«£■£'£. Imm A J*A feAt ä sMitXUr „Ä.—. #r ▼▼fTsTtlT tOtr. 6o»c!«j «n» t o«»n»t«j I f ofttMrtaffcn-ftvui M.rno Hr. S,__ JMliiumgtiUSstrllung der fjanömcrhfr Stkirrmarks Mit aufrichtiger Freude ist es zu begrüßen, »aß es sich im deutschen Handwerke wieder regt und rührt und daß jener Geist an Boden gewinnt, der einst in früheren Jahrhunderten herrliche Blüten gezeigt hat und von dessen Walten so manche« Blatt in der Geschichte deutschen Gewerbefleißes und deut-scher Handwerkskunst zum Ruhme und zur Ehre unseres Volkstumes Zeugnis gibt. Weit entfernt davon, durch Rücksall in einseitige jünstlerische Starrheit und Abgeschlossenheit die freie Entfaltung zu hemmen und zu unterbinden, schreitet das deutsche Handwerk aus dem Wege der freien zielbewußten Organisation und Entwicklung rüstig »orwärts, Schritt für Schritt den inneren und äußeren Feind zurückdrängend. Noch zeigt der erstere vielleicht gerade bei uns im Unterland? eine säst unüberwindliche Zähigkeit. Doch wird es dem neuen belebenden Geist, der in den alpenländischen Handiverkerkreisen Eingang gefunden hat, gar bald gelingen, diesen Feind im Wege zielbewußter unermüdlicher organisatorischer Tätigkeit, die in dem jüngsten Gewerbegesetze eine gute Grundlage findet, zu bezwingen, mit anderen Worten, der lähmenden Teilnahmslosigkeit und Verzagtheit Herr zu werden. Aber auch der änßere Feind, das in gewissen «reisen herrschende, aus einer mißverständlichen Auf-fafsung der Handwerkerbestrebungen beruhende Miß-traue» und die auf die Unterschätzung der Bedeutung dieses Produktionszweiges für die allgemeine wirt-schaftliche Entwicklung zurückzuführende Passivität gegenüber diesen Bestrebungen, wird einem freund-lichen Mitempfinden und der Ueberzeugung von der Notwendigkeit einer ausgiebigeren Förderung des Handwerkes Platz machen. Hhemie und Hedanken Wir sollten mit unseren Gedanken sehr vor« fichtig sein, denn die Gelehrten behaupten, daß unser Denken einen Einfluß auf unseren ganzen OrganiS-mus ausübt. So vergiftet, wie wir schon einmal «ssührten, der Zorn, die Wut, das Blut des Menschen. Professor Elmer Gates äußert sich über diesen Prozeß folgendermaßen: „Ich habe konstatiert, daß unangenehme Ein-pfindungen, die uns tagelang beherrschen, physische Störungen im Organismus hervorzubringen im-stände find. Durch die Untersuchung des Schweißes «nd der Ausdünstungen ist das leicht festzustellen. Ja aus der Analyse der Ausdünstungen eines Menschen kann sich sogar ergeben, in welcher Gemüts-Erfassung er sich befand. Es wird auf diese Weise leicht sein, einen jähzornigen Menschen von einem gutherzigen zu unterschieden. Jeder schlechte Gemütszustand bringt einen Wechsel im menschlichen Körper hervor, und jede freudige Stimmung verbessert das Blut und somit alle Eäfte. Bis aus die feinsten Zellen des Gehirns erstreck: sich dieser Einfluß und auch bis in das spätche Alter hinein. Darum sollte man sich üben, Gedanken zu denken, die mit den niedrigen Leiden-schaften der Menschen nichts gemein haben, das Resultat wird nicht ausbleiben und sich in dem physischen und psychischen Wohlbehagen nach kurzer Zeit äußern. Diejenigen Zellen im Hirn, die für das Reine und Edle im Menschen bestimmt sind, «erden sich erweitern, während der Sitz der kleinen »nd gemeinen Eigenschaften immer enger und be-schränkt« wird. H'llt Donnerstag, 2 Aprit 1908 Schon hat sich allenthalben die Erkenntnis Bahn gebrochen, daß ein gesunder kräftiger Handwerkerstand ein unentbehrliches Glied unseres Volks-tumes bildet, daß unser VolkStum auf die Zuge-Hörigkeit dieses regsamen nnd strebsamen Zweiges unseres Mittelstandes nie und nimmer verzichten kann und daher daraus bedacht sein muß. daß ihm aus seiner Mitte und von der Gesamtheit, den« Staate, die nötige Unterstützung und Förderung zu Teil werde. Staatliche und voltliche Hand-werkssörderuiig müssen zusammenwirken, um das gut zu machen, was an diesem Stande durch langandauernde Vernachlässigung und unzweckmäßige lückenhafte Gesetzgebung ihm. der Gesamtheit »nd unserem PolkStume zum Schaden gefehlt worden ist. Die Erkenntnis, daß den interessierten Kreisen, aber auch der Außenwelt die Bestrebungen und Ziele, welche das nach modernen Grundsätzen sich auSge-stallende Handwerk verfolgt und die Wege, welche es zu diesem Zwecke einzuschlagen hat, in einer alle Zweige der handwerksmäßigen Erzeugung und deren Förderung umsassende Schaustellung am deutlichsten veranschaulicht wird, reiften in der Vertretung des stei-rischen Handwerkes und dessen sachkundigen Förderern den Entschluß, im heurigen Jubeljahre eine stei-rische Handwerkerausstellung in Graz zu veranstalten. Vom Staate gefördert, wird diese Ausstellung ein schönes Bild deutschen Handwerkerfleißes und hochentwickelter Handwerkerkunst bieten; sie wird befruchtend und anregend wirken. Die historische Abteilung wird im Bereine mit den übrigen Abteilungen ihre belebende Wirkung auf das Standesbewußtsein nicht versagen und gar mancher der sich bisher verzagt abseits gestellt hatte, wird aus dem. was ihm in reichlichem Maße vor Augen gesührt wird, neuen Mut schöpfen. Jene, die bisher den Bestrebungen der Handwerkerorgani-sation skeptisch gegenüber gestanden sind, werden — 9fr. ' D«ltituctraanht tefcfrt» 1er welchen Umfang diese Aktion an-genommen habe, könne man daraus ersehen, daß davon nichts bis in das Unterrichtsministerium gelaugt sei. peutschuatioaale Arveiter»e»e>«ug. Am 1. Jänner 1908 bestanden in Oesterreich l64 deutschnationale allgemeine GewerkschastSvereine mit 26.000 Mitglieder, 9 lokale Gewerkschaften mit 1000 Mitglieder und 9 Zentralverbände mit 26.770 Mitglieder und 407 Ortsgruppen. Die dentschnatio-nale Arbeiterorganisation umfaßt also f>4..'570 Mitglieder. Die Deutsche» t» Ar»»ti«» In Kroatien-Slavonien leben über 200.000 Deutsche. Es ist nun die Bildung eines „Bundes der Deutschen in Kroatien-Slavonien" geplant. "iw • »i 2» Aus und Land. Aromotio«. Am DienStag fand im Fest-saale der Karl Franzens-Universitäl in «raz die Promolion des Herrn kand med. *»ton Stehlik Sekunderarztes deS Allgemeinen Krankenhauses in Ära; zum Doktor der gesamten Heilkunde statt. ?e»»«ri»t'A«»zert Das Peiinarini-Konzert findet bestimmt am 4. April, um halb 8 Uhr abends — aber nicht im Deutschen Hause, sondern im Stadt theater — statt. Hoffentlich wird der stimmgewaltige Heldentenor wie im Vorjahre, fo auch dieSmal vor einen, vollen Hause singen. Karten sind in der Buch-Handlung Adler noch zu haben. Vn Wilhelm Aasch-Kbeud, der wegen Ber-Hinderung des Herrn Regisseurs Koswitz und deS Herrn UniversiiätSassistenten Dr. Heunicke, der zur Zeit in Graz mit größtem Beifall die Adria-Bor-träge hüll, ans nächste Woche verschoben werden mußte, findet im l'aufe der zweiten Aprilwoche be-stimmt statt und zwar im Stadttheater. t*S empfiehlt sich fchon jetzt Karlen in der Buchhandlung Adler vormerken zu lasten. Liedertafel. Sonntag, den » April, findet im Speisesaale des Deutschen Hauses die Frühlings-Liedertafel deS MäuncrgesaugvereineS Liederkranz unter der Leitung des VereinSsangwartcs Herrn Edmund Hübel statt. ?