Nr. 297. Pränumerati 5 n «Preis: Im Comptoir ssnnzj. s>. N, hnll'i. ss. >'>-^"- F>lr dic ZusicNunss ins Hi,uS InUbj.5><>l>. M'l dcrPost ,ic,n,j. fl. ,5. hcilbj. st. 7.5.0. Freitag, 29. Dezember Insert, onsgelüyr bieio Zeilen: imal NO lr., 2m.80lr.,,",»!. I si.; sonst Pr.Zcilc ^!!.m. !<»lr. u. s. >l'. I!isertic>ui. 1863. PriinnmratiollS-Einladnllg. -----------------------^^-^K>z«--«i------------------ Wit 1. Jänner 186« beginnt ein neues Abonnement auf die „Laibacher Zeitung" und die als Beilage erscheinenden „Vlätter aus Krain " zu welchem wir das P. T. P»blik»m ergebeust einladen. ' ° Wir werden bestrebt sein, allen Anforderungen, die man an ein täglich erscheinendes politisches Provinzblalt stellen kann, zu entsprechen und unsere Leser mit möglichster Schnelligkeit um, allem Wissenöwcrthcn zn unterrichten, wobei wir keinerlei Opfer scheuen. Beweis dessen unsere Qriainal-Telearamme welche stets die wichtigsten Ereignisse mittheilen. Zudem sind wir in der Lage, manche wichtige, maßgebenden Kreisen entstammende Mittheilnng zu drinnen welcke über Tagcsfragc» aufklärt. Unsere politischen Nachrichten a»S dem In- und Auslande werden dem Leser stets eine fortlaufende Uebersicht des Vorfallenden aus allen Gebieten in möglichster Vollständigkeit und prägnanter Kürze bringen. Der Rubrik „Lokales" werden wir eine besondere Aufmerksamkeit widmen und unsere Vcr. bindungcu werden uus in den Stand sctzcn, die Leser von allen Vorkommnissen in unserem Proviuziallcbcn zu uutcrrichtcu. Wir machen auch auf die nen eröffnete „Geschäfts-Zeitunss" anfmerksam, unter welcher Rnbrit wir besonders die Handels- und Gcwcrbsintercssen berücksichtigen. Unser Feuilleton wird Original-artikel über allgemein iuteressircudc Gegenstände und wöchentlich cinc TagcSchronik unseres lokalen Lebens in unterhaltender Form bringen. Die Blätter aus Krain" endlich w^dcn lhcils Historisches, theils Novellen, Gedichte und wissenschaftliche Notizen, vorzüglich das Vaterländische berücksichtigend briuacn und stclien uns dafür erprobte vaterländische Kräfte zu Gebote. Angemessene Beiträge für die „Laibachcr Zcituug" und die „Blätter auö Krain" sind stets erwünscht und wer^n entsprechend honorirt. > ^ " '^lur» Wir hoffen, daß alle Vaterlandöfrenndc unser Bestreben dnrch Einsendung von Besprechungen der Landesangelcg enhciten nnd der unser Land vor züglich berührenden uatioual-öko «omischcn Fragen unterstützen werden. Die „Laibachcr Zeitung" wird es als eine ihrer Bcrpflichtnnacn betrauten als ^i,, Organ der bcrcchtigtcu Wünsche und Forderungen deß Landes zu dienen. ",",«>«> r.n Die Pränumerations-Detmgungen bleiben unverändert: Ga^jlihrig mit Post, unter Äreuzbaud versandt . . . iss fl. — lr. Ganzjährig fiir Laibach, in'ö HauS zugestellt . ,c»« ^.»,. halbjährig dto. dtu. dlo. . . . 7 „ 50 „ halbjährig dtc>. dto/ dtc. . . ^ ' <- __ ssauzjährig im Comptoir unter Couucrt..... 12 ,, — „ gaii;jährig im Comptoir offen . . . . >» _^ hnllijähriss dto. dto. ..... k „ — „ , hnldjährig dto. dto. ...... H " >;« " Die Pränumerativns«Veträsse wollen portofrei zugesandt werden. Laib ach, im Dezember 1865. lßN22 v. to»n 2!>. Dezember t>. I. das erledigte bischöfliche Vikariat der griechisch > katholischen Kreutzcr Diözese für Slavonien zu Esset dem Neuster griechisch-katholischen Pfarrer, Kousislorialbcisitzer und Scminarpräfcltcn zu Agram Markus Stanic aller' gnädigst zu verleihen geruht. Sc. l. f. Apostolische Majestät haben mit Aller« höchster E»tschließ»»g vom W. November d. I. die Umwandlnug der Kousularagcntic iu Toulon in ein Honorarvizelonsulclt allcrgnädigst zu gcuehmigcu uud den derzeitigen provisorischen Gcrcntcn I. B. Iouve zum Honoraruizckonsnl daselbst mit dem Rechte zum Bezüge der tarifmäßigen Konsulargebührcn allergnädigst zn ernennen geruht. Sc. l. k. Apostolische Majestät habcu mit Aller« höchster Entschließung vom 27. November d. I. die Errichtung eines unbesoldctc» Konsulates in Point dc Galle ans der Insel Ceylon allcrgnädigst zn genehmigen uud den Kaufmann Heinrich Sonnenlalb zum Ho-norarkonsul daselbst mit dem Rechte zum Bezüge der tarifmäßigen Konsulargcbührc» allcrguädigst zu ernennen gcrnht. Sc. t. k. Apostolische Majestät haben mit Aller« höchster Entschließung vom 28. November d. I. die Errichtung eines uubcsoldctcn Konsulates in Bangkok im Königreiche Siain in Hintcr-Iuoic» allcrguädigst zu yenchminel, uud dcu Kaufmann Alcz'is Redlich znm Honm'arlonsul daselbst uut dem Rechte zum Bezüge der tarifmäßige» Kousulargcbührc» allcrgnädigst zu ernennen geruht. