Nr. 20. Mittwoch, 26. Jänner 1887. 106. Jahrgang. OMcher Zeitung. -—-- Vränumtlalionöprels: Mit PostVersendung: ganzjährig ff. ib. halbjährig fl. 7,»o. Im Eompteir: »»n,lahr>g fl, ll. Halbjahr,« fl. »,l»n, ssür tic Zustellung in« H.,us q.inzjährig fl. !. — Insertionsaebür: Fiir lltlnt Inserat« bi« zu « Zeilen «l tr.< größere ver Zeile « lr.; !>ci ösleren Wiederholungen pr. Zeile 3 lr. Die ,,l>aibacher Zeitung" erscheint täglich mit Nusnahmc dcr Sonn» und Feiertage, Die Administration befindet sick Bahnbosgasse l5. die Nedaction Wico^rstraße l5. — Unfranlierte Vrieft werden nicht angenommen und Manuscript« nicht zurückgestellt. Amtlicher Weil. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem geheimen Rathe und Minister a. D. Dr. Anton Van Hans als Ritter des Ordens der eiserne» Krone erster Classe in Gemäßheit der Ordensstatuten den Freiherrnstand aller-gnädigst zu verleihen geruht. Uichtamtlicher Wil. Der Landsturm, ii. Nach den im Reichsgesetzblatte pnblicierten Vcr-vldlliinqen, betreffend die Organisation des Landsturmes, fliegen dem Landsturm die Vorbereitung und Aei-stellllnq 1.) von combattanten Landsturm Formationen als Vesatzungs-Garnison nnd Etappentrnppen. sowie als "llpp.'nlljrp^r zur Grenzbewachung und Landesverteidigung; 2.) von Landsturmpflichtigen zu besonderen Dienstleistungen für Kriegszwecke, als: technische und administrative Arbeiten, Transport nnd Pflege von Blessierten und Kranken lc.; 3.) des aushilfsweisen Ersatzes zur Deckung der Abgänge beim Heere, bei der Kriegsmarine und Landwehr. Dem Ministerium für ^andesoerthcidigung steht die Oberleitung des gesamm ten Landsturmwesens zu. Die Laudwehrcommanden sind zugleich die Landsturm TerritorialC-immanden; deren Unterbehörden sind die Landsturm Bezirkscommandan-ten. Der Landsturmbezirt fällt in der Regel mit dem Lalidw.'hr-VataillonK-Vezirk zusammen. Im Kriege unterstehen die LandsturM'Aezirkscommaudauteu auch den Militär - Befehlshabern. Die Dirnstgeschäfte des LandsturM'Bezirkscommandos sind bei der Landwehr-Evidenthaltung zu besorgen. Auf die Dauer seiner Einberufung ist der Landsturm den Militär-Befehlshabern untergeordnet. In allen Augelegenheiten, welche das ^andsturmwesen, insbesondere den Dienst und die Verwaltung betreffen, sind, insoferne hier nicht besondere ^/stimmungen erflossen sind, für die Rechte und Verdichtungen und die Verautwortlichkeit der dabei beteiligten Personen die Militärgesetze uud -Vorschriften ^gebend. «. Die weiteren Bestimmungen sind im wesentliche!, 'Hende: Sämmtliche Landsturmpflichtigeu bilden 24 Nlteisclassen. von denen die älteste die Zwciund' vierzigjährigen, die jüngste die Neunzehnjährigen umfasst. Die LandsturmAltcriclassen werden in zwei Aufgebote eingetheilt. Das erste Aufgebot umfasst 19 Alters« classeu, und zwar jene der Landsturinpflichtigen im Alter von 19 bis 37 Jahren; das zweite Änfgebot nmfasöt 5i Altersclassen. nämlich die Laudsturmpflichtigcu im Alter von 38 b,s 42 Jahren. Sturmrollen. Die Evidenzführung der Landsturm« Pflichtigen bei den Gemeindeuorstehungen erfolgt mittelst Iahrgauqslisten, «Sturmrcllen», welche über die Landstnrmpflichtigen jeder Altersclasse abgesondert angelegt werden; in größere» Städten und anderen Gemeinden (mit 20000 Einwohnern uud darüber) sind die Landsturmpflichtigen, wo thunlich. in getrennten Sturmrollen nach dcr Uutertheilung in Bezirke aufzuführen. Die Iahrgangslisten aller 24 Landsturm-Alters classen sind von ^er ältesten Altersclasse - dcr ^jährigen — nach abwärts bis zur jüngsten Altersclasse -der 19jährigen — aneinanderzureihen uud bilden zusammen die «Sturmrolle des Jahres 18 . .» Die Evidenthaltung besteht in der fortgesetzten Richtigstellung aller Iahrgangslisten der Sturmrolle, und zwar: 1.) in der fallweisen Ergänznng durch Zuschreibung der Landsturmpflichtigen, welche neu zugewachsen; 2.) in der fallweisen E'.ntragnng der Veränderungen, welche mit den verzeichneten Landfturm-pflichtigen vorgekommen uud 3.) in der fallweise» Vormerkung der besonderen Umstände welche in Bezug auf die Heranziehung der Land.'nrmpflichtigcn zur activen Dienstleistung von erheblicher Bedeutung sind. Den Aezirkshauptmaunschaftcn obliegt die Unterstützung und Ueberwachnng der Gemeindevorstehungen bei der Evidenzführung der Landsturmpflichtigen. Diese Unterstützung besteht in der Information der Gemeindevor-stehungeu über die Anlegung, Eoidcuthaltung nnd den Abschluss der Sturmrollen, in dcr nothwendigen uud möglichen Alishilfe im diesbezügliche» Schreibgcschäfte und in der Mittheilung jener einschlägigen Vorkommnisse au die Gemcindevorstehnngen. welche denselben entweder gar nicht oder nur ungenügend oder erst verspätet bekannt werden können. Zur Information der Gemeindevorstehnngen über die Euidenzführnng sind zunächst die bei vorkommenden Amtshandlungen sich ergebenden Gelegenheiten zu benutzen. Erforderlichenfalls kann zu diesem Zwecke und zur Aushilfe im Schreib- gefchäfte der zugetheilte Landwehr-Vezirksfeldwebelg auf Kosten der betreffenden Gemeinden delegiert werden. Die Kosten der Delegierung des Bezirksfe'ldwebels sind nach den Bestimmungen der Gcbürenuorschrift zu be-rechnen. Die Mittheilung der auf die Evideuzführung bei den Gemeindeoorstehungen bezughabenden besonderen Vorkommnisse betrifft: n) die aus dem Verbände des Heeres, der Kriegsmarine. Landwehr oder Gendarmerie, ans dein Rnhestande oder dem Verhältnisse außer Dienst ohne Bcibehalt des bekleideten Militär-Charakters ausgetretenen oder desselben verlustig gewordenen Officiere, Militär-, Marine- oder Landwehrgeistlichen und Mi-litärbeamten. fallweise auf Grund der Mittheilung des Landsturm-Vezirkscommandus; l)) die aus dem Heere, der Kriegsmarine, Ersatzrcscrve, Landwehr oder Gendarmerie Entlassenen mit Ende Dezember — in ein» zelnen Entlassungsfällen uud bei Versehungen in den Invaliden-Pensionsfond fallweise; c) die in das Heer, die Kriegsmarine, Ersatzrcserve oder Landwehr Eingereihten — mit Ende August uud später fallweise; 6) die iu das Heer. die Kriegsmarine, Landwehr oder Gendarmerie freiwillig Eingetretenen — fallweise; 6) die mit Bewilligung Ausgewanderten — fallweise; s) die gänzlich Unbekanntgewordencu — fallweise, weun die Gemeiudevorstehung nicht schon Kenntnis hat, dass dieselben als gänzlich unbekannt anzuseheu sind; ß) die Verstorbenen — fallweise mittelst Zustellung des Auszuges aus dem Sterbercgister und ly die Bestimmung graduierter Aerzte, diplomierter Wundärzte und diplomierter Thierärzte auf Grund des tz 18 dcs Wchrgesetzes flir den Mobilisieruugsfall zur Dienstleistung im Heere, iu der Kriegsmarine oder Landwehr — fallweise. In jeder derartigen Mittheilung ist an den be« treffenden Pnnkt des § 9 hinzuweisen. Die Ueber« wachuug der Evidenzführung bei deu Gemeindevorstehnngen und zugleich die Nothwendigkeit des Vor« handeuseins von Eoidenzbehelfen zum Amtsgebrauche überhaupt und für den Fall des Vcrlnstes der Sturmrollen insbesondere erfordern die gemeindeweise namentliche Euidcnzführung der Landsturmpflichtigen auch bei den Vezirkshauptmannschaften. Diese besteht in der Euidenthaltung der bei der ersten Verzeichnung der Landsturmpflichtigen als Grundlagen für die Ein-traguugeu iu die Sturmrollen verfassten Verzeichnisse nnd in der Euidenthaltung der von den Gemeinden nach Eintragung in die Sturmrollen den Bezirksbchörden Feuilleton. Das wohlseile Jahrhundert. m, Viele Beinamen hat nnser Zeitalter erhalten, ^ll" hat es das Jahrhundert des Pessimismus, die ""a des Dampfes, das Zeitalter der Maschinen gebannt. Allein der schätzbarste und wohlklingendste Titel ^. lhm in nngerechter Weise versagt worden. So oft ^l ei„en Blick in die Anzeigespalten der Zeituugen krfen i,i,d zu unserem Stannen erfahren, dass ein ^gezeichllrter Ulster-Coal um zehn Gnlden zu haben '' und dass die neueste Erfindung jedermann in den ^tand setzt, eme unfehlbar richtig gehende Uhr tief """r fünf Gulden zn erwerben. ferner, dass Möbel, ^"grl. Wäsche. Teppiche in demselben Verhältnis im reck! "^leiert worden sind. so müssen wii unser Uu- Ht eingestchen und von dem neuuzchutei Säculnm 2 voil dem wohlfeilen Jahrhundert spreche.,, ick, ^^ Gelehrte Johnson machte sich anhei- er ? '>. !"'"