8f. lahrging Erscheint wöchentlich sechsn (mit Aasnehme der PeiertaKc.v ^hriftleitang, Verwaltung and Bachdrucke^ Tel. 25-67, 25-68 25-69, Maribor. Kopcllika ol. 6 Kr. SO Freitag, den 28. Februar tM1 icraten- and Abonnements-Annahme in der VerwaUung Bezugspreis: vbholen oder durch die Post monatlich Dtn 26.—, bei Snistellung l)tn ür das Ausland monatlich Din 40.—. Einzelnummer Oin 130 und Din 2^. «tanaskripte werden nicht retonrniert Bei Anfragen ROckpOrto beilefcen. 'n^fnina olatena v lotoTini Preis Olm V50 TOBtilioitr fttiittim Das Werben um die Türkei Sulfanunatn (i&er Stauung firr XUrlei »u &en tommenbcn (Sreionifitn Im OUöoflen - rtoiiM(r ?tenM( mll Oem 3it>Dru(0 6fr SesUpunpm oliuno Mr 0ol9fetunion — Opiimiemu« in SSrrlin un6 0%om Sofia, 28. Feber. (A«soclated Press of America), Der brttiiche OcMfidte in Sofia, Ocorg« R c B d e 1 If erklärte geetem, difi ee fehr walmctieliitich sei, daß Ofoß-brttaimlm an Bvlgarten den Kflef erklären wflfde» bevor es za feindseligen Akten komme. »Wir bebaken uns aber das Recht vor, sagte Gesandter Rendell, die Dautiolien aat bitigariscbem Boden ohne formele Krlegierklärung anzugrelten!« Sofia, 38. Feber. (UnUcd Press.) — Der britiecha Oeaandte in Bolgarien, Oe-offe R e II d e 11, machte gestern die An-kflndlguflf, daß der Al>biitch der dlplo-matliclien Beziehungen zwischen Oroß-biltaanleii imd Bulgarien sehr nahe sei. Reuden sagte ferner« daß es nach wie vor Anzeichen daMr gäbe, daß eine Okkupation Bulgarleni durch deutsche Truppen bevorstehe. Der britische Gesandte stellte schließlich fest, daß sich England im Falle der Notwendigkeit nicht scheuen werde, sowohl an Bulgarien als auch Rumänien den Krieg zu erklären. Beide Staaten wären in diesem Falle den Aktloneti der britischen Luftwalle ausgesetzt. Ankara, 28. Feber. (United Press!) Die hier weitenden Mitglieder der britischen iMisskyn erklärten, daß in den Verhandlungen zwischen der Türkei u. Großbritannien eine volle Einigung erzielt worden sei. In Diskussion stand a. a. auch die Frage der Entsendung eines britischen Expeditionskorps nach Griechenland und in'die Türkei, eine Frage, die demnächst auch in Athen erörtert werden Soll. Die Tatsache, daß der britische Botschafter hl Moskau Sir Stalford Gripps fai aller Elle bi der Türkei einge^ffen Ist, wird ab Beweia dafflr angesehen^ daß man sich auch in engltocheo KfdBen der Wichtigkeit der Haltung derSowjetuni-on für den Raoffl SOdostcuro^ bewußt ist. Der englische Außenminister Eden konferierte während seines Aufenthaltes hl Anlcara aach mit verschiedenen Balkan-und Sowjetdiplomaten. Berlin, 28. Feber. sin Berlin wird die Reiae des englischen AaßenminlsterB Eden nnd des Oeneralstabschets General John Dill mit großem Interesse verfolgt. Die Haltung der Berliner Kreise muß als charakteristisch bezeichnet werden, da man in BerUn die Entwicklung mit Rücksicht auf die Haltung der T ü r-k e 1 optlmistlMh beurteilt. Es scheint, daß Berlin die Haltung der Türkei nicht be. zweifelt. Die Rede des Ministers v. Papcn anläßlich der Veröffentlichung des türkisch-bulgarischen Paktes und die Rede des türkischen Außenministers Saradscho glu werden als symptomatisch für die deutsch-türkischen Beziehungen angese iien. Wie man hier erklärt^ geht die Klä. rung der Südosteuropa-Frage im Sinne der deutschen Erwartungen vor sich. Der Budapester Besuch des jugoslawischen Außenministers Dr. Clncar-Marko-v 1 d Ist von der deutschen Diplomatie mit Sympathien t>egleitet worden. Auch an. dere Anzetohen deuten darauf hin, daß die enge deutsch-jugoslawische Fühlungnahme, die am Berghof und In Fuschi zum Ausdruck gekommen ist, fortgesetzt werden wird. Was die Haltung Bulga. riens betrifft, so Aivlrd dieselbe Im Zeichen der Achsenpolitik beleuchtet. Wahr-schehillch wird die diplomatische Sltua-tk)n schon in Kürze für die Oeffentflchkeit klarer markiert sein wie bis jetzt. Aus die sem Grunde ist von der jetzigen Reise des englischen Außenminister» kein merkli. eher Einfluß auf die Beziehungen im Südosten zu erwarten. Budapest, 28. Feber. Der Sonderkorrespondent des ))Pester Lloyd«^ ltak> Z1 n g a r e 11 i, berichtet seinem Blatte au« Sofia: »Die Diplomatie artjei-tet, die Armee Ist bereit. Mit dieser For. mel — so fährt Zltigarelll fort— läßt sich die Laj^e auf dem ßalitan darstellen. Die Führer der englischen Außenpolitik werden diesmal eine schwere Prüfung zu bestehen haben. Es handelt sich um die Ver hinderung des Verlustes wichtiger politi- scher und militärischer Posittonen. Es han delt sich um die Reste des britischen Pre. stiges in Südosteuropa. Zwei wichtige Probleme harren der Lösung: die Ueber-Prüfung de faktischen Wertes de« englisch-türkischen Bündnisses und del wel. tere Hilfe für Griechenland, Griechenland ist der letzte Brückenkopf Englands in Eu ropa. 1(1 Griechenland waren die englischen Flieger und Fachleute sehr zahlreich vertreten. Ihre Anzah] wftr jedoch veränderlich im Verlaufe der Offensive in Nord afrika. Man nimmt an, daß England Jetzt neue Hilfe entsenden wird. Die mllitäri. sehe Krise riechenlandj Ist jetzt in ©in neues Stadium getreten. Man muß jedoch betonen, daA Bulgarien keine Initiative für einen feindseligen Akt gegen Griechen land unternehmen wird. Die Mobilmachung gewisser militärischer Kräfte in Bulgarien ist so zu verstehen, daß heute Kein Staat auch nur eien Tag lang auf Sicherheitsmaßnahmen verzichten kann. An derselts haben die türkischen Divisionen in Thrazien einen schlimmen Winter hin-ttf sich. Was die bulgarische Innenpolitik Filovs und Popovs betrifft, so wurde sie chon wiederholt für tot erklärt. Sie lebt aber noch immer und das erweck den Ein druck, daß d^e Arbeitsfrüchte dieser Re-}(ierung nicht anderen Leuten zugute kom men werden.« ^onDor-$ugaeu0r gegen G^iff^oeleilsug tffnsdiyritm dm <9roftonsriffM tDtftli<6 k>on ^r'.onö Berlin, 28. Feber. (Avala — DNB.) jedoch die Barre und griffen ein Schiff Fornflug-Bomber des Hauptmanns Fiü- von 8500 Tonnen mit Treffern an. Das gel vernicheten im Monate Feber 129.000 Schiff erhielt starke Schlagseite, Unsere Tonnen englischen Schiffsraumes, wäh- Bomben sausten gleich darauf auf ein anderes Schiff von 7000 Tonnen. Im nächsten Augerblick schoß eine Feucrsäule zum Himmel, wahrscheiniich wurden Etplosiv- rend 93.500 Tonnen beschädigt wurden. Am 26. Feber wurden, wie bereits berich tet, 9 britische Handelsschiffe mit einer Gesamttonnage von 58.000 versenkt und 7 Schiffe beschädigt, als Flugzeuge des Kondor-Typs der erwähnten Staffel einen Schiffsgeleitzug zersprengten. Dieser Angriff wurde 500 Kilometer westlich der irischen Küste durcligeführt. Ueber diese Aktion erfährt das Deutsche Nachrichtenbüro folgende Einzel-iieiten: Einige Stunden vor dem Hauptangriff seitens einer größeren Anzahl deutscher Flugzeuge griff eine Langstreckenmaschine des Kondor-Typs den Qeleltzug an und vernichtete drei Schiffe