Echristlkituug: «»chanSgasie Kr. &. IMt» Rt. *1, laletat*«». kk4IIu»k: ta«m» mit ■afcullBC »et 6onn- I. ffrtet-■40 na 11—It Ute e*m. #«a»1*trtt«a merke» ttU»! Irt«gege*ca, aomenlMe «iNilMrt» ...»,- »»«tiihtig . . . . X 1» -Fiit» >a»I«R» ethitzea ftch die t)> i ).].bil;rfr. »» »l< »stiele» »e»Kadaa,«-Gebtt»«ea. Bagclrttflt Sbmieaienli gelte» trtl ,»« Rdtestclliiag Mr. 85 Mi, Mittwoch den 22. Oktober 1913. 38. Jahrgang. Abgrordnrter Marckhl und dieSwatsangtstrUten. Am 19. d. fand unter dem Vorsitz« des Pro« fesiorS Otto Eichler eine überaus gut besuchte Versammlung der StaatSangestellten statt, zu welcher avch die Lehrerschaft eingeladen und zahlreich er-schienen war. Professor Eichler begrüßte die Erschie» neuen aus das herzlichste, insbesondere den Reich«, ratiabgeordneten Richard Marckhl, den Landtags-abgeordneten Dr. Eugen Negri und den Vizebürger« nteister Max Rauscher. In kurzen Worten gab er seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Lehrerschast und die StaatSangestellten, die alle von der gleichen Not betroffen sind, ihre Angelegenheiten gemeinsam vertreten. Schließlich wie» er darauf hin, daß der Zweck der Versammlung die Beratung, Besprechung und Beschlußfassung darüber sei, wer an der Per-ichleppung der Dienstpragmatik schuld sei, die doch daS Minimum enthalte, was die StaatSangestellten verlangen können, und erteilte hierauf dem Steuer» vermalter Klemcntschitsch das Wort zur Erstattung feines Berichtes. Eteuerverwalter Klementschitsch wies darauf hin. daß es sehr traurig sei, daß die in der Dienst» Pragmatik enthaltenen Forderungen der StaatSange« stellten noch nicht in Erfüllung gegangen feien und daß die Staatsbeamten um ihr Recht betteln muffen. Du StaatSangestellten fordern nur soviel, um leben zilönnen, um die Familie erhalten und die Kinder erziehen zu können, und noch dies wenige werde ihnen ungerechter Weise vorenthalten. Der Redner tat einen kurzen Rückblick auf die Leidensgeschichte der Dienstpragmatik und schob die Schuld der Ver-schleppung der Dienstpragmatik aus die Volksvertretung. Ueberav, im Staate, in den Ländern und in den Bezirken, in den Gemeinden und Privatin» ftituten werdt die Lage verbessert, nur die Staats-deamten müffen weiterhungern. E» sei daher kein Liwder, wenn sie des Bitten« und Betteln« satt sind und genug haben davon, daß mit ihrer Not, ihrem Jammer und ihrem Elende vom Parlamente »nd von der Regierung Mißbrauch getrieben werde, Ju allen Versammlungen der jüngsten Zeit und in Z)er Jauernschrcckjäger. Mein Freund Jgnaz ist einer, der fast nie »S der Bannmeile von Margareten hinauskommt. Friedsam betreibt er in der Pilgramgasse ein Kaffee-hau«. Trotz der Monotonie feines Berufes hat er sich ein phantasievolles, leicht entflammbares Herz bewahrt. Er ist auch darin ein echter Wiener. „Wissen S'," sagt er neulich zum Postkontrollor Etrzechnal, einem feiner Stammgäste, »das mit dem lmselsviech da im Steirischen is schon ein Skandal. Treibt sich das Luder a kl ane Ewigkeit in die Berg ll»a»and und wird nöt derwischt. Heutzutage, wo »an sich aus kann Alm zwischen dem Bisamberg «nd dem Ortler mehr ins Gras setzen derf, weil schon a Wurschtpapier von a Touristen durtliegt, an dem ma sich die Hosen settmacht." „Wa« regen S' Ihnen denn auf," erwiderte Etrzechnal phlegmatisch, „warten S' halt noch ein bißerl! Bevor die Dienstpragmatik kummt, werden iü' t schon fangen." „Ja freilich warten I Auf was denn? Bis die Siecher selbst a Freikarten verlangen in die Schön-bnwner Menagerie? — Heut' hab' i gar g'lesen, daß erst am Winter, wann s' die Spuren im Schnee seg'n können, auf an Ersolg rechnen. — Dabei stnigan rund um die ganze Alm lauter Löwenjäger mid Polizeihund'. — Es ist zum Verlachen. Wann a Gas im Stall niast, rennen s' wahrscheinlich alle der Presse werde der Deutsche Nationalberband we-gen seiner schwächlichen Haltung heftig angegriffen und es werde ihm auch vorgeworfen, daß er die Schuld daran trage, daß die Finanzreform und die Dienstpragmatik nicht durchgedrungen feien. Der Redner bat daher den Abgeordneten Marckhl, durch eingehende Aufklärungen die Mißstimmung und die Verbitterung der StaatSangestellten gegen den Na-tionaloerband zu zerstreuen. Er schloß seine Aus-führungen damit, daß die StaatSangestellten klipp und klar fordern, daß die Abgeordneten der Regie-rung früher keine Vorlage bewilligen, bevor nicht die Dienstpragmatik in Kraft getreten sei. Abgeordneter Marckhl ergrcist sohin daS Wort und verweist darauf, daß er bereits unmittelbar vor den