Drikm«erati-»» - Preise: FLr Laibach: Ganzjährig . . ^ fl. 40 kr. Halbjährig . . 4,2«.! Bierteljäbrig 2 „ 10 „ Monatlich 70 Mit der Post: Ganzjährig...............12 fl. Halbjährig............... Ü , Bierteljäbrig............ 3 „ Laibacher Für Zustellung inS HauS viertelj. 25 kr., monail. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. Tagblait Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nickt zurückgesendet. § Ne»aetto» Bahnhofgaffe Nr. 132. «r-editt-us-L A«ser»1e«-vurea«: Longreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung von Jg. v. Klein» mayr L Fed. Bamberg.) JnsertionS-reise: Für die einspaltige Petitzeile L 4 kr, bei wiederholter Lin« schaltung L 3 kr. ^ Anzeigen bis 5 Zeilen 2V kr. Bei größeren Inseraten Und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complicierten Satz besondere Vergütung. Nr. 65. Montag, 20. März 1876. — Morgen: Benedict. 9. Jahrgang. Die neue Civilprozeßordnnng. m. (Schluß.) Die Behandlung wird vom Vorsitzenden geleitet; er ertheilt den Parteien das Wort und kann es ihnen entziehen; er vernimmt jene Personen, welche als Zeugen, Sachverständige, als Parteien in eigener Sache, zur Beweisführung auSsagen. ES ist seine Pflichl, darauf hinzuwirken, daß unklare Anträge erläutert, ungenügende Angaben über Thalsachen und Beweismittel ergänzt, daß die zur Klar-stellung des Sachverhaltes nöthigeu Erklärungen abgegeben werden; in dieser Richiunz können auch die Mitglieder des Gerichtes und die Parteien Fragen stellen, das Gericht von amtswcgrn einen Localaugenschein vornehmen lassen, die Begutachtung durch Sachverständige anordnen und verfügen, daß Urkunden, auf welche sich bezöge» wird, vorgetcgt werden. Das Gericht kann die Zusammenlegung mehrerer bei ihm anhängigen Rechtsstreite, die Trennung mehrerer in einer Klage erhobener Ansprüche, die gesonderte Behandlung mehrerer selbständigen Streitpunkte rück sichtlich desselben Anspruchs vornehmen. Liegt der Verdacht einer strafbaren Handlung vor, so kann das Gericht den Rechtsstreit bis zur Erledigung der Strafsache auSsetzen. Dem Vorsitzenden kommt es zu, Weitläufigkeilen nicht zuzulassen, welche die Verhandlung in ungebührlicher Weise hinauszuziehen bestimmt sind; er erklärt die Verhandlung für geschlossen, wenn das Gericht findet, daß die Sache hinläng'ich erör- tert ist. Zeigt sich nach Schluß der Verhandlung, daß das Bedürfnis weiterer Aufklärung oder Ergänzungen vorhanden ist, oder daß bei der Verhandlung die Noihwendigkeit des Beweises einer That-sache uueröriert blieb, welche das Gericht des Be-weise« bedürftig findet, so kann dasselbe die geschlossene Verhandlung wieder eröffnen. Zu den wichligsten Bestimmungen des Ent-wurses ist zu rechnen, daß das Gericht thatsächliche Vorbringungen und angebotene Beweismittel, wnche in einer später» Tagsatzung gruiacht werden, zurückweisen kann, wenn cs findet, daß die Verspätung des Vorbringens in der Absicht geschehen ist, den Prozeß zu ve» schleppen. Hicmit ist dem Gerichte ein Einfluß auf die Prozeßfuhrung gegeben, welcher es ihm ermöglicht, den Bestrebungen jener Parteien entgegenzuwirken, die darauf ausgehen, jene Bestimmung der Prozeßordnung, daß die Partei, insolange die Verhandlung nicht gcschloffe» ist, neue Thatsachen Vorbringen, neue Beweise anbieten kann, zur Chicane des Gegners auszunützen. In diesem Sinne ist auch die Bestimmung zu würdigen, daß von der Vernehmung eines Zeugen Umgang genommen werden kann, wen» innerhalb einer bestimmten Zeit seine Einvernehmung nicht ermöglicht werden konnte. Bei der mündlichen Verhandlung wird ein Protokoll ausgenommen, welches den Gang der Verhandlung im allgemeinen darstellt; in dasselbe sind die Anerkenntnisse und Verzichtleistungen der Parteien, die Ergebnisse der vom Gerichte durchge-sührten Beweisaufnahmen und Anträge der Parteien aufzunehmen, welche in den Schriftstücken nicht ent- halten und für den Gang und die Entscheidung des Prozesses von Wesenheit find. Der Vorsitzende hat zu sorgen, daß nichts als da« Wesentliche, und auch diese» nur in dem zur Feststellung unerläßlichen Umfange in das Protokoll ausgenommen werde. Die Aufnahme der Beweise geschieht womöglich vor dem Prozeßgerichte; die Parteien können Zeugen und Sachverständige zur mündlichen Verhandlung mitbringen. Wenn aber zum Zwecke der Beweisaufnahme eine Uebertragung der Tagsatzung stattfindet, so hat da« Gericht eine „Beweisvcrfügung" zu er-laffen, in welcher angegeben wird, über welche Thatsachen und durch welche Beweismittel der Beweis aufzunehmen ist. Nach abaesührtem Beweis ist das Gericht an die der Beweisführung zugrunde liegende Äuffaffun!, der Sache nicht gebunden. Die Parteien können bei der Beweisaufnahme zugegen sein, ob dieselbe vor dem Erkenntnisgerichte, oder vor einem beauftragten Richter vorgenommen wird. Der Be-weis wird geführt durch Zeugen, Sachverständige, Urkunden, Augenschein, Einvernehmung der Parteien als Zeugen; der Haupreid ist nur insoferne zulässig, daß im Wege eines vor Gericht