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 29. Dezember. Iu einer Rundschau über die bisherigen Resultate der LaudtagöMmgm vertheidigt die „Presse" das deut" schc Element in Ocstcrrcich gcgcn dcn Vorwurf dcr Herrschsucht. Diese bcslchc lediglich in der Einbildung der Gcgucr dcö deutschen WcscnS. WaS man das Ueber« ,"üwicht dcr deutschen Nationalität nenne, sei nichts gc« machtcs, nichts künstliches, sondern ein Prodult dcr Gc« schichte. Die Snpcriontät dcr Deutschen in Ocstcrrcich sei eine rein geistige. Die Dculschcu wünschen nichts als die Aucrtcuinuig der wichtigen Wahrheit, daß bei einem Zerfalle dcr Monarchie sie im Durchschnitte nicht um cin Haar m^. vcrlicrcu würdcn alü alle anderen Völker und Acstmldthcilc derselben, so wie, daß dic Blüthe und Wohlfahrt dcö RcichcS allen Thcilcu dcS- selben gleichmäßig zuslatten kommen müsse. Nur einen Erllaruugsgruno gebe cs für die frappaute und lehr» reiche Erscheinung, daß Großgrundbesitz und Adel iu dem Maße, als sie deutschen Ländern uud Kreisen au-gehören, sich dcr deutschen Idee mehr als ihre Stan- dcegciwsftl, in nichtdeulschcn Geliicte» cmschlosscn — und dieser Erklarungegrund sei die überlegene Anzic« huugs- und Äildungslraft deS liberalcu deutschen Elementes. Im Nachstehenden verzeichnen wir eine englische Iournalstimmc über die letzte Kaiserreisc nach Pest, dic „Saturday Review" schreibt: „Selbst in unseren oe. mokratischcn Tagen treten die Vortheile der Monarchie zuweilen recht deutlich aus ttichl. Wgg ^^ ssaiscr von Oesterreich in Pest ausgerichtet hat, konnte nur durch persönlichen Einfluß ausgerichtet wcrdeu. Und wenn dazu eiu persönlicher Eiuftuß nöthig ist, so wird ein Manu sciuc Aufgabe unendlich leichter uud bcsscr er-füllci!, wenn er cin König oder Kaiser ist. Franz Io< scph hat sich in Pest sehr beliebt gemacht; aber nichts machte größeren Eindruck oder rief lautere» Euthusiaö' muö hervor, als fein Versprechen, bald wiederzukehren und die Kaiserin mitzubringen. Es wäre aber einfach lächerlich, wenn Präsident Johnson, um die Uuiou zwi. scheu dem Norden und Südcu zu befcstigcu, das Versprechen gäbe, MrS. Johnson nach EharlcSton zn briu- gen.....Dcr Kaiser hat alicr auch etwas Bestimm» tcS gcthau, um das Vertrauen dcr Ungarn zu gcwin-neu, indem er cincS der Gesetze von 4848, und zwar eincö, auf welches die Uugarn großes Gewicht legen, in Kraft lrctcn lieh und Siebenbürgen „„d Kroatien gestaltete, den Landtag iu Pest zu lichiM». Es war die Politik Oesterreichs, durch Tremumg zu herrsche»; dcr Plan, die östliche» Proviuzcu dcö Kaiscrstaatcs zu verciuigcu, wurde in Wien mit größter Ungunst angc. sehen. Aber dcr Kaiser hat den Ungarn jctzt iu diesem P»»tt ihren Willen gegönnt..... Aber cS muß eine Vorkehrung getroffen werde», um ungarische Trup. pcu und Gelder in einen gemeinsamen Fond zu wer» fcn, sonst kann dcr Kaiser dem Auölaudc gegenüber nicht auf die Hilfsquellen und den wirksame» Beista»d Uu< garnö rechnen. Kein Ungar, dcr dc» gcriilgstcn An< spruch auf dcu Namcu ciucs StaatSmaimcö hat, vcr. mag dics zu läugncn; uud die Gesetze vo» 1848 müsscu dahcr modisizirt werde», wc»» Ungarn nicht ciuc bloße Acsitznng des Hauptes dcr Habsburger, sondern Vc» standlheil eines großcn Kaiscr>laalcö sein soll. Hosfeut« lich wird ci»c so augc»fällige Wahrheit die gebüyrcudeu Resultate habe»," Dli5 Nutlgel der 6lM Lailiach. DaS Präliminarc der Stadt Laibach für das Jahr ,1806, welches »ach Vorschrift dcS Gcmcmdcslalutcö durch vierzehn Tage bei dem Magistrate dcr Einsicht Icoci-mannS auflag und mmmchr i» Kürze im Gcmcmdcrc»lhe zur Berathung und Feststellung kommen dürfte, zeigt in dem Erfordernisse und in der Bedeckung — gegen-über den Vorjahren eine namhafte Erhöhung. Während sich bis nun die Mcr dcr Einnahmen und Ausgaben in der Reael auf beiläufig «0.000 sl. herausstellte, sind dlc Einnahmen für dc>S Jahr 18«« auf nahezu 100.000 Gulden prälimiuirt uud die Ausgaben, worunter sich in-«it ^?^"" °^"°"entliche uicht perennc befinden, mit 120,307 fl. angesetzt. ^r^?"'"^ ""'um der städtische Voranschlag im Jahre 1800 größere Dimensionen annehmen mukte ist m Betreff der Einnahmen darin zu suchen, 'daß thclls ganz neue Einuahmsqucllen eröffnet, theils schon srüher bestandene erhöht wurden. Zu den ersteren ae. hören der Bierzuschlag und der Zinskreuzcr worüber der Landtag bereits einen zustimmenden Be-schluy gefaßt hat und sofort noch die Allerhöchste Sanl-tion zu gewärtigen ist, da derlei Steuern gesetzlich uur durch e.n ^andcsgesetz eingeführt werden lö»»en, so wi .^' "''^Gebühr für die Benutz un des ladlqchen Schlachthanses. Zu den neu erhol,-ten Emuahmsqnellen gehören zunächst die erhöh e Pflastcrmauth, dann die erhöhten Etträgnissc t>. dcr Stadtgemeindc gehörigen Realitäten in Folge deS Anlaufes des Gutes Untcrthurn (Tivoli) Bei dcu Ausgaben liegt die Ursache der er-hoh'cn Z.ftern un Jahre IWtt theils darin, daß n. h- Ka!m?b uttu ^ ""'. "'werschicbliche Pflasterungen und Kaualbautcu. darunter numextlich die Kanäle in der RoMgape uud in dcr Polana-Porsladt, da.m die Pfla- ^"'H"'/>^' P^rs.Vorstadt, so wie eiuige a . dere Aauhcrstellungen, wovon die Slraßen. und Ran. penhersteUuug a», Gruber'sche» Kanäle die be uteud ^ , weits nn Jahre 18l^ lmvirtt wurden, die h Bcdcckuug mlt beiläufig 7AX) fl. erst im Jahre 18(6 mdcu tonutcn, theils aber darin, daß fii, da« ^ 180l selbst viele Pflasternugen, name.U ^f ^ vauptplatz^von der Spitalaasse bis zum Dompfarrhof? dann am Schulplatze, in der Polana in der (^^ in der Sternallec (Trolloir entlang ?m ss«« " ^-' der Elephanteugasse', am Raan"!7'de^"ut?ch 7^ass" m der Frauz.Slauer- uud Klosterfrauengasse «m u u I Markte uud l» dcr Herrengosse (Trolloir) Projekt ind welche tlncn Aufwand von mehr als .'i4.000 w A., pruch uehnien wcrdeu. Ueberdies fällt auch der N u-bau dcr ^chustcrb rücke, für dcn im Jalire lUl'l' d.e Quote von 11.500 fl. zu Nm d;e un Jahre 1800 zu berichtigende Kau schi .ugsrate sür das Gut Tivoli nebst Einsen in^ Pcrzeutualaebühren, i» Summa von 10 üw ^ schwer,»S Gcwicht. Wir zweifeln indessen in v hi» n daß alle fur daS Jahr I8il0 projeltirteu Ncnv2 ruugc» ,» die cm Jahre wirllich zur Aus i <. ' nud V ° lle., duug kommm w r u d w ^' di? wirlliche» A»Slage» in der Rubr.t de ,Pft st »a^n und Neubauten" von selbst vmmndern d irs t^ 1189 Fasfcn wir dcn städtischen Voranschlag im Detail' ins Ange, so finden wir darin folgende Einnahmen: 1. An Gefallen (worunter die Pflastermauth mit 14.552 Gulden, der Bicrausschlag mit 8000 fl., der Zins-lreuzer mit 7600 fl., dann die Wochenmarttstand. gclder mit 2400 fl. dcn vorzüglichsten Rang cinnch« men) die Gesammtsumme von . . . 