Nr. 7». Montaa am 27. März 1863. ^. . n, « ^ »>«. .Ä»«^ VnstrllonSllebllllr ftr rille Garmond - Vpllltmzeill, »ie „?aib°ch» Zeitung" erschemt. m.t Ausnahme der >»Ä»VM^ ober den Naum dulden, ist siir lmalic,e Emschal- «°nn- und vertage, täglich. nnd losiet sammt dcn ^AW5 Z^MF wng «tr.. fur -molige 8 fr,, filr 3malige 10 lr. u, s. n>. Veilagen im Comptoir gNNZjahrtg N si.. yaio- M^^^^M MU^ Zu diesen GebUhrm ist noch der Insertion« - Ttcmpel tllhrtg 5 si. 50 fr.. mit HrtUlband im Eomptc. r HtzMMAW^^^ ' Per 30 kr, für ein. jedesmalige Einschaltung hinzu zu glMZ). 12 st.. lMbj. 6 fi. Flir b«e Zustellung m« ^«MH«»^^ ^^^ ^^ ^.^ ^ ^^^ ^^ ^ ^ ^ ^ Hans find lMlbt. 0ft tr. mehr zn entnchten. Mtl MW^^WWWM wr « Vlal. l fi. 40 kr. fNr , M°l und »0 kr, fllr der Post portosrel ganz,., unter Kreuzband und ge. ! «°l lmit InbeaM b^ 3ns'rti°n,ftempele). dmckter Adresse 1» si., halbj. 7 ft. 00 kl. ^mbacher Jeuung. Umllichrr Theil. Vesch vom 24. Mär; 18 «5 in Betreff der Auödchnnng des Gesetzes vom 2«. Dezember 18<;^ (')ir. '.'7 dcS 9t. G. Äl.) übcr dic Fortdauer der Steuer., Stempel« uud Gebührencr« höhunacn bis cinschlicßig Iinli 1865; wirksam für das ganze Ncich. wiit Zustimmung beider Häuser MciucS NcichS-ratheS finde Ich anzuordnen wie folgt: Art. I. Die mittelst des Gesetzes uom 28 Dc-zember 1864 (Nr. !>7 dcö N. G. Bl.) vcrfügtc ssort< dancr der Steuer-, Stempel- nud Gcbührcncrhötinng wahrend der Monate Jänner, Februar uud März 18<',5 wird auf die Monate April, Mai nud Juni 1805) ausgedehnt. Art. 11. Mit dem Vollzngc dieses Gesetzes wird der Finauzministcr beauftragt. Wien, den 24. März 1865. /ran; Joseph in. p. Erzherzog Nainer in. p. v. Pleuer >n. >>. Auf Allerhöchste Anordnung: Freiherr v. Nanfonnet. Gcsch vom 23. MW 1ttl)5, betreffend dic Redullion des SilberanlchcnS uom 2. Mai 1864; wirksam für daS ganze Reich. Mit Zustimmung beider Häuser Meines Reichs-ratheS finde Ich anzuordnen wic folgt: Art. I. Die Einzichuug jener 4,077.000 fl. Obligationen dcS SilbcranlchcnS vom 2. Mai 1864, welche noch zur Durchführung der Reduktion dicseS AnlchcnS anf dcn Betrag von 62,500.000 fl. getilgt werden müsscu, hat im Laufe dcö Jahres 1865» zu erfolgen. Urt. U. Dic hiczu erforderlichen Geldmittel siud jenen Zuflüssen zu entnehmen, wclchc auf Grnud des filr daS Jahr 1865 zu erlassenden FinanzgcsetzcS mittelst Benützung dcS öffentlichen Kredite» zu beschaffen sein werden. Art. III. Die StaatSschnldculontrolclommission des NcichSrathcS wird ermächtigt, den Restbetrag von 3,615.000 fl. Obligationen dcö rückzahlbaren Nnlrhcns uom 8. November 1864 sofort mit Gegenzeichnung zu verfehln. Art. IV. Der Finanzminister ist mit dem Vollzuge des gegenwärtigen Gesetzes beauftragt. Wien, dcn 23. März 1565. Fran) «Joseph m. p. Erzherzog Rainer in. i». v. Pleuer m. p. Auf Allerhöchste Anordnung: Freiherr v. N ansonnct. Kundmachung. Hu Folge herabgclangtcn hohen Finanzmiuistcrial-Erlasses vom 19. März 1865, Nr. 1472 F. M., ist vou nnn an für dic Verwechslung vou National-slulchcnS.StaatSschuldverschrcibungeu auf Ncbcrbriugcr zu Zwanzig Gulden in derartige Obligationen hohler Kategorie cmc VcrwcchSlungSgcbühr nicht inchr anzunehmen. Dieß wird hicmit zur allgemeinen Kenntniß gebracht. Von der k. k. ssmanz-Direktiol, Lmbach am 22. März 1865. Nichtamlllcher Weis. Laibach, 26. März. Die lctzlc Sitzung dcS Abgeordnetenhauses war cine sehr wichtige; es wurden in dcrscll'cu dic Wal), lcn für dcn ncncn Finanzausschuß vorgenommen. Der Wahllampf war ein sehr heftiger. Der AnSgang desselben hat zur Klarstellung der Parteien sehr viel bcl-getragen. Dic Opposition hat 24 Mitglieder, die ZcnllUmSparlei nnr 12 durchgesetzt, so daß, wo früher Etilumcnglcichhcit zwischen Ministeriellen nnd Oppo-fitioncllen hcrrfchlc, letztere jctzt übcr zwei Drittel der Stimmen verfügen weiden. Bei der großen Agitation, welche dcr Wahl vorausging, ist auzunchmcu, daß das Haus mit Bewußtsein bestimmt hat, und da fast sämmtliche oppositionelle Mitglieder dcS früheren Finanzausschüsse? wieder gewählt wurden, so ist dieser Sieg der Viutcn znglcich ein Vertrauensvotum für den früheren Finauzanüschuß. Äci dieser Haltuug dcS ylbgcortmelcllhauscS un« tcrliegt cS wohl lciu-m Zweifel mehr, daß in dci Montags beginnenden Budgeldcbattc die Teudcuz meist dahingcrichlct sein wird, dic vom Finanzausschuß in Antrag gebrachten höheren Abstriche gegcnüblr dcu Ncdultiouözifferu der ^tcgierung zur Annahme zn drin-gen. Daß hindurch die Gcgcnsätzc nur geschärft wer-dcu dürflcu, ist vorauszusehen, und wird cine Situation geschaffen wcidcn, ül!^l dcicu Anö^iuji cine Vcr-„Ullhi,!,^ z,l I>zic,i „icht inö^lich ist. Wuhlschcililich wird um jcdc M'stiichSzisscl li,i Kampf ciltlirclmr» und die Budnctdcbattc fich so iu dic i^äliLc zichcn, daß die Abgcolduclcu schließlich scllst cingestchrn wcl' den, es wärc besser gcwcscu, anf die Propositioucu der Regierung betreffs dcö Vrinls'schcn Antrages ein-zugehen. ES sollen nun wöchentlich 4 Sitzungen stattfinden, nm bis zum 8. April dcu größeren Thcil des Gndgctö zu erledigen, an wclchcm Tage sich das Haus über Ostern vertagen wird. Dcr Verkauf >rs Dcrgwcrkcs Zdria. V Idria, 22. März. (Fortsetzung,) Die ärarischcn Arbeiter werben, wic bereits gc-sagt, provisionirt, nud nicht bloß dic Arbeiter, son» dern auch dcrcn Wcibcr; dic Provisionen werden nicht, wie bei andern Werlcn, aus der Bruderlade, sondern aus dcr ärarischcn Kasse selbst bestrittcn, da die Bru-dcrlade nnr dcn Zwcck hüt, aus ihrcm Einkommen nud dcn Bciträgcu der Arbeiter Unterstützungen nud Aushilfen zn gcbcn. Die derzeitig dem l. l. Montan-Acrar an Provisionen mit Inbegriff des ^imito-Vc-zngcö verursachte Auslage beträgt 20.075 fl.; es ist vorauszusehen, daß cinc ErwcrbSgcsellschaft die Pro-visionirnna, der Arbeiter und dcrcu Witwen nicht selbst übcruchmcu, foudcrn dicfc ^!ast auf die Brudcrladc wälzcu wird. Dic Bruderlndc hat derzeit ein Vcr-mögen von mehr als 80.000 ft. „„d jcdcr