von zusammen 21.000 Ton-nen. Die Engländer wußten somit, was ihnen bevorstand. Als die deutschen Apparate am Himmel auftauchten, zeigten sich schwarze Wolken, Explosionen der britischen Flugabwehrgeschosse. Ein Flieger berichtet darüber: »Zuerst erbllck'e ich links einen feindlichen Zerstörer, der aus seinen Geschützen unaufhörlich Granaten zum Hlmime! spie. Bald tauchte rechts von mir ein zweiter Zerstörer auf, der ebenfalls aus allen Geschützen ein Feuer auf uns eröffnete. Desgleichen beschossen uns auch die Handels schiffe mit Geschntzen unie SefDred^ngen tion Qlntara tonen in Sitten fortgelHlt toerAm / anicii<-F»>nt besichtigen wird» Ankara, 28, Feber, (Reuter). Außenminister Sir Anthony Eden und GeneraJ-staibschef Sir John Dill traten gestern vormittags zu einer ersten Besprechung mit dem türkischen Ministerpräsidenten Refik S a y d a m, mit Außeranlnister S a-radschoglu, Marschall T s c h a k-m a k und den Vertretern des Pariaments zusammen. Eden utid Dill waren nach dieser Aussprache Gäste am Mittagstisdi des Mhiisterprästdenten Saydam. £ie 33eto6Iferuna CRomd Auiöigt dem S>u(e !8(lagrrungd}uflanö in Otordl^onand DIE FOLGE DER AUSSCHREITUNGEN IM AMSTERDAMER JUOENVIERTEL — DIE VERANTWORTUNG FÜR DIE LAOE FÄLLT AUF DIE JÜDISCHEN UND DEUTSCHFEINDLICHEN ELEMENTE Nach der großen Rede des Duce auf dem Großappel der faschistischen Kampfbün-de huldige Bevölkerung Roms dem Duce vor dem Palazzo Vcnezia in einer be- £:e1stertea Massenkundgebung. Berlin, 28. Feber. (.Avala — DNB.) Im Laufe des 25. und 26. Feber kam es in .Amsterdam anläßlich der Durchführung von Polizeimaßnahmen zur .Anhaltung Jcr Urheber eines nächtlichen Angriffes auf eine Polizeipatrouille, die auch einen jüdischen Klub zu untersuchen hatte, zu schweren Ausschreitungen. Nach Wiederherstellung der Ordnung gab es auf Seite der Ruhestörer sechs Tote und eine Reihe von Schwer- und Leichtverletzten. Eine größere Anzahl von Ruhestörern und Teilnehmern an den Ausschreitungen wur de verhaftet. Haag, 28. Feber. DNB. berichtet: Der Militärbcfchlshaber für die Nie lerlande General der Flieger Christiansen hat eine Mitteilung eriassen, in der es heißt, daß er im Einvernehmen mit dem Reichskommissar für die besetzten holländischen Ge biete in Nordholland die Vollzugsgewalt übernommen habe. Mit der praktischen Durchführung dieser Aufgabe wurde General S i e b u r g betraut. In Nordholland sind* alle Versammlungen, Demonstrationen und Manifestationen aller Art verboten. Wie an maßgebenden deutschen Stellen erklärt wird, ist die Uebernahme der zivilbehördlichen Funktionen in Nordholland durch die Militärmacht mit den Zusammenstößen in einem Amsterdamer Ju denviertel in Zusammenhang zu bringen. In diesem Judenviertel kam es zu einen' Austausch der Ratifikationsurkunden ii\ Budapest 2>ie fticrliiOe ilnter)ei(Diiuno unoariftO-iugoflatDiftfien Sreun&f<6cift0palle0 / (Eine SrHärung öetf lugoflatolfc^n 3iiiBraniinifier0 / 3>tr Veritag fldtr IMe etoige 3reundM>flft iloil^n Ungarn und 3ugoilatol(n tritt (tute In ftroh Budapest, 28. Feber. (AvaU.) In Budi|>e^ wardeo gestora die RatlflkAtions urkundM über den tmgarisch'jugotlawi-sdieo Freondschaftspakt in feierticher Welse ansfetausclit. Kurz vor U Uhr ver* samnielteo sich kn Festsaale des Ministor-prisklhuns die hohen Beamten des Au-fienmhilsteriunta, ferner eine gro^ Anzahl, von Vertretern ungarischer, jugosla-witcher, deutscher, italischer» sowjet-nisNscher» schweizerischer, bulgarischer Blätter der verschiedenen Nachrichtenagenturen. Runkt 11 Uhr betrat der jugoslawische Außeimktister Dr. C | n -c a r-Markovi£, begleitet vom ungarischen JVUoisterprftsklenten Grafen Paul Teleki und Außenminister Laszlo von Bardossy und anderer hoher Funk-tkMftre den Saal. Der jugoslawische Au-Benminister begrüßte zunflchst die anwesenden hohen Beamten des ungarischen AuBenmkiMeriums und tnit sodann an den Ttoch heran, auf dem das Protokoll über den Austausch der Ratifikatk>nsur-kunden über den Pakt der ewigen Freund- schaft zwischen Ungarn uitd Jugoslawien aufgelegt war. Als erster unterzeichnete der jugoalawische AuBenminister. Nach ihm unterschrieb der ungarische Außen-mhiister Laszk> v. Bardoesy. , Nach erfolgter Unterzeichnung reichten der ungarische Ministerpräsident und der Außenminister dem jugoslawischen Gaste zum Zeichen der besiegelten Freund-Schaft kräftig die Hände. Ministerpräsident Graf Teleki fibterreichte sodann dem jugoslawischen Außenminister die goldene Fünfter, mit der das Protokoll unterzeichnet worden war, als Geschenk. Die drei Staatsmänner zogen sich dann sogleich zu einer Aussprache zurück. Der Vertrag über die jugoslawlsch-un-garische Freundschaft erscheint heute im ungarischen Amtsblatt und tritt somit mit heutigem Tage in Kraft.. Budapest, 28. Feber. (Avala). Außenminister Dr. Alexander C i n c a r -M a r k o V i c gab gestern für die Vertreter der ungarischen Presße die nachstehende Erklärung: »Mein Budapester Besuch, der auf die liebenswürdige Einladung Seiner Exzellenz des Herrn königlich ungarischen Außenministers Laszk) v. Bardossy erfolgt ist, stellt eine neue und bedeutsame Manifestation der bestehenden ungarisch-ju-goslawischen Freundschaftsbande dar. Die Besprechungen, die ich in Budapest mit meinem vortrefflichen ungarischen Kollegen wie auch mit Se'ner Exzellenz dem Herrn Ministerpräsidenten Graf Teleki und anderen Persönlichkeiten hatte, boten mir Insbesondere die Genugtuung, sich persönlich von der aufrichtigen und spontanen Ueberzeugung zu vergewissem, mit der die führenden ungarischen Faktoren die Politik der Annäherung und Zusammenarbeit zwischen Jugoslawien und Ungarn in Uebere'nstimmung mit den Gefiihleni beider Völker und den wesentlichen Interessen der beiden Staaten betreiben.r. na(& Seipiig a^gtreW Beugrad, 28. Eebcr. Handels- und Industrieminister Dr. Andres hat sich in Begleitung seiner (TemahUn, des Gehilfen des Handelsministeriums Savu 0 b r a d o V i c, des deutschen Generalkonsuls Dr. Neu hausen, des deutschen Handelsattachees Dr. K e r n-bach, des deutschen Lcgationsrates Lutz, des Sektionschefs Dr. Kri-stic und mehrerer Journalisten auf Einladung der deutschen Reichsregie-ining zum Besuche der Reichsmesse nach Leipzig begeben. Öie interimistische Leitung des Handelsressorts bis zur Rückkehr des Handelsministers hat Minister ohne Portefeuille B.iriJ5a S m o 1 j a n übernommen. Wer tdnn int Olutflanö CHrbeit ne5mrn ? Zagreb, 28. Feber. I>er »Seljacki d o m«, das Hauptorgan der Kroatischen Bauernpartei (Dr. MaÖek), bringt eine Er mahnung an alle diejenigen, die im Ausland Arbeit suchen oder auf ihre alten Ar beltsplätze zurückzukehren wünschen. Das Blatt schreibt: »Wie wir auf Grund der neuesten Vorschriften, die der Banatsregierung zugestellt worden waren ermitteln konnten ist die Auswanderung Ueberfall auf eine deutsche Pollzeipa-Irouille, die einen jüdischen Klubsekretär t\i verhiften beabsichtigte. Bei den Zusammenstößen mit jüdischen und sonstigen deutschfe'ndl'chen Elementen wurden nechs Personen getötet und andere schwer und leicht verletzt. Die Ruhe und Ordnung ist unterdessen sofort hergestellt worden, „£ie&(ötrag6&ie unter . 