Zeitung. Nr. 283. PlUuumelatlo us»,«!»: Im Tomptoil gaxzj. fi. li, halbj. ü.50. y«, ble Zustellung w» Hans halbj. 50 li. »tit d» Post «anzl. fi. 15, halbj. fl. 7.«,. Samstag, lä. November I«s«»il«,»,«b«hr »l» l0«e°ffung der Mittel für Errichtung von °lschutzlassen und Förderung deS Eisen-Anbaues." Die „Neue freie Presse", die Stellung besprechend, ^ ^lr Reichsrath dem Gesetzentwürfe gegenüber ein-Mn dürste, sagt: ..CmeS tommt dcn Volksvertretern ^llte: die öffentliche Meinung; die Regierung selbst "'ljnen in betreff der Geantwortung der Hauptfrage, .> Staat helfen solle oder müsse, bereits vorgear-'"'. So weit sich die Stimme der Bevölkerung ver-Den ließ, so weit sie in dcn öffentlichen Blattern Htuck gefunden, hat sich die Absicht Bahn gebrochen, '"e gemeinsame Hilfe sei dic gemeinsame Gcfahr nicht !hr zu überwindm. Die Hnllung der Regierung selbst ein Plaidoyer sür die Hilfe." Die „Presse" schreibt: ..Das Ministerium «füllt t semer Vorlage, die dcm wirtschaftlichen Nothstände ^uhclfen bestimmt ist. die Zusage der kaiserlichen Thron. >e. Maßregeln in Vorschlag zu bringen, um das gc. nlene Vertrauen zu heben und die ökonomische Thätig-lt vor nachhaltigen Störungen zu bewahren. Wir eilen die Hoffnung des Ministeis vollkommen, daß es tsmllich darauf ankomme, „die wirlhschaftliche Thätig, ^regelten, Gange zu erhalten." Die HilfSaction, 'M im vorliegenden Gesetzentwurfe präcisictt ist, zer-^l in die Betheiligung an der Kapilalsbcschaffung beim ^"°°u dann in di« Errichtung von Vorschußlassen H nohllse des CredilbedürfnisseS sür den Handels- und! ^"betrieb. Die Betheiligung bei der Kapitals-hMung für Eisenbahnen ist im Wortlaut des Gesetz. . «urfes als eine Art von rückzahlbaren Vauoorschüsscn ^llMerisiert." Da« ..Neue Fremdenblatt" schreibt: „Der 11. No-^eslerv l!."" " ^" That ein bedeutsamer Tag werden. NtMrV "" "' U,o die Krisis, die nunmehr eine Qesterr ick ^"den, irider ihren Ausgangspunkt nahm, sedanlen ,l... "' wo zuerst vor der Legislative dcm »Us die D. "" gegeben wurde, daß der Staat nicht "nd N,r/I bcm verheerenden Elemente der Kredit-ist lg ^°uenslosigleit müssig zusehen könne. Vielleicht >l»cilweik ^ gegönnt, die anderen Staaten, die llehcn ""' ^^ Iberer wirlhschaftlichcr Entwicklung linmn, ?^ U""' Bcispiele alizuspornen. Wenn der nun ^'nn l ^. c""^ ^^ v°n allcn anderen befolgt wird, . mßl stch erwarten, daß die WelllrisiS binnen kurz ^./V beseitigt wird. Hierin, scheint uns, liegt die «c Älchtlgleit des gestrigen Tages." büt,i>p7^ "Fremdenblalt" meint: ..In den Kreisen deS l"na >. ""^ ^" Industrie kann die Absicht der Regie- 'lllllm ^ ^'l Slaalshilfe auf die Befestigung des «,n ^lnen Vertrauens einzuwirken, noch Früchte tra. bltwe k ^ ^^ ^r Lösung voltswirthschaftlicher Pro» l>^ "schiiftigt hat, der wird gegen die Intentions tz^^ uinanzministers. den kaufmännischen Kltdit mit zl, h.? b"l,ch Erschließung von außerordentlichen Quellen dlt Vl ' "lchts wesentliches zu bemerken haben. Und ^lill ^ ^°^ l" den „siebzehn Artlleln" Schranken 0t!>^ aufgebaut, damit die ..Erschlicßung der außer. ^ b b " bellen" nicht misvraucht werden könne. ^«lltsii .!^' ^ ..Vorschüsse" nur ^gegen vollkommene ^ ^tit", lmr „vorübergehend" und endlich nur „auf kl« ^"t" gewährt werden sollen. Aus dem Expojü Üitt^"""zwin!stns gtht übrigens hervor, daß die Re. ^s"b t "^^ ..leichten Herzens" den Weg der Staats- ^tl swm hat. Sie hat zuvor während des ganzen ^ w k ^" ftnanzilllcn Krisis die Gefahren gewürdigt ^ ti». Beschwörung gethan, was sie thun tonnte A" durfte." , tl«sle" s ",^°itlla di Trieste" und der ..Corriere di »^ ^t°. ^" ^' Vcurtheilung der in Aussicht gestell. '^. , ?'lse gleichmäßig die Aufmerksamkeit der Re« ^ lnei""' ^" Nothwendigkeit der Valuta-Herstellung ?' »H °b"°l)l die Erfchülterung des Vertrauens >8? 3 l". dllwoch einer umsichtigen und breit. ^» z" StaalShilfe es gelingen dürste, die Bevölle. dcn vlrdttblichen Folgen zu bewahren. Parlamentarisches. Wie in wohlinformierten Kreisen verlautet, dürften die für demnächst zu gewiirtigendcn Regierung«, vorlagen dem Abgeordnetenhaus-, nicht mehr vor den Feiertagen zugehen. Namentlich was die confesstonellen Gesetze anbelangt, wird dem .Fremdbl." mitgetheilt, daß dieselben erst gegen Ende Jänner vor den Reichsrath gelangen werden. Vierundsünfzig Mitglieder der Verfassungsparlei traten zusammen, um eine freie Vereinigung zur Besprechung vollSwirthschafll icher Fragen zu bllden. Der Name ..Klub" wurde ausdrücklich perhor. resclert. Die Versammlung wählte ein ständiges Exe-cutiocomitü, bestehend aus den Abgeordnelen Dormitzer. Gomperz, Gislra, Mayrhofer und ttiebig, und ging sodann in ein Pourparler über di« Finanzfragen ein. Der Klub des Centrums ergriff die Initiative über die Betheiligung des Reichsrathes an der Iubi. liiumSseier der 25jährigcn Regierung Sr. Majestät des Kaisers. Eine gemeinsame Manifestation beider Häuser wird beabsichtigt. Vom Neichsrathspräsidium ergeht die Aufforderung an die czcchischen Abgeordneten die Sitze im Hause einzunehmen, widrigen« sie ihrer Mandate verlustig erklärt werden. ' Die Majorisierulig der..Rechtspartei" bei der Wahl des «drcßausschusses wird von der „N. fr. Pr.". ^^"/^"lfchen Ztg." und dem ..Fremdbl." als « ^ :^ A°"M an Rücksicht gegen die Minori-Das Tagbl." erhärt hierzu, die ,De-molraten konnten nicht berücksichtigt werden, weil die Grupp.erung dieser Partei noch nicht erfolgt