Nr. 83. P»änumelatton«ple>« halb>. 5N lr, Mi! der P,ft na«>>, ft, 15, b<',ld!, N, ? 50, Mittwoch, 9. April. Inse»»lon««lbü,: Für ll««ne 3nl«al« b!» ,n 1 gellen «5 li,, gröh«e P« Z«i',l, !cn dti >!.'i,! ^^"> die Erhöhung des Baucredites für der ^V^ll-Bahn, die Vorlagen, betreffend den Bau Untl N. hnen Asch-Rosöbach, Fehring Fürstenfeld der iÄdweisSalnau, der Nachlragscredit für den Bau t^. Mmisch.lnährischen Transversalbahn. das Brant-Erdb "^h' die Vorlage über die Regelung der tz^r k ägewinlnlna '" Galizien und der Bukowina, die zahli. ^"ffrnd die Anfechtung von Rechtshandlungen schad, ""^wr Schuldner, ferner betreffend die Ent« chene «/'^ s"r verurtheille und nachträglich freigespro-dez, Kns< "^"' die Beitragsleistung des Staates zu der H^k" der Drau-Regulierung. die Amortisation tichtli», >"'^ Erhaltungstosten für die Betriebsein-lilr zm^" wl Hufen von Trieft, die Ausnahmsgesetze ^ltneb "'^ Umaebung, der Nachtragkcredit für die delg^^ung der Sicherheitswache in Wien, die Han-lNit der ^'"" "''^ Frankreich, der Nrmenrechlsvertrag ^ Schweiz und die Vorlage, betreffend die Con- sulargerichtsbarkeit in Tunis, die Abänderung des Ge' setzes über die Maß- und Gewichtsordnung. d.is Ueber, einkommen mit Kärnten zur Regelung der Grundent-lastungsfrage. die Vorlage, betreffend die Verwendbarkeit der Thcilschuldverschreibungen des galizischen Lan deLanlehens zu Pupillargeldern, endlich der Gesehent-wulf, betreffend die Organisierung des Obersten Nech< nungshofes. Wir haben hiemit nur die wichtigsten der vom Abgeoidnetenhause erledigten Regierungsvorlagen angeführt und die zahlreichen kleineren Gegenstände sowie die Amlagen und Initiativanträge, welche bloß von den Ausschüssen durchberathen wurden, gänzlich außer» acht gelassen. Und nun möchten wir an jeden Uiibefan« genen die Frage richten, ob das ein ..steriler" Sef« sionsabschn'tt w^r, in welchem so viele g'ößtenthells productive Vorlagen ihre Erledigung fanden; insbesoii' dere, wenn man in Betracht zieht, dass gleich nach dem Wiederzusammenlritte des Reichsralhes über Andringen der Linken eine Reihe von Sitzungstagen der gänzlich unfruchtbaren Sprachendebatte geopfert weiden musste. Nebenbei wäre noch zu bemerken, dass es gleichfalls die Linke war, welche wiederholt gegen die Beschleunigung der Budgetdebatte protestiert hat. Wenn nun trotzdem heute die Organe dieser Partei, in ent» schiedenem Widersprüche mit der Wahrheit, über die „dürftige Bllanz" des abgelaufenen Sessionsabschnit-tes raisonnieren, so beweist dies eben wieder nur, dass der oppositionellen Presse jedes Mittel recht ist, wenn cs gilt, das Wirken der Regierung und der ihr zur Seite stehenden Neichsrathsmajorität zu verkleinern. (Fleisch Versorgung Wiens.) Die Mehrzahl der Wiener Blätter beschäftigt sich mit der durch den Erlass der niederösterreichischen Statthaltern neuer« dings in den Vordergrund getretenen Frage der Fleisch-Versorgung Wiens. ..Der Statthalter — so schreibt die „Presse" — nimmt sich der Stadt, nimmt sich der Bevölkerung an und übt seine Pflicht, indem cr das Land gegen mögliche Gefahren schützt, die von einem Markte kommen können, der bisher gar nicht organi» sieit war, dessen Existenz hier nicht einmal amtlich bekannt wurde und der naturgemäß die primitivsten Einrichtungen aufweist; zugleich erklärt er aber ent' schieden, dass Provenienzen aus dem ganzen ungari» schen Königreiche frei nach Wien kommen können." — Die „Deutsche Zeitung" sagt- ..Zwei Umstände müssen entschieden zugegeben werden: erstens, dass die Einführung der neuen Marktordnung rechtlich den Behörden der diesseitigen Reichshälfte zustand; zwei» tens, dass dieselbe keineswegs gegen die ungarischen Viehzüchter gerichtet war." — Das ..Fremdenblatt" bemerkt: „In Wahrheit alteriert der Eilass des Statt« Halters die bisher bestandenen Verhältnisse in keinerlei Hinsicht. Er wünscht nur, dass der ungarische Vieh« Handel den bisherigen Weg beobachte. Er durchkreuzt demnach auch nicht die Interessen der ungarischen Vieh-mastung, welche ja auch bis jetzt, ohne Pressburg zu berühren, den Wiener Viehmarkt und dabei auch ihre Rechnung gefunden." — Das „Neue Wiener Tagblatt" constatiert, dass die österreichische Regierung von der Absicht geleitet war, eine bessere Fleischversorgung Wiens herbeizuführen", und sagt ferner: ..Das selbstbewusste Auftreten der ungarischen V'ehmäster und Viehhändler, indem sie einen Markt in Pressburg errichteten, ist nicht zu billigen. Die beiden Länder sind auf gegen« fettigen freundlichen Verkehr angewiesen und sollen einem Marktkriege aus dem Wege gehen." — Das „Extrablatt" schreibt: „Die österreichische Negierung ist im Bewusstsein ihrer Pflicht und Schuldigkeit bemüht, das millionenköpsige Wien gegen die Beutegier einiger Fleischwucherer wirksam zu schützen. Die Regierung darf sich versichert halten, dass in diesem Falle nicht nur das ganze — außerhalb des Wuchererringes stehende — Wien, sondern ganz Oesterreich auf ihrer Seite steht." — Auch die ..Voistadt.Zeitung" betont, dass die Regierung in der Frage der Fleischversorgung „auf die Unterstützung der gesummten Wiener Bevöl» kerung rechnen darf". Ausland. (Berlin.) Die „Norddeutsche allgemeine Zeitung" knüpft an die wiederholten Aeußerungen des Fürsten Bismarck, „dafs die politischen Parteien sich überlebt haben und sich gezwungen sehen werden, mehr als bisher Interessen nir,, ,^" Äeblissin Harrad von Landsperg, sieht !<^ stau k.