Nr. 183. Dienstag, 11. August 1908. 121. Jahrgang. Mbllcher MM Vranumcrntionöprcii.: Mit V oslurr l r » d»,> g : gm^jähiin »0 X, halbjuhriss 15 li. Im »unlor! ssanzjölü-iss « ii^, halbjülirig <1 II, ssür dir Zustellung in« Hau« ganzjährig 2 li. — InscrtionsgtbUhr: ssNr lle!»!» Inirralr bi« zu 4 geilen 50 k, „rohe« Vei «eile 12 b; bei öfteren Mederbolunzen ver geile ft l>. Dil» «Laibacher Zrilung» erMmt lasslich, mi' AutnalMl drr Nonn und sssierlayc. Die Nbminlftl»til»n befindet sich Milloik'stiahc Nr. lift; dir «ebattion Dalmatingasse Nl. lv. Sprechstunden der Nebaltil», v°i, x bie u, lllir vlilmittagi. Unfranlieite VrOse werben nicht angenommen, Manultrivte nicht zxrüllgestellt Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Geil. Tor Ackerbauminister hat den Forst- u>ld Toillällenverwalter Erilst Friedrich m Idria zum Forstliieister ernannt. Den 8 August 19tollstantinopler „Ikdam", ivelcher Bulgarien als ein Werkzellg der russischen Politik und als unversöhnlichen Gegner der Tiirke, darstellt, der nach Mazedonien lind Adrianopel Gelüste hege, Hot in den blilgarischeil inaßgebenden kreisen eine,l sehr nilgünstigen. Eilldruck hervorgerufen. Tic dor Negierung nahestehende Presse weist darauf hin. das; das Fürstentnm i,u (^egellteil wiederholte Beloeise seiiler frenildschaftlichen (^e- sinmma.cn für die Türlei gegeben habe nnd daj daher durchaus kein Grund zu derlei Angriffeir vorhanden gewesen sei. Es wird der Hoffnuug Alis-drnck gegebeil, das; die Auslassungen des „Ikdanl" nicht den Anfchauungen der leitenden türkischen >lreise einsprechen. Die bezeichneten Preßorgane, N'elche noch vor lurzein erklärt hatten, Bulgarien inüssc „sein Pulver trocken halten" lind angesichts der Ereignisse in der Türkei nach allen Seiteil sin jede Eventualität gerüstet seiu, führen in den letzten Tagen eine viel ruhigere Sprache. An massgebender Stelle wird bei jedem sich darbietenden Anlasse versichert, das svnrstentnni loerde bei seiner korrekten und loyalen Politik gegenüber der Türkei beharren. Eine Aenderung der ruhigen Haltung ^nl-garienö könnte nur in dein ^alle erfolgen, wenn in der Türkei Anarchie eintreten follte. Ten leitenden mazedonischen Meisen in Sofia zngekommene Mchrichten ans Mazedonien besagen, daß die bulgarischen Revolutionäre der Gruppen 3andan5ky und <''ernopejev mit dein snng-ti'irkisllien >ionütee bereite ein volles Einvernehmen behufs ^usammenlvirkenc' erzielt hätten. SÄ' seien entschlosseu, mit den Iungtürken zusammeil für dir Bürgschaften der Freiheit, der Gleichberechtigung aller Nationalitäten und entsprechend dem Pro granun dee> ^i'ihrers der Iungtürken, Saba-Eddin. für die Dezentralisation der Verwaltung nnd Auto nomie der Bezirke zu kämpfen. In dem letzteren Punfte besteht zwisäx'n den .Komitee Taba-Eddin^ und dem >tomitee für Einheit und ^ort' schritt eiu (^egensah, weil der letztere fiir die Er haltuug der ^entralgelvalt in >tonstantinopel eintritt. — Die Innere revolutionäre Organisation hat bisher mit den jungtürkischen .Umnitoes eine Verständigung nicht erzielen können, weil ihre Hauptforderung, eine antonome Verwaltung der einzelneil nach ^iationalnäten einzuteilenden Kantone Mazedonien5 lnach Schweizer Muster» von den Iunglürken nicht angenommen wurde. Die Verhandluugen loerdcn gegenwärtig von den Führern der Inneren Organisation fortgesetzt. Auf Initiative Enver Beys umrden Versuche unternommen, die Anhänger der Inneren Organisation nmen>r>irkeil das Slaatsschiff alis den beloegten Fluten der ersten Erregung in ein Nlhia.es Fahrwasser zu steuern, das nicht rückwärts, sondern voNvärts führt, einer Zukunft entgegen, ill dcr des ottomanischen Volkes G'deihen Feuilleton. Tcufclchcn. Novellette von ZYM'i? Kcharlau. (Schluß.) Tarascoil war für einen Tag das Hanptqnar tier des >torpskominando^, dem Eapitaiil Gram mont zugeteilt lvar. Der stieg jetzt ill, einer der engen Straßen des Städtchens vom Pferde, übergab es einem Jäger zu Pferde und fand sich dann selbst zn dem Hause des Herrn Moucha-rd zurecht. der ihn unter der Tür seines Hauses empfing, um ihn sofort ills obere Stockwerk zu führen, wo er ihn bat, mit einem einfachen Ammer vorlieb zn nehmen. Herr Mouchard hatte viele gute Eigenschaften, zu denen anch eine große Wißbegierde gehörte. Uud er fragte dies und jenes, während Grommont ein wenig Toilette machte. „Merkwürdige Uniform das, Eapitam," sagte er, als der Offizier sein Jacket, ausgezogen hatte nnd mm die breite, rote Binde der algerischen Trup Pen zum Vorschein kam. „Ich kenne mich gut in Uniformen aus, aber so was gibt's ja gar nicht." „Fremdenlegion!" „Ah, Herr Eapitam ist Auslällder?" „Ach wo, nur die Gemeinen sind Fremde." „Also aus Algerien'. Nun, ich möchte dort drüben nicht, lelx'n. Verheiratet,, Herr Eapitam?" „Nein - das heißt wenigstens nnr so halb." Herr Monchard lächelte vechandnismmg. „Ich verstehe. Eapitaiil. Irgend eine schöne Araberm. was hier bei uus nicht für voll qilt." Grammont antwortete nicht. Herr Monchard aber kam in fein Fahrwasser. „Es ist überhaupt solche Sache mit der Heirat,. Da loar man dumm genug dagn, hat >ein paar Iahrc cine Frau, bums stirbt sie. Das wäre nnn an nno fur im) noa) nmu w iMimni' aix'r oa m ein >tmd von nun acht Jahren. Was will nlan machen, man nimmt eine Hans-hälterin — das ist natürlich. Aber diese Haushälterinnen wollen geheiratet sein- sie stelleil Schlingen und — Sie verstehen. Drei solche habe ich wegschicken müssen, weil sie mich haben wollten, ich aber sie nicht. Nun habe ich die vierte, und die möchte ich nngemein gern heirateil, aber — nnn will sie nicht, nicht nm alle Schäle der Welt. Und Sie werden mir zngeben müssen, (5apitain, daß ich einc gute Partie bin." Grammoni hatte sich fertig geinacht, nahm sein >iäppi nnd erklärte, irgendwo einen Bissen essen zn müssen. Das ginn aber gegen die Ehre des Herrn Mouchard! er führte seinen Gast nach unten in das kühle Speisezimmer uud erklärte, man würde sofort eine kleine.Kollation bringen. Er goß Wein in zwei Gläser, und Grammont wollte gerade seinen ersten Dm-st lösä>en, als die Tür sieh öffnete, eine Dame oder eine Dienerin erschien nnd eine große Platte mit, allerhand Er sri sch i in gen herein brachte. Nun blickte der Offizier auf, sah die Eintretende an, wie sie lhn, u,nd wie cma>ewllrzelt blieb sie, am ganzen Leibe zitteNld, st>elM, wnrde leichenblaß nnd ließ die schwere Schüssel ans den Händen gleiten, daß sie mit schrecklichem brachen anf dem steinerneil Boden zerbarst und alle die schönen Leckerbissen um herrollten. „Nanu?" schrie Herr Monchnird, während Grammont anffprang, die Sinkende zn nntei-stützen, da sie die beste Absicht zn haben schien, sich neben dic Trnminer zu legen. „^vette — Teuselchen — bist du cs denn wirklich?" „Ja. mein armer Eapitaiil, ich biu es wirklich, und das erste, was du von mir siehst, ist wiederum eine große Dummheit." „Madame ist nämlich meine Gattin," wendete sich Grammont nun all Mouchard, der mit halboffenem Munde die Ereignifse ansah. „Wir haben uns sehr lange nicht gesehen." „Aber Sie sagten doch. Sie —" „Ich wäre nur halb verheiratet. Das stimmt auch, denn wie gesagt, wir haben uns ungemein lange nicht gesehen." Herr Mouchard war nicht vn'geblich ans Ta-rasron. er war ein Held. Er verfchm<"rzte den Ver« Inst aller Leckerbissen, die alls der Erde lagen-, er verschmerzte sogar die nunmehr vergebliclic Hoff-nnng auf feine Haushälterin und saa,te mit der Slimme eincs Mannes, der überwunden hat, er giil^e. ans dem Eaf6 von drüben einen Imbiß zu besorgen. Nnn standen Grammont und das Tenselchen sich gegenüber, leins bewegte sich. Dann endlich sagte sie leise ohne ihn anzusehen: „Damals — ging ich zuerst ill ein >tabarett und sang meine Liedchcn zu dcr Lante. Ich gesiel nicht, denn meine Lieder lvaren zu alt und zu anständig, lind ich— ich war zwar juna, genug, aber auch zu anständig. Hunger tut weh', er hat mich arbeiten gelehrt, und jetzt" — sie nahm einen geschäftlichen Ton an — „jetzt koche ich selbständig nnd feinen Schlangenfraß, verrichte alle Hausarbeiten nnd fürchte mich nicht, meine verdorbenen Hände noch mehr zn verderben." „Nun, dann faß mich doch, nnd halt ,mch fest!" ricf er glückstrahlend. . Dn — dn wolltest es wirklich noch einmal mit dein Tenfelchen versuchn?" fragte ?)vette, „Tenfelchen sind auch Ellgelä>en!" rief er, und da flog sie ihm mit einem Inbclrnf all den Hals. Ein leichtes Geräusch störte sie. Herr Mouchard mühte sich, die ans der Erde liegenden Trümmer aufzulesen-, aber er drehte ihnen diskret seine angenlose Seite zu. Laibachei Zeitung Nr. 183. 