Nr. 273. Mittwoch, 28. November 1906. 125. Jahrgang. Mbacher Zeitung Vrän»««rallon«preie: Mlt Poftverienoung: ganzjährig 80 K, halbjährig ib li. Im «onlor: ganzjährig »« X, halbjährig 11 X. Für die Zustellung in« Hau« ganzjährig L «. — InsertionSgebühr: ssüi lleine Inserate bi« zu 4 Zeilen 50 d, gröhere per Zeile 1i! b z bei bfteren Wleberhuluügen per Zeile 8 l». Dit «Laibacher Zeitung» erscheint tägllch, mit «««»ahme der So»,,» und Fl^liaa»'. Die «ld»inlftr«tion besindet f!ch Kongreßplah Nr, 2, die Medallion Dalmatingasse Nr, 10. Sprechstunde» der Nebattic», vo» « bis iu Uhr vor» mittags, Unfranlierle sirirse werde» nicht angenommc». Vlan»e Aufführung dieser Grundsätze an, und in dieser Hauptfrage kann deshalb lein Ulieil gefällt, werden, weil Freiherr v. Ähren thal auf dem Ballplatz noch zn neu ist. Er hat sich als Botschafter ein großes Kapital an Vertrauen erworben, aber nur die Zukunft kann zeigen, wie ein vortrefflicher Diplomat sich bewähren wird, da er als Minister die ganze Verantwortung für die üsten'eichisäMnga.rische Politik zu tragen hat. Das „ Frein denblatt" sagt, die öffentliche Meinung werde der kaiserlichen Anspracl>e mit Beruhigung entnehmen, daß die bewährten Linien, auf denen sich unsere Politik benagt, auch weiterhin eingehalten lverden. Zu jener Stelle der taiserliä>cn Ansprache, die oas „intime Verhältnis zu unseren Verbündeten" betont, bemerkt das „Neue Wiener Tagblatt", das heiße, daß Deutschland und Italien als Gruppe ssedacht sind, und nicht, wie es zuweilen bei uns und anderwärts aus guteu Gründen in den Thronreden der Fall gewesen, jedes für sich Platz, Rang und Stell ling angewiesen erhielt. Diese Zusammenfassung macht einen, strich durch alle jene Rech-mmgen, in welchen man irgendwelche kleine und alltägliche Vorkommnisse in Österreich-Ungarn und Italien sowie auch hie und da vorkommende geflissentliche Fehler zu symptomatischen Änzeiäien für die Brüchigteit des Dreibundes zu erheben liebt. Ferner hebt das Vlatt die bevorzugte Stel Iimg l>rvor, die in der Ansprache dem Verhältnisse zum russischen Reiche eingeräumt wird. Aber na- türlich wird auch damit der Welt nichts Neues gesagt. Weis; man es doch überall, daß, gleich dem Grafen Goluchowski, auch Freiherr von Ahrenthal mit Glück bemüht war, unser Vallaueinvernehmen mit Rußland auf das sorgsamste zu pflegen uud ^u erhalten. Das „Neue Wiener Journal" weift darauf hill, daß in der kaiserlichen Ansprache vom Juni des Bündnisses mit dem Deutscheu Reiche in hervorragender Weise gedacht wurde, diesmal dagegen beide Bündnisse, mit Deutschland und mit Italien, in einem Atemzüge erledigt wurden. Es muß allerdings zugegeben werden, daß diese Gleichstellung unseres Verhältnisses zu Deutschland und zu Italien uud die gemeinsame Note: „intim" durch den ^ug der, Selbstverständlichkeit, die einer solchen kursorisch n Aufzählung eignet, mehr Gewicht gewinnt als noch so warmen nnd eingehenden Sondcr-erörterungen zugeschrieben werden müßte. Die „Zeit" fordert von der österreichischen Delegation, sie möge kritisch eindringen in die auswärtigen Angelegenheiten, gründlich Aufklärung verlangen, uud von allen Rechten parlamentarischer Kontrolle Gebrauch machen. Damit wird sie dein Voll gegenüber ihre eigene Stellung uno Ungarn gegenüber die Stellung Österreichs festigen und erhöhen. Das „Illustrierte Wiener Extrablatt" rechnet äuf eine ruhige Delegationssession. Es fehlt diesmal an großen Konfliktstoffen, und nach menschlicher Voraussicht ist ein glatter Verlauf der Session zu erwarten. Düs „Deutsche Volksblatt" findet die Delegationen vollständig überflüssig; sie seieil eine Körperschaft ohne Macht und ohne Zweck, lange Zeit ein „Spielzeug" und in den letzten Jahren eine „Erscheinung", in der sich die ganze Torheit der 15labe e5 gelernt!" „Ich war immer dagegen, daß ihr, vom Hause fort solltet", sagte der Vater leise. „Das ging doch »licht so! Männer gab's in dem kleinen Gcbirgsstädtchen nicht für zwei arme ^chul-meisterstöchter, und dem Vater immer auf dem schmalen Beutel liegen, das ging auch nicht all. Und dann — die Iukuuft! Mama hat das klug empfunden, und wie es später kam, ja, wer konnte es vorher wissen? Wer weiß überhaupt, was das Leben uns bringt?" „Aber du willst wissen, was es mir bringen tonnte!" „So einzelne kleine Anhaltspunkte und Berech nungen gibt es ja doch auch für dich, Frida — meiu Schicksal!" antwortete sie mit schwerer Betonung. „Habt Ihr denn einen Zweifel an nleiner Treue? Und wenn ich nun warne nnd rufe, warum glaubt Ihr nicht, daß ich es wohlmeine? Gibt mir der Altersunterschied von zwölf Jahren nicht schon das Recht dazu?" „Mein Gott, gewiß hast du das Recht dazu, Trudchen! Aber sieh mal, die Frida 'st doch auch kein >tind mehr, sie ist großjährig, Herrin ihres Willens, und wenn sie nun den Musikus partout einmal mag. ja — ich sehe wirklich nicht ein, waiilm du es hiudern willst!" „Weil ich es für eine Torheit halte!" „Das ist doch schließlich meine Sache," warf Frida trotzig ein. „Und du kannst es nicht hindern." „Ich kann nicht, aber ich will es versuchen, und es sei heute das letzte Wort ill dieser Angelegenheit gesprochen. Weißt du, Papa, damals als ich voll Euch ging, ich war jung und, wie mall sagte, mich schöu. Und dann besaß ich so viel Mut und Frohsinn uud so viel ehrlicheu Willen zum Bravsein uud zur Tüchtigkeit. Und mir ging's auch recht gut. Einer Achtzehnjährigen scheint die ^onne immer . . ." Sie machte cine kleine Pause. „Das Gute in meinem Leben kennt Ihr, wie ich »nein Lehrerinnener.amen machte und eine Anstellung faud. llud dann ? Ich machte Euch eines Tages die Mitteilung, daß ich heiraten wolle. Einen Kollegeil von mir, einen akademisch gebildeten Mann. der an derselben Anstalt uutcrrichtete wie ich." Den Kopf in die Hand stützend, schwieg sie eine kleine Weile. „Bis dahin begleitetet Ihr mein Leben, soweit sein Friede reichte, von seinem Kampf habt Ihr nichts erfahren. Wir hatten unseren Bund zu leichtsinnig geschlossen! Das gab in der Ehe erst Sorgen, dann Streit und Hader. Es war fürchterlich, wie nach und nach alles voll nils abfiel, was uns einander zugeführt hatte, und wie statt der Illusionen, die uns gelächelt, das nackte Elend grauenhaft vor uns trat. Die häuslichen, Obliegenheiten machten mich unfähig, etwas zu erwerben, uud dt o ln ln i s s i o n ernannt nuirde, welche die Tätigkeit der 3 chiffa h rts -ringe oder die zu deren Bildung abgehaltenen .Konferenzen und besonders das System der Rabatt gewäbrnng untersuchen und darüber Bericht erstat ten soll, ob solche Unternehmungen den britischen Handel oder den der Kolonien geschädigt babeu oder voraussichtlich schädigen werden und, wenn dies der ^all sein sollte, welche Mittel zur Abwehr dagegen alls gesetzlichen! oder anderem Wege ergriffen wer-den konnten. F r a n krei ch nnd Svanie n treffen ge genwärtig ein- Einvernehmen miteinander bezüglich der in Marokko zu ergreifenden Maßregeln. So bald dieses Einvernehmen schriftlich abgefasst sein wird, wird es den übrigen Signatarmächten der Schlußakte von Algeeiras mitgeteilt loerden. Man sehe keinerlei Einwendungen vorans. Mehrere Mächte haben übrigens schon im vorans ihre Zu stimmung gegeben. Die von Frankreich nnd Spa nien geplante Aktion wird sich nach den Umständen richten. Znnächst sei nur die Anwesenheit von Kriegsschiffen ins Auge genommen, während die Landnngstruppeu insgesamt etwa 5!