Nr. 280, Mittwoch. 7. Oltobcr 1908. 127. Jahrgang. Mbacher Zeitung VriinumeratlonSprelS: Mit Poftvrrlenbuna.: gauzjüliiin 80 lt, halbjllhrla 15 «. Im Kontor: ganzjährig l»:» X, halbjährig li ^. Für d<»i!>iiiiuln ilili»«'l-iliol'l« ». i.-». M. Spcisesaal des Schlosses des Grasen Debois. ^ Personen: Egon Graf Dcbois, Maoratsherr, "chloßbesitzer; Paul svürst Rodomar. dessen freund und Jagdgast; Kurt von Nittgenthal, Gutsbesitzer, ^nverwandtcr Debois; Johann, Diener bei sfürst ^odomar. — Herbstmorgen. ^ Wittgenthal sitzt am Tische, Zeitung lesend; Johann bringt eine Tablette mit dem frühstück. ^. Witlgenlhal laufsehend): Für wen bringen ^ie das Frühstück 7 Wohl für nnseren Jagdgast'^ Johann: Sehr wohl, für Seine Durchlaucht! Nodomar (eintretend): Guten Morgen! ^ Wittgenthal: Ich habe die Ehre, Durchlaucht! Hm ~ schütt so fM) auf den Beinen? ^ Rodomar: Ja. Ich gehe ein wenig auf die ^agd. Wo nur der BüchsensPauner bleibt? (Setzt nch zum Frühstück.) Wittqeuthal: Ein schönes Vergnügen. Ich Wunsche viel Glück! -^odomar ^vorwurfsvoll): Wie können Sie mir UM' ein so böses Omen aus den Weg geben? Sie sind ^lbst Jäger; kennen Sie nicht die Gebräuche? Wittgeuthal: Ich? Nein, ich gehörte nie zu dcnen, die jagten swclntens.ni jenen, die gejagt wurden. Nodomar: Wie meinen ^ie oas? Wittgenthul: Ich glaube eben auch von der High-lise zu jeneil Deklassierten gezählt zn werden, die nicht gewogen werden, ^um höheren Adel fehlt mir der Titel, und ein e^ter, rechter Proletarier bin ich auch nicht, wegen (zögernd) — meiner Mittel. Rodomar: Sie belieben zu scherzen. Sie werden doch nnmöglich leugnen wollen, daß, so wie die Natur aristokratisch gesinnt ist, auch die Rasse, der >'ldel iu der heutigen Gesellschaft seine vollkommen begründete Stellung hat? Wittgenthal: Durchlaucht, eben dieser Satz ist eine konventionelle S^eidemünze, die schon längst ihren Kurswert verloren hat. Ist es nicht grausam, denken zu müssen, daß jemand auf das Recht der ^lburt pochend, gleich den Bankiers die fälligen Coupons einer götlerähnlichen Verehrung einstreichen will? Ist dieser Kult nicht verfehlt? .Rodomar: Verzeihen Sie, das ist nicht stichhältig. Ich sagte doch schon, Adel ist Rasse, Vollblut, ^ldel ist auch Bildnng und Gesittung, die beste Stütze des Bestehenden. Wittgenthal: Und der größte Feind des Neuen! Rodomar: Des Neuen, das nicht notwendig das Bessere sein muß. Wittgenthal: Wollen wir, Durchlaucht, darüber nicht rechten. Doch das scheint gewiß, daß der Mensch mit der ^eit gehen muß, wenn er in ihr leben will. Ich war nie gegen den wahren Adel, den ^'ldel. der dem Einzelnen anhaftet, sondern nur gegen das Ererbte. Denn das Ererble, Bestehende war immer der größte Feind des Errungenen, des Neuen. Rodomar: Wer sagt Ihnen, daß wir, der Adel, nicht Schritt mit unserer Zeit halteil, nicht ebenso an der Arbeit wären? Wittgenthal: Sie mißverstehen mich virtuos. Ich will ja nicht jagen, daß Ihre Behauptung in vielen Fällen unrichtig sei. Doch in der Regel, akademisch gesprochen, ist es nicht so. Denn Eigentum ist nicht nur Diebstahl, sondert, verdirbt auch. Die Besitzenden, Herrschenden waren selten die Arbeitenden. Nur die Not lehrt beten und arbeiten. Tagt doch der Dichter so wahr als schön: Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen. Rodomar: Was Sie hier sagen, bedeutet also, daß Sie dem Adel gewissermaßen die EMenzberech-tigung absprechen. Das halte ich für einen Nonsens. Die Natur ist einmal aristokratisch. Einen Adel wird es immer geben, geben müssen. Die Welt werden Sie nie nivellieren. Und was Sie da vom Erworbenen und Ererbten sagten, ist auch nicht richtig. Die Kinder haben die Eigenschaften der Eltern; ihre Fähigkeiten sind auch ein Erbe, ein geliehenes Pjund, mit dem sie wirtschaften. Und so ist's auch .... mit den Titeln nnd den Mitteln. Wittgenthal: Zugegeben, einen Adel wird's immer geben. Doch muß es just der Erbadel sein? Der Adel sollte logischertveise persönlich sein. Er kann erworben, sollte aber nie geerbt werden können. Denn er bedeutet eine bevorzugte Ttelluna,, die nur dem Verdienste zugesprochen werden kann. Mit Geld u. a. -^ da ist's etwas anderes. Rodomar: Sie verschanzen sich hinter ein Pa-lavent, das verdammt löcherig ist. Wiltgenlhal: Und Sie wieder, Durchlaucht, haben nicht den Mut, einzugestehen, daß die Stellung der Aristokratie eine unberechtigte ist. Aus diesen, Gefühle heraus, führt die heutige Geburts-aristolratie den zähen Kampf um ihre Porbcrrschaft. Uaibachei Zeitung Nr. 280 2140 7. Oktober 1908. Politische Neberftcht. Laib ach, 6. Oktober. Wie die Wiener „Montagsrevue" meldet, ist es bereits bestimmt, das; der Neichsrat am 3. November zusammentritt. Tie Regierung wird in der ersten Sitzung die Vorlagen über die Alters- und Invaliditätsversichcrung, sowie über den Bau der Kanäle überreichen. Ein hervorragender Parlamentarier, der vielfache Berührungen mit den diplomatischen und konsularen Interessen Österreich-Ungarns hat, führt im „Neuen Wiener Tagblatt" aus, daß die innere Konsolidierung des Reiches demselben eine erhöhte Stellung und eine aktivere Rolle in der Staatengemeinschaft zugemessen habe. Wer nur ein klein wenig Empfindung und Verständnis für die Wechselwirkung von innerer und äußerer Politik hat, wird aus tiefstem Herzen wünschen müssen, daß nicht in Prag ein Brand ausbreche, der auf das Zentralparlament übergreifen müßte. Unsere Parteien haben es zum Teil in der Hand, mit welchem Gewicht und mit welchem Maß an Reputation die Monarchie in die nächste Zukunft eintritt, die allem Anscheine nach schwerwiegende Entscheidungen auf dem Plane der großen internationalen Politik bringen wird. Das „Illustrierte Wiener Extrablatt" weist auf die großen Aufgaben hin, die der kommenden Neichsratssession harren. Sie zu stören, ihre Arbeit zu hindern, das wäre eine so brutale Tat des Politischen Wahnes, daß man gar nicht an ihre Möglichkeit zu glauben vermag. Darum darf man der Reise des Ministerpräsidenten nach Prag wohl eine günstige Prognose stellen. Im Krater des böhmischen Vulkans wird es sich hoffentlich erweisen, daß trotz Rauches und unterirdischen Donnergetüses eine Katastrophe nicht zu befürchten ist. Die „Korr. Herzog" meldet aus Prag, daß Minister Prade in dem letzten Ministerrate offen erklärte, seine Mission, die Deutschen zum Abgehen von der Obstruktion zu bewegen oder wenigstens die Voraussetzungen zu restringieren, unter denen sie zur positiven Politik zurückkehren würden, sei gescheitert, weshalb er sein bereits im Sommer l. I. überreichtes Demissionsgesuch erneuere. An diese Erklärung habe sich eine längere Debatte geknüpft. Schließlich wurde die Vorlegung des Demissions-gcsuches Praoes an den Monarchen vertagt. Nach einer Meldung aus Rom wird das Gerückt, wonach der Kardinal-Staatssekretär Merry del Pal zurücktreten und durch den Kardinal Nam-polla ersetzt werden soll, an kompetenten vatikanischen Stellen als vollständig unbegründet erklärt. Kardinal Merry del Val genießt andauernd seitens des Papstes das volle Vertrauen, dessen er sich bis-ber erfreute, und die Frage seiner Enthebung vom Amte des Staatssekretärs ist in keinem Augenblicke aufgetaucht. In vatikanischen Kreisen ist man übcr- zcugt, daß das erwähnte Gerücht und andere falsche Tcndenznachrichten ähnlicher Art von Gegnern der vom Papste Pius X. befolgten Politik verbreitet werden. Der Kardinal-Staatssekretär ist ein treuer Dolmetsch und Vertreter dieser Politik und es wird vorausgesehen, daß er während der ganzen Dauer des gegenwärtigen Pontifikats in der Stellung, auf die ihn Seine Heiligkeit berufen hat, verbleiben dürfte. Die Iungtürkcn scheinen von der bulgarischen Nnabbängigkeitserklärung sehr unangenehm berührt zu sein. Sie scheinen zu befürchten, daß die Alttürken ihnen die Schuld beimesscn könnten, durch die von ihnen veranlaßte Regierungsumwälzung die Unabhängigkeitserklärung verschuldet zu haben, und daß dies ihre Stellung und ihr Anseben schädigen könnte. In türkischen .