17 04 N. August 190«. und Wohlfahrt wartet. Tas; der Sllltail es mit dem Uebergaug zmn verfafsuugsuläs;igell, Negimeut crust ilieint, dafür liegen Belege vor. Eiuen ebenso erfreulichen Eindruck wie die Erklärungen des Herrschers hinterlassen die an die Bevölkerung gerichteten Mitteilungen d» jungtürkifchen.^oniitees für Einheit und Fortschritt. So lauge Besonnenheit und Nuhe die amtlichen und nichtamtlichen, Persönlichkeiten leiten, die berufen sind, jede innerhalb ihres Pflichteilkreises an der Neuordnung der otto-manisäM Verhältnisse zu arbeiten, ist nicht zu bosorgen, d^ die glücklich angebahnte Wendung zu einer allgemeinen Hebung des politischen lind wirtschaftlichen Daseins im Orient ihr hochgestecktes Ziel verfehlt oder gar zum Znsammenstos; des Ganzeil führi. Staatsmännische Weisheit, Festigkeit und Beständigkeit sind erforderlich, mn die in friedlicher Umwälzung gewonnene Freiheit, gegen Rückschläge zu sichern und das öffentliche Leben des ottomanischen Volkes für immer in die Bahnen ciner normalen und emporsteigenden Entfaltung der im Volke ruhenden Kräfte zu lenken. Tie bis jetzt von den Leitern dor Volksbewegung beobachtete Haltung läs;t die Hoffnung gegründet, erscheinen, das; sie sich etwaiger Anschläge von links.oder rechts erwehren und damit ein nicht hoch genmi zu schätzendes Verdienst um die Zukunft ihres Landes erwerben wird. Betreffs der Stellung des Deutschen weiches zu den Vorgängen in der Türkei sagt. die „Nordd. Allg. Ztg." unter Bezugnahme auf die in der Wiener „Pol. Korr." erschienene deutsch-freundliäx Zuschrift aus jungtürkischen kreisen, diese >tnndgebung beweise am besten, wie wenig Anlas; Deutschland hat, den Umschwung im os-manischen Neiche zu bedauern. Etwaige Hetzereien gegen die deutsche Politik können vor dem Lichte der Oeffentlichkeit, das jetzt in der Türkei herrscht, nicht lange Bestand haben. Eine Irreführung der öffentlichen Meinung im osmanischen Reiche, nut Bezug auf deutsche Absichten und Bestrebungen werden daher in Zukunft noch weniger leicht sein, als eine nns abträgliche Beeinflussung der amtlichen kreise in >^onstantinopel in der Vergangenheit. Das ottomanische Volk weist, sehr wohl, das; in keinem Lande der Welt der Wnnsch. das ottomam-sche Neich in fortschrittlicher Entwicklung zu sehen, aufrichtiger gehegt wird, als in Deutschland. Politische Ueberlicht. Laib ach. 10. August. In der „.'Ileichsvost" spricht ein „Kenner" der Okkupationsländer über die Agrarverhält-nisse i n B osni e n. Tort gebe es noch ttO.^X) Erbpächter, „>lmeten", die Grundstücke bekommen, welche nicht ihnen, sondern dein „Assa" gehören. Tie genieren zwar einen ziemlichen Rechtsschutz, dennoch aber wäre ein Uebers.ang zum Freibauerntum wünschenswert. Man müsse sich jedoch vor einer raschen lind einseitigen Regelung dieser Frage, hüten. Die bisherige Methode, den .^meten allmählich den Frcikauf ihres Bodens zu ermöglichen, habe sich nicht bewährt. Für die Hälfte der >tauf-summe erhalte er zwar ein langjähriges Darlehen von der Landesbank, aber nnr wenn er über, die andere Hälfte der Summe verfügt, lind diese verschaffe er sich meist vom serbischen Wucherer. „Die Beseitigung des >lmetenverhältnisses ist Volkswirt schaftlich notwendig, aber die Voraussetzung einer gesuuden und gründlichen Beseitigung ist die Be-schaffling eines reellen, billigen .Medits lind die Verhinderung der Ueberschuldnng des freiwerden-dcil Ackerbauers. Diesem Ziel mns; die Agrarreform Bosniens und der Herzegovina zumar-schieren." Kürzlich trat in Agram das Exekutivkomitee der kro at isch - se r b is ch en Koalition zu einer Sitzung zusammen. Die Veranlassung hierzu gab die zwischen einzelnen Politikern lind Pres;-organcn der kroatisch-serbischen Koalition entstandene Mißstimmung hinsichtlich der Auffassung jener politischen Lage, die sich nach dem bekannten Pourparler zwischen den ungarischen und kroatischen Abgeordneten gebildet hat. Das Erekutivkomitee kam zu dem Schlüsse, daß sich seit seiner Sitzung vom 8. Juli die situation nicht geändert habe. Das Exekutivkomitee bleibt bei seinem in der erwähnten Sitzung gefas;ten Beschluß, wonach die kroatisch-serbische Koalition ans ihrem Standpuukle verharrt, sich mit Ungarn in keinerlei Unterhandlungen zur Verständigung einzulassen, solange von ungarischer Seite der verfassungswidrige Zustand lind das ungesetzliche Regime in .Kroatien aufrechterhalten werden. In dein Eommuniqu^ wird weiterhin die Einigkeit zwischen den Serben nnd .Kroaten, betont. Aus Petersburg wird gemeldet, daß der Minister des Aeußern, Herr Izvolskij, die angekündigte Reise nach .Karlsbad ill der zweiten Hälfte dieses Monats antreteil wird. Sem Aufenthalt in diesem >t,urort,e dürfte drei bis vier Wochen dauern. Herr Izvolskij beabsichtigt, nachher seine Familie in Tegernfee zu besuchen. Der A g r a r streik im P a r m cnsi s ch c n, der nach mehrmonatiger Dauer mit der vollen Niederlage der Ausständigen geendet hat, wird wohl zum vollständigeil Bruche zwischen den radikalen Syndikalisten und den gemäßigtereil Reformierten führen. Die letzteren haben einen Beschluß gefaßt, der die Niederlage der Streikenden ausdrücklich feststellt, weitere Sammlnngen zu ihren dunsten für unangebracht erklärt uud anordnet, daß die noch Vorhalldellen Unterstützungsgelder, ^j.MO Lire, zugunsten der Opfer des Auslandes: der ausgewiesenen Halbpächter und Käthner, der Verhafteten und der durch Streikbeiträge ruiuier-ten >tooperativ-l^enossenschaften, verwendet werden. Damit ist zwischen dem rechten und dem linken ivlngel, der, italienischen ^ozialdemokratie, zwi>chen deilen vor zwei Jahren durch den Ferrischen Integralismus eine künstliche Vermittlung angebahnt werden, sollte, das Tischtuch endgültig zerschnitten. Der nichtrevoliitionäre Sozialismus dürfte alif denl bevorstehenden Kongresse die Syndikalisteii abstoßen, luie er früher die Anarchisten, abgestoßen hat. Nie die „Agence Ronmaine" erfährt, sind die im Anslailde verbreiteten Nachrichten von einer wesentlichen Verschlimmeruug im Befinden des Königs Earol nnbegründet. Der König, der ein wenig leibend war. ist seither wieder hergestellt. Tagesneuigleiten. — (Die Tragödie eines Brautpaares.) Aus Oldenburg wird geschrieben: Ein erschütternder Fall trug sich in der Gemeinde Karad zu. Die 18jährige bildhübsche Tochter eines gutsituierten Industriellen starb an Lungentuberkulose. Die Leiche wurde eingesargt und der Vater betraute den Bräutigam der Verstorbenen, Alexander Koro, die Totenwache zu halten. Die ganze Nacht blieb .ttoro beim Sarge; als der Vater des Morgens ins Zimmer trat, sah er zu seinem Entsetzen, wie Koro die Leiche aus dem Sarge hob, an,f den Fußboden niederlegte und mit Küssen bedeckte. Dann stürzte Koro leblos zusammen. Ein Herzschlag hatte dem Leben des Unglücklichen- ein jähes Ende bereitet. — (Der „A r i z o n a K i ck e r") illustriert seine Höflichkeit durch seine folgende neueste Leistung. Er schreibt: Es gibt doch allerhand verrückte .Heringe. Bohrt da unser Mitbürger Sam W'oolly auf seiner