sei. die „Mechtsparle," habe e« aber nicht der Mühe werth «e-funden, von ihrer erfolgten Gruppierung den übrigen sracllonen Kenntnis zu geben. Der ..Tagesbote aus Mähren" sucht nachzuweisen, daß es mit der Ezechen Partei und allem, was drum u"b dran hängt, geaenwürtia schon sehr stark zu Ende geye. Die Ezechln und ihre Verbündeten, die Klericalen und Feudalen haben durch mehr als 12 Iah« nicht nur nichts an Boden gewonnen, sondern vielmehr sehr bedeutende Terrainverluste erlitten. Beiläufig das gleiche sagt der „Dz. polsli." in-dem er die Hoffnungen der anlicentralistischen Fractio-nen in die weiteste Ferne gerückt sieht. Die Krone könne aus Gründen der innern und äußern Politik lein antl-centralisches Ministerium berufen, vielleicht schon deshalb nicht, weil die Anticentralisten einig sind in der Negation, aber uneinig in der Affiermation. In auswärtigen Journalen aus dcm Königreiche Italien finden sich zustimmende Artikel über die thätige Theilnahme der Trientiner Abgeordneten an den Berathungen deS österr. Rcichsrathes und Verurthei-lung der Enlhaltsamleitepolitik der Ultras. Nie Adresse des Herrenhauses liegt bereits im Entwürfe vor. Bei der außerordentlichen stilistischen Begabung des Vtlfassers dürste es um so weniger zur Debatte kommen, als leine Meinungsverschiedenheit herrscht. Wir haben die wichtigsten Stellen auS dieser Ndresse hier nachfolgen lassen. Durch die Zusammensetzung deS Abgeordnelenhau-ses aus unmittelbaren Wahlen ist die bis da-hin schwer vermißte Selbständigkeit der ReichSvertrelung erreicht und mit den nothwendig gewordenen Schutz' wehren gegen Störungen gesichert, durch welche bei dem innigen Zusammenhange der beiden Häuser auch unsere ! Berathungen mit plötzlichen Unterbrechungen oder yünz. lichem Stillstände bedroht blieben. Seinen wiederholt dargelegten Gesinnungen treu, kann das Herrenhaus auch diesen Fortschritt in unseren colistitutioucllen Emrich-lungen, wclchen es geeignet hält, dii Macht und Ein-heit des Reiches zu befestigen, nur freudig willkommen heißen. Aus dem vereinigenden Boden gemeinsamer Thätigkeit, welcher allen Partei- und Stammesansprüchen ausreichenden Raum bietet, wird vor allem der öster. reichische StaalSgedanle. die Liebe zum gemeinsamen Vaterlands neue Nahrung, neue schöpferische Kraft ge-winnen müssen. Und wie das glänzende Schauspiel, wel« ches jüngst den Mittelpunkt der Kulturarbeit so vieler Völker in das Weichbild dieser Residenz verlegte, vor aller Well zu gunsten des ungestörten Weltfriedens das lauteste nnd beredtste Zeugnis gab. fo ruht wohl auch aus d«r alle Stllmme und Parteien des Reiches verbindenden parlamentarischen Arbeit der aufleimende Segen jene« inneren Friedens, vllchen wir mit Eu. Majestät sehnsüchtig herbeirufen. Das Herrenhaus anerkennt gerne die bereits zu Tage getretene Vcreitwilligleit der Regierung, innerhalb der ihr durch das Gesetz gezogenen Schranken für die dringendste Nothlage vorläufige Abwehr zu verschaffen. Doch so großen Bedrängnissen gegenüber lann nur eine ausgiebige und nachhaltige Hilfeleistung zur Rettung führen. Das Herrenhaus versieht sich von Eu. Majestät Regierung baldiger und geeigneter Maßnahmen, um die dem Handel und der Industrie gefchlagenen Wunden zu heilen oder doch zu lindern so wie um jene Kräfte. Kapital und Kredit, deren Ueberschätzung und Ueberfpannung <3u. Majestät selbst nls das eigentliche Grundübel bezeichnen, in die angemessenen Schranken zurückzuführen, ohne die lliiklich gedeihliche Freithätig-leit auf diesen Gebieten zu beirren. EineS der wesentlichsten Heilmittel vermag unlüugbar dem national-ökonomischen Bereiche eine erleichterte Gesetzgebung zu bieten. Einer auch von diesem Hause längst ausgesprochenen Erwartung wirb durch die baldige Vorlage jener Gesetzentwürfe entsprochen, welche nach Lösung der mit dem heiligen Stuhle gefchlossenen Convention zur Ausfüllung der in der bezüglichen Gesetzgebung fortbestehenden Lücken erforderlich sind. DaS Herrenhaus hegt die begründete Ueberzeugung, daß die endliche gesetzliche Regelung dieses widerspruchsvollen, die Gewissensfreiheit beirrenden, das bürgerliche Keben mannigfach bedrohenden Zustande« im Interesse der katholischen Kirche selbst nicht minder als in jenem deS Staates geboten erscheine. Mit gerechtem Slolze können Oesterreich« Völker der Erfolge und Ehren eingedenk bleiben, welche dle wiener Weltausstellung auf jener großen Kampfstatle des Ftiedens errungen, und mit begründeter Hoffnung für die Werkplähe ihrer Kunst und ihre« Fleißes einer segensreichen Zukunft enlaegenblicken. Der wohltätige geistige u»d siltigende Einfluß der großen Völleibegegnung auf unserem Heim»lSboden wird auch hier das wirlhschaftliche Leben neu befruchten und in seinen langjährigen Nachwirkungen dem Reiche allmälig die Opfer rückerstatten, welche das Unternehmen thm auferlegt hat. Durch seine Ueberzeugungen im Einklänge mit der Regierung Eu. Majestät, wird das Herrenhaus im einträchtigen Anschlüsse an das andere Haus der Relchsvertrelung auf den von Eu. Majestät angedeuteten Bahnen auch seinerseits mit Eiser und Hingebung an der Lösung jener patriotischen Ausgaben freudig mit-wirken, treu dem Wahl,pruche: Für Kaiser und Reich! und mit dem einhelligen Rufe: Gott erhalte und segne Eu. Majestät! Gott segne und beschütze Oesterreich!" Parlamentarisches aus Ungarn. (Fortsetzung der Rede deS l. ungarischen Ministerpräsidenten