pniiiumcrations - prcisc: Für Laibach: Ganzjährig . . . 8 fl. -10 tr. Halbjährig . . . 4 „ 20 „ «icrtcljirhrig. . . 2 „ 10 „ Monatlich . . . — „ 70 „ M i t 6er Post: . . I I fl. - tr. Halbjährig . . . .■> „ 50 „ Bierteljährig. . . 2 „ 75 „ Sitr Zustellung in« HauS viertel->"hrig 25 tr., monatlich ii tr. Einzelne Nummern 6 tr. Laibacher Mfiblntt. Anonimc Mülheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurlickgesendet. ttcinklion Suhiihofgafjc 91 v. ISr Skpkdilio» 1111L 3nfmttcn-ßurrnii: ikongreßplatz Nr. 81 (Buchhandlunx von 3. v.Kleinmavr KF. Bamberg). Jiisrrlionspreisc: Für die einspaltige Petitzeile ;i tr. bei zweimaliger Einschaltung ü 5 tr. dreimal 1 7 fr. JuserticnSslempcl jedes >nal 30 fr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Nr. 96. Donnerstag, 27. April 1871. — Morgen: Vitalis. 4. Jahrgang. Die RegimmgSvollkM. Die Leser kennen den wesentlichen Inhalt des vorgestern vom Ministerpräsidenten dein Abgeordneten!, anse vorgelegten Gesetzentwurfes betreffs der den Landtagen zu gewährenden erweiterten Gesetzgebungs-Initiative. Danach steht den Landtagen das 5K> in vielen nach § 11 des Staatsgrnndge-jetzes über die 9ieich^Vertretung dein Reichsrathe vor-^haltenen Angelegenheiten Gesetzvorfchlage zu be-IchhcBcn, die nach Zustimmung des Rcichsrathes und °er kaiserlichen Sanktion für das betreffende Land Gesetzeskraft erlangen sollen. Um die Tragweite dieser Vorlage einigermaßen zu kennzeichnen, wollen Wir die Angelegenheiten, welche bisher ausschließlich °er Kompetenz des Rcichsrathes angehörten, und über welche die Regierung nun auch den Landtagen das Recht zngestaude» wissen will, Gesetzvorschlüge zu beschließen, kurz andenten. Die Gesetzgebungs-Initiative will die Regierung den Landtagen erthci'cn Musterschutz, welche die Medizinalgesetzgebung, sowie bte Oejetzgebung zum Schutze gegen Epideinien unb Viehseuchen, die Gesetzgebung über Heimatsrecht, über Fremdenpolizei und Paßwesen, sowie über Volkszählung betreffen; weiter die Initiative in der Gesetzgebung über die konfessionellen Verhält-v * ' Vereins- und Versa nt m l« ngs -echt, über die Presse und den Schntz des ^"st'6en Eigenthums; in der Feststellung (il JU1 ^e,b«C6 .^"terrichtSwcfens bezüg-? •1\$0utc|cl)ntcn uud Gimnafien, dann ,n der Gesetzgebung über die Uuiversi-laten; die Initiative in der Strafjustiz und filmf ?°“3ci'^h l°?ie in der ZivilrechtSgefetzge-3, in der Gefetzgebnng über die Grnndzüge der Organisirnug der Gerichts- und VerwaltnngSbehör-den; in der Gesetzgebung über jene Gegenstände, welche sich anf Pflichten und Verhältnisse der einzelnen Länder unter einander beziehen; endlich die Form der Behandlung der gemeinsamen Angelegenheiten (die Delegationen!) betreffen. Nun, dieses Programm läßt an Deutlichkeit nichts z» wünschen übrig. Es entwirft ein Schema für die Umgestaltung unserer Staatseinrichtnngen, das allcö Bestehende vollkommen anf den Kopf stellt und den Reichsrath rein zu einer Geld- und RekrntcnbewilligungSmaschinc herabdriickt, nnd ihm höchstens noch das kaum beueideuswerthe Vorrecht einräumt, über die Ausgeburten der 17 Landtage zu bestimmen, ob sie mit den ReichSinteressen vereinbar oder nicht. Wird erst dieser Reichsrath ansgelöSt nnd gelingt es der Regierung, durch den Köder dieser Vorlagen bei den nächsten Wahlen die Majorität für sich zu gewinnen, so steht der Verwirklichung ihres Programmes auf verfassungsmäßigem Wege kein Hinderniß entgegen. Von der verfassungstreuen Mehr heit des gegenwärtigen Rcichsrathes, trotzdem sie die Erwartungen ihrer Wähler in gar mancher Hinsicht bitter getäuscht, wollen wir einen solchen Selbstmord, wie es die Annahme dieser Regierungsvorlage wäre, doch noch nicht gewärtigen. Unter dem vieldeutigen Motto: Wiederherstellung des inner« Friedens und Gleichberechtigung aller Volksstämme soll die westliche Reichshälfte in autonome Körper zerschlagen werden, welche unt r sich nur durch ein lockeres Band verknüpft würden. Die Wechselbeziehungen dieser autonomen Länder unter einander wären kaum anders geartet, als diejenigen zwischen Oesterreich und Ungarn. Es soll nach dem Willen der Regierung nur die Gemeinsamkeit der legislativen und administrativen Organe für die auswärtigen Angelegenheiten, das Heerwesen und auch für Handel und Gewerbe erhalten bleiben. Die Einheit der Gesetzgebung in den konfessionellen Verhältnissen, im Vereins- nnd Versainmlnngswesen, im Preß- nnd Unterrichtswesen, in der Justiz, im Straf- und Zivilrecht, in der Orgauifirung der Gerichts- und Verwaltungsbehörden läßt die Regierung unbedenklich fallen, freilich der bequemste Weg, um uach und nach einen gemeinsamen Reichsrath, eitte Gesammtvertretung der außeruugarischen Kron-länder überflüssig zu machen. Der Reichsrath, wie gesagt, sänke herab