^ fünf Pence wöchentlich zu leben, wobei eine os ^che Wäsche in Rechnung zog. aber auf chen ^-"c W°l)l,lll,g verzichtete. «Wer mich zu spre-Etani ?^'' sagte er, «den verweise ich anf mein brm, "'seehaus. eme Räumlichkeit, wie sich einer taun a?. ^"'" "" Varou oder Maquis rühmen gesorat ,i ^"'"l P"'" war also für alle Bedürfnisse reiche >> - ä" lcner Zeit bestand nicht jerer sinn-Nachs,. 2""s"ms. welcher die leiseste Reg.mg der Conc 's? l.6" befriedigen sucht. Es existierten leine ^efliss.nl!'^ "'' ""b es fehlte an dcr angestrengten ""t..t,?"^' °" W°" zu einem den der Mi'oewerber "lendrn Preise loszuschlagen. Wer ein tt.eidungs- stück kaufen wollte, musste für den mit mühsamer Kunst erzeugten Stoff ziemlich viel Geld anslegen. Ob die Welt zn jener Zeit befser, ob die Leute damals glücklicher gewefen, wussten wir mit Bestimmtheit nicht zu sageu. Die Natioualö'konomen. die in dieser Sache mehr Bescheid wissen, erklärten einstimmig. Geld war damals um vieles theuerer als heute, alle Dinge waren seltener nnd erforderten höhere An-schaffungstosten. Die competcnten Stimmm pflichten uns also bei. dass wir wirklich im wohlfeilen Jahrhundert leben. Das Wunderbare an der Sache ist, dass dieser ingeniöse Triumph der Billigkeit uns keine Genugthuung gewährt. Der wirtschaftliche Organismus hat die Tendenz, alle Waren wohlfeiler zu machen. Die Erzeuger sowohl der Natur- als auch der Kunstpro-ducte beklagen die niederen Preife. Wir haben jedoch an diesen keine Freude uud sogar wenig Nntzcn. Unsere Lebenshaltung ist trGdem kostspieliger'geworden. Auch verschmähen wir die oft staunenswerten Hervorbringuu-gen der Coucurrcnz und kanfen sie gar nicht oder doch iiur ungerne. Tie ungeheuere Wohlthat dcr Verwohl-feilung der Bedürfnisse rührt nns nicht im mindesten. Der menschliche Geist ist unablässig bedacht, aus früher uubekanuteu Materien Stoffe, uud in einer ehemals für unmöglich gehalteneu kurzeil Zeit Industrl>Artikel zu schaffen. Wir lohnen diese Anstrengung mit Undank. Und znm Beweise, dass wir mit der Wohlfeilheit nicht zu compromittieren gedenken, geben wir unfer Geld für theueren Luxus aus. Wir halte» so lange auf die Billigkeit der Ware. so lange die billigere Ware uicht iu unseren Gesichtskreis komm!; dann verschmähen wir sie. Johnson mit seinem Ausgabcnclat von fünf Pence bewundern wir vielleicht, aber wir halten nicht darauf. ihn nachznahmen. Die Tugend der Genügfamkeit steht bei uns wenig in Ehren; wir leben, wie es uns gefällt, auf die Gefahr hin, mit der Anzahl unserer Pence nicht das Auslangen zu finden. Wie verlockeud wäre es. von dieser großen Krankheit des Iahrhuuderts. «das Auslaugen nicht zu finden», zu reden. Diese Worte: «Ich komme nicht aus», werden unserer Zeit wie ein Schimpfwort nachtönen und sie scheinen uns dcr Schlüssel alles dessen zu sein. was die Gelehrten «die sociale Frage» ueunen. Denn alle Erfindungen der Verwohlfeilnng sind für ein nnerkcnntliches Geschlecht geschehen; sie sind zu spät gekommen. Die Zeit. in der die Königin von Frankreich gerühmt wurde, dass sie iu ihrem Kleiderschatz auch ein Paar Strümpfe besitze, jene Epoche hatte ihre Vorzüge. Jene Zeit war im Gemüthe vielleicht nicht absolut roher, aber gewiss war sie von der Roheit des Stoffes nicht abgestoßen. Wir genießen deu Ruhm, geschmackvoller und verfeinerter zu sein, wir tragen auch die Bürde, fast möchte man sagen, den Fluch des gebildeten Raffinements; wir verschmähen Illte und laufen Brocat. wir ironisieren Nickel, wir schämen uns jeden Surrogats, das gewisser« maßen einen moralisierenden Einflnss ausüben soll. Es soll uusere Bedürfnisse einfach uud pruuklus decken, die Jagd nach dem Golde mildern uud nns mit wenig Geld so viel Comfort als möglich verschaffen. Den großen Nachtheil, dass Bildung ein Uebermaß von Ansprüchen erzcngt. pflegt man gemeinhin zu übersehen. Und in unserer Zeit. wo viele Ursachen zu« sammcnwirkcn, nm nnserc Bedürfnisse zu steigern, wo ferner «Geld nicht zn haben» ein so verbreitetes Uebel ist. dass es aus dem Kreis der privaten Nöthen herans-getreten lind eine Staatsfrage geworden, in dieser Zeit Laibacher Zeitung Nr. 20 164 26. Jänner 1887. rückzustelleuden Verzeichnisse (Punkt 22) über die jüngste Landstnrm-Altersclasse, wobei für erstere Verzeichnisse die Ausfüllung der Rubriken 5, 10 bis 12 entfallen kann. Die Evidenzführnng gehört zn den Dicnstes-obliegenhriten der Landwehr-Evidenz-Abtheilung der Aezirksbehörden, welcher deshalb alle ans Zuwachs und Abgaug der Landstnrmftflichtigen nnd die mit denselben vorkommenden, in den Stnrmrollen vorzumerkenden Veränderungen beznghabenden Geschüftsstücke znr Einsicht zn geben sind. Die von den Gemeindeuorstehuugen einlangenden Stnrmrollen sind von den Vezirkshaupt-mannschaften mit den eigenen Verzeichnissen zn vergleichen, die dabei vorgefundenen Anstünde zn bcheben, beziehungsweise die Sturmrollen nnd die Verzeichnisse in Uebereinstimmung zu bringen, und dann erstere mit den etwa nöthigen Bemerkungen den Gemeindevor-stehnngen bis Ende März rückznsenden. Bei jenen VeMksbehörden, welche zngleich Gemeindebehörden sind, wird die Evidenz der Landsturmpflichtigen nur in der für die Gemeindevorstehungen vorgeschriebenen Art mittelst der Stnrmrollen geführt. Die — cvcntncll richtiggestellten — Sturmrollen-Auszüge sind dem Land-stnrm-Aezkkscommando partienweise spätestens bis Ende März einzusenden, und ist demselben auch bekanntzugeben, wie viele der im Vorjahre zurückgestellten Stellnngspflichtigen jeder Altersclasse znm Landstnrm-dienste mit der Waffe geeignet classifieiert worden sind. Ueber die Befreiung nnd Enthebung von der Landsturmpflicht enthält die Verordnung die folgenden Bestimmungen: Die Befreiung von der Landsturmpflicht wird jenen zuerkannt, die mit körperlichen oder geistigen Gebrechen behaftet sind, welche die Eignung znr Erfüllung der Landsturmpflicht unbedingt ausschließen (die damit Behafteten zu allen wie immer gearteten Dienstleistungen im Landstnrmeganz ungeeignet machen), und hat bleibende Giltigkeit. Die Befreiung von der Landsturmpflicht wird von den Stellungs-Ueberwachungs-und Superarbitrierungs - Commissionen ausgesprochen. Dieselben haben bei der Aenrtheilnng der Nichteignung der Landsturmpflichtigen zu allen Landstnrmdiensten nach den Bestimmungen der diesbezüglich ergänzten «Instruction zur ärztlichen Untersuchung der Wehrpflichtigen» vorzngehen. Bezüglich jener, welche der Stellungspflicht dermalen bereits genügegeleistet haben, kann die Befreiung als im Befunde der Stelluugs-Commission begründet angesehen werden, wenn in der betreffenden Stellungsliste der Beschlnss bezüglich der Löschnng mit bestimmter Angabe eines der Gebrechen angeführt erscheint, welche die Eignung zur Erfüllung der Landsturmpflicht unbedingt ausschließen. Betreffend Laudsturmpstichtige, welche nicht in obiger Weise befreit wurden nnd als zur Erfüllung der Landsturmpflicht unbedingt nicht geeignet sich fühlen oder notorisch erscheinen, hat eine gemeinde-amtliche