Arbeiter trägt vou sciucm Schichtculohnc, uud zwar von jedem Gulden 2'/, tr. zur Arudcrlade bei; schon derzeit wird das ganze eigene Eiulommcn dcr Brudcrladc nud die Beiträge dcr Arbeiter vollauf zu Unlcrstüz-zuugrn nud Aushilfen vcrwcudct, wic wird cS iu Zutuuft aussehen, wo dic Brndcrladc, wic dieß bci allcn Prioal'Gcwcllcn dcr Fall ist, auch dic Provi-sioucn dcr Aruderl^dS-Geuosscu zu tragcn haben wird? ES ist uorauSzuschcu, daß die Beiträge dcr Brudcr-lads - Gcnofscn bedeutend höher werden fein müssen, als dcr bishcr geleistete Vcitrag, mid daß trotzdem dic ProvisionSbczügc dcr Arbcitcr viel geringer sein werden, als jcne Provision, wclchc der Arbeiter nach Verhältniß seiner Dicnsljahre bishcr vom k. l. Mon« tall'Aerar bezogen hat. In Idria besteht ein eigenes ärarischcs Getreide« magazin und jeder stabile ärarische Arbeiter, uud wenn derselbe mehr als 8 Diensljahlc und cinen Grundlohn von mchr ulS 31 fl. 75 lr. bezieht, auch dessen Weib uud Kinder haben daS Nccht zum Äc-zuge einer fifirten, jedoch zur Erhaltung dcr einzelnen Personen auSreicheudcn Quantität von Getrcidc zu einem ^imilo-Preise, nud zwar für cinen Mcrling Weizen per 1 st. 5 lr., für einen Mcrling Korn oder Kulurutz per 84 kr. ö. W. Dcr Gcttcidebczug ;il eiuem so unglaublich niederen Preise ist für dcu Arbeiter und dessen Familie eine unschätzbare Wohlthat, und bloß dadurch allein ist ihm cinc, sozusagen sor» genfreic Eristcnz gesichert, wenn derselbe auch bcl dcm, dcn Bergleuten iu der Rcgel iuucwohuendcu hcittlcn Tempcramcute besonders in dcr crstcrcu Zeit seines Eintrittes in die Arbeit geneigt ist, scinen Lohusbc-zug im baarcn Gelde in der Schänle uud auf dem Tanzboden zu vcrjnbeln. Nnter der ärarischcn Verwaltung war scrncrS cinc weitere, für Idria sehr wohlthätige Eiurichtuua. eingeführt worden, uud zwar dcr llnöschcml billiglll Weines von Scite dcS AcrarS. ViS circa 175l> hatte die Knllppeudrudcrladc den Au^fchnul vou Wcin bc-sorgt, dieselbe haltc dabei kcincn ^iutzl"., zu bczichcn; da adcr, wie cs dei dnn Bctlicbe jcdcs Geschäftes nlivcrmeidlich ist, zeitweise Vcrluslc ciutralfn, cmdr-rcrseitS aber dcr Wein nicht mit Elziclung cincS Gc-wiuueS verlauft werden duiste, so wnidc mit der Zcil die Eiul'iißc t>cr Bl>,dciladc so start, daß die-scllic dru WsilKNl<»schaul oufgrben mußte. Der da-»inline Bergialh v. Hn»pt,ua!iii fttzle nun mit eigenen Opfern im Iutercssc dcr Bergleute bicscn Gcllieb fort, und 1770 bis 1771 übernahm das l l Mon-tlin.Acrar sclbst dic Bcistcllung billigen nnd gnlcn Weines an dic Wcrlegcnossen. Die Einfuhr des WeincS war zollfrei uud derzeit wird auch dic Vcr-zchrungsstcucr sammt allcn Umlagen von dcu, Mon-lan-Aerar sclbst beslrillcli, nnd bci der Beslimmuna dcS AusschanlpreiscS werdcn nur dic Gestchniias- und Vcrwllltungslostcu — mit AnSschluß dcr BcrzchrungS. stcucr sammt Zuschlägen — dann ein lleiurr Aufschlaa für Schule uud Sauitüt zu Grunde gelegt. Dicfe Art dcr Beistcllnng billigen uud yulcn Wciues cr. folgte aus zwei Rücksichten: erstcns soll durch das Erlragniß die NuSlage für die Schnlc nnd Sanität gedeckt werden, zweitens soll dcr Aibcilcr durch den Geuuß eiueS billigen nnd gnlen WeincS von dcm Veuusse gebrannter Flüssigleilen, welche auf denselben nach der Natur seiner Oeschüftigmig doppelt schädlich cinwirlcll müssen, abgehalten werden. In fiüherer Zeit warf die ürarifche Wemwirthschaft ei>, bcdcliten-deS Erlrägniß nb, welche« jedoch scit Einführung der Vewerbesreiheit nnd den, damil verbiindcncn Inolcbln-treten vieler nener Wirthshäuser bedeutend abgcnom-mcn hat; indtssc,, lann lrotzdeu, dcr wohllhäligc Einfluß dieses Institutes auf Idria nicht vcrlannt werdcn, da gerade durch die lirarische Wcinwiilhschast' auch die anderen Gaslwirthe gezwungen sind, bci dcm Ausschanle jene Preise festzuhalten, wclchc durch dic Verwaltung der ärarischcn Weinwirthschast bestimmt werden. Trotzdem dnrch die vernndcrtcn Verhältnisse die ärarischc Wcinwirthschast cin, wcnigstrnS auf die Hälfte des früheren Ertrages herabglmiiidcltes Einlommcn abwirft, erhält daS l. l. Moutan'?lrrar die Werls- nnd Hauptschnle in Idria mit rinem Auf. wandc von 4078 fl., wclchrm Aufwandc die Einnahmen im Betrage von nur 5>lX) fl. acgcnüberstcheu; außerdem hat jeder WerlSgenosse für sich und seine Familie daS Recht auf nnenlneltliche ärztliche Be« Handlung nnd nncutgeMichcn Vczng dcr Medikamente wofür von Scitc dcs l. l. Monlcm-AtrnrS an Bcfoldung dcs Sanitüts.Personales uud Bciflcllnna der Medikamente die Snmme von jährlich durcli. schniltlich 4700 fi. verausgabt wild. (Fortsetzung sclgt.) 28O 35. Sitzung dcs Abgcor>nclenhausts vom 22. März. (Fortsetzung.) Zweiter Gegenstand der Tagesordnung ist der Bericht des Finanzausschusses über die geschäftliche Behandlung des StaatsuoranschlageS für das Jahr 1860. Berichterstatter ist Alia,. Herbst. Der Ausschuß stellt den Antrag, das Haus wolle beschließen, es werde der Staatsuoranschlag fiir das Jahr 1866 zur Vorbcrathnng an einen Ansschnß von 36 ans dem ganzen Hanse zn wählenden Mitgliedern verwiesen, welcher scincn Bericht dem h. Hanse dann vorzulegen haben wird, wenn das Finanzgcsctz fiir 1865 erlassen worden ist. In der Generaldebatte ergreift zncrst das Wort Abg. Ncchbaucr: Das Bndget für 1865 stehe noch nicht anf der Tagesordnung nnd schon stelle man an das Haus die Anfordcrnng, das Bnd. get für 1866 in Berathung zu ziehen. Als da5 Hans vor vier Jahren zusammentrat, hoffte man, der alte absolute Polizeistaat werde dem Ncchtsstaatc wei' chcn, aber bishcr fehlen noch alle Garantien für eine ncnc Acrci. Der OrganismnS sei derselbe geblieben, derselbe Geist lebe in ihm wie vor 1861. Wenn man nun in die Berathung des Budgets für 1866 eingehe, so müßte man es nehmen wie cS bisher war mit all' den unerschwinglichen Anforderungen, welche gestellt werden. Es sei daher dringendes Bedürfniß, die Grundlagen deS StaatShanshaltcS früher zu ändern. Ein anderes Bedeuten sei das, daß die Re-gierung im nächsten Jahre den Reichsrath nicht be-rnfcn werde und er fürchte die Handhabung des §. 