Nr. 139 Nlarburq. Freitag den 27. Äunl 1919 S9. Äadrg. Gin nationaler Trauertag. Weimar, 28. Juni. Die Fraktion -er -euischnaiionalen Dolkspariei Hai in -er Naiiovaiversammiung -en Antrag einge-brachi» -e» 22. Juni, -as ist -en Tag -er Annahme des schän-^ liehen Frie-ensverlroges» oder -en -araufsolgen-en Sonniag als ^ uaiionalen, allgemeinen Trauerirag zu erkiüre«. Es befiehl kein Zweifel, -atz -ieser Anirog einstimmig vom Kaufe angenommen' werden wird. Vor der Unterzeichnung des Freidens- verlrages. Ein Ausruf der Neichsregierung. Berlin, 2S Juni. Die ReiLS-regieruna bat eine« Aufruf an das deutsche «olt erlaffen, worin sich als erste» Erfordernis die Erfüllung des Friedensvertrage», als zweites Arbeit nud als drittes Pflichttreue hinstellt E» gebe nur eine« Weg au» der Finsternis diese» Vertrage», nämlich die «nfrechtcrhaltung von Ruhe und Ordnung durch Einigkeit und Arbeit. » Deutsche Blätterstimmen. Berlin, 25.Zuni. Die Berliner Blätter verhalten sich gegenüber der vollendeten Tatsache im allgemeinen ziemlich ruhig. Der „Vorwärts" bemüht sich, die Erregung der Bevölkerung zu beruhigen, indem er erklärt: Man hat uns vergewaltigt. Abmachungen, d'e auf Gewalt beruhen, haben nur »»solange Gültigkeit, als die Gewalt besteht. Wir baben die Zuversicht, und, den Glauben und wissen, daß die Mebrheit der Bevölkerung dieses Gefühl mit uns teilt, daß in nicht zu langer Zeit dieser papierene versuch einer Weltregelung beiseite geschoben werde. Klaget nicht, verzweifelt nicht, lasset den Blut nicht sinken, der Tag der Auferstehung naht. Glaubet nicht, daß der gestrige Beschluß in Weimar Len letzten Akt in der Geschichte des deutschen Volkes darstellt. Die „Krenz-zeitung" schreibt: Die einzige Rettung für uns liegt in der pflege des alten preußischen Geistes, aus dem die Rettung unserer Nation geboren werden muß. Unsere Leinde haben den Haß gesät, wir werden dieses Samenkörnchen pflegen, bis das Volk stark genug sein wird, diese entehrende Lessel zu sprengen. Am Versenkung der deutschen Flotte. KB. London, 25. Zum. (Reuter.) Das Unterhaus ist heute nach den pfingstferien wieder zusammengetreten. Staatssekretär kong Kolonien) erklärte im Namen der Regierung bezüglich der Versenkung der deutschen Flotte, Vizeadmiral von Reuter habe den Eindruck gehabt, daß das Waffenstillstandsangebot am 21. ZDni um 6 Uhr vormittags abgelaufen sei und den mündlichen Befehl gegeben, die Flotte zu versenken. Es sei dem deutschen Admiral ohne Schwierigkeit möglich gewesen, Li-sen Befehl weiterzugeben, da er die Lr> laubnis gehabt habe, seine eigenen Schiffe zur Aufrechterhaltung der Disziplin -zu be< sucben. Gegenwärtig seien 10 Schlachtschiffe, 5 pänzerkreuzer und 8 leichte Kreuzer „er-senkt; ein Schlachtschiff sei flott, drei leichte Kreuzer seien auf Strand gesetzt. Außerdem seien zwei Zerstörer flott und 18 auf Strand gesetzt. Die Frage der Vergütung für die Versenkung der'Schiffe werde jetzt von den Alliierten in Paris erwogen. Es sei unmöglich gewesen, Vorkehrungen zu treffen, um die Versenkung zu verhindern. Die Schiffe seien interniert und nicht ausgeliefert gewesen. Die britische Admiralität habe deshalb nicht das Recht gehabt, Wachmannschaften an Bord zu setzen. (Beifall.) Ls sei nicht wahr, ^8 Marinesachverständige der britischen Ad-"nralieät die Znternierung empfohlen hätten. Ansicht sei seinerzeit klar und bestimmt ausgesprochen worden, aber die Leiter der alliierten Regierungen hätten sich für die Internierung entschieden. Dies sei für die tpätere Lage maßgebend gewesen und habe die Verhinderung der Versenkung der Schiffe unmöglich gemacht. Berlin, 25. Zum. Nach Rleldungen aus Versailles wird die Unterzeichnung des Friedensvertrages am Donnerstag mittags zwischen 12 und 1 Uhr stattfinden, wahr-scheinlich wird Herr von Haniel die Unter-Zeichnung vornehmen. „Petit parisien" glaubt, daß die Unter-Zeichnung des Friedens nicht vor Freitag oder Samstag werde stattfinden können. Der eigentliche Vertrag wird auf Zapanpapier gedruckt und in Leder gebunden sein. Zum erstenmal in der Geschichte wird ein als Original geltendes' Dokument nicht mit der Hand geschrieben, sondern gedruckt. * Versailles, 25. Zum. „Echo de Paris" ist der Ansicht, daß der Friedensver-trag Ende Zuni ratifiziert sein wird, „Petit Zournal" meldet, die Kammer w'erde nächsten Freitag einen Friedensausschuß von 50 Mit-gliedern einsetzen, der den Vertrag prüfen soll, wie „Echo de Paris" meldet, habe der viererrat beschlossen, die letzte deutsche Note, in der Deutschland die Bedingungen der Alliierten annimmt, nicht zu beantworten. » Paris, 25. Zuni. (Funkspruch.) Die französischen Blätter beschäftigen sich mit der Annahme der Friedensbedingungen durch Deutschland. „Ukatin" sagt: Die Unterzeich, nung des Friedensvertrages ist eine wichtige Etappe zum Weltfrieden. Wohl bleibt noch eine große Arbeit zu leisten, denn die österreichische, die