^265. Montag, 2l. Novembti 1898.__________________Jahrgang 117. kaibllcher Zeitnnll. '^^/'' 2b!ül>^.^°s^^sendung: ganzjühlla fl. lö. halbjährig fl. 7 50. Im 2°mpt°lr: ^^^!»«l« b M"g ,l. ö üu. Für die yustellung !,,» Haus ganzjährig ,l. 1. - Insertionsneblir. Für '^^^^^// ^ Zellen 2b li,, «rohere per Zeile N rr,,- bel «fteren Wiebelholungen per Zeile 3 lr. Die «Laib. Ztg.» erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn» und Feiertage. Die Nbmlnlftratton befindet sich Vongiessplah Nr. 2, dle Redaction Varmherzigergasse Nr. l5. Sprechstunde» der Redaction von 8 bis n Uhr dor» mittag«. Unfrankierte Äriese werbe» nicht angenommen, Manuscript? nicht zurückgestellt. ^ Amtlicher Theil. Üü^ft unt^ I' Apostolische Majestät haben mit 2 beurlm.?"chnetem Diplome dem mit Wartest von A" Obersten des Uhlanen-Regiments Adelst ". ^?mberg Nr. 8 Adalbert Redlich ^iO, "" dem Prädicate Rede nsbruck U" zu verleihen geruht. !^t u,^b.k. Apostolische Majestät haben mit ^ ^lie.zn ^^elchnetem Diplome dem Major des °" >r3"^ ^ ^"' ^ ^'"" °ii ?l Pr°? Adelstand nüt dem Ehrenworte Edler ' ^n geiM "^ Konradhaus allergnädigst zu 'Oft ^eilie k —'------------------- ^ü> ^ster '/'.'? k- Apostolische Majestät haben mit V°frach° . > ßung ""'" ^^' November d. I. ^ ^cho. Obersten Gerichtshofes Dr. Robert 5?^ liiert ^" n Liebingen aus Anlass der lG "l'd l5i ^ "l den dauernden Ruhestand den ^zu w!'.?" eines Senatspräsidenten aller- "leihen geruht. Ruberm. p. N^r'^k, Apostolische ^^s^ ^^ „.it ^llei ^W l^. 'chlleßung vom 12. November d. I. ^"lch F ^statten geruht, dass dem mit dem j^teil La >5 ^ eines Oberlandesgerichtsrathes ^ ^ G o c ' ^gerichtsrathe in Wiener - Neustadt V" bleibt ""lässlich der erbetenen Versetzung ^ °u a'3^uhestand für seine vieljährige, """a?'chnete Dienstleistung die Allerhöchste , . , ^ "usge,p,uchm w rde ,^r?lNe t —----------- ^Mer'^7 k. Apostolische Majestät haben mit vom 11. November d. I. 'X/bichl "" Ministerium des Innern Emanuel !>t '^iii ^ aus Anlass der erbetenen Ver- ^ln. ^ljiih^^uernden Ruhestand, in Anerkennung ^Hden I.^'!- vulltommen erfprießlicheil Dienst- Vcht ^"^ und Charakter eines Oberbaurathes ^axe allergnädigst zu verleihen geruht. ^,k------------- Thunm.p. ^ M^r E^k- Apostolische Majestät haben mit ^ ^lihtss "Mlleßung vom 12. November d. I. V>td ^ f?ar des Landesgerichtes in Wien >? Ker^," von Feyrer anlässlich der ^z l Tit, 2 " den bleibenden Ruhestand "ller^^! und Charakter eines Landesgerichts- W zu verleihen geruht. ^^-^^ Ruber w. ^. Der Ministerpräsident hat den Kanzlei-Official im Ministerium für Cultus und Unterricht Leopold Walter zum Hilfsämter-Directions-Adjuncten im Ministerraths-Präsidium ernannt. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Ministerial-Vicesecretär Dr. Franz Krappel zum Ministerial-Sccretär und den Ministerial-Concipisten Otto Mefensty zum Ministerial-Vicesecretär im Ministerium für Cultus und Unterricht ernannt. Der Ackerbauminister hat die Forstassistenten Hermann Teich gräber, Gustav Stie bock, Josef Reicht, Karl Iaconcig und Julius Kolarsly zu Forst- und Domänen-Verwaltern, dann die Forsteleven Johann von Cuparenco, Friedrich C h a r -bula, Emil Figala, Franz Petter, Franz Hoffmann und Franz Patzak zu Forstassistenten ernannt. _________ Den 1«, November 1888 wurde in der l. l. Hof« und Staats« druckerei das ^.X. Stück der polnische», das I^XII. Stück der slovenischen und kroatischen, das l^Xill. Stück der ruthenischen, das I^XlV. und I^XV. Stück der polnischen und kroatischen und das I.XVI. Stück der slovenischen Ausgabe des Neichsgesehblattes ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Frankreich und England. Man schreibt der «P. C.» aus Petersburg: So unangenehm auch in Rufsland die diplomatische Niederlage empfunden wurde, die Frankreich in der Faschoda-Frage erlitten, hat doch die friedliche Löfung diefer Angelegenheit die öffentliche Meinung mit lebhafter Genugthuung erfüllt. Die russische Presse fährt fort, einhellig die kluge Zurückhaltung der französischen Regierung zu billigen, sowie den Takt, mit welchem die Kannner und die französischen Journale es vermieden haben, der Regierung hierin Schwierigkeiten zu bereiten. In den amtlichen Petersburger Kreisen stimmt man dieser Billigung zu, und wie nach Mittheilungen von competenter Seite versichert werden kann, hat das Pariser Cabinet von der Petersburger Regierung überdies Rathschläge und Winke erhalten, die leinen Zweifel aufkommen lafsen tonnten über die günstige Beurtheilung, welche eine Lösung, wie sie thatsächlich gewählt wurde, seitens der russischen Regierung erfahren würde. Der Wunsch des Petersburger Cabinets, den Conflict friedlich beigelegt zu sehen, war eingegeben von der Sorge um die Sicherheit Frankreichs und dessen Inter- essen, sowie von der Befürchtung, dass im Falle des Ausbruches eines Krieges zwischen Frankreich und England ganz Europa in einen allgemeinen Kampf hineingetrieben werden könnte. Es ist hier überdies die Meinung vorherrschend, dass durch Fragen der Colonial« Politik viel weniger als durch alle anderen die Würde und die nationale Eigenliebe der verschiedenen Länder betroffen werden. Die russische Regierung selbst hat jüngst einen sachlichen Beweis für diese Auffassung geliefert, indem sie Korea aufgegeben hat, um in keinen Conflict mit Japan zu gerathen, wobei sie sich wohl darauf berufen kann, dass dieser Verzicht weder ihr Ansehen im äußersten Osten beeinträchtigt noch sie gehindert hat, bald darauf sich einen beträchtlichen Ersatz zu verschaffen, indem sie auf der Halbinsel Liaotong, in Port-Arthur und Talienwan, festen Fuß gefasst hat. Die französische Negierung habe sonach nur das Beispiel Russlands befolgt, das sich selbst angesichts viel weniger drohender und ernster Gefahren aus Korea zurückzog, als jene waren, denen Frankreich in der Faschoda-Affaire ausgesetzt gewesen wäre. Da aber die englischen Rüstuugen trotzdem fort« gesetzt werden, hegte man hier die Besorgnis, dass vielleicht noch weitere Forderungen an Frankreich gestellt werden könnten, welche jede Verständigung unmöglich machen würden. Deshalb hat man in Petersburg mit Ungeduld die Erklärungen erwartet, die Lord Salisbury in Guildhall abgeben wollte. Man sah es als wahrscheinlich voraus, dass er die Absicht der englischen Regierung kundgeben werde, in kurzer Frist das englische Protectorat über Egypten zu verkünden. Da ein solcher Act von Seite anderer europäischer Mächte Widerspruch erregen könnte, so hätte man durch den Hinweis hierauf die gewaltigen Rüstungen der englischen Admiralität begründen können. Allein die Rede des Leiters der auswärtigen Politik Englands war viel friedlicher, als man erwartet hatte, und mit großer Befriedigung hat man es vernommen, dass er die Pläne, welche ihm die öffentliche Meinung bezüglich Egyptens zugefchrieben hatte, in Abrede stellte. Nichtsdestoweniger hat die Rede die öffentliche Meinung in Russland doch nicht vollständig beruhigt, denn man ist überzeugt, dass England gegenwärtig von keiner europäischen Macht bedroht ist, und findet daher die Motivierung der englischen Rüstungen mit den Gefahren, denen es angeblich ausgefetzt sei, nicht einleuchtend. Man nimmt infolge dessen an, dass es für diefe Rüstungen ernste Gründe geben müsse, die Lord Salisbury ans Vorsicht verschweigen zu sollen glaubte. Man Feuilleton. /t Lebensretter. ^'Wischen von Dagm. Romanow. 