^reisen neigt man jedoch der Ansicht zu, daß die Unabliängigkcitserklärung für die Türkei kein großer Verlust sei. Das gegenseitige Verhältnis werde hicdurch nur geklärt und die bulgarischen Aspirationen in Mazedonien könnten künftighin türkischcrscits besser eingedämmt werden. Der erste Eindruck der Nachricht von der Unabhängigkeitserklärung Bulgariens auf die Anhänger des Großwcsirs sei, daß dessen Stellung hiedurch erschüttert sei, da man ihm die Schuld beimcssen werde, dur<-ii die Provozierung des Ge^ov - ^wisch^nfalles die Unabhängigkeitserklärung gezeitigt zu haben. Tagesneuigleiten. — Mn interessantes Wohltätigkeitsprojelt des Königs Eduard.j Aus Nottcroam wird dem Berliner ..Lokal.Anzeiger" gemeldet: Die englischen Aristokraten bemühen sich eifrig, ein Splilleichcn des in Amsterdam im Schliffe befindlichen Arondiamcmten Eullinan ihr eigen zu nennen, und bieten den zehn» und zwanzig» fachen Wert, falls die Echtheit der Splitter ihnen ur-k> ndlich verbürgt wird. König Eduard erhielt schon viele (besuche in diesem Sinne. Dies brachte den König auf di'n Gedanken, die Abfälle dieses Diamanten zugunsten einiger armer Krankenhäuser in England zu verkaufen. Die Bevollmächtigten des Königs werden mit den Käu» fern direkt verhandeln und man erwartet ein glänzendes Resultat im Interesse der Wohltätigkeit, ferner wnrde beschlossen, daß die zwei geschliffenen Diamanten im nächsten Jahre nicht in London ausgestellt, sondern daß g> naue Nachahmungen von reinstem Krislall angefertigt werden, um die Schaulust des Publikums zu befrie» digen. — (Shakespeare in 32 Schreibarten.) Seitdem zu» erst in Frankreich mit Abscheu und Verwunderung der Name eines englischen Dichters „Sazpl-rc" genannt wor> den war und Bodmer dann so eifrig für einen Poeten ..Sasper" oder „Saspar" eintrat, ist viel über die Schreibung des Namens Shakespeare gestritten worden. Eine feste Orthographie gab es ja im Anfang des sieb» zehnten Jahrhunderts noch nicht und so war besonders bei Eigennamen der Willkür Tür nnd Tor geöffnet. So wird denn der Name des Dichter in den Stralsorder Natsbüchern sechzehnmal in vierzehn verschiedenen For« men geschrieben. Von den sechs eigenhändigen Unter» schriften des Dichters ist nur eine vollkommen deutlich: sie lautet: „Shakspcrc". Doch weisen die meisten alten Drncke die Form „Shakespeare" auf. Die Variationen des Namens bei den Zeitgenossen sind aber sehr zahl» reich und gehen von Shax.berd bis zn Ehaspcr. Ein fran» zösisches Blatt stellt die 32 gebräuchlichsten Varianten — ein Amerikaner hat im ganzen 13l)6 nachgewiesen — folgendermaßen zusammen: Ehaesper, Sarpöre, Schaekspi-re, Schackespeare, Schakcspiere, Schakespere, Schackspcare, Schakspcre, Shakspire, Shagspere, Shake» spere, Shakespear, Shakesper, Shakesperc, Thakcspeyre, Shakspere, Shaskspeare, Schackspere, Schackspcr, Schak» speyr, Shakespeare, Sharper, Shaxkspere, Shaxpere, Chakyspere, Shakysper, ShexM-, Shaxpcr, Shaxperc, Shexspeyre, Shespre und Shaxspear. — (Nicht schlank genug.j Aus Paris schreibt man: Hiesige Schneider erklären allen Ernstes, die Damen. Welt sei, um den Ansprüchen an Schönheit und Mode» empfinden zu genügen, noch immer nicht schlank genug. Um wahrhaft Schritt mit der Mode zu hallen, müsse n-an noch bedeutend schlanker werden. Wie dies möglich isl scheint zwar ein Rätsel, aber man sagt, dieses Nälsel w'.'rde die Pariserin spätestens bis znm kommenden Sommer gelöst haben. Die Unterkleidung, deren sie jich augenblicklich bedient, ist schon unglaublich zusammen» aeschrumpft. Die Verbindung von Hemd, Korsett urd Beinkleid aus weißem, seidcnaewirllem Stoss, mit dich» ten Einlagen biegsamer dünnster Fischbeinstäbe ist spinn-webzart. Für den Tagesgebrauch während des Winters soll sie aus schwedischem Lcder qeivrtigt werden. Die Unterröcke, die man eine Zeitlang qanz abschaffen wollte, haben sich doch nicht verdränqen lassen, sie haben nur augenblicklich eine gänzlich veränderte Form a:> q für den Gesellschaftsanzug. Sie fühlt, daß die zu kurz gekommenen Massen sich anschicken, ihre Rechte zu gewinnen. Und das darf um Gotteswillen nicht geschehen, denn es ist doch so unendlich schwerer etwas wirklich zu sein, als bloß zu scheinen. (Der Büchsenspanncr tritt ein.) Rodomar: Es ist gut. Mit Ihnen ist kein Auskommen. Es ist besser — ich gehe jetzt. Wittgenthal (lächelnd): Ich empfehle mich, Durchlaucht. (Rodomar will abgehen, trifft in der Tür mit dein eben eintretenden Debois zusammen.) Debois (lachend): Halt, hier geblieben! Ihr seid wohl wieder in Zanl geraten? Man hörte es von weitem. Also Nietzsche kontra Marr und Lasalle. Das alte Lied! — Ich denke, seit den Tagen der Griechen und Römer hat es immer zwischen den Patriziern und Plebejern, den Viclzuvielcn und den Allzuwcnigen einen fortdauernden Kampf um die Herrschaft gegeben. Rodomar: Doch Darwin und die natürliche Zuchtwahl sprechen für mich. Wittgenthal: Ja, wenn es nur eine natürliche Zuchtwahl wäre, allein der Adel, wie er ist, ist bloße künstliche Aufzucht. Debois: Nie Euer Gespräch, das nie ein vernünftiges Ende finden kann. Die Geschichte, die allseitige Richterin, beweist es zur Genüge. Denn wovon wäre sie sonst erfüllt, wenn nicht von dem endlosen Streit und den vorübergehenden Ausgleichen zwischen Hoch und Nieder. Regiercrn und Regierten, der Masse und den wenig Auserlesenen, die die Herrschaft führten? — Komm, Paul! (Ihn unter den Arm nehmend.) Auf zur Jagd! Der Stärkere behält das Recht! Der Weg zum Leben. Roman von Erich Gdenstein. (74. Fortsetzung.) (Nachdruck urrbutrn.) Das herrliche Weib von gestern, die Idcal-gestalt, von der er sogar geträumt — er, der sonst niemals träumte — die stand heute in der Küche und kochte wie andere sterbliche Frauen? Es wollte ihm gar nicht eingehen. „Ach, der Herr Doktor!" rief Martin, der eben ein Huhn rupfte, erfreut aus, denn er hatte eine große Vorliebe für den gemütlichen, jovialen Arzt, der immer bei Appetit war und alles in Solitude reizend fand. Elaudia blickte unsicher auf den Besucher. Ihr war, als habe sie dieses volle rosige Gesicht mit dem braunen Schnurrbart und den sonnigen Augen schon irgendwo gesehen. Aber sie konnte sich nicht erinnern wo ... Leo stellte sich als Freund Wolfgangs vor und erkundigte sich vor allem nach dem Befinden des gnädigen Fräuleins, das gestern leider so unwohl war, daß er sich nicht einmal vorstellen konnte. Bei diesen Worten war es Elaudia, als fiele ihr ein Stein aufs Herz. All das, was gestern gewesen und die Tage vorher kam mit erneuter Wucht über sie wie etwas Unüberwindbares. Jetzt erst fühlte sie, daß sie seit Stunden gar nicht daran gedacht hatte. Aber Zeller, wenn er auch die Veränderung in ihren Zügen nicht begriff, war nicht der Mann, Trübfal neben sich zu dulden. Er warf Hut und Havelock auf einen Stuhl und begann seine Rock-ärmcl aufzukrempeln. „So. Hier sehe ich noch ein ungerupftes Huhn, das wartete auf mich. Hernach putzen wir den Spinat dort. Ich kann das gut, denn als Knabe mußte ich Mutter immer in der Küche helfen. Lassen Sie sich um Gottes willen