ungarische, die türkische und die bulgarische Frage sind noch in einem embryonalen Zustande und ernster Probleme voll, die die Einigkeit der Alliierten auf die Probe zu stellen geeignet sind. Bepfchärster Kriegszustand über Elsaß-Lothringen. Berlin, 25. Zuni. Ueber die Schwei; wird bekannt, daß der französische Befehlshaber in Sraßburg schon am 16. Zuni den verschärften Kriegszustand über Elsaß-Lothringen proklamierte. (Warum wird leider nichts mitgeteilt.) Das neue italienische Kabinett. St. Germain, 25. Zuni. Die neue italienische Delegation bei der Friedenskonferenz hat unter der Führung Tittonis gestern die Reise nach Paris angetreten. Dem römischen Korrespondenten des „Temps" erklärte Nitti, die vornehmste Sorge seines Ministeriums werde es sein, das Bündnis mit Frankreich auszu---estalten und zu vertiefen Seine Freundschaft für Frankreich werde nicht nur in Worten, sondern vornehmlich in Taten sich offenbaren. Die Grenze festgelegt. St. Germain, 25. Zuni. Der Oberste Rat der Alliierten hat gestern neuerlich über das Schicksal jener Gegend des Drau-tales, die Klagenfupt umgibt, beraten. Er hat die Grenze des jugoslawischen und des deutschösterreichischen Territoriums im dortigen Bereich festgelegt. Die Gemeindewahlen ln Niederöfterreich. Wien, 25. Zuni. Bisher sind folgende Resultate der Gemeinderatswahlen in den wichtigeren Orten Niederösterreichs bekanirt geworden: St. Pölten: 26 Sozialdemokraten 9 Lhristlichsoziäle, 5 Deutschvölkische. 2 Na-tionalsozialisten. — Amstetten: 14 Sozial-demokraten, 8 Lhristlichsoziäle, 6 Gewerbe-parteiler, 2 Nationalsozialisten. — Stocke rau 20 Sozialdemokraten, 16 Oppositionelle (Lhristlichsoziäle und Deutschnationale). — Melk: 5 Sozialdemokraten, 5 Lhristlichsoziäle L Deutschvölkrsche. — Scheibbs: 4 Sozialdemokraten, 10 Lhristlichsoziäle und Deutschvölkische. — tangenzersdorf: 9 Lhrist-lichsoziale, 8 Sozialdemokraten, 5 Deutsch, nationale. — Stammersdrf: 12 Sozialdemokraten, 6 Bauernbündlcr und Gewerbe-parteiler, 4 Deutschnationale. — Bisamberg: 6 Sozialdemokraten, 6 Lhristlich-soziale, 2 Deutschnationale. — Laxenburg: 7 Sozialdemokraten, 7 Lhristlichsoziäle. — Langenlois:6 Sozialdemokraten, 9 Lhrist-lichsoziale, 7 Freiheitliche, 1 Gewerbepartciler-— Aspang : 5 Sozialdemokraten, 11 Lhrist, lichsoziale und Deutschnationale. — Mauer: 5 Sozialdemokraten, 9 Lhristlichsoziäle. — Krems: 16 Sozialdemokraten, 11 Christlich-soziale, 11 Deutschnationale, 3 Liberale, 1 Gagistenverband. — Es wurden also in diesen Gemeinden gewählt 134 Sozialdemokraten und 171 Nichtsozialdemokraten -von den letzteren sind ungefähr 100 Lhrist-lichsoziale und etwa 70 Deutschnationale. Nach der Annahme der Bedingungen. Die Roskc-Krife. Weimar, 25. Zuni. Die sozialdemokratische Fraktion hat Noske gebeten, von einem Rücktritt abzustehen; ebenso wurde er vom Reichspräsidenten und vom inter-fraktionellen Ausschuß auf das dringendste ersucht, seine Absicht fallen zu lassen. Weimar 25. Zuni. Reichswehrminister Noske bleibt, nachdem es gelungen ist, die Differenzen mit den Offizieren bei-zulegen, im Amte. Der Neichswehrminister hat an die Reichswehr einen Aufruf gerichtet, in dem es heißt: Zn treuer Kameradschaft habe ich in den letzt-m Monaten mit der Truppe in Not und Gefahr zusammen, gestanden. Zn der schwersten Stunde, die das deutsche Volk erlebt, appeliere ich an den kameradschaftlichen Geist jedes Führers, jedes Mannes, mir weiter zur Seite zu stehen. Die Not unseres Volkes verbietet mir, fahnenfluchtartig meinen Posten zu ver-lassen, auf dem ich dem Lande aber nur zu dienen vermag, wenn mir opferwillige Männer wie bisher hingebungsvoll zur Seite stehen. Kameraden I Deutschland und Die Versenkung der deutschen Flotte. Konteradmiral v. Reuter unterAnllage Amsterdam, 25. Zuni. Dem „Tele-graaf" zufolge melden die „Times", daß Konteradmiral v. Reuter wegen Verletzung der Bestimmungen des Waffenstillstandes über die ausgelieferten deutschen Schiffe vor ein Kriegsgericht gestellt werden wird. Der alliierte Rat von 'Paris wird den Termin für den Prozeß festsetzen. Internierung deutscher Seeoffiziere und Mannschaften. London, 25. Zuni. Etwa 800 deutsche Offiziere und Mannschaften befinden sich in das deutsche Volk können euch nicht entbehren. Helft unser Volk aus Schmach und Not erretten und einer Hellen Zukunft entgegenführen ! Die Reichswehr. Berlin, 25. Zuni. Das Reichswehr-Truppenkommando teilt mit: Die Regierung hat den Frieden bedingungslos angenommen. Die Reichswehr hat der Regierung durch ihre berufenen Vertreter rechtzeitig erklärt, daß die Annahme der Deutschland ent-ehrenden Paragraphen, 'die die Auslieferung deutscher Staatsbürger und die Anerkennung der alleinigen Schuld Deutschlands am Kriege enthalten, mit ihrer und des Vaterlandes Ehre unvereinbar sei. Zch halte an diesem Standtpunkte unbedingt fest und werde ihn dem Neichswehrminister und dem preußischen Kriegsminister