Plänumtllltion«pl?i»: Im Comptoir ganzj, fi. ", balbj. ft 550, ssül die Zustellung in» Hau« halbj. b« lr Vtil d« Poft ganzj fi, lk, halbj, st, 7 5». Montag, 2. Jänner. Insertlonsgebür: Für Neine In" u St. G. und das Vergehen nach tz ^0» St. G. begründe, und hat uach i? 493 «Ht. P. O. daS Verbot der Weitcrvcrbreitung dieser Druckschrift ausgesprochen. Das l. l. Landesgericht Wien als PresSgericht hat auf Antrag der l. l. Staatsanwallschüst erkannt, oafs der Inhalt des in Nr, 653 der Zeitschrist „Wiener allgemeine Zeitung". „Sechs» Uhr-Abendblatt", odlo. 23. Dezember 1881 unter der Aufschrift^ Wien, 22. Dezember" enthaltenen AussaheS in der Stelle von "Wir haben dem" bis ausschließlich „nach einem Telegramm" das Verbrechen nach 8 6:l St. G. begründe, und hat nach tz 48.'! St. P. O. das Verbot der Wciterverbreituug dieser Druckschrift ausgesprochen. Nichtamtlicher Theil. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 27. Dezember v. I. dem vom kärntnerischen Landtage beschlossenen Gesetz-entwürfe, betreffend die Erhaltung der auf Grund des Landesgesetzes vom 27. Juni 1875 (Landesgesetz- und Verordnungsblatt Nr. 25) ausgeführten und auszuführenden Gail'Regulierungsbauten, die Allerhöchste Sanction allergnädigst zu ertheilen geruht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die „Linzer Zeitung" meldet, im Allerhöchsteigenen und im Namen Ihrer Majestät der Kaiserin der Pfarrgemeinde Riedau zur Bestreitung der Kosten des Kirchthurmbaues 200 fl. zu spenden geruht. Se. k. und k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Albrecht hat dem Kirchenbauvereine St. Josef zu Weinhaus bei Wien den Betrag von 500 fl. ö. W. zum Baue der St. Iosefs-Votivlirche gnädigst gespendet. Zur Lage. Das von der U n t e r r i ch t s com m i ss ion des Herrenhauses zur Berathung der Präger Universitütsvorlage eingesetzte Subcomitr hat am 30. v. M. wieder eine Sitzung abgehalten, um die erwähnte Vorlage in Verhandlung zu ziehen. Wie weit die Discussion gediehen und ob sie bereits über das Stadium der allgemeinen Vorfragen hinausgekommen, darüber ist zur Stunde nichts Authentisches bekannt. Die „St.-Petersburger Zeitung" kommt in einem Wiener Briefe neuerdings auf die innere Lage in Oesterreich zu sprechen, beleuchtet die Taktik der Linken im abgelaufenen Sessionsabschnitle und schreibt u. a.: „Die vereinigte Linke yatle es für überflüssig erachtet oder war nicht imstande, ein Programm aufzustellen und auf Grund desselben dle Negierung zu bekämpfen." Weiter heißt es: ,Graf Taaffe hatte sich, als er vom Kaiser zur Regierung berufen worden war, zu allererst an die Liberalen gewendet, und selbst als die Partei ihm hochmülhig, ohne triftigen, sachlichen Grund einen schroffen Korb gegeben hatte, entnahm er die Hälfte seines Cabinets noch immcr den Rohen der Liberalen. Diese ruhten aber nicht eher, als bis sie ihre eigenen Männer aus der Regierung verdrängt hatten, und selbst auf dem Präsioentenstuhle ocs Parlamentes duldeten sie keinen Liberalen. . . . Man Hal erkannt, dass Oesterreich ebrn Oesterreich ist, ein Conglomerat von vielen Nationalitäten, die alle leben wollen und die alle berechtigt sind, zu leben. Nur diejenigen, die sich selbst „Liberale" nennen, erkannten das nicht. In England, dem constitutionellen Musterstaate, lösen sich Liberale und Conservative ruhig in der Herrschaft ab; unsere Liberalen allein wollten niemand neben sich dulden und behaupteten stets, dass nur ihre und keme andere Partei zur Herrschaft berufen fei. . . . Das System des Grafen Taaff? wird in Oesterreich für lange das herrschende bleiben, gleich« viel wie die Parteien sich gestalten, welche einzelne Minister kommen oder gehen mögen. Graf Taaffes System ist buchstäblich: „Gleiches Recht für alle." Keine Nationalität soll dem Helotenthume verfallen, keine soll die andere unterdrücken. In dieser alt>n Monarchie sollen alle, die zu derselben gehören, auf dem Boden der gemeinsamen Verfassung sich entwickeln und fo diefe und das Reich erhalten und stärken helfen. Dieses System ist das unerlässliche, ja einzig mög^ liche, soll Oesterreich gedeihen." Vom Ausland. In den deutschen Blättern werden die vagen kontroversen über dieStellung de 5 Papstes und das Verhältnis Deutschlands zur Cut.^ eifrigst fortgesetzt, ohne dass sich aus den vielen A> teln, welche dieser „Frage" gcwldmct werden, Klarh t über den Gegenstand und die Zielpunkte dieser ^ iscussion gewinnen ließ?. Nachdem manchen bezüglich«, Iournaläußerun-gen ein ofsiciöser Charakter beigenn,'en worden, sieht sich die „Nordd. allg. Ztg." zu folgender, auch sonst durch ihre Bemerkungen über den Mljsbrauch, der mit der Bezeichnung „officiös" getrieben wird, beachtenswerten Aeußerung veranlasst: „Immer aufs neue ist der Missbrauch zu rügen, der mit der Bezeichnung «ofsi-clös" getrieben wird. Diesen Titel gibt man ohne allen Grund bald solchen Correfponoenzen, die sich den Anschein besonderer Information geben, bald solchen, welche ohne diesen Schein nur Dinge sagen, die man wegen ihrer Gehässigkeit oder Ungereimtheit der Regierung in die Schuhe schieben möchte. Neuerdings wird als „officiös" vorzugsweise eme Corre. jpondenz der „Bohemia" citiert, die sich allerdings den Schein besonderer Informationen gibt. Es gehört aber geringe Aufmerksamkeit dazu, um zu constatieren, dass die angeblichen Original-> Mittheilungen dieser Coirespondenz nichts sind als sensationell zugespitzte Umschreibungen, beziehungsweise Vergröberungrn solcher Zeitungsauslassungen, welche der Correspondent als von der Regierung herstammend betrachten zu können glaubt. So citiert die „Germania" ,n diesen Tagen eine solche Correspondent der sie auf den ersten Blick hätte ansehen könne», dass darin nichts enthalten ist, als eine vergröberte Umschreibung neuerlicher Ausführungen der „Post". Aus Berlin wird der „Köln. Ztg." gemeldet: Die Verhandlungen wegen des Zollanschlusfes von Bremen stehen durchaus noch auf demselben Stand» Feuilleton. Von den Pyramiden Egyptens. Am 28. v. M. abends hielt im großen Saale des Ingenieur- und Architekteüvereilis in Wien auf Veranstaltung des Wissenschaftlichen Clubs der berühmte Egypwloge Professor Dr. Brngsch, welcher auch den Ehrentitel eines türkifchen Bey führt, einen Vor. trag über die egyptischen Grabdenkmale. Eine auserlesene