Josef v. Szlavy:) Unseren Ackerbau. Handel und unsere Industrie anlangend, suchten wir — und nicht mit Unrecht — eine der Hauptursachen des Zurückbleibens derselben in dem Mangel an Straßen überhaupt und dem schlechten Stande der bestehenden, und gingen demnach mit aro« hem Eifer an den Bau von Eisenbahnen, theils au« Staatsmitteln, theils durch Gesellschaften gegen Zinsen-garantie. Die eine Bahn brauchten wir. weil sie die beiden Bruderländer. die andere, weil sie die Meeres-küste mit der Central! des Landes verbindet; eine dritte Bahn war von wichtigen strategischen Gesichtspunkten aus, eine vierte deshalb nothwendig, weil sie ein Stück der großen europäischen Bahnlinie bilden wird. welche den äußersten Nordwesten mit dem Südwesten verbindet-eine fünfte und sechste wieder aus anderen Gründen' Bei einer jeden wurde die Rentabilität derselben son' ncnllar bewiesen, die Zinscngarantie sei nur eine leere Formalität, denn sie werde niemals oder doch dösten« nur durch ein. zwei Jahre in Anspruch genommen wer-i7m°l die «5r"ü^°""^en könnten, welche nicht ^nm°l d.e Vetr.ebslosten deckt, das lieh sich ftlbst im ^s^r"^°"5 ?" ,^ Regierung das für das Staatswohl UnerläMl rechten Augenblicke durchzuführen bereit ist. ^° ^ wußtsein, daß die Regierung Sr. Majestät. eben< Y. die LanbeSvcrlreluna. auch da. wo sie lebhafte" mungen in einem Theile der Bevölkerung mlM ^ wirken genöthigt sind, nur von dem Streben I" ^ Heil der Gesammtheit geleitet werden, wird oc gleichung der augenblicklichen Gegensätze zum SlM dienen. Möge der versöhnende Geist der Licbc zu meinsamen Vatcrlande auch bei den Arbeiten Landtages segensreich walten. . ^ Im Auftrage Sr. Majestät des KaiserS un° nigS erkläre ich den Landtag der Monarchie für^si ... PolttWe Uebersicht. Laibach, 14. November. .^ In der am 12. d. stattgefundenen S^ ungarischen Abgeordnetenhauses "8 ^ oedminister Szende Gesetzentwürfe vor. wei^, Vermehrung der Honvedbataillons. das ReclUteli" gent für 1874 und die Gewährung eines Na°» ^, credits betreffen. Vom Ccntralausschusse wurde o l richt über den Gesetzentwurf bezüglich deS kroatü Ausgleich« vorgelegt. ^.,« Einem nordischen Korrespondenten der.I>'9'^ folge hat der schwedisch-norweglsche Gesandte >n ^! an das Departement deS Auswärtigen durch °^^i graphen gemeldet, daß er am 3. d. M. mit dem " Andrassy einen Handels- und Schiffahrts-Tract" ,', schen Schweden« Norwegen und ^tslel ^ Ungarn unterzeichnete, welcher in Kraft lrilt, > die Ratificationcn ausgewechselt sind. Mlil Dem „Nürnb. Corr." schreibt man a"6 ,F daß der pr euß isch e Fin^nzminister sich ew!" ^ habe, die Zeitungs - und ssalender stew «> ,l Etat pro 1874 nicht mehr in Ansatz zu bring '^ einen diesbezüglichen Gesetzentwurf dem Slaat«nnl"> ^» zur Beschlußfassung vorzulegen. Minister ^^i' war bekanntlich schon früher persönlich für die ^" sung dieser Steuer. — Die «Prooinzial.Eoltt'p° ^ bespricht die Bedeutung der im Präsidium des p^ü< schen StaatSmlnisteriumS vorgegan««" M änderung und lM hervor, daß es sich bei der ^^zlll richtung vorzugsweise darum handelt, dem 3lel^M die Oberleitung der preußischen Verwaltung ^slB lichen, ohne daß die tägliche Sorge und W^M lür mannigfache steriums seine Kraft zersplittere und aufreibe. ^ /'^ sterprgsident werde der preußischen Verwalk ^it ^. ner Ziel und Richtung in UeberelnstimiB^U Aufgaben der allgemeinen Politik anweisen., ^l°V Präsidenten werde im stäten Einvernehmen n"' .^ denlen die bedeutende und ehrenvolle Auf^t c t>°, den Gang in allen Verwallungszwei^en in > ^ol^ monic mit den leitenden Gesichtspunkten ul>° nissen der Gesammlpolitik zu erhalten. ^ ^ Der baierische F in an zm i nistt/^^ Budget für die nächsten zwei Jahre vor. ^^^. summe betläat 120.878.972 st. und daS '^A ^ nis 10.690,632 fl. Eine Steuererhöhung 'ft " ^ wendig. .,^1, »°. In der Sitzung der Fünszehner.LoMN", ^ lt° 12. d. modificierte Casimlr Pcrier seinen s""""^ ^ Sinne, daß dem Marschall Mac Mah°" ^e< Waltverlängerung auf fünf Jahre nach Ä",^ gM> der nächsten Legislatur zugestanden werde. ^^-^ «feuillellm. Der Lamps ums Dasein. Roman von Franz Ewald. (Fortsetzung.) In diesem Augenblicke fiel ein kleines Brettchen, das oben an der Zimmerdecke hing, geräuschvoll zu Boden. „Der Meister", sagte dcr Kesselschmied aufspringend und schlüpfte in den dunklen Gang. „Der Meister", wiederholten die anderen, schoben Karten und Flaschen beiseite und stellten sich neben den Ofen. Nur der Kupferstecher blieb theilnahmSloS und wie in seine Arbeit verliest sitzen. Stahlbock hatte indessen draußen im Dunkeln die Thüre geöffnet, an der sich ein leiseS Kratzen von außen hören lilh, und «ine männliche Gestalt huschte mit hin-ein. Ohne ein Wort zu sprechen, eilte der Eintretende dem Schranke zu. und nur die kurze Frage hinwerfend: „Sind alle da?" schlüpfe er in den Gang hinter dem-selben. Der Kesselschmied folgte ihm mit einem leisen ..Ja". „Die Gestalt, lue jetzt in das uns bekannte Ge. mach trat, in welchem sich Robert und desscn Kameraden befanden, war ein alte« lMcre« Männchen, mühsam daherleuchend und das lmle Bem nachschl«pptnd. Langes struppiges graues Haar verdeckte d«e Stirn und fw lief über die Augen herab, die mit einer Br'll« bewaffnet waren. Ein dickes, wollenes Halstuch verhüllte sein Kinn, und ein breitrandiger Hut saß, daS Gesicht beschattend, fest auf dem Kopfe. Ein langer Rock mit weitabstehenden Taschen, die eine