Parlamentiferien in einer StaatSangestellten-Versammlung in Eilli einen eingehenden Bericht über den Stand und Werdegang der Angelegenheit er-stattet habe «nd daß seither eine Aenderung nicht eingetreten sei. Wohl aber habe sich begreiflicher-weife die Mißstimmung unter den StaatSangestellten bedeutend verschärft, wie dieS in den letzten Staats-angestelltenverfammlungen und auch in dem heute erstatteten Referate zum Ausdruck gekommen ist. Die Staat«a»gestelllen hätten sicherlich guten Grund, un-zufrieden zu fein und ihren Unmut über die Ber-schleppung der längst beschlossenen Dienstpragmatik Ausdruck zu verleihen. Es könne ihnen auch durch-aus nicht verübelt werden, wenn sich dieser Unmut gegen die parlamentarischen Verhältnisse im Allge-meinen richte, eS sei aber höchst bedauerlich, daß diese wohlbezründete Unzufriedenheit in demagogi-scher Weife zu Parteizwecken ausgenützt werde. Red-ner sei ausrichtig und ehrlich genug, um die Staats-angestellten davor zu warnen, daß sie, wie es den Anschein habe, sich durch demagogische Treibereien auf einen Weg leiten zu lassen, der sie nach der persönlichen Anschauung des Redners kaum zu dem erwünschten Ziele, da« ist in erster Linie zu der endlichen Sicherstellung der durch die Preisverhält-niffe bedrohten materiellen Existenz führen können. Es sei am Platze, vor jener Taktik, zu der sich allem Anscheine nach heute schon ein Großteil der Staats-angestellten bekenunt, zu warnen, daS ist die Taktik, gerade an jenen die schärfste Kritik zu üben, ja sie in der Oeffentlichkeit zu verunglimpfen, die sich, ohne davon, weil s' glauben, der Low' hat ihna schon beim Hosenbod'n." ..Sie können leicht kritisieren da in Jhnan Tschecherl. wo'S nix zum Pürschen gibt als die Flöh' in ihnere Fenstersitz," mischte sich Herr Korber, der Hausherr vom Hirschhaus, ins Gespräch. „Warn S' scho amal in der Nacht im Wald? Hab'n S' schon a G'wehr in der Hand g'habt? I bin a Jager, i waS, wia ma achtgeben muaß, daß ma si in dera Finstern nöt verstößt. Und jetzt stell'» S' Ihna in so an murdSfinstern Wald eini und wartn G', bis a Löwe kommt! Sie, der scho unter« Billard kriacht, wen» Jhner Alte au» der Kaffa einerschaut. Dös gebat a feine Losung, wo ka Forscher schaun müaßt, von wem'S iS!" „Herr von Korber, Sie werden aggressiv! Gott fei Dank, i hab' beim Militär Nachtmanöver gnua durchg'macht und g'schossen hab' i, daß i sast die Schützenschnur kriegt hätt'. Mein Kurasch laß i net Hanseln, so viel davon wär' i a no aufbringa, wie die Helden da drunten auf dera Alm. — Und wann der Löw' kummt, der hätt' nix z'lachen. I brauchst nöt lang auf die „Losung" fchau'n. I gebat dem Mistviech selber a »Losung", a militäri-sche: Marsch ins Jenseits!" „IS das Ihr Ernst?" fragte mit Nachdruck Herr Keinrath, der Eigentümer von der Marien-apotheke, der bisher geschwiegen hatte. demagogische Nebenzwecke zu versolgen, aufrichtig und ehrlich der Interessen der Staatsangestellten angenommen hoben nnd noch heute annehmen. Vor einer solchen Taktik müsse deshalb gewarnt werden, weil sie gerade die ausrichtigsten Vertreter der In» teressen der Slaotsangestellten zu entmutigen und abzustoßen geeignet fei. Dies fei ober angesichts dei Umstände«, daß die Dienstpragmatik, auch wenn sie Gesetz tv«he, sicherlich noch wesentliche Frage offen lasse und auch in materielle»- Hinsicht die auch im Interesse der übrigen BcvölkerungSkreise höchst wün« schenSwerte endgiltige Lösung nicht herbeiführe, zu vermeiden. Redner kommt sodann auf die Vorwürfe zu sprechen, die gegen den Nationalverband in dieser Beziehung erhoben werden. Er könne mit ruhigem Gewissen sagen, daß die Mitglieder des National-verbandeS im StaatsangestelltenauSschusse mit voller Hingebung und soweit es überhaupt möglich war, im Einvernehmen mit den Angestelltenorganisatione» gearbeitet haben. Daß sie und der Nationalverband sich aber in eine Lizitation mit den Sozialdemokraten und ihren Nachbetern und Nachläufern nicht ein» lassen konnten, kann ihnen nicht verübelt werden. Redner betrachtet es als geradezu politisch unanstän» dig, wenn man, um sich selbst oder irgendwelchen Parteizwecken zu nützen, in demagogischer Weis« Wünsche auslöst oder hinaufschraubt in dem Bewußt« sein, daß sie unter den gegebenen Verhältnissen bei» besten Willen nicht realisierbar seien, wenn man also, wie dies geschehe, mit der Not der Beamtenschaft zu Parteizwecken ein falsches und srevleS Spiel treibe. Nicht die Mitglieder deS NationalverbandeS haben ein solches Spiel getrieben, sondern