Gesellschaft hatte sich hiezu eingefunden: Seine k. und k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Rainer, höchstwelcher von dem Präsidenten des wissenschaftlichen Clubs, Sr. Excellenz R. v. Schmer-linq. empfangen wurde, Se. Durchlaucht der Erste Obersthofmeister Prinz zu Hohenlohe, Se. Excellenz der Unterrichtsminister Freiherr von Conrad, viele Orientalisten und Mitglieder der geographischen Gesellschaft. Im März v. I. eröffnete der Vortragende, wie er unter anderem mittheilte, inder Nelropule von Memphis Vier neue Pyramiden von Pharaonen aus der fünften nnk sechsten memphitischen Dynastie. Sämmtliche Sarkophage tragen — was bis jetzt nie dagewesen in Pyramiden — die Namen und Titel der Könige, sind aus blendend schönem nubischem Steine, die Wände wimmeln von Inschriften, die fürstlichen Uebcrreste aber sind beraubt und geplündert.! Die erste Pyramide (80 Fuß hoch) ist die Grabstätte l des Königs Prpi (Phiops), die zweite Pyramide ent. hielt zwei Sarkophage, in deren einem mal! die wohl-erhaltene, feingebaute, noch mit Lockenhaar geschmückte Mumie des Sohnes des Vora/n mntrn vorfand. Ueber die beiden anderen Pyiamiden der Könige Unnas und Talkaia verbreitete sich der Vmliagenoe nicht im besonderen, indem er sich auf die Äemerknng beschränkte, dass die Eröffiiungsarlicitsn ihrcn Fortgang nehmen und man auch die Hoffnung hegt, endlich in die schwerst, zugängliche aller Pyramiden, jene von Maidun, ein« zubringen. Die Wandinschriften der vier Königsgräber bilden ein zusammenhängendes Buch von dcr Todtenwande-rung der Menschen. Leide, sind die Inschriften weit mehr von mythologischem, als historischem Werte, welch letzterer sich auf die nunmehrige Gewissheit be-schränkt, dass die Aufeinanderfolge der Pyramiden (man kennt nun deren 34) von Norden nach Süden der chronologischen Folge der memphitischen Könige entspricht. In der Tootkiistadt von Theben fand man im Juli diefes Jahres durch sine eigenthümliche V-r-kettung von Umständen in ß, Diese T»'xt> weiden für die philologische nnd historische Wissenschaft twn hoher Bedeutung sein und diejenigen der Pyramide Laibacher Zeitung Nr. 1_____________________________________________2_______________________________________________2. Jänner 1882. punkte, wie vor etlichen Wochen, d. h. sie sind über die Vorbereitungen noch nicht hinweggekommen. Die Regierung will die Hamburger Zollanschlussfrage zum Abschlüsse gebracht wissen, bevor sie die Angelegenheit wegen Bremens auf die Tagesordnung setzt. — In dem letzten Ministerrathe sind Bestimmungen über die nächsten Arbeiten des Reichstages, die Berufung des Landtages und die ihm zunächst vorliegenden Vorlagen getroffen worden. Der „National-Zeitung" zufolge soll der preußische Landtag auf Samstag, den 14. Jänner, berufen werden. Die Dauer dieser dritten und letzten Session der Legislaturperiode wird nach allgemeiner Ansicht sich auf mindestens drei Monate erstrecken, da eine Anzahl wichtiger Gegenstände, darunter eine Vorlage tirchenpolitifchen Inhaltes, die Eisenbahnankäufe, Steuerreformentwürfe lc., zu erledigen sein werden. Von der tirchenpolitischen Vorlage, welche dem Landtage zugehen soll, ist wohl viel die Rede, Bestimmtes darüber war jedoch bisher nicht zu erfahren. Ein Berliner Correspondent der „Köln. Ztg." versichert allerdings, dass seit vierzehn Tagen unter den Ministerien über jene Vorlage schriftlich verhandelt werde. Er fügt aber selbst bei, über ihren Inhalt verlaute noch nichts, doch werden allem Anscheine nach auf deren schließliche Fassung die Verhandlungen mit dem päpstlichen Stuhle von Einfluss sein. Ueber die Vorlage selbst habe der Unterstaatssecretär Busch in Rom übrigens nicht zu verhandeln gehabt, sondern nur über gerade auftauchende Fragen, vorzüglich persönlicher Natur, nach der „Germania" über die bevorstehende Wiederbesetzung der bischöflichen Stühle von Paderborn und Osnabrück. Herr Dr. Busch ist übri-gens nach seiner Rückkehr aus Rom vom Kaiser und Kronprinzen empfangen worden. Ans Verlin wird der „Pol. Corr." von sehr beachtenswerter Seiie geschrieben: Seit langem gab es in Berlin und wohl im ganzen Reiche wieder einmal eine wahre Weihnachtsstimmung. Das muss doch wohl an der Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse, wenigstens in erster Linie, liegen. Dann aber ist als förderndes Moment das lebhafte Bedürfnis hinzugetreten, sich einmal dem politifchen Hader zu entreißen und in eine ganz friedliche, idyllische Stimmung unterzutauchen. Sollte man in diesen beiden Ursachen der diesmaligen Weihnachtsfreude nicht ein Anzeichen entdecken, dass der politische Hader überflüssig und künstlich ist und wedcr wahrhaft tief liegende Gründe hat, noch in der Tiefe der Gemüther wurzelt? Und doch, mau kann es nicht leugnen, erfüllt sich die politische Luft mehr und mehr mit dem Conflictsstoffe. Fürst Bismarck hat einmal gesagt, er wolle den Conflict nicht zur Nationalinstitution machen, allein es scheint, dass wir seiner periodischen Wiederkehr fürs erste nicht entgehen können. Will man die Gegenwart vom historischen Standpunkte beurtheilen, so erscheint das nicht einmal überraschend; denn alle lebendigen Verfassungen sind durch die Praxis festgestellt worden, der Buchstabe ist der Praxis gewichen oder gefolgt, er hat sie nirgends gelenkt, außer sofern er sich zu ihrem Ausdruck ge-macht hatte. Anscheinend streiten wir unS jetzt im Reiche über Steuerreform und Socialreform. Hinter der Opposition gegen die bezüglichen Pläne des Kanzlers liegt aber die Berfassungsfrage und weiter nichts. Nach der liberalen Anschauung sollen die ReichLein-nahmen von dem jeweiligen Befinden des Reichstages abhängig bleiben. Die Verteidigung dieses liberalen Dogmas macht jedoch die Herren blind gegen einigi» Thatsachen von alles beherrschender Macht. Wir haben kein Parlament und können es noch nicht haben, wel> ches der Ansdruck eines einheitlichen politischen Volks» geistes wäre, und welches demgemäß die Fähigkeit besäße, die Gegensätze der lebendigen Entwicklung durch-zufechten und zugleich mittelst der Einheit inbetreff der Lebensfragen dem Kampfe die nndurchbrechlichen Schranken der Erhaltung des Ganzen zu ziehen. Ein Parlament, wie das uusere, in dem noch alle Lösungen der deutschen Frage, als ob diese Frage nicht gelöst wäre, entweder ihre stillen