zu einer Maschine, ausreichend für die Steuer- und Rekrutenbewilligung, aber unfähig, irgend eine ernste Kontrole auszuüben. Die verderblichen Folgen eines solchen Experimentes für den Bestand der Monarchie beweisen zn wollen, können wir uns füglich ersparen. Jeder Anfänger in der Staatsknnst weiß, daß die organische Verbindung der auseinanderstrebenden Be standtheile unseres Reiches nicht noch mehr gelockert werden darf, wenn man nicht die endliche Auflösung mit Gewalt beschleunigen will. Was uns uoththut, ist nicht das Zerfasern und Zersplittern der Gefetz-gebungsgewalt, sondern die Stärkung des Gefühls der Zusammengehörigkeit, der gemeinsamen Interessen nnd die Kräftigung des einheitliche« Gedankens, was nur durch ein einheitliches mit allen Befng-niffeii eines VerfaffnngskörperS ausgerüstetes Parlament möglich ist. Dagegen würde mit der Ausführung der ministeriellen Pläne die Brandfackel der Zwietracht in die Landesvertretungen geschlendert, der Kampf würde lichterloh entbrennen, statt des erhofften Friedens hätte mau Zank und Hader an allen Ecken und Enden. Einheitlich national wären nur die rein deutschen Landtage. Dagegen würde die deutsche Minderheit im böhmischen Landtage gezwungen, sich int verzweiflttngSvollett Vertheidignngskampfe ihrer Haut zu wehren. Ein erbitterter Krieg um des nackten Daseins, des Bestandes willen müßte gegen den Terrorismus der Ezechen entbrennen. Im krainer Feuilleton. Die Blinden der Käserwelt. (Stboeä 6ci. allen Thiere« ist bekanntlich das gibt tiiele !L c öfeichetn Grade ausgebildet. Es mit Globa'ün).,.. Augen" unter ihnen, viele Hochgefühl« s,S '^!^e, die nur bei Nacht sich des CS-<£>''”■ '""«wV m>d tes (Stbiel fr,, I? ®t(*’ tutmllan. nicht im (sL i Forschung! Manche Auge« sind zu reprodn-i,? • äu&emi Gegenstände deutlich ren 2tfC\rtte bic bcr Schlangen. Die letzte* standet ^ a,“f btc Bewegungen des Gegen- beobacktet ^ ' *,C oufen *• ®-' löic H- O. Lenz verbot.. unbesonnen auf einen* sich still ÄS ®SfJf" 108 fliehe» erst, wenn er t«e «2 5 m4" f,Cr.mit ei"em Feinde in tme große Kiste, so naher« sie sich il,m wem, er n einer Ecke ruhig liegt, oft ihnc wtiteS uttd Ä r« fit Ä f0nft daran verhindert Ä hn herum. Rührt er sich aber und versetzt ihnen gar einige Hiebe oder Bisse, so nehmen sie, falls sie nicht gerade zur Gegenwehr geneigt sind, Reißaus, kehren aber doch bald, wenn er sich ruhig verhält, zu ihm zurück und fliehen dann wieder, sobald Bewegung oder gar Hiebe sich wiederholen. Wüthende Schlangen beißen häufig uach einem Schatten und sehr oft an dem Gegenstände, wonach sie zielen, vorbei. Eine Bewegung des Augapfels bemerkt mau entweder gar nicht oder doch nur eine sehr schwache. Nicht minder schlecht sehen die an das Dunkel der Höhlen- und Brunnenwasser gewöhnten Tritotten oder Wassermolche. Matt hat Mühe, im Aquarium ihnen die zugeworfenen Gegenstände, nach denen die Begier in der Regel einige male fehlschuappeu läßt, durch Bewegen mit der Spitze des Futterstäbchens bemerkbar zu machen. Dann beißen sie oft die Spitze des Stäbchens statt des Fntters an. Wieder andere werde« durch Licht temporär blind, wie die Nachtfalter, die in tollem Rausche um die verhängnisvolle Flamme kreisen, bis sie von ihr verschlungen werden. Es ist die Begierde der Wilden nach geistigen Getränken. Der lange räth- felhafte Olm (Proteus .mguineus), von beut man erst 1798 durch fiaureitti Kenntnis; erhielt, ist äußerst empfindlich gegen das Licht. An das Tageslicht gebracht, fährt er blitzschnell mit Schlaugeiibe-weguttgeit umher und sucht sich zu verbergen. ES dürfte zu bezweifeln fein, daß er durch langsame Steigerung des Eindruckes allmälig an mäßiges Licht gewöhnt werden kann. Bei längerer Lichtem* Wirkung nimmt er, ähnlich dem Silberchlorid, eine violette Farbe an. Der Olm ist bekanntlich ein Bewohner der Krainer Höhlen. I« neuester Zeit ist er auch i« andere« Theilen der östlichen Alpen vorgefunden worden und soll auch in den sizilianischen Kalköfen fein lichtloses Dasein fristen. In den Krainer Höhlen lebt aber auch, wie G. Josephs entdeckt hat, ein völlig blinder Krebs. Er besitzt zwar Augen, die beweglich sind, wie die der übrigen stieläugigen Krebse, aber dieselben sind ohne Spur lichtbrechender Medien, sehen also nicht. Ueberhaupt haben die wenigsten Höhlenthiere sehende Augen. Völlig blind sind auch jene wüthenden Soldaten des Termitenstaates, die mit ihren ungeheuer« Landtage wären die Deutschen, weil in geringerer Anzahl, in noch verzweifelterer Lage. Im Süden würde im bisherigen Gegensatz zwischen Slaven und Italienern nichts geändert. Oesterreich ist eben keine Schweiz, wo drei auf gleicher Stufe der Bildung stehende Volksschaften seit Jahrhunderten friedlich neben einander Hausen und in den Kantonsvertre-tungen