschen übrig läßt. Politische Rundschau. Laibach, 27. Juni. Inland. Aus Gm; und Linz liegen bereit-Nachrichten vor, daß bei den dortigen Statthaltereien bie Durchführung« Verordnungen zu ben konfessionellen Gesetzen eingelangt seien. ES kann sich wohl nur um Instructionen für bie politischen Behörden in betreff ber Handhabung ber durch die neuen Gesetze der Staatsgewalt eingeräumten Control-rechte handeln, denn dieDurchführuugs-Verordnungen, die von den Gesetzen selbst in Aussicht gestellt sind und in einzelnen Punkten als Ergänzung derselben zu dienen haben, können nicht Amtsgeheimnis bleiben, sondern müssen allen Beteiligten zugänglich im Reichsgesetzblatte zu lesen sein. Instructionen, wie sie nicht nur die zwei genannten Statthaltereien, sondern gewiß auch die übrigen Landesstellen erhalten haben, haben ihre große Wichtigkeit, da bei unseren konfessionellen Gesetzen alles von den, Willen ber ausführenden Organe abhängt. Die kaiserliche Entscheidung über die Neu-besetzung der erledigten Statthalterposten ist, einer neuerlichen Meldung zufolge, bereits getroffen; man erwartet die Publikation im Laufe dieser Tage. Für den krainer Posten soll, wie wir gemeldet, auch ein höherer Beamter eines gemeinsamen Ministeriums (Hofrath Schwegel) con. curriert haben, jedoch, wie es heißt, ohne Erfolg. Allem Anscheine nach dürfte die Wiederbesetzung der Landeschefstellen zu Brünn und Laibach noch anderweitige Veränderungen bei einzelnen Statthaltereien erforderlich machen. Nachdem die Jungczech en schon vor einigen Tagen die bisherigen Abgeordneten ihrer Partei als die eigentlichen Träger des Volksvertrauens den alt-czechischen Eandidaten gegenüber gestellt hatten, wagen sie es nun, mit einer eigenen Candidatenliste und einem selbständigen Wahlaufrufe gegen die Altczechen aufzutreten und dieselben zum offenen Wahlkampf in fünfundzwanzig Bezirken aufzufordern. Aber alle diese Rüstungen und Vorbereitungen sind nur auf den Schein berechnet und auch dieser Kampf wird sich zur Comödie gestalten; so kleinlaut, wie jungst der altczechische Aufruf, so verzagt klingt das jungczechische Wahlprogramm. Ist es nicht erbärmlich, daß die Jungczechen in ihrem Aufruf bem Volke, um basfelbe zu gewinnen, vorspiegeln, baß sie ja bieselben Ziele verfolgen wie bie «ltczechen? Also bie bemokratischen Politiker ber That und bie klerical-conservativen Politiker ber Passivität haben in ber czechischen Opposition bieselben Ziele! Diese» Geständnis ist das beste Argument für die lieber* zeugung, daß es ganz gleichgiltig ist, welche Fraction der Ezechen bei diesen Wahlen durchdringt.____________ mr Fortsetzung in der Beilage. "WM-" Hören wir hierüber „AppletonS Journal". ES sagt: „Das amerikanische Familienleben ist durchschnittlich sehr trauriger Natur. Die Männer essen und schlafen daheim, weil das bequemer und billiger ist, als auswärts. Sonst aber hat das Daheim keine weitere Anziehungskraft für sie, nicht sowohl zufolge eines verkehrten Systems, wonach alles im Hauben ungemüthlichsten, engherzigsten Charakter trägt, wie ihn nur Gefühlsmangel, falsche Oekonomie und kalte Selbstsucht hervorbringen können." Man solle nur einmal in die Häuser der kleine» Stäbte un Dörfer blicken, meint bas Journal, und man werbe sich von ber Wahrheit deö Obigen überzeugen. In den sog. guten Zimmern wird niemals ein Fenster geöffnet, um Luft und Sonnenlicht ein-zulaffen. Bei Tag und Nacht ziehe man sich in ein kleines Hinterstübchen zurück, oder die Frauen hockten in der heißen Küche. Die ..ParlorS" find dumpfig und ungewöhnlich und die Männer suchten irgendwo außer bem HauS einen freundlicheren, gemüthlicheren unb unterholtenberen Aufenthalt. Die Frauen wollen ja lieber bie Teppiche in ihren ParlorS fch-oen, lieber ein Exiralicht, ein Extraseuer sparen, «w Gatten und Söhnen das Haus freundlich und an- Beilage zum „Laibacher Lagblatt« Nr. 144 vom Zuuk ISf4.' Ausland. Die preußischcRegierung hat bereits begonnen, auch den Paragraph der neuen Gesetze auszuführen, welcher eine Pfarrerwahl durch die Gemeinde in Aussicht stellt. Dem ersten Fall in Wesel sind zwei Fälle aus Schlesien hinzuzufügen. In Heerdt bei Struß und in Gladbach sind die Pfarrer gesperrt und kein präsenta-tionsberechtigter Kirchcnpatron da. Jetzt haben beide Lanvrathsämter den Gemeinden bekannt gemacht, daß sie nunmehr befugt seien, die erledigten geistlichen Aemker wieder zu besetzen und für eine Stellvertretung zu sorgen, und daß cs dazu nach dem Gesetze eines Antrages von wenigstens zehn großjährigen, im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte befindlichen männlichen Gemeindegliedern auf Zusammenberufung der Gemeindeglieder zur Befchlußfa>iung bedürfe. Man muß gespannt darauf sein, wie sich die Sache der Pfarrerwahlen weiter entwickeln wird. Zunächst