jene, die heute die Verantwortung aus die abwälzen wollen, die die StaatSangestellten gegen den Nationalverband ver« hetzen, insbesondere aber die, die grundsätzlich von der Unzusriedenheit breiter Massen ihr Dasein fristen. Es sei zweifellos ein Fehler gewesen, daß sich ein Teil der Staatsangestelltenschast, getrieben von der begreiflichen Mißstimmung, sehr bald der sozialdemokratischen Partei in die Arme geworfen und dieser ihre Fachpresie schrankenlos zur Verfüg» ung gestellt habe. Ebenso verfehlt fei es gewesen, daß ein Teil der Staatsangestelltenschast sich mit ihren ursprüglich bescheidenen Forderungen der De- „Mein heiliger, ich gib Ihnen mein Ehren» wort." „Dann müssen Sie hinfahren. Ein so ent» fchlosfener, energischer Mann tut dort dringend not." „I hinsahr'n? Was hätt' i denn durt ver-lur'n?" „Aha, er ziagt schon z'rück," hänselte spitzig Herr Kvrber. „Mit'n Maul san s' immer am wei» testen voran, die Herr'n von der schwindsüchtig«» Kurage." „Wann'S a Wett' gült, fahr' i l A fo a Stückl muaß natürli a 'was tragen," replizierte der Kaffee» sieder und hoffte damit einen Trumpf auszuspielen, der ihm einen honorigen Rückzug ermöglichte. Er wurde enttäuscht. Der Apotheker erwiderte in feinem unbeirrbarem Ernste: „Ich halte die Wette! Hundert Kronen nebst den Fahrt« und Zehr» kosten, wenn Sie eine Nacht auf dem Anstand im Raubtiergebiet zubringen. Bei Ihrem Schützentalent können Sie in diesen mondhellen Nächten dem Un» tier sogar den GarauS machen. Sie wissen, daß die Augen der Großkatzen im Dunkeln leuchten. Da können Sie ruhig zielen." AuS dem ganzen Lokal drängten die Gäste h«rzu, die die seltsame Proposition vernommen hatten. Mein Freund Jgnaz kam nicht mehr zu Worte. Von allen Seiten wurde er angratuliert. — Die Stammgäste staunten über ihn. — Fast schien Seite 2 Aücht mazogie, die ihre Neye nach allen Seiten auswarf, äkkommodierte und dadurch unter den gegebenen Ver-Hältnissen, mit denen jeder ernste Politiker rechnen mußte, die Realisierbarkeit auch der bescheidenen Forderungen erschwerte. Redner verweist zur Dartuung dieser Tatsache aus die Kritik, die seinem Antrage zum § 31 der ursprünglichen Regierungsvorlage seitens sozialdemo-kratischer Abgeordneten und auch in Fachblättern zu« teil wurde, einem Antrage, der vorher vor der näm-lichen Seite als unannehmbarer Kompromißantrag bezeichnet wurde. Dem Nationalverbande werde zum Vorwurfe gemacht, daß er cS nicht verstanden habe, luf das Herrenhaus entsprechend Einfluß zu nehmen und es zur Annahme der Beschlüsse deS Abgeordnetenhauses zu bestimmen. Für jeden Kenner der parlamentarischen Verhältnisse sei eS klar, daß dieser Vorwurf unberechtigt sei. Redner verweist in dieser Beziehung nur auf daS Schicksal seines vom Plenum des Ab-geordnetenhauses einstimmig angenommenen Gesetzes-antrageS betreffend die Regelung der dienstlichen und materiellen Verhältnisse der Kanzleisffizianten. Es fei eine Irreführung, wenn behauptet werde, daß der Nationalverband durch einen Druck auf die Re-gierung bestimmend auf das Herrenhaus hätte Ein-fluß nehmen können. Weiters werde dem Nationalverbande zum Vor-würfe gemacht, daß er umgefallen sei, und sich den Beschlüssen des Herrenhauses akkomodiert habe. Es sei dies nach Fühlungnahme mit den Organisationen der StaatSangestellten erfolgt, im Bewußtsein, daß man unmöglich die Verantwortung dafür hätte über-nehmen können, wenn infolge Beharrens auf den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses die StaatSange-stellten selbst um die bescheidenen materiellen Vorteile die ihnen die Dienstpragmatik bringt, durch daS Scheitern des großen Werkes aus lange hinanS ge-bracht worden wären. Bei der im Herrenhause vor-waltenden Stimmung, die sich insbesondere gegen die Zeitvorrückung richtet, wäre letztere« zu er-warten gewesen. Und wenn man sich schließlich r»t° schloffen habe, den Beschlüssen des Herrenhauses bei-zutreten, so sei dies angesichts der Not der Staats-angestellten und des daraus entsprungenen Wunsches der überwiegenden Mehrheit derselben, die Dienst-Pragmatik baldigst zu verabschieden, nur zu be-zreislich. Ein weiterer Vorwurs richtet sich dagegen, daß der Nationalverband von seinem ursprünglichen Be-schlusse aus dem Verlangen nach einer Julitagung zu beharren, abgekommen sei. Redner maße sich nicht die Rolle eines Verteidigers des National-verbände» an. Er sei hiezu als einfacher Streiter unter 100 Mitgliedern nicht legitimiert. Er wolle aber mit seinen Ausführungen eine ungeschminkte, möglichst objektive