friedlich neben einander tagen. Keiner der Stämme gesteht dem anderen Gleichberechtigung zu, der Pole nicht dem Ruthenen und Rumänen, der Czeche und Slovene nicht dem Deutschen, der Italiener nicht dem Slaven. Rechnet man dazu die Hetze der Klerikalen, welche die Massen am Gängelbande führen und schon offen mit ihrer Erhebung drohen, so entstände ein Kampf Mann gegen Mann um Sein oder Nichtsein, mit allen furchtbaren und für den Gesammtstaat geradezu vernichtenden Ausbrüchen der erhitzten Leidenschaft. Worin steckt nun der staatSmännische Geist, den offiziöse Federn nicht müde werden an ihrem Patron herauszustreichen? Etwa darin, daß er sich hütet, den Landtagen die Finanzen, die HeereSergän-zuug und die Eisenbahnen auszuliesern? Daß er sorgfältig vermeidet, an de» Ausgleich mit Ungarn zu rühren? Die schwarze Partei wird den staatS-männischen Geist gewiß darin finden, daß Hohenwart alles, was Freiheit und Fortschritt betrifft, die Presse, die konfessionellen Gesetze, das Vereins- und UnterrichtSwesen den Landtagen ans Gnade und Ungnade überantwortet. Alle Freunde des Vaterlandes aber müssen finden, daß in diesem verkappten Föderalismus eine legislative Verirrung, eine staatsrechtliche Tollheit, die Lahmlegung der Versassnilg und der gesetzgebenden Gewalten liegt. Der Reichsrath wird gut thun, derlei staats-männischen Launen nnd Schrullen endlich einmal da« Handwerk zu legen. Oesterreich ist fürwahr zu etwas besserem geschaffen, als fort und fort allerhand politischein Gauklervolk zum Experimentirobjekt zu dienen. Der Bürgerkrieg in Frankreich. Endlich ist in der Lage vor Paris eine Aende-rung eingetreten, welche man als eine Wendung zum Bessern betrachten kann. In der Nacht vom 23. auf den 24. wurde ein zwölfstündiger Waffenstillstand zwischen Paris und Versailles abgeschlossen, um die Todten zu beerdigen und de» Bewohnern von Neuilly Zeit zu gebe», ihre Häuser zu verlassen. Er scheint auch den Zweck zu haben, Verhandlungen einzuleiten, welche dem unseligen Bürgerkrieg ein Ende machen. Das „Journal ossiziel" von Versailles konstatirt, insolange der Aufstand in Paris nicht bezwungen fei, werde die Negierung nicht wirksam den öffentlichen Kredit in Anspruch nehmen können und werden die Forts Kiefern in rasender Wuth alles Feindliche anfallen. Tastet die Menschenhand zerstörend nach einem Termitenpalast, so zeigen sich sogleich eine Menge rachedurstiger Krieger, die den ungleichen Kampf aufnehmen nnd wie Helden auf dem Felde der Ehre sterben. Oft verlieren Liese wüthenden Kämpfer das Gleichgewicht und stürzen von den Zinnen des Palastes herab, helfen sich aber bald wieder auf und beißen, eben weil sie blind sind, in jedes Ding, an das sie rennen. Erwischen sie die Hand eines Menschen, so saugen sie sogleich sechsmal so viel Blut aus, als sie wiegen. Sie schlagen il.re furchtbaren Kiefern so tief und fest ein, daß sie sich eher den Kopf abreißen lassen, alö die Kiefern öffnen. Endlich sind auch die Käfer, die in Grotten und unter Steinen gefunden werden, der Mehrzahl nach blind. Mit Recht ist gesagt worden, daß das Studium dieser höchst eigenthümlichen verkrüppelten Geschöpfe hohes Interesse biete, und daß besonders ihre Verbreitungsverhältuisse geeignet seien, einige für die Erkenntniß der Gesetze, durch welche die allgemeine Verbreitung der Organismen beherrscht wird, bedeutsame Thatsachen zu ergeben. Nord- und auf dem rechten Seineufer in den Händen der Deutschen bleiben. Ferner veröffentlicht es ein Rundschreiben des Ministers Picard bezüglich der Mmü-zipalwahlen in ganz Frankreich. Darin wird empfohlen, den Wählern vollste Freiheit zu lassen und sagt: Wenn Agenten oder Mitschuldige des Pariser Aufstandes die Wahlen benützen wollten, um die RuhestörungSversnche zu erneuern, so würde man diese energisch unterdrücken müssen. Das Rundschreiben meldet weiters, daß den Munizipalwahlen bald die Ergänzungswahlen für die Nationalversammlung und die Wahlen der Generalräthe folgen werden. In einem Rmidschrcibcn an die Präfekten theilt Thiers am 25. mit: Die Armee besteht jetzt aus zwei besonder» KorpS unter den Generalen Douai und Eli»cha»t. Die aktiven Operationen beginnen bald. Politische Rundschau. Laibach, 27. April. Inland. Die Ausnahme der Hohenwart'schen Vorlage und deren Einbegleitnng von Seite des Hauses war eine mehr alö kühle, selbst die Föderalisten sahen einander vcrduzt an. Der Vortragende Minister selbst soll in Haltung nnd Sprache viel Befangenheit und Unsicherheit gezeigt haben. Befriedigt hat er im Hause niemanden. Der ministeriellen Fehlgeburt gegenüber ermannte sich endlich die Verfassungspartei zu einer Tyat, und Abgeordneter D i n st l brachte den von 71 Genossen Unterzeichneten Antrag auf Wahlreform aus Grund direkter Wahlen und