abgeschlossenen Ver-gleiches der Eintritt einer Rechtsfolge davon abhängig gemacht werden kann, daß eine Partei einen vereinbarten Eid ablegt. Die Zeugen find in der Regel von den erkennenden Richtern einzuvernehmen; sie werden vor Ablegung der Äussage in Eid genommen; die Vernehmung geschieht durch den Vorsitzenden; die Richter ^ und Parteien können Fragen stellen. Die abgelegte Aussage kann nachträglich berichtigt oder ergänzt Jeuitleton. Ueber weiblichen Unterricht in England. Seit einigen Jahren hat sich in London eine Actiengesellschast gebildet, die ein Zweig der „Gesellschaft für weibliche Erziehung" ist und die es sich zur Ausgabe stellte, sogenannte Hochschulen für Mädchen in den größeren Städten Englands zu gründen. Die Gesellschaft für Gründung von Töch-1er schulen besteht erst? seil drei Jahren, und nach dem Bericht, der im Februarheft des Journals der „^Vvwen's ktluLLtiou vmou« vorliegr, besitzt dieselbe bereits neun große Schulen, von denen sechs im vorigen Jahre eröffnet wurden. Im Februar fand in London ein großes Meeting statr, wo die Vorsteher und Leiter der Gesellschaft Bericht über das im verflossenen Jahr Geleistete abstatteten. Die Prinzessin Louise war zugegen als Präsident; mehrere Minister, Lord Aber dare, Herr StanSseld sprachen. Wir entnehmen dem Bericht die folgende Rede des berühmten Sprach-forscher«, Professor« Max Müller „über weiblichen Unterricht": „Es ist eine sehr angenehme Pflichl, einen Antrag zu stellen, von dem man im voraus weiß, datz niemand elwas dagegen einzuwenden hat. Seit Jahren, als meine Linder heran" wuchsen, hatte ich den Mangel einer guten Töchter, schule gefühlt. Seit Jahren hatten die Vicepräsidenten und Secretäre unserer Gesellschaft nachgefragt, ob es denn gar nicht möglich fei, eine Hochschule für Mädchen nach den Grundsätzen unserer Gesellschaft in Oxford zu errichten. Die Antwort war stets dieselbe: „Es ist hoffnungslos, cs ist unmöglich." Ich will Sie nicht mit den Gründen ermüden, weshalb es hoffnungslos und unmöglich erschien. Genug, daß selbst die, welche, sowie ich, das größte Verlangen nach^iner solchen Schule in Oxford hatten, es für hoffnungslos hielten, und daher das Beste lhaten, was sic thun konnten, nemlich gute Gouvernanten zu finden suchten und mit ihren Freunden gemeinsame Unterrichtsstunden für ihre Kinder anordneten. Jetzt aus einmal ist alles wie durch ZaubeMverwandelt, und schließlich war nicht mehr davon Lr5 Rede, wie unsere Gesellschaft Oxford belagern, sondern wie Oxford unsere Gesellschaft belagern und bestürmen sollte, damit nur so bald als möglich eine Hochschule für Mädchen in den Mauern der alten Universität errichtet werve. Obgleich die Schule nur erst seit ganz kurzer Zeit eröffnet ist, so wächst die Zahl der Schülerinnen von Tag zu Tag, und ich kann hinzufügen, daß, so weil meine Erfahrung reicht, es nur Eine Stimme über die Schule von Oxford sowol unter Eltern als Kindern gibl. Die Kinder sind ganz ungehalten, wenn Samstag kommt, denn dies ist ein ganzer Feiertag; die Ellern fangen an, es nöthig zu finden, ihre Kinder abzuhalten, daß sie nicht zu fleißig arbeiten. Die Kinder haben Liebe zur Arbeit, und die« ist, wie Sie wissen, die halbe Schiacht gewonnen, ja mehr als die halbe Schlacht. Manche Leute wundern sich, wie dies gemacht worden ist. Ich gestehe, ich möchte lieber fragen, wie es möglich ist, daß Kinder keine Liebe zur Arbeit haben, wenn nur der Unterricht so ist, wie er sein soll. Um gut zu unterrichten, müssen aber die Lehrer tüchtig sein, vollkommen vertraut mit ihrem Gegenstand. Der Unterricht muß für sie selbst eine Freude, keine Anstrengung sein. Ist es ihnen ein? Freude zu lehren, jo ist es den Schülern eine Freude, zu lernen. Lehren sollte sein, wie wenn ein Vogel fein Lied singt; aber wie können wir die- von einer Gouvernante erwarten? Ich habe nicht« gegen Gouvernanten zu sagen. Ich habe manche gekannt, die ausgezeichnet waren; aber wa-wir von ihnen verlangen, ist da« rein Unmögliche. werden. Die Zeugen sind nicht verpflichtet auszusagen über Fragen, deren Beantwortung ihnen oder einem ihrer Angehörigen zur Schande gereichen, fie der Gefahr ftrafgerichtlicher Verfolgung aussetzen, ihnen einen unmittelbaren Vermögensnachtheil zuziehen könnte, oder wenn sie hiedurch die ihnen obliegende Pflicht der Verschwiegenheit verletzen würden. Bei grundloser Verweigerung der Aussage kann Geldstrafe und Haft gegen sie verhängt werden; letztere kann nicht über den Zeitpunkt der Beendigung de« Prozesses in der Instanz verlängert werden. Die Sachverständigen werden vom Gerichte ernannt; als solcher muß sich verwenden lassen, wer in der Richtung, in der das Gutachten abzugeben ist, rin Gewerbe auSübt, öffentlich angestellt oder ermächtigt ist. In Fällen, wo dcr Zeuge von der Aussage befreit ist, kann auch der Sachverständige seine Mitwirkung ablehnen. Das Gutachten ist mündlich oder schriftlich abzugeben; geben die Sachverständigen verschiedene Gutachten ab, so kann eine neuerliche Begutachtung durch dieselben oder andere Sachverständige vorgenommen werden.