13 in einer Weise, durch welche der freiheitlichen Ent< Wicklung des Reiches in den Weg getreten würde. DaS wichtigste Bedenken aber sei für ihn die Verzögerung des freiheitlichen Fortschrittes. Redner fürchtet, daß die Session dnrch die Berathung des 1866er Budgets so hinausgezogen würde, daß leine Zeit übrig bleiben werde, den engeren Ncichsrath tagen zu lassen, waS doch nicht Wnnsch des Hauses fciu kunnc. Redner betont noch die Einberufung des ungarischen Landtages, welche durch die Verlängerung der Session ebenfalls verzögert werde und benützt die Gelegenheit, um sich gegen die Oktroyinmg eines Wahlgesetzes für Ungarn ausznsprcchen. Redner gibt zu, daß es Gründe der Opportnnität gebe, welche dafür sprechen, daß man das Budget für 1866 be» rathe, aber diese seien für ihn nicht maßgebend, er sei daher gegen den Ausschnßantrag. Mg. Meude: Auch ihn lönnen die Oppor-tunitätsgrnndc nicht bestimmen, für den Antrag zu stimmen. Nur zwingende Gründe könnten dieS thun, diese sehe er aber nicht. Auch er beruft sich cn:f die Einberufung dcS ungarischen Landtages, welche von Sr. Majestät für das heurige Jahr zugesagt wurde. Abgesehen davon, daß diese Einberufung dnrch die Verlängerung der Session hinausgeschoben werde, hätle Unaarn bereits ein Recht, an der Berathnng deS 1866cr Budgets Theil zu nehmen. Er fürchtet, die feinde der Vereinbarnng in Ungarn werden ans dem Ansschußantrage Waffen schmieden gegen die Frcuudc des Friedens nnd der Vereinbarung. Diese werden das 1866er Finanzgesetz anf daS Heftigste angreifen und er fürchte, die öffentliche Mcinnng werde ihnen beistimmen. Wenn er auch nicht san» guiuisch gcuug sei, zu glauben, die transleithanischcn Landtage würden gleich Abgeordnete für dc» Reichs» rath wählen, fo sei dies doch möglich. Jedenfalls müsse ihnen die Möglichkeit geboten werden, es vor dem Einlritte des Herbstes zu thun. Tynn sie cS biS dahin nicht, dann müsse man wohl, damit die Staatsmaschine nicht stille stehe, da« Vndget pro 1866 in Angriff nehmen. Gr stimme auS diesem Grunde gegen den Ansschußantrag. (Schluß folgt.) 36. Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 24. März. NufdcrMinistcrvanl: Schmerling, Burger, Hein. Nach Vorlesung des Protokolls und Mittheilung mehrerer Einlänfc gibt Präsident das Rcsnltat der in der letzten Sitzung vorgenommenen Schriftführer» wähl bekannt. Es wurden gewählt: Mogilnicki, Herrmann, Wokau», IuzyczynSki, Popassu, Eyrl, Hann, Hcyß, Auf der Tagesordnung steht die Wahl des Finanzausschusses für das Budget pro 1866. — Die Wahlzcttel werden mit Namensaufruf abgegeben. Um 11', Uhr wnrde die Sitznng znm Zwecke des Skrntiniums unterbrochen und um 2 Uhr wieder aufgenommen. Es wurdeu 175 Stimmzettel abgegeben, die absolute Majorität beträgt 88. Diese erhielten fol« N°K '^Abgeordnete: Stummer (169), Doblhofs i, s ^^!?^^' Wmtcrsteiu(l64), Giskra(163), dcr Strah (161 , Brcstl 161 , OroäMkl (W9), Hcrdst (159) Wohlwcnd 158 Brinz (157), Eichhoff (155), Pratobcvcra (142), Engen Kinsly (107), Schindler (105)), Eisclsberg (102), Ingram (101), Kirchmayr (99), Skcnc (98), Gachofcn (94), Alduleanu (93), Simonowicz (93), Stamm (92), Bcrgcr (91), Hagcnaner(91), Kuzicmsli (91), Toman (91), Wurzbach (90), Demel (90), Kuranda (90). Alcsani (89), Teutsch (88). — Die nächst meisten Stimmen erhielten: Hopfen (85), Streit (84), Lohningcr (84), Bariliu (83), Steffens (83), Mende (82), Rechbancr (82), Gschnitzcr (81), Schnler.Liblol) (81), Richl (81), Tschabnschnigg (80), Szabcl (80), Haßmann (79), Kromcr (79), Pankratz (79), (^ernc (79), Groß (79), Hanifch (78), Bo-chcnsli (77), Sticger (76), Binder (76), Ofncr (76), Kercr (73), Grüner (72), Kopctz (67). Es wird sodann znr Nachwahl von 3 Mitglic» dern geschritten nnd die Sitznng abermals znm Zwecke des Skrutiniums untcrbroch«u. Die Nachwahl ergibt folgendes Rcsnltat: Es wnrdcn 171 Stimmzettel abgegeben, die absolnte Majorität ist 86. Dicse erhielt bloß Hopfen mit 88. Die nächst meisten Stimmen erhielten: Rcchbaucr(81), Lohuingcr (80), Steffens (79), Streit (78), zwischen welchen die engere Wahl vorgenommen wird. Das Resultat der engeren Wahl ist folgendes: Es wnrden 164 Stimmzettel abgegeben. Die abso» lntc Majorität ist 83. Dicse erhielten Streit (86) nnd Steffens (83). Hierauf wird die Sitzung geschlossen. Nächste Sitznng Montag. Tagesordnung: Verhandlung des Budgets für 1865. Oesterreich. AnS Pola werden die Tchmcrzensrufc immer lauter; eS ist faktisch nicht mehr möglich, auch nur die beschränkteste Unterkunft daselbst zu finden, und die Zahl der Mariucaugchörigcn, die dahin versetzt werden, nimmt immer zn. Der Aanspelulatiou liegen aber viele Hindernisse im Wege. Den Polcsern selbst mangelt cS an Kapitalien. Der Aufnahme solcher nnd dem Vcrkanfc der Baugründe an fremde Unternehmer stellt sich aber als uuübcrstcigliches Hinderniß der Mangel an Grundbüchern entgegen, auf deren Einführung Istricu schon scit fünfzig Jahren wartet. Die Massa Menschen, welche jctzl in den kleinen Woh. nnna.cn zusammcngcpfcrcht ist, dcr gänzliche Mann.cl an AdzngSlanälcn und an Vorkchvunn.cn fiir die Ncin» lichkcit in den Häusern nnd auf dcu Straßen lassen für die bevorstehende Ficbcrsaison die größten Kala» mitäteli besorgen. Was licßc sich nicht für dic Verbesserung dcr Luft in Pola machen blos mit dcm Gcldc, welches jährlich die Spitäler und thcnrcn Medikamente verschlingen? Wie viele Menschen, die gesund und rüstig uach Pola kamen, haben es gar uicht mehr, oder als Sieche verlassen. Von anderen Uuzntömm« lichkciten, welche die Auhäufnug so vieler meist junger uud kräftiger Leute in ciuem so kleinen nnd nicht die geringsten Ressourcen bictcndcn Orte uach sich zieht, will ich hier gar nicht sprechen. Es bilden sich in Pola Verhältnisse nnd Ucbclständc, welche die eindringlichste nnd nmsichtigstc Aufmerksamkeit dcr kompetenten