PrSnnmcrationS Preise: Fitr Laibach: Vanzjtihrig ... 8 fl 40 lr. Halbjiihrig ... 4 „ 20 „ Bierteljtihrig . . 2 „ 10 ,, Monatlich ... — ,< 70 „ 3Ji it b er Post: Ganzjiihrig. - ■ 11 fl- — ft-Halbjiihrig - - - 5 „ 50 „ Bierteljiihrig . . 2 „ 75 „ gilt Zustellung in« HauS bier: teljiihrig 25 fr., monatl. 9 kr. ffiinjelne tommetn 6 kr. Laibacher blatt. Redaction: Bahnhosgaffe Nr. 132. Expedition- & Jnserateu. Bureau: Tongrctzplatz Nr. 81 (Buch-handlung von Jan. v. Kleiu-mayr & Fed. Bamberg.) Jnsrrtionspretse: Ftir die einspaltige Petitzeile L 4 kr., bei zweimaliger Eiu-schaltnng L 7 kr., dreimaliger a 10 kr. JnsertionSstempel jedesmal 30 kr. Bei grcfjcren onfcraten utib Bftcrer Einschaltung entspre, chender Rabaik. Anonyme Mittheilungcn UKtfccn nicht berLckfichligt; Manuscripte nichr zuriickgcsendet. Nr 87. Honnerstag, 17. April 1873. — Morgen: Hermogenes.________________6. Jahrgang. Riickschau. Zwei Ereignisse find Cs vorzugsweise, die uns eine Umschau aus das in Oesterreich Gewonnene und Ersicgle wahrend des in der politischen Stro-rnung eingetrcteneii Ruhepunkles nahelegen, die Sanction der Wahlrcform und die nahezu vollcndeten Zuriistungen zn dem friedlichen Wcttkainpfe der Volker der Erde anf dem Gebiete der Kunst und Industrie, welcher binnett wenigen Tagcn an den Ufern der Donau erofsnet werden toirb. Kein schwar-zer Punkt am politischen Horizont stort diesmal die gehobene Stimmnng, womit roir uns einerseits nach jahrelangen Kirmpfen und Leiden dem Ge-fuhle hingeben, festen Boden unter den Fuhtn zu haben, und womit wir undersells dem Welteiser in der Arena der Industrie, der Kunst und Wissen-schaft entgegensehen, wo die Werkzeuge des Frie-dens, die Pflugschar und die Dampfmaschine, wo Hammer und Amboh, Meitzel und Palette statt des Zundnadelgewehres und der gezogenen Kanonen ihre Triumphe feiern werden. Was muhle alles geschehen, welcher Wust mit-telalterlicher Zuftcindc und pfasfischer Verdummungs-anstallen rnutzte beseiligt werden, bis Oesterreich diese neue, segenverheitzende Unterlage seines Bc-standes gewounen! Und wenn man bedenkt, dah es die Anstrengnngen tines einzelnen Volksstammes gcwesen, denen es gelungen, den Zersall des Reiches aufzuhalten, dasselbe trotz deS Dagegenstemmens der Czechen, Tiroler, Polen und Slovenen, die alle der Kultur und der Staatsidee widerstreben, aus den klaglichen und unleidlichen Zustanden des Absolu-tismus herauszureihen und die Monarchic der Hadsburger zugleich freier und reicher im Jnnern mie angesehener und geachteler vor der Welt hinzu-stellen, so haben wir alle Ursache, mil dem Erkampf-ten und Ersiegten zufrieden zu sein. Noch vor anderthalb Jahczehnten war es dem osterreichischen Staatsbnrger untersagt, bei der Ord-nung des Staatshaushaltes oder der osfentlichen Angelegenheilen des Reiches tin Wort mitzusprechen. Die Gesetze machle eine despotische, dem Bolke auf-gezwungene Regierung; Gut und Blut des Voltes wurden, ohne dah man daruber znr Rechenschaft gezogeu wurde, aus die gewissenloseste Weise ver-geudet; die Presse als Ausdruck der osfentlichen Meittuitg war geknebelt, von einer Krilik der osfenl-lichen Jammerzustandc lomite keine Rede sein; Ver-eins- und Verjammlungsrecht bestand nur fitr religiose und Muckergesellschasten; selbst das Recht, seine Wunsche und Begchren offcnilich in einer Bitt-schrist darzulegen, bestand fitr den Oesterreicher nicht; (She und Schule schmachtcten in den Fesseln der Kirche, ja die romische Curie hatle sich dnrch den schmachvollen Thun'schen Pact, Concordat genannt, eine Oberhoheit nber die Grohmacht Oesterreich zu erschleichen gttvuht und dieselbe weidlich ausgcnutzt, um jede Geistesregung ;u batmen und die Bolker-stamme immer tieser in Unthatigleit und Stumpf-sinn zu versenken. Grahlichc Niedcrlagen, finanzielle Zerruttung, der gahnende Schlund des Abgrundes und des Zer-falles in nachsler Nahe vermochten erst in den mah- gebenden Kreisen der Einsicht zum Durchbruch zu verhelsen, dah unter absolutem und klericalem Regimente kein moderner Staat bestehen kann. Kaum aber hatte das constitntionelle System Boden ge-wonnen, kaum war die staalliche Macht erstartt, der osfeMtiche Credit wieder hergestellt, so gab man wieder der Reactionspartci das Ruder in die Hande, sistierte die Verfassnng, und ncites Elend, neue Niederlagen muhten iiber die vielgeprusten Dolker kommen, ehe man die Ordnung der osfentlichen Angelegenheilen den Vertrelern des Volkes anheim gab und das constitutionelle