ist es wohl nur ein Schreckschuß, der den Zweck hat, auf die fuldaer Bifchofsconferenz eine Pression auSzuübeu. Der Bischof von Culm läßt sich des hohen Alters wegen auf der Conferenz vertreten. — Den Ausgangspunkt der Friedens-Propositionen der Bischöfe an die Regierung werde, so schreibt man der „Köln. Ztg." aus tzulda, wahrscheinlich der „Homagialeid" bilden, an welchem einige wesentliche Modifikation vorgeschlagen werden sollen (?). Die kirchliche Bewegung im Manrua-itischett, woselbst sich in einigen Gemeinden das Volk selbst feine Pfarrer wühlte, ist, so wenig sympathisch sich auch immer die italienische Regierung gegenüber diesen Emancipations-Besirebungen verhält, doch immer noch im Wachsen begriffen Auch unter dem Klerus findet die Bewegung neue Anhänger und hat sich neulich wieder ein Geistlicher, Don Pietro Salodini, der Kaplan von Bagnolo S. Vito, zu dem aus einer Volkswahl hervorgegan tzenen Pfarrer von Paludano, Don Orioli, begeben und sich ihm zur Verfügung gestellt. In Frankreich hat man außer den bona partistischen Com itös in Lyon, Angers u. f. w. noch solche in der Haute-Vienne, in der Dor dogne und in Ajaccio aus Corsica entdeckt, welche sich die Sammlung von Unterschriften für nach Chtielynrst gerichtete Adressen und die Verkeilung von Photo tographim LnluS zur Aufgabe machen. Die Existenz des Centralcomilvs in Paris ist ebenfalls außer Zweifel gestellt, und wenn die officiösen Journale der Orleanisten, unter anderen auch der Soleil, über die Fortschritte des Bonapartismus klagen, so sollten sie auch ein Mea culpa rufen, denn wer sonst als der Duc de Broglie, dieser Schützling des Empire, hat eS ermöglicht, daß die Bonapartisten handeln konnten, während die orleanistischen Doktrinäre ihre Zeit mit fruchtlosen Debatten verloren haben und noch darüber verlieren, ob die Republik definitiv iroclamiert werden solle oder nicht. Das Ueberhandnehmen der bonapartisti-chen Umtriebe einerseits, denen gegenüber die republikanische Partei, wie Gambetta bei dem Hoche-Bankelte constatierte, einig dasteht, und der durch die Enthüllungen der „Times", die zu entkräften dem General Ehangarnier durchaus nicht gelang, »erbeigeführte definitive Bruch im monarchischen Lager andererseits, werden wohl die Kammer zur Annahme des Antrages Casimir Pöriers bestimmen, ür den nun auch ein ehemaliger Minister Louis Philipps, Graf Montalivet, einlritt. Wenn die Nationalversammlung dies nicht thut, so kann sie ihrer Auflösung umsoweniger auss dem Wege gehen, als bereits die Legitimisten öffentlich erklären, für dieselbe stimmen zu wollen, wenn die Monarchie nicht proclamiert würde. Der Prätendent Don Carlos wirbt um Unterstützung nicht nur in Paris, wohin er, wie bereits gemeldet, feinen Kriegsminister Elio abgesendet hat, sondern auch bei der päpstlichen Curie; zu diesem Behufe ist sein Bandenchef Triftany in einer Specialmission in Rom eincjettoffcn und gibt sich alle erdenkliche Mühe, die Curie dazu zu bewegen mit Serrano sich in keinerlei Beziehungen einzu-laffen. Da Letzterer dem Vatican manche verheißungsvolle Avancen gemacht, soll Tristany bis jetzt mit seinen Bemühungen keinen besonderen Erfolg erzielt haben. Zur Tagesgerichte. — Wüthende Füchse. Wie aus Kärnten gemeldet wird, kommen dort im heurigen Jahre milchende Füchse zum Vorscheine. Es wurden bereit« einige derselben geiöotet, da sie bis in die Nähe der Häuser Vordringen und Thiere und Menschen angehen. tism solcher FuchS wurde auf der Koralpe, ein zweiter in Keuttdhach gelödtet, ein dritter ist vor einigen Tagen in den eingefriedeten Garten des sogenannten Sacher-hoscs bei Klag-nsurt eingedrungen, hat einen dort befindlichen Hund angegriffen und gebissen, ohne daß es gelungen wäre de« Fuchses habhast zu werden. Der gebissene Hund wird in strenger Verwahrung und Beobachtung gehalten. — Internationale Schnellzüge über den Brenner. ES ist bereits so gut wie vereinbart, daß in Zukunft directe internationale Schnellzüge (über den Brenner) zwischen Berlin und Rom verkehren werden. Die Züge der österreichischen Slldbahn sollen so abgetanen werden, daß die neuen internationalen Züge sowohl an die bereits zwischen Turin und Bologna als auch an die zwischen München und Berlin fahrenden Züge directen Anschluß finden. Es sollen jeden Tag zwei internationale Züge nach beiden Richtungen hin abgtlaflen werden und ohne die Stunden der Abfahrt und Ankunft der Züge in Rom zu verändern, würde die Reise von Rom nach Berlin, die gegenwärtig 63 Stunden dauert, nach dem neuen Plane unr 51 Stunden in Anspruch nehmen, und die Reise von Berlin nach Rom, zu welcher man jetzt GS1/* Stunden braucht, in 52% Stunden gemacht werden können. — Eine tüchtige Leetion hat gelegentlich feiner FirmuugSreise der fanatische Czechensreund Bischof Wahala von