Nl. 144. Montag, 26. Juni 1899. IihrMg 118. Mtmcher Zeitung. ?l»numtsa»l°nsprels: Mtt Postveisfnbuna: ganzjHhria fl. lb, halWhrw fl. 7 50. Im Comptoir: ^ Dt« «Laib. Zta.» erlchewt t««l!ch, mlt «««nahmt der Tonn und Fe «eine Inserate bl« zu 4 Zellen 2b lr„ größere per Zeile 8 lr: bei ofter.>„ Wiederholungen per Zeile 3 lr. ^ mittag». UnfranNeite Vriefe nxrben nicht angenommen, Vlanusrrlpte nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. Seine k. und t. Apostolische Majestät haben dem Gutsbesitzer, Lieutenant a. D. Felix Karl Ritter von "lexowo-Gniewosz, die Kämmererswürde tnlsrei allergnädigst zu verleihen geruht. Seine k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 7. Juni d. I. dem "berrechnungsrath im Ministerium für Cultus und Unterricht Johann Gruber aus Anlass der von Hm erbetenen Versetzung in den bleibenden Ruhestand l°tfrei den Titel und Charakter eines Regierungsrathes "llergnädigst zu verleihen geruht. Bylandt ui. p. Nichtamtlicher Theil. Franz Josef-Glisabeth-Goldftipendien. Vom Studienjahre 1899/1900 angefangen lommt an den Universitäten zu Prag, Krakau, Innsbruck und ^zernowilz je elnes der für würdige und dürftige Hörer der vier Facultäten allergnädigst gestifteten Franz Iosef-Elisabeth-Goldstipendien im Iahresausmaße von 300 ft. Gold zur Verleihung. Bewerber um eines dieser Stipendien haben ihr kigenhändig geschriebenes, an Se. k. u. t. Apostolische Majestät gerichtetes Gesuch zu belegen: 1.) Mit dem Tauf- oder Geburtsscheine; 2.) mit glaubwürdigen Documenten über ihre "ürstigteit, unter Nachweifung des Standes, der Ver-"Hgells-, Einkommens- und Familienverhältnisse der ältern, im Falle der Verwaisung mit emem Belege ber Vormunojchafts-Vehörde über den etwaigen Ver-"lbgensstand; 3.) mit dem Maturitäts-Zeugnisse und, wenn sie >chon Universitäts-Hörer sind, überdies mit den Cot» loquien- oder Staatsprüfungs-Zeugnifsen bezüglich des leiten Studien-Semesters 1896/99, wobei jedoch be-!"erlt wird, dass unter gleichen Verhältnissen jene Kompetenten, welche die Universitäts-Studien erst anbeten, den Vorzug genießen. Die Gesuche haben auch die Angabe zu enthalten, °b der Bewerber bereits un Genusse eines Stipendiums oder irgend eines Bezuges aus öffentlichen Cassen steht, «erner jene von Abiturienten, welchen: Facultäts- Studium sie sich zu widmen beabsichtigen, und sind längstens bis 31. Juli 1899 bei der l. u. l. General-Direction der Allerhöchsten Fonds in Wien (l. l. Hofburg) einzureichen. Auf später einlangende oder nicht gehörig belegte Gesuche wird keine Rücksicht genommen werden. Wien am 14. Juni 1899. Don der k. und k. General-Direction der Allerhöchsten Fonde. Stipendium fnr die landwirtschaftliche Lehranstalt «Francisco - Josephinum» in Mödling. Vom nächsten Schuljahre 1899/1900 wird das den Namen weiland Sr. k. u. t. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Franz Karl führende, für die landwirtschaftliche Lehranstalt «Francisco« Iosephinum» in Mödling gestiftete Stipendium im Iahresausmaße von 250 si. zur Verleihung kommen. Bewerber um dieses Stipendium haben ihre Gesuche spätestens bis 31. August 1899 bei der Direction des «Francisco-Iosephinum», von welchem das Instituts-Programm bezogen werden kann, einzubringen. Zur Aufnahme in die Lehranstalt wird erfordert: 1.) Die zustimmende Erklärung der Eltern oder des Vormundes; 2.) ein Lebensalter von mindestens sechzehn Jahren; 3.) die Zeugnisse über eine solche Vorbildung, wie sie in den mit gutem Erfolge zurückgelegten unteren vier Classen der öffentlichen Mittelschulen erworben wird. Sehr erwünscht ist der Nachweis über durch Praxis auf einem Landgute erworbene Kenntnisse. Die Competenzgesuche sind auch mit dem Taufoder Geburts- und dem Heimatscheine sowie mit dem Impf- und Mittellosigkeits-Zeugnisse zu belegen. Auf nicht gehörig instruierte oder später als zu obigem Termin einlangende Gesuche wird telne Rücksicht genommen werden. Von der Entrichtung des Schulgeldes sind die Stipendisten nicht befreit. Wien am 15. Juni 1899. K. u. k. General-Direction der Allerhöchsten Privat« und Familien Fonde. Politische Uelierftcht. Laibach, 24. Juni. In der gestrigen Sitzung des Wiener Gemeinderathes gelangte der Antrag des Gemeinderathes Vogler und Genossen, es sei an die Regierung eine Petition zu richten, die Wahlrcform und das Gemeindestatut der Sanction nicht zu unterbreiten, zur Verhandlung, wobei es im Laufe der Debatte wiederholt zu lärmenden Zwischenfällen kam. Gemeinderath Bermann wurde wegen einer abfälligen Kritik zweimal zur Ordnung gerufen und ihm das Wort entzogen, weil er der Aufforderung des Bürgermeisters, seine Person außer der Debatte zu lassen, nicht Folge leisten zu können erklärte. Während der Rede des Gemeinderathes Vogler verließen die christlich» socialen Gemeinderäthe den Saal. Schließlich wurde der Oftpositionsantrag aus namentliche Abstimmung abgelehnt und der Stadtrathsantrag, es sei zur Tagesordnung überzugehen, mit dem Zusatzantrag Doctor Luegers angenommen, es sei an die Regierung eine Resolution zu richten, in welcher um Sanctionierung der Wahlreformvorlage und des Statuts gebeten wird. Die in Czernowitz abgehaltene Versammlung der rumänischen Reichsraths- und Landtagsabgeordneten hat folgende Resolution beschlossen: «Die versammelten Reichsraths- und Land-tagsabgeordneten rumänischer Nationalität in der Bukowina erklären, an den autonomistischen Grundsätzen auch weiterhin festhalten zu wollen. Sie erwarten, dass die Regierung den Rumänen in der Bukowina gegenüber jene Haltung einnehmen werde, wie sie durch die verfassungsmäßig gewährleistete Gleichberechtigung der Nationalitäten vorgezeichnet ist. Dieselben sprechen ihr Bedauern und ihre Missbilligung über das mit den genannten Principien nicht verein« barliche Vorgehen der Localregierung gegenüber der rumänischen Nationalität aus und beschließen, die geeigneten Schritte zu unternehmen, um dieser unleidigen, die rumänische Nation in der Bukowina schädigenden und den Frieden im Lande arg bedrohenden Situation ein Ende zu bereiten.» Die Conferenz hat ein Actions« comiti eingesetzt und wird am 3. Juli ihre Verhandlungen wieder aufnehmen. Die «Neue Freie Presse» meint, das Verhalten der Obstructionist en in den letzten Tagen sei nicht derart gewesen, dass man es billigen könnte. Selbst« Feuilleton. Veranstaltungen im Institute Huth. Wie es natürlich ist, dass wir nach den Kindern "nd ihrem Wesen Rückschlüsse auf Eltern und Eltern-Mus ziehen, ebenso können wir nach dem Wesen, Auf-^eten und den Leistungen der Schüler Rückschlüsse auf A Anstall und ihre Lehrer, denen die Erziehung der Mder anvertraut ist, die Menschenblüten zu Menschen ^ höchsten Sinne des Wortes heranbilden sollen, stehen. . Ein schablonenhafter Unterricht wird das freilich "lNlmer zuwege bringen; aus innerster Ueberzeugung "nd tiefein Gemüth heraus, voll edler Begeisterung Füssen die jungen, eindrucksvollen Kindergemüther ge« Met werden. Es herrscht heute wohl lein Zwelfel "ehr darüber, dass auch der strebsamen und talentvollen weiblichen Jugend eine höhere Ausbildung geehrt werden muss; wir sehen darin nur emen Act ber Gerechtigkeit, denn auch jene Mädchen, die stch "lcht eine Existenz schaffen müssen, werden stch einen Wlchtenkreis schaffen können. Sie finden innerhalb des Muses Gelegenheit, ihre Kenntnisse zu verwerten, und ^«n besten Lohn in der inneren Befriedigung, eme ^llung einzunehmen, die ihrer Familie und der All« uemeinheit zum Segen gereicht, l.. Es wurde uns nun wiederholt Gelegenhelge-°°ten, die Ueberzeugung zu gewinnen, oafs die Lehr-""d Erziehungsanstalt Huth diesen .vauptansorde-5"ngm in verdienstvollster Weise entspricht ein aus-Aelchneter Heist in derselben herrscht und sur dle körperliche wie geistige Gesundheit der Schülerinnen in trefflicher Weise gesorgt wird. Auch die musikalisch ° declamatorischen Darbietungen, die in der vorvergangenen Woche veranstaltet wurden, ließen deutlich erkennen, dass nur zielbewusster Unterricht seitens