System wieder als Rctter in der Nolh zu Hilfe rief. Aber auch jetzt wurden uns die Stillstande und Riickschritle in der Entwicklnng des osfentlichen Lebens nicht erspart, neue Gesahren wurden iiber den Staat heraufbe-schworen durch die Ausgleichs- und Ruckschritts-ministerien tines Polocki und Hohenwart; eine verkehrte Slaatsweisheit, die es alien Umsturzele-ntyiten im Reiche recht machen wollte, beschwor cine Sturm- und Drangperiode iiber den Staat heraus, die endlich in den qechtschen Fundamental-artikeln gipfelte und das wohl erworbene und theuer erkaufle Verfassungsrecht alien Sslerreichischen Staats-biirger den rcactionarcn Sondergelitsten eines einzelnen Stammes zu opfern, Oesterreich in seine Bestandthtile aufzulosen im Btgriffe roar. Aber mittlerroeile hatte sich auch die Verfassungspartei, durch bittert Erfahrungen klug geworden, zu einer undurchdringlichen Phalanx geeinigt, an deren ent-schlossenem Widerstande alle Verzweiflungsrouth der Reactionare abprallen mntzte. Die reichsfeindlichen Ieuill'eton. Ein Justizmord. (Schiutz.) Noch eines dritten Individuums mussen wir er-wahnen. Dies war tin brtilschiiltrigtr, grohcr und Srmlich gefleideter Mensch. dem man aber feints von den Zeichen ansah, welche Leute der arbtittndtn Klasst charatterisuren. Cine ernste, halbwilde Miene, welche den Stempel der Ausschweifung trug, unter-schied ihn von der ubrigen Menge. Er sah mit blutunterlaufenen Angctt ruhig der Execution zu, keine Musktl und kein Nerv zucklen in seinem eiser-nen Gesichle, als das Madchen gchenkt wurde. Nur beim Weggehen sagte er mit einem vercichllichen Lacheln: . ^ „Schone Gtschichte, bei Gott! Schone Kerle, diese Henker!" In diesem Augenblicke brach sonderbarerwetse die Sonne aus dem Gewolke hervor und umgab den Kopf des Opfers mit einer Strahlenkrone; zugleich zuckte der Korpec noch etnmal auf, und die Menge zerstreute sich, Halb uberrascht und Halb erschrocken iiber das sonderbare Ereignis; beim Nachhaufegehtn horte man Diet itber die artne Margarethc Hayward und Charles Dean, ihren Gelieblen, der in Kram-psen vom Platze fortgetragen werden muhle und wahrscheinlich am gebrochcnen Herzen sterben wiirde. Wir mitssen jetzt etroas zuriickgehen, um die Entstehung dieser schrecklichen Katastrophe zu crzah-len. In einem alten Hause einer engert Gasse, welche in einer der Hanplstratzen von Lewes mundete, wohnte eine alte Witwe, welche von einem kleinen Kram sich muhssm ernahrte. Sie war den Leuten des Stadtchens als Frau Keymer bekannt, und bei ihr wohnte Margarethc Hayward, ihre Adoplivtoch-ter, ein ansfallend hiibsches Madchen, dercn Schon-heit ihr viele Anbcter und eifcrsiichtige Rivalen ver-schasfte. Margarethc lebte bescheidm und still, so datz die bosen Zungen niemals gegen sie aufzutreien wagten, obgteich juttge Leute der befferen Stande ihr den Hof machlen. Margarethc behandelte alle Anbeter mit Anmuth, jedoch ohne Lcichtsinn, und Fa-miliaritatcn wuhtc sie in einer Art und Weise zu begegnen, dah nieinanb cs wagtc, sie zu wieder-holen. Jndefscn der Pfeil der Liebe traf auch sie, und sie verlicbte sich in Charles Dean, einen Eisenarbei-ter. Unter ihren Nachstelleru war einer daruber auher sich. Francis Palmer, der Sohn eines der reichsten Kaufleute, hatte Margarethe allcrlci Vcr-sprechungcn gemacht, welche sie zuriickwies, da sie sehr richtig einsah, dah er bei seiner vollstandig von der ihrigen verschiedenen Stellung im Leben sie niemals heiraten fbitnte. Frau Keymer billigtc das Benehmen Marga^ rethens, und es war bald Stadtgesprach, dah die alte Wikwe Diet Geld gespart Habe und Margarethe zu ihrer Erbin machen rootle. Palmer ver-folgte sic immer noch, jedoch immer vergebens, und seine Wuth fteigerte sich bis zur Raserci. Eines Morgens wurde die alte Keymer todt im Bette gefunden ; ihr Hals roar von Ohr zu Ohr durchschnitten, ihre kleine Gcldbiichse, welche fie stets im Laden hatte, erbrochen und der Jnhalt gestohlm. Margarethe machte zuerst Limn, und die ganze Stadt war bestiirzt iiber die Frechheit, mit welcher das Verbrechen verubt worden war. Die Nacht roar wild und ftilrmifch gerocsen. Ein furchtbarer Sturm hatte gerast und die ganze Nacht nicht nachgelaffen. Trotz des Larmens in der Nacht glaubten Nachbarn einen furchtbaren Schrei gehort zu haben, der nichts anderes als ..Mord" bedeuten tonnte. Parteicn hatten rndlich ihre Maske abgeworfen und ihren letzten Trumps ausgespielt; die Zersplitterung des ReicheS und die ganzliche Lahmlegung