commissionelle Untersuchung in ihren Aufenthaltsorten stattzufinden. Die gemeinde-amtliche Commission besteht ans dem Gemeindevorstande oder dessen Stellvertreter, zwei Mit gliedern der Gemeindevertretung nnd dem Gemeinde-Ärzte, unter Zuziehung zweier Landstnrmpflichtigen. welche sich selbst als zum Laudsturmdienste geeignet erachten nnd die eigene Befreiuug vou der Landsturmpflicht nicht anstreben und auch mit dem zn uuter-snchenden Landstnrmpflichtigen nicht nahe verwandt oder verschwägert sind. Die Untersuchung durch die ge- meinde-amtliche Commission kann vom Landsturmpflich' tigen selbst bei dem Gemeindevorstande angesucht wer-den; der Gemeindevorstand ist jedoch auch verpflichtet, die Untersuchung der Landsturmpflichtigeu zn veranlassen, wenn er die eigene Ueberzengnng hat, dass derselbe mit einem die Eignung zur Erfüllung der Landsturm-Pflicht uubedingt ausschließenden Gebrechen behaftet ist, Wenn ein Landstnrmpflichtiger es verweigern sollte, sich der Untersnchung dnrch die gemeinde amtliche Commission zu unterziehen, so ist dieser Umstand — nebst dem angeblichen Gebrechen — in der Sturmrolle an zumerken. Der Landsturmpflichtige ist von der qemeinde-amt-lichen Commission im Beisein aller Commissionsmitglieder mit Einschlnss der zugezogenen Landsturmpflichtigen — genau zu untersuchen. Wenn die Commissionsmitglirdcr mit Einheit oder Mehrheit der Stimmen den Uuter-suchteu als zur Erfüllung der Landstnrmpflicht nube-dingt nicht geeignet erklärt haben, oder wenn bei gleich-getheilter Stimmenzahl der Gemcindevorstand mit jenen gestimmt hat, welche dieselbe Erklärung abgegeben haben, so ist das Gebrechen vom Gemeindevurstande in der Sturmrolle vorzumerken. In diesem Falle ist dem nntev suchten Landsturmpflichtigen bekanntzugeben, dass er um seine Vorführung vor eine Stellnngs- oder Superarbi-triernngscommission ansuchen kann. sich aber zugleich zur Bestreitung seiner damit verbundenen Auslagen aus eigenen Mitteln verpflichten muss. Gauz Mittellose sollen jedoch diesfalls von den Gemeinden zureichend unterstützt werden. Landsturmpflichtige, welchen die Befreiung von der Landstnrmftflicht zuerkannt worden ist, werden von der hiebei zuständigen politischen Bezirksbehörde mit Landsturm-Vefreiungs-Certificate» betheilt. Mit der Befreiung von der Landsturmpflicht ist die Löschuug in den Sturmrollen verbunden. Zum Landsturmdicnste bestimmte Ofsiciere nnd Militärbeamte, welche sich für den ihnen zugedachten Dienst überhaupt ungeeignet halten, haben im Wege der Evidenzbehörde erster Instanz die diesfällige Mittheilung zu erstatten. Dieselben können entweder nach der Snpcrarbitrierungsvorschrift oder in einem vereinfachten Verfahren in ihrem Domicil oder in der Nähe desselben commissionell nntersucht werden. Die Reisekosten haben diese Osficiere oder Militärbeamtcn selbst zu tragen. Ueber das Gutachten der Commission, welche ansspricht, ob der Betreffende für die ihm zugedachte oder für eine sonstige oder zu absolut gar keiner Verwendung im Landstürme geeignet erscheine, entscheiden die MilitäoTerritorial- oder die Landwehr-Commanden. Politische Ueverlicht. (Parlamentarisches.) Die meisten Landtage haben gestern ihre Thätigkeit abgeschlossen. Der böhmische Landtag hält noch heute eine Sitzung, in welcher der Mandatsverlust der ausgetretenen deutschen Abgeordneten ausgesprochen werden wird. Am Freitag tritt nach dreimonatlicher Unterbrechung das Abgeordnetenhaus wieder zusammen; tagsvorher werden sich die beiden Clubs der Linken sowie der Czechenclub zur Besprechung der Tagesordnung der nächsten Hanssitzung versammeln. (Zur Aufhebung des Triester Freihafens.) Die von der Triester Handelskammer und der Commune mitgetheilten Bedingungen, unter denen di ^ Corporationen den Bau nnd Betrieb der neuen, aus Anlass der Aufhebung des Freihafens in Trieft zu errichtenden Lagerhäuser zu übernehmen bereit wären, bilden gegenwärtig den Gegenstand der Berathungen im Handelsministerium. Es haben bereits mehrere Conferenzen der Vertreter der einschlägigen Departements dieses Ministeriums unter dem Vorsitze des Sectionschefs Ritter von Haardt stattgefunden; doch dürften die Berathungen noch einige Sitzungen in Anspruch nehmen. Es handelt sich nicht allein um die Prüfung der Bedingungen, welche von den beiden Triester Corporatiouen uorgelegt worden sind, sondern um Formulierung jener Bedingungen, unter denen die Regierung den Ban und Betrieb der neuen Lagerhäuser den beiden erwähnten Körperschaften zu übertragen bereit sein wird. (Ueber die ungarisch-kroatischen Ansgleichsverh andlnngen) meldet ein Con^ mnnique: Sämmtliche Mitglieder der kroatischen Ne» guicolar-Deputation weilen nnnmehr in Budapest und halten täglich Zusammenkünfte Eine besondere formelle Sitzung, in welcher meritorische Fragen verhandelt würdeu, wird die kroatische Regnicolar-Depntation nicht mehr halten, sondern es werden nach Beendigung der Generaldebatte über das Budget am Mittwoch oder Donnerstag gemeinsame Verathungen mit der ungarischen Regiiicolar-Deputation stattfinden, in welchen die Herstellung eines definitiven Uebereinkommens angestrebt werden soll. (Zur Situation.) In Wiener uuterrichteten Kreisen wird vor allzu optimistischen Auffassnuqen des Staubes der bulgarischen Frage gewarnt. Bis zum Augenblicke liegt weder von russischer noch von bulgarischer Seite ein autoritatives Zeugnis dafür vor, dass das russische Cabinet von der Candidatnr des Fürsten Nikolaus von Mingrelieu abzugehen nnd dass die bulgarische Regentschaft zu demissionieren gedenkt. (Deutschland.) Der am 21, Febrnar neu zu wählende deutsche Reichstag M schon am 8, März zusammentreten, so dass sowohl die Erledigung der Heeresvorlage wie die Feststellung des Reichshaus-Haltes bis znm 1. April, dem Beginne des neuen Finanzjahres, zu ermöglichen wäre. (Frankreich.) Die Mittheilung, dass General Bonlanger den Bau von Holzbaracken an der französisch deutscheu Grenze befohlen hat, bestätigt sich im vollsten Umfange. Jede der Baracken ist für die Aufnahme von 125 Mann berechnet, dieselben werden aus Holz, Kork, mit Pech bestrichener Leinwand, Leder und Filz aufgeführt. Die zngleich beabsichtigte Vermehrung der Trnppen an der Ostgrenze ist bedeutend. (Die bulgarischen Delegierten) sind von Rom über Brindisi nach Constantinopel abgereist, wo gegenwärtig der diplomatische Agent Bulgariens, HerrVnltovic, und der bekannte Oppositionsführer Herr Cankov mit dem Minister des Aeußeru, Said Pascha, in Unterhandlungen begriffen sind. Die drei Delegierten verkehrten auch in Rom mit dem dortigen türkischen Botschafter PhotiadcsPafcha, von welchem sie die beste" Zusicheruugen erhalten haben solleu. ist Erhöhung der Ansprüche ein nicht nnempfindlicher Nachtheil. Niemand möchte der Unbildung das Wort reden. Aber es mag der eine oder der andere sich prüfen. Wir könnten prächtig auslaugen, wenn Bildung und Verfeinerung nicht als unaufhörlicher Stachel unserer Bedürfnisse wirken würden. Je nach der Rolle, die Unverhältnismäßigkeit der Ansprüche zu unseren Mitteln spielt, kann an der höheren Cultur der Wurm eines großen Unglückes nagen, sie kann das Verhängnis unseres Lebens werden. Dieser edle aber gefährliche Cultus des Schönen geht sehr weit. Es gibt Leute, deren Nerveu es wider« steht, mit einem etwas alltäglichen uud gewöhnlichen Einrichwugsgegenstande vorlieb zu nehmen. Sie müssen das Zimmer mit Teppichen belegt haben; aber sie wollen lieber gar keinen, nnr einen echten Smyrna haben. Ich kenne einen Mann, dem seine Bildung und Cnltur mehr als alles andere übel bekommen hat. Er ist arm; er hat