Leitmeritz erhalten. In zwei Städten, Böhmifch.Zwickau und Böhmisch-Leipa, unterblieb bei der Ankunft des Bischofs jeder feierliche Empfang, trotzdem die Bevölkerung der beiden Städte hiezu auf» gefordert worden war. Der Lehrkörper sowie die Schuljugend befanden sich wie an jedem ändern Tage in der Schule, so daß die ganze Empfangsfeierlichkeit auf die Begrüßung durch den Klerus und ein paar Firmlinge beschränkt blieb. — Die Stadt Manchester war am 81. d. M. Zeuge einer Demonstration, wie sie in solchem Umfange nur in Irland zu Zeiten O'Connell's zu den gewöhnlichen Vorkommnissen zählten. Zwanzig» tausend Mitglieder von Arbeitervereinen hielten Beta» thung über das Wohl der im Massenstrtke begriffenen ländlichen Arbeiter. Nachdem verschiedene deren Sache unterstützende Resolutionen gefaßt waren und eine Colleete für ihren Unterhalt eine ansehnliche Summe ergeben, fehlten die Zwaozigtausend wieder zu ihrem heimischen Herd zurück, so friedlich wie sie gekommen waren. Local- Uttb Promuziai-A^^mMeu" Origiual-Lorrestroudeuz. Rasowitsch nächst Stein, 25. Juni. (Große Prügelet.) Ei|t kürzlich ta|en wir im „Laibacher Tagblatt", daß in Krain der Brauch herrsche, zu Frohnleichnam riesige Maibäume auszustellen, welche dann am Johannistage weggeräumt und von den Burschen der Dorsschasten verkauft werden. DaS da« für gelöste Geld wird in Gemeinschaft vertrunken, wo» bei es nicht selten zu Prügeleien und Todtschlag kommt. Nur z« bald mußten wir in unserem Dorfe die Wahrheit jener Schilderung erproben. Die Baueruburscheu von Nasovitsch lösten für ihre beiden Maibäume zwar nur sechs Gulden; da ihnen dieser Betrag zu gering» fiigig erschien, um sich bestialisch besaufen zu können, schossen sie noch Geld zusammen, bis die Summe für zwei Eimer Wein ausreichte. Am Johannistage begann sofort um 8 Uhr früh das Zechgelage. Barschen und Bauerndirnen setzten die viehische Orgie fort bis 9 Uhr abends, wo natürlich alle- Hagelstern voll war. Da begann nun bie Rauferei, und Dabei ging es so wild her, daß das Haus eines Besitzer» und Wnlh.'S förmlich gestürmt, das Hausthor mit Axlhieben zertrümmert, die Fensterläden zerhauen, die Scheiden zerschlagen, ja die Ziegel vom Dache herunter» ziehend zu machen. Sociale Heiterkeit wird nicht in diesen traurigen Häusern verstauet. „Hier", sagt das Journal, „besteht alle Kunst darin, die Kunst zu üben, wie man nicht leben soll. Alles muß fein, nett, säuberlich und ordentlich bleiben, kein Stäubchen darf Mr«. Grnndy genieren; alle freie Bewegung, jeder Geschmack, alle Aufheiterung, alle Herzlichkeit, alles Leben muß unterdrückt werden. — Das scheint die große Aufgabe der aöcetischen Frauen zu sein, welche darüber die Controle haben. Kein Wunder, daß die Männer davon laufen und selbst die roheren Vergnügungen der Wirthshäujer vorziehen. — Lebensgenuß ist eine Notwendigkeit für die Natur des Mannes und jede Lebensweise ist besser als Gleichgültigkeit und Herzenökälte." Beherzigenswerthe Worte sind das für die Frauen. Die geschilderten Zustände treffen hauptsächlich in den kleineren Orten zn. Denn in größeren sind die Häuser wohnlicher und die Frauen socialer. Die „AScetik" des häuslichen Lebens ist daselbst ziemlich abgeschliffen. Daraus erklärt sich auch, warum die Frauen an kleineren Orten namentlich diese Wnth auf Wirthehäufer zeigen, während das Familienleben in großen Städten, ausgenommen bei deren ärmeren und ganz ungebildeten Klaffen, durch die Wirtschaften nicht im mindesten Abbruch leidet. Man kann sich hier in den deutschen Winh-schäften ein Muster nehmen, welche so anständig find, daß der Besuch derselben seitens der ganzen Familien, auch der gebildetsten Klaffen, nicht das Familienleben stört, sondern es belebt, erfrischt und dazu beiträgt, vor jener amerikanisch-n Monotonie, Gleichgültigkeit und starren Selbstsucht von Mann, Frau und Kindern zu bewahren. Die Mutter, sagt Appleion's Journal, kennt so selten das eigentliche Wesen ihrer Söhne, die sie zum Rechten und Guten leiten soll, und noch will. Junge Männer wünschen ihren Trieb nach Tätigkeit zu befriedigen, wenn keine Berufsgefchäste vvr-liegen, wollen sie anregenden Umgang, aufheiternde Gesellschaft. Man gewähre ihnen das im Hans, man sorge für geistige Unterhaltung, für gute belehrende Bücher, und pflege die Liebe zu allen schönen Künsten, namentlich zur Musik. Eine Mutter, welche in dieser Weise in ihrem Hause wirkt, braucht nicht zu befürchten, daß Wirtschaften ihr Familienglück vernichten können. Das leichtsinnige Heiraten, sagt das Journal, trägt viel zum Unglück des amerikaniichen Familienlebens bei. Durchschnittlich kennt der Mann die Frau gar nicht, welche er zur Lebensgefährtin wählt Ebenso wenig weiß die Frau gewöhnlich, welche Bildung, welche Sitten der Mann hat. Einen vernichtenden Einfluß