Anto» ritätcn erheischen. Wie dcr ,.Pr." auS «emberss geschrieben wird, ist am 16. d. Graf Arthur Goluchoweki auf seinem Gute im Tarnopolcr Kreise verhaftet worden. Graf Arthur ist der Bruder des ehemaligen StaatSmiuistcrs Grafen Agcnor Golnchowsli. Er foll, so heißt es, während dcS polnischen Anfstandcs in Galizicn die sogenannte „>V)^lu>va poäoluku," (die polnische Ezpc< dition) vorbereitet haben. Am 17. d, M. Morgens wurde Graf Arthur Goluchowsli nuter Mililär-Eslortc iu den Leinbcrger Stoclhausarrcst abgeführt. Laut eiucr polizeilichen Mittheilung ist vor einigen Tagen der in kriegSrechllichcr Untersuchung befindliche Insnrgtnten»Ehef, Baron Scyfried, uli^ Szaniawöly, ans dem Garnisons » Spitalc anf dem Eastcll zn Kratau uach Durchbrechung des Fcnstergittcrs eul« sprungcn. Bei seiner Flucht scheint ihm ein Wärter behilflich gewesen zu scin. Dcr gleichzeitig signali» sirte Intevniruugs » Flüchtliug Valeutin Lcwandowöll) ist wieder eingebracht und nach Russisch-Poleu abgc> schafft worden. Ausland. Stuttgart, 23. März. Die Abgeordneten, kammcr erklärt mit 77 gcgcn 5 Stimmen die Ein-vcrleibnng der Herzogthümer uud jede Aneignung von Rechten daselbst durch Preußen, ohuc Einwilligung dcr gesetzlichen Regierung, als Ncchtöbruch; alle daS Bundcörccht anerkennenden Anndesstaatcn seien vcr» pflichtet, für die Rechte der Hcrzogthümcr durch die That einzustehen. Hannover, 22. März. Durch löniglichcProlla. mation wird die Sländcucrsammlung zur Fortsetzung der ersten ordentlichen Landtagsscssioli am 30. d. M. einberufen. Verlin, 23. März. In der hentigcn Sitznng des Abgcordnctcnhanscs brachte der Finanzministcr den Gesetzentwurf ein: Die Regierung wird ermächtigt, diejenigen Sätze des Eingangszollcs, welche nach den Bestimmungen des H. 6, Tarifs K, deS Handelsvertrages am 1. Jänner 1866 eintreten sollen, mit 1. Inli 1865 eintreten zu lassen. Der Gesetzentwurf wird den vereinigten Eommissionen für Haudcl und Finanzen überwiesen. — 23. März. In der heutigen Sitznng deS AbgcordnctcnhanscS erklärte der Kriegsminister v. Roon: Die dreijährige Dienstzeit sei sletS Gesetz gewesen nnd werde Gesetz bleiben, bis eine Vereinbarung dcr Gcfttzcsfaktorcu sie abgeändert haben wird. Die dreijährige Dienstzeit sei kcinc Besonderheit der Reorganisation, diese Dienstzeit sei nöthig znr AuS-bilduug der prcußischcu Armee. Sie vernichte nicht die Landwehr, sondern bilde dieselbe aus. „Man wirft uns Mangel an Vcrtrancn vor. Der Mangel an Vertrauen ist begründet gcnng. Die Regierung legt ein entscheidendes Gewicht anf das Votum deS Hanfes über dic Anträge dcS Berichtes. Wenn dieselben angenommen werden, so weiß die Regierung, wohin das HanS zielt; das ist eine Machtcrwciteruna. des Hauses, eine Vcrringcrnng der VerfassungSrcchte dcr Krone. Es ist nnö dcr Ralh gegeben worden, das Portefeuille aufzugcbcu. Dcr Köui'g hat lein Vertrauen zur Partei der Majorität, cin Ministerium dcr anderen Partei hat uicht das Vcrtrancn des Hauses. Wenn oaS Ministerium bleibt, so geschieht dics nnr auS Pflichtgefühl. Sie fordern dic Kammcrauflosima. Dic lttegicrimg kcnnt nnd schätzt die Parteiorganisation dcs Hauses, sic weiß, daß bci der gcgcnwärtisscn Sachlage geringe AnSsicht auf Erfolg gegenüber dicfcr Organisation vorhanden. Es ist der Zukunft uorbc« hallen, ob die Regierung Mittel findeten die Parteiorganisation einzugreifen. Sie vclsuchcn, wie weit Sie mit der Erweiterung dcr Ansprüche des Hanscs gelangen. Die Re-gicruug hat bis zn dicscm Augenblicke an der Vcr-fassnng festgehalten nnd hält noch daran. Wir sind dcr festen Absicht, den gestörten Znstand zn rctabliren, soweit derselbe altcrirtist; dazn müsseu Sie die Haud bieten. Verschmähen Sie dieses, dann handelt cß sich „icht mehr um eine Rechtsfrage, soudern um eine Efi-stcnzfrage. Nuu wählen Sie!" (Große Bewegung). Virchow, welcher hieranf das Wort ergreift, sagt, dic^ Drohung des KricgsmiuistcrS schcinc anznzcigc«, daß dic Rcniernnn ans cincn positiuen VerfassnUgs« dvllch hinmlSkmnmcü lvcrdc. Siinson bclont die Nu-Möglichkeit, dcr Drohung des Kriegsministers gcgcn-übcr zn schweigen nnd die Acralhung des Budgets, so wie der Finauiministcr das Bndgctrecht darstellt, uorznnchincn. Kriegsminister v. Roon erklärt, er habe nicht gedroht; die Regierung wolle keinen Staatsstreich. Man möge die stenographischen Berichte abwarten. 'Paris, 19. März. Die von Kaiser Maximilian 1^ in besonderer Mission nach Rom geschickten Herren ^laatsmimstcr Velasquez de l'con und Groß-almoscnicr Bischof Ramirez sind hier angekommen und halten bcrcils Unterredungen mit dem Kaiser der Franzosen wic mil dem Minister Drouyn de LhuyS. Sie üdcrbringcu ein eigenhändiges Schreiben ihrcS Souveräns an dcn Papst, in welchem dcr Kaiser ein aufrichtiges Bild seiner schwicrigcu Lage entrollt, dcn heiligen Valcr mit dcn rührendsten Bitten anrufend, ihm dicse Schwicriglcitcn dadurch wesentlich zu er-lcichttrn, daß er seinen NunlinS znm Abschluß dcS KonlordalcS beuvllmächtigc. . Der Kaiser betheuert, cr wünsche nichls anderes als dcr Kirche, deren treuer« gebcncr Sohn er zn bleiben entschlossen sei, gerecht zu werden, abcr unmöglich könne er die Ungerechtigkeit begehen, diejenigen, welche kraft der vor ihm erlassenen Gesetze rechtmäßig in Besitz von Kirchen« gütcrn gekommen, dieses rcchlmäßig erworbenen Eigcn-lhnmS, dessen Titel allerdings mit aller Genauigkeit nnd Strenge geprüft werden sollen, zu berauben. Z»dcm wenn er anch dcn Willen hiezn hätle, cö wurde ihm die Macht fehlen. Sodann würde er scincn Thron nicht zn befestigen vermögen, wenn er nicht daranf bedacht wäre, die Einwanderung auf alle Weise zu befördern; hiefnr sei aber crstc Bedingung die Dnldnng auch dcr audcrcn Kulte in seinem Reiche, dcsicn anerkannte Religion selbstverständlich die katholisch« bleiben werde. -^ Dic Pariser Aerzte sollen davon benachrichtigt worden scin, daß die jctzt in Petersburg grassircnde anslcckcndc Krankheit nicht der