<>l) Mann be tragen. Sollte es die Lage erheischen, dann würde ein Landnngskorps von ll)<><) bis 12<>l> Mann, also mit Einschlilß der Marine-Füsiliere otwa ^X)<> Mann, abgesendet loerden. Tie spanische Abteilung wird der (Garnison von Eadir, die französische dem 19. Arineekorps < Algier) lind wahrscheinlich der Division von Oran eiltnonunen werden. In keinem Falle würde irgend eine Vesehung vorgenommen werden. Jedes Landungskorps würde sich darauf beschränken, den Sicherheitsdienst des Paschas von Tanger zu unterstützen nnd dessen durch Naisuli er schüttertes Ailseheil wieder herzustelleu. Weder eiile französische noch spanische Flagge wird auf irgend einem öffentlichen (Gebäude gehißt werden. Die Tätigkeit des gemischten Landlingskorps würde sich auf Tanger und oessen Bannmeile erstrecken imd hätte einen rein provisorischen Ehamkter. Sobald Frankreich nnd Spanien ein vollständiges Einver nehmen erzielt haben werden, loerden sie von ihren beiderseitigen Parlamenten die (^enehmignng der Schlußakte verlangen, die bisher nur seitens Marokkos, Belgiens. Nnßlands und Englands erfolgte. Schließlich meint die offiziöse Mitteilung, daß es sich nur liin etwaige Maßnahmen handelt, nnd daß es möglich sei, oaß sich die Vorkehrnngcn als über flüssig erweisen werden. Die beiden Nogicrnngen wollten eben vermeiden, daß man ihnen irgend welche Sorglosigkeit zum Vorwurfe machen könne. Tagesneuigleiten. — (E i n P häno m e u von Briefträger) wurde, wie man ans Nc>m meldet, zu Köuigo GeburtZ tag durch Gehaltserhöhung aliogezeichnet. Der Mann lieißt Domeuico Sicilia, ist W Iahn' iin Dienst in »togliano, 80 Jahre alt, blind und vytsieht noch in, mer seine Amtsobliegenheiten mit Hilfe eines Enkels! — (König B e h a u z i u s Schwert.) Au5 Paris wird berichtet: Uiil der französischen Regierung sich dafiir dankbar zu zeigen, daß sie ihn von Fort de France auf oer Insel Martiuiqile llach dem wohn-licheren Vlida in Algerien verseht liat, will König Be-hanzin von Dahonie ihr sein Schwert fur ein Museum scheuten. So hat Seine Majestät dem >tolonialmmister Milli^-Lacroir mitteilen lassen, der nach einigem Be-sinnen das Schwert für das Kolon ialinuseiuun im Palais illoyal bestimmte. Wie versichert wird, dürften manche Pariser, welche das Kouigc-schwert ans West afrita lx>fichtigen, es N'ieder erkennen, obwohl sie uie-iuals in Aboine geluefen sind. Es soll nämlich vor Zeiten zu den Requisiten der Odeou-Bühne gehört uno in den klassischen Tralierspielen eiue würdevolle Rolle gespielt haben, bis e? etluas abgenützt war, in eiue Anktio» tani und vou einem Afrikoforscher er standen wurde. Dieser schenkte die schwere Waffe dem König Nehanzin, der ihm dafür eiue Eskorte, drei Kamele und elf Weiber anbot. — (Eiue schöne Fabel.) Die arabische Dichtkunst hat folgende sinnige Parabel erfuuoeu: Eine kluge Prinzessin wurde vou einen« beschräntteu. aber sehr mächtige» iiönig geliebt. Seinen Werbungen schentte sie aber lein Gehör, und so beschloß sie, als d^r König iiunier dringender und infolgedessen lästiger wurde, ihn für immer aus ihrerNäh^ zu entfernen. Dies mußte jedoch mit Güte gesclieheü, da dein Lande die Feindschaft des mächtigen Königs höchst gefährlich werden kannte. Da machte die Prinzessin dein ^iebe durstigen eines Tages die Eröffnung: „Deine Treue hat mich bewegt und der Lohn soll ihr werden. Ich bin bereit, dein Gemahl zu werden, wenn es dir, du mächtiger Fürst, gelingt, die Aufgabe zu lösen, di^ ich dir stellen werde." Der überglückliche,Uönig drängle auf die Stellung der Aufgabe, wobei er versicherte, daß diese binnen kurzem erfüllt sein werde. „Gehe hiu", sagte die Prinzessin, „und suche mir folgende drei Dinge anofindig zn machen: Ein Vorurteil, das ourch ^eruuuft besiegt lourde^ eiue Torheit, die so groß ist, daß keiu Meusch sie je begnügen: eiue Lästerung, so schanilos, daß sie keine Zunge findet, um sie zu wiederholen!" Der König lachte und gab Befehl, di>e Hoch' zeit^feier zu bereiten, er meinte, in wenig Tagen schon die Braut heimzuführen. Dauu begab er sich auf die Reife. Das geschah vor tausend Jahren, doch bio heute ist er nicht zurückgekommen. < Dra k o u i s ch <' Theate r g e s e l) e) liat Herr EZcartefigne, sciues Zeichens Bürgermeister von Toulon, erlassen. In einein diesertage erschieue>ueu Ukas verbietet er alle „Geräusche, die d meine Redensarten, unpassendem Venehlneu durch Wort uno Tat. Die Polizei von Toulon ist beauf-tragt, fiir die strenge Durchführnng des ErlassesEorgc zu tragen. Das „Journal oe5 Debats" fragt besorgt, ob sich die Polizei dieser schwierigen Aufgabe gewacht seu zeigen werde. Wie soll zuni Beispiel ein schlichter Schutzmann feststellen, wanu ein Beifall heransfor-derud wird? Eiue ganz undemotratisäL Beschränlnng oe^- persönlichen Freilieit ist ferner oa^ Gähnv^rbot. Dein gelangloeilten Pnblikuui wird uuter solcheu Nn,° stäuden llur noch dao Schlafeil im Theater al5 Miß« fallensäu,fteruilg übrig bleiben. Schlafen ist bekanntlich auch eine Ansicht! nur wird das Schlafen wahrscheinlich nicht „herausfordernd" sein, da>s heißt nicht in Schnarchen ausarten dürfen. - (E l ektr isie r u u g durch Sou neu« flecken.) Während der vollständigen Suunenfinster-M5 a,n !l(>. August lW5 iu Aurgos boodachtete Di-ret'tor E. Archeuhold von der Sternwarte in Treptow bc,i Berlin, daß Sunnenfleckcu elektrische StrömnN" gen auf unserer Erde dann hervorrufen, wenn sie sich der Erde geuon gegenüberbesiuden, das heißt, weun eine gerade Linie von der Mitte der Tonne znr Mitte der Erlde genau durch den dunllen Kern de^ Fleckes geht. Er nimmt daher, wie die „Osterr. Chemiker-zeituug" schreibt, an, oaß vom Eonueninnern durch den Fleckentern hindurch elektrische Wirtungen erfol-geil. Eo