Menge Gegenstände zu bergen schienen, vollendete daS Kostüm des Allen. In der Hand hielt er ein großes spanisches Rohr. „Da bist du ja, Schurke!" sagte er beim Eintre-ten, geaen Robert drohend den Rohrstock ausstreckend. „Für dies eine mal bist du noch gut davonactommcn, laß dich vor der Polizei nicht sehen, das rathe ich dir. Wenn sie dich erwischen, so ist es deine eigene Schuld. Ich kann dir nicht helfen." Robert zog ein finsteres Gesicht. «Ich will verd— sein, Meister, wenn eS wieder geschieht." „Desto besser für dich," sagte der Alte. ..Nun, wie steht'« mit den Fünfundzwanzigthaler-Noten. Sind sie schon gedruckt?" „Alle." antwortlte der Kesselschmied, „ste hängen da zum trocknen; morgen werden sie gepreßt und dann brauchen wir sie nur 8 Tage lang mit etwas Erbe und alten Speckschwarten in der Tasche zu tragen, um ihnen das echte currentc Aussehen zu geben." „Und wie steht'S mit der Platte der Fünfzigthaler. scheine?" fragte der Alte weiter. Stahlbock wies auf den abgezehrten Kupferstecher, der ruhig bei seiner Arbeit geblieben war. Der Alle hinkte hin und sah ihm über die Schulter. „Hm, gut, recht gut. Die sind ja fast fertig. Ein schmuckes Ding, das unserer Fabrik Ehre machen soll. Laß doch einmal sehen.- Ohne Umstände zu machen, schob er den Graveur von seinem Sitze und sich darauf, zog elne Loupe heraus und drückte fie an sein Auge, nachdem er"" . genommen hatte, die Platte genau betr««""'^hen"', „Hm. hm." brummte er. „Die Zah" ^ch st^ ganz auf einer Linie, da mußt du naH^ ' g n^ den Schatten an den Buchstaben «Fünfzig' "^poemU ist zu matt. Ei, eil auf dem mittleren "^; «' sollen 13 Sterne sein, und Ihr habt da nu einen nach. Sonst ist nichts auszusetzen- Er übersah die Platte noch """"- . ^" ., ..Nein, wahrhaftig nichtS, ich "" "'<««< Der Graveur antwortete nicht, er ,"v ^ ^!w und seufzte tief. Dann sehte er st«"""naen er fragt noch warum, wenn ch^s, herrschte der Alte sie an, so daß »", 1631 ^«"e P r",'"tm d e zehnjllhrlge Dauer aufrecht; der W°lnmen ^ mlt 8 gegen 7 Stimmen an. 1872^°/n7^nlsa,e Budget fur das Finanzjahr »nb ein/m ^ öM eine Einnahme von 24.944.985 Rdl. ^ln ?<, .^ von23.678.0l3Rdl. Die Einnahmen lilnen ,r^ U"l"te Summe mit '/, Million über» .' Million w.,"^ °" Zuschuß aus dem Reservefonds ^chlilbtn m x ' """^"' °ls bewilligt zur Einnahme drd «mi.^" s'"d. Die wirkliche Ueberschreitung l'onm V^ ^ Billionen Ndl.. wovon über 1'/, Mil' 'l°,m ^ "«.' ^" indlrecten Abgaben! herrühren, be. M'- Nnx ?, ^^«leich zu dem vorhergehenden Finanz-Men l... . Einnahmen, namentlich die indlrecten Ab-^^eutend gestiegen. Vagesneuigkeiten. ^ ^ (3 um Kaiser. Iubiläu m.) Nach ben Mel. i,!aei ^ ^ """" ""^ Provinzblätter werden überall zu wllr, M """ ^« 25jährigen Regierungsjubiläums Sr. Ma-z«ll°fs Käsers die mannigfaltigsten Vorbereitungen LomnT" ^°" ^^ grazer Universität.) Der ^«meis der Universtläts.Studenten wird Samstag den ' °- in Schreiners Bierhalle abgehalten werden, h, ^ (3ur Nationalbanlfrage.) Dem ..Pester l^^ zufolge soll die Anlegenheit der Nationalbanl zwi, "" dcn beiden Ministerien und der Natildireclion in den feinen Bestimmungen geordnet sein. Nebst dem gemein, tl Gouverneur würde in jeder Reichshälfte ein Vize- "»ttneur fungieren. w^ ^"^ ^^^ ^ ^" Wien.) Dinstag mor. zeigte sich an mehreren Stellen des Wienflusse« na- ^ Mch unterhalb der meidlinger Brücke, eine dünne Ei«. ^ ^ (Ausgiebige Subvention.) Eine der Wütendsten Theatersnbventionen zahlt der Stadtralh von Marseille welcher dem Theaterdireclor fUr eine fechsmonat. l>che Saison hunderttausend Francs bewilligte ^°'°""' ^ 7" .^°^^^^" internationale anthropologisch. Mologische Congreß oll vom 7. bis zum 16 NuauN 1874 in Stockholm abgehalten werden. ^ Locales. Mittheilungen "« dem Jahresberichte des Landesforstinspec-tors für Kraiu pro >»7H (Fortsetzung.) tzz?^/ bald irgendwo gab's der Serviluten so viel "tn in d? ^^ """ Landmann begreiflicherweise und ^ ^^ °rr Epoche zwischen Grundentlastung und Ser-' vitutenablilsung, nicht mit freunbllchtm Bllcke betrachtet. Der Bevölkerung waldiger Länder klebt aus der Zeit der ersten Ansiedlungskämpfe immer noch ein Stück des alten Naldvernichtungstriebes an; dies gilt auch in Kram, und was der Wald nicht schon hiedurch erlitt, das thut vor und während der gedachten Epoche da» Ueberwuchern der Elnforstungen auS dem sich örtlich ein förmlicher WaldcommuniSmus herausgebildet hatte. Die beispiellos leichtsinnige Wirthschaft, welche in den durch die Ablösung an den Kleinbesitz gekommenen Waldäqui. oalenten, welche meistens individucll ausgetheilt wurden, wird als die gefährlichste Krise in der Entwicklung und Klärung der krainischen Waldbesitzverhältnisse bezeichnet, weil der Kampf der Gesthlsautorltät — so vielen ein. zelnen Waldzerstörern gegenüber, ein ungemein schwie. riger und mit Erfolg laum aufzunehmen ist. Auch konnten, heißt tS in dem Gerichte, der Eigen, thümlichteiten der hierländigen Landwirthschaft wegen fehr viele Weiderechte nickt abgelöst, sie mußten lediglich reguliert werden. Dies sei eine schwere Last, ein gewalti. ges Hemmnis einer gesunden Waldwirthschaft, insbesondere der vielen Wiederaufforstungen, die so dringend nöthig seien. .. , « , So haben denn die altherkömmlichen HiebeSmetho« den wenn man sie in der hierländigen Weise ihrer An-Wendung überhaupt so nennen kann — die Planterwirth-schaft und der Kahlhieb auf der einen Seite ein wirres Durcheinander der verschiedensten Holzaltersllassen, auf der andern d,e Verödung großer Schlaafiächcn herbeiac. fuhit. Well den stärkst vertretenen Holzarten der Kahlhieb, wle früher erwähnt, von Natur aus schon nicht zu agt, weil er weiters auch dem mehrbesprochenen Ver-halten des herrschenden Unlcrarundes. der Seichtheit deS Bodens, der Steilheit der Gebirge widerstrebt, weil er '". "n melstm Fällen plan. und regellos und immer nut der Weldenutzung vereint gehandhadt wurde, - deS. halb stnd denn auch seine Folgen ungleich schwerer als !.e" der primitivsten, planlosesten Planlerung. - Die alteren Blößen die Krain dieser Wirthschaft verdankt, und die nur sehr schwer wilder aufgeforstet werden lön- 20.000 Joch, wobei Obellrain der Löwenantheil gehört. nrm.,?