eine Fran, die er herzlich liebt. Zuweilen kauft er, wenn das Herz ihm keine Ruhe lässt, irgend ein kleines Angebinde, eine Börse, ein Hütchen, ein Necessaire. Das Necessaire kostet nicht weniger als fünfzig Gulden. Bekommt man nicht anch ganz hübsche um zwei Gulden? «Ich kann diese elende, armselige Fabritbware nicht kaufen», sagt er und. nachdem er sehr oft in Geldverlegenheiten ist, die ihn sentimental machen, laufen ihm die Thränen über die Wangen. Der größte Luxus für nns ist jedoch das Raffinement des Empfindungslebens. Wir lesen viele, sehr viele Bücher, wir sind täglich dem Eindruck ansgesetzt, uns für die Herzenswelt eines Mannes zn erwärmen, dem die Oelirbte untreu wird, der eine Enttäuschung erlebt oder der einen Echec erleidet. Cr ist verstimmt, er macht sich auf uud reist uach Italien. Ach, die Calamitäten, die wir im Roman miterlebt haben, bleiben auch in der Wirklichkeit nicht aus! Oft haben wir keine Geliebte, oft, wenn wir eine haben, schlägt sie uns ein Schnippchen, Unfälle, Aufregungen, Aergernis suchen uns heim und es regnet förmlich Enttäuschungen auf uus herab. Gewohnt, die Consequenzen einer solchen zerrütteten Stimmung wie jener Romanheld zu ziehen, seufzen wir: Ach, wer diesem Dnnstkreise doch entrinnen könnte! Allein es geht nicht. Was für Streiche die Hochcultur des gebildeten Empfindens uns spielt, ist gar nicht zn sagen. Die prompte Fähigkeit, nns in das Gemüthsleben eines anderen hineinzudeuten, bringt uns nm nlle Vortheile des gesunden Egoismus. Wenn ein Gebildeter mit der bei ihm entwickelten Geläufigkeit sich ausmalt, wie ihn der Kellner wegen des geringfügigen Trinkgeldes verwünschen und lästern wird, so gibt er ihm gleich das Doppelte. Und dabei hat man nicht einmal das Vergnügen. sich eines guten Herzens rühmen zu können, das an den generösesten Trinkgeldern bekanntlich den geringsten Antheil hat. Znm Glück lebt dicht an nnserer Seite eine andere, eine ungebildetere, bedürfnislose, kräftigere Generation. Dank ihrer Bescheidenheit besiegt sie uus. und unsere Kinder laufeu Gefahr, die Diener nnserer Diener zu werden. Wenn ein sentimentaler Mensch beim Anblick eines Taglöhners. der ein Stück ranzigen Speck mit Zwiebel als Abendbrot genießt, ausruft: Ach, wie glücklich ist dieser Mensch! so meint er. etwas Geistreiches gesagt zu haben, das aber durchaus uicht wahr ist. Glücklich können doch wohl nicht die Leute sein, die die Gerüste empor Ziegel tragen und von denen mehr als ein Dutzend in einem engen Gelasse über- nachtet. Der Aermste. wie wenig ist er sich der Trag' Mite und inneren Wahrheit seiner Worte bewusst' Er sagt, der Taglöhuer ist glücklich; er muss hinzufügen, der Taglöhner ist reich. Wer glaubt, dass d>e reichen Leute in Palästen wohnen, ilt in einer groß^ Täuschung befangen. In diefen prachtvollen Ränntt" wicderhallt es oft von bitteren Vorwürfen über V^ schwcudung und vou stillen Angstsenfzern, woher Oel" nehmen, nm seinen Standespflichten nachznkomme^ Auch ist der vornehme Mann mit einem EinkomM^ vou 10 000 Gulden nicht reich zu uenueu. weun l"l kostspielige Badereise ihn zu einer anch nur gering^ Uederschreitung des großen Budgets zwingt. Hinges ist der Taglöhner, der mit seinen 80 Kreuzern ^ Anslangeu findet oder sogar etwas zu erübrigen vel' m^ bescheidenes Einkommen, von dem man nicht ersp^ und erübrigen kaun. In diesen armen, entbehrunsi^ vollen und sparenden Kreisen vollzieht sich ein groß^ Process der Capitalbilduug, und die aufsteigende Classy bewegung nimmt von hier ihren Ansgang. Der i"'^ Advocawrscandidat, dem es unmöglich scheint, mit sei"^ Einkommen .standesgemäß» zu leben, vermisst ei^ Tages den Kellner, der seinen Stammtisch bedient ^ Er ist fort, er ist Unternehmer geworden und h"!/., ^ Local eröffnet. Die geringschätzend hingeworfenen 2^' z gelder des vornehmen Gentleman haben geholfen, ^ Stammcapital zu bilden. «Es ist kciu BierjuNg^ klein, es steckt ein Capitalist darein», so könnte ^ ein bekanntes Wort travestieren. ^„t- Wie viel Zurückhaltung, wie viel Opfermuth, ^> haltsamkeit uud Selbstüberwindung hat diese ll ^ Sum"'^ gekostet! An jedem Arbeiter.Kreuzer '' . Laibacher Zeitung Nr. 20 165 2tz. Jänner 1887. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Trop-pauer Zeitung, meldet, zur Bestreitung der Schulbau-losten den Gemeinden Kuhlsdorf und Nawsi je 200 fl. zu spenden geruht. ^- (Eisenbahn-Nachrichten.) Die General-dlrection derSüdbahn pstegt gegenwärtig Studien über me Möglichkeit einer umfassenden Reform und Vereinfachung der Administration, sowie über die Einführung von Ersparungen auf allen Gebieten des Betriebes und der Verwaltung. Die Südbahn dürfte sich auch nach dem Vorgange der Staatsbahnen zu einer Einschränkung des Fahrplanes entschließen uud einzelne kostspielige Personenzüge auflassen. ^ (Dr. Emil Holub.) Die in King Williams-Town im Caplande erscheinende Zeitung «Kaffrariau-Watchman» bringt in der Nummer vom 20. Dezember v- I. Nachrichten aus dem Innern Süd-Afrikas, und zwar aus dem bis zum Zambesi reichenden Gebiete des Nasfernstammcs der Matabele. Diese Zeitung meldet uuter anderm, dass nördlich vom Zambesi eiu junger europäischer Handelsreisender ermordet wordeu ist und dass sich dort überhaupt die Ermordungen von Europäern mehreu. Die Korrespondenz schließt mit deu Worte»: «Vou Dr. Holub uud seiner Gesellschaft hat man nichts gehört. Ich bin aber vollkommen darauf gefasst, dass, wen» wir etwas vou ihuen hören, es nur die Meldung der Ermordung der ganzen Gesellschaft sein wird.» — Hoffen ^l, dass diese schlimmen Vermuthungen über das Schick >^l unseres Landsmannes uud seiner jungen Frau sich "'Hl erfüllen. "- (Gefährliche Handschuhe.) Die Gattiu klnes Grazer Privatbeamten, die das Kränzchen des 'Deutschen akademischen Gesangvereines» am 18. d. M. besuchte, hatte zu diesem Zwecke ein Paar der modernen langen Ballhandschuhe augezogen, welche ihr Gemahl von einer Reise nach Wien mitgebracht hatte. Nach Haufe rückgetehrt, verspürte die Dame sofort ein Zucken und Brennen an den Häudeu, das immer heftiger wurde; es stellte sich auch bald darauf eine sehr starke Ge> schwulst eiu, die sich bis an den Oberarm fortpflanzte und fürchterlich schmerzte; ärztliche Hilfe musste herbeigeholt werden. Der Arzt gab als Ursache der Auschwcl-lung Vergiftung an, welche durch das Abfärben der rosa-lothen Handschuhe hervorgerufen worden war. Die Dame 'st, dank der rasch angewendeten ärztlichen Mittel, bereits vollständig genesen. — (Astronomische Entdeckung.) In der Akademie der Wissenschaften zu Paris wurde eine Mittheilung des Züricher Astronomen Rudolf Wolf über den Zusammenhang der Sonnenflecke mit den täglichen Schwantungen der Magnetnadel verlesen. Wolf hat diesen Zusammenhang seit 25 Jahren studiert uud die Formel desselben festgestellt, so dass, da man die Zahl der Flecke kennt, die Abweichung der Nadel für jeden Tag vorausgesagt werden kann. Es ist einleuchtend, welche auher-^dentliche Wichtigkeit Wolfs Entdeckung namentlich für "e Schiffahrt hat. . — (Liebestragödie auf dem Wörther-!^e.) Im Wörtherfec sind Sonntag Nachforschungen nach ^verschwundenen Paare Haller ^ Ma sche t angestellt .^Blutstropfen der Entsagung, eines heroischen Ver-si^ks, dessen hie epicuräischen Gebildeten niemals fähig M- Diese Leute brauchen nichts. Nie tritt die Standes-«^cht au sie heran und verlangt von ihnen seidene Anschuhe, Bouquets, Porzellan und Silber, wenu ?^ngut und Nickel dieselben Dienste thun. Und dabei /?