der Cen-tralgewalt, die man offen Plante, lichen endlich die schweren Misgriffe erkennen, die man durch Unter-stiitzung oder durch Gewahrenlassen ihrer Bestrebungen gethan. Es ward wieder einmal ein verfassungs-treues Ministerium berufen mit der Aufgabe, bent Gesetze Achtung, der geschwachten staatlichen Autori-tat allseitig Anerkennung zu verschaffen, dem Reiche den innern Frieden wiederzngeben. Letzteres konnte nur geschehen, indem man durch Loslosung der Reichsvertretung von den Lanbtagcn der Verfassung eine sichere Grundlage verschaffte und in den directen Wahlen ein Bollwerk gegen die Verfassungsfeinde aufbaute. So fonneit wit in Wahrheit sagen, dah wir alle unsere Errungenschaften Schritt fiir Schritt von feindseligen Machten erkampfen muhten, dah uns kein Fortschritt erbluhte, den wir nicht der ge-einten Macht der fcudaten, klericaleu und nationa-len Reactionare abtrotzen muhten. Um so roerth-voller muh uns daher das unter so uusaglichen Leiden und Kampsen gewonnene Freiheitswerk sein, um so entschlossener aber gilt es auch zu sein, das-selbe zu bergen, vor neuen Angrissen zu schirmen und sicher zu stellen._________________________________ Politische Rundschau. Laibach, 17. April. Inland. Auch die versassungsfeindlichen Elemente haben der Osterbeschcrung nicht ermangelt. Das wiener Czechenorgan, der „$Banberer", brachte in seiner Ostersonntagsnummer das Programm des letzten feudal-ultramontanen Conventikels als „Con-ferenzprogramm der anticentralistischm Partei." WaS die Alt- und Jungczechen, die hochrothen Feudalreac-tionare und fortgeschrittensten Demokraten vom Schlage eines Smolka und Sladkovski, zusammen mit den altramontanen aus Tirol, Vorarlberg und Krain, den Herren Graf, Oelz und Costa Heimlich in Wien gebraut, das wird da ans Tageslicht ge-zogen. Das Programm ist in stinen leitenben Grundsatzen ein echter Wechselbalg der Fundamen-talartikel und unterscheidet sich von ben Lehrsatzen der „Rechtspartei" im wesentlicben nur badurch, bah es statt der „christlichen Grundlage" des Staates die ..Eigenberechtigung und Freiheit alter gesetzlich anerkannten Religionsgenossenschasten" verkiindet. Dieses Programm hatte iibrigens nur noch als vor-historische Studie Jnteresse, bcmt, wie gleichzeitig von fSderalistischer Seite berichtet roftb, hat die vielgeruhmte Solidaritat der FSderalisien „sich blos bezuglich der Theilnahme an den directen Wahlen erstreckt;" alles weitere soll toieber besonbers tier- hanbelt roerben ober ..spateren Bereinbarungen ad hoc anheimgegeben roerben.1' Seltsamerweise bricht gerabe an bemfclbe Tage, an welchem bcr ..Wanderer" mit seiner EnthiiUung hervortritt, tin ebensalls anticentralistischeS Wochen-blatt, der „Often", formlich ben Stab fiber bie FSderalisten. Es heiht namlich in einer gegcn baS ..Vaterlanb" gesiihrten Polemik bieses Blattes: „Man hat", sagt ber ,.Often", ..weder ein Recht, noch ist es taktvoll, bie gesammte Opposition alS foberalistische Partei auszugeben und fie hiedurch in jenen sehr mahgebenben Kreisen zu compromit-tieren, in welchen, wie betannt, baS Schlagwort Foderalismus uberauS ublen Klang hat. Wenn das ..Vaterland" serner von ber soderalistischen Partei sagt, bah sie im Gegensatze zum Dualismus „vor allem bie Einheit bes Reiches anstrebt", so mfissen wir auch biese Taktlosigkeit, welche cine perfide Denunciation genannt roerben mfihte, wenn sie aus bent gegnerischen Lager herstammen roiirbe, um so cnt-schiedener von uns ablehnen, als roir durchaus nicht die Lust haben, die schwierige Lage, in ber wir uns schon in Cisleithanien allein befinden, noch baburch erschroeren zu lassen, bah uns auch noch bie Ungarn ganz ohne Roth aus ben Hals gehetzt roerben." Erzbischos Eugeu H a ck m a nn, bekaimtlich erst tior einigen Monaten zum Metropvliten ber griechisch - orientalischen Kirche in Oesterreich er-nonnt, ist SamSlag abends in Wien vcrschieben. Der Staat oerliert an bent Verblichenen cinen treuen Unterthan, ber mit unerfchutterlichem Patriotisms an Kaiser unb Reich hing; die Verfassung cinen ihrer wcrthvollstcn Anhangcr unb Versechter. Das muthige Eintrcten Hackmanns fiir bie Wahlresorm im Herrenhausc steht noch in srischer Erinnerung unb es roirb ihtn im Vereine mit seiner jederzeit berodhrtcn rcichstreuen Gesinnuug ein chrenbes An-benten bei alien Freunden bes Vaterlanbes sichern. Wie man aus Pest schreidt, roirb in un- garifchert Regierungskreisen bie Einsfihtung bcr C i tiil the ernstlich in Erroagung