Darstellung deS Sachverhaltes geben und überlasse gerne daS Urteil und die Kritik hierüber den interessierten Kreisen und seinen Wählern. Er selbst sei nicht nur im Nationalverbande sür die Abhaltnng einer Iulitagung eingetreten, sondern habe auch diesen Wunsch gelegentlich im Budget-ausschuffe gegenüber den Gegenströmungen unbeirrt ihm seine neue Rolle zu gefallen: «Jgnaz, der Löwenjäger." t.H Herr Korber, der Apotheker und der Postkon-trollor kamen nun über die übrigen Modalitäten rasch inS Reine. Herr Keinrath sollte die JagdauS-rüstung aus seinem FunduS besorgen, Herr Korber den Helden bis zum Ansitz geleiten und ihn von dort wieder abholen und nach Wien bringen. — Am SamStag wollten sie wieder herinnen sein und JgnazenS Bravour mit einer Flasche tzschampuS be-gießen. — »Ziagn S' dem Viech die Haut ab und brui-gen Sie s' unS mit," riefen die Gäste. Eben wollte man sich trennen, als der Post-kontrollor, der noch einen Blick in die letzten Abend-blätter geworfen hatte, dem Eafötier zurief: „Lassen S' Ihnen auf Ableben versichern. Es soll kein Löw' sein, sondern ein ganzes Rudel Wöls'!" • Es war ein wunderschöner Herbstabend, als sich Freund Jgnaz mit seinem Pacemaker Korber von dem kleinen Orte Pack in das gefährdete Ge-biet emporarbeitete. Der Schauder-Jörg aus Mo-driach, der die Gegend wie ein Skalpjäger kannte, sollte unseren Helden aus den Ansitz sühren. Be-gleitet von den guten Lehren, die ihm schon der Köflacher BezirkSkomwissär und ein Dutzend ersah-rener BerusSjäger und Amateure aus den Weg ge-geben hatten, waren sie zu Mittag verschwitzt in Pack angekommen. Jgnaz hätte am liebsten dort vertreten. Da aber der Beschluß des Nationalver-bandeS aus der Iulitagung zu beharren, allein schon die Obstruktion einzelner Parteien ausgelöst habe, ein Vorkommnis, das wohl nur im österreichischen Parlamente möglich sei, so muß man der Anschau-ung Gerechtigkeit widerfahren lassen, daß daS Be-harren auf diesem Beschlusse zur Ausschaltung des Parlamentes gesührt hätte, und daß damit vielleicht wohl der Stimmung in den breiten BevölkerungS-kreisen Rechnung getragen worden, den Staatsan-gestellten aber sicherlich nicht genützt gewesen wäre. Nur daS Interesse an dem endlichen Zustandekommen des Finanzplanes und der Dienstpragmatik und daS Bewußtsein, andernfalls die Stimmung bei jenen Parteien, die sich gegen die Iulitagung ausgesprochen haben, zu verderbe», hat die Mehrheit deS Verbandes bewogen, von dem ursprünglichen Beschlusse ab-zugehen, dies aber erst nach der bekannten Zusicherung der Regierung hinsichtlich der ad personam Bejör-derung, der Rückwirkung der Dienstpragmatik und der baldigen Wiedereinberufung des Abgeordneten« Hauses. Die kommende Herbstsession werde die Ge» lcgenheit bieten, zu prüsen, ob die Regierung diese ihre Zusicherung eingehalten hat. Redner bespricht sodann eingehend die Haltung der Mitglieder dcS NationalverbandeS gegenüber den bekannten Anträgen der Abgeordneten Tomschik und Diamant und verweist aus die Unmöglichkeit der Realisierung dieser Anträge, aus die Folgen, die im Falle ihrer Annahme eingetreten wären und ins-besondere daraus, daß der Antrag Diamant auch seinem Wesen nach vollständig seinen Zweck verfehlte. Die Voraussetzung sür das Gesetzwerven der Dienst-pragmati sei anerkanntermaßen angesichts des Jnnt-tims, von dem weder die Regierung, noch das Herrenhaus abzubringen seien, die Verabschiedung deS sogenannten kleinen Finanzplanes. Der National' verband habe sich deshalb bemüht, aus das baldige Znstandekommen des Finanzplanes hinzuwirken und nicht seine Schuld sei es, wenn bedauerlicherweise gerade in dieser Beziehung eine Verschleppung Platz gegriffen haben. Dies sei die Schuld gerade jener, die heute die Not und den Mißmut der Staats-angestellten zu durchsichtigen Zwecken mißbrauchen. Daß die Mitglieder deS NationalverbandeS im Staats« angestelltenausschusse sür die Staats und Eisen-bahnangestellten nichts erreicht hätten, sei unwahr. Er verweise beispielsweise aus das Dienergesetz, aus die Zusicherung der Regierung hinsichtlich-der Eisen-bahner und der ad personam-Ernennungen, sowie der Rückwirkung der Dienstpragmatik und ähnliche, wenn auch bescheidene Errungenschaften. Man ver» lange dafür keinen Dank, allein sich darüber, sowie über die ernsten Bemühungen der Mitglieder deS Nationalverbandes in den einschlägigen Ausschüssen einsach hinwegzusetzen, sei ungerecht und unbillig. Redner beanspruche sür seine Person nichts anderes, alS die Anerkennung, daß er ehrlich bemüht