^'n sie dennoch auf honette und anständige Er-^emuug. Sie vernachlässigen sich nicht, sie sind nett, ^"n auch in wohlfeile Stoffe gekleidet; oft möchte ^an sagen, diese Classe allein profitiert von dem a.ro-^n, Triumph der Zeit, sie lebt wirklich im wohlfeilen Jahrhundert. H 9,l)re Kinder sind schlecht gewöhnt. Welch immensen «^ltheil gewährt es, mit wenigem vorlieb zu nehmen, "tan hat oft das Glück gepriefen, ein Aristokrat zu ^"'. von überall geschoben und gehoben zu werden, "lleln auch ein Plebejer mit starken Knocheu genießt 'Nm nicht zu verachtenden Vortheil im Kampfe ums N^!l!' ^ ^^" ^ Erscheinungen aus den tiefsten ^Hlchteu des Lebens auftauchen, die sich zu einer hohen ulse emporgerungen haben. Sie sind aus einer Um-? Mg hervorgegangen, ohne Bedürfnisse, ohne uer-le, yl" Geschmack; es ist eine rauhe Generation, die l,a!I "bangen nach dem Reiz von glänzcudeu Unter-b??^" hat. die keiuer Erfrischung und Zerstrenunq °ay uud rothe Backen hat, ohne mit Beefsteak uud Mutigem Roastbeef genährt zn werden, oft l ^'^ ""fache und entsagungsvolle Generation hat üben. - ^ ^^' ^ verzärtelte' uud anspruchsvolle zu blos' - "' Genügsamkeit und Einfachheit ist also nicht ums <^?.TM"d, sie ist ein Vortheil im Kampfe huud.^ ,'"' ""b ü« unserer Zeit, im wohlfeilen Jahr. Krästp.. ^ es an uns, diesen Vortheil aus allen "'ten zu benutzen. Paul ^ber. worden. Zu diesem Behufe begab sich eiue Abtheilung des kärntischen Infanterieregiments an den See. An den Nachforschungen betheiligte sich auch der Villenbcsitzer, Herr Capitän Scherrl. Herr Julius Rosen hat über Ersuchen sein Dampfboot «Möve» zur Verfügung gestellt. Die Nachforschungen waren erfolglos. — (Ein Wahnsinniger in der Kirche.) Aus Mailand wird der «Wiener allgemeinen Zeitung» geschrieben: Während des Gottesdienstes stürmte Sonntag plötzlich ein Wahnsinniger, mit einem Gewehr bewaffnet, in die Kirche von San Bernardino und schoss auf die Andächtigen. Der Detonation folgte eine furchtbare Panik, alles stob auseinander, Franen sielen in Ohnmacht, Kinder wurden zu Boden gerissen. Der Wahnsiuuige pflanzte sich vor der Kirchcnthür auf und drohte, jeden niederzuschießen, der sich ihm nahe. Die Schreckensrufe der Menge wurden glücklicherweife auf der Straße gehört, und zwei beherzte Männer, die in die Kirche eilten, fassten deu Wahnsinnigen von rückwärts und entwaffneten ihn, nachdem er verzweifelten Widerstand geleistet. Der Unglückliche wurde dem Irreuhause übergeben. — (Eine interessante Streitfrage) wirft in der letzten Nummer der «kovuo des äoux mouäo8» Dr. Guardia mit der Behauptung auf: «Petrarca war bucklig uud epileptifch!» Von uuseren Geschichts- und Literaturforscheru dürfte vielleicht diese überraschende Mittheilnng widerlegt oder bestätigt werden können; im letzteren Falle wäre allerdings die Tugend und Stand-haftigkeit der schönen Laura einigermaßen erklärlich uud natürlich. Man darf jedenfalls auf die Entscheidung dieser Frage gespannt sein, deren Beantwortungen das genannte Blatt in seinen nächsten Nummern zu veröffcutlichen verspricht. — (Grässliche Beleidigung,) «Aber, was ist denn ihrem Töchterchen? Das Kind schwimmt ja förmlich in Thränen!» — «Deuten Sie nur, dieses Ungeheuer vou eiuem Doctor! Bei dem süßen, kleinen Mündchen meiner Elsbeth sagt dieser Mensch, sie hätte einen Rache n-Katarrh!» Local- und Plovinzial-Nachrichten. Krainischer Landtag. Sitzung vom 22. Jänner. (Fortsetzung.) Abg. Dev berichtet namens des Verwaltungsausschusses über die Regieruugsvorlage zweier Gesetzentwürfe: 1.) betreffend die Theilung gemeinschaftlicher Gruudstücke und die Regulierung der hierauf bezüglichen gemeinschaftlichen Benützungs- und Verwaltungsrechtc; 2.) betreffend die Zusammeusetzung der Landescommission für die Angelegenheiten der Bereinigung des Waldlandes von fremden Enclaven uud Arroudieruug der Waldgreuzeu. Iu der Generaldebatte ergreift zuuächst das Wort Abg. Faber uud sucht nachzuweisen, wie es oft geschehen, dass nicht berechtigte Parteien nicht uur die ihnen nicht eigenthümlichen Grundstücke beuutzleu, sondern sich schließlich dieselben sogar aneigneten. Der Eigenthümer konnte es nicht verwehren, da er kein oder wenigstens kcin genügendes Aufsichtspcrsonale hatte. Durch das vorliegende Gesetz werde diesem Uebelstande eiu Eude gemacht, daher er die Aunahme dessclbeu wärmsteus empfehle. Abg. Defchmann meint, die jetzigen slovcnischen Ucbersetzungen seien ganz eigenthümlich; es werden Wörter herbeigeschleppt, die im Volke nicht gebräuchlich sind. Das Wort «lialuvmlckj existiere nicht, er habe es wenigstens noch nie gehört. In den Uebersetzungen sollen volksthümliche Ausdrücke gebraucht werden. Abg. Patiz erwidert, das Wort noo-l.ivin^ki sei volksthümlich und namentlich im Reifnitzer Thale allgemein gebräuchlich. sooluvllM heiße das Grundstück mit mehreren Mitbesitzern uud «poloviiia das jedem Mitbesitzer auf dieses gemeinschaftliche Grundstück zustehende Recht. — Sodann wird der Gesetzentwurf mit zwei Zusätzen des Abg. Muruik augeuommeu. Der Vcrwaltungsausschuss stellt noch nachfolgende Nefolutiou: 1.) Der hohe Landtag wolle dein Gesetzentwürfe der hohen Regierung, betreffeud die Theiluug gemeinschaftlicher Grundstücke uud die Regulierung der hierauf bezüglichen gemeiuschaftlicheu Benützuugs- uud Verwaltungsrechte, seine Zustimmung ertheilen. 2.) Der Landesausschuss wird beauftragt, die Allerhöchste Sanction dieses Gesetzentwurfes zu erwirken. 3.) Der hohe Landtag wolle die Resolution stellen: u) Die hohe Regierung wolle im Verordnuugswege das Erforderliche verfügen, dass die Verhandlungen, Erhebungen, Vergleiche, Erklärungen, Kundmachungen, Vorladnngen, Mittheilungen iu jener Landessprache geschehen, welche in der betrcffeudcn Gemeinde die übliche ist; k) dass der Localcommissär auch mündliche Beschwerden uud Recurfe der Parteien zu Protokoll nehme; «) dass die Bestimmungen über die Einvernehmuugen der Zeugen, Gedeutmänner und der Streittheile selbst mit deueu für Mähren, Kärnteu :c, cr-slosseueu übereinstimme» werden. Abg. Baron Schwegel beanständet alle drei Re-solutioueu und wendet sich besonders gegen die Bestim-muug, dass die Verhaudlnngen, Erhebungen ?c. in jener Landessprache geschehen, welche in der betreffenden Gemeinde die übliche ist. Er beantragt, es sei über diese Resolutionen zur Tagesordnung überzugehen. - - Abg. Tu kl je erwidert, dass das, was in dieser Resolution festgestellt wird, auch der 8 19, Beilage 99, des Reichsrathes bestimmt, das ist der Antrag Scharschmid, welchen ja auch der Abg. Baron Schwegel unterschrieben. Heute wende sich Se. Excellenz gegen das, was er in Wien empfohlen. - Landesprüsident Baron Winkler gibt einige Erläuterungen zu diesem Gegenstände und versichert, dass die Regierung stets bestrebt sein werde, den gesetzlichen Nestimmungen gerecht zu werden. — Abg, Kersnik beantragt ^ä 3 anstatt: «in jener Landessprache geschehen, welche in der betreffenden Gemeinde die übliche ist», den Wortlaut: «In beiden Landessprachen». — Nachdem noch die Abgeordneten Hren und Baron Schwegel gesprochen, wird zur Abstimmung geschritten. Bei der Abstimmung wird die erste Resolution mit der Abänderung des Abg. Kersnik, die zweite unverändert angenommen. Die dritte Resolution wird abgelehnt. Abg, Dr. Poklutar berichtet namens des Finanzausschusses betreffs der Correction des Saveflnsses und der Regulierung des Feistritzbaches bei Mojstraua uud beantragt folgenden Gesetzentwurf zur Auuahme: 5 1. Die Correction des Saveflusfcs und die Regulierung des Feistrihbaches bei Mojstrana wird nnter der Vorallssetzung, dass die Regierung aus dem Melioratiousfoude in» Sinne des 8 6 des Reichsgesetzes am 30. Juni 1884 5U00 fl. und ^die Interessenten 3400 fl. des