Mlmlher M Mung. Nr. 32. N, ,l, balb> fi 5.50, Für blc ^nNtllu! halbj 5<» fr Älil btl Pofi «an,, sl, l,'.. Samstag, 2l). Jänner. Vnstl«««»««,' " ' ,at« «« M 1»i». ''lautlicher T!>'il. ! ^ i Te. t. und l. Apostolische Majestät l>iben »lit i Allerhöchster Entschließulig vom 2 l. Jänner d. I dem ^ «anfmanm' Wenzel Prochasla zu Mläwwih in ^ynu'li. in Aneiteniiuug der uon chnl mit Muth nnd ^"Milchcnhril bewirkten Nettling eines itindco aus "Ms^fahr, das silberne Verdienstlrcuz allergnädigst ^u verleihen geruht. Nichtaintlichcr Tbcil. Ioulnalstimmen zu dcr inneren ^agc. . Die österreichischen Blätter nehmen in ihren Aus' klnandrrsetzunqrn insgesammt Stellnng zur Kabinetts' ''"^'.welche ihrer Ansicht nach nn Lause der Debatte wer den Zolltarif zur Entscheidung gelangen müsjc. s- ^l - ^ "Flllndenblatt" vermag angesichts der in der <^u)c ^.^,^ ijs^,^^.^ Schwierigkeiten ans einem Per-M^nwcchsll tcmcn Gewinn sür die Förderung des ^lLglcichLwttles zu ersehen und hofft, auch dic'Ma-MltlU des Abgeordnetenhauses werde sich in diesem ^mne mlespiechcn. Es sei nnmöglich. daß der Aus-Micy wegen zwei Guldcu mehr oder weniger bei die-Ais^ l"'"" >^Uc in Frage gestellt werde, eine ""!W, welche mich von der ..Presse" getheilt wird. ,.. Tas „Reue Wiener Fremdenblatt" hält ein Mi- ,'lnium Hohenwart oder Schuierling unter den heu-^M Verhältnissen nicht für denkbar' und meint, der ^"^uschr Imperativ, daß das Ministerium Auers-M>?» ''lllsgleich duichzub ringen habe, werde seme ""lima Nlchl verfehlen. Au« l"' ^" ^"!^'" ^r ..Deutschen Zeitung" ist die l,,>. ? "chskrisc weder neu noch überraschend: dieselbe U)r s^t der Einleitung der "! ...... dir //"? ^' ""^ ^"^ "^'^ ^cw. lf„,.^lllng dcö gegenwärtigen Eoujllttes durch c>nen ^'"prom.ß fü,- wahrscheinlich. sink i^ "^iorgcnpuft" und die „Vorstadt-Zeitung" ^ "äuglich der schließlichen Lösung der Ausgleichs jrkt l l "^lbeil Ansicht, wiinschten aber. es möge dissi,. V ^"" Ausweg gcjncht werden, der die prri'o< n.«?, ."'^rrtehr von Ncichstrisen ein- für allemal un- "'Mch m^,„ ^^ ^lenil^ "^""^nl Listy" endlich meinen, wenn die "rl,m !!'^t""" hjc ilii^rischen Forderungen an "tttll.l^ "^ ^""^ ^"^ b'^ wirtliche, prinzipielle nnd »nd ^ppus't'un die eigentliche Erntezeit heran. drr ^ .c^ "'^^ bl"s in der slavischen, sondern auch in """Ichen Äcvöllernng, Was. nm zn Hanse Vor^ Feuilleton. H. Stanley. (Schluh.) ^eber Ä^""'' '"'lchcr schon damals von Hitze nnd doi, ,-„, " Mchl'pft war. wollte sich in jenem Dorse zu de s ^trapazen ausruhen, nm sein Ziel weiter ''"" w ll ^'^ ^'" 6t""l"1 .^trifft, so war seine Mis-"c»i Ä,i< '." «'l'ul'llgts ihn, nichts weiter, als sei-'»slat ' ^^!'^'7 1" schleunig als möglich Bericht zu ''^de ... , '^'"'"l'Ü"'''' wo er chn qesnnden. '/''ch'ia VlV^c!' >! "" ""^"cn s.n deiijelben sehr schen h^^^"'lt""dm und einigen Arzneonitteln ver- ^ s'^'an^'ll ^"^"'' korben, und ^ d" Zw..5 l ''^" ^"Nchnngcn sortznsch.n ^ Uttn.." stehen hatte, und daß von den, Diese' w "^ Sendung ^r Gleise starben, ^''lchein ;,?> '^"^' ^^"" "on dein Punkte an ,...s,^"' ^ ingilone se.ne U.itersiichungen m,f^. l"Nuna7i 'u//^?^ "'"" """ vortrefflichen ^ ""ders zu ,i, «. land's zerlegbares «oot. dl^ >,, ^"plsäH ch'^ Äl'^- '"ichtig war, auf der man ücl, ^ H^f^>'w'^ bedienen mn,'te. ie NM x.üuf Stanley folqte nnd welcher länqel, als der Mississippi ist, durchläuft unter anderem eine Negion von ülo.«ilometer, welche von zahllosen .Ua taralten unterbrochen ist. Dcr qanzc Weg. den die Expedition zurückgelegt, beträgt 7AX) Meilen oder I l.lXX) Kilometer. Stanley hatte Mis noch 2<» >tähne, serncr die nöthigen P. striiniente. durä! 'ilje er in den Stand gl' war. seinen w,ji,. ..___^chen Untersuchungen und ^>>^ stimmungen obzuliegen. Die Hitze war stet« eine enorme. Fieber traten sehr häufig auf. und "' ' schreibt es dem starken (Hebranch von Ehinln slü igranten. Icht wird er sich e>!!! , ,, .. !!, UM iii ^ll,in,!i ,-,1,5:,!, nil, ,, ÄM I'.'. d. M, gab die in Paris dem großen Fors! „du ^uuvn'" ^in Bmllett ? ,,he jich !. dem l. , Livingstone wieder aus die Spur zu kommen. ' sassen. Die Presse, die Akademie der Wisse, hatten ihr? Vertreter geschickt, neben denen n '-Nischen <'' Noyl-s, >>lt La '.!.', , ü»'n d«'v Mal Mahon. und viele andere dnrch ,! inre L<'^'>>"'">' '"' ",i,'»,.»,l^>-,»<>,,^>,.,,, ragendl 0lirn ^ ' ,ang folgender war: /1 l^" lv>, ,.,.^' ift cin Capitel der Gl»m,^.,> .». in lhiem ttampse m,l den Straften und ""^',11!!,!,irn der slatur. Vor zwechunbert Jahren waren es französische Fln s!ln,n<,c?»',i,,,!',,^ ,,,,i^,, ^i.-cwilisierte Welt mit den ungeheuren ^" ^.....' ' n Boden die l ' ' >r. >len Hn werden. Heute ist es auf de? >< den !!, n m i. leine d lniin > '"!, >"-' Hsss ^. !t war. ie 'st d,e Westlnjt! V, Ernte ^ !>r 's ........' !........... 