«» Htselltßkeits- »nd Lese».rei». Das Lesezimmer im ersten Stocke des Deutschen Hauses wurde gestern der Benützung übergeben und zwar liegen vorläufig solgende Zeitungen aus : .Neue freie Presse". „Zeit", .Wiener Zeitung". „Wiener deutsches Tagdtatt", „Tagespost", ^Grazer Tag-blatt", .Deutsche Wacht", „Scherer", „Zugend". .Simplicissimus", „Südmark Mitteilungen". .Uni-versum", .Leipziger illustrierte Zeitung", „Moderne Kunst", „Daheim". „Münchner fliegende Blätter", „Meggendorfers hum. Blätter", .Gartenlaube", und „Ueber Land und Meer . — Die Ta esblätter werden im Nachbezug vergeben und sind bezügliche Anmeldungen an Herrn Dr. Georg Skoberne zu richten. ?»m K«r»»erei». Wie alljährlich so versammelten sich auch heuer am 28. März die Turn genossen zur Märzgedächtniskneipe, die dem An-denken des großen Gönners des Cillier Turnvereines Herrn Joses R a k u s ch galt Dieser Gedächtnis-abend trug heuer mit Rücksicht auf den hochbefrie digenden Abschluß, den die Legalangelegenheit ge un-den hat, ein besonders festliches Gepräge. Sprech-wart Herr August Aistrich würdigte denn auch die Verdienste des unvergeßlichen Turnbruders um die Stadt Cilli überhaupt und um den C Uier Turnverein im Besonderen und zergliederte sodann den Jdeengang des Turnbruders Zofef Rakusch, der ein reges völkisches Empfinden besag und der dahin sühne, die namhafteste der nationalen Spenden, die er den völkischen Vereinen der Stadt CiUi zugedacht hatte, dem Turnvereine als einem bewährten deutschen Vereine CilliS zu widmen. Herr Bayer dankte dem Sprechwarte für fein Bemühen und die gedie-gene Gedächtnisrede. Die Kneipe, die Kneipwatt AlmoSlechner in gewohnt strammer, wie auch launiger Weise leitete, hielt die Turngenossen lange beisammen, zumal auch Frau Zorzini, die dermalige Pächterin des Deut chei» Hauses mit bester Speise und frischestem Trunke wohl zu bewirten verstanden hatte. Vom ?»lldieuste Der Postkontrollor Puer Heinrich in Steinbrück wurde über sein Ansuche» nach Graz übersetzt und dem Bahnhofpo lamte Graz ■i zur Dienstleistung zugewiesen. Na»»»g>«ck. Gester» nachmittag, gegen 6 Uhr, stürzte bei dem Neubaue in der Karl Traungasse ein Teil der Feuermauer des benachbarten HauseS ein und begrub unter sich drei beim Bau beschäftigte Maurer. Ein der einstürzende» Mauer zunächst de-schä'iigte Arbeiter kam mit leichte» Kopfwunden un» dem Schrecken davon; die zwei andere» wurden schwer verletzt unter den Trümmer» hervorgezogen. Der sofort herbeigeholte Siadtarzt Dr. Sollitsch bemühte sich um die Verletzten und verband ihre Wunden. Der eine der Maurer, nameus Maier, hat io schwere Verletzungen erlitten, daß sei» Leben wohl nur mehr nach Stunden zählen dürfte. Seine &r» letzungeu bieten einen gräßlichen Anblick dar. Ei» herbeigeholter Priester reichte dem mit dem Tode Ringenden das Sakrament der letzten Oelung. Her;-zerreißend war das Jammergeschrei seiner beide» a» Baue mitbeschäftiglen Rinder, eines fünfzehnjährig« Knabe» und einer neuuzehnjäreige» Tochter, te Drittverunglückte erlitt einen Beinbruch und nur»! mittels Fiaker in das allgemeine Krankenhaus übn- .. 7(aiiii»u 27 Äc«i?che " »>! führt. Durch wessen Unachtsamkeit daS Unglück ver-schuld«! wurde, erscheint noch nicht sestgestellt. A« d,r Kattjelle eryä»,t. Der 64 jährige LpenglergehiUe M. Hortner au» Grein in Siieder-ifterreich, hat sich im Gefängnis der slädt. Sicher-heilswache mit dem Leibrirmen erhängt. Seitens der VerpflegSstation waren ihm zwei Posten vermittelt »orten, der ardeilSunlust ge Mann verlegte sich jedoch aufS Betteln, was zu feiner Verhaftung iührte. redensüberdruß dürfte der Beweggrund deS Selbstmordes sein. einer Viper «eiissn» Aus Rann wird mS gemeldet: Die Schülerin der Volksschule in Blanza bei Reichenburg Anna Berice wurde beim Blumenpflücken von einer Viper gebissen Rasch herbeigefchafsle ärztliche Hilfe rettete doS Sind Hleu/r ßx\l Hetr med. Doktor FranzPrem. fchok ordiniert Ringstraße 7, 2. Stock von 9— 11 Uhr vormittag». Kiue Söruug des Lbg Aalitau. ?ie Guido von List-Gesellschaft. diese für die Hut und Ver-dreitung der bedeutenden Fo.schungen und Werke des hervorragenden Gelehrten unv Dichters Guido von List wirkende Gesellschaft, der eine stallliche Reihe namhafter l^eistesvertreter des In- und Aus-landes angehöit» hat in ihrer Hauptversammlung vom 2. März den SchriststeUer und Landtagsobge-«rdveten Herrn Heinrich Wastian zu ihrem Ehren-mitgliede ernannt. Hterlaudesqerichtsrat Kschech +. Montag, den 30. Mär; wurde in Laibach die irdische Hülle des k. k. ObellandeSgerichlSrates i. R. AloiS Tjchech unter allgemeiner Teilnahme auS allen Kreisen der Bevölkerung zur ewigen Ruhe gebettet. — Herr OberlandeSgerichtSrat AloiS Tschech wurde im Jahre 1831 in Unterjleiermark geboien, vollendete die Hoch» schulstudien in Graz, widmete sich sodann der richter-lichen Lausbahn, trat als RechlSpraklikant beim LandeSgerichte Graz ein, wurde als Aktuar nach Marburg, sodann alS Gerichtsadjunkt nach Cilli verfehl, war als BezilkS» ichler in St. Leonhard und Marburg tätig und wurde 1879 zum LandesgerichtS-rote in Laibach ernannt, wo er lange Zeit das HändelS»e>erat mne halte und als ausgezeichneter, pftichlgelreuer Fachmann allgemeine Wertschätzung genoß. Die $rifaUer Kovleuwetksaesellschaft Unter dem Vorsitze des Vizepräsidenten Palmer wurde am Zv. v. M die Generalversammlung der Trifailer «ohlenwerkSgefellschaft abgehalten. Der Antrag des Lerwatlungsraies aui VeNeilung einer Gesamt-dividende von 9 Kronen pro Aktie wurde angenommen 30 000 Kronen werden dem Reservefonds zugewiesen. Anläßlich deS RegierungSjubiläums wurde die Gründung eines Unlerstützungsgrund-ftockS für Arbeilerwitwen beschlossen. Diesem Zwecke »urden 1^0.000 Kronen gewidmet. 