35.478 fl. 2. ail Taxen (darunter auch die Hundesteuer mit 1300 fl.) im Ganzen von . 1.700 „ 3. an Beiträgen nud Vergütungen, unter welchen inbcsondcre daS Vcrzchrungsaver-sum allein mit 50.400 fl. hervortritt, in Summa.........51.305 „ 4. an Rcaliläten.Erträgniß einschließig dem Erträgnisse des ncn erworbenen GutcS Tivoli dcn Betrag von.....7.764 „ 5. an sonstigen Einnahmen, darunter Mi-litärqnarlicr- und Mcubelzinsc (2141 fi. 76 kr.) an Kapilalsinlercsscn, an zu re-fundircndcn Vorschüssen und verschiede» nen Einpfängen, in runder Snmme von 2.920 „ zusammen . 99.167 fl. Än Auslagen erschienen präliminirt: 1. An Steuern........1.347 fi. 2. für Stiftungen (rnnd).....1.555 „ 3. für Lehranstalten (Realschule, Knaben« Hanptschule zn St. Jakob. Pfarrschule zu St. Pctcr und in der Tyrnau, dann die Ursuliner Mädchenschule) im Ganzen 7.069 „ 4. an Beiträgen zu Kirchen, Pfarren und Lehranstalten........ 938 „ 5. an Besoldungen (8300 fi.). Lohnnna.cn der Diener und Marltausseher. . . 12.202 „ 6. an Pensionen, Ciziehuugsbeiträgen und dergleichen (tnnd)........5.656 „ 7. an Funllionsgcbühren.....1.600 „ 8. an Kanzlci'Erforocrnlssen .... 1.809 „ 9. an SanilätsauSlagcn......3.072 „ 10. an Spitalsverpflcgskosten .... 5.350 „ 11. an SichcrhcitsauSlagen.....2.084 „ 12. für Konfcrvationcn der städtischen Gebäude, Straßen, Plätze, Brunnen, Was« serleitnugen, Alleen :c......6.000 „ 13. für Slrußenrcinigung, Bespritzung nnd SchnceanSschaufelung......3.800 „ 14. für Stadtbclcnchlung......8.300 ., i 15. für dcn Morast (Koulurreuzbeiträge, Brandlöschcn :c.).......1.705 „ 16. an Militärquarticrzinsen.....2.647 „ i 17. an verschiedenartigen mindcr bedeutenden Auslagen, als: an Dcftntaten, Remunerationen und Aushilfen, Reisekosten, fürFcucrlösch« und andere Requisiten :c. zusammen......... 1.864 „ 18. an Neubauten, für dcn Bau der Schu» stelbrücke und die im Jahre 1866 pro-jeltirtcn ncncn Pflasterungen und Ka< nalbautcn.........34.107 „ 19. an Passivrückständcn, darnnter die Ko< ! sten für die schon im Jahre 1865 be« wirkten, jedoch erst im Jahre 1866 zu bezahlenden Pflasterungen nnd Kanal« bauten mit 7702 fl., dann die Kauf« schillingsr^te für das Gut Tivoli fammt Zinsen und Pcrzcntualgcbührcn mit 16.400 fl., zusammen von .... 24.202 „ 20. au unvorhergesehenen Auslagen . . . 1.000 „ Summa der Ausgaben . 126.307 fl. Hült man die Summe der Ausgaben mit 126.307 fi. der Summe dcr Einnahme n entgegen mit........... . 99.167 „ so kommt ein Abgang zum Vorschein von 27.140 fl. dessen Bedeckung im Präliminare nicht vorgesehen ist, und zwar wahrscheinlich deshalb, weil es sich nicht blos um dic Deckung dieses Abganges, sondern anch um die Deckung noch anderer Auslagen handelt und somit bei einer taum uermcidlichcn Aufnahme eincS Darleihens ein weit höherer Betrag ins Auge gefaßt werden muß. Abgesehen nämlich davon, daß im Jahre !866 auch in Betreff des behufs Tilgung der ersten KaufschillingS-rate des Gutes Tivoli bei der hiesigen Sparkasse auf« genommeucn Darleihens von 22.000 fl., da dcsfcn Rück-zahlung binnen Jahresfrist zugesichert wurde, irgend eine Vorsorge getroffen werden muß, so werden der Stadtgemcindc in Folge der Vertiefung des Laibach« flußbettcs nnd des Neubaues der Schustcrbrücke durch die nicht abwciöbare Herstellung nothwendiger Quai«! mauern oder Kaualsumlcgnngcn noch manche anderes nicht unbedeutende Auslagen erwachsen, sowie auch auf< die Erbauung oder Erwerbung eines eigenen Gebäudes für die Realschule, welche derzeit zwar nicht unzweck-müßig, aber dennoch nur provisorisch untergebracht ist, wenn auch nicht schon im Jahre 1866, so doch in den „ächst darauf folgenden Jahren Nucksicht zu nehmen sei« wird. So groß nun auch die Zahlungsverpflichtungen sind, die in dem nächsten Jahre bevorstehen, so taun doch dic Finanzlage der Stadt Laibach keineswegs als cine ungünstige bezeichnet werden. Scheidet man nämlich aus dcn für das Jahr 1866 präliminirten Ausgaben! die außerordentlichen, nicht jährlich wieder-! ' lehrenden Posten, nämlich die Kosten: Für den Anlauf des Gutes Tiooli mit .... 16.400 fi. dann für dcn Neubau dcr Brücke mit . I l.500 ., zusammen mit.....27.900 fl. aus und berücksichtigt man ferner, daß von dcn für Pftllsteruugen im Ganzen mit.....30.309 ft. prüliminirtcn Betrage taum mehr als . . . . 16.000 ., alö das ordentliche Erfor-derniß angesehen werden kann, während dcr Uebcrschuß mit . . 