'd „ zu ennnern. dah sr jeme ttf der !t und ihlcii Äilg.horlgrn wiederzugeben, Ich h"l,c d,e lheile zu erzielen, mangeln werde, das werden die aus bärtigen Angelegenheiten ersehen, die hoffentlich anch ihr ernstes Wort in die inneren Angelegenheiten Oester rcichs reden werden. Parlamentarisches. In der Sitzung des ösl» idlletcn Hauses vom 2!!. d. M. würd, nmn ^!,!(!iizl> neii im Betrage von l.l'.^x'x» fl. e>> ... ....chtrags forderung wird folgendermas; ,dct: ..In P,'N..,..,.'..^ ^ ^, betreffenden ^ >om l^.^ Nr. 112) liVgl der Regierung .v ^l>. sür d>e! budgetniäßige Sichelstellung des nisses Vor sorge zu trefsen, ans welchem d« nach tztz 1—!i des citierten Gesetzes den Untcrnehni.......... garantierter Eisenbahnen zu gewährenden ^ zur Be- deckung von Betriebskosten Abgängcu zu licstrcitcn sein weiden. Der für derartige Vo, n, insoweit dieselben im Iahvr l«7^ zu ........ ,.... werden, vor aussichtlich erforderliche Betrag wird mittelst des gegenwärtigen N ' beansprucht, die! Znsamnienhanges i^ 'en im >tapilel XXXl'll ., vierperzrntige Torschüsse losteii Al'gänqen bei ivn" elnzuslellen. Desgleichen wil. ,. '^'m^imHlxlrag in der Erwägung als ^ibe zu behandeln, daß die Betri ' ! formell eine mehr oder , > von oennlbl'n bellojjcilr» Bahnen , ole iin Jahre l,^7>! aus diesem Tllcl zu leistenden Vorschußzahlungen sich großentheils auf Abgänge beziehen, die aus früheren Betriebsjahren herrühren und demnach in gleichem Umfange nicht wiederkehren. Zur Begründung der ziffermäßigen Höhe des beanspruchten Betrages nach Maßgabe der einzelnen bier in Betracht kommenden Bahnen erübrigt noch folgendes beizufügen: 1.) Für die erste >" werden beansprncht: x) n ^ fnng der Betriebsrechnungen fur dle Jahre i 1^72 :!'j.ix;7 fl. «:', kr., l^7^; ' I7'.),tt42 ft. 44 kr., 1^74 4l>u; fl. 3X kr., 1^75, W.070 ft. 70 kr.. 1^7». -l<.'.:l7<', fl 5'? kr: <>^ ans lArimd der provisorischen Ausweise über die Actrleb^d'lümig für ^77 IlX>, ' ....." >" ^'" '"7" l(X),0 f!.. zusammen 5> 2.) ^ ») nach < lung be' n der < Jahre I^i i '' sl. und ^/:, y«.',».»'' zusammen !i» 44 sr ^'».) Für d»e >> Elisabethl'iln, s, ,!. dem berl ! " '' l^,.. 'i 'l'siie r, , - ! ^iayl l6?.» Für die mä! ch dem in den b?^-" ' ' gange der üi^ >en fur n.....,.,.......^,..,. ,... die Ial,.. , , .. .,.. ' . , I. und 1X7tt <.<>,X> fl. <».) Für die " ' ' . ^ blicke aus die v^, l<- geordnetenhauscs m orr Sihung vom '.» er lx?7 leschlossenc Einstclluug emce Betrüb. <..,..it Vorschusses von .'O.<.l(k> fl. in Capitel lj:^, Tttcl !^ fs , Der ErforderniKbelri! zelnen hier in Betracht kl der Weise: l.) Erste m, '.'.N.<.173 ft. 94 lr.; 2.) >77 ft. 44 kr- 3.) Dliolel ^lme oer . lerin ^l,''^i, sl," 174 Die Waffenstillftands-Verhandlungen. Ueber die Fortschritte der im russischen Hauptquartier zu Kafanlit seit mehreren Tagen im Gange befindlichen Waffenstillstands-Verhanolungen liegt bisher noch keinerlei beglaubigte Nachricht vor; die Hoffnung, daß dieselben zu einem sofortigen Erfolge führen werden, beginnt nachgerade erschüttert zu werden; man besorgt, daß der Februar gelommen sein wird, bevor em definitives Resultat erzielt worden. An der Nach-gielilgtclt der Pforte ist nicht zu zweifeln; aber aus Petersburg wlrd gegenwärtig dle Parole ausgegeben, daß es zu nichts führen tonne, wenn die türtischen Unterhändler auch die russischen Präliinmarforderungen unterzeichnen würden, nachdem England behauptete, die Verweigerung der Sanction Europa's würde die Unterschrift der Pforte wenhlus machen. So schreibt das „Journal de St. Petersbourg", und die „Agence Russe" argumentierte uor einigen Tagen ähnlich, was cm entschieden russenfreundllches Blatt, die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung", zu der Äemertung veranlaßte, Rußland sehe sich vereüs nach emem Träger der Verantwortlichkeit für das Scheuern der Verhandlungen um. In sehr bemertenswerthcr Weise sagt auch die „Provm-zlal-korresponoenz", der volle Friedensabschluß werde nicht durch dic kriegführenden allem bestmlint; die Lösung der m Betracht kommenden Fragen könne theilwelse mcht ohne das Einverständnis und die Mitwirkung der Macyle zustande kommen. Ueber die Stimmung und die Zustände in Kon-stüMmopel schreibt man der „Pol. Korr." von dort unterm li. d.: «Wie eine Lawine wälzt sich die russische Heeresmacht in das Herz der Türkei. Tie Ausregung, die sich der hiesigen Bevölkerung bemächtigt hat, läßt sich unmöglich schildern. Man blickt m emen Abgrund und schrett entrü>tet und racheschnaubend, abcr zugleich 'lg aus. Mahmud Damat ist derart emge-,l, oaß er, kaum von semer Injpectwnsfahrt zurückgekehrt, sofort wieder auf Reisen geht, da er sich m der Hauptstadt nicht sicher fühlt. Auch der Groß-vezier hat es sür gut gefunden, seinen Rückzug anzutreten, m der Voraussicht, daß er im Falle emer inneren Katastrophe emes der ersten Opfer derselben wäre. Ueberall stößt man auf