war, nach besten Kräften nicht nur den persönlichen Wünschen einzelner Staatsangestellten entgegenzu« kommen, sondern auch die Interessen der Staats-angestellten im Allgemeinen zu deren Besten zu ver« treten. Wenn heute behauptet werde, daß die Re- eine Nachtruhe gehalten. Aber KorberS sehr ernste Vorstellungen von der gesährdete» Wette und des in der kleinen Ortschaft postierten Oberleutnants Mahnung, daß die kommende Nacht wegen des zeitlich zu erwartenden Vollmondes die günstigste sei, trieben den Kaffeesiedtr zur sosortigen Durch-führung. Einen Stich gab es ihm allerdings, als der Offizier erwähnte, daß das Untier letzte Nacht gerade in dem als Ziel seiner Expedition gewählten Almgebiet eine junge Kuh gerissen habe. Im In-nern verfluchte er feine Voreiligkeit. Aber um alles in der Welt hätte er dem fo selbstsicheren Oberleut-nant nicht das „wulerte" Gefühl in seiner Magen-gegend eingestanden. Jetzt stiegen sie schon die zwei Stunden durch Latschenkiefern und Krüppelholz bergan. Ab und zu war ein Graben zu durchqueren, manchmal kamen sie durch schüttere» Nadelwald. Endlich verkündete ihnen melodisches Geläute im ersten Abenddämmerv die Nähe der Almen. Herr Korber blieb stehen und wischte sich den Schweiß ab, während er sich nach dem schwersällig nachkommenden Kasfeesieder wendete: „Marantana," meinte er völlig ernst, „wann ma ana g'sagt hätt', daß i Ihna amal in so ana Maschkaradi seg'n wär, i hätt' eam ins Gesicht g'lacht. Der reinste RosaschandorZ Und wann ma Ihna mit'n Kugelstutze» anschaut, möcht' ma gar nöt glauben, daß Sö zwanzig Jahr' mit der Ser-vietten umananda g'rennt san. — Nur die Platt- gierung im Falle der Behinderung der Verabschiedung des Budgetprovisoriums durch Beharren aus der Iulitagung die Dienstpragmatik mit dem § 14 iai Werk gesetzt hätte, so sei die« eine bewußte Irre« führung. die auf das entschiedenste zurückgewiesen werden muß Wenn unlängst in einer Versammlung die Aeßerung gefallen sei, daß der Nationalverband stett nur einig war im Erfinden und Bewilligen neuer Steuer», die den Tschechen, Polen. Slowenen und Albanern zugute kommen, so überlasse jv die Beurteilung einer derartige» tendenziösen SlimmungS-macherei um so leichter der unvoreingenommenen Öffentlichkeit, als einerseits der Nationalverband bisher keine neuen S:euern bewilligt hat, anderseits aber gerade ihm der unberechtigte Vorwurf gemacht werde, daß er die Verabschiedung deS Finanzplanes bisher »och nicht zu Stande gebracht habe. Solch« Bemerkungen fallen außerhalb des RahmenS einer objektive» Kritik. Sie sind geeignet zu verdächtigen und entbehren der auch iu politischen Dingen not« wendigen Lauterkeit. Redner bespricht schließlich die Aussichten der Herbsttagung und weilt die Zumutung, daß der Nationalverband die Verantwortung für allsällige Hemmungen und für andere Faktoren auf sich nehme» müsse, als unbillig^ zurück. Es sei nicht Ausgab« dei NationalverbandeS, die Ordnung in Galizieu un» in Böhmen herzustellen, und damit die Hindernisse, die der alSbaldigen Verabschiedung deS Finanzplanes und einer geordneten ParlamentStätigkeit im Wege stehen, zu beseitigen. Dies sei Ausgabe der Regi runz und soweit er die Stimmung unter den Mitglieder» dc« Nationalverbandes kenne, feien diese nichl ge-sonnen, weiterhin sür die Regierung und die ichulvi-gen Parteien die Prügel einzustecken. Pflicht der Regierung sei es, diese Hindernisse zu befeitigen und wenn das gegenwärtige Regime, dem ja^ in erster Linie die Wahrung der Interessen der Staatsange-stellten obliegt, dies nichl zustande bringt, so^ möge sie daraus die Konsequenzen ziehen. BorauSnchtlich werde die obwaltende Stimmung dahin sühren, vaß man unter dem Drucke der politischen Ueberlastunz und, da jede Selbstausopferung ihre Grenze haben muß, die Bewilligung eines BudgedprovisoriumS und anderer sogenannter Staatenotwendigkeiten von der vorherigen Sicherstellung der Verabschiedung deS Finanzplanes abhängig machen werde. Dem gegen» wärtigen unerträglichen Zustande müsse einmal ein Ende gemacht werden. Langanhaltendcr Beisall folgte den Ausführungen des Abgeordneten. Zu dem ausführlichen Berichte deS Abgeordneten Marckhl übernahm hierauf der Sleuerassislent Pristolitfch Stellung und behauptete, daß der Ernst, mit dem der Nationalverband, der auch ostmalS als staatserhaltende Partei bezeichnet werde, die Förde-rungen der Staatsbeamten vertreten habe, nichl aus der Höhe der Situation gewesen fei. Redner ver-wies auf die Zeit der Wehrvor lagen, in der Gele« genheit geboten