5»t 2- II. Es lag auf der Hand, er !^ t?, 'hu a " bie Seine stürzen. Was nun? !?ill> 'krt l>A"z umsonst gerettet, umsonst mein ^>^aui "'^ Und sollte ich gewissermaßen ^ >.^ ' der?°rd. Ueberdies darf man leinen ^'>"N „,e" Tod fucht, zum Weiterleben !^bas"lan nicht willens und imstande ist, "htz "lch itw, >H" in den Tod getrieben, hinfort ^ v^' ^ven nach Kräften angenehm ^tehen^ 'Hl' erklärte ich dem bereits an ^b l>>>w s"' «Die'20.000 Francs sollen zu U'te da^ Nehen.. G'tO als 3"en wir noch nicht quitt. Ich auftreten und bei der ^i° '^ de/« ? "nes Brautvaters übernehmen. Schaft.^ette Vater des Bräutigams? In "l" es mir natürlich zu, das Diner im Restaurant, den Hochzeitsball und die Wagen zu bezahlen. Endlich glaubte ich mich aller Verpflichtungen ledig, doch am Tage nach der Hochzelt geruhte Thomas mir folgende Erklärung zu machen: «Mein theurer Wohlthäter, ,ch habe das Ver-anügen, Ihnen mitzutheilen, dass meine Frau und ich auf eine Hochzeitsreise verzichtet haben.» «So? Warum denn?» «Weil es uns schmerzlich wäre, Sie zu verlassen. Sie sotten nicht glauben, dass Sie es mit Undankbaren lu thun haben. Ihnen allein schulden wir unser Glück, und es ist daher nur recht und billig, Sie daran tlieilnchmen zu lassen. Fortan wollen wir uns vollständig Ihnen widmen, über Ihr theures Dasciu wachen und Ihnen unablässige Beweise unserer Er-aebenheit und Liebe geben. Und da Sie gewöhnt stnd, vom März an auf dem Lande zu leben, werden wir Sie bealciten nnd uns in Ihrem Hanse installieren. Auf diese Weise können Sie dann das holde Schau-wiel unseres Honigmonds mitgemeßcn.» " M war ein wenig bestürzt und wollte e.ne Bemerkung wagen, doch in einem Tone, der ke.nen Em- ''"".O'°''D2warleir'^,. Sie »°r.ch. ,ms Neckte Nach allem, was Sie an uns gethan haben, Aimn wir cs nicht zugeben, dass Sie sich unserer wohlverdienten Liebe zu entziehen suchen.» . Wir siedelten nach Raincy über, woselbst lch cme reizende, wenn auch etwas kleine Villa besitze. Natürlich trat ich dein jungen Paare die schönsten Zimmer ab und begnügte mich mit einer Wohnung im zweiten Stock, und kam es zuweilen vor, dass ich mich im nächsten Gasthaus einquartieren musste, da der vortreffliche Thomas keine Gelegenheit versäumte, seine Freunde oder Schwiegereltern einzuladen. Er behauptete, das geschehe lediglich um meinetwillen, um mir Zerstreuung zu verschaffen. Der brave Junge! Ich muss gestehen, dass er sich mir gegenüber äußerst zuvorkommend zeigte. Er nahm mir alle Sorgen ab: er commandierte die Dienerschaft und führte meine Casse, deren Schlüssel er übernommen. Danl seiner Fürsorge konnte ich ganz meiner Gemüthlichkeit leben — und leben lassen. Er hatte mir oft zu verstehen gegeben, dass ich eines Tages einen glänzenden Beweis seiner Erkenntlichkeit erhalten würde. Gespannt harrte ich d?s verheißenden Ereignisses. Da kommt er eines Tages vergnügt in mein Zimmer, fällt mir um den Hals und ruft: «O, mein bester Wohlthäter, wie glücklich will ich Sie machen! Wie dankbar werden Sie mir sein!» Ich fah ihn verständnislos an. «Zwillinge! Welch' unverhoffte Freude! Meine Frau hat einem Zwillingspaar das Leben geschenkt. Nun können Sie unmöglich sagen, dass wir nicht an Sie gedacht hätten. Ihrem Glück fehlte nichts als ein paar liebende Kinder; danl uns ist diesem Mangel abgeholfen und Sie sind vollkommen befriedigt.» Laibacher Zeitung Nr. 265. 2138 21. Novemw^-^ vermuthet, dass England etwa gerüstet sein will, um im Bedarfsfalle zu Gunsten Chinas eine Schutzpolitit verfolgen zu können, die sich naturgemäß gegen Russland und Frankreich richten würde. Man hegt auch den Verdacht, dass England das enge Einverllehmen mit den Vereinigten Staaten, das Lord Salisbury verkündet hat, vielleicht ausnützen konnte, um gegen Zusicherung eines Antheiles an der Beute die Vereinigten Staaten bei der Aneignung der Philippinen-Inselgruppe zu unterstützen. Weder die eine noch die andere der angedeutete» Eventualitäten könnte zur Befestigung des Friedens beitragen, und daran liegt es, dass die Guildhall-Nede, die in gewissen Ve-ziehungen die russische öffentliche Meinung beruhigte, anderseits doch wieder eine Besorgnis hervorruft, welche den ursprünglichen wohlthuenden Eindruck der günstigen Lösung der Faschoda - Frage abschwächt. Die Folge davon ist, dass man in allen politischen Kreisen Russlands die Meinung hegt, man müsse jetzt mehr als je mit großer Wachsamkeit alle Actionen Englands, insbesondere aber im Gebiete des äußersten Ostens, verfolgen.______________________________________ Politische Uebersicht. Laib ach, 19. November. Der volkswirtschaftliche Ausschuss hielt eine Sitzung, in welcher zu Referenten bestellt wurden: für das Uebereinkommen zwischen Oesterreich. Ungaru und Italien, betreffend die wechselseitige unentgeltliche Unterstützung mittelloser Kranker, der Abg. Ritler v. Vukovic' und für den Handels«- und Schifffahrtsvertrag der österreichisch-ungarischen Monarchie mit Japan der Abg. Dr. R. v. Kozlowsti. Gelegentlich der Zuweisung des Handels- und Schiffahrtsvertrages mit I«pan an einen Referenten verwies der Handels-miuister Freiherr v. Dipauli darauf, dafs die ehebaldige Ratification diefes Vertrages eine dringende Nothwendigkeit sei, um diesen Theil des ostasiatischen Absatzgebietes unserem Exporte zu sichern. Die von allen Seiten und mit Recht intentionierte Förderung unserer Ausfuhr, welcher der Minister nicht bloß seine vollste Sympathie, sondern auch seine thatkräftige Unterstützung voll widmen möchte, erheische es, dass dieser Vertrag ehestens ftnalisiert werde. Er richtet im Namen der österreichischen Industrie und des österreichischen Handels einen warmen Appell an den Ausschuss, mit größter Beschleunigung für die recht« zeitige parlamentarische Fertigstellung eintreten zu wollen. Die social-politische Section des Czechen clubs hielt eine Sitzung ab, in welcher beschlossen wurde, gemeinschaftlich mit dem Polenclub bei dem Grafen Thun als Minister des Innern eine Action zu dem Zwecke einzuleiten, damit die in ihren Grundzügen bereits