Konspirationen, ohne daß die Regierung fic zu unterdrücken vermöchte. Man wagt es mcht, sich der Haupter der Verschwörungen !i, aus Furcht vor einem Voltsaufstande. lmg bereitet eme Manifestation vor, um von oer Kammer die Entthronung des Sultans und Versetzung der Minister ill den Anllagezuftano zu verlangen. Die Bevölkerung fürchtet diesfalls auf keinen Hvldeistand seitens der Armee zu stoßen, sondern erwartet vielmehr, die Truppen werden sich ihr anschließen. Man spricht bereus von der Thronbesteigung emes der Söhne des verstorbenen Abdul Aziz. Sollte es zu emcr revolutionären Bewegung kommen, so würden der jetzige Sultan sowie seme Rathgeber Mahmud Damat, der erste Sekretär Said Pascha und der Hroßoezler sich vor allen bemüssigt sehen, die Flucht zu ergreifen. Die Anhänger Mithad Pascha's blicken mit einem gewissen Behagen auf die Stimmung in >l ,opcl, da sie nnr dann zur Herrschaft gc- laiu; il. wenn es der aufgeregten Vcooltcrung gelmgt, dle Parasiten, die im kaiserlichen Paläste sich breit machen, wegzufegen. Viele Deputierte begünstigen diese Bewegung, in der Ueberzeugung, daß die Majo^ rität der Kammer den Kundgebungen des Voltes mcht widerstreben werde. Der Sultan scheint aber die ihn Ehre, auf die Gesundheit eines der ersten Reisenden unserer Zeit zu trinken." Diese Rede und die daran geknüpfte Mittheilung, daß die geographische Gesellschaft ihre große goldene Medaille dieses Jahres Herrn Stanley anbiete, wurde mit großem Beifalle aufgenommen. Stanley entgegnete in englischer Sprache, indem er für die ihm erwiesene Ehre dankte nnd alles Ver dienst der Erfolge, dle er errungen, den Direktoren des „Newyort Herald" und des „Daily Telegraph" veimatz. Er erzählte dann, wie er auf die Expedition icn mit den Worten der röimfchen Fechter: il te saluixin- im Herzen, wie er sich Bahn gcdiochen und sein Ziel erreicht hatte. Er that dies in kurzen, lebhaften Zügen und fügte den Wunsch bei, daß die neuen Entdeckungen nach Livingstone benannt würden. Der Un! i, mister Bardoux sprach hier- auf, zu Swnlcv ^ „Sie sind ein Mann. der duiv -^ s^nen Muth, seine Ausdauer der ^,, . ..... ^hre gereicht. Gestatten Sie imr, Ihnen die Hand zu drücken und, indem ich Ihnen aufrichtig Glück wünsche, im Namen Frankreichs die Palme eines Offiziers der Akademie zu überreichen, 'mung. welche es nur den arbeitsamsten, ... l und uneigennützigsten seiner Kinder ge- wahrt." Der Held des Festes aber hatte als ein Mann, dem seine journalistische Pflicht über alles geht, mchts Eiligeres zu thun, als noch an Ort und Stelle seinen B 'er die Solrcc für den „Newport He- rald" au ^ und im Hotel du Louvre selbst dem Telegrafen zu übergeben." (Presse.) bedrohenden Gefahren nicht .m kennen, da er eben jetzt sich damit beschäftigt, in seineil Gärten eine Orange rie nach dem Muster der Versailler einrichten zu lassen." — Die „Pol. Korr." erhält ferner von ihrem Londoner Berichterstatter den Text jener Depesche, in welcher die Pforte dem englischen Kabinett die Ein< leitung direkter Schritte bei Rußland zur Erlangung eines Waffenstillstandes signalisiert. Dieselbe lautet in deutscher Uebersetzung: Depesche Server Pascha's an Mussurus Pascha in London vom 9. Jänner. „Sie wissen, daß Lord Derby den Lord Luftus beauftragt hat, dem Fürsten Gortschatoff zu erklären, daß, um den Waffenstillstand zu einem praktischen Resultate führen zu können, die Grundlagen desselben vorher von den kriegführenden Machten bestimmt werden sollten, sowie daß wir Lord Derby gebeten haben, Rußland zu fragen, welches diese Grundlagen seien. Heute gibt uns Lord Derby den Rath, uns wegen Abschlusses eines Waffenstillstandes direkt an Ruhland zu wenden m Anbetracht dessen, daß jeder in diesem Sinne von England zu unternehmende Schritt von Rußland verworfen würde. Indem wir uns so in der Waffcnstlllstandsfrage Rußland gegenüber isoliert finden, werden wir nnoeiwellt nach dem Rathe Lord Derbys unseren Kommandanten die Weisung ertheilen, nut den russischen kumman danten über einen rein militärischen Waffenstillstand zu unterhandeln. Indem Sie diesen Entschluß zur Kenntnis seiner Herrlichkeit bringen, wollen Sie hinzufügen, daß die Russen selt einigen Tagen in ihrem Vormärsche Fortschritte gemacht haben, mdcm sic die wegen der eingeleiteten Waffelistillstanos-Verhandlun-gcn unglücklicherweise verlorene Zeit benutzt haben. Sie werden auch Lord Derby sagen, daß unsere Kommandanten mit Serbien und Montenegro nicht werden verhandeln können, und daß wlr Se. Herrlichkeit uuo seine Ansicht darüber bitten, wie wir liezügllch dcr Serben und Montenegriner vorgehen sollen, um sie zur Betheül-gung an einem Waffenstillstände zu veranlassen, wel^ cher, da er em allgemeiner ist, gleichfalls die Moldau-Wallachei umfassen soll. Gez.: Server." Vom Kriegsschauplätze. Schon im Juni v. I. wurde