Nl.129. Freitag, 10. Juni 1898. Jahrgang 117. Macher Zeitung. Vc!'' 'l. halbjährig fl. 5-50. Nr die ^"stellmi« in» §a>.« ßanziähr.a sl,'. - InsertlouSaebUr: Ful '"" I»Klllte bis zu 4 Zeilen 25 lr gröhere per geile e tr,: bei uftere» Wiedecholunge» per Zeile 3 lr. Die «Laib, Zla,» erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Die Administration befindet sich llougn'ssplütz Nr. 2, die ittednc««» Varmherzigergasse Nr, l5. Sprechstunden der Redaction von 8 bl« 11 Uhr vor» mittags, l^üsraülierle Briefe werben nicht angenommen, Manuscripte »lcht zurückgestellt. Amtlicher Theil. All^""k k. und k. Apostolische Majestät haben mit Gr?M" Entschließung vom 4. Juni d. I. dem de. 3"dustriellen Emil Ritter von Kubinzkyin Prag sicht? ^"' eisernen Krone dritter Classe mit Nach-^ "er Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. Np^"e k. und k. Apostolische Majestät haben mit «Mer Entschließung vom 23. Mai d. I. dem llilt^ ^^ Staats-Nntergynlnasiums mit böhmischer c>lls 3'?tssprache'» Brunn Schnlrath Franz Bartos den s?" "'^ der von demselben erbetenen Versetzung in ^flelbenoen Ruhestand das Ritterkreuz des Franz-l'^rdens allergnädigst zn verleihen geruht. Re,-s?eine l. und k. Apostolische Majestät habeu mit p^ U)ochst^ Entschließung vom 30. Mai d. I. dem ^ton 3"l Director der Finanz-Landescasse in Brunn 3lem°' " 'Uter taxfrei den Titel und Charakter mies "'"Mgsrathes allergnädigst zu verleihen geruht. __________ Kaizl m. P. 'lllerl^?^ k. und k. Apostolische Majestät haben mit l wMm Handschreiben vom 31. Mai d. I. dem ^zl,e ' ^'' k- "lld k. Hoheit dem durchlauchtigsten b"bm A Leopold bedienstct gewesenen Kammerdiener ^lone ^'''"' 'n das goldene Verdienstkreuz mit der bilden, "'" .d"" im gleicheli Dienstverhältnisse ge-^ am3 ^""^u Kaullnerdiencr Vinccnz Pcschl geruht ""' Verdieilstkreuz allergnädigst zu verleihen ^seA'i 7-Jin" 1«W wurde in der l. l. Hof- und Staats-Ascher 3" XXX, und XXXI. Stilck des Ncich^esetzblattcs in H ""ssabe ausgegeben und versendet. ^' 91 t>' ^"^ ""^^ "'^" «" Kundmclchnnn des Handels- und des Ackerbau-.^"'teriums vom 4. Juni 18W, betreffend die Er-T)ü8 v'^ ""^ Industrie, und Landluirtfchaftsrathes. ^l. 9z »>> ^l. Stück enthält unter 3) L^n""ss"»s. Urkunde vom 20. Mai 1898 für die 3> u', ^"cessions-Uilunde vo,n 22. Mai 1898 für die 'ir. ^ ^cawahu Winterberg. Wallern; ^ L^""lfions°Urlundc vom 22. Mai 1898 fur die l' !»5 d °e ^ahn Prachatih. Wallern; 18<)» ."b'uma, des Finanzininisteriiuns vom 27. Mm Ei'^/"reffend die Einfi'chrung von Zeitungsstemftel-lg'Mten i» böhmischer Sprache. Nichtamtlicher Theil. K. t. Postsparcasseiilililt. 11. Von weittragender Vedeutnng für die Ent-wickelnng des Checkwesens uild dessen Allsgcstaltung erscheint die im Berichtsjahre durchgeführte Ausdehnung der nur in Nicderösterrcich bestandenen Einhcbung von Stencrn und Gebürcn im Wege des Chcckverkchres auf alle Steuerämtcr der im Neichsrathe vertretenen Königreiche und Länder und auf alle an diese Aemter zn leistenden Zahlungen. Als Conscquenz ergibt sich der Veitritt sämmtlicher Stcuerämter, der Landeswssen und der Staats-centralcasse zum Checkuertehre. Außerdem verdient noch die in Durchführung der neuen Civilproeess-Gesetze erfolgte Angliederung zahlreicher Gerichtsstellcn erwähnt zu werden. Das finanzielle Ergebnis entspricht der gesteigerten Geschäftsthätigkeit des Amtes. Wie dem Oeneral-Gewinn- und Verlnstconw zu entnehmen ist, bezifferte sich das Gesammterträgnis des Postsparcassen-mntes im Jahre 1897 mit 3,496.509 st. Hievon wurden bcstritten die Auslagen i,n Gcsamnltbetrage von 1,682.075 fl. und ergibt sich somit für das Jahr 1897, inclusive der im General-Gewinn- nno Verlust-Conto verrechneten Zinsen per 81.656 fl., ein Reinerträgnis von 1,814.433 fl., welches gegenüber dem präliminicrten Erträgnisse per 1,472.900 fl. sich um 341.533 fl. höher stellt. Von dem ausgewiesenen Ncmertragmsse von 1814 433 fl. wäre zunächst, nachdem der Neservefond für den Sparverkehr die gesetzlich vorgeschriebene Höhe von zwei Millionen Gulden bereits erreicht hat, der Re ervefond für den Checkvcrkehr, und zwar nach Maß-qabe des Saldoznwachses bis zur Höhe von 5 pCt. des Einlagenstandes, zu dotieren, wofür eine Summe von 1,048.331 fl. erforderlich ist. ^ ^ , ^ ^ Der «stierende, im Sinne der bestehenden Normen an die PostVerwaltung als Geschästsüberschuss für 1897 abzuführende Betrag beziffert sich hienach trotz der namhaften Hinterlegungen m den Nefervcfond des Cbeckverkehres mit 766.102 fl., worauf bereits cme ü. eoilw-Zahlmig per 500.000 fl. geleistet wurde. Den Details über den Spar verkehr ent-nelimen wir Folgendes: Die Zahl der Spareinleger bezifferte sich Ende 1897 mit 1,241.567 und hat acaenüber dem Stande des Vorjahres eme Zunahme von 66.665 Einlegern erfahren. Der Betrag der Einlagen beläuft sich einschließlich der capitalisierten Zinsen im Berichtsjahre auf 42,191.148 fl., jener der Rückzahlungen auf 37,381.367 fl., mithin er-gibt sich ein Umfatz in der Höhe von 79,572.516 fl. Das Guthaben der Einleger im Sparverkehre ist während des Jahres 1897 um 4,809.780 fl. gestiegen und beträgt mit Ende diefes Jahres 54,501.767 Gulden. Was den Checkverkehr anbelangt, hat die Zahl der Theilnehmcr am Checkverkehre während des Jahres 1697 um 3372 Conto-Inhaber zugenommen und betrug mit Iahresschlnss 34.209. Die Summe der Einlagen einschließlich der kapitalisierten Zinsen belies sich im Jahre 1897 anf 1.897,617.394 fl., die Snmmc der Rückzahlungcu auf 1.872,873 046 fl. und erreichte daher der Umsatz die Höhe von 3.770,490.441 fl. gegen 3.310,052.520 fl. im Jahre 1896 und 2.970,170.049 fl. im Jahre 1895. Der Eiulagensaldo hat sich im abgelaufenen Jahre um 24,744.347 fl. vermehrt und betrug mit Ende des Geschäftsjahres 88,899.345 fl. Politische Uebersicht. Laibach. 8. Juni. Die Berathung der O b m ä n n e r des parlamentarischen Clubs, die der Präsident des Abgeordnetenhauses Dr. v. Fuchs veranlasst hatte, um die verfassungsmäßige Behandlung der Regierung^ vorlagen zu ermöglichen, durch welche den Wünsche» der Bevölkerung und den dringendsten Bedürfnissen des Staates Rechnung getragen werden sollte, ist erfolglos geblieben. Das «Fremdenblatt» weist auf den publicistifchen Hochdruck hin, der auf die Fractioneu geübt wurde, damit sie sich der Wiederaufnahme des legislativen Berufes des Haufes widersetzen. Gegen die von den maßgebenden oppositionellen Parteien versuchte Beweisführung, dass es geschäftsordnungswidrig wäre, wenn die Arbeiten aufgenommen würden, wendet das «Fremdcnblatt» ein, dass es sich keiner der großen Juristen, die den Parlamentarismus aufgerichtet haben, hätte träumen lassen, dass die Geschäftsordnung einem Parlamente verbieten könnte, Geschäfte zu besorgen, wozu es gesetzlich verpflichtet ist. Die von den Oppositionsparteien aufgestellten Doctrinen seien umso bedenklicher, als durch sie neue Stricke gedreht wurden, die jeder Partei die Möglichkeit bieten, dem Hause jede Attiunsfähigkeit zu nehmen und für Feuilleton. ^" Tage am Hucheu im Pöllandcr Thal. Von L. 2>. ^rdi.f^tadt 2.....hat neben anderen Sehens- ?«' 3" "'ch 'hr berühmtes Pilsner Veifel «zur ^chen l .?^.'""l für dieses einheimische Schatz-, fte sjH "" die selbstverständlich enge Indengasse, -" Lan?.^ H"ze" °er nunmehr elektrisch bcleuch->8ter ^Metropole ansieht wie ein noch nicht ge- bridos, /^""urm inmitten einer prächtig lackierten a, . 