auf alles Familienglück muß es machen, wenn beide Theile sofort nach der Verheiratung finden, daß sie nicht zu einander paffen. Allerdings muß der Mann das feinige beitragen, um das häusliche Leben angenehm und zu einer Stätte des Friedens und der Liebe zu machen, aber in den allermeisten Fällen, sagt daS Journal, trägt die Frau die Schuld, schon. durch das geringe Interesse, welches sie durchschnittlich für alles bezeugt, das außerhalb ihrer häuslichen Sphäre liegt. Hieran aber, muß hinzugesetzt werden, trägt wieder eine beschränkte Erziehungsmethode die Schuld. Ja, die unzureichende Erziehung daheim und in den öffentlichen Schulen ist schließlich die Ursache aller dieser Verirrungen, welche die Quelle der Gesittung nicht in der Bildung drS Menschen, sondern in zufälligen Acußerlichkeiten erblicken, und die Welt bald durch Waffer, bald durch Sonntagszwang zu reformieren hoffen. Das Treiben dieser armen bedauern-werthen Narren beweist leider, daß die Welt trotz aller gerühmten Bildung und aller gewaltigen Fortschritte der Neuzeit noch immer ein großes Irrenhaus ist, und es auch noch lange Zeit bleiben wird. gerissen wurde». Die eisernen Feastergitter wurde» mit Hebel» und Stangen zerbrochen oder verkrümmt, in den Zimmer» selbst von der entmenschten Rotte Flaschen, Gläser, Geschirre, Einrichtungsstücke in Trümmer geschlagen, der Ofen demoliert, eine Stroh, schneidmaschine auf der Dreschtenne total ruiniert, selbst da- Vieh im Stalle nicht unbeschädigt gelassen. Lei dem tollen Rummel wurde» 9 Menschen mehr oder minder verletzt, darunter einer derart am Kopfe beschädigt, daß er noch heute im bewußtlose» Zustande darniederliegt. Da haben Sie wieder einen kleinen Beitrag zur Sittengeschichte im frömmste» und psaffen-gesegnetsten Theile KrainS. Abhilfe thäte freilich noth, aber sie ist nicht sobald zu gewärtigen, theilS wegen deS kläglichen Zustande« unseres BolkSschulwesenS, theilS wegen der Lässigkeit, um nicht zu sagen Stumpssia-nigkeit unserer Gemeinde- und anderer Behörden. — (Narrenspaziergänge.) Die Bewohner unserer Landesirrenanstalt haben das Bedürfnis noch Freiheit wie jeder andere Mensch und so kommt «4, daß sie, dem Drange ihrer Gefühle nachkommend, häufig die sie eioschließende Mauer Übersteigen und den benachbarten Gärten Besuche abstalten. So geschah eS auch gestern nun schon zum drittenmale, daß ein Irre den Zeschko'schen Meierhof besuchte und von dort über den Zaun in die Spionfabrikgasse unter dem Bo,wände eniwich, er müsse eine» Bruder, der ihm 10 fl. schulde, aussucheu. Bald kamen die Krankenwärter nach, schenkten jedoch den Versicherungen des Besitzers, daß der Kranke schon wieder das Weite gesucht, kein Gehör, sondern durchsuchte» das ganze Getreidefeld, welche» bei dieser Gelegenheit natürlich tüchtig zusammengetreten wurde. Wir haben in unseren Blättern schon zu wiederholtenmalen auf die nachlässige Wartung, deren sich die Kranke» erfreuen, aufmerksam gemacht, eS scheint jedoch, daß hier alles fruchtlos sei. Der gestern entwichene Narr brachte sich gar srische Kleider mit, gegen welche er, aus der Gartenmauer sitzend, seinen Narrenanzug vertauschte. Wo blieben da die Wärter und woher erhielt der Flüchtling srische Kleider? und wie kommen die Krankenwärter dazu, Herrn Zeschko'» Getreide zu zertreten'? Die« find Fragen, um deren Beantwortung wir die löbl. Spitalsverwaltung ersuchen. — (Thierschutzverein.) Die „itoib. Ztg." veröffentlicht den Aufruf des Herrn LandeSgenchlS-offizralS Ferd. Janesch behufs Gründung eines ThierschutzvereiuS in Laibach. In Anbetracht des edlen Zieck.S, dem wir unsere wärmste Unterstützung leihe», geben wir hier die Hauptstelle de« bezüglichen Ausrufe»: In allen LanbeShaupistädten unsere» großen Vaterlandes Oesterreich bestehen, mitunter schon fett vielen Jahren, Threrschutz-Bereine, in den meisten kleineren Städten «ad Märkten, ja selbst in Dörfern — Filialen zu denselben; nur die Landeshauptstadt unsere» engeren Vaterlandes Ärain blieb in dieser Richtung zurück und schien umempjänglich zu sein für die vielen Leiden und ganz nutz» und zwecklosen Qualen, welche unseren Grdenmitbewohnern — den Threren, von welchen die Menschheit ja den größten Nutzen zieht — oft aus eine grausame Weise, theilS durch Unwissenheit, theilS durch muihwillige Rohheit — zugeflljt weiden. Wenngleich der Gesetzgeber sich einerseits de» »«behilflichen, unvernünftigen Thiere» durch Schaffung eines Gesetzes gegen die Dhierquälerei angenommen hat, so geschehen doch andererseits unzählige, oft sehr strafbare Thier-Quälereien, die dem wachsamen Auge de« strafenden Richter« entgehe». ES hat allerdings feine Richtigkeit, daß die OrtSpolizei in erster Linie berufen ist, Thier-quäiereierr hintanzuhalten und rohe GefetzeSübertreter de» strafenden Richter zu