die Anlage von Befestigungen auf der Landfeite von Konstantinopel vom Serastierat beschlossen, und sollten vorerst nur neun Werte auf den wichtigsten Punkten der hiezu aus gewählten Lmie vom See Dertosch an der Westküste des Schwarzen Meeres bis ÄüjütTschetmedschc er-baut werden. Als jedoch einen Monat später der über-raschende Balkanübcrgang Gurtu's stattfand, die Kosaken und Dragoner bis zur Äahnlmie Adrianopel-Phllippovel streiften, da erhielt Blum Pascha von der Pforte den gemessenen Befehl, die von ihm entworfene Befestigung der Hauptstadt auf das schleunigste durchzuführen. Die schon seit mehreren Wochen m Arbeit gewesenen neun Schanzen wurden damals um sechs neue Werte vermehrt. Mit dem Aufgebote von mehre' ren tausend Arbeitern, welche täglich von der Zivil-bevultcruna. Konstantinopels und der umliegenden Ortschaften beigestellt wurden, lam man rasch vorwärts, so daß die ottomanische Heeresleitung um die Mitte August schon an die Armierung dieser Vertheidigungs-linie gehen konnte. Obzwar auch damals zur Vollen dung dieser Anlagen noch vieles gefehlt hatte, so sicherten sie doch schon vor emer Wegnahme im ersten Anlaufe und deckten so die Hauptstadt des Reiches. Die Befestigungslinie nordwestlich Konstantinopcl ist an der engsten Stelle der Landzunge von Konstan tmopel, nämlich dort angelegt, wo durch die Einbuchtung bei Büjück-Tschckmedsche einer- lind den See von Derlosch (oder Deltos) andererseits das feste Land eine Verengung bis zu etwa 25 Kilometer (^/4 Meilen) erfährt. Die Werke dieser Linie sind meist Redoutcn, welche in zwei Reihen schachbrettförmig hinter einander liegen und sich gegenseitig flankieren. Zur nachhaltigen Vertheidigung dieses Abschnittes dürften :i<)- tns ^5>/x)<) Mann genügen. So viel dürfte die Türkei in jenem Abschnitte vorläufig noch nicht zur Verfügung haben, indem die jetzige Garnison Konstantinopels aus höchstens l5i,lXX) Mann Nationalgardisten, Baschi-Bozuts lc. bestehen kann. Die bei Tschorlu unter Mehemed Ali Pascha sich sammelnden Streitträfte. welche früher bei Adrianupcl und bei Sliwno-Iamboli gestanden hatten, betragen cnca 25,' mne eines östlich Rodosto mim« denden Küsten?.....^..^ andererseits gebildet wird. in taktischer Beziehung ziemlich start. Die Hauptstraße Adrianopel Konstantinopel durchschneidet die Position bei Tschorlu unter einem rechten Winkel. Tschorlu ist ciil Knotenpunkt mehrerer ziemlich guter Eomnmnica-tionen und bildet gewissermaßen das militärische Zwischenglied zwischen Konstantiuopcl und Gallipoli. Aul ein längeres Festhalten dieser Position kann aber, theils wegen ihrer zu großen Ausdehnung, theils wegen des Umstandes nicht gerechnet werden, weil sie sowol in» Norden wie im Süden leicht umgangen werden kann. Die Situation der türkischen Strcitkräftc dürfte sich nun — einer Allsicht der „Presse" zufolge bis zum 2li. d. M. ungefähr folgendermaßen gestalten: Bei Gallipoli etwa «- bis 10/M) Mann unter Suleiman Pascha, theils zur Sicherung dieses wichtigo» maritimen Punktes, theils zur Bedrohung der russischen rechten Flanke während des Vorrüctcns gegen Konstantinopcl; bei Rodosto und Tschurln etwa 25' bis :w,0<» Mann unter Mehemcd Ali Pascha, und , schließlich l5>,>^ des Kronprinzen in dicscm Fache mitthcilcn. Per 66 herzog zeigte immer sc» große Vorliebe für die nati^ ülolillmischcn Wissenschaften, das, cr scincn uortrcsfU^ Professor. Mcugcr ldcr ihn auch iu England gleitet)' aufforderte, außcr den urdentlichcn auch außcrordcntlic^ Vortrage zu halten (so daß ein halbcs Jahr lBs wöchentlich l4 Stunden auf den ciucn Gegenstand cnl' ' fielen) und zahlreiche Privatpensa ausgcarbcitct wurdet j die sich »lit alle» wesentlicheren Theilen dcr praktisch^ Nationalökonomie befaßten. Ein großer Thcil dcr Bibll^ thcl dcs Kronprinzen besteht aus vollöwirthschafllich^ Werken, darunter die Szcchcnyi's, Lonyay's. Kauh' außerdem enthält sie zahlreiche Flugschriften, Monostl^ phien u. s. w. Als Handbuch benutzte der KronP"^ eine Sammlung dcr Unioersitätsvorträgc Mcngcrs, d<" wurden auch andere bekannte Bücher benutzt, unter "^ derm das von Kautz- aus dcm letzteren übcrschtc ^ Kronprinz für seinen Professor (dcr nicht ungarisch ^ steht und über Tcndcnz. (tinthciluna. u. s. w, dcs Wcl'^ sich gern orientiert hätte) cinigc Abschnitte, dic cr ^ mündlich cummcnticrtc. Dcr Kronprinz drückte wiedt, holt dcn Wunsch aus. die vollswirthschaftlichcn Vcrh"^ nissc Ungarns näher kennen zu lernen, und er ^ einen längeren Aufenthalt in der Hcinptstlidt bcniHA um durch den Verkehr mit ssachmänneru sich ssliindl'^ Vcrsiertheit zu verschaffen. Mit Recht kann man s"^ — bemerkt das genannte Vlatt — daß kaum noch ^ Erzherzog so gründlich, vielseitig und sistcmatisch !. seinen hohen Beruf vorbereitet worden sei, wie KronPl' Rudolf," .g — (Die österreichische Kaiscrkronc) < dem Prachtwerlc über die Schatzkammer, das im Mfll,^ Sr. Majestät unter dcr Leitunq dcs Grafen llrcnncv' durch den Reqicrnngsrath Nittcr v ^. z-gegeben wurde, wird als erstes dcr l > H^ tleinode die von Kaiser Rudolf II. herruhrenoc it"'^ krone behandelt. Sie nimmt — wie F. W. in dcr .