Vermehrung der Abgeordneten, ein. Der Antrag Dinstl'S wurde demselben Ausschüsse zugewiesen, welcher über die Vorlage Hohenwarts berathen soll. Was die Delegationswahlen betrifft, kann man mit ziemlicher Gewißheit Voraussagen, daß sie im Reichsrath keinen Gegenstand allzuheftiger Diskussion bilden werden. Mau wird die Delegationswahlen vornehmen und den Kampf gegen das Ministerium in die Budgetdebatte verlegen. Als gewiß wird ferner angenommen, daß Reichsrath und Delegation neben einander tagen werden, da crstcrcr für seine Arbeiten noch mindestens zwei Monate bedürfen wird. Was die Urth eile der unabhängigen „Wiener Presse" über die erste ministerielle That anbelangt, so sind die Blätter, wie nicht anders zu erwarte» war, einstimmig im Verdammen derselben. Es liegt auch schon ein Urtheil des CzcchenblatteS „Politik" vor, das darauf hinausläuft, daß das ganze nichts anderes sei, als eine konstitutionelle Schattenjägerei, ein geschickt ersonnenes Vexirspiel, mit dem nur die kostbare Zeit todtgeschlagen werde. Die Ezechen werden sich dadurch keineswegs veranlaßt fühlen, aus ihrer Passivität herauSzutreten. Das „Vaterland," mit den Vorgängen im Inneren des Ministeriums am meisten vertraut, Mitteleuropa sind arm an blinden Käsern, Südeuropa dagegen ist sehr reich an denselben. Ueberall, wo sie Vorkommen, sind sie fast stets auf einem engen Bezirk beschränkt; sie gehen oft nicht über eine Grotte oder über ein Thal hinaus, das sie bewohnen. Leben sie unter Steinen, so müssen sie möglichst thonreichen Kalk oder Mergelboden haben, der genügende Feuchtigkeit auch bei andauernder Trockenheit bewahrt. Neuerdings hat G. Dieck in der „Berliner entomologischen Zeitschrift" den bekannten blinden Käfern neue Arten hinzufügt, die er in Südeuropa und Nordafrika gesammelt hat. Für diejenigen Leser, welche sich für Entomologie intereffiren, wird die Aufzählung der Gattungen, von welchen Dieck neue Arten gefunden, gewiß von Interesse sein. Es sind: Anophthalmus, Antillus, Scotodipmus, Adelops, Typhlocharis, Anommatus, Baymongia und Erypharin. Die meisten neuen Arten blinder Käfer lieferte Anophthalmus. Die Forschung hat hier ein noch wenig angebautes Feld vor sich, auf dem noch manche wichtige Entdeckungen zu machen find. theilt mit, daß eine Schaar in Wien lebender Polen dem portefeuillelosen Minister ihre Anfwartun g gemacht und diesem die Hosfnnng ausgesprochen haben, daß nun eine bessere Zukunft für ihr Vaterland kommen werde. Der Minister antwortete hierauf: „Ich danke Ihnen herzlich für die Erinnthignng, welche Sie mir ertheilen, denn die besten Absichten müßten ohne die Unterstützung seitens meines Heimatslandes unfruchtbar bleibe». Ich zögerte nicht, dir mir angebotme Würde anznnehmen, weil sie mir derart geboten wurde, daß ich werde ein treuer Minister Sr. Majestät sein können ohne aufzuhören, ein guter Pole zu sein. Meiner Ansicht nach ist die Förderung der Machtstellung des Reiches die hauptsächlichste Vorbedingung der Wohlfahrt Galiziens, wie anderseits das Wohlbefinden unseres Landes eine Grundlage der Wohlfahrt Oesterreichs ist/ it. s. w. Der innere Friede und der Ausgleich scheinen also schon ein überwundener Standpunkt; jetzt gilt es nur noch das Wohlbefinden Galiziens und die Machtstellung des Reiches. Ausland. Fürst Gortschakoss kann sich rühmen, das Vertragsrecht durch sein Vorgehen in der Pontnssrage gründlich unterwnhlt zu haben. Der Erfolg der russischen Politik reizt überall zur Nachahmung ; es ist fast, als ob es sich von selbst verstünde, daß Verträge einseitig gelöst werden dürfen. Im 'englischen Parlament haben sich Bentink und Cavendish nicht gescheut, der Regierung eine ganz ähnliche Politik, wie sie dem russischen Staats-kanzler beliebt, zu empfehlen. Sie beantragten, England solle sich unter allen Umständen von den Pariser Bestimmungen über daö Seerecht in K r i e g s z e i t e n losmachen, die Kaperei, die unter den zivilisirten Nationen abgeschafft worden, wieder einführen, ohne die ändern Mächte viel zu fragen, denn Rußland habe auch gezeigt, wie wenig es sich um Vertragsbestimmungen bekümmere, den Bereinigten Staaten liege nichts am Pariser Vertrage nnd Frankreich befinde sich gegenwärtig in. einer Verfassung, die ihm nicht erlaube, EinsptW ,« thun, später werde es sich auch nicht gebunden erachten. Nur mit großer Mühe gelang es der Regierung, die Antragsteller zn vermögen, ihren Vorschlag zurnckzuziehen. Die Klagen über die deutsche Kriegführung, zu deren Echo sich sehr oft englische Blätter gemacht, die sogar kürzlich in Form von Beschwerden britischer Unterthanen im Parlament besprochen wurden, stellten sich als lauter unver-chämte Lügen heraus. „Daily News" sehen sich geiiöthigt, dies offen und ehrlich zu bekennen. Durch nähere