Ranch nach Oel. und als er keines findet, wirft er in seiner Wut zwei der beim Bohren beschäftigten Arbeiter ins Loch. Selbstredend wurde er von den Freunden seiner Opfer geteert und gefedert, und er kann von Glück sagen, daß er mit dem Leben davongekommen ist. Statt nun das Maul zu halten und für seine Missetat Buße zu tun, kommt der Esel am Donnerstag in die Redaktion des „Kicker" und verlangt veremtorisch, daß wir ihm zwei Spalten zur Verunglimpfung seiner Feinde überlassen sollten. Sam ist seit einer Reihe von Jahren Abonnent des „Kicker" und uns persönlich lieb und wert. Aber dies Blatt ist lein Kasten zur Ablagerung von Privatllatsch, und so mußten wir ihm seine Bitte abschlagen. Wir taten das mit der uns längst zur zweiten Natur gewordenen Höflichkeit, aber Sam war so wütend über das ihm angetane Feberklcid, wovon wir noch starke Spuren an seinem Körper bemerkten, daß er sich selber nicht mehr kannte und auch vergaß, daß man in Güte bei uns alles, gewaltsam aber gar nichts ausrichten kann. Wir wissen nicht mehr ganz genau, wie's gekommen ist; aber Sam zog bei dem von ihm selber vom Zaune gebrochenen Renlontre ganz entschieden den kürzeren; der Arzt ist jedoch, wie uns soeben telephonisch mitgeteilt wird, nicht ganz ohne Hoffnung, baß er mit dem Leben davonkommen wird. Seine Nase dürfte indes auf Lebenszeit gespalten bleiben, und wenn er wieder gesund werden sollte, wird er mit cim'm Der Weg zum Leben. Roman von Erich Gdenstein. (29. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) „Ja, niein .And. Es ist nötig zu ihrem eigenen Besten, ich hoffe, du wirst das später selbst einsehen." „Niemals! Ich finde es schandlich von dir, das 5tind seiner Mutter zn enltreisten'. Ueberhanpt ist dein Verhalten gegen die arme Mama so ... so," sie suchte nach einem möglichst prägnanten Aus-druck . . . ,.so herzlos!" Er sah sie ernst an. „Liebe Elaudia, vielleicht wirst du einmal anders darüber denken. Ich möchte deine kindlichen Gefühle nicht gern verletzen, allein . . . glaube mir, ich liebe Euch aufrichtig, und ich habe einen sehr schweren Stand mit . . . deiner Mutter. Es ist meine Pflicht, dich nun darauf aufmerksam zu machen, das; da nicht alles ist, wie es sein sollte. Vergleiche bei anderen grauen, uud du wirst man^ ch>.5 selber sehen." Elaudia wurde dunkelrot vor Jörn. „Tas sind ganz . . . ganz niederträchtige Ver. dächtiguugen, und ich verbitte sie mir, hörst du? Ich bin kein >tind, ich weiß, das; Mama ein Eilgel ist und du... du bist unser aller Quälgeist! Las; mich. sage nichts dagegen, es ist so! Bist du nicht erst jevt wiederum nur gekommen, um lins den Aufenthalt zu verbittern! Tie arme, arme Mama! Wie sie geweint hat, weil du ihr Giti nehmen willst! Sogar den Umgang mit ihren Verwandten verbietest dll ihr, jede kleinste harmlose Freude ist dir ein Torn im Auge. Tu bist ein herzloser Mensch, Onkel Wolfgang." Ganz erstarrt über diesen unerwarteten Ausbruch, blieb er einen Moment stumm. Tann übermannte ihn die Bitterkeit,. Mit welchen Waffen kämpfte man gegen ihn? Tollte er diese ungerechte Beschuldigung schweigend hinnehmen? Immer schweigen? Sich mitschuldig machen an dem ungeheuren Betrug, der Has; in die jungeil Herzen pflanzte, anstatt Liebe? Nur weil man so sicher auf seinen Edelmnt ballte, der doch schließ' lich auch seine Grenzen hatte?" ... „Was hat man dir über mich gesagt, Claudia?" „Was? All«! Tas; du hergekommen bist, eigens zu dem Zweck, lim unseren Anfenthalt zn verbittern dlirch die Trohuug einer grausamen Trennung, zn der nichts diel) 'berechtigt. Tas; du uns nicht einmal die armseligen paar Monate der Nuhe göilnsl! Tas; du uus jedeu Umgang, jede Unterhaltung mißgönnst, das; du. anstatt ein wohlwollender Vormund, uilscr.Kerkermeister bist." Wolfgang atmete heftig. Sein blasses Gesicht wurde noch blässer, um den Mund legten sich zwei bittere Linien, er sah nm Jahre älter aus. Tann sties; er rauh heraus: „Teilte Mutter ist eine schlechte Person, wenn sie das sagt." „Onkel!" Elaudia zitterte an allen Gliedern. Tie hätte diesen Mann ermorden können in diesem Angen blick. Wolfgang strich sich das Haar aus der Ttiru, als könne er damit alles hilNoegstreichen, was dahinter tobte. Sein Schritt wurde schneller, er vergas; ganz, das; Elaudia neben ihm ging, seine Auf-regnng trieb ihn blindlings weiter, und wuftnd Worte, härter als das, welches er ansgesprochen, lagcn ihm auf den Lippen, aber er schwieg. Jetzt vernahm er Claudias keuchenden Atem dicht lieben sich, iluc Hand grub sich in seinen Arm, und bleich bis in die Lippen hinein, zwang, sie ihn, stehen zn bleiben. Maßloser Has; flammte ihm ans ihren duukelblaueu Augen entgegen, die blauen Stirnlö'ckchen zitterten. „Widerrufe die,schlechte Person', Onkel Wolfgang, widerrufe!" Er richtete sich hoch auf. Seine Erregung wich einer Plötzlichen Nuhe. „Wie darfst du so zu mir sprechen, Elaudia! Ich weis; wohl, was ich sage, und werde nie ein Wort widerrufen, das mir zwar nnr der Zorn ent> locken kounk', das aber trotzdem der Wahrheit entspricht, lind illüi genug. Hasse mich, wenn dn nichts anderes kannst, meinetwegen. Wenn aber noch ein flinke des Nemesinsschen Ehrgefühl s in dir lebt, dann wird eine Ttnnde kommen, wo dll nur abbittest. Bis dahin wird nichts, anch dein Has; und deine Verachtung nicht, mich wankend machen in der Erfüllung einer Pflicht, die ich den bindern mcines armen Bruders schuldig bin. Und »loch eins: Ihr habt zu gehorcheil, bediugnngslos zu g^ horchen, wie hart es dir auch scheinen mag!" Elandia versnchte zu lachen, aber es gelang ihr nicht. Etwas ill seinen Worten, in dein Ton seiner Stimme halte sie gepackt. Was alle Liebe bisher nicht znstandegebracht hatte,das bewirkte jetzt plötzlich sein stahlhartes Auftreten: Sie konnte ihm eine gewisse Achtung nicht versagen. Er war ein Mann, anders als die, mit denen sie bisher verkehrt hatte, ein ganzer Mann. Ans seinen Worten strömte die Macht einer felsenfesten Ueberzeugung, und sie dachte dabei an die schwächlicheil Tränen ihrer Mutter, deren Widerstand niemals offen war, sondern sich immer nur in Schmähungen des Abwesen den erging. (Fortsetzung folgt,) Laibacher Zeitung Nr. , 83. 1705 N. August 1W8. Ohr zufrieden sein müssen, da das andere durch, wir wissen nicht welchen unglücklichen Zufall vergessen wurde, als man ihn nach dem Kampf aus unserem Redaltionslolal wegschaffte. Mit des Schicksals Mächten ist eben lein ewiger Bund zu flechten, und in der Redaktion des „Kicker" soll man sich immer anständig und höflich benehmen. — (Ueber drahtlose Telegraph!« für Hotelgäste) wird berichtet: „Die amerikanischen Hoteliers betrachten es als ihre Hauptsächlichsie Aufgabe, alle neuen Errungenschaften der Wissenschaft und der Hygiene sich zunutze zu machen, um ihren Gästen den dcnlbar größten Komfort zu bieten. Neuerdings sind jetzt zwei große Hotels in Newyorl mit Stationen für drahtlose Telegraphic, ausgestattet worden. Sie machen es allen Hotclbesuchern möglich, mit ihren Freunden, die auf den Luxusdampfcrn zur See weilen, telegraphisch zu verkehren. Neu ist auch eine eigenartige Hotelrellame. die von mehreren großen, Häusern Chicagos und San Franciscos mit Erfolg angewendet wirb. Vom Dache des Hauses läßt man tagtäglich einen großen Fesselballon aufsteigen, der tagsüber in grellen Farben, nächtlich in bunten Lichtern den Namen des Hotels weithin sichtbar macht. Zugleich dient der Vallon dazu, um den Hotelgästen einen Aufstieg in jene Regionen zu ermöglichen, von denen aus man einen herrlichen Rundblick über die Stadt genießt." — (Von einem Ritter Blaubart) erzählt die jüngste Ehcstatistik Berlins. Sie umfaßt den Rosen-monat Juni und berichtet, daß ein Mann, der bereits vier» mal geschieden war, eine Jungfrau als fünfte Gattin heimführte. Diese Jungfrau steht an Mut nur