des Lehrkörpers und hingebender Fleiß, unterstützt durch Begabung der Schülerinnen, so erfreuliche Erfolge reifen lassen. Das sichere Auftreten, die schöne Auffassung, der verständnisinnige Vortrag ließen die Zuschauer oft im Zweifel, ob man wirtlich Schülerinnen vor sich hatte. Und all das hatten die Lehrerinnen vorbereitet, sie hatten den Plan hiezu gefasst, die Proben gehalten, die prächtigen stilvollen Costüme gewählt. Erstaunlich waren die Proben der Leistungsfähigkeit auf dem Gebiete fremder Sprachen, und in dieser Hinsicht muss man auch den Aufführungen bedeutenden pädagogischen Wert zuerkennen, denn der Schüler gewöhnt sich dadurch an das gesprochene Wort, er übt das Gelernte praktisch aus. Die Aufführungen wurden unter der bewährteil sorgsamen Aufsicht der hochverdienten Leiterinnen der Anstalt Fräulein Irma Huth und Marie Hanß auss gewissenhafteste durch die betreffenden Fachlehrer-innen vorbereitet. Man hatte mit ziemlicher Sorgfalt nur Vorträge und Stücke gewählt, die dem Auffassungsvermögen der Schülerinnen, dem würdigen Charakter und dem Zwecke der Aufführungen angemessen waren. Hiebei mu^s jedoch im voraus vetont werden, dass die Abende durchaus leinen schülerhaften, ermüdenden Eindruck ausübten, im Gegentheile das lebhafteste Interesse bis zum Schlüsse fesselten und sich eines so zahlreichen Besuches erfreuten, dass leider viele Gäste leinen Platz finden tonnten. Die Vorstellungen mussten daher aus allgemeinen Wunsch wiederholt werden und erfreuten sich steigender Antheilnahme seitens des distinguierten Publicums, das die Lehrerinnen und Schülerinnen durch begeisterten Beifall ehrte. Den ersten Theil der Veranstaltungen leitete ein sinniger Gruppen-Prolog ein, der von den Fräulein Else Pro ft, Frida Bamberg, Hermine Lad-stätter, Paula Mejac, Mizzi Segula und Marie Binder und einem Gefolge von kleinen Mädchen anmuthig und poetisch zur Darstellung gelangte. Dem Prologe folgte eine Aufführung der dramatischen Dichtung von Dr. Robert Weißenhofer «Die heilige Elisabeth von Thüringen». In den Hauptrollen bekundeten die Damen Milena Treo, Carla v. Ra ab, Stefanie Handl, Bertha Svoboda, Hermine Hamann, Ernestine Sajovic, Betty Lento und Ielka Pollich überraschende dramatische Begabung, verständnisvolle Auffassung und Anmuth in den Bewegungen. In Nebenrollen wirkten die Fräulein: Ida Ravnihar, Lina Ianitsch, Bertha Detter, Helene von Schoeppl, Hermine Ladstätter, Paula von Radics, Mllena Lavrencic, Anna Soß, Anna Galls', Marie Schuster, Paula Milusch, Anna Ladstätter, Lilly von Haumeder, Marie von Kubanyi, Anna Ianusic und Mathilde Levstek verdienstvoll mit und trugen zum Gelingen des Ganzen bei. Das Scenische war geschmack« voll arrangiert, die stilvollen Costüme kleideten die jungen Dame» vortrefflich. Das Hauptverdienst an dem großen Erfolge, hauptsächlich an der schünen, cor-recten und deutlichen Aussprache gebürt der Lehrerin Fräulein Bürger, die auch durch besonderen Beifall ausgezeichnet wurde. (Schluss solgl.) Laibacher Zeitung Nr. 144._______________________________________1160__________________________________________________26. Juni 1399^ verständlich gilt diese Abwehr — der italienischen Obstruction. Im übrigen hat die österreichische Obstruction den Erfolg zu verzeichnen, dass der Führer der italienischen Obstructionists, Ferri, in der Sitzung vom 11. d. M. ausdrücklich auf sie als ein erfolg-verheihendes Vorbild hingewiesen hat. Der deutsche Kaiser erhob den Staatssecretär v. Bülow in den Grafenstand. Hiezu bemerkt das «Fremdenblatt»: Die Erhebung des Staatssekretärs v. Bülow in den Grafenstand folgt so unmittelbar der Erwerbung der Karolineninseln, dass man in ihr einen Lohn für diesen neuerlichen Erfolg des hervorragenden Diplomaten auf dem Gebiete der Colonial» Politik erblicken darf. Auch die Erwerbung von Kiaotschau fällt in die Aera Hohenlohe-Nülow. Die Urtheile der Wiener Blätter über die Konstituierung des neuen Ministeriums in Frankreich lauten nahezu einstimmig dahin, dass darin ein Sieg des republikanischen Gedankens zu erblicken sei, dass das neue Cabinet eine Einigung aller republikanischen Parteien bedeute, welche ihre Sonderwünsche zurückgestellt haben, um der Gerechtigkeit und Wahrheit zum Siege zu verhelfen und der Autorität der Civilgewalt gegenüber der Armee Geltung zu verschaffen. Der Vorsitzende der Commission zur Erwägung der Maßnahmen wegen der Abschaffung der Deportation veröffentlicht im «Journal de St. Petersbourg» einen Aufruf, in welchem er In-uno Ausländer auffordert, Mittheilungen über die Erfahrungen in den einschlägigen Fragen an die Generaldirection der Gefängnisse in Petersburg zu richten. Nach einer der «Pol. Corr.» aus Salon ichi zugehenden Meldung wird das Dementi, welches von amtlicher türkischer Stelle der Nachricht über angebliche Massenauswanderungen der christlichen Bevölkerung aus dem Vilajet Ianina entgegengesetzt wurde, durch vrrlässliche Mittheilungen von nicht-türkischer Seite bekräftigt. Dieser Darstellung zufolge ist die Ruhe im genannten Vilajet in der letzten Zeit in leiner Weise gestört worden und die Gesammtlage so befriedigend, wie sie es seit langem nicht gewesen. Die Albanesen dieser Provinz haben sich an den Zusammenkünften ihrer Stammesgenofsen im Vilajet Kossowo nicht betheiligt und stehen überhaupt außerhalb der Bewegung, welche in den Kreisen von Ipel, Djakowa, Dibre und Prizrend zutage getreten ist. Die christliche Bevölkerung von Ianina habe keinerlei Anlass gehabt, in größeren Massen nach Griechenland auszuwandern und habe eine solche Auswanderung auch nicht stattgefunden. Reuters Office meldet aus Pretoria: Die Regierung der südafrikanischen Republik hat endgiltig beschlossen, die Vertretung der Goldfelder im Volksraad, und zwar wahrscheinlich auf sechs Mitglieder, zu erweitern. — «Daily Chronicle» führt aus, dass derzeit von einer Verstärkung derTruppen im Caplande keine Rede sein könne, abgesehen von geringen Ergänzungen, welche 500 Mann nicht überschreiten dürften. Reuters Office meldet aus Kairo: Nach amtlichen Berichten sei der Khalif mit 3000 Mann bei Scherleila (?) von den Tagalas angegriffen worden. Wie die Tagalas meldeten, hätten sie eine große Zahl von Derwischen getödtet, die einzige Kanone des Khalifen erbeutet und den Khalifen jetzt zwifchen Hügeln eingeschlossen. Die «Times» melden aus Peking vom 21. d., das Tsungliyamen habe die Forderung der britischen Gesandtschaft, den Gouverneur von Kweitschau unverzüglich seines Amtes zu entheben, weil er es unterließ, den Mörder des Missionärs Flemming zu bestrafen, rundweg abgelehnt. Tagesnemgleiten. — (Vater undTochter durch Morphium vergiftet.) In Tirol wird folgender tragischer Fall viel besprochen: Frau Pfeifer, die Gattin eines Süobahn-beanlten in Kufstein, und ihr Vater, Dr. Neinholz, nahmen schon seit geraumer Zeit am Abend Morphium. Vor einigen Tagen benutzten sie jedoch eine so starke Dosis, dass sich ernste Vergiftungssymptome zeigten. Die rasch herbeigeeilten Aerzte wendeten alles Miigliche auf, konnten aber die beiden nicht mehr aus dem Schlafe erwecken. Frau Pfeifer verschied nach 24, ihr Vater Dr. Reinholz nach 40 Stunden. Letzterer war etwa achtzig Jahre alt. — (Die Fahrt in den Tod.) Man schreibt aus Bern: Eine Vootfahrt über den Rheinfall bei Schaff-Hausen dürfte für jeden, der einmal die tosenden Wasser aus einer Höhe von 22 Metern herabstürzen f«h, zu den unausführbaren Dingen zahlen. Und doch ist eine solche Bootfahrt vor hundert Jahren unternommen worden, es war aber eine Fahrt ins Jenseits. Im Juni 1799 war Lord Montague mit seinem Freunde Burdett auf seiner Reise durch den Continent in Schaffhausen eingetroffen. War es der Anblick des großartigen Naturschauspiels, war es der Spleen, genug, die beiden wollten etwas vollbringen, was noch keiner gewagt j sie wollten im Boot den Rheinfall passieren. Die Schaffhausener BeHürde, die Kenntnis von dem tollkühnen Wagnis erhielt, fuchte die Ausführung zu verhindern, allein die