<^ Abdv." schreibt — unser Interesse in doppelter H'"'^ vor allcm i> '" ' ' ^11""^ tcn den G<, . Ä,< repräsentierte, denn mtt ,hr geschmückt yiclten dic^ römischen Kaisern gewählten Regenten Oesterreichs ^ Könige von Ungarn und Nähmen und Erzhcrzogc ^. Oesterreich ' ' .»ng in Frm'lf'w^ in künstlcri, . eine der glänzc''^, Leistungen deutscher Goldschmledetunst dcr >"cn"^ ^ zcit. welche kaum übcrtroffcn wcrden dürfte, '^„tt apfcl, Szepter und Krone wurden bcrcits im Tcstaw ^ Kaiser Ferdinands II. !02l zu .HanSlleiiwdic" ^" klärt. Das Goldgewicht derselben beträgt z"'"" 1189 Kronen. ^ ^helt — (Ein neuer Fcldbischof) Der VH!" ^"bourg ein. Heute um A Uhr morgens lief ' oie Elbe ein. Bei der Verhaftung auf der ..Pom-ihm ltt^" ^'"^" '"' ^l'ftbe von N Pf. St.. welche sich i ' """" scharf geladenen Revolver, welchen er und e' """"sacllärtcr M"sc 5'» verschaffen gewußt hat. Me» ^!"'^" Papieren von hiefigen Beamten abgcnom "'crani" ^"' "brigen Passagieren auf der ..Pon" ,len li g^enübcr versicherte Winter, daß er nur sei die H "l"a."on in Amerika habe besuchen wollen, daß er jrdl l /""" ""l "'"'" Mißverständnisse bernhe. daß dastehe ^'"^ bl'llständig gerechtfertigt und makellos zuversick.!^^ ,«^'" w"h"nd der ganzen Reise sehr bei der «l , Wenchmen veränderte sich jedoch erheblich ^derlii, ^""N ^"^ ^'^ ^'rsigen Beamten. Bei der Umdruck z!"" ""^ ^" Nlusldann'ser erschien er sichtlich ""f dem l^ ^ll>ergang von den, noch glänzenden Leben H«"ch>,,« ,ü''" ^"'"ps" in die rauc Wirklichkeit eines ^"n, H "", Gefängnisses schien ihm seine ganze Lage ^ch ein e" ^' bl'"acn. was er indessen später ^ sal, !, !°^'"^ Heiterkeit zu verbergen suchte. Win ^"du.> ""b ""^griffen aus und wurde bei der b'Nreis, "? Droschke ins Gefängnis gebracht. Auf der ^licr a.,s ,e /' "Herder" trat Winter als nobler Ka ^ T)M. ^ «r/"" ^ch u"d hatte einen Gewinn von 3'tMan? '^ b" Rückreise n.achte Winter bei den ^' a t wl". ."""' ^^ ungünst.gen lt.ndruck. Der ^iei^wnd denmächft „ach Wien weiter transportiert." fokales. Ans dem »emelnderathe. Nn>.s'. ^"ibach. 25,. Jänner luhrer N"'^' V.irqermeister Laschan; Schrift^ "''^"H^^^ Mchalii; anwesend: ^Nlirnm^?'«/""' b's hclltigen Tih.„ ""d Dr u. .^'"»ermeistcr die ^emelnb ^nm ^- ...... !'" "n ilm ^m? ^" 6'bmlss theilt der Bürgermeister ^1'dtm bof?a ""^^ ?^"iben des nach Innsbruck ^ssanner v l^?" .""^ ^nanzlandesdirektors Henn i!"?"ch s^ne^^^^ ""' '" "'l^'"' s'ch derselbe ycrzllchsw We,se velabschlcbet und fi>, d,e Liebenswürdigkeit bedankt, die ihm sowol im »ls auh fl. '.>l kr. wird genehmiget und die Stadtt ' ichtiget, dem Unternehmer >tarl Tauiei für di» .ing der Brückenpfeiler den Bcirag per ll;4<» sl. ii kr., unb dem Unternchlner Gustav Tönnies für die Herstellung der Holzconstruction den Betrag von I3(X)fl. «5 lr. in Verrechnung zu bringen; k) beide Unternehmer verbleiben mit Bezug auf den tz A4 der Licitationsbedingniffe durch ein Jahr, das ist bis zum N. Dezember Itt7tt, für die Solidität des Brückenbaues haftend. GN. Goröi5: Nach den Beobachtungen, die ich als Nichtfachmaim gemacht habe, hat sich die Gra-daschzabrückc in der Mitte um beiläufig l> bis 6 Zoll gesenkt. Da dies bei einer eben erst erbauten Brücke doch bedenklich erscheint, erlaube ich mir an dic löbliche Balisection die Anfrage, ob ihr dieser Umstand bei Vornahme der llollaudierung aufgefallen ist? Referent GR. Z'eglcr: Aus die Anfrage des Herrn Vorredners habe ich zu bemerken, daß der von iym betonte Umstand bei der Collaudierung genau er hoben uud im ilolla,- Protokoll auch angemerkt wurde. Da die Bi». . y sonst aus sehr solidem Maieriale und fest gebaul ,st und die Bau Unternehmer < durch ein volles Jahr haftend bleiben, so glaubte die Collaudicrungslonlluission diese Senkung mcht als ein Hindern ' l)tcl, zu sollen, ihnen die ltrstehungs summe chlen. GR. Goröic erklärt sich durch die Ausführungen des Referenten befriediget. Bei der Abstimmung werden die Sectionsanträgc augenommen. :i.) GN. Zicgler referiert über die Collaubie-rung des Neubaues der Kleingrabenbrücke und be antragt: ») Der Gesammtaufwand für die Conservation der Klemgiabenbrncke. inclusive der Mehrarbeiten, im Bc< trage von l'.Htt fl. K» kr. wird genehmlgt und die Stadtlasse ermächtiget, dem Unternehmer Karl Tauber nach Abschlag der bereits erfolgten Ratenzahlung per KXX) fl. den Nestbetrag per ill« ft. 16 fr. auszufolgen- li) der Untenuh«er verbleibt mit Bezug aus den H ellell. lunfttghln derlei Bauüter jchreltuligeli 7^^""-",.i ,i,,),'!.,.,.,. und dem Gemeinde-rathe zur <^> n. Wird oyne 7 fl. 10 kr. genehmiget und der von der lraini» schen il^ '" ' ' dene Anspruch auf 6r!)