nicht stören, gnädiges Fräulein." „Aber, Herr Doktor!" wollte Elaudia wehren, doch er ließ sich nicht abhalten. „Donnerwetter, wird das ein Mittagessen werden heute! Drei Köche oder Köchinnen--------wie soll man sagen? Was gibt's denn noch? Ist die Suppe schon zugestellt?" Und er rupfte, daß die Federn nur so flogen und Claudia unwillkürlich lachen mußte. „Herrgott", rief sie Plötzlich erschrocken und stürzte an den Herd, „meine Torte!" Sie öffnete das Vackrohr--------ein erstickender Qualm schlug ihr entgegen, dann zog sie die Tortenform heraus, in der eine schwarze Masse rauchte. „Ganz verdorben! Wie schade!" meinte sie bedauernd. Indessen nahm sich Leo der Sache an. „Man soll auch in verzweifelten Fällen den Patienten nicht verloren geben. Vielleicht läßt er sich noch reticn, wenn auch nur als Krüppel." Und er stürzte die Torte aus ihrer Form. schnitt vorsichtig die schwarze Kruste ab und rettete dabei noch einen ansehnlichen Teil. „Hab' ich's nicht gesagt?! Was blieb, genügt vollauf. Das Ansehen freilich ..." „Ah, mir kommt eine Idee! Haben wir Zitronen, Martin?" „Jawohl. Im Keller sind welche. Ich werde sie gleich bringen." „Nur eine, bitte, das genügt." (Fortsetzung folgt.) öaiba chcr Zeitung Nr. 230, ' 2141 7. Oltobcr 1908, Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Namcusfcst Sr. Majestät des Kaisers. Aus Krainburg wird nns berichtet: Wie alljähr-lich wnrde (Nlch heller das Allerhöchste Namenssest Sei» uer Majestät im ganzen Bezirk' in der hergebrachten Weise festlich begangen. An, Allerhöchsten Namcnsfcstc selbst zelebrierte in der hiesigen Stadtpfarrlirche der Psarrdechant Anton Koblar eine Festmesse inil Te-dlllm, loelcher sälittliche Beamte, die Stadlgemeindever-trelung, der Militär.Vetcranenverein und die freiwil-l'ge Feuerwehr sowie ein zahlreiches Publitmn bei. wohnte. In Krainburg waren sämtliche öffentliche Ge-bände so>vie zahlreiche Privalhäuser beflaggt. — In Nrumarltl wurde das Allerhöchste Namensfest besonders festlich begangen. Der Marlturl war am Vorabende illuminiert nnd es fand ein Zapfenstreich statt; auch waren zahlreiche Hänser beflaggt. Am Festtage fand ein Festgottesdienst in der dortigen Pfarrkirche statt, woran außer den öffentlichen Funkt wilären lin zahl» reiches Publikum teilnahm. Man schreibt nns aus Gottschcc: Das Allerhöchste Nameussest Seiner Majestät des Baisers wurde in Gutlschee in der üblichen Weise durch Abhaltung eines vom Herrn Pfarrdechanten Erker mit Assistenz zele. b'ierten Hochamtes gefeiert, dem d,c Staatsbeamten und Staatslehrpersonen, die Gendarmerie, die Ge-meindevertretuug, die freiwillige Feuerwehr und zahl» icichr Andächtige ans allen Kreisen der Bevölkerung bei-wohnten. Tie öffentlichen Gebäude wan'n beflaggt. Laibacher Gcmcindcrat. — Der Laibacher Gemeinderat trat gestern abends zu einer ordentlichen Sitzung znsammen, an welcher nntcr Vorsitz des Bürgermeisters Hribar 22 Ge-»icinderäte teilnahmen. Z,i Verifilatoren des Sitzungs» prolusolles wurden die Gemeinderäte Bergant nnd Dimnit nominiert. Bürgermeister H riba r machte zunächst die Mit» teilung, daß Zeitungsberichten zufolge Bulgarien zum Königreiche proklamiert wurde nnd das; dies, wie es scheine, mit Zustimmung Osterreich-Ungarns geschehen sei. Dieses historisch wichtige Ereignis bedente für das Slavenlnm einen großen Fortschritt nnd Redner erbitte sich daher die Ermächtigung, namens der Sladtgemeinde Laibach an den Bürgermeister der bulgarischen Haupt» nnd Residenzstadt Sofia eine Gliictwimschdepesche richten zn dürfen. Der Gemeindcrat gab hiezu unter lebhaf-ten Aiviorufen seiue Zustimmung. Der Vorsitzende machte weiters die Mitteilung, daß der böhmische ReichsratSabgeordnele Neumann in Laibach eingetroffen sei, nm sich über die Zustände in Laibach zu informieren. Er sprach dem Bürgermeister scin Beileid für die gefallenen Demonstrationsopser ans. Der russische Dumaabgeordnele Graf Bobrinslij und General VoIodimirov legten einen prächtigen Kranz am Grabe der Gefallenen nieder. Der Bürger-Meister brachte sodann eine große Anzahl von Beileids-tclegrammen zur Verlesung und gab weiters bekannt, baß die hochwindige Geistlichkeit für ihre Mitwirkung am Leichenbegängnisse der Gefallenen keine Entschädi-szung verlangt und daß auch für das Kirchengeläute au-^ßlich des Leichenbegäugnisses keinerlei Gebühr ein. schoben wurde. Den Kirchenvorslehnngen wurde für b'l'ses konziliante Vorgehen der Dank des Gemeinde-lates ausgesprochen. Einer Znschrist des k. l. Eiseubahnministeriums zufolge wnrde die l. l. priv. Südbahngesellfchast beanf-lwgt, niit dem projeklierlen Uuibau des Laibacher Bahn» Hufes ehestens zu beginnen. Da auch der Bauleiter be-lrits designiert worden ist, sei Aussicht vorhanden, daß Mit den Umbanarbeiten noch heuer begonnen werden wird. Schließlich machte der Bürgermeister die Mit-billing, daß der anläßlich der jüngsten Demonstratio-uen an Privateigentum angerichtete Schadeu vom be-cidetln Schätzmaii» Glasermeister August A g n o l a mit 8444 l< 26 1> festgestellt »oorden ist. Vor libergang zur Tagesordnung erbat sich Ge> meinderat Dr. Tav6ar das Wort nnd erklärte zu-uächst, daß ihm vom Herrn Regierungsrat K ulavies ein Schreiben zugekommen sei, womit er die gegen ihn erhobene Beschuldigung, daß er uach Abgabe der ver-hängni^vollen Salve gegen die Demonstranten am Feu-sler seiner Wohuung applaudiert habe, als den Tat-fachen nicht entsprechend erklärt. Nedner nehme daher leinen Anstand, die gegen den Herrn Regierungsral im ^"'mei „derate loenn auch nur bedingt vorgebrachte Ve. 1ch»Idis,l!!i^ zu U'iderruseu. In Laibach — fuhr Nedner fort >._ ^.j ,^„, ^^ yz„he wieder eingekehrt. Der Bürger-Meister habe eine Kundmachung erlassen nnd darin der Acuölkernng ans Herz gelegt, das Militär in keinerlei Weise hernnsznfordern. Allein auch dem Militär sei l'ln gleiches Vorgehen zn empfehlen. Zeitnngsberichten ''Usolge sei seitens des hiesigen Stationslmnmandos dem Militär u. a. auch der Besuch des Gasthauses „Zur Rose" verboten worden, »veil sich dort angeblich Per-sonen einzusinden pflegen, welche an den Demonftra-tionen sich aktiv beteiligt haben sollen. Dieser Boytutt blruhe auf falschen Prämissen nnd Redner müsse es für seine Person entschieden in Abrede stellen, daß er sich aktiv an den Demonstrationen beteiligt habe. Er werde sich niemandem aufdrängen nnd den Buylott ruhig zu ertragen wissen- er müsse aber erklären, daß ihn solche Maßnahmen nicht abhalten werden, auch an dem Militär Kritik zu üben, wenn dieses hiezn berechtigten Anlaß geben sollte. Es ist zu hoffen, daß die Ruhe nun dauernd eingekehrt sei. Der Gemeinderat habe eine strenge Untersuchung über die Vorfälle verlangt' dicfc sei nunmehr im Znge nnd es sei daher zn erwarten, daß wir über die Vorfälle des verhängnisvollen 20. September die volle Wahrheit erfahren. Der Lai-bacher Gemeinderat habe die Demonstrationen niemals gutgeheißen; dies gelle jedoch nicht nur für Laibach, sondern auch für Pettau, Marburg und Eilli. Es muffe anerkannt werden, daß unseren Mitbürgern, welche Schaden erlitten haben, Unrecht geschehen sei. Die Stadt-gemeinde habe indes ihre Pflicht erfüllt und es gebe lein Gesetz, welches sie znr Vergütung des anläßlich der Demonstrationen angerichteten Schadens zwingen könnte. Um jedoch der Beunruhignng den Boden zn enl-ziehen, stelle er den Antrag, der Gcmeinderat wolle beschließen: „Die Stadtgemeinde Laibach, obwohl He hiczu geschlich nicht verhalten werden lann, vergütet freiwillig den gesamten amtlich festgestellten Schaden, welcher