wenig einer Witwe nach, die zum drittenmal sich vermählte, und zwar mit einem Manne, der schon drei Frauen den Laufpaß gegeben hatte. Vier Jungfrauen zeigten in ihrer, von keiner Sachkenntnis getrübten Hoffnungsfreudigleit den nämlichen Mut und heirateten Männer, die bereits bei drei Lebensgefährtinnen sich für diese vierte Ehe vorbereitet hatten. Acht Männer, die schon zweimal geschieden waren, versuchten es zum drittenmal mit Frauen, die sich von ihrem „Eisten" getrennt hatten. Die Tapferleitsmedaillc verdient aber auch eine Frau, die schon zweimal geschieden war und nun Entschädigung für die zerstörten Hoffnungen bei einem Manne suchte, dessen eheliches Glück bereits breimal gescheitert war. — (Das Horoskop der Frauen.) Was kümmert es unsere Schönen von l)eutc, an welck>cm Tage sie das Licht der Welt erblickt haben? Und doch ist — so schreibt das „Verl. Tagebl." — die Beantwortung dieser Frage wichtig genug und von ausschlaggebender Bedeutung für den ganzen Lebensgang der Frau. So behaupteten wenigstens die Astrologen des 17. Jahrhunderts. Einer dieser verzweifelt ernsten Scharlatane hat für die am zweiten Tage der Woche geborenen Vertreterinnen des schönen Geschlechts folgendes Horoskop aufgestellt: „Das Mädchen, das am Dienstag das Licht der Welt erblickt, wird schön sein, einen weißen Teint, eine gute Figur und braune Haare sein eigen nennen. Es wirb seinen Gatten fürchten, Schläge erhalten, an Magcnschmerzen leiben, ein rundes Gesicht haben, bescheiden, von wechselnder Laune sein und das Landleben lieben. Sein Zukünftiger wird ein öfsentlick)es Amt bekleiden. Es wird weniger männliche als weibliche Kinder zur Welt bringen, wird die Fünfzig nicht überschreiten und von den Dienstboten bestohlen werden. Der Freitag wird ihm Unglück bringen und sterben, wird es am Schlagfluß." Dieser Sterngucker und Zeichendeuter verstand sich jedenfalls aufs Leben. Er wußte, daß dem Becher des Glückes stets «in Tropfen Wermut beigemischt ist. Deshalb hat er in seinem Horoskop auch dafür gesorgt, daß der Süßigkeit des schönen Teints und der Annehmlichkeit des Landlebens die Bitternis der Magcnschmerzcn und die unerfreuliche Beigabe der Schläge des Eliegemahls nicht fehlten. Zu bedauern bleibt nur, daß der treffliche Mann uns nicht auch die Geheimnisse der das Schicksal bestimmenden Eigenschaften der übrigen Tage der Woche verraten hat. — (Ein neuer Walzer.) Wie berichtet wird, macht jetzt eine englische Tanznovität von sich reden: der Laufwalzer, auch Valse-Courante genannt. Der „Erfinder" heißt R. M. Compton. Es wird erwartet, baß dieser Tanz die Pi5c< de resistance aller Bälle der nächsten Saison sein wird. Tänzerinnen und Tänzer beginnen Seite an Seite, indem sie sich nur eine Hand reichen, die sich in Schulter-Höhe verschlingen, den Reigen. Drei Schritte vorwärts, einige gleitende, recht graziöse Vclvegungen. unb die Tänzer trennen sich voneinander, um. einen Halbkreis schlagend, wieder zueinander zurückzukehren. Sechs gewöhnliche Walzcrschrittc folgen, die Tänzer wiegen sich von rechts nach links, der Herr umfaßt seine Dame. und der gewöhnliche geschlossene Walzer beendet den Tanz oder es geht wieder von vorne los. — (KapeIlmeistergehältcr in Amerika.) Man spricht so oft von den fabelhaften Gagen, die berühmte Sänger in Amerika erhallen. Aber die Dirigenten von Ruf und Namen stelln ihnen kaum nach in dem. waö sie verdienen, So erhält der italicnisä)c Kapellmeister Eampanini an der Newyorler Oper 4000 Mark die Woche. Die Gage Gustav Mahlers an der Metropolitan-Opcr beträgt für die Saison vom 1. Februar bis zum 15. April 80.000 Mark. Muck erhält von dem Sinfonic-Verein in Boston für eine Saison von fünf Monaten 60.000 Mark. Der Konzert-Verein von Pitisburg bezahlt dem Dirigenten seines Orchesters Emil Paur 50.000 Mark, und Karl Pchlig bezicht in Philadelphia 32.000 Mark. Bei Virtuosen sind freilich die Summen noch phantastischer. Paderewsli hat man bei einer Tournee von 80 Konzerten ein Minimum von 6000 Mark für den Abend garantiert, aber seine Tournee bringt ihm fast das Doppelte, im ganzen etwa 1,000,000 Marl; Kubclil verdiente auf seiner Tournee eine halbe Million Mark. — (H u n d c j a g d in Newyor l.) Wie aus Newyorl gemeldet wird, herrscht unter den Hundebesitzern dieser Stadt seit einigen Tagen große Entrüstung. Und nicht ganz mit Unrecht. Vor einigen Tagen ereignete sich ein Fall von Tollwut und die Polizei beschloß, die energischesten Maßnahmen zu treffen, um die Bewohner de? Stadt vor der Gefahr des Hundebisses zu schützen. Es wurden einfach fünfzig mit Revolvern bewaffnete Schutzleute auf die in den Straßen Ncwyorls ohne Maullorb herum-laufenden Hunde losgelassen. Etwa sechshundert Hunde aller Arten haben die Newyorler Polizeijäger in ben letzten Tagen zur Strecke gebracht. Lolal- und Provinzial-Nachnchten. Die wissenschaftliche Erforsch:.««, der österreichischen Karsthühlcu. Von G. And. Pcrlo (Vischoflacl). < Fortsetzung. 1 Zu Anfang der vierziger Jahre des verflossenen Jahrhunderts faßte der damalige Qbcrwarbein des l. l. Punzic-rungsamtes in Trieft die Idee, diese Stadt mit dem unterirdischen Karstwasser zu versorgen. Nachdem er mehrere tiefe Karsthöhlcn des Trirster Karstes untersucht hatte, ohne jedoch in einer den erhofften Fluh zu finden, begann er die Be-fahrung einer engen Schlundspaltc in einer Karstmulde (Dolinc) bei Trcbu"-, oberhalb Trieft. Hier gelang es ihm erst nach monatlicher schlvercr Arbeit und nach Herstellung einer künstlichen Verbindung mehrerer Schächte zum unterirdischen Flusse Hinabzugelangen. Gleich darauf tauchte schon das erste Projekt der Wasserversorgung durch den Fluß aus dieser zu Ehren seines Entdeckers benannten Lindner-Höhle auf; die Ausführung dieses Projektes sowie verschiedener, später verfaßter scheiterte jedoch an dem niedrigen Wasserstande in der Höhle, der in der dürren Sommerzeit kaum 19 Meter über dem Meeresspiegel beträgt. Im Jahre 1895 stellte ein Wiener Konsortium, das sich mit den erfolglosen Projektionen der Hebung der unterirdischen Wassermassen in dieser Höhle beschäftigte, die Zugänglichleit der Schächte durch Holzleitern bis zur Sandstcintcrrasse des 80 Meter hohen Domes, über die man zum Flusse hcrabsteigen muß. wieder her. Auch mir war es vergönnt, in den Monaten Juli und August 1905 nach Bewältigung großer Hindernisse und nach einer AbstiegZarbeit von 19 Tagen bis auf den Grund dieser, nach genauen Messungen 331 Meier tiefen Höhle vorzudringen, wobei auch eine neue kurze Fortsetzung der Wasscrhöhlc neu angefahren werden konnte, in welcher leider die Seehöhe des Wasserspiegels gleich mit jener der Haupt-Höhle war. Die Lindner-Höhlc ist die tiefste der bisher erforschten Höhlen der ganzen Welt." Von 1850 bis 1857 widmete Dr. Adolf Schmidt der Erforschung sämtlicher Höhlen des Karstes, soweit sie ihm belannt waren, seine Zeit und Mühe; was er speziell für die Erforschung des Adclsberger Höhlengcbietcs geleistet hat, wurde schon oft nach Gebühr hervorgehoben. Erwähnenswert sind seine ersten Fahrten auf der unterirdischen Poil von Adclsberg zur Groß-Ottoler Grotte und in der Höhle von Planina, die Durchforschung der Ralbachschlucht und der Höhlen um den Zirlnitzcr See. Auch besuchte er den ersten Teil der bekannten St. Kanzianer Höhlen bei Diva<'1i» xp«'In(!l>) oder die Höhlcnhyäne (II.v»«na «peln^n) vor. Ebenhier gelang es mir einen der wichtigsten Funde zu machen, und zwar konnte ich tnapp auf dem einstigen Felsboden der Höhle einen großen Bärenschädel aushcben, der in der liirten Schädelwand eine Feuersteinspitze fest eingekeilt hatte. Dieses interessanteste Fi nbobjelt läßt die Behauptung d 11. MM 190». — (Die M i t te lschu l re f o r m.) Seine Exzellenz der Minister für Kultus und Unterricht wird in der allernächsten Zeit das Werk der