14.309 fl. ebenfalls nnr als eine außerordentliche Ausgabe erscheint, so zeigt es sich, daß anS dem Präliminnre pm 1866 die Gesamiut' summe von.....42.209 fl. nur zu den nicht fortdauernden Auslagen gehört. Wird nun von dem präliminirtcn Erfordernih von.......126.30? fl. die vorgebuchte Summe der außerordentlichen Anslagen von.....42.209 „ in Abschlag gebracht und der bleibende Rest__________ von.......84.098 fl. den Einnahmen von .... 99.167 „ entgegen gehalten, so zeigt sich ein Ueberschuß von ......""15.069 fi., welcher Betrag für sich allein schon vollkommen aus» reichen würde, für den Fall, als die Stadlgemeindc ein Darleihen von 100.000 fi. aufzunehmen fände, sowohl die Verzinsung, als anch die ratenweise Rückzahlung sicherzustellen. Dabei ist indessen noch zu beachten, daß manche EinnahmSqucUcn eher mit zn geringen als zu hohen Beträgen präliminirt sind, indem z. Ä. das Zinsertrag» niß vom Schloße Tiuoli nur mit 500 fi. angenommen ist, während sich dasselbe, wenn anch nicht schon im Jahre 1866, so doch jedenfalls späterhin viel höher herausstellen wird, daher sich die wirtliche Bilanz noch günstiger stellen mnß, als obige Bercchnuug zeigt. Abge-scheu übrigens davon, daß sich in Folge der fortgesetzten Ncupflasttrungen, die sich derzeit aus dem Grunde so sehr häufen, weil auf diesem Felde in einer früheren Zeilpcriode zu wenig geschehen ist, die Auslagen auf diefe Rubril an und für sich vermindern müssen, so ! kann bei der Würdigung der Finanzlage unserer Stadt nicht unbeachtet bleiben, daß alle Auslagen für das Gut Tivoli nur als eine fruchtbringende Vermehrung dcö Stammu crm ögen S angesehen werden tonnen, > und daß das Gleiche eventuell auch in Betreff der Er« bauung oder Erwerbung eine« eigenen Mealschulgcbnudea der Fall wäre. Sollte also zur Hcrbcischaffung von Geldmitteln für die bevorstehenden Auslagen ein Darleihen aufgenommen werden müssen, so würde dies nur dazu dienen, das Stammvermögcn dcr Stadtgcmeindc zu vermehren und die zukünftige Finanzlage derselben wesentlich zu heben. Wir glauben aus dem Einblicke in das städtische j Prüliminare die Ueberzeugung gewonnen zu haben, daß sich alle Jene, welche die Einführung dcr ncucn Um» lagen, nämlich des Aicraufschlagcs und des ZinSlreuzcrS, mit scheelen Augen betrachten zu müssen glaubtcu, mit Grund damit trösten können, daß die eine oder andere dieser Umlagen schon in einigen Iahreu wieder entfallen wird, weil nach dem Hinwcgfallcn dcr außerordentlichen Auslagen die sonstigen regelmäßigen Ein» ^ nahmsqucllcn zur Deckung deS ordentlichen Erfordcr« l nisses vollkommen ausrcichcu werden. Wir zweifeln ! auch keinen Augenblick, daß unsere Gemeindevertretung von selbst dcn Zeitpunkt wahrnehmen wird, wo dic neueu Umlagen, die nur in der Ueberzeugung von deren ! absoluter Nothwendigkeit eingeführt wurdcn, wieder ganz oder lheilweisc aufgelassen werden tonnen, und ebenso zweifeln wir nicht, daß sie durch weise Sparsamkeit in Verwendung der Einnahmen dazu beitragen wird, den gedachten Zeitpunkt im Interesse der Stadtangc-hörigen so bald als möglich herbeizuführen. Oesterreich. Wien, 27. Dezember. (G..(5.) Se. l. l. apostol. Majestät haben mit a. h. Entschließung vom 4. l. M. die Gleichstellung der charaltcrmäßigen Pensionen für die Witwen dcr Staats- und VizeslaalSbuchhaltcr, dann der Staatsbuchhaltungs »NcchnungSrälhe mit jenen der gleichen Chargen bei den Hofbuchhaltuna.cn für die Folge» zeit allcrgnädigst zu gestatten geruht. Indem wir diesen ! neuerlichen Beweis dcr allcrgnädigsten Fürsorge für das s Wohl der Hinterbliebenen von Kontrolsbeamten vcr» i öffentlichen, sind wir gleichzeitig in der Lage, die von einigen Organen dcr TagcSprcsse anfgenommenc Notiz, dah alle über 40 Jahre dienenden Vuchhaltnngsbeamten fofort pensionirt werden sollen, als unbegründet zu be« zeichnen. Wien, 27. Dczcmber. Die „Deb." erfährt von verläßlicher Scilc, daß die Dotationen dcr einzelnen Ministerien für December gegen den Voranschlag eine Ersparniß von 1,200.000 fl. nachweisen; ein neuerlicher ' Beweis höchst crfrenlichcr Alt, wie ernst cS das gegenwärtige Ministerium mit seiner Aufgabe nimmt, in ! allen Zweigen dcr Vcrwallung die größtmöglichste Spar« ! samleit eintreten zu lassen. — Der Wiener Korrespondent dcS „CzaS" stellt es in Abrede, daß die für Galizicn erlassene Amnestie Gegenstand diplomatischer Verhandlungen zwischen N»!> land nnd Oesterreich gewesen sci. Graf Mcnödorss habe dieselbe dem russischen Gesandten nicht einmal notisizirt. Doch habe Rußland schon früher seine Gc< neigtheit zu erkennen gegeben, die gefangenen Ocslcrrci' cher auf freien Fuß zn setzen, wenn ihm dic östcrr. Nc< gicrung durch Mittheilung cincs gcnancn Personcnvcr-zeichnisscs behilflich sein wolle. AuS Wien, 22. Dezember, wird dcr „K. Z." geschrieben: Anf diplomatischem Wege ist hier dicfol» gcnde wichtige Nachricht eingetroffen: Aller Wahrschci«' lichteit nach wird in diesem Augenblicke in London zwi« schcn England, Frankreich und Rnßland darüber vcr-haudclt, gemeinsame Maßiegeln zn ergreifen, um de» abnormen Zuständen in Griechenland zu steuern. Es heißt, gleichzeitig sollen von Malta aus zwei englische, aus deu Gewässern von Nizza und Villafranca je zwei französische nnd zwei russische Kriegsschiffe sich in die Häfen von Nauplia