gezogen. Auch soll ein sehr freisinniger Gesetzcntwurf fiber bie Religion s ft e i h e i t, in roelchent namentlich ber Be fenntniszroang ausgehoben roirb, bent Reichstag vor* gelegt roerben. Ansland. Wie bcr,, Brcslaucr Zciiung" aus Berlin berichtet roirb, ist Ffirst B i S mar ck ben Jnitia ti v-A it tr a gen bes Reichstags bejfiglich ber Civilchc, bes Presj- unb Vercinsgesctzcs nicht abgeneigt, inbent er bie ..Unmoglichkeit anerfennt, bie in Fluh gcrathene ReichSgefetzgebung zu Hein-men." Es ist in biefer Beziehung auch bemerft roorben, bah ber „Rcichsanzciger" nicht nur ben Gesetzcntwnrf fiber bie Civilchc, soitbcrn, gegen das sonst fibliche Versahrcn, auch bie Motive bessclben abgebrucft hat. Jmmerhin fallen von bcr ReichS-regicrung urnfasfenbe Amcndements zu ben Entrofir* en fiber das Vereinswescn unb baS Prehgesetz in Aussicht genommen sein, um betn Ucbcrwuchern bcr ultramontanen Agitation vorzubeugen. Die Car listen suchcn ihre Flucht nach bet vor Puhcerba crlittenen Ricberlage mit betn front-men Vorwanbc zu bemanteln, bah sic am Char-frcitage tein Blut zu vergiehen unb auch ihren Fcindcn bicfe Sfindc zu crsparcn wfinschicn. Der Ueberatt unb Rirgcnbs Don Carlos wurbe angeblich n Pau, also tin sranzostschen Navarra, gcschen. Nach einer Version ist Puhcerba jetzt cine offene Stabt, unb »aren es bort nicht regulate Trnppcn, fonbern vicrhunbert bewnffnete Bfirget, welche die Harden Saballs' so tapfer auss Haupt geschlagen haben. Im cnglischen Unterhause ist ® tab stone wegen bcr offcnttichen Geldsammlnngen, welche vom lonboner Catlistencomits fort unb fort vcronstaUet roerben, interpeUiert roorben. Det Chef des liberalen Cabinets erflart, bah die Kronjnristen „eitte Bittc urn mildc Gabcn" nicht als cinen Gcsetzcs« bruch ansehen konnten. Cine Bittc um mildc Gaben! Um englische Geroehre zu faufen, mit welchen die Banden des Bfirgerkricg-Anstiftcrs fpanische Manner unb Wciber sfisiliercn ober zur Abwechslung franzosische Bahnbeamte von ben Cvurticrzugcn weg-putzen. Ist bentt die „Alabama"-Afsaire England — auch mvralisck — nicht theuer genug zu stehen gekotnrnen ? Selbst die „Times" bcm:rkt mit Sitter-teit, „dah das Ministerium, welches die Unmoglichkeit, fiber die Grenjen des Gesetzes hinanszugchcn, felbftgefaUig als conftitutionelle Tugcnb preist, das-selbe ist, welches bas Lanb noch vor kurzem, ohtte nur bas Parlament zu sragen, fiir neue, brfidenbt Regeln bes Bolkerrechls verbinblich gemacht hat. Die raubettbett unb inorbenben Carlistcnbanbcn fonnen nicht als Kricgfuhrcnbc im volkcrrcchtlichcn Sirnte angesehen roerben, unb ancrkannt sinb sie auch selbst vom englischcn Ministerium nicht, wie vormals bie Substaatlichcn von Norbamerita." Es gibt namlich feine U»terschicdc in Ncntralilatsbruch! Jnfolgc des nothbiirftigen Ausganges bcr Handclsvcrtrags-Angclegenheit unb wegen Strcitig-feiten fiber ben Suczkan al-Z oll hat in England eine zicmlich gereijte Stimmung gegen Ftank-reich platzgegtiffen. Diese wird nicht gernilbert roerben, wenn sich nachstehenbe Neuigfeit englischet Blatter beftatigen solite. So roirb im ..Manchester Guarbian" gemelbet, bah ber neue franzosische Consul in Zanz ibat ben mit Abfchafsang bes Skla-vciihanbels beauftragt gewesenen britifcheit Commissar Sir Battle flrerc zu sptechen verroeigerte. Un-rnittelbar barauf zog ber Sultan den Ausgleich, ben er vorher Sir Battle Frsrc angebotcn hatte, Eiuc Untcrsuchung ber Localitateit sanb jetzt statt, unb wie bcr Berichterstatter fiber biefett Eri-minalptozch berichtet, wurbe biefetbe mit ber gcwis-fenhaftesten Gcnauigkcit vorgcuommcn. Man sand Thfiren unb Fenster verschlosscn, unb alles sprach basfir, batz bcr Morbcr nicht von auhen hinein. gebrungen sein konnte. Das cinzige lebenbe Wesen in bent Hausc, auher einer Katzc, roar Margarcthe Haywarb, unb Blutspuren, welche bis zu ihretn Schlaszimmet sfihrten, schiencn ben Vetbacht bes Motdes gegen fie zu beftatigen. Sie ward tier-hastet unb des Morbes angeklagt. Alle Untftanbc, abet auch nichts als bicfe, fprachen gegen Margarcthe. Nur bas Motiv konnte man nicht finben. Wo roar bcr Raub ? Was konnte sie butch cine fo schreckliche That gewinnen ? Diese Sragen bliebcn unbeantwortet. Sic liebte, wie alle Welt wuhte, ihre Pflegemuttcr unb wurdc von dicscr roie ihr eigencs Kind behanbelt. AlS ihre Kosser untersucht rourben, fanb man nicht bas geringfte Zeichen, butch welches sie in Vetbinbung mit ber That gebracht wetden konnte. Abet sie hatte ja den Gewinn