3ugen&:ii!)en EIN VIERZEHNJÄHRIGER TÖTET SEINEN FÜNFZEHNJÄHRIGEN »RIVALEN«. -EIN IN DER KRIMINALGESCHICHTE SELTENER FALL. S u b 01 i c a, 28. Feber. Gest^jrn um 7 Uhr ereignete sich im Stadtzentrum eine ungewöhnliche Schülertragödie. Der 15-jährige Oyninasialschüler Zvonimir K r a 1 j bemerkte am Bummel seine 13jährige »Freundin« in der Gesellschaft des 14-Jährigen G. B. Kralj trat auf G. zu und stellte ihn zur Rede, warum er tnit dem Mädchen gehe, G. reagierte nicht darauf und setzte den Spaziergang fort. Kralj entfernte sich nun mit seinem Fahrrad und kam bald wiederum auf G, zu. Als Kralj sah, daß G. jedem Konflikt au« dem Wege gehen wollte, zog er plötzlicli einen kleinen Revolver aus der Tasche und feuer te in der Richtung auf seinen Gegner. G. zog daraufhin rasch ein Messer aus der Tasche und stieß es dem Gegner in die Herzensgegend. Kralj konnte noch einige Schritte gehen, sank aber dann zu Boden; er wurde sofort ins Krankenhaus überführt, wo er jedoch infolge zu großen Blutverlustes verschied. Die Polizei stellte im Verlaufe der Untersuchung fest, daß Kralj aus einer gewöhnlichen Kinderpistole geschossen hatte, mit der man kein Unheil anzurichten vermag. Dio KindertragÖ-die hat in Subotica viel .Aufsehen und Erregung ausgelöst. und die Rückkehr auf alte Arbeitsplätze im Ausland nur jenen Personen gestattet, die der Militärdienstpflicht nicht unterliegen bzw. jenen Männern, die das 55. Lebensjahr überschritten haben.« Das Blatt macht anschließend dbran aufmerksam, daß alle schriftlichen und persönlichen Vorstellungen in dieser Angelegenheit zwecklos seien, mit Ausnahme jener Fälle, in denen der Bewerber diesen Anforderungen entspricht. Dürre in Syrien Beirut, 28. Feber, (Avala — DNB.) Die Regierung erließ eine Mitteilung, in der es heißt, daß die Aussichten für die heurige Ernte sehr günstig seien. In den letzten Tagen ist indessen über Syrien eine große Dürre gekommen. Das heiße Wetter ist geeignet, die guten Ernteaussichten zu verderben. Die Bevölkerung betet in den Moscheen für die Besserung des Wetters. Chinesische Stimme über den europäischen Krieg Schanghai, 28. Feber. (Avala — Stefani.) »China Daily News« widmet der amerikanischen Englandhilfe-Bill einen Leitartikel, der die Behauptung enthält^ daß die amerikanische Regierungsvorlage auf einer fälschlichen Grundlage beruhe, da die Achsenmächte wiederholt erklärt haben, daß sie keine wie immer gearteten Absichten gegen die westliche Hemisphäre hätten. Der Leitartikel formuliert dann folgenden Gedanken: Nimmt England die amerikanische Hilfe nicht an, dann bleibt Churchill nur die Kapitulation übrig. Aus dieser Kapitulation wird der Friede für die ganze Menschheit hervorgehen. Die amerikanische Englandhilfe-Bill dient nur der Verlängerung des Krie-I ges in Europa und dem Fernen Osten. Plebhzlt ht Rumänien. Bukarest, 27. Fober (DNB). Gene-I ral A n t 0 n e s c u erließ ein Manifest, in welchem das rmnänigche Volk für den 2, März d, J. zu einer Volksabstimmung aufgerufen wird, in dgr es darüber entscheiden möge, ob es sein Regime billige oder nicht. Das Redit an der Abstimmung teilzunehmen, haben alle rumänischen Staat^rger, die das 21. Jahr erreicht halben. Juden sind von der Abstimmung ausgeshclossen. Die Abstimmung ist öffentlich und obligatorisch. Es wird nur mit »Ja« oder »Nein« abgestimmt. Am l. März werden im ganzen Lande aufklärende V-irsammlungen stattfinden. Entjudung der Pariser Banken Paris, 28. Feber. (Avala — DNB.) Wie verlautet, sind bei den einzelnen Pariser Banken, die sjch bisher in jüdischen Händen befanden, arische Regierungskoni niissäre nu't der Leitung dieser Banken betraut worden. Aus Stadt imii llmocbimo OHaribor. Freitag, oen 2ö. Februar OHarl&orer eiaDlrot 2)er 'SSoranfd&lag unter S)a(8 grbradit / 2>iMntai nur für neun ^TRonate / <9e- famterforDerntd 56,666.810 S>inar / Um s.4di.670 2)inar Ofi6er aid im laufcnoen 3a6r 3tDet neue 3lnielDen bon 6 V: OlliHionen ^i>inar für öle TRartioalle und fflr Me (Srtoeuerunr 5fr SBdfferteitung Der Alariborer Stadtrat trat gestern abends zu einer Sitzung zusammen, der wichtigsten im ganzen Jahr, um den Voranschlag für das nächste Finanzjahr unter Dach zu bringen. Die Stadtväter waren vollzählig erschienen. Anwesend waren auch Bezirkshauptmann Dr. äi§ka und der Direktor des städtischen Rechnungsamtes Barle. Vor Uebergang zur Tagesordnung wurde der Disziplinarausschuß neu gewählt, der. sich, was den Stadtrat betrifft, aus den Herren Dr, Miler und Ozvatic sowie Direktor Slabcj und Rechtsanwalt LesKovar als Ersatzmänner zusammensetzt. Bürgermeister Dr. J u V a n teilte mit, daß jetzt auch das letzte in Betracht kommende Gebäude von der Stadtgemeinde erworben worden ist, sodaß nun dem Bau der Markthalle kein Hittder-nis mehr im Weg liegt, soweit natürlich die erforderlichen Geldmittel zur Verfügung stehen werden. Die Tagesordnung umfaßte eigentlich nur einen einzigen Punkt: den Voranschlag für das nächste Finanzjahr. Das Wort ergriff zunächst der Finanzrc-ferenl der Stadtgemeinde Direktor H r a-c.telj, der in einem ausführlichen, fast line Stundj dauernden Expose den Haushaltplan für das kommende Finanzjahr einer genauen Prüfung unterzog und ihn analysierte, wobei er insbesondere die äußeren Umstände, die in den gegenwärtigen schweren Zeiten als Begleitumstände in Erscheinung treten, hervorhob. Vor dem Hause liegt — so führte der Referent aus — nun schon der der zweite Kriegsvoranschlag Stadtgemeinde. Schon vor einem Jahr tauchten schier unüberwindlich scheinende Schwierigkeiten auf, trotzdem konnte der Voranschlag sogut als möglich durchgebracht werden. Heuer sind die Schwierigkeiten noch größer, immerhin haben sich gewisse Befürchtungen, die vor Jahresfrist geäußert wurden, glücklicherweise nicht eingestellt. Dank der weisen Regierungspolitik und der klugen Staatsführung Sr. kgl. Hoheit des Prinzregenten Paul (Beifall) kgnnen wir fast mit Sicherheit voraussagen, daß unser junger Staat in den Kriegswirbel nicht hineingezogen werden wird. Schwer sind wir durch den Krieg indirekt in Mitleidenschaft gezogen, aber immerhin bleiben uns die furchtbaren Prüfungen eines in den Krieg hincinge-zerrten Staates erspart. Redner besprach die aligemeinen Linien, die bei der Ausarbeitung des Voranschlages maßgebend waren und erwähnte, daß es keinesfalls klug sei, überhaupt keine Investitionen vorzunehmen. Gut und zur richtigen Zeit investieren heißt vorbauen und für die Zukunft sorgen. Wie im Vorjahr werden auch heuer zwei weitere Anleihen von zusammen 6Vs Millionen Dinar aufgenommen werden müssen, die diesmal wirklich