Engländer fanden Mittel und Wege, den Plan auszuführen. Umsonst, dass Montagues Diener seinen Herrn gewaltsam zurückzuhalten suchte. Die beiden Engländer steuerten in einem flachen Noote auf den geringeren Fall zu, es gelang ihnen, ihn zu passieren. Noch schwebten auf ihren Lippen die Sieges-rufe, die am Ufer einen tausendstimmigen Wiederhall fanden, da wurde die Nussschale mit unwiderstehlicher Gewalt nach dem zweiten, weit gefährlicheren Fall gezogen, Boot und Insassen verschwanden in dem weißen Gischt und von den beiden ist niemals wieder eine Spur gesunden worden. Sir Burdett war erst seit wenigen Monaten glücklich vermählt und die Schwester seiner Gattin verlor in Lord Montague den Bräutigam. — (Die Matratze als Sparcasse.) Der Frau des Arbeiters L., Nue Perceval in Paris, ist kürz-lich ein besonderes Missgeschick begegnet. Ohne ihr Wissen hatte ihr Ehemann seit etwa zehn Jahren durch Fleiß und Sparsamkeit 14.000 Francs beiseite gelegt und hatte den Schatz von elf Tausendfrancsnoten und 3000 Francs in Gold in eitlen Leinenüberzug genäht und diesen in die Matratze seines Bettes gesteckt. Ahnungslos war Madame L. darauf verfallen, den theueren Strohsack auf-zutrennen, um ihn als improvisiertes Wetterrouleaux zu benutzen. Durch die Schwere des Metalls herabgezogen, fiel das Leinencouvert auf die Straße und gerade vor die Füße des zehnjährigen Alfons M. Während der Knabe noch den unverhofften Fund betrachtete, näherten sich ^ zwei junge Männer, denen es leicht gelang, dem Kleil" das Palet abzunehmen. Sie suchten mit ihrer Beute ^ Weite und begannen alsbald mit dem wie vom Hl^ gefallenen Vermögen sich einen immerwährenden g^ Tag zu machen. Doch alles in der Welt nimmt ein s^ so auch diese Herrlichkeit. Als der Arbeiter nach M kam und die Früchte seines sauren Schwcißes vernW erfuhr er zu seinem Schrecken, was mit seiner Matl' glieder werden nämlich nur Herren aufgenommen, mit Witwen verheiratet sind oder eine Witwe zu hei"^ wünschen. Obwohl der Club erst kurze Zeit bestw empfängt er schon täglich Berge von Briefen aus alll Ländern, Sie sind von Witwen jeder SchattiellW jungen und alten, reichen und armen, schöllen "> minder schönen, die mit Genossen des Clubes ihre z^. Ehe eingehen möchten. Aber die amerikanischen W! protestieren bereits energisch gegen den Wettbewerb ^ Auslandes. — (Eine ungläubige Jury.) Die «^ Notes» melden: In einem Vervrecherprocess, der liirM in Newyork stattfand, kehrten die Geschwornen nach l^ Berathung mit folgendem bemerkenswerten Verdict zul^ «Wir, die Jury in der erwähnten Sache, glanben >^ Wort von dem, was die Zeugen beschworen haben, "^ glauben wir, dass einer der Anwälte die Wahrheit ^ sprochen hat, oder auch nur dazu imstande gewesen n^' selbst wenn sie sich die Mühe dazu genommen hätte», — (Verflüssigung von Fluor.) """ nachdem es Linde gelungen war, den Sauerstoff zu "" Flüssigkeit zu condensieren, theilten die Chemiker VtoW und Dewar der Pariser ^ouäeiuiL äss goisncss el Methode zur Verflüssigung des Fluors mit. Bei der S^ Temperatur des flüssigen Sauerstosses bleibt das 3^. noch gasförmig, hat aber seine chemische Energie bere' eingebüßt; wird das Sieden des Sauerstosses b"^ Evacuieren beschleunigt, so condensiert sich das 3^ bei —185 Grad zu einer gelben Flüssigkeit, ah^ dem Brom. Local- und Provinzial-Nachlichten. Landes-Hilfsverein vom «Nöthen Kreuzt' in Krain. — Der Landes'Hilfsverein vom «Rothen K"^' für Kram hielt am 22. d. M. in den Localitäten?' hiesigen Handels« und Gewerbelammer seine oiesjäh^ ordentliche Generalversammlung ab. ^ Der erste Vicepräsident Herr kais. Rath Mur"' eröffnete die Versammlung, indem er die Erschieß namens der Vereinsleitung wärmstens begrüßte, und . stattete sodann den Rechenschaftsbericht über die That's« des Vereines im Jahre 1898. Redner gedachte zu""A des tieftraurigen Vorfalles, der sich am 10. Septe^ vorigen Jahres an den Gestaden des Genfer Sees ^ gespielt, und pries die edle Kaiserin, deren Andenle" den Herzen der Völker unseres weiten Reiches imw^ sloman von Cl. Vlaft. (54. Fortsetzung.) «Mir ist's schon recht, aber Nikol hat es lieber, wenn hier musiciert wird,» sagte Madame mit einem Blick auf ihren Gatten. «Aber, mein Herz, du weißt doch, dass ich stets das will, was du willst,» versicherte Lutowojsli eifrig und ertheilte Befehl, das Musilzimmer zu erleuchten. Dann reichte er Madeleine den Arm und geleitete sie hinüber. Madame blickte sich um; sie wollte augenfcheinlich Drubezkoi an ihre Seite rufen, allein Leczinsli kam ihr zuvor. «Du gestattest, dass ich dich führe,» sagte er zu Hippolyt, lieh Sonja und Etieune vorangehen und folgte mit dem Freunde den vorauschreitenden Paaren. «Du spielst deine Rolle wirklich vortrefflich, mein Lieber,» raunte er Drubeztoi zu. «Welche Rolle?» klang es gereizt zurück. «Nun, nun! Fahre nur nicht gleich so auf!» be-schwichtigte Leczinsti ihn. «Es ist ja eigentlich nur zu loben, dass du dich so beherrschest, denn wir thun unter allen Umständen besser daran, einen öffentlichen Scandal zu vermeiden und mit Lutowojsli allein über Madame Narcisse zu sprechen.» «Gräfin Lutowojska ist nicht mit Madame Nar« cisse identisch!» rang es sich gepresst über Drubezkois Lippen. «Hippolyt!» rief Leczinsli. «Ich glaube, ich habe dir noch nie Veranlassung gegeben, Zweifel in meine Worte zu setzen! > stieß Drubezloi heiser und unsicher hervor. «Nein, bis heute noch nie!» erwiderte Leczinsti mit schwerer Betonung. Drubezloi zuckte mit den Achseln und wandte den Kopf schweigend zur Seite. «Nun, wer wird den Reigen eröffnen?» fragte Madeleine, als man das Musikzimmer erreicht hatte. «Du, Sonja, nicht wahr? Aber spiele etwas Munteres! Ich bin heute zu froh gestimmt, um an ernsten oder gar schwermüthigen Sachen Gefallen finden zu können. Das kommt daher, weil wir fo liebe Gäste im Hause haben!» fügte sie mit einem sonnigen Blick auf Drubezloi hinzu. Sonja nahm vor dem in der Mitte des Saales stehenden Flügel Platz und fpielte einen Chopin'schen Walzer. Etienne stand neben ihr und ab und zu lachten und flüsterten sie heimlich miteinander. Lcczinskis Augen ruhten mit dem Ausdruck tiefen Schmerzes auf dem jungen Paare. Sonja war für ihn verloren, er wusste es; aber es gewährte ihm Trost, zu sehen, dass Graf Montesquiou die Liebe, die feine Braut ihm entgegenbrachte, in gleichem Maße erwiderte. In trübes Sinnen verloren, hatte er nicht bemerkt, dass Drubezloi von seiner Seite verschwunden war, und erst als Sonja den Walzer, den sie herzlich schlecht gespielt hatte, mit ein paar rauschenden, falschen Accorden schloss, fuhr er aus seinem dumpfen Brüten auf und sah den Freund neben Madeleine stehen, welche eifrig auf ihn einsprach. «Wie schade, dass sie nicht musitalisch sind!» sagte sie in diesem Augenblicke gerade laut und trat von ihm fort, um wieder neben Lutowojsti Platz zu nehmen. «Ah, du Schlange!» murmelte Leczinsli ^, einem hasserfüllten Blick auf das schöne, rosige ^ sicht. «Du verstehst dich zu winden! Aber ^a nur, es hilft dir alles nichts! Drubezloi ist eine ^ ehrliche Natur, um lange alles ableugnen zu ltin',1 Wenn wir allein sind, wird er sprechen, das we>p gewiss!» ^ «Das war eine fchlechte Einleitung des ^ certes!» rief Sonja lachend in den Saal hinein. ^. besseren und besten Nummern folgen jedoch '! .^ Jetzt ist die Reihe an dir, Etienne!» fügte sie V'A und räumte ihren Platz am Flügel Montesquion,.