Anhänger, oder ihre un-belehrten Vorkämpfer zählen, ein folches Parlament kann doch nicht ein Reich regieren, das man erhalten, nicht aber in seinem Gefüge auseinander nehmen möchte, um die Arbeit der deutschen Einheit hoffnungs« los für ewige Zeit, und zwar verdientermaßen hoffnungslos, neu aufzunehmen. Der eben erwähnte Umstand ist aber nicht der einzige, den die Liberalen übersehen. Sie vergessen auch, dass ein Reich nie zur Festigkeit seines Bestandes und seiner Organe gelangen kann, dem man die Einnahmen durch Auskunftsmittel von kurzer Dauer löffel-weife zumessen will. An dieser Politik vor allem ist das alte Reich zugrunde gegangen, weil seine Central» gewalt, die alten Kaiser, es nie zu einem dauernden Einnahmsbestande bringen konnten. Die großen Kaiser-geschlcchter opferten ihre Familiengüter, um zuletzt macht- und mittellos dazustehen; es gab keine Organc, und man verstand auch keine zu bilden, für eine recht gesicherte und organisch eingelebte Besteuerung. Die „Freiheit der Stände" ließ es den Kaisern gegenüber dazu nicht kommen. Mit diesem alten Fluche sängt das neue Reich wieder an. Diesmal ist das Familiengut des Kaisers freilich ein starker Staat und drr größte im Reich. Nichtsdestoweniger kann das Reich nicht bestehen, wenn die Aufgabe, ihm dauernde und ausreichende Einnahmen zu sichern, nicht materiell und formell vollkommen gelöst wird. Noch befremdlicher als der Widerstand gegen die Steuerreform ist der Widerstand gegen die Social-reform. Aber er hat genau denselben Grund. Hinter dem Dogma, dass die Freiheit der wirtschaftlichen Atome allein die socialen Fragen lösen dürfe, verbirgt sich nichts als der Wunsch nach einer vom Staat unabhängigen Gesellschaft, die in cinem Parlament cen« tralisiert ist und über den Staat als ihren Handlanger disponiert. Man fürchtet m der Socialreform des Fürsten Bismarck die Unterwerfung oder die Beschränkung der Gesellschaft durch den Staat. Die Führer der liberalen Opposition gegen den Fürsten Bismarck sollten aber das Augenmerk auf die miss-liche Seite der Aufgabe richten, die sie sich wählen. Um das Idol der Souveränetät einer Gesellschaft, welche den politischen Geist noch nicht in sich trägt, sondern von Disharmonien aller Art erfüllt ist, zu vertheidigen oder aufzurichten, sind diese Führer gezwungen, die Krankheiten der bestehenden Gesell-schast ohne Heilung zu lassen oder das Uebcl mit Scheincuren zu behandeln. Sie sind ferner gezwungen, den Halt dieser Gesellschaft, den eben erst in den Umfassungsmauern errichteten nationalen Staat, in seinem Ausbau zu hindern und in seiner Dauerhaftigkeit zu schädigen. Es kann doch nicht allzulange dauern, dass das Urtheil der Nation, jetzt noch ganz« lich verworren und nach dm verschiedensten Richtungen irregeleitet, sich über dieses Verhältnis klar wird. Eine große Anzahl selbständiger Köpfe, die sich außerhalb des Parteigetriebes gehalten haben, steht mit starker Ueberzeugung auf der Seite des Reichskanzlers. des Unas, letzten Königs der fünften Dynastie, ergänzen, die Herr Maspero vor einigen Monaten copiert und übersetzt hat und nächstens wird im Drucke erscheinen lassen. Herr Maspero hat sich die Aufgabe gestellt, alle noch verschlossenen Pyramiden Egyptens öffnen zu lassen und die bereits geöffneten, über deren Inhalt noch Dunkel waltet, neuerdings zu erforschen. Unter den Pyramiden, welche sich am Saume der lybischen Wüste erheben, fesselt diejenige von Meydum die Blicke des Wanderers durch ihre sonderbaren Umrisse, die sich scharf vom Horizonte abgrenzen. Sie galt bisher nach den Ueberlieferungen in der Gelehr-tenwelt und den Erzählungen der Araber als die geheimnisvollste, da noch niemand ihren Eingang ausfindig gemacht hatte. In Wahrheit hatte ihn noch niemand ernstlich gesucht. Ibrahim Pascha, der die Vyramide beschießen ließ in der Hoffnung, ihre Schätze würden ihm zufallen, ebensowenig, als alle anderen. Viele glaubten, man müsse sich darauf beschränken, die Todtenkammern in der Nähe der Pyramide nach Statuen von der Art jener zu durchforschen, welche bereits eine der kostbarsten Zierden des Museums von Bulak sind. Andere wieder versetzten den Eingang der auf einem Felsen gebauten Pyramide ganz an den Fuß derselben, während Dritte behaupteten, er müsse stch in einer gewissen Höhe in einer Seitenwand befinden , und schlugen Nachgrabungen in diesen Richtungen vor. Herr Maspcro zeigte mehr praktischen Sinn, indem er einen künstlichen Hügel, der um die Basis der Pyramide sich gebildet halte, von Norden her durchbrechen ließ. Nach I.Mgiger Arbeit erwiesen sich seine Vermuthungen als begründet, und legten die Schaufeln der Fellahs am oberen Rande des Hügels, von dem es sich nun herausstellte, dass er wetter ist, als das erste Stockwerk der Pyramide, welches durch Mauerschutt verdeckt worden war, eine Oeffnung bloß. Heute habe ich mit Herrn Maspcro die Pyramide Meydum besucht. Durch den nunmehr ganz freien Eingang gelangt man in einen herrlichen Corridor, welcher genau wie derjenige der großen Pyramide von Gizeh, um ungefähr 40 Meter abfällt. Am Ende dieses langen Abhanges wird man abermals durch Schutt aufgehalten. Was jenseits desselben liegt, wird man in einigen Monaten, vielleicht auch schon in Tagen erfahren. Das hängt jetzt von den ferneren materiellen Schwierigkeiten ab, die aber, nachdem die Pforte des Hauses sich erschlossen hat, leicht zn über-windeli sein werden. Hcir Maspero hat im Corridor bereits zwei Inschriften im Stile der 20. Dynastie ent-deckt, welche die Namen von zwei Schreibein enthalten, die der Pyramide einen Besuch abgestattet haben. Man dalf kaum hoffen, dass niemand sie seitdem betreten hat und dass man alles ganz unversehrt finden wird; allein das unterliegt keinem Zweifel, dass die Erschließung der Pyramide von Meydum wieder eines der großen jahvtausende alten Geheimnisse Egyptens enthüllen wird." Jetzt noch zerstreute Posten, gleichsam in Feindesland, werden sie die Zwischenglieder sich Unterthan machen und das eroberte oder vielmehr bekehrte Land herstellen. Durch einen Conflict müssen wir aber wieder hindurch. Wird es auch kein eigentlicher Verfassungs-conflict, denn man braucht keinen Punkt der Verfassung zu verletzen, so ist es doch ein Conflict über die Ergänzung der Verfassung und über den Gebrauch der in ihr liegenden