Mittelschulreform um einen bedeutenden Schritt weiterführen. Der vollständig ausgearbeitete Lchrplan für den dritten Mittelschultypus, das achttlassige Realgymnasium, ist bereits fertiggestellt und wird demnächst veröffentlicht weiden. Ebenso ist für den vierten Mittelschultypus, das Reform-Realgymnasium, der äußere Rahmen, das Schema für die Verteilung der Lehrgegenstände, fertiggestellt. — (Vom M it tel schu Idie n st e.) Der Gemeinderat der Stadt Idria hat in seiner am N. d. M. abgehaltenen Monatssitzung Herrn Kajetan Stranetzly zum wirklichen Lehrer der Naturgeschichte und Mathematik an der städtischen Oberrealschule in Idria ernannt. Herr Stra-nehly war durch zwei Jahre an derselben Anstalt als Probe-kandidat und dann als supplicrender Lehrer tätig gewesen. " (Aus dem Volts schuld ienste.) Der t. k. ^andesschulrat für Kram hat den Oberlehrer an der Volksschule in Fara-Vas. Herrn Johann Garvas, über sein eigenes Ansuchen an die zlveillassiae Volksschule in Hote-derschitz, die definitive Lehrerin an der Volksschule in Sankt Varthelmä Fräulein Gisela T a v 5 a r an die vierllassige Volksschule in Mottling und die definitive Lehrerin an der Volksschule in .Nraxen Fräulein Antonia Nott an die drei-tlassige Volksschule bei St. Peter in Laibach verseht; ferner den Aushilfslehrer an der II. städtischen slovenischen .Nnabenvollsschule in Laibach Herrn Gottfried Govekar zum definitiven Lehrer an der fünfklassigen Volksschule in Mariafeld ernannt. —r. — (Auszahlung der Unterhaltsbei-räge an die Angehörigen eingerückter Reservisten.) Das Handelsministerium hat Weisungen, betreffend die postamtliche Behandlung der Unterhaltsbei-träge für Angehörige von zu einer Waffen-(Di>enst)übung, bezw. zur militärischen Ausbildung Eingerückten, erlassen. Danach werden die zur Auszahlung kommenden Veträge von den Finanzkassen, bezw. Steuerämtcrn am Sitze der politischen Landes-, bezw. Veziilsbehörden den Bezugsberechtigten mittelst Postanweisungen zugemittelt werden. Diese Postanweisungen gelangen unfrankiert zur Aufgabe und die Postanweisungsgcbühren weiden im Abrcchnungs-wege nachträglich emaehoben. Auf dem rechtsseitigen Abschnitte der Postanweisungen an dem für die Auftlebung der Briefmarken bestimmten Raum wird der Vermerk „Militärischer Untcrhaltsbeitrag" und ein Abdruck des Amtssiegels der politischen Vezirlsbehörde des Aufgabsortes angebracht sein. Die Original-Ausfertigung ist abzutrennen und dient als ftostamtliche Empfangsbestätigung. Die Durch-drucktopie bildet einen Beleg des Postanweisunqs-Annahme-buches. Im übrigen sind diese Postanweisungen wie die gewöhnlichen Postanweisungen zu behandeln. — (Einführung von Sommerblusen.) Mit dem zuletzt erschienenen Militärverordnungsblatt wurde die Benützung einer hechtgrauen Leinenbluse mit Umlegkragen seitens der Offiziere und Mannschaft der Fuh-tl'Uppen, dann der Festungsartill'lie genehmigt. Die Bluse ann in der warmen Jahreszeit zu den bisherigen Sommerpantalons bei allen Uebungen innerhalb des Garnisonsbereiches (Uebungslagers) nach dem Ermessen des die Uebung anordnenden .Commandanten, dann innerhalb der Kaserne, bei Arbeiten und Fassungen getragen werden. Zur Sommerbluse ist die Halsbinde nicht zu nehmen. — (Die Ausgabe der I u b i l ä u m s - K o r -respondenz karten) wird von der österreichischen Postdcrwaltung für den 18. d. M. vorbereitet. " (Gewerbliche Fortbildungsschule in K r a i n b u r g.) Der Herr Landespräsident hat an Stelle des zur Dienstleistung bei der Landesregierung einberufe» nen t. k. Landesregierungslonzivisten Herrn Guido K o « e - a r Edlen von Kondenheim den l. k. Landesregie- lungslonzipisten Herrn Heinrich Stesta zum Vertreter dcr Untcrrichtsverwaltung im Schulausschusse der gewerb- ichen Fortbildungsschule in Krainburg ernannt. —,-. — (Lehrlurs für Krankenpflegerinnen,) Der vom Zentralrate des Vinzenzvereines anläßlich des Allerhöchsten Jubiläums Seiner Majestät des Kaisers ins Leben gerufene Kurs für Krankenpflege auf dem Lande wurde nun eröffnet. Dazu hatten sich über 40 Pflegerinnen aus verschiedenen Pfarrämtern und Gemeinden Krains gemeldet, von denen nach vorheriger ärztlicher Untersuchung in betreff der physischen Eignung für den Kranlendienst dreißig aufgenommen wurden. Die Kurse haben gestern begonnen und sollen bis 8. September dauern; sie stehen unter ärztlicher Leitung. Darin werden folgende Herren vortragen: Dr. Derganc über allgemeine Krankenpflege und Hilfeleistung bei Unglücksfällcn, verbunden mit pral-tisa>>n Uebungen am Krankenbette im hiesigen allgemeinen vrantenhause; Dr. Dol^al über Anatomie und Physio-,'gie des Menschen; Dr. L e v i <-n i l über interne, vor-üglich infektiöse Krankheiten und Dr. Ple«nil über Hygiene. Die Pflegerinnen sind im Collegium Marianum untergebracht. Der Kurs wird mit einer Prüfung, von welker die Verleihung eines Befähigungszeugnisses abhängig, lst, in solenner Weise geschlossen werden; die als befähigt erklärten Krankenpflegerinnen erhalten auch die am Krankenbette nötigen Utensilien, um ihr segenreiches Wert im Dienste der Nächstenliebe ausüben zu können. Der Vinzenzverein als der größte Wohltätigkeitsverein im Lande hat durch diesen Kurs eine Institution ins Leben gerufen, die berufen ist, den armen verlassenen Kranken am Lande Trost, Hilfe und Pflege zu bringen. Er hofft daher, daß dieses eminent humanitäre und notwendige Iubiläumswerk allseitige Unterstützung und dankbare Anerkennung im ganzen Lande finden werde. Spenden werden vom Vorstande des Komitees, vom Vizepräsidenten des Zentralrates, Herrn Johann Röger sen., sowie vom Sekretär Herrn Dr. Josef Gruden. Theologieprofessor, entgegengenommen und im Jahresberichte des Vinzenzvereines veröffentlicht werden. — (Enthüllung einer K a i s e r b ü ste.) Im Park der l. u. l. Pulverfabrik in Stein wird am 18. d. M. eine Kaiserbüste feierlich enthüllt werden. Das Programm wurde folgendermaßen festgesetzt: am 17. August bei beginnender Dämmerung Feuerwerk auf der südlich der Fabril gelegenen Niese, nach dem Feuerwerk Retraite mit Lampionbegleitung; am 18. August um 6 Uhr Tagreveille, um halb 9 Uhr früh Abholen der von auswärts eventuell eintreffenden Festgästc, falls dies nicht schon tags vorher geschah, um halb 10 Uhr früh Aufstellung der Teilnehmer auf dem Festplatze, Festrede des höchstanwesenden Herrn Militärs und Enthüllung des Denkmales bei Pöllerschießen, Einweihung des Denkmales durch den Herrn Stadtdcchanten, feierliche Feldmesse, Ansprache an die Arbeiter der Fabrik und Verteilung von Remunerationen und Dekorationen, Bewirtung der Arbeiter, Veteranen und der Feuerwehr sowi? der Schulkinder und Erfrischung für die geladenen Festgäste. — (T r a u u n g.) Gestern fand hier die Trauung des Herrn Marian Ravnihar, Buchhalters der „Xnx^Kll po«<)i'ilnit!ll", mit Fräulein Anica Maier, Tochter des Herrn Bezirlsschulinspeltors Anton Maier, statt. " (Aus den Verhandlungen des l. l. Lan-de s s a n i t ä t s r a te s für K r a i n.) In der am li. d. abgehaltenen Sitzung des Landessanitätsrates gelangten nachstel)ende Verhandlungsgegenstände zur Beratung: 1.) Aeußerung über die Anlage einer Privatgruft; 2.) Neubau der Rettungs- und Erziehungsanstalt der Salesianer in Kroiscneck; ^.) Erteilung der Konzession zum Betriebe einer Wasserheilanstalt in Stein; 4) Zubau zum Distriltssvitale in Adelsberg; 5.) Aeußerung über die Zweckmäßigkeit der projektierten Herausgabe einer kurzgefaßten Belehrung über Infektionskrankheiten mit bildlichen Darstellungen. —r. — (Personalnachricht.) Der Vorstand der l. l. Post- und Telegraphendireltion in Trieft, Herr Hofrat Hermann Pattay, hat am 10. d, M. einen längeren Erholungsurlaub angetreten. — (Die Handels- und Gewerbelamm er für K rain in Laibach) hält morgen um 5 Uhr nachm. im ftädt. Magistratssaale eine ordentliche öffentliche Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: 1.) Vorlage des Protokolles der letzten Sitzung. 