auf 13 400 fl. veranschlagten Erfordernisses beitrageu, als ein aus Landesmitteln auszuführendes Unternehmen erklärt, tz 2. Die näheren Bestimmungen über die Art und Weife der Ansführung des Unternehmens, über die Bauzeit, die Bauleitung, die Flüssigmachung der Beiträge aus dem staatlichen Meliurationsfonde und aus Laudes-mittelu uud über die Einflussnahme der Regierung auf den Gang des Unternehmens sind einem besondern, zwischen dieser uud dem Landesausschusfe abznfchließendcn Ueber-cinkommeu vorbehalten. § 3. Sollten die Kosten der Corrections- und Regulierungsarbeiten deu auf 13 400 st, veranschlagten Betrag nicht erreichen, so sind die Beiträge des staatlichen Meliorationsfondes sowie des Landes und der Interessenten der eintretenden Ersparnng entsprechend gleichmäßig zu befchräuken, beziehungsweise der sich ergebende, bereits eingezahlte Uebcrschuss rückzuvcrgüten. H 4. Für die Erhaltung des gesammten Corrections- uud Regulieruugs-werles ist nach Vollcnduug des Baues eiue Wasser-genossenschaft aus den Besitzern der durch das Werk geschützten Liegenschaften und Anlagen im Verwaltungswege zu bilden und die Beitragsftflicht der Genossen nach Maßgabe des § 42 des Landesgesetzes vom 15. Mai 1872 zu regeln, ß 5. Mit dem Vollzuge dieses Gesetzes ist mein Ackerbanminister betraut. — Der Gesetzcutwurf wird angenommen. (Schluss folgt.) — (Herstellung billiger Wohnungen,) Die Herstelluug billiger Wohnungen in kleinen Muster-häuseru bildete in einer der letzten Versammlungen des technischen Vereines für Kram einen recht zeitgemäßen Vortragsgegenstand vom Ingenieur Lippert. Iusbefon-dere das Wohnhaus des Arbeiters war bisher eiu Stiefkind der Städte-Erbauer und der Fabriksarchitektcn. Hat doch eben eine nachbarliche große Gewerkschaft kurz vor Eintritt der Winterkälte die ersten 19 Wohnhäuschen für ihre Knappschaft fertiggestellt uud wird erst im Frühjahre dieses humane Werk zu Ende führen, obschon dabei nicht die Anforderungen gestellt wurdeu, die vou besser situierteu Arbeiterfamilien iu größeren Industriecentrcn vcrlaugt Würden. Für getrennte Arbeits-, Wohn-, Schlaf- uud Kochräume, wie selbe in deu Hausaulagen des Laibacher Vereines für billige Wohnuugen geboten werden follen, dafür war dem Vortragenden allerdings eine reiche Auswahl von Musterplänen nach den» Cottage-System und nach dem System von Häuser-Quarre's aus belgischen, französischen, englischen und deutscheu Industriebezirtcn zur Hand; aber der uumittelbareu Nachbildung dieser Originale stehen allerlei Schwierigkeiten entgegen, So sind uns schon aus klimatische» Rücksichten größere, also theuerere Waudstärken für die Umfafsuugsmaucru isoliert stehender Cottagehäus-cheu vorgeschrieben; ebenso find uns die billigeren Pisc-manern aus sanitären und Dauerhaftigkeits-Gründen verwehrt. Eudlich siud uns steillerne oder wenigstens uuter-wölbtc u, dcrgl. breit bemessene Stiegen zur Pflicht gemacht, wo der Ausländer trotz aller Feuerungsgefährlich-kcit sich mit schmalen Holztreppen begnügt. Nothgedruugen müssen wir also zu eiuer anderen Raumaustheilung greifen, um dann, was die Treppenanlage mehr an Raum bcausprucht, wieder durch Ersparnisse an Corridorcn uud audcrcn Vorräumeu hereiuzubringen. Wenn nun vollends das Niveau der Straßenfront ein verschiedenes ist gegen die Terrainhöhe nach der Garten- oder Hoffeite; dann empfiehlt es sich schon von vornherein, eine kurze Treppeu-verbinduug uicht zu scheue» und die Hof- oder garten-fcitigen Wohnungen in verschiedenem Niveau mit den straheuseitigen, bloß an einer gemeinschaftlichen Rückwand aneinanderzustoßcu und auf diese Weise gleichzeitig eine halbe Ziegelstärke an der Mittelmaucrdicke zu erspare»; da ja ebenso wie die Fußböden auch die Plafondlrämc um eine halbe Geschoßhöhe verschieden hoch ihre Auflage in der Mittelmauer finden. Damit ist nuu vor allem die Trennung der unter gemeinschaftlichem Dache angeordneten Laibacher Zeitung Nr. 20 166 26. Jänner 1887. Einzelwohnnnqen außerordentlich erleichtert. So z. B. besitzt die Hofpartei (falls das Hauptstraßen-Niveau das höhere ist) ihren ganz isolierten Wohuungszngang an dem nur allein von ihr benutzten a b w ä r t s führenden Treppenarm und die über ihr wohnende, ebenfalls garten-seitige Partei ebenso isoliert ihren Zugang mittelst des a u f w ä r t s führenden Treppenarmes, Kurz, das vom Vortragenden durchgebildete System billiger Etagierhäuser macht es möglich, ohne alles Gezwungene in den Außenfronten, dennoch von jedem Treppen-Ruheplatz ans ganz separierte Zimmereingänge zu gewinnen, uhne dass es weiterer Corridurc oder dergleichen und ohne dass es der lästigen fortwährenden Berührungen der einzelnen Parteien bedürfte, welche aus ökonomischen Gründen unter einem gemeinschaftlichen Dache zu wohnen veranlasst sind. — (Wochenausweis der St er be fälle.) Dem soeben publicierten 2. Wochenausweis der Sterbefälle in den größeren österreichischen Städten entnehmen wir folgende Daten: H ^ Gesammtzahl «z. "Z^T ^D der Z^ ^D Städte I 3" Verstorbenen x D «,A°Z Dw m. w. z^7 ° s^ Laibach . 27388 6 11 17 6 32,3 Wien. . . 784944 201 177 376 35 25,0 Prag. . . 183 472 77 49 126 26 35,7 Graz. . . 104 204 3« 27 63 11 31,4 Klagenfurt 19 460 6 3 93 24,0 Trieft . . 156165 58 58 116 3 38,6 Görz. .. 22420 9 8 17 1 39,4 Pola. .. 26745 6 7 13 — 25.3 Nara. . . 12 230 6 3 94 38.3 Von der Gesammtzahl der Verstorbenen sind in Laibach 64,7 Procent in Krankenanstalten gestorben. — (Zur Steuer der Wahrheit.) Der sup-plierende Lehrer an, hiesigen k. k. Obergymnasium Herr Dr. Oskar Gratzy hat sich am 17,, 18. und 19. Jänner in Innsbruck vor der Prüfungscommifsion für Mittelschulen der Lehramtsprüfung aus der philosophischen Propädeutik unterzogen und — wie wir erfahren — dieselbe mit günstigem Erfolge bestanden. Hiedurch sind wohl alle über die Abwesenheit des Herrn Dr. Gratzy anlässlich der au den hiesigen Mittelschulen vorgenommenen Inspection entstandenen irrthümlichen — vielleicht auch böswilligen — Gerüchte zur Genüge widerlegt. — (Photographien-Ausstellung.) In einem ebenerdigen Local des Schleimer'schen Hauses in der Schellenburggasse wird morgen eine Glasphoto-graphien-Ansstcllung eröffnet werden. Wir haben Gelegenheit gehabt, uns die Ausstellung zu besehen und können den Besuch derselben empfehlen. Sämmtliche Stereoskopen sind mit außerordentlicher Reinheit und Zartheit ausgeführt und unterscheiden sich in vortheilhafter Weise von den in der Regel nur auf grelle Effecte berechneten Bit-deru ähnlicher Wandercabinette. — (Zur Arantwcin frage.) Der Kärntner Landtag hat in seiner letzten Sitzung in der Nrantwein-frage folgende Vorschläge über die im Wege der Reichsgesetzgebung zu erlassenden Bestimmungen gegen Trunksucht uud Ucbergenuss gebrannter geistiger Flüssigkeiten beschlossen: «1.) Aufhebung des Gesetzes vom 23. Juni 1881 über eine besondere Abgabe vom Ausschank, Kleinverschleiß und Handel gebrannter geistiger Flüssigkeiten und Einführung einer Abgabe, wodurch der Ausschank, Klein verschleiß und Handel gleichmäßig nach Alkoholgraden getroffen werden. 2.) Verbot des Handels und Kleinver-schleihes gebrannter geistiger Flüssigkeiten an Sonn- und Feiertagen von mittags 12 Uhr bis 6 Uhr morgens des nächstfolgenden Tages und Ermächtigung der Gewcrbs-behörden zur Untersagung des Ausschankes für diese Zeit im Falle wiederholt vorgekommener Unzukömmlichkeiten. 3.) Erlassung analoger Bestimmungen gegen öffentliche Trunkenheit und Trinkschulden. 4.) Einreihung des Handels mit gebrannten geistigen Flüssigkeiten unter die con-cessiouierten Gewerbe. 