übergebe»; allein e» ist auch wahr, daß e» der OrtSpolizei bei ihrem besten Wille» oft nicht möglich ist, alle vorkommenden Thier-quäUtfien wahrzunehmen, die im gewöhnlichen Leben Vorkommen, und ebe» weil sie alltägig und vor de» aller geschehen, hat sich das Auge an selbe schon tarnt gewöhnt, daß sie einem gar nicht mehr a>S Tierquälereien erscheinen; man denkt sich (wenn man’» überhaupt bemerkt), efl muß so und kann nicht ändert fein. Um aber diesen vermeintlichen Nichiquälcrcien eulgegenzulretrn und solche hiutauzuhalten, find in zweiter Linie die Thierschutzvereine und deren Filialen berufen, welche vo» der OrtSpolizei unterstützt durch ihre Vereins-Mitglieder und auch durch die Preffe auf die Bevölkerung belehrend einzuwirken haben. Wie aber wird dieser schöne Zweck »nd der Wahrspruch de» Gründers des ersten österreichischen Thierschutz-Vereins des nun in Gott ruhenden Dr. Ignaz Franz Castelli: „Thiere schützen, heißt Menschen nützen", am sichersten erreicht? Durch die größtmöglichste Verbreitung der Thierschutzvereine und ihrer Filialen und durch die größtmöglichste Anzahl von Mitgliedern auS alle» Schichte», die alle in thierfreundlichem Sinne mit gutem Beispiele und belehrend auf ihre Mitbürger insbesondere aber auf die empfängliche» Herze» der Jugend einwirken und rohe, keine Belehrung aunehmende Menschen dem Gesetze zur Bestrafung überliefern. Um insbesondere belehrend zu wirken und so eine sür die Leiden der Thiere empfängliche Generation heran-ziehen, könne» wohl al» vorzügliche Hauplorte dieser Wirksamkeit Schule und Kanzel genannt werden. E» wäre daher sehr zu wünschen daß Lehrkörper und Geistlichkeit sich an diesem edle» Vereine recht rege beiheiligen und im Sinne de» Verein» wirken wollten. Nicht minder wichtig für diesen Verein sind aber auch die verehrten Hausfrauen und Familienväter, wie überhaupt alle, welche Thiere besitzen oder mit selben umzugehen haben. Um aber jedermann den Beitritt zu diesem humane» und nützlichen, Mensche» veredelnde» Vereine zu ermöglichen, ohne ihm dadurch ein schwer zu erschwingende» Opfer aufzuerlegen, wurde der mindeste Jahresbeitrag in so geringem Betrage festgesetzt, wie bei keinem ander» Vereine, nemlich mit nnr einem Gulden sür jede» Solarjahr, somit nicht einmal 2 Neukreuzer per Woche. Selbstverständlich bleibt es jedem Mitgliede unbenommen, außer dem festgesetzten Jahresbeiträge, noch irgend einen weiteren beliebigen Betrag dem Vereine zu widmen, und zwar zu ernem bestimmten Zwecke, z. B. zur Prämiierung von Personen, die sich aus eine vom Geschenkgeber zu bestimmende Art threrfreundlich besonder» hervorgethan haben. Da nun die eonstituie-rende Versammlung der krainer Filiale demnächst stattfinden wird, erlaube ich mir alle jene p. t. Damen und Herren sowohl in als außer Latbach, die sich für de» Thierfchutz'Vereiu interessieren und der krainer Filiale al» Mitglieder deizutreteo wünschen — hie-mit höflichst einzuladeri, sich bei mir gegen Erlag deS JahreSbeitrag pro 1875 gefälligst zu melden, beziehungsweise einzuzeichnen. — (Die Papstfeier in Stein und Umgebung.) Es versteht sich von selbst, daß in dem frommen Franzi-kanerbeglückten Städtchen Stein und Umgebung die 28. Jahresfeier der Thronbesteigung Sr. Heiligkeit, Papst Pius IX., auf da» feierlichste begangen wurde. Daß e» nicht ohne obligates Pöller-geknaüe abging, versteht sich von selbst. Auch an Opfer-gängen während de» Hochamtes und an PeterSpfennig. bettcleien war kein Mangel, den dafür hat der Krainer stets Geld. Wie viel an diesem Tage Pulver verknallt wurde, davon kann man sich eine Vorstellung machen, wenn man erführt, daß in Commenda St. Peter allein an die dreißig Pfund verschossen wurdcn. In letz« lerer Gemeinde hatte zudem der Kaplan von HauS zu Haus gesammelt, von Keusche zu Keusche fromme Beiträge eingetrieben, selbst solche Leute zu Coutributiouen herangezogen, die oft nicht das trockene Brot zu essen haben. Bon den dreißig Gulden, die auf solche Weife zusammeogebettelr worden, setzte es aber auch eine» Eimer Wein sür die 100 Inwohner, die ihre Wochenarbeit liegen und stehen gelassen und im Schweiße ihres Angesichtes a» der Ausrichtung riesiger Flaggenbäume, mit der gelbweiße» päpstliche» Fahne und der nationalen Trikolore an der Spitze, gearbeitet hatten. Der übliche» Tagesfeier mit Hochamt und Tedcum, Festgelage und WrrthShauSbesuch folgte am Abend die Beleuchtung deS KrrchihurmeS. An der Oberkrain zu-gekehrten Seite desselben strahlte weit hinaus ein großes von Lampen gebildetes Kreuz. Auf den BrrgeShöheo waren bis lief in die Nacht hinein Freudeufeier sichtbar. — (Zum Feuerwehrseste in Klage» » furt) sind Uber tausend Gäste au» alle« Theile» der Monarchie angemeldet und da» WohuungScomitä hat vollauf zu thun, diese» Bataillon von Feuerwehr, männern zu