und in den PyräuS verfügen; die Engländer würden Nanplia nnd Syra besetzen. Ci»t von dcn drei Mächten ernannte Kommission würde dlt Verfassung suSpenoircn nnd die Kammer auflösen. Agram, 27. Dezember. In Folge der vom Iten Vizepräsidenten unseres Landtages H. Dr. 6uhaj crgan-gencn Einladnng versammelten sich die hier weilenden Landtagsmitglicdcr am 24. d. im kleinen Saale m'd haben auf Anregung dcs Hcrrn Vizepräsidenten Ihre Maj. dic Kaiserin zu Ihrem Gcbnrtölage im telegraphischen Wcgc beglückwünscht. Das bezügliche Telegramm lautet: „Ihre t. k. Majestät, dcr allcrgnädigstci, Frau Elisabeth, Kaiserin von Ocstencich ic. :c. :c. in Mü»-chen! Dcr Landtag des dreicinigcn Königreiches Dalm. Kroat. Slav, erlaubt sich im eigenen, so wic im Naincn der von ihm rcpräscntirtcn Gcsammlbcvöltcrnlig E. M. anläßlich allerhöchst Ihres heutigen GcbmtSfcstcs die aufrichtigst ergebensten Glückwünsche ehrfurchtsvoll z» Füßen zn legen; dankerfüllten Hcrzcns cinmüthig auS-rufcud: Gott erhalte, schütze und segue E. Maj. Aus dcr am 24. d. aä Im« abgehaltenen außerord. Land< tagssitzung. Dr. 8uhaj, Vizepräsidcut." Hierauf begaben sich Alle in die Markus»Kirche, wo die hl. Messe zelebrirt wurde. Es erfolgte folgende a. h. Antwort' „Hrn. Dr. Mirto 6nhaj, Landtags« Vizepräsidenten ,i" Agram: Auf Allerhöchsten Bcfchl ersuche ich Sie, "«" Landtage dcS dreiciuigen Königreiches für die allsgt' sprochcncn Wünsche im Namen Ihrer Majesty k" danken. General KönigSegg, Obcrsthofmcistcr ^hrer Majestät dcr Kaiserin." — Auch dcr hiesige Stadt-Magistrat scndetc an Hhrc t. Majestnl ei» AcMckwiW" schuiigMclMMUm ab, worauf folgende a. h. Antwort erfolgte: „An dcn Herrn Bürgermeister zu Agram: Ihre Majestät dic Kaiserin danket sehr für die dargebrachten Glückwünsche. Im Allerhöchsten Auftrage ersuche ich hie< von dcn Magistrat, Gemcindcrath, und die gcsammle Bevölkerung gefälligst in Kenntniß setzen zu wollen. Gc< ncral KönigScgg, Obersthofmeister Ihrer Majeslii! dtt Kaiserin." — Sonntag dcn 24. d. M. fand in der hicsigM gricch..oricutal. AuShilfSlapcllc bci überfüllten Räume» der Gottesdienst statt, nach welchem dcr hochw. Palraccl Bischof Gruiü ein Gebet für die Erhaltung Ihrcr Mo" jcstät dcr regierenden Kaiserin Elisabeth, dcr allcrdurch' lnuchligsttu LandcSmuttcr, verrichtete, in wclchcm allc Anwesenden einstimmten und ihre anfrichtigst frommen Wüuschc zum Allmächtigen erhoben. Venedig, 20. Dezember. Einige Freunde und Verehrer dcS ermordeten Landesgerichtsraths Eßl woll-tcn desscu Grab mit einem Denkstein zieren. Das frühere Udinescr Mnnizipinm legte ihnen allerlei Hindernisse i» dcn Wcg. Da trat plötzlich dcr Ehcf dcS in Udinc ansässigen uralten AdclSgcschlcchtcS Fistolcra, welches in Udine eine prachtvolle Familiengruft besitzt, mit del Erklärung hervor: daß er es sich zur Ehre anrechne, den Leichnam des ermordeten LaudcsgcrichtSralhs >>' seine Familiengruft aufzunehmen und an dcr Seite seiner Angehörigen ihm einen Platz anzuweisen. So gcsch^ es den auch; dcr Leichnam wnrdc in die adelige Fai"!' licngrnft übertragen, und demnächst wird das Grab W" dcn entsprechenden Dcntstein geziert werden. Ausland. 3lom, 26. Dezember. Die aus Anlaß der Ehole" errichtete Quarantaine wurde aufgehoben. — Bei Ent- — gcgennahme dcr Bcglückwünschung dcr Kardinal! eriu-> ncrlc dcr Papst an Icsns, als er in einer Barke aus» dem See Gcnezarcth schlief, und sagte, jetzt scheme» Christus auch zu schlafen, aber er wache über die Kirche,» dereu Triumph unausweichlich fei. . » Paris, 25. Dezember. Mit dcn Weihnachtsfeier-» tagen ist Ruhe in dem Studcntcnuicltel eingetreten; d»e« letzten zwei Tage jedoch sahen noch stürmische Anftritte.^ Am 22. waren bei dcn Tumulten in dcn Hörsälcn P°l>-zeidicncr eingeschritten, welche den Studenten ihre Lcgl timationSlartcn entrissen; Tags darauf billigte oc „Moniteur" in einer Note dicseS Verfahren; man gmu aber noch weiter nnd cin Univcrsitätbbcamtcr, von^^ lizcidicncm umgcbcu, verlangte vor dcr Thür dcr -V säle von jcdcm eintretenden Studeuteu scine Karte, w auf dieser gefragt wurde, ob er die Vorlefung ruv u 1190 anhören oder protcstiren wolle; jcnc, welche daS letztere angaben, wurden abgewiesen und ihnen die Karte zurück« behalten. Dies lief natürlich ungeheuere Erbiltcrnng hervor und die Haltung der Slndcntcn wurde so drohend, daß man die mcdicinische Schule sofort schließen mußte, an der Ncchtöschule aber die Mehrzahl der Professoren es vorzog, sich krank mcldcn zn lassen, um keine Vor» lcsungen halten zn dürfen. Gestern wurde bekanntgc-macht, daß die Vorlesungen bis Donnerstag den 28tcn ausgesetzt würden; unterdessen ist auch der Spruch des Staatsrathcö erfolgt und mau hofft von ihm, selbst wenn er das Urtheil des akademischen Rathes bestallt gen sollte, mindestens eine solche Motiviruug, welche die Anfrcguug beschwichtigen wird. Uondon, 23. Dezember. Die Journale veröffentlichen dic zwischen Giaf Rüssel, ^ord Clarendon und dem amerikanischen Gesandten Adams geführte Korrc' spondcnz. Letzterer weist den englischen Borschlag, die Entschädigungsfrage einer Kommission zur Entscheidung vorzulegen, zurück. !