20.000 Kronen wurde» weiterS einem neuen Anlage-Rückhallsjchatz jvgeführt, der Rest wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Vom deutsche» Schutvereiu. Die Gemeinde Wien Hai in hochherziger Weise außer ihrem Jahres-bettrage von 50u0 Kr. dem deutfchen Eckulverein eine außerordentliche Spende von 10 000 Kr. fiir den Zubelfond gewidmet. Um den wackeren Be-schluß haben sich insbesondere der Antragsteller Herr Gemeinderat Gußen bauet und der Berichtet-stattet Herr Stadlrat Tomola verdient gemacht. Diese erfreuliche Talsache ist ein neuer Beweis da-sür, daß der deutsche Schulverein sich in den weite-sten Kreisen des deutschen Volkes, die verdiente An« erkennung errungen hat. Möge die Spende der Gemeinde Wien auch den der deutschen Schutzarbeit »»ch fernestehenden Volksgenossen ein leuchtendes Vorbild zur Nacheiferung sein Krau Greinz in Wr.-Neustadt hat dem deutschen Schulverein letzt-willig den Betrag von 1000 Kr. gewidmet. Ein zleiches Legat von 1000 Kr. ist dem deutschen Schulvereine auch vom Oberstabsarzt Dr. jJohann Pechaczek in Pilsen zugeflossen. Beide Beispiele dieser BolkStreue und Opferwilligkeit verdienen ledhaste Anerkennung und mögen allen Volksgenossen und den wohlhabendern ein Ansporn sein, auch über den Tod hinauS durch ein Legat der fchwerrmgenden Brüder zu gedenken. Perei« $ftdmar8, Hraz Ausweis über er-hallene Spenden aus der Steiermark in der Zeit »om 18. bis 24. März 1908. Spenden liefen ein »«»: O.-G. Peggau-Deutjchseistritz (Kapselschützen vesellschaft) 20 «tonen, O.-G. Seeboden (Fester-ttag) 2640; Sladlgemeinde Pettau 100; Südmär kische Volkbank in GrazloOO; O & Pichelsdors 18; O -G. Zellweg (Liedertafel beim Häringschmaus) 13; O.-G. «nittelfeld 17 «0 ; O.-G. Stainz (UllesoOh, Sollmann 6 Kr.. Südmarkkränzchen 40. Spatkassa 1b 65. Gfchnasabend 6*38); Sparkasse Rohitfch 120; Gemeinde Mürzzufchlag 20. AuS den Sammelbüchsen : O.-G. Zeltweg 61 50; O.-G. Schönstein-Wöllan (Hotel „Post" 8 L0; Gasthaus Skasa 2-2; O.-G. Stainz (Negri 5 63, Uhrturm 8). Gründer: Dr. Heinrich Touaillon, k. k. Notar in Voran 50; Dr. Leopold Hauptmann. k. k. Notar in Fehring 50 Kronen. per Ausgang der 2»d»eiser Landtag»-wahr,« und die Arzeuguisse der Kirn a Arüder Zatka ia deu Alpenläaderu. Schon anläßlich d«S unglücklichen AusgangeS der Budweiser Gemeinde-wählen für den 3. Wahlkörper im November 1906 haben wir wiederholt unsere Volksgenossen daraus aus« merksam gemacht, dah nur durch die Firma Zatka die Budweiser Teutschen den Bei tust des 3 WahlkörperS zu beklag n hallen. Die genannte Firma hat durch die Schaffung von Hunderten von künstlichen Wählern den AuSIchlag zu Ungunsten der Deutschen gegeben, indem sie jeden ihrer Arbeiter w'hlberechtigt gemacht hat. Ein jeder Taglöhner, wenn er auch nur einen sehr geringen Taglodn bezieh?, ist mit einem Einkommen elnbekannt, dem eine Einkommensteuer ron über 8 Kronen entspricht. Auch bei den am 27. Februar 1908 in BudweiS stattgesundenen LandtazSwahlen war wieder die Firma Zatka ausschlaggebend und errang durch diele künstlich« Schaffung von Wählern da» Mandat für die Tschechen, welch'S seit Beginn der veifafsungSmäßigen Aera unumstrittener Besitz der Deulschen war. Wir haben seinerzeit darauf hinge-wiesen, daß jede Ahnahme der Zalka'schen Erzeugnisse (Eiernudeln, Brot :e.) eine direkte Unterstützung der tschecbier schweren wirtjchastlichen Krise sich befindet, hat jedoch in letzter Zeit die Einstellung vieler Betriebe und der Mangel an Kapital eine große vermin-derung der Arbeitsgelegenheit und eine empfindliche Herabsetzung des Taglohnes zur Folge gehabt Die ' Regierung von Chile wurde sogar in den Kammern . , ■.. >, ausgesordert. gesetzliche Mittel in Vorschlag zu bringen, um jede weitere Einwanderung bis zum EintriUe normaler Verhältnisse zu verhinderu. Unter diesen Umständen muß por der Auswanderung noch Chile auf daS Eindringlichste gewarnt werden. Maruuvg »or der A«»w«uder»»g »»ch Mraftsj,». Nach dem Ministerium des Innern zu-gekommenen Mitteilungen beabsichtigt die Regierung deS brasilianischen Staates Espirito Santo die Ein« Wanderung und Ansiedlung fremder Arbeitskräfte zu fördern. Zu diesem Behufe ist die voterwähnte Re» gierung damil beschäftigt, Vorbereitungen zur Aus« Messung einer nach dem gegenwärtigen Präsident«» der Vereinigten Staaten von Brasilien. Affonso Penna benannten Kolonie an den U'ern des Flußes Guandu zu treffen. Andere Kolonien sollen am Fluße St. ^Zose ferner im Quellengebiete deS Flußes JtaunaS und am Fluße Jtapemiiim ge-gründet werden. Da die Wiederaufnahme der »aat-lichen Förderung der Einwanderung »och dem oberwähnten Staate Espirito Santo auch die öfter« reichischen Auswanderer berührt, und mit Rücksicht darauf, daß sich die wirtschaftliche Lage der daselbst schon jetzt angesidelten Cesterrcicher (Südtiroler) hauptsächlich infolge der Entwertung deS Haupt« Produktes dieses StaateS, des Kaffees, fehr schlecht gestaltet hat und auch die Boden-, klimatischen- und fonstigen Verhältnisse der für die erwähnten Kolonien in Aussicht genommenen Oertlichkeiteu sehr wenig vorteilhaft sind, so wird vorläufig vor der Auswanderung nach dem Staate Espirito Santo dringend gewarnt. Die K. ft Lager? .»ser in Trieft teilen unS mit. daS Bier- und Malzsendungen nunmehr über-nommen werden. — ES steht somit der Aufnahme von derlei Sendungen noch Trieft k. k. StaalSbahn und Trieft Freihafen-Südbahn nichts im Wege. Beendigung der Wi-erakquelleu-Arbeite« iu 'Aohitsch-Haueröruau. Die in größerem Maß. stabe im heurigen Winter vorgenommenen Arbeiten an den Mineralquellen in Rohitsch - Sauerbrunn gehen ihrem Ende entgegen und haben ein in jede? Beziehung befriedigendes Resultat ergeben. Bekannt» lich gab es bisher in Rohitsch-Sauerbrunn zweierlei Arten von Mineralwasser: einen Tafel-Sauerbrunn, der von der Tempelquellen-Gruppe geliiscri wurde mit rund 30—40 gr. festen Bestandteilen in 10 Liter oder 3'/, pro mille Salzgehalt und ein Medicinalwasser mit stärkerem Gehalt (6 gr. Salz pro Liter) das die Slyrioquelle lieferte. Die jetzt zum Abfchluße gelangenden Arbeiten haben sich auf das Gebiet der Tempelquellen-Gruppe erstreckt. Gegveine Kollegen unb Freunbe wünschen ihm in seinem neue» Domizil Graz alles Beste Herichtssaat. «£ett Hs»akd ^»Kitsch auf ött fiuftsngeBnufc. Am Montag fand vor dem Bezirksgerichte, Einzelrichter Gerichtssekretär Dr. Bidic die Ber-Handlung über dit von dem Gastwirte Diamant gegen dtn LandeSbürgerschullehrer Oswald Lakitsch eingebrachte Klage wegen Ehrenbeleidigung statt. Vertreter des Klägers war Dr. Georg Deutsche Wacht Stöbern e, des Angeklagten Dr. Ljudevit S tiker. Das weitgehende Interesse, das die Bevölkerung den Rechtshündeln des Landesbürgerschullehrers Oswald Lakitsch entgegenbringt, rechtfertigt einen aiiSsührlichen