öliiina. des iiiv., , ^iiiwcislMsl a:^ den lontiart- lichen Ueberncchmeprcls aus Vi! ' !en für »l'.>4 Kubikmeter ltrdaushebliiig ini .,......,., ^..oen. im berechuelen Betrage per Killülmetc-r »l'jkr. mit Mfl. 22 kr.. ' ' ! und die Stadtlasse < ' i.t, der gcnann:, ^jcllschaft mit Brrufi!, ,.cn t; 7 der Ofjcnbedllignissc die restlrrende ^ejinnmloerdienst" summe im Betrage von ^«>47 sl. li2 lr.. unb zwar am I März 1878 die erste Nate per 2(XX) ft. und am l. August 1878 den Rest per 1047fl. 32 lr.. aus zufolgen; t>) Die l^ > bleibt m-' auf den tz < ____ . ,, ,,. durch ci:. ^.»^.. das ift bls <.. Dezember I»78, für b,c Solidität diejes Kanalbaues haftend. GN. Dr Ritter v «alte. Da dem Neferate des Herrn GA. Z»egler z. <"»sl der traimscheu Baugesellschast nur aui> B. !> ten passiett werden, so stelleich den Zu ^.......... .ch diese Summe erst dann ausgefolgt werde, wenn die Gesellschaft hiemit alle ihre Wchranjprüche für befrie digt erklärt. Der Bürger meifter. Ich erlaub« s- beulglick die Bemerkung, daß die Vertrete nljchen Baugesellschaft das CollaudimnlgO^ototl. '""-""'-smet haben, daher die^""" ^- ''....... .. e nur eine Mchrents^ ^ a«.^lda^n wird. sich damit mlpi. >i- sricbcn erklärt haben unb somit ai '. schädigung mnneH ltrachtens mcht mehr refleclleren können. Referent VR. Ziegler: Ich theile die «uf-fafsung des Herrn Bürgermejs^ ' ' >ß es trotzdem zwcckcntsplechrnd l. .s GN Dr. Nlltci v. Kalteuegger br,zuftlMlnen, dahei ich denselben unterstütze. Bei der AbstimniUllg werden die Anträge der Section mit dem eben besprochenen Amendement an genommen. 5,.) GR. Ziegler referiert über datz.V crgebnis betrefft der Lieferung der fläoti' und Schnitthölzer für das Jahr 1876 und Das Angebot des Herrn Karl Tamci im on-Lieferung des Bau^ und Scj,nittholl?s ;n^> 1k?x mit einer Auszahlung fchen Bauamtc r! . ., wird genehmigt. Ohne Debatte ——-en. <- gt.) — (In Audienz) Der Herr ,' n Laibach, Dr. Chrysostomu^' Pl'guiur. >i i >n von Sr. Majestät dem ttaiser in Wlen ,n Auoienz empfangen. — (In der gestrigen Ge meinde rat hs» sihung.) iiber t> ..... . „ftünbe wir an anderer S: lebend berichten, entsl'an» jlch ul>»l bcn Ailtlnss l !. section, betreffend die Kultwu-l-iiu.i >,<>> nilf dl... ^.....i; berge gelegenen städtischen eine längere Debatte, an welcher sich dir ^ „ n Horal. Po tocnil, Lastnil. Ziegler. Dr. N, v l« K!>m und ' :enl der Section. G'' n, _ im Laufe der Debatte ,,..................,.........oe lener des ON. Horal, dahin lautend: Der Massljtrat sei buug du uwgllch wäll, , 3iach hiei.......unener Elll^mil,, ., .^........... der wichtiger Referate der Fin hiitte die §e Heime Sitzung beginnen sollen, ,>, > I ei Antrag der FnuwzfeMM Ne«n««l«t<«uulch der lÄlnlsindsla d" Schmig l'r Sitzung bringen wlr in unserem nächsten Vlutte. — (Eidesabl. ^ n Zivilgeonletcr für den dors mit dem Wohnsitze n> vatgcometer Herr Thcodoi ^,! . .... vorgeschriebenen Gid in obiger l l — (Schul sperre) D,r ^ ,z dots «»ftle — einer Mittheilung d.. , l zcit«ng' zufolge — am 7. b. M wegeu eine: -"'....."'^! stark ausbreitenden epiden ^ > werden. Zwei D«ttch««l< ertrankt. — (Auslosung der Geschwornen) 5itr die a« II Februar d. I beim l l Lanvee >^ dach beginnende erste diesjährige Schw«^» >n wurden nachstehende Herren aubffeloft - ^ °" . t^ Bll-mz. Zlmmermelfter mLailuich^ ^u>,ei N>.> ,0» besitzei und Hanoel^ma-...... n.., man» in....... '" >uer in ^ljchof- lack. tt«i loneter. in Uai bachj Nleza,'! >"mmerpräsident in iiai- bach. Franz ^...^............p^l in L"' -> "" "iia» Hafner. Vesitzer in Dörfern, Auto» .,, ,^, ' " ',i,z, ,,,,,,, >lnd ' !'!,^ ^ !, ! IN Gras Lawl^ri, ^, ^" ! ^ , M ^llU' .^er ,n Laibach i »<" '" '""' l»^, ^'U»'.^,,pfi ln ^mdllch, yranz vr^chet. ztra'Ntl in 1?^:. ^.......,.^.r; Äarthelmä Podgoröct, Hausbesitzer; Johann Pootraiichek, Hausbesitzer, und Franz Sarl, Kleidermacher, — sämmtliche in Laibach. — (Vercinsabend.) Durch die Subscription monatlicher Beiträge seitens der in Laibach domicilie-rcnden Mitglieder des lrainischen Üandes-Lehrervereins ist es demselben möglich geworden, sich ein eigenes ' Vercinslotale zu miethen, das allen Mitgliedern ^n steht und in welchem gegen AO pädagogische ,, l'^rlftell zur Benützung aufliegen. Das neue Lotalc d^uldet sich am Ialubslilatzc im Graf Nlagay'schen Hause 3ir 1<), im 1. Stocke. Dasselbe wurde durch eine am 1^». d. M. abgehaltene gesellige Vcreinsversammlung, deren Schluß eine vom Nnterhaltungscumite veranstaltete Tombola bildete, eingeweiht, Heute abends findet daselbst der zweite Vercinsabend statt; zu demselben wurde folgendes Programm ausgegeben: 1.) Ein Quartett von " ' !.; 2.) Divertissement aus der Oper „I Lombardi", .tragen von Fräulein Kraschner und Herrn Maier; 3.) ..Die