« Zuvven und Speisen mit Brühen, wohl d?,'^"r2 m^Vlotes flache, runde Kuchen und ver-^'»er "aclwerk in runder, halbmondförmiger (!). ""m, zu seihst verschlungene Bretzeln; auf der Tafel finden sich unter den Speisen deutlich erkennbar: Fische, Wildschwrinslöpfe und gekochte Früchte, eine Schüssel scheint Brei zu enthalten, Vielleicht Hirsebrei. Damit kommen wir zur eigentlichen Minnesängerzeit. In dieser kommen feine Getränke, wie „Moraß" (eine Art Dessertwein), Sinopel (süßgemachter Wein), und dergl. häufig vor. Der bäuerliche Sänger Nithart erwähnt als Trank auch des Birnenmostes, wie er auf dem Lande in Süddeutschland, insbesondere in den Gcbirgsländern Oesterreichs wohl auch heute noch als Erfrischung sehr gerne getrunken wird. Insbcsondere verdanken wir einem bekannten Liede Nithatt's die Aufzählung emer ganzen M-üige von Speisen, welche zu seiner Zeit gebräuchlich waren, er „eni,t Fische: Karpfen. Hülsen. Hechte, welche jetzt schon auch in Heiher Brühe aufgetragen wurden, und dergleichen. In den Herbstliedern des Sängers Johannes Hadlaub werden Speisen und Getränke in förmlicher Aufzählung geprießen. weihen Schweinebraten. Würste, Schafhirn sind die Leckerbissen, welche e> in einem Liede nebst gutem Wein zn haben wünscht; Gänse, gefüllte Hühner und Kapaune heißt er d^n Wirt in einem anderen seinen Gästen vo> setzen; endlich zählt Hadlaub auch gut geselchte Schinken. Kaldamien und Magen, sowie Gekröse der Thiere, wohl nur als geringere Speise, auf. Mit Fett beträufeltes oder begossenes Brot, insbesondere Weißbrot, wird von den zeitgenössischen Quel- len als ein besonderer Leckerbissen bezeichnet und selbst von Dichtern öfter erwähnt. Eierkuchen sind insbesondere bei den Mönchen sehr üblich, die, wie schon erwähnt, auch den Fischen gewiss zuerst ihre besondere Aufmerksamkeit zugewendet hatten. Unter den Thieren, welche gegessen wurden, finden wir gegen Ende des 13. Iahrhundertes insbesondere auch Pfauen. Meister Steinmar wenigstens fordert in einem Liede den Herbst auf, ihm nicht nur „visclie, ß6U56, Im6U6r, V0F6I, «will (Schweine)" aufzutischen, sondern auch „Mw6n", nicht minder „win vou >V6l-«o!i6M la,n66", ein Beweis, dass importierte Weine schon häufig gewesen sein müssen und insbesondere auch der Rebensaft Italiens in hohem Ansehen stand. Stein-mar, der jedenfalls nicht zu den genügsamen Essern gehört, meint, auch eine große Gans wollte er verschlingen, sie würde ihn nicht würgen. Was den Wein anbelangt, der nun den Meth fast ganz verdrängt hat und auch viel häufiger als das Bier vorkommt, so finden wir schon treffliche Sorten vertreten, Rheinweine, auch Oesterreicher. Konrad von Wttrzburg setzt in der Erzählung ..Engelhard" dem „vil ditw-u« Apfeltrunke (Äpfelmost) „«Ü626U nln von OlLVliii" entgegen. Es ist dies das vorzügl,che Getränk aus Chiavenna (OliivLuua), Clä-vener Reben heißt eine besonders gute Nebenart in der Schweiz noch heutzutage. Auch als Hausgetränk ist der Wein nun bald eingebürgert und fchlt bei üiner besseren Mahlzeit. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 82 «92 9. April 1884. nach Dublin gesandten Londoner Geheimpolizisten, dass ein geheimer Briefwechsel gepflogen werde zw schen den in Dubliner Gefängnissen ihre Strafzeit verbüßen« den Rädelsführern der „Invincibles" und den Verschwörern außerhalb. Eine Untersuchung wurde ein-geleitet, und schließlich wurden in der Zelle James Mullet's einige wichtige Briefe entdeckt. Dieselben enthielten ein Complot, das Mounljoy-Gefängms in die Luft zu sprengen und die dort inhaftierten Invin-cibles zu befreien. Die Gefangenwärter follten aus dem in O'Donovan Rofsa's Händen befiMichen Scharmützel- und Dynamitfonds bestochen werden, Höllenmaschinen in das Gefängnis einzuschmuggeln. In der durch die Explosionen verursachten Verwirrung sollten die Gefangenen entfliehen. Einer der Briefe enthielt die Weisung, Delany. den wegen eines Mordversuches gegen den Richter Dawson zu lebenslänglicher Haft verurlheilten Invincible, zu ermorden. Durch Delany'6 Aussagen wurden nämlich viele Verhaftungen und Verurtheilungen wichtiger Mitglieder der fenischen Verschwörung ermöglicht. Delany sollte beim Verlassen der Gcfängnislapelle nach der Messe über den Balkon geworfen werden. Die Entdeckung dieses Complots hatte die sofortige Uebersirdlung der gefangenen In< vincibles nach englischen Gefängnissen zur Folge. Delany bleibt indes zu seiner Sicherheit im Mountjoy» Gefängnis. Als die «Unüberwindlichen" aus ihren Zellen geführt wurden, um nach England gebracht zu werden, brachten sie „Pereats" auf die Regierung und Hochs auf die »Invmcibles" aus. Bald darauf wurde eine Anzahl Gefängniswärter summarisch entlassen. (Kairo.) Ein Telegramm Hussein Paschas meldet: Alle Straßen oberhalb von Berber sind von den Aufständischen besetzt und abgesperrt. Es ist un« möglich, Depeschen nach Chartum durchzubringen. Die Stämme zwischen Shendy und Chartum sind in offenem Aufstande und mit dem Stamme der Bicha-richs in Verbindung, der sich wahrscheinlich unverweilt denselben anschließen dürfte. Hussein Pascha fürchtet, dass auch Berber und Dongola bald von den Aufständischen umzingelt sein werden. Von Gordon Pascha fehlt feit 23. März jede Nachricht. — Aus Suak>m wird gemeldet: Mehemed Said ist mit mehreren feindlichen Stämmen angekommen und erklärte sich bereit, über den Frieden zu verhandeln. Osman Digma soll nach Kordofan abgegangen fein. Von den Stämmen in der Nähe von Suakim hat sich die Mehrzahl unterworfen ; nur der kleinere Theil derselben ist noch feindlich gesinnt. I>, Kassala soll vollständige Ruhe herrschen. (Hanoi.) Die Expedition gegen Hong-Hoa hat begonnen. Die Concentrierung der Brigaden Briöre und Negrier findet in Sontai statt; dieselben werden am Schwarzen Flusse operieren, indem erstere das linke, letztere das rechte Ufer besehen wird. Die Mitwirkung der Kanonenboote ist in Anbetracht des hohen Wasseistandes des Flusses schwierig. Gerüchtweise ver< lautet, dass Liouvinloc die Vertheidigung leitet. Die Stärke der Schwarzen Flaggen beträgt 3000, diejenige der Chinesen 12000 Mann, von denen ein Theil die Straße am linken Ufer des Rothen Flusses gegenüber von Hong'Hoa bewacht. Man erwartet einen ziemlich ernsten Widerstand seitens des Feindes. Tagesneuigkeiten. Eröffnung des ornithologischen Congresses. Vorgestern Mittags fand die Eröffnung des orni-thologischen Congresses statt. Die Versammlung war sehr zahlreich, man bemerkte darunter die ersten Orni' lhologen des In- und Auslandes. Ferner erschienen Ihre Exc. der Uotetrichtsminister Baron Conrad, der Ackerbauminister Graf Falkenhayn, ferner der Bürgermeister, der spanische, brasilianische und japanesische Gesandte :c. . . . Kurz nach 11 Uhr erschien Se. k. und k. Hoheit der Kronprinz Rudolf in Begleitung feines Obeist» Hofmeisters Grafen Bombelles; der K'.onprniz wurde vom Marquis Bellegaroe und dem übrigen Empfangs-Comite des Wiener ornithologischen Vereins ehrfurchts-voll begrüßt. Hierauf h elt der Kronpmiz Cercle und conversierte mit einer großen Zahl der ausländischen Gelehrten, so namentlich mit dem Baron Günsburg aus Paris, der dem Wiener ornitholgoischen Verein eine wertvolle Vogel-Collection aus Ecuador geschcnkl hatte, wofür der Kronprinz seinen Dank aussprach, ferner mit dem Präsidenten