Perhandlungsbericht. Die Anklage führt folgendes aus: ..Bor ungefähr 3 Wochen ich glaube es war der 29. Feder, kam der Angeklagte am Abend in mein Gasthaus „zur grünen Wiese". Der Ange-klagte, der sich im Gastzimmer aufhielt, ohne irgend etwas zu bestellen, trat von einem Tisch zum an-deren und stieß die auf dem Tische stehenden Zünd steine mit den Worten weg: Schon wieder diese dreckigen Süd markzünder! Ich stellte den Herrn st eiermärkischen Landesbürger-f ch u 11 e h r e r wegen dieses Benehmens zur Rede, worauf er mich zu beschimpfen begann und auf mich loSschrie: Wa« werden Sie ansangen? Sie sind als Bettler hergekommen. Sie leben von uns. So ein schuftiger Wirt! So ein schmutziger Wirt! Nun forderte ich den Angeklagten auf, mein Gast-Haus zu verlassen, was er dann schließlich anch tat. . ." Landesbürgerschnllehrer Oswald Lakitsch. am 8. Dezember 1855 iu Radkersburg geboren, nach Cilli zuständig, vorbestraft, bekennt sich überBefra-gen des Richters als nicht schuldig. Er habe nur gesagt: Es sind viele Benler geworden oder haben dar-auf gezahlt. Sie behandeln uns wie eine Bettler bagafch. Wenn diese Bettlerbagafch uicht zu Ihnen käme, so müßten Sie Ihre Bnde zusperren. Wir lassen uns eine schnstigc und schmutzige Hand-lungswtisc nicht mehr bieten. Eine solche < schmutzige Handlungsweise) habe ich nicht gesagt, sonder» nur eine. Auch schmutziger Wirt habe ich nicht gesagt. Das hat die „Deutsche Wacht" geschrieben und der Amtsvorstand, bei dem er ist verhört worden. Dort ist ihm suggeriert worden. Nachdem die beiden Herren . . . Der Richter ihn jäh unterbrechend und aus die Anklagebank deutend! Bitte nehmen Sie Platz! Zeuge Simon Jeritsch, Fleischhauergehilse, gibt unter Eid einvernommen, folgendes an: „Wir haben in der „grünen Wiese" geschnapst, Karten gespielt, und dann hat Herr Lakitsch z» schimpfen angefangen und die Zünder herumgeworfen und dann hat sich die Frau Wirtin aufgeregt und dann ist der Herr Wirt selber gekommen. Der Herr Wirt hat gesagt: soll der Lakitsch so gnt sein und still sein, er ist nicht allein da, wären anch andere Gäste da. Hat nichts geholfen, der Lakitsch hat immer geschimpft. Er hat den Wirt einen Saiiwirt, Schwindler, Betrüger, genannt, daß er nichts zu reden hat, einen Dreckwirt. Bon dem Betteln habe ich gehört. Da habe ich mich aber nicht danim angenommen, weil wir gespielt ljabe». Richtet: Hat er diese Worte direkt dem Wirte gesagt ? Zeuge: Wie der Wirt mit ihm gesprochen hat. Ich habe auch gesagt: Ich bitte Herr Lakitsch, wir sind auch dahier als Gäste. Schreien Sie nicht so. Sie sind nicht allein. Wenn heute keine Ber-einszünder da sind, so werden sie ein andersmal da sein. Er hat aber sortgeschrieen. Lakitsch zum Zeugen: Sie, wie ich inS Zimmer gekommen bin und mit dem Wirte gesprochen habe, da sind Sie gesessen »nd haben eifrig Karten gespielt, haben sich überhaupt um nichts gekümmert, habe» uicht zugehört, dann haben Sie wie die Wirtin die Flasche ausgezogen hat . . . Was haben Sie da gemacht? Richter ihn unterbrechend: Ich bitte! Lakitsch fortfahrend: Wenn ich nicht augenblicklich still bin. haue ich A;»e» eiue herunter, hat er gesagt. , ... Richter zn Lakitsch : Aber ich bitte, dasistjamcht der Angeklagte. Ich bitte — nur zu sagen, was Sie den Zeugen fragen wollen. Lakitsch. Ich bitte noch eine Frage. Wem haben die Worte gegolten? Zeuge: Das weiß ich mdst. L a k i t sch. Er kann nicht behaupten, daß ich es zum Wirt gesagt habe. Ich bitte das anfzu» nehmen. . Richter: Wann sind diefe Worte gefallen? Zeuge: Während der Auseinandersetzung mit dem Wirt. Dr. Skoberne: Also diese Worte sind während des Streites gefallen. Lakitsch zum Zeugen: Es ist schon gut. Ich danke. Zeuge Heiurich Pofsart, Telegraphenan,-seher sagt nnter Eid einvernommen folgendes aus: llbinx'P 27 Wie der Streit war, hat Herr Diamant ge-sagt, er (Lakitsch) solle sich ruhig verleiten. Der Herr Lakitsch hat aber Krawall gemacht: Es ist eine Gemeinheit. Da her gehören Arbeiterzünder und nicht Südmarkzünder. Er hat dann aus den Tisch geHaut. Der Wirt hat nochmals gesagt, er soll sich ruhig verhalten. Lakitsch bat aber noch beim Tisch Kraivall gemacht. Und dann ist die Frau gekommen. Richter: Was war mit Herrn Diamant? Zeuge: Er. (Lakitsch) hat gesagt. Jeder ist Bettler geworden; er (Diamant) habe sich etwas erwirtschaftet. Das hat er gesagt. Zeuge über Befragen: Es ist möglich, daß von schmutzig etwas vorgefallen. Ans den Wortlaut kann ich mich nicht genau erinnern. Lakitsch zum Zeugen. Sie haben auch während ver Zeit Karten gespielt. Zeuge: Nein. Lakitsch: Aber den Rü.ken haben Sie mir zugekehrt. Zeuge Neiu. Ich habe sogar zuge-schaut. Frau Marie Diamant die Mutter des Klägers, macht ihre Aussage in slovenischcr Sprache, vermag aber nichts Wesentliches anzugeben. Zeuge S a p u s ch e k, Goldarbeiter, unter Eid einvernommen gibt an: Mit dem Wirt ist wegen der Zünder ein Wortwechsel vor sich gegangen. Ich ivar dort beim Tisch. Herr Lakitsch hat gesagt: Alle Wirte sind zu Bettler geworden Weil ihm die Partei zu Hilse gekommen ist. immer Ber sammlungen. Diskussionen, Gesaugsprobe» abge halten hat, — früher war das nicht, — ist er zu sich gekommen, kann er aufbrausen. Aber nur durch die Arbeiter. Sonst kommt niemand hin. Die Be schimpsnngen: Schmutziger Wirt, schuftiger Wirt, Dreckwirt stellt Zeuge in Abrede. Dr. Skoberne zum Zeugen: Wie kommt es, daß Sie daS letztemal in Ihrer ZeugenanSjage erklärt haben, daß gestritten nnd geschimpft wurde. Zeuge: Alle Wirte sind Bettler geworden. daS habe ich gehört. Aber das hat er nicht gesagt, daß er Bettler geworden ist. AlleS andere habe ich nicht gehört. Dr. Stiker. Der Zeuge hat es nicht nur nicht gehört, sondern er schließt es aus. Richter: zum Zeugen: Wieso wissen Sie das? Zeuge: Das kam, ich nicht überhört haben, weil ich dort war. Ich bin dort in der Nähe ge standen. . Dr. Skoberne. Merkwürdig, daß andere unter Eid einvernommene Zeugen das gehört haben Zeuge: Das kaun nicht möglich sein. Bon einer Schmutzerei das kann möglich fein. Das kann ich gehört habe». Dr. Skoberne: Das letztemal hat der Zeuge gesagt: „Aus die Worte kann ich mich nicht erinnern." Es ist doch merkwürdig, daß sich nach 8 Tagen sein Erinnerungsvermögen so geschärft hat. daß er heute mit aller Bestimmtheit aussagen kann. Zeuge Schrank. Schneider sagt unter Eid aus: Den Zusammenhang kann ich Nicht mehr so genau sagen. Soviel kann ich sagen. Lakitsch ha: den Wirt gesagt, daß bis jetzt alle Wirte zugrunde gegangen sind; nur er ist ausgekommen durch