war, auch die Dienstpragmalik durch« zubringen. Er hob auch die Verdienste deS Adze-ordneten Wastian um die Staatsbeamten hervor und füaß müass'n S' Ihna abhobeln lassen, dö erinner» stark an daS frühere Metier." . „Sö kennau Jhnan HauSmasta frozzeln. der muaß sich'S g'sall'n lassen. — Gift mi eh. daß i mi auf dö Narretei ei'lass'n hab'." „Sö müassen net glei' in d' Luft geh n? Sonst nimmt maS für d' Angst, die sich a Ventül sucht. Glaub'n ©', i kräul mit Ihna da aussa, daß ma Grobheiten sag'n? Ich bin für Ihna vom Wett-komitee sozusagen a Amtsperson und bitt' um den notwendigen Respekt." Jgnaz unterdrückte die aussteigend« Re-plik, denn der Almbub. der vorauSgespcungw war. kehrte mit der Meldung zurück, daß sie bald an der in Aussicht genommenen gü„-stigen Stelle anlangen würden. Er habe eben »it dem Grobleitner Bauern gesprochen, der ihm da< Platzerl gezeigt habe, wo seine .kloane «check* rige Nacht ihr jungfräuliches Leben gelassen. Nach einer Viertelstunde, in der sie eine AI» übeiquert hatten, auf der eine Rinderherd«, ohne jede Ahnung, daß da ihr Schutz und Schirm »or> überstapie, geistlos wiederkäute, waren sie au Ort und Stell«. Der Platz war brillant gewählt. Am Rand« der Alm zog sich schütterer Nadelwald hm, von knie« hohen Zwergsträuchern durchsetzt. Er fiel in eine ze« ringe Schlucht von felsiger Tieie ab. in der ver-gangene Nacht der Ueberfall geschehen war. Zei« Nummer 85 Deutsche Wach« Sctte S bezeichnete den Umstand, daß der Nationalverband Mtenteil« aus Agrariern bestehe, als ein Hemm-mi für die wirkungsvolle Tätigkeit deS Verbandes zugunsten der StaatSangestellten. Assistent Pristolitsch stellte schließlich den Autrag, nachstehende Entschließung anzunehmen: „Die heute in Lilli versammelte EtaatSbeamtenschaft erblickt in der Zugehörigkeit ihre« Abgeordneten zum Deutschen Nationalverbande ein wesentliches Hemmnis ihrer Interessen und ladet kn Herrn ReichSratSabgeordneten Marckhl ein, außerhalb dieses Verbandes allein oder im Vereine mit dem Abgeordneten Wastian mit allem Nachdrucke ßch für die Beamtenforderungen einzusetzen." Zu dieser Entschließung ergreift Abgeordneter Marckhl abermals daS Wort und verweist darauf, daß der Nationalverband nicht allein zur Vertre-timg reiner Slandesintereffen, sondern hervorragend auch zur Vertretung unserer nationalen Interessen gegenüber den Aspirationen der Slawen und so auch insbesondere der Südslawen sverpflichtet fei. Er, Redner, sei in Anbetracht der Verhältnisse in Oester-reich der ehrlichen und festen Ueberzeugung, daß ein Zusammenschluß der deuifchfreiheitlichen Elemente, vie sie im Nationalverbande erfolgt fei, eine natio-»alt Notwendigkeit fei, insbesondere können die Ver» tteler der bedrohten alpenländischcn Gebiete dieses Zusammenschlusses und deS darin gebotenen Rückhaltes nicht entbehren. Wenn im Verbände nicht «llcs so sei. wie c« sein soll, so sei es Pflicht des einzelnen Mitgliedes, das von der Notwendigkeit dieses Zusammenschlusses, so wie er überzeugt sei, auf eine Verbesserung hinzuwirken. Er sür seine Person vermeide eS, die Verantwortung von sich ab-und auf den Verband zu überwälzeu. Er stehe für das, was er getan habe, voll ein, müßte aber dann, «enn feiner Tätigkeit der ihm durch den Verband gebotene Rückhalt entzogen würde, jede weiiere Ver-antwortung ablehnen und, bei seiner Ueberzeugung «erharrend, die einzig mögliche Folgerung ziehen. it sei kein VerbandSfanatiker, wisse aber den Wert eines derarligen Zusammenschlusses zu schätzen und mpsindr in der Zugehörigkeit zu dem Verbände (einerlei Hemmung in seinem Tun und Wirken. Wenn der Vorivurf erhoben werde, daß der Natio-ealvnband anläßlich der Abstimmung über die Vehrvorlage nicht die Lösung deS Junktims der dieustpragmatik mit dem Finanzplane durchgesetzt habe, so beruhe dies auf der Unkenntnis der da-malten Sachlage. Damals habe ein solches Junktim nicht bestanden, wohl aber habe der Verband im Sinne der deutschen Wählerschaft die strikte Förde-runz gestellt, daß den Tschechen und Südslawen ihre Opposition beziehungsweise Obstruktion gegen die Wehrvorlagen nicht durch irgendwelche Zuge-stäudnisse abgekauft werde. Diese Zusicherung wurde zezebe» und eingehalten, und hätte es nun sicherlich befremde» müssen, wenn nunmehr der Deutsche Na-tilmalverband selbst die von ihm verpönte Taktik eingeschlagen hätte. UeberdieS habe er die Wehrvor-Kzen bewilligt in der festen Ueberzeugung, damit m Interesse der sür uns notwendigen Bündnis« Politik und somit in einem evident nationalen In-ttrefse