des Congresses Dr. Radoe aus T'flis, Herrn v. Schrenk aus Petersburg, Andreeff aus Moskau, Facio aus Genf, Fietsch aus Bremen, mit Professor Altum aus Berlin, Valdanms, Homayer :>,'. Der officielle Theil der Eröffnung begann mit folgender Nnfprache des Marqms v. Belle garde an den Kronprinzen: „Als Ehrenpräsident des ornithologischen Vereins in Wlen begrüße ich mit freudigem Gefühl Ellre kaiserliche Hoheit, den erhabenen Förderer jedes guten und wissenschaftlichen Unternehmens, im Namen der hier zum ersten internationalen Ornilhologen-Congresfe versammelten Mitglieder und wage die ergebenste Bitte zu stellen, Eure kaiserliche Hoheit wollen geruhen, diesen Congress, dessen Zustandekommen in erster Linie der Initiative und huldreichem Förderung Eurer kaiserlichen Hoheit zu danken ist, gnädigst zu eröffnen." Hierauf erwiderten Se. k. und t. Hoheit der durch» lauchtigste Kronprinz: „Mit Gefühlen des Stolzes und der Freude fehe ich heute diesen Kreis berühmter Forscher und Fachmänner hier in unserer Vaterstadt versammelt. Wissen» schaftliches Streben und der Wunfch nach gemein-samein Gedankenaustausch hat Sie, meine Herren, alle vereinigt, und von nah und fern kamen Sie herbei, dtt Männer, die des Vorzuges theilhaftig sind, in einem Gebiete menschlichen Wissens Fachgelehrte zu sein. Eingedenk dieser Thalsache ist es für mich ehrend, wenn ich auch ein Gefühl der Befangenheit nicht unterdrücken kann, an die Spitze einesCongresses gestellt zu sein, der ein Gebiet umfafst, welches ich als üieblings -Wissenschaft von Jugend aus viel betrieben habe, mit dem Eifer eines Dilettanten, der fammelt und forscht, doch dem so manche Kenntnisse fchle", «lN in Ihren Kreis, meine Herren, aufgenommen z« werden. .. „Seien wir nur eingedenk der Thatsache, dass v«e Ornithologie, der zu Ehren wir m,s heute hier vereinigt haben, ein schöner und wichtiger Theil t>er Nlturwissenschaften ist, und die Naturwissenschaften mit ihren klaren realen Thefen, mit »hrer Erforschung der Naturgesetz', mit ihrer N»tzba^ machung der Niturkiäfte haben diefem Jahr' hundert ihrenStempel aufgedrückt,«n° unter dem Zeichen wahrer, weil wisse"' fchaftlich begründeter Aufklärung dringen sie siegreich vor, die Forscher, gleichm", ob ihre Werkstatt aufgeschlagen ist in hoher Sler«' warte, im chemischen Laboratorium, im Seciersaal, in der Studwstube oder im Walde draußen bei der V. obachlung des Lebens. Schaffens und Vorgch"» in der N ltur. Getragen von diesen Gefühlen, spr^ ich den Wunsch aus, der Congress möa/ von (5^ folgen für unser Fach begleitet sein, und bin st^i' denselben als eröff»et erklären zu können." Hierauf sprach der Ehrenpräsident des ornitholo' gischen V reins, Herr Marquis de Bellegarde: „Hochgeehrte Herren! M>t freudigem Stolze er« fülle ich als Ehrenpräsident des ornitholugischen Vel/ eins eine angenehme Pfl cht. weim auch ich Sie, d" lieben und werten Gäste diefes Vereins, auf das hel^ lichste begrüße und willkommen heiße. Selten >M findet sich ein fo großer Kreis auserlesener Träger del Wissenschaft zusammen, als dies heute an diesem Olle der Fall ist. Mit Freude und Genugthuung mag un^ erhabener Protector, Se. kais. Hoheit der durchlauf tigste Kronprinz Erzherzog Rudolf, auf diese V^ sammlung blickn, welche, dem auf Seine Initials ergangenen Rufe des Wiener ornilhologischen Vcrews folgend, sich zusammengefunden hat zur Berathung u>^ Klarstellung hochwichtiger internationaler Fiagen vo" eminent praktischem Werte." Redner ruft fodann den Verfammelten ein war" mes und kräftiges Willkommen zu. Die Versammlung bricht in ein dreifaches st^ misches Hoch aus. Nachdem noch der Vertreter der Stadt Wien del« Congress begrüßt hatte, ergriff das Wort der Connrejs' Präsident Dr. Gustav Radde, kaiserlich rusW" Staatsrath aus T'flis: «Ew. k. k. Hoheit, erlauchtester Erzherzog KcoN' Prinz! Wo die Großen der Erde der Wissenschaft el" warmes, behäbiges Heim schaffen — wo sie selbst troß der vielfachen und anstrengenden geheiligten Aufgab^ ihres Lebens Muße dazu finden, die Wifsenschaft " cultivieren, und Freude an diesem Cultus haben < da muss sie gedeihen, denn das hohe und edle "" spiel begeistert Hunderte und Tausende, und sie fol^ ihm. Ew. k. k. Hoheit haben nicht allein für Oest". reich in diesem Sinne bereits gewirkt. Sie thaten ^ weitem viel mehr. Dieser reichbeschickie Congress! Höchstderselben eigenste Leistung, und Ew. k. k. HA ersehen, wie willig und freudig aus aller Herren ^»' »»__________________________^sV Äean Goup, der Irrsinnige von Mareille. Roman nach Emile Nichcbourg von Maz von Weißenthurn. (6, Fortsetzung.) Es war am Abend. Ein Gewitter stand am Himmel, der von düsteren, schwarzen Wolken bedeckt war. Da pochte es plötzlich. Charles Chevry eilte an die Thür, um dieselbe zu öffnen. ..Ich bin es. Monsieur", sprach die Wirtin, auf der Schwelle stehen bleibend. «Herr Julius Conifere hat einen Brief für Sie geschickt." «Gut, gut. ich danke", entgegüete Charles Chevry, den Brief erfassend, welchen Marie Rose, die Wirtin, ihm reichte. Während diese Licht anzündete, löste Charles Chevry das Siegel. „Wartet derjenige, welcher diesen Brief gebracht Hai, auf Antwort?" fragte er. „Nein, der junge Mann hat sich sofort entfernt; er schien es eilig zu haben. Soll ich das Nachtessen auftragen?" ..Ich werde Sie rufen, wenn wir zu essen wünschen." Ae Wirtin zog sich zurück. Charles Chevry trat dem Lichte näher und las dann: " ^ „Ich war im Rechte. Die Summ-, welche ich dem Manne m Ihrem Namen geboten habe, erzielte das gewünfchte Resultat. Ich hatte zwar einen harten Kampf mit ihm, aber nun ist das Geschäft in Ordnung. Heute Nacht zwischen eilf und zwölf Uhr ist die zu einer Zusammenkunft festgesetzte Stunde. Mündlich werde ich Ihnen erklären, wes° halb es zu keiner anderen Zeit möglich ist. Nach eilf Uhr entfernen Sie sich geräuschlos aus dem Wirtshause. Es dürfte Ihnen dies leicht möglich sein, denn die Thür ist nur mit einem schwachen Riegel versehen. Ich werde Ihrer auf dem Platze in der Nähe des Brunnens warten. Vergessen Sie den Rath nicht, welchen ich Ihnen ertheilt habe. Bewahren Sie strenges Schweigen. Auf Wiedersehen am Abend! Julius Conifere." In Gedanken verfunken stand Charles Chevry da. «Welch sonderbare Stunde für eine Zusammenkunft", murmelte er, „doch er mufs einen Grund dazu haben, welchen er mir bekanntgeben wird." ..Nun?" forschte