da« Geschäft von den Arbeitern. Die unter Auklage gestellten Zchimpfwöner habe Zeuge nicht gehört. Er habe nicht so genau aufgepaßt: habe eine Zeitung in der Haud gehabt und gelesen Zeuge Preaz, Privatbeamter lagt unter Eid ans: Was er mit dem Wirt gehabt hat? Mit dem Wirt hat er nichts gehabt, als einen Streit, einen einjachen Wortstreit. Der Wirt hat nämlich, nachdem sich Herr Lakitsch über die Zunder au,'gehalten hat. gesagt: Er soll sich nicht da geberdev. Der Wirt hat Karten gespielt, hat nur immer über den Tisch hin und her geredet. Was er geredet hat. das weiß ich nicht. Es sind Wörter hin und her gefallen. Einmal ist er aufgestauden und hat mil den Herrn Lakitfch laut geredet. Zeuge sei in der Nähe deS Angeklagten gestanden. Zeuge befragt, ob er die unter Anklage ge stellten Schimpfwörter gehört habe, erklärt: Bor Schimpswörter» habe ich überhaupt nichts gehört. Richter: Ist es möglich, daß Sie etwa» überhört haben? Zeuge: Ich kann nicht sagen, ich bade ettvas überhört. Es war ein Tumult. Es sink» Wörter hin und her gefallen, aber persönliche Schimpswörter habe ich nicht gehört. Richter zum Zeugen. Ich will wissen, ob « vielleicht doch möglich ist, daß diese Schimpswörter gefallen siud, weil sie vielleicht nicht ganz Ohr wäre» und nicht so zugehört haben. "» " »» 27 Zeuge: Es ist ja möglich, von mir aus saun es möglich sein, aber ich kann mich .... Dr. Skoberne auffahrend: Ich bitte zu konstatieren, daß der Angeklagte den Zeugen mit dem Fuße gestoßen hat. Frau Lakitsch, die als Zuschauerin anwesend ist: Nein das ist nicht wahr. Dr. Skoberne: Ich bitte; ich kann das jederzeit beeiden. Richter zu Lakitsch: Ich srage, ob Sie ab-sichtlich gestoßen haben? L a k i t sch : Ich habe nicht absichtlich gestoßen. Zch fitze mit gekreuzten Beinen da, da ist es unab-sichtlich geschehen. Dr. Skoberne. Es waren drei unverkennbare Stöße. Was ich gesehen habe, la^e ich »ir nicht abstreiten. Zeuge Preaz vom Richter nochmals befragt, erklärt: DaS kann ich nicht aus mich nehmen. Ich kann mich überhaupt nicht mehr so genau erinnern. Richter: Er bleibt immer dabei: Er ftmne es nicht auf sich nehmen, daß es nicht vorge-kommen ist. Zeuge: Da müßte ich schon das Bewnßt-iein gehabt haben, daß ich auspassen muß. Der von der Verteidigung als Entlastungszeuge geführte Zeuge Leopold Schmidt^erkUirt: Ich habe schon iu der letzten Verhandlung ge» sagt, daß ich beim Kartenspiel war und ich kann um ruhigen Gewissen aussagen, daß ich überhaupt nichte sagen kann. Richter: Er kann auch nichts bestätigen. Zeuge Streicher, Handelsangestellter gleich-fall« von der Verteidigung geführt, gibt unter Eid a«: Ich habe den Streit zwischen dem Wirt »nd dem Lakitsch gar nicht bemerkt. Ich habe gar nicht bemerkt, daß die zwei miteinander etwas haben. Ich bui neben Lakitsch gestanden und habe die Wirtin abgewehrt. Ich habe den Lakitsch zurückgehalten, daß er nicht vorgegangen ist und der Prcaz die Virtin. Was der Herr Lakitsch mit dem Wirt ge-habt hat, weiß ich nicht. Ich bin ein paarmal in das Vereiuolokal hinein und herausgegangen. Wie der Streit mit der Wirtin war, hat der Fleisch-Hauer die Hand ausgehoben und hat zum Lakitsch gesagt: Ich haue Ihnen eine her-iiiter. Ich habe ihn abwehren müssen. Das mit den Bettlern habe ich gehört. Der Herr Lakitsch ha! gesagt: Alle Wirte sind Bettler geworden und Sie tauchen aus und jetzt sind Sie protzig. Von ie» anderen Schimpfworteii will Zeuge nichts ge-hört haben. Erklärend fügte er bei: Ich habe meine Aufmerksamkeit aus den Fleischhauer und den Lafirsd) gerichtet. Da war der Krach mit der Lmm. Lakitsch.' Ich bitte den Zeugen zn fragen, ob er gehört haben mußte, wenn ich Schimpf-vmer gebraucht hätte. Richter zum Zeugen: Sie sagen, daß Sie dil ganze Aufmerksamkeit konzentriert haben. Haben Sie immer den Herrn Lakitsch im Auge behalten? Zeuge: Größtenteils. Richter: Ist es vielleicht ganz ausgeschlossen, j kg Schimpswörter gefallen sind? Zeuge: Ich habe mindestens keine gehört. Vielleicht früher, weil ich in das Vereinslokal mehr-»alt hin und hergegangen bin. Zeuge Finanzwachanfseher S k o s l e k: Herr dichter. Ich will aufrichtig und treu erzählen. Ich I bim aber, daß nicht mein Name in die Zeitungen I lmmi. Richter: Das ist öffentlich. Das kann vcmand verbieten. Z e n g e: Ich kanu mich nicht genau erin-l lau. Gestritten ist worden. Ein Fleischhauer war takt. Er hat so die Hand gehoben und ist zilm sichrer herübergegangen. Ich habe nicht ausgepaßt, las geschehen ist. Befragt ob er die Schimpsworte gehört habe, jutZeuge: Das kanu ich nicht bestimmt sagen, möglich i daß ich gehört habe, kann sein, aber ich kann «Ä sagen. Dr. Skoberne. Bor allem dehne ich die Znllage ans die v o m A n g e k l a g t e n s e l b st gegebene Aeußerung: schmutzige Hand-In«g w e i s e aus, dann aus die Worte: Schwindler, Larüger, Dreckivirt.. « Das Schimpfwort Sauwirt rrd ausgeschieden, da es in der ämtlichen Verhand-IllgSschrist nicht vorkommt.» Ich beantrage den Schnldspruch, va die von kr Gegenseite geführten Zeugen nichts angeben (nuten im Gegensatze zur früheren Verhandlung, ki« haben immer nur erklärt, daß es möglich ist. Kemlqe Andererseits sind die Angaben der Anklage durch die von uns geführten Zeugen bestätigt worden. Ich beantrage, falls eine weitere Aufklärung not tut. die Frau Diamant und den Privatankläger über den ganzen Vorfall einzuvernehmen. Ich glaube, es ist dies sehr wichtig und kann nicht abgelehnt wer-den, da sämtliche einvernommenen Zeugen die Mög-lichkeit nicht ausschließen. Ich verweise auf die Zeugenaussagen Skoftek, Schrank und daraus, daß bei der ersten Verhandlung ausdrücklich festgestellt wurde, daß Herr Lakisch einen Streit mit dem Wirte hatte, woraus sich erst die Wirtin einmischte 5 sonst hätte sie ja keinen Anlaß gehabt. Dr. Stiker erklärt, sich dagegen aussprechen zu müssen und beruft sich aus die „Maffe von un-parteiischen Zeugen" die bereits einvernommen wurde. Wenn dem Antrage stattgegeben werden sollte, so müßte auch er die Einvernahme weiterer Zeugen, darunter die eines gewissen K e i t e r begehrnt. Der Richter verkündet sodann den Beschluß, Frau Diamant als Zeugin einzuvernehmen, während bezüglich der übrigen Anträge ein Be-schlnß später gesaßt würde. Frau Diamant, die über Antrag des Ber-treters der Anklage beeidet wird, gibt folgendes an: Wie er (Lakitsch) hineingegangen ist, hat er mit den Zündsteinen angesangen und die Zündhölzer überall auf den Boden geschleudert. Er hat ge-schimpft, er dulde es nicht, denn in Eilli find wir die Macher. Mein Mann sagt ihm: die Zünder gebe ich umsonst, ich kann geben, was ich will. Der Lakitsch sagt drauf: Nein, das gtbts nicht. Mein Mann hat gesagt: Paßts Ihnen nicht, so schauen Sie daß Sie hinauskommen! Der Lakitsch war aufgeregt und hat gesagt: Was glaubt denn so ein Dreckwirt, Sanwirt. Er wird mich zurecht weisen. Das lasse ich mir nicht ge> fallen und hat immer weiter geschrieen. Er hat förmlich geschrieen dabei. Schuftiger Wirt, schäbiger Wirt hat er gesagt; er läßt sich das nicht gefalle», von einem so schäbige» Wirt. Er wär als Bet ler hergekommen. So reden Sie mit uns? Wir sind die Gäste, bat er gesagt. Das Bettler l»at er mehrmals wiederhol». Er hat auch gesagt Bettlerwin. Richter: Haben Sie gehört: Schwindler, Betrüger? Zeugin: DaS habe ich nicht gehört. Er l.at so geschrieen; man kann sich nicht alles merken. Er hat rasend über die Zünder geschimpft. 