ihtem Geliebten, Charles Dean, geben kiinnen! Jndesscn auch bei ihm wurbe nichts gefunben, unb es wurbe beroitsen, bah er biefetbe Nacht, in roelcher ber SOforb gc-fchehen roar, in bent Mobcllzimmcr genrbeitct hatte, so bah er nicht einmal vcrhaftet wurbe. Ein Verbacht, wclchcr bcr Bcslatigung ermangelt, ist stets geeignet, die Menge auszuregen. Die Leute erklarten Mtatgatethe fiir verstockt, Weil sie ihre Schuld nicht eingeftehen wolltc; sic hatten Charles in Verbacht, wcil er stets fchroor, sie fei un-schulbig, unb roeil er sie wahrenb ihrer Gesangen-schast stets besuchte. Am Tage bcr offenttichen Vet-hanblung ober War bie Austegung aus das hochfte geftiegcn. Wit ctspaten uns cine Schildetung ber be-kannten gormalitatcn; bet Bcwcis gegen Marga-rethe roar nur ein entfernter, unb nichts gegen sie feftgcftellt. Endlich roirb Francis Palmer gerufcn. Et hat wichtige Enlhullungen zu machen. Jnmitten einet othemloscn ©title kornrnt er tongsmn vorwarts unb gibt sein Zeugnis mit onscheinenbem Wider-sireben ab. Es tauft kutz aus solgenbes hinaus. Et hatte das jungc Madchen, welches jetzt aus der Anktagebank sitzt, geliebt unb aus Eisetsncht aus Charles Dean biescn unb Margarcthe genou be* wacht, ohne bah er sich Rechenschaft geben konnte, warum er bies eigentlich gethan hatte. Hiet hielt er inne, unb nur nach Auffotdctuug des Staatsanwaltes fuhr er fort: Am Abcndc bes Motdes hatte er fetnett Ri-valcn und bie Angeklagte zusammen nach bent altett Schlosse gehen sehen; er schlich sich ihncn nach, vet-barg sich hinter einer Ecke unb horchte. Er hdrtc, wie bcr Liebhaber ihr sagte, er roollc sic gcrne hei-ratcn, toemt er nur ftinfzig ober fechjig Pfund Sterling hatte, und wie sie ihm antmortete, dies Habe nichts auf sich, benn bie Mutter bcsitze fo vicl Gclb, unb es roiirbe nicht fchroer sein, basfelbe in bit Hiinbe zu bckommcn. Diese Anssagc, langsam, roie sic gemacht rourbt, hatte bie schlimmstc Witkung. Das SOŽotio war ge-fuitbett. Abet roo roar das Geld ? Nicmand wuhte es. Aber das roar damals fiir die Jury ebenso gleich-giltig, wie es heute noch stir manche Jury sein rofirde. Jrgend jemanb muhte gehangt roerben, unb da nicmand angeklagt war, so trof bies Los die arme Margerethe. Sie tourde gehangt. „Fiat justitia, pereat mundus !“ Zehn Jahre roaren darfiber hinweggegangen. Man erzahlte nur noch im Winter bei dem Kamine die traurize Geschichte von bcr hubschen Margaret^ zuruck unb schlug es rund ab, sich in Unterhand- > lungen einzulassen. Allenthalben herrschte Freude fiber daS Scheitern der brittischen Mission. Der Sklavenhandel floriert mehr als je unb wird theil-weise durch Misbrauch der franzosischen Flagge geschutzt. Wiederum hat ein Grohvezier in Konstantinopel abgedankt, nnd Mehemed Rnschdi Pascha, welcher in letzter Zeit das Finanz-Portefeuille ver-waltete, ist der Nachfolger. Die Ungewitzheit ist also abermals in Permanenz erklart. Zur Tagesgeschichte. — Der „Sonn - unb MontagS-Zeitung" zu-solge wirb die Bermiihlung der Prinzessin G i s e l a flit die auS polilischen Grlinben Eingekerkerlen ein Tag besonberer Festlichkeit (ein. Eine allgemeine unb Vollstiindige Amnestie flir alle polilischen Berbrechen unb Prehvergehen unb die Niederschlagung aller aus polilischen Grlinben anhSngigen Prozesie ist bereitS be-schlosieu und wirb demnachst verkUndigt werden. Das gcnannte Blatt hat wahrscheinlich nut einem frommen Wunsche, ben wir unserseits nut unterstlitzen fonnen, die Form einer positiveu Nachricht gegeben. — G e ht h i n unb thut d esgleicheu! Der Erzbischof von Agram, Josef von M i h a l o v i t, hat mittelst Zirkularschreiben vom 12. v. M. aus Ofen semen Enlschluh betannt gegeben, zur besseren Cubstistenz jener Pfarrer, deren jahrliches Einkommen 500 si. nicht erreicht, sowie behuss biitstig bezahlter Caplane 10.000 si. aus ben erzbischoflichen Revenuen zu verwenben. Desgleichen gab er in biesem Schreiben betannt, bah liber Einvernehmen mit dem Metropolitan-Kapitel ju eben diesem Zwecke 5000 fl. aus den Qrintllnften des agramer Metropolitan-Kapitels, wie auch bas Ginfommcn con eier beftanbig vacant zu tafienben Domherrenstellen an dem genannten Kapitel bestiwmt roetbe. Se. Excellenz ernannte zu biesem Enbe tinen AuSschuh, welcher ein Verzeichnis jener sammt-lichen Psarrer, deren jShrliches Einkommen 500 fl. nicht erreicht, zu verfassen unb dieselben auszufordern haben wirb, durch die Vize-Erzpriester die genaue An-gate liber ihre Einktinfte bis langfiens Enbe