Zelima fragend. Er trat zu ihr und überfetzte ihr das Schreiben. „Zu fo fpäter Nachtstunde?" rief sie erschrocken. „Weshalb?" ..Ich weiß es nicht, aber er muss eine Veranlassung dazu haben." „Charles, das ist mir unheimlich l" „Auch mir sagt es nicht zu." „Und wirst du trotzdem gehen?" „Ich muss es!" Zelima sah vor sich nieder. „EL handelt sich ja um die Marquise und ihr Kind", fuhr er fort. «Nichls darf mich an der Aus-Übung der Pflicht hindern, welche ich übernommen habe. Du haft ja selbst gesagt, meine theure gelima, dass wir nicht das Recht besitzen, einen Tag, ja auch nur eine Stunde zu verlieren l" „Du hast recht, Charles." ..Nun. siehst du! So eigenthümlich mir auch die Stunde erscheinen mag, welche mir bestimmt wird, ich gehe doch, um den Mann aufzusuchen, in welchen ich all meine Hoffnungen gesetzt habe." Die Wirtin wurde gerufen und brachte das ge-wünschte Abendbrot. IV. « 1 Die Thurmuhr verkündete die eilfte Smnde. ^^M der Ferne ließ sich das Gebell eines Hundes ^M nehmen. Seit mehr denn einer Stunde schon sch^'^ der Wirt und seine Frau. ,^ „Charles, du versprichst mir, nicht lange fort« bleibend bat Zelima, den Gatten umschlingend. « „Ich werde so rasch als möglich zurückkeh"n> „Ich werde nicht schlafen. O. gieb acht, °"'^ dir nichts zustößt! Mir ist so bang ums Herz! W „Was sollte mir geschehen?" . ^ > „Ich we»ß es nicht, aber ich vermag eine lN" Unruhe nicht zu überwinden!" «,^,-bl „Beruhige dich. Geliebte! Bei meiner Rua"' kann ich dir vielleicht frohe Kunde bringen." « A ..Charles, hörst du das Gebell des Hundes l klingt so unheimlich!" .«, „Kind. sei nicht thöricht! Es hat t lf Uhr " fchlagen, ich muss dich verlassen." „Du kommst bald wieder?" «Ja." „Charles, umarme mich noch einmal!" ^^le? Noch einen letzten Kuss, dann verließ ^?" hje Chevry lautlos das Gemach und schlich hinab '" Vorhalle. ^"" Leise schob er den Riegel zurück, Me " <,t. seine Kerze auf einen Tisch, löschte sie aus uno -,. die Hausthür hinter sich zuziehend, hinaus in« ^„, Er that wenige Schritte nach der Richtung A ^ F nens, als auch schon ein Mann hinter einer M"" hervor auf ihn zutrat. Es war Blaireau. , .^e Ganz Vlaincourt schlief; lein einziges 2'cht s sich an den Fenstern. « «lA Dal Bellen des Hundes in der Ferne. UAsH tern eines Nachtvogels, das gleichmäßige. ^ ^Ml j eines Mühlrades, das war alles, was die tlese « der Nacht zuweilen unterbrach. (Fortsetzung folgt.) « ^Hibacher Zeitung Nr. 82 «93 9. April 1884. k53 . ^ Delegierten eintrafen, um über Eurer kais. V°ye,t Lleblinge, die Bewohner der Lüfte, zu be< "'yen; nicht etwa über ihren Wert fiir den Syste- L,l, ^ ""n! über ein Werk menschenfreundlicher ^ l.-?' '^'""' über den Schutz der fröhlichen Sänner "°r böser Hand und über den Schuh des edlen Wild< ^«8 vor Raubwirtschaft. Wir. die wir von „ah und ^n hleher in das frühlingsgrüne, gastfreundliche ">'en kamen, und alle auch, deren Heim die schöne w'. t ch' danken Eurer kais. Hoheit zunächst sür das 'nl Energie zustande gebrachte Werk. Dem ersten ^nationalen Ornithologen - Congresfe wird gewiss no ein zweiter und weiterer folgen. Aber wir, die ",. be" unschätzbaren Wert der Allerhöchsten Pio< r wn Euier kaiserlichen Hoheit so sehr zu schätzen ,'>>en, wir erlauben uns ehrfurchtsvoll darum jetzt »n ^" bitten, dass diese Protection der guten Sache """höchst Ihrerseits stets erhalten bleib,, auch dann, ,"" andere, schwerere Arbeit und Mühe an Euere " gliche Hoheit herantreten. Und ist es uns erlaubt, k,ü l?' ^ gedankt und gebeten haben, auch noch zu fsn?4 "' so würden wir wohl ersehnen, dass bei aller ^'ten Asheit^ die Eurer k. und k. Hoheit bevorsteht, ^"erhöchstdieselben in allen Lebenslagen und Verhält« schm ^^ ""^ immer Freude behalten mögen am 8!??^""^" Hochzeitsliede des Finken im blühenden Melbaume. oder in früher Morgenstunde in Schön H "n, wenn goldgrün die Buchenhecken beim ersten zls""enstrahle leuchten, der Gesang des lieblichen Roth. lyens und Zaunkönigs in Eurer k. l. Hoheit die j. ^rwerinnerunaen vor die Seele zaubern mögen aus s^.""l' in welcher Eure k. k. Hoheit das alles so Ul nebten, und die für jeden, auch für die Aller- übe? '.^ beste des ganzen Lebens bleibt. Vor allem f.j' meine Herren, sei es uns gestattet, dass in diesem diese A" Augenblicke dieser Dank. diese Vilte und H h" Wunsch sjch zu einem frommen, tiefempfundenen sick ^ ^ Herzen gestalten möge, und daran schließt Welck >'" Auster Begeisterung das dreifache Hoch, Es , l. ^^ auszubringen die hoh.' Ehre zutheil wird: K " - Se. k. k. Hoheit der Herr Erzherzog und N ''pllnz von Oesterreich, der erhabene Protector der "Mwelt, hoch! hoch! hoch!" ^ ein S/' ^ ""^ ^- H^"^ h'^"' sodann nochmals ^.," .kurzen Cercle, worauf sich Hochdieselben unter begäbe " stürmischen Hoch'Rufen in die Burg zurück- des m!.^ ^"«less «ahm sodann die Constituierung oureaus vor. dri,,^ ^"^' ltteise des durchlauchtigsten krön. »vitd k ^" Pa""».) Aus Belgrad. 5, d, M, ^, "er „Wiener Allgemeinen Zeitung" geschrieben: ^ ss °^^^et man bereitI mit großem Eifer daran, ^ "Nftfang heg durchlauchtigsten kronprinzlichen Paares h, "nem möglichst glänzenden zu gestalten. Dem zu h'"' Behufe niedergesetzten Comite ist ein Betrag von deyW 20000 Ducaten zur Disposition gestellt wor« ^ühtu '^ jedoch ermächtigt, im Falle die würdige Aus» auH U des Zwecke» es irgend erheischt, diesen Betrag i6V?eblich zu überschreiten. Am 28. April — dem Hängen Stils — um 8 Uhr früh treffen die hohen Ulllku ^ ^ch'sf hier ein. Unmittelbar nach der Be« trow, ' "" ^^ Scwe. wird sich das durchlauchtigste nialet M'che ^""^ ^ngs des Kalimegdau. dieses hvchst d^ e. ^. Lelegenen, großen Belgrader Stadtpartes. an Vl>H °!'