fertige Gefehesvorlage, betreffend die obligatorische Penslonsversicheruug der Privatbeamten, thunlichst bald dem Hause unterbreitet werde. Die Vorgänge im ungarischen Abgeordneten!) a use bilden den Gegenstand ernster Erörterungen in der Wiener Presse. Das «Fremdenblatt» ist der Meinung, dass die Opposition in der Noth, wie sie das volle Fiasco ihrer Obstructiouscampagne verbergen könne, mit der Krast der Verzweiflung nach der Hentzidenkmal-Affaire gegriffen habe. In dieser neuen Campagne habe sie jedoch nicht jene Ritterlichkeit bewiesen, die zu den sprichwörtlichen Eigenschaften des magyarischen Voltes zählt. Die von ihr gegen den Kriegsminister erhobenen Anklagen grenzen oft an Besinnungslosigkeit. Denn kühl und objectiv gelesen, enthalte das Schreiben des Kriegsministers nichts, was dem ungarischen Nationalgefühle näher trete. Er werde nur den Soldatentugendeu gerecht, die überall geehrt werden. Es liege der Schluss nahe, dass die Opposition nicht das Denkmal, sondern den Ministerpräsidenten beseitigen wollte. Das «Fremdenblatt' schließt mit dem Appell, «dass der ungarische Chauvinismus aufhöre, in der Vergangenheit zu wühlen, dass er Gefühle respectiere, die in Oesterreich hochgehalten werden und deren Verletzung bei uns empfindliche Saiten berühren muss.» Auf Grund des deutschen Flottengesetzes vom 10. April d. I. entfallen für jedes der Jahre 1899 bis 1903 durchschnittlich 61,077.600 Mark für Schiffsbauteu und Armierungen und 8,841.670 Mark für fonstige einmalige Ausgaben. Für das Jahr 1899 sollen indessen nicht die vollen Betrage zur Verweil« dung kommen, indem für Schiffsbauteu und Armierungen nur 56,655.000 Mark, für sonstige einmalige Aufwendungen nur 7,840.500 Mark in Anspruch genommen werden. Wie man aus Rom meldet, hat die griechische Regierung ihren Gesandten in Rom, Con-duriotis, und den gewesenen Finanzminister, Professor Streit, mit der Vertretung Griechenlands in der Conferenz gegen den Anarchismus betraut. Aus London wird gemeldet: Die «Times» drücken in einem Leitartikel ihre Genugthuung über die in der deutschen Presse beginnende Anerkennung aus, dass der Gedanke Chamberlains, dass trotz der Nebenbuhlerschaft im Handel die fundamentalen Interessen und die Gleichheit der Ziele England und Deutschland in der großen Bewegung der Menschheit Seite an Seite stellen sollten, etwas für sich hat. England habe keine beständigen Streitfragen mit Deutschland und es liege kein Grund vor, weshalb ihre Interessen in Europa zusammenstoßen sollten. Auf colonialcm Gebiete könne fich England nicht über eine Politik der Nadelstiche von Seite Deutschlands beklagen, dessen Politik immer positiver und offenkundiger auf die legitime Verfolgung von Interessen gegründet war als diejenige Frankreichs gewesen ist. England habe hinsichtlich Deutschlands keinen Wunsch auf irgend einen Austausch von Diensten, wohl aber auf eine namhafte Freundschast, gegründet auf gegenseitige Achtung und auf die Entwickelung, welche sich auf einer von gegenseitigen Interessen und der Gemeinsamkeit der Ziele vorgeschriebenen Linie bewegt. In China macht das englisch-deutsche Zusammenwirken einen befriedigenden Anfang in der Gestalt eines Handels- und Finanzbündnisses zwischen bedeutenden englischen und deutschen Firmen. Nach einer aus Petersburg zugehenden Meldung ist der Zusammentritt der Abrüstuugs-conferenz für die zweite Hälfte des Februar in Aussicht genommen. Ende December oder etwas später dürften die Einladungen behufs Theilnahme an der Conferenz an die Mächte versendet werden. Nach einer aus London zugehenden Meldung sollen die vier Kreta occupierenden Mächte geneigt sein, einen Betrag von vier Millionen Francs für die ersteu dringendsten Ausgaben, welche dle Einrichtung der autonomen Verwaltung auf der Iusel erfordert, vorzuschießen. -----------------------s sl oll ' Wie aus Athen berichtet wird, ^„sB" erwähnte Bericht des Thronfolgers P^'i ^„M über den Verlauf des Krieges in TMU" ^ nachdem General Smolensk«, der sm) " ^ minister der Veröffentlichung des Ve"a)^ ^M hatte, aus dem Cabinet Zainns b" „ ^le? struierung geschieden ist, Puoliciert nieroe", ^ ^ hierauf auch jetzt noch Gewicht, ^^e M" Publication als im Interesse betrachtet. — Der Präsident des twW' -^ ^ comitts, Dr. Sphakanaki, Hissung der Fahne der Autonomie ew ^^.et, ^ an die Regierungen der vier Machte ^ /^,^ ^ er sie namens des kretischen Volles °" Melt> tenntlichteit für die Befreiung der ^e ' ^ ^ Am 20. d. M. wird das vom Z"" ^1,,^,!, dürftigen Kreter ohne Unterschied der ^" ^ widmete Getreide zur Vertheilung Strydlow wird außerdem 200.000 Drachuu^ ^ eine Spende des russischen Hofes, um leidenden Familien vertheilen. . ^ eiigl^ Wie die «Times, melden, h"e ^,,d ^ Kriegsminister den Befehl ertheilt, em " ^ starts Bataillon Chinesen «nzuw be>^ ^ Weihaiwei unter britischen Oss"^ versehen soll. Tagesneuigleiten. >< .<.,- Ph° .still — (Fünfzehn Kilom et "5 ^M ^, phien.) Cclluloidstreifen von ^ tt'^ ^'^ nach dem «British Journal of Ph"^"7 ^eB^,,^ der Eastman Kodak Company in Nochc'U ' W> stellt worden Sie sollen einem a"""^ > acB^-Namens Dronu zu einem kmetoslopische" "^ ^i ^ den er Cellograph genannt hat. M '"' rap^A loidstreifen, auf die wie bei dem Mne. aM ^g< mentphotographien ausgeklebt werden > ^^n ' jeder genau 40.000 Mark. Ein echt amerikanische" ^^g ci - (Weiter Vlick.) Linie quer durch das ganze Iestlanv ^»^ Staaten von Nordamerika ist "" N^^ Arbeit in den letzten Monaten zum ^o" ^, U!^ Am 8. März 1871 fasste der «« ^, ^ eine geodätische Verbindung zwischen ^ ^ l" ,^ tischen und stillen Weltmeer herzusteuu, ^^ ^ wurden bald darauf in Angriff ge"«""^. M" /> diese Linie vollendet. Sie läuft """ > ..^y ^ ^ thurm auf der äußersten Spitze uon ^/^d h^ Point Arena-Leuchtfeuer in ^allforntt ^ ^ Länge von 2625-6 englischen Mellen. " ' ^b '" .z punkt liegen bis auf wenige Meilen uu^^ ^/ selben Äreite. Ueber Verg und Tl)" ^,D ^ die Linie vermessen werden, und l"er ' ^h - ^' in einer Meereshühe von 14.000 6"p die ^ 10.000 Fuß. Interessant sind die Sey" 2»e ^ Vermessungen im Gebirge erreicht wur ^es""./ Sehlinie, die in der Geschichte der ^F' ^> wohl einzig dastehen dürfte, war d»e " ^ I Peak in 14.300 Fuß Mcereshöhe b's i . „ ebll . ^ ^ der 11.300 Fuß hoch ist, beide !" H M^. Länge dieser Sicht erreichte 163 eng",^ ^BF< sind fast 300 Kilometer, etwa so "" ^g,"" .! «Wirkliche Clayierlectioncn, '"" „ M,^ Fräulein Beluin in Passy Terne erkundigen können!» bcthellerit) ^M,,,^ Clavier wie ein Engel, lieber -pe ^ H s,e wäre sie keine Wienerin, so w"" ,^ d^ französisch tadellos spricht, besth">^ ^. Pariser Conservatorium erzogen w" . slew ,, «Sie hat also keine Hofmacher' ^ die unvermittelte Frage. ^nW"? ^ .I" A «Nicht einen einzigen, """Anette- ^c l"jl antwortet die immer dazu beret" o.