^ord Clarendon erklärt, daß Eng« land für die Ausrüstung des „Shcnandoah" nicht verantwortlich ist. Herr Adams nimmt die Zurückgabe des „Shcnandoah" an, beschwert sich jedoch gleichzeitig darüber, daß die Bemannung desselben nicht gerichtlich verfolgt worden ist. Lord Clarendon weigert sich in einem Briefe vom 1. Dezember, eine Korrespondenz weiter zu führen, deren Slcsf erschöpft sei und deren Fortdauer nur Mißsläudc nach sich ziehen könne. Hagesnemglieiten. Sc. Majestät der Kaiser hat befohlen, daß der in a. h. Ihrem Waffcnmuscmn im Arsenale befindliche Schild Montcznma's Sr. Majestät dem Kaiser Maximilian uon Mexiko überlassen werde. Dieser Schild Wird vom Grafen Äombelles, Kapitän der Palastgardc deö Kaisers Maximilian, nach Mexiko nbcrbracht werden. — Die „Wr. Ztg." mcldcl: Ihre kaiserliche Hoheit die durchlauchtigste Frau Herzogin Maria Theresia Von Württemberg, Crzherzogin uon Oesterreich, wurde Samstag Abends halb 10 Uhr vou Zwillingen, Prinz und Prinzessin, glücklich entbunden. "Die hohe Wöchnerin und die bcidcu durchlauchtigsten Kinder befinden sich den Umstanden angemessen. — Auswärtigen Blättern wird uon Wien tclc. graphnt: Das Andgct für 1tt»i6, abermals wcscnt« lich hcraligc mind crt, ist im Ministcrrath definitiv festgestellt und hat die Drucklcgnng desselben bereits begonnen. - Die Nachricht, Graf Anton Ancrspcrg gedenke sein Mandat als Lanolagöabgcorductcr niederzulegen, entbehrte, wie der „Telegraf" aus verläßlichster Quelle vernimmt, jcdcr Acarilndunü- —^ Sämmtliche t. k, Postämter wurden angewiesen, ilbcr Verlangen der Besitzer Briefmarken und Kuverts zn 10 und 15 kr. gegen solche zu 5) kr. umzntauschcu. — Die Priuatmarkcnverschleißcr haben den allfälligen Umtausch bei jenen Postämtern, von welchen sic die Briefmarken und Kuverts bczichcu, zn cffcltuiren, wogegen von Seite des Publikums bei jedem beliebigen Postamlc der Umtausch stattfinden kann. — Die Administration bci der Postanstalt wird demnächst sehr vereinfacht und in Folge dessen die An« zahl der bestehenden 18 Postdircklioncu verringert werden. Wenn auch überall das System der Dezentral:« sation vorgenommen wird, so ist gerade bei den Kom« munitalionSanstaltcn der Grundsatz der Zcntralisation im alla.e:"5>ncn Interesse anzuempfehlen uno hoffen wir, daß unlcr der Teilung unseres gegenwärtigen Handcls', ministers dieses Prinzip seine praktische Geltung finden werde. — Dcr „Volksfrcund" hat sich die Aufgabe gestellt, ans den Abstimmungen dcr Landtage diesseits dcr Lcitha über die Verfassungsfragc das Verhältniß der Stimmcnzahl für nnd gegen das Scplcmberpalcnt zu ermitteln. Er kommt dabei zu folgenden Resultaten: Für die Regierung had>cu gcstimmt 480, gegen ^88, wobei freilich nnf Lcmbcrg nnd Czcrnowitz, Parcnzo und Zara 241 von den 480 fallen, die Slaven in Prag, Brunn, Laibach ungerechnet. Käme dcr Reichs-rath in seiner gegenwärtige Zusammcusctzung in die Lage, Ulm ccn 20. September sein Volum abzugeben, so würde sich nach den Berechnungen des „Voltsfrcnndcs" cinc Stimmzahl uou 75 sür, von 108 gcgcu die Rc> gicrung ergeben. — Dic Königin von Spanien hat die „Halsbänder des goldenen Vließes", welche durch den Tod des In-fanten Ton Frcmzisto und des Herzogs von Rivas vakant geworden sind, dcm Könige uon Hannoucr und dem Prinzen Karl^uon Preußen verliehen.___________^ Mälbericht und Korrespondenzen. Am -^. d.M., lllö amFcstc dcr unschuldigen Kind«', fand mil U) 1li>r Purmiltag dic sät Iahrcn iidlichc Mihuachtöfc,cr i,i dcr hicsi^cn illciolind^liewahranstalt hci zahlrrichcr Äüwcjcuhcit dcr P. T. Schtttzsrcnn'N, dcr Dirctlioli und anocml Gäste stnlt. Nach abgchallciirm (Mctc und suustigcu ^chrüdimssc» dcr Klciiicii siud alk >4<,> iliüdür uiit dm von dcn Fraucn und Hcrrcu Kniif-lnitril rcichlich m Vorbeigehe» die Be-mrrtuug aubringcu, daß hier wie allgemein iu der Poilgegeud dic sloucuischc Sprache schöner und reiner gesprochen uud dcr gesellschaftliche Umgang iu einer gefälligeren Form gepflogen wird, alö an ciucm cmdcri: Orle, wo mit dem Sloucuculhum uud dcsscn vermeintlicher Eigrnlhümlichlcit unuöthigcr ^,'ärm gemacht wird. — Die Noth und Dürftigkeit, welche bci vielen hicrortigcn Bewohnern ob Mangel au Hiljs- und Erwcrböqnellcn herrscht, machte auch hier den schönen Gedanken rege, armen Schulkindern < eine NeihnachtSbeschcriing an Kleidung und Bcschnhnng zn verschaffen. Cö wurden zu dcm Endc einige hübsche Fraucuarbcileu als ^o^gewinnst,: ansg setzt, uud auf dicfcm Wcge nnd dnrch^ cin;rlnc bcsondcrc Beiträge wurde eine namhafte Summe zu Stande gebracht, so daß vicrzig Kinder (20 Knabcu uud 2<^ Mädchcu» mit Gabcn bedacht »ucrdcn tonnten. Die Vcrlhcilnng > gcschah am Vorabende den Wcihnachtöfestcö im Schulhausc bei ciucm schön neschmiicktcn Wcihnacht! putirtcn in Wien zn einer passiven Rollc verdammt, im Rcichsralhc sclbst nie cinc llundgcbung für, alle gegen uns! Das Manifest vom 20. September ist also cin Glück für Trieft, denn wenn durch dasselbe anch die tonstitutioucllcu Rechte zeitweilig sislirt wurden, so hat doch Sc. Majestät bci wiederholten Anlässcn die Wie-dcrhcrslclluiig dicier Freiheiten auf das feierlichste ga-rantirt. Durch das Manifest sind wir berechtigt, auch auf die altcn Freibriefe Tricsls zurückzugehen und um dic Erhaltung und beziehungsweise Wiederherstellung derjenigen Prmilcgicu zn bitten, welche dcn Zcitucrhält. nisscu noch anpassend sind. In cincm Wunsche, ruft dcr Redner am Schlüsse seiner längeren Auseinandersetzung aus, sind wir allc einig, im Wnnschc dcr Erhalt,".