ist ihin gelungen, Selenzellen herzustellen, oie die geringsten Schloanklingen der Starte der Licht> und Wäruiestrahleu zeigen und den, sondern erst auf diese Weise zn unserer Kenntnis gelangen. Tor Temperaturalbfall im Lausl' der Fin-sternis lnit Hilse eine'ö Äspiratiou^theruionieter) verzeichnet belrng 1 Grao, nänilich oon N! auf 12 Grad. (Eine. Wh l5ty-Katastrophe.) In Glasgow ereignete sich ani letzten Dienstag eine selt> sanie ...Katastrophe", Die Straßen wurden plötzlich niit lvarmeni Whiol^ übersliliel, lind vielen Menschen gelang ec< uur init Mühe, oeni Ertriut'eu zu entfliehen. E(' geschah zur Frühstiickstnuoe, daß in don Ralliueil der „Loch Katrine Distillery" ein Behälter platzte und sich l^»,s zum ersten Stock hinaufreichte,!!. Die Flut fogte die in der Straße stehenden Pferde fort und schleuderte sie geam die Häuser-mauern. Die Gehilfen eines benachbarten Bäckers brachte mich zu mir. Ich raffte mich auf - wieder auf mich selbst gestellt, fand ich mich znr Arbeit zurück. Uno als zwei Jahre später aus dem Auslande die Nachricht von seinem Tode kam, war ich klar und einsichtsvoll genng, ihm verzeiheil zu köunen. Er hatte unseren Irrtnin mit dem frühen Tode ge-sühnt, ich sühnte ihn mit einem mühseligen, einsamen Leben " „Und so bisl du eiile (Gegnerin der Liebe, der Ehe gewordeu^" fragte der Vater wie iu stillem Entsetzen. „Der Liebe?" Wehmntsvoll erklang diese Frage. Ein träumerisches Lächeln zog nm den strengen Mund. Atemlos erwartete die jüngere Schwester ihre Antwort. „Wer, der ihren Zanber gefühlt, wollte sagen, er verachte sie?" Ein janchzonder Laut kam von Fridas Lippen. „Und der Ehe?" forschte der Vater weiter. „Die Ehe mag eilte vortreffliche Institutiou sein, aber nur, wenn sie auf solider Basis anfgebant wird. Es gebort entweder eine gesicherte Vermö genslage oder die ausreichende Erlvel bene." „Das bill ich und wünsche nicht» weiter, alo dajz mir Gott helfe." „Aber mir behagt eo wenig, Haß meine Iran die Arbeite» einer Magd verrichtet, am itüchenhero steht und sogar wäscht nnd scheuert. Tn mußt immer bedenken, das; loir beide d>a5 ^eben nicht mit gleichem Blicke, betrachten." >lathnrina5 hübschem, nnbefaugen heiteres Gesicht wurde ernst und beinahe traurig, al5 sie erwiüerte: „Ja, ja, Marti», ich begreife dich schon. Mit mir ist e<' ja eine gan^ andere, Sache wie mit dir. Ich din das >iilw armer Eltern und habe das Wenige, das ich u>eif;, in der Volksschule gelernt, mußte a/-) haloes .ttiud wieder rauo nnd meinem verwitweten Vater die Wirtschaft führen. Du aber stammst cms guter Fa-milie, bist viel besser erzogen und hast unch dnmmes, kleines Mädel nur genommen, w^il oir manchem an mir gefiel." „Nein, weil ich dich lieble, gerade fo wie ich eo heute noch tue, Käthe. Das ist ja auch eben der Grund, daß ich dich höher heben nnd ein Mann werben will, dessen Aran nicht überall selbst mit zuzugreifen braucht. Wenn ich es erreiche „Dann passen wir nicht mehr Zueinander, Martin. Eine Dame wird niemals aus mir werden. Wenn du so sprichst, möchte ich bittere Tränen weinen. Dann wird mir tlar, wie wenig ich dir gegeben habe. nieil dn an meiner Seite so viel entbehrst." „lieber Gott, daß du mich auch nicht verstellst", rief Huber ungeduldig. „Lassen wir da<5 zwecklose Gespräch dock, lallen. Wozu auch von Dingen reden, die noch iu w Unite»! sselde liegen uiw sich vielleicht nie realisieren." Sie sah ihn etwns snrchtsam an. Lmbacher Zeitung Nr. 273. _______ 2561____________________________________________28. November 1906. mußten bnchstäblich in Spiritus schnniuuie», ehe sle sich zu rette» vermochten. Als der Anslnrn, der Flüs-sigteitslnasson vorüber ,var, loirnte um» den Umfang des Schadens erst abschälen. Ein Bild der Verwüstn »lg dot sich den Blicken, ^wisckM Wagen nnd Trünnnern lagen jamniernde Menschen, Von den Verwundeten ist einer seinen Verletzungen erlegen. Der schaden ist noch nicht festgestellt, beträgt aber Huiu)erttausende. (E i n Aussitz e r.) Über ein lnstiges Schel-inenslückäx'i, wird ans Ballvmena in Irland berichtet! Dort saud man eines schönen Morgen.s an allen Stra-ßenrecken große Plakate, auf denen angeliindigt wurde, das; das ^lriegsininisteriuni infolge einer großen Rattenplage in verschiedenen der annereuropäischen Stationen beschlossen bat. Katzen in größerer Menge dorthin zu crportieren. Alle Katzenbeswer, nielche sich von ihren Tieren trennen wollten, umrden anfgeforderi, uiit den Tiei-en an einem bestimmten Tage sich ans den, Vallyim'naer Metzplatze einzufindeu. Für gute uud geinnde >latze» mit oder ohne Schwanz ,vnrde ein Preis von 2 bis l Shillingen gebotei,, nnd die An ti'mdignng schloß mit oer Versichern»,g, daß ein Beamter des>triegsministerimus zur Abnahme der even-tnell zn vertanfenden Glatzen erscheinen würde. Anch in einigen der umliegenden Dörfer wnrde das Plakat angeheftet. An dem genannten Tage strömten Him der'te von Kaheubesitzer» mit ihren Lieblingen anf den, Meßplatze zusammen. AuZ den Dörfern tamen ganze Wagenladungen der Rattenvertilger, und wan erwartete geduldig den Beamten des Kriegsmiuisteriums Stunde um Stunde verrann, aber der Beamte kam nicht. Schließlich dämmerte den versammelten Batzen-bcsitzern anf, daß sie das Opfer ei>,es Ulkes geuwrden waren, und unter nicht gerade sehr salonfähigen Ausdrücken lehrten die Enttäuschten, mit ihivn Ladnngeu nach Hanse,zurück. Viele sollen unterwegö ihre Katzen aufgesetzt oder verloren haben, und heute sucht Bnllv-mena nnd Umgebnng eifrig nach den, Anstifter de? Ulkes. (Ein g e m ütli ch e r S p o r t.) Selbst die sch^il'bar harmlosen Unterhaltungsspiele im Freien fordern in Amerika eine »nglanblich hohe Zahl von Opfern. Dies lehrt die Zusammenstelln,>g einer No° ftoner mediziinschei, Zeitschrift über da5 Ergebnis der Fnßballtnrniere des Aostoner Klubs, einer Vereini gung von »-"lO Mitgliedern. In der letzwn Spielsaison batwu nnr 30 besonders geloaudte, „stieruiäßig" < !