^,"^edrale vorbei, durch die Dubowaczla. Fürst ^ n ^ ^ und die Terasia — einer Art Boulevard ^ttuk ' königlichen Schlosse begeben. Die genannten alible ^"^" auf daS festlichste geschmückt sein. unter °'Ner ?,^^n fünf Triumphbogen angebracht werden, werter l - ^^ Kathedrale, zwei auf den Terasia, ein Kelchs '" National.Theater, ein fünfter foll die Straße, durch t>"^ Topschider führt, zieren. Längs der Straßen, ^"zua '^ ,^"l1 sich bewegt, wird das Militär im Parade-herrsH f^!er bilden. Unniittelbar nachdem die hohe» ^lgesck, ' ^'Schloss angelangt, wird daselbst nach genau Fergus <^^"l Programme großer Empfang stattfinden. ^!l!ell,^ ^ ^^ Militärs vor dem neuen (in un< ^^lbsi^^. Nachbarschaft des alten, belegenen) Schlosse, ^llu l)' l ^^" Herrschaften vom Balko,, aus dem das neu ^ iusehen werden. Bemerkt sei hiebei. dass »n y^/" Schloss zwar noch nicht gänzlich ausgebaut ist. d^l Gast ^ ^°ch' ^"^ ^"^ "^^ ^ den Aufenthalt lich sH^ ktwav beengt ist, während das neue außcrordent letztes'^ Räumlichkeiten in sich fasst, ein Theil der ^"'gin' ^d zwar nach den speciellen Intentionen der bir z>eitu ^^^^ °^ feinsinnige Kunstkennerin persönlich Eintre«/^ ^ Arrangements übernommen hat. bis zum dem D^!' der Gäste fertiggestellt werden soll Nach lr°„pri,^ deH Militärs begibt sich das durchlauchtigste ^tngeblma ^"" nach der Festung, deren Lage und °er Fsf^ ° es genauer in Augenschein nehmen wird. Von c ^ liel« ""^ ^"n die hohen Gäste nach Topschider. 'oll nach '! " Lustschloss der serbischen Fürsten. Hier Mscheg in.? Absicht des Comites ein treues ethnogra- ^ die ,' bleibt dabei, dass es neblig war und dass die Lärm-Pfeife zur Warnung des Dampfers nicht getönt habe. Locales. Aus dem Sanitätsberichte des Laibacher Stadt« phnsikates für den Monat November 1883. (Fortsetzung.) Häufigste Todesursachen: Tuberculose 17mal, d. i. 18,1 Procent; Marasmus 13mal, das ist 13,9 Procent; Fraisen 6mal, d. i. 6,7 Procent aller Verstorbenen. Von den zymotischen Krankheiten gab Diphtheritis 3mal, Typhus 2mal und Croup und Elysipcl je lmal die Todesursache ab. Der Oertlichkeit nach starben: im Civil» spitale 36, im k. k. Garnisonsspitale 1, im Elisabeth« Kiliderspitale und Siechenhause zum heil. Josef je 3, im k. k. Strafhaufe 4 und in der Stadt und den Vororten 47 Pe'sonen. — Letztere vertheilen sich wie folgt: Innere Stadt 11. Petersvocstadt 14, Polana 5, Ka'ftuzinervorstadt 5, Gradischa 3, Krakau 2, Tirnau 3. 'Karlstädtervorstadt 0. Hühnerdorf 1, Hradeczkydorf 1, Moorgnmd: Karolinengrund 1, Ilovca 1. IV. Aus dem Civilspitale gieng für den Monat November 1883 folgender Bericht ein: Vom Monate Oktober 1883 sind in Behandlung verblieben......352 Kranke, im Monate November 1883 neu auf« genommen..........319 „ Summe des Gesammt-Krankenstandes. 671 Kranke. Abfall: Entlassen wurden .... 224 Kranke, gestorben sind . . . .35 „ Summe des Abfalls .... 259 .. Verblieben mit Ende November 1883 " in Behandlung.........412 Kranke. Es starben demnach 5,2 Procent vom Gefammt' Krankenstande und 13,5 Procent vom Abfalle. V>m den im Monate November 1883 im Civilspitale Verstorbenen waren 12 Laibacher, d. i. solche, welche von der Stadt aus krank ins Spital kamen, und 21 Nicht-Laibacher, d. i. solche, welche vom Lande aus krank ins Spital kamen und daselbst starrn. Den Krankheitscharakter im Civilspitale im Mo« nate November 1883 betreffend, so war derselbe fol« gender: a,) Medicinische Abtheilung: Ende November 1883 steigm? sich rasch der Krankenstand, viele Fälle von Erysip.l, Lungen- und Da>mkatarrhe, einige schwere TUfthus''lkranluligen; ein Fall von Vergiftung mit Schwefelsäure endete tödtlich. In der BeobachtunlMbtheilung waren im Monate November drei Kranke, zwei an vorübergehender Verrücktheit leidende Epileptiker, die jedoch' im Verlaufe dek Monal.s wi del die Abtheilung verließen, endlich Nl, an acutcm Delirium leidender Alkoholiker, drr an traumatischer Gchirnentzilndung starb, die er sich durch S.lbstb?schädigu,!g des Schädels (wiederholtes An< rennen an die Mauer) zuzog. »,, d) Chirurgische Abtheilung: Mit E»dc> des Mo-nateL Oktober blnbe,, 80 Kranke in Behandlung, lm Laibacher Zeitung Nr. 82 «94 9. Avril 1884. Laufe des Monates November sind 51 Männer und 33 Weiber zugewachsen. In Abgang kamen 71 Kranke, deshalb erfuhr der Krankenstand am Ende des Mo-nates November eine Steigerung auf 93. Genesen entlassen wurden 33 Männer, 18 Weiber; ungeheilt b Männer, 6 Weiber; gestorben sind 6 Männer und 3 Weiber. Unter den Krankheitsformen waren die Verletzungen vorherrschend, daran reihen sich die Gelenk« entzündungen, Nenbildungen; Operationen wurden vielfache und mannigfaltige ausgeführt, besonders zu bemerken eine lheilweise Kni>a.eK'»ks-Resection und eine Gesichlskrebs.Exstilpatioil mit nachfolgender Plastik bei einem 77jährigen Manne mit günstigem Erfolge. Die Heildauer war in etlichen Fällen überraschend kurz, in anderen — namentlich gegen Ende des Monates — verzögert durch Erysipel und andere intcrcurrierende Krankheiten. In diesem Monate wurden Versuche mit Moosverbänden gemacht und jene mit Torfoerbänden fortgesetzt. (Schluss folgt.) — (Handelskammer.) In der gestern nach» mittags abgehaltenen Sitzung der hiesigen Handels- und Gewerbekammer berichtete Kammerrath Patic ilber den Vom hohen l. k. Handelsministerium rückgelan^ten, nicht unwesentlich modificierten Entwurf der seinerzeit von der Kammer vorgelegten Wahlordnung und befürwortete na» mens der Section deren Annahme. Kammerrath Baum-gaitner constatlert, dass die nun modificierte Wahlordnung gegenüber dem von der Kammer seinerzeit vorgelegten EntWurfe den allgemeinen Bedürfnissen weit mehr Rechnung trage, wünscht jedoch, es möge an das Handelsministerinm die Bitte gerichtet werden, die Wähler der Handelsfectwn mit der Erwerbsteuerleistung von wenigstens 100 si als Gruppe des Großhandels mit zwei Vertretern, jene von mindestens 21 si. bis 100 fl. als Gruppe des mittleren Handels mit vier Vertretern und endlich jene von 8 si, 40 kr. bis 21 si, als Kategorie des Kleinhandels mit sechs Vertretern einzutheilen; eine ähnliche Emthsilung der Wähler beantragt er auch in der Gewerbesection und begründet seinen Antrag in eingehender Weise. Dr. Poklular glaubt, dass eS nicht opportun sei, jetzt Vorstellungen gegen die vom hohen Handelsministerium schon beschlossene Wahlordnung zu machen, und befürwortet, trotzdem dieselbe auch seinen Wünschen nicht entspreche, deren unveränderte Annahme; Redner glaubt jedoch, dass sich im Laufe der Zeit. wann sich das Bedürfnis dafür herausstellen sollte, Aenderungen erreichen lassen. Regierungsvertreter Hofrath Graf Chorin sly constatiert, dasö es sich heute nicht darum han« deln könne, die Wahlordnung zu discutieren, dieselbe fei von der Regierung bereits festgestellt und der Kammer nur zur Annahme vorgelegt worden. Kammerrath Luckmann befürwortet die Anträge Bamngartller's warmstenK und betont, dass die Wähler der Handels-Skctiun letzter Gruppe durch die vorwie« gende Anzahl der Steuerzahler mit dem Betrage von 2 fl. 10 lr,. Welche sich