anläßlich der jüngsten Ermesse an Privatcigen-tlim angerichtet worden ist, jedoch nur unter der Ve» dingung, daß auch die Gemeinden Eilli, Pcttau und Marburg hinsichtlich der dortigen Schäden sich zu einem gleichen Vorgehen verpflichten." Der Antrag wurde unter Bravorufen angenommen. Sodann wnrde znr Erledigung der Tagesordnung geschritten nnd wurden über Antrag des Gemeinderates Dr. Oraxen in das Kuratorium der städtischen höhe» ren Mädchenschnle für die kommende dreijährige Pe-riode berufen die Gemeinderäte Dr. Riller von Blei-weis, Jakob Dimnik, Franz Mally und Johann «nbie, außerdem Professor Raimund Peru^el und Regierungs-,al Andreas Senelovi<'. In das Kuratorium des städ-tischen Mädchenlyzeums wnrden anßer den Obgenann-ten noch berufen Frau Milica Hribar als Präsidentin des Vereines „Mladika" und Frau Dr. Tav^-ar als Piäsidenlin des allgemeinen slovenischen Franenvcr-eines. Gemeinderat Planlan referierte namens der Rechtsseltion über die Petition der Stadtgemeinde Graz a>. das k. l. Eisenbahnministerinm gegen die von der Südbahn verfügten Fahrprciserhöhnngen. Wie bekannt, hat die Südbahngesellfchaft vom I. Oktober ab eine Ver-tenernng ihrer Peifonenlarise eingeführt durch Auf» Hebung der Rückfahrkarten sowie dnrch Erhöhung des Preises für Rundreisebilletts uud Abonnementslarten. Diese Verfügung habe in einer Zeit, welche die Ver-mehrung niid Verbillignng der Verkehrsmittel als Volks-wirlschaslliche Forderung erkennt, in allen vom Schienen-Wege der Südbahn durchzogenen Gebieten große Be-unruhiguug verursacht und die Stadtgemeinde Graz sah sich deshalb veranlaßt, zwecks Hinlanhaltung dieser Fahrpreiserhöhnngen eine Petition an das l. l. Eisen» dahnministerium zu richten. Die Stadtgemeinde Laibach wurde eiugcladeu, diese Petition dnrch Überreichung einer analogen Vegehrschrift zn unterstützen. Der Rose-rent hob hervor, daß durch die Verteuerung der Per-sonentarise seitens der Südbahn auch der Fremden-verkehr in Krain arg in Mitleidenschaft gezogen fei und stellte sodann den Antrag, daß sich die Stadt, gemeinde Laibach der Petition der Stadtgemeinde Graz anschließe und die Bitte stelle, das k. k. Eisenbahnmini-slerinm wolle den von der Südbahngesellschast verfügten Tariferhöhungen die Zustimmung versagen, bezw., wenn diese bereits erteilt sein sollte, die Zustimmung zurück-ziehen und die Südbalingesellschaft verhalten, entweder die früheren Begünstigungen wieder einzuführen oder im Falle der Aushebung dieser Negünstignugen die Ta-rife für die einfachen Fahrten entsprechend herabzusehen, bezw. zu regulieren. Der Antrag wnrde einstimmig angenommen. Über Antrag desselben Referenten wurde weiters beschlosseu, deu jz 4l) der Gemeindeordnung für die Landeshauptstadt Laibach zwecks Differenzierung der Umlagen zu deu direkten Steuern entsprechend abzn» ändern nnd den lrainischen Landesansschnß zu ersuchen, diesen Beschlnß dem Landtage zur dringlichen Verhand-lm,g ehestens vorzulegen. Wir kommen auf diese An. gelegenheit morgen ausführlicher zurück. Die Gemeinderäle Pav^el und Turk berich-teten über eine Reihe von Vanangelegenheilen. Dem Verlangen der l. l. Landesregierung entsprechend, wurde beschlossen, die Straße Sredina längs des Scnnasfaschen Besitzes in der Brühl bis zur Karlstädter Straße fort-zuführen und deu in dieser Weise abgeänderten Regu» lieruugsplan der k. l. Landesregierung neuerlich znr Genehmigung vorzulegen. Der Rekurs der Firma De» ghrnghi gegen die vom Stadtmagistralr angeordnete Ab-slellung einiger llbelständc im Koliseumgebäudc sowie der Rekurs der Hausbesitzer Ferdinand Staudacher nnd Ferdinand Schmitt gegen dir behördliche Bewilligung zum Baue einer Villa des Baumeisters Supan6i6 in der Nonnengasfe wurden als unbegründet abweislich bcschieden. Den Gesuchen des Besitzers Josef Oraxem hinsichtlich der Abteilung der Parzelle Nr. 66/24 der ,^atastralgemeinde Karlstädler Vorstadt auf vier Bau» Plätze sowie der Besitzer Franz Kav<-,'6 und Alois Lavreu» <'iV- um Abänderung ihres Parzellierungsplanes wurde Folge gegeben. Über die Petition des Verbandes der Melallarbei» ler, welche u. a. die Errichtung einer städtischen Fleisch, bank, einer städtischen Bäckerei sowie einer städtischen Bierbrauerei verlangt, wurde über Antrag der Teue-rnngsseltion zur Tagesordnung geschritten. Nber eine Anfrage des Gemeinderates Vellovrh machte Bürgermeister Hribar schließlich die Mitte«, lung, daß die feierliche Enthüllung des Kaiser-Dentmals vor dem Instizpalais für den 4. Oktober anberaumt war, daß die Feier jedoch mit Rücksicht anf die Ver-hältnifsc in Laibach verschoben werden mußte. Die feier» liche Enthüllung des Denkmals findet nunmehr am 2. Dezember 1. I. statt. Nach Erledigung der Tagesordnung wurde sodann die öffentliche Titznng um halb 8 Uhr abends geschloffen. Das Kaiser Franz Ioscf-Krankenasyl in Laibach. (Schlus;,) Um das Gebäude wird ein Trottoir aus einer Portlandzement-Stampfbeton-Unterlage mit Asphalt-Überzug ausgeführt, das eine entsprechende Neigung gc» gen die gepflasterten Rigolen erhält. Das Trottoir hat den Zweck, das Wasser vom Gebände abzuleiten und die Sonterrainmauern vor Nässe zu schützen. Der Gehsteig längs der Straßenzüge wird aus Porphyrplatten hergestellt. Die Einsriedung gegen die Straßenseiten besteht aus einem gemauerten Sockel mit aufgesetztem Eisen-drahtnetz zwischen gemauerten Pfeilern. Gegen die Nach. bargrnnde wird eine 2:6 Meter hohe eingedeckte Mauer ausgeführt werden. Das Gebäude erhalt eine Hanswafserleitung mit entsprechend vielen Auslaufmnfcheln, elektrisches Licht und eine Gascinleitung. Behufs ausgiebiger Ventilation werden die Fenster mit drehbaren Oberlichten versehen sein. In hygienischer Beziehung werden selbstverständlich die billigerweise zn stellenden Ansprüche im weitesten Ausmaße berücksichtigt werden. Das Wirtschaftsgebäude, das die Schweinstallungen, den Geslügelstall, eine Tchweinelüche nnd eine Remise entHallen wird, ist abfeits vom Hauptgebäude situiert. Die Gartenanlage besteht aus mehreren Teilen. Vor dem Gebäude ist ein zehn Meter breiter Ziergarten projektiert. Links und rechts vom Hauptgebäude sollen Obstbaum-Pflanzungen angelegt werden; gegen Often ist eine Parkanlage zur Ausführung beantragt, während zwischen dem Hauptgebäude und dem Wirtschaftshose eiu ausgedehnter Gemüsegarten angelegt wird. Die Banlosten samt innerer Einrichtung werden sich auf rund 6s»l>.s>l»s» I< belaufen. Der Nan foil schon hener nnter Dach gebracht werden. Dessen Vollendung ist für den Spätherbst 1909 in Anssicht genommen nnd das Gebäude dürfte im Frühjahre 19K» seiner Bestim-mnng übergeben werden. Wir bemerken schließlich, daß der Anfriß des Ge. bäudes und der Grundriß des Erdgefchoffes im Auslage» senster der Firma Kleinmayr <5- Bamberg znr all. gemeinen Ansicht ansgestellt sind. - 1 vi,^L «topn^je. Wien, k. k. Schulbücherver» lag. Preis gebunden 70 l>" in der dritten blasse der Knabeuvolfgschnle in St. Michael, an der gemischten Voltsschule in Waltendorf und an der Mädchenvolts. schule in Nudolfswert genehmigt. — Der k. t. Landes» schulrat für Kram hat im Einvernehmen mit dem lraini» scheu Landesschnlrate mit Rücksicht auf die große Schülerzahl in der ersten N lasse der vierklassigen Volks» schule in Aßling die Aktivierung einer fünften Parallel» aliteilung lzweite Parallelabteilung) znr ersten Klasse auf die Daner des tatsächlichen Bedarfes bewilligt. —,-. — Ter Unlerrichi an dieser Abteilnng beginnt in der laufenden Woche und wird jeden Mittwoch und Samstag von 2 bis 4 Uhr nachmittags abgehalten werden. Der offene Zeichensaal hat den Zweck, Damen Gelegenheit zu geben, sich im Kopieren von Mnstern der weiblichen Handarbeiten, im dekorativen Zeichnen sowie im Zeichnen und Malen nach der Natur zu üben. Bein Eintritt ist eine Aufnahms» gebühr von 2 X zu entrichten, der Unterricht selbst ist jedoch unentgeltlich. Anmeldungen werden täglich in der Tirektionskanzlei der Schule »Alter Markt, 34) ent» gegengenommen. — lTodesfall.j Gestern vormittags starb nach kur» zer Krankheit der fürstbischöfliche Rat Herr Gregor Malovrh, Pfarrer in St. Veit ob Laibach, im 69. Lebensjahre. In Pölland ob Bischoflack geboren, wirkte der nunmehr Verblichene zunächst als Kaplall in Höflein und Zirklach, dann 1 l Jahre hindurch als Pfar» rer in Slranje und endlich seit dem Jahre 189l als Pfarrer in St. Peil ob Laibach. Das Leichenbegängnis findet morgen um 8 Uhr vormittags statt. — lV?reinswescn.j Das k. k. Landespräsidium für Krain hat die Bildung des Vereines „?o<1i-uxiii<^ ^ ^lx'ili« Vi<"> liruil)!