bequartiereu. — (Och» und Postzug.) AuS Adelsberg, 24. Juni, schreibt man: Als der gestern abends um 7 Uhr vo» Triest »ach Wie» Verkehreerde Postzug die Strecke zwischen Adelsberg «nd Rakek um 11 Uhr Nacht« passierte, betraten zwei Ochsen an« dem nahen Walde den Bahnkörper. Eines der Thiere überschritt da« Geleise, das andere indes} rannte der Maschine ent» gegen und wurde überfahren. Hiedurch entgleiste nicht nur die Maschine, sondern da noch der größere Theil de« Zuge« über Ben Cadaver hiaweggiug, auch ein Personeuwagen. Die Reisendeo kamen mit dem Schreck« davon. E« wurde von Adelsberg ein Zug requiriert und der Postzug ging mit einer Verspätung von drei Stunden nach Wien weiter. — (Das kleine Zeitung«in serat) wird mit 1. Juli d. I. wesentlich billiger. Mit 30. Juni hört nemlich die Steuer von 30 kr. für jenes Inserat, welche bisher besonder« die kleinen Inserate sehr vertheuerte, ganz auf. Vom 1. Juli an wird es daher thunlich fein, auch wegen unbedeutender Sachen ein Inserat in die Zeitung zu geben, was gegenwärtig wegen der JnsertionSsteuer vorweg ausgeschlossen war. Wer z. B. ein Taschenluch, einen Ring, eine Broche, oder eieen kleinen Geldbetrag verloren hatte, der konnte feinen Verlust nicht annoncieren, weil ein dreimalige» Inserat mit beiläufig 30—50 kr. EinrückuugSgebühr und 90 kr. Steuer, selbst wenn der verlorne Gegenstand dadurch erlangt wurde, mit Hinzurechnung dt» Finderlohn» einem neue» Ankauf beinahe gleichgekommen wäre, im ander» Falle aber den Verlust nur um so empfindlicher gemacht hätte. Lehrer, Gouvernanten, Dienstboten rc. erschraken sörm-l lich, wenn man ihnen für ein ganz kleine» Inserat 50—60 kr. abverlangte, 20—30 kr. für die Ein« rückung und 30 kr. Steuer. Geschäftsleute konnten eine frisch angetommenc Ware, z. B. ein berühmte» Bier, eine seltenere Qualität Würste, Seefische rc. rc. nicht aukündigen, weil ihnen die JnsertionSsteuer de» ganze» Profit wegnahm. Kurz, das kleine Inserat (welche» ebensoviel Steuer zahlte, wie da» große, in welchem ei sich um Millionen handelt) war durch die JnsertionSsteuer beinahe zur Unmöglichkeit gemacht. Da» wird nun anders. Vom 1. Juli an kann e» der Geschäftsmann wagen, da» Publicum auf einen einzelnen Verkaufsartikel in der Zeitung aufmerksam zu mache», ohne daß er dabei viel riskiert. Der umsichtige Geschäftsmann wird auch diesen günstigen Umstand auSzuuütze» wissen. Ohne Zweifel werden wir bald zu lesen bekommen: Heute bei $, ausgezeichnetes pilSner Bier, Gartenmusik, Tanznnterhaltung, frische frankfurter Würste, westfälischer Schinken, frische Forellen, Seefische u. dergl. Da, wird eine Kleinigkeit kosten und Leute anlocken. Auch die Fremden werden auf gewisse Specialitäten von Kauslenten in den Tagesblätiern aufmerksam gemacht werden, was die JnsertionSsteuer bisher nur in sehr geringem Maße zuließ. Kurz, der Spekulation durch das ZeituogS-Inserat ist durch die Beseitigung der JnsertionSsteuer Thür und Thor geöffnet, und wie viele Geschäfte durch die Zeitung angeknüpft werden, daS zeigen die Blätter jener Orte, wo auch bisher eine JnsertionSsteuer nicht bestand. — (Zur Erhöhung der Seelsorger« bezüge.) Da» Culiusmiuisterium hat, wie einem kterrcalen Blatte au» Wien berichtet wird, an die Ordinariate die Einladung ergehen lasse», Vorschläge über die Aufbesserung der Gehalte für den Seelsorge-CleruS zu erstatten, nachdem jene Beträge, welche die reichdotierten geistlichen Pfründen und Stiftungen auf Grund de» neuen PfrÜndenbesteuerungSgefetze» an den ReligionSfonbS abführen werden, zur Ausbefferung der Bezüge de» niedere» Cleru» verwendet werde» sollen. Witterung. Laibach, 87. Juni. -Morgens Siebet, vormittags heiter, etwas bcrotilti, Südwestwind. Wärme: morgen» b Uhr + 10 2, ua* mittag« i Uhr + 23-8° C. (187a + 20 8», 1872 r iy'3 C ) Barometer im Fallen 73248 Millimeter. Da« gestrige TageSmittel btt «arme-j-14 7', um 41« unter dem «errnel*. — (Neues Postamt. Am 1. Juli 1874 wird das k. k. Postamt in Commeuda St. Peter, welches fich mit dem Brief- und Fahrpostdienste befassen lind mittelst der täglich zwischen Krainburg und Stein Verkehrenden Fahrbotenpost die Verbindung erhalten wird, in Wirksamkeit treten. Ihre Durchlaucht Frau Fürstin Hugo zu Windischgrätz geborne Prin^ssin Rad;iwill ist am 26. Juui auf dem Schlosse HaaSberg in Äroin mit einem gesunden Mädchen niebeigetommcn. Sageiommene Fremde. Am 27. Juni. Hotel Stadt Wien. Neuberger mit Diener, Jentel, Bundialek, Viditz, Lenneis, Moritz und Löwenbach, Reisende. und Kloß. Kfm., Wien. — Gutschmidt, Kausm., Mariaschein. — Virvat, Priv, Graz. Hotel Elefant. Pompeo, Privatier, Pistno. — Langras, Cilli. — Stiaßny, Reisender, Wien. — Stan, Lvon. — Hokevar, Gurkseld. — Graf Pace, Ponovic. Hotel Europa Dr Daum, Beamte, Kaiser und Wisech, k. k. Obcrlieuteuants, Wien. Huleer