hauptsächlich auS Klein»Gewerbe« treibenden rekrutiert, erdrückt werden würden, Redner wünscht, dass im Protokolle der Protest der Minorität gegen die Wahlordnung ausgedrückt erscheine. Nachdem nochmals Baumgartuer, Bamberg und Slerbinc für die Aliändcrungsantrage und Dr. Poklular gegen dieselben gesprochen, wurde der Sectionsanttag auf unveränderte Annahme des Reglerungsentwurses angenommen. Sou van berichtet über einzuführende Wechsel« blanlette mit slovenischem Texte und befürwortet die Annahme derselben; der Antrag wird zum Beschlusse erhoben. Petriöiö berichtet, dass sich die Gemeinde um Errichtung einer Betriebsdirection für die füdlichen Staatsbahnen mit dem Sitze in Laibach beworben habe. beantragt jedoch, namens der Handelssection an das Handelsministerium um Errichtung eines Oberbahn-lietriebsamtes in Laibach zu petitionieren und gleichzeitig die Gemeindevertretung von Laibach um Beistellung der nothwendigen Wohnungen zu ersuchen; beide Anträge werden angenommen, ebenso der deS Kammer« rathes Knez auf Einführung des metrifchen Gewichtes im Getreidehandel. In daö Comite für die Unterkrainer Bahn wurden die Herren Kusar. Petriöik und Eichelter gewählt. Kaiserlicher Rath Secretär Murnik berichtet sodann üder die Exportbeziehungen des Kammerbezirkes '"." <^r, Türkei mit Bezug auf den mit der Türkei abzuschießenden Handelsvertrag. Nachdem n°ch Skerbinc den Antrag gestellt, der ^'^^'l^°"""' "e '"'Sinne des Gewerbe-^N..^'^"'"^"'"^'^«^'' zu bilden, wel- Schung"HlosU ^"""°"" ^"' '""rde die — (Die Generalversammlung des Ve r'-einS „Närodni Dom") fand vorgestern abends 6 Uhr im Saale der Oitalnica statt. Der Präsident des Ver« eins. Landtagsabgeordneter Dr. Mosche, begrüßte d,e Versammlung und warf sodann einen Rückblick auf die Thätigkeit des Vereins im abgelaufenen Jahre. Dieselbe war zumeist der möglichst günstigen Abwicklung der zu Gunsten des Vereins bewilligten Effectenlotterie gewidmet, deren Ziehung am 31. Dezember 1864 stattfinden wird. Seitens der Czech?» und Kroaten habe das Unternehmen die größte Förderung erfahren. So werden die czechischei, Schriftsteller und Künstler zu Weihnachten dieses Jahres ein Album edieren, dessen Neinertrag dem „Närodni Dom" gewidmet ist. und die Versicherungsbanl „Slavija" ist den, „Nürodni Dom" mit einem Gründungsbeitrage von 10W st. beigetreten. In Agram wurde im letzten Monate ein Concert sammt» licher Gesangsvereine arrangiert, welches zu Gunsten des Vereinsfondes den Betrag von 300 ft. abgeworfen hat. Auch die Connationalen seien für den Verein thätig gewefen, und habe das Fest in Adelsberg im letzten Jahre einen Betrag von 1000 st. zu Gunsten des „Närodni Dom" ergeben. Der Vereinspräsioe„t Dr, Moschc spricht den Czechen und Kroaten sowie auch den Slovenen Innerkrains für die hervorragende Förderung des Unternehmens den Dank auS, welchem Danke die Versammlung durch Erheben von den Sitzen zustimmt. Der Vereinssecretär, Gememderath Herr I, Hribar, macht die Mittheilung, dass das anlässlich der Aller, höchsten Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers im vorigen Jahre verlegte Volksfest zu Gunsten des Fondes des „Närodni Dom" erst im nächsten Jahre insceniert werden wird, Neichsrathsabgeordlieter Dr. VoZnjak beantragt das Arrangement eines Bazars im Vereine mit der Direction des Aitalnica-Vereins in den Garten» localitäten der Citalnica im Laufe der Sommermonate, welcher Antrag einstimmig angenommen wird. — Sodann wird der Bericht des Secretärs genehmigt. Der Vereinscassier Herr Dr. Starö berichtet über den Stand des Vereinsvermögrns des „Närodni Dom". Derselbe lirträgt in Anlagen in der krainischen Escomptebank, in der krainischen Sftarcasse, bei der Vor» schusscasse in Innerkrain, in Obligationen und Prioritäten 24 347fl. 57 kr. Der Casseoericht Wird geueh migt, Doctorand Herr Kotnik referiert über die seitens des Ausschusses beantragte Aenderung der §§ 2 und 4 der Vereintzstatuten. in der Hauptsache dahin gehend, es mögen die einzuzahlenden Antheile an dem Vermögen des Vereines von 200 fl. auf 100 fl. reduciert und die Einzahlung des Gründungsbeitrages in Natrn ermöglicht werden. Die Statutenänderung wird nach den Anträgen des Ausschusses genehmigt. Ueber Antrag des Ncichsrathsabgeordneten Dr. Vosnjak wird dem Vcreiusansschusse für dessen aufopfernde Thä» tigkeit der Dank der Versammlung votiert. Als Präsident dcs Vereines wird einstimmig Land-tagsabgeoroiu'ter Adoocat Dr. Nlfons Mosche gewählt In den Ausschuss die Herren: Landtagsabgeordneter Dr. Ritter von Bleiwcis Trstenisti, Vicebürgermeister Handelsmann Franz Fortuna, Gemeinderath Ivan Hrlbar, Propst Dr. Anton Iarc, Doctorand Ignaz Kotnik, lais. Rath und Landesausschusö Johann Murnik. Landtags-abgeordncter Dr. Franz Paftez, Professor Andreas Sene-kovic, Großhändler Ferdinand Souvan, Hausbesitzer Dr. Josef Starö und Handelsmann Franz Hren. — (Leykam-Iosefsthal). Actiengesellschaft für Papier» und Druckindustrie, zeigt an. dass selbe auf Grund der mit behördlicher Genehmigung vorgenom-menen Aenderung der Gesellschafts.Statuten die Cen-traldirection nach Wien, dem jetzigen Sitze der Gesellschaft, verlegt hat und die Bureaux sich am Opernring Nr. 10 befinden. — (Alfred Zoff.) Es freut uns. unsere über diefen begabten Künstler ausgesprochene Anschauung, dass derselbe zu den hervorragendsten Landschaftern Oesterreichs gehöre, von competentester Stelle bestätigt zu finden. Der bekannte Kunstkritiker Em. Nanzoni schreibt in der Neuen freien Presse, dass Zoff's in der IahresauSstellung im Künstlerhause ausgestellte Land« schaft „durch großartigen, man möchte sagen monumentalen Zug erfreue." — Wie wir hören, foll ein hiesiger Kunstfreund, der sich im Besitze von Bildern Zoff's befindet, den Gedanken tragen, cine Collection ..Zofftana" auszustellen. Vielleicht finden sich andere Kunstfreunde. welche sich überzeugen, dass die Bilder Zoff's sich nicht nur sehen, sondern auch taufen lassen. Bis jetzt sind Zoff's Bilder fast ausschließlich im Besitze von Wiener Kunstfreunden und Zoff's engere Heimat hat es fast nur biS zur allerdings billigen Kritik gebracht. — (Aus Veldes). der Perle Kralns. wird uns berichtet, dafs sich dort soeben eine Section des „Oesterr. Touristen-Clubs" gebildet hat. Zum Vorstand wurde der bekannte Hotelier I. Mallner, zum Vorstand Stellvertreter der Gutsbesitzer Adolf Muhr gewählt. Bekanntlich hat der Club in Oberkrain durch den Bau und die Udaptierung von zwei Schutzhäusern. Weganlagen und Wegmarkierungen am Triglav, durch Erwerbung eines Schutzhauses am großen Stou und durch Herausgabe von Panoramen der genannten Berge eine rege alpine Thätigkeit entfaltet, und wird nunmehr die neue Section «eldes des „Orsterr. Touristen-Clubs" die Instandhaltung und Ergänzung dieser Arbeiten übernehmen. Die Section beschloss außerdem, auf der wegcn ihrer reichen Flora und großartigen Aussicht berühmten, zudem unschwer er 'teiglichen öruu. pr^ (Schwarze Erde) mit M« ^ Centralvereines noch im heurigen Jahre ein Schutzhm'v zu erbauen. ^ Neueste Post. Original - Telcgramme der „Laib. Zcitu" g Wien, 8, Nplil. Im Gemeioderath referierte Vice' büra.