gegenüber erneut aufrecht zu erhalten wissen. Zch fordere Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaft auf, mit mir ihren Dienst weiter zu tun und Ruhe und Ordnung im Deutschen Reiche restlos aufrecht zu erhalten. Der kommandierende General: Freiherr von küttwitz. Zusammenhang mit der Versenkung der deutschen Flotte auf dem Wege zu einem Znternierungsort. » SchadenersatzforderungenderAlliierten Versailles, 25. Zuni. „Zournal" meldet, der viererrat habe sich in seiner gestrigen Sitzung mit dem Zwischenfall von Scapaflow beschäftigt, dem große Bedeutung beigemessen werde. Nach dem „Echo de Paris" vertritt der viererrat einmütig die Ansicht, daß von Deutschland für die Versenkung der Schiffe Wiedergutmachung gefordert werden müsse. St. Germain, 25'. Juni. Staats-kanzicr Dr. Nenner hat dem Präsidenten der Friedenskonferenz folgende Note übersendet : Die deutschösterreichische Delegation hat die wirtschaftlichen und finanziellen FriedenS-bedinaungen, die ihr von den alliierten unq assoziierten Mächten übermittelt wurden, sofort eingehend zu studieren begonnen. Ehe die Delegation sich über die schwerwiegenden und komplizierten Bestimmungen in ihrem ganzen Umfange äußern kann, sieht sie sich veranlaßt, die Aufmerksamkeit der Friedenskonferenz auf eine Frage zu lenken, von deren Beantwortung es abhängt, ob die FrirdenSbedingungen für uns wirtschaftlich und finanziell überhaupt durchführbar sein können. Nach den Bestimmungen des Artikels 49 ist eS den Negierungen, die sich in die Ge-biete der österreichisch-ungarischen Monarchie geteilt haben, gestattet, alles Vermögen der deutschösterreichtschen Staatsbürger und Gesellschaften, das sich auf ihren Gebieten befindet, zurückzubehalten und zu liquidieren. Diese Gebiete waren mit Deutschösterreich seit Jahrhunderten bis zum November 1918 in der österreichisch.ungarischen Monarchie vereinigt. Das Vermögen der Deutschösterreicher ist naturgemäß über die ganze Monarchie verteilt; sie haben ihre Fabriken, Grundstücke, Häuser, Guthaben — ihre inländischen Vermögen — in allen Teilen des ehemaligen Staates. Stach den Friedensbedingungen würden Deutschösterreich sechs von den 52 Millionen Einwohnern der Monarchie bleiben ; wenn diesen sechs Millionen ihr in den Gebieten der neu entstandenen Staaten befindlicher Besitz entzogen wird, so bedeutet dies die Liquidierung fast ihres ganzen Privatvermögens. Dies gilt umso mehr, als Wien die Hauptstadt und der finanzielle Mittelpunkt des Reiches war. In Wien waren die Hauptanstalten der Banken und der Kreditinstute und die Zentralbüros der Jndustrieunternehmun-gcn, während sich die Betriebe selbst und andere Vermögenschaften in allen Teilen der Monarchie befinden. Nun würde alles, waS sich jenseits der nur wenige Kilometer von Wien verlaufenden Grenze befindet, der Liquidierung verfallen. Es bedarf keiner näheren Ausführung, daß ein solcher unerhörter Vorgang den vollständigen Rui« der Hauptstadt, d«S Staates, aller Kreditinstitute und der meisten Privatunternehmungen zur Folge haben müßte. Weitaus der größte Teil des Privateigentums unserer Staatsbürger würde von den Negierungen der neuen Staaten beschlagnahmt. Diese Beraubung (ckspouillo-mentf soll durch Staaten erfolgen, msi denen wir nie im Kriege waren, deren Bevölkerung und Gebiete mit uns vielmehr bis zum Ende des Krieges vereinigt waren-Ja, das waS ein Deutschösterreicher in deni. scheu Gebieten Oesterreichs, zum Beispiel in Deutschböhmen, besaß, soll liquidiert werden dürfen. Noch niemals sind Privatrechte in so flagranter Weise vergewaltigt worden: es gibt keine Negierung, die das Recht oder die Macht hätte, solche Bestimmungen anzunehmen. Wir sind überzeugt, daß dieser Artikel nur dadurch in die Friedensbcdingunqen ausgenommen wurde, daß die für das Verhält nis zwischen dem Deutschen Reich und den siegreichen Mächten geplanten Bestimmungen auf das Verhältnis zu uns und den Nationalstaaten übertragen wurden. .Unser rechtliches und wirtschaftliches Verhältnis zu den anderen auf dem Boden der Monarchie neu entstandenen Staaten ist jedoch ein ganz anderes,-als das Deutschlands gegenüber den siegreichen Mächten. Diese liquidieren das in ihren Gebieten befindliche deutsche Vermögen, also einen Teil des aus-ländischen Vermögens Deutschlands, nicht aber das im Deutschen Reich selbst vorhandene Privätvermögen. Die alliierten und assoziierten Mächte haben in ihrer Antwort vom 16. Juni 1918 an die deutsche Friedensdelegation ihreUebcr-zeugung ausgesprochen, daß Deutschland trotz der Liquidierung der ausländischen Werte ohne schwere Verwirrungen existieren könne, weil das Privatvermögen im Innern des Dcutschen Reiches bestehen bleibe. Unseren Staatsbürgern aber würde der überwiegende Teil ihres Vermögens im Innen: der ehemaligen österreichischungarischen Monarchie genommen werden; daß dies die schwersten Verwirrungen und den vollständigen Zn-ammenbruck unseres