^ der nach kurzem Vorspiel mit seiner schönen, luel" Stimme sang: «Sieh', wie der Abend scnlet, Thau cuif den Gläsern blinket; Leis in den hohen Rüstern, Reget sich heiuüiches Flüstern. Liebchen, lomm', lass nns losen! Tort bei de» glutigen Rosen, Au dem SprilWilell im Garten, Na will ich deiner warten. O, lomm', mein Lieb, schön ist die Nachtl Gar schnell verbleicht der Steine Pracht, Noch glüht und glänzet nns ihr Licht! O, lomm', mein Lieb, und ziig're nicht!» . jg, «Das ist ja dasselbe Lied, welches der gehe'w ^. ! volle Sänger am Tage von Eliennes Ankunft ^s hinter der Düne fang! Nicht wahr, Madeleines ^, Sonja, als Montesquion geendet hatte. «Der ^ heimnisvolle ist somit entlarvt! Gestehe e» .'j ein, Etienne, du bist der Sänger gewesen! nicht so?» Montesquion nickte lächelnd. (Fo«tl«tzun« l«l«t.) Laibacher Zeitung Nr. 144. ______________________________1l61___________________ 26. Juni 1899. fortleben wird. Die Vereinsleitung hat aus Aulass dieses tieferschütternden Trauerfalles an Se. Excellenz den Herrn Landesfträsidenten die Bitte gestellt, den Ausdruck des tiefsten Beileides an den Allerhöchsten Thron gelangen zu lassen. Gemeinschaftlich mit dem Frauenhilfsvereine hat der Landes-Hilfsverein am 1. October in der Dom-tirche ein Requiem für die verewigte Kaiserin veranstaltet. Der durchlauchtigste Prolector-Stellvertreter des «Nöthen Kreuzes», Erzherzog Ludwig Victor, hat die tiefgefühlte Theilnahme der ganzen Gesellschaft vom «Rothen Kreuze» höchstpersönlich Sr. Majestät dem Kaiser zu Iu'hen zu legen geiuht. Im Einvernehmen mit dem Protector-Stellvertreter Erzherzog Ludwig Victor hat die durchlauchtigste Frau Erzherzogin-Witwe Maria Theresia beschlossen, Sllmmluttgen einzuleiten, damit in der zu erbauenden Iubiläumslirche in Wien eine Kapelle zum Heil. Herzen Jesu gestiftet und angebant werde zur Erinnerung an die verewigte Kaiserin. Einige Mitglieder des Lanbes-Hilfsvereincs für Kram besorgten die Sammlung in der Stadt Laibach, die ein Ergebnis von 294 fl. 60 kr. lieferte. Die durch die Zweigvcreinsleitungen gesammelten Beiträge ergaben den Betrag von 40« fl. 20 kr.; dieser Betrag vertheilt sich aus die einzelnen Zwcigvereine wie folgt: Radmannsdorf 224 st. 50 kr., Krainburg 129 fl. 85 kr., Idria 54 st. 50 lr., Loitsch 32 fl., Mottling 11 sl. 25 kr., Tschernembl 9 fl. 10 lr. und Stein 7 ft. Aus Anlass des Rcgierungsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers hat die österreichische Gesellschaft vom «Rothen Kreuze» eine Stiftung zur Unterstützung von in der diesseitigen Reichshälfte heimatsberechtigten Militär-Invaliden der bewaffneten Macht und Gendarmerie begründet und hiefür 300.000 fl. gewidmet. Die Stiftung führt den Namen «Kaifer Franz Josef-Iubiläumsfond des Rothen Kreuzes». Der Herr Erzherzog Protector-Stell-Vertreter hat Sr. Majestät dem Kaiser eine Huloiguugs-Adresse der österreichischen Gesellschaft vom «Rothen Kreuze» überreicht. Weiters hat die Gesellschaft, um das Andenken an den erlauchten ersten Protector-Stellvertreter Karl Ludwig unvergänglich zu erhalten, den «Erzherzog Karl Ludwig-Militär-Witwen- und Waisen-Unter-slützungsfond» gegründet und diesem Fonde 70.000 fl. gewidmet. Das von weiland Ihrer Majestät der Kais-erin ausgeübte Protectorat über das «Rothe Kreuz» in Oesterreich - Ungarn wurde der durchlauchtigsten Frau Kronprinzessin - Witwe Erzherzogin Stefanie übertragen. Redner gedachte weiters des im September vorigen Jahres verstorbenen Bundespräsidenten Sr. Excellenz des Grasen Franz Falten haUn, der sich um die Gesellschaft unvergängliche Verdienste erworben; feine hilfreiche Thätigkeit bei der großen Erdbebenkatastrophe in Laibach wird in der Geschichte des Vereines unvcrlüschlich verzeichnet bleiben. An Stelle des Verblichenen wurde Seine Durchlaucht Fürst Schöuburg-Hartenstein zum Bundespräsidenten gewählt. Was die in Kram im Kriegsfalle theils von dem Landeshilfsucreine selbst, theils gemeinsam mit dem Irauenhilfsvereine zu errichteuden Heilanstalten anbelangt, fo sind deren folgende in Aussicht genommen: Eine Krankenhaltestation mit Nachtruhe für 210 Mann, ein Ateconvalescentenhaus für 100 Mann und eine Krauten-haltestation ohne Nachtruhe mit Mittagsverköstigung aus einer Eisenbahnstation. Mit lebhafter Befriedigung mufs hervorgehoben werden, dass der hochwürdigste Herr Fürstbischof Dr. Ieglic dem Vereine das Schloss Gürtschach sammt Garten zur Verfügung gestellt hat, um dasselbe w, Kriegsfalle nach Möglichkeit zu Zwecken des «Rothen Kreuzes» zu benutzen. Zu Vcrcinszweckcn hat die trainifche Sparcasse 300 fl., der krainische Landtag 100 fl. gespendet, wofür die Versammlung den wärmsten Tank Mlssprach. Der Landeshilfsverein sür Kram zählte mit Schlnss des vergangenen Jahres 3 Ehrenmitglieder, 198 ordentliche und 2 unterstützende Mitglieder. Das Vermögen belies sich mit Schluss des Jahres 1898 auf 17.00« fl. "9 kr. in Barem und 565 fl. in Obligationen nnd hat s>ch somit im Vergleiche zum Vorjahre um 1200 fl. vermehrt. Die Zweigvereine hatten 491 Mitglieder und ein Gesammtvermögcn von 7040 st. «4 kr. Den Vorständen der Bezirkshauptmannschaften Laibach und Littai wurde für die Vermittlung der Jahres-beitrage der in ihren Bezirken wohnenden Vereins-'»itglicder der Dank ausgesprochen. Herrn Bezirtshaupt-lnann Grill in Littai wurde für seine zehnjährige wirksame Förderung der Vereinsinteressen der Dank und die Anerkennung der Bundesleitung votiert. Schließlich sprach die Versammlung allen Behörden, Korporationen und Personen, welche die Vereinsintcresseu gefördert und die Vereinsleitung bei dem patriotischen Werke unterstützt haben, insbesondere der Vereinsleitung, den Leitungen der Zweigvcreine, den Delegierten bei der Bundesversammlung, den militärischen Aeiräthen, deu Nechmmgscensoren uud der Laibacher Presse den Dank aus. Der Rechenschaftsbericht sowie der Rechnungsabschluss pro 1898 wurden einstimmig genehmigt und "ber Antrag des Herrn Karl Lestovic beschlossen, dass die Vereinsleitung sich an die Stadtgemeinde Laibach um Subvention wenden möge. Nach Erledigung der Tagesordnung wurde die Generalversammlung geschlossen. — (Ein Veglüctwünschungs - Telegramm des Kaisers.) Seine Majestät der Kaiser hat an den Eardmal-Fürsterzbischuf von Görz Dr. Jakob Missia am Tage der Ueberreichung des Cardinal-täppchens ein überaus huldvolles Beglückwünschungs-Telegramm gerichtet. — (Allerhöchste Bestätigung.) Wie wir erfahren, haben Se. Majestät der Kaiser die Wiederwahl des Herrn Ivan Hribar zum Bürgermeister von Laibach allergnädigst zu bestätige» geruht. — (Kaiser-Denkmal in Laibach.) Für das aus Anlass des sünfzigjährigen Regierungsjubiläums Seiner Majestät des Kaisers Franz Josef 1. in Laibach zu errichtende Denkmal haben weiters ge-fpendet die Gemeinden: Zirlnitz 50 fl., Gurt 20 fl., Sovodnje bei Görz 20 fl., Trata ob Bischoflack 20 fl., Großdolina 20 fl,, Klanc in Istrien 20 fl., Zoll bei Wippach 18 fl, und Podkrnj 15 fl. Bisher find zu diesem patriotischen Zwecke circa 16.000 fl. subscribiert, beziehungsweise eingezahlt. — (Arbeitsordnung.) Das Justizministerium hat die Ergebnisse der gewerbegerichtlichen Iudicatur, dahingehend, dass die Arbeitsordnung keine gewerbe-behördlichc Verfügung, kein Vertrag, fondern eine einseitige Bestimmung des Unternehmens ist, so lange sie nicht durch Vereinbarung zu einem Bestandtheile des Arbeitsvertrages geworden ist, sämmtlichen Gerichten mit dem Beifügen mitgetheilt, dass sie dem durch die geltende Norm bestimmten rechtlichen Charakter der Arbeitsordnung sowie dem Grundsätze des Vertragsrechtes entsprechen. Damit nun die Arbeitgeber bei Ausnahme der Arbeiter sich solcher Formen bedienen, welche es den Gerichten rechtlich möglich machen, das Zustandekommen der Vereinbarung als gegeben anzunehmen, erinnert das Handelsministerium im Einvernehmen mit dem Ministerium des Innern an deu Erlass vom 19. Mai 1899, wonach bei Ausnahme von Arbeitern seitens des Unternehmers auf die Bedingungen der Arbeitsordnung, welche zu Bestandtheilen des Arbeitsvertrages werden sollen, hinzuweisen ist, was durch mündliche Mittheilung der wesentlichen Bestimmungen der Arbeitsordnung, durch Hinweis auf den Anschlag derselben, am besten aber durch Einhändigung eines Exemplares der Arbeitsordnung geschehen kann. — (Die vom k. t. Ackerbauministerium für Zwecke des Wctterschießens) bewilligte Subvention per 1000 fl. ist vom Landesausschusse an die Gemeinden bereits vertheilt worden. — (Approbiertes Uebungsbuch.) Die im t. t. Schulbücherverlage erschienene Orußa, nomäka vaä-nicu. na 8iov6n»lco obün« ljuligko äolu von H. Schreiner