^ 5v. (?,iriln in ^l<>tcxll>, v I>.iul)l^lnn" mit dem Sitze in Waitsch bei Laibach nach Inhalt der vorgelegten Statuten im Sinne des Vereinsgesctzes zur Kenntnis genommen. —o. — l^m städtischen Schlachthauses wurden in der Zeit vom ^>. dis 27 v. M. 72 Ochsen, 11 Kühe und 7 Stiere, weiters 148 Schweine, 213 Kälber sowie 93 Hammel und Böcke geschlachtet, überdies wurden in geschlachteten, Znstande 1 Ochs, 9 Schweine und 15 Kälber nebst 526 Kilogramm fleisch eingeführt. — lErster österreichischer Alkoholgegnertag.j Unter dem Ehrenpräsidium Seiner Exzellenz des Herrn Dr. Richard Freiherr» von Bienerth, k. k. Ministers des Innern, sindet in der Zeit vom 12. bis 14. d. M. in Wien der erste österreichische Alloholgegnertag statt. Al,s dem Programm der Tagungen steht unter anderem auch ein Bericht über die Ausbreitung und die Be» kämpfung des Alkoholismus in Krain sReferent Herr Pfarrer Johann Kalan in Zapoge). " Konstituierung des Vezirksstraßenausschusses in Wippach.) Gewählt wurde der Landtagsabgeordnete usw. Herr Ivan Lavren <" i 5 in Oberfeld zum Obmanne und der Besitzer und Gemeindevorsteher in Go<>, Herr Richard F e r j a n 5 i <"-, zum Obmannstelluertretcr. -r. * lUnfälle auf der cleltrischcn Ttraenbahn.j Als gestern gegen halb 3 Uhr nachmittags ein Motorwagen o.uf der Sallocher Straße in der Richtung gegen die Remise fuhr. stieß er durch Unvorsichtigkeit des Wagen» suhrcrs mit wkl,.'v Vucht an einen vor ihm fahrenden zweispännigen Leiterwagen an, daß dieser umkippte und der Fnhrmann Anton Plankar aus Gozd nebst zwei Frauenspersonen nnd einem Mann anf die Straße fie» len und unter den Motorwagen zu liegen kamen. Alle diese Personen wurden mehr oder Weinger verletzt. ^ Gegen 5 Uhr nachmittags prallte ein auf der Puljana» straße gegen den Kaiser Iosefsplatz fahrender elektrischer Straßenbahnwagen an einen durch den Fleischersohn Io» hann Mman ans Waitsch geleiteten Fleischerwagen init solcher Gewalt an, daß das Pferd aufs Trottoir stürzte und sich am rechten Vurderfuße bedeutende Hautabschür» fung zuzog. Ob hieran anch der Wagenführer die Schllld trägt, wird die gerichtliche Untersnchung ergeben. — Mne Schlägerei in einer Tischlerlverkstätte.) Gestern nachlnittags entstand in einer Tischlerwerksiättc an der Triester Straße zwischen dem Meister und zwei Gehilfen eine Schlägerei, wobei alle drei leicht körper» lich verletzt wnrden. Um der Schlägerei ein rasches Ende zu bereiten, bcgoß eine Austochbesitzcrin die Kämpfenden mit zwei Schaff Spülwaffer. — Mit drei Kugeln im Leibej wurde gestern ins biesige Krankenhaus der Arbeiter Josef Rundel aus Sagor gebracht, den ein Kamerad angeschofsen halle. Tlieater, Zunft und Literatur. — piel „Der kleine Landprediger" von James Matthew Barrie, deutsch von Rudolf Lo» lhar, zur Erstausführung. Das Werk, eine sensationelle Neuheit des k. k. Hosbnrgtheaters in Wien, hatte da» selbst einen durchschlagenden Erfolg und ist sowohl geist-reich als auch humorvoll. Das Stück kaun anch der Jugend zum Besuch bestens empfohlen werden. — Am Freitag sindet die erste Opernaufführung statt. Gegeben wird Wagners „Lohengrin". — lIus der slodenischcn Theatcrlanzlci.) Donners» tag gelangt zum erstenmale Tun Angelo Guimeras Schauspiel „Im Tieflande" l„V slolini") zur Auffüh» ruug. Die Hauptrollen spielen Frau F. VorXtnik, Herr D r a g u t i n o v i <^, Herr N u 6 i <"- und Fräulein K avet a. — Das Operettenpersonale bereitet den „Walzertraum" l.,Vü15l«>v <"nr") von O. Straus, das Opernpersonale die Oper „Samson und Dalila" vor. — Als sentimentale Liebhaberin wnrde diesertage Frau» lein A. Winterova au Stelle der erkrankten Fran Kreis»Pato5tova aus Prag engagiert. Fräulein Win» lerova ist eilte Nöhmin und wird neben Fran Vor^tni» kova die ersten Rollen im Drama spielen. — 1.) Erstes Buch: Iio«ln5nc>«t klitoli^« vcro. Mit dieser für die 5. Klasse bestimmten Apologetik (Verlag der „K-ltoliäKll liukvin-lln", Preis 2 X 80 l>) er» ösn»et Professor Dr. Svetina die Reihe der slove» uischen Lehrbücher für den Religionsunterricht am Ober» gl)mnasinm. Von den theoretischen Vorfragen, die in derartigen systematischen Lehrbüchern für Theologen oder akademisch gebildete Leser eine ansführliche Be» Handlung erfahren, hat der Verfasser ans begreiflichen pl'dagogischen Gründen uur das Notwendigste aufgenom. men >S. 1 bis 11). Er unternimmt nach einer kurzen Einleitung über den Begriff der Religion nnd den Unterschied zwischen der natürliche» und der geofflen» barteil Religion sogleich die Bearbeitung des Hanpt» themas: des Beweises von der Wahrheit und Göttlich, keit der katholischen Religion. Die klare, übersichtlich und logisch geordnete Dnrchführnng bewegt sich anf dem ficheren historischen Wege nnd umsaßt drei Hauptab» schnitte. Im ersten werden die Quellen für die Wahr» heit der katholifchen Religion, die historischen Schriften des Neuen Testamentes besprochen, ihre Echtheit und Glaubwürdigkeit wird lichtvoll dargetan lS. 12 bis 39). Auf dieser sesten Gruudlage wird der Beweis von der Gottheit des Stifters unserer Religion in überzeugender Weise geliefert sS. 39 bis 88). Im dritten Haupt» abschnitte wird die Gründnng der Kirche durch Jesus Ehristus erörtert, sowie ihre Verfassung und die unter» scheidenden Merkmale, durch welche sie sich von anderen religiösen Genossenschaften als die echte Stiftung Christi auszeichnet; ferner ihre göttliche Leitung, ihre Unfehlbarkeit nud das Wichtigste über die beiden Er» ünntnisauellen, nämlich die Heilige Schrift und die Tradition und zuletzt die katholische Glaubensregel samt den Schlußergebnissen lS. 88 bis 156). Damit ist der Lehrstoff erledigt. Es folgt darauf noch ein praktischer Anhang, eine als Lesebnch gedachte Inhaltsangabe der altteslamentlichen Bücher, eine lnrz orientierende Dar» stellung ihrer historischen Glaubwürdigkeit, ihres gött» lichen Charakters und eine Analyse der didaktischen Bücher des Neuen Testamentes lS. 15? bis 229). Die Arbeit ist vorzüglich gelungen. Professor Dr. Svetina hat sich dadurch ein großes Verdienst erworben, und eii. dauerndes Andenken in der Geschichte der sloveni» schen Literatur bleibt ihm gesichert. Als besonders wert» voll möchte ich bezeichnen: die Paragraphe über die Echtheit der Evangelien lS. 19 bis 33) — ein Kabinett» stück! — über das christliche Martyrium lS. 79 bis 82) uud über das Verhältnis zwischen Kirche und Staat lS. 122 bis 127). Die Besprechung der Begebenheit vl.ni angeblichen Stillstand der Sonne im Buche Josue u»t. — cms dem Tische des gebildeten Laien. Wer noch unge-Nübten Sinn für die Religion bewahrt hat und seine slüher gewonnenen Kenntnisse auffrischen oder in man-ch<'!l diesbezüglichen hochwichligen Fragen einen ver» ständnisvullen lind verläßlichen Führer finden will, der greife getrost nach dem Werte von Dr. Svelina. Dr. Pern«'. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureauo. Die Annexion Bosniens nnd der Hcrcegouina. Wien, 6. Oktober. Die morgige „Wiener Zeitung" wird die folgenden Allerhöchsten Handschreiben verössei»<» lichen: Lieber Freiherr von Veck! Ich habe Mich bestimmt gefunden, die Rechte Meiner Souveränität auf Bosnien mib die Hercegovina zu erstrecken und die für Mein Haus geltcude Erl,. folqeordnung auch für diese Länder iu Wirksamkeit zu setzen, sowie ihne» gleichzeitig verfassuugomäßige Ein» richtuugen zn gewähren. Indem Ich Ihuen zugleich die Abschriften der Handschreiben mitteile, die Ich aus die» sein Anlaß an den Minister Meines Hauses nnd des ^lußern und den gemeinsamen Fiuanzminister gerichtet habe, fordere Ich Sie auf, im Sinne des Paragraphen 5 des Gesetzes vom 22. Februar 1880, R. G. Nl. Nr. 18, wegen Einbringnng der hienach erforderlichen Vorlagen im Reichsrate das Eulsprechende einzuleiten. Budapest, au, 5. Oktober 1908. Franz Joseph n>. ,,. Neck in. ,,. Das Handschreiben Seiner Majestät an Freiherrn v. Ahrenthal hat solgenden Wortlaut: Lieber Freiherr v. Ahrenthal! Durchdrnngen von der nuerschütterlicheu Überzen» guug, daß die uatioualen, kulturellen und politischen Zwecke, um deren willen die österreichisch-ungarische Monarchie die Besetzung und Verwaltung Bosniens und der Hercegovina übernommen hat lind die mit schwe» ren Opfern erzielten Erfolge der bisherigen Verwaltung nur dnrch Gewährung von ihren Bedürsuisseu enlspre» cheuden, verfassungsmäßigen Einrichtungen dauernd ge» sichert werden können, für deren Erlassung aber die Schaffung einer klaren und nnzweideuligeu Rechts» slelluug der beiden Länder die unerläßliche Voraus» setzuug bildet, erstrecke Ich die Rechte Meiner Souverä» nität aus Bosnien und die Hercegovina und setze gleich» zeitig die für Mein Haus geltende Erbfulgeorduung auch für diese Länder in Wirksamkeit. Znr Knudgebuug der friedliche», Absichten, die Mich bei dieser nnabweis-lichen Verfügung geleitet haben, ordne Ich gleichzeitig die Räumung des Sandschaks von Novibazar von den dahin verlegten Truppen Meiner Armee au. Budapest, am 5. Oktober 1908. Franz Joseph ,». s». Ährcnthal n>. p. Das Handschreiben Seiner Majestät an den Reichs» fiuanzminister lautet: Lieber Baron Vuricm! Ich habe Mich entschlossen, die Rechte Meiner Souveränität sowie die für Mein Halls gelteude Erfolge-ordnnng auch für Bosnien und die Hercegovina in Wirt» samkeit zu setzen. Gleichzeitig übermittle Ich Ihnen eine an die Be» völkerung dieser Länder gerichtete Proklamation. Ich beauftrage Sie, wegen deren Verlautbarung das Erfor» Laibacher Zeitung Nr. 2.W. 2143 7. Oktober 190tt. dl'rlichl' .',!> veranlassen, ^lls lülvcvrilckbarr^ ^,icl schwebt Mir l,,m Aliqcil und cö ist Mein fester Wille, das; den AngelM'iqen Vl)sniens und der HerceMnna die biirqer. lichen Rechte im vollen Maße qewährt und qesichert werden. Außer der Freiheit der Person und des Glau» lcns, der Sicherheit des (iiqentuins, der Ohre, der Sii-ten und Gebräuche, der Wcchrunq des Hausrechtes und der Preßsreiheit, die bereits durch die bestehenden Gc» setze gewährleistet find, soll die ssreizügigfcit sowie das Vriesqehelmnis, die auch schon derzeit slrenae beachtet werden, die Nechtsprechunq durch den zuständigen ^iich» lei, das Petitionsrecht, das Vereins- und Versamm-l.'.nqsrecht uuter ausdrücklichen gesetzlichen Ichutz gestellt werden. Turchdruugeu von der Überzeugung, daß die Wewährnng von verfassungsinäßigen Einrichtungen durch den lulinrellen Etand der Äemillernng, durch das Äe» dürfnis einer »virtsaluen GeN.'ährleistuug der gesetzlich Mlerkannten und noch anzuerkennenden bürgerlichen ^tlchte dringend gefordert N'erden, ordne Ich hiemit au, daß >>en Vediirfnissen der Nevöllerung nach einer an» lV'nommenen Teililahuie au der Besorgung der Landes» Angelegenheiten durch eine Landesvertreluug in einer du fonsessionellen Verhältnisse solvie die altererbte so» ziale Cchichtuug der Newohuer schonenden ^orm Ge» »iige geschehe. Der zu schassende Vertretungslorper, auf» Erbaut auf dem Grundsatz der Interessenvertretung, soll cin inöglichst getreues Abbild der in den beiden Ländern blslehende» nationalen, lonsessionellen und politischeu ^»stände sein. Daher sollen die hervorragenden Würden» l'äger, die nach Bildung und Wohlstand abeuaustehen, ^ie Newohner der Städte und jene der Landgemeinden in besonderen Kurien vertreten sein und die Wähler in ic'der ,^urie nach Konfessionen getrennt abstimmen, mn su nicht allein die gnte Eintracht zwischen den Glaubens» belenntnissen vor Störung zu bewahren, sondern auch iedem derselben die ihr verhältnismäßig zul'ommeiwe Anzahl von Vertretern zu sichern. Der Wirlnngslreis des bosnisch.hereegovinischen Landtages wird unbescha» >>et der gleichzeitig ins Leben zn rufenden Vezirtsver» t.etnngen die Gegenstände der Gesetzgebung und Kon» trolle z» umfassen haben, welche die Verwaltung und H»echlsps!ege von Nosnien und der Hercegovina allein betreffen. Nm sonach der Nevöllerung der neu erwor. bcnen Länder einen Veweis Meines ernsten Bestrebens nach Sicherung ihres Nechtszustandes und nach einer befriedigenden Ordnung il>rer heimischen Augelegenhei» ten zll undmen, fordere Ich Sie hiemit auf, Mir sie i,!> Sinne dieser Grundsätze auszuarbeitenden Vorlagen mit aller Veschleunignng zu unterbreiten, damit die neue Landesverfassung ehestens in Wirksamkeit zu treten vermöge. Budapest, am 5. Oktober lW8. Hranz Joseph m. i>. Nurian >n. p. Das Königreich Bulgarien. Wicn, 6. Oktober. Die von in» und ausländischen Vlätleri, kolportierten Nachrichten über die Mobilisie» rung cinq's oder mehrerer österreichisch.ungarischer ^»rps entbehren jedlveder Begründung. Die Kriegsver» ^'Nltuug hat diesbezüglich keinerlei Maßnahmen ge» Tofin, li. Oktober. iMeldung der Agenee t'^gra-^)>Pie dnlgare.) Anläßlich der Proklamierung Bnlga» ^l!is zum unabhängigen .Wnigreich veranstaltete eine "'geheure Menschenmenge vor dem Palais begeisterte "Uüdgclinngen. Der Erbprinz erschien am Fenster und ^Mille init folgenden Worten! „Mit Hilfe der auslän» ^sllien Nationen hat mein Vater eine große Tat voll» bracht. Es lebe das Königreich Bulgarien!" Die Kund-^'bungoi wurden vor dem Zar-Nefreierdenkmal fort» ^l'etzt und die Armee lebhaft akllamiert. Konstaniinopel, f>. Oktober. Einem Gerüchte zu-!"lge, das nach dem nachts abgehaltenen Ministerrate "l Negierungskreisen zirkulierte, habe die Pforte eiue ^'ubilisi^v,,!!g im kleinen Umfange angeordnet. Konstantinopcl, tt. Oktober. Das in französische; /'"b italienischer Sprache erscheinende Blatt „La ^urPlie" veröffentlicht eine Unterreduug luit dein Mi-"ister des äußern, der erklärt, daß seine Ansichten nicht l'l'ssnnisliscl, sl>u'i, „nd daß der Krieg vermeidlich sei. ^U' Türkei wünsche den frieden. Die Pforte warte ^' Note ab, welche die Mächte nach Sofia richten, bis bchin müsse die Pforte in strikter Neserve bleiben, schließlich sagte Minister des Äußern Tewsil Pajcha, b"ß die Ps^vte den Gerenteu der Türkei in Sosia nicht abberufen habe. Er demeutierte das Gerücht, daß Bul» ""en die Grenze passiert hätten. Konstaulinopcl, li. Oktober. Dem „Ikdam" zufolge 'int die Pforte in ihrer Antwort an den Fürsten ^erdi-"and