5.) Beschränkung der Concessio-nierung vom Ausschank, Kleinverschlciß und Handel durch Festsetzung des fixen Verhältnisses der Zahl der Schank-und Verschleißstätten zur Einwohnerzahl und ihrer Entfernung untereinander. 6.) Vollständige locale Absonderung des Ausschankes an sitzende und stehende Gäste vom Kleiiwerschleiß und Handel. 7.) Geschäftliche Trennung des Verkaufes gebrannter geistiger Flüssigkeiten von jedem anderen Gewerbs- und Handelsbetriebe mit Festsetzung eines Termines für deren Durchführung bei Concessionsverlust. 8.) Zulassung von nur thuulichst fuselsreiem Brautwcin mit einem Alkoholgehalte von höchstens vierzig Grad zum Ausschaute und Verkaufe mit Bestimmung der Zulassungsgrenze im Verordnungswegc. 9.) Festsetzung des geringsten Maßes handelsüblicher Gebinde und ihrer Verschlussart. 10.) Steuererleichterung für jene Handelsgewerbe, mit welchen der Handel oder Meiuverschlciß gebrannter geistiger Flüssigkeiten nicht verbunden ist. — (DerVerein derBuchdr ucker, Lithographen und Steind rucker Krains) hat in seiner jüngst abgehaltenen Generalversammlung nachstehende Mitglieder als Vereins-Functionäre gewählt: A. Bonac, Vorstand; Jg. Raun acher, Vorstand-Stellvertreter; V. Arselin, Hauptcassier; Fr, Hri-bar sen., Fortbildungsvereins-Cassier; Fr. Mar out, Schriftführer; Ferdinand Go gala und Josef Pance, Bibliothekare. — (Der Wörthersee zugefroren.) Aus Pörtschach wird mitgetheilt, dass der Wörthersee zwischen Pörtschach und Maria-Worth und Pürtschach und Dellach zugefroren ist. Von der Station Tüschling gegen Velden ist der See noch offen. Aunst u«d Aiteratuv. — (Landschaftliches Theater.) Das durch seinen historischen Hintergrund ohnehin schon interessante meraetige OslarBlumcnthal'schc Schauspiel: E i n Tr o p f e n G i f t nimmt durch die lctzteu Erklärungen des Fürsten Bismarck im deutschen Reichstage über das Hannover des Jahres 1866 und die Repliken des Welsen Windthorst auch für weitere Kreise ein erhöhtes In« teresse iu Ausftruch cm. Vom ästhetischen Standpunkte betrachtet prävalieren bei der naturgemäß mehr iunerlichen Hlnidimig des stellenweise zur Intrigue sich zuspitzenden Stückes die feinen Causerieu, und treten demnach die pathetischen Stellen grgcu die< selben etwas zurück. Diese Schwäche vorausgeschickt, werden die Leistungen der Hauptdarsteller von selbst bestimmt. Die leitenden Personen der Handlung.- Baronin Hertha uud Freiherr von Metteuborn, wlirden von Frl, Donato und Herrn Freiburg im ganzen trefflich repräsentiert; ihre beste Leistung war jedoch unstreitig die Resig na t i o n s sce ne, in welcher Hertha trotz der unbegrenzten Dankbarkeit an ihren und ihrer Familie Befreier und Vhrcuretter sich selbst wiederfindet, der egoistische Lieb Haber, durch die Herzeusreinheit der Barouiu überwältigt, auf sein Lebensrxpcriment, moralisch gezwungen,verzichtet. Mit guter Charakteristik hat Herr Greisnegger, das Factotum der Aristokratie, den Freiherr» Vrendel gebracht; köstliche Züge wies dem beifallslustigen Publicum Frl. Friedland in ihrer hübschen Rolle nach, sowie auch Herr Herrmann als Husaren, lieutenant nicht uuebeu war. Die übrigen Episodistm haben uach Möglichkeit zu dem ziemlich tlappendcu Ensemble ihr Schcrflein beigetragen. —k. ^ Neueste Post. O r i g i n a l - T e l e g r a m m e d e r L a i b. Z e i t ll u q. Innsbruck, 25. Immer. In der Abendsihung des Landtages wurde die Debatte über die Anträge des Schulauöschusses fortgesetzt. Der Statthalter sprach über die Anträge der Mehrheit sein Bedauern aus. Schließlich wurden die in der Ablehnung der Reqicnmgsuor läge gipfelnden Mojm'itätsanträqe angenommen und der Landtag sodann in üblicher Weise geschlossen. Vcrlill, 25. Jänner. Die «Nordd. alia.. Ztg.» pflichtet Goblet bei und erklärt es fiir unwahr, dass Deutschland beschlossen habe, von Frankreich Aufklä-rmlgen über seine Trnppcnansammlungen zu verlangen. Paris, 25. Jänner. Die Blätter constatieren ein-müthig, dass Frankreich die Aufrechthaltung des Friedens wünsche; bloß England hätte Interesse an einem Krieg, an dem es nicht direct betheiligt wäre. Das «Journal des Mbats» tadelt die Nulle, welche die englischen Blätter unter den gegenwärtigen Verhältnissen spielen, indem sie zn einem Kriege zwischen Frankreich uud Deutschland aufzureizen trachten. Die «Mpnbliqne Fran^aise» bemerkt, dass, wenn England auf seine in Bulgarien beobachtete Politik verzichten würde, der allgemeine Friede gesichert wäre. London, 25. Jänner. Eine Renter'sche Depesche meldet aus Suakim, dass ein Trupp Abyssimer Masscmab angegriffen habe; fünf Italiener und zweihundert Abyssinier seien getödtet worden; die Italiener hätten 1500 Mann nach Makullah entsendet. Mailand, 25. Jänner. Prinz Alexander von A at -ten berg ist gestern abends in strengstem Incognito hier eingetroffen. Zum Empfange des Prinzen, in dessen Begleitung sich zwei Personen befinden, erschien niemand. Der Prinz dürfte heute nach Venedig Weiterreisen. Ricta (Montenegro), 25. Jänner. Die Gerüchte über hiesige Rüstungen sind grundfalsch. Im Gegentheil hat in der letzten StaatsrathMnng der Fürst die größte Vorsicht in der äußern Politik und Spar-samkeil in der Staatshallshaltung eindringlich empfohlen. Washington, 25. Jänner. Der Senat hat mit 46 gegen eine Stimme die Vorlage angenommen, welche den Präsidenten ermächtigt, das Necht der amcrika-nischen Fischer in den canadischen Gewässern energisch zn vertheidigen. Correspondeuz der Redaction. I. P. in L.: Da Sie, wie Sie bemerken, Mitarbeiter mehrerer Journale sind, wollen Sie das fragliche Product gefälligst anderwärts ablagern. Wir haben 'dasür keine Ver° Wendung. I. V. in N.: Erscheint iu den nächsten Tagen. volkswirtschaftliches. kmtliclie Hgl-onooul-30 tl6r Wivny,- Lö^s. >Vie» /l> l>«2, 2ü.55, 22,?l>. Uulnuok ur, U«" U,, prninpl. 1>>»nlNd»«, Xu«u!«, tl, 22,15, 22,20, Rufs, u»/^, I», ÜKuIuuuo, uziuusiült«, pr, 5'«d«r »d un»s, .^t»n, r N>UU0 I.tr. ^, uuvuriwäort, prompt ud >Viuu, ü. 2«,25 !iul»iil, pr.'lUO Xu., >,ilv«rlinc1«rt. prnmpt !»>< Wion, 2. 2«,5U, 27. l^'lni)!, pr, IUU lio,, rulliss,' c'i,«!i,»l:!!0», prompt kd Wiun, tl<»k»t««, pr, 100 Xu,, mnttor, Xulllr»,!»», pr, I''«d.-5l»ll »d ^io«, «. 10,UU, 10,70, Xaklr,p», l»r. ^u?, 8vpld, »d VViv», N, 11,02, do,, >!. ll,u2>/i. 11,70, _________________________^^^^^*^^ Petroleum, pr. 100 Ko., ruhig. Galizisohes, stand, white, promp1 • Wi.n, fl. 20, bez. 11. 20, 20,25. Galiziaches, extra-standard, pro»P* ab Wien, fl. 21, b- ss. fl. 21, 21,20. Ame ri k. -V i u in an e r , prompt *" Fiurae, unverzollt, fl. 7,90, hot. 7,85, 7,90. Kaukas. -Fium»»8'1 prompt ab Piumu, unverz. incl. Fass, fl. 0.70, bez. fl. C,CO, 0,70. Felt ware u, pr. lOO Ko., geachliftslos. Stiirke, pr. 100 Ko. W o i zenatilrke , Tullangl., prompt ab Vf>*°> tt. 20,50, bez. fl. 20, 21. Kftrtof f e 1 atftrke, Körnst., prompt ab WeI1' 11. 12, bez. fl. 12, 12,60. Colotliulwareil, Kaffoo, Santos, prompt ab Triegt, fl. 83. Kaff«8' Santos, ordin., prompt ab Trieat, fl. 7si. Kaffee, Perl, W. J. B., promP' ab Holland, 62 Cents. Chemikalien, pr. IOO Ko., Sod», calcin., inland., pro»pt tb tf1'"1 II. 8,'J5. Soda, Ammoniak, inland., prompt ab Wien, r>00 Met.-Ctr. Hiiumwolle, f. «. middo Orloann, piompt Veraolufsung, 300 Ttallo«. Hiiumwollgarne, prompt ciik>l. FM., aoor Mittulkotte, p«r Mai - Aufffl"'' ab bolim. Stat., 41 kr., bez. 41 kr., 45 kr. 20er Mittalkotto, R- >*< prompt ab Wion, 45 kr. 20^r gut« Kotto, prompt ab Wien, 45 kr , *7 kri 20er prima Kettn, prompt ab Wion, iSl/2 kr., 49'/2 kr- 3(ier WarpiOp'i Mai - AuguBt, ah bölim. flut., 64'/4 kr. 3(ier netto Prima, prompt •' Wion, ßG kr., si7 kr. 42or Piitcopn prima, prompt ab Wien, si6 kr., 67 *'• 42er Piucops mittel, prompt ab Wien, .r>3 kr., 54 kr. 24or double cDg'i Manchest. Oondit., 7^/4 penco. 