und Dr. I. Vezjak wurde zum Unterrichts-gebrauche an Voltsschulen mit slovenischer Unterrichtssprache als zulässig erklärt. Preis, gebunden 1 Krone 60 Heller. — Ebenfalls im t. k. Schulbüchcrverlage ist eine Anleitung zum Gebrauche dieses Uebungsbuches von demselben Verfasser erschienen. Die Lehrkörper der Lehrerund Lehrerinnen-Bildungsaustalten sowie die Lehrerschaft der Volksschulen mit slovcnischer Unterrichtssprache werden darauf aufmerksam geinacht. Preis, broschiert 40 Heller. — (Un terkra iner Bahne n.) Gestern wurde in Wien die ordentliche Generalversammlung der Unter-krainer Bahnen abgehalten. Nach dem pro 1898 vorgelegten Berichte betrugen im abgelaufenen Jahre die Gesammteinnahmen 586.649 fl., d. i. um 6163 fl. weniger als im Vorjahre. Die Gesammtausgaben beliefen sich aus 422.652 fl. (->- 40.075 fl.). Hieraus resultiert pro 1898 ein Reinärträgnis von 163.996 fl., dem steht das Erfordernis für die Verzinsung uud Amortisieruug der Prioritäts - Obligationen mit 259.285 fl. gegenüber; es ergibt sich daher ein Abgang von 95.288 fl. Der Verwaltungsrath beantragte, zur Deckung dieses Abganges die verfügbaren Erträgnisse des Specialreseroefondes per 3530 st. heranzuziehen, die restlichen 91.757 fl. aber als Garantiezuschuss von« Lande Kram in Anspruch zu uehmen. Der Alltrag wurde ohne Discnssion angenommen und der aus dein Vcrwaltuugsrathe scheidende Herr Karl Luckmaml wiedergewählt. — (Vom Notariatsdienste.) Von dem Oberlandesgcrichte wird bekannt gemacht, dass Herr Matthäus Bezan, welchem die Uebersetzung von Seifen-berg nach Mahrenberg bewilligt worden ist, voll dem Amte als Notar in Sciscnbcrg mit dem 30. Juni 1899 enthoben und ermächtigt wurde, das Amt als Notar in Mahrenberg mit dem 2. Juli anzutreten. — (Kunstwebe-Anstalt in Laibach.) Wie uns mitgetheilt wird, hält der Verein «Kunstwebe-Allstalt in Laibach» im Sitzungssaal«: der trainischen Sparcasse am 27. d. M. eine außerordentliche Sitzung ab, bei welcher I.) die Classisicierung der Schülerinnen, welche den Unterrichtscurs absolviert haben, nebst der Bcschlussfassung über die Aufnahme derselben als Arbeiterinnen; 2.) die Festsetzung des Arbeitslohnes; 3.) die Aeschlussfassung iubetreff eiuer allfälligen Ausstellung der Schülerarbeiten, und 4.) die Beschlussfafsung inbetreff einer demnächst herauszugebenden Schul- und Arbeitsordnung berathen werden foll. —K. — (Custozza-Feier.) Wie die «Klagenfurter Zeitung» berichtet, sand anlässlich der Custozza-Feier des Infanterie-Regiments Nr. 7 am 23. d. M. abends ein musikalischer Zapfenstreich statt. Die Musikkapelle des Infanterie-Regiments von Milde Nr. 17 marschierte von der Waisenhaustaserne über den Villacher Ring zum Palais des Generals du Sommain und zu dem der t. k. Landesregierung, von dort zur Iesuitenkaserne. Hierauf bewegte sich die Musik, gefolgt von einer zahlreichen Menschenmenge, zum Neuen Platze, wo es von Zuhüreru wimmelte. Bei der Maria Theresia-Statne spielte die Musik zwei Stücke und zog dann unter flotten Marschweisen durch die Kramer- und Wicuergasse wieder zurück in die Kaserne. — Vorgestern hat in der Stadt-Pfarrkirche St. Egud um 9 Uhr vormittags eine feierliche heil. Messe stattgefunden, zu welcher eine combinierte Abtheilung aller Waffengattungen der Garnison ausgerückt war. Die Denkmäler waren, wie üblich, bekränzt. Der Veteranen- und der Kriegerverein waren in Parade mit den Fahnen ausgerückt, und zahlreiche Andächtige waren in der Kirche erschienen. — (Die Bilanz der t. l. Staats bahne u.) Das Eisenbahnministerium versendet deu Bericht über die Ergebnisse der k. k. Staatseisenbahnverwaltuug für das Jahr 1898. Der Betrieböüberschuss beläuft sich alls 33 99 Millionen Gulden gegen 33 55 Millionen Gulden im Jahre 1897 und 34 3? Millionen Gulden im Jahre 1896. Nach der gebräuchlichen Ermittlung resultiert eine Capitalsverzinfuug von 2 87 Proccnt, das ist uuverändert wie im Jahre 1897. — (Strauß-Abend.) Die hiesige Militärkapelle veranstaltet Mittwoch am 28. d. M. im Casino-garten einen Erinnerungsabend an Johann Stranß. Das Reinerträgnis wird dem Militär-Kapellmeister-Pensionsfond zustießen. Anfang halb 8 Uhr abends. Bei ungünstiger Witterung findet das Concert im Casmo-Glassalou statt — (Taubstummen - Institut.) Wie uns mitgetheilt wird, wurde behufs Bewilligung zum Bau einer Taubstummen-Lehranstalt iu Laibach auf Parcelle 23/3 der Catastralgemeinde Petersvorstadt II. Th. in Gemäßheit des 8 23 der Bauordnung sür Laibach der Local-augenschein auf den 30. d. M. mit dem Begiune um 10 Uhr vormittags anberaumt. Hievon wurden die Bauwerber, der Stadtmagistrat zur Intervention namens der Stadtgemeinde, Josef Dermastija, Besitzer, Sallocherstraße Nr. 20 und Dr. Johann Nnevar von Kondcnheim, letzterer als Anrainer, verständigt. —b. — (Von der Studenten- und Volksküche.) Aus Anlass des nahenden Schulschlusses veranstaltete die Vorstchung der Laibacher Studenten- und Volksküche den diese Anstalt besuchenden Schülern der Mittel- und Gewerbeschulen eine kleine Abschiedsfcier und verabreichte denselben eine bessere Mittagskost nebst Wein. Außer der Frau Vorsteherin Iosefine Kos, der Stellvertreterin Frau Iohauna Fleifchmann und dem Herrn Obmann August Dr else waren noch mehrere Herren und Damen des Allsschusses sowie Buffet-Damen erschienen, um diese Abschicdsfeier zu leiten. Mehrere Wohlthäter hatten dazu Beiträge gewidmet; außerdem fpeudete Herr Iuvancic in Schischka ein Fass Wein. Die Vorstehung spricht für diese milden Gaben den wärmsten Dank aus, zugleich andere Menschenfreunde neuerdings au die humanitäre Anstalt erinnernd. Jede, auch die kleinste Gabe ist willkommen. — (Feuerwehrfest) Die freiwillige Feuerwehr in Treffen begeht am 2. Juli die feierliche Einweihung der Löfchrequisiten sowie des neue» Feuerwehr-Requisiten-Depots mit nachstehendem Programme: 1.) Zwijchen 6 bis halb 10 Uhr vormittags Empfang der Vereine und Festgäste. 2.) Um 10 Uhr vormittags Festmessc in der Pfarrkirche. 3.) Um 11 Uhr vormittags Einweihung der Löschrequisiten und des Ncquisiteudepots. 4.) Um 1 Uhr nachmittags Bankett, bei welchem die Nudolfswerter Vürgerkapelle coucertieren wird. 5.) Um 3 Uhr nachmittags Volksfest niit Musilproductionen, Tanz, Lotterie, Bestkegelschieben lc. Schluss des Festes um 9 Uhr abends. Das Ballkett sowie das Voltsfest finden im Garten des Gasthausbesitzers Herrn Alois Pavlin statt. —ik. — (Eruierter R a u b a t t e n t ä t e r.) Im Herbste vorigen Jahres wurde an dem Besitzer Jakob Kotar von Primskau, Gemeinde Gradisce, Gerichtsbezirt Littai, ein freches Raubattentat verübt, doch gelang es der Gendarmerie trotz eifrigster Recherchierung nicht, den Thäter ausfindig zu machen. Es wurden zwar mehrere der That Verdächtige, unter anderen auch der Sohn des Besitzers Matthäus Dralsler von Kopacija, gesanglich eingezogen; aber da es au Beweismitteln fehlte, wurden dieselben nach kurzer Haft wieder in Freiheit gefetzt. Ebenso verblieben die weiteren Nachforschungen nach dem Thäter resultatlos. Die ill jüngster Zeit gepflogenen Erhebnngen lenkten nun den Verdacht der Thäterschaft auf den in Debeli hrib bei Gradisce wohnhaften Hadern, sammler Johann Fatin, welcher zur Zeit der kritischen Handlung in der Nähe des Thatortes gesehen wordeil scin soll. Da Fakiu des Raubattentates dringend vcr- Laibacher Zeitung Nr. 144.