zu handeln. Wenn auf die Zusammensetzung seitS stieg der Berg mit dichtem Baumbestände hoch hinan. .illso, mir san doda", hub Herr Korber an. »ich! setz u S' Ihna hübsch klan in den Busch durt md geben i' auf die Schlucht guat acht. Der Mond kummt eh schon siri, 'S wird glei so hell snn, daß da unl'n jeden Heuschreck seg'n können, ilus d' Alm brauchen S' »et acht geben, ! hab'S mi „Hallal," g'lefn, daß der Löw' aus die Baum nt: außergeht. Ich geh' jetzt mit'n Girgl in die Ilwhütt'n ummi. Denn 's muaß recht stad fei und i schnarch zlaut, da traut sich der Wüstenkümch nöt oup. Und um den Schuß möcht i Ihna nöt drin« ga. Murg'n in der Fruah hol i Ihna wieder a, zed'a v' acht, daß Sö'S derled'n! Weidmannsheil, Herr Cafetier!" Jgnaz blieb allein. Die Dämmerung war vor-beigegangen, eS wurde Nacht. Die ungewohnte Ver-(uijamung siel ihm auf die Nerven. Er dachte mit »ochsender Sehnsucht an sein Kaffeehaus in der Pilgramgasje, an die Tarockpartie, bei der er ost (tiitzte, an Strzechnals resignierte Beamtenphilof»-»hie. Der hell erleuchtete Raum mit feinem Kaffee-tarnst und dem diskreten Klappern der Karambol-stjf>e rief in ihm ein Gefühl deS elementarsten Heim-„(H'S wach. Hier war es schaurig. Nichts als das zeitweilige Geläute einer noch bummelnden Kuh und der heisere Schrei irgend eines Raubvogels im fer-nrn Horste. Und vor ihm durch die Bäume als zraadunkle Rinne erkennbar die Tiefe, aus der jeden deS NationalverbandeS verwiesen werde, so müsse Redner daraus verweisen, daß die deutschen Agrarier im Gegensatz« zu den agrarischen Vertretern der Tschechen und Slowenen einhellig sür die Dienstprag-matik bezw.die damit zusammenhängenden Forderungen der nicht unter die Dienstpragmatik fallenden Kategorien von StaatSangestellten sich ausgesprochen habe. ES wäre bedauerlich, wenn die begreifliche Not und Miß-stimmung der deutschen Staatsangestelltenschast sie dazu brächte, sich über die nationalen Interessen unv so auch über die Notwendigkeit des parlamen-tarischen Zusammenschlusses aus nationaler Basis hinwegzusetzen. (Lebhafter Beifall.) Bergkommissär Bauer stellte sodann den An-trag, mit Rücksicht daraus, als bei der Versamm-lung auch Nichtwähler anwesend seien und durch derartige Beschlüsse nur der nationalen Sache ge-schadet werde, die vom Steuerassistenten Pristolitsch beantragte Entschließung nicht zur Abstimmung zu bringen. Steuerassistenl Pristolitsch erklärte nun, daß die Resolution nur die Forderung enthalte, daß Abge-ordneter Marckhl sich tatkräftigst sür die Beamten-sorderungen einsetze, eventuell im Vereine mit dem Abgeordneten Wastian. Von einem Austritt des Ab-geordneten Marckhl aus dem Verbände habe cr nicht gesprochen. Mit der Begründung, daß er mißver-standen worden sei, zog Pristolitsch feinen Antrag zurück. Im Namen der Lehrerschaft sprach hieraus Lehrer Ferdinand Porsche und dankte sür die Ein-ladung zu dieser Versammlung. Da der Landtag bisher nur Zulagen, aber keine GchaltSregulierung bewilligt habe, teilen die Lehrer noch immer mit den StaatSangestellten dasselbe Los. Die Lehrer-schaft fetz« Hoffnung auf dir Erledigung deS Finanz-planes und sie werde für die Forderung der Staats-angestellten eintreten, was sie auch von den Ange-stellten bezüglich der Lehrer erhoffe. Redner ersucht schließlich »m Annahme folgenden Antrages: „Nach Erledigung des Finanzplanes sind die dem Lande zu überweisenden Beträge unter allen Umständen nur zur «ndgiltigen Lehrergehaltsregulierung zu ver-wenden. Nachdem noch Landtagsabgeordneter Dr. Negri erklärt hatte, daß es heilige Pflicht jedes Abgeord-nete» sein wird. daS gegebene Versprechen einzu-lösen und daS LehrergehaltSgesetz zustande zu brin-gen, wurde der Antrag deS LehrerS Porsche einstimmig angenommen. Steuerofsizial Hluszik beantragte hieraus nach-stehende Entschließung: „Die österreichischen Staats-bediensteten haben e» satt, noch weiterhin mit ihren Lebensinteressen srevlerisch spielen zu lassen. Sie verlangen von den Parteien bei Zusammentritt de» HauseS die sofortige Herbeiführung einer Klärung der Situation im Sinne der sofortigen Verwirk« lichung der Dienstpragmalik und ihrer Annexe und erklären heute schon, daß sie sür die unausbleiblichen Folgen einer weiteren Verschleppung Regie-rung und Parlament verantwortlich machen." Abgeordneter Marckhl erklärt« hiezu, daß er gegen die Annahme der Resolution nichts einzuwen- Augenblick die wilde Bestie hervorspringen konnte, der er dann Aug' in Aug' gegenüber stehen mußte. Sein Herz begann zu pochen, er drückte die