^ nnscrcr Autonomie, nnsercr Nationalität li'^ mllercS Freihafens. (Applaus auf den Galerien,) Hierauf wird zur Wahl einer Spezialtommission von '7 Mitgliedern geschritten, welche — wie Wg, Dr. Platncr konslatirt, - ohne Präjudiz für das Mcrilnm dcr Frage über dcn Anlrag vorläufig zn berichten hat. In diese Kom-ml,slon wurden die Abg. Hcrmct, Machlich, Dr v Scrinzi, Girardclli, Dr, Rabl. Millanich und Ca'roli Neueste Nachrichten und Telegramme. Original - Telegramme. Wien, 29. Dezcmbcr. ^ Die „Wiener Zeitung" bringt heute ei»! Gesetz über Befreiung der Fachblatter vom Zeitungsstempel. ______ Der Verwaltungsrath der Kreditanstalt gab gestern seine Demission, da die Negieiung wegen dem Aandelogrsetzbnche nickt entsprechender Bilan; die Abzahlung ans (5onftouS vom R. Jänner l^tttt bis nach abgehaltener Generalversammlung sistirte. Verliu. Der Landtag ist aus den R5ten Jänner einberufen. Prag, 27. Dezember. Wie die amtliche „Pragcr Zeitung" meldet, ist der Obcrstlandmarschall Graf Roth« > lirch'Panlhcn gestern Morgens nach Wien abgereist, um Sr. Majestät die Ndresse deS böhmischen Landtages zn überreichen. Pest, 27. Dezember. Dem „Lloyd" zufolge wur« den im Mittel - Szolnoker Komitate ^udwia. Pelei in ^Zsib,) und LadislauS Dccsci in Szilagy°(5s«h zu De« putirtcn gewählt. An beiden Wahlortcn sind Efzesse vorgefallen. Die Rumänen prolcstirtcn. — Die Gene« ralucrsammlnng der Aktionäre dcr Pcst>Üosonczer Bahn findet am 30. d. M. um 3 Uhr Nachmittags statt. Pest, 27. Dezember. (R. Fr. Pr.) Sämmtliche im Almasy'schcn Hochvcrrathsprvzcssc zu Kcrkerstrafe Vernrlhciltcn wurden am Christtag auS dcr Haft entlassen und vorläufig in Ioscphstadt mternirt. Hlgrmn, 27.Dezember. Die Sitzungen des Komitee, welches mit dcr Abfassung der Sr. Majestät zn unterbreitenden Danladrefse betraut ist, beginnen morgen. Dic anderen Kommissionen werden von hcnte angefangen bis einschließlich 14. Jänner gleichfalls Sitzungen abhalten. Paris, 27. Dezember. Ein kaiserliches Delret ernennt dcn Präsidenten und dic Vizepräsidenten des Senats, ebenso werden die Herren dc Sacy, St. Mar-fault und General Gudiu zu Senatoren ernannt. Paris, 27. Dezember. (R. Fr. Pr.) Wie gcrücht-wcisc verlautet, wird cin französisches Armeekorps in päpstliche Dienste treten. Die Soldaten dieses Korps leisten dcm Papste dcn Fahneneid, bleiben aber trotzdem französische Unterthanen. Paris, 28. Dezember. Dcr gestrige „Temps" meldet: Die Gcneralkongrcgation der Kardinäle beschloß in ihrer Sitzung vom 21. d.M., daß dcr Papst nicht nach dem Abmarsch der Franzosen in Rom verbleibe. Madrid, 27. Dezember. KorttScröffnnng. Die Thronrede sagt: Die friedlichen Bestrebungen haben nicht genügt, die Feindseligkeiten gegen (5hili zn verhindern. Die Regierung wird deu ilovtcs vom Kricgsocrlaufc und weiter vorkommcndcn Verhandlungen Nechenschaft geben. Die Beziehungen zu dcn übrigen Mächten sind fortwährend freundschaftlich. Gründe verschiedener Art, bllsirt alls dcn Intcrcsscli ll„d Gcsiniilmarn dcr fpanischcn Nation, bcstimmlcn dic Köniaii,, Italien anzncrlclmen. Diese Anerkcnnnng vermochte weder ihre Gefühle der Ehrfurcht nnd Anhänglichkeit für dcn Papst zu schwächen, noch den Entschluß zu vermindern, über die Rechte dcS heiligen StnhlcS zu wachen. Die Königin erwähnt die Nothwendigkeit dcr Erhöhung einiger Steuern und Ans-gabcnersparmssc. Sie sagt schließlich: Die Regierung, durch die Hallung dcr Partcicn nicht beunruhigt, hegt das Vertrauen, daß sie in dcn Grenzen gesetzlicher Wrgr, über alle Schwierigkeiten triumphircn werde. Sie wcroc eine tolerante Politik ohne Schwäche verfolgen und ihre Absichten mit Beharrlichkeit und Festigkeit rcalisiren. Brüssel, 27. Dezember. (N. Fr. Pr,) (5e> geht das Gerücht, cin Beamter dcS auswärtigen Amtes in Paris sei hier eingetroffen nnd überbringe einen Ent« wnrf zur Entsetzung Mexiko's. — Die Großmächte un< tcrhandcln übcr cinc auf die Eventualitäten in Griechenland bezügliche Ucbcrcmkunst. — Die Unterhandlungen mit Kardinal Antonclli wegen Uebertragung der väpst-lichcu Schuld auf Italien ruhen, wcil in Florenz be-^ sorgt wird, das italienische Parlament werde die Be-släiigung der Ucbcrtragung verweigern. Ätcw-Hork. ^0. Dezember. Der französische Gesandte Marquis von Monlholon sandle einen Gc-sandlschastösctrclär nach Fraiünich, um Instruktionen bezüglich dcr mexikanischen Frage cu»znholcn, und soll ertlätt haben, er werde abreisen, falls die Union einen Gesandten bci Iucuez beglaubige. Theater. Heu 1 eFrcitag dcn ^1. Drzc,nl> cr: Zum rrslm Mnlc: Die schönen Weiber von Georgien. Komische Oper in 3 Aufztisseu von Iaccuuö Osjcnbach. NeleorowiMie NeolinchluiilM m Laililich. i^u. Mg. 831.Nl — 6.s, windstill NrdTl " 28. 