Regierungsmittel. Möchten wir ihn gut und rasch überstehen. Die Künstlichkeit und Oberflächlichkeit auf Seiten der Opposition, welche den Gegensatz hervorruft, gestattet für die Erfüllung diefes Wunsches eine günstige Prognose. Aus Petersburg schreibt man der „Wiener Abendpost" unter dem 24. v. M.: Bei Hofe find mehrere Personal. Veränderungen eingetreten. Graf Lambs dorf, welcher bisher in der Funcliun eines Oberhofmeistcrs das Moskauer Hofcomptoir verwaltete und zum Oberhofmalschall bestimmt war, hat wegen Kränklichkeit seine Entlassung genommen; statt seiner wurde der Hofjä'gcrmeister geh. Rath v. Naryschlin zum Ober-hofmarschall ernannt. Der allgemein beliebte Hof» marschall Fürst Galitzyn wurde mit dem Range eines Hofmeisters zur Dienstleistung bei Ihrer Majestät der Kaiserin zugetheilt. Die Vorbereitungen znr Krönnng des Kaiser-Paares dauern fort. Dcr stellvertretende Oberstallmeister Flügeladjutant Martynow hat bereits in Deutschland die für den Galawagen Ihrer Majestät der Kaiserin nöthigen weißen Pferde angekauft. Auch war der Hosminister Graf Woronzow-Daschkow kurze Zeit in Moskau, um die bei der Krönung in Verwendung kommenden Räumlichkeiten zu inspirieren. Die auswärtigen Zeitungen fahren fort, allerhand ganz unsinnige Sensationsnachrichten zu verbreiten. So hat man niemals in Gatschina als Officiere verkleidete Nihilisten verhaftet, niemals ist der abgeschmackte Versuch geinacht worden, omch Lust. ballons das Schloss Galschina zu zerstören. Dank der rastlosen und erfolgreichen Thätigkeit des Mimsters des Innern und des Chefs der politischeu Polizei, Herrn v. Plehwc, dürften, wie es scheint, wohl die meisten Verschwörer, zum mindesten aber deren Häupter, bereits hinter Schloss und Riegel sein. Dem Processe Trigonias, welcher im nächsten Monate beginnen soll, wird allgemein mit großer Spannung entgegengesehen. Dieser reiche, gc-bildete junge Mann, welcher an der Spitze einer Mörderbande stand, ist in der That ein psychologisches Räthsel. Eine neue Verordnung ist hinsichtlich des eigenen Convoi (Kosaken-Leibwache zu Pferde) erschienen. Der Convoi bestand bisher ans einer kaukasischen HalbcLcadron: Leighinen, Tscherlessen, grusinische Imikcr u. s. w., deren prachtvolle Nationalcostüme ebenso wie ihre Neiterkunststücke allgemein bewundert wurden, ferner aus zwei Schwadronen Kuban'scher und einer Schwadron Ter'scher Kosaken. Die kaukasische Schwadron soll nun aufgelöst werden, theils weil deren Mannschaften sich fern von ihren heimischen Bergen nicht glücklich fühlten, theils auch, weil der Unterhalt dieser sämmtlich im Officiersrange stehenden, prächtig equipierten und berittenen 80 Mann sehr theuer zu stehen kam. Die Mannschaft dieser Schwadron, die zum Theile auch aus Muhamedanern be« steht, wird nunmehr ihrem Range entsprechend in die kaukasischen Milizen eingereiht. Dagegen wird eine zweite Schwadron Ter'scher Kosaken errichtet werden. Der Convoi enthält demnach zwei Schwadronen Kuban, scher und ebensoviel Ter'scher Kosaken, von denen je eine Schwadron in Petersburg im Dienste steht, während die andere, den Gewohnheiten der Kosaken entsprechend, als Reserve in der Heimat bleibt, die aus, gedienten Leute entlässt und die neuen einübt. Alle drei Jahre werden die Schwadronen gewechselt. Die neuen rücken zum 15. Oktober in Petersburg ein, und die ausgedienten Leute gehen wieder in ihre Heimat zurück. Nur die vorzüglichsten Mannschaften werden zum Emtrilte bei dieser Elitetlilppe, die sich in ihren schcnlachrolhen, mit silbernen Tressen beschien Nocken prächtig auKnimntt, zugelassen. Die vier Stabstrompeter dieser Schwadronen behalten ihre bisherigen reichen Uniformen bei und sind zu Leibtrompetern Sr. Ma. jestät ernannt worden. Ungeachtet des für unfere Finanzen so ungün-stigcn Jahres 1880 hat die Reichsconlrole constatieren können, dass die Einnahmen um 138,000 Rubel höher waren, als sie der Voranschlag ansetzte Leider führten jedoch die Missernte, der Krieg gegen die T>kmzen, die Rüstungen gegen China, sowie manche andere unvorhergesehene Umstände zu bedeutenden Mehrausgaben, so dass sich ein Deficit von etwa 45 Mllllonen Rubel herausstellte. Dieser Abaana wird durch den Rest der letzten inneren Anleihe gedeckt Man erwartet in wenigen Tagen den provi« sorischen Staatsvoranschlag für 1882 und hofft, dass sich durch ausgiebige Ersparungen, nament-llch ,n den Ministerien des Krieges und der Marine, die Einnahmen und Ausgaben ausgleichen werden. Laibacher Zeltung N r. l 3 2. Illnner 1882. Hagesneuigkeiten. — (Zum Ringtheater - Brand.) Inder Sitzung des Wiener Gemeinderathes am 29. v. M. gab der Vorsitzende Bürgermeister»Stelluertreter Eduard Uhl das die Stiftung Sr. Majestät des Kaisers betreffende Schreiben des Statthalters von Niederster« reich bekannt, und verlas sodann das bereits ftublicierte bezügliche Allerh. Handschreiben, welches von der Versammlung, die sich von den Sitzen erhoben hatte, untei enthusiastischen Acclamationen zur Kenntnis genommen wird. Bürgermeister-Stellvertreter Ed. Uhl knüpft an dirse Mittheilung folgende Worte: „Se. Majestät unser allverehrter allergnädigster Kaiser hat durch diese Allerhöchste Entschließung neuerdings Allerhöchstseine hochherzige Fürsorge und Theilnahme für die wohlthätigen und gemeinnützigen Institute unserer Stadt kundgegeben. Die geehrte Versammlung wird das Präsidium ermächtigen. Sr. k. und l, Apostolischen Majestät hiefür den ehrerbietigsten Dank der Gemeindevertretung auSzu» sprechen." (Lebhafte Zustimmung) Von dem t. und l. Gesandten in Madrid. Herrn Grasen Ludolph, ist folgendes Schreiben eingelangt: „Im Austrage Ihrer Majestät der Königin habe ich Eu. Huchwohlgeboren in höchstderen Namen anszusprechen, wie tief und schmerz« lich Ihre Majestät durch die Katastrophe des Ring. theaters ergriffen wurde und wie es höchstderselben wenigstens zu einigem Troste gereicht, diese Theilnahme eben in dem Augenblicke zum Ausdrucke zu bringen, wo durch eine unter höchstihrem Patronate in der Oper stattfindende Wohlthätlgleits.Vorstellung auch die hiesige Bevölkerung das Mitgefühl an dem Unglücke bethätigt, welches die dem Herzen Ihrer Majestät stetS so theuer gebliebene Kaiserstaot betroffen hat. Graf Ludolph." (Diefe Zuschrift wird mit lauten Beifallsbezeigungen zur Kenntnis genommen,) Ferner sind wieder zahlreiche Beilcidsschreiben eingelangt, dalnntcr eines von dem Senate der Stadt Hamburg mit einer Spende von 10.000 Mark, welche unter Beifallsbezeigungen zur Kenntnis genommen wer« den. Das Hilfscomitc hat bis jetzt, abgesehen von den Unterstützungen für das Theaterpersonale, 11.000 fl. zu momentanen Aushilfen an die Familien der Verunglückten verwendet. Hievon wurden zufammrn 2900 fl. gesendet nach Arad, Bclluö. Pressburg, Varrano. Lacken« bach und Kulla in Ungarn, nach Dallwitz, Zechowitz. Alberthan, Piset, Kosmanos in Böhmen, nach Mährisch-Schünau, Kunowitz. Neutitschein, Weißlirchen. Gewitsch Nl Mähren, nach Rudolfsheim. Klostcrneuburg. Eben-furth in Nlederösterreich, nach Ebcnsee in Oberösterreich und nach Breslau. Au drei Personen wurden je 50 fl., an zwölf je 100 st. an fünf je 200 fl. und an eine Familie b00 si. als momentane Unterstützung ausgefolgt. — (Auf den, Eise eingebrochen.) Aus Walchsee. 