Mai in die erzbischbfliche Consistotialkanztei gelangen zu laffcn. Sehr hllusig begegnet man in ben f ra nzosi- scheu BlSttern ganz vetnUnftigen Betrachtungen liber das, was in der grohen Nation anders werden muh, wenn sie liberhaupt wieber so groh werden will, wie fie es geroefen. Allerdings miifsen die Betrachtungen, urn llberhaupt nicht als preutzische Juspirationen ge-branbmarkt zu werden, in sehr vorsichtige AusbtUcke eingetleibet werben. So schreibt der „<3iecte" mil einem ironischen Anflug von Befriebigung: „Noch btauchen wir nicht zu verzweifeln; Wiedergeburt Frant-teichs, Armeereforrn, sit Iliche Besferung ber Mafsen, das alles soll uns nach Wunsch zn Theil werben. Haywarb. Charles Dean war aus der Stadt gegan-gen und vergessen, unb Sir Francis Palmer war ein gesetzter, verheirateter und geachteler Kausmann. Eines Tages konnte man eiuen bestaubten Reisenden zn Pferde vor dem Wirthshause zu Lewes hattrn fehen. Als er vom Pferde stieg, sah er sich uach ber Gegend deS Gefangniffes urn und be-gann zu weinen. O Margarethe! sagte er halblaut; zehn Jahre sinb vergangen unb noch Habe ich nicht baS Geringste in Handen, urn Deine Unschuld zu beweisen! Was ist das fur tin Geschwatz? fragte eine heisere trunkme Stimme. Ich Habe die Geschichte auch vor zehu Jahren gesehen, und doch schere ich Mich den Teufel darum! Der Sprechende war ein gemein aussehender, graubartiger, abgerissener unb betrunkener Kerl. Der Schnaps hatte seine Backen und Augen glu-hend gemacht, und er lachte wie ein Blodsinniger. Der Reiter sah ihn erstaunt an. Ja guckt nur I sagte der Trunkenbold. Sie war ein Frauenzimmer, beinahc noch ein Kind, und uuschulbig wie bie Taube. Die Esel — die Esel —• ha, ho, die Esel haben sie gehSngt! Nachdem bet firiegSministet fich tange mit ber Frage ber Federblifche, bet Knopfe, Schnlire unb ahnlichen wichtigen ®ingen befchaftigt hat, richtet er jetzt fein ttugenmert noch hbher unb fotgt flir baS Seelenheil unferer Solbaten. In einem weifen unb tlihnen Er-taffe hat ber KtiegSminister alien in ben vetfchiebenen ©tiibten Frantreichs garnifonierten Solbaten anbefohten, am Gharfreitage zu fasten. Das ist ber An-fang ber Revanche. Hett v. Moltfe in Berlin wird jufrieden fein. Aber, was ist ba zu thun? Frantreich muh boch feinen Rang in ber Welt tcicbergtwmnen." Local- unb Provinzial-Angelegenheiten. Ortgiual-Eorrespondeuz. Mottling, 14. April. Am Dstersonntage abenbs oerfammette Herr Felix Heh, der neuerwahlte Bllr-germeister der Stabt Mottling, die Mitglieder des (SemeinbeauSfchuffeS, ©efinnungSgenofien, Bekannte und Freunbe urn sich, um die Qlonstituierung ber ncuen Gemeinbeoertretuiig festlich zu begehen. — Der, wie betannt, verfaffungSiteue unb gesinunngStlichtige Blit-germeifter unb seine liebenswlitbige ©emahlin hatten alles aufgeboten, biesem Feste jene Weihe zu geben, die es im engeren Heimatstreise verdient. — BlS in spate Morgenftunben wahtte das Fest, von teinem Mistone getrttbt, obwohl unter ben zahlreichen Gastcn beibe Parteien beS LanbeS vertreten wareit. — Lan-beSgerichtSrath Leitmaier, welcher, in ©efellfchaft von anbetn Geftnnungsgenoffen aus itah unb feme, bas Fest butch seine Gegenwart ausdeichncte, sptach einen Toast aus bas Wohl ber Stabt unb ihtet wacketri Blitget unb bewies, wie ein Rebner treffenb bemertte, dah et im Smtrne die Herzen aller zu etobern wtffe — selbst seiner Gegner, wenn sie ihn hbten, fenneu letnen unb vetstehen wollen. — — (Die Regierungsvotlage liber ba« Lottetieanlehen ber Stabt Laibach) wurde taut telegtaphisch eingelanglet Nachricht auch com Herrenhause in ber heutigen Sitzung angenommen. — (Zur wie net WeltauSstellung.) Be-tannttich hatte bie Regierung cot turzem ein Runb-fchteiben an VetwaltungS- unb Justizbeamte in ber Provinz erlasfen, sich zur Dienstleistung im Ministe-tium roahtenb ber Dauet ber wiener WeltauSstellung zu raetben. Aus Laibach sinb bem Vetnehmen nach bie Hetten Regierungsconcipift Ritter con Atpi unb BezirtScomnnssat Friedrich Ps esse ter zur auhet-orbentlichen Dtenstleistung im Minifletium des Jnnem roahtenb bet Dauet ber WeltauSstellung nach Wien einberufen wotben. — (DaS schwebische Damenquartett), eon bem wit bereitS etwahnt, bag seine phanomenalen Leiflungen bas ganze mufitalifche Wien in Emhusias-mus vetfetzlen unb datz auch bie tritifchesten Fedetn Bei diesen Worten stiirzte sich der Reiter, es war Charles Dean, aus den Kerl, packte ihn an der Gurgel unb schrie wie ein Rasender: Schust, du bist