________________________________________1162______________ 26. Juni 1899. dächtig erscheint, wurde derselbe über Requisition des Landesgerichtes Laibach vom Gendarmerieposten in Heil. Kreuz in Haft genommen und am 22. d. M. dem genannten Gerichte eingeliefert. —ill. — (Artillerie-Schießplatz beiGurk-feld.) Zwei Batterien des Divisions-Artillerie-Negiments Nr. 7 werden von Laibach über Nudolfswert abgehen und am 17. Juli d. I. in der beiläufigen Stärke von 1 Stabsofficier, 12 Oberofficieren, 160 Mann und 100 Pferden in Landstraß eintreffen und dort nächtigen. An» 16. Juli treffeu dieselben in Zadovinek ein. —e. — (Ausstellung der Gesellschaft vom « Blauen Kreuz» Wien 1899.) Unter dem Protectorate der Frau Erzherzogin Maria Josefa veranstaltet die Gesellschaft vom «Älaueu Kreuz» in der Zeit vom 16. September bis 16. October 1899 in den Räumen der k. l. Gartenbau-Gesellschaft in Wien eine Ausstellung für bürgerliche Kochkunst in Verbindung mit einer Ausstellung für Haus und Herd, deren eventuelles Reinerträgnis dem im Vorjahre gegründeten Fonde zur Errichtung eines «Kaiser-Iubiläums-Dleustboten-Greisen-heims» zugeführt wird. Das Programm dieser Veranstaltung umfasst folgeude Gruppen: 1.) Kochkunstausstellung der Frauen und Mädchen (Concurreuz für Hausfrauen, deren Tiichter und weibliche Angehörige); 2.) Kochkunst-ausstelluug der Gehilfen und Gehilfinnen des Gastwirte-Gewerbes (Concnrrenz für die im Gastwirte-Gewerbe thätigen Koche, Köchinnen ?c.); 3.) Kochkuustausstellung der Privatlöchiunen und Köche (Concurrenz für im private« Dienste stehende Köchinnen und Köche); 4.) Kochtun stausstellung der Koch- und Haushaltungsschulen (Con-currenz der Elevinnen von Koch- und Haushaltungsschulen, Vereinen und Anstalten) und 5.) Kochtnnstausstellung für naturgemäße Lebensweise, Volks-, Kinder- undKranlen-ernährung. Dazu kommen noch fünf permanente Classen, welche Fleisch, Geflügel, Wildpret, Fische, Mollereipro-dncte, Käse, Gebäck, Kaffee, Thee, Obst, Gemüse, Weine aller Art, Viere, Mineralwässer, Speiseöle, Kochherde, Küchen- und Kcllereinrichtungen, Porzellan-, Glas- und Metallwaren für Wohnung und Küche, Möbel, Aade-eilirichtungen, Bcheizungs- und Belenchtungsaulagen, Ve-lleiduug, Wäsche, Parfumerieu, daun Pläne, Schülcr-arbeiten, Kochbücher u. s. w. umfassen. Eine separate Classe bilden die Kostlogen für Nahrungsmittel lind Getränke aller Art. Während der Dauer der Ausstellung werden Special-Concurreuzen für Nahrungsmittel und Getränke stattfinden. Der Anmeldungstermin läuft am 15. Juli d. I. ab, uud werden Anmeldungen in der Dircctionstanzlei der Ausstellung der Gesellschaft vom «Blaue« Kreuz», Wien I., Bauernmarkt Nr. 3, entgegengenommen, wo auch alle gewünschten Auskünfte bereitwilligst ertheilt werden. — (Aufgefchobener Ausflug des Rad-fahrcrclubs für Untertrain.) Der auf gestern anberaumte Ausflug des Nadfahrerclubs für Unterkrain musste wegen der in den letzten 24 Stunden nieder-gegangenen Regenmengen, trotz des Vereinsbeschlusses, ob schön ob Regen, auf den nächsten vom Wetter begünstigten Feiertag oder Sonntag verschoben werden. —6— — (Kirchenmusik bei St. Jakob.) Die nach dem Tode des Herrn Leopold Belar erledigte Stelle des Negenschori an der Stadtpsarrkirche zu St. Jakob in Laibach wird mit 1. Juli der Director der «Glas-bena Matka», Herr Franz Gerbic', übernehmen. — (Fortschritte der Bürgercorps musik in Rudolfswert.) Den Bemühungen des Bürgermeisters Herru Dr. Schegula hat es Rudolsswert zu danken, dass die hiesige Bürgercorpskapelle durch das Engagement des Kapellmeisters Herrn Emeriic, welcher früher in Adelsberg als solcher gewirkt hatte, auf eine hohe Stufe gehoben wurde. Herr Emersic ist nicht unr ein vorzüglicher Lehrer in der Musik und Componist, sondern auch ein vortrefflicher Flügelhorn-Solist, und verdient für feine, binnen unglaublich kurzer Zeit be-wiefenen Erfolge volle Anerkennung und allseitige Unterstützung. Beim Zapfenstreiche am Samstag den 24. d. M. war es ein Grnuss, die neugeschulte Kapelle, welche vor dem Allsmarsche auf dem Hauptplatze vier Tonstücke vortrug, anzuhören. Dem Herrn Kapellmeister wurde für seinen prächtigen Vortrag auf dem Flügelhoru lauter Beifall zutheil. —o— * (Zwei Kinder ertrunken.) Die Iu-wohnersgattin Theresia Krivec in Ober-Iarsche ließ, wie man uns ans Stein meldet, am 22. d. M. nachmittags ihre Kinder, und zwar die fünfjährige Anna und den dreijährigen Andreas, allein im Garten in der Nähe des über einen Meter tiefen Mühlcanales spielen. Die Kinder fielen hiebci ins Wasser und wurden nach einer Stunde als Leichen herausgezoge». Die gerichtliche Auzeige wurde erstattet. —r. * (Brand.) Laut einer uns aus Gnrtfeld zugekommenen Meldung gerieth ain 18. d. M. nm 12 Uhr mittags die Streuhüttc des Besitzers Johann Samec ans Stndence, Gemeinde St. Crucis, iu Brand und wurde sammt den, Stalle und dem darauf befindlichen Drefch-boden in kurzer Zeit vernichtet. Den rasch herbeigeeilten Nachbarn gelang es, das Vieh noch rechtzeitig ins Freie zu bringen; nichtsdestoweniger erlitt Samec einen Schaden von 900 fl., gegen welchen er nicht versichert war. Den Brand dürfte ein 40 bis 45 Jahre alter Reisender verursacht haben, welcher vom Sohne des ob-genannten Besitzers um 11 Uhr vormittags bei der Heuschupfe stehen gesehen wurde. Wahrscheinlich hat sich dieser Reisende in der Streu uiedergelcgt und Tabak geraucht und hiebei die Streu in Brand gebracht. Dass keine beabsichtigte Brandlegung vorliegt, geht daraus hervor, dass der erwähnte Reisende turz vor 12 Uhr in dem benachbarten Orte Zagrad beim Müller Martin Smergut um ein Essen bat und dort einige Zeit verweilte, worauf er ganz langsam den Weg gegen Mariathal fortfetzte. Soviel bisnun erhoben wurde, ist der Reisende Schuster von Profcfsion, stammt aus der Gemeiude Trebelno und hat seine Route vou Ratschach über Mariathal nach Littai genommen, allwo er Arbeit suche» wollte. Die Nachforschungen sind im Zuge. —r. " (Waffen anwendnn g seitens einer Gendarmerie-Patrouille.) Am 21. d. M. gegell 7 Uhr abends hat der Gendarmerie-Postenführer Josef Ganter des Postens in Lutowitz zufolge Auftrages des k. k. Bezirksgerichtes in Egg den Besitzer Matthias Capuder in Gorenje arretiert, um denselben behufs Abbüßung einer 48stündigen Arreststrafe dem genannten Bezirksgerichte einzuliefern. Während der Escortierung kam der 33 Jahre alte, verheiratete Besitzerssohn Alois Zevc von Hrib der Patrouille nach, beschimpfte sie und forderte den Arretierten zur Widersetzlichkeit auf. Als schließlich beide den Gendarmen beschimpften und Zcvc Capuder mit Gewalt befreien wollte, erklärte der Gendarm auch Zevc als arretiert, woranf diefer den Gendarmen thätlich insultierte, indem er ihm mit den Händen mehrere Stöße in die Brnst versetzte, so dass schließlich der Postensührer von seiuer Waffe Gebrauch machen mufsle und dem Zevc mit dem Bajonnette drei Stiche in den Oberfchentel versetzte. Die Arretierten wurden hierauf mittelst eines Wagens dem t, k. Bezirksgerichte in Egg eingeliefert. —r. * (Aus dem Polizeirapporte.) Am 2l.d. M. wurden sieben Personen in Haft genommen, uud zwar vier wegen Vaciercns, zwei wegen Excesses und eine wegen Bettelns. — Am 22. d. M. wurden acht Personen verhaftet, und zwar drei wegen Trunkenheit, drei wegen Bettelns und zwei wegen Vacierens. —r. — (Vete rinä r bericht.) Laut Note der königlichen Präfcctur iu Udine vom 13. d. M., Z. 14.819, au die tärntnerifche Landesregierung hat, vom 16. d. M. angefangen, in Pontebba der unentgeltliche Veterinärdieust für die Thiere, welche in das Königreich Italien eingeführt werden, begonnen; hiefür wurde jeder Freitag, und zwar vorläufig provisorisch, bis zur stabilen Rcgeluug dieser Angelegenheit, bestimmt. Dies wird hiemit den Interessenten zur Keuntuis gebracht. — (Neue Infanterie-Cadetten schule n.) Mit dem Beginne des Schuljahres 1899/1900 wird das Infanterie-Cadettenfchul-Proviforium in Straß iu Steier-mark in die 15. Infanterie-Cadettenschulc umgewandelt und iu Lemberg die 16. Infanterie - Cadettenfchule errichtet. — (Vom Wetter.) Das letzte Bulletin der meteorologifchen Centralanstalt lautet: Zunächst noch wechselnd bewölkt, kühl, später Auöheiterung mit steigender Temperatur. — (Cur liste.) In der Landes - Curanstalt Neu-haus bei Cilli sind vom 8. bis 19. d. M. 85 Personell zum Curgebrauche eiugetroffeu. — (Dementiertes Gerücht.) Die Nagusaner Blätter dementieren die Nachricht, dass die Familie Dreyfus in Unterhandlungen wegen Mietnng einer Villa in der Umgebung diefer Stadt stehe. Theater, Kunst und Literatur. — (Das Wiener Hofburgtheater) wird vom 1. Juli bis inclusie 31. August gefchlossen