Typhus, sonderu eint biö jctzt unbctauutc Art einer echt asiatischen Eholera sei. Eiuigc dcr tüchtigsten Pariser Aerzte sind bereits iu Petersburg angelangt, um deu Eharallcr dieser bösartigcu Krankheit genau zu sludiren. Ucliri* gcnS ist man in Paris schr bcsorgl, daß dicsc Kranl< heit durch russische Schiffe nach Frankreich verschlepp wird. London, 23. März. Iu dcr hruligcu Sil.'»»g dcS Oberhauses legt Earl Russcl dic ^lotifikation des amcrilauischcn Eabincts in Betreff der Kündigung des Rcciprocitälsvcrtraa/s vor und versichert, die Bczlc< 281 hnngcn der beiden Staaten enthielten nichts Besorgniß erregende?. Amerika sci znr ssündignng des Trakta« tcs volltommcn berechtigt nnd werde den Traktat uicl« leicht später mit Modifikationen erneuern. Earl Nns-scll erwähnt, daß Sir Ärncc morgen nach Washing« ton abreisen wird. — 24. März. Das Unterhaus bewilligte in seiner gestrigen Sitzung die Befestigung der ^tadt Ouc-beck, mit 27ö gegen 40 Stimmen, ^ord Palmcrslon sprach wie 6arl vtusscll seine Zuversicht in die Er» Haltung des Friedens ans. König Leopold der Belgier ist hier angekommen. Konstantinopel, 18. März. Kurschid Pascha ist in einer Mission betreffs dcS Sucz'ssauals ans Alexandricn angekommen. Die Pforte will dic Ent< scheidung bis zur Nnclkchr Anlwer'S verschieben. Der Bericht Osman Pascha'S hat für Herrn LcsscpS nn-günstig gclautct. Athen, 18. März. Gerüchte von neuen Aenderungen des Ministcrinms. Wegen herrschender Auf. regnng nnd besorgter Ruhestörungen durchziehen starke Patrouillen die Stadt; das Militär ist in den Ka< fernen lonsignirt. Bor der Erncnnnng Knmcndnras' berieth sich der König mit den Vertretern der drei SchulMächtc. Der Vertreter Englands nannte daS System Sponncck's verderblich; der französische Vertreter empfahl ein Ministerinm anS gemäßigten Po-littler»; der rnssischc schwieg. — Die Provinzen sind ruhig. — Die Tochter dcö Hofmurschallö Sontzo ist gestorben. Vrailas aus Corfu ist znm Minister dcS Vlcußcrn ernannt worden. Mexiko. Se. Majestät der Kaiser Maximilian hat folgendes Handbillct erlassen: „Liclicr General Graf Tliun: Un, die möglichst ersprießlichen Dienste uon Meinen freiwilligen Trup. pen durch ihre Mitwirlung znr Pacifizirnng McincS Niches zn erlangen, halte Ich es für gut. daß Marschall Bazainc daS operativ«militärische Oücr< kommando ndcr alle diese Trnppcn snhrc. Nnlcl- ll>ü> wci'dcn Sic daö ucreinlc österreichische und belgische Korps tommandircn. Sie werden Ihren selbststän. dlgcn Korp^stad nin cinen bclgifchel,, vom Oberst. litnlcnant Aarun Van der Sinißen Mir vorzuschla» gendcn Offizier vclinehrcn. Daö bisher belgische Ncgiinent wird zwei getrennte Bataillone mit verein» tcr sclbslständigcr Administration bilden. Die Bri> gade General Graf Thnn wird demnach ans 5 Ba- taillons Infanterie, 2 Negimcnlcrn Kavallciic, der Artillerie, den PionnicrS nnd den lcchüischcn Truppen deS österreichischen ssorpS bestehen. Das I. östcr. rcichischc Bataillon wivd den Namen incincö Vr»delS, Sl'. Majestät dcö Kmscvö Franz Ioscpl), filhitn, das 1. bclaischc den dcr K^iscriu, dao ^. belgische den Sr. Viajcstät dcö Königs Leopold, daö Hnßarcn- regiment den Meinen. Die anderen bleiben für den Moment vakant. Die Kommandofragc zwifchcn östcr- reichischcn nnd belgischen Al'thcilnngcn hat nach Charge ' und Ancicnnctät geregelt zn werden. Bei gleicher Nncicnnclät entscheidet der Rang der früheren Charge. ES wird unter Ihrem Vorsitze eine Kominission zn. sammcntrelcn, mit dem Zwecke, die mexikanischen, österreichischen nnd belgischen StrafrcglcmcntS für allfällige Kollisionöfällc in Einklang zn bringen. Ihre Mitglieder sind: General Thun, Oberst Duran, Oberstlieutenant Van der Smißcn und ein östcrrci' chischcr Anditor. Maximilian m. p." (Ul'bcrlnndpost) mit Nachrichten anS Calcntta bis znm 24., Bon, bay A8. Oktober. Der Kiicg in Ghntan, den man schon fast beendigt glaubte, hat sich neuerdings entzündet nnd die Britten wnrdcn vor Dcwangiri mit empfindlichem Vcrlnste znrückgeschla-gen. ?icue Verstärkungen, darunter ein ganzes Regiment, wnrdcn anf den Kricgöschanplatz beordert, nnd Brigade.General TombS in Gwalior erhielt Be» fehl, mit aller Bcschlcnnignng daS Kommando in den DnarS zn übernehmen. In Kattiawar treiben die WaghirS ihr Unwesen. Die Russen dehnen ihre Er« obcnmgcn in Kokan immcr mehr auS und der Khan ist beinahe nnr noch auf feine Hauptstadt bcschrälllt. Lokal- und VromuM-Nachlichten. Laibach, 27. März. Den Bemühungen der kais. östcrr. Regierung ist cs gclnngcn voll den kais. russischen Behörden dic Hnsichcrung znr Anslicfcrnng der am polnischen Ausstände bcthcilt gewesenen, nun in den Strafe kmnpagnicn cingcthciltcn nnd in den verschiedenen rnssisshcn ssestnngcn lintcrgcbrachtcil österreichischen Unterthanen zu erlangen. Die von den russischen Behörden über diese Individncn geführten Verzeichnisse und Register entbehren jedoch dcr gewünschten Vcr» läßlichleit. Damit nun kein österreichischer Unterthan von dieser Begünstigung ausgeschlossen bleibe, so dürfte cö gc- rathen nnd im Interesse der in Folge ihrer Bcthci-lignng an, polnischen Ausstände in rnssischcr Gcfan-gcnschaft befindlichen Ocsterrcichcr gelegen sein, daß ihre Verwandten nnd Angehörigen über die Namen, die Provenienz und den jetzigen Anfcnthalt dcr Vc> treffenden sämmtliche ihnen ;»r Vcrfügnng stehenden Daten zur Kcuntuiß dcr kompetenten Behörden drin-gcu wnrdcn. — Viorgcn Abend nach <.' Uhr geht der letzte Transport dcr mexikanischen Freiwilligen von hier, nach Trieft, wo Mittwoch bereits die Einschiffung! nnd Abreise stattfindet. — Hcnlc Abend findet im Theater die Bcncfize-vorstcllnng dcs Fräulein Reit mann Slalt. Gc-geben wird die Operette „Flotte Bmschc" nebst zwei einaktigen Stücken „Ein Schwiegersohn unter Aussicht" nnd ,,D' Froschmiarl." Da Fränlcin Rcilmann zu den besten Kräften unserer Bühne gehört und sich als tüchtige Altsängerin beliebt gemacht hat, so ist ein zahlreiches Erscheinen