'Richter: Wo nrnr ihr Maun und was hat er gemacht? Er war am Tisch im Gastzimmer. Er ist sehr aufgeregt gewesen; die Hände haben ihm schon so gezittert. Dann habe ich gesagt. Herr! Lassen Sie meinen Mann in Ruhe. Es hat vielleicht '/. Stunde gedauert. Der Lakitsch hat geschrieen; alle haben ihn beruhigt. Sauwirt, Dreckwirt, schmutziger Wirt hat er gesagt und ich lasse mir das nicht gefallen. Mei» Mann hat ihm nie etwas leid getan und er geht ihn so beschimpfen Richter: Waren Sie Frau Zeugin die ganze Zeit anwesend ? Zeugin: Aus einen Moment bin ich fort-gegangen. Richter: Ich habe das Beweisverfahren geschlossen. Der Antrag auf Einvernahme des f rivatanklägers ebenso jener ans Einvernahme des eiter und weiterer Zeugen wird abgelehnt. Dr. Skoberne: Ich halte die Anklage, wie ich sie früher präzisiert habe, ausrecht. Ich glaube, daß diese Anklage durch die Zeugenaussage deS Simon Jeritsch und des Zeugen Possart, weiter durch das eigene Geständnis der Angeklagten, der in seiner Verantwortung selbst den Ausdruck: schmutzige Handlungsweise zugibt, vollkommen er-härtet wurde. Weiters wird diese Anklage unter -stützt und direkt bestätigt durch die Aussage dcr Frau Diamant, welche den Eindruck der vollkom menen Glaubwürdigkeit macht. Die anderen Zeugen-aussagen stehen mit diesem BeweiSmateriale in keinem Widerspruch, denn es mußten alle zugeben, daß es möglich sei, daß diese Worte gefallen find. Ich erachte den Tatbestand nach § 491 »nd § 496 sür unbedingt gegeben und beantrage den Schuld-spruch wegen Uebertretuug der Sicherheit der Ehre. Erschwerend ist die Konkurrenz der Fälle, die lauge Dauer der Beschimpsunge» «nd der Umstand zn be° rücksichtigen, daß Herr Lakitsch wußte und wissen mußte, daß der Privatankläger schiver leidend ist. Die Strafe wolle mit Rücksicht daraus, daß bereits die Frau Wirtin zu einer Geldstrafe von 40 Kr. verurteilt wurde, im entsprechenden Verhältnis be-messen werden. Verteidiger Dr. Stiker: Heute fand eine Angelegenheit ihr Ende. die in der Oeffentlichkeit sehr breit getreten wiirde und in einer Weise, die den Herrn Lakitsch als Provokateur und Ruhestörer hingestellt hat und die ihn tief schädigen muß. Heute hat sich gezeigt, daß alles ziemlich harmlos war und nicht diese Beachtung und Würdigung verdient hat, mit der es von d e r P r e s s e behandelt wurde. Man muß sich fragen, was hat er getan? Er war wohl berechtigt, in Aufregung zu geraten. Man weiß sehr wohl, daß er Anhänger dieser Partei ist, die ihr Vereinslokal in der grünen Wiese hat. Er hat das Recht gehabt, in seinem Vereinskokal Zün-der seiner Partei zu verlangen. Er hat die Be-rechtiguug gehabt, sich darüber aufzuhalten, wenn auch der Wirt krank ist und ihm sogar mit dem Kt»«»»schmeiße« droht. Die Zeugenaussage» selbst stehen unter sich sehr im Widerspruche. Nicht zwei Zeugen haben da» Gleiche ausgesagt. Vielleicht waren sie beein-flußt durch die Presse. Dr. Stiker geht nnn alle Zeugenaltssagen durch und stellt hiebei die Behauptung auf, daß Frau Diamant als Ehegattin in ihrer Aufregung vielleicht mehr gesagt hat, als sie gehört habe. Dr. Skoberne stellt fest, daß im Gasthaus 3 Sorten Zündhölzer vorhanden waren. „Dem Herrn Lakitsch stand kein Recht zu, hier bestimmend einzugreifen, denn es verkehrten dort auch Anhänger anderer Parteien. Wenn er sich aber schon ein-mengte, so hätte er es in anständiger Weise tun können. Nun erbittet sich Herr Lakitsch das Wort zu einer Schlußrede, in der er sich viel mit der ..Deutschen Wacht" beschäftigt, weshalb er vom Richter mit den Worten unterbrochen wird: Herr Lakitsch! Ich bitte sich an die Sache zu halte». Lakitsch spricht fort u. a. auch von Auto-suggestiv» und sagt wörtlich: Dadurch, daß die Wirtin z»m Amtsvorftande vorgeladen wurde, ist il>r gewissermaßen suggeriert worden und ich sage nicht, daß der Herr Fleischhauer salsch ausgesagt hat, aber daß das eine Autosuggestion ist, hervor-gerusen durch die «Deutsche Wacht" und durch den Amtsvorstand der autonomen Stadt Cilli." Dr. Skoberne verwahrt sich energisch gegen den versteckten Vorwurs, der in diesen Worten enthalten sei. Geradeso gut, könnte man die Aus-sage der gegnerischen Zeugen in Zweisel ziehen, es sei ihm aber nicht eingefallen, der Ehre der gegne-tischen Zeugen näherzutreten. Lakitsch zu Dr. Skoberne: Schreien Sie mich nicht so an. Dr. S k ob e r n e: Wenn Sie schreien können, werde ich es auch dürfen. Der Richter verkündet sodann das Urteil, das auf schuldig lautet. Oswald Lakitsch wird sowohl der Uebertre-tnng »ach §496 als auch nach §491 schuldig erkannt und zu 40 <»troue» gesoflrate. sowie znrTragnng der Kosten verurteilt. Ächauliühilk. ve. (Jens es. Ein Spiel in 3 Auszügen von Franz Molnar. Ein tiefgründiges Stück, das viel zu denken gibt Eä erinnert stark an die Wilde'sche Richtung und frischt zugleich die Erinnerung an B u l w e r s Zinoni an', nur mit dem Unterschiede, daß bei Vulwer wirklich ein Magier oder Meister oder wie man ihn sonst nennen mag, im Mittelpunkt der Handlung steht, während bei Moluar nur der von Maeterlink neuerdings zu Ehre» gebrachte Symdo lismus zu Worte gelangt. Der Teufel in dem Molnarschcn Stücke hat mit dem Teufel der Faustsage nichts gemein, er ist eine Versinnbildlichung der steten Versuchung, die de» Menschen umgiebt, darum auch sem Geständnis: Ich bin immer da. Stets hat der Mensch eine Entscheidung zu treffen, einen Weg zu wählen. Der Weltweise von Naza-reth spricht von dem schmalen und dem breiten Wege. Die indische Philoiophie die ein ähnliches Gleichnis bringt, sagt stetS fei der Mensch vor die Entscheidung zwischen dem Besseren und dem Auge-nehmeren gestellt. Das niedere