Nachforschungen haben sich nämlich stimmt-liehe Anklagen wider die deutschen „Grausamkeiten" auf nichts reduzirt. Das Blatt sagt: lieber die Kriegführung der Deutschen kann nur ein Urtheil gefällt werden, nämlich daß sie in ehrlicher Beobachtung aller Rücksichten gegen die Menschlichkeit rühmenswerth und sast einzig dasteht. Aufruf ;nr Errichtung eines Tegetthaff-Dcukmals in Wien. In der Vollkraft des Mannesaliers hat ein unbarmherziger Tod Wilhelm von Tegetthoss unS ent-/ rissen. Eine enge Gruft schließt ein kurzes, ruhmgekrßntes Heldenleben und eine wohl noch reichere Zukunst ein. Doch wie die Siege, die er errungen, für alle Zeiten die Geschichte der Monarchie schmücken werden, so soll sich ein Denkmal der Erinnerung für ihn er» heben, welches bezeugen wird, daß schon die Zeitgenossen den Man», den Helden, den Patrioten, den treuen Diener seines Kaisers zu würdigen gewußt und das die späteste. Nachwelt noch aneisern soll, ihm nachzu-streben in allen kriegerischen und bürgerlichen Tugenden. In Wien vor der Botivkirche soll dieses Standbild errichtet werden. Vor jenem Dome, den die hochherzige Pietät des Erzherzog Ferdinand Max ins Leben gerufen, »n welcher nun selbst zu eineni Monumente sür den edlen, unglücklichen Kaiser Max von Mexiko geworden, ist die weihevollste Stätte fllr das Denkmal Tegellhoffs. Sind doch die Namen Max und Tegetthoff auf das innigste verbunden. In des Erzherzogs Schule hat sich der Seemann Tegetthoff gebildet; ihm vertraute der scheidende Kaiser von Mexiko die Marine, seine Lieblingsschöpfung, an, des Kaisers Geist umschwebte die kleine Flotte in jener Stunde, da sie Tegetthoff mit kühnem Entschlüsse zum Kampf und zum Siege führte. Und die Leiche des ermordeten erlauchten Freundes und Wohlthäters holte der tiefgebeugte trauernde Held aus fernem Welttheil, um sie über das wogende Meer der stillen Gruft der Ahnen zuzuführen. Das Denkmal des Mannes, der den Glanz der Monarchie durch seine Thaten gehoben, soll nur aus Beiträgen Oesterreich-Ungarns erstehen; ein Denkmal, an dem sich jeder ohne Unterschied des Stammes, der Sprache, der Geburt und des Vermögens betheiligen möge. Ein Volk, das seine Helden nicht zu ehren versteht, verdiente nicht sie zu besitzen. DaS Komitee zur Errichtung eines Tegetthoff-DenkmalS in Wien. Erzherzog Ludwig, Graf Beust, Graf Julius Andraffy, Gras Ernst Waldstein, Gras Rudolf Wrbna, Kontre-admiral Baron Pöck, Generalmajor Baron Ebner, Bürgermeister Dr. Felder. (Die Redaktion des „Laibacher Tagblatt" ist gerne bereit, Beiträge in Empfang zu nehmen, sie ihrer Be» st"»mung zuzuführen und die Namen der Spender zu Veröffentlichen.) Zur Tagesgeschichte. — Am 20. März sendete das Hilfskomitee des deutschen Vereine« in Wien die tausendste Kiste mit Liebesgaben den deutschen Verwundeten. Dieser Umstand bot dem Komitee einen erfreulichen Anlaß, einen kurzen Bericht über seine bisherige Thätigkeit zur Kenntniß seiner GesinnungSgenoffen zu bringen, die rhm stet« da« regste Interesse entgegenbrachten, denen eS einzig und allein sein Gedeihen verdankt. Im ganzen weisen die Einnahmen bi« zum heutigen Tage eine Summe von 41,291 fl. 24 kr. ö. W. in Barem und einen nahezu ebenso hohen Werthbetrag in Naturalgaben aus, so daß das Gesammtergebniß in tun« der Summe auf mindestens 80,000 fl. ö. W. veranschlagt werden kann. — Der Selbstmord Nyary's. Die einzige Augenzeugin der Katastrose im Stein'schen Hause, die HauSmeisterStochter, erzählt, wie der „Pester Lld." mutheilt, darüber folgendes: Als Nyary auf dem Treppenhause des vierten Stockwerkes angelangt war, trat er auf den Gang, stellte sich an das Gitter, warf innen Stock weg, wischte sich den Schweiß von der Stirne und schien eine Weile zu überlegen. Dann hob « den einen Fuß über das Gitter, hielt sich an dem Geländer an, zog den zweiten Fuß nach und schwebte «nen Moment über der schwindelnden Tiefe. Dann "eß er das Geländer los. . . . Mehr hatte die Augenzeugin nicht gesehen. Sie war in Ohnmacht gefallen. . ~~ Welche Früchte das ewige Wettern der Pfaffen neuen r1*1 i<,Ucn verbündeten Nationalen gegen die aeit ein™ tUi«9 c'c C trägt, davon hatten wir seiner, qeaen die beweis an dem Weiberkrawall Grar Die von Mariatroft bet tarnen in WÖ*! ? melbct darüber: Am 16. d. Nadbmiltanfinnii »v fUnfi'9 Weiber nach dem be« bo Äfi??e 1" ba6 Haus des Obmanns Wink, ist vtSschulrathes, Sattler, welcher zugleich iefeinei, Sa 7 r for6ertcn von ihm die Aushebung der ÄSUl9efcle' Abschaffung der neuen Fibeln, Un9en, $^icre und de« Globus in der 5?