______________________ Politische Rundschau. Laibach. 20. März. Znland. Die Berathungen des gemeinsamen Ministeriums über das gemeinsame Budget sind bereits geschlossen. Ls wird versichert, daß das Erfordernis im allgemeinen in den Grenzen der vorjährigen Bewilligung sich halten werde, wenngleich zugegeben werden müsse, dag der KriegSmini-ster sich dafür eingesetzt hat, daß in das Heeresbudget die im Vorjahre abgelehnten Posten und noch einige andere, welche er für nützlich erachtet, um die Armee im schlagfertigen Zustande zu erhalten, ausgenommen werden. Der gemeinsame Ministerrath hat bereits darauf gedrungen, daß diesen vom Standpunkte des Kriegsministers begreiflichen Ansprüchen gegenüber der außerordentlich schwierigen Finanzlage des Reiches Rechnung getragen werde; allein auch damit ist hoffentlich die Grenze der Einschränkungen an den mit erstaunlicher Ex-pansivkrast gesegneten Vorlagen des Freiherrn von Söller nicht erreicht. Bekanntlich wird das gemein-same Budget regelmäßig, nachdem es denMinister-rath passiert hat, nochmals unter Zuziehung der Minister beider Reichshälsten geprüft, und diese Ueberprüsung dürfte schon in den ersten Tagen des April, wenn die ungarischen Minister zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über das Zoll- und Handelsbündnis sich nach Wien begeben, stallfinden. Für die beiderseitigen Finanzminister liegt leider in ihren Landesbudgets ein hinlänglicher Sporn, jeder Vergrößerung der Militärlast sich auf das entschie- Niemand kann alles lehren, und niemand kann alles den ganzen Tag lang lehren. Ich wundere mich gar nicht, daß die Erfolge des Unterricht« durch Gouvernanten im Hause so schlecht sind; ich wundere mich oft, daß fie nicht viel schlechter sind, als sie wirklich sind. In einer Schule, dir vernünftig organisiert ist, fallen diese Uebelstände von selbst weg. Es mag unmöglich sein, Lehrerinnen zu finden, die alles verstehen, aber es ist möglich. Lehrerinnen zu finden, die einen oder zwei Gegenstände gründlich verstehen, welche dieselben nicht nur mit dem Kopf, sondern mit dem Herzen studiert haben, und denen es eine Freude ist, diese Gegenstände zu lehren. Es ist der größte Fehler, nach Lehrerinnen zu suchen, die eine Art von ausgewaschener Allgemeinheit besitzen, und rs ist ein ebenso großer Fehler, jeder Lehrerin eine Klasse zuzuweisen und in dieser sie alles lehren zu lassen. Jede Schule sollte, was die Lehrerinnen betrifft, nichl horizontal» sondern vertical eingetheilt werden, und man sollte nie vergessen, daß man, um die Ansangsgründe zu lehren, um den Grund einer Wissenschaft zu legen, nie einen zu guten Lehrer haben kann. Wenn man nun aber einmal tüchtige Lehrer hat, warum sollte dann Lernen etwas anderes als eine Freude sein? Was ist denn Lernen denste zu widersetzen. Die Vorlage, betreffend die Unterstützung der Flü cht l i n ge aus Bosnien und der Herzegowina, wird indessen jedenfalls an die Delegationen in Form eines SpecialcredileS gelangen. Darüber, daß diese Ausgabe als gemeinsame zu betrachten und nach dem Quotenverhältnifse zwischen beiden ReichShälslen auszutheilen sei, ist das Ministerium einig, und wenn diese Frage nicht aufgeworfen wird, bleibt der Delegation wol nichts übrig, als die Indemnität für die gemachten Ausgaben zu erlheilen. Nach dem „Bolen für Tirol und Vorarlberg" gehen die Klerikalen Tirols mil der Absicht um, eine Deputation an den Kaiser zu entsenden, um das Vorgehen der Landlagsmajoritäl zu rechtfertigen. Sie werden hoffentlich an kompetenter Stelle erfahren, daß die „Pflichlwidrigkeil ihres Benehmens" durch nichts beschönigt oder gerechtfertigt werden kann. Statthalter Gras Taaffe ist übrigens davon abgekommen, die kaiserliche Ordre zur Schließung des Landtages in den einzelnen Gemeindeämtern affigieren zu lassen. Im ungarlichen Reichstage gibt es jetzt fortgesetzt Debatten über die Auslieferung von angeklaglen Deputierten an die Strafgerichte. Kaum daß der Reichstag die Auslieferung des des Meineides angeklaglen Abgeordneten Madarasz verweigert hat, worüber fast die gesammte ungarische Presse dem Reichslage ein ebenso deutliches wie wenig schmeichelhasles Spiegelbild vorhält, hat der Jmmunitätsausschuß aus eine gegen den Abgeord-neten Decani eingelaufene Preßklage dessen Auslieferung beschlossen. Ausland. Die Vorarbeiten zu dem Entwurf über dieAblretungderpreußifchenStaatS-bahnen und des EisenbahnrechtS an das Reich sind, wie man von Berlin berichtet, nun so weit gediehen, daß mit Bestimmtheit anzunehmen ist, die Vorlage werde zu Anfang der nächsten Woche bereits dem Abgeordnetenhause zugehen. Der Wortlaut der Vorlage selbst dürfte ziemlich knapp bemessen sein, dagegen sind es die sehr umfassenden Motive, welche den Schwerpunkt bilden und auch die Verzögerung der Angelegenheit verschuldeten, welche seit fast vollen vier Wochen in dem jetzigen Stadium das Ge-fammtministerium und bezüglich der nähern Ausführung das