von Österreich. Hajek, Trisail. Bairischer Hof. Gerkar mit Gemalin, Untcrkrain. — Dereani Joses, Bahnbeamte und Dereani August, Metallarbeiter, Wien. — Dereani, Geschäftsmann, Marburg. — Dereani. Bahnbeamte, Graz. Mohren. Weller, Geschäftsmann. St. Georgen. — Dolinar, Agram. — Sandrini, Reisender, Wien. 11 TSply w Nndolsswerlh. Zimmer samutt Bädern von 95 kr. bis 1 fl. 35 kr. täglich; Table d’höte (4 Gänge) 70 kr. Profpectc gratis und franco zu beziehen durch (332—3) die Bade-Direction. Cafe Schweizerhaus! Guter Kaffee mit bestem Obers, Bier, Wein uni) kalte Küche. Gefrorenes nebst anderen Erfrischungen. Gute Bedienung versichert, einem zahlreichen Besuche sich bestens empfehlend hochachtungsvoll ergebenster Anton Hoffmarm. Die Hauptniederlage für Kram der Cemtntfflbrik ™ Markt Tösser befindet sich zu Laibach am allen Markt Nr. 15 (I. k. Tabak-Haupwerlag). Preis: pr. Zoll-Zlr. ab obiger Niederlage 1 ft. — kr. fist. Währ. .. Bahn Laibach — „ 95 ., Alle Bestellungen für direclen Bezug von Tüffei; werden daselbst entgegengenommen, Muster aus Berlangen zugestellt und Auskunft bereitwilligst ertheilt. (356—3) Besten Dank dem anonymen Zusender des prachtvollen Bouquets zu meinem Namenstage und hege den sehnlichsten Wunsch, ehestens auf die bis nun vergebens gesuchte Spur des liebenswürdigen Spenders zu gelangen. IiOuls. W................. (Eöict. Mit Bewilligung des k. k. Landesgerichtes Laibach werden die in die Josef Gregoric'sche Concursmaffe gehörigen Fahrnisse, namentlich: Hans- und Wohnungseinrichtung. Bettgewand, Haus- und Beltwäsche, dann Gemälde, Spiegel, Luster, Wagen und verschiedene Msgazinsuntensilien rc. Dinstag am 30* Juni l. I. in den gewöhnlichen Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 3 bis 6 Uhr nachmittags in der Kapn-zinervorftadt, Magens»,rterftratze im Gregoric'schen Hanse Nr. 67 in freiwilliger öffentlicher Versteigerung gegen gleich bare Bezahlung an den Meistbietenden hintangegeben werden. (348—3) Laibach, am 16. Juni 1874. Der k. k. Notar und Gerichtscommissär Dr. Bart. Suppanz. Soitai fa 5. Juli ifiümB Seite. In den Lokalitäten der Schießstätte. Denort’s berühmtes nnatom. Museum (Mliale) in 2 Ubtheilungen. Trötzte Sammlung künstlerischer Darstellungen aus dem Gebiete des ssrverlebens des Menschen. I. Abtheilung: Die Inquisition. II. Abteilung: | Anatomie und (360 -3) Völkerkunde. *Tao Musei»» ist täglich von 8 Uhr früh bis am Abend geöffnet. — Dinstag n. Freitag nachmittags van 1 Nhr bis abends ist das Mnsenm allein für Damen geöffnet. Herren haben ohne Ausnahme während dieser Zeit leinen Zutritt. — Damen jedoch haben außer diesen für sie speciell reservierten Stunden an jedem beliebigen Tage Zutritt. Eintritts-Preis 30 Kr., k. k. Militär vom Feldwebel abwärts die Hälfte. Der Zutritt ist nur erwachsenen Personen gestattet. Der Wegweiser (Katalog) ist an der Lasse sür 12 kr. zu haben. 25 3n Noseneck frisches Koslerbier, guter Kaffee früh und nachmittags, lalle Küche: Schinken, Salami, Butter und Käse. -Einem recht zahlreichen Besuche sieht entgegen hochachtungsvoll ergebenster Johann Eder. Mr 20 Kl. die Elle. Gütlicher Ausverkauf nur noch 5 Tage. Mr 10 Kr. Me Elle. Dinstag und Mittwoch sind die letzten Tage, wo wir unser ganzes Warenlager tief unter dem Kostenpreise ausverkaufe». Pergalins, Oxford, Batiste, Piques, Brillantin zu allen Preisen von 15 kr. angefangen; Schafwollkleiderstoffe, Barege, glatt und gestreift, von 20 bis 25 kr.; Weberzeuge und Madrapolan von 10 kr angefangen; 1000 Dutzend Leinen-Saoktuch el zu 95 kr. das Dutzend; *, rumburger Leinen zn 25 kr. die Elle; briinner Schaf Wollstoffe zu 1 fl. 50 kr. bis 2 fl. die Elle, und andere mehrere 1000 Artikel nur noch bis Mittwoch de« 1. Juli in un serem 25 Kr. die Elle. Ausverkäufe. Wo? Wo? Wo? bei Ph. Grünspan & Comp., Hanptplatz nächst dem Rathhause. Aufträge aus der Provinz werden nicht mehr von hier aus effectuiert, sondern von unserem Geschäfte in Graz. Man bittet zu adressieren: Ph. Grünspan & Comp., Graz. (373) Mr 15 Kr. die (Eilt. Ign. v. Kleinmayr & Fei Bamberg, Laibach. 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Bamberg in Laibach: Grmeinnützigrs fl. aufwärts emgdegt und bis zum Betrage von 3000 fl. behoben werden kann, und zwar s 5 °/„ ohne Kündigung, mit 5 Va °/o gegen Islägige Kündigung in beliebigen Beträgen; mit 6 gegen Svtügige Kündigung in beliebigen Betiägen. b) Gegen Kasse «Scheine, auf Namen oder Ueberbringer lautend, mit 41/2°/„ ohne Kündigung, mit 5 Va °/0 gegen »«tägige Kündigung. Die Einlagen im Giro>Couto gegen Büedcl nnd die im Umlauf befindlichen Kassenscheine genießen diese Verzinsung vom 1. Juli 1873 an. Die Filiale der Steiermärkischen Escompte-Bank escomptiert fenicrs Platzweelmel und llomlzllv bis 150 Tage Laufzeit auf (8ro$, Wie«, Triest, Rlagensnrt und sonstige inländische Plätze, wofern sich daselbst eine Bank oder Bankfiliale befindet, - sie desoigi den kommissionsweise» Ein- und Verkauf aller Gattungen Wertpapiere und Effecten zum jeweiligen Conrse gegen billigste Provision, — übernimmt zum Jncasso Wechsel und Anweisungen auf in- und ausländische Plätze. (248—11) Der selbständige Eredit-Berei« der Anstalt gewährt Credite nach den statutenmäßigen Bestimmungen. * Filiale der Steierm. Escompte-Bank in Laibach. * Auszüge aus den Statuten sowie Gesuchsbldnqnette werden auf mündliches oder schriftliche« Begehren im Bureau der Anstalt gratis verabfolgt. 