Triebleben, das Tier in uns, oder der Teufel, wie die Väter meinten, raunt uns die Versuchung zu, und unsere sittlichen ©ritt 6 Nummer 27 Anschauungen habe« gegen die Triebe be* Menfchen-ticre« anzukämpfen. fit hoben sie zu zügeln und zu bändigen In Molnars Stücke unterliegen zwei Menschenkinder den Lockungen deS Versuchers: ihr Triebleden wird allmächtig. eS reißt alle Schranken nieder und Hans wird zum Veiräter am Freunde, Zolantha zur undankbaren Ehrenschänderin ihre? Mannes. Der Teufel hat sie einander in die Arme geführt. Molnar hat den Teufel modernisiert und ein paar moderne Lichter ausgesetzt. Sem Teufel nennt sich «inen neurasthenischen Philosophen und er wirkt mit der dämonischen Gewalt der Hypnose. — Die Rolle deS Teufeli war Herrn Werner» Eigen wie aus den Leib geschrieben Er hat viel Jnfer> italisches. vor allem rollende Augen, die geradezu Entsetzen einjagen können, mitgediacht. Auch sein AeußereS, bei dem die Lieblingifarbe des Hdll.n» fürsten, da« leuchtende Rot, reichlich Verwendung gefunden hotte war trefflich gewählt. — jUI. AllerS (Jolantha) war wie immer mit Eifer und redlichem Bemühen bei der Sache Recht schöne Akzente fand sie vornehmlich in der Mona Parma Szene. Ihre Ausstattung alSMillionärSgatti» war alleidingS nicht recht glaubhaft. Dankbar gedenken wir noch der Damen Wipprich und Ct in und der Herren Voll-mann und Bastars, die sich wirksam dem Rahme» einfügten. K.miNe Schi»,». Mit Tränen in den Augen nahmen wir dies-mal Abschied von dem Ensemble des heurigen .SpieljahrS — es waren Tränen, die uns der Lach-krampf erpreßt bat. Herrn Steiner hat als Zavadil die ihm gestellte Aufgabe, unS zu erheitern trefflich gelöst. Ein Vergleich mit Tyrolt. den wir vor Jahren in der gliichen Rolle sahen, verbietet sich allerdings von selbst. Es macht eben auch einen Unterschied au«, ob man Zeit und Gelegenheit hat. zu einer Vühnenschöpfung Quellenstudium zu be-treiben oder ob man im haftenden Veru'Sleben einzig auf die schöpferische Gestaltungskraft der Phantasie angewiesen ist. Der Abschied geht uns nahe und stimmt unS milde, darum sei aller übrigen Lelstunge» nur mit uneingeschränktem Lobe gedacht und gedankt. vermischtes. Die tratsch« £hra« ein» und jetzt. Mit der fortschreitend,« Kultur eines Volke» bedt sich auch die Stellung, die dasselbe der Frau ^anweist; die Völker auf brt untersten Bildungsstufe sehen in ibr nur die Sklavin, die unbedingt dem Gebieter geherchen muß. Viel höher standen die alten Deutichen, die in dem Weib etwa» Geheimnisvolles. Göttliches verehrten und achlelen — ihre Frauen teilte» Kampf und Sieg mit ihnen, folgten ibnen in die Gefangenschaft und sogar in den Tod. Für die damalige Zeit war dieses V«r> hältnis zwischen Mann und Frau daS denkbar höchste. Da» Miltelalter mit ieinen veränderten Anschauungen zog dem Wirken der deuts-ten Frau enge Grenzen. Die RitterfräuleinS waren in ihre Kemnate gebannt, wo sie die Zeit mit Spinnen, Weben un? dem Anfertigen mühevoller Handarbeiten ausfüllten, und erst der für sie bestimmte Gemahl »eckle st« au» dieiem Dornröschen-dasein. Wohl wurden die Frauen ol« überirdische Wesen besungen und von zahlreichen Minnesängern gefeiert, «her nur selten bei Gelegenheit dober Fest« oder Ritter-spiele war eS ibnen erlaubt, sich in der Oesfenilichkeit zu zeigen Niedt viel besser halten e« im Mittelalter die BürgerSfraue». Ob sie stch glücklich fühlten? Viel-leicht; sie kannten ja von Jugend aus nicht» anderes, al» so zu leben, wie ihr« Multer und Großmutter gelebt Hatten, und dereinst ihren Töchtern dieselben HrundsSb« und Anschauungen beizubringen. Der Fort» schritt in der Entwicklung der Frauenfrage war infolge» dessen in den nächsten Jahrhunderten ein geringer. Selbst zur Zeit Goethes und Schiller» stand die Bildung der Frau im allgemeinen noch auf einer sehr niedrigen Stufe, wenngleich <» auch damals schon Frauen gab, die, wie Beitina von Arnim, Frau von Stein und die Fürstin Galitzin, hob« geistige Interessen halten und Gelehrte und Künstler um sich sammelten. Erst dem 18. Jahrhundert war eS vorbehalten, die Ketten, welche daS Weib an Vorurteil« ui d althergebrachte Gewöhn-heilen fefselten, zu zerreißen und die nrue Lehre von dein gleichen Recht zu verkündigen. Ebenio wie d«i Man» sich ieinen Beruf nach Neigung und Begabung wählen darf, io soll auch die Frau nicht anS HauS gebunden lein, sondern ihr« Kräfte frei entwickeln dürfen, wie und wo sie will. Wir haben ja setzt herrliche Beweist dafür, daß sie nur eine solche BerusStätigkeit für sich beanspruch», deren Pflichten sie wirklich voll urd ganz zu erfüllen imstande ist. Es gibt tüchtige Aerztinnen. Sprachlorfcherinnen, selbst Misstonärinnen und pbilofo-philch ausgebildete Damen, und, abgesehen v»« einigen Uebertreibungen, die leicht im Anfang einer neuen Be» wegung vorzukommen pflegen. Ist keine von ibnen ^emanzipiert" im schlechten Sinne. Sie nehmen ihr« Arbeit ernst und grwissenhast auf sich, die ihnen umso mehr Freude macht, al« sie dieselbe gZnzlich unbeein-flußr. oft sogar erst nach Kämpfen mit ihren Ange» hörigen, sich gewühlt haben. Sie wollen beweisen, daß Intelligenz und Ausdauer nicht nur Vorrechte des Mannes find und daß auch ste den Kampf um» Dasein aufnehmen können. Während der Mann durch Reisen leinen Gesichtskreis erweiiern, feinen Charakter »im Strom der Welt" bilden konnie, war da« Weib auf die vier Wände seines HauieS angewiesen: jetzt, wo «S oder auch binau» in» Weil« str«ben kann, bat eS ge-zeig», daß dilieS fein« Fähigktiten und Talente weckt und «ntwlckelt. — Allgemein wird die Frauenbewegung w,'hl nie werden, und das ist gut; denn nur starke gesunde Naturen können, ebne geistig oder körperlich Schaden zu nehmen, ihre Kräfte im Dienste der Oeffent-lichkeit einletzen. Daneben wird eS stet» noch viele edle Frauen geben, wel.de die schöne Pflicht. Hausfrau und Erzieherin ihrer Kinder zu lein, über alles stellen und auch diese sind wichtige Trägerinnen der Kultur sür die kommende Generation. Einerlei ob ste al« V«r» fechten» ihrer Ideale im Großen arbeitet «der ob ste al« trrusorgtnd« Gattin und Mutter ihr HauS beglückt, stel» wird die Frau deS 20. Jahrhundert» geachtet sein, wenn sie ihren Wirkungskreis, so gut sie ei kann. auS-füllt. Vielleicht bleibt dem nächsten Jahrhundert die volle Glei konnte. Waium? Sie wir auf der Futterschneid«-Maschine voigelauien und wie sie eben vorn herunter wollte ging d^S Rad herum und da« Messer schnitt ihr j hinter dem Ohr in den Kopf. Mein Pater befreite daS T'er. Vom Tage des Unglücks