^^"""^""N h" ihrerseits wieder die Vei-° ^""« der den Dorfschaften nächstgelegenen Waldböden Ordert und weil hier der leichten Bringung halber auch dle Holznutzungen immer stärker betrieben wurden, treffen wlr m Kraln eben in den zugänglichsten und am 5 ' tu,." b" «ugen fallenden Waldstrccken oft nur mehr Zerrbilder dleser herrlichen Schöpfung der Natui. Nur wo bei dünnerer Bevölkerung die Servituts. last «rringer oder bei massiger und breiter Entfaltung der Gebirge da« locale Vewaldunasperzent sehr hoch sich herausstellt, wo endlich — auch ohne großer Grinaul,««. fchwler.glelten — doch die Abgeschlossenheit einer Ge-gend von den größeren Verkehrsadern dies mlt sich brachte, ftnden wir noch größere Uebervorräthe in den Forsten angesammelt, deren Ausnutzung aber in den letz. teren Jahren schon allenthalben begonnen hat. Hicher gehören: die herzoglich gottscheer Forste, der schneeberger Complex (Bezirk LaaS), daS Uslolcn-Geblrge. - Im großen Ganzen aber stnd d!e unter eenem mittleren halben UmlriebSalter deS HochwaldbetriebeS d. i. unter 50 Iahen stehenden Altersklassen entschieden die vorHerr, schenden. Eine planmäßige Benützung der Wälder war auch dem Großwaldbtsitzer unter dem Drucke der Einforslun-gen meist nicht mißlich; bestand auch ein Wirthschasts, plan. so wurde er durch die eigenmächtigen Eingriffe der Berechtigten beirrt. Der Aufforstung stand die Weide, lw O^ 5 ^' gehorchend, scheu zurücktraten. ,Ich »i« G, H 24 Stunden nach dem Augenblick.', wo er llllc ^ ° und den Wechsel erhalten, hier ist, der hat "tna° ".li" sein ferneres Wohlergehen zu tragen, » gtlrost sein Testament machen." Robert "bm'besorgt, Meister, wir verschwinden." sagte ' "^ch stehe für meine Kameraden aut." "^uß ich auch fort?" fragte der Kesselschmied. ^lha^ ^"° vielleicht Aufsehen erregen. Du bleibst ^ ..und ' ^^ Werner" — er zeigte auf den Graveur ^ do»' ""!,st "st dein HauS, nachdem dieses Ge« °>«lbt cU zerstört ist. so daß leine Spur davon übrig bl lomn^"^ ^'^ einen Käufer schicken. Verstanden? s, Der ms."" "Wt Eueren Wochenlohn?" ^tete ei« ^°^ ""° ^anae lederne Bärfe hervor und " °r z« "' Anzahl Goldstücke auf den Tisch. Dann ""ließ " l - ^.°"' s^ (Fultsctzuug folgt.) und zwar die Untnvglechtelt einer ausreichenden Ueber-wachung der Schonungsftächen entgegen. Kulturen auS der Zeit vor der Ablösung sind also in Krain sehr selten anzutreffen. Anerlennenswerth aber ist die Rührigkeit, welche Zeit auf diesem Felde sich kundgibt. Der Großwaldbesth hat im ganzen 50 Baumschulen mit einer Fläche bei circa 10 Joch eingerich-tet. die ein bedeutendes Pstanzenmateriale — jährlich wohl mindestens 5 Mlllionrn Pflanzen abwerfen. In den entlasteten herrschaftlichen Wäldern beginnt also der Aufschwung der Forstwirtschaft, der von der Ablösung erwartet werden mußte, jedoch zu vollziehen. Das Forstgesetz konnte bisher solcher Miswirth-schaft nicht Einhalt thun, denn eS fehlte an technischen Organen für feine Handhabung. — so sind in dem letzten Decennium in den individuell aufgetheilten bäuerlichen Wäldern mitunter die schönsten Bestände der Axt erlegen. Hier wird eine bessere Forstwirlhschaft nur sehr langsam durch die schwere Schule der Holznoth sich her-ausbilden, die Regierung wird hier die Paraaraphe 2 bis 8 des Forstgesetzes mit aller Schürfe und Entschiedenheit handhaben müssen. (Fortsetzung folgt) Protokoll über die Sitzung der Handels, und Gewerbekammer für Krain. Am 30. Oktober 1873 um 5 Uhr nachmittags. (Fortsetzung.) 14. Mehreren h. o. Kausieuten als Theilnehmern der ColleclivauSstellung wurden Certificate zur wiener Weltausstellung ausgestellt. Ib. Der l. l. Ackelbaugesellschaft in Görz wurden die Iahr< und Viehmiirlle in Kram mitgetheilt. 16. Die vom Präsidenten der Handelskammer V. C. Supan übersendeten Exemplare selner Broschüre: „Die Unterlrainer und Lacker Eisenbahn" wurden vertheilt. 17. Der Generaldirection der Weltausstellung in Wien wurden bie wirklichen Theilnehmer der Colleclivausftellunz j namhaft gemacht. ! 18. Dem Banlhause Cäsar Paquet k Comp. wurden die Wohnorte der Theilnehmer an der ColleclivauSstellung bekannt gegeben. 19. Dem Ersuchen der h. o. Milita'r.Verpflegsver. wallung um Mittheilung der Durchschnittspreise von Weizen, Korn :c. wurde entsprochen. 20. Die von der lönigl. württembergischen Central» stelle für Gewerbe und Handel in Stuttgart übersendeten Exemplare einer Schrift über den Zweck der wiener Weltausstellung wurden vertheilt. 21. De« l. k. Handelsministerium wurde bezüglich der Mark- und Mufterregistrierung im 1. Semester 1873 negativer Bericht erstattet. 