«meister Pr>x über die Audienzen beim Minister-Präsidenten, beim Statthalter und beim Ackelbauministtt in der Viehmarktfrage. Letzterer erklärte, er sei bestrebt, den Schlachtviehmarkt unverändert zu erhalten, wolle auch dafür eintreten, dass die Npprovisiom^ung nich gefährdet werd?, meine aber, der Pressburqer Marlt sei keine Gefahr für Wien und könne höchstens äuge"' blickliche Stmunqen verursachen; die eingeführte Mar't" ordnung müsse jedoch unverändert erhalten werden. Bukarest, 8. April. Infolge des gestrigen Votu«" der Kammer, welches dem Verlangen des Minister' Präsidenten bezüglich der Festsetzung der Tagesordnung inbetreff der Verhandlung des Verfassungs-Revisions' entwurfes nicht entsprach, hat das Cabinet Joan Vca-tiano seine Demission gegeben. (Der Ministerpräsident hatte beantragt, die Discussion gleich heute mit del Spccialoebatte zu eröffnen, worauf Rofetti den Ge' genantrag stellte, dass auch eine Generaldebatte stat^ finden und dieselbe am Mittwoch beginnen möge. ^l der Abstimmung wurde der Antrag Rosettl's angenommen.) Bukarest, 8. April. Infolge eines Vertrauensvotums der Kammer dürfte Vratiano sein Demissionsgesuch zurücknehmen. Nom, 8. April. In der Kammer beendigte Ma"/ cini seine samslägige Rede. in welcher er sagte, d>e Regierung hege für die „Propaganda" große Syn^ Pathien und lirh stets den Missionären die aMt Unterstützung angedeihen, welche für Italien SPN' Palhirn erwarben. Die Executivgewalt lönne n-a? durch falsche Auslegung des Gesetzes ein richttrl'ches Urtheil umstoßen; dessenungeachtet wolle er bei der Ausführung des Urtheils alle mit dem italienische" Rechte vereinbarlichen Begünstigungen gewähren. Handel und Volkswirtschaftliches. «ubslfswerl, 7. April. Dle Durchschnitts-Preise stellten sich auf dem heutigen Markte wie folgt: ______ ^^ Weizen pr. Hektoliter 8 13 Eier pr. Stiicl . . — A Korn .. 6 5 Milch pr. Liter . . - ? Gerste „-------- Rindfleisch pr. Kilo . - b« haser „ 3 25 Kalbfleisch „ - ^ Halbfrucht _ 6 51! Schweinefleisch „ ^ " Heiden „ — — , Schöpsenfleisch ^ -^ ^ Hirse „ — — Hähnbcl pr. Stücl . ^ ^ Kukuruz „ 5 2! Tauben „ . — ^ Erdäpsel pr.Meter-Ztr. 2 80 Heu pr, 100 Kilo . - "" Linsen pr. Hektoliter — — Stroh 100 „ . — " Erbsen „ — _ Holz, hartes, pr.Cubil- », Fisolen „ — — Meter .... 2 <^ Nindsschmalz pr.Kilo — 80 — weiches, „ ^ ^ Schweineschmalz „ — 80 Wein, roth,, pr.Hcltolit l« ^ Spccl. frisch, „ - 68 — wclher. „ 10 Spcct, geräuchert, ., — 80 Meteorologische Beobachtungen in Laiba^ ff ZZk Z5 — ^ -- "G ^LZ «^ » " " 5sZ « M k« ___^" i^ 7U.Mg. 725,77 ^9,4 NO. schwach bewölkt ' o40 8, 2 „ N. 726.91 ^- 9,7 NO. schwach bewölkt gtcge" 9 „ Ab. 730.06 -l- 6.(l < O. schwach brwöltt ! ^ Morgens schwacher Regen, tagsüber trübe, unfrelMdl' ' etwas windig. Das Tagcsmittel der Temperatur -s- 6,6 , 0,3° unter dem Normale. ___^, Für dic Redaction verantwortlich: Ottomar Vambcrg^ Maßstab l : 75.000. Preis per Blatt 50 lr.. in Taschens""^ auf Leinwand gespannt 80 lr. Jg. u. kleinmM K Fell. Kamljergs KiMamlllMs in Aclibach. Der geehrten Damenwelt zur gefälligen Notiz, dass die nächste Nummer der der ^i und dcs acht Tage später erscheint. Jg. V. Kleillmayr k Led. Mllchers Buchhandlung. 2^.9 Laib ach, 8. April 1834. (1492)" «95 Ämtkblalt M Laibacher Zeiluna Nr. 82. Mittwoch, den 9. April 1884. ^3) HunämaHung. Nr. 551. Hinist?°^" Erlasses Sr. Excellenz des Herrn Narz 1»«'" Cultus und Unterricht vom Uten 5" v°nV M'. 6' 4136, beziffert sich die Quote das <^.. ^"er t. k, Schulbücherverlage sür Niir.V'/alir 1884/85 an die Volls- und ^aiii ' ,',"cn abzugebenden Armcnbücher für Und lw, ,,Auttausciid sieben hundert siebzig zwe, (1772) Gulden und 95 Kreuzern. Cchulb^irl^^'" Betrage entfallen auf den Nk>........ 160 st. 30 lr. Stadt i»n!f>^....... 15b „ 1? „ Umg bnn^ch....... 104., 06 ., ^ittai "^"bach. -... 1?5" 41 " «oilsch '......... 107 ., 1? ., ^wn^'.'-ü- ^:;^ ^rnemol . . ' ' '-' ^^^ zusammen . . 1772 st. 95 lr. YtlNein/,!^ ^o mit dem Beifügen zur alliaht I8»!l,u'"'^'us gebracht, dass für das Schul-v'c °I)b)'^ ^°" den l. k. Bczirtsschulräthcn um ^ Ar,^ ^I"len Beträge im Sinne des 8 5 Z i3^^"'buchervorschrift vom 4. März 1871. > 'Nriib^lNlstcrial.Verordnungsblatt Nr, 20). °°ls die ?" angesprochen werden tonnen, und "Mglichen Anspruchschreiben >itt^ ^'^ ^'^' ^"' "' ^ ""i°n ^ «ü ^° l. t, Schulbücher-Verlags-^ , '" Wir» einzusenden sind. "bach am 30. März 1884. ^-^/-^nndesschulrath für Kram. (1501—1) KunämaHun». Nr. 2065. Von der gefertigten t. k. Staatsanwalt« schaft wird hiemit zur allgemeinen Kenntnis gebracht, oass sich ihre Amtslucalitäten feit 8. April 1884 in der Chröngasse im neuen Schwurgerichtsgebände im I. Stocke befinden. Laibach am 8. »pril 1884. K. l. Staatsanwaltschaft. Der l. l. Oberlandesgerichtsrath und Staats, anlvalt: Pcrsche. (1412—2) Hnnäma<5unu. Nr 4829. Infolge hohen Handelsministcrialcrlasscs vom 21. März l. I., Z. 4880. wird das Ritt-geld vom 1. April bis Ende September 1884 sür ExtraPosten und Separatsahrtcn: im Küstenlaude mit 1 fl, 15 kr. in Kram... „ 1 „ 13 „ für ein Pferd und ein Wyriamcler festgesetzt, was hiemit zur öffentlichen Kenntnis gebracht wird. Triest am 1. April 1884. K. l. Post» und Telegraphen-Direction. (1479-1) Gäictlll.Vorlaäung. Nr. 2432. Matthäus Zcnko vc»i Rudolfswert Haus» Nr. 142, gegenwärtig unbekannten Aufenthaltes, wird aufgefordert, seinen beim t. f. Haupt« steucramte in Nudolfswcrt »ud Art. 625 rück» ständigen Erwerbsteucrbctrag pr. 8 ft. 48V, kr. binnen 14 Tagen nach der dritten Einschaltung dieses Edictcs in das Amtsblatt der „Laibacher Zeitung" einzuzahlen, widrigcns dessen Gewerbe von Amts« wegen gelöscht wird. K. l. Vezirlshauptmannschaft Rudolfswert am 2, April 1884. .. Vow KundmachUNst. Nr. 4990. H^lUen As,. k> Oberlandesgeiichte sür Steiermarl, Kärnten und Kram in Graz werden über w?"bl>ucho l-"5 dcr Edictalfrist zur Anmeldung der Belastungsrcchtc auf die in dem neuen dr/i ^lch d,, ^. nachbezeichnctcn Catastralgcmcindeu enthaltenen Liegenschaften alle diejenigen, d<>^t era^.