«Y.:, w,roe,^Ct h°uptsächlich der Katechismus in an. ? Art gelehrt werden solle. Die Kinder brauchen angeblich nichts mehr zu lernen als die Eltern- von fremden Ländern brauchen die Schüler nichts wis» ™ bl,e ^r Eltern liegen, fei ihnen ohne» hin bekannt, alles andere zu kennen sei überflüssig und schade der katholischen Religion. Die Wandbilder in den Schulen seien wegzureißen, denn mehr als die Kühe und Ochsen des Vaters brauche ein Bauernjunge nicht zu kennen. Ueber die Abbildungen der Vögel haben die frommen Personen gemeine Zoten vorgebracht. An diesem erbaulichen Gespräche nahmen auch Männer Theil, welche den Anschauungen huldigen , die im Maria = Tröster katholisch »konservativen Vereine vorgebracht werden. — Zu T r i e st erregt eine Frau, Regina D a l C i n aus Vittorio in der Provinz Venedig, in ärztlichen Kreisen das größte Aufsehen. Ihre Spezialität bildet die Heilung von Hüftverrenkungen. Bereits hat selbe mehrere Proben ihrer Kunst abgelegt. So nahm sie am 21. d. M. in Gegenwart der Aerzte Bohota, Cappelletti und Krauß an dem 17jährigen Fräulein Jda Fenderl, das seit 12 Jahren an einer Hüftverrenkung litt, eine gelungene Operation vor. Einer der genannten Aerzte macht der „Tr. Ztg." darüber folgende Mittheilung: Die Einrichtung einer feit 12 Jehren bestehenden Verrenkung des Oberschenkels im rechten Hüftgelenke nach rück- und auswärts bei dem 17jährigen Fräulein I. F. wurde von Frau Dal Ein in 20 Sekunden vollbracht. Frau Dal Ein, welche bei diesem Fräulein durch 4 Tage Leinsamenmehl-Um-schläge auf das betreffende Gelenk machen ließ, vollführte am 21. April um 93/t Uhr früh die Operation auf folgende Weise: Sie faßte den rechten Ober schenket des frei im Belte liegenden, von Niemandem gehaltenen noch unterstützten Fräuleins mit der linken*, den Unterschenkel mit der rechten Hand, brachte die ganze Extremität zum Körper in einen Winkel von beiläufig 65 Grade, in dieser Stellung führte sie durch Zug und Rollung des Oberschenkels nach außen und plötzliche Senkung der ganzen Extremität den Gelenkkopf in seine ursprüngliche Lage. Die scheinbare Verkürzung der unteren Gliedmaßen in Folge der Stellung von 1 °/, Zoll betrug nach der Operation bloS 1% Linie. Die Stellung beider Füße wurde normal, wahrend früher der rechte Fuß mit den Zehen nach innen, mit der Ferse nach außen stand. Schmerzen empfand die Patientin während der Operation keine, denn als dieselbe in der kurze» Zeit von 20 Sekukiden vollzogen war, fragte sie, wann der Anfang sei. Nach angelegtem einfachen Bindenverbande mit einer kleinen Holzschiene wurde der Patientin Ruhe durch 14 Tage zur Pflicht gemacht. Das Resultat der Heilung in Betracht der hier bestehenden pathologischen Veränderungen sowohl in den hier befindlichen MuSkeln als auch Bändern und Knochen wird seinerzeit bekannt gegeben werden." Mittlerweile hat Frau Dal Ein hier noch mehrere gelungene Operationen vollbracht und eS werden im Spitale Anstalten getroffen, damit sie solche unter ärztlicher Aufsicht an Unbemittelten ausführen könne. * Darin scheint der Hauptgrund des Erfolges zu liegen, indem sie den Zug, die Patientin hingegen unbewußt den Gegenzug auSilbt; dadurch werden die Muskeln am kranken Gelenke erschlafft, hingegen die des Schnltergelenkes in Aktion gebracht, weil die Patientin aus Furcht, aus dem Bette gezogen zu werden, sich mit den Händen festznhalten sucht und aus die betreffenden Muskeln vergißt. Baron Kuhn von der Hand des leider so früh verstorbenen Malers Anton Karinger gemalt und dem Offizierkorps geschenkt. Als der Kaiser das Kastell besuchte, besah er auch jenes Bild, lobte dasselbe sehr und sprach sein lebhaftes Bedauern über den frühen Tod des braven Künstlers aus. — (Montanistisches.) Unter den in der letzten Sitzung des Abgeordnetenhauses eingebrachten Petitionen befindet sich auch eine von mehreren Mon« taninduftrieUen Oderkrains eingebrachte, betreffend die von der Regierung rücksichtlich der Reorganisirung der Bergbehörde eingebrachte Regierungsvorlage. — (Agiozuschlag) zu den Fahr- und Frachtgebühren aus den österreichischen Eisenbahnen. Vom 1. Mai 1871 ab wird der Agiozuschlag zu den hievon betroffenen Gebühren jener Bahnanstalten, welche zur Einhebung eines Agiozuschlages berechtigt find und von diesem Rechte Gebrauch machen, mit 22pCt. berechnet. Die zu Gunsten des Publikums bestehenden Ausnahmen von der Einhebung eines Agiozuschlage« bleiben unverändert. — (Für Seidenzüchter.) In Unterfrain ist die Seidenzucht in erfreulichem Aufschwungs begriffen. Ein einziger Seidenzüchter, Herr Johann Kapelle in Möttling, erzeugte im vorigen Jahre 200 Pfund echten Mailänder Seidenraupenfamen (Grains). Gegenwärtig sind, wie uns Herr Kapelle mittheilt, noch 20 Loth dieses Samens ä 2 ft. pr. Loth bei ihm zu haben. — (Am Untergimnasium in Krain-burg) ist die Lehrstelle für Zeichnen zu besetzen. Bewerbungen, an das hohe Kultusministerium gerichtet, sind bis 15. Mai beim f. k. Landesschulrath einzureichen. Auf Bewerber, welche auch