^ M ^i hat sie aber jemand. Ich ""h ; Md M A Mann ist. Sie hat mir auch 1"' ^t l ^ e^ ist ein schöner, stattlicher Herr, «v ^ ^ ist auch nur nach Paris ___________________________________2139____________________________ 21. November 1898. '^°lhous"'^Uche Alterthümer.) Dic "H"se/ 'He Sammlung orientalischer Waffen, ^lch^^Ien und kunstgewerblicher Kostbar- ^>t lomm- L- December in Edinburg unter «« " ü' Sie stammt von dem Marquis ^" bonder von 1847 bis 1856 General- Ä ""et die O "" "°^' das Pendschab und Nieder- >4r 'in l),^"e Englands brachte und in einer Abhabe e 5°^ "enig gesammelt wurde, mit 5: Me Gl' ^^kenntnis und reichen Mitteln ^3"tt lu,,s?!^"^" sur die Erwerbung seltener ^>hrs2l3?licher Stücke auszunützen wusste. ^^tbc,^2"Uch keine reichere Sammlung orienta- '^ ?^ iiber d.?^"°p" "ls diese, die von Kennern ^ch" s'e m^./^ischerFürstenhäuser gestellt ^?« ^wähl ^""p"schem Geschmacke und großer ^?"und ^zusammengestellt wurde. Neben ^^zM^len findet sich darin auch eine H? Persons, ^"üatur-Bildnissen bekannter und ^Mlt tmk. "te"' die in Indiens Geschichte eine ^"° Eabis. '^"' Tin.ur Lenk bis zu Hyder Ali ^"testen K,„den Herrschern von Mysore. Eines V^Her 3?^ unter den Kostbarkeiten ist der ^!» ^r. der ^^' des Zerstörers von Delhi. ^ 3 "°n emp"^ "nen, ""äigen Steine geschnitten. ^ ^ ^rsteia, ? ?"'^n Sagenkreise umwoben ist, ^s^ ^ter >,"' sondern unter der Hand verkauft V^ "«ch lw s?"^igen historischen Reliquien be- ^"""Nell n! Gänsefedern, eine. mit welcher der ^ "Ndere V" ^^ ^^"gin ^ schreiben Pflegte, ^^ltstis^ "^ Andenken von Sir Walter 7^>>^^nutgenommen wurde. <'y^l^^^^ ,_________«—> e°nc^ Plovinzial-Nachrichten. z ^ Turnst ^" "^lasbena Matica". ?z?^iWh3 des «Narodni Dom- fand gestern ^ ^«h ein "" der .Glasbena Matica., ^./"tet . "" zweijährigen Pause zum erstenmale H N Herrn «I. ""sterhaften Leitung des Concert- >?"'lc>ltu, ^"^ Hub ad, statt. Die musika- !«zt "/°lestiit .° "Udete eine Trauerfeier nach weiland ^^ten d^ Kaiserin Elisabeth; zum Vor- , i M' das alle Räumlichkeiten bis aufs -^iel^Cän. ."^ der Production der imposanten ^ ^"°ller A,,>."?"'schar sowie jener des Orchesters ^ >i>i ''oacht lauschte. Außer der hochgeborenen ^lih^rllth S^ V- He in waren erschienen die ^,Meldete, ^"erl "Stellvertretung des un- ^? P<-t's ^^"" Landespräsidenten, Landes- '^II.'n bitter ^'.« Iinanzdirector Lubec, Vice- ?<> "e>, ' ,^ leiweis. Se. Excellenz Feld- ^H. ' G ° ll ' Hiichsmann, Feldmarschall- '^lck^sch ^'^ bersten Riedl, Nitsche ^kt ^enelal.i Oberstlieutenants v. Lukanc und ^, ° 8 ol n ." lis, der Präsident der Notariats- ^>,V?"ler «) ' der Präsident der Handels- und X'^trit ^"' der Präsident der städtischen ^^tungs V c, Landesschulinspector ^>^ ^ ^ uPanc, zahlreiche Landtaas- ! abgeordnete, Directoren und Professoren der hiesigen , Lehranstalten, cineH glänzende Reihe von Vertretern des > Officierscorps lc. ! Die Leistungen des Herrn Concertdirectors Hubad ! sind aus seinem früheren Wirken an der «Glasbena Matica» den Laibacher und auch weiteren Kreisen so wohl bekannt, dass wir füglich auf dieselben nicht einzugehen brauchen. Der Erfolg des gestrigen Concertes war einfach durchschlagend! Wir constatieren dies mit umso größerer Befriedigung, als wir in letzterer Zeit wenn nicht einen Rückgang, so doch einen Stillstand, wir könnten sagen, ein gewisses Erlahmen des einst so thatkräftigen, sangesfreudigen Chores der «Glasbena Matica» bemerken mussten; wir verzeichnen aber den glänzenden Verlauf des Concertes umso lieber auch aus dem Grunde, als gestern zum erstenmale der Chor durch echte und rechte solistische Kräfte unterstützt wurde. Wir wollen hoffen, dass dieser letztere Umstand nicht als zufällig aufzufassen ist, sondern dass Concertdirector Hubad auch künftighin auf eine passende Besetzung der solistischen Partien dringen wird! Hubads energisches und temperamentvolles Walten am Dirigentcnpulte zeigte sich im schönsten Lichte sofort bei Beethovens Trauermarsche, den eine Abtheilung der hiesigen Negimcntskapclle und das Priuatorchester der «Glasbena Matica» inexacter Weise, mit liebevoller Hingabe und Vertiefung vortrugen. Den localen Verhältnissen Rechnung tragend, glauben wir kaum, dass die tiefergreifende, in ihrer düsteren Pracht so sehr zu Herzen sprechende Composition, welcher das Publicum in feierlicher Stille lauschte, in Laibach besser und in dynamischer Beziehung correcter zu Gehör gebracht werden könnte. Mozarts Requiem wurde seitens der «Glasbena Matica» bereits einmal gegeben. Es erschien uns gestern in verjüngter Form. Concertdirector Hubad ist eiu Meister in der musikalischen Ciselierarbeit und versteht es, sein feines musikalisches Empfinden jedem einzelnen und der Gejammtmasfe der Mitwirkenden zu suggerieren, das geringste Detail voll und ganz zur Geltung zn bringen. Unter seiner Leitung brachten Chor und Orchester die feinsten Schattierungen des gewaltigen episch-lyrischen musitalischen Gedichtes, all die verschiedenen Abstufungen vom zartesten Pianogefang bis zur höchst dramatischen Steigerung mit bewunderungswürdiger Präcision. Glanzpunkte der Aufführung bildeten unter anderem das Kyrie in der ersten und der fugierte Satz des ^nu» 1)6l in der letzten Nummer. Als folistifche Kräfte stellten sich dem Concert-publicum die Opernsängerinnen Fräulein Strop nickä (Sopran) und Fräulein Radkiewicz (Alt) sowie die Opernsänger Herr Pacal, Mitglied der Hofoper und der Hofkapelle in Wien (Tenor), und Herr Nosaliewicz (Bass) vor. Fräulein Stropnickä zeigte eine gute Schulung ihrer sympathischen, in der Höhe allerdings etwas belegt klingenden Stimme; Fräulein Nadkiewicz besitzt eine kräftige Altstimme, über die wir aber in Anbetracht der kleinen Aufgabe, die der Altistin im Requiem zufällt, nicht weiter urtheilen können. Voll und in allen Lagen ausgeglichen klang der Gefang der Herren Pacal und Nosaliewicz. Beide verfügen über beträchtliche Stimmittel und sind intelligente, ausgezeichnet vocalisierende Künstler, die sich sofort das Wohlgefallen des gcsammten Auditoriums errangen. Die zwei Quartettnummern des Requiem wurden ' von den Solisten tadellos gebracht; in denselben fesselte , ??^?a^ Kauz das!, fährt die ge-3 ln^ch su 5' 'Man sollte gar nicht glauben, 3H' ^ ?"'sZe Leute gibt! Adele begriff V^ Ges^der Sache, als er mit dem ab-Z e>?^Mr . !!"d der klapperdürren Gestalt Z li ^on „j "'den sterbliche Menschen hatte er ^^Mch K/inen Blick. Dafür aber ist cr ^ 'HjMM ^^ knauserig, was einen mit gar ^ä?'Zr^si)^e ich wissen wollen!» unterbricht '^it . 