22. Der liirnt. Handelskammer wurde über dcren Vr. suchen Über den gegenwärtigen Stand der lacker Eisenbahn Mittheilung gemacht. 23. Die von der brünner Schwefierlammer gestellte Anfrage, ob jemand Auftrüge auf MauSlöpfeln (Nägel für Schuhmacher) übernehmen wülde, wurde den Nägelindu. striellen zur Beantwortung mitgetheilt und über den Lr-folg die besagte Kammer in Kenntnis gesetzt. 24. Ueber Aufforderung des l. k. Kandespräsidiums wurden an die Stelle der ausgetretenen uno verstorbenen Kammermitglieder, jene Herren als wirkliche Kammermitglieder einberufen welche bei der letzien Wahl die meisten Stimmen nach den Erstgewählteu erhallen haben, nemlich die Herren: Aler. Dreo, Mach. Treun, Franz Debeuz und Albert Samafsa. Sämmtliche vorgenannte Herren erklärten die Wahl anzunehmen. 25. Mit dem von der wiener Handels- und Gewerbe, lammer anher gesendeten Rundschreiben betreffend die im Jahre 1874 stattfindende internationale IahresauSstellung in London wurden die Redactionen der h. o. Tagesbläller, so wie einige Industrielle belheilt. 26. Das vom Bureau der Kammer neu angelegte Gcwerbeiegister wurde den k. l. Bezirlshauptmannschasten zur Richtigstellung mit dem Ersuchen der künftigen zuverlässigen Einsendung der Gewerbcveränderungsauaweise übcr-! mttlelt und hievon unter einem die l. l. Landesregierung in Kenntnis gesetzt. 27. gu der von der Kammer vorzunehmenden Reichs, rathswahl wurden die Herrn KammertNllglieper unter Anschluß der Ligitimation8larten und Stimmzettel eingeladen. 28. Der l. l. Landesregierung wurden 3 Beilagen zur Kammerechnuug pro 1871 nachträglich in Vorlaae ae. bracht. " " 29. Der genehmigte Rechnungsabschluß pro 1371 wurde verlautbarl. S,^^".?^ des Kistenbepvls in Wien wurde der Gelrag von 37 fl. 65 kr. für die Aufbewahrung und Transportierung der Emballagen überfenoet (Fortsetzung folgt.) — (Ordensverleihung.) Dem in Constant»'-novel stationierten l. und t. österr. Gesandtschaftsrathe Herrn Kosjel, Sohn des seiner Zeit in Laibach an« gestellt gewesenen l. l. Landesgerichtsrathe« Herrn Kosjel, wurde von Sr. Majestät dem Sultan der Medschidie-Drden zweiler Klasse verliehen. — (Reichsrath.) Im Vetitionsansschnß fungiert Herr Dr. Schasser als Schriftführer; die sogenannte 1632 Rechtspartei wählte Herrn Grafen Ho hen wart in den vollswirlhschaftllchen Ausschuß. — (Ernannt wurden:) zum h^uptmann 2.Klasse der Oberlieulenant Herr Franz Palitsch beim lüftenländischen Landwehrbataillon Pifino Nr. 73; zum Lieuteuannt der Feldwebel Herr Josef Victor in beim trainischen Landwehrbataillon Laibach Nr. 2b. — (Die Direction der philharmonischen Gesellschaft) hat ihren Mitgliedern nachstehendes bekannt gegeben: 1. Jedem Mitgliede der philh. Gesellschaft bleibt es freigestellt, sich auf einen oder mehrere Sitze entweder fUr die ganze statutenmäßige Anzahl von Gesellschaftscon« cerlen oder nuch nur für jedes einzelne Concert und zwar im ersteren Falle gegen Erlag von 1 fl., im letzleren Falle aber gegen Erlag von 20 lr. für jeden Sitz zu pränume» rieren. 2. Es können Sitzplätze nicht blos im Parterre, sondern auch auf der Gallerte pränumeriert werden, info« weit es der Raum gestattet. 3. Jene Gesellschaftsmitglieder, welche Sitzplätze für alle Gesellfchaftsconcerte pränumerie-ren, haben vor jedem Concerte die wirtliche Benützung derselben längsten« bls zur 12. Stunde des Concerttages anzumelden. 4. Priinnmerierungen, Geldbeträge und Anmeldungen werden in der Handlung des Herrn C. Karinge r (Hauptplah) entgegengenommen. — (Theaternachricht.) In der Erwägung, als die hiesige deutsche Bühne am 9. d. mit Schillers Tragödie „Die Jungfrau von Orleans" einen glänzenden Eisolg er« rungen hat, fand sich die Direction Kohly bestimmt, auch für morgen, d. i. den 16. d. das große historische Schau» spiel ..Filip ine Wels er" von Öslar v. Redwiz, welches in ganz Deutschland Sensation erregte, sich durch feine Sprache und effeclvolle Handlung auszeichnet, vorzubereiten. — (Aus dem Sanitätsberichte) des Stadt« physitats in Laibach für die Woche vom 2. bis inclusive 8. November 1873 entnehmen wir folgendes: I. Die Lufttemperatur entsprechend dem Normale oder über dasselbe. II. Morbilität mäßig, meistens enlzündlich'katarr» halische Zustände der Rcspiraüonsorgane und Darmlatarrhe, häufigeres Vorkommen von Blattern, vereinzelt Diphteritis, Typhus, Anginen und Rothlauf, sowie Verschlimmerungen der Tuderculose. III. Mortalität mä'ßi^, ganz gleich der Vor» wochc, da auch in dieser Woche 13 Personen starben, und zwar im Civilspilale 4 (in der Vorwoche 6); in der Stadt und den Vorstädten 9 (in der Vorwoche 7). Män« ner starben 6, Weiber 7, Erwachsene 10 und 3 Kinder. Die Todesursachen, in Rücksicht aus's Alter, betreffend, wurde todlgeboren: 1 Kind; im 1. Lebensjahre starb 1 Kind an Fraisen (in der Vorwoche 2); vom 2. bis 20. Jahre starben 2 Personen (in der Vorwoche auch 2), 1 au Blattern, 1 an Diphteritis; vom 20. bis 60. Jahre starben 6 Personen (in der Vorwoche 7); und zwar an Darmgicht, Nlulzersetzung, Gedärmentzundung, Wassersucht, Lungenlähmung und Tuber, culose je 1 Person; über 60 Jahre alt starben 3 Personen (gegen 2 in der Vorwoche), und zwar an Marasmus 2, an der Lungen« lähmung 1 Person. Als häusigste Todesursache traten demnach auf: Lungen-lähmuug und Marasmus je 2 mal, d. i. 15'4 pZt., Blattern, DiphteriliS, Fraisen, Tuberculose lc. ie 1 mal, d. i. 7 7 pZt. oller Verstorbenen. Die in der Stadt und den Vorstädten