2.) Mitteilungen des Präsidiums. 3.) Mitteilungen des Sekretariates. 4.) Kammer-rechnungsabschluh für das Jahr 1907. 5.) Wahl von « Vertretern und des Schriftführers für die zur Einleitung der Kammerergänzungswahlen zu bildende Wahllommission, li.) Gesuche um Unterstützung zum Besuche der Jubiläums^ ausstcllung in Prag. 7.) Gesuch des Landesverbandes für Fremdenverkehr in Krain um Subvention. 8.) Beitrag der Kammer für das Gewerbeförderungsinstitut für Krain. 9.) Veitrag der Kammer zu den Kosten des ständigen Komitees der internationalen Kammerlongrcsse. 10,) Beitrag der Kammer für die gewerbliche Fortbildungsschule in Oberlaibach. N). Wahl von Vertretern der Kammer in den Schulausschllssen der gewerblichen Fortbildungsschulen in St. Martin bei Littai und in Stein, — (Allerhöchster Gnadenakt.) Seine Majestät der Kaiser hat der Maria KriZanec, die vom hiesigen Schwurgerichte wegen des an ihrem eigenen Kinde begangenen Mordes zum Tode durch den Strang verurteilt worden war, die Todesstrafe nachgesehen. Vom l. l. Obersten Gerichts- und Kassationshofe wurde sohin über die Kri-5anec eine fünfzehnjährige Kerlerstrafe verhängt. —o— — (V e si tzw e ch se l.) Herr Sattlermcister Franz Wisian hat das Haus Nr. 25 in der Vahnhofgasse in Laibach um den Kaufschilling von 26.000 X erstanden, (i. — (Die heurige Iagdsaison) verspricht sehr animiert zu werden. Wildenten, Wildtauben und Rebhühner treten sehr zahlreich auf und viele davon dürften unseren fleißigen Jägern als Beute zufallen. Auch Hasen und Rehe sind in fast allen Revieren in großer Menge vorhanden; dies gilt insbesondere für die Gottfcheer Bezirks-hauptmannschaft. wo bei der vor kurzem erfolgten Jagd-Verpachtung Pachtpreise wie noch nie zuvor erzielt wurden. Die Zahl der Wachteln hingegen wird von Jahr zu Jahr geringer, woran der Wachtelfang im Süden schuld sein dürfte. ,«.-_. — (Streik.) Der Streik, der bisher nur die Papierfabriken von Zwischenwässcrn und Görtschach betraf, hat sich gestern vormittag auch auf die Papierfabrik Iofefstal ausgedehnt, indem die Arbeiter dieser Fabril erklärten, sich dem Streik der Arbeiter der anderen Branchen anzuschließen. * (Blinder F e u e r l ä r m.) Gestern nach 8 Uhr abends signalisierte der Feuerwächter auf dem Schloßberge durch einen Kanonenschuß ein Feuer im Vororte Ilovica. Eine Abteilung des Feuerwehr- und Rettungsvcrcines fuhr sofort mit zwei Wagen dahin ab, fand aber sonst nichts als einen großen brennenden Haufen alter Papierabfälle vor. Der Sohn des Besitzers Johann Küsters, vulgo Slav-c^el, hatte diesertage die Kchrichtgrube in der Mahrschen Handelslehranstalt geräumt und den Inhalt, der meistens aus altem Papier bestand, angezündet, ohne dem Stadt-magistiate hievon die Anzeige erstattet zu haben. Eine große Menschenmenge zog dem vermeintlichen Brandplatze zu, mußte aber auf halbem Wege enttäuscht zurückkehren. " (Unfall.) In der Aablarschen Eisenwarenfabrit an der Wiener Straße wurden einem Arbeiter durch die Maschine zwei Finger der rechten Hand zerdrückt. Man brachte den Verletzten mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. " (Ein Gewohnheitsdieb.) Der 49jährige Vagant Jakob Kante aus Presser brummte schon fünfzehnmal hinter den schwedischen Vorhängen; seine Lieblingsbeschäftigung ist und bleibt der Dicbstahl. Was nicht niet-nnd nagelfest ist, geht mit ihm weg. Er operierte stets allein und duldete in seinem Orte leinen Konkurrenten. Weil er auch von der Teuerung der Lebensmittel Kenntnis hat, sammelt er gegenwärtig Kartoffeln auf dem Felde. Als er diesertage abends auf der Kartoffcljagd war, wurde er durch eine Frau verscheucht, worauf er sich mit seiner Beute, einem vollen Sack Kartoffeln, in die städtische Schot-tergrnbe nächst der Wasserleitungsstraße flüchtete. Zwei herbeigerufene Sicherhcitswachleute verhafteten den Felddieb »nd brachten ihn in den Arrest. Vorgestern wurde er ins Justizpalais gebracht. " (Ein lustiger Markör.) Diescrtage lain in einem hiesigen Hotel dem Markör Josef Knaus aus dessen im Schlafzimmer gelegener Brieftasche eine Fünfziglronen-Nutc abhanden. Tatvcrdächtig erschien sein Kollege, der 19jährige Johann Bedenk aus Idria, der seit einiger Zeit besonders guter Laune war und seine Kameraden fürstlich bewirtete. Er wurde durch die Sicherheitswache verhaftet, und man fand bei ihm noch einen Restbetrag von 1?, lv vor. Bedenk wird ferner verdächtigt, auch Zigarren und Wäschestücke beiseite geschafft zu haben. Er wurde dem Landesgerichte eingeliefert. " (T a sch en di e b st äh lc.) Am Samstag wurde auf dem Vodnilplatze der Besitzerin Gertrud Droves ein Geldtäschchen mit 6 X aus der Rocktasche gezogen. In einem Ausloche kam auf gleiche Weise einer Bedienerin cin Geldtäschchen mit 3 Iv abhanden. — (Gefunden) wurde vor dem Vollsbade eine silbcruc Uhrlctte mit Anhängsel. Sie kann im Hause Nr. 6 in der Quergasse, ebenerdig, abgeholt werden. " (Verloren) wurde: ein Paar Stiefeletten, cin Geldtäschchen mit 10 X und eins mit 21 X 80 I,. Verstorbene. Am 9, August, Lrua Teiischert, Feldwebelstochter, 1 Mon., itllrlstüdtcrstras;e 19, Darmtatarrh. Am 10. August. Loreuz Metulj, Schlosserösohu, 1 Stunde, Wicuerstraßc 47, Leoenoschwä'che. Im 8 i v , I sp italc: Am 6. August. Gregor Pnstaverh, Inwohner, 7tl I., I^loUINOMi»,. Meteorolosslschc Beobachtungen in Laibach. Seehöhe W6'2 m Mittl. Luftdruck 73« <» n,m, Z K« W ZZ Wi. .,V.,«W IN 2U. N, 7848,247, STmäßig , teilw. bew. 9 U N!. 735 4 ! 17 9^ S. schwach , heiter 11 > ? ,^. .5 j 735-0 I 12 2! windstill , dunstige ^uft 0 0 Das Tagesrnittel der gestrigen Temperatur 18 3", Nor» male 19-3°. Wetteivorausiaye für den 11. August: Für sleier« marl, Mrutcu, Krain und das Küstenland: Schönes Wetter, mäsu'sse Winde, zunehmende Temperatur, gleichmäßig cmhaltend, herrschender Witterungscharalter anhaltend. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher itrdbebeulvarte (Ort: Gebäude h^ l. l. Stcwls'Oberrcnlschlil!'.) Uagc: Mrdl.Vrcite 46°0:!'; Östl,Lä>la,c vou Wreeuwich !4"3l'. Vebenberichtc: Nm 6. Angust genen 19 Uhr * 30 Mi» Mltcn Nahbcbcnllllfzeichni!na.rn in Nocca di Papa. — Am 9. August gegen 2<» Uhr l> Minuten schwache Nahbedeuauf« zeichnllugcn in Pndu>i und Laibnch, Die Vu o enuiirul) e** ist heute an allen drei Pen« deln «sehr schwach» und in weiterer Abnahme begriffen. - Die Zrl!a»l,adcn ln'zlchs» slch a»l miüslcürupailchr j'^i! »,,d welden >,m, WlM'rnach! b!« Miüs^wch! <> Ul»' l'l? »4 U!,r Nl>Mtt, — Nie, »U »be» 0 » r » l, l> wird m fliln!'»dn> Slä»»»»«^!! llnüMicrl: '.'lig>' l'i« i» < Milliml'k'i »!>'!>> jchwnch», »u» I l'is li Millimeler >!c>iwach., vo» 8 bi« 4 Mülim,'!«'»» «>,Mig s!,nl», uo„ » iii« 7 Äili»i,„!'lcrn l», ki»< 7 bi« l<1 Millii!»',,',!, >sl'>ir slail» ,md »kn l« MUMm'!,', »aüs^l i»de»llich slarl', «Mqi'iM'uie Äl'ül'ül'ünchr» l'sdi'»!!'! ntt'ichzcilig a,iü,'!'!,>!'t>e >s!arl>'» Unnihf a» allen Hf>>t»'!ü Laibacher Zeitung Nr. 183. 