an wartete daS gerettete Tier jeden Morgen vor dem Zimmer, dis meine Mutter, die gewöhnlich etwa» früher aufstand, herauskam. Dana j ging die «atze durch da» Wohnzimmer in daS Schlaf-zimmer neben die Bellftalt meines Vater». Dort miaute sie einigemal. Sprach dann mein Vater nicht mit ihr, so war sie schon um ihn besorgt, sprang aus den Stuhl, der daneben stand, hinauf und sah ins Bett hinein, cb mein Vater noracv'uou In glänzender Versammlung wurde unter anderem auch von Cool'» Reisen um die Well gesprochen. Ein Fürst, um doch auch an d«r Unter-hallung teilzunehmen, fragte den Professor Engel: ob Cook auf feiner ersten Reis« um'» Leben gekommen sei? — .Ich 'glaube, ja!" erwiederte Engel, .doch macht« er stch nicht viel daraus und trat bald darauf sein« zweit: an." Eingesendet. Ons haben s.i on unsere Vorväter gewußt: Wenn der Saft steig' und das Frühjadr in den Gliedern fükldar wird, dann ift die Gefundde t beionst-r» arofeen Gefahren ausgesetzt. Man rnufe alw auck> besonder« Borncht anwenden und daru gehört, daß man auf Spazieipänaen ad und zu eine Fay» cchie Sodener Mil'kral-PaftiUe im Mund« zergeh,n läßl daß man Fay» echle Sodener l»aucht, wenn man sich »ichi ganz behaglich fühlt und den AuSbruch ei»e4 Katarrhs fürcht«, daß man vor allem jede vorhandene Beschioerd« der Respiration» Organe mit Fay» echi n Sodener behand«ll Teuer iil io »in« Behandlung nicht. d«nn die Schachiel koslei ja nur K I.SS und m in allen »iiuihrUcn, liroirrlrrt 0k>«r .Tllnrrn n ««»«Tlmnd lunim j» haben Keil'» Boden wich se ist da« vorzüglichste E'nlt-bmiiiel für harte Böden. Keil'« Bodenwichse komm» in gelben Blechdosen zum Preise von 45 Kreuzern in den Handel und ist bei Gustav Stiger und bei Diklor Wogg in Cilli, in Ma kr Tüffer bei And. Elsdacher, in Radiisch bei Josef Berlisg in El. M^rein bei Erlachstein bei Joh. Löschnigg, ekbäs'lich. L Loser's ToaristenpfWer Da» beute nnd siebente Mittel /regen Rlillimi||««, Schwirle» et«. Hanptdepot: L. 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Die praktische Prüsung hat in der Anfer-tigung eines Meisterstückes, bei Gewerben, der» Natur dies nicht zuläßt, in der Leistung rote Arbeitsprobe zu bestehen. Die theoretische Prüft»; hat sich aus die Fachkenntnis, die Buch' und Rech-nungsjührung und die gesetzlichen Vorschriften über daS Gewerbewesen zu erstrecken. Die Prüfung if vor einer Kommission abzulegen, die aus dem?or> sitzenden und drei Besitzern besteht. Den sitzenden ernennt die Gewerbebehörde erster Instanz, die Besitzer werden von der Genossenschaft»?-?' stehuug bestellt. Einer derselbe muß Zachoer-ständiger im Buch- und RechnungSfache sein. Ne beiden anderen Beisitzer werden von der Genosse« schastsvorstehuug besonderen Listen entnomlimi. welche, nach Gewerbekategorien geschieden, die Ä?-zeichnisse der von der Genostenschaftsversammlioiz sür die Dauer von drei Jahren zu Prüfung«kv»> missären gewählten Meister zu enthalten baden. Die Meisterprüsungsordnung enthält weiic» die genauen Vorschriften über die Anmeldung u« Zulassung zur Prüsung, über die PrüfungStermi«. PrüfungSta^ren, über das Verfahren bet der Pri> fting. über das Ergebnis, die Wiederholung be Prüsung, die Entschädigung der Mitglieder be Prüfungskommission, über die Geschäftsführung »et letzteren usw. Gleichzeitig hat das Handelsministerium b« Erlassung der Verordnungen vorbereitet, mit welche» den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend nef« ■ den Gewerbegenossenschaften und gleichberechtigt ml diesen auch einzelnen Anstalten (Gewerbefördernnzt-instituten und fachlichen Lehranstalten) das siecht I 9tou>d au dem Prinzipe der freie»» Konkurrenz der PnisungSkommisiionen der Genossenschaften, der Lehranstalten und der Gewerbeförderungsinftitute iwtercinander wird dem .Handwerkerstande die Möglichkeit der Ablegung der Meisterprüfung und fohin die Wahrung der mit der Ablegung dieser Prüfung verbundenen Borteile — Titel eines ge-pMen Meister«, späterhin eventuell das dem ge-P»jtc» Meister vorbehalten? Recht, Lehrlinge zu Wen — erleichtert werden. Handel und VvlkS wirtschaft. »«m AekSiigungsuachwei» für die au ök„ KefSAig«»gsvachwe>» gebnode«,» KauvelszewnVc. Wävien' va« neue £ei<& c»,e Nachsicht (DilprM) vom Befähigungsnachweis für die handwttktmäßia^n Srwerd, (also z. B. Tischler-, Kürschner^ unv de'gl. Gewerbe) in verschieden»« fallen vorsieht, gestaltet >4 bei den an den Be-iähiaunninachweit gebundene» HindeXaewe-bm (Uio beim Kolonial-, Ep zerei- und MaieriUwaren. ianvel und d^im T>«iailfl»miichiwarenverschlkib) »ine Nachsicht vom Besädiouna«»achweise nur in dem ' ''nzigen Falle, wenn der G>'suchkt'ller von einem ! ProduktionSg-werke (also zu Beispiel ^em Tischler» ' aewerb») oder von einem a'wö^n'ichen Hin'el«» gewecbe von einer nicht unier die Gewerbeordnung fallenden Beschäftigung des Handelsverkehr« zu tiae« der genannten Handelsgewerbe übergehen will. Stand zu« Beispiel jemand jahrelang i« Epezereigewerbe seines Sohnes oder seiner Gattin und dergl. in Verwendung ohne voß diese Vee« Wendung in der im Gesetze vorgesehene» weise formell als Lehr- unv Arb«itsz«ii angesehen werde« kann, was >a immer der Fall sein dürst», so ist eme Disp^nsmö ilichkkit nach der Richtung nicht g'gebe?». daß nunmevr etwa ver Vaier oder der Gälte da» früher vom Sohne oder der Gattin be» trie^ene Gewerbe weiter d^ireiden könnte. Da sich nämlich die Bestimmung vetreffeno die anv »wältige« Di^penssälle im Gel tz- nur bei den h indwerks-mäßigen Gewerben ftnCxi, kann dieselbe beim Abgang einer im Geiey, vo.fi-dlich'n Ermächtigung auch beim besten W llen der Behörden aesehlicher» weise nichi aus t>e Handelsgewerde übertragen werden. Es ist dies eben eine Lücke de» Gesetzes, die geeignet ist. die Handeltreibenden »mpfiadlich zu fchäki<,,n. 8 c h 5 n e. freundliche S Zimmer and Küche, WaldbenQtxung, »gleich an ruhig« Partei im Falken- tirro zu Ttrpeben. 14*'0'2 Schönes leeres Zimmer Pfaff- Nähmaschinen für Fumiliensebrauch and gewerbliche Zwecke nnflbertroffen, sind auch zur KunNlMtlcker«»! hervorragend gut geeignet. Xjag-er "bei: 2 Fenster gassenseitig, extra Eingang, ' keine Zwischentür, sofort zu ver- ' mieten. Herrengasse 3,1. Stock recht«. ' 14111 Agenten Kni Platzvertreter werden gegen lobe Provision ausgenommen bei Ernst Geyer, Holzrouleaux- und Jalousienerzeugung, Braunau, Böhm. Kiirnunn tt ktimfr'« Vanillin-Zucker KtetUeh« Würit«, feiner t>r-auMser wie Vaaille ; I P«ckc»*ii QuaL prim* 12 ti | I # • «xtrisurk 34 . 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