produktiven Zwecken dienen werden, während im Vorjahr die Auf Wendungen durch den Krieg bedingt waren und alles eher als produktiven Charakter trugen. Es handelt sich zunächst um den Beginn des Markthallenbaues, der nun nicht mehr aufschiebbar geworden ist. 2 Millionen Dinar sind als erste Rate für die Vorarbeiten erforderlich, worauf erst dip richtigen Bauarbeiten werden pinspf-' n können R^u dor Markth.jlle v.ii i von der b<'völktrun^: 'H der einen oder anderen Weise größere Opfer fordern, aber die Aktualität des Problems läßt sicli nicht mehr von der Hand weisen. Die zweite Anleihe, für die im Voranschlag ebenfalls die entsprechende Annuität schon vorgesehen ist,, ist für die Erweiterung und Modernisierung der städtischen Wasserleitung bestimmt. Auch dieses Problem muß einmal energisch in die Hand genommen wer den, da Maribor mit der zur Verfügung stehenden Wassermenge zeitweise nicht mehr auskommt. Diesmal sind 4^/2 Millionen Dinar erforderlich, um vor allem das Reservoir am Kalvarienberg von 1200 auf 5500 Kubikmeter zu vergrößern, das Rohrnetz auszugestalten und ein Reserve-Pumpaggregat zu beschaffen. Dies ist gerade jetzt sehr aktuell, als in Deutschland eine ül>eraus günstige Gelegenheit zum Ankauf der entsprechenden Apparatur vorhanden ist. Was dieB e d e c k u n g betrifft, so sind die Hauptlasten im großen und ganzen nahezu unverändert geblieben. Inmnierhin mußten einige Posten erhöht werden, so die soziale Abgabe von 10"/o auf 15"/« der Staatssteuer, die V e r z e h r u n g s s t e u e r auf Bier von 60 Para auf 1 Dinar pro Liter und die Gebühr für den größeren Wasserverbrauch von 2 auf 3 und in der Umgebung von 3 auf 4 Dinar pro Kubikmeter. Neu ist die Ben ü 1-z u n g s g e b ü Ii r, die auf die Senützun:^ des der Gemeinde gehörenden Bodens ein gehoben wird, in erster Linie der Verkehrswege, aucli unter und über der Erde. Diese Abgabe dürfte voraussichtlich favst IVs Millionen Dinar eintragen, wird aber fast ausschließlich von den Stadtbe-trieiben beglichen werden. Auf die Bevölkerung werden kaum 100.000 Dinar im Jahr entfallen. Die KassenJjebarung ist zu jeder Zeit vollkommen liquid und dies schon seit Jahren, was nicht genug hervorgehoben werden kann. Die Ver schuldung der Stadtgemeinde ist keineswegs zu hoch, sondern bewegt sich in normalen Grenzen einer Stadtverwaltung mit richtiger Wirtschaftsführung. Der Anleihestand beträgt jrtrt etwas über 68 Millionen Dinar und wird der Tilgungsplan genau eingehalten, was Maribor zu einer der kreditfähigsten Städte Jugoslawiens macht. Die Teuerung macht Fortschritte, sodaß die abermalige Gehalts- und Lohnerhöhung des Magistratspersonals erforderlich sein wird. Die entsprechenden Reserven sind im Haushaltplan schon vor gesehen. Trotz der erhöhten Aufwendungen, die die Gemeinde besonders auf s o-z i a 1 p 01 i t i s c h e ni Gebiet vornehmen muß, brauchten die S t e u e r z u-Schläge von 40Vo nicht erhöht zu wer-den.Im kommenden Finanzjahr werden weiterhin zahlreiche öffentliche Arbeiten durchgeführt werden, besonders Straßenregulierungen u. Kanalisierungen, doch in etwas geringerem Umfange als im Vorjahr, da die vorhandenen Mittel nicht ausreichend genug sind. Die Ausführungen Direktor H r a -steljs wurden vom Hause unterschiedlos beifällig ausgenommen. In der G e n e r a I d e b a t t c ergriff eine Reihe von Rednern das Wort, um zum Voranschlag Stellung zu m-hmen. Für ('m hniipr w.'ir •- wirklich eine Au:;i'n- und -Her/.ensweid'.'. zu sehen, wie sehr sich alle Stadtväter ohne Unterschied der persönlichen Einstellung zu den großen politischen Fragen bemühen, aus Maribor das zu machen, was die Draustadt auch wirklich verdient: eine praktisch eingerichtete und zielbewußte Grenzstadt am Ernfallstor zum Balkan. Sachliche, aber durchaus wohlwollende Kritik, das war der Grundsatz der Wechselrede. Es war eigentlich weniger Kritik, als vielmehr die Vorbringung zahlreicher j Anregungen, die die Stadtverwaltung bei ihrem weiteren Vorgehen sich zu eigen machen möge und die die durch den Mund der Stadtväter vorgebrachten Wünsche der Bevölkerung sicherlich auch beherzigen wird. Stadtrat P e t e j a n erklärte in seinen Ausführungen, er könne den vom Finanzreferenten für die Zukunft geäußerten Optimismus nicht ganz teilen, er stimme aber m'it ihm vollkommen darin üiberein, daß alles getan werden müsse, um unser Gemeindewesen musftergiltig zu gestalten. Alle verantwortlichen Faktoren sollten ihre Kräfte einsetzen, um eine zeitgemässe Steuerreform zu erwirken, die ihre Rückwirkungen auch auf unseren Ge-meindesäckel nicht verfehlen wird. Zum Zeichen der richtigen Einschätzung des Ernstes der Zeit und im Wunsche nach der Erreichung eines gemeinsamen Zusam menafbeitens des ganzen jugoslawischen Volkes werde dem Voranschlag seine Zustimmung nicht versagen» Seine Ausführungen wurden vom ganzen Hause sehr beifällig aufgenommen. Es sprachen ferner die Stadträte Direktor Anton K 0 V a c i Industrieller H u t t e r, der interessante Aufklärungen über die Rohstoffbelieferung unserer Textilindustrie vollbrachte, Altbürgermeister G r c a r, Direktor S t a b e j, die Stadträte M e g 1 i C und J a n. Der Bürgermeister und der Finanzreferent gaben deai Rednern entsprechende Aufklärungen und beleuchteten einige wichtige Fragen. Auch in der S p e z i a 1 d e b a 11 e wur-ide der Voranschlag mit allen Stimmen I vorbehaltlos a n g e n o m m e n, ebenso laue'- der Voranschlag des R^gulierungs-fondes und der Stiftungen, die für die Gemeinde schon lange nur noch einen Ballast bilden. optik-fachmann ? nur e. petein 39a<9bern4>oet ^urDoDobnil - reöiWtou« Den Lesern der »Mariborer Zeitung« sind die gelungenen deutschen Uebertra-gungen zahlreicher Dichtungen des Bachernpoeten Jur Vodovnik (1791 1858) gewiß noch in frischer Erinnerung, die alle insgesamt, versehen mit gediegenen Einleitungen, von der Feder unseres rührigen Mitarbeiters, des bekannten begeisterten Propagators unserer engeren Heimat Prof. Dr. Fr. M i § i £ stammen. Am 23. April des laufenden Jahres jährt sich zum 150. Male der Geburtstag des geistreichen Volkssängers und Dichters, der im höchstgelegenen Bacherndorf Skomarje zur Zeit der französischen Revolution im Frühling des Jahres 1791 das Licht der Welt erblickte, um dann, ununterbrochen dichtend und singend, zwar als armer Schlucker, als Mesner u. Tuchweber in seiner Umgebung bis zu seinem Tode, der ihm buchstäblich die Feder aus der Hand riß. als hochangesehene Per-7.U wirken. Wie wir in der deutschen war ein Schuhmacher und Poet dazu«, so konnte der Bachernpoet Jur Vo iovnik am Ende seines Lebens selbstbewußt von sich rühmen: »Ja wohl, viel Tuch hab ich gewirkt, doch noch mehr Lieder hab ich komponiert.