Wirtschaftslebens zur Folge haben müßte, leuchtet von selbst ein, und die wirtschaftlichen und finanziellen Sachverständigen der Großmächte werden eS bestätigen. Es ist absolut un-möglich, die wirtschaftliche Liquidierung der österreichisch-ungarischen Monarchie so durckzusühren, daß das Vermögen unserer Staatsbürger, das sich in den Gebieten der anderen neuen Staatelz befindet, von diesen als feindliches Eigentum beschlagnahmt werden kann. Nun soll allerdings der deutschösterreichische Staat seine Staatsbürger für das ihnen entzogene Vermögen entschädigen. Dies klingt wie arger, wenn auch nicht be- absichtigter Hohn. Das Vermögen der Staatsbürger, aus dem der Staat bisher seine Einnahmen schöpft, wird ihnen zum großen Teil entzogen, der Staat aber, der dadurch seine Einnahmsqucllen verliert, soll eS ihnen zurückerstatten. DicS ist eine offenbare blanke Unmöglichkeit. Der Zusammenbruch der Staatse und Volkswirtschaft müßte die unvcrmeide liche Folge sein, auch wenn unscre Zuständ-nicbt schon ohnedies zu kritisch wären; di-diulschöstclreichische Republik ist durch den Krieg aus das äußerste geschwächt, durch den Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie viel schwerer getroffen als irgend ein anderer Teil dieses Reiches. Ihre Angehörigen sehen durch die Revolution in Ungarn einen großen Teil ihres Vermögens verloren oder schwer gefährdet. Nur mit Hilfe der Großmächte können wir unserer Bevölkerung die dringendst notwendigen Nahrungsmittel und Rohstoffe verschaffen. Womit sollen mir diese bezahlen, wenn der größte Teil des Privatvcrmögcns von den Negierungen der neuen Staaten beschlagnahmt und so sowohl die Bezahlung duzch die Ausfuhr von Produkten als auch die Bezahlung aus dem Kapital unmöglich gemacht wird? Es wäre vollständig unmöglich, die wirtschaftliche und soziale Ordnung aufrechtzuerhaltcn. Schon die Veröffentlichung dieser Friedensbedingungen hat das Rechtsbewußtscin in unseren Gebieten aus daS schwerste erschüttert und die unablässigen Bemühungen der Negierung, das Wirtschaftsleben wieder in Gang zu bringen, außerordentlich erschwert. Wir müssen daher die dringende Forderung stellen, daß der Artikel 49 aus den FriedensbcdingunLen ausgeschieden und das Eigentum unserer Staatsbürger in allen Teilen Oesterreich-Ungarns respektiert wird. Auf die gleiche seltsame Anwendung der In den deutschen Friedensbcdingungrn enthaltenen Grundsätze sind auch andere un-durchfjihrönre Bestimmungen zurückzuführcn. Die Friedensbedingungen enthalten den Grundsatz, daß die vor dein Kriege und während des Krieges zwischen Angehörigen der vertragschließenden Teile fällig gewordenen Schulden in der Währung des betreffenden alliierten Staates zum VorkriegS-kurS zu bezahlen sind. Man hat dies nun aus die Schulden zwischen Deutschösierreich und den Angehörigen der anderen neuentstandenen Staaten übertragen. Zwischen den kriegführenden Staaten wird die erwähnte Bestimmung damit begründet, daß der durch den Krieg verursachte Abbruch des Verkehrs die Einforderung der Schulden unmöglich gemacht hat. Zwischen uns und den ändern Gebieten Oesterreich-Ungarns hat eS aber keinen Krieg gegeben und eS ist der Verkehr niemals unterbrochen worden. In Ar- tikel 54 ist deshalb versucht worden, einen Zeitpunkt zu konstruieren, in dem die Be-ziehungen zwischen den neue« Staaten tat-sächlich oder rechtlich unmöglich wurden. Diese Beziehungen sind aber niemals faktisch oder rechtlich unmöglich geworden, wie in der beiliegenden Denkschrift dargelegt und durch den täglich stattfindenden Verkehr be-wiesen wird. An jedem Tage wurden und werden zwischen allen Teilen drr'Monarchir Schulden zurüctbezahlt und neue begründet. Nach dem festgesetzten Umrechnungsschlüssel müßte ein Deutschösterreicher einem Tschechen, dem er 100.000 ungestempelte Kronen schuldet, 141.000 tschechische Kronen bezahlen, die zum gegenwärtigen Kurse etwa 290 000 ungestempelten Kronen entsprechen. Wenn also eine Schuld erst fällig wird oder nicht rückg-.fordert wurde, obgleich dies immer möglich war, muß der Schuldner mehr als das Doppelte dessen zahlen, was er schuldig ist. Ec weiß in vielen Fällen gar nicht, ob ein Gläubiger einem der anderen neuen Staaten angehört. Für einen großen Teil der Bevölkerung wird diese Eigenschaft erst durch den: FriedenSvcrtrag und die nachfolgende Option bestimmt. Es handelt sich bei dieser Verschiebung der Schuldverhältnisse nicht um einzelne Fälle, auch nicht um einen engen Ausschnitt aus dem Wirtschaftsleben, wie bei der Regelung der Schulden gegen die Gläubiger der Großmächte, sonderiz. um fast den ganzen Kreditverkehr innerhalb der Greinen der alten österreichisch-iinaarischen Monarchie, um ein vollständiges Boulcversemcnt der Schulden und Forderungen. Deshalb ist auch das im Artikel 31 und im Annexe dazu vorgesehene Kompensativnsveisaliren undurchführbar. Ein solches Verfahren kann auf die Beziehungen