für die aushilfsweise Ertheilung des Unterrichtes in der Mathematik geeignet sind, wird besondere Rücksicht genommen. — (Aus G ö rz) wird der „Novice" geschrieben: „Im RekrutirungS-Reglerneut für das heurige Jahr sind jene Bezirke abgesondert, in denen Rekruten für die Marine ausgehoben werden. ES flnb dies durchwegs italienische, nur hie und da mit Slaven gemengte Bezirke im Görzerifchen und in Istrien. Es wäre nicht unzweckmäßig, wenn diese Leute ein eigene« Linien» Regiment bildeten; daß aber unsere Marine nur au» italienischen oder italianislrten Elementen zusammengesetzt sein soll, die« finden wir keineswegs in bet Ordnung, denn mir dürften leicht noch einmal baSje» nige erleben, was ihm Jahre 1848 mit der venetia-Nischen Flotte geschah. O Maximilian! wo bist du? Du wußtest am besten, wessen die österreichische Flotte bedarf, nämlich: flavifchen Geist und flavifcheS Material!" Wir haben bisher geglaubt, die österreichische Flotte bedürfe österreichischen Geist und tüchtige« Material, ohne Unterschied der Nationalität. Tegetthoff war bekanntlich kein Slave, sondern ein Deutscher! Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal-Chronik. — (Festschießen.) Sonntag den 30. d. M. wird am hiesigen f. k. priv. Schießstande ein Festschießen zur Feier der Bestallung des neuen Bürgermeisters, Herrn Karl Deschmann, statlfinden. Selbes beginnt um — (Den 1 Uhr Nachmittags. Besuch Sr. Majestät des Kaisers in Trient) betreffend, entnehmen wir einem Privatbriefe die folgenden Mitteilungen : „Das vaterländische Regiment Baron Kuhn Nr. 17 war in voller Parade auf dem Exerzierplätze ausgerückt. Nach der Defilirung hielt der Kaiser an das Offizierkorps eine Ansprache, worin er seine volle Zufriedenheit und Anerkennung über die Truppe aussprach. Die Mann schast des Regiments erhielt eilte fünftägige Gratis» löhnung. Im Jnfpeklionszimmer des Kastells hängt ein Portrait des ehemaligen Obersten des 17. Jnfan terie-Regiments und nunmehrigen Reichskriegsministers Eingesendet. NnterleibSbruchletdende werden auf die in dieser Nummer enthaltene bezügliche Annonce von G. Stnrzen-egger aufmerksam gemacht. Keine Krankheit vermag der delikaten Bevales-ci&re du Barry zu widerstehen, und beseitigt dieselbe ohne Medizin und Kosten alle Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthina, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaussteigen, Ohrenbrausen Ucbetkeil und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — 72,000 Genesungen, die aller Medizin widerstanden, worunter ein Zengniß Sr. Heiligkeit des Papstes, des Hofmarschalls Grasen Pluskow, der Marquise de Bröhan. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die Revalescitzre bei Erwachsenen und Kindern 50mal ihren Preis in Mediziniren. Zertifikat vom Herrn Dr. Medizuie Jostf Biszlay. ©zelevenh, Ungarn, 27. Mai 1867. Meine Fran, die mehrere Jahre an Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, allgemeiner Schwäche und Schmerzen gelitten und alle Medikamente und Bäder vergebens versucht hatte, ist durch Du BarrNs Rcvalcsciüre gänzlich hergestellt wo» den und kann ick, dieses exzellente Nahrungsmittel jedem Leidenden bestens empfehlen. Im tiefstem Dankgefühl verbleibe ich mit Achtung ergebenster Diener Joses Viszlay, Arzt. I» Blechbüchsen von */, Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — lievalesciere Chocolatee in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, für 24 Taffen fl. 2.50, für 48 Taffen ft. 4.50, in Pulver für 12 Taffen fl. 1.50, 24 Taffen fl. 2.50, 48 Taffen 4.50, für 120 Taffen fl. 10, 288 Taffen fl. 20, 576 Taffen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du Barry L Co. in Wien, Wallfischgaffe 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parfumeur und Anton Kris per; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßburg Pisztory; in Klagenfurr P. Birnbacher; in Linz Haselmayer; in Graz Oberranzmeyer; in Marburg F. Sollet« nig; in Lemberg Rot tender; in Klausenburg Kronstädter, und gegen Postnachnahme. angenommen. Schließlich thcilt der Präsident mit, das Haus werde sich nach Schluß der morgigen Sitznng zu vertraulicher Sitznng konstituireu, um eine innere Angelegenheit zu besprechen.__________________ Witterung. Laibach, 27. April. Morgemoth, wechselnde Brwolknng. Wolkenzug ans NW. Wärme: Morgens 6 Uhr f 5.0“, NaHmittags 2 Uhr + 14.4" R. (1870+ 17.1"; 1869 + 14.8"). Barometer im raschen fallen. Das gestrige Tagesmittel der Wärme + 9.2", um 0.8° tiber dem Normale.