2 „ N. ^0.5» — 4.1 , windstill , Nebel 0<>« 10 „ Ab. 331.20 - Fanlilic. "° ,. Fcldmarschall-Lieutenant Ritter v. Sprin- acnsfcld sammt Gattin. „ Dr. Franz v. Schrey, l. l. Bczirtsvor- stcher in Sittich. „ (3dmnnd v. Schrey, l. l. Ocrichts-Ans- tultaut in Pcttau. ^ „ Dr. Karl Kaiser Edler von Traucnstern, l, l. Staatöauwalt sammt Gcmaliu. * „ Dr, A. Iarz. Probst und t. t Schulrath. * „ Dr. Andreas i!nschin, l. l. ^.'andesgerichtö: Präsident sammt Familie. * „ Iohanu Irlilsch sammt Frau. * „ M. Trcuu, Handelsmann. « Iah. SteSla, l. l. Rcchnungörath sammt Familie in Oraz. " « Andreas Wittcnz sammt Frau. Frau Katharina Kapretz. Herr Iohall» ^aprctz, l. k. Nathöfetretilr sammt Frau. " FranziSillner-Konvent in Laibacki. * Herr Primus Rohr v. Rohran, l. l. Polizci- Obertnmnüssär sammt Familie. * Familie Karmgcr. ^ Herr F. E, Hribcr sammt Gemalin. * Frau Rosalie üger sammt Tochter. * Herr Otto Zhubcr von Olrog, l. t. L.-R.- Offizial sammt Frau. * „ Thomas Glantschnigg, l. t. jubl. Bezirks- hauptmaun sammt Familie. * Herr Anton u. Laufensteiu. „ Anton Cgsscr, t. I. Landcö-Haupllasse-Ad- jnnlt in Klageusurl. ^ Frau Iohanua (Äalle, Hauülicsitzeriu. ^ Herr Seminare-Direktor Domherr Novak. * „ Domhcrr Josef Pauschlcr. „ Ignaz Heiß in !l!acl. „ Obcramiö-Dircttor Dr. Heinrich Costa. " „ Valentin Äosjct, t. t. i!andeö-Gerichtö- Ralh sammt Gattin. '" " Ioscf Zhubcr, t. t. RcchuungS - Rath jammt Fanüüc. -" „ Iohllmi Terpin, l. l. Notar in ^ittai sammt Familie. '" „ Dr. Franz Johann Uhrcr, judl. t. k. Oubcrnial-Nath und Polizei-Diretlor zu Merail in Tirol. ^ Frau Theresia Uhrcr, gcborue von Ooldrainer, dessen Gcmalin. ^ Hen' Anton Samassa. ^ „ Albert Samassa nnd Frau. * „ Franz Plcschc und Frau in Tries!. * „ Felix 9iaöpi und Fran in Wien. „ Josef Karl v. Rieblcr sammt Familie. « „ Igua; Sccman sammt Familie. * „ Franz Oblat,quicöcirtcrMagistrats-Ratli. * „ Dr. Friedrich R. v, Kaltenegger, t. l. Fiuanz^Rath sammt Gcmnlin. » „ Franz Zottmann, Handelsmann. * Frau Marie Zottmann, dessen Gattin. * Frau Elisabeth Margarether, l. l. AramtlilS- Witwe. * Herr Johann Gajo und Gcmalin. * „ Jakob Fridrich sammt Familie. ^ „ Karl Fridrich sammt Gemalin. * Familie k!crchcr. ^ Herr Joses Maycrlc, t. l. pensionirter Hanpt- mann in Wcißcnstcin. '" „ Karl Fischer Edler v. Wildenscc samnit Frl. Schluester. ^ „ Matlhäna Snctlitschitsch, Kanonilus ill ÄtudolsiMcrch. ^ „ ^'tttaS.vierer, Pfarivr zu St. Peter. * „ Jakob Supan, l. l. jubil. KrciSforstMtisitl famntt Familie. " „ Ebnard Supan, l, t Statt^bnchhaltun^ Rechnungs-Ofsizial. Frau Magdalcua Gilnzler. "° „ Magdalena Freiin v. Schmibburg saM«^ Tochter Mathilde. ' Freiherr v. Lodclli sammt Gcmalin. * Herr Johann Ritter v. Bosizio, l. l. Staat' Halterei-Rath sammt Fami.'ic. ^ Domprobst in 5'aibach. Herr Johann Bavt. Pteschlo, dilrgl. Hch waaren-Vrrschleißcr. Fran Franziüka, dessen Gattin sammt FaM'^ * Herr Johann Rnpert, l. l. ^andcssscrich^' Hilsöl^mter-Dircltor in Pension. * Antonia Rupert, dessen Tochter. * Anna Rupert, t. l. Appellatious-Raths-Oaisc. Telegraphische > Effekten- nnd Wechsel-Hnrle an der k. t. öffentlichen Börse in Wien. Den 23 Dezember 5,'/. Mctalliqnes scklofscnen GesVUschaftsvertrageö 5». Steirischer Kräutersaft MH^ für Drustleidende, °^WH die Flasche ü H^i kr. öst. Währ.; MM- und Nerven - Essenz, die Flasche ä l fl. öst. Nähr. ; MA&EJr-LIQ, WJE lit. die Flasche ü, .52 kr. osterr. 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Wilhelm Abt, Stadt, verlängerte Kärntnerstraßc im Todesko'schcn Hanse Nr. 51, für die Erfindnng einer eigenthümlichen Znbe» rcitungsart dcö Pferdckammfcttcil behufs Darstellung einer Pomade oder eines Haarülcs zu verleihen geruhte. Das genannte k. k. Ministerium überzcuglc sich jedoch, daß dcr Parfümeur, wclchcr ebenfalls mit einer Art Kammfcttc Gc« schäfle zn machen sucht, aus Brotneid gcgcn Alit aufgetreten sei, und Fritsch's Anfuchcn wurdc «ud St. Z. 46084 ox 1863 abschlägig bcschiedcn. Durch diesen abweislicheu > Bescheid erhielt die Originalität der Abt'schcn Znbcrcitungsart dcö Pferd et ammsettcs iu gl" zend er Wcisc dic offizielle Bestätigung. Fritsch freilich läßt si^, .^, von nichts abmcrkcn, macht lcocruc Witze über Herrn A b t und fährt fort, in O" . ,1 Plakaten und Monstrc'Iuseratcn den beuten wciß zn machen, er habc „cchtcö, ho/^ gereinigtes Pfcrdckammfctl" am ^ager. — Das Publikum mügc sich in Folge dc!! uicht irrcführcu oder durch geriugcrc Preise ködern lassen. Wir wissen aus d"'^ stcu Quelle daß Fritsch sciu Kammfctt bereis iiu au Sg class cuen Zusta" >„ mit andern Beigaben und Surrogate» vermengt, einlauft, uud cö auch fo '"', ^l Handel sctzt, weshalb cr cö bedeutend billiger geben kann- Abt dagegen ^.c-die Pfcrdekämme iu uatura in seine Fabrik Neubau Nr. " ,,d liefert und weiß daraus nach dcr von ihm erfundenen "^ durch eiu k, k. Privilegium ausgezeichneten genialen Mclyo l das am reinsten filtrirtc Pferd e lamm fett zu gcwiuucu. ^^ originelle Bcreitllligswcisc erhält uicht nur die haarwuchsbcfürdcrndc Kraft, '"c diesem Stoffe von Natur aus inucwohnt, fondcrn potenzirt selbe noch im l)o^ (^radc. — Bei dieser Gelegenheit können wir nicht umhiu zu be merle", day Konkurrenz wohl ciu 3iutzcn für das kuusumircndc Publikum 'st, ^""' ^ wcnu sie auf dem Ncchtsbodcu stcht uud dcr N.ichahmuua von frcmdcn ^ qucttcu, sowie cincr Bcrschlcchtcruug dcr Vcrbrauchsgcgcusläiidc fcrublcibl. u fchrcitct die Konkurrenz diefc Schraukcn, dann wird sic zum größten Uebel (2662) A Ml N-^. Hiezu ein Vogen Amts« und InteUigenzblatt.