28. v. M.. berichtet man dem „Tiroler Boten", dass an diesem Tage bei sonnigem Wetter der 14jährige Sebastian Stabler auf dem See Schlittschuh lief, plöh. lich mit der Eisdecke einbrach und unt« das Wasser fank. Der Wirt Tanzl. ein guter Schwimmer, wollte den Knaben retten, brach aber ebenfalls mit dem Eise ein und verschwand unter der Eisdecke. — (Die Ereignisse in Warscha u.) Aus Warschau, 28. v. M.. wird der „Schlesischen Zeitung" geschrieben: „Seit gestern mittags herrscht in der Stadt Ruhe. Die Excedenten wurden durch Verstärkte Militär« abthcilungen theils vertrieben, theils verhaftet, und bis zum gegenwärtigen Augenblicke haben sich die Anfälle gegen die Juden nicht erneuert. Die Verwüstungen haben besonders den äußeren Kreis der Stadt und die Vorstädte betroffen. Die Mitte der Stadt, die wohlhaben, deren Viertel, find ganz verschont geblieben. Die Vorstädte längs der Weichsel haben am meisten gelitten. In diesen Gegenden ist wohl nicht ein einziger Juden» laden und nur wenige Iudcnmohnungen unversehrt ge> l'lieben. Die Häuser sind zum Theile demoliert, die Mo. bilien auf die Straße geworfen, die Läden größtentheils verwüstet und ausgeräumt worden. Man greift wohl nicht zu hoch, wenn man die Zahl der beschädigten Häuser auf über 300 annimmt, die der verwüsteten Läden dagegen auf das Doppelte schätzt. Der dadurch deu Juden, und zwar meist den ärmeren unter ihnen zugefügte Schaden beträgt wohl 2» bis 300.000 Nudel. D>e ganze Bewegung ist von dem gesummten Diebs» yesindel der Stadt in reichstem Maße ausgebeutet worden. Wo etwas zu rauben war, fanden sich auch die handwerksmäßigen Gauner und Diebe in großer Zahl ki», plünderten vor allem die Kassen, bemächtigten sich der Werlgegenslände und gaben das übrige der berauschten Menge preis. Bei vielen der Festgenommenen fand Man Geld. Uhren :c. vor. Schnaps, Cigarren, Kurzwaren lc. wnrdcn von diebischen Frauen körbeweis ans den Läoen getragen. — Das Begräbnis einiger Opfer der Katastrophe an der Kreuzkirchc. das gestern mittags stattfand, gab Grund zu neuer Erregung, obwohl die Polizei die Belannlmachuug diefe» Begräbnisses untersagte. Aber die Militärmacht war groß genug und fo ^theilt, dass dabei nirgends die Ruhe gestört wurde. Ais heute follen an 2000 Verhaftungen vorgenommen Wurden fein. und darunter finden sich außer den profef' sionellen Dieben meist nur ganz junge Handwerlsburschen v">' 12 bis 18 Jahre», die in Gruppen von 20 bis 30 jene Verwüstungen anrichteten und zusammen arretiert wurden. — (Feuerlärm in öffentlichen Locale n.) Im Grecian «Theater in der Eity-road entstand am 27. v. M. während der Vorstellung ein falfcher Feuer-lärm. Nur durch die Geistesgegenwart des Directors, welcher auf die Bühne eilte und die Zuhörerfchaft beschwor, auf ihren Plätzen zu bleiben, wurde eine Panik abgewendet, die von furchtbaren Folgen begleitet gewesen wäre. Das Theater, welches Raum für 5000 Perfonen hat. war bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Gedränge nach dem Ausgange war fürchterlich, aber glücklicherweise wurde niemand verletzt. Nachdem sich die Angst der Zuschauer gelegt, nahm die Vorstellung ihren Fortgang. — Weniger harmlos verlief ein ähnlicher Vorfall ebenfalls am 27. v. M. in einer Music-Hall zu Leeds. Die papiernen Verzierungen des Gaslronleuch> ters fiengeu Feuer, worauf das Publicum sich dem einzigen offenen Ausgange zuwälzte, vor welchem, da die Thür sich nur nach innen öffnete, ein furchtbares Ge-dränge entstand. Viele Frauen fielen in Ohnmacht und wurden mit Füßen getreten. Die Polizei schlug die anderen Thüren ein und schaffte die Verletzten beiseite. Das Feuer wurde bald gelöscht uud die Vorstellung dann fortgesetzt. Locales. — (Das Krippenspiel) im Freiin von Liechtenthurn'schen Waisenhause, das, wie gemeldet, am 28. v. M. zum erstenmale zur Darstellung kam. fand gestern seine Wiederholuug, und es war diese zweite Vorführung durch die Anwesenheit des Herrn l. l. Landes» Präsidenten A. Winkler ausgezeichnet, welcher mit dem Frl. Tochter Marie erschienen war. Zuseher hatten sich diesmal in solcher Menge eingefunden, dass nicht nur der Saal dichtgesüllt war, fondern dass die noch eine halbe Stunde durch nach Beginn ununterbrochen Herbeiströmenden, nur mehr auf dem Gange und schließlich unten im Hofraume Posto fassen und sich mit den durch die offenen Fenster des Iufchauerraumeö herabllingen-den Worten der einzelnen Vortragspiöcen begnügen mussten. Dieser zweiten Vorführung, die abermals mit dem größten Beifalle aufgenommen wurde. wird. wie wir hören, am Freitag tt. d. — hl. Dreilönigstage, noch eine dritte folgen, welcher die zahlreichen Freunde solcher Darstellungen mit allem Interesse ent» gegensehen. — (Verleihung.) Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 29. Dezember v. I. dem Landeshauptmanne im Herzog-lhume Salzburg. Landesgrrichtsrathe Dr. Karl Grafen Chorin sky, taxfrei de» Titel und Charakter eines Oberlandesgerichtsrathes allergnädigst zu verleihen geruht. — (Aus dem Gemeinderathe.) ^Schluss.) GR. Dr. Schaffer erstattet namens der Schulfection den Bericht über die von der l. l, Regierung gewünfchte Creiernng städtischer Stipendien für Abiturienten der hiesigen gewerblichen Fortbildungsschule zum Besuche der k. k. Staats-Gewerbefchule in Graz. Referent erklärt, indem bereits derartige Stipendien vom Staate, von dem h. lrain. Landtage und der lrain. Sparlasse gegründet worden, fo möge sich auch die Stadtgrmrinde Laibach durch die Creierung eines Stipendiums mit 25 st. monatlich und 2'/,jähriger Dauer für fünf Semester anschließen und das Stipendium einem mit vorzüglichen Erfolge absolvierten Schüler der hiesigen gewerblichen Fortbildungsschule verleihen, ohne dasselbe jedoch ans den Besuch der Grazer Staats»Gewcrbeschule zu beschränken. GR. Dr. Sup pan wünscht nicht die Aufnahme der Bestimmung mit „vorzüglichem Erfolge", es würde genügen, auch mit „gutem Erfolge" zu fageu, und writers solle daS Stipendium nnr an nach Laibach zuständige Schüler verliehen werden. GR. Desch-mann hält die Creierung für eine nur probeweife, nicht für immerwährende Zeiten geltende. GR. Negali sprich! sich gegen die Creierung deses Stipendium« aus. Seiner Anschauung mich wäre es zweckmäßiger, beim h. Ministerium zu befürworten, dass eine Abtheilung der Gewerbeschule an der hiesigen Ober-Realschule errichtet werde. GR. Ho rat ist gleicher Anschauung wie der Vorredner. Krain ist gewiss ein industrielles Land, mehr als andere Länder, wo, wie z. B. in Salzburg, bis nun Staatsgewerbeschulrn errichtet wurden, daher möge man für die Creierung wenigstens einer Abtheilung derselben in Laibach thätig sein. Als es sich um die Errichtung einer Ol'errealschule in Laibach handelte, da wurden anch zur selbi-n Zeit im Gemeinderathe Stimmen laut, dieselbe nicht in Laibach zn errichten, sondern Stipendien für Graz »nd Klagensurt zum Besuche der Real-schule zu errichten. Und doch ist heute die Laibacher Oberrealschule sehr gut besucht, wenigstens weit besser, als viele gleiche Anstalten. Referent GR. Dr. Schaffer vertheidigt die Sec-tionsanträge. So lange keine Staatsgewerbeschulc in Laibach bestehe, müsse man fo viel als möglich dafür sorgen, dass die gewerbliche Jugend anderwärts ihre Fortbildung finden könne. Dass solche Stipendien nöthig sinft, habe die große Competenz um die drei StaatS-slipendien nachgewiesen, welche sämmtlich Laibacher erhielten, R-dner hält auch den Sectionsantrag, dass nur vorzügliche Schüler das Stipendium erhalten sollen, aufrecht. Vei der Abstimmung wird der Sectionsantrag angenommen, mit dem Abänderungsantrage des GR. Dr. Suppan. dass zur Erlangung des Stipendiums auch guter Erfolg genüge. GR. Dr. Suppan theilt dem Gemeinderathe mit, dass kürzlich eine Scontrierung sämmtlicher städtischer Kassen vorgenommen und alles in bester Ordnung befunden wurde. Hierauf wird die öffentliche Sitzung nach 2'/,stüudiger Dauer geschlossen, -x- — (Professor v. Luschin) schloss diesertage in Graz den Reigen der sechs von dem historischen Vereine für Steiermarl veranstalteten Vorträge. Derselbe hatte sich zum Thema die Vertheidigungsanftalten der Städte im Mittelalter gewählt. In einer einleitenden Schilderung wurde die Kriegsführung im Mittelalter vor und unmittelbar nach Erfindung und Benützung des Schicßpulvers im allgemeinen geschildert, auch von dem Vortragenden erzählt, welche Formen bei der Kriegserklärung beobachtet wurden und wie es nut dem Mein und Dein zu Fehdezeiten gehalten wurde. DaS eigentliche Thema, nämlich wie sich eine belagerte Stadt benahm, um die von Fürsten und Adeligen >hr zugedachte Unbill abzuwehren, absolvierte Herr Professor v. Luschin in der Weise, dass er an der Geschichte der Belagerung, die Nürnberg im zweiten deutschen Städte-kriege in den Jahren 1449 bis 1450 von den Truppen des Markgrafen Albrecht Achilles von Brandenburg und feiner Verbündeten auszuhalten hatte, exempliftcierte. Der Vortragende folgte dabei den in chronistischer Form erfolgten Aufschreibungen des damaligen Nürnberger Bürgermeisters Schuerbach. Redner gieng in alle Details ein. wie die Stadt verproviantiert wurde, wie sie bei befreundeten Städte» eine Kriegsschuld aufzunehmen suchte, wie sie Zwangsanlchen ausschrieb, wie sie ihre Bauern in das Weichbild hereinholte, den Bürgern zur Unterstützung berufsmäßige Krieger in Sold mn den Darstellern klappend gespult, und ernteten dieselben reichlichen wohlverdienten Beifall. Den Schluss des Abends machte eine mit recht hübschen Gewinsten ausgestattete Tombola. -x- — (Der Sylvefter-Abend) in der Mal, Nl'ca, dessen Programm wir neulich mitgetheilt, verlief u der animiertesten Stimmung, uud war es besonders Laibacher Zeltung Nl. 1____________________________________4 2. Jänner 1882. die Rede des Herrn Franz Drenik, die, mit Ernst und Würde concipiert und vorgetragen, dem Charakter der weihevollen Abschiedsstunde des alten vom neuen Jahre vollkommen entsprach und vielen Beifall fand Sie gipfelte in dem Wunsche, es möge der (^italnica im neuen Jahre noch erhöheteres Leben, noch eine größere Ausbreitung und Ausdehnung erblühen. Von den Vorträgen gefielen am meisten die Declamation und das Zitherfpiel deS Frl. Nod 6, die komische Scene, die Männerchöre und die Musilpiöcen, unter denen die nationalen Weisen wie immer von zündender Wirkung waren. Die Lotterie wies sehr schöne und reichhaltige Gewinste. — („Sloven ski Pravnil".) Die letzte dies, jährige Nummer des „Slovenski Pravnil" ist vor einigen Tagen erschienen, und hiemit ist der eiste Jahrgang dieser Monatsschrift abgeschlossen. Ein Blick auf den vor uns liegenden ersten Iahrgnng überzeugt uns sofort, dass wir es mit emem ernsten und gewissenhaften Unter^ nehmen zu thun haben. Die Beiträge sind durchgehends Oliginalarbeiten und zeugen von tüchtigen juridischen Kenntnissen. Die praktischen Fälle sind fast durchgehends Entscheidungen aus dem Bereiche unseres Oberlandes-gerichtssprengels und bisher nirgends sonst publiciert. Wir vermissen nirgends die streng wissenschaftliche Tendenz der Aufsätze. Zudem ist die Sprache eine klare, einfache und jeder überflüssigen Phrase ent« behrende. Dass aber bei einer wissenschaftlichen Arbeit die Sympathie oder Antipathie, die man ihr entgegenzubringen gesonnen ist, nicht davon abhängen darf, in welcher Sprache sie geschrieben ist, wird für jeden wissenschaftlich Gebildeten einleuchtend fein, und es wäre eine allfällige aprioriftische Abneigung gegen dieses Blalt nur zu bedauern. — „Slovenski Pravnik" erscheint auch im Jahre 1882 in gleicher Ausstattung und mit gleichem Programme. Für Nichtjuristen, die viel mit Aemtern zu thnn haben, wird «ach der Prä-numerationsankündigung eine eigene Rubrik