Handelsministerium beschäftigen. — Von der „Schlüssigkeit" der Motive scheint man in betheiligten Kreisen zu hoffen, daß sie auch aus bisherige Gegner nicht ohne Einfluß bleiben werden. Ueber die parlamentarischen Aussichten des ProjecteS schreibt die „Vojsische Zig.": „Die ganze Fortschrittspartei (vielleicht mil einer vereinzelten Ausnahme) wird gegen das Gesetz stimmen, und ihr wird sich ein nicht unbeträchtlicher für die Kinder anderes als in ein Theater zu gehen, um die wunderbarsten Wunder der Welt zu sehen, in der wir leben? Haben Kinder irgend keine Neu-gierde? Bestürmen sie uns nichl immer mit Aragen? Sind sie nichl verdrießlich, wenn sie nichts zu thun haben? Ich will durchaus nicht sagen, daß es beim Lernen keiner Anstrengung bedarf, aber selbst diese Anstrengung kann ein Vergnüge» werden. Was sind denn alle unsere großen Wissenschaften, Mathematik, Grammatik, Botanik oder irgend eine andere? Sie alle hatten einen sehr einfachen Anfang; ihr Grund wurde von Männern gelegt, die in ihrem Wissen reine Kinder waren. Jede folgende Generation fügte etwas zu, verbesserte etwas, vereinfachte etwas, das Gebäude erhob sich Stock aus Stock, bis endlich die Wissenschaften vor uns stehen wie hohe Thürme, die niemand zu ersteigen imstande zu sein scheint. W^ist denn nun das wahre Unterrichten, als den SWktr Stufe auf Stufe die Wendeltreppe hinaufzlüemn, welche von unten hinaus bi« zur höchsten Spitze führt? Sie wissen, es gibt Thürme, in denen die Stufen so leicht sind, daß man die Ermüdung deS Ersteigen« kaum merkt. Es gibt aber auch andere, wo die Stufen so unregelmäßig, so zerbrochen, so schlüpfrig sind, daß Bruchtheil der national-liberalen Partei anschließen-Zu dieser Opposition lrill dann das Eenlrum mit seinem Anhang, so daß sich das Abgeordnetenhaus in zwei ziemlich gleiche Hälften scheiden wird. Gesetz! aber auch, es gelänge dem Fürsten Bismarck (wie schon so oft), mit Zuhilfenahme seines ganzen persönlichen Einflusses die Vorlage durch den preußischen Landtag durchzudrücken, so hat er erst den kleinern Theil seiner Aufgabe gelöst, da die Mittel» staaten nicht daran denken, bei den Verhandlungen im BundeSrathe ihre bisherige Stellung zu ändern." Speciell die sächsische Regierung scheint daran gehen zu wollen, vor Thorschluß noch selbst die Privat« bahnen in Sachsen zu erwerben; wie von Leipzig gemeldet wird, hat sie der Verwaltung der leipzig-dresdener Bahn einen detaillierten Kausantrag ge. macht. Das Finanzexpose, welches Minghetli der italienischen Kammer vorlegle, ist wahrhaft glänzend. Die Steuereingänge wachse»; das Deficit von 1875, welches auf 77 Millionen veranschlag! war, beträgt nur 28 Millionen; für das laufende Jahr weist Minghetli einen Ueber schuß von 10 Millionen nach und verspricht für 1877 einen Ueberschuß von 15 Millionen. In der Eisenbahnfrage behauptet er. daß die Uebernahme der Südbahnen gar keine Mehrbelastung des Staates, jene der oberitalienischen Bahnen nur eine ron 6 Millionen verursachen werde. Angesichts einer solchen Leistung wird der Sturz de« Ministeriums gerade;» unwahrscheinlich, und wir glauben, daß die Opposition durch das Finanzexposä die besten Hoffnungen verliert. Zur Tagesgeschichte. — » us dem Abgeordnetenhause. Während der letzten 58 Sitzungen hielten die Abgeordneten Kronawetter 38, Lienbacher und Plener je 18, Lrzeczunowicz 16, Neuwirth 15, Alfred Skene, Eduard Lueß und Steudel je 13, Fux 12, Heilsberg und Menger je II, Auspitz, Pflügt und Scharschmid je 10, Herbst, Perger, Zschock, Fürth, Teuschl und Wolsrum jc 9, Fanderlik und Seutter je 8, Beer, Jsbary, Klier, Schönerer, Siegl, Skrzynsli und Walterskirchen je 7, Foregger, Hönigsmann, MieroSzowski, Roser und Ruf; je 6, Dinnberger, GülleriL, Herman, Hofer, Klaii, Meznik, Oelz, Prvmder, Schwab, Sturm, Syz, Tinti und Weigl je 5, Bazant, Brest!, Diustl, löanahl, Brauitsch, nativ?" „Papa ist der Nominativ," antwortete er. „Und wer ist der Accusativ?" fragte ich weiter. „Ich bin der Accusativ," sagte er. „Und was ist meine Hand?" fuhr ich fort. „Der Ablativ," meinte er. „Was," sagte ich, „der Ablativ? Drückt der nicht Entfernung von einem Ort aus? Und ich schlage doch nicht weg von meiner Hand, sondern mit meiner Hand. Meine Hand steht also im Jnstru-menlaliS." Davon wollte er nichts wissen; dies stehe nicht in seiner Grammatik, und so fürs erste muß cs schon beim Ablativ sein Bewenden haben. Beim franzö- gefunden und lauschte mit gespanntester Aufmerksamkeit dem anderthalbstündigen freien Vorträge deS Herrn K. Desch -mann. Derselbe hatte sich zum Borwurse die Fixsterne gewählt, jene leuchtenden Punkte am Himmelsraume, deren Anzahl mit zunehmender Dunkelheit fortwährend sich vergrößert und bei Durchmusterung des Himmels mit bewaff-netem Auge ins Unschätzbare und Unbegreifliche sich vermehrt. Wir geben in folgendem in übersichtlicher Kürze die Gesichtspunkte an, unter deren Anwendung es dem Redner gelang, das schwierige Problem auch für den Laien interessant und populär zu gestalten