sein. — (Oesterreichischer Bühnenverein.) Das große Schauspielerfest zuguusten des österreichischen Bühnenvereiues soll im August in «Venedig in Wien» stattfinden. — (DieMitglieder des Berliner deutschen Theaters) werden vom 2. bis 6. Juli im Raimund-Theater iu Wien ein Ensemble-Gastspiel absolvieren. Dasselbe umfafst Wolzogens «Lumpengesindel», Schnitzlers «Abschiedssouper», Björnsons «Geographie und Liebe» und Ibsens «Gespenster». — (Wil denbruch) hat ein neues Drama vollendet. Dasselbe heißt «Die Tochter des Erasmus» und ist ein Trauerspiel in vier Aufzügen. Das Werk wurde sofort im Manuscript vom Berliner königlichen Schau-spielhause erworben, wo es im Laufe der nächsten Saison aufgeführt werden wird. — (Gerhard Haupt mann) weilt gegenwärtig in Luzern und arbeitet au einem Drama: «Der arme Heinrich» nach dem gleichnamigen mittelalterlichen Epos Hartmanns voll der Aue. Hauptmanu arbeitet ferner an einem biblifchen Drama: «Das Hirtenlied» fowie an einem schlesischen Dorfstücke, dessen Titel noch nicht festgesetzt ist. Auch steht in den nächsten Monaten die Vollendung der schon erwähnten dramatisierten Sage: «Kuuiguude vom Kynast» bevor. Schließlich wird noch für diesen Winter das Luftspiel aus dem Riesengebirge: lIurakel» fertig werden, das der Dichter schon nach ^ Vollendung des «Fuhrmann Henschel» begonnen hatte, — (« Argo ».) Inhalt der vierten Nummer: ^ Eisen in Kram. Von A. Müllner. (Die HaminttnB von Kropp. Steinbüchel und Kolnitz.) — Die Zukm der Stadt Laibach. (Der «Gaihandel».) — (Die «Wiener Hausfraue uzeituns' beendete mit der soeben erschienenen 26. Nummer d<" II. Quartal ihres 25. Jahrganges. Wir machen bei diE Gelegenheit anf das vortrefflich geleitete Wochenblatt, b<" sich durch eine Fülle von hübschen erzählenden Aufsah sowie gemeinuützigei! Artikeln für Haus lind Küche ou^ zeichuet, befouders aufmerksam. Pränuinerationspreiv i^ die Provinz halbjährig 2 fl. 50 kr., ganzjährig ^) Pestellnngen nimmt auch die Buchhandlung Jg. v. Klei"' mayr ^ Fed. Bamberg ill Laibach entgegen. Neueste Nachrichten. Cardinal Fürfterzbischof Schönborn f (Original-Telegramms , Falkenau, 25. Juni. Cardinal Fi'n sterzft'W ^ranz Graf Schönborn ist heute früh gostordeu. -A Cardinal hatte die Nacht sehr unruhig zugebracht Die Entzündung schritt fort und ergriff auch ^ rechten Lnngenslügel. Nachdem der Cardinal vum W>" bischof Kalous mit den heil. Sterbesacralnelilen vel' sehen worden war, trat um 3 Uhr 22 Min. sl^ unter allgemeinen Lähmnngserscheinungen der Tod e^ Die Lage iu Frankreich. (vriginalTelegramme,) Paris, 25. Juni. Ill dem heute i.n Pal"" Elyse^ stattgehabten Ministerrathe wurde der Text de> Regierungserklärung, die in der morgui/il 5t<.unllN'l' sitzung abgegeben werdeil wird, endgiMa. scMstell' Diefelbe wird sehr lurz fein, sich darauf beschranke^ anzukündigen, dafs die Negierung lein anderes ^e verfolgt, als die in der Kammersitzung vom l2, d. -", genchlnigte Tagesordnung durchzuführen, und lvil" auseinandersetzen, unter welchen Bedingungen sie die!^ Ziel zu erreichen hoffe. Die Regierungserklärung lvil" leine weiteren Zusagen enthalten. Paris, 25. Inni. Der Ocneralprocurat"' Bertrand und der Procurator der Republik Feuillol^ erhalten eine andere Verwendung. General Hartschm>" wurde nach Reims und Oberst Saxe nach Poitiel' versetzt. Oberstlieutenant Coubertin wird zu eine^ anderen Truppenkörper versetzt werden. , Paris, 25. Juni. Kriegsminister Geue^ Gallifet erklärte einem Mitarbeiter des «Journal' gegenüber, dass die Meldung, wonach gegen die <^ nerale Zurlinden, Boisdeffre, Gonse und Pellim Maßregeln ergriffen werden sollen, falfch fei. 3v^ den General Roget und die Oberste Hartschlnidt U»" Saxe betrifft, seien gegen dieselben Maßnahmen vel' fügt worden, die sie jedoch nicht schwer treffen. Coubertin sei die Untersuchung eingeleitet worden"" Wie einige Blätter melden, werde Dreyfus FreM oder Samstag in Vrest eintreffen. Versailles, 25. Juni. Aei einem gestern ^ Andenken an den General Hoche veranstalteten 3M lette erklärte Ribot, die Armee müsse Disciplin halt" und schweigsam sein, aber wir müssen ihr Vertrag entgegenbringen und uns entschlossen zeigen, sie ä vertheidigen. __________ IWOMriges Jubiläum der Stadt Iglau. (Original Telegramm.) , Iglau, 25. Juni. Auf das Huldigunss telegramm des Stadtverordneten-Collegiums an Se" Majestät den Kaiser ist folgende Antwortdepesche ^' den Bürgermeister von Iglau eingetroffen: «Sch^ brunn. Die Versicherung unerschütterlicher Liebe u" Anhänglichkeit, die Sie namens der Bevölkerung^ Meinem Hause von altersher treuergebenen ^..z Iglau zu Beginn Ihrer Jubelfeier an Mich gericy'. haben, erfüllt Mich mit aufrichtiger Befriedigung- ^ erwidere dieselbe mit Meinem herzlichen Dante u> dem Ausdrucke der warmen Wünsche, die Ich slu' ^ Gedeihen der Stadt und für das Wohlergehen E Bewohner hege. Franz Josef.» — Seine l. u. l. H^ der durchlauchtigste Herr Erzherzog Rainer wird Y^ vormittags die Iohannestirche besichtigen und dascl > einer Messe beiwohnen. Sodann begibt sich ^l. t. u. k. Hoheit in das Museum. Mittags findet "^ Seiner l. u. t. Hoheit ein Diner statt. Um ^ 2 Uhr nimmt der Festzug seinen Anfang und ^ 4 Uhr erfolgt die Eröffnung des Festschießcus d" Se. l. u. t. Hoheit. Um halli li Uhr tritt der dul" wuchtigste Herr Erzherzog die Rückreise nach Wien Aus Südafrika. lOrigilial-Ielegramm.) i Pretoria, 25.Juni. >Reuterineldnng.) Oene" Ionbert stellt bestimmt in Abrede, Krupp'sche K"'^ und Feldgeschützdatterien in Deutschland und Ä'«" bestellt zu haben. - Das Mitglied des Vulls"" ^ Dlepering, !M sich nach Capstadt begeben, UM im Sinne des Friedens zu wirkn. Laibacher Zeitung Nr. 144.______________1163 26. Juni 1899 Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. Am 23. Juni. öirola, Reisender, Fiume. — v. Veuselom, Reisender, Geldern. — Nelina, Reisender, Klagenfurt. — Rau, Kfm., Schorfeld. — Dr. Elfe, Venedig. — Ritter v. Langer, Gutsbesitzer, Werschlin. — Ritter v. Gutmannsthal, Privat, f. Diener, Schloss Weichselburg. — Schiller. Kfm., Budapest. -Echormann, Rentier, S. Francisco. — Wagner, Kfm., Vreslau. -" Kuhar, Reisender, Cilli. — Warany, Reisender, s. Frau, Linz. -- Pollal, Reisender, Prag. — Naumann. Reisender, Pettau. — Keller, Reisender, Spital, — Turri, Petarel, Hammerschlag, Pulzer, Kraumann, Me., Wien. Hotel Elefant. Nm 23. und 24, Juni. Woschleich, l.u.l. Oberlieutenant der Artillerie, Laibach. — Trappen, Director, Asking. — Emmert, l- u. l. Oberst und Commandant, Klageusurt. — v. Lenlh, Land' tagvabgeordneter und Gutsbesitzer. Schloss Nrch. — Dr. Tobisch, Advocat, s. Tochter, Steinamanger. — Dr. Gustin, Tschernembl. ^ Senica, t. t. Staatsbeamter, s, Tochter; Hirsch, s. Gemahlin, Sperling, Siloschegg, s Gemahlin, Barnert, Bessler, Bolgeri, Gombrich, Trebilsch, Weiß, Rosati, Me.; Huber, Richter, Beantte; «liina, Vesitzcr. Wien. — Havas. Kfm., Gr.-Kanizsa. — Frohlo, Kf»n., Ramberg. — Weisz. Kfm., Budapest. — Spiellmann, Private, Bosnien. — Mandler. Willfort, Me.. Trieft. — Wie« gant, Kfm., Ravensberg, — Mally, Fabrilsbesitzer, Neumarltl. ^ Aglar. Kfm., Graz. - Weißlopf. Fautl, Me., Prag. -Weber, Kfm., Kaaden. — Roth, Apotheker, Kronstadt. — Weizen, «fln., Fiume. Verstorbene. Am 2 4. Iun i. Maria Grilc, Schneiderswitwe, 78 I., Karlstädterstraße 7, Lungenblutung. — Leopold Cerne, Post-amtSdienerSsohn, 14 Mon., Brunngasse 6, Darnientartung. Im Elisabeth.Kinder«Spitale. Am 2 4. Iuui. Francisca Mehle, Fleischerstochter, 2'/. I., Lungentuberculose. Lottoziehung vom 24. Juni. Graz: 76 67 50 28 20. Wien: 65 25 26 84 64. Volkswirtschaftliches. Laibach, 24. Juni. Auf dem heutigen Marlte sind er. fchienen: 25 Wagen mit Holz. Durchschnitt«.Preise. ^larlt'Prei^ Marlt.Prel« von bl« von bl» ft.sfr.^ sl.iti, ft. li. fl. lr. Weizen pr. 100 kz 10 — 10 50 Butter pr. Kilo. . — 90------- Korn . 8,— 8 50 Eier pr. Stück . . — 2j------- Gerste . 7 — 7 50 Milch pr. Liter . . — 7 - — Hafer . 6>50 6 50 Rindfleisch pr. Kilo -60—1— Halbfrncht . —-----------Kalbfleisch » —60- — Heiden » 8 50 8,50 Schweinefleisch » —75—!