'Seit wann besucht dieser Herr ^'lllch '^ ^^" Jahre ungefähr!» bekennt ^'^sorscht^/de er mit Ihrer Musiklehrerin X >in ^7"? weiter. V^^ttannV l'e in den Champs-EMs ^ H^Vchaft schlössen., erklärt die Ve-V n eine,, ^' 'Seit einiger Zeit erwähnte U iil ? der K;/ ^cmt gekleideten alten Herrn, »g>^en^be zu folgen pflegte, ohne ein ??b^"nd . ,-^ch ertheilte ihr natürlich gute « V>' d n,?'. '^' sie mög/ ihn nicht - zu V» blök c"s hat dann den Anfchem, als ^?l' Z auf eine Gelegenheit, und das ist V^schein , ^°lgte meinen Rath uud gab ?Zl°g lolgt/^s wusste sie von nichts. Der vv bis lii?5 unentwegt und begleitete ste ^s"nst m t^- Hi" empfieng ich ihn, und Ä "ich Pechen !s ^ wie man eben über ernste ^II ^,s> "NdeiÄ ^- Er erwiderte mir, cr ver-A> ^orte "^ in meiner Gegenwart mit lncht ,:ö".sprechen. Das arme Mädchen l "nwllllgen. ihres Wiener Verlobten wegen? Endlich aber willigte sie dennoch ein, nachdem sie zuvor heiße Thränen vergossen hatte.» «Und waren Sie dabei zugegen?» wirft Chevrier ein. «Natürlich!» verfetzt die Dame eifrig. «Doch, offen gestanden, war ich auf das. was ich zu hören bekam, nicht vorbereitet gewefen. Vitte, stellen Sie sich vor dafs der närrische alte Herr dem Mädchen ihres schönen Haares wegen nachgieng, trotzdem Adele jung und hübsch genug war, um mcht nur durch ihr Haar zu fesseln. Er sagte, dass ihn das schöne Haar an eine ssrau erinnere, die er als junger Mann geliebt habe. Er verlangte auch nichts weiter, als dass Adele sich nach einer gewissen alten Mode kleide, ihr Haar herunterlasse, sich ans Clavier setze und ihm eine Reihe alter Melodien vorspiele, die er ihr bezeichnete. Offenbar hatte ihm jene andere Frau ehedem diefe Clavicrstücke vorgespielt. Er aber werde dabei rauchen und zuhören.» , , ^ . ^ «Und er that denn auch nach seinen Worten?» «Ganz genau, uud das ist gerade das Inter. essante an der Sache. Stundenlang spielte ihm Adele sanfte traurige Melodieu vor, und er rauchte dazu aus 'einer kurzgestielten Pfeife ein eigenthümliches ^"".Opium!. bemerkt Chcvrier lebhaft. «Das habe ick, selbst aewufst! Nun aber beantworten Sie meme Nraaen uud beachten Sie sorgfältig, was Sie fagen. Wann war Lord William Metzt hier?. «Er war alfo ein Lord?» fchrett die klcme Dame auf «Hätte ich das doch gewusst, so hätte er Adele und mich besser bezahlen müssen! Er lieh stch nur Herr William nennen l» (Fortsetzung folgt.) !N namentlich die fchöne, baritonal gefärbte Vassstimme des :s Herrn Nojaliewicz die allgemeine Aufmerksamkeit Die laufende Concertsaison der «Glasbena Matica. d wurde also, wie aus dem vorstehenden Berichte erhellt la in der glücklichsten Weise eröffnet. Der Concertdirector' so der Chor, das Publicum und die Kritik haben allen Grund' l- «lit dem gestrigen Abende zufrieden zu fein. Auf einen !s Umstand indessen möge die Aufmerksamkeit der competenten it Factoren hingelenkt werden, auf den gewiss störenden it Umstand nämlich, dass ein Theil des Publicums sich zu ir den musitalischen Veranstaltungen nicht präcise genug t- einfindet. Da gibt es ein fehr einfaches, auch andernorts » zur Anwendung gelangendes Mittel: die Saalthüren n sofort bei Beginn des Voncertes zu schließen. —n__ e, ------------------ d — (Huldigungs-Karten.) Die anlässlich n des Regieruugs-Iubiläums Sr. Majestät des Kaisers f- von der Buchhandlung Hans Wagner in Graz heraüs- h gegebenen Huldigungs-Karten, welche zur Abseudung ver- n wendet werden können, erfreuen sich eines derartigen Absatzes, dass bereits eine zweite Auflage erschienen ist. n Viele Schulleitungen haben im Interesse des loyalen t Zweckes sich bereit gefunden, der Jugend diefe patriotische r Nuudgebung zu empfehlen, und ist demnach eine groß- r artige Betheiligung zu erwarten. Die Adressseite der >e Karte muss lauten: «Huldigungs-Karte für den 2. De« ,- cember 189«. Wien, Hauptpost.» Rückwärts kommt deut- - lich zu schreiben: Ort, Datum, Name und Charakter des > Absenders ohne jeden weiteren Zusatz. r — (Jubiläum s-Medaille.) Mit Crlass - Sr. Excellenz des Herrn Ministers für Cultus und Unterricht vom 31. October 189«, Zahl 24.157, werden a die Schulbehürden, die Lehrkörper der in das Gebiet der ll Mittelschule gehörigen Lehranstalten, der Lehrer- und i Lehrerinnen-Bildungsanstalten sowie die Lehrerschaft der t Volks- und Bürgerschulen auf die von Rudolf Marschall, i akad. Medailleur und Bilohaner in Wien, entworfene und , ausgeführte, zur Erinnerung an das Allerhöchste fünfzig- l jährige Regicrungsjubiläum Seiner kaiserlichen und könig- r lichen Apostolischen Majestät für die Schuljugend sämmt- i licher im Reichsrathe vertretener Königreiche und Länder i bestimmte Gedenkmedaille aufmerksam gemacht. , — (Waffenübungen der Landwehr für - das Jahr 1 U 9 ll.) Vom k. k. Ministerium für Landes-e Vertheidigung wurden für die im Jahre 1899 vor-i zunehmenden Waffenübungen der k. k. Landwehr der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder auf Grund - des § 54 des Wehrgesehes vom Jahre 1889 nachstehende i Verfügungen getroffen: ^,. Für die Landwehr-Fuhtruppen. e Für die Einberufung zur Waffenübung im Jahre 1899 ) sind in Aussicht genommen: 1.) Alle unmittelbar in die z t. k. Landwehr Eingereihten der Assentjahrgänge 1896, l 1895, 1893 und 1691, mit Ausnahme jener Mannschaft l des letztgenannten Jahrganges, bei welcher etwa aus- ! nahmsweise die Gesammtdauer der bisher abgeleisteten Waffenübungen 16 Wochen überstiege. 2.) Der aus der Referve des Heeres in die Landwehr übersetzte Assent-jahrgang 1888, weiters 3) von den nachstehenden Asscnt-jahrgängen, und zwar 1894 die unmittelbar in die Landwehr Eingereihten, bei welchen die Gesammtdauer der bis jetzt abgeleisteten Waffenübungen vier, 1892 jene, bei welchen dieselbe 16 Wochen nicht erreicht, dann von den Assentjahrgängen 1890, 1869, 1888 und 1887 jene, bei welchen dieselbe 16 Wochen nicht übersteigt. 