und ein annähernd vollständiges Bild der großartigen Errungenschaften der astronomischen Wissenschaft zu bieten. Der Vortragende ging von den einsachen HilsSmitieln der astronomischen Beobachtung aus, dem Winkel, dem Kreis und dessen Eintheilung, erläuterte daun die Bestimmung von Entfernungen überhaupt, die der Sterne und Fixsterne insbesondere, erklärte den Begriff der Parallaxe, d. i. des Sehwinkels, in welchem einem in dem Fixsterne befindlichen Auge der über 40 Millionen Meilen große Durchmesser der Erdbahn ober der über 20 Millionen Meilen betragende Halbmesser derselben erscheinen würde; zählte die Fixsterne auf, bei denen cs gelungen, eine wenn auch nur Bruchtheile einer Raumsecunde betragende Parallaxe mit Hilse der vervollkommten Instrumente zu beobachten, folglich ihre wenn auch Billionen von Meilen betragende Entfernung zu messen, gab die Maß-stäbe (Sonnenweite, Sirius- oder Sternweite, Geschwindigkeit des Lichtes u. s. w.) an die Hand, womit wir die Unendlichkeit des Raumes und der Entfernungen unserer Einbildungskraft einigermaßen näher bringen. Redner schloß den ersten Theil seines Vortrages mit dem Hinweise auf die Zugehörigkeit unseres Erbkörpers zum Sonnensystem, welches wieder einem System höherer Ordnung eingeordnet, jenem wimmelnden Sternhausen, der helldämmernd und in linsen-sörmiger Anordnung allnächtlich das Himmelsgewölbe ziert und unter dem Namen der Milchstraße bekannt ist. Der interessanteste Theil des Vortrages, z. B. über Doppelsterne, über die Natur und Beschaffenheit der Fixsterne, die wir mittelst der Entdeckungen der Spectralaaalyse ermitteln können, über Eig nbewegung derselben u. s. w. steht uns noch bevor. (Die hiesige freiwillige Feuerwehr) hat in einer der früheren Generalversammlungen den ehemaligen Bürgermeister der Landeshauptstadt Laibach: Reichs-rathsabgeorvneter, Gemeinderath, Hof- und Gerichtsadvocaten Dr. Joses Suppan als Ehrenmitglied ausgenommen und demselben gestern durch eine Deputation das Diplom überreicht. - (Der steiermärkische Kunstverein) sendet soeben einen seiner Agenten nach Laibach, um hier viele Theilnehmer seines Unternehmens zu gewinnen. Der genannte Verein stellte sich die Ausgabe, den laibacher Platz bei reger Theilnahme mit bedeutenden Kunstwerken zu berücksichtigen. — (Werksschule zu Jdria.) Das Ackerbauministerium hat über Antrag der Bergdirection in Jdria fischen Unterricht finde ich, daß nichts Kindern so viel Spaß machl, als wenn man zuweilen den Vorhang wegzieht und ihnen zeigt, wie Französisch dazu kam, das zu sein, was es ist. So oft ich Kindern :rkläre, wie Futurum im Französischen gemacht wurde, und da« xarlsr iü, ich werde sprechen, ursprünglich „ich sprechen habe" bedeutete, so sehe ich, wie ihre Augen leuchten. Zu Anfang scheint es ihnen komisch, aber sie sehen bald ein, daß es so und nicht ander« gewesen sein kann, und dann vergessen sie e« auch so bald nicht wieder. Oder nehmen Sie Geschichte, nament. lich die älteste Geschichte. Nichts ist so langweilig, als die Namen und Jahreszahlen der alten Könige von Egypten, Babylon, Persien, Phrygien rc. lernen oder lehren zu müssen. Doch geht es nun einmal nicht anders, sei es auch nur, um Kindern eine rich. tige Idee'' von der chronologischen Perspective der alten Welt zu geben. Da möchte ich nun nament. lich den Lehrerinnen, welche diese trockenen Dinge zu behandeln haben, und denen die bloßen Namen und Daten von Amasis, KambyseS, DariuS, Krösus rc. kein Interesse abgewinnen können, den Rath geben, da« Buch zu lesen: „Line egyptische Königstochter", angeordnet, daß von nun an allen aus Jdria und den benachbarten Ortschaften gebürtigen Kindern, auch wenn deren Eltern dem Montanwerke nicht angebören, der Besuch der Schule ohne Entrichtung eines Schulgelde« gestattet wird. Vom zweiten Semester 1876 an entfällt demnach die Einhebung des Schulgeldes. — (Faste »Unterhaltungen im Casino.) Die Reihe der von der Lasino-Direction im Verlaufe der Fastenzeit in Aussicht gestellten Unterhaltungen wird Sonntag den 26. d. M. eröffnet. Es gelangen zwei kleine Lustspiele zur Aufführung, woraus dann getanzt werden soll-Tie Direktion vermied eS absichtlich, den Tanz officiell an--»kündigen, um die Damen zu veranlassen, nicht in Balltoilette zu erscheinen. Eine Ueberrasckung wird den Casino-Mitgliedern bei dieser Gelegenheit geboten werden, welche wir vorläufig noch geheim halten und nur erwähnen wollen, daß dieselbe in etwas ganz apartem besteht und gewiß allseitig die größte Anerkennung finden wird. — (Vom Thierschutzvereine.) Die Filiale Krain des grazer Thierschutzvereines hielt gestern ihre Jahresversammlung ab. Der Filialvorsteher Redacteur Franz Müller erstattete den Geschäfts- und Rechenschaftsbericht für das Jahr 1875. Hiernach wurden folgende Anträge einstimmig angenommen: I. (Antrag Plautz): „Der Z 34 der Filialvereinastatuten sei außer Kraft zu setzen und in der Erwägung, daß die Filiale Krain auch mit der bisherigen Zahl von 215 Mitgliedern ihre Lebensfähigkeit nachgewiesen hat, anstelle des Filialvereines ein selbständiger krainischer Thierschutzverein zu bilden. Die diesfälligen Statuten seien von einem Lomits zu entwerfen und der Entwurf nebst obiger Selbständigkeitsfrage der im Monate April l I. einzuberusenden außerordentlichen Generalversammlung zur Schlußf issung vorzulegen." 