55a w^ ?"'"uel Mkot of Scotland. ! ^en'k3, «M denn die Rose sammt ihrer reh- l' 'ch b7r^'^ Niit den Huchenfischcn zu schaffen, . ' 3iur I l - ""'ge Anhänger Ifaat Waltons ta-^ fO "il. "^ Blut, geneigter Leser! Hier findest > eines ^"olich eme Herrmrunde, welche den Be-e^'lchen ^ schönsten Salmonidengewäfser des ro- ^Eees ^erlandes, ferner den glücklichen Inhaber Aachen c>?' unergründlicher Tiefe, voll von kosmo-^enredÄ?"' ""d den Iagdherrn ausgedehnter >kt/^e der Triglavhänge in sich birgt. Wohl-be< lachte, Mr aus führt der Weg zu der mit rosig ^"ften ^"^uchen, ftiuken Acfchcn und schönfärbn; Z hnbedV^ "'ch bestandenen Pöllander Zeier. h^tund . ^" '"'t Glück betreten und danke ihm froh- >0 .ni V"' G"stfrenndschaft ebenso, als wüthende wen die Mittelgröße überragenden »»lwo 1,u^<)5. Mein erster Besuch galt auch ,n diesem Herbste uach meiner Ankunft in L . . ... der «Nose.» «Alw übermorgen fahren wir nach Vlsoko,. "erkundete der ^isHereilierr des oberen Pöllander Thales. Diese Worte machten mir stets denselben Eindruck, wie etwa der Knall des Schanmweinpfropfens emem Austern- '"" Ich ließ meine Ausrüstung packen, der Zng dampfte ab, der Wagen rollte ins Pander Thal, fröhlich bestiegen wir die freuudllchen Hallen des Land- liauses als der Hausherr Dr. T.....sardonisch lächelnd erklärte, dass ein berühmter Huchenfischer Herr St bereits seit Stunden m den Gewässern lierumwilthe und in den kommenden Tagen siegreiche Coneurren mit mir zu bestehen hoffe. Mein Ansehen als Nischer, welches im Lande jenem an Coopers Pfad-siuder in Amerika heranreichte, stand auf dem Spiele. Oald erschien der Gefürchtete. Mit kühler Ueberlegen-lieit leatc er die Ausbeute des Tages, einen Hnchen von solchen Dimensionen auf den Tisch, dass es mich iwcl, heute wundert, warum dieses Thier von lemer stromab verbummelten Forelle verschluckt worden war. Das Nachtessen wurde serviert, edler Rheinwein löste die Hunaen nnd ausnahmsweise kam wieder einmal dlc Fischerei zur Sprache. Herr St leistete darin Enormes wobei er zu memem nicht gelinden Aergev der von mir mitgebrachten, anf kleinen Stahlkugeln laufenden Alummlumrolle, der Präcifionsarbcit eines Metalldrehers feinster Hand, wenig Veachtnng schenkte. Eine Rolle, deren leichter Antrieb gestattet, Köder von nur 1b Gramm Schwere ohne Pendelschwingungen uud ohne Berücksichtigung der Seitenabweichung auf eine Distanz von circa 40 Jards derart zu fchlcüdern, dass bei ewiger Uebuug Fleckwürfe iu deu Quadratmeter regelmäßig gelingen, verdient Beachtung. Die üblichen Plumpserapparate thun im Strome ihre Schuldigkeit, aber Achseurollcn verlangen große Belastung zur Ueberwindung des Trägheitsmomentes ihrer Masse, die Seitenabweichung wächst mit der Entfernung des Wurfes und oft kommt der Köder, anstatt zum Frls-block, auf denselben, hinter welchem dann der Huchcn Gelegenheit hat, sich an der Manipulation des Los-machens fattsam zn ergötzen. Wie ärgerlich, wenn so ein Platz, welcher rasch gutes Resultat erwarten ließ, auf einen Tag nicht mehr befischt werden kann. All der nächsten Stelle geht es vielleicht ebenso, wobei sich das Pech gewöhnlich uur in anderer Form einzustellen pflegt. St .... erzählte noch manches Interessante, zeigte sogar geheimnisvoll einen Ehmantspinner, an welchen er morgen eine Mühlkoppe zu spießen gc< dachte. Ein Bündel kleiner Neunaugen bevorzugte ich infolge ihres guten Spieles in diesem Falle vor dem erwähnten Köderfisch, da mich die Erfahrung gelehrt hatte, welch täuschender Lockspeisen und welch feiller Angclgeräthe die obere Zeier bei klarem Wasser und niederem Stande zu wirkungsvoller Befifchung bedarf. Zeitweise fällt der Huchcu alles an. Wurde doch fchon dieser Salm an einem auf zwei Seiten mit gewöhnlichem Weißblech beschlagenen und um einen Uhr-schlüssel roticrcudcn Holztlötzcheu gefangen. Laibacher Neituna Nr. 129. 1050 10. Juni 1896. Parteizwecke mit dcr Geschäftsordnung die Geschäfte zu erschlagen. Durch die Sprachendebatte und die Einsetzung eines Sprachenausschusses fei die Gelegenheit zu einer Aunäherung und znr Schaffung der ersten Grundlagen des Friedens geboten, während die Vornahme der ersten Lesungen kein Präjudiz gefchaffen hätte. Die «Neue Freie Presse» und das «Neue Wiener Tagblatt» besprechen gleichfalls die Erfolglosigkeit der Conferenz und fordern die Aufhebung der Sftrachenverordnungen als das Mittel, das znr Lösung führe. Samstag findet die mündliche Berathung der österrcichifchcn und ungarischen Quotendeputatiou statt. Die Mitglieder der ungarischen Deputation treffen Freitag mittags in Wien ein. Das ungarische Magnatenhaus nahm gestern nach langer Debatte, an welcher insbesondere die Geistlichkeit verschiedener Confesfionen sich betheiligte, den Gesetzentwurf über die Ergänzung des Seelforgereinkommens nach der Regierungsvorlage an. Der Finanzausschuss des ungarischen Abgeordnetenhauses verhandelte gestern abends die Gesetzentwürfe, betreffend die Verlängerung der Bestimmungen des Gesetzes über die Spiritus- und Zuckersteuer, sowie die Vorlagen über die Spiritus« Verkehrssteuer und die Zucker- und Bierconsumstcuer. Sämmtliche Vorlage» wurden mit einigen vom Finanzminister beantragten Modifikationen angenommen. Die bereits angekündigte Denkschrift despreuhi -fchen Finanzministers Dr. v. Miquel über die Finanzverwaltung Preußens vom 1. Juli 1890 bis zum 1. April 189? ist in Form eines Immediat-Berichtes an den deutschen Kaiser erschienen und auszugsweise im «Neichs-Anzeiger» veröffentlicht worden. Den Hauptinhalt des Berichtes bildet die Darstellung der mit dem Eomptabilitüts - Gesetze abgeschlossenen preußischen Steuerreform. Die Neiueinnahmen, die in nahezu zwanzig Jahren von 329,680.000 Mark auf 696,387.000 Mark gestiegeu sind, entfallen fast ausschließlich auf die Staatseisenbahuen und die indirectcn Steuern, während die Reineinnahmen aus den dircctcn Steuern nahezu unverändert geblieben sind. Im franz öfi fch en Senate begann gestern die Berathung über den Gesetzentwurf, betreffend den Verrath und die Spionage. Der Berichterstatter vertheidigt den Entwurf, der die Strafbestimmungen, besonders gegen Franzosen, verschärst und auf das Verbrechen des Verrathcs die Todesstrafe setzt. In einem unter dem Vorsitz des Präsidenten Faure abgehaltenen franzöfifchen Mi nisterrathe wurde beschlossen, zahlreiche anlässlich dcr letzten Unruhen iu Algier verurtheilte Individuen zu begnadigen. Dcr Minister des Acuhcrn Hanotaux theilte mit, Ehina habe Frankreich alle verlangte Genugthuung für die Ermordung des Paters Bertholet ill Kunagsi zugestanden, nämlich Verurthcilung der Schuldigeil, Bestrafung der Beamten, Bezahlung einer Entschädigung von 100.000 Francs und Erbauung einer Erinnerungskapelle. Außerdem ertheilte Ehina Frankreich ill einem besonderen Acte die Concession sür eine Eisenbahn. Der Londoner Eorrespondent dcr «Neuen Freien Presse» wurde von Salisbury ermächtigt, zu erklären, dass in dem Gespräche zwischen dem Premier und dem Fürsten voll Montenegro nichts vorkam, was das im «Glas Crnogorca» publicierte Communique' rechtsertigeu würde. Neuere Meldungen lassen die Lage Cerveras als verschlimmert erscheinen. Es soll den Ameritanern geglückt sein, in der Nähe von Santiago Trnppen auszuschiffen, die nun mit den Aufständifchen zusammenwirken können. Da die Stadt nach der Landseite hin nicht geschützt zu sein scheint, so wäre sie für ihre Vertheidlgung auf die Schiffe Eerveras angewiesen. Die Befestigungen am Südende der Bucht, die übrigens mehrere Kilometer von der Stadt entfernt sind, können durch das amerikanische Geschwader leicht in Schach gehalten werden. Was die Besatzung von Santiago betrifft, so wurde letzthin gemeldet, dass Ccrvera mehrere huudert Artilleristen aus Spanien mitgebracht habe, die freilich in die Befestigungen vertheilt worden sein mögen, und dass er auch eine Sendung von zwanzigtauseud Gewehre» mit sich geführt habe. Ob General« B l a n c o es für vortheilhaft halten wird, von Havanna Verstärkungen abzuschicken und ob solche noch rechtzeitig an Olt und Stelle eintreffen könnten, ist fraglich. Jedenfalls dürften nun Kämpfe bei Santiago bevorstehen, das zu einer unerwarteten