zwischen Frankreich angewendet werden, die tatsächlich siit Jahren abgebrochen sind, nicht aber auf das Verhältnis zwischen den Teilen Oesterreich-Ungarns, die dauernd im Verkehr stehen, stehen sollen und müssen. Die mit verschiedenen Stempeln versehenen Kronennoten, für die wohl keiner der beteiligten Staaten eine bankmäßige Deckung zu schaffen in der Lage war, können übrigens nicht als selbständige Währungen bezeichnet werden. Sie haben auf den maßgebenden ausländischen Börsen zum Teil nur einen künstlichen, zum Teil gar keinen Kurs. Die Umrechnung dieser Währung in die ausländischen Börsenkurse wäre demnach teils unzulässig, teils undurchführ-bar. Daß die Bestimmungen über die Schulden reziprok gefaßt sind, ändert nichts daran, daß sie ungerecht und undurchführ-bar sind und eine unbeschreibliche Verwirrung im Wirtschaftsleben aller neu gegründeten Staaten hervorrufen müßten. Es ist eben nicht möglich, die Liquidation der österreichisch-ungarischen Monarchie durch eine Formel zu erledigen, sondern es be-darf dazu schwieriger langwieriger Arbeit Stolze Herzen. Roman von Fr. Lehne. 141 (Unberechtigter Nachdruck verboten.) Es war doch möglich, daß sie noch zu rechter Zeit erwacht und geflüchtet war und 'sich jefit vielleicht an einer sicheren Stelle befand? Gewaltsam wollte er sich damit beruhigen, während er angstvoll nach ihr forschte. Aber nichts von ihr war zu entdecken ; er mußte die Hoffnung aufgeben, sie im Hanse zu finden. Bei dem Gedanken, daß sie vielleicht auf -o entsetzliche Weise umgekommen sei, über-lief es ihn eiskalt; wie im Fieberfrost chlugcn seine Zähne aufeinander, und er üchte das Freie. Seine Hände trugen Brandpuren; sein Haar war versengt — er ächzte dessen nicht. Er fühlte den körperlichen Schmerz nicht vor dem viel größeren, der eine Seele durchraste. 'Er konnte kaum noch denken; seine Nerven drohten zu versagen. Nichts mebr sehen, nichts mehr hören ! Er lief tiefer m den Park hinein. „Jsabella!" rief er. trotzdem eS ja Torheit war, jetzt noch zu hoffen! Ec umklammerte einen Baum und preßte fein Gesicht an die harte Rinde. Konnte er wieder froh werden, wenn das. ::>o? er snrchteE, geschehen sein sollte? Er s öhi:>e tief auf in seiner Qual. Da ' hörte er hinter sich mit ruhiger, tiefer Stimme ' sagen: .Warum gibt Klaus Wallbrunn sich so viel Mühe, zu retten, waS nicht des RettenS wert ist? Mag es doch ruhig brennen!" Er wandte sich um. Wie entgeistert starrte er auf die hohe Fraucngestalt: Jsabella stand vor ihm in einem weißen Schlaf-gewaud, über das sie einen Pelzmantel geworfen hatte; ihr Haar hing halbgclöst über die Schultern- Er tastete nach einem Halt; diese Ueberraschung war zu groß — ihm war, als ob ein Spuk ihn narrte. Er legte die Hand über die Augen und schluchzte auf — dann stürzte er auf sic zu, riß sie in seine Arme und drückte ihren Kopf gegen seine Brust. Seine Finger wühlten in dem goldenen Haar, betasteten ihr Gesicht, ihren HalS, ob daS auch wirklich Leben war, was er hielt. Mit unwiderstehlicher Gewalt hielt er st« frst. „Jsabella! O. Jsabella!" Sie wußte nicht, wie ihr geschah, sie fühlte sein stürmisch jagendes Herz dicht an dem ihren. Aber als sie endlich begriff, jauchzte sie auf vor Seligkeit; sie schlang die Arme um seinen Hals. „KiauS!" flüsterte sie. Da neigte er sich über sie und preßte seine Lippen fest auf ihren Mund in einem Kusse, der nicht enden wollte. Unheimlich leuchtete das brennende Haus. laut tönte daS Rufen und Schreien der Leute zu ihnen herüber. Klans drückte sein Gesicht an ihre Wange. .O Jsabella, daß du lebst, daß ich dich halte!" sagte er mit versagender Stimme; sie fühlte wie er wankte, wie er an ihr sich stützte, einen Halt suchte. „Klaus, hast du mich denn gesucht?" fragte sie mit einem Lächeln, daS wie Sonnenschein daS schöne, stolze Gesicht verklärte. Das „Du" kam ihnen so leicht von den Lippen, als hätten sie nie eine andere Anrede gekannt. „Hier, sieh!" Er deutete auf seine versengten Kleider, auf die Brandwunden an seinen Händen. Sie nahm die verletzten Finger und hauchte lieb.kosend darüber hin. .Ob ich dich gesucht habe! Du warst ja wein einziger Gedanke — ich war wie von Sinnen, als ich dich nicht fand! Dein Kammermädchen sagte, du seiest schon um neun Uhr schlafen gegangen." „Das bin ich auch und ich hatte Anita schon entlassen, nonnte aber wie gewöhnlich keinen Schlaf finden und las deshalb im Bett. Mit einem Male merkte ich einen brenzlichen Geruch von meinem Ankleide-raum her. Ich sprang aus dem Bett — sah nach — die Flammen züngelten schon an den Vorhängen entlang. Schnell klingelte ich heftig, um die Dienerschaft zu alarmieren, warf daS erste beste KteidungS- stück über, nahm meine Schmuckkassette und eilte davon. In dem Park, in dem kleinen Kiosk erholte ich mich pon dem Schrecken." „Und niemand hat dich gesehen? Mir wußte keiner zu sagen, wo du warst. An dich hatte keiner gedacht —!" „Die Verwirrung