vorgefallenen 9 Todesfälle vertheilen sich, wie folgt: in der Stadt 4 (in der Vorwoche 2); Pelersvotstadt 1 (0); Polanavorstadt 2 ii); Kapuzinervorstadt 0 (1); Karlstädtervorstadt und HUHnerdorf 0 (0); Kralau und Tyrnauvorstadl 1 (1); Gradlschavorsiadt (2); Morgrund 1 (0). — (Gefunden wurde) auf einem Tische in Ober» rosenbach ein Portemonnaie mit Balschasl; dasselbe wurde beim hiesigen Magistrate hinterlegt. — (Die karlstadt.fiuma ner Nahn) wurde vollständig dem Verkehre übergeben. — (Ueber die Födera listenc onfe renz ) ging dem „Sloy. Narod" folgender Bericht zu: „Da über die am 3. November in Wien staltgefundene Füdera-listenconferenz so viel Irrthumliches verbreitet wurde, so will ich ihnen aus bester Quelle den wahren Verlauf der Verhandlungen mittheilen. Es waren über 50 Reichsralhs« abgeordnete anwesend. Dr. Rieger präsidierte. Auf der Tagesordnung stand lediglich die Frage, ob die Opposition in den Reichsralh eintreten solle oder nicht. Alle Anwesenden gaben einfach die Erklärung ab, wa« sie bezüglich des Reichsrathseintrittes beschlossen haben, und sämmtliche mit Ausnahme der Czechen und der zwei föderalistischen Abgeordneten aus Vorarlberg erklärten sich unbedingt für die Neichsralhsbeschictung. Me diese Erklärungen wurden ohne jede Debatte und ohne die geringste Motivierung abgegeben. Nur Graf Hohenwart fügte seiner Erklärung, daß er in den Reichsrath eintrete, die Bemerkung hinzu, daß die anticentraliftische Partei, welche in den Reichsrath eintritt, stets auch die Interessen der czechischen staatsrechtlichen Opposition fördern werde. Nach diefen Erklärungen wollte der Präsident Dr. Rieger die Versammlung bereits für geschlossen erklären, als sich Relchsrathsabgeordneler Dr. Vosnjat zum Worte meldete. Dr. Vonßjal bedauert, daß auch die diesmalige gesammte Opposition über die Action nicht einig sei Da aber ein gemeinsames Vorgehen, was den Reichsrath betrifft, sich dermalen wenigstens nicht erreichen läßt, so sollen trotzdem doch schon heute die nöthigen Schritte gethan werden, daß eine gewisse Einigkeit der Handlungs-wtife für die Thätigkeit der gesammten Opposition maß« gebend bleibt. Wenn auch die Czechen im wiener Reichsrathe nicht anwesend seien, so darf doch deswegen die Verbindung zwischen der Opposition nicht gelockert werden. Dr. Vosnjat beantragt daher, es möge ein Ausschuh, bestehend aus Vertretern aller oppositionellen Parteien, gewählt werden, dessen Aufgabe es wäre, ein Programm für die Thä« tigleit der gesammten Opft osit i on festzustellen, nach wel» chem in und außer dem Reichsrathe vorgangen werden solle. Ueber diesen Antrag Dr. Voönjaks entspann sich eine län« gere Debatte. FUr dei Antrag Dr. Vosnjals sprachen: Fürst Czartorisly, Dr. Cizel, Dr. Trojan und mehrere andere; Dr. Rieger, Clam Martiniz und Zlilhammer aber erklärten sich entschieden gegen eine so enge Vereinigung der Opposition. DaS Resultat der Debatte über den Antrag Dr. PosnjalS war, daß die Czechen verlangten, die staatsrechtliche Opposition, welche in den ReichSralh eintritt, möge sich zuerst organisieren, dann werde die czechische staatsrechtliche Opposition schon Mittel und Wege finden, sich mit ihr über ein gemeinsames Handeln zu einigen. Damit wurde die Conferenz für geschlossen erklärt." — (Theaterbericht vom 14. d.) Otto Nikolais „Lustige Neider von Windsor" versetzten das gut besuchte Haus in die angenehmste Stimmung. Das heitere Sujet, die lebhafte Handlung und die drolligen Splisse wurden sehr beifällig aufgenommen. Alles lief gut vom Stapel. Fiau Schütz, Witt (Frau Flulh) erschien mit einer reichen Dosis munterer Laune, äußerst liebenswürdig und lebendig; Frau v. Ujfalusy (Frau Reich) stand ihrer Freundin würdig zur Seile; Herr Chlumetzly (John Fallstaff) sang excellent, war originell in Maske und köstlich im Spiele; Herr Khals (Fenlon) und Fräulein Hron (Anna Reich) — eine sympatische Erscheinung — gaben die lyrischen Parte recht lobenswerth; Herr Zappe (Spärlich) entwarf eine prächtige Figur. Lauter Beifall folgte dem Duett der Frauen „Flulh" und «Reich", dem Duell des „Fenlon" und „Herrn Reich" (Herr Mi da ner), der Soloszene der „Frau Fluth" und dem Finale des ersten Acte«; dem Duett des „Fallstaff" und „Herrn Flulh" (Herr Gott ich), dem Duett deS ,Fenton" uno der ..Anna Reich" mit Violinsolobegleitung (HerrGerstner) im zweiten, und dem Tercelt der Frauen „Fluch, Reich" und des »John Fallstaff" im drillen Acte. Die Ausstattung der Oper kann als eine den Localverhältnifsen immerhin entsprechende be» zeichnet werden. (Herr Gütlich beleidigte leider unser Ohr!) — (Zur »Deutschen Romanzeitung".) Jahrgang 1874 liegt für die Stadtabonnenten der „Laib. Ztg." eine Pränumeralions.Einladung bei. Bemerlenswerlh sind die im erwähnten Jahrgange erscheinenden 2 neuen Romane von Gregor Samarow und A. C. Brachvogel. Abonnements übernimmt die Buchhandlung v. Kleinmayr k Bamberg in Laibach. Neueste Post. (Original-Telegramme der „Laibacher Zeitung") . Wien, »4. November. Der SechS«"^ dreißiger-Ausschuß, die HilfSanlehensvorla» berathend, hat bei Griirterung der pri^' len Fragen der Vorlage daS ^"nz>^ , Staatshilfe angenommen, nachdem der F'" minister erklärt hatte, allen Amendments « zustimmen, welche die größtmöglichste ^ rung der geleisteten Vorschüsse betreff« Rückzahlung bezwecken. .