Bedeutung in dem Kriege um Cuba gelangt ist. Der rumänische Ministerpräsident Sturdza hat sich ills Ausland begebeil. Der Minister des Innern wird inzwischen den Vorsitz im Ministerrathe uild die Leitung des Ministeriums des Aenßern übernehmen. Wie man aus Petersburg meldet, werden in nächster Zeit die Arbeiten zur Erweiterung nnd Vertiefung des Hafens von Port-Arthur in Angriff genommen werden. Die Henrigen Herbstmanöver dcr baltifchen Flotte werden die größten maritimen Uebungen sein, die bisher in diesen Gewässern ausgeführt wurden. Bei denfelben werden einander zwei Geschwader in der Stärke von je fünfzehn Schiffen gegenüberstehen. Die Manöver werden vierzehn Tage dauern. Eine aus Sofia zugehende Melonng tritt den von der Oppositionspresse ausgestreuten Gerüchten über eine bevorstehende Reconstruction des bulgarischen Cabinets entgegen, welche angeblich in der Weise er« folgen soll, dass das Ministerium nach Ausscheidung einiger ill Petersburg weniger genehmen Elemente einen ausgesprochen russophileu Charakter erhaltcu würde. Wie unsere Meldung betont, gcnüge der Hinweis auf die von Russlaud gegenüber Bulgarien beobachtete Politik, welche jede extreme uud damit einen Widerstand im Lande weckende Richtung von vornherein ausschließt, um die Uuglaubwürdigkett der erwähnten Gerüchte darzuthuu, abgesehen davon, dass Fürst Ferdinand in Abwesenheit des verantwortlichen Chefs des Cabinets, Dr. Stoilow, kaum geneigt sein werde, Personaländerungen in der Regierung vorzunehmen. Nach einer aus Athen zugeheuden Meldung hat die Regierung beschlosseu, die K a m m e r nicht vor Ende October einzuberufen, um in der Zwischenzeit sämmtliche auf die Reorganisierung dcr Verwaltung abzielenden Vorlagen mtt Muße ausarbeiten zu können. Tagesneuigleitell. — (Ermordung einer Forschnngs« Expcditio n.) Der französische Eolonialministcr erhielt vom Generalgonvcrueur des französischen Collgo-Gebictes die Nachricht, dass die französischen Forschungsreisendcn Vaily, Forciliere und Pauly im nördlichen Theck vB Liberia bei dcr Ortschaft Zolu niedergemacht worden !'", — (Die ärztliche Schweigepflicht.) «5 die Frage der ärztlichen Schweigepflicht liefert der folgen in Frankreich spielende Nechtsfall einen lehrreichen VeM^' Ein Arzt hatte ans Gründen, welche lediglich im I'""^ eines von ihm behandelten Patienten lagen, der Ms brieflich Mittheilungen über Ursache uud ^atur Krankheit desselben gemacht. Später war es M ^ den Ehegatten zum Scheidungsprocess gekommen nno Verlauf desselben hatte es fich für die Frau als raty ^ erwiesen, zum Zweck einer erfolgreichen W"hrliel)»> ihrer Rechte jene Briefe dem Gerichtshof zu untcrow . Sie that dies auch, nachdem sie hiezu die Ocnchimg " des Verfassers, also des behandelnden Arztes, eingey hatte. Das Gericht bezeichuetc dies Verhalten als zulässig, indem es von der Erwägung "Usgieng, ' weuu es auch einem Arzt gestattet seiu mag, ^"'^ ^ des Mauues, welchen er behandelt, wenu dies im I" ^ des Patienten liegt, vertrauliche Mittheilungen "l>" Zustaud des Kraulen und iwer die Entstehung^" der Krankheit selbst zu macheu, diese Eröffnungen oem llntcr keinem Vorwande gegen den Patienten l> werden dürfen. Dem Arzt speciell gestatte das U)" .^ erlegte Berufsgeheimnis nicht, seine Zustimmnng zu ^ Veröffentlichung zu geben. Diese Entscheidung französischeu Cassatioushofes vom 13. Juli 1697 ( 1>unä. tranx. 1897, 1, 52«) ist nicht aus PA' Gesehesoorschriftcn, fondern aus allgemeinen <"" grundsätzen geschöpft. „.„lle"' — (Ein eigenthümlicher OasNol' ^ spieler) — Spieler im unverfälschten Slnne Wortes — ist in Odessa eingetroffen. Es ist d"" ^ Dimitrijeff, eiu ehemaliger reicher Gutsbesitzer, ^ sein ganzes Vermögen an Falschspieler ue""". „„o darauf alle ihre Kunstgriffe aufs genaueste st"^"'^ ^, nunmehr herumreist, um in den Clubs ^orstelluilg ^. geben, iu deueu er die Kunstgriffe professioneller l5 spieler bloßlegt und dieselben entlarvt. . ^>l- — (Telephoustöruugeu durch b»e ^e trischen Bahnen.) Die vielfache Erwägm'll, ^. verschiedenen elektrischen Leitungen au einem u" ,^ selben Orte nicht störend ineinauderwirlen könn , ^ durch eine ueue Thatsache zur driugcnden actue^' ^ geworden. Bis jetzt haben wir nur Schntz"orn^„^. an Telephonleitungen, um beim Herabfallen ^'^^ße>l' den Stromübergang aus dein Arbeitsdraht der .-^c-bahnen zu verhüten. Nnn hat sich aber in den l ^, reichen rheinisch^uestphälischen Gegenden, wo ^, schaften zumeist durch elektrische Straßenbahnen ^ kehr stehen, nach uud uach ein starkes Nebengcra" ^ ^ Sprechen und Hören durch das Telephon be"'" ^^^, macht, welches das Telephonieren immer mehr e I^ ^, Es wurde crniert, dass diese Geräusche «"t ^ ,li'd mehrung der elektrischen Straßenbahnen ^"^! „Z u»d zwar verstärkte sich die Schwierigkeit des Sprea^ ^ Hörens »lit deu ferner gelegenen Ortschaften .^K Maße, als die starken Stromzufichrmigen ber ^ ^ Bahnen znr Wirkung gelangten, wodurch ,^ ^M' phonische Aenütznng ganz vergeblich war. Dtt v . ^ Städte haben mm au die Eingabe gerichtet mit dem Ersuchen, die st""" ^ 2^' wirkuugcu der elektrischen Straßenbahnen a"s ^ah' Phon zu beseitigen. Auf die nun zu trcffeno^^, nahmen ist man gespannt, weil hicmit cine At wichtige Frage für das elektrische Verkehrsweg werden soll. Zev Gvannr vo!N Ool'öe. Roman von DrmanoS Tandor. (U1. Fortsetzung.) «Du warst ja furchtbar rasch mit deinem Ellt-schluss, das Mädcheu zu eugagieren,» sagte Alice miss-muthig zu ihrer Mutter, als Thora gegangen war. «Gewiss, weil mir das Mädchen gefiel,» ent-gegnetc die Dame. «Mir gefiel sie aber nicht. Was soll solche anspruchsvolle Schöilheit bei uns im Hause?» lautete die verdrießliche Erwiderung. «Woher weiht du, dass sie anspruchsvoll ist?» fragte Mistress Greve. «Ich „leine im Gegentheil, sie sehe sehr bescheiden aus.» «Eine derartige Schöuheit wird nie in die bescheidene Stellung zu dräugen sein, die ihr gebürt,» tadelte die Miss. «Sie wird nns stets überstrahlen. Nichts Unklugeres konntest du thuu, als eine schöne Gesellschafterin für uns engagieren, Mama!» «Aber sie hatte etwas fo Liebes ill ihren Augen,» wandte Claire, die etwas bescheidenere Jüngste, ein. Alice murmelte etwas Unverständliches vor fich hin. Mistress Greve aber schüttelte gleichgiltig den Kopf, uahm das Auch, welchcs sie vorhin bei Thoras Eintritt aus der Hand gelegt hatte, wieder anf uild vertiefte sich vou neuem iu desfen Lecture. vii. Die kurzen Wochen der Erholung ill der Harzer Tommer^chc waxen Hilda Vraun ausgezeichnet be- kommen. Waldesschatten, Quellengeriesel, Vogelsang, Sonne uud vor allem die herrliche, harzduftcude Lust hatteu Wunder au der bleichen jungen Menschcnblumc gewirkt. Sie schien eine unerträgliche Bürde abgeschüttelt zu haben. Ihre Schultern hobeu sich freier, höher; lhr Gang fchien leichter, elastischer; aus ihren früher stets verschleierten Augen blitzte Plötzlich der Frohsinn der Iugeud uud auf ihren Wangen blühten die lichten Rosen der Gesundheit. Selbst die Monate der Vorbereitung auf ihren künftigen Äeruf, iu denen ihre Stimme etwas geschult, gewissermaßen trainiert wurde, erschienen ihr wie eine Erholungszeit gegenüber der Vergangenheit mit ihrem Elend und ihrer steten, geisttödtenden, aufreibenden Arbeit. Hilda war ihren Lehrern eine fleißige nnd gc^ lchrige Schülerin. Sie lernte in unglaublich kurzer Zeit die kunstreichen Triller und Passagen heraus-jubcln, mit denen sie ihre Znhörer künftig entzückeu sollte, uud ebenso rasch begriff sie die übrigen zn ihrem Auftreten nöthigen Tricks, die ihr beigebracht wurden. Monsieur Trouves, ehemaliger inlütro äs dail^ dcr großen Oper ill Paris, gab ihr Tanzstunden. Ihre angeborene Grazie erleichterte ihr die oft nicht ohne Schwierigkeiten zu überwindenden Uebungen dcr zierlichen Pas, der Serpentinen- mid sogenannten Wellentänze. «Wie schade, dass ich Mademoiselle nicht fürs Äallet auszu bilden habe,» sagte der alte Tanzmeister oft bedauernd «Wie fchade, dafs ich MaH^ic nicht noch zehn Jahre früher kennen gelernt ).,^,,te> würden ein Star geworden fein, ein we" ^ zu Star unserer leichtbeschwingten Kunst. I^ 'i ^ einer gründlichen Ausbildung allerdings schon spät!» ^Dltsde"! Anfangs October kam Mr. Wilfon '"^.