3‘/, Klafter lang und 1"/, Klafter hoch, mit Blech gedeckt, in gutem Zustande, ist billig zu verkaufen. Näheres im Aimoneen-Bure«m in Laibach (Fiirflenhof 206). (354—2) Der Gefertigte bringt hiemit zur gefälligen Kenntnis, daß bei ihm Heldruckbilder, Uquarelle und Gelgemälde, als: Heilinen- und Genrebilder, Landschaften, Jagdstiicke, Porträts rc. ans den bestrenommiertesten Knnstinstiluten Deutschlands und Frankreichs zu verschiedenen Preisen von 1 fl. bis 50 fl. zu haben find. Das Einrahmen wird billig besorgt. Ferner sind fortcpiaiw’s, Zithern und Guitarren billig zu verkaufen und auszuleihen. Fortrpiano's und Bilder werden auch an zahlungsfähige Parteien gegen monatliche Ratenzahlung abgegeben. Auch ist eine große Anzahl von älteren Bildern in verschiedenen Größen und Formaten vorräthig, enthaltend: Lithographien, Photographien, Stahlstiche, Genrebilder, Landschaften, Porträts rc. Diese Bilder eignen sich insbesondere zur Decorie-ruug von Lusthäusern, Wand- und Ofenschirmen n. dgl., ja selbst zur Aufbewahrung in Mappen für Maler und Laien, welche sich mit dem Kolorieren beschäftigen wollen. Die Effectuieruug geschieht, um damit rasch und gänzlich zu räumen, zu sehr billigen Preisen. Bestellungen Hierauf werden unter Beifügung der Betragshöhe, um welche man eine sortierte Partie tiefer Bilder wünscht, erbeten. (363) Oof). Hionlini in Laibach. Tchon am 1, Jllli erfolgt sie erste Ziehung der wiener Communal-Anlehens-Priimien-Lose, sogenannte Wiener Lose wobei der Haupttreffer 300,000 Grttlden betragt. Die gefertigte Wechselstube erlaubt sich, alle ihre geehrten p. t. Privalknnden und Geschäftsfreunde auf obbemerkte, neu emittierte Lose unb nachstehend aus einige der Bortheile, welche dieselben dem THeilneHrner bieten, ausmerksam zu machen: 1. Bieten diese Lose, als von der Commune Wien garantiert, wohl die unzweifelhafteste Sicherheit. 2. Haben diese Lose vier Ziehungen des Jahres mit Haupttreffern von 200 000, 200,000, 200,000, 200,000, 50,000, 30.000 -c. :c. sind deshalb allen derart Losen gleichgestellt. 3. Muß jedes LoS mit mindestens 130 fl. verlost werden, welcher mindester Gewinn sich jedoch in den folgenden Jahren bis auf 200 fl. erhöht. 4. Sind dieselben, welche heute circa 101 stehen, im Vergleiche mit ändern derart Losen, von welchen ungefähr noch die ähnliche Anzahl Lose existiert, ungemein billig, nnd dürste wohl anzunehmen sein, daß sich der Curs dieser Lose, wenn eb.n die sich 'darbie-teiiten Vortheile mehr beachtet werden, in kürzester Zeit bedeutend erhöhen wird. Die gefertigte Wechselstube glaubt demnach, in Berücksichtigung obbenannter Umstände diese Lose zum Ankaufe besonders anempfehlen zu können und bemerkt hiebei, daß sie durch einen größeren Abschluß in der Lage ist, diese Lose im Originale genau nach Tagescnrs, und zwar heute mit 101 fl. zu verkaufen und daß sie ferner auch dieselben aus Raten, und zwar mit 15 fl. Angabe und den Rest in iOmonatl. Raten ä 10 fl. wobei mau schon in der 1. Ziehung miifpielt und de» ganzen Gewinn von 200,000 fl. machen kann, verkauft. Promesseu i*£ÄW. 200,000 fl., NB. Bei geneigten auswäitigeu Aufträgen wird um gefällige Einsendung des Barbetrages sowie um Anschluß von 25 kr. für seinerzeitige Zusendung der Ziehungsliste ersucht. Gegen volle Nachnahme können keine Aufträge zur Ausführung gebracht werden. ' (362—3) Wechselstube der k. k. priv. wiener Handelsbank vorm. J. C. Sothen, Graben 13. F tjafai Hfl den. Weil’s Dreseliniaschinen bl "Bnuntm San"*: «l'rt»».d. » »ch •■*btrg in LaLach. haben sich unter vielen bekannten Systemen als die besten erwiesen, denn sie bedürfen geringer Zugkraft, leisten am meisten, sind die einfachsten und die billigsten, zerschlagen nie ein Körnchen und lassen keine« in den Aehren. Man drischt mit der Handdreschmaschine pr. Stunde 200—300 Pfd. Körner. Dieselbe kostet 130 fl. Man drischt mit der zweispännigen Göpeldreschmaschine pr. Stunde 400—500 Pfd. Körner. Dieselbe kostet 375 fl. Lieferung geschieht franco. — Garantie 2 Jahre. — Probezeit 14 Tage. — Nähere Auskunft ertheilt auf briefliche Anfrage lEoriz Well jnn., (i49-i) Mafchiueu-Fabrik i« Frankfurt a. M. erg.