zur Ver« öffentlichung von Gefuchsformularien gewidmet. Wir wünschen dem Unternehmen viel Glück und den Prä» numeranten. dass sie viel Nutzen daraus ziehen. — („Brencelj") bringt in seiner letzten Nummer vom verflossenen Jahre eine Rückschau auf «die guten und fchlimmen Ereignisse von 1881" und schließt mit dem schlimmsten Ereignisse mit dem Tode des der Nation unvergesslichen Dr. Johann Bleiweis Ritter v. Tisteniöli; „mit besonders schwarzen Ziffern — sagt Brencelj — werden wir dieses Jahr 1881 in unsere Pratika eintragen, weil der Schaden, den es uns mit diesem Verluste angerichtet, keines der nachfolgenden Jahre wird gut machen können." — (Aus Karlstabt) meldet man der „Ngra< mer Zeitung" unterm 31. v. M.: Der Cadcttenschul. Commandant Major Thal heim hat sich heute entleibt, nachdem er seine beiden Söhne vergiftete. Ein Mädchen wies den Gifttrank zurück und wurde also gerettet. Das angebliche Motiv ist eine unheilbare Krankheit. — (Landschaftliches Theater.) Vorgestern gieng Suppös köstliche Operette: «Donna Iuanita" zum erstenmale in dieser Saison in Scene und errang einen durchschlagenden Erfolg, wozu namentlich die Träger der Hauptrollen, aber nicht minder das Ensemble der Chöre das Ihrige beitrugen. Superb war Frau Wallhof als „Donna Olympia", die in dieser Partie als Tänzerin dem Publicum neu erschien und ivahre Triumphe feierte; auch Frl. v. Wagn?r spielte und sang den „Rene Dufaure" mit vollendeter Verve; die Herren 2irector Mond heim (Nlcade) und Linori (Oberst) fchufen treffliche Chargen- das Sextett der „Lstudientes" wirkte in voller Harmonie. Die Störungen durch einen Einzelnen, die dann später hinzukamen und die wir bei den notorischen Verhältnissen der heurigen Operette nicht näher zu bezeichnen brauchen, giengen ohneweiters vorüber. Im ganzen gefiel diese Operette, die gestern wiederholt wurde, außerordentlich, und wird dieselbe gewiss auf lsnzer hin eine besondere Zugkraft üben. Das Haus war an beiden Abenden sehr gut besucht. — (Unbestellbare Briefpostsendungen.) Veim l. k. Postamte in Laibach erliegen folgende unan-dringliche Briefpostsendungen, über welche die Aufgeber verfügen können. — an: Weinschenl C. in Offenbach, Ierer Maria in Ngram, Maci Valentin in Warasdin. Petloviek Johann in Mondsee. Rajar Miha in Seifen« berg, Sezetin Marie in Lola, Remesberger Kanzianilla in Pola. hribar Therese in Zagor. Dubnicel Marie in Olpasnig. Stupar Johann in Laibach, Mikes Andreas in Hont. Burda Tosef in Hont, Dvornil Johann in Videm. Betriebsverwaltung der Rudolfsbahn in Wien, Kozjel Maria in Agram. Ilz Anton in St. Gotthard. Gaviek Stefan in Dobovec. Ullrich Georg in Agram. Iaklitsch Jakob in Laibach, Dezelan Iernej in Agram. Paper Elise in Krainburg. Schwab Rosa in Graz. Ptttauer Alois in Wiener>Neustadt, Zummer N. in Obergörjach., Novak Johann in Michelsdorf (recom). Goriup I. in Trieft, Freund Alfred in Turin. Panigai Unna in Trient, Rosenberg in Wien, Smidler Marie in Nenberg. v. Lilienthal Leopold in Graz, Mohavec Johann in Seegraben. Per Reza in Dolni Vrh, Kerc Iostfa in Vaibach, Ajster Johann in Munkendorf, Vuko. vinsly in Clrnik, Hofbauer in Esztergom. Fertin Martin in Radmannsdorf. Branovik Andreas in Fara. Bratej Iosefa in Voblinsko, Pastat Josef in Trieft. Remic Margarethe in Trieft. Slavinn Vartolo in Venedig. Moretti Pezz in Trieft, Stumpft Anna in Römerbad. — („Die Heimat".) Das 7. Heft der von Dr. Johannes Emm er fo vorzüglich redigierten patriotischen Zeitschrift „Heimat" bringt den Beginn einer hochpoetischen, formvollendeten Novelle von Julius von der Traun, betitelt: „Bis in den Winter", ferner einen sehr interessanten historischen Aufsah „Ein indianischer Toussaint-L'Ouverture" aus der Feder F. Hassaureks. des bekannten amerikanischen Publicist«« und Staatsmannes; wir finden ferner schöne Gedichte von Josef Bück. R. Sperling und A. Forstenheim. die Aussähe „Hochzeit im Gebirge" von Paul Kartak. „Erzherzogin Marie Valerie", das humoristische Feuil. leton „Glückwünsche und Ballhandschuhe" von B. Neumann. „Alexander Dumas", „Stilblüten im Eisenbahnleben", die Neiseskizzen „Um die Erde" und die Fortsetzungen dcs Romanes «Die Verlobte des Junkers" von A. Dittrich und der Novelle „San Sebastian" von Richard Voß. Das Heft enthält die Porträts „Erzherzogin Marie Valerie" und „Alexander Dumas", die köstlichen Bilder „'S Auftragen" und „Der Ehrtanz" von Hugo Kauffmann. „Tafelrunde in SanZsouci", die allegorische Zeichnung „Neujahr" von Rudolf Weiß und das prächtige Genrebild „Der Schlaf des Gerechten" nach dem Gemälde von E. I. Boks. Danksagung. Nie alljährlich wurden auch heuer die Schüler der Excur» rendo-Schulc auf dem Carolincngrundc gelegentlich der Christ» baumfeier mit Kleidungsstücken jcdcr Gattung derart betheilt. > dass die meisten einen completen Anzng erhielten. Dem größten Theile der Kinder wäre es nicht möglich, in der rauhen Winterszeit die Schule zu besuchen, wenn ihnen die Mildthätigkeit dieser edlen Menschenfreunde nicht zuHilfe ge° lommen wäre. Der Gefertigte sieht sich deshalb verpflichtet, allen Gönnern der hiesigen Schnljugeud seinen tiefgefühlten Daiilauszusprechen, insbesondere aber den mit wahrer Selbstaufopferung Wirlenden Mitgliedern des Comite's. Vezirlsvorstehung. für Carolinengrund: _________ M. Peruzzi. 1. Ausweis über die großmüthigen Geschenke und Beiträge fnr den Herz» Jesu-Kirchenbauverein in Laibach bis Ende September 1881. (Fortsetzung.) Durch den hochw. Herrn Canonicus Zamejic: Clgarrerill-ncn durch Tcgclj 12 fl., Ialob Dezman 1 fl., Agnes Pcrse im Namen der Cigarrcrin 2 fl. 44 lr., Katharina Slubic l fl, Johanna Kerjan 1 fl., Wilhelm Tollhoff, Landeshauptmann. 5 fl.; Ursula I,. Köchin, l fl.; Michael Dchnan 1 fl,, Gertraud Prilsncr 20 lr., Cigarrerinnen durch Antonio. Tcgclj 8 fl,, Opferstock in der Domtirche 23 sl. 12'/, lr,, Margarctha Ieriha 1 fl.. Mathias Icriha. Nonnmbcichtvater, 10 fl.; eine Un-genannte 1 sl.. Dr. Johann Vleiweis 2 fl.. eine fromme Seele i 2 st., Josef HaZnil. Pfarrer. 5 sl,; Amonia Slerzinar. Dienerin, 1 fl.; Georg Vulc. Domdcchant, 20 fl.; Anna Krnöeuic, Die-nerin, 1 ft., Amalia nnd Maria Pseffercr je 1 s!.. Agnes Kncz, Dienerin, 52 lr.; Helena Krel 1 fl,, Theresia Slnl, Lehrerin in Lasiina. 