^e H"' wo Hilda ihre Unterrichtsstunden nahm. ^" ^ war außer sich vor Freude über die Fortjcy""' sein Schützling gemacht hatte. . „^visol^ Eines Abends musste Hilda auf emcr p' ^l für ihr Auftreteu hergerichteten Bühne m ^ ,^ mehrerer Theateragenten eine OcneralP" ^^ Könnens ablegen, welche so vorzüglich und z" ^, ihres kleinen, aber kritischen P"blicu,ns ausf^^ sie sofort mit einer Gage von nwnatllch s» ^ Zt" Gulden auf drei Monate für das EtMl,ie,» nacher in Wien engagiert wurde. ..<.^ se" Mr. Wilfon strahlte vor Freude ^M Acquisition und Hilda selbst natürlich mcyl ^e>" Welch ein Leben stand ihr nun bevor lm '"it früher! ,. .«, ersteh. Als sie erst in Wien war, als W i'" 'spi^ das Berauschende des Triumphes, den ste""" e»'' , da vergatz sie es manchmal, dunkle, arbeits- und entsagungsrclche ^ ^lst i" lag, nnd es war ihr oft, als fe> ste '"" Leben erwacht, nun erst geboren! .. «Die Sturmnixe. hatte man sie beum > (Fortsetzung folgt.) Laibacher Heituna Nr. 129. ^51 1y. ^ni ^gg , -^ (Die amerikanischen Frauen und °er Krieg.) In Boston fand eine Versammlung von W « ^legierten der verschiedenen Frauenvereine von Massachusetts statt, die von dem Verein für freiwillige Me zusanttnenberufen worden war. Ein Plan sollte Ausgearbeitet werden, wie die Soldaten und Matrosen "l Felde untersticht werden können. Es wurde ein ^°mite von drei Franen ernannt, welches in Gemeinschaft mtt den Männern arbeiten soll, die an der Hilfsarbeit ur den Krieg theilnehmcn. Als Rednerinnen zeichneten ly Nirs. Ednah D. Cheney, welche scholl in der Hilfs-commission im Jahre 1861 thätig war, Mrs. Carrie "Nders tmd Miss Hattie E. Turner besonders ans. Die Aer,annulling machte einen tiefen Eindruck ans das -publicum und wird jedenfalls wichtige Ncfnltate zeitigen. Local- und Prouinzial-Nachrichten. bricht des k. k. Gewerbe-Inspectors über den V. Aufsichtsbczirk. (Fortsetzung.) . Vei den im Berichtsjahre inspirierten Betrieben, "lche nach dem Gesetze znr Führung von Arbcits-ronungen verpflichtet gewesen wären, fehlten solche in A« Fallen. Es befanden sich allerdings einige solche ". "lebe darunter, bei denen es zweifelhaft war, ob sie "Fabriken anzusehen sind, während bei anderen mit "eyr als 20 Gehilfen arbeitenden Werken (Steinbrüchen, ^, entsprachen diefe mit wenigen Ausnahmen ,-" Vorschriften des Gesetzes. In meritorischer Bc-Z,.M"g war nnr Folgendes zu bcaustäudcn: Einmal der ,'"'gel der Bestimmnngen über die Art der Verwendung ' «endlicher Hilfsarbeiter (Möbelfabrik) und über die Werk '" deuen das Arbcitsverhältnis fofort gelöst Ar^ !' ^"""' "n anderesmal gehörte die vorgefundene oeusordmmg einer älteren Periode der gesetzlichen Mlung des Arbcitsverhältnisses an und bedürfte einer Ar??"^" Revision im Puukte der Bestinullung über f ""?lage und über Arbeitszeit (Wasserwerk). An > melen Mä.lgeln kamen folgende nnter: Die eine ^"/?^'blning trug noch die Unterschrift des früheren >vi,, '"Habers (Sensenwerk, Holzschleifern) oder entbehrte, del, 3 behördlich vidiert, des Vermerkes des vollzogenen ^"Uchen Visums (Lederfabrik) oder sie trug die (^fU'ngsclauscl nnr jener Bezirksbchörde, in deren H^ s'ch der Hauptbetrieb desselben Unternehmers befand fab Mnferei einer räninlich davon entfernten Papier-ord,,, ^^ häufig war die Knndlnachung der Arbeitt Arb^'ll,, luangelhaft. Der Anschlag in den einzelnen den ^ ,"Mlw war zwar meist vollzogen, aber dass man schont- ^' Arbeitsordnung den einzelnen Arbeitern verlm.ls ^"" Eintritte in den Dienst noch besonders des w l " '""'de, wie das nach Absicht und Wortlallt tvenial ^ ö" geschehen hätte, konnte nur in sehr der A?! "' beobachtet werden. Dann geschah es in ein ^ ^ '""" ben Arbeitern bei ihrer Aufnahme elnha?^ Exemplar der betreffellden Arbeitsordnung im ^'^Mchtungen hinsichtlich des Lohnwesens waren ylccor^Mahre sehr mannigfaltig. Eine Ausdehnung des mich °'^^s konnte nicht coustatiert werden, wenn es die ^ ' ^"'suchen nicht fehlte, bei einzelnen Arbeiten, zufüge "cv""ch ^"^ entlohnt wnrden, den Stücklohn ein< wizhni,^' ^" ^"" ^"lleu "aren Prämien zu dem ge-gewäl^f " ^^'^ eingeführt; eine größere Papierfabrik eine,/^"^lnen Arbeitern Fleißprämien, während in gesund,, "^ ^"' ^^tilbranche Stabilitätspränlien vor-eineil 3« '""den, die zu dem Zwecke gezahlt wurden, um einer M « ""d Wegzug der Arbeiter zu verhüten. Ill belles,, kzeug. ""o Gezähesabrik geschieht die Lohn-indes e„ ? "^ Stück uud nach dem Gewichte; es wird do» ib„ " ^"zelnen Arbeitern nicht das Gewicht der Geluich. ? 6kwferten ^.^.^ ^„^^„^, solldcrn nur das Uenann °>, "'dgiltig fertiggestellten Erzeugnisse, der so-erste« l^ 's^«en Ware.» Nachdem auf dem Wege vom berunMck^"" ^tM" Arbeiter nicht fetten ein Werkstück b"rch A^s , "o ausgemustert werd« muss, so geht da- ihre Arl ? ' ^'^ ^"'^ Schuld "" diesen, ^"^ ^'"^"' Leiste " verloren. Scusenwerke wieder entlohneli die ^teaori. ^" Gehilfen nach festen, für die einzelnen abgestuften Zeitlöhnen. Allein die ""sgenlill// ^triebe haben dafür erfahrungsmäßig leistn»^, ""^ quantitativ genan bestimmte Arvcits-stellt dies, ^ ^^'"' Scheinbar ein System von Zeitlohn, Art ve^ "^°h"ultg nach Tagewerken doch nur eine dass die?s Stücklohnes dar. der den Nachtheil hat, "Mae Äs"" ^^^ach veranlasst sind, über die normal-»verle s^? "^eit sich anzustreugcll, um mit ihrem Tage-"g z»l werden. (Fortsetzung folat.) priif^ Erleichterungen für Richteramts-^nse ^ ^") Der Iustizminister brachte im Herren-bei Zulass ^ "^^ die Gewährnng vo,l Erleichterungen ^"tet- F'"3 Zur Nichteramtsprüsllng ein. Das Gesetz ^iel„e.. ?^'" dies nothwendig erscheillt, nm den in Sprengeln sich ergebenden Bedarf an richter- lichen, zur Ausübung des Richteramles befähigten Bc-l amten jeweils rechtzeitig zu befriedigen, ist der Justiz-minister berechtigt: 1.)Auscultanten und Nechtsprattikanten, welche die Gerichtsprazis vor dem 1. Iällner 1898 an« getreten haben, nach Vollstreckung einer Gerichtspraxis von anderthalb Jahren znr praktischen Nichteramts-Prüfung zuzulassen; 2.) Auscultanten und Ncchtsprakti-kanten, welche im Jahre 1898 oder in einem der beiden folgenden Jahre in den richterlichen Vorbereitungsdienst eintreten, nach Vollstreckung eines zweijährigen, bei Gericht und bei der Staatsanwaltschaft zu leistenden Vor» bereitungsdicnstes zur Richtcramtsprüfung zuzulassen; 3.) Advocaturs- und Notariatscandidaten, welche noch vor dem 1. Jänner 1898 die Gcrichtspraxis oder die Advocatnrs- oder Notariats - Praxis angetreten haben, auf Grund einer zweijährigen Verwendung im praktifchcn Iustizdieustc zur Nichtcramtsprüfung zuzulassen, vorausgesetzt, dass sie hievon mindestens ein Jahr in der Gerichtspraxis zugebracht haben, die übrige Zeit aber in der Kanzlei eines Advocaten oder Notars in Verwendung gestanden sind; 4.) Advocaturs-und Notariatscandidaten, welche im Jahre 1898 oder in einem der beiden folgenden Jahre in den richterlichen Vorbereitnngsdienst eintreten, auf Grund eines zwei« jährigen, bei Gericht und bei der Staatsanwaltfchaft zu leistenden Vorbereitungsdienstes zur Richtcramtsprüfuug zuznlassen und die Zeit, während deren sie in einer Advocaturs- oder Notariatstanzlei in Verwendung gestanden sind, bis zur Gesammtdauer eines halben Jahres in diesen Vorbereitungsdienst einzurechnen. Die Be-stimmungcn ullter Z. 3 und 4 haben auf Persouen, die bei einer Finanzprocuratur iu Verwendung stehen, sinn» gemäße