1707 N. August 1908. — (Die Lllibachcr V e re i n s l a p e l l c) konzertiert heute abend unier Leitung des Herrn Kapellmeisters N. Talich im „Schweizerhause" von 6 bis 10 Uhr abends. Eintritt frei. — (Das Orchester des ^nabcnhortü „Franse") wird Sonntag, den 16. b. M.. von 4 Uhr nachmittags bis gegen 10 Uhr abends im Schweizerhause konzertieren. — (Zur Bautätigkeit in I d r i a.) In dcr heurigen Sommersaison entwickelt sich in Idria eine reac Bautätigkeit, wodurch diese altehrwürdige Äergstabt ein mnner schöneres und angenehmeres Aussehen erhält. Fassen wir nun zuerst die von der t. t. Vergdircltion in Angrifj genommenen Nauten ins Auge. In Grapa, einem der gesündesten und ruhigsten Teile der Stadt, werden neben den zwei im Vorjahre erbauten ärarischen Arbeiterhäusern wie^ der zwei neue hergestellt; eines steht schon unter Dach, der Aau des zweiten wird auch in Bälde als fertig anzusein scin. Jedes dieser Häuser hat Platz zum Unterbringen von vier Arbeiterfamilien. Hier muß mit Genugtuung konstatiert werden, daß die l. l. Vergbireltion in Idria unausgesetzt bestrebt ist, ihren Dienstangcstellten wirklich paffende, geräumige und allen Gcsiindhcitsmaßregeln entsprechende Wohnungen Zur Verfügung zu stellen. — An dem überwölbten Teile des Rinnwcrlcs, welches vom Kobilawasser-wehr das als Betriebslraft in Verwendung kommende Wasser des Idrijcaflusses zuführt, werden vielfache Reparaturen vorgenommen. Der neben dem Rinmverle führende Fußweg wird anstatt des alten Holzzaums mit eisernem Gitter versehen, das von Pfeilern au5'Zement getragen wird. — Ein Teil des großen, bei der Brennhütte gelegenen Wasser-Wehrs wird neu hergestellt. — Unterhalb der städtischen Schlachthallc wird am linken Ufer des Idrijcciflusses. welcher bei Ucberfchwemmungen das Erdreich an dieser Stelle in großen Maßen wegschwemmte, eine zwanzig Meter lange Schuhmauer angebracht. — Bei den Peöni^li Mlini ob Unteridria, deren Nasser die ärarischc Eleltrizitätszentral-anläge in Zalopc bei Untcridria in Betrieb setzt, hat die Vergdireltion ein neues, ?.<>0 Kubikmeter fassendes Reservoir durch den Baumeister Matthäus Moravec herrichten, lassen. — Die städtische Gemeinde läßt das Gebäude, worin zuerst die städtische Realschule und sodann der (litalnica-verein untergebracht war, umbauen und erweitern. Auch werden seitens der Gemeinde von der Hauptwasserleitungs-strccle mehrere Ncbenstränae, die zu einzelnen Häusern führen, hergestellt. — Frau Fcmni Lapajne läßt hinter ihrem Hause ,F?a Tomu" das Terrain abtragen, um so Raum für einen Zubau zu, gewinnen. — Der ärarifche Polier Herr Johann Vidmar und der Schmied Herr Josef aftlich in Kurji Vrh ein Haus, das diesertage unieis Dach gebracht wurde. —lf- Theater, ttunft und Merntur. — (T o de s f a l l.) In Belgrad ist die hervorragendste serbische Schauspielerin Sophie Gjorgjebi 6 , allgemein mit Kosenamen l. o^ genannt, gestorben. Das Belgrader Nationaltheater, dessen erste Tragödin die Verstorbene war, erleidet einen großen Verlust. Die Künstlerin war 28 Iah« alt. — (Der Kunst wart.) Halbmonatschau für Aus-druclslultur auf allen Lebensgebieten. Herausgeber Ferdinand Avenarius. Verlag von Georg D. Wj. Callnxy in München. (Vierteljährlich 4 Mart, das einzelne Heft 75 Pfennig.) Inhalt des eisten Augustheftes 1908: Von der Liebenswürdigkeit. Von Willy Rath. — Alezander Kielland. Von Artur Bonus. — In Sachen Scherls. Von Ferdinand Avenarius und Walter Hofmann. — Lose Blätter: Aus Kiellands „Iatob". — Rundschau: Von der Autorität (Karl Spittelcr). Verbrecher bei Shakespeare (Wilhelm von Scholz). Von der Siimmungsscuche in der Kritik. Aus Düsseldorf. Ein Weg zu Nach (Wilhelm Weber). Opcrndeutsch (Batka). Von der franlo-briiischen Ausstellung (Avenarius). Marterbilder (Wolrad Eigen-brodt). Unsere Photographien (Otto Ewcl), Korbmöbel (Kallschmibt). Die Gefahren der Dorfmuseen (Hans Müller-Vrauel). Zur Untersuchung von Webstoffcn (P. Krais). Zeppelins Ehrentag. Flucht ins Tragische (Hans Schön-fcld). Aus der Welt der Grohstadtlinder (A. .hcnseliny). Einfalt und Größe (Pascal). — Bilder- und Notenbeilagen: Fritz von Uhde, Pfcrdeschwemme in Gautina,; Fritz Noehle. Bauern einen Baum pflanzend; Oskar Zwintscher, Bildnis der Gattin des Künstlers; sechs Abbildungen zum Beitrage „Korbmöbel". Berg op Zoom-Marsch (Altnieber-ländisch): Otto Urack, Wunsch. Telegramme des k. k. Teleyraphen-Oorrespondenz-Burellus. Trieft, 10. August. Gestein fand die Fahnenweihe der „I^nrcxinn, dc-Inv^li «rj?»ni2liei5»" in Trieft statt, ,^u welcher dieselbe ihre Filiale in Pola sowie die derbündteen Vereine aus der Umgebung, auch aus Istrien und dem Gör-zischcn eingeladen hatte. Als der Zug der zahlreichen einheimischen und auswärtigen Festteilnehmer den großen Platz passierte, um sich zum „Narodni Dom" zu begeben, versuchte eine größere Gruppe von Italienern den Zug der Slaven zu durchbrechen, wurde aber von der Polizei verhindert, welche hiebei, sowie später auf dem Kasernenplatzc und dem „Narodni Dom" einige Verhaftungen vornahm. Das nachmittags in Rojano abgehaltene Voltsfest sowie die nachts erfolgte Abfahrt der Fcsttcilnehmer verliefen ungestört. Etwa 500 junge Leute verschiedener Parteien veranstalteten vormittags einen Umzug durch die Straßen unter Absingung italienischer Lieder. Prag, 10. August. Der slavische Lehrerlongreß wurde heute eröffnet, worauf die Teilnehmer namens der Stadt Prag vom Vürgeimeisterst. August l!M. Dir notierten Nur!e verstehen sich in Nronenwahrung Di. Notierung sämtlicher «ltien und der ,.Diversen l!o!r" versteht sich per StNel Held Ware Allgemeine Staats» schuld. Einheitliche ilicnle: 4",> lonvrr, stenersrei, ',rone» l»« 35 4-«"/„ ü. W. Nolen ^sscbr. Aug. per Nasic......9»'L5 »»-45 »'«"/„ ü, W. Silber («lpril-Ott. per «ns,e......99 2b 9» 45 l»S<»er LiaaMole 500 fi. 4"/^,5« «0l54 «, 1X<>0ei ,, ,0N j>. 4"/,>2>7 - 221'. >8«4er ,, lN fl. . .260 25^42 1»«4er ., »n sl. ,, 260 25 ^«4'ÄÜ Tom.-Pfandbr. i» 12« fl, b"„ü«l'4»^9!i'40 Vtaatsschuld d. i. Mrichs. rate vertretenen, ttüniy» reiche und Länder. tslerr, Golbrente ste»erfr.,Gl)Id per Nasse .... <»/„"ü7< ,,5l»0 Ostcrr. Rente in Kronen», stfr., per »asje.....4",, »« ^ »6 «0 detto per Ultimo . , 4"/, v« 40 9660 Ost I»urs!>!io!'«!.Ms!»c, stfr.. «r. per Nasse . , z',,"/,, "? ^ »7 öü lll«ta!,n.5lll»l»schuld. ! Hlisabett,.«wl!„ i. O,. steuerfr,, zu l",»'!l8^0 Haliz. „arl ^»dwin-Val»!, ibiu. ^Uillt! «trone» . . , 4'V„ V6 ,0 97 lo ^ndo>f H, Hu 3<«llt»schuldvtllchieit>N!lss»n »tNlstempelte lkUe»ba!,n.^!l!!cn Vlisadeth-V, !i»0«. «M, ^///„ von «>o Nr......4^0 - «4 — dl'üo Li»z- LN!) fl. « W. s. 5'/<'V,.....»»L- 43!^-- dettc, SaizbnrqTirlil 20N s!. l!. W. ^.. 5,,/ . 420 - 4Ll!'- «remital Vah» zm, „, Ü0N0 lir, ' /n - . , , , , , .!>.'4- 1W- Geld Ware yom ^llllltl )ui ^»!,Iung übt»' Nllmmene Eilen!,nl>n.Plinliliit, Vllligatiuntn. Vöhm, Westbal,». Em, t«8b, <«!», i! u. 97 bN «tlisabelh Vllhn « u, 300« M, 4 ab t<7'/<.......lib'- US'— Elilal»», Bahn <«« », UNO» M, 4"/„........11» 2f>!i4-i!.'> ifert>inand»-Nllrbbllhn fl, 3. ?>"/„ in» L,'>iN4Lb t>ett° 40« u, klXX» Nr. 8V/'/,.' »« — «7 — ^l»arlber«cr «a!)» ltm, l««4 ldiv, Lt,) Silb, 4" „ . . !>7'La Staatsschuld der Länder, der ungarischen Krone. ! !"/„ Miss, Golbn'ülc per «aslt . I I0'7k>! 10 9b "!"/„ dettu per Ultimo iil> ?KllO ilk 4"/„ ungar. Nenie in Nronen- währ, slsr, l»'r «nsje , . 9^'«l, !'!!'<>s> 4"/„ deitn l'rr Ultimi) 9« ^ 9»'«>l» l>'/,"/„ de!<0 per Nasje «2'Ll, «i! .^T, Un«ar, Prämien,«»!, tl >00 sl. i»«'l,<> >«? l,<> deno K KN fl 1«» s>< l«? l»> TiM, !«e<;,-üok 4"/,, . , , I4li >s> >4« lü 4"/« ungar. wrunbcl ll..vb!ig. 9»l)l> V4 <>l, <"/„lrl>a>. u. ilav. Grdenll.-OM, 98 l><» »4'50 Andere öfirntlichc Anlehen. gw«», Lnnde«-Änl, ,d!v.) ^'V„ !w 9K 91 9ü Vo>>», hereeg, Eisenb, -1!a>,be«- Vlnleyr» (dw.> 4>/,"„ , . «,« - »9- »"/„ Dona».«en,-«ll!le!!>e l«7« 1l>5-> '- Wiener Vellel,r«-!»nl. . , l"/„ 9l> ^> 9« W detto «UM, 4",> 9i> »»0 9« !><> slnlehen der Stadt Wien . .iici l» ü»2 l><> drlto (S, oder V) «874 l2>^ ilil — d>!to l'«N4).....9«'7<, «4 7« dolto <0!ll») v, I, ««!»» . 9l>Xs> U M» X« «n dl'tto ,I!w..A,)v I,1!»0L 9k> ?l, !»«7t> Vvrleba» Vlolehe» uerlo«l>, 4"„ 94 «n !>b l»l' «ilssische Ctnat»a»I. v. I. , 9b !l> delto prr Ultimo . . .>>"/« 9b«c 9b «0 P»lg, Staat«-Ht,pllll,slal.'>n>, ,«»^......»!"/ni2! 10 22^0 Velb Ware Bulg. Slaat« - Wolbanlcihe ll»«7 !. ,00 Nr.. , 4'/,'/» ««-'b «7 75 Pfandbriefe usw. « Böl»m, H!,l'o!l>slenl!, Verl. 4"/„ 9»— Ul<-2l! Zentral Bo»i,Nred,-Vl.. üsterr.. 45I, vrrl.....4'/,",., l02- -- d.'itu ,il> I. vcrl, . . . 4«/n »? «b 9^-üb «red.