der Theaterfreunde zu erwarten. — Dcr Instrumentcnmachcr, Herr A. Wittenz, hat dcr Philharm. Gesellschaft, mit Rücksicht ans den edlen Zweck dcS vorigen Samstag stattgehabten Con, certcs, einen Böscndorfcr Flügel nncntgclllich znr Disposition gestellt und ebenso hat dcr Drnctcrcibcsttzcr Herr R. M illitzdie Drucksorleu nncnlgcltlich geliefert, wofür diesen beiden Herren die besondere Anerkennung ausgesprochcu wcrdcu inuß. Da ferner die philhar. monische Gesellschaft die foustigcn Auslagen anf sich genommen hat, konnte dcr ganzc Conccrtcrtrag mit 2d2 st. den Nolhlcidendcn zugewendet werden. — Vorigen Samstag sind nach beendigtem Eon-certc im Saale ein Sacktuch und eine Lorgnette gc. fnndm worden und können bei dem Vereinslassicr Herrn Canloni uon den Vcrlnstträgern abgeholt werden, — Anf dcr Karst-Slrcckc dcr Südbahn herrschte an, 23. d. M. insbesondere zwischen Scssana und AdelSbcrg cine hesligc Bora nnd dort wie auf der weiteren Strecke bis Lailiach starker Schnccfall, wo» durch zwischen Scsfana nnd St. Petcr baS rechlssci» tigc, dann zwischen AdclSbcrg nnd Loitsch daS linksseitige Hcleisc ganz gesperrt winde. Die Züge tonn-lcn nur mit vorgespannten Schneepfiügen verkehren und erlitten dessenungeachtet große Verspätungen. -^ DaS Zcntrnl'Comil/i für die projlktirtc Eisen. bahn-Linic vom adriatischeu Meer dnrch Kärntcn und Obcrstcicr nach Obcröstcrreich n»d Böhmen in Wien beschloß, ;» erwirken, daß drr beabsichtigten Eisen-bahn.Unternehmung, welche mit der projellirlcn Franz Joseph Bahn n»d der Kaiserin Elisabeth-Bahn in in. nisistcr Vcil'i»d»na stcl>e„ wiid, den Naiüeli-de^ Krön« plilizcn zu fichrc,,, gcsldllrt werde, u„d erslichtc das P^sidin.ll, schritte ei.^nlcilcn, daß der Äcile!„ii„,a „5tloi!p,,l>; N>!dolpl,s..Bal)>i", wcnn schon acflrlllvärt's, dieselbe mcht bewilligt werden könnte, bic Pliorüät gesichert bleibe. DaS Zcntral.(5omit6 hat ferner alle Vorbereitungen getroffen, um die verläßlichsten stati-stischcn Daten über den anf der ganzen Linie dcr> beantragten Eisenbahn anznhoffcnden Verkehr zn gc« winncn nnd den engeren Ansschnß ermächtigt, eine anf daS projcltirtc Untcvnchmcn Bczng nehmende Denkschrift nnd Indnstrickartc zn besorgen. — Dic Generalversammlung dcr Südbahn ist den 22. April nach Paris ausgeschrieben. Auf dem Programm steht „eventuell" Beschlußfassung übcr cinc Vcrmehrnng dcs Gcsellschaflsfonds, Genehmigung dcr bchnfs Trcnnnng der beiden Netze zn ergreifenden Maßregeln. (Theater.) Dic Vcncsizcvorstcllnng dcS Herrn Bcrndl vorigen Freitag war recht gut besucht und das Publikum in bester Stimmung, so daß es nicht nnr die sehr mittelmäßig gegebene und dennoch er. götzliche Posse „Vom Inristentag" beifällig anf" und den langweiligen Schwank ,,73 ssrcnber deS Nerrn Stntzclberger" fchweigend hinnahm, ^ der theil^.se mm er gotten Anfsührung der Operette „Flotte Bursche" lebhaft Beifall spendete, der jedoch nur dcr trcffllchen Lclstung des H.,^ Blumlachncr nnd dem Spiel dcS Bcnesiziantcn gegolten hat, da die meisten der beschäftigten Sängerinnen heiser waren nnd die Chörc weniger exakt gingen, als daS crstc Mal. Warum die Direltion diese Posse stets an Tagen, dic auf gerade Zahlen fallen, gibt, da ihr doch dlc Logcnvcrhältmsse bekannt sind, begreifen wir nicht; es ist daS gewiß ein Mangcl an Geschäfts-rontme. Concert. DaS von dcr Philharm. Gesellschaft Samstag Abend im Rcdoutcn > Saale zum Besten der Noth. leidenden in Inncrkrain veranstaltete Concert war sehr zahlreich bcsncht. Eröffnet wurde es mit einem von Ludwig Iß leib gcdichletcn, von Herrn Ludwig Vlach gcsprochcucn Prologe. Dcr Männerchor dcr Philharmomschcn Gesellschaft sang vier Chöle recht präcise und ausdrucksvoll, nämlich „Gebet vor dcr Schlacht" von Storch, „Abendständchcn" von Nedvcd, „Nachtgcsang im Walde" von Schubert nnd „das Kirchlcin" von Becker; besonders hervorheben müssen wir den herrlichen Ehor von Schubert, dessen entzückende Schönheiten durch den vcrstülldnißuollcn, fcin nüancirlcn Vortrag fo recht offenbar wnrdcn. Wir haben fchon oft dcr Fortschritte gedacht, welche dcr Münnerchor unter dcr tüchtige!« Leitung dcs Ehormci-stcrs Ncdvcd in seincr Ausbildung gemacht hat; dcr in jeder Beziehung lobenswcrlhe Vortrug dcr vier Chörc, namentlich der beiden von Storch nnd Tchu« bert, zeigte cS auf's Neue. Frau Emuia Schöppl spielte eine moderne Piece für Pianoforte „Phantasie" von Bariutin und bewährte dabei wieder jene Fcr-tiglcit und Eleganz, dic wir schon östcr als lresf« lichc Eigenschaften ihres Spiels hervorhoben. Die Herren Zappe, Calvo, Ncoucd und Zöhrcr trugen die ersten beiden Sätze aus dem ^-6m'-Qnar< telte von Beethoven vor, von welchen das Allegro einige Schwankungen verrieth, das Adagio hingegen korrekt lind mit schönem Ausdrucke gespielt wurde. Das Gelungenste aber, was dcr Abend brachte, war Recitativ und Arie (daS Gcbct) anS dcm Freischütz, vorgetragen von Fräulein Clementine Eber hart. Wir haben schon öfter Gelegenheit gehabt, nnS an ihrem fcclcnvollcn Gcfangc zu ersrcncn, allein fo rci« zend meinen wir noch nichts von ihr gehört zu haben, als dieses Gebet. Innigkeit dcS Gefühls und tiefes Vcrständiß sprach anS jedem Tone nnd dieß ist ja vor Allem, was wir von einem gntcn Vortrage verlangen. Der enthusiastische Beifall, welchen das Auditorium spendete, war nur ein gerechter Lohn für den schönen Genuß. Frl. Pauline Kübler sprach vor der letzten Programmnummcr ciu Gcdicht vo>» Saphir „Eisenbahn und Francnhcrz" recht gut nnd wnrdc lebhaft applaudirt; sie fowohl als Herr Blach habcn sich durch ihre gütige Mitwirkung dcn Dant der Gesellschaft verdient. DaS Concert war vom Standpunkte der Kunst auS ein rcchl gelungenes zu nennen; anch dcr damit verbundene wohlthätige Zweck ist erreicht, indem ein rccht hübfchcs Erträguiß crzielt wurde. Original - Telegramm. V3 ien, 27". März. Staatsministcr von Tchmerlinss erklärte vorgestern in einer ab» gehaltenen Konversation: „Die Negierung habe den zur Durclifiih rung der Verfassung einzuhalteuden H^eg in der Adrepdebattc gekennzeichnet. 