« Nun hat der Vodovnik-Forscher Dr Fr. M i § i 2 zum 150. Geburtstag des im Jahre 1858 dahingeschiedenen Volksdichters ein Buch vorbereitet,- das • am heurigen St Georgitag erscheinen soll: »Ausge. wälilte Gedichte des Bachempoeten Jur Vodevn 1 k«. Außer 16 der besten Gedichte Vodovniks und der Gedichte Slom-seks (nach J. G. Seidl) auf die Karthäuser bei Slov. Konjice wird das Buch ausführliche ^Einleitungen zu den einzelnen Gedichten, die Berichte über Jur Vodovnik und seine Gedichte in den Zeitschriften »Novice« (Dr. Bleiweiß) aus dem Jahre 1854, in den »Drobtinice« aus dem Jahre 1862 usw., eine völlig nen hergestellte Karte des gesamten Bachern, zwei Qe_ dichte in der Harmonisierung des Prof. V. Mirk und ein Titelblatt bringen, das den greisen Dichter vor dem Webstuhl, einen Korb mit Manuskripten, mit Gansfeder, mit Krug auf dem Tisch zeigt, mit dem oben zitierten Ausspruch des Dichters selbst. — Jedem, der für Heimatkunde und Folklor Sinn hat, sei das Buch aufs wärmste empfohlen. Es erscheint im-Selbstverlag. 3um SDunfd^rontert 6e« 6(ibtDäbf|(A-fteuif(|im ftullur-bunöM Infolge ciues technischen Verschens blieb in der Berichterstattung vom 25. Febcr über das „Wunschkonzert" des Schwäbisch-dcutschen KuUurl)un-des in Maribor folgender Abschnitt aus: Da FrL Herta Spitt au verhindert war, an dem Konzert mitzuwirken, erklärte sich Frau Irma WenzUk in entgegenkommendster Weise bereit, als Solistin an Stelle von Frl. Spittau aufzutreten. Ihr „Tirolerlied" mit dem herzerquickenden Jodler bildete für das Publikum, da nidit in der Vortragsfolge angegeben, eine besondere Ueberraschung, insbesondere für alle, die von früheren Veranstaltungen Frau Wenzliks scliöne Stimme kennen und lieben und die daher ihr Fehlen am Programm des Wunschkonzertes bereits mit Bedauern vermißt hatten. Umso größer war daher die Freude und umso herzlicher der. Beifall und der Dank für ihr aufopferungsvolles Mitwirken. Anschließend an obige Berichtigung sei noch festgestellt, daß — infolge Einlaufens nachträglicher Spenden — das Gesamtergebnis des „Wunschkonzertes" die Summe von 180.0(X) Dinar erreicht hat. ' M.v. V. SQIl 1 ileralur;; sclKchtc lesen: »Hans Sachs m. Todesfall. Im Alter von 67 Jahren ist heute die Fleischhauers, und Selcher-meistersgattin Frau Rosa L c y r e r gestor ben. Die Verblichene, die aus der hier ansässigen bekannten Familie Weitzl stamm te, erfreute sich aHseitig. Wertschätzung, Friede ihrer Asche! Der schwer getroffenen Familie unser innigstes Beileid? m. Evangelische«. Sonntag, den 2., März müssen die Gottesdienste ausfallen. m. Dk: behördliche Ueberprüfnng der Kraftfahrzeuge findet vom 5. bis 12. März und jedesmal um 15 Uhr, in der Garage des städtischen Autobusunitemehmens in der Trza§ka cesta staitt. Mitzubringen ist das mit einem lOO-Dinar-Stempel versehene Verkehrsfbüchel sowie die Ueberprü-fungstaxe von 54 Dinar für Automobile bzw. 27 Dinar für Motorräder. Die Fahrzeuge müssen in sauberem Zustand vorgeführt werden. Besonders ist auf den Zustand der Chassis, dvir Federn, der Bremsen, der Steuerung, der Lichtanlage usw. zu achten. ni. Die gioße Oesellscfiaftsretoe des »Putnik« nach Budapest stand ganz im Zeichen der freundschaftlichen Bande zwischen Jugoslawien und Ungarn. Den jugoslawischen Gästen wurd« ein Oberaus herzlicher Empfang zuteil und die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Ungarn kannte schier keine Grenzen. Die Ausflügler kehrten mit den schönsten Eindrüokaö h€im und sincreich der Celjeer Polizeidircktion. Von dieser Verordnung sind Reltungs- und Feu-erwohrwagon ausgonommcu. l'oiicr-trctnngen dieser Verordnung werden mit Geldstrafen und im Nichteinbrin-gungsfalle mit Arrest bestraft. — Wie wäre es^ so fragen wir, wenn auch überflüssiges Hupen bei Tage unter Strafe gesetzt würde? Wie wäre es mit folgender zusätzlichen Verordnung: Wer zukünftig überflüssige Warnzeichen, insbesondere deshalb, um sich eine freie Fahrbahn zu schaffen, also zum Herausrufen von Personen abgibt, hat damit zu rechnen, daß er l>eslrafl wirdV c. Sonderfahrt nach Planica. Wieder i^teht uns ein Großkampftag im Wintersport bevor. Wieder wird heuer auf der großen Sprungschanze in Rateöe-Planica ein großes Skifliegen abgehalten werden. Sieben der besten Skispringer aus dem Deutschen Reiche sind bereits in Pia nica eingetroffen, einer von ihnen, Pal-m e, sprang am ersten Uebungstag (Mittwoch) bereits 98 Meter, und der Ober-krainer F i n z g a r stellte mit 93 Meter den bisherigen jugoslawischen Schanzenrekord von NovSak ein. Das Wetter ist herrlich und der Schnee ist gut. Das Springen am Sonntag verspricht demnach einen ganz außerlesenen S^ortgenuß. Um 4 Uhr 8 Minuten früh wird am Sonntag aus Celje ein Sonderzug nach Planica abgehen. Wer mit dem Sonderzug fahren will, muß sich bereits am Samstag in der Kanzlei des »Putnik« anmelden. c. Kino Unton. Heute, Freitag, zum letz tenmal der große Pariser Film »Unter den Brücken von Paris«. — Ab Samstag Brigitte Horney in dem deutschsprachigen Meisterfilm »Eine Frau wie Du«. Diese Filmarbeit leitete der russische Meisterregisseur Turzanski. / Radlo-Puficiuniii ^ieCiMJmtckr Aspirin ÖaMtäen wird durch da8 eingeprägte Bayerkreuz verbürgt. Aspirin ist in allen Apotheken ernältlicW OflM nt. oM 4 tf. IUI o4 IX «vtt tt«ft TUniHmfffr Freitag, 28. Feber: Geschlossen. Samstag, 1. März um 20 Uhr: »Die Amazonen der Zarin«. Ab. B. Sonntag, 2. März um 15 Uhr: »DCf Zigeu- nerba^«. Ermäßigte Preise. Zum letz ten Male! — Um 20 Uhr: »Zwei Dutzend rote Rosen«. Ermäßigte Preise. lon-KUw Samstag, i. März. Ljubljana, 7 Uhr Nachr., Frühkonzert. 12 Bunte Musik. 17 Jugendstunde. 18 RO. 18.40 Vortrag: Luftschutz. 19 Nachr., Nationalvortrag. 20 Vortrag. 20.30 Bunter Abend. — Beograd, 14.10 Aus Wagners Werken. 17.05 Militärmusik. 18.15 Akademie der Mittelschulen. 19 Nachr., Nationalvortrag, 19.40 Übertragung aus Uzi-ce. 21 RO. — Prag, 16.30 Konzert. 17.20 Hörspiel. 19.15 Bunter Abend. 22.30 "»Die Winzerbraut«, Operette von 0. Nedbal. — Sofia, 17 Tanzmusik. 20.30 Leichte Musik. — Beromünster, 18 Für die Kinder. 19.25 Gesundheitsstunde. ^19.50 Bunter Abend. — Budapest, 17 15 Zigeunermusik. 19.50 Lustspiel. 20.50 PI. — Italien I., 21.15 Violinkonzert. 22.15 Unterhaltungsmusik. — Deutsche Sender, 14.15, 16.20, 18.20 10.15 Unterhaltungsmusik. 