— Hirse, weiß » 9— 6!- Schöpsenfleisch » —.40—!— Kuluruz » 5 60 5 60 Hähndel pr. Stück — 50 — — Erdäpfel » 3^ — — Tauben » — Zy ^ __ linsen Heltoliter 12-------— Hen pr. q . . —^----------- Erbsen . 12^-------— Stroh . . .--------------- Fisolen » 11!-------!— ^^ hg^g pr. Siindilschmalz Kilo ij-------^- Klafter 6 40------- Schweineschmalz» —!70 — —weiches, » 4 50------- Speck, jrisch . — 64 — Wcin,roth.,pr.Hftl. —!----------- — geräuchert » — 85 — — weißer, » >—----------- Vieteorologische Beobachlungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Lustdruck 736 0 mm. ,. 2Ü.N. 7321 24^! SW. mäßig halb bewM "' 9 . Ab. 7337 176! NW. mäßig l bewölkt ?U.Mg. 734 9 13 9 N. schwach Regen 25.2.«. 7358137 N. schwach Regen 166 9 . Ab. 736 9 116 SO. schwach Regen 2b. l 7 U. Mg. i ^ 38 - 6 ,10 - 0 ! NO. schwach ! bewölkt j 30 0 Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag 16'9° und Sonntag 13-1", Normale: 18 7«, beziehungsweise 18-7°. Nerantwortlich« Redacteur: Anton Funtel. Eingesendet. Möchten sicli gute, edle Menschen eines alten, armen Mannes, Vater mehrerer Kinder, aber leider von allen lieblos verlassen, erbarmen, der, halb erblindet, auch noch das Unglück hatte, dass ihm ein Arm gebrochen und ein Fuss schwer verletzt wurde. Auch die kleinste gutherzige Gabe wird entgegengenommen. Die Adresse ist in der Administration dieser Zeitung zu erfragen. (2520) Vchuppenpanzerfarbe («ostschutz« und Iiersarbe), hervorragend schön mclallisch glänzend, zum wetterfesten Anstrich von Brücken, Eifenconstructionen, Unterwasserconstructionen, Gartengittern, Wellblechdächern, Gasbehälterglocken, eisernen Co« lonnaden lc. Alleinverlauf für Kram bei Vrüder Vberl, Laiibach, Kranciscanergasse. Muster auf Verlangen gratis. Nach auswärts mit Nachnahme. (87U) 11—4 Dauernde Beschäftigung (2519) finden 3—1 zwei Tischlergesellen in der Kunststeinfabrik von Otto Madile, Klagenfurt. Säge-Gatter. Ein wenig gebrauchtes, jedoch besterhaltenes, sehr kräftiges Gatter preiswert abzugeben wegen Betriebsänderung. Anfragen unter Chiffre „W. R. 2943" befördert Rudolf Mosse, Wien. (2524) Gsurse an der Wiener Börse vom 24. Juni 1899. «««d°«»!»!»«C»»««««. «eld «a« StaalS'Anlthen. ^» «Inhrl tllche Rente <« lOU «b ..Gilb« verz, Iäinier I»lt llXi«4er 4°/,» Vwatswse 2^U st. "U — 1»»-- ,°^er b°/„ „ ganze b«U st. «» - l40 — »»«4er Staatslose . . iou ft. »»4 äo lö5 zy ^.°t°. ^ . . 50 fi tS4üo isö^ ^° D°m.»Psa»dbr. 5 llw fi. t4s ^ ^u ^ ^» vesteri. «olbrente, steueifre» li9 « l18 L!> ^/» bto. Rente in ttroncnwÄhr., » »euerfre!far ll00ltro»e»Nom. ll»0 lb ilXl »z „ bto. dlo, per Ultimo . . 100 lb 102 8b ' ^/<. «sterr, Inuestltl°ll«.«ente Mr 200 Kronen Nom. . , l»?'4i> 8? b!> ^lltnbahn.EtaatSschulbv«» schrelbungen. ^llllbtthbllhn in V., steuerfrei N (dw, Lt.), ,,ir 1W fi, «. 4»/» "? ?b "S «0 "l»"»'Josef, «ahn in Silb« «
/."/» «» ö» lüö-bo «ub°If«bal,,l 4°/« in »c»nenw. Uuerf. (dlv.Gt.), für«00«r. »,«°m, ... »»«» »S40 «°rarlber«b«hn 4°/. i. Kronen»,- ''"'«f,. 400 U. ltOOO «tl. «. "U" »r, Nom..... »» — 9S-IU "«abatsttmp.,° ^ /»........»34 50 ?8!i- . A Halzb.'iil. «00 fl. ö. W. b°/ «Ld öo ili» zo "".°»llrl.Lud»..V. ^OU- «M »l0 7«. »11 75 ««lb «an «,« «taate zur gahlung übernommeur (kiseilb.'Prlor.» Obligationen. «lilabethbahn «0« ». >««<» «. 4'/, °l> I0«/„ «. St. . . . Ul»'-l«-t0 El'Iabcthbllhn, <00 ». »lXX» «1l. 200 W. 4°/,...... «6 75 N? i^ ssran» Iulef «., »». l«4. 4»,. 98 4» »9 NNrllncnslo«. S«'1ü 9s 2z 4°/« dto, dto. per Ultimo . , 9U'lb 9« »5, bto.Lt,/,'/, 8S0l, »625 bto, dto, Silber 1U0 fl,, 4>/,°/, I00 20l01-dto, EtaattObli«, (Un«. 0l/,°/«Schantregal «bl,.Obl, 100« 10l 3^ dt», Pläm..«nl. k 100 sl. ». W, ,so - «l - bt,. dto. k 50 » »N4 !>> Anleben b, Otübta»>neinb« Me« (Silber oder »olt») . . . i»4 75 1«5 b" Prämien«»!, b. Stabtg«. W»n» ,84 — !»» «ör ,5 — — 4»/. «öl», ««>»>« »»lch« . 98 «» »« «b «. l. 1»0 üo Vtaatsbali»3"/>Frc«,»c«)p.Ot. «I0>?l» «l2-?t> Oübbahn 3"/o i^ Frc«. 500 p. «t. 1?0 «0 1?1 »» blo. 5°/„k200fl. P. 100fl. 1»I?h1l«»» Ung-galiz. «ahn..... 10? ?0 10s ?o 40/, Unterlratner «ahn« . . 99« loo— ßanll^rilt» (per Ltü«). «nglo-vest. Vanl »aa fl. «o»/. »- "1 75 ^« » »aulverein. Mener. 100 st. . «»«>«» ^ «obci..«nst.,0est..2 — 4«^— «rbt'Nnst. l.H»nb.u.«. luost. —'- —— dto. dto. per Ultimo Eeptbr. «?ö„»b»— lreditb»nl,«lll8. un«. »ooll. . 6«H> »»»50 Deposttenbant, «lll«., »00 fl. . »«'— ««'^ " — «4« - Nuschtiehrader «ls. 5 Eiscnb.» Gesellschaft »ou fl. S. . . »»? 50 28S 50 Lloyb. vest, Trieft. 5«, fl«Vl. 4«..«0- Oesterr. »«bwestb. »0 fl. s. «7— »4» - dt«. dto. (Ut. U) 200 fl. V. »59 5« »«0 ül. Pr«a Duzer «isei'b. l« ft. O, . 95-5Y 99 20 Zt«atöe!jenbahu 200 fl. 8. . »4» 25 542 ?.', Güdbahn 200 sl. V..... «7'50 S8>— bübnoibb. Verb..«. »00 fl. «Vl. 19» — 199 — tla«»«tz'»ts,.«r,,170fl.»,W, —'--------— dt». »m. <»87, 200 fl. . . 4V» 50 476'— rramwat,««!,, Neue«r., Pri». r«t«».»lctien lOO fl. . . . 12»'- 1« - Ung .««liz. «isenb ,U0sl. Silbe» «1» 50 »1350 Un« »e«strie. W »Men 100 fl..... 104 — «,«-— «lisenblltMw.Leihg., «rft«, 80 fl. 1/4 .- 1?« — ..«lbemühl", Paplerf. u, V.^l. 8güU 90 Ü0 üiefinger Vrauerel 1«! fl. . . 176 — 178 > Vt,nt»u<»«seUIch,. Oest-alpi« 2»2 ü« »33 — Präger fl. g22 — 3!ib - ..8chl»^»H«", Pupi«i. «oft. i9»>. «00 — ..«»H»r»>. Wchierf. ». » .«. ,S5 - i«-- «eld Ware »rifailer »ohlenn,. Ges. ?o ss. 181-.»»« — Wafsenf.°V„Oest.i!!Wisn,1N0fl. zo« - A><--Naggon.Leihanst.. Nllg.. in Pest, »0 fl..... . . zaz. ^«« Nr. «augesellschaft ,W fl. . . lZ«-110? - Menerlxrzer Z!egelNctlen-«es. 4^., ^7 . Diverse zuse (per Stuck). Vubapest'Vastlica (Dombnu) . ,. ??« «rebitlose lNO fl...... ^.1^ ',^ «lar^Lose 40 fl. . «ef. v..0fl. ?V."" "" «udulph.Los» l<> sl.....".'" ".°" «alm-Uose 40 sl. 80 47»?» «t. V»i»r«bur,......_ _.— Daluten. "" Dncaten........ ^ g» 570 l« ,^8») ___________Lo»-Veririöherttng. .F. €). Mayer LjUImmA, Spltalgw. Priyat-Depots (Safe-Deposits) Vtrilitiii im l«r-Elili|N la MiH-fermt- *i Ms Bn-tate. ^Wä>,...... _, - --_---— -:~~„\___ um "Y- "7irrr-' (2529) 3-1 St 212/Pr- Razpis službe. Mestni magistrat razpisuje vsled sklepa oböinskega sveta z dnö 22. f. in. Prt meslni elektrarni in rnestnem vodovodu novo ustanovljeno zaCatno •luibo »kladiftènika z let no plaèo 600 gld. Hropisno kolekovane prošnje za to službo je vložiti pri podpisanem taestnem magistratu do 10. dnè jnlija t. 1. Pri oddaji te službe se bode oziralo le na prOHilce, kateri so popol-1 no»»a zmožni slovenskega jezika v besedi in pisavi t in ki so zmožni se-8|ävljati manje proraèune in raèune. »VednoHt. se bo dala prosilcem, kateri so dovräilt nižjo gimnazijo, nižjo realko ali kak drug zavod isle vrste. Magistrat deželnega stolnega mesta Ljubljana du6 26. junija 1899, (2504) E. 1006/99 5. Dražbeni oklic. Po zahtevanju g. Helene Dintel iz Go8tinc, zastopane po gosp. dr. Pircu, odvelniku v Ljubljani, bo dn6 18. julija 1899, dopoldne ob 10. uri, pri spodaj ozna-menjeni sodniji, v izbi št. 5, dražba hiše st. 33 v Lazih, vl. St. 135 kat. obè. Sv. Agata. Mepremiènini, ki jo je prodati na dražbi, je doloèena vrednost na 202 gld. Najmanjsi ponudek zna^a 101 gld.; pod tern zneskom se ne prodaje. Dražbene pogoje in listine, ki se tièejo nepremiènine (zemljiako-knjižni izpisek, izpisek iz katastra, cenitvene zapisnike i. t. d.), smejo tisii, ki žele kupiti, pregledati pri spodaj ozname-njeni sodniji, v izbi St. 8, med opra-vilnimi urami. Pravice, katere bi ne pripuaèale dražbo, je oglasiti pri sodniji najpoz-neje v dražbenem obroku pred za-èetkom dražbe, ker bi se sicer ne mogle razveljavljati gled6 nepre-miènine same. O nadaljnih dogodkih dražbenega postopanja se obvestijo osebe, katere imajo sedaj na nepremiènini pravice ali bremena ali jih zadobe v teku dražbenega postopanja, tedaj samo z nabitkom pri sodniji, kadar niti ne stanujejo v okolisu spodaj ozname-njene sodnije, niti ne imenujejo tej v sodnem kraju stanujoèega poobla-sèenca za vroèbe. G. kr. okrajna sodnija v Ljubljani odd. V, dn6 17. junija 1899. '