war so groß, die Leute hatten den Kopf verloren. Der Koch hat mich gesehen, ihm rief ich zu, er solle Anita, die Zofe, suchen, die in meiner Nähe schläft. Ich hatte sie nicht in ihrem Zimmer gefunden — vielleicht war sie noch bei den anderen. Nachher sah ich Dein Pferd, und da wußte ich, daß du da seiest." „Ja, und halte dich an meinem Her- Wie ein Verdurstender, der den ersehnten, labungspendenden Quell gefunden, küßte er die geliebte Frau, wild seine so lange zurückgrhaltenen Empfindungen über sie hin, dir Seligkeiten m seinen starken Armen fühlte. Alle aufgelöst hing sw an seinem Halse und erwiderte seine heißen Liebkosungen. Welche Sehnsucht hatte sie nach dieser Stunde gehabt! Tief im Innersten hast» sie gefühlt, daß sie einst kommen mußte, und das hatte sie stark gewacht, alles zu ertragen. Nun war es beglückende Seligkeit geworden, daß sie an seinem Herzen iag und daß seinen Augen in heißer L.cbe -w ihren suchten. (Fortsetzung folgt., » p->", r Ä,r wiederholen deshalb unsern Antrag, die Regelung der wirtschaftlichen Verhältnisse zwischen den Nationalstaaten einer besonderen Kommission unter dem Vorsitze der alliierten Großmächte znzuweisen und den Friedeusichluß von der Beendigung der Arbeiten dieser Kommission unabhängig zu machen. ^ Was die Schulden unserer Staatsangehörigen gegen Angehörige -der Staaten betrifft, d.ie mit der österreichisch.ungarischen Monarchie im Kriege waren, so stellen wir in der Beilage Anträge, die darauf hinauS-gehen, trotz unserer durch den Krieg und den 'Zerfall der Monarchie verursachten augenblicklichen Zahlungsunfähigkeit unsere Verbindlichkeiten den alliierten Mächten gegenüber sobald als möglich zu erfüllen. Dies hat zur Voraussetzung, daß unser Volk leben und arbeiten kann." Aus demGHG-Gtaate. Ein «eschlnß der slowenischen Pro vinzialregierung betreff» der intcr-«irrten Deutschen Laibach, 25. Juni. Die Landesregierung für Slowenien bat Folgendes beschlossen: 'Nachdem die Deutschen die Bedingungen des Waffenstillstandes nicht erfüllt haben und nachvem.fie unsere Internierten sehr schlecht behandeln, wird den Deutschen, die sich noch immer bei uns interniert befinden, ihre tage nicht erleichtert werden, wie damit bereits begonnen wurde und ebensowenig werden die Deutschen aus der Internieruungshaft entlasten werden, obzwar man dafür bereits Vorkehrungen traf. Das weitere Verfahren ist vollkommen vom Standpunkte abhängig, den die Deutschen betreffs unserer Internierten einnehmen werden. Nu» der Nationalvertretung Wert, wenn wir entschlossen waren, fest zu bleiben. So wie ich denken noch viele und viele werden nach Friedensschluß so denken.* Auch die „Baden" vernichtet. Paris, 25. Juni. (Haoas.) Der „In-transigeant* veröffentlicht eine Depesche aus London, wonach die „Baden* 18 Stunden nach der Versenkung der übrigen Schiffe in die Luft geflogen ist. Die Tiroler Frage. St. Germa > n, 25. Juni. Nach Londoner Meldungen beabsichtigt Visrmrnt Brhcc in der heutigen Sitzung des §7ver-Hauses die Aufmerksamkeit aus jene im offi-ziellen Auszug der österreichischen Friedens-bedingungen enthaltene Klausel des Vertrages zu lenken, wonach die italienische Grenze bis zur Wasserscheide der Rättschen Alpen am BrenMpaß vorgerückt werden soll, wodurch 200.000 deutschsprechende Bewohner eines Landes, das nie zu Italien gehört hat, unter dessen Herrschaft kämen. Die Wirren in Rußland. r i s, 24. Juni. (LRB.) Die polnische Tel.-Agentur meldet aus Iekaterinenbnrg Die Bolschewisten ziehen sich in Unordnung in der Richtung gegen Harjkow zurück. General Denjikin hat gegen 1000 Gefangene gemacht und gegen hundert Waggons und 30 Loko motiven erbeutet. Graz am Montag den 7. Juli um 10 Uhr vormittags; am fürstbischäflichen Privatgymnasium in Graz am Montag den 7. Juli um 7 Uhr früh A—L und Mittwoch den 9. Juli um 7 Uhr früh M—Z (siehe Volksblatt vom 8. Juni); am Staatsgymnasium in Leoben am Montag den 7. Juli um 8 Uhr vormittags; am Staatsrealgymnasium in Graz am Freitag den 4. Juli um 8 Uhr vormittags; am Privat-Real-gymnasium Scholz in Graz am Montag den Juli um 8 Uhr vormittags; an der I. Staatsrealschule in Graz am Dienstag den 8. Juli nm 9 Uhr vormittags; an der II. Staatsrealschule in Graz am Mittwoch den 9. Juli um 8 Uhr vormittags; an der kandesrealschule in Graz am Montag den 7. Juli um 9 Uhr vormittags: an der Privat-Nealschule und des Marien-Institutes in Graz am Montag den 7. Juli um 8 Uhr vormittags; an der Staatsrealschule in Bruck am Mittwoch den 9. Juli um 9 Uhr vor. mittags; an der Staatsreälschule in Fürsten-feld am Montag den 7. Juli--um 8 Uhr vormittags; an der Staatsrealschule in Rnittelfeld am Montag den 7. Juli/um 9 Uhr vormittags; am städtischen Mädchen-lyzeum in Graz am Mittwoch den 9. Juli um 8 Uhr vormittags. Für ortsfremde wird die Prüfung 5: 2 Tagen abgeschloffen sein. Federstiel und Feder sind mitzubringen. Papier wird der Einheitlichkeit wegen