21 Tanzmusik. Esptanade-Tonkino. Zum letzten Mal Freitag der ausgezeichnete Wien-Film »Leinen aus Irland«. Ein hervorragender Gesellschaftsfilm aus der Wiener Gesellschaft mit Otto Tressler, Ire v. Meiervdorf, Oskar Sima, Hans Olden, Georg Alexander. Rolf Wanka. — Am Samstag das größte Filmwunder des 20. Jahrhundert »Der Zauberer aus Oza«. Ein fabelhafter Musik-Film aus dem modernen Märchen-Zauberland, in welchem ein sinfonisches Orchester von 120 Musikern und ein Sängerchor von 300 Zwergen mitwirken, Fiim, der Alt und Jung begeistern wird? Burg-Tonkino. Der große Schaufiitn »Befreite Hände« mit Brigitte Horney u. Olga Tschechowa. Seit Jahren schon schnitzt die Magd Dürthen Holzfiguren, bis sie eines Tages von der Kunstgewerb-lerin Kerstin aus Berlin entdeckt wird, wel che ihre weitere Ausbildung übernimmt. Der gewaltige Eindruck von Berlin hemmt ihr Schaffen. Erstmalig besucht Dürthen ein Konzert und lernt gleichzeitig den berühmten Bildhauer Wolfram kennen. Durch ihn findet sie wieder den Weg zu eigener Arbeit. Sic schafft großartig. Kerstin, welche sich überflügelt sieht, wird eifersüchtig und bei einem Besuche Joachim von Erkens, gibt sie die Werke Dür-thens als ihre aus. Eine erregte Aussprache zwischen Kerstin und Dürthen schafft Klarheit und Dürthen lernt an der Seite von Ekens die Schönheit Italiens kennen. In Rom trifft sie neuerlich mit Prof. Wolfram zusammen, welche Begegnung sie erkennen läßt, daß ihr Leben der Kunst gehört. Sie läßt Joachim von Erken, fährt zu Wolfram und findet, nunmehr geklärt und gereift, bei ihm neue künstlerische Aufgaben und die Vollendung ihrer Persönlichkeit. Union-Tonkino. Bis einschließlich Montag die mitreissende Kriminalkomödie »Der Gorilla« nach dem gleichnamigen Abenteurerroman von Ralph Spence. In den Hauptrollen die Brüder Ritz. Die Hand lung ist spannend und unterhaltend zugleich. Ein Sonderfilm, der wieder einmial jdie wackeren Brüder Ritz in ihrem Ele-jUient sieht. — Als nächstes Programm »Ehi Mädchen und sieben Mann«. i I ♦ Tonkino Pobrezje. Samstag u. Sonntag der ausgezeichnete Großfilm »Die Festung des Schweigens« mit Annabella in der Hauptrolle. 1077 3>a0 ^Detter Wettervorhersage für Samstag: Geringe Bewölkung, jedoch beständiges |\\'i'ttcr. Spoct SQnfmai Q&rr loo Jitrtrr in ßiamco DER ßlSHER'WEITESTE SPRUNG. — 103 METER! — WIRD BRADLS WELTBESTMARKE GEBROCHEN WERDEN? In Planica geht die Jagd nach dem absoluten Winterrekord unentwegt weiter. Insbesondere die deutschen Springer befanden sich gestern m Wendender Form und überboten nicht weniger a4s fünfmal die 100-Meter-Marif Jugoslawien—Ungarn, der für den 33. März anberaumt worden ist, wird auf Vorschlag dss Kroa tischen Verbandes in Beograd ausgetra-gen. : Proseolk, der jugoslawische Radfahr, meister, feierte dieser Tage seinen 100. Sieg. Qewlß eine ehrenvollt Siegesseriel : KrCellö, der seinerzeit mit einer Radrundfahrt von Zagreb über Arad und Budapest Aufsehen erregto^ist 53|lhrig in Zagreb gestorben. ; Merhiko, Sloweniens bester Tischtennisspieler und mehrmaliger Staatsmei ster, wird an der großen Auslandtournee unserer Tischtennisspieler teilnehmen. : Bei den russischen Schnellauf mal* slerschaften trug A n i k a n o v den Sieg davon. Zweiter wurde der vorjährige Europameister und frühere lettische Meister Berzins. Hauptzl«hung d«r staatl. Klassenlottcri« 13. ZishaiiKstag. Uin SO.OOO.'-"! I7fi06 Diu 30,000^: 41707 Din 24.000.—: 74443 77518 Din 16.000.—: 78!0 10850 63392 ÖSSSfl Dbi 12.000.—! 22905 26188 55689 75808 7Ö387 Din 10,000,--; 2943 4723 27837 47469 73228 87105 98570 Din 8000.—: 17870 29151 503a5 71375 72614 72081 Din 6000.—: 10335 20291 20848 25871 37861 48910 49757 60499 70586 88042 88173 95835 Dia 5000.—: 724 8596 22930 23^1 24606 30051 31280 43027 46715 56601 57947 6486! 66205 «tm 73163 Din 4000.—: ,,953 2406 6345 15629 16B53 24990 29253 30048 37850 40355 42768 44561 47070 4«447 53223 56254 59265 50976 61478 66790 74403 81204 83436 86293 90059 96289 96405 96457 Bei uns gekaufte Los« machten folgende Treffer; Nr. 47469 Dinar 10.000^ Nr. 48910 Dinar 6000.—, Nr. 89173 Dinar 6000.^ und Nr. 59976 Dinar 4000.--. (Ohne Gtwlhr.) Ferner wurde eine • Reilie von Trefftm zu Din 1000.--, gezogen. — Alle jene, die In unserer Kollektur eintn Treffsr gewonnen ha- 'WA. Neue klassenlose stehen ben« mögen ihre Lose sofort zwecks Ausaah- lunc vor noch zur Vertagung. BANKCESCHAFT BEUAK, bevoUin. Haupt-kottektur der StaatHoien Klassentotterie, Msribor, Oosposloi at. 26, Td. 30'97. Zustlmtfiung. »Ich «ingo pur zu meinem eigenen Ver-gntjgen.« »Das glaube ich Ibnen gern, mein ^hö< men wieder große Ballen brauner Kamelhaare nach langer Fahrt quer durch das asiatische Rußland an, ebenso wie Seifengras, dessen Wurzel medizinischen Zwecken dient. Wenige Kilometer von hier landeinwärts bei Malaszewice ist ein neuer Bahnhof mit allen modernen Anlagen zum schnellen und in größerem Umfang durchgeführten GüteruTTTSchlag in Fertigstellung begriffen. So kann auch an diesem Fleck der Nahtstelle zweier Weltreiche festgestellt werden, daß Deutschland In friedlicher Aufbau- und Austauscharbeit mit seinem russischen Nachbarn begriffen ist. Zyklone Im Hethenneer Me <9ritcl^ fQrd^ldrn Ofe oeffiDriii&ni £ufttDir6el / Slmerilo ötr (Sr&leil ^(r mriflen eiurmiaiaffroDDen / aSie tnifieot ein iCornaöo? Die schweren Sturm-Unwetter über der Iberischen Halbinsel erweisen erneut, daß auch Europa gegen die in USA so häufige Zyklonentätigkeit nicht gefeit ist. »Zyklon« ist ein griechisches Wort und bedeutet Luftwirbel — eine Bezeichnung, die einem der gefährlichsten Wirbel, stürme gilt, wie sie hauptsächlich in den Tropen vorkommen, jedoch auch in Form von Tiefs in der gemäßigten Zone auftreten können. Diese Zyklone sind nur eine bestimmte Form der Luftwirbel, der atmosphärischen Wirbelstürmc, bei denen wirtwl- oder spiralförmige Luftbewegungen auftreten, die sich meist in starken Verwüstungen auf der Erdoberfläche auswirken. Wind, und Wasserhosen sind auch bei uns in Europa durchaus keine Seltenheit; als »Tromben« und »Tornados«, ak Orkane, Zyklone und Antizyklone werden sie in der Meteorologie aller Länder und Erdteile, in denen sie auftreten, in ihren vielfachen Erscheinungsformen untersucht. Im allgemeinen ist Amerika derjenige Erdteil, der von Wirbelstürmen aller Art am stärksten heimgesucht wird. Doch treten ähnliche Naturerscheinungen gelegentlich auch in Europa auf, der Orkan, der in diesen Tagen über die Iberische Halbinsel hinwegraste, der die riesige Brandkatastrophe in der nordspanischen Hafenstadt Santander hervorrief und auch schwere Verwüstungen über Portugal brachte, ist ein Beispiel dafür. Auch Deutschland ist von schweren Sturmkatastrophen nicht verschont geblieben. Erinnert sei nur an die Wetterkatastrophe des Jahres 1936 im Rheinland, die sich besonders verheerend in Düsseldorf auswirkte und nicht nur eine Anzahl Todesopfer, sondern auch großen Sachschaden anrichtete. So wurde dabei ein Stellwerkshaus der Hafenbahn bis zum Untergeschoß glatt abrasiert und hohe Signalmasten an der Eisenbahnstreckc wie Streichhölzer umgeknickt. 