2. (Antrag Mihalii): .Der bisherige Filialvereinsausschuß habe bei der in Aussicht stehenden selbständigen Stellung vorläufig bis zur nächsten Generalversammlung in seiner Function zu verbleiben und kann sich ersorderlichensalles zum Zwecke der Berathung deS im Antrage 1 erwähnten Statutenentwurfes durch einige Vereinsmitglieder verstärken." 3. (Antrag Plautz): „ES seien 50 Stück Vögel-Nistkästchen aus Vereinsgelderu anzu-kausen und im Lande Krain zu vertheilen." 4. (Antrag Mihalik): „Es sei bei der andauernden ungünstigen Witterung ein Betrag von 10 fl. au» Vereinsgeldern zum Ankäufe von Vogelfutter zu verwenden und das Ausschuß-Mitglied Johann Müller, wie bisher, mit der Vogel-fütterung zu betrauen." 5. (Antrag des Vorsitzenden): „Der bisherige Filialvereinsausschuß habe sich durch die hiezu bereiterklärenden Vereinsmitglieder MagistratSleiter Mihalik nnd Affecuranzagent Dobrin zu verstärken. 6. (Antrag Mihalik): „Es sei dem Vereinsvorsteher und den Ausschuß» Mitgliedern für ihre Mühewaltung der Dank des Vereines durch Erheben von den Sitzen auszudrücken. Der Vorsteher dankte im eigenen und im Namen deS Ausschusses für diese freundliche Kundgebung, lud die Anwesenden ein, im Interesse des Vereines thätigst wirken und dem Vereine recht viele Mitglieder zusühren zu wollen. wovon eine ziemlich gute Uebersetzung in der Tauch-nitz'schen Sammlung deutscher Schriftsteller erschienen ist. Es ist freilich nur ein Roman, aber ein Roman von einem unserer besten Egyptologen, Professor Ebers, verfaßt, und er zeigt, was wahre Gelehrsamkeit vermag, um selbst solche todte Knochen wieder in« Leben zu rufen. Oder nehmen Sie eine der nützlichsten Naturwissenschaften, namentlich für Mädchen, Botanik. Das bloße Sammeln von Pflanzen, wie das Lernen der Namen wird auch hier nach einiger Zeit ermüdend. Aber auch hier hat man nur von Zeit zu Zeit den Vorhang wegzuziehen und den Kindern die Weisheit zu zeigen, die unter den Lilien des Felde« versteckt liegt, und ihre jungen Herzen werden bald höher schlagen. So können wir Kindern einen Blick in die Werkstatt der Natur verschaffen und ihnen zeigen, daß Weisheit und Poesie walten, wo man e« am wenigsten erwartet hätte. Wir können eS dahin bringen, daß sie, was sie zu lernen haben, nicht nur mit dem Kopfe, sondern auch mit dem Herzen lernen, und davon hängt alle« ab. Ich kann also schließlich nur noch sagen, daß ich den Hochschulen für Mädchen den besten Fortgang wünsche." — (Lin unfreiwilliger Passagier.) Gestern mittag» passierte der Jnsurgentenchef auS der Herze-gowina LjubobratiL Laibach. Derselbe sollte SamStag «it dem Lloyddampser „Messina" in Trieft eintrefsen, wo dar dortige Herzegowiner Comile Vorbereitungen zu einem demonstrativen Empfange getroffen batte. Wie eS heißt, wurde demselben diese Freude verdorben, indem ein von der riegierung beorderter kleiner Dampfer dem „Messina" ent-gegeneilte, t'jubobratic und Genossen ausnahui und nach Miramare transportierte, von wo dieselben nach der Süd-bahnstation Grignano gebracht wurden. Ljubobratic soll sich dem Weitertransporte per Eisenbahn allen Ernstes wider-setzt haben und mit Anwendung von Gewalt in den Waggon besördert worden sein. Demselben wird Linz als Aufenthaltsort sltr die Dauer seiner Internierung in Oesterreich angewiesen. Die Holländerin Markus und die italienische» Begleiter wurden in ihre bezügliche Heimat befördert. — (Theater-Repertoire.) Wir hatten imVer-lanse des vorigen Sommers Gelegenheit, aus dem in der „Laibacher Zeitung" enthaltenen Feuilleton „Die Waise" eine re'chtalentierte heimische Schriftstellerin unter dem Namen „Harriet" kennen zu lernen. Heute tritt diese junge Schriftstellerin mit dem sünsaeligen Schauspiele „Alma, die Blume des Gebirges" vor unser Publikum. Möge auch dieses dramatische Erstlingswerk von dem hiesigen theater-freundlichen Publikum günstig ausgenommen werden. Es gilt, ein vielversprechendes heimatliches Talent zu weiterer geistiger Arbeit auszumuntern — Zum Vortbeile der geschätzten Opereitenjängerin Fräulein Allegri geht morgen zum letztenmale die komische Oper „Javotte" über unsere Bühne. Fräulein Allegri, eine glückliche Acquisitio» unserer thätigen Theaterleitung, erwies sich bisher als eine sehr verwendbare Sängerin, die jederzeit mit Humor und Leben, in hübschen und eleganten Formen austrat und die Aufführung mehrerer Operetten ermöglichte. Wir wünschen der Beneficiantin ein volles HauS. — (LandschastlicheS Theater.) Samstag ging zum Vortheile des um unser Bühnenwesen vielver-Sienten Schauspielers und Regisseurs Hrn. Frederigk daS süusactige Schauspiel: „SonnenselS, der Mann ohne Vornrtheil" von Sacher-Masoch