2^>aS den ß. 13 bt trifft, iibe sie strengste (tzewis» senspfticht. Vlit noch »nchr rednzirtem Budget ^ vcrnlosse sie nicht dnS Geschäft writer zu führen." Heute findet eine außerordentliche Vnn deStagSsitzung Statt. Markt- nnd Geschäftsbericht. ., , «aibach, 24. März. Auf dem hcutiacn Markte stnd erschienen: 47 Wagen mit Holz (W ° ch e nm ° rlt - Preis e.) Weizcn pr. Mchcn N-7^-^ (Magazins-PreiS fi. 3.70)- Korn V (Mgz. Pr. fi. ,.52); Gcrste sl.'-..__ (^g P ss 2^ Hafer si< --- (Mgz. Pr. sl. 1.87); Halb uM N ^' (Mgz. Pr. si. 2.70); Heiden fl. -.^Mgz. P^ ^' 2^ (Mgz. Pr. fi 2.98); Erdäpfel fi. -.^ ^gz. ^. Erbscn fi. 4^ (Mg, P, fi. ^.^);^is^ f,'^' (Mgz. Pr fi. -.-); Nindsschmalz pr. Pfnnd lr. 00, Schweineschmalz fr. 44; Speck, frisch kr. :l2, detto ?""i",^- 5 ."'. ^""" ^ '"' 6'" pr. Stück ll. iz; Milch (ordinär) pr. Mas; kr. 30; Rindfleisch pr.Pfunl. lr. 19-.UI, Kalbfleisch lr. 20, Schweine fleisch lr. 23, Schöpsenfleisch lr. -; Hühndel w' Stück lr. 60, Tauben lr. 1l'>; Hcu pr. ^tr fl 1 10 Stroh kr. 75; Holz, hartes 30", pr. Klafter fl' 95>0 delto weiches fi 0.60; Wein (Mgz. Pr.) rother'p/. Eimer von 11 blS 15 fl., weißer vo^ 12 bis 10 sl (Mit Cinrechnung dcr Vcrzehrungsstcucr.) ' Theater. Hcnte Montag: Zum Vortheile dcr Sängerin Filo< mena N ei t mann: Vin Schwiegersohn unter Aufsicht. Schwan! in 1 Alt, frei nach dcm Französischen von (5. A. Gorncr. D' ^ roschmi a rl. Ländliche Szene mit Gesang, von Alex. Aanmcmu. Flotte Bursche, Komische Operette in 1 Alt, von I. B^un m>,,s.f vom Kapellmeister Franz v Tuftp,-' Verantwortlicher Ncdaltcur: Iguaz v. Kleinmayr. Druckend Verlag von'^gnaz v7Klei«mäyr'sk Hedur Vamberg in Lüidach^ 282 fremden-Än;eige vom -23. Mari. Stadt Wien. Dit Htsnn: Schillin,, und Nü^lul), K^llf» ltutc, von Wien. — Schwarz, Kalismcnin. v»» Msiücht». — ^5pich »nd Rupert, Handels!,ut,, vcn Gcttschee. Elephant. Die Hll'ren: Schlc^s»-, H.iodelsniann, und Weyranch, Handlung-Reisender, uo» Nien. — Toll'!i<, Gutöl'lsstzer, veil Trieft. - Tomschef, l. s. Reginnnts'ssavllin, von (ionegliauo. Mohren. Herr Ech.nitei, Hanöbesitzer, vrn Natschach (600-1) Nr. 620, Erckutive Feilbictuug. Von ?em k. k. Aeziikölimte Möltüng. als Gericht, wird biemit bekannt gemacht! Es sei ül'cr das Auslichtn des Herr» Fsl'L Heb für Frau Antonia Zolnar von Mottling, gegen Ianko Prarouiz von Hrasi wegen, aus dem Z^lilnn^öauftrage vom 1. Februar 1804. Nr. 605, schul, diger 100 fi. ö. W- l^. '. c. in die ele< lilliue öffeulliche Versteigerung der, dem Letzter» gel'ö'rigeu. im Grundl'uche d«r HrrrsHafl Seiscudcrg -^ul) Urd.-Nr. 643. Nklf.-Nr. 713^,,,,. uorkommeudcu uuv in d,r Steucrgemeinoe Hrasl liegenden Nea> lität sammt Au- uud Zugel?3r im gf' richtlich erhobenen Schä^lingsiverll'e von 505) fl. ö. W. gewilliget, uud zur Vcr« nähme derselben die erclutiuen Ieilbie« lungstagsaßnngen auf ren 5. Mai. 7. Juni und 7. Juli l. I,. jedesmal Vormittags um 9 Uhr. in dles,r Ocrichtölanzlei mit dem Anhange bestimm! worden. daß die feilzubietende Viealitäl nur bei der lehleu Feildieluug auch unter dem Schahungswerthe an den Meist« bietenden blnlanglgeben werde. Das Schaynngsprotololl. der Grnnd> buchöcrlrakt u»d die Li«»ital!onübediug< »isse lmiucn bei diesem Gerichte ill den gewöhnlichen AmlSstundcn lingescyen wer> den, K. k. Bezirksamt Mottling, als Cc. richt, am 4. Februar 1865. "(602-1)" Rr^ 1254. Edikt. Mit Vczug auf das dießa/richtliche Edikt ddo. 30. Jänner l. I,, Nr. 439. wird l'skannt gemacht, daß eS uon der exelutiven Veräußerung der im Grün?« buche Sltin !üul) Urb.Ici-. 5)9, Mappa< Nr. 16. Mappa . Nr. 45 und Erlrakl-Nr. 23, vorkommenden Realitäten einst-weücn sein Abkommen bal. K. k. Vezirksamt Stein, als Gericht, am 18. März 1865. "(603—1) Nr. 1699. Crekutive Feilbietung. Von dcm k. k. Veziiksamte Gottschce. als Gericht, wird hiemil bekannt gemacht: Os sei nber das Ansuchen des An> dreas Swmpfel von Vanjaloka. g,ge„ Michael Vrieki von Vriga wegen, aue dem Vergleiche voll, 30. August 1862, Z. 4931, schuloiger 30 ft. 85 kr. 0. W. c. «. c. in die erekutioe öffeuiliche Vei. Neigslung der, dem Letzteren gehörigen, im Grun^buche n<1 Kostl 'lom. II., Fol. 267 vorkommenden Hnbrealilät im ge. richllich erbobenen Scha'ßungswerthe von 392 fi. ö. W. gcw'lliget, un0 zur Vor. nähme derselben die exekutiven Fcill'ic-lungstagsayungen auf den 25. April, 27. Mai und 27. Juni l. I., jedesmal Vormittags um 9 Uhr, im Amtssibc mit dem Anhange bcstimmt worden, daß die feilzubietende Necilltal »nr bei der leyten Feilbieiung anch nn» ler dem Schäßungswerthe an dlN Meist-bictenden biittiNigkgeden werde. DaS Hchäßuugsprotokoll, der Glund-buchSeklrakt und die i.'izit<,ti0llsblding»lssc können bci dicftni Gelichtein den gewöhn« Iichm Amtsstulidcn cingcscyen werben. K, k. Vliilksamt Gottschee, als Gc^ richt, am 9. März 1865. (605-1) 'Nr7i890. Erekutive Feilbietung. Von dem k. k. 'llczirksamtc Goltichec. als Gericht, wird hicmit bekannt gemacht: Eö sei über das Ansuchen dcö Andreas Gramer von Neichenau, gegcu Thomas und Maria König von Hobenberg Hs.< Nr. 3 wegen schuldiger 100 fi. öst. W. «. ». l). in die crckntiuc öffcniliche Vcrstci' gerung der. deu Lrl)!crn gehörigen, im Gruudbuchc der Herrschaft Gollschce 'i'«"». snpl. Vand l, Fol. 150. vorkommenden Hnbrealität im gerichtlich erhobenen Schäz« zliiigswrrtlic uon 365 fi öst. W. gc williget, nil!' zlir Vornahme dcrsclbsn die exekutiven Fcilbist!lNgs'Tags'>l)un^l!, auf den 25. April, 27. Mal und 27. Iunl 1865, jedesmal Vormittags um 9 Nhr, im Amtssihc mit dem Andange be» Nimmt worden, daß die feilzubietende Realität nnr bei der Irhtcu Fnlbiclung auch unter dem SchcihnngöwcNhe an den Meistbietenden hlntlingegeben wevde. DaS Schähnngsprotokoll. der Grund, buchserlralt uuo die Lizitalionöbcdingnisse können bet diesem Gerichte in den gcwöl'U' lichen Amtsstuuden eingesehen wcrdcn. K. k. Vezirköamt Gollschce. a!