Anwendung zu finden. Wenn die Zulassung zur Richteramtsprüfung gemäß der unter Z. 2 bis 4 angeführten Bestimmungen auf Grund eines abgekürzten Vorbereitnngsdieustes erfolgt ist, ist diese Prüfung nach den Vorschriften der kaifcrlichen Verordnung vom lOtcu October 1854, N. G. Al. Nr. 262, abzulegen. Die Berechtigung, Personen, welche die Notariatsprüfung mit Erfolg abgelegt haben, nach Ablegung einer Ergänznngs-prüfung zu richterlichen Beamten zu ernennen (H 93 des Gefetzes vom 27. November 1896, R. G. Bl. Nr. 217),'wird bis zum Ablaufe des Jahres 1901 erstreckt. — (Industrie- und La ndwirtschafts-rath.) Die «Wiener Zeituug» veröffentlicht das von Seiner Majestät dem Kaiser genehmigte Statut des Industrie- nnd Landwirlschastsrathes. Danach wird der Indnstrie- und Landwirtschaftsrath aus zwei Sectioncn bestehen, deren eine znr Berathung vou Angelegenheiten der Industrie, des Gewerbes und des Handels dem Handelsmiuisterium, deren andere zur Berathung von Angelegenheiten der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft und des Montauwefens dem Ackerbauministcrium bci-gcgcben ist. Jede diefer Sectionen besteht aus 75 Mitgliedern, welche für je fünf Jahre in Function bleiben. — (Einlös uug der Einsernoten.) Von den am 24. Juli 1894 einberufenen Staatsnoten zn einem Gulden per 57,88A.3l>1 fl. waren bis Ende Mai dieses Jahres eingelöst, vernichtet und als getilgt abgeschrieben 57,191.102 fl., wonach mit Ende Mai noch N92.199 st. im Umlanfc verblieben. Es wurden im ganzen im Monate Mai 708 Stück Einsernoten eingelöst, während im April 1435 fl. zur Aulöfung gelangten. — (Gemeinderaths-Sitzuugcn.) In der am 7. Inni abgehaltenen Gemcinderathssitznng wurde, wie wir den hiesigen Tagesblättern entnehmen, beschlossen: Ueber Antrag des Bürgern,eisters wird die an Allerhöchster Stelle erfolgte Trauerkundgebung an-läfslich des Todes des Herrn Erzherzogs Leopold zur Kenntnis genommen und durch Erheben von den Sitzen das Beileid ausgedrückt. Der Bürgermeister gibt dann Aufklärungen über den Stand der Frage des Baues des Iustizpalastcs und neuen Bahnhofes uud wird bevollmächtigt, wegen Ausarbeitung eines Ncgulierungsplaucs für die nächst der Staats- und Südbahn liegenden, der Gemeinde gehörigen Gründe mit dem Architekten Fabiani Unterhandlungen zu Pflegen. Zur Regulierung des Valvaforplatzes wird der Betrag von 556 fl. 60 kr. bewilligt. Die Zimmermalerarbeiten im Bürgerfpitals-gcbäudc werden den, Offertftellcr Stare, die Setzung der Oefcn wird der Firma Vidic & Comp. vergeben. Die Errichtung einer eisernen Umfriedung der neuen Artillerie-kaferue mit gemauerten Säulen wird beschlossen. Als Dcputatiou zur Palacty.Feicr uach Prag werde» Bürgermeister Hribar, Vicebürgermeister Dr. N. v. Bleiweis und GR. Dr. Tavcar entsendet. Der Waise nach dem verstorbenen ehemaligen Gemeindearzte Dr. Ambrozic wird ein Erziehungsbeitrag bewilligt. Die Erwirkung der grundbücherlichen Eintragung des Servitudes aus jenem Theile des Kerus, der Eigenthum der Nachkommen des Zerc ist, wird beschlossen. Ueber Einschreiten des Grazer Handclsgrcminms wird beschlossen, sich der Petition desselben nm Vermehrung der Eilzüa/ der Südbahn anznschließcn. Die ScontriernFg der städti-schen Casscn wird zur Kenntnis genommen. Der Rech-nuugsabschluss des städtischen Fondcs weist 486.508 sl. 75 lr. ordentliche, 1861 st. 78 kr. außerordentliche uud ! 147.523 fl. 9 kr. durchlaufende, daher zusammen 635.893 fl. 62 kr. Einnahmen, im Vergleiche znm Voranschlage mehr um 175.674 st. 77 kr. aus. Die Ausgaben betragen 436.956 fl. 38 kr. ordentliche, 52.846 fl. 99'/, kr. außerordentliche und 149.093 ft. 86^ kr. durchlaufende, daher zusammen 638.897 fl. 24 kr., im Vergleiche zum Voranschlage mehr 173.125 fl. 86^/, kr. Der städtische Armenfond zeigt 30.08? fl. 3 kr'. Einnahmen nnd Ausgaben, der Äürgerfpitalsfond 187.191 sl. 60 kr. Einnahmen, 183.821 fl. 50'/, kr. Ausgaben, derStif-tungsfoud 15.791 fl. 15 kr. Einnahmen und 14.653 ft. 95 kr. Ausgaben. Die Rechnuugsabfchlüsse werden zur Kenntnis genommen. Der Antrag der Frau Edl. von Zhuber wegen Verkauf einer Aauparcelle wird abgelehnt. Das Ansnchen von städt. prov. Dienern um Uniformell wird abgelehnt. Dem städtischen Sicherheitswachmanne Izanc wird zum Autaufe von Mineralwasser ein Betrag von 42 fl. bewilligt, das Anfuchen des Polizeicommissärs um Ankauf eines Bicycles abgelehnt. * (Frohnleichn a m.) In erhebender Pracht ward gestern das heilige Frohnlcichnamsfest, begünstigt von fchöner uud angenehmer Witteruug, gefeiert. Um 8 Uhr celebrierte der hochwürdigste Herr Fürstbischof nnter Assistenz des Domcapitels das Pontificalamt, dem Seilte Excellenz Herr Landespräsident Baron He in, die Spitzen der Behörden und Corporationen sowie zahlreiche Andächtige anwohnten. Vor der Domkirchc hatte eine Compagnie des 27. Infanterieregiments fowie eine Ab« theilnng der Militärkapelle Aufstelluug genommen. Nach beendetem Hochamte bewegte sich die thcophorische Procession durch die würdig geschmückten Straßen zn den vier prächtig ausgestatteten Altären. Die Procession eröffneten die Pfarrprocessioncn mit den Kirchenfahneu, ihnen folgten die Volks- uud Mittelschulen mit ihren Lehrkörpern, verschiedene kirchliche Vereine mit ihren Fahnen und Banderien, Corporations und Cougregationen sowie Ordensmitglieder, weißgekleidete, blumengeschmückk' Mädchen mit brennenden Wachskerzen, andere Andächtige, eine Abtheilung der Militärkapelle, und ein Zug des 27. Iufauteriercgiments, Bürgermeister Hribar mit dem Gemeiudcrathe nnd den Magislratsbeamten, Landeshauptmann Detela mit dem Laudesausschnsse, die l-^. Franciscaner,. die Alumnen, Pfarrgeistlichkcit und das Domcapitel. Dem Baldachin, unter dem der hochwürdigstc Herr Fürstbischof das Allerheiligste trug, folgte Seme Excellenz Herr Landespräfident Baron Hcin mit den Beamten der Landesregierung, Landes-gerichtsfträsidcnt L e v i 5 n i k und Vicepräsident Pajk, Finanzdirector Hofrath Plachky, Finanzprocurator Hofrath Dr. Nacit mit Beamten ihres Nessorts, andere Spitzen nnd Vertreter von Behörden, Handelskammer-präsidcnt Perd an nnd andere Honoratioren. Den Zug beschloss eiue zweite Abtheilung des 27. Insanteric-Negiments, Schulen und zahlreiche Andächtige. Auf dem Burg-Baugrund war ein Bataillon des 27. Infanterie-Regiments fanlmt Fahne, mit der Front gegen die Herrengafse, mit dem linken Flügel gegell den Cougress-platz, postiert. Beim linken Flügel hatten Herr Generalmajor v. Sterzi, alle dienstfreien Stabs- und Obcrofficiere sowie Militärbeamten Aufstellung genommen. Bei bell Altären vor der Marien-Kirche, vor der Deutschen Ordcns-Kirche, vor der Iakobs-Kirche und vor dem Nathhause wurde nach Absingnng der Initien der Segen mit dem Allerheiligsten vom hochwürdigsten Herrn Fürstbischöfe der gläubigen Menge ertheilt. Die Truppen gaben die üblichen Dechargen, und Kanonenschüsse signalisierten die heilige Handlung vom Schlossberge. Nach dem vierten Segen kehrte die Procession in die Domkirche zurück, iu der die Feierlichkeit mit dem Tedenm ihren Abschluss fand. Die auf dein Burgplatze ausgerückten Truppen defilierten nach beendeter Feier vor dem Herrn Brigadecommandanten. In der Peterskirche fand um 5 Uhr 30 Minuten, in der Tirnauer-Kirche um 4 Uhr 30 Minuten früh die Feier statt. — (Von der Staatsbahn.) Wie uns mitgetheilt wird, beabsichtigt die k. t. Staatsbahndirection in der Station Bischoflack ein ein Stock hohes Personal-Wohngcbäudc nebst einem Nebengebäude (Waschküche und Holzlegen) nen herstellen zu lassen und hat die bezüglichen Pläne zur banbehördlicheu Genehmigung bereits überreicht. —o. — (Laibacher Bicycle-Club.) Freitag, den 10. d.M., findet im Clubzimmer des Casiuo eine außerordentliche Hanptverfammluug mit folgender Tagesordnnng statt: 1.) Aenderung der Satzungen, 2.) Aenderung der Fahrorduuug, 3.) allfällige Anträge. Beginn nm halb 9 Uhr abends. — ClubPnrticn in diesen: Monate: Donnerstag, den 9.: Frühpartie nach Großlupp zum Empfange des Ranner Radfahrer-Clubs; Abfahrt um 9 Uhr vormittags vom Casino. Sonntag, den 19. : Tagespartie nach Adelsberg zum Gaurennen; Abfahrt nm 5 Uhr früh vom Casino. Nachmittagsfahrt nach Oberlaibach; Abfahrt um 2 Uhr nachmittags vom Fahrfaale. Um 6 Uhr abends gemeinsame Rückfahrt mit den iu Oberlaibach cingetroffenen Theilnehmern der Tagespartie. Mittwoch, den 29. (Feiertag): Tagesfahrt nach Nenmarktl« Vigaun-Lces-Veldes. (Gemeinsames Mittagmahl bei Pe-tran); Rückfahrt um 2 Uhr nachmittags über Birken- ! dors-Krainburg (117 Kilometer). Nachmittagsfahrten: nach Laibacher Zeitung Nr. 129. 