><><><'/) gebanre Spieler das Glück, mit beiler Haut davonzutomme», die andere» 120 teilten sich brüder-lich in 346 mehr oder Weinger schlvere Verletzungen. Die überlvachenden Ärzte fanden: 27 Gehirnerschütterungen, 3 Blutungen ans dem Ohr, 3 Abreißnngen Sehnen- nnd Muskelrisse, 42 Schlei,nbentelentzündnugeu am Knie, 1 Verletzung der Achillessehne, Itt größere Wunden, die genäht wer-den mußten, 5l! Qnetschnngen, 71 Verstauchungen, 43 Verrenkungen und 70 Knochen brüche. Nur ein einziger Zahn wnrde dnrch einen sanften Stoß seiner natürlichen Bestimmung enthoben, im übrigen erwiesen sich die Gebisse der Spieler von der wünschenswerten Wi- derftandslrafl, Gerade die „Stiermenschen" leiden infolge der dauernden Überanstrengung fpäter so hänfig an Herzvergrößerungen, vorzeitiger Arterienverkal-tuug, nervöser Erschöpfung oder endlich a uNeigung zn tuberkulöser Insertion. Das Nostoner Ergebnis ist übrigens nicht etwa als eine Ausnahme zn betrachten. Im .Ulub zu Idaho starben in einer Saison die Spiel-leiter beider Parteien an den erlittenen Verletzungen; in Chicago betrug nach der „Chicago Tribune" in einem Jahre die Zahl der Toten !9, die der schwer Verletzten nicht weniger als 137. —- (Fli e g e n z n 3 0 l) 0 X p erTo n n e.) Man schreibt aus London, 23. d.: Nur die wenigsten Leute dürfteül wissen, daß tote Fliegen ein gesuchter Hau delsartikcl sind, der ,vie jede andere Ware seinen Knrs nnd seine Preisschwantnuge» bat, Sie kommen all jährlich tonneulveise ii, Fässern nach London, werden hier verauktioniert und dienen schließlich Zimmer-vögeln nnd Goldfifchchen znm Futter. Sie stammen ü^'ist ans Brasilien,, wo sie knapp iiber der Wasser fläche des Amazoneustromes in unzähligen Milliarden schweben nnd von armen Fischern in dichtgewebten Netzen scharenweise gefangen werden. In früheren fahren kostete das Pfund toter Fliegen in London ^> Pence (etwa 50 l>), die gesteigerte Nachfrage, der kein entsprechendes Angebot entsprach, hat aber ihren Preis jcht auf 1^ Shillings per Pfund erhöht, so daß für eine Tonne derselben gegenwärtig nicht weniger als <20 Pfund (3000 X) zu zahlen wären. Lotal- und Provinzial-Nachrichten. en Praxis präzisiert. Das wesentlichste dieser Erfordernisse ist die Eintra^ gnng iu die Ärzteliste, die von der Ärztetammer nach Erfüllung nachstehender Bedingungen zu vollziehen ist. Der beti^ffeude Arzt, der iu Österreich zur Praris zugelassen werden will, muß in Österreich heimatsbe rechtigt, mnß in Österreich gnni Doktor der Medizin promoviert worden sew nnd er muß schließlich die praktische Verwendnug durch mindestens ein Jahr an einem Krankenhause oder einer Irrenanstalt nach Er° langnng des Diploms nachweisen. (Diese letzte Be-stiinmung bildet ein Novum, da bisher znr Ansübnna, der ärztlichen Praris Spitalsdienst nicht erforderlich war.) Nnr anf Grund des Nachweises dieser Erfordernisse soll von !!!!!! an die Eintragung in die Ärzte« liste der Kammer erfolgen. Weiters hat nnr jener das Necht, fich Arzt zn nennen, der den Erfordernissen der Ärzteordnnng genügt. Der znm Doktor der Medizin Promovierte ist daher noch nicht Arzt. Den Bestim ninngen der nenen Ordnnug zufolge sollen von nun „Hast du noch weitere Vestüumungen hinsichtlich der Beerdigung zu treffen?" „Alles ist besorgt und bezahlt. Ein anständiges Begräbnis soll er halien nnd dann will ich nichts mehr von ihm hören." Am dritten Tage wurde Paul in früher Morgenstunde begraben. Katharina legie einen. Kranz anf seinen Hügel, Hnber war nicht erschienen. Mehrere Wochen verstriche»!,. Der Mai ging zu Ende nnd mit ihm die Schreckensherrschaft der Kommune in Paris. Die Armee hatte gesiegt und der Friede zog wieder ein in die schwer geschädigte Haupt-stadt und verbreitete seine Segnungen über das roh verwüstete Land. Iulx'lnd »nttaüzien Hubers binder die >iirjch-bäume, deren Friichte sich leuchtend rot zu färbeu begannen. Von dem Verkanfe des Gutes war nicht wie° der gesprochen nnd das defekte Dach des Wohnhauses sogar ausgebessert worden. Katharina hoffte, Martin habe feinen Plan auf» gegeben, nm fo mehr, als er sich wit dem Neste deZ väterlickK'n Vermögens an den, Ankanse einer Stein» koblengrube des Saarbrückener Steinkohleugebirges beteilig-te. Das Unternehmen stellte sich bald als sehr er-tragsfähig herans. Die Kohlenansbente war groß und an Abnehmern fehlte es nicht. „Siehst du, Martin, ich sagte sa immer, der gute Gott würde es uns »och segnen. Was dn an deinem beklagenswerten Bruder tatest, lohnt er dir jetzt Hundertfach", rief Käthe eines Abends. „Seit jener Zeit —" „Nichts von ihm," schnitt ihr Hnber kurz nnd barsch das Wort ab. „Seiuen Namen will ich nicht mehr nennen hören!" Die jnnge Frau verstnmnite sofort. Sie pflegte nie zu widersprechen. Aber alle Abend, ehe die linder znr Nuhe gingen, befahl sie ihnen: „Betet für euren jüngst verstorbenem, Obeim nnd wünscht ibm den ewi-gen Frieden." Seitdem flüsterte!, die >tleineu inmwi' schon halb schlaftrunken, wenn sie die üblichen Gebete hergelallt hatten.- „Und nimm Onkel Paul anf ins Himmelreich. Amen!" So kam der Hochsommer heran und dann erschien iu verschiedenen Zeitnngen ein Anfrnf. unter zeichnet: „Madeleine Francois, Paris, Nne Montor gneil Nr. 8." TW Einsenderin bat, ihr den derzeitigen Anfent halt des Paul Huber, genannt Joan Bumeau, anzugeben, da sie seine beiden Kinder in Pension,, aber seit drei Monaten lein Kostgeld für dieselben erhallen habe, selbst jedoch in zu ärmlichen Verhältnissen lebe, um noch länger für das achtjährige Mädchen und den elfjährigen Knaben forgen zu können, welche sie, falls der Ansrns erfolglos bleiben würde, dem Waisenhause zuführen müsse, Jean Numeau habe Rue de Pontn.'uf Nr. 18 gewohnt nnd sei seit dem .1. April d.I. verschwunden. Er müsse entweder entflohen oder- ermordert worden sein. Seine Wohuuug wäre Erlassen nnd nnver schlössen vorgefunden worden. „Martin, der Gesuchte war dein Bruder-!" rief Katharina. Er nickte, aber lein Wort tam über seine Lippen. Und er hatte linder, arme, verlassen zurückge^ bliebene blinder." „Ja, ja da siehst dn wieder gans deutlich, wie er an seinen Angehörigen handelte, Pfni über einen fo egoistischen, gemüllosen Mensche»," (Fortsetzung folgt.) an anch die altiven Militärärzte sowie die bei landes' fürstliche!, Behörden angestelltenÄrzte tammerpflichtia sein, Anch die Rechte nnd Pflichten der Ärzte wer-den in dem EntWurfe einer neuen Ärzteordnung prä--zistert. Jeder Arzt, der nicht ausdrücklich auf die Au5" Übung der ärztlichen Praris verzichtet hat, ist der-vflichtet, wenn ein ernstliches Hinder»,is nichl obwaltet, im Falle dringender Not jede ärztliche Hilfe zu leisten, die der Augenblick erfordert. Ärztliche Stellen bei Krankenkassen nnd Vereinen dürfen von nnn an nur auf Grnnd von Verträgen angenommen werden, die von der Ärztetammer genehmigt wnrde». Die Be» stimiuuugeu des tz 3.">!> St,-G., die eine Anzeige verdächtiger Todesfälle oder Krankheitei, von feiteu der ärztlichen Personen forderl. ,'oll nn» für de» behan^ delude,, Arzt nnd den.