ö Ge richt, am 14. März 1865. "(604^1) " Nr. 1774. Edikt. ^ Von dem k. k. Vczirksamte Goltschec. als Gericht, wird den Johann. Elis.ibcll). Lena und Maria N.mkel von Lienfclo hiermit erinnert i Es habe Elisabeth Ionke von Lien« feld wider dieselben die Klage auf Ver-, jährt, und Eiloschcnerklärung der ssor< dcrungen aus dem Uel'llgal'svi'rtra^c vom 28. August 1816 5ul» i'lil«.«. 11.März 1865, Z. 1774, hieramts eingebracht, worüber zur ordentlichen mündlichen Vcr» haudlung die Tagsahung auf deu 27. Mai 1865. früh 9 Uhr. «nit dem Anhange des §. 29 a. G- O. angeodnet Ulld den Gellaglcn wegen ihres unbckannlell Aufenthaltes Hr. Mathias Wolf von L,eufclo a!^ l^ul-lUol- na uclum auf ihre Gcfabr und Kosten bestellt wurde. Dcsscn werden dicselbeu zu dem Ende uerständigel. daß sie allenfaUö zn rccliler Zeit selbst zu erschcineu. oder sich ei-ic» anoeren Sachwalter zu bcsteUen und auher namhaft zu machen haben, widri> ^cns disse Rechtssache mit dem aufge. stellten Kurator uerhandcll wcrdc» wird. K k, Vezirksamt Gollschce, als Ge. richt, am 11. März 1865. (607—1) Nr. 412. Erekutive Feilbietuug. Von dcm k. k. Bezirksamte Ioria. als Gericht, wird hicmit bekannt gemach!: Es sei über das Ansuchen rcr KiNha^ rina Mr^k von Podplczhe. Vezirl L.'ck. gegen Iol'ann Mrak von DoUe wegen, aus dem Zahlungsaufträge von 15. No< vcmber 1863, Z. 2412, schuldiger 100 fi. öst, W. c. !<. c. in die crekulive öffcnlüche Velsteigerung der, dem Leßtern gcbörigen. im Glundbuche der ehemaligen Hcrr^ schafl Lack "ll, Urb.3tr. 8 uud H..Z 14 zu Tollc uolkonnuendcu Realität nn gerichtlich erbobenen Schäy>>ng!?wcrtl)e uon 2102 fi. öst, W. gcwilligc!, und zur Vornabme dclselbcn die erekntlvc» Feilbietllngstagsahungen auf den 4. Mai, 5. Juni und 6 Inli 1865, iedesmal Vornüttags nm 9 Uhr, in loco der Realität zu Dollc mit dem Anhange bestimmt worden, daß die feil-anbietende Rcalilät nur bei der lehten Feilbietung auch unter dem Scha'yuugs' werthe an den Meistbietenden hinlange-grben werde. Das Scl'äyungöprotokoll. der Glllnd. l'uchseklrakt und die LizitalionSbedingnisse köiüien l'l'i duseln Gerill'lc in den geivöl'U' lichen Anit^sluu^eu eiü^csel'en werd-n. K, k. VczirkS.nnl Irria, ols Gericht. ar.l 2. März 1865. (570-2) Ni'.'781.' Crckutivc Fcilbictnnss. Von dcm k, k, Vezlrlölnnlc Wippach, als Gencl't, nnrd bicunt beka»nt gcniacht: Eö !ei über das Ansuchell dcs Josef Voschizh vou Podraga Nr. 78, gegen Ioscf Premern vou Podborscht Nr. 21 wcqeu. aus dem Vergleiche ddlo. .'!0 August 1861. Z. 3i<;8, schuldiger 222 fi. öst. W. <. «. <:, in die exekillive öffem» lichc Versteigerung der, dem Ll-Ylern ^c> l'örigen, im Grunodnche Rcukoff>l ?<)>»>, !,, pl>ss. 373. «md Schiwiyl'offcn. Grund« dneliö-Nr. 7<.). Nekif,.^nl)!cu 29 uud :',() uorkommcndcu Nealilalcn im gerichtlich s'.hobrnr» Scl'äming^werlhe vo„ 4!',70fi. öst. W gewilligt, und zur Vornalüne devselbcil die l'rri Frilbictungs » Tagsaz^ zuugen auf den 1. Mai. 7. Iunl nnd 3. Juli 1865. jedesmal Vormillaqs um 9 Ubr. iu loco rer 3»e.ililä!e,l mit dcm Anhlingc bc-'stimmt worden, daß dic fciliul'ietcnl-sn Rcaütälcn nur bei der Icyten Fcilbieluns, ^nuch unter den» Säiäßungswertbe an dcu Mcislbictcildtll. und zwar nach dcu Grund» buchskörpcrn biulangegcbcn werden. Daö SchapungSprolokoll, der Oriiud-buchscltrakt und die Lizitallonsbrdlngnisft können b i diescm Gerichte i» den ge i^'öhnllchen Amlsstlindcn eingesehen werben K. k. VczirkSamt Wippach. »ils Gericht, am 22. Fcbruar 1865. (575-3) Nr. 1106. Grekutive Fcilbittung. Mit Veylg auf das ließgerichtllche E^ikt ddo. 30. December v. I,Z, 5061, wird in der OrckutionSsachc deS Herrn Anton Moschck von Planina, gegen Io< lninn 5lcrschc von Oora Nr. 35. poln. 105 fi 5l) fr. <'.. ,«. <-. kund gemacht, pal, die auf den W l. M,. angeordnet gewesene crste Ncalfrilbicluug fruchtlos geblieben sei, dabcr zur zweiten anf den 7. April d. I., Vormittags 10 Uhr, in der diesgericht-lichen Amtsk.inzlei angeordneten Real» feilbietung nnt dem vorigeil Anhange geschritten werden wird. K. k. Vezilksamt Neifnil,. alS Gericht, am 11. März l865. GMschM - Reise nach Paris. Dic Abrrisl.' von ^ien crsolgt dcu HO.Mai »^tt^, um tt Uhr Mor. ssens. Dcr Aufcuthalt iu Pariö dauert zehn Tasse. Während dcr Nückrcisc nurd Alls-cutlialt gcnoiunlcn in.- S'traßl'urg, Stuttgart, Miin« chcn uud Salzburg. Der Preis einer Teilnehmerkarte siir die qanze Reise von Wien nach Paris und zurück ist: Dast ^lciscftro^» ail,,n, wclches alle Dcwils fiir dicsc Nrisc enthält, ist vo,--ntthig iin itoiliptoir dcr Wicncr Zeitnuss (Stndt, Schnlenstrassc), und wird auf Verlangen auch uiiltclst Post ucrscndct. — Alle wcitercu Auölünstc wcrdcu brieflich und mündlich ertheilt dnrch Hcrrcu Fran; Tuvora, Ncdaktcnr in Wicn, innere Stadt, Ncubadgassc Nr. 6, (Eingang dnrch dic Wallncrstrassc.) Dic Unternehmnng, wclchc dic in dcn Iahvcn 1^6.'l nnd 1864 nach Kon« stcmtiuopel, Athcu, (^gyptcu und Syricu abgegangenen Ocscllschaftörciscu (an de-ncn nahe dci ><>«tt Pcrsoncn Thcil nahmen) gründete und organisirtc, wird anch dicömal redlich bcstrcbt sein, dnö crwovdcnc ^lcnolnnl< c zu befestigen. AH7> Programme sino in der l3xpedition dieser Zeitung zu bekommen. (513—2) " " Eine Wohnung von 3—4 Zimmer mit Zugchor wird filr Ocorgi zu lilictheu ssesucht; Anträge ilbcrmmiut daö Zntuligs-äomptoir. Hsse 5ortm^emiisl> ulli)Asllmensamell sind ili ssulrr lcimfähi^r QualillU billigst ^u halicn bci Delnhard Tlilllnckcr.Annst-und Handelsgältntr in Ersntt. Prciöverzcichulsse werden in der <5rpedition dieses Vlattes ^ri»ti.^ abgegeben, und anch Anfträge übernommen. (.^.,—10) Die Lizitation der 8.86tw,^ Buchdruckerei und Lithografie, dann des Hauses Nr. « 3 ll am Iakominiplatze findet am H. April d. I., Pormittag von 9 bis 12 Uhr, im Lokale dcr Drnckcrci Statt. Dic bcidcn GcschäftöMigc incln.iv,' aller Maschinen, Vettern, Pressen, lithografischcn Steinen ?c. werden um dcn Schätznugöwerth von öst. W. fl. 50H7.5 ani