1052 10. Juni 1898. Birlendorf um halb 2 Uhr vom Fahrsaale (70 Kilometer). Nach Krainburg um 3 Uhr vom Fahrsaale. Zu-sammeutreffen sämmtlicher Partieu in Krainburg, Gasthof «Alte Post»; gemeinsame Rückfahrt um 6 Uhr abends, * (Familienabend des Laibacher Bicycle« Clubs.) Die ganze civilisierte Welt steht heute tin äß »lScIe sozusagen im Zeichen des Bicycles, das sich beinahe den ganzen Erdkreis erobert hat. Das Fahrrad scheint bestimmt zu sein, in der ganzen Welt Umwälzungen hervorznrufeu, es ist aber uicht Sache dieser kurzen Schilderung, nachzuweisen, wie groß der Einfluss des Radfahrsports auf den« Gebiete des menschlichen Lebens ist; wir hatten jedoch wiederholt Gelegenheit zu beobachten, dass die Einwirkungen des Radfahrsports auf das gesellige Leben äußerst güustig siud und dass er da eine sehr hübsche Missiou erfüllt hat, die ihm gewiss das Wohlwollen anch jener zueigueu wird, die nicht zur radeludeu Menschheit gehören. Wenn nuu auch die schöne Jahreszeit ins Land gezogen ist und die meisten Menschen eine gewisse Scheu vor dem Betreten eines Saales haben, so zeugte eben der ungcmein zahlreiche Besuch des gestrigen Familienabends, welche Sympathien die flotten Radfahrer, die auch in mufikalifcher Beziehung ernst genommen werden wollen, sich erfreuen, denn ihre Clubkapelle leistet gauz Vorzügliches, ihre Säuger und Darsteller ernten die schönsten Erfolge. Die Anwesenheit freudig willkommen geheißener Sportsgenossen befreundeter Clubs wurde in schöner, echt kameradschaftlicher Art gefeiert und auch von den Gästen, unter denen der Radfahrerverein aus Rann mit seinem Obmanu Pehani (17 Mann), der Radfahrervereiu aus Villach mit seinem Obmauu Köllner (10 Mann), dann Gaumitglieder aus Assling, Littai, Eisueru, Neu-marktl u. a. vertreten waren, entsprechend gewürdigt. Die Begrüßuugsrede des Obmannes des Laibacher Bicycle-Clubs Herru Dr. Gratzy, der die freuudschaftlich-fport-licheu Bezichuugeu hervorhob, wurde durch Herrn Pehaui dankend erwidert. Das abwechslungsreiche Programm der Clubkapelle, unter Leitung des Dirigenten Herrn Rant H, lllit frischer Schueidigkeit vorgetragen, fand natürlich den größteu Anklang. Einen wahren Beifallsstnrm entfesselte der Festmarsch der grünen Insel, eine sehr ansprechende Composition des Herrn Wettach, die weit über dem Niveau gewöhulicher Gelegenheitsmärschc steht uud thatsächlich origiuelle Gedankeu euthält. Der rühmlich bekannte Viergesang: Moro, Herzmann, Arto, Metzky, erweckte den lebhaftesten Wicderhall mit feinen Prächtig vorgetragenen Mrutuerliedern, und in einer komischen Gesangsscene entwickelten die Herren Moro, Metzty uud Arto frischen, fröhlichen Humor, der die denkbar heiterste Stimmung erweckte. Gegen Mitternacht trennte sich die Gesellschaft mit dem angenehmen Bewusstsein, einen vcr-guügtcn Abend verlebt zn haben. — (Kaiser-Jubiläums- uud füuftcs österreichischesNuudesschießeuWieu 18 9 8.) Wir werdeu um Veröffentlichung folgenden Aufrufes ersucht: Das gefertigte Ccutralcomite' richtet au alle jene Corporatiouen uud Persönlichkeiten, welche au den« Kaiser-Jubiläums- uud fünfteu österreichischen Buudcsfchießeu (26. Iuui bis 6. Juli iu Wien) theilzunehmen gedenken, das dringende Ersucheu, uuumehr so rasch als möglich ihre Aumelduug zum Bezüge der Festkarte an das Centralcomite (Wien, I., Aräunerstraße 11) richten zu wolle». Eiue Reihe wichtiger Vorarbeiten für den Festzug, für das Arrangement der Feierlichkeiten :c. macht es nothwendig, dass ehebaldigst einigermaßen zuverlässige Anhaltspuntte über die Größe der Zahl der Festtheil-nehmer gewonnen werden. Für das Centralcomite' des Kaiser-Inbiläums- und fünften österreichischen Auudes-schießens Wien 1808. Leo Freiherr von Gudenus, Prä-sideut. — (Postdien st.) Zum Postamtsprattikauteu für Laibach wurde der Postamtspraktikant Gottlieb Oorli in Littai ernannt. — (Perso nalnachri cht.) Infolge Resignation des bisherigen Obmannes des Neumarktler Bezirksstrahcn-Ausschusses Herru Mathias K u m P wurde an» 4. d. M. die Neuwahl vorgeuommeu uud hiebei der Fabrikaut Herr Karl Mally in Neumarktl zum Obmauue gewählt. —o. — (Staatsprüfung.) Die nächste Prüfuug aus der Staatsrechnungs-Wissenschaft wird am 11. Juli d. I. bei der diesbezüglichen Prüfuugs - Commission iu Graz abgehalten werdeu. Gesuche um Zulassuug zu dieser Prüfung sind bis längstens 26. d. M. an den Commissions-Präses zu übersenden. —o. ^-(Genossenschaftliches.) Wie in mehreren größereu Orten Krams wnrde kürzlich auch im Pfarr-und Gcmeinocorte Schwarzenberg bei Idria ein landwirtschaftlicher Verein als registrierte Genofsenfchaft «KmttHsko äruötvo» gegründet. —o. — (Schwurgerichtsverhandlung.) Am U. d. M. fand unter dem Vorsitze des Herru Landes» gerichtsprüsidentcn Albert Levicnik die Verhandlung gegeu Valentin Stare, vulgo Stegnar, 43 Jahre alt, geboren in Terboje, verehelicht, nun Arbeiter in Trieft, wegen Theilnahme an der Müuzv'erfälschuua. uud versuchter öffentlicher Gewaltthätigkeit statt. Der Anklageschrist enwehmen wir: Am l(i. und !?. Februar ver- suchte ein starker Maun mit schwarzem Schuurrbart, dessen Sprache verrieth, dass er aus Oberkraiu stammt, in verfchiedenen Gasthäusern und Handelsgeschäften im Bezirke Umgebung Laibach falfches Geld auszugeben. Er trank gewöhnlich ein Viertelliter Wein sder kaufte Virgiuier-Cigarren, bezahlte mit nachgemachten Gulden oder Kronen und fchädigte anf diese Weife gegeu siebzehu Parteien. Von Schischka begab sich derselbe nach Laibach und setzte seine Ausgaben auch iu der Stadt fort. Am 27. Februar d. I. fuchte diefer Mauu mit falsche« Kronen- und Guldenftücken auch die andere Seite der Umgebuug Laibachs, Selo, Moste, Kaltenbruun, Oberkafchel und Slape, heim. Er kam schließlich mittags in das Gasthaus des Iohauu Bojt in Slape, trank ein Viertelliter Wein uud zahlte mit einem Gulden-falsificat, welches der Wirt Bojt sofort ertauute. Vojt begab sich eiligst zli dem gewöhnlich beim Gottesdienste iu Mariafeld auwesenoeu Gcudarme» Auto» Baloh uud theilte ihm das Vorgefallene mit. Dieser begab sich sogleich in das Bojt'sche Gasthaus, küudete dein Valentin Stare die Arretierung an, uud hieß ihn, ihm in die Gendarmeriekaserne folgen; in Ermangcluug von Schließketten konnte er denselben jedoch nicht schließen. Als er den Stare gegen Velce führte, ergriff derselbe die Flucht, beugte sich zu einem Steinhaufen und wollte einen Stein aufheben, augenscheinlich, um denselben auf den Gendarm zu werfen oder diesen damit zu schlagen, durchzugehen und die Arretierung zu vereitelu, was ihm jedoch uicht glückte, da ihu der Gendarm rechtzeitig beim Rocke ergriff uud vom Steinhaufen wegzog. Der Beschuldigte gesteht, dass er durchgehen wollte und dass er am 27. Februar l. I. falsches Geld verausgabte, behauptet jedoch eutfchieden, dass er dieses Geld vou einem unbekannten Manne in Trieft erhalten habe, dass er uicht wusste, dass das Geld uachgemacht sei uud dass er auch nicht derselbe ist, der am 16. und 17. Februar l. I. uuechtes Geld verausgabte. Dass er aber der uämliche Ausgeber war, ist durch Zeugeu uachgcwiescu, eine Bc-theiliguug an der Verfälschung selbst ist jedoch aus' geschlosseu. Stare wurde des versuchten Verbrechens der öffentlichen Gewaltthätigkeit uud der Uebertretuug gegeu die Sicherheit des Eigenthums durch Betrug schuldig erkannt und zu siebeu Mouateu schwereu Kerkers, verschärft durch eiue Faste alle vierzehu Tage, verurtheilt. —1. — (Platzmusik.) Da gesteru des Feiertages halber die Platzmusik unter Tivoli entfiel, findet dieselbe heute um halb 6 Uhr abeuds mit folgendem Programme statt: 1.) Chladek: «Frisch auf's Rad», Marsch. 