^oniiliararzt aufgehoben feiu. Diese Anzeigepflicht war von den Ärzten allezeit als sehr hart empfunden worden und stand auch sehr ost einer raschen Behandlung des verletzten Patienten, der einer Aufdeckung der Tal ausweichen wollte, im Wege. Als eine Belastnng des ärztlichen Standes wurde es bisher angesehen, daß die praktischen Ärzte verpflichtet sind, ohne jede Entschädigung von Infektionskrankheiten Anzeige zn erstatten. Der neuen Ärzteordnnng znfolge soll nun für jede solche Auzeige den, Arzte eine Vergütung durch deu Staat zukom-men, deren Höhe im Verordnungswege zn bestimincu wäre. ^ Ein eigener Abschnitt ist in der nenen Ärzte-ordnnng den, Wes^n der Ärztekammern und deren Zu^ sammensernlng gewidmet. Die Ärztekammer» bilde» die Standesbehörde der Ärzte, sie sollen aber auch die Entwicklung der Gesundheitspflege iu den Ki-eis ihrer Beratungen ziehen. Die Ärztekamniertage find berech, ligt, fich mit Anträge» au die Negieruug zu wenden. Sie solle» das Recht erhalle», über Ärzte, gegen welche Klage» eingelaufen sind, Disziplinarstrafen zn »erhängen und sogar die Streichung ans der Ärzte-liste vorzunehmen, mit der eine Entziehung der Pra-risberechlignng anf bestimmte Zeit oder für immer verbunden wäre. Dieses Recht bedeutet für die Kammern eine wesentliche Ausdehnnng ihrer Machtbefugnisse. Eine Gleichstellung der Ärzte- mit den Alwo-katenkanimern wäre hiednrch vollzogen. Gegen eilt Urteil der Ärztekammer steht nur in dem Falle, wenn die klammer das Erkenntnis auf Prarisentziehnng gefällt hat, dem Verurteilten eine Beschwerde an den beim Ministerium des Innern zn errichtenden „Dis« ;ipli»arsenat für Ärzte" offen, - (Todesfall.) Im hiesigen Leoniiinm starb gestern Herr geistl. Rat Johann S kv a r 5 a, gewesener Pfarrer in Vudauje, nach längerer Krankheit. Das Leichenbegängnis findet morgen nachmittags um 3 Uhr statl, — (Schwurgerichtsoerhandlung^n) Gestern fand unter de landesgerichtsrates Julius Polec die Verhandlung gegen den Manrer und Besitzern,ehegatten Stephan Mikn/ aus St. Michael, Gerichtsbezirk Senosetsch, wegeu Brandlegung statt. Als Ankläger fungierte Herr 'Staatsanwaltsstellvertreter Albert Ritter von Lu schau, die Verteidigung führte Hon: Laudesge-lichtsrat i. R. Eduard Deu, Der Tatbestaud ist sol-gender: Auf der Auhöhe unter der >iirckn' St. Michael im Gerichtsbezirte Seüosetsch stände» die Gebäude der Maria Miku/ nnd Apollonia TereiK'in, welche nach einer großen Feuer^brunst vor zwei Jahren neu aufge» baut und mit Ziegeln gedeckt »wrde» Ware», ^li» 2l. ^»li 1Wi> gege» Abend schlugen aus dem Dliche der Maria Mitu/ Flamme» empor uud das Feuer äscherte alsbald dieses Gebäude nnd das der Anrainern, Apol« lonia Tereix'in bis anf die Maner» ei». Anch verbrannten alle beweglichen Effekten nnd Lebensrnittel-Vorräte. Der Schaden der Mikn/ wnrde auf 2041 X 00 I», der Derem'in auf 2«75 l< geschätzt. Der Verdacht der Täterschaft lenkte fich auf deu Gatten der Ab-braudlerin, Stephan Miknx. da er mit ihr in feinem guten Verhältnisse lebte. Die Zwistigkeiten hatten ihren Grund hauptsächlich darin, lveil sie ihm nicht den Besitz übergeben wollte. Am Tage der Tat war Mikuö ganz besonders über seine Ehegattin aufgebracht. Bei Gericht leugnte er nicht nur seine Tat, sondern behanptete anch. am kritischen Tage gar uicht in, heimischeu Hause gewesen zn sein, was aber durch Zeugenanssagen widerlegt wurde. Mikux wurde auf Grund des einstimmige» Verdiktes derGeschwornen zu !-"> Jahren schnüren Kcrters mit einem Fasttage sowie hartem Lager in jedem dritten Monate verurteilt. Gegen dieses Urteil wnrde sofort die 9^ichtigteitsbe° schwcrde angemeldet. —i. (Besitzwechsel.) H^rr Mar Brunner in Rndolfslvert hat sei» Restanrant an Herrn Josef Martini'ii' aus Artive, Bezirk Üittai, verkauft. (DasSchloßiuN? umarkt I) gedenkt der jchige Besitzer, Herr Gaßuer, zu verkaufen. Be> lanntlich wurde das Schloß vom Grafen Radetzty Laibacher Zeiwng Nr. 273. 2562 28. November 1906. — (I in Panora m a ^ n t c r nati o nal» an» Poga^arplatze gibt es ill der lanfellden Woche cine Nordlandreise von» Stavanger bis Hammerfest und zum Ziordkap. Sic beginnt mit Stavanger und fi'chrt dann nach Störö, Bergen, Vosseivaltgeil, Eide. Stalhenn, Bernö, Leckllö, Aalesnnd, Christiansuud, Troinsö und Hamnierst'st, lx'ziohu.ngslvcise bis zunl Nordkap. Mit Ansichten von Städten wechseln solche von Wasserfällmi, Gebirgspartien, Gletschern, Seen ic. ab nnd vereinigen sich dabei zu einem schönen Gesamtbilde, das allgemein besichtigt zn leiden ver-dient. — Nächste Woclie: Alnerika (New 3)ork, Montreal, Washingtol», Boston). — (Das Pa n o r a m a - K o s m o r a m a) am Burgplatzc zeigt in der laufenden Woche eine Reihe schr interessanter Bilder ans dem hohen Viorden Europas. Besonders beachtenswert sind die Ansichten von den Spitzbergen, vom Nordlap, von Christiauia, Bergen und Hammerfest. Der Besnch dieser Bilder-serie ist besonders der studierenden Jugend anzu-enipfehleit. - Nächste Woche folgt: M e r i t o. — (Schadenfeuer.) Am 20. d. M. nachte brach in tier dem Grllndbesitzer Matthias Terkman in Podkraj, Gerichtsbezirk Wippach, gehörigen Harfe ein Feuer ans, das dieses Objekt sanit den darin be-findlichen Streu- lind Futtervorräten in der kiirzesten Zeit total einäscherte. Der Gesamtschaden beträgt 22M lv, die Versicherungssumlue nur 2(X> 1< Da zur Zeit des Brandes ein heftiger Borastur>m herrschte, war große Gefahr vorhanden, das; sich da5 Feuer auf die naheliegendein Wohngebände ausgebreitet hätte. Das Feuer dürfte durch das unvorsichtige Gebaren eines Vaganten mit Fener, der unter der Harfe über nachtete, entstanden sein. c— - (U n g l ii ck Sfall.) In der Da'Mpfsäge des Großindustriellen Herrn GoriaiM) in iltadoha in Un terkrnin ging lizei ließ ihll mit dein Rettungswagen ins Spital überführen. Er ist heute srüh aus seiner Ohnmacht noch nicht envacht. " (D ie ital i e n i s ch e n B a n t >l o tensä ! -scher.) Heute früh luurde der jüngste Ausgeber der falschen Zehnlirenoten, Dante Bachelli, uuter Gendar. Nleriebegleitung nach Trieft emgeliesert, luährmd seilte beiden ztomplice.ii a>n Laufe des heutigen Tanes dort hin befördert Uierden sollen. - (Die Laibach er V e r e i n s t a p e l le) veranstaltet heute abends um halb « Uhr im Wein keller des Howls „Union" ein Mitgliedertonzert. Ein tritt für Mitglieder frei, für Nichtmitglieder ll) I». - (Christ 0 fs Privatlehr a u st a l t f ii r das M a s ch i n e n schreib e ll.) Der Unterricht all dieser Anstalt beginnt am 1. Dezember. Die Einschreibe gebühr beträgt 2 K, das Unterrichtshonorar ll> l< pw Monat. Tage^" lind Abendlurse, (B und österreichi s ch e r I n d u st r i e I. I e r.) Die Sektion Steiermart hält am 4. Dezember ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Von besonderen« Interesse fiir die Fachkreise dürfte ein Vortrag des Fabrikanten und Mitgliedes des StaatseisenbahU" rates Herrn Ernst Nathauslli sei», oa .