in scharfer Weise gegen diesen Akt protestiert und M'gekiindigl, daß die an dieser Frage interessierten Mächte des Berliner Vertrages zu eiuer Konferenz ein» Fladen werden, um ihre Ansicht auszudrücken. Den Blättern zufolge wurde die Protestnote sofort telegra» phisch an die Kabinette abgesandt. Konstantinopcl, 6. Oktober. Fast die gesamte Presse empfiehlt Nuhe und drückt ihr Vertrauen in das Vor. gehen des Kabinettes aus. Die Presse besaßt sich auch mit der bosnischen Frage. Einige Blätter schreiben die Ereignisse dem Dreibünde zu und gründen ihre Hoff» nung namentlich auf England. ^ Belgrad, 6. Oktober. Die serbischen Blätter wenden ihre ganze Aufmerksamkeit der Frage der Annerion Bosniens und der Hereegovina zu. Das Blatt „Politila" eiließ einen Ausruf au die Belgrader Bevölkerung mit den Worten: „Das Vaterland ist in Gefahr." In diesem Ansrufe werden sämtliche Belgrader Bürger ausgefur. derl, au dem hellte 3 Uhr nachmittags stattsiudenden Meeting in größter ^ahl zu erscheinen und in impo» sinter und würdiger Weise zu erklären, daß das serbische Voll gewillt sei, mit allen Mitteln selbst auf die Gefahr eines Krieges hin die Anner.ion Bosniens und der Her» eegoviua zu hintertreiben. Paris, 6. Ollober. Die meisten Blätter fprecheu die Ansicht aus, daß ein neuer Kongreß zur Revision des Berliner Vertrages notwendig sei. London, 6. Oktober. Das Neutersche Bureau er» sährt, die englische Regierung könne leiner Macht das Recht zustehen, einen internationalen Vertrag ohne ^u» stimmnng der Signatarmächte abzuändern. Sie werde es ablehnen, einen Bruch des Berliner Vertrages zu sanktionieren und die vollzogenen Talsachen erst aner-kennen, wenn die übrigen Mächte, ihre Meinung zum Ausdruck gebracht haben werden, insbesondere die Tür» kei, die ein unmittelbareres Interesse als jede andere Macht in der Frage habe. London, li. Oktober. „Daily News" schreibt, Bul» garien habe die Proklamierung der Unabhängigkeit >n einer Art und Weise vollzogen, die geeignet sei, seinen Staatsmännern die größte Unehre zu bringen. Es habe sich mit ^sterreich'Unqarn und Dentschland vereinigt und die Ratschläge seiner Freunde in England verwur» sen. England könne Änderungen des Berlmer Ver» träges ohne Zustimmung aller Signatarmächte nicht zu» geben. Verantwortlicher Nedalteur: Anton Funtel. Die Bop- und Lithium-hÄltig-e Heilquelle SALVATOR| k«whtiri üicli bei Nieren- und Blasenleiden, Gicht, £ lackerharnruhr und cfttarrhaliBchen Affections«, i Natürlicher eisenfreier Sluerllnf. 2 Hauptniederlagen tn Lalbaoh: Michael Kastner und PeterLassnik. s^f >j(J feste qflässtye ^r*^ Neuheiten: y Savon fin „Lilas Blanc" per Stück......K — ¦•((> > * „Violette de Nlco" per Shirk ...» —Til) Verstorbene. Am A. Oktober. Älaria Polj, Arbeitcrstochter, 6 Mon,, Stadtwaldstrahc 15, Elllampsie. Im Zi bilspitale: Am 1. Oktober. Anton Pcbcvc, Besitzer, 3« I,. I Vorzügliches diätetisches Tischgetränk. I Man befrage übor die Wertigkeit des Biliiiors I den Hausarzt. (2798) 29—27 I Erhältlich hei Miohael Kastner, Lalbaoh. I Meteorologische Beobachtungen in Laibach Scehöhe A0«-2 m, Mittl. Luftdruck 73« 0 mm. g ^ U. n. 748 0 1b Fs^OVmHßi« , tnlw. be». 9U. «b. 745 5! 9 0! NO. mcihis, ! heiter ?l?U. Y. 747 01 15^ S,schwach , . ^ u y Das Tagesniittel der gestrigen Temperatur 12 l° Nor» male 12 0°. ' Wettervoraussage für s>en 7. Oktober für steiermarl, Mrntcn und tt rain: Tchönrs Vetter, miis;is,r Winbl', wnlis, verändert. sleNenweisc Morgrmicbel; fiir das Kiisteuland: Schü» »es Wetter, stürmische Äora, lühl. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte (gsgrimds! Vo» der Nrai», Lpnrlasje >««?), (Ort: Gebäude der l.l. Staats.Oberrealschule.) ilagc: Nördl. Breite 46°(N': Östl. Länge von Greenwich N" 31'. Beginn ^^ -U^ Herb- KZ. M tzff ZKß i:ss ^ distanz «Z zZ Ass FZ., :H D Z "3? H» ^" «ZG ^ lim llM8bm»dm»lim»dm^ Griest: 5. — 16 0809------------------------16 08 50 16 11 V (1-2) Bebenberichte: Am 6. Oktober gegen 22 Uhr" 42 Minuten Aufzeichnungen eines ssernbebens an der Warte von Laibach, Herddiftnnz über 1lX)0 Kilometer. — Am 7. Oltobcr gegen 2 Uhr 15 Minuten seismische Störung, ver» zeichnet in Laib ach. Bodeuunruhc *" am 7. Oltober an allen drei Pen« deln «sehr schwach». * sdsü!rn: K — dreifach»« Horlzouwlpsübsl vu„ »„nc>!,»» b^ishs» s!ch o»f miü,! ><»i! »„d werben von Mi!«sr„!>ch! bi« M,!,ss„ncht U Uhr bi« Ü4 > "* Di» » n » ü r » h » wird i» soln^n , ' , »ds» lla!sifi^!»rl! !/I»«!chI«ss» bi« z„ I Milli!»s!»r «iehr Ichwach», uu» l l>>« l Aiiüim»!« »lchwach», »'on » hi« 4 «NNimfltr» «niäßi« swrl», »o» 4 bi« 7 MilÜMl'l'in .stnri., uu» 7 bi« ,0 uliillimclern »d iiber lo Millimsler »ll»k,l' ord'üOich siarl». — »»lNnsm»!üe Vobsiili»»-«!,»» b«d»ü!» K'andestheater in Kaibach. 2. Vorstellung. Gerader Tag. Heute Mittwoch den 7. vltober: Zum erstenmal: Her kleine Landprediger Lustspiel iu vier Auszügen vou James Matthew Narrie. Anfaug um '/,« Uhr. Ende um 10 Uhr. Das heutige Programm im Kinematooraph Pal: l.Dcr Ivott.oriesc.hcin (humoristisch). — 2.) Ausilug nachdem Sudan (interessante Naturaufnahme). — 3.) Die Ehre dea Gendarmen (Tragödie in 15 Bildern). — 4.) Dornröschen (herrliche, lauge Projektion, Märchen in 42 Bildern). — ö.) Ein moderner iSimsoii (humoristisch). Laibacher deutscher Turnverein. Den geehrten Vereinsmitgliodern wird hiemit bekanntgegeben, daß der regelmäßige Turnbetrieb arn 1. Oktober 1. J. wieder aufgenommen wurde und in der Turnhalle der k. k. OberreaJschule nach der angegebenen Turnordnung geübt wird. Tui nordnung: Herren-Riege I: Dienstag und Samstag von f> bis 7 Uhr abends. Herren-Riege IIi Dienstag und SamBtag von halb 8 bis halb !) Uhr abends. Stamm-Riegen: Dieußtag und Samstag von halb 9 biß Kl Uhr abends. Feohter-Riege: Mittwoch und Freitag von 6 bis 7 Uhr abends. Frauen- and Mädohen-Riegen: Montag und Donnerstag von 7 bis S Uhr abends. Jugend - Abteilungen: Sohüler-Abteilnng I: Mittwoch und Freitag von G Mb 7 Uhr abends. Sohüler-Abteilung II: Mittwoch und Freitag vou 7 bis K Uhr abends. Mädohen-Abteilung I (Alter 6 bis 10 Jahre): Montag und Donnerstag von G bis 7 Uhr abendB. Mädohen-Abteilung II (Alter 10 hi» 16 Jahre): Montag und Donnerstag vou 6 bis 7 Uhr abends Knaben-Riege (Alter G bis 10 Jahre): Mittwoch und Samstag von 2 bis 3 Uhr nachmittags. Zöglings-Riege: Donnerstag von halb 9 bis halb 10 Uhr abends und Sonntag von 2 bis halb 4 Uhr nachmittags. Anmeldungen werden für die einzelnen Riegen in jeder Turnstunde entgegengenommen, woselbst auch allfällige Änderung obiger Turnordnung verlautbart wird. Gut Heil ! (*QOK) 3-l> _________________Der Turnrat. Mit der soeben erschienenen neuen Veröffentlichung des Musikverlag Rieh. Bong: „Goldene Leier" Perlen der Tonkunst, herausgegeben von (;. Morena, worüber der heutigen Nummer unseres Blattes ein ausführlicher Prospekt seitens der Buchhandlung lg. V. Klelnmayr St Fed. Bamberg in Laibaoh beiliegt, wird ei no Auswahl der vorzüglichsten Erscheinungen auf dem Gebiete der ernsten und heiteren Musik geboten, wie sie in ho ansprechendem Arrangement und zu bo billigem Preise bisher noch nicht auf dem musikalischen Markte erschienen war. Die Opern- und Salonmusik, die Operetten- und Tanzmusik, sowie die Gesangsmusik ist in einer Reichhaltigkeit vertreten, welche jedem Geschmack und Temperament Rechnung trägt, und so dürfte die cGoldeue Leier» bald der beliebteste musikalische Ilausschatz in jeder Familie werden, zugleich eine notwendige Ergänzung zu jedem bereits vorhandenen musikalischen Sammelwerk uud das dankbarste Geschenkwerk bei allen sich bietenden Gelegenheiten. Unsere ver-ehrlichen Leserinneu und Leser werden das GeBagte bei einer Durchsicht des Prospektes vollauf bestätigt finden und uns für diesen Hinweis sicher Dank wigBen. Laibacher Zeitung Nr. 230. 