2.) Men-delssohn-Bartholdy: «Die Hebrioeu», Ouvertüre. 3.) Strauß Ioh.: «Die ersteu Curen», Walzer. 4. a) Parma: Intermezzo aus der Oper «Kfenija»; b) Villebois: «Die beidcu Seeleute», Duett für zwei Flügelhörncr. 5.) Frifek: «In der Proviantur», Polka frau^. 6.) Tschaikoffsky: Phautasic aus der Oper: «Eugeu Onögin». — (Vieh markt.) Auf den mouatlicheu Viehmarkt am 8. d. M. wurden aufgetriebeu: 673 Pferde uud Ochfcu, 307 Kühe uud 25 Kälber. Der Verkehr war mittel, die Pferde wurdeu vou Italieucru uud die Ochsen von Käuferu aus Mähren erhaudelt. — (Der österreichische Lloyd iu Trieft.) Vom 1. Iuui 1898 wuroeu uou der Dampfschiffahrts» Gcfellschaft des österreichischen Lloyd für mehrere Artikel Frachtermäßigungen eingeführt, und zwar: für Papier aller Art 5 pCt. von« Normal-Tarife nach Britifch-Indien, Papier in Ballen uud Kistcu mit Ausnahme vou Cigaretten- uud Seideupaftier vou b bis 20 pCt., Pack- und Druckpapier iu Balleu 20 pCt. uach der Levautc; Stahl, Gips, Cciueut, Fisoleu, Mehl, Kartoffelu, Pottasche, Roheiseu, ^!ägcl u. a. 30 pCt. «ach der Levaute; Holz 5 pCt. uach der Levaute, Judo-China uud Japan. Das genaue Circular kauu auch iu der Kauzlei der Haudels- uud Gewerbekanlmer iu Laibach eiugeseheu werdeu. ^ (Aus dem Polizeirapporte.) Vom 6. auf dcu 7. d. M. wurdeu elf Verhaftungen vorgenommen, uud zwar füuf wegen Excesses und sechs wcgeu Heruiu-streifeus in der Stadt. —r. Merarisches. Dieöst er reichisch-uugarischeMon archie in Wort und Bild, Wien, Alfred Holder. — Die uns vorliegenden Lieferuugen 293 bis 300 diefes monumentalen Prachtwerkes behauoelu Uugarn in den Heften 10 bis 12. Diefelben sind der Schilderung des Landes, seiuer Bewohuer uud dereu Industrie iu deu Conlitateu vou Arva, Liptau, Neutra, Trcutschin, Turocz gewidmet, und werden die frischen Skizzen vvn Land uud Leuten durch eine Reihe glücklich ausgewählter Illustrationeu ergänzt, welche dein Leser das Charakteristische der dortigen Landschaften, des Menfcheufchlages, der Erzeuguisse des Gewcrbefleißcs treffeud zur Au» schauung bringen. — Die Hefte 14 bis 18 führen uns nach Galizieu und befchäftigen sich mit deu Armeniern, Ruthelien. den dcntschcn Colouifteu sowie den Juden und dem oft iu deu gedrücktesten Verhältuifseu sich abspielenden Leben uud Treibe» der Augehörigcu diefer Volköstäimue. Aus dem Bilderschmucke seien hervorgehoben: Brunnentafel in Iazlowicz, Männliche Typen alls Kuty, Der Osterabend, Rabbiner. Eiugehend wird das Wesen der polnischen uud ruthenischen Mundarten und der schönen Küilste iu Galizicn behandelt. Rein ausgeführte Facsimiles aus dem Florianer Pfalter, dem Code^ Wislicki, aus einem armenischen Evangeliar geben Proben von alten Sprachdenkmälern, wie sich dieselben auf galizischer Erde bis heute erhalte» haben. Alles in dieser Rubrik Besprochelle kanu tmrch die hiesige Auchhaudlung Ig, v. Kleinmayr Philippinen geschaffene Lage. Kriegsminister lioiw erklärte, der Geueralcavitän der Philippinen wero sich bis aufs äußerste vertheidige». Der Chef der eon-servativeu Partei, Silvcla, glaubt, es sei nothwenol^ außerordentliche Beschlüsse zu fassen und eiue liberan Regierung zu bilden, welche auf der Höhe der Situauo stehe, Armijo fagt, der Augenblick sei gekomme, dass die Mächte ihre Vermittlung eintreten lajje^ Marschall Lopez Douliuguez glaubt, es stehe ^ europäische Iuterveutivu bevor, auch ohm />"> Spauieu um eiue solche ansuche, deuu die Philipps Frage interessiere ganz Europa. Newyork, 9. Juni. Wie ein Telegrainm " " Cap Haiticu meldet, gehe daselbst das Gerücht, o"l Dienstag früh bci Kcimaucra eiue große Schlacht jj schlagen wordcu sei. Fünf amerikanifche KriegM ^ hätten ein schweres Äviubardemeut gegen btt , festiguugswerke begonueli. Es sei ein förmlicher H"« von Geschossen geweseu, der viele Gebäude inner« . der Befestiguugeu zerstört habe. Die spanische sl"we habe lebhaft geautwortet uud eine Zeitlang >"^ gehalten. Das Feuer der Amerikaner habe jedoch nn^ uachgelasseu uud die meisten Schüsse seien wlrlm^ voll gewesen, so dass die Spauier g^zwUW gewesen seien, ihre Stellung aufzugeben und 1 ^ in die Stadt zurückzuziehen. Später seien s«e dort mit deu Eiuwohucru geflohen. Der Cowman^ des Districts habe deu Befehl gegeben, die ^" niederzubrennen, bevor sie übergeben werden mui ' Die Spauier sollen uach eiuem letzten Verfua) absichtigeu, die Amerikauer vou der Laudung zuhalteu. Nach deu letzteil Nachrichten Me Landung gestern versucht werden. . ^» New york, 9. Iuui. Der «Newyork H"" uerüfftlltlicht eine Depefchc aus Washington, "oi "^ die Regierung iu aller Eile Infanterie- und Ata" truppcu zur Verstärkung der Armee Sampsons ien Der Transportdampfer .Panther» erhielt den ^e,r) mit «50 Mann Iufauterie und Marinetruppen > verzüglich uach St. Iago abzugehen, wßerdem "^ er eine große Anzahl Granaten und andere Alum, mit. Die Expedition nach Portorico s"" ^" j-Cettinger commaudieren, General Lee soll dessen ^ Vertretung überuehmeu. Die Invasionsarmee i Portorico soll ungefähr 20.000 Mann, darunter z< ^ reiche Cavallerie, umfasseu. . . hss Newyork, 9. Juni. Der Correspondent «World» telegraphiert aus Hongkong, es se» oa,r, das Gerücht verbreitet, Manilla fei gefallen uno den Aufstäudischen unter Aguinaldo und Santta " ^ Der anlerikauischc Consul iu Hongkong, ^low" hält die Nachricht für verfrüht, glaube jedoch, oa » Fall Mauillas binnen drei Tagen zu erwarten ,". Gel'egranttN«. Wien, 9. Juni. (Orig.-Tel.) Se- Majestät ^ Kaiser cmpfteug heute den rumänischen M"" präsidcuteu Sturdza in Privataudienz. ,^- Wien, 9. Juni. (Orig.-Tel.) Heute 5"^ ^,, dem üblichen Ceremonie« dic Frohnlelchnalnspro^, ^ unter Theiluahme Seiner Majestät des « " > ,.^^ der Herreu Erzherzoge, Hof- und Staatswurdcntr^ der Nitterordeu, der Gcmeiudevertretung !""' ^.^. der kirchliche» Feierlichkeit erfolgte dle DchUe "^ . ausgerückten Truppen vor Seiner MaMat de.u M i Cardinal Gruscha celebrierte das Hochamt- jacher Ieituna Nr. 129 ' 1053 ^ c. . ,«<,« ^n d^r ^^' Juni. (Orig.-Tel.)< Egytertes. meldet: !o°llte i, "^)aft Daal im Klausenburger Comitate t^ij.j^ Gutsbesitzer Verecky nicht gestatten, dass >e„ ^ '^Bauern ihr Vieh auf seinen Feldern weide-hilfe ^^auern widersetzten sich, so dass Berecky die ^ d^ m ^""^^ ^ Anspruch nehmen musste, ^eten ""'" "uch den Gendarmen Widerstand Webrauck "" dieselben gezwungen, von der Waffe siebe» »/ ^" machen, wobei drei Personen getödtet und verwundet wurden. ^schan ^' ^- Juni. (Orig.-Tcl.) Die Kammer wählte sitzte,, m""t ^^^ Stimmen zum definitiven Prä- '- Alston erhielt 277 Stimmen, ill Fr" ^s ^' ^"ni. (Orig.-Tel.) Die Kammer wählte »lit^pMentcn die Deputierten George Leygues !?'l 273 3^'"men, Sarricu mit 298 Stimmen, Krautz '!< ei,,° ^?lmmcn. Für die vierte Vieepräsidentenstelie Ä.I lchwahl erforderlich. Ageinein ^ I"ni. (Orig.-Tel.) Die «Norddeutsche MM ,,. ^Zeitung, schreibt, dass der Reichskanzler e»den w" Lohenlohc scinm Aufenthalt iu Paris bc-^t, vm ' ""b sich zunächst uach Schillingfürst be-^iictlkl/. "us er Mitte des Monates uach Berlin >^/^n wird. Angekommene Fremde. H Hotel Stadt Wien. 3^°chin«^""'' Varonin Apfaltrern, Private, Weixelburg. ^latzrl "" UU'I IMahel, l. t. Statthaltereirath. s. ssrau; 3. "' 0r^„ Oberstabsarzt, j. Fra»; «ohn, ttoiugstein, Huff, ö'^ie» ^'^"'strnwss, Kraler, Edel, Mschec, Pasch. N"' s.