^mächst der Ansban der Bahn über den Wechsel einerseits und über den Nadl anderseits uud danlit iill Zusammen-iiang der Plain cülor Transversalbahn von Wien durch Steicrmark mld Kram bis ans Meer behandelt wer^ den soll. — (Verurteilte I w a n z i gt' r 0 >l e >: -ll ot e u-F a l sch er.) Vom Schwurgerichte in Eilli lvurden die Banlnotenfälscher Martrn Grnl ulld dessen 2.1jähriger Sohll, die inl Äionatc September in Unter-krain falsche Zwanzigtronemloten verallsgabt hatlx'ii, zll vier, bezw. drei Jahren fchlueren nnd verschärften >ierkers verurteilt. — (C h a in p a g n e r e r n te 1 !) << K,) Wie der Chef des weltbekannte,!» Champagnerhauses Charles Heidsieck in Reims der „Ti,mes" niitteilt, ist die diesjährige Weinernte in der Champagne, obwohl im Frühjahre durch Temperatureiuflüsse nachteilig beeinflußt, uutei sehr günstigen Verhältnissen durchgeführt worden uud läßt ein qualitativ vorzügliches Produtt erwarten. Im Verbrauche befindet sich derzeit der 19O)cr, welchem all seil ia. oie Qualität eines „Grand Vin" znerkannt wird. Auch die Weine von IWl sind ein vorzügliches Produkt von feinstem Geschmack. — (Im städtischen S ch I ach t h a n se> wurden in der Zeit vom 1!. bis einschließlich 1>l. d. M. !>:/M)1 bis einschließlich 1i«U/1!>05 nach Ainerika 17.W5, ^».22:'., :^.«>^ ^l.!l>5 nnd 3l.W2 Slovenen und Kroaten allsge-wandert sind. * (Aus Amerika) sind 1W Krainor in die Heimat zurückgekchn. Theater, Kunst und Literatur. — (Aus der deutschen Theater-t,anzlei.) Heute gelangt Georg Engels Drama „Über den Wassern" znr Erstaufführung. Dieses Werk wurde am Berliner Lessingtheater uud auch von den dortigen Darstellern am Deutschen Volkstheater in Wien mit dem größten Erfolge aufgeführt. Auch in Graz hatte das Stück anßerurdentlislien Erfolg. In diesem Werte, das in den Hauptrollen mit Fränlein R a n s ch e r, Herrll W e y r i ch und Herrn B a st a r s besetzt ist, haben diese Kräfte Gelegenheit, ihr ganzes Talent zu entfalten. Mail sieht der Aufführung allgemein mit großen» Interesse entgegen. ^ (H e i m i s ch e K n n st.) Inl Schallfeilster der Firma D. Hribar ili der SäMenbnrggasse hat kürzlich Herr S. Magoli<- ein neueK Bild „Nach dem Regen" ausgestellt, das dut'ch das glücklich ge-troffene Milieii interefsiert. Es ist von allf>'rordent. licher 1>iaturtrene besouders in der Birtengrnppe so» wie in oen Wassel-tümpeln. Herr Magoli^ hat es verstandon, in diesem Lmidschastsbilde die Stimmung vortrefflich festzuhalteu und sie durch seine Tarstel» luug auch auf den Betrachter zu übertragen. — (D er Wi e n er V i 0 l 0 i, c el l v i r l n 0 s e ^ a r l Kl e i n) veranstaltet am 4. Dezember in der Tonhalle der Philharmonischen Gesellschaft ein ein ziges Konzert. Über den ilüllstler liegen uns nach stehende Preßstimmen vor: „Figaro" n<'c. Das „None Wiener Tag» blatt": Er ist keine Schöpfung der Neflanie, sondern ein echter, großer Meister. Das „Berliner Tageblatt": Seine alles umfasseinde Technik ist sinnverwirrend dämonisch. Die „BreSlauer Zeitung": Polyphones Spiel, Läufer iu Oktaveii, Pizzikato liild Doppelflageolett sind ili einer kaum mehr steigerungs fabigen Vollendung vereint. Er ist ein >inbe!it nnler oen Viololicellvirtuoseil. (I l, l i a n .U lacz k 0 f.) In >tl ata„ starb der polnische Schriftsteller Julian Klaczko- er stand im 7>«. Lebensjahre. Zu Wilua geboren, stlldierte er ili KöniM'berg llild .Heidelberg, lebte dann längere Zeit in Pario, wo er für die „Revue des Deux Mondes" fchrieb. l>. a, die Aufsätze „llue ilinn^xion :', ,.l/,ilil<»l> <1i' !:» I'o!o<5il<' ck ,Ic !:, I,itll»:i ,»!>" >ind „!.<>!< l.»,<>IlN,ll!!li,<^ >>:>lte^ Studie und gab den Briefwechsel des Dichters Miclie wicz heraus. — (Europäische Musik am Hofe des Mikado.) Bei deu >tonzerteil am japanischen Hofe lvareu bis vor kurzem keine Werke ansländisäier Kmu ponisten aufgeführt luordou. Nun hat kürzlich der Mikado den Wunfch ausgesprochen, in dieset» Konz^« ten auch europäische Musik zu hören. Ill dem Programm des ersten dieser „internationalen Konzerte" finden sich die Namen Mozart, Schumann und Gounod, - (F r 0 m m e s >l a leiid e r.) Eine Sanlim-lung voil klalendern veröffentlicht alliälnlich der älteste und bedeuteudste >ialeuderverlag Carl Fromme in Wien. Wir können ans der mehrere hnndert Nu!m> mern nnlfassonden Kollettioil hier nllr die wichtigsten Erschcinnngen herausgreifen. ^ Ein mnstergi'iltiges 3lachschlagebiich. lvelches ^ine Fülle von Anstünften auif alle möglickieü iin bällslichen nnd gefchäftlichet» Loben sich ergebenden Fragen enthält und sich auch zum Gebrauche in .Kanzleien vorzüglich eignet, ist Frommes Wiener Allstunfw-^alenüer, dessen Inhalt hier kurz skizziert sei: Al» das Kalendarin!!! reiht sich Hof-, Kirchen-, Staate, Militär-, Post-, Telegraphen-, Geschäfts-, Wiener Adreß-, Verkehrs-, Vergnügnngs-, Haus- und Der Preis diefes Kalenders mit dem nenesten Plan von Wien im Maßstabe 1:2l.MU ist Iv 2'--. — Inimer mehr bürgert sich anch der tägliche Einschreibe^alender zum Preise von nur 70 l> ein, der mit seinen allgemein nützlichen Tabellen vor allen Dillgen durch eine höchst zweckmäßige Linierung als Hanshaltnngs- lind Vor» mertbuch für das ganze Jahr geeigne? ist. Froni-meo Lchreibtisch-Unterlags-,^ialellder zeichllet sich durch einfache, zweckmäßige Einrichtung aus. — Von dem fast fiir jeden Stand nnd Bernf speziell geschaffenen Kalendern erwähnen wir Frommes ,Merns-, Fener wehr-, Forst-, Garten, Juristen-, Landmnnn^ Land wehr-, Landwirtschafts-, Medizilial-, Montan-, Phar mazeuten« und Tierärzte-Kalender. Für die Jugend ist speziell zu Weilmachtsgeschenke» sebr geeigl,et: Froinmes Österreichischer St!ldenten-5lak'nder für Mittelfchlllen, Fach- und Bürgeli'chulen, Fi'ir Ge fchenkszwecke eignet fich ferner Froninies „Elegants Welt" in geschmackvollen, modern allsgestatteten Ein bändeil. Die größte Bereicherung ^rfnhren die Porte» monnaie- und Block-Kalender, von denen erstere in über hnndert verschiedenen Einbänden, letztere mit ebenso vielen verschiedenen Rückwänden zu haben sind. Der beliebteste von allen ist neben den, Tagesblock lohne die jetzt vielfach austauchende gelbe Blechtapsel) der Woche>,-Noti>Block mit seiner vortrefflichen, für Vormerknngen geschaffenen Einrichtung. Neun wir fchließlich uoch der verschiedeuen Notiz-, Wand- und Älatt-Kak'nder gedenken, so ist damit die Sammlung noch keineswegs erschöpft, sondern lvir verweisen unsere Leser auf das Verzeichnis von Frommes sämtlichen Kalendern, welches bei allen Buchhäudlern nnd >lale!!derverschleißern gratis zu haben ist. Telegramme les l. l. teleMhen'smesMenz'Vurtalls. Reichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, ^7. November. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetrnhanses wurde die Debatte über die «. Gruppe sij l^ der Reichsiatsivahlordunng) zn Ende gesührt. Nach einer Reihe tatsächliä^r Berichtigungen, bei welchen den Abg. Grafen Sternberg und H 0« lansku nach mehreren Ordnungsrufen das Wort entzogen wurde, hält der Berichterstatter Dr. L ö ck e r l>as Schlußwort, Er reflektiert in eingehender Weise auf die verschiedenen Redner nnd hebt hervor, daß vie vom Ansschusse vorgeschlagene Fassung des 8 ^2 sich als das Nesnltat einer Vereinignng der großen Par teien darstelle. Er Polemisiert gegen die Ausführun gen dec, Abg. Schreiner nnd betont, daß der Wort schwall, mit dem dieser Abgeordnete die zwischen den Parteien zustauoegelommene Vereinbarung auf eine Beeinflussung durch die 5lrone nnd den Ministerpräsi denten znrückzufüliren versuchte, bei der Partei de^ Berichterstatters leine Resonanz gefunden habe. Der Berichterstatter bemerkte, er sei von einem Teile der sndetendentscbv'n Abgeordneten ermächtigt lvordon, zu erklären, daß sie der von» Abg. Schreiner ausgesprochenen Ansicht nkln beipflichten können. Er empfiehlt die Annahme des 5 42 in der Fassung des Ausschusses. Aaibacher Zeitung Nr. 273. 2563 28. November 1906. Hicrmy wird zur Adstimimmn nachritten. Tci Mi-noritäwcmrag Schvcincr wird in nmneutlich<'r Ab^ stinlinunf! init 2!i8 gef,cn s>k Stiliunon absi^lehiit und sodlilni dcr i; 4^ Nli6) Ablohuuilii der Ansatz antraf Hazicnhofer und Nitschc in der Fassung des Ausschusses mit dor notwendigen Zwcidrittcllnajorität zmn Vl'schlussc erhoben. Über Ncrlangcn dos Abg. Urda n wird sodann über den Antrag Pcrgelt nainentlich ab g<'slinnnt nnd der Antrag mit ll^7 gegen ! l > Stnmnen adgelchnt. Nachdenl der Präsident übersehen hatte, eincm Antrage des Abg. Hagenhofer aus nanientliche Abstimmung zu entsprechen, kommt es zn lebhaften Entrnslung^riifen ans den Bänken des Zentrums und i>er alldeutschen Abgeordneten. Das Haus zieht sodaun die l). Gruppe, d. i. Wahlkreiseinteilung für Böhmen, Mähren und Schlesien, in Verhandlung. Nachdem die Abg. Per gelt, Kramar, Choc und Cipera ibre Minoritätsanträge begründet hatten, wird die Verhandlung abgebrochen. Die Negierung unterbreitet ein siebenmonatliches Budgetprovisorimn für die Zeit vom 1. Jänner bis einschließlich .N. Juli 1907. Die Regierungsvorlage, betreffend die Unter-itühung der freien Handelsmarine, wird ohne erste Lesung dem Vudgetausschnsse zugewiesen. Nach meh-reren Ansragen an den Präsidenten wird die Sitzung geschlossen. — Nächste Titznng morgen 11 Uhr vormittags. Manila, 27. November. Von 24 Gefangenen m Ailibid, die zu Versuchszwecken mit (sholerayift ge-impft worden waren, sind zehn gestorben. Die Arzte, die die Versuche angestellt hatten, erklären, der Cho leragiftstoff sei dnrch Bubonenpeststoff infiziert gewesen. Der Generalgouvernenr hat die betreffenden Gelehrten von jeder Schuld freigesprochen und betmmt-geg/ben, er werde Vorsorge treffen, daß die berref-ieuden Familie,, vor Not geschlitzt werden. Warschan, 27. November. Hier wurde die Zentralorganisation der sozialdeniokratisch-revolutio nären Partei entdeclt. Tie Mitglieder der Organisation wnrden verhastet. Warschau, 27. November. In der vergangenen Nacht ist ein Transport von 299 politischen Ver bannten teils nach dem Norden, teils nach dem Osten Niißland5 abgegangen. Uruiykeiten vom Büchermarkte. Beyerlein Franz Adam. Ein Winterlager, k 4 20; gebunden !< 5 70. — Ha eckel E., Monismus und Natur« geseh. k — 96. — Voller Rob., Das Natur-Evangelium, k 1 44, - Conrad Matth.. Aus der Praxis des An. ichauunasunterrichts. X 2 40. — Schubert, Prof. Dr. Herm., Auslese aus meiner Unterrichts- und Vorlesungs» Praxis, 3. Band, gbd.. «4-80. — Völschau I., Me Hühner, zucht, l^ 1 80. — Müller, Dr. Cl., Homöopathischer Haus« arzt. X 3 60. — Andrejew L., Der Gouverneur, K 2 40. — Andrejew L., Das Leben Vater Wassili Fiweislis, K 2 40. — Andrejew L.. Zu den Sternen, k 3. — Oll»,rl«» I>«tit, 1^« Olliuoi» I.< Komenslygasse 14, Lungenentzündung. — Franz Zergol. Stadlarmer, 74 I,, Karlsiädterstrahe 7. ^»tiii!, Ltii-au. Am 26. November. Franz Borstnil, Lehrer. 35 I., KvNgrehpllltz 5, I'udyroul. pulm. Im Iivilfpitale: Am 24. November. Johann Nvnoti, Knecht, 85 I., ^l»r»»mu» 3«nili». Landestheater in Laibach. 34. Vorstellung Gerader Tag. Mittwoch, den 28. November l9l)tt. Über den Wassern. Drama in fünf Aufzügen von Georg Engel. Anfang halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ß N ^Z RZ «ind de«Wmel«W «7 2U.N. 734 9 46, NO. schwach teilw. heiter ^^ 9 . Ab. 731 4 3 4< NO. mähig teilw. Nebel 2N.> 7 U. F. ! 733 0 j 1 6> S. schwach < teilw. heiter l I 6 Das Tagesmtttel der gestrigen Temperatur 2 5', Nor» male 11°. Verantwortlicher Redakteur: »nton Funtel. Hinweis. Für Nervöse und Schwache, besonders solche Per» sonen, die sich infolge übeistandener Krankheit elend, müde und schlaff fühlen, dürften die arohen Erfolge, die durch das seit vielen Jahren rühmlich bekannte Sa na to gen erzielt worden sind. von großem Interesse sein. Das Sanatogen wird, wie dies aus Äußerungen und Zuschriften von namhaften ärztlichen Autoritäten hervorgeht, überall dort unschätzbare Dienste leisten, wo eine Kräftigung des Organismus notwendig ist, insbesondere dort, wo auch das Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen ist. Aber auch bei allen denjenigen, die noch mitten im Kampf um den Erfolg im Leben, sei es auf wirtschaftlichem oder wissen' fchaftlichem Gebiet, stehen, wird der Gebrauch von Sanatogen die glücklichsten Erfolge zeitigen, da der Organismus durch das Präparat vorbeugend gestärkt und seine Widerstandsfähigkeit außerordentlich gesteigert wird. Wir verweisen ausdrücklich auf den der heutigen Nummer beiliegenden Prospekt der Sanatoaen« Weile Bauer k Cie,, Berlin «. W. 48. (50W) ^ Vom tiefsten Schmerze gebeugt geben wir die ^ betrübende Nachricht vom Hinscheiden unserer innigst» ^ geliebten Tochter, bezw. Schwester, Fräulein » Marie Petriö » W welche heute nach langen, schweren Leiden, versehen ^ mit den heil. Sterbesatramenten, um 3 Uhr nach- ^ M mittags im Alter von 19 Jahren sanft im Herrn W ^ entschlafen ist. W Die Leiche der teuren Unvergeßlichen wird ^ M Donnerstag am 29. d. M. um 4 '/< Uhr nachmittags W ^ vom Trauerhause Bohoricgasse Nr. 5 auf den W Friedhof zum Hl. Kreuz überführt und zur letzten ^ ^ Ruhe gelegt werden. ^ W Die hl. Seelenmessen werben in der Pfarr« W ^ lirche zu St. Peter gelesen werden, W Laibach. am 27. November 1906. M W Die trauernden Hinterbliebenen. M W Ohne besondere «lnzeige.! W Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 27. November 1906. Die notierte« Kurse verstehen sich in ttronenwahrung. Die wo'ie'iln« sämtlicher Nltien und der ,.Diversen Lose" versteht sich per Ltüct. Geld Ware Allgemeine StaatS» schnld. Einheitliche Rente: loiw, steuerfrei, Kronen (Mai.Nov.) per «asse . . »»»« »»40 d«.t° ^Iän.Iuli) per Kasse 89 10 »9 Z« 4 »°/, 30 laoü« <-»"/, e. W. Silber (Upril.c>tt.) per Kaffe ...... K'l» »l> i»o-5,ü l««ler Sla»t«lose 500 ft. 4°/« lü?