in Scene. Die Talente veS Beneficianten, sowie auch die vielfachen Verdienste, die sich derselbe in dem zur Neige gehenden Theaterjabreerworben, werden allseitig anerkannt, so daß wir es fast für übe, flüssig erachten, derselbe» noch des weileren Erwähnung zu thun. Daß trotz alledem Hr Frederigk kein derartig volles Haus, wie er sich's ivol gewünscht haben mochte, gesunden, mag derselbe wol nur dem äußerst ungünstigen Weller zur Last legen. Die Wahl des Stückes, daS wir vor vielen Jahren bei uns bereits einmal zu hören bekamen, ist wol nur in-sosern zu begreisen, als Hr. Frederigk in demselben eine seinen Fähigkeiten ganz entsprechende Beschäftigung fand, während es uns sonst scheint, als ob unser Publikum sür derlei tendenziöse und doch mehr oder weniger abgestandene Prodncte unserer Bühnendichter nicht absonderlich viel Sympathien an den Tag legte. Doch können wir mit der Ausführung des Stückes im großen und ganzen recht zusrieden sein. Machten auch die Personalverhältnisse unserer Bühne einige Streichungen nothwendig, wie dies namentlich mit der Partie der Gräfin „Fux" geschah, so erzielte die Vorstel-lung, soweit es eben das Stück selbst znläßt, einen recht hübschen Erfolg. Außer Hrn. Frederigk, der bei seinem Erscheinen mit anhaltenden Veifallsbezeugnngen begrüßt wurde waren es namentlich Frl. Thaller (Elisa von Budowa) und Hr. Berla (Erzherzog Joses), die mit viel Feuer und Wesühl in Sceue traten; erstere brachte ihre Gefühle gegenüber Sonnenfels aus die gemüthreichsle Weise zum Ausdruck und erntete wiederholt Beisall. Mit viel Würde und Ma-jestät wußte Frl. Cvrbach (Maria Theresia) aufzutreten, tra aber auch den herzlichen häuslichen Ton auf das beste. Eine klassische Maske bot Herr Thaller als „Pater Maus", wo mit er den Aesuitlsinus trefflich lennzeichnete. Sämmtliche hervorragende Darsteller wurden wiederholt mit Beisall aus gezeichnet — Die am Freitag aus allgemeines Verlange» zur Wiederholung gebrachte Posse: „Gretchens Polterabend" zog zwar nur ein kleines Publikum an, wurde jedoch namentlich vonseite des Frl. Tballer und der Hrn. Thaller und Steinberger auf das lebhafteste abgespielt. Witterung. Laibxch. 20. März., Trübe, abwechselnd dünner Schneesall NNW. mäßig. Temperatur: morgenS 7 lllir — 2 6", nachmittags 2 tliir - 0 2° 0. (1875, 50«; 1874 -s- 12 6" 0.) Barometer 729 07 ww. Das vorgestrige TageSmütel der Temperatur -s-2 3', das gestrige — 0 4°; beziehungsweise uni 12" und 4 0° unter dem Normale; der vorgestrige Niederschlag 37 35 mm., der gestrige 0 80 mw. Schnee. Angekommene Fremde am 20. März. Hotel Stadt Wie«. Eckersdorf, Hamburg. — Braune, Privat und Stampsel, Gottschee. — Büchler, Asm., Linz. — Maier, Pauline, Private, Kärnten. — Böckl, Feistriz. — Prautuer, Studierender, Graz. — Hoser, Bozen. — Lehmann, Kfm., München. — Fasol, Buchdrucker, Wien. Hotel Elefant- Petarini, Triest. Preißl, Mailand. — nilly, Graz. — Lepaj und Löve, Wien. — Hince, Pla-Sina. — Princ, Jnnerkrain. Hotel Europa. Limolo, Privat, Triest. — Den, Bezirks. richter, Marburg verstorbene. Den 17. März. Anton Pisek, Arbeiter, 48 I., Eivilspital, Gtickfluß. — Matthäus Mauc, Hübler, 66 I., Eivilspital, Bluleiilmischung. — Maria Filapik, Arbeiterin, 64 I, Eivilspital, allgemeine Wassersucht. Den >8. März. Josef Schuster, Pens. Magistratsdiener, 57 I., Stadt Nr. 26, Struma. Den 19. März. Josesa Pelrit, KanzleidienerSkind, 3 Monate, St. Petersvorstadt Nr. 96, Fraisen. — Karo-llna Wochinz, k. k. Zahlmeisterswüwen - Tochter, 15 I., Polanavorstadt Nr. 74, Luugeiituberculose. Lebensmittel-Preise in Laibach a,» 18. März. Weizen 8 fl. 61 kr, Ksrn 5 fl. 69 kr., Gerste 4 fl. 10 tr., Hafer 3 st. 57 lr., Buchweizen 5 fl. 37 kr.. Hirse 4 fl. 39 kr., Kukurutz 4 fl. 88 kr. pr. Hektoliter; Erdäpfel 3 fl. 60 kr. pr. 100 Kilogramm; Fisole» 7 fl. 50 kr. per Hektoliter; SUndschnialz l fl. — kr., Schweinfell 82 kr., Speck, frischer, 68 kr., Speck, geselchter, 75 kr., Butter 80 kr. per Kilogramm; Eier 1'/, lr. per Stück; Milch 8 kr. per Liter; Rindfleisch 46 kr., Kalbfleisch 42 kr., Schweinfleisch 52 kr. per Kilogramm; Heu 3 fl. 30 kr , Stroh 2 fl. 60 lr. per 100 Kilogramm; hartes Holz 9 fl. - kr., weiches Holz 6 fl. kr. pr. vier O.-Meter ; Wein, rother 22 fl. 50 kr., weißer 20 fl. pr. 100 Liler.______ Neuester wiener Marktbericht. In Baumwollgarn, n wenig Geschäft, nach Lammfellen lebhafte Nachfrage, >n Kalbfelle» lein Umsatz, nach Pfeffer Nachfrage, in Ochsenhäiiten beschränkter Verkehr, nach Honig schwache Nachfrage, in Hörnern flauer Verkehr, in Kaffee Stimmung sehr fest, Geschäftsgang in fertigem Leder ruhig, bei Sohlenleder Preise rückgängig, sür Schafwolle niedere Anbote, in Soda mäßige Umsätze, in Spiritus beschränkter Verkehr bei walten Preisen, stiller Umsatz in Spodium, in Südfrüchten feste Tendenz; Kauflust sür Zucker flau, schwache Umsätze, Exportgeschäft ruhig, für Raffinaden billigere Preise; in Rindvieh bedemeiide Vorrälhe, in Borstenvieh guter Ver> kehr, in frischem Gemüse und Eiern starke Zufuhre» auS dem Südeu bei weichenden Preisen; in Mehlsorten günstige Tendenz, lebbaltes Frühjahrgeschäsl; in Heu, Stroh und Holz reger Verkehr; Weizen höher noliert, Korn lebhaft be gehrt bei vollen Preisen, ur Gerste wenig Vorrath bei höheren Preisen, Mais eben auch höher bezahlt, sür Hafer geringere Anbote, jedoch bei unbedeutenden Zufuhren Preissteigerung zu erwarte».