von den Anstalten gegen Ersatz der Rosten beigestellt werden. , - . - * -- 4. '-7-, « - / > ^ — 4 -v 4 , > . Kurze Nachrichten. Operettenkomponist Franz Lehar — tschechoslowakischer Staatsbürger. Der bekannte Operettenkomponist und Autor der „Lustigen Witwe*, Lehar, hat um dis Erteilung der tschechoslowakischen Staats-bürgerschaft angesucht. Lehar, der von Ge-burt aus ein Slowake ist, will sich nun ständig in Prag niederlasten. (Das wird natürlich die gedankenlosen wiener nicht hindern, in seine Operetten zu laufen und seine schmalzigen Melodien und Gassenhauer zu singen und zu spielen.) Perbastnngeri in Hruscha«. Mäh-risch-Gstrau, 24. Juni. In Hruschan wurden 14 Deutsche unter der Beschuldigung, Beziehungen zu Preußen unterhalten zu haben, verhaftet. Maffenverbaftunge« von Deutsche» in Troppau. Wien, 24. Juni. In der Nacht vom Freitag auf Samstag wurden von den Tschechen in Troppau wegen an-geblicksr hochverräterischer Amtriebe folgend« Persönlichkeiten verhaftet: Der Obmann der „Nordmark* Doktor Otto -wenzslides, Oberst Rrämling, Oberstleutnant Glatter-Goetz, Major Lenz und Hauptmann Schindler. Außerdem wurden 45 längerdienende Unter-offizjere des Infanterieregiments 1 und des Schützenregimentes Nr. 15 in Haft genommen. ..Das Ende vreubens." A Im „Berliner veröffentlicht wolfgang Heine ^.^d-mokratz folgende Mitteilung: „Als mei ^« Imster kann ich unmöglich RE .^'stl'nmung zu dem vertraae geben, der meiner Meinung »ach das Ende Preußens Anannebm^^ Schwierigkeiten, di- mit dem „Anannehmbar« verbunden waren, ließen sich voraussehe», und find von mir voraus-gesagt worden. Nachdem ich im Aufträge d-n -)eichsreg,erui,g de» Gberschlesiern und Röniasbecg und Danzig «klärte, w,r würden sie chcht aufgesen, ^ ->«g.-rung würde' s,, „jchj im Stiche ^ " k«>" Mensch zumn.en, Ar y-f,. -Z» stimmen. Die ganzen ""'"-w'lAvngrn bitten nur dann Svr»rn6hastss Emporschnelsen de» MartturseS. Basel, 25. Juni. Die Reichsmark ist sprunghaft von 41-50 am Samstag auf 48 bis 50 gestiegen. Plünderungen in Berlin Berlin, 25. Juni. In Berlin kam es in den letzten Tageil zu Anruhen, die sich gegen die wahnsinnige Teuerung, insbesondere auf den Gbfi-und tebensmittelmürkten richteten, wie die Miltagsblätter melden, haben die Lebens-Mittelunruhen im Norden Berlins im ganzen sechs Opfer an Menschenleben gefordert. Sieben Personen wurden durch Schüsse nz«l oder weniger schwer verletzt. Der «ikle Widerstand in -Wiener Liquidierungstämlern. w ie-nr-f 2b. Iüni. Mit dem gestrigenTag wpr der stille Wiederstand bei den liquidierenden Stellen beendet. j H «v «ntrrricht und Erzirhuffg. «usnahmSprüsnng in die 1. SlaffL der steirischen Mittelschule«. Zar AvF nahmsprüfung wird nur jener zpgelassdn, dessen Vater (Stellvertreter) «in mit A.A> Stempel versehenes Gesuch um Zulassung an die Direktion der MitteNchni» gerichtet hat und bei der Sch»S«ltu«- lckner jetzig«» Schule um die Austzrrtignrly einer Schü' beschretbnng eingeschriu«. iS. (Siehe psin nummern der TagE«t«r). Zur A nahmsprüfung erschein«« die Prüflinge -,'» nachfolgenden Zeiten: A-» i^Staatsaymnasrum in Graz am Freitag den L. Juli 'um 8 Mr. vormittags; am II. Smovigvmnasiurn in Marburger- und Tages-Nachrtchten. Trauung. Montag dnn 23. Juni fand in der Domkirche um halb 19 Uhr die Trauung des Herrn Paul Rühar, Tafetier mit Fräulein Helene Hörmann, Tochter der früheren Besitzer des Lafe „Theresien-Hof* statt. Trauzeugen waren für die Braut Herr Hermann Berg, Lederfabrikant, für den Bräutigam Herr Rarl wors che, Raufmann. Todesfall. Donnerstag den 26. d. M. verschied nach dreitägigem schwerem Leiden Fräulein Hansi Gollob im 21. Lebensjahre. Das Leichenbegängnis findet Samstag den 28. d. M. um 16 (4) Ahr vom städtischen Friedhofe in pobersch aus statt. Der schwergeprüften Familie, die vor zwei Jahren erst einen Sohn auf dem Schlachtfelds verlor, wendet sich die allgemeine Anteilnahme der deutschen Bevölkerung von Marburg zu, umsomehr als die verstorbene ein in allen deutschen Rreisen der Stadt gern gesehenes Mädel war. Die Erde sei ihr leicht! Der Schnellzug-Verkehr Wien— Triest. Infolge eingetretener, nicht mit dem Eisenbahnbetrieb zusammenhängender Hinder-niffe werden voraussichtlich der Schnellzug Nr. b von Wien näch Triest am 25. d., be-ziehüngsweise der Schnellzug Nr. 6 Triest-Wien am 26. d. vorläufig nicht in erkehr gesetzt werden. Da» Parkkonzert fand nicht, wir gestern gemeldet, Freitag, sondern Donnerstag den 26. d. M. statt. In Hinkunft wird die Militärmusik jeden Sonn- und Feiertag in der Zeit von 11 bis 12 Uhr und Donnerstags von 18 bis 19 Uhr (frühere Zeit 6 bis 7) tm Musikpavillon des Stadtparkes konzertieren. Zeitgemäße». Line Beamtensfrau kommt aufs Land und pocht bei verschiedenen Bauern an, um für die krachenden Mägen ihrer Rinder einiges an Lebensmitteln zu- sammenzuhamstern. Allüberall wird sie 4,lt-lächelnd abgewiesen So auch im ley-en Bauernhaus. Da