Nacht", Quartett von Schubert; 4.) Tenorsolo. „Aufenthalt" von Schubert, gesungen — mit Klavierbegleitung — von Herrn Nazinger; 5.) ein Quartett von Seifert. — l^Laid acher Turnverein.) Die heute Abend in der Kasinorestauration stattfindende Samstagskncipc des Laibachcr Turnvereins verspricht sehr animiert zu werden, da die seit einigen Tagen in Laibach konzertierende Vollssängcrgescllschaft zur Mitwirkung an derselben gcwonnen wurde. — (Einführung der slovenifchen Sprache.) An der k. t. Lchrerinnenbtldungsanftalt in Graz wurde die slovenische Sprache als obligater Lehrgegenftand eingeführt. Zu dieser Verordnung bemerkt die „L. Schulztg" : „Es ist betannt, daß für ganz Eteiermark nur in Graz eine Lehrcriunenbildungsanftalt besteht, sowol für Kan-d>drinnen der deutschen als für jene der slovenischcn .'nalität. Nun ist die Unterrichtssprache in den " , stcicrmarks slovenisch. und der stcier- yulrath wnßtc sich bis nun dadurch helfen, oaß er trainerischc Lchrermncn anstellte. Seit aber diese Bezugsquelle durch den Umstand verschlossen ist. datz die Lehrerinnen, die in Laibach ausgebildet wer- ^ '^ - 'rses verpftichten müssen, durch sechs , ,^ zu wollen, ist für Steicrmarl die Noluwcndigtelt erwachfcn, sich eigene Lehrerinnen heranzubilden. Das ist der Grund der Einführung der slovenlschen Sprache in obiger Anstalt." — (Aus demGerichtssaalc.) Tcr aus Wip pach in Innertrain gebürtige, 37jährige Taglühner Josef Repich, ein schon mehrmals wegen Dlebftahls abgestraft tes Individuum, hatte sich am 22. d. M. vor dem f. t. Landesgerichte in Trieft neuerdings dieses Ver brechend zn verantworten. Am N, Dezember v. I. lanl dein Landmann Anton Snebel aus einem versperrten Stalle in Divace, Bezirk Sessana, ein aus 1(1 fl. be werthetes Pferdegeschirr abhanden. Repich wurde kurz nachher im Besitze des gestohlenen Gegenstandes angetroffen : er will dasselbe von einem unbekannten Manne qetauft haben. In diesen seinen Angaben wurde er jedoch durch mehrere Umstünde widerlegt. Repich hatte sich eben zur Zeit des Diebstahls in der Nähe von Divace herumgetrieben; außerdem ist er schon fünfmal wegen Diebstahls abgestraft worden. Der Gerichtshof sprach ihn daher auf Grund dieser Umstände des Verbrechens des Diebstahls schuldig und vcrurtheilte ihn zu zwei Jahren schwerem, mit einem Fasttage und mit Einzelhaft in jedem Monat der Strafzeit verschärftem Kerler. Außerdem wurde seine Stellung unter Polizei-Aufsicht nach ausgestandener Strafe ausgesprochen. Repich hatte das gestohlene Pferdegeschirr dem Sattler Gregor Scam-pcrle in Trieft vertauft. Scamperle wurde dieses Anlaufes wegen, der unter bedenklichen Umständen erfolgte, der Uebertretung nach tz 477, St. G. B.. schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe im Betrage von 5 fl. verurtheilt.___________ __________________ Neueste Post. (Original-Telegramme der „Laib.Zeitung.") Wie«, 25. Jänner. „Times" melden den Rück» tritt Carnarvons und Derby's. Köln, 25). Jänner. Einem Konstantinopler Telegramm der „Kölnischen Zeitung" zufolge nahm die Pforte alle russischen Bedingungen an und beauftragte ihre Bevollmächtigten, denselben ihre Zustimmung zu ertheilen. London, 2:",. Jänner. Nach einem Konstantinopler Telegramm des „Daily Telegraph" erhielten die tür-tischeu Unterhändler Befehl, die Präliminarien zu unterzeichnen. Konftantinopel, 25i. Immer. Die „ttorr. Havas" meldet: Lic Pforte nahm die Bedingungen Rußlands an. Die Friedenspräliminarien sollen morgen iu Adrianopel unterzeichnet werden, wohin Bevollmächtigte abreisten. __________ Wien, 25. Jänner. Im Befinden des Ministers Freiherrn v. Lasser ist keine Besserung eingetreten; er hatte emc unruhige Nacht und vermehrte Kopfschmerzen. Heute wurde Professor Tuchel einem Consilium beigezogen. Versailles, 24. Jänner. Die Kammer hat den Gesetzentwurf inbctrcff einer Amnestie für die seit d».'M 16. Mai bis zum l:j. Dezember u. I. durch die Presse begangenen Vergehen angenommen. London, 24. Jänner. (N. fr. Pr.) Derby schickte eine Note nach Petersburg, welche sehr nahe an ein Ultimatum streift. London, 24. Jänner. (N. Wr. Tgbl.) In der Fortsetzung dcr Unterhaussitzung antwortete Minister Northcote auf eine Interpellation des Führers der Opposition, Lord Hartington: „Seit unserer donners-täglgen Sitzung hat sich die politische Situation dadurch geändert, daß die Russen ihren Vormarsch fortsetzen, ohne uns die Frieomsbedingungen mitzutheilen. Deshalb kann die Regierung dlc Forderung des Extralredits nicht länger verschieben und bestimmt hiefür den nächsten Montag." Petersburg, 24. Jänner. Einem offiziellen Verichte aus Kasanlil vom 23. d. zufolge ist der Sieg Gurlo's in dcn Kämpfen bei Philippopel am 15,., Kiten und 17. d. viel vollständiger und glänzender gewesen, als zuerst gemeldet wurde. Gurto kämpfte gegen die aesammte, 4<),Rente 63 35. Siloer-Rente «6 30. — Hold« Rente 74 45. — l860cr Staats^Anlehen l I4 80. - «anl-Acticn 812. - Kredit-Actien 22175, — London 119 50. Lilbel 104—. - K. t. Münz'Dukaten 5 65. 