4.) Die Assentjahrgänge 1898, 1895, 1892,1891 UN01890 der Ersatzreserve der Landwehr, mit Ausnahme jener Mannschaft der letztbezeichneten zwei Jahrgänge, bei welcher die Ge-fammtdauer der bis jetzt abgeleisteten Waffenübungen acht Wochen übersteigt, dann von den Assentjahrgängen 1894 und 1893 jene Mannschaft, welche noch nicht acht Wochen, ferner von den Assentjahrgängen 1897 uud 1896 jene, welche noch keine Waffenübung abgeleistet haben, k. Für die berittenen Landwehrtruftpen: Bei der Laudwehr-Cavallerie sind im Jahre 1899 zur Waffenübung die nichtactive Mannschaft des Afsentjahrganges 1888 und nach Bedarf auch folche Leute des Assentjahrgangcs 1887 heranzuziehen, welche eine oder mehrere der gesetzlich vorgeschriebenen Waffenübnngen in der Reserve des Heeres, beziehungsweise in der Landwehr, aus was immer für einer Ursache nicht abgeleistet haben. Die Einberufung der unmittelbar aus der Landwchr heruorgegangencn Manen, dann der nicht activen Mannschaft der berittenen Tiroler und Dalmatiner Laudesschützcn ist wie bei den Landwchr-Fußtruppen durchzuführen. — (FalbsWetterprognosen für 1899.) Rudolf Falb hat soeben seine neuen Wetterprognosen und den Kalender der kritischen Tage für die erste Jahreshälfte 1899 herausgegeben. Der Aroschüre entnehmen wir, dass im künftigen Jahre die acht kritischen Tage erster Ordnung auf den 12. Jänner, 10. Fcbruar, 11. März, 10. April, 22. Juli, 21. August, 19. Sep. tember und 18. October fallen. Für die erste Hälfte des Monates Jänner prophezeit Falb ausgebreitete und reiche Schneefälle. Um die Mitte des Februar habe» wir strenge Kälte zu erwarten, im März ist Hochwassergefahr zu befürchten und Gewitter sind in dieser Zeit zu gewärtigen. Der April bringt im Anfange Schneefälle, später zahlreiche Gewitter, der Wonnemonat soll sich durch Kälte auszeichnen und uns sogar noch Schnee Laibacher Zeituna Nr. 265 2140 21. Novemb"^ bescheren, und im Juni stehen uns große Niederschlage und Wolkenbrüche bevor. Besonders trostreich klingen die Verheißungen uicht, und wenn Falbs Prophezeiungen sich bewahrheiten, dann haben wir in der ersten Hälfte des kommenden Jahres abwechselnd Schnee, Kälte, Gewitter und Wasser, sehr viel Wasser zu erwarten. — (Der erste Laibacher Kranken-Unter st ützungs- und Versorgungsverein) hielt gestern vormittags im städtischen Confcrenzsaale unter Vorsitz des Herrn Negicrnngsrathes i. N. Doctor Keesbacher eine außerordentliche Generalversammlung ab, zu der fast sämmtliche Mitglieder erschienen waren. Der Vorsitzende machte die Mittheilung, dass die abgeänderten Vereinsstatuten von der k. k. Landesregierung genehmigt wordcn sind, worauf zur Neuwahl des Ausschusses geschritten wurde. Gewählt wurden die Herren: Dr. F. Keesbacher, Dr. Schaffer, Klein, Carli und Horoat. Ein Vereinsmitglied stellte sodann den Antrag, dass binnen vierzehn Tagen eine neuerliche außerordentliche Geueralversammlung einberufen nnd auf deren Tagesordnung als einziger Berathungsgegeustand die Auflösung des Vereines gestellt werden soll. Der Verein zähle nur etwa 40 Mitglieder und sei daher nicht in der Lage, eine ersprießliche Thätigkeit zu entwickeln. Das etwa 4500 st. betragende Vermögen wäre unter die Vereinsmitglicder zu vertheilen. Die Herren Dr. Sch a ffc r und Klein machten darauf aufmerksam, dafs der Verein zwei Mitgliedern lebenslängliche Siechcnunterstützungen bewilligt habe und dass daher vor deren Ableben die Auflösung des Vereines Schwierigkeiten begegnen dürfte. Bei der Abstimmnng wurde indessen der Antrag ans Auflösung des Vereines mit großer Majorität angenommen. * (Deutsche Bühne.) Der vollsthümliche Geist, der treuherzige, urwüchsige Humor, die kerngesunde Sprache in den «Kreuzelschreibern» von Anzengrnbcr wirken heute mit einer Frische, die fast die Behauptung zuläfst, dafs der große Volksdichtcr feiner Zeit weit vorausgeeilt war. Vor allem find feine Gestalten Menschen mit Leib und Seele, keine wcltschmcrzlerisch angchanchten Salonbauern, die von Unwahrheit triefen. Mit welch frohgcmuthcm Eifer machen fich deshalb strebsame, begabte Darsteller an die Aufgabe, wenn's gilt, folche Menfchen mit Fleisch und Blut und keine Theaterpnppen zu charakterisieren, mit welch freudigem Behagen nimmt das Publicnm den köstlichen Trnnk, den ihm der Dichter reicht. Es war thatsächlich am Samstag ein Erfolg zu verzeichnen, wie er nnr zündenden Neuheiten zutheil zu werden pflegt, ein Merk für die Direction, mit gleich liebevoller Sorgfalt, mit ähnlicher Gewissenhaftigkeit weitere Schöpfungen des Volksdichtcrs zu pflegen: Es werden alle Theile dabei auf ihre Rechnnug kommen. Herr Iansen schuf als Gelbhofbauer eine markige, kernige Gestalt und spielte mit Wärme und guter Charakteristik. Die Gelbhofbäuerin, ein trotziges und doch liebevolles, kokettes und doch braves Weib, besteht aus alle» möglichen Widersprüchen und ist dabei doch eine meisterhaft gezeichnete Gestalt; Frau Schlefiuger gelang es trefflich, aus all diesen Widersprüchen ein geschlossenes Menschenbild zu gestalten. Herr Göttler brachte als alter Breuninger eine gcmüthvolle, dem Leben nachgezeichnete rührende Figur. Herr Mahr charakterisierte den Steinklopferhans mit einem gewissen grimmen Humor, der seine gute Wirkung nicht verfehlte. Herr Wähle war in Maske und Spiel als Bauer, der seinem bösen Weibe ein Schnippchen schlagen will, von hinreißender Drolligkeit. Die anderen in Nebenrollen — die aber bei Anzengruber znm Gelingen des Ganzen sehr wichtig sind — beschäftigten Mitglieder fpiclten brav und launig. Ausgezeichnet waren die Volksfccncn insceniert; besonders die Wirtshausranferei wurde mit einer lebensvollen Realistik durchgeführt, die voll durchschlagender Wirkung war. Das zahlreiche Publicum unterhielt fich prächtig und ehrte die Darsteller durch wiederholten stürmischen Beifall auf offener Scene und nach den Actschlüssen. ^. — (Ob st markt in Laibach.) Der von der k. k. Landwirtschafts - Gesellschaft für die zweite Hälfte diefcs Monates projectiertc Obstmarkt in Laibach findet nicht statt, da bloß sechs Interessenten die Beschickung desselben angemeldet haben. — (Fremdenverkehr.) Im Laufe der heurigen Sommerszeit sind in Krön au 14 fremde Parteien mit 13 männlichen und 19 weiblichen, zufammen 32 Perfonen aus Kram angekommen und von denselben 2 vierzehn Tage, 10 fünf Wochen und 20 über sechs Wochen dort verblieben. — In Wurzcu zählte man im hcnrigen Sommer 24, gleichfalls nnr aus Krain dahin gekommene Fremde, von denen 11 fünf Wochen und 13 über fechs Wochen dortselbst verweilten. —o. "(Tod durch unvorfichtigcs Hantieren mit einem Jagdgewehre.) Wie man uns aus Tscherncmbl mittheilt, fuhr der 40 Jahre alte Besitzer und Iagdanfsehcr Johann Rom am 15. d. M. nachmittags mit feinem 17jährigen Sohne in seinen Wald-antheil «Kanizarca», um dort Streu zu sammeln, wobei er ein doppelläufiges Gewehr mitnahm. Als die beiden mit dem beladencn Wagen, auf welchem auch das geladene Gewehr lag. heimgekehrt waren, fasste Johann Rom das Gewehr, um es vom Wagen herabzunehmcn, bei der Mündung und zog es mit nach abwärts gekehrtem Schlosse an sich. Hiebei entlud sich die Schrotladung, da der Hahn durch die längere Reibung vorerst gespannt und sodann zugeklappt worden sein dürfte, und traf Rom fo unglücklich am Kopfe, dafs er fofort todt zusammenbrach. Der Verunglückte hinterlässt eine Witwe und sieben Kinder. Ein Verschulden fällt niemandem zur Last. —r. * (Ein gewaltthätiger Fahrgast.) Am 13. d. M. gegen 7 Uhr abends fuhr, wie man uns aus Kraiuburg berichtet, der Besitzer Franz Dolhar aus Predassel mit einem einspännigen, kleinen Wagen, auf welchem auch deffen Ehegattin Marianna uud beider Kinder sowie die 56jährige Inwohnerin