30 lr.; Thomas Pirnat, Hausbesitzer, 25 fl; Maria Dolinar 1 fl., Opfcrstoct der Domlirchc, 3 Ringe, 14 fl. 13 lr.; Gertraud Ivan 1 fl,, Francisca Kns>r " ",, eine Ungenannte 2 fl,, eine Ungenannte 3 fl.. Slviilliluiig der „Hgodnja Danica" 1 Ducnten und 10« fl, 10 tr,, Victoria Pudiuan 50 tr., August Endlicher 50 lr, Theresia Parcel 10 lr., Francisca Podlogar 10 lr.. F:unz Zabulovec 30 lr.. Peter Alcöoucc 28 lr., Maria Lender 30 lr.. Lamlicrl Koch für sich und für die Eltern 30 lr,, Franz Zabulovcc für sich und für den Vater 10 lr., Maria Klopltt aus Vlagowiz 10 fl,, Cigarrerinnen 5 fl. 55 lr.. eine Ungenannte 50 lr,, Cigarrerinncu 50 lr, Ursula Iamniscl 1 fl., Agnes Pavlin von St. Varthelmä 2 fl., ein Ungenannter 2 fl,, Maria Olorn 1 fl,, Maria Golmaier 1 fl,, drei Wohlthäterinnen 2 fl. 53 lr. (Fortsetzung des 1. Ausweises folgt.) Neueste Post. Origillal«Telegramme der „Laib. Zeitung". Budapest, 1. Jänner. Der heutige Neujahrswunsch der liberalen Partei gestaltete sich zu einer glänzenden Vertrauenskundgeblmg für Tifza. Karlstadt, 1. Jänner. Heute Nachmittag fand die Beerdigung des Majors Thalheim statt. Das Oe-neralcommando war durch den Generalstabschef vertreten. E« ist erwiesen, dass ein Knabe erdolcht, ein Mädchen vergiftet wurde. Unzweifelhaft ward die That im Irrsinn begangen. Prag, 31. Dezember. Der Landescommandierende FML. Baron Litzelhofen ist an einer Lungenentzündung ertrankt. Cardinal Fürst zu Schwarzenberg ist von seiner Reife nach Nom Hieher zurückgekehrt. Berlin, 3l. Dezember. Die „Kreuz-Zeitung" meldet: Durch eine Cabinetsordre vom 27. Dezember wurde Generalmajor Graf Waldersee zum General» Quartiermeister beim Grneralstabe ernannt. In dieser Stellung hat er den Chef des Generalstabes zu entlasten und in Behinderungtzfälleu zu vertreten. Berlin. 31. Dezember. Der „Reichsanzeigcr" meldet: Cardinal Fürst zu Schwarzenberg in Prag ernannte nach der nachgesuchten und am 19. Dezember ertheilten landeöherrllchen Genehmigung den Pfarrer Nitfchle in Regensdorf zum Großdechanten und fürst erzbischöflichen Vicar in der Graffchaft Glatz. Der« felbe ist als folcher zugleich Ehrendomherr von Bres-lau. Das Staatsministerium beschloss unler dem 22sten Dezember die Wiederaufnahme der eingestellten Staatsleistungen für deu preußischen Antheil der Erzdiö-cese Prag. Briisfel. 3 l. Dezember. Eine Regierungsverordnung untersagt für Belgien die Ein- und Durchfuhr von Rindvieh und Schafen aus Deutschland. Rom, 31. Dezember. Der König empfieng heule das diplomatische Corps unler dem üblichen Ceremuniel. Petersburg, 31. Dezember. Das ..Journal de St.'Petersbourg" protestiert gegen das Arrangement, durch welches die Tnbute von Bulgarien und Ostrumelien den Bondholders zuertheilt werden sollen, und betont, dass die Kosten für den Unterhalt des russischen Occupaiionscorps vorerst bezahlt werden müssen. Russland könne wohl auf dic durch die neue Organisation hervorgerufenen Verlegenheiten Rücksicht nehmen, seine Toleranz müsse aber den befreiten Völkerschaften zugute lomimn und nicht den Voudhol-ders, denen gegenüber die Priorität Rusblands sich durchaus evident auf der Basis des Berliner Ve>. träges befinde. Belgrad, 31. Dezember. Die Verhandlungen über abzuschließende Handelsverträge mit Deutschland und Frankreich beginnen Mitte Jänner. Die Verhandlungen werden mit den beiden Vertretern dicser Mächte geführt werden. Bukarest, 31. Dezember. Die Kammer und der Senat vertagten sich bis zum 22. Jänner. Tunis, 31. Dezember. Der größere Theil der Hammamas mit 2300 Zelten wurde am 27. d. M. in Gafsa erwartet, um feine Unterwerfung anzubieten. Der Nest diefes Stammes icheint ebenfalls geneigt, sich zu unterwerfen. Die Insurrection im südlichn» Tunis wäre alsdann vollständig erloschen. — Die Colonue des Generals Delebrcque. welche in Süd-Oran operiert, ist, nachdem sie die Insurgenten auf marokkanisches Gebiet gänzlich zurückgedrängt hatte, auf ihre Bcobachlnngsposteu zurückgetehit. Mndel und Volkswirtschaftliches. llaibach, l!1. Dezember. Auf dem heutigen Marlle sind erschienen: 4 Wagen mit betreibe, 2 Wage» mit heu und Stroh, 12 Wagen und 2 Schiffe mit Holz (211 (lubilmeter). H u r ch l ch n i t t s - P r e l s e. >l.!lr, !l,^l,> ft.,ll^ 1,.^,/. Weizen pr. heltollt. U,10 10 5« Nutter pr. Kilo . ^7W HsH Korn , 6 l8 6 U3 Eier pr. Stück . - 2 - — Gerste „ 4 71 b i:i! Milch pr. Liter _ g— - Hafer „ 3 41 !j?:Windfleisch pr.ssilo -5«____ Halbfrucht „ — - 7 20 Kalbfleisch „ __ 52 — . Heiden „ 4 87 6 —Schweinefleisch „ —48- — Hirse „ 4^71 5 40> Schöpsenfleisch 30— -. Kuluruz „ U40 tt39Hähndcl pr. Stuck —40 - Grb«ps,l 100 Kilo ii u«-------Tauben „ — 18 - — Liilscn pr. heltolit. U —-------Heu 100 Kilo . . 2 68____ Erbsen „ 8---------ntroh , . . i 9ü____ Fifolcn „ 8 50-------Holz, hart., pr. vier Rindsschmalz Kilo — 94------- Q.'Mctcr____7 __ Schweineschmalz „ — 82------— weiches, ,____4 59 Speck, frisch „ — li8-------Wein, roth,, 100Lit.____20 — — geräuchert „ — 74-------— Weiher „ ____18 — Verstorbene. Den 29. Dezember. Johann Kogaj, Pfründner, bbI.. Karlstiidterstraszc Ar. 7. Lungeneutzündilng. Den :l 1. De zembc r. Maria Erjen, Inwohnerin, 81 I., Äahnhufgasse Nr. 28. Altersschwäche. Den 1. Iänn e r, Forlunat Zieglcr, gewes. Gürtler nun Pfrundncr. 54 I, Karlslädtcrstraßc »ir. i), Schlaqfluss. — Marianna Svctlii, Inwohnerin, 71 I., Polanaslrasjc Nr. 58. Im Civilspitale: Den 28. Dezember. Anton Dimic, Inwohner, 60 I., plourit.. lülguällt. Den 31. Dezember. Franz Kumer, Schmied, 29 I., Tuberculose. - Im Garnisonsspitale: Dcn U1. Dezembcr. Franz Starc, Infanterist, 21 I., ^,nt;ln», I^uäwissil. Lottoziehungen vom 31. Dezember: Wien: 50 76 26 78 72. Graz: 15 75 8 53 60. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ß n W ZI - -'- M s "« U «L ° u M 7UMg 74148 —50 windstill^ Nebel 31 2 ., N, 740Ü2 -> 10 NO. schwach bewöllt 00U 9 „ Ab. 740481^.10 windstisl bewöltt « 7 U.Mg. 739 79 0 0 W. schwach bewüllt"--------- 3 2 „ N. 7Ü3 56 > 5« SW. schwach bcwi^llt 0O0 ^? 9 ., Ab. 738 48 > 44 N. schwach bewölkt Drn :!1. Dezember vormittags Nebel, nachmittags theil, weise heiler, Thauwettcr. Den 1. Jänner vormittags thcilweise heiter, Sonnenschein; »achmitlags düstere, feuchte Luft, ganz bcwöllt. Das Tagesmitlel der Temperatur an beiden Tagen — 10" und 4- 3 3', beziehungsweise um 19» und 6 2" über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ottvmar Vamberz.