1931 wurde das 'Sauerland durch einen schweren Wirbelsturm heimgesucht, der Angst und Schrecken über die Bewohner brachte, die zum Teil all ihr Hab und Out dabei einbüßten. Noch gefährlicher war das Unglück von Linpen in der Emsmederung im Jahre 1927 Dieser Wirbelsturmkata-Strophe fielen mehrere blühende westdeutsche und holländische Ortschaften zum Opfer, am stärksten wurde das Stä tchen Lingen am Dortmund-Ems-Knnai dabei betroffen. In wenigen Minuten wurde damals das friedliche Städtchen in einen Trümmerhaufen verwandelt. Daß je Jenfalls auch unsere euro- päischen Wirbelstürme mitunter eine [ungeheure Wucht entfalten, beweist auch die Windhose, die im April 1904 bei Eicht in Böhmen einen aus neun Wagen bestehenden Eisenbahnzug wie ein Kinderspielzeug aus den Schienen hob und drei der Wagen über einen drei Meter hohen Damm schleuderte, wobei 25 Menschen schwere Verletzungen erlitten. Wesentlich stärker wirken sich noch die Wirbelstürme in Amerika aUs. So wurde'im April 1899 im Staate Missouri ein Haus 30 Meter hoch in die Luft gerissen, wo es in tausend Trümmer zerbarst. Bei einem solchen amerikanischen Tornado ist eine Luftgeschwindigkeit von 450 Meter in der Sekunde gemessen worden. Wie entsteht nun '«in Wirbelsturm? Die von außen herangesaugte Luft steigt im Zentrum des Tornados empor, wobei sie sich unter ihren Sättigungspunkt abkühlt. Die Verdichtung der Wassertröpfchen zu Regentropfen geht mit ungeheurer Gewalt vor sich, sodaß dabei oft Regentropfen herniederprasseln, die wie schwere Hagelstücke auf den Boden donnern. Auffallend ist, daß an den Orten, über die der Wirbelsturm gerade hinweggeht, eine plötzlich Windstille eintritt, die Wolkendecke zerreißt und läßt für Augen blicke den blauen Himmel durchscheinen. Sekunden darauf aber setzt der Orkan, diesmal aus entgegengesetzter Richtung, wieder ein. Die vielen verschiedenen Bezeichnungen der Wirbels türme haiben sich nach der Art ihres Auftretens und den verschiedenen Zonen herausgebiWet. Wind- und Wasserhosen sind in Europa, auch in Deutschland ziemlich häufig. Sie gehören mit zu dem Begriff der »Trombe«, unter dem man Luftwialxl oder Wirt)el6turmc von kieinerean Durchmesser versteht, die aber deswegen doch große Kraft entwickeln können. Die harmlose?.ten sind die Staubund Sandwirbel über erhitzten Boden. Sie entstehen ebenso wie die Wind-, Sand-und Wasserhosen In mittlerer Wolkenhöhe und pflanzen sich durch Reibung und Saug Wirkung gewöhnlich bis zum Erdboden bzw. zur Meeresoberfläche fort, wobei sie die Gestalt eines von der Wolke herab-relchend'en Schlauches haben, Trichters oder einer Sanduhr haben. Die stärkere Art des Wirbelsturms heißt in Amerika Tornado. Ihre Gewalt läßt sich daran ermessen, daß bei elndm Tornado im Jahre 1925 fast 800 Menschen getötet und über 3000 verletzt wurden. Der Form des Zyklons, der sich unter dem Einfluß eines meteorologischen Tiefs „9an&oranaten" sur Stueroeffiinpfung in Xotio entwickelt, steht die de» Antiiryklons gegenüber, die ein Hoch voraussetzt. Beide Formen des Wirbelsturms sind auch in Europa nicht unbekannt. Eine Gruppe für sich bilden die schweren tropischen Wirbelstürme, die fast ausschließlich in Westindien und Ostasien auswirken. Der westindische Hurrikane u. die ostasiatischen Taifune gehören zu den schwersten Katastrophen der betroffenen Gebiete. S. Hnsduni in Wissen schall und Technik (RDV) Berlin, Febcr. Ein Archiv für Wasserwirtschaft Von der Reichswasserstraßenverwaltung wurde Im Reichsverkehrsministerium zu Berlin ein Archiv für Wasserwirtschaft gegründet, das die Aufgabe hat, die wissenschaftlichen Grundlagen aller Erscheinungen, die einerseits in die großen Gewässer einmünden und ihre Voraussetzung bilden und andererseits von den großen Gewässern ausgehen und ihre Folgeerscheinungen darstellen, zu untersuchen. Die Arbeiten sämtlicher Sonder-wissenschaften, die hierfür in Frage kowf-men wie z. B. die Gewässerkunde, die Flußbautechnik, die von der geologischen und geographischen Seite ausgehende Behandlung des Flußwesens, die Fragen der Fischerei, des Abwasserwesens, der Wasserhygiene, der Verkehrwissenschaft, der. Hydrographie usw., sollen hier zusammengefaßt und der Gewässerkunde nutzbar gemacht werden. Die erste Arbeit des Archivs wird in einer Sammlung und Auswertung des bereits vorhandenen Materials bestehen, so daß es im Di^st-betrlebe des Reichsverkehrsministerfums ständig griffbereit Ist. Das Archiv wird sicherlich zu ganz neuen Problemstellungen gelangen, die der Bearbeitung entgegengeführt werden. Die Ergebnisse dieser Forschungen werden der Wasserwirtschaft auf den Reichswasserstraßen zugute kommen. Was i»i TofstaW? Torstahl ist ein neuer, hochwertiger Baustoff, und ^war ein verwundener Rundstahl, den man durch Torsion (Afcr-drehung) erhält. Von der Torsion hat der Stahl seinen Namen erhalten. Der Torstahl verdankt seine Entstehung dem Bestreben, die große Zahl der hochwertigen Betonstähle zu vermindern. Außerdem läßt sich natürlich ein Stahl mit rundem Querschnitt hinsichtlich der Festig-keitswewrte leicht berechnen. Die Festigkeitseigenschaften sind außerordentlich günstig, ferner ist die Verbundwirlcung, die Haftfestigkeit Im Beton größer als die des gewöhnlichen Rundstahls, so daß hier ein beachtliches Bauelement geschaffen wurde, Insekten zerstören Bleitabei Vielfach sind Bleikabel durch Insekten erheblich beschädigt worden. In südlichen Ländern wurden durch eine größere Zahl von Käferarten zum Teil sehr erhebliche Schäden angerichtet. Mit ihren kräftigen Kauwerkzeugen fressen sie sich durch den Bleimantel hindurch und öffnen damit der Feuchtigkeit einen Weg In das Kabel-innere, so daß Kurzschluß der Kupferadern eintreten kann. Vor allem sind solche Schäden bei freihängenden Kabeln dann zu erwarten, wenn sie auf Hölzer verlegt werden, die bereits von Insekten befallen sind. Die einzige Möglichkeit, das Kabel zu schützen, besteht, wie durch deutsche Untersuchungen festgestellt wur de, darin, den Tieren den Weg ins Innere durch ein härteres und nicht benagbares Metall zu versperren. Das Bestreichen der Kabeloberfläche mit giftigen Stoffen hat sich als zwecklos erwiesen. Diese seltsam vermummten Männer sind Mitglieder der sog. »Nachbarschaftshilfe«, einer Organisatk)n der benachbarten Hausgemehischaften, die sich im Falle von Gefahr gegenseitig unterstützen. Bei einer Fefue^lö5c^übung tragen sie'hier Qla«-1 behälter, deren Inhalt beim Wurf in die Brandherde die Flammen erstickt. — »KG« KloppvS sieigt ins Staatsexamen. Er wird von dem prüfenden Professor gefragt: „Was ist eigentlich Betrug?'' „Wenn Sic micli im Examen durchfallen lassen!" „Wieso*?" „Weil sich laut Slrulgesclzbuch dcr-jfnigo eines Betruges schuldig marhl, der die f^nwissenheil tMnes anderen Ix^nulzl, um diesen zu Ix^schädigenl" BEI SCHWERER ARBEIT STARKE WEINE welche Sie bei Senica. Ullca kncza Koclja, erhalten. 106M PERSER- UND SlHYRNA-TEPPICH sowie Vofzimmerkasten und Bilder verkamt Mamineur, Mellska 77 lOOM NEODENDRIN MIXDRIN Schwefelkalkbrühe. Schwe.el. 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Stert)e5akramenten, nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden, im Alter von 67 Jahren in ein besseres Jenseits abberufen wurde. Die Beisetxttiig der Unvergeßlicbtn findtt am Sonntif, dtn 1. Mira 1M1 um 10 Uhr von dar Kapelle des städtischen Friedhofes Mia In dl« Familliogrtitt »Ult Die hl. Seeiejimeese wird Montag um 830 Uhr in der Franziskanerkirche gelesen wefden. KoSald, Maribor, Graz, am 28. Februar 1941. 