Maria Rant fich befanden, durch die Ortfchaft Naklas uach Prcdafsel. In Piuka kam dem Wagen ein unbekannter Mann nachgelaufen, welcher sich an die Sitzlehne des Wagens anklammerte und nach Krainburg fahren wollte. Als ihm Dolhar entgegncte, dafs er nicht nach Krainburg, fondern auf der Bezirksstraße nach Kokritz fahre, bemerkte jener, dafs er auf jeden Fall mitfahren werde. Dolhar wollte das Pferd antreiben, während deffcn Ehegattin bestrebt war, den Fremden von der Wagenlehnc fernzuhalten. Plötzlich warf der Unbekannte den leichten Wagen um, und es fiel die Maria Rant fo unglücklich, dafs fic todt am Platze liegen blieb, während die übrigen Insassen nur mit leichten Vcrletzuugen davonkamen. Der rohe Thäter wnrde in der Person des Taglöhners Ioh. Stirn ausgeforscht, verhaftet und den: Bezirksgericht in Krainburg eiugeliefert. —r. * (Todt schlag.) Am 15. d. M. gegen 6 Uhr früh wurde, laut Berichtes aus Stein, der Grundbefitzers-sohn Franz Vodnik aus Videm in der Nähe des Gasthauses des Johann Majdie in Videm bewusstlos, mit mchrcrew Quetfchwunden am Kopfe und an der Brnst, aufgefunden. Vodnik ist am 16. d. M. nachmittags 4 Uhr seinen Wunden erlegen. Der Genannte kam tags-vorher in das obbczcichncte Gasthaus, woselbst eine Hochzcitsfeicr stattfand, in betrnnkcnem Zustande, hatte daselbst gezecht nnd die Gäste belästigt. Er wnrde deshalb von den Burschen Franz Sevsek, Valentin und Johann Igli^ar aus Zaborst aus dem Gastlocale hinausgezogen, wobei er die erwähnten Verletzungen erlitten haben dürfte. Die Thäter wurden dem Bezirksgericht in Egg eingeliefert. —r. — (Benefiz.) Heute wird zum Vortheile des verdienstvollen Regisseurs und pflichtgetrenen, trefflichen Darstellers Herrn M a h r Geittes mclodicnreiche Operette ' Schi'llervereines, des Militärveterancl" anderer patriotifcher Vereine. AusgleichsausschusS' ^B Wien. ^ ^ Der Ausgleichsausschuss setzte d'e ^ A über Artikel I des Zoll- und Hand^H lä^ Der Ausgleichsausschuss nahm ^D ^ Debatte mit 22 gegen 14 Stimmen o" ^i^, , Zoll- und Handels'bündnisses au u"° ^. F't die Berathung des Artikels H- ^ Montag. Hlecegranrme. ^ Wien, 19. November. (Ong-^/es^ heutigen Bummel in der Universität ^ ^F^ zwischen deutschnationalen und i^'l^Mt ^ einem Zusammenstoße, wobei "" '^, M'^ aus der Aula gedrängt wurde. ^ ^M" " "l ^ an den Neetor geleitet. Auch an oei ^Woü" ^ heute zu Conflicten Mische" ^n^ v<^ deutschnationalen Studenten. Der ^ „»t >" Libanonen, in den Räumen der ^ / , zu erscheinen. . ^.<> Alite i«^ Graz, 19. November. (Or'g.-T "H Ol^ tags fand die feierliche Eröffnung o^,^" ^ Allerhöchsten der Barmherzigkeit statt, welches !"" ^hiilc^ gewidmet ist. Der Eröffnungsfelerliain Din ^ Halter Marquis Vaequehem, CorPs^ ^5 v. Sueeovaty, Spitzen der Vehörden und viele ^ ^ jl .,<, Statthalter Marquis Baequehen: .^ ^a<, L dafs er noch in der Lage war, sen c> ^HM ^ Anerkennung für den patriotischen >, auszusprechen. /^ria-T^V Lembcrg, 20. Noveinber. (Or - ..^n ^> Festgottesdienste in der röniisch-ka M^ M^ tirche fand hente vormittags du '^v^"/'. des Sobieski-Denkmals statt, an w" ^^g ^ ^, träger, der Gemeinderath der Slav ^M /^ ordnungen der galizifchen Städte, ^" sseüO /^ die höheren Lehranstalten. Vereine, ^ ,ahll"«' Innungen mit ihren Emblemen Institnte theilnahuien. Nachdem d" ^ Z)M ^ eine Festcantate executiert hatte, Y'e ^ ^ ,„ > eine Aiisprache, worauf der MM ^d"! ^ male vorbeidefilierte. Nachmittags ^„g l' einzelnen Stadttheilen Vortrage "^volst^^,, abgehalten. Abends findet "'^ 6 ' ^ Vc'^ polnischen Nationaltheater und "^ „Z l, , des Dmkmals statt/ - Das R" ^F^ Sämmtliche polnische Blätter buf,Tel)>',> Chcrso, 20. November. (O"^ ^„g^/' Graf Gotzs ist gestern abends y" ^l ^ ^. wurde am Eingänge der Staoi , e»^^ Vertretung begrüßt. Heute vorn A^s' ,'K'-Statthalter in: Gemeindeanite o" B° . amtenschaft, die GemeindevertreN" ^, Corporationen. ^ria^ÄaM Pola, 20. November. (^^ ^ Commandant Freiherr v. Spaun " «^. ,^ ^ Goes sind nachmittags hier ""9"^.) A » Paris, 19. November. (^N„ister d>^ von Orleans richtete an den -"' in " gl^/ Deleasse- ein offenes Schreiben, '> li"° ^ ft Mission und an diejenige Vonch"'" OF' i,> ,. in Abessinien erinnert nnd bemr" ' ^d '^.i^ schon seit langem nicht die Schnld K dann das Aufgeben Faschodas " t,eich zii»^^ hundertjährige Nolle, welche ^'. ^r/ Z« gespielt hat. Der Prinz schließt K,lisch'> dass er die von ihm zu ciueM p' ^nM ^ Aussicht genommene Neise, weicyr O^ geworden sei, aufgebe. /c^ria.^ ^? Sofia, 20. November, ("znf^ K bulgarischen Opftofitio.l """" cvol"tHt "f^ gegen den Fürsten gerichtet ^,upt 5..l> / schrifteu an den Mauern d" ^H>./ wurden und eine Druckerei ais ^g'^ 0'" Druckschriften verdächtig vou o" ^ worden fei, entbehrt, wie die g" ^ der Begründung. ! -^^Zeitung Nr. 265. ____________2141_______________________________________________21. November 1898. ?ez Hna«, 20. November. (Orig.-Tel.) Infolge ^önie au« ."^""^en Regens sind die Msse und °tg bcsch^i ."^ Ufern getreten. Alle Straßen wurden !" den ^r^^^re Ortschaften sind überschwemmt. "Mer,^' hascht furchtbarer Sturm. Ein . Ptte>3 "e an der Küste bei Saint Cyprien. M des f"^' ^?' November. (Orig.-Tel.) Die zur ?t°öZurstp.. Vz'gjährigen Officiers-Inbiläums des Ä'icitts?!/ H^l Nikolajewitsch hier eingetroffene - ' 36 sow' ^-""" des k. u. k. Infanterie-Regiments Mten i^, ^ beiden preußischen Militärdcftutationen >°^ '^ Wern dem Großfürsten vor und statteten ^'slei'^ "b"gen Großfürsten sowie dem Kriegs-, PetekH?"^ Kuropatkin Besuche ab. ">°b .""urg, 20. November. (Orig.-Tel.) Wie aus "°ch borba ^ "'^d, sind von den am 2. November ^!'en „nk " gewesenen vierzehn Pestkranken neun ^ neue lk /'" gestorben. Da am 6. d. M. noch ^ 14 Nn ""^"3 zu verzeichnen war, verblieben ^ den ^""ber noch zwei Kranke in Behandlung. ?len .^achbarten Ortschaften und den übrigen ^lnen Samarkand find keine Pestfälle vor« ^«!?ici3?'^- November. (Orig.-Tel.) Der neue Ebenen U ^^te Vlax Regis mit 36 von 37 ab-, tzontt« ""'"" zum Maire. "l! laii "r"l"">'l. 20. November. (Orig.-Tel.) Mitbin st!'^^ Irades wurde der Generalsecretär ss be, 31"" des Aeußern, Nury Bey, zum zweiten ?eiten sMconsulent Hatti Bey zuin dritten De-^U '"^du> Konferenz gegen die Anarchisten er- ^ Alogische Beobachtungen in Laibach. >.> ^^^ Seebübe 306 2 m. i « Zv,x « ................. ^'5b. ?^u ^ ^' T^Ö.mäßin> bewollt ^ ^Äla ? ^ ^ S^- l^wach > heiter i 3'^ ?Ü'^ 1-2 NO. schwach ! dewöltt' ^! ^'lb. ?^'^ b-» NNO. mäßig heiler 00 '^,H^^8 »'3 N, mäßig bewölk» '^ ^ ^ ^^ 2 , 24 , EGO, mäßig j dewüllt j «'0 ^!» ""ta^??."el ^ Temperatur vom Samstag 4 5« ^<^alt "^ ' nm 17°, beziehungsweise 07° über ^i^^--------"--- >^. -^l Redacteur: Iuliu« Ohm.Ianuschowsly ^^->^^ Ml« von Wissehiad. 