„„. Pest. »4. November. Die Anlehens" Handlungen mit der Vlothschild schen wr»^ betreffs eines «perzentigeu AnlehenS """ , Millionen sind abgeschlossen, und werden n»^ gen die diesbezüglichen Vorschläge an Reichstag gelangen. . ^ Paris. >4. November. In drel ""^ tements wurden die Grgänzungswahlen den R4. Dezember ausgeschrieben. Telegraphischer Wechselcurs vom 14. November. ,M Pavier-Nente 68-35. — Silber-Rente ?2'-. "7,, Ml« St°°ta-Nnlehen 102 25. - Vanl.Actien 952. — "A«»,,^ 219'—. — London 118 75. — Silber 109-—.— 5.!.»«°»« caten. — Napoleonsd'or 9 10. Wien, 14. November. ^Ühr?Schlußcurse: 2"^ A j Anglo 141, Union 121. Francobanl 39'/., Hand"«^' ^ Vereinßbant 28. Hupothelarrentendanl 20, allgemeine » ^,, schaft ?«'/,, wiener «audanl 104, Unionbaubanl b«, ^h„ !baubanl 19, Brigittenauer 23'/., StaatSbabn 380, l" ! den 163'/.. Fest ^ Verstorbene. 5Z5 Den 7. November. Lorenz Hlevojna, 3'"/"^^ Civilspital, an der allgemeinen Wassersucht. — 3./«, Polanavorstadt Nr. 98, Lungenlähmuna. — Franz ^ Buchdrucker, 21 I, Civilspital, i!ungeutuberculose, «stF' Den !). N 0 vember. Franz Feiqel. VerzehN'^B aufseherslind, 1 M. 16 T., Polanavorstadt Nr. 7«, ÄM, O° Den 10. N 0 vember. Dr. Julius Rebilsck, '^ is«, tar und Präsident der Notariatslanzlei, 53 I., Stadt ^ Lungentuberculosc. >^^ j Den 11. November. Carolina itutalj. ^"«.M^ 8 I, 10 M., Aalmhlifaasse 117. nnd Franz Srober, 3>^"' lind, 1 I., Filialsspital Polanavorstadt 58, beide <'s/^' , > — Anton »leich, Spinnfabrilsarbciter, 41 I., A A,, ^ i stadt 65, Zelnficber. — Frauz Keber, Trüdlerslilie, ^ ch , lauvorstadt 44, Lebensschwäche. All» , Den ! 2. N 0 vember. Valentin Vovl, 2"" «d ! Jahre, Civilspital, Marasmus. ^ "^ ^ Den l 3. N 0 vcmber. Ludwig Ionbalth, A I, ^, ' Realitätenvescherösohn. Schiller der 4. Oberrcalschulc, ,^ >M°^ 10 M, St. Pelerövorstadt Nr. 18. Dyphtcritis. - s?^3 Bäckergeselle. 50 I.. Civilspital. WechselficberCahel! i >,el b" Kante, Taglühnerssohu. 11 I., Civilspital, infolge e"" 5 lctzungen und wird gerichtlich beschaut werden. ' ^ Oarn isonsspital: laves*' Den 2 9. Olt 0 ber. Stefan Toth, Infantil'!' Inf.'Negiment, Lungeulähmung. Theater. ^ ^M^. »uag- Vi«okl V. Veneln, ißr», v 1 ä^knji. ""/jeM pri 8voj! matvsl. Issl-2 v 1 <1^»n^i, Veöe«' p"" ^ Lurlliöua oi>orow v 1 ^Ateteorologijche ^eohüchtunyell^l^!^^ ^ . 's Nk Z. 5? 5- tt u. Mg. 78?.«« > 1.4 ÖVschwach «an h .0. glcß"l 14. 2 „ N. 73»,l. -^ 5.7 O. schwach »"« 3 „,. . w,. Ab. 731..7,4-4., «i..dstill a^l^u«»! Tagüber thellweise heiter, schwacher Ost»"nd, ^° 0'1° "" West. Daß Tagesmittel der Wärm« -^ ll tl, "»' dem Normale. __-^ ^yl' ^ Oeraulwortlicher Redacteur: IÜnaz ^' ^^^--'^^1^^ 3^»N's<'^t'^l5lis 'kU^n, 13. November. Unterstützt durch auustig lautende auswärtige Euraberichte und durch den Umstand. d°k t'ie heute fllr mehrere Taae vorzunehmende ', -<^Vl sv^t,t z»l,/«.. sorgung ohne größere Schwicriglcilen voiistattcn ging, verlehrte die Börse in schr sester Haltung, aus welcher auf dem ganzen Efseclenaebiete nicht unbedeulc' resultierten. Gebr beliebt zeigten sich Staatslose, »nch Bahnen fanden gesteigerte Nachfrage. Devisen waren ziemlich offeriert. " » __^^^. Geld Ware Mai- ) ^ (.....68 45 68 55 stebrnar-) """" (.....68-, 5 6830 N71 ««.«.»..< ^ .^ ;«°« ^°° lose. I8ij9.......274 — 278 — " 18b4.......9250 93-50 » ^60.......1,11.75 102-._ « I860 zu 100 fl. ... 108 — 109" ." ^^4.......,3575 zgß._ DomllNtn.Psaubbritle .... 11550 11650 Ven l^uub., - - f^do 94-. Oiebenliürgen s ^ < . ' 72-75. 73 75 "^"N«, <.^ ' «. l . . 74 75 75-75 Donail-NegullcrungS.Lose. . . Z575 97.^ Ung. Gisenbahn-Nnl..... 9g75 ^^^^ Ung. Prämien-AnI...... 7^75 7^.^ A^encr Eommuual.Nnlchen . . ^5 25 85.^,0 Actieu von N«»k»n. Veld War, «uelo-Vant.......^^^'?^ «»utveiein......b2'. 65- «odencreditllußlllt . . - - ^ln— 1^0— «reditaufialt ..... 216-50 217- ArldUnnpM, un««.....1il3ü0 124» «elb Ware Depositenbank......K8-— 59-- Eecompteanftlllt......840 — 850 — Franco-Bant......39—3950 Hanbelebanl.......68-50 69 — Lilndcr^llntenverein.....—-— —'— »iationalbant......950 — 952 — Oefterr. allg. Vanl .... 43'- - 44 — Oefterr. Baulgesellschaft . . . 200 — 202 — Uuionbllnl.......119— 11950 Vereinebanl.......29 25 29 50 Vertehrsbllnl.......113—114- Netien von Tr<»»«port«U«lt«»rh, MUNgtU. Telb Ware «lfUld-Vahn...... . 145-- 146 — Karl-Ludwig-Vahn .... 20450 205--Donau-Dampfschiff.«Gesellschaft 513— 514 — «lisobeth-Weftbllhn.....214 25 215 50 Elisabeth.Vahn lLinz«Vubweifer Stie0 Südbahn........ 160— 161 — Theiß-Bahn....... 19«-— 197- .. Ungarische Norbuftbahn . . . 106-50 107-50 Ungarische Ofibahn .... 58 — 59 — Tramway.Oesellsch...... 159— 162 — Bauaesellschaften. Allg. »sierr. Ballgesellschaft . . 79— 79 50 Wiener Ballgesellschaft.... 104-75 105 - Pfandbriefe. «llgem. öflerr. Vodencrcdit . . 96 — 97— dtll. in 33 Jahren 85— 85 50 ««ltionlllbanl ö. W..... 9170 91-90 UNg. Bodrncredlt..... 81 — «150 Prioritäten. Elisabeth-B. 1. Cm. .... 95— 9550 Ferd.-Nordb. S......104 60 104 90 Franz-Ioseph-V......104 50 104 75 Oal. K»rl-i!udwig-V., 1. Vm. . --— —-»» Olsterr. N°rdwlß>V.....101 75 102— Siebenbltrger..... 8 ^ b'/. . . - ' ' 226' ' gz?b südbahn, Bon« . - - ' ' ß260 " Uug. Oftbahn . . - - """""" ,^'ßÄ «redit-L..... - ' ' 12^ NudolfS-L.....- ' Augsburg. ...-'' ^ 9625 ^a Hamburg ....-''' I^'A ^ü"^ ^!ol!0on ...»'' 44^" ljoci«.....- ' ' «eldsl"et"' Ostt ^ öucaten .^. ' ^'Ül "' ? ^l!-ßreuh. «»fseuschewe 1 " ^'^09 ^ Vilbtr . . . 1"" ^ ^ KrMlfche «rV.dmtl«ftM^^ ^' Privatnotien»,' «eld o»^",