40er double engl., Mauchest. Condi't 8'Vin pcr.co. Haute, Büffel, 8—9 Ko. sohwer, prompt oif. Trisat, 600 Stück. Türt Hock-., 8—9 Ko. sebwor, prompt ab Wion, sl. 173 per siü Ko. Gl»**' Ziegen-, prompt ab Wien, fl. 25.SO pr. Busch. Genarbte Ziegfl»"« prompt ab Winn, si. 32 pr. Husch. Leilor, pr. 100 Ko., braunes Oberleder, prompt ab Wien, st. 228. iKuboIfSwert, 24. Jänner. 3)ic 3)urd)^nitt8-?ßtfiic stellten fid) nuf bein fjeiiliqcii SJinrfie tuic folat: !l, li, , sl. ^ tt, Weizen per Hektoliter 7 49 Eier pr. Stück ... — 2 Korn » — — Milch pr. Liter . . . — « Gerste » — — Rindfleisch pr. Kilo . — 44 Hafer , 2 44 Kalbfleisch . . — 4s Halbfrucht » 5 66 Schweinefleisch » . — 44 Heideu » 4 23 Schöpsenfleisch > . — — Hirse » 4 39 Hähudcl pr. Stück . . — 30 Kukuruz » 4 71 Tauben » . . — 20 Erdäpfel pr. Vteter-Ctr. 3 20 Heu pr. 100 Kilo . . — -^ üiuseu pr. Hektoliter . — — Stroh 100 » . . — -^ Erbsen » — — Holz, hartes, pr. Cubik- — — Fisoleu ' — — Meter..... 3 2b Rindsschmalz pr. Kilo — 80 Holz, weiches, pr.Cubik-Tchweiueschmalz » — 80 Meter.....— -^ Speck, frisch, » — 52 Wein, roth., pr.Heklolit. 16 -^ Speck, geräuchert, » — 80 Wem, weißer, » 10 -- Landschaftliches Theater. Heute (ungerader Tag) M» Vcnefiz des Opern- und Operettensängers Iosef Nust - Der lustige Krieg. Operette in !l Acten von Johann Strauß. AlMlommene Fremde. Äm 24. Iäuucr. Hotel Ltadt Wien. Goldsand uud Guschitz, Kaufleute, Wien. ^ itlcin, Kculstnann, Graz. — Ahaeie, Fabrikant, Neuinarltl. ^- Tlalec, Lehrer, Zengg. Hotel (5-lefiNlt. Vnickm-r, Hoffmann, Iantovic, Weckhcr, Hornil, Tnrk, Vellal ilnd Adler, Kaufleute, Wien. — Pfanningcr', Fabrikant, Vöklabruck. — Schuche, l. k. Obergeomcter, Vriz,eN- — Betllhcim, Heumcr uud Herzog, Kauflcllte. Agram. ^ Klrmcucic Eduard und August, Prwaticre, Idria. ^ Hrc», Besitzer, Zirknitz. — Treuu, Äürgermcister, Aßliug. — Spendal, Pfarradministrator, Neumarktl. — Krobath, Kaufilmnn. Krainburg. — Blague, Kaufm., St. Georgen. — Zgul, Pfarrer, Laserbach. — Toniutti, Reisender, Trieft. Hotel Vairischcr Hof. Ladstätter, Fabrikant, Domschale. Gasthof Tüdlmhlthof. Maßer und Ungar, Kaufleute, Wieu. ^ Tusfar, Vesifter, Doll. — Starl, Vesitzer, Canfauaro. — Kaucic, Privatier, Laibach. Gasthof Sternwarte. Fasan, Oberförster, Stein. — Modic, V» siyer, Llihovo. Merhar, Vesi^er, Dolenjavas. — Podboj, Besitzer, Nrifnih. — Kalan, k. k. Beamter; Zalolar ui'd Hocevar, Besitzer, Großlaschitz. — Hocevar, Besiher, Pudl^g- - Bcrdauö, Besitzer, Guteufcld. — Podobnil Maria, M sitzerin, uud Dr. Lutau, k. l. Vezirksarzt, St. Veit. Vcrstlirbenc. Den 2 4. Iäuner. Maria Slanc, Aultsdieners^Tochtcl, 5 I., Karlstädterstraße 24, Diphtheritis. — Franz Rakar, Schuh' machcrs.Sohü, 20 Monate, Triestcrstraße 20, Scharlach. Den 25. Iänner. Josef Preuik, Aufsehers-Tohn, 19 I-, Polanaplatz 5, Schlagfluss; wird sanitäts-polizeilich beschaut. Mctcorologijche VcobachtliMN in ^aibach. ^.Mg? "748.43 — 5,4 W. scinuach heiter 25 2 . N. 748.01 - 0.4 W. schwach heiter 0,00 9 . Ab. , 749,07 - 6,8 W. schwach heiter Nach 7 Uhr Nebel, nicht lange anhaltend, dann Sonnet scheiu, Abendroth; sternenhelle Nacht. Das Tageömittel der Wärlül —4,2«, um 2,4" unter dem Nonnale. SScranttuortltcftcr JHcbacteur: %. 9ia gliè. (5) ~4JÖ' —¦—"^iSiBBrasr bestes Tisch- «.Erfrisdiungsgeträiik erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen-und Blasenkatarrh. I Heinricti MattODi, Karlsbad nnd Wien. 167 Course an der Wiener Börse vom 23. Irinner 1887. N^ dem oMenm Eoursbwtte Etaats.Anlehcn. «^"""te ....... 7,,.^ 79 5» ,«/.''"«!>te....... «0 eu t,0'U! °'^" <°/° Ktaalelolc 25« fl. ,«05« 1t? k.< l»8^l 5°/„ ganzc 500 „ 134'- 135'- ^.^° Vunftel ,N0 „ !ä< ?s 185. 3(, °,'^" Slaateiole , . 100 „ l«2Ll, ,s,3 »0 '«>'»4cl ^ 50 ___^.._ <.°N!?.Nc:,t«l!sch00 st L'Hi,) °°/° böhmische.......103------------ °/°gaI,„)chc....... 108 30 104- /« mahi.sch«....... 10« 7b 10? 2b °/° n>ed«oftellcichi>che . . . 109-110- 2 /° oberostcrreichische .... i«5-------------- ' ,° ftt,n>che....... I0Ü50 ___ "/» iroatlsch« und slavonisch« . ,«5 5N 10s L0 " /° Nebenbülgisch«.....10» 00 104 — Geld Waic 5°/» Icmescr Vanat .... >«350I04.-5^'o «vssarische......10» 70 1O4'40 Nndcre öffcntl. Nnlehen. Tonau3>eg,»l'ose 5°/^ luo fl. . 11« 50 >I3 5U btr. Unieibe 1878, steueilrei . lu«- l0« b«, Änlehen d. ßtadlgcmcinbe Wien iU!?f, 10b bv Nülehen d. ß tadlgemeindr Wicn (Silber u„d ^li,d! . . . .180 25 131 — Prämien'NnI.t,Kl>btgeu>,Wien 119 — ll8 50 Pfandbriefe < 9?'8,', dto. Pri>unen^E chuldvelIchl,3°/n 100 75 101 25 Oest,Hypothelenbanl ioj. i>V,"/o 101—101 75 Or9 verl, b',,°/<> — — —'— Piiori<ät»'Ol!li8ationen ^fiii i<^u si,^ «ilisabeth - Wefibahn l. Emission —-____-— zeidinllnbe'Äioldbabn in Sllbei g» 90100 50 nranz-Irjls-Dahn..... __— ^._ Oalizische itail - Lubw>a»Nahn EM.IU8I Al)0 ft. E. 4'/,°/« . gg— «350 Qestcrr, Noidwcftdahn . . . 104 8010530 kicl'eiibingc,.......__— ^.». Etaat«bahn l. Emission . . — — — — VllbbllhN l^ 8°/l>.....157'—>57 50 « i^ 5°/„.....12? ?l>1«» l!» Ung.»galiz. Vahn.....»._,oi — Diverse Lofe (per Ktüll). Liedillose 100 ft...... i7y._,7i._ (!lall)-i!ole 4« st...... ^4 - 45.— 4°/» Donau.Dampssch. iuo ft, , 113— H4-— LaidachcrPrämieN'Nnleh. ^0 st, 8025 zo 50 O!en« ^oje 4ll sl..... 47 ^5 47.75 Palfsy^'ose 4» fi..... 48— 43— Nolhen »reuz. oft. Ges.v. l«sl. i»?o ,4— Nudols-Vose 10 fl..... 15,50 i? bo Ealm-Vose 4« fl...... 5475 eb,?5 St.«Ocnois«i!ose 40 fl. . . . 59 bo e<<— Walbfte>n°L°le 20 fl. ... »4 — 35 ... Windischgiätz-Lose «0 sl. , . - — 45.^. »anl.Nctien (per Etüs). «ngl°.c>efterr. «ant 200 fl. . 10350104— Bll»lvere>n, Wlen«, 100 fl. . 975,, 98_ Bdncl.-Hil>ft,,Oest.w0fl.S.4U°/„ 21,5— 23« — Evdl.-Anft.s.Hllnb.u.G. lüufl. 2?8 80^7'>^0 ^rcbilbanl, Allg, Ung. iluofl. . z«« 25!2«c>.!!!pl<:-Ges.,N,edclost,500!l. ^4»—545 — ^>)po,yclcnb., öst.^U!)sl,^!5"/nE. '^.._____._ ^cindeid., ösl, ^uosl, O,50>V» , 500 fl, <3M.---------------- Nit,U) «no fl. .--------------- Donau ' Dampsfchiffahlts - Ges. Oefterr.500 fl. EM. . . . 39U-—392 -Drau-Eis. <Äi,t.»Db.^.)2aofl.S. 171 —172 — Dul°Vodei!bachcrE,»Ä,200fl.V. —------------- Llisabeth-Vahn 20« fl. LM. . —------------ „ i.'lnzi. i«73!i«llfl.S. —'---------— Fclb!nand«'Nordl>. 1000 fl. fl- o- W. z^il—2 ü-50 i!lovb,öst.-u!ig., Trieft 5>uusl.» bo,iL0 50 dto, (lit, U) 200 sl. «ilber . ib5 ?b iSl> — Prag-Duf« «iiscnb. 15><) fl. Silb. 22 75 —.— Nudols»^»hu 200 sl. Sl^^v , 18150182 — Siebeichurgcl «iijend. ^<'» !>. , > —-— —- -Slaal>'!:>!.!^>.,i! . „., ... 0. <0, . >»44-—244 4ü Gelb Na« Sübbahn 300 sl. Silber . . . 94 75 95 25 Süd.Norbb.Verb.^.2uafl.HVt. —-— —'— Thciß'Vahn 2«o fl. ö. W. . . —>— —'— Tramway'Ves,, Nr, 170 fl. ö. W.2i0?b»n 10 „ Wr., neu 100 fl. 96 — 37 — IranSVolt«C>esellschaft 100 N. . —— —— Ung,-aaliz, Eisenv, 200 st. Silber iu? — 168 — Ung, Noibostbahn Ü00 ft. Silbci 159 7', 1«» 5l» llna,Westd.(Naab.Graz)!l0Nfl.s, i«, 5c, >«1'50 Inouftrie'Nctien (per Stücl». Egybi und KindbclZ, Hison» und Stahl-Ink. in Men iu« sl. . —— — — H,s^nbal>nw,»i,^ih^, l. 8l< !>, lU^/» 91- »3 — „Hil'cmilhl", P.>pl^rf, u. L.«G, <;4-!w,--Äcs. 200 fl, .176—178'— ^algo»Tarj, Hlscnrafs. 10U sl. . —- - — — Trualler 5ohlenü>.»H>:!. 70 fl. . — — — — Waffeuf.«V., Ocft. in W. 100 fl. «n — »2».— Pevifeu. Deutsche Plätze......««45 «2'»5 London.........I»7 55l2»15 Paris .........50-87, lO'37» Petersburg ....... —-— —'— Valuten. Ducatcn........zg? 599 «'Francs'Stlide.....10 06, 10 07. Silber.........-- - - Deutsche Meichsbanlnoten . ß» 45 gz 55