5errn Apotheker Piccoli sN.,e Lai-bach.. tn1C| Ihrer v . güti8e Uobersendung von 12 Fläsch-Wiivi^^selbe zUglic'ien Magea-Tlaotur, nachdem % h ' l)esrefV°un rneinein schweren Leiden bereits kej.%k a„ "at- Ich spreclie Ihnen meinen innigst' ^ese Und bin zu Jeder Zeit mit Freude ?-u e^ *Usgezeichnete Mittel an jedermann HochachtungBVollst Victor Schilling q Staatsbahnbeamter, v iif%am, 31. October 1898, w^^ ^cnouauergiirtel 36. (4336) 10-3 Hie Leb«»»«versichermlgK-GeseUschaft „II,« Lr«8»,»m" in London. Der 49. Bericht über das am 31. December 1897 zu Ende gegangene Geschäftsjahr, welcher in der am 27. April 1898 abgehaltenen ordentlichen Generalversammlung der Actionäre vorgetragen wurde, liegt nun vor. Wir entnehmen demselben folgende Hauptmomente. Während des Jahres 1897 wurden 7468 Polizzen über ein Capital von Kronen 67M1.352' — von der Gesellschaft ausgestellt. Das Prämieneinlommen des abgelau« fenen Geschäftsjahres, abzüglich des für die Rückversicherungen verausgabten Betrages, bezifferte sich auf Kronen 22,737,378-24, worunter Kronen 3,038,974-35 Prämien des ersten Versicherungs-Iahres inbegriffen sind. Die Bilanz des Zinsenconto des ab» gelaufenen Geschäftsjahres belief sich auf Kronen 4,?8l).4K3'74 und erhöhte, der Prämicnciuuahme hinzugefügt, das Einkommen der Gesellschaft auf Kronen 28.823.375 — einschließlich der Rentensoilds. Die während des abgelaufenen Gefchäftsjahres der Gesellschaft zur Auszahlung angewiesenen Forderungen ans Lebensuersicherungs'Polizzcn beliefen sich auf Kronen 9,542.657-72. Die Forderungen aus Ausstattungs« uud gemischten Versicherungs-Verträgen lc., deren Fälligleitvtermin abgelaufen war, bezifferten sich auf Kronen 2,860.745-61. Für den Rücklauf von Polizzen ist der Betrag von Kronen 1,447.756-87 während des abgelau-fenrn Geschäftsjahres verausgabt worden. Die Versicherung^- und Nentnlfonds haben sich während des Geschäftsjahres um Kronen 8,442.305 59 erhöht. Der Gesammtbetrag der Activa belief sich am Ende des Geschäftsjahres, 31. December 1897. auf Kronen 159,947.578-82. Capitalsanlagen: Kronen 471.4898? in Fonds der Ban! von England. Kronen 840,900-36 in Sicherheiten der Eolonial'Negicrung, Kronen 29,725.59135 in fremden Staats-sicherheiten, Kronen 8,134.403 93 in Eisenbahnaclien. Prioritäten nnd garantierte, Kronen 63,493.331 17 in Eisenbahn« und an» deren Schuldverschreibungen, Kronen 16,408.757-9l in Haus' eiaenthum, worunter die Häuser der Gesellschaft in Wien und Budapest, Kronen 8,613.915 40 in Hypotheken und in diversen Sicherheiten Kronen 32,259.188-83, (450?) Muto Melousine -GssiclitssallJB wirkt sicher gegen alle Gesichts- und Haulunreinigkeiten. Vollkommen unschädlich. Ein Tiegel 35 kr. Medio, higyen. Seif« dazu eiu Stück 35 kr. — Allein-Deput: «Maria Hilf-Apotheke> des M. Leustek la Laibach. (4240) 3 Danksagung. ssür die während der Krankheit und anlässlich des Hinscheidens meines Buchhalters, des Herrn Johann Kajdii erwiesene freundliche Theilnahme sowie für die Kranzspenden spreche ich hiemit allen meinen innigsten Dank aus. Unterschischla am 19. November 1698. Josef Bodnik Hausbesitzer, Essigfabrilant uud Wein'Großhändlcr. Potrtim srcem javljatno prijateljem in znan-cem tužno vest, da je Vsemogoènemu dopadlo, našega ljubljenega brata, oziroma svaka in strica, gospoda Ignacija Druškoviè-a posestnika po dolgij muèni bolezni , previdenega s svetimi zakramenti za umirajoèe, danes dnfe 19. novem-bra ob 6. uri zvefier v 35. letu njegove starosti poklicati k sebi v boljäe življenje. Pozemski ostanki predragega rajnkega se v ponedeljek dn6 21. novembra t. 1. ob polu 4. uri popoludne iz dezeine bolniänice na po-kopaliäce k sv. Kriätofu prepeljejo ter poloie v rodbinsko rakev k zadnjemu poCitku. Sv. maäe zadušnice brale se bodo v raznih cerkvah. Nepozabnega pokojnika priporoöamo v mo-litev in blag spomin. V Ljubljani dae 19. novembra 1898. Andrej Drulkovlö, brat ~ Marija Skale roj. Drusbovlö, Valentlna Oollai, roj. Druikoviö, sestri. (Statt jeder besonderen Anzeige.) Leopoldiue Wölfting geb Ivanetiü gibt im eigenen und im Namen ihrer Kinder Knnde von dem schmerzlichen Verlust ihres theuren, unver-gefslichen Sohnes, beziehungsweise Vruders Walther Wölfting Schülers der I. Gymnasialclasse welcher am 20. d. M. um 3 Uhr morgens nach kurzem, schmerzvollem Leiden im 12. Lebensjahre aus dem Irdischen abberufen wurde. Die entseelte Hülle des tlMren Kindes wird Montag den 21, d, M. mn 4 Uhr nachmittags in der Todtentapelle! zu St. Christoph feierlich eingesegnet und daselbst im eigenen Grabe zur letzten Ruhe bei° gesetzt. Die heil. Seelenmesse wird in der Pfarrkirche zu St. Nikolai gelefen werden. Um stilles Beileid wird gebeten. Laibach, 20. November 1698. Bucühalter ^^ Reisenfler ledig, gesetzten AHers, der deutschen und stovenischen Sprache in Wort und Schrift mächtig, in allen Geschäftszweigen gut versiert, wird sofort aufgenommen. (4516) 2—1 Wo? sagt die Administration dieser Zeitung. Grössere Quantitäten leere Kisten unfl Fässer werden zu kaufen gesucht. Anträge an Joh. Wakonlgg, St. Martin bei Llttai. (4509) 3—1 Ein grosses, sohön möbliertes für einen, event, zwei Herren, ist mit 1. De-oember zu vermieten. (4517) 3—1 Maria Theresien-Strasse Nr. 84, II. Stook, Thür 55 (Coliseum). Ein gebrauchtes, aber gut erhaltenes Ciavier zu kaufen gesuoht. (4514) Offerten erbeten unter «M. V. 55> an die Expedition dieses Blattes. Naurse an ller Wiener Därse vom 19. November 1898. «««dem officellnCoursbiatt«. «^ ^ ^tNl^"«h,t »nu ^ 101 -v. "">>^'.- . 50 fl. ,g?- 1U»,- ?/t^ ^ ^"st. lis ao,öu m '^"^^^^^'^^^'^^^^^ Et Vah», . gg 6„ dwrrs.'Stücle 4»/„ .... «° "" Vorarllx-lnei «ah». i »c. blu. Nc»tc i»ttr!)!!s»w«hr.>4"/», ««,>^ stcuslfrei «ür üOUkrmiruNum. «? «^ "°, .^ b>o St, E, «l. wölb w<'fl.. <'/,"/. .»« " ««7^ dw. bto, Silber 100 ,l,. 4'/,«/« li"»«,^^ dt°, Stalltü'Oblli,, (Una-0s!b.) ^^,^^1" «. ^,..,„,..«,<,z,« zz .« The>KMeg,.L°Ie 4°/, , dw, d<°. «"^"«'k"'/ N7 5„,l8 2z N.östeir, Lande« HYP^»"st^ 4°/, gg„.^ Oest »n«, Vanl verl. <"/„ . . loulN 101 in dto. bt°. üUjähr. ,' 4"/» - . 100-10 wi-ll> ^a«llsie...äst..»aI,ü'/.°/ovl. wä bu -- ßrioritätü'GbligailontN (fiir luo sl). sserdin«"d« ^iordbahn «m, 1S8Ü im' — 10a üo Oestcrr, Noiüwcslbah» . . . 109 8« 1i0 6« Ztaal>ll)al).>!!^^Flc».l>uop,Vt, ^,„ ._.„. Südbah» »"/»ll F««. «0 p St. ,7«,^ , ?« «,. bto ü"/>U"0fl'p'l"0sl. 12« 25 I27ll,i 4°)" Untcrlrainer Bahnen . . 99.50 NX!-- zank.Actien (per Stück). bto dlo p« U»'N«1 Leptbr. 35Ü 30 3H« »0 l Deiws "''ban!. Älll, , 20» fl. . „8 - ill" - > ^ 0. t «r! . Ndrost,, 5«0 fl. 740'- 74!- Wo 2as,e>Ü..Wie..el.200fl. 25V- »57 5« , K'ndc°ba„l, Oest^. «« N- - - ^^.^,.?!, ! l?rslnr, uilgar. 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