20.5ranlc7i'2tücle 955'/,. — 100 Reichsmark 59 15. Wien, 25. Jänner. 2 Uhr nachmittags. (Zchlußlurje.) Kreditactien 221 60, 1860er Lose 114 50, 1864er Lose 1>'6?5, österreichische Rente in Papier 63 35, Ltaatsliahu 253 ^'cuü bahn 197—, 20-Hranlenslücle 9 56'/,, ungarische . 205 50, österreichische Irancvbant—'—, österreichische Vl,., 95 75, Lombarden 78 -, Unionbant 64 75, aujtrv oricnlall Bank——, Lloydaclien 386 —, austro-ottomanischc Bank ^ türkische Lose 1550, KommunalAnlehen 87 25, Egyplisch« -^ Goldrente 74 40. Gedrückt. Verstorbene. Den 17. Jänner. Agnes Luhadolc. Inwohnerin, 64 5> ! Zivilspital, Lungenentzündung - Valentin Mihcliö, Inwoh»' 74 I, Zivilspital, Lungciilähmung. Den 18. Jänner. Amalia Müllcret, Maschine Nitwcntind I'/, I, Aller Markt Nr. 2i, PIMisis. Nildauer, Brauer. 43 I., !!,!^ Maria Tschuden, Inwohner»», 6? I,, ^ivilspital. LungeiUllbtt' tulose. — Franz Htrel, Meblhändlcrs itino, 6 Mon. 15 Tag^ Rain Nr. 4, Fraisen. Den 19. Jänner. Ursula Mordax. pens, t f. VcM hauptmanns Gattin, 6!'. I., Alter Marlt Nr, 9, Schlagjlüsj, Den 21. Jänner Mathi^ ^,", ",iv. Arbeitcr, ^l)rslpel' Kind, 1 I. 8 M.. Schwarzdors Nr, 7, Lungcnlähmung, - M°r"> Köder, Schneidermeisters Gattin, 41 I, Stadtwaldilraslc N> Wassersucht. Den 23. Jänner. Theresia Zirer, Tischlcrslmd, Monate, Polanastraßc Nr, 2:i, Atrophie. Helena Irsenl Arbeiterin, 75 I., Ziuilspital. Marasmus. Mariauna ^M l verh. Arbeilciln, 26 Jahre, Zimlsftllal, Lungenlube>f>i!o!^ Htftle.. Wien. — Tschlvitsch, .«sm., Graz. .^ugg>), >NM, , Hotel Elefant. Obersmucr, Werlsbejitzer, Graz. — ^ ^"l^ '^liicn. itotlull, Bcsi^cr, ^bcilaivach. Petschc, >,,s,..'„.'.,.,,. _ Hilo. Kleinhändler, Agram.— Hval.,, .' l rnil. - Kolbl, Pensionist, Jauerburg. — "^ t>>.,,,,..., ^l. Martin, Vaierijcher Hof. Kautschitsch, Oberlrain. — Grebenz, Hdle'"' Raun. Valcntjchilsch, »vesitzcr, Dornegg, ^ Theater. heute (gerader Tag), bei aufgehobenem Abonnement ^,, erstenmale), ganz neu: Die Dänische ffs. Schaust 4 Acten von Peter Newsty, Meteorologische Scoliachlullgcu in Laibach> « «^ "<3" «^F - 3^ ü^i ^ "^ kZz .z: « -« "^ ?U,M^ ?l«^'..i -i <»2 U, schwach »riibe 25. 2 .. N, 717 20, ^ 14 ^, schwach bewölkt 9 ^ Ab.I 718 40! -!- 0U NO. schwach bewölkt ,^ Anhaltend trübe, regnerisch, abwechselnd Tchnec ^ Tagesmittel der Temperatur j 0 7", um 25" über den» ' male._______________________________ Verantwortlicher Redacteur: OttomarVambc ^ 3^l1(ü!)<5llH!. Wien, 24. Jänner. (1 Uhr.) Die Börse verharrte bei im ganzen nicht ungünstiger Tendenz in abwartender Haltung. Vtlb wa« Papirrrente........63 55 63 65 ?lll',',,'n„ ......67-- 67-10 74 65 74 75 297 - 299 — ^ ^»^4 . l08 25 106 50 I^ÜO 11475 115 - ) (Fünftel) ... 123 25 12:l 75 4 ........136 75 13? - .nen.Unl.....7725 77 75 .........16075 161 - ........1350 14 — l. der Stadt Mm 87 50 8775 " V,' I ^'0 104- .<> 141 — !Ui^iuc , iu<> - 100 25 c ... 9235 9245 ... 9975 100 - l I. 1874 10V75 110 - ......^. . --^tgemeinde Wien m «. V......»550 95 75 <>irundentlattungs Ibligattone«. >0 104 -' "'5 104 75 «tl^ Wa« Galizien.........86— 8650 Siebenbürgen.......7650 7725 Temeser Vanat......78 — 78 50 Ungarn..........7850 79 — Actlen von v«nl,n. G«lb wa« Anglo'österr. Vant..... 37 50 97 75 Kreditanstalt ....... 225 — 225 25 Depositenbank....... 154 - 156' Kreditanstalt, ungar..... 207 50 207 75 Nationalbank....... 812— 614 ^- Unionbank ........ 65— 6550 Vertehrsbant....... 99 ^ 99 50 Wiener Bankverein..... 73 — 73 50 Nctien von transh«rt Unterneh «nngen. Alföld.N.il'i, .......114 50 l,5- Donall "Gesellschaft 360 — 361 Eli'al'> ^1.....1^5! .V» I,.!25 Geld Ware Galizische Karl Ludwig - Nahn 244 25 244 50 Kaschau-Oderberger «ahn . . 103 25 10375 Lembcrg'llzernowiher Vahn . 12075 121 25 Lloyd'Gcscllschaft......386— 388- Oesterr. Nordweftbahn . . . 109 25 109 75 Rudolfs-Vahn.......117 50 118 — Staatsbahn........254— 255-- Südbabn.........7850 78 75 Theiß-Bahn........->- ^-- Ungar,-qaliz Verbindungsbahn —'— —-— Ungarische Nordostbahn . . . 111 50 111 75 Wiener Tramway'Gcsellsch. . 104— 105 — Pfandbriefe. Allss.Sst.Bodenkreditanst li.Od.) 104 50 105 - „ ,. „ (i.V,'V,) 89 60 89 75 Nationalbar-.k.......9810 9825 Ung. Äodenlredit'Inst. (V., London, lange Sicht .... 119' ^ ^ Paris ... .....4730 Geldsorten. ^ '..... '. fl. 61 kr. ^'l''4g l' „ 48'/« „ 9 " ' ' ''s" 70 ",^?'^ ' ^>.^,,,..^n . . 103 , 35 „ l<" " l ------ U"<. ^.....-..'........„ ...... ' . .'.s^' dit 224 90 bis 225 10. «nglo 9?^" Nachtrag: Um 1 Uhr 20 Minuten notieren- Papierrente 63 60 bis 63 65 Silberrente 67— bi« 6? 10. Goldrente 7460 bis 74 95 Kr« London 11Ü70 bis 11905. Napoleons »4g»/, bi« »49. Lllber 1033ii bis 1034i».