^ ^"t Bestand oder die bücherliche Rangordnung einer Eintragung in ihren Rechten Hbttrcsf^", aufgefordert, ihren Widerspruch 'längstens bis Ende Oktober 1884 bei l'äel,s^"°"l k. f. Gerichte, wo auch das neue Grundbuch eingesehen werden kann, zu erheben, ist - Ei„c ?n° Eintragungen die Wirkung grundbüchcrlichcr Eintragungen erlangen. ^/>Ne ^..^Uledereinschung gegen das Versäumen der Edictalfrist findet nicht statt; auch ^^zzzz^Ncrungder letzteren für einzelne Parteien unzulässig. ^ — , - — — —- — , K ^^stralgemeinde Bezirksgericht Rathsbeschluss vom ! ^ ^b'" ^.^^. 5 März 1884, g. 3546 ! ^ ^""" Kraiuburg b. ,. 1884, g. 3590 4 ^"uzberg Wz^ch 12. .. 1884,I.3873 5 ^°" Reifniz 20. ., 1834, Z. 4040 ! y ^"" städt.-deleg., Laibach 20. „ 1884. Z. 430? , ^ ""erpirnitsch „ « 20. „ 1884. g. 4308 ^ ^berpirnitsch ^ ^ 20. „ 1884. 1.4309 ^ g ^"^'" „ „ 20. ., 1884. Z. 4310 ^ ^"ice ^ . 20. .. 1864. Z. 4311 N ^ . . 20. „ 1864. Z.4Z12 ^ ^abnag,^ Oberlaibach 26. „ 1884. 1.4378 °^" Nassenfuß 26. „ 1864, Z. 4583 ^raz nm 2. April 1884. (1403—2) Kvnämackung. Nr. 5548. Vou der Primus Aucr'schcn Stiftuug sind zwei Plätze mit je 52 fl, 50 kr. jährlichem Ein» lommen in Erledigung gekommen. Auf diese Stiftung haben Anspruch die Kinder von Laibachcr Bürgern, vor allen aber Kinder armer Pcillckenmacher oder Verwandte des Stifters, so lange sie sich selbst den Unter« halt zu verschaffen nicht imstande sind. Die bezüglichen Gesuche sind bis 30. April d. I. beim Stlldtmagistrate zu überreichen. Stadtmllgiftrat Laibach am 31. März 1884. (1478—1) Lekrerftelle. Nr. 191. An der cinclassisten Volksschule zu Zaljna bei Wcixclburg ist die Lchrerstelle, mit welcher dcr Iahrcsgchalt von 450 st. und eine Na« luralwohnnng verbunden ist, definitiv, eventuell provisorisch zu besetzen. In Ermanglung von geprüften Lehramtscandidaten findet anch ein Aushilfslchrer die Aufnahme. Bewerber um diese Stelle wollen ihre ge« hörig instruierten Gesuche im vorgeschriebenen Wege bis 25. April 1884 hieramts überreichen. K. t. Bezirksschulrat!) in Littai am 5ten April 1884. (1408-3) Kunämackun«. Nr. 3019. Vom gefertigten l. k, Bezirksgerichte wird hicmit bekannt gemacht, dass mit den Local« erhcbungcn zur Anlegung eincs neuen Grundbuches der Catastralgemeindc Bezulak am 16, April 1884, vormittags 3 Uhr, begonnen werden wird, wozu an alle jene Personen, welche an dcr Ermittlung der Vesitzvcrhältnisse ein rechtliches Interesse haben, die Einladung ergeht, vom obigen Tage an lncrgcrichts zu erscheinen uud alles zur Aufklärung sowie zur Wahrung ihrer Rechte Geeignete vorzubringen, K.k Bezirksgericht «oltsch am 29. März 1884. (^4^2) K'UNdmachllNg. Nr. 4989. Vom k. l. steierm.-iärnt.-krain. Obcrlandcsgcrichtc in Graz wird bekannt gemacht, dass die Arbeitn zur Neuanlegung der Grundbücher in den unten verzeichneten Catastralgcmeinden des Her-zogthums Kram beendet und die Entwürfe dcr bezüglichen Grundbuchsciulagen angefertiget sind. Infolge dessen wird in Gcmäßheit dcr Bestimmungen des Gesetzes vom 25. Juli 1871, R. G. Nr. 96. der 1. Mai 1884 als der Tag der Eröffnung dcr ueuen Grundbücher dcr bezeichneten Catastralgcmeindcn mit der allgemeinen Kundmachung festgesetzt, dass von diesem Tage an neue Eigenthums-, Pfand« und andere büchcrliche Rechte auf die in den Grundbüchern eingetragenen Liegenschaften nur durch Eintragung in das bezügliche neue Grundbuch erworben, beschränkt, auf andere übertragen oder nusgehobcn werden tonnen. Zugleich wird zur Richtigstellung dieser neuen Grundbücher, welche bei den unten be« zeichneten Gerichten eingesehen werden können, das in dem oben bezogenen Gesetze vorgeschriebene Verfahren eingeleitet, uud werden demnach alle Personen: 2) welche auf Grund eines vor dcm Tage der Eröffnung des neuen Grundbuches erworbenen Rechtes eine Aenderung der in demselben enthaltenen, die Eigenthums- oder Ncsitzver» Hältnisse betreffenden Eintragungen in Anspruch uchmcn, gleichviel, ob die Aeudcrung durch Ab«, Zu- oder Umschreibung, durch Berichtigung der Bezeichnung von Liegenschaften oder dcr Zusammenstellung von Grnndbuchskörpcrn oder in anderer Weise erfolgen soll-d) welche schon vor dcm Tage dcr Eröffnung des neuen Grundbuches anf die in demselben eingetragenen Liegenschaften oder auf Theile derselben Pfand-, Dicnstbarkelts- oder andere zur büchcrlichen Eintragung geeignete Rechte erworben haben, sofcrnc dicfc Rechte als zum alten Lllstcnstande gehörig eingetragen werden sollen uxd nicht schon bei der Anleguug des neuen Grundbuches in dasselbe eingetragen wurden, — aufgefordert, ihre diesfälligcn Anmeldungen, und zwar jene, welche sich auf die Nelastungsrechte unter d beziehen, in der im §12 obigen Gesetzes bezeichneten Weise längstens bis zum letzten April 1885 bei den betreffenden unten bezeichneten Gerichten einzubringen, widrigens das Recht auf Gcltendmachung der anzumeldenden Ansprüche denjenigen dritten Personen gegenüber verwirkt wäre, welche büchcrliche Rechte aus Grundlage dcr in dem neuen Grundbuche enthaltenen und nicht bestrittcncn Eintragungen in gutem Glauben erwerben. An der Verpflichtung zur Anmeldung wird dadurch nichts geändert, dass das anzumeldende Recht aus einem außer Gebrauch tretenden öffentlichen Buche oder aus einer gerichtlichen Er« lcdigung ersichtlich, oder dass cm auf dieses Recht sich beziehendes Einschreiten der Parteien bei Gericht anhängig ist. Eine Wiedcrcinsctznng gegen das Versäumen dcr Edictalfrist findet nicht statt; auch ist eine Verlängerung der letzteren für einzelne Parteien unzulässig. ______ s H. Catastralgemeinde Bezirksgericht Rathsbeschluss vom ^ 1 Gradise Landstrab 12. März 1884. Z. 3320. 2 Böscnberg Laas 12. ., 1884. Z. 3912. 3 Idria Idria 12. ., 1884, Z. 3913. 4 Kropivnil Lacl 12. „ 1884, Z. 3914. 5 St. Michael zu Goba Littai 20, „ 1884. 1,4052. 6 Uuterplanina Loitsch 20. „ 1884. Z. 4130. 7 Obcrgörjach Radmannsdors 20. „ 1884, Z. 4256. 8 Vrezovica Laibach 2«. „ 1884, L-4562. Graz am 2. April 1384.