-ül> lüi» ö< U»««er .. ioo fl. 4 °/n ill» bu '^4 : <> ««« ,, lOU fl. . . li?i d« ^?4 öl' »«»4« „ 50 fl. . . Ü72 k>« i!74 ül! »oM.'Plandbr, il 180 fl, b°/„ 290 Lb 2L1 - Staatsschuld b. i. Reichs. «tte vertretenen König» reiche nnd Länder. bsttrr. Voldrente, stfr., Gold per Nasse .... 4"/„ n? «) ll? ?c i^fterr. Rente in Krunenw. stfr., Nr, per Kasse . . . 4"/« H9'«> 8"'»« detto per Ultimo . . 4°/„ 9U10 89 3< dfl. Investition», «ente, stfr.. Kr. per Kasse . »'/,'/» «»'!/b 8995 Gistnbalin.ztaatvschulo. »«schltibungt». Allabethbahn in «., Neuerfrei. »u 1",oo<» fl, , . - 4°/n1l7'Lb llS'Lt Franz Ioses-Vahn ln Silber (dlv. Ot.) . . , b'/."/<,lL3'«5 184-65 Val. Karl «ubwl«'«»l,n (div, Ltülte) irronen . . 4°/„ W'ld lOO'lb Mubulfbllhn in Kionenwährung, steurrfr, (div. Lt.) . 4°/„ 99 Id !N« lü Vorarlberg« «ahn, steuerfrei, 400 Kronen . , . 4°/° 99 05 100 c>t> zn »ta»t»schnld«lschr«U>ungtn »ilestemplltt zAkiiln. «lisabeth.Ä. 2U0fl. KVl, 5'/<°/° von 400 Kronen ... 4S2-— 463 5<> dett« «lnz.Budwei« 200 fl. 0. W. S. b'/<°/>> . . . 435 - 4«6 l>0 bttto Salzburg-Tirol »00 I. ö. W E. b"/„ .... 4««-bi> <30'ü<> Geld Ware Do« Staate M Zahlung 2b«. nommenl Ellenbahn > Priorität»» ßbllgatlonen. «ühm. Westbahn, «tm. 1895, 400 Kronen 4°/, . . . . 9» 3d 1 I<»0 20 Galizifche Karl Uubwlg-Vahn Vorarlberger Vahn Em. 1884 (div. St.) Eilb, 4°/, . . 89-Lt, 1002b Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/u ung. Voldrente per Kasse . ii4ln 114 Is 4°/u detto per Mtlmo 114 10 114 20 4 o/u un^. Rente in Kronen« währ. stfrei per Ka 4°/„ detto per Ultimo Nä b°» L5'75 »l/,°/u detto per Kasse . 84 75 84 »5 Ung. Prämien.Anl, ^ 100 fl. . 204-25 »0?-^ detto k bo fl. , 204 2b zl«,?2b IhelhMeg.°L°se 4"/« . , , . Ii>3 - lb5-»n/o ungar. Gründen«.«Oblig 85^20 963» 4"/o lroat. u. slllv. Grunbentl.^ vbllg........86— »7 20 Andere öffentliche Nnlehen. Vosn. Lanbeö.Anl. (biv.) 4°/« . »4 »5 9b 55 Bosn. «herceg. Eisenb,-Landes» «nlehen (div.) 4'/,«/„ . . i«8'85 100 85 5°/u Donau-Reg.-Mnlelhe 1878 105 — 10«-- Wiener Verlehrs-Anleihe 4»/« 8«'io i«o 1< betlo 19UN 4°/u 98'2z 10025' Nülehen der Stadt Wien . . 102-Ks> 103 »> betto 88'7Ü betlo (189«! .... «8 2k> lo? 2.^ dett« (2.'> bettll Ino,-«.) 1902 . 9« »0 K'U 3« >'örsebau Anlehen «rlosb. K"/« 89 - ^ou - Vulg. Ntaat«eisenb.Hyp.°Nnl. 1889 Gold .... 6"/u 118-7°, 1l>! 7l> Äulg. Staat«. Hyputhelar Nnl, 18l»!i......6°/, 118— 12« - Geld Ware Pfandbriefe «. Vudenlr..allg,Sst.inb0IDl.4»/u 88?k> 98 ü< Vßhm. Hypothelenbanl verl. 4°/„ 88 bb 100 5: ^entral'Äob.-Kreb.-UI., «sterr,. 45I. verl. 4'/,°/, . . , io^— —--Zentral Vov.Kred.Hl., Lsterr.. 65 I. verl. 4«/u .... 89 8!» 1»0 3l Kred. -Inft. Merr.. f. Verl,.Unt. u.0ffentl.Urb,Kllt.äVl.4°/u 98- 99--Uanbesb. d. K0n. Gallzien und Lodum. 5?'/, I. ruckz. 4«/« 97-50 98'5s Mühr, Hvpothelenb. «erl, 4°/« 9905 10» 0c N.'österr.Lllndc«'HyP.>«nst,4°/u 9»L^ 1002t detto inll,2'',<,Vl. Verl. »'/,"/« 92- 95'- dett, K.'Schnldlch. verl. 3'/i°/° 91'75 82 7l drttu Verl. 4°/° 99'ib IW'1.' Österr..u»gar. »anl 50 Mr. Verl. 4°/u 0. W..... «9-45 10o 4! detto 4°/« Kr..... W 7« 1UN?! Sparl. I.öst., 80I. verl. 4°/« 1004» I0I'4( Eifenbahn-Prioritäts-Obligationen. iferdinands.»lordbahn «m. 1886 99 60 100 6« betto Lm. 19U4 ion 2N -- Österr. Nordwestb. 2«o fl. S. 105 «5 108 3.' Ltaatsbahn 5<»o Fr..... 4, detto ioten Nrcuz. «st. Gef. u., 10 fl. 477b 49-75 Xoten Nreuz, ung. «ef. v., ü fl. 28 90 30»» Aubolf.Lole 1U ft...... ü4— 6,,-— Lalm.Lole 40 fl. K. M. . . l95'— «04 — Türl. «..«..»lnl. Präm..Obllg. 40U Fr. per Kasse . . . 164— 165-- betto per M. ... in» 50 164 b< Wiener Komm..Lose v. I. 1874 b«3 50 51» 50 Vew.'Sch.d. 3"/„Präm..Schuldv. d. B°benlr..«lnsl. An fl. E . 57? - K83'-Llohb.osterr.. Trieft.,500«.KVl. 780-— 730-.-Österr, Nordwestllchn 20»fl. N. 451— 453-drttu (lit. u.) 200 sl.S.P. Ult. 449- 451-Prast.DulerEiseub. loofl.abgsl. 221-- 22« l>< Staatseisb. 200 sI,S. per Ultimo 67? 2i «78 »f> Südb. 200 fl. Silber per Ultimo 176 70 177 70 Südnorddeutsche Verbindungsb. 2NU fl. KM......406 — 407- Tramway. Ges., neue Wiener, Priurltätö.Ultien 100 fl. . — — — — Ungar. Westbahn (Naao-Vraz) 20» fl. S.......408 - 4»5'— Wr. Lolll1b.>«rtitN.Gtf, 200 fl. 1»N'—------- Banken. Nnglo.Österr. Va»l. 120 fl. . . 818 7b 314-75 Banlverein, wiener, per Kasse — — detto per Ultimo . . . b«0 «l» i>«125 Äooenlr..«nfl, österr., 200 fl. V «072-— 1077-5« Ze»tr..Vob. — Mbemühl", Paplerf. u. N.'V, 1?«— ,78 — tleltr.'Ves.. allg. »sterr,. 200 fl. 44«- 447 — bctto internal,, 200 fl. 595- b97Ä0 Menberger Patr... ZNnbh. u. Met.Fabril 4no Kr. . . ,1«2- . ii?L - 'ieslnger Brauerei 100 »« - l>iontlln.Gesellsch,,Ssterr..alplne 609-25 b<0 «', .Poldi.Hütte", TiegelgußNahl. F.A..O. «NN fl. . . . l>35-- 58« -lirager Eisen. Ind.. Ges. Em. 1905. 2<10 fl...... 26«5— 208b - «ima.Vlurany > l2algo»Iarjaner «tistNW, 100 fl..... b«6 40 bN9 40 3algo>Tarj. Steinkohlen loo fl. K2» — «»» — .Echl08lmühI",Papierf..»0»fl. 350— 352 — .Schodnica", A>G. f. Petrol.. Ind., 500 Kr..... «3N — «84 — ,Eten,rermühl", Papierfabrik und N..V...... 4«z— 469 — rrifallei Kohlenw..«. 70 fl. . 298 — 29» — cüll. Tablllregie.Ves. »0« 31. per Kasse . — — — — detto per Ultimo 4»1— 43« .. l»affenf..Ges., österr., in Wien. inn fl........ b»8 — 5»? »0 Vagaon'Leihanstalt, »llgem., ln Pest, 4on Kr..... —-— — — !8r. Baugesellschast 100 fl. , . 180-50 IN» 50 lLlenrrberger Ziegelf,.«tt..Gef. 8«»-— 8Ü5- — Detzifen. AulZl zichten »»> jchlck». lmslerdam....... l»»-7b lW« deutsche PsHye...... 11? bo l17?0 'oiidun........ 340 90 ,41 10 Italienische «anlplahe . . , 95 b» «5 72» Huri«......... 9b!i?b 9b-b2» jürich und Valel..... 9b-40 «»-55 Valuten. »ulaten ....... l,.l StNcke..... 19 1« 18,2 i.Marl Stucke...... 2860 ^»-ü8 eutsche «elchsbanlnoten . . 1175» 117-70 taliemsche Äa»lnoten . . . 95 60 8.v»a