der iDZordcr! Ich verhaste Dich! Bergebens beniiihte der Belrunkene sich, den ihn mit eiserner Festigkeit umklammernden Handen Deans zu entgehen. Es kamen Leute dazu, unb batb lies durch bie Stadt das Geriicht, dah Margarethe Hayward uuschulbig unb der eigentliche MSrder gesaugen set. Durch ben Richter wurde dem Gesangenen daS Gestcindnis abgepretzt, dah er unb ein anderer, schon verstorbener Mensch bavon gehort hatten, dah die alte Keymer Geld Habe. Er war in der Nacht vermitlelst einer Letter aus das Dach gestiegen, hatte sich durch ein zerbrochenes Dachsenster Ein-gang in bas Haus verschasst und war wieder aus demselben Wege zuruckgegangen. Margarethe Heyward war nnschulbig. Dec Doppelmorder wurde gehangt. Francis Palmer aber hatte nicht mehr viel ruhigc Niichte unb starb nach einem halben Jahre unter Gewis-senSbissen. — fiber baSselbe nur Worte des auhergewohnlichsteu Lobes fanben, hat auch in Graz mit einem vor ročni« gen Tazen gegebenen Concerle einen ungehenetn Ersotg ertungen. Die „Tgsp." schreibt untet onbetem: ,Der Zudtang roar ein aujjerordemlicher unb der Beifall, welcher jeder Leistung ber Eoncertantinnen folgte, ein fo stfitmischer, bah fie sich zu Beigaben unb Wieder-holungen verantaht fanben''; unb an anberer ©telle: »Die (Snfembtcteiftung bet Concertantinnen gtsialtet sich zu einer gerabezu idealen Datstellung ber Jnsttumen-talwirtungcn ber menschtichen Stimme". So bUrfen wir uns also con bem morgigen Concette einen ganz auhergcwbhatichen, noch nie bagewesenen Genuh ver-sptechen, ben jeder Musitliebhaber um so wcnigcr ver« saumen solite, als uns bie schwedischen Damen taurn so bald wieder mit ihrem Besuche ersreucn dfirsten. — Die Damen vom tbnigt, Musitconser-vatorium in Stockholm Hilda Wibeberg, 1. Sopran, Amy Aberg, 2. Sopran, Maria Pettersson, 1. Alt, Wilhelmina Sbbetlnnb, 2. Alt, werben unter gesiil* tiger Mitwirkung beS FraulcinS Katty HauS, bet Herren Elze unb Gerstner Freitag den 18. April 1873, abenbs halb 8 Uhr, im lanbfchaftlichen Reboutenfaale fotgenbes Programm zur AuffUhtung bringen: 1. a) O. Linbbtab. „Natureu och hjertal". (Die Natur unbdaSHcrz). b) H. Kjeruls. „Solskinsvisa“. 2. F. Schubert. „Impromptuvorgetrazen von Frl. Katty Hans. 3. a) a. F. Linbbtab. „En Sommar-aftau“ (Ein Sommeradend). b) A. I. Ahlstrom. »Till en fogel" (An einen Vogel). 4. VieuxtempS. „Keverie“ fUr bie Biotine mit Begleirung des Claviers. 5. a) O. Lindblad. Lus ShakeSpeareS „heinrich VIII". b) Etsenhofer. „Slcindchen zum Namenssest". 6. Elze. „Adagio" aus ber A-dur-©onate flit ©lacier unb Violine. 7. „1 brollopsgardcn" (Im HochzeitShause). — (Flit B ienenzlichter.) AuS bem Kan. lerthale wirb uns berichtet, bah ein bort betannt« Bienenzlichiet, Hamm-rmeister am Fuchs'schen Werke, am 15. April bereitS 2 Schwarme con feinem Bie-ncncolte ethielt, was in biefen Betgcn von ben alte* fien Lenten nicht etlebt wurbe, bahet at« ©eltenheit betannt gegeben zu werben verdient. Unfete besten ffilinfche beat eiftigen ©ienenzlichter unb vor a Item wieder ein recht votzligljches Heibejaht zum besten toirfec sfihen Industrie. — (labor in Sessana.) Det AuSfchuh des in Gorz bestehenben slovenisch-potitischen VereineS .Soca" hat in seiner letzten Sitzung beschtossen, Sonntag ben 27. April eine ijssentliche Bolkscersamm-lung nach Sessana, einem Slablchen am Karst, einzu-berusen. Aus ber UageSotbnung ber zu cerhanbelnben Gegenstande steht eine an ben Lanbtag zu richtenbe Resolution megen Regetung ber ©tunbblicher unb roegen Abdnbetung einiger unpraktischer Bestimmun. gen ber Schutgesetze mit besonberer Beriicksichtiarma ber Umgebung con Gbrz. —- (Ri n b erpest.) Die Rinderpest ist in Un» gani etlofchen. In Kroatien herrfcht diese Senche noch im agramer, warasdiner unb fiumaner Comitate. ~ ®le dezirkshauptmannschast Villach hat anlahlich ber Rindersenche nicht nur die sonst fibtichen Vor-fehrungen getroffen, um biefcS Uebet fernzuhatten, sonbetn auch vcrsligt, bah alle Hunbe (mit alleiniget AnSnahme ber Hirtcnhunbc) unb auch alle Katzen einzusperten obet anzuhcingen sinb, bo diese thiere butch iht Hetumstteichen teicht Objecte aus cetseuch. ten StSllen roeiter tragen Ibnnen. Alle frti herum* taufenben Hunbe unb Katzen werden gettfbtet. — (Prfifnng,nachricht.) Von der t. k. wissenschastlichen Realschul. Lehtamt- - Ptttsungscom* mission in Graz werben bit nLchsten SlaufurptUsun* gen jc. am 14. Jnni b. I. abyhalten. Canbibaten siir bag Lehtamt bet Reatschulwisienschasten so roie jene (fit baS Lehtamt bet HanbelSwissenschasten haben, wenn sie zu ben Etausurprlisungen im Oktober getan« gen wollen, ihre votschtislSmahig eingetichteten Gesuche lingflens bis Enbe Mai an ben Director ber Prfi. fungscommiffton, Professor Dr. Johann Rogne r in Graz, cinzusenben. Lingesendet. Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medizin und ohne Kosten. Revalesciere du Barry uon London. Seine Krankheit vermag bet belicaten Kevalescičre du Barry zu wlderstehen, und beseitigt biefelbe ohne Mebizin unb ohne Kosten alle Magen-, Nerven-, Brnst-, Lnngen-, Leber-, Dritsen-, Schleimhaut-, Athem-, Llasen- tmb Nierenleiben, iuberculofe, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverbanlichkeit, Verstopsung, Diarrhijen, Schiafiosigkeit, Echwache, Hiimorrhoiben, Wassersncht, ftieher, Schloinbel, Btutausstci. gen, Ohrenbrausen, Uebelkeit unb Erbrechen selbst wiihrend bcr Schwan-gerschast, Diabetes, DielanchoUe, Abmagerung, RhenmatiSinuS, Gicht, Bleichsucht. — AuSziige auS 75.000 Certificaten Ubcr Genesungen, bie aller Mebizin wiberstanben, toerben auf Berlangen franco eingesenbet. Nahrhaster alS Fleisch erspart die ltevalescičre bei Erwachseneu anb Sinbern fjinszigmal thren Preis ill Arzneien. In Blechbiichsen von ein Halb Psunb fl. 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Rente, ost.Pap. bto. bto. oft. in Silb. 8cfe von 1854 . . . . *ofe eon i8ii0, ganze Lose von 1860, gtlnft. Pramienfch. v. 1864. Grundcntl. - Obi. eteiermart zu 5 pEt. Jtirnten. Strain, a. Jfiiftentanb 5 „ Ungar« zu. . 5 „ Ikroat. n.Slav.5 „ Biebenbiirg. ju 5 „ Aetieu. Nationalbank . . . . Union - Bank .... «4ret itonftatt . . . . 91. b. E«eompte-Ges. Lnato.-osterr.Banl . Deft. Bobencreb.-A.. C eft. Hypoth.-Bank. ©Icier. ««comPt.'Bk. Rronco - Stuftrf« . . Calf. Ferb.-Nordb. . Eltbbahn-Gesellsch. . »-is. Etisabeth-Bahn. aatl«8ubtoig-8ah!i. . Giebcnb. Eisenbahn. Etaalsbahn .... Lais. granz-JosefSb.. 8flnff..8arcfcT L-B. ®lfSlb.(Jium. Bahn . Pfandbricfe. Kation. o.W. «crlo«b. Una. Bob.-Ereditanst. mag. Sst. Bob..Credit, bto. in 68 3. riickz. . IO.lv 7S.50 103 7r> 121 50 Ware 70.50 72.60 97.5,0 104.— 122.— 146.— 146.25 90.- 89.60 81 25 83.75 79.25 954.— 248.50 334.75 1195 307.50 224.— 260.'- 139.50 2260 189.50 243.50 225.50 172.50 332.- 91.— 90.50 81.75 83.75. 79.75 56. 249. 335.— 1200 308.- 295.— 140 2265 190.— 2-14.— 226.— 173.- 333.— 222.50 223.- 187.— 170.— 90.30 87.75 100.- 188. 170.50 90.55 88.— 100.85 89.25 Deft. Hypoth.-Bank. Prioritats-Obl. Siidb.-Gef.zu 500 Sr. bto. Boils 6 pCt. Nordwb.kioofl. CM.) Sieb.-B.(LOO fl. o W.) Staatsbahn pr. Sliick Staatsb. pr. St. 1861 Rudolsb. (300 ft.ii.W.) Franz-Jof. (-00 ft.©.; Lose. Srebit 100 ft. 8. W. . Don.-Dampssch.-Ges. zu loo fl. EM. . . Triester 100 ft. CM. bto. £0 fl. o.W. . Ofener . 40. ft. o.W ©atm . „ N :; ©t.®enoi«„ WindischgrLtz Watbstcln . Kcgtevich . RubotfSstist. ®clb 91.50 Ware 82.— 109.25 If 9 50 100.50 IO0I75 91.50 91.75 129.— 130.— 123.751124,— 91.30 94.79 100.40 100 80 189.50:190.— 40 , 40 , 40 , 40 , 20 , 20 , 10 , 10 , Wechsel (3Mon.) Augsb. 100 fl. ffibb.to. Franks. 100 Bonbon 10 PariS 100 if. B 1 'rT' 55 £ a Die Wechselstube der Wiener CommWons-Slnck, Schottenring Nr. 18, emittiert Bezus'ii-Sclicliic auf nachstehend berzeidinete LoSgrnppen, niid ftttb fciefe Znsammenstellungen schon aus deni (Sriinbe zn ten vortheilbastesten zu ziihini, weil jedem JnhaBer eines solchen Bezngsschemes die Dioglichleit geboten wird, fammtlidie Hailpt- und Nebentreffer alleiu zn machen und tilitzeidem ein Zinseiiertragnis von 30 Frcs. In Gold mill lO II. In Haiiltiioten zu genirgen. <3rr*iippe A. (Jiihrlich 16 Ziehiliigen.) Aionatliche Raten a 10 fl. Nad' Erlag der letzteu Rate erhalt jeter Theilnehrner folgeitle 4 Lose: ft 5i»cre. ft SBOer II. ft OO-Wtanlislos. Hanpttresser fl. 300.000, mit Riickkanfspramie ter gezogenen Serie b. SB. fl. 400. 1 Speyc. Uals. liirk. 41)0 Frane# - Staatslos. Haupttreffer 600.000, 300.1 00 Francs effectiu Gold, ft IierzoKl. KrHiuiKrhn rieei' SO Tlialer - Eioh. Haupttreffer 80.000 Thaler ohne jeten Abzng. 1 XnnsltB'iick«M*> (Tlrolei—) IjOk. Haupttreffer ft. 30.000. Gruppe B. (Jiihrlich 13 Ziehun^en.) Monatlichc Raten a fl. 6. Nach Erlag ter letzteu Rate erhalt jeter Theiluehmer folgente Lose: ft Itpere. Uals. tiirlt. 400 »'res.-SSaatsIos. Haupttreffer 600.000, 300.000 Frcs. effectiu Gold. ft lierzogl. IirnmiMrhwrijser 30 Thnler-I>o». Haupttreffer 80.0 0 Tblr. ohne jcten Abzug. Sacli*eii-Llleliilii