^^7 3""ztrv, Private, Nozov. - Urbamic, Gut^ U ' ^ Ä,...' ^'ll'chssraz. - Wehle, l. u, l. Oberlieuteuaut, ° 5b.^""a Zithcrsftirlrriu; Riavez, Priuatier, Trieft. -,,?Äi. ^"mhof^ l. u. l. Oberlieuteuaut, f. Familie. Ärucl ^'^ifend/^3'"^. l. u.f. Hanptmaun, f. Frau; Sche-H°^. V °^. ^^z- ^ Suchor, Veamter, f. Frau, Äagusa. !l^."'Ev i"f',, "delsberg. - v. Schiwitzhofen, Private; j'7'tant. M?"^g"-i Matelu, Portier, (Äörz. - Landecler, !«!, "°> To ?"'' " Sltel. Stubenmädchen. Weizelburg. -^' Ptaa ' ' Haltlied. Reisender, Agram. — «ohn. iltei. Hin."b". uj„.I^ Gürtel, Reifender, Wischau. - Gasper, '"Halter «'?"' ^ Schulz, Reifender, Staol>Sieyr. -' "elender, Marburg. — Weber, Nfm,, Monfalcone, ^5»n 7 <> H°lel Vnitrllchcr Hof. ^s^°b 3iol,.^"'.V' llhnstofth Schabus, Landwirt, Himmelberg. ">°ss"". ^la?..'s.^"bwirt. Görlschach. - Johann Schabus, ^ "- I°l? 1 ^, "^ Mathias Lackner, Reifender, Nieder-^3/^İ.^U'd'sch. Pferdehändler, Tirol. - VI. Coloussi. ^ba ^' Pferd ^ ?' ^"lousfi. Pferdehändler, Udine. - Iofcf H?t. ?"Mndler. Trieft. - Franz iioslot, Buchdrucker, ^N ^sm ^ '!. weniger, Pferdehändler, Trieft. - Franz ^I ^Vesi^, bürg - I.Mickolu. Privatier. Töplch. -^e '.^iirn,„ ' ^plll^. — Johann Verderber, Südfrüchte». VserHantin ^' .77 Franz 3)tcsner, Pferdehändler, Neumarlt. "°hMtt 8. 2 » N. 736 4 24 6 NO. fchwach fast bewiW 00 9 » Ab. 785 - ^ 17 6^ NV. fchwach bewollt^______ 10 I 7U. Mg., 735-5 > 18 2 ," windstill ! bewöllt , 3 9' Das Tagcsmittel der Temfteratnr vom Mittwoch 19 2" und Donnerstag 19 3°, um 2 3", beziehungsweife 2 3° über deni Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianufchowsly Ritter von Wisfehrad. Uhrmacher- Geschäft in bestem Gange, ist krankheitshalber sofort und billig Näheres durch die Administration dieser Zeitung. 0264) 3—1 Am 8. Juni um halb 7 Uhr abends ist mir ein grüner, abgerichteter Amazonenpapagei entflohen und in Verlust gerathen. Ich ei suche das P. T. Puhlicuni um gefüllige Angabe, die zur Erforschung desselben beitragen könnte. ]'.>!•• !FL« Junowicz, (2274) k. k. Realschul-Direotor. In kürzester Zeit verschwinden alle Unreinlichkeiten der Haut bei täglichem Gebrauche von Melousine- m a«") n »# Gesichtssalbe. Preis: 1 Tieg-ol i$r> Uv. Hygienisch-medicinische Seife dazu 35 kr Allein-Depöt: „Mariahilfl- Apotheke des M. Leustek Laibach, Resselstrasse Nr. 1 n.eToe:n. der IFleiscihJfcLana.er'br-ü.clce. Telephon Nr. 68. für ein Gremischtvra-rengfeschct-ft und eine Hiottoscla.reI"berIanL werden gesucht. (2225) 3—3 Anträge an die Administration dieser Zeitung erbeten. Potrtega srca javljamo vsem sorodnikom, prijateljem in znancem pretužno vest, da je naš srèno ljubljeni, nepozabljivi sin, oziroma brat, svak in stric, gospod Joža Omersa dekret. inženir pri c. kr. zem. vladi v Zadru danes ob i/i9. uro dopoldne, po dolgi muèni bolezni, v 25. letu svoje starosti, previden s svetotajstvi, inirno v Gospodu zaspal. Pogreb nepozabljivega pokojnika bode v soboto, dn6 11. junija t. 1., ob 6. uri popoldne w. hiäe žalosti v Kranji. Svete maše zadušnice se l)odo brale v župni cerkvi v Kranji. Venci se na pokojnikovo željo hvaležoo od-klanjajo. V Kranji, dn6 9. juuija 1898. Frano Omersa, oöe. — Josiplna Omersa, inati. - Viktor, Frano in Mlklavž, biatje. — Pavla Sajovlo, Marija KokalJ, Ana in Ivanka Omersa, sostro. — Frano Ks. Sajovlo in dr. AloJzlJ KokalJ, svaka. — Ana Omersa, rojena KokalJ, svakinja. — Viktor Omersa, Leo i» Marijan Sajovlo, nei'aki. (Brez posebnega naznanila) Zahvala. Za mnoge dokaze sofutja mej boleznijo in o smrti mojega soproga, kakor tudi za spremstvo do zadnjega mu poèivaliaèa in za podarjene vence izrekam tem potom svojo najprisrènejSo zahvalo. V Kamniku, dn6 9. junija 1898. Marija Majdlö. Oaurse an der Wiener Börse vom 8. Juni 1898. N^ dem oMenen Courmatte ^»-^ . . ' ^3- '»»lib 184 25 "ük« ^ 4»/ ', ^»m, 5>/n/ . «eld Wa« »en»»m«ent V»»<«nen. «llsabsthbahn «in u. 3N00 «l. 4'/, ab lO°/« «. Vt. . . . Ilö 25 1l? N «Illabetbbahn, «Xl n. «000 Vl. 2«) M 4»/» . - > 120 3U 12l 10 »ranj-I»st!.V,. «m. 1«»4. 4»/. 99 bO ,oa 50 ««lizilche Karl < Uubw!«»»ahn, dlverje Vtücke 4°/„ .... 99 25 ,0025 Nnarlberger Vahn, Vm, 1««4, <»/, (bw. Vt,) <3.,». lN0 fl. «. 89 2b lO0 25 Un,. »oldrtnt« 4°/„ pei sI,,4>/,"/» 119-20 12U — bto. dt,. Nilber 100 /,'/» 100 - 1N^— bto, E»aat«>Oblig, (Un«, Oltb.) v, I. 1»7«, b»/,..... lI9?b lli0'?ü bt«, 4>/,°/„Lch«nlreg»l'Nbl,-Obl, ,<>n <>!.' iol l>0 b<«. Vrim.'Nnl ^ INU fl, », W. 157 5« ,5» !>» bt«. dt«. k bU fl. «. ». ,57 85 15» 2b Ih«lß.«ta..2»le «°/, 100 sl. . I39 5«'39?b Gnlndlnll.»Gl>lig»tla»»n (fül loo fl TM). 4»/, ungarische (100 Ander« bssentl. Hnlthen. DonaU'Me«, Lose b°/„ ... 129 l 5 l»<> 1,'> bt«. .Anleihe I»7» . . lu,..------- Nnlehen lxr SN'dt VO» . . zili ün — ^ Tllllehcn b, Stadll!f»le!»oe Wien znz 75 101 ^ö 4»/, Or»in« L N -«sterr. Lanbe«.Ht,V,-«ns». "^ V9 80 100 «0 vest »na, Vanl «rl. 4»/o . . 100-20,012» bto bto. 50jahl, ,, 4'/, . . 100 20 101-20 ßrl«r«zt,.yl>llg»tl,«n ssü» 100 fl). «nb«nand«-N°rbbahn ««. l8» 101 Ib 102 Ib desterr, Norbweslbllhn - > - " ^ l.l l»0 k^b»l>n »"/» i Frcs, 500 p, St. 1«a-72 181 75 ^° z°^20U sl, p, loo fi. >2« 70 127-70 Nng .«aüz «ahn ..... IU» 65 102 U5 UHteill«» st. — — — — bto »to per Ultimo Septbe. Z«> - 3«0« »rebitünnl. «llg, UN«., 200 st. . 401-50 402 5U Devosüenbanl. Mc,,. 200 fl, . 28450 228- Lscoinple-Ges,, Ädrüst,, 500 st. ?50- 751- GilouCassenv,, Wiener, 20NN. z.57-__ 2«!«-— bl,po!hell>..Otst..20Ufl,2b»/.«. 8t-50 85,- Uäi'derbanl. vest., »00 fl. . . 827 50 ^2«— Oest^l,.»n»lli. Vanl, <0s ll. . ^n ^g,5_ Uüioüb«!»! «oa fl..... 297-— 29? au ^ V«rUhl»,»nl, «,., »«» G. ^ 173 - 1?ü - «elb Ware AlNen von H«n«pon« Mnternehmung»» (per Sttlll). «n»fiz-Tepl. Viscnb. »00 fl. . 1L3b 1640 Vöhm. «orbbnhn lb0 fl. . . 264 — 264-70 Vüschliehrader Eis. 500 ,-Czer»ow,-Iassl» senb. 150 fl. s.. 95 — 9g __ Staatseisenbahn 200 fl, K. . zgl 75 862 25 Nüdbahn l»0 fl. S..... 7« — 78-«« Südnoldd. Verb.-N. 2U0 fl. CVl. 208 50 209 50 lrc»nway'Ves„Wr,,170fl.0.U. ^.__ ^.^ bto. es„ Neue Nr,, Pri». ritätl-Nctien 100 fl. . . . ,,7.^ ng.^, Ung -M», «tisenb. 200fl, Eilb« Ll1'50 218-50 Nn«^»tftt(«allb «raz)200N <3. 210-50 2l1- »itner 2a«lbahnt!l-Nct.'V«l. _.^ ^..^ Industrit'sr«»« (per Vtüll). V«uaes,, »ll«. »ft.. 100 st. . . Hl- 1,2-«yydier Hise». unb Vlahl>Ind. In Wien 100 fl. ... . »4— 86-50 Eal,!!»..Ü«!._ ,.,7 5l> ,.__ «32^ „ßHi°zl«ckchl", P«>ln<. ««) sl. 2l4_ 21« -. V«ld Ware «!ch>lltr Kohlen»..««f. 70 ll. «75 — 177 — W»ffens..«.,0esl.in««i. »32 — 384 — Di'tts» «» OerVttKl). Vnd«ptst'Nllflll» (Do«»«u) . «70 710 Crebltlose 10N fl...... 2„i,'10 201 10 — 75 — vfener Lose 40 fl..... ß?-50 .--— Pnlssl, Lose 4<> fl, 9 — L»i>,0!l........ 120 10 120 btt P«rl» ........ 2, 4? «0 V«lut»N, Dutaten........ 5 6? zgg «o^ianc« Ctücke..... 952^ 9.',», Deutsche Reichsbanlnoten . . 5» «5 58 92. Itolienlsch, V««l«t« ... 44 40 44 üu >saale des Casiuo 0*m .eine ansserordentliohe ^ ^reiieralversammlung 16 ""ieu"E wird °'sud"- Der Aussohus». Grosser Wein-Verkauf. Von der Gutsinhabung Dubrova , Post Kraplna-Töplltz, werden circa 1000 Hektoliter ibrer beBten Eigenbau-Weißweine, der Jabrgänge 18'JO bis 1897, billigst abgegeben. Die P. T. VVeinhändler und Gastwirte werden auf diesen Verkauf mit dem Bemerken besonders aufmerksam gemaebt, dass sie nicht bald wieder Gelegenheit finden dürften, sich so gute, reine, unverfälschte Weine zu solchen billigen Preisen zu verschallen. — Bei Abnahme von mindestens G Hektoliter wird der gekaufte Wein franco zur Bahnstation Veliko Trgovište gestellt. Weitere Auskunft ertlmilt die Ctatslnu&bung Dubrova, Post Krauina. TöplltB, Kroatien. (22tj5) ö -l