1087 Die trauernden Familien: LEYRER, HETZL, WETTZL und REMS. ^Irior gmn mit polrn Uni ROMAN VON KURT RIEMANN Urheber-Reclitsschntz durch Verlag Oskar Meister, Werdau L Sa. SS Oh, er hat Geschmack, der Herr Meßdorff! Mail kann ihn verstehen, daß ihm dieses Mädchen nicht gleichgültig blieb. .vich war in einer Studienanstalt für künstlerischen Tanz.« »Sie sind es nicht mehr?« »Nein. Der Dienst ist recht vielseitig und beansprucht mehr, als der Körper in ... diesem Zustand herzugeben verma/^. Der Institutsarzt hnt die ersten Feststel-iunKcn gemacht.-!: »Und was soll jetzt gescheiien? Welche Absicht haben Sie verfolgt, Fräulein Hart mann, als Sie zu mir kamen?« Das Mädchen senkt die Augen, Aber dann fährt ein Blick zu Irene, der ist hart und schneidet wie Stahl. »ich komme nicht für mich! Aber das Kind wird sein Recht beanspruchen müssen. Ein Recht, das ihm sein Vater verweigert.« »Wie soll ich das verstehen? Glauben Sie denn, daß ich mich scheiden lasse? Wie stellen Sie sich das vor? EJoktor Meß dorff bekleidet eine Stellung, die keinerlei Skandal verträgt. Aber lassen Sie mich ausreden...« winkt Irene ab, als sie bemerkt, daß Charlotte unterbrechen will s>... Sic sollen aller Sorge frei und ledig sein. Seit Jahren träume ich davon, ein Kind zu haben... Sein Kind! Es soll bei mir aufwachsen, ich will ihm seine Mutter sein, wie Sie es nicht besser sein können.« Charlotte steht still und regungslos. »Leuchtet Ihnen nicht ein. daß das der allerbeste Ausweg ist?« redet Irene, von ihrem Einfall gepackt, auf das stumme Mädchen ein. »Sie haben doch schließlich einen Beruf... da kann das Kind Ihnen doch nur lästig sein! Bei mir aber ... ich tvürde es adaptieren... würde es in aller Behaglichkeit aufwachset... nichts wür. de ihm fehlen... nichts!« »... als die Mutter!« schneidet«Charlotte das Gespräch ab. »Nein, gnädige Frau, Sie haben mich gründlich mißverstanden. Beruf... was will das bedeuten gegen ein Kind! Ehe ich das Kleine, Ungeborene von mir ließe, ehe ich das heiligste Stück meines eigenen Ichs...« Srie verstummt, als schäme sie sich der großen Worte, räuspert sich und fährt dann sachlich fort: »Das kommt natürlich gar nicht in Frage. Mein Kind kommt nicht eher von mir, ehe eines von uns beiden tot ist. Ich bin auch nicht deswegen gekommen. Ich kam nur,' um Sie um Ihre Hilfe zu bitten ...« ^ Irene ist müde auf einen Stuhl gesunken. Ein Luftschtoß, ein jflh erstandenes schönes Traumschloß ist ihr wieder eingestürzt. »Bitte,.. wenn ich kann? Gern!« »Sorgen Sie dafür, daß Ihr Herr Gemahl die Zukunft des Kindes sicherstellt.« Langsam steht Irene wieder auf. »Ja ... hat er denn das nicht selbst geregelt?« »Er lehnt es ab, eine Summe für das Kind zu deponieren. Sie werden begreifen, daß Ich nur in einem solchen Verfahren wirkliche Sicherheit erblicken kann.« >Ja, gewiß, mein Fräulein. Es ist ja schtießlich auch ganz gleichgültig, wie man es macht. ... Hauptsache bleibt, daß , etwas geschieht. Und Doktor Meßdorff hätte... das nicht sofort und ohne Einschränkimg getan?« I »Er hat mich ausgelacht... und mir eine Art Trinkgeld geboten. Darum kam ich zu Ihnen. Vielleicht, haben Sie mehr Einfluß auf ihn...« »Ist das Uberhaupt möglich?« »Ich habe lange gezweifelt, ehe ich glaubte, daß es sein Emst war. Und wenn ich nicht um des Kindes willen müßte,*, glauben Sie mir, gnädige Frau, ich würde lieber ein Leben lang trockenes Brot essen, als je ein Mitglied der Familie MeA. dorff um einen Pfennig bitten. Er hat mir einen Wagen, Schmuck, eine Wohnungseinrichtung, Kleider, Gott weiß was aHes, schenken wollen, ich habe nie ein Stttck von ihm genommen, oh, ich liebte ihn und war so töricht, zu glauben, das sei auch bei ihm das gleiche. Und dann kam die Stunde, in der ich ihn um Hilfe bat, nicht für mich, für sein und mein Wnd... und da...« »Bitte, schweigen Siel Ich bitte Sie um alles in der Welt! Das ist ja unerträglich!« Irene hält sich die Ohren zu, preßt die Hände gegen die Schläfen, als könnte sie die Ungeheuerlichkeit des Gedankens nicht fassen, nicht begreifen. Und dann ist es mit ihrer Fassung zu Ende. Sie bricht in Weinen aus. Denn sie schämt sich... schämt sich vor diesem Mädchen, das da so gerade und aufrecht vm Ihr steht und für das Reht seines Kindes kämpft. »Wie erbärmlich! Wie janwierHch und gemein!« Langsam tritt Charlotte auf sie zu, legt schwesterlich den Arm um die schluchzende, fassungslose Frau. »Beruhigen Sie sich, gnädige Frau. Es weiß niemand außer mir, und niemals wird jemand etwas erfahren! Das verspreche ich Ihnen! Es ist ein schwacher Trost ... das weiß ich ... aber vielleicht kann Sie das'beruhigen.« Eine Weile ist es ganz still im Raum, nur von unten aus dem Speisesaal klingt gedämpfte Mtisik, Man sitzt bereits zu Tisch. »Ich gehe jetzt I« sagt Charlotte. »Ich will Sit nicht b^rängen. Meine Anseht^ lasse ich Ihnen hier auf dem Tisch liegen, Sie können mich Immer telephonisch dort erreichen. Ich wohne bei meiner Schwester, das eiflsige Mitglied meiner Familie, das mit mir rtudlgem Schaf noch, etwas zu tun haben will.« Charlotte will gehen, aber da springt Irene auf und hält sie zurück. »Nein, Sie* dürfen nicht fort, ehe die ärgste Schande nicht getilgt istl«- Mit fliegenden Händen zerrt sie ihr Scheckbuch aus einem Schubfach des Schreibtisches schreibt ihren Namen unter das Forniblar, reißt es heraus und reicht es Charlotte. »Bitte, setzen Sie die Summe ein, die Ihnen Meßdorff verweigerte. Nein, ich brauche keine Quittung, nichts brauche ich als ein Wort von Ihnen, daß Sie mir nicht böse'sind.., daß Sie die Schande vergessen, wollen, die Ihnen ... mein Mann antat.« Lange starrt Charlotte auf das schmale Stück Papier in ihrer Hand, Dann sieht sie Irene kopfschüttehd an. »Sie vertrauen einer Fremden viel an. Aber Sie sollen wissen, was ich haben will. Ich habe es oft genug überrechnet.« Sie setzt mit schnellen Zügen die Summe ein, die sie bereits von Meßdorff forderte. »Ist es Ihnen so recht? Ich werde das Geld bei einem Notar hinterlegen, der es für das Kind verwalten soll. Kein Pfennig davon soll für mich sein.« »Ich lasse Ihnen freie Hand in allem, Fräulein Hartmann!« nickt Irene, und dann mit leiser Kraftanstrengung: »Und nun bitte ich Sie herzlichst... lassen Sie mich allein! Es war doch etwas viel für n)ich. Sie werden noch von mir hören.« In der Tür bleibt Charlotte noch einmal stehen. »Es tut mir leid, daß ich Ihnen Kummer bereiten mußte.« Ein mattes Lächeln dankt ihr. Vorsichtig zieht sie die Tür ins Schloß. (Portsetzung folgt.) Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich C'DO KASPER — Druck der „Marilwrska tiskama" in Maribor. — wootwörtlich Direktor STANivO DETELA. — ß^ide wohnhaft In Maribor, Für den Herausgel>er und den Drucl&