verlegt sich die Frau aufs Bitten unter Hinweis auf den Hunger ihrer Rinder. Zögernd meint die Bäuerin, sie habe wohl Lebensmittel, aber sie sei schon mit allen Tauschmitteln, wie Rerzen, Petro-leum, Raffee, Wäsche, Rlavier, Mäeterlinks Werke usw. versorgt. Sie gebe ihr Leb-ns-mittel nur, wenn sie ihr „so etwas bring«, was die Stadtdamen sich an einem Stiel« vor die Augen halten, damit sie durch-schauen können*. Da die Beamtensfrau kein Lorgnon — ein solches hatte nämlich die Bäuerin gemeint — mit sich hätte, mußte sie unverrichteter Dinge wieder ab-ziehen. Pettaner Nachrichten. (Doppelhochzeit). Am 23. Juni um halb 19 Uhr fand in der Stadtpfarrkirche die Vermählung der beiden Töchter des Raufmannes wratschko des Fräuleins kisl mit Herrn Dr. Hermann Wolf und des Fräuleins Fini mit Herrn Südbahnoberreoidenten Meoni statt. Der gemischte Thor des Männergesangvereines, dessen Mitglieder die zwei Bräute sind, sang bei der Trauung den Brautchor aus „Lohengrin* „Glück auf!* Mohren-Aporheke, Herrengasse Magda-lenen-Apothrke, Kaiser Wilhelms-Platz, unb Schutzengel-Apotheke, Tegetthoffstraße, versehen diese Woche bis einschließlich Samstag d«. Nachtdienst. Kino. Stadtkino Heute Freitag um halb 19 und halb 21 Uhr Gunnar Tolnäs und Lilly Iae-bsen in dem nordischen Meisterwerk „Die Söhne des Volkes.*. Der problsmfilm „Söhne des Volkes* ist der erste große politische Film. Drei Mächte ringen in dem Film „Söhne des Volkes* miteinander. Tradition, Fortschritt und Bolschewismus. Fast scheint es, als gewinne die düstere Gewalt die Oberhand. Aus seinen unterirdischen Höhlen wird der Abschaum der Großstädte an den Tag gespieen, wogen brudermörde-rischen Hasses rasen über die Straßen, Barrikaden türmen sich empor und unschuldige Opfer fallen! Aber in der Stunde der Gefahr siegt der fest mit den Füßen im wirklichen und Gegebenen ruhende Fortschritt, über die Gewalt triumphiert das Recht, über den Gewaltmenschen der Ldelmensch, über den Fürsten der Nacht der ,alleinige Glücksbringer, der Friedensbote, der Rönig des Lichts. Landwirtschaft. «iedmärkte in Frieda« Ab 1. Juli werden in Friedau die seit kärgerer Zeit eingestellten Rinder- und Schweinemärkte über Anordnung der Regierung wieder abge-halten, und zwar; die drei Iahresyiehmürkts am schmerzhaften Freitag, am Montag nach Jakobi, 28. Juli und am Martinitage, 11. November. Dann an jedem ersten Montage in den Monaten Jänner, Feber, März, Mai, Iüni, Juli, September, Oktober und Dezember ; sollte an einem dieser Montage ein Feiertag fallen, so wird der Markt den nächsten Montag abgehalten, Schweinemärkte werden jeden Dienstag (Werktag) abgehalten. Elrrgefen-ek. Prof. Anton Marie v. beginnt am 3. Juli mit Erteilung des Privatunterrichtes der serbo-kroatischen, französischen und italienischen Sprache, wer diese Rurse zu besuchen wünscht, hat sich zu melden im Hotel Meran, Zimmer 9, pon 16 bis 18 Uhr In namenlosem Schmerze.geben die Unterzeichneten im eigenen wie Namen aller übrigen Verwandten, die traurige Kunde von dem unerwark Ableben ihrer engelsguten, unvergeßlichen Tochter, bezw. Schwester, Schwägi Nichte, Lousine und-Tante, des Fräuleins Hansi Gollob welche am 26. Juni 1919 um viertel 5 Uhr früh, versehen mit den Tröstungen der heiligen Religion, noch kurzem, qualloollen Leiden im jugendlichen Alter von Ll Jahren sanft «n,schlafen ist. „ . Die entseelte Küste der teuren Verstorbenen wird Samstag den 28. Juni um 16 Ilbr (4 Uhr nachmittags) in der Ausbahrungshalle des städtischen Friedhofes in Pobersch eingesegnet und zur ewigen Ruhe bestallet. ' i Marburg, am 26. Juni '1919. . ' A Marie Gollob, Gerichtsossizialswitwe. Mutter. Mihi Gollob. Schwester. Fritz, Max. Paul Gollob. Brüder. Polbi Gollob, Schwägerin, «ilüa Gollob. i Um stilles Beileid wird gebele«. Separate Parle werde« «ichlausgeg« f «KW L Mardurger Zeitung. Nr. 139 — 27. Juni 1919 Kleines Anzeiger. «MB» Verschiedenes Semischtwarcngcschäft mit Pulver, Munitions- und Kunst-düngerverfchleiß niw. ist sofort zu verpachten. Nur bei Besichtigung erteilt Auskünfte Karl Kasver in Peltau, Herrenqasse tl. 13-39 Fuhrwerke übernimmt Josef Rekrepp. Mozartstraße 59. 12471 Josef Nekrepp» Zimmermeister u. 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Für die vielen Beweise berzlicher Anteilnahme anläßlich des Ablebens meiner innigstgeliebten unvergeßlichen und herzevSgutcn Gattin, der Frau geb. sowie für die überaus zahlreiche Beteiligung am Leichenbegängnisse spreche ich auf diesem Wege meinen tiefgefühlten Dank aus. . Insbesondere danke ich herzlichst den hochw. Herren Pfarrern OiLslc und lurko, dem slowenischen GeiangSvereine Windischgraz für das Absingen des ergreifenden Trauerchores sowie für die schönen Kranz- und Blumen-spenden Windischgraz, 22. Juni 1919. Der tieftrauernde Gatte Ltelsn SIsriL, kerilkzzeklelär. Verantwortlicher Schriftleiter t. V. Alois Eigl — Druck und Verlag von Leov. Kralilö Erben.