___________________________________________ Lottoziehung vom 18. März. Wien: 19 13 11 55 73. Graz: 17 45 42 59. Lheater. Morgen: Zum Vortheile der Operetlensängkrin Allegri. Javotre Komische Operette in von Emil Jonas._______________________________ Fräulein 3 Acten Für die so vielseitig bewiesene Theilnahme am Krankenlager und Leichenbegängnisse ihrer iniligstgeliedten unvergeßlichen Mutter, der Frau JoseMe Schlaffer sagen hiermit den »--sgesilhltei, Dank die trauernden Hinterbliebenen. Wacher Casliummii. Ma» beebrt sich den p. t. Vereinsmilglieder» bekannt zu geben, daß Tountag den 2«. Mürz d I. in den Vereinslokalitäten die erste diesjährige Fastenunterhall,>ng stattfindet. Programm. 1. Aufführung zweier Lustspiele. 2. Musik. Anfang 8 Uhr. Die Galerie bleibt an diesem Abende geschlossen. i Die Direktion. Zur Beachtung. Ich warne hiermit jedermann, aus meinen Namen, sei es wem immer, Geld oder Ware zu borgen, da ich in keinem Falle Zahler sein werde. (160 2—1 Wilhelm Treu. l?ll6UMa1l8MU8-H6ltl6I' ;nr Behebung von Lchmerzen aller Art, ob acut oder chronisch. Dieser Aether ist das beste, reellste und sicherste bis nun bekannte Mittel gegen Rheumatismus (Gliederreißen, Hexen-fchnß), Gicht, jede Art Lähmung in den Hände» und Füßen, Seitenstechen rc. Sehr häufig behebt er genannte Leiden fchon nach einmaligem Gebrauch vollkommen. -- Preis eines großen Flacon sammt Anweisung l st., eines kleinen Flacon sammt Anweisung 40 kr. Die geringste Postsendung sind entweder I großes oder 2 kleine Flacons, «ei Postsendungen entfallen sür Emballage und Stempel noch 20 kr. Cenlral-Verseuduiigs-Depot silr die ganze Monarchie: Graz, des Vsnii. 1>nkülrr>, Sackstraße Nr. 4. Depot sürKrain: Laibach: Vidoi' v. 1>nltül!r>, Apotheker „zum golb. Einhorn" Hauptplatz Sir. 4. Rndolss-werth: vom. NIrroll, Apotheker.___________ll29) 15 4 Guter Verdienst. Junge Leute, welche gewandt im Verkehre mit dem Publikum sind, werden zum Sammeln von Pränumeranten auf con-cnrrenzsreie Druckschriften ausgenommen. Offerte Still L. 121 an Uuä. Nossen Aunoncen-Exped. in Wien. (I5l) 2-2 Telegramme. Rom, l9. Marz. Nachdem in der gestrige» Kammersitzuiig Minghctti's Antrag: die Debatte über die von Morana bezüglich der Mahlsteuer vor-geschlagene Tagesordnung möge bis zur Beraihung der Bahntückkaufsfrage verschoben werden, mit 242 gegen 181 Slimmei> abgeiehnt worden, demissionierte das Rabiner. Es wird versichert, Depretis sei mit der CabinclSbildung beauftragl. Wiener Börse vom 19. März. ÄtLLtskouci». j «clb War^ I^ÄVÜdrtsko. Geld! Ware sperc. Rente, iift.Pav.! 67 4:> «7-k«, dto. dt», oft. in -Silb. 71 SO 71 «0 2»se von 1854 . . . .105' »> «'-- «ose von 1880, iil'- iriü» >!ole von 18M, günst. rr» ü« II!« — Präiniensch. o. . ISI.S5 ISi 75 Eiebenbürg. Ungarn 76- 7üd 76' 7ü'4l, Danksagung. Tief gerührt kur» die vielseitig bewiesene Theilnahme bei dem Verluste unseres innigst, geliebten einzigen SobneS, sowie sür die liebe-volle Begleitung bei dem LeicheiibegängM'e sprechen allen Verwandle», Freunden nnd Bekannten den herzlichsten und tiefgefühlteste» Dank aus Vincenz und Maria Mally. Krainburg, 19. März 1876. Lnglo-Lank 73 60 7» 80 «Kreditanstalt 165 40 165 60 D-vofitenbank.... LScompte-Anstalt . . 675— 685'- «franco-Bank . . . . 25 - 26 - Handelsbank 5^ — 5.2 50 ^aüonalbank . . . . 838- VOV Oest. Bankgesells. . Union-Bank 66 25 66 50 BerkehrSbank. ... 75.50 76'- Mföld-Babn . . , . Karl Ludwigbahn . . Kais. Elis.-Badn . . 192 50 IS3 - 158 ?5 158 75 Kais. Kr. JosesSb . . 137 - 1i8'- StaatSbahn 280.50 281-50 Südbabn >04 50 101 75 A»n- oft. Bod.-Üredit. Ivr-- t«I-Lb dto. in SS I..........«9 S0 75 Nation, ö. W »s ps, 87->!5 Ung. Bod.-Lreditanft M io rriorttLto-vdl. Frinz Joses«-!vav>. . »8- 81-iü Oe». Nordweftbabn . «o 75 81— Sievenbiirzer . . . .' —65'— Slaalsbabi,............1«5 50 146-- Südb.-Gel.zu SU» Fr. ivv S^1«,S'50 dio. Bo»» i —! — I,o«v Credit - Lose IUS !>»>18Z 75 Rudolfs - Lose .... is 5« I«-- (3M°n.) ÄugSb.Ittoft.llldb.W. 56L0 56SL Franks. Ivc Marl . .! S0 LS b« «u -Hamburg „ ^ ! 56 25 L6 40 London 10 Pfd. Slerl. Hk> 45 115 80 Pari- 100 Franc- . . 45 75, 45 85 vliuLrvQ. Kais. Münz-Ducaten LO-FrancSstück .... Preutz. Kassenscheine . Silber . 5 43 5 44 « S5»/, V'26»/, 56 bO >5tz'i»0 103 85 104'— Telegraphischer C-ursb>>richt am 20. März. Papier-Renle 6740 — Silber-Rente 71 35 1»6i^er Ztaats-Lnlehen 111 —. Bankacrien 897. Lredit l66 30 — London N5 55. — MIber >03 35 K. k. Münz- tncaren 5>'44. Stücke A-SK. - IN" Reich?» ! mark 56.8>>. Druck v-)« Jg. v. jNeinmsvr ck tzed. vawterij Lerleger Oltomar Bamderg Aür die diedaction verantwortlich: Franz Spitaler.