2144 7. Oktober 1908. Kurse an der Wiener Oörse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 6. Oktober 1W8. Dle notierten Kurse »eislehen sich in Kronenwührung. Die Notierung sämtlicher «lticn und der ,,Diversen llofc" versteht sich per Stück Velo Ware Allgemeine Staats» schuld. Einheitliche Rente: 4°/, lunoer. steuerfrei, ^ri-.en (Mai Nov.) per Ka,se . , »b 76 9b 90 d ello (Iünn.-Iuli) per Kasse 8b 65 9585 4'L»/„ ö. W. »ioten (Febr. «lug.) per Kassc......»8 «0 9880 » »«/o ö. W. Silber (April Qlt.) per Kasse......«6 6b 98 8b l8«0er Ltaatslose 50« fl. 4°/„ib1 8b ib5 8b 1860« „ 100 fl. 4°/„217-- 221" l8«4er ,, 10>! fl. , . 261 25 2«b'25 »8«4er „ 50 fl. , 261252«5'2b Dom.-Pfanbbr. ^ 12« fl. b«V2»l 5>'29«-5« Staatsschuld d. i. Reichs- rate vertretenen König. reiche und Länder. Östrrr, Guldrente fteuerfr., G old per Kasse .... 4°/„li4 6b ii4 8>'> Österr. Rente in Kronen», stfr., per Kasse.....4"/, 9b 9b 96 0b detto per Ultimo . . , 4°/« 9b'Sb 9«-05 Öft, I»vestitioü»-«entt, stfr.. Kr. per «asse . . »>/,"/,, 86 « 86 «0 »ist»bahn.)l»»t,schnl». »nschrtibnngtn. «Ilsabeth-Vahn i. «.. steuerfr.. zu 10.0«« fl.....4»/„ — — —-— Franz Iofeph-Nahn in Eilbei (diu. St.) . , . . 5'/^ 117 65 116-60 Vallz. Karl Ludwig-Vahn (b«v. Stücke) Kronen . . . 4«/« 9b 70 »6 7« Nudolf-Bah» in Kronenwühr. stenerfr. (div. Ot.) . . 4"/„ Sb 95 969b Vorarlberaer Bahn, stfr.. 400 und 2000 Kronen . . 4"/« 9b 7b »6 7b )n 3l»nt»schnll!»ttschrtibnngtn »l>gtften>p»It» Gislntohn.AKNen Vlilabelh-V. 200 fl. KM. b»/."^ von 400 Kr.....454 - 4b« — detto Linz-Vudwei« «00 fl. ». N. L. b'///n .... 425 - 427-— detto Salzburg lirol «00 fl ö. W. E. 5"/„ . . . 424 — 426 — «rrmstlll'Val!» 200 u. 2000 Kr. i"/„.........183'—IUI'- Geld Ware Vom zlaole znl Zahln», iil>«> nommtNl Eisenbahn >I>l09'9b 4"/„ detlo per Ultimo ,o»-?510» 8b 4"/n ungar. Rente in Kronen- währ. stfr. per Kasse . . 9<'8b 92-0b 4"/„ deito per Ultimo 91 8b 92 '89-50 dctto k 50 sl I8b'b01«9b« Theih-Ncg.-Lo!« 4"/„ .... 143 25 14? ib 4"/,, ungar. Grundentl.-Oblia. 92-40 93-iU 4"/,lroat. u. jlav. Vrbentl.-Obl, 98'b0 94b« Andere öffentliche Nnlehen. Uo«n, LanbcK-Anl. (dlv.) 4°/„ 82-7Ü 9« 7b Vosn.-hcrce«. ltiscnb.-Landes- Anlchen sbiv,^ 4>/,"/„ . . 97 10 98'10 5"/„ Toiiau-Ness.-Anleihe «878 i02-b0IU3b0 Wiener Verlchrs-Anl. . . 4"/„ 9b«0 96 60 detto 1900 4"/, 95 70 96 70 Nnlehen der «Ltadt Wien . . 100 30!0<»-«0 detto (O. oder G.) 1874 120- 121- betto (1894).....93-25 94 2b detto («a«) b. I. 1898 . »b'60 9660 detto llileltr,) v. I. IWN 9b-85 «»»'85 detto (Inv.-N.) v.J.1302 96 21 9«'45 Vörsebau «nlehen uerlosb. 4"/„ 9b 40 9« 4« Russische Etaat«a»l. d. I. 190« f. 100 Kr. p, K. . . 5«/« 9b 8« 9ö 80 dclto per Ultimo . . 5"/» 9575 Uü'25 Vulg. Tlaat«»Hypothekar Anl. l«U2......«"/o 116-80 117-80 Vulg. Ltaat« - Ooldanleihe l»07 f. 100 Kl. . . 4>/2°/„ 8b'80 86- Pfandbriefe usw. «°bentr.,alla.ös<.i.bNI.Ul.4"/„ 94-7« 9b-7U Vöhm. Hupothelenb. verl. 4"/« 9720 93-— ^c,itraI-Äod,-Kreb.-Vl., üsterr.. 45 I. veil.....4>/,»,o 102-- —-- detto «5 I. Verl. . . . 4°/« 9725 98>2b Kred.-Inst,, österr., f.Vert.-Unt. u, öffcntl. «rb. Kat. X. 4"/„ 94'- 95--Landesb. d. Kön. Galizien und Lobom. 57>/, I, llickz. 4«/„ 9» bv 94'bo Mähr. Hypothelcnb. verl. 4«/„ 9ü 75 96 75 N.-ustcrr. Landcs-bt>p.-Unst.4"/, 97-- 98-- detto inll. 2"/^ Pr. verl. 3>/," » 8«'25 l<» 25 dctlo K.-Tchuldlch. uerl. 3>/,"/n 8825 89-25 dctto verl......4"/» 9«-7b 97-75 Osteri.-linnar. Ban! 5N Jahre Verl. 4"/n e. W..... 98-50 99-50 detto 4"/„ Kr...... 99— 100- Tparl., ltiste ost., 60I.vcil.4"/<, 99-- —- Eisenbohn-Prioritäts. Obligationen. Österr. Nordwestb. 200 fl. E. . 103-25 —-- Ttaatsbahn l<>0 Fr..... 400- 404>— Lübbahn 5 »",„ Jänner-Juli 500 ssr. (per Et.) . . . 2?2->»b 274 2b Lüdbahn il 5"/„ xoo u. E. o, «, I8ü'2b 121-25 Diverse Lose. Plliin,liche s»s«. 3°/„ Nodenlrcdit-Lole Em. ,880 267-5» 273 50 detto Em. 188!» 2«1-b« 267 50 5«/„ Donau-Negul.-Lolc 100 fl 2b?-7b 26!«'7,'> Verb. Präm. «nl.p. 100 Yr. 2"/, 10250 10»'l>0 In»t^in«liche ss»s«. Vudap.-Nasilila <3oml,au)5 sl. 20 50 22'bo kreditlose 100 sl...... <72'50 <82'b<> Clary-Losc 4<> fl. KM. . . . ,47-- 157- Nfener Lose 40 fl...... 2>0-— --- Palfiv-Lole 4u fl. «Vl. . . . 198-- 206' «otc» Kreuz, öst, Vej. U. 10 fl. 4s'5U 5250 Noten Kreuz, unss. Ges. u. 5 sl. 26-bv 28-bO Nildols-Lofc 10 fl...... 68'- ?2>- Talm^Losc «1 fl. KM . . . 230' 289 50 lürl. E.-B. Anl'Prim.-Obllg. 400 Fr. per Kc>sse . . . 177'50 17850 detto per Medio , . . 17U-2.', 179'2Ü «elb Ware Wiener Komm.-Lole v. I. 1874 488'- 498'— Vew.Sck. d. 3°/„ Präm.-Echuld b. V°benlr.-«nst. zlnttn>eh«nngen. Äulslss-Tcpliyei ltifenb. 500 fl. 2405-- 2415-- Äühmijcke Norddahll I5U sl. . 402-- 403- «ujchtiehrader GUb. 500 fl. KM, 2«80 — 28«0'- dctto (!il, «, 200 fl. per Ult, 105l'— I0b6'-Donau - Dampfschiffahrt« - Gel., I., l, l. priv., 500 fl. KM 990— 998-- L»x Bobcubacher E.-V. 400Kr. 562-— 568-- sserdinllildS-Nordb. lOVO sl.KM. b070-- b100--Kaschau - Oderberger Eilenbahn 20<>fl. E....... »b?'— »61-- Lemb. - Ezern.» Iassy-Eljenbahn- Gesellschaft. 200 fl. 2. . . b54-- bbb-- !>loyb, öst.. Trieft, 500 fl., KM. 425— 427- Östcrr. Nordwestbahu 200 sl. L. 449 - 451'— detto (lit. «) 200 fl. N.p. Ult. 446-— 449'- Pran-Tuxrr Eisenli. INOsl.abssst. 223-- 224-— LlaalKcilrüb. 5!00 sl. C. per Ult. 6«? 25 «88 25 Lübbahn 200 fl. Silber per Ult. 12175 122 ?b ZüdnorddsüNche Verbindungsb, 20«fl. KM...... 400— 401 b« Iransport-Ge!,, intern.. N.-V, L00 Kr........ 114 - 118 — Ungar. Westbahn (Raab-Vraz) 2— detto per Ultimo bl4 — 515-- Vodcnlr.-Anst. °st,. «00 Kr, . 1052-— in59'- «enlr.-Äod.-Nredbl. öft. 200fl. ««'- b56'-Krebitaiistali sür Handel und Gewerbe, 160 fl., per Kasse —'— —'- detto per Ultimo 634'2b SZb'25 nreditbanl, ung. allg.. 200 fl. 738'- 739 — Deposüenbanl, alla.. 200 fl. , 453'— 4b»-50 lttlomptc - OcseNlchast, nieder- österr,, 400 Kr..... b84>— b88- Viro- u. Kassenvercin, Wiener, 200 fl........ 448'— 4b0'- Hupotheleubanl, öst. 200 Kr. 5"/„ »87-— «89--Ländcrbanl, österr,. 200 fl., per Kasse....... —'- —'- detto per Ultimo 436 50 437'5s> ,,Merlur", Wechselstub,-«ltie!,- Vefellfchaft, 200 sl. . . . b9b'- b»9'— Östcrr.-uliaar. Banl 1400 Kr, 174?-— 17b»— Veld war« Unionbanl 200 fl...... b<6— b47'^ Unlonbanl, bohmilche 100fl. . 245- 24«'— «trlrlMbanl. allll 1">l>, . , 340'Sb »41-65» Ind»ftrie»3n»»»zn». Vaüsssfsllsch.. allg. «st., 100 fl. 139' "3— VrllfsrNnhIellbergb.-Gts. 100f>. 714- 720'-Eiienbahüverlchrs.Anstalt, »st,. 100 fl........ 39ö— »»S'— Eiseubahnw.-Lcihg., erste, 100fl, 20»'- 20b'— ,,«lbcmi!hl". Papiers, u. ».-«. 10« fl........ 193— 1»5 - ltlcltr,-Ges., allg. österr., 2<»o fl. 3!19 50 400 b« Elcltr, «esellfch., lirtern. 2«o sl. 625,'- «27 — !t»l!r.. f!........ 2640'- < «50— Nima- Muranu, - Lalgo-Iarjaner ltüenw. l«o fl..... 5b5>'— 5b«— Ealgo-Tarj. Eteinlohlen 100 fl. b8.'< 5,0 58?— „Echlöalmühl", Papiers., llOOfl. »0»'— 810'— ,,Ech°dlli<-a", «.-«, f. Pelrol.- Industrie, 500 Kr, ... 478-— 482— ,.E Ichelll». «msterbam....... 198-45 198'«?^ Deutfchl' Äanlplähe .... 11? »5 !i?'55- ^lalil'nüchc oanlpIHHe . . . »5'2b 9540 London........ 2393.', 2»»'?0 Pari«......... 95'37» 9552' tzt, Petersburg...... 25!'— 252— Wrich und «afcl..... 952?' »5'42- Valuten. Dukaten........ 1128 11'»» 20ssranlen-!3<ücle..... 19 10 19 1» 2!>Mlirl-l2tll