________________ Angekommene Fremde. Am 26. April. Klefant. Graf und Gräfin Lichtcnberg, Prapretshof — Eermak, Wien. — Italiener, Pest. — Stalzer, Kfm., Gottschee. — Majer, Klagenfurt. — Lorber, Wolfsberg. — Austerlitz, Kfm., Wien. — Furmacher, Pfarrer, feit-genfeld. — Banfe, Kfm., Wien. Stadl Wie». Schilling, Kfm., Wien. — Schima-nofsky, Kfm., Brünn. — Bnchreiner, Großhändl, Triest. — Langer, Gutsbesitzer, Poganitz. — Vioß, Bezirksvor-stehers-Gattin, Planina. Baierlscher Ilol’. Hutter, Privatier, Planina. — Säger, Handelsm., Prefid. — Feigerle, Kfm., Mailand. — Nowotny, Krainburg. — Persali und Urisk, Görz. — Gnlii, Fleischer, Sessana. — Piko, Witwe, Görz.__________ Verstorbene. Den 24. April. Johann Karlin, Taglöhner, bei 70 Jabre alt, aus Bischoflack, ist im Maufer'schen Meier-Hofe plötzlich in Folge zufällig erlittenen Sturzes in einen Brunnen verstorben. Den 25. April. Johanna Toruii, Magd, alt 17 Jahre, int Zivilspital an der Abzehrung. Den 2 6. April. Blaz, Rupret, Keuschler, alt 28 Jahre im Zivilspital, an Pleuritis — Dem Herrn Alois Majer, Schristsetzer, sein Kind Lndmila, alt 1; Jahre, in der St.idt Nr. 122 an der Skrofnlose. - Herr Diichael Pesdirz, Kondukteur, alt 40 Jahre in der St. Petcrsvorstadt Nr. 21 an der Lungentuberkulose. Staatsfonds. 5p«rc.Rente, öft.Pav.1 bto. btD. öft.inSilb. e von 1S54 . . . l'o e »ott lStiO, aanii. io e von 1800, tzüntt. lirämienfi). o. 1864 . lütvundoiitl.-Obl. Sicicrmart )uf. p@t itämreh, jtritin u. Ääfleitlanb 6 „ ilngarn. . jus „ fftoat. u. Ela». 5 , Giebcnbürg. „ 6 , Aotleix, Jtationalbant . . . Union - B-mk . . . £vcbitanftalt . ■ . 3i. ö. EScompte-G-s. Lnglo-österr. Banl . Üeft. Sobcnctcb.-'ii. . üeft. Hvpoth.-Dant . Steier. EScomvt.-Bk. Franko - Austria . . »ai>. getb.-Viovbb. . Eüdbabn-Gcsellsch. . ikais. Llisabetb-Bahu. Larl-Ludwig-Bahn Siebend. Eisenbahn. Staatsbahn. . . . Laif. Kranz-Joseftd.. Flinft.-Barcser E.-B. «tfilb-Orium. Bahn . Pfandbriefe. Nation. o.W. verlo»b. ltug. Bod.-Erebitanst. üllg.öft.Bod.-Lredir. bto. in aau.rüdi. . Telegrafischer Wechselkurs vom 27. April. 5perz. Rente österr. Papier 08.85. — 5perz. Rente iiflerr. Silber 68.60. — 1860er Staatsanleben 97.90. — Bankaktien 748. — Kreditaktien 279.—. — London 125.10. Silber 122.--. - K. k. Miinz-Dnkaten 5 91. — Na-poleonsd'or 9.92 Gedenktafel über die am 29. April 1871 stattfindenden Lizi tntionen. 2. Feilb., Globoinik'sche Real., St. Kanzian, BG. Nasseufuß. — 2. Feilb., Jvaucii'sche Real., Welsberg, BG. Tscherueinbl. — 2. Feilb., Pangretic'sche Real., Cöplach, BG. Tschernembl. — 2. Feiib., Corn'sche Real., Altober-laiback, BG. Oberlaiback. — 2. Feilb , Zgonc'sche Real., Osolnik, BG. Großlaschitz. — 2. Feilb., Baudek'sckie Real., Plesche, BG. Großlaschitz. — 2. Feilb., Borjaulche Real, Stopii, «G. Rudolsswerth. - 3. Feilb., Modic'scke Real., Verbleue, BG. Laibach. — 3. Feilb., Savinc'sche For-dernug pr. 315 fl., BG. Stein. - 3. Feilb , Leuariic'fche Real., Dragomel, BG. Stein. — 3. Feilb., Rnpert'fcke Real., Lerblene, BG. Laibach. — 3. Feilb., C ernic'fche Real., Deutsckdorf, BG. Seiseuberg. - 3. Feilb, Same'sche Real., Schleintz, BG. Laibach. — 3. Feilb., Bistic'scke Real., Dobrova, BG. Laibach. — 3. Feilb., Jefich'fchc Rcal., SLleinitz, BG. Laibach. Telegramme. Wien, 26. April. In der heutigen Sitzung des Herrenhauses widmete der Präsident dem »er storbeuen Admiral Tegetthoff einen sehr warmen von wiederholtem Beifalle begleiteten Nachruf, worin er die Verdienste Tegetthoffs als Admiral, Mensch und dann als Mitglied des Hauses hervorhob. Der Ministerpräsident stellt den neummnnten Minister Grocholski vor, welchen die Rechte lebhaft begrüßt. Der Gesetzentwurf über die Forterhebung der Steuern pro Mai wird debattelos angenommen; weiters werden fämmtliche noch auf der Tagesordnung stehende Gesetzentwürfe nach den Ausschußanträgen Wiener Börse vom 26. April. Geld ; Mar, I £8 Sir »8 Hypoth.-Banl J ( H 5 6S BO1.,., . ,, 92.if, »2.7S iVlorltütB-ObUS’. , h7 iO V8 8) Sübb.-Ges.zuÜOO 10».9.7r) bto. BonS 6vCl. 12« Lö I2i> Lv N-rrdb. (100 fl. EM.) Sieb.-B.(L0ttfl.ö.W.) StaatSbabn pr. Stück StaatSb. pr. St. 1807 r)tubolföb.(öOOfi.ö.W.) Franz-Jos. (200 fl.S.) 86.— 80.—! 83.50 74 75 748 5V 2«.4.2S >715!» 8 — 5:04 75 iü4 - ! 8V.— MO. - : 1)2.— Ü2( 0 171) 50 »20.75 163.75 170.— 417.50 204.— 172 75 174 50 86.50 80 25 84.— 75— 749.5« 264.75 27/. 70 895 — 165. 266. 91.- 112.S5 22( 5 179.70 Ml.— i*>4.25 170 50 4l8.5d 204.60 178.V5 175.- 92.70 93.-90.25 90.50 j OH. 50; 106.70 87.- | 87 2 ®elb ] e 112 25 112.50 23 ».— i839 5u ‘6 75, 97.-89— 89.20 >39.— 339.40 134.50 135.— »i» 90 90.20 H6 9.V 07.10 Lose, viTiibtt 100 fl. C. 28. . Doi,.-Dampssch.--Ges. zu 100 fl. CM. . . triefter 100 fl. GM. . bto. 50 fl. ö.W. C'fcnct . 40 fl. ö.M Salm . „ 40 „ Pülsty . „ 40 * | ‘5ratÜ . w 40 „ St. ^enoiS r 40 r Windifchgrätz 20 * Walbftcrn , 20 H Keglevich . 10 - tftubclffcflift. lOö.W Wooh»ol(3 Mvn.) ' SrUg-b. lOOH.fäbb.W).1 ffranff. 100 fl. - „ t.'2nbon io Pf. tzsterl.! 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