-I»s>., üsterr,. s.Verl.-Unl, ». öffentl, l>!rd, «at. ^,4"/,. 9« !ib 97'LÜ ^audr«b, d. N«». Galizien »nb i.'°dom, b?'/, I, rüllz, 4"/„ 92 75 94-75 Mal»r. Hupothe leuli. verl, 4"/„ 9« 4v 974c, N.-bslerr z.'aichesHUP'«»st.4"/« 97-- 9«- betto inll. ll"/„Pr. verl,»'/,"/° «»" -- detiu N,-Kchult»jch. verl, »'/,"/° »»'^ 90-— detto verl......<"/° ««'^b 97-75 Osterr.uiiaar, Vanl «» Jahre rcil, i'V» b, W.....v»'»-'' »!» »5 betlo<'/«»r......»«'«" »!»«« Tvart,. I.vtr>.4"<, 99'- - - Eisenbahn Priorität«' Obligationen. Osler,', sloi-dwcstl'. 2N0fl. L. - '"»'b« 104-50 ^taaiKliahn ,00 gr..... ^» ^ 405-— Snbl'alin it 8"/n Iünner-Iuli .',"0 sir, 0 L7Ü!><> Lüddal!» i. ü«,„ i«X) !l. T, 0, G 15!l'A.'> <2^'»ü Diverse Lose. p«lln»Ii2 — 10»-— zlnnelzln!>lie Lost, Vnb!,p,.Pc>si!ila ,Tomba»)ü nN,-t,'uj>' -w sl, NM, . , . K«'- 15«'- l"!,»s> ^^i>-lüs,...... 19b'- «>5-- PnIfjv,Lo>c '.«sl, NM. . , . 1U4-- 204' — Nute» Nreuz, i'st. Ges. v, W fl, 49 bo 53 l« Rolen Nrenz, nng. O<>s. v. 5, fl 2b'7b 27'75 ^Indolf-ttose 10 ll......««>- 72'- 3a!m iiosr 4« sl, NM , . . »»0- 240-Türl. E, B, N»I Präm.-Oblia, 4N0ssr, per Noss.' . , , 1«»-25 1^5 25 dettu uer Medio , , . i«l»^ >^l>> Wi!-„c Numm.^ojr t>. ^! l«?4 4!»1 - l»01'— >j»ew. Sch. d. »"/„ PrLm,»Kch>lIb b, Bovenlr, «»st, Em, IXl!« 72— ?«-— Nttien. fl»n»p»r!'Mnltrnl>!»nngen. Äi,ssill Tepliyer Eüenb, b0U fl. 2402'- 24,b'- ii'l'!,i»i!chs i»!0rdt>lll>!! 150 ll, , 408'" 408 bt» ^''.Müichradrr ltüb, i>»0 fl, NM ?««b — 2«7b'— de»o llit l>, 200 fl, per Ult, 10«5'— 1070'— Tona» - Tampslchlfsatir!« - Gel,, ,,. l, l, priv., :>0<1 tt, NM 99S-— 1WN'— I»r Uodeichnchss E, B, <0U Nr, 55«-— 554'- ^rrbinnnde Nordb, 1000 sl NM, 5«»U'- t>0Sl»'-Na!cha» Oderberaer ü '^ran Duler Eüenb, 1»0jl,alinN 222'- 22A'5N 3. 200 ll, 2. per Ult. L9L 75 6^» ?i> 3l>dbat,n 200 sl, Silber per Ult, 107 2b i««2b 3ndnordde»!sche Xne»'— lv6?' - »i!!!!r Bud. Nreodl, üs! , 200 fl, b»0- h»4'— Nreditanstali sül Handel und Gewerbe, 1«0 !!., per Nasse - ' - '- deüo per Ultimos «30 50 «»i'5l! l>rrdi!l'N»l, «ny, all«,, 20<» f! 742 25 74»'25 Trposi!l'»l>a»l, alla,, !l!)0 ll, , 455'- 45U- lillompte - Geiellschaft, nieder- üslerr,, 40N Nr..... b^>— b«^ 50 Miro- ». Naslenverein, Wiener, Ilmfl....., . . 4bb'- 457'' hl!pu!l,lie!!ba»l. üst. LOOllr. 5"/„ L«?'^ >°!»^ ^ünberlmül, »slerr,, 200 sl,. per ^ detto^ ' ' p" Ultimo 487^» 43«'60 „Merl,,,", Wech!elstut>,«ltien. i7s,err,.m!nar.^°n, 1"'° ."r, 1789- 74!.- »elb W»rr Uüimchai'l 200 fl......l>4» l»0 544 — Uüionbaül, lchhmilchf 10» fl. . l45 - 24«'— «erll'!,ri!l>»,!l, alla 14« fl,, , >8^'— 33b' — Hntnftrlt'Anl«ne!,»»n,Nl. il— Bi-llzrl Nuhlcnbernb-Gel, 100fl, ?ob- 70« — Itisl'übahnvsrlshri-Anstalt, bsl,, 100 l>........39» - 39« — Eilenbalinw-Leihg,, erste, I0osl, 199- 2l)i' — „Elbemübl", Papiers, u, V.^» 10V fl....... 19« - 194-. «tleltr, »e! , allg, »fterr. 200fl. »96- 4«n — <^,,,,.^ ,<«„!,.!!,ch ^tei-n, LOVfl, 5«4- 5ü«'— ch. Wr, in i!ic,u, «eubu 2« — Patr-, Zünbh. „, vil.i .vabril 4»0 «1. . . 9»?- 041'- l/iesinger Brauerei 100 fl, . , «4s— ««)-. ÄXoniai, s", ' , ft« nl,>!nr t<»0 fl. 669 50 «70 ü« ,.P°I>'! l^tahl. tt , . 420- 42150 Prasse, >' ^rllsch. 200 !!........-N»b- «95 — !>> ima- M»r»ny Talgo Tarjaner Eücnw. W0ll . . . 5üb— 5ü«'— Valgo-Tarj. Strinloblen 1(X» f 5«« — 570 — ,,Vch!öl,lM!ll,I", Pnp>erl,,20Ufl, »00'— 300 25 .,Schot>nica", «.-« s. Petrol,- Züdüslrlr, 500 Nr, . , , 457— «3 .,S<,urermübI^,Papiers,,,,»,». 4»«-- 44c — Irifailer «ohleriw-«. 70 fl. . ll««»-- »ev bu Tnrl, Tabalregie-Ges, liOl» ffr. per Kasse......- - ^'— dettu per Ultimo . , , »99 50 400»« Wasfenf-Gr!, »fterr. 100 fl, 5U0 — 5^-- Wr. Äa»»e!ellich°ll. 100 fl. . , '4ch»ck». Amsterdam.......^- ., .!« ^ Deittläie Ba!,lplatze , . . > , ^!lllir»ilche ll'aiilplilve - ^ Pari»......... «l, Petersburg - ' " , /Mich u»t> «aiel....."" " "" ^ Valuten. vulate»........N'»6 N'42 !«ssranlen-Llülte.....""7 19-09 lO-Marl-SlOlle......28-48 23'b'c reittlchr l«eich«bll»!noten . . l1?'3O 11? l>U Nalir„>Iche Baulnoleu . . . 9ü 30 95> 4Ü ^ttiel^inO-n.......I 2'l>1 '"^ 2?>2" Laibacher Zeitunq Nr. 183. 1708 N. Auaust 1908. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Am 7. August. Fritz, Kfm., Dornbirn. - Val, So» lizitator, Vietrian. — Wertheimer, Kfm., Budapest. — Klanz, Fabrikant; Duda, Privat; Schwarz, Hasler, John mit Frau und Tochter, Füchsel, Verderber, Abeles, Kollin. Kflte.; Eders mit Familie; Lesithlen, Wien. — Iacobi, Direktorsgattin, »it Sohn, Bukarest. — Dr. Smokvina, Kanonikus, Zeng. — Ri» Hacek, Beamter, mit Frau; Lübe, Ing,; Blüh, Kfm.; Berger, Regierungsrat, mit Sohn. Graz. — Spiegel, Kfm., Troppau. — Winller, Ing., mit Neffen, Budapest. — Hybäsel, Pro» fesfor, St. Veit. — Graf Normann mit Sohn, Slavonien. — Bach mit Frau, Prag. — Pölz, Baumeister, Klagenfurt. — Iamlin. Giirz. Am 8. August. Dermonte, Privatier; Dr. Nazar, Arzt, s. Frau; Dr. Carabach, Arzt, f. Frau; Möller, Kfm.; Dr. Sieber, s. Frau; Prenau, s. Schwester, Trieft. — Koste-bnrg, Lapyezal. Studenten, Galizien. — Dr. Pizsa, Arzt, Budapest. — Hoöpos, Cenetinol, Abbie. — Piudelski, Lem-berg. — Harmann, Kfm., Laibach. — Weiß, Hofstädtcr, Goldberger. Stanger, Wand, Kflte.; Karplus, Wien. — Franl. s. Frau u. Sohn, Agram. — Feda, Kfm ; Stoelzl, Gnester, Apotheker. München. — Kubis, Kfm., Prag. — Redlich; Ritter v. Bach, Leutnant; v. Keil, Rittmeister, Görz. — Tzirara. Lehrer, Maria»Radna. — Schwccrs, Nfm,, Bremen. — Ad» lesic, Pittsburg. — Willmann, Amerika. Am 9. August, Schwinger, Kfm., Paycrsbach. — Schwarz, Kfm.; Weiner mit Frau; Alelfanda, Kaplan; Schianon, Trieft. — Tfchmelitfch, Kfm., Fordersberg en. Ianlo, Nfm., Karlsbad. — Conte Franchi di Pavia, Italirn» — Moscr, Privat, mit Begleitung; Racek mit Frau; Berer, feld, Reichmann. Mande, Kflte., Wien. - Hary, Pfar — Foljan, l. u. l. Hauptmann, mit Frau, Klagcnfurt, — Prect mit Frau, Feistrih, — Gmayncr, Bergdireltor, mit Fran und Tochter, Iohannistal. — Erzar, Dekan, Semit. — Ledcrer, Nfm., Oedcnburg. — Tnslin, Privat, mit Frau, Ungarn. — Dr. Regen, Littai. — Meslitz, mit Fran, Graz. ¦^^¦¦^S^-^^-^V"^---^^ "S3-- ¦\3^-'^P> •^^••^^- ^^-^^- •^^- ^&^^^S-' Mifoptar «mi Appetit, (8no)42 „16Q611116116 regelt den Stoffwechsel. AiazeTgeo!.crtt. (3225) 3-2 __P.räf. 1530 4 k/8. Konkursausschrcibung. Beim k, l. Bezirksgerichte in Gottfchee ist eine Amtsdienerstl-lle mit den systemmaßigen Bezügen in Erledigung gekommen. Bewerber um diese, eventuell bei einem andern Gerichte freiwcrdende Amtsdienerstelle haben ihre gehörig belegten Gesuche, in welchen die vollkommene Kenntnis der deutschen und slovenischen Sprache nachzuweisen ist, im vor« geschriebenen Wege bis längstens 11. September 1908 Hieramts einzubringen. Militärbewerber werden auf das Gesetz vom 19. April 1872. Nr. 60 R. G. Bl., und die Verordnung vom 12. Juli 1872, Nr. W R. G. Bl., gewiesen. K. l. Kreisgerichts Präsidium Rubolfswert, am 7. August 1908. HauptdBpot U.u.Trnhöczy, Laibach ° Primarius ® o Dr. V. GREGORIÈ o ° Laibach ° I Kronen-Mund- an die Administr. dies. Ztg. erbeten. flnna Potoènik geprüfte Hebamme in Laibaoh, Pfalzgasse Nr. lla, welche den Hebammenkurs im hiesigen Landes-spitale mit Auszeichnung absolviert hat, empfiehlt sich den P. T. Damen zur Ausübung ihrer Praxis. (:;230) 3—1 Jüngerer Hiliener wird gesucht. Adresse in der Admin, dies. Ztg. (3236) 2-1 Wohnung an der Wiener Straße Nr. 69 im I. Stock gassenseits gelegen , bestehend aus einem Zimmer, Küche, Speisekammer, Dachbodenanteil, Bade- und Waschküchenbenützung, Gartenanteil, ist sogleich oder zum Novembertermin zu vergeben. (3234) 3—1 Gelddarlehen erhalten von 200 K aufwärts Personen jeden' Standes bei 4 K monatlicher Rückzahlung mit oder ohne Giranten, durch J. Neubauer, behürdl. konz. Kskomptebureau, Budapest. VII., Alsö-erdösor 10. 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