Flinte an die Wange, um seine Wehrhaftigkeit besser z» fühlen. Umsonst, die Angst war da I Sich selber du:ft« er es ja eingestehen. Aus irgend einem Grunde wurde daS Vieh aus der Alm hinter ihm plötzlich unruhig, die Kühe brüllten und sprangen von ihren Rastplätzen auf. Jgnaz fühlte, wie ihm daS Blut vom Herzen weg-strömte und feine Knie bebten. Mit gesträubten Haare starrte er in die Schlucht. Und jetzt trat das e n, waS er schon in Wie» gefürchtet hatte. Kaum Hunderte Schritte vor ihm knackte das Gebüsch, ein Stampfen wurde hörbar, begleitet von tiefem Schnauben. ES kam auS der Schlucht herauf, gerade auf ihn zu . . . * Als Herr Korber mit dem Knecht Girgl den Jgnaz vom Ansitz abholen wollte, fand er ihn auf einem drei Meter hohen Aste mit angezogenen Knien halberstarrt sitzen. Der Stutzen lag einen Steinwurs weit im Gebüsche. „Mi wundert'S, daß meine Haar' net weiß wur'n san von dem Zchreck'n, stammelte er, als er endlich wieder am Boden stand. „A Glück, daß i auf den Bam auffi summa bin, sonst wer von dem EatanSviech a uo a Menschenleben zu beklagen." „Ja was war loS." fragte Herr Korber. „Frag'» S' net fo blöd I Der Löw' is auf mi zua, den habe, für seine Person aber einer Mahnung in der in der Resolution angedeuteten Richtung nicht bedürfe; wenn aber darin von einem frevlerischea Spiel die Rede sei, so lehn« «r «inen derartigen Borwurf sür seine Person ab und betrachte ihn als erhoben wider jene, die in der Tat au» reiner De-magogie und ihren Parteizivecken zuliebe mit der Not und Mißstimmung der Beamten ein falsches Spiel treiben. Steuerofsizial Plucharz verlangte trotzdem ent« schieden, das Wort „frevlerisch" in der Entschlie-ßung zu behalten und begründete feine Forderung damit, daß Abgeordneter Hoffmann v. Wellenhof in einer Beamtenversammlung in Graz behauptet habe, es fei möglich und auch durchführbar gewesen, die materiellen Vorteile aus der Dienstpragmatik Herauszugreisen; da jedoch Abgeordneter Marckhl sich dagegen ausgesprochen habe, so sei dies als ein frevlerisches Spiel mit den Interessen der Staats« beamten zu betrachten. Gegen diese Behauptung machte sich unter den Versammelten sofort eine laute Mißstimmung gel-tend, doch ging man bald, ohne weiter aus die un-sinnige Behauptung des Steuerofsizials Pluharz einzugehen, zur Abstimmung über den vom Steuer« ofsijial HluSzik gestellten Antrag, welcher ange-nommen wurde. Die Anfrage des Steuerofsizials Pluharz an den Abgeordneten Marckhl. welche Umstände ihn be-wogen haben, gegen die Anträge Diamant und Licht zu stimmen, beantwortete der Abgeordnete in auS-jährlicher Weife. Schließlich dankte Steuerverwalter Klement-schitfch dem Abgeordneien Marckhl sür seine AuS-führungen und stellte den Antrag, dem Abgeord-neten das vollste Vertrauen auszusprechen, welcher Antrag unter lebhaftem Beifalle angenommen wurde. Abgeordneter Marckhl dankte hiefür in herz-lichen Worten und erklärte, daß er sich durch Trei-bereifn nie werde beirren lassen, daß er vielmehr die Interessen der StaatSangestellten stets vertreten und nicht ruhen werde, bis deren Wünsche erfüllt fein werden. Der neue Kiinllikt mit Serbien. Zu Beginn deS Monates weilte der serbische Ministerpräsident Pasic in Wien und in eingehenden Besprechnngen mit dem Minister des Aeußeren, Grasen Berchtold, gab er die beruhigendsten Er-klärungen über die serbische Politik ab, wobei er ausdrücklich betonte, daß Serbien sich bezüglich Albaniens streng au die Londoner Beschlüsse halten werde. Die österreichische Oeffentlichkeit nahm da-malS von den Erklärungen des serbischen Minister-Präsidenten mit Vergnügen Akt, bestand doch seit jeher keinerlei Abneigimg gegen Serbien als solches; der Widerstand, den Oesterreich-Ungarn zu Zeiten der serbischen Politik entgegensetzen mußte, richtete sich in erster Linie gegen gewisse südslawische Uto- an den Bam. auf dem i g'fess'n bin. hat er sie g'ried'n und hat g'schnaust wia der Teufel. Weil i nöt abi bin, hat er sie Gott sei Dank wieder verzog'»." Korber und der Girgl waren starr. Doch aus einmal begannen beide zu lachen, daß sie sich di« Stile halten mußten. Auf Jgnaz wütende Frag«, ob si« übergeschnappt feien, deuteten st« unter rrnruten HeiterkeitSausbrüchen aus einen kreii-runden, tiefgrünen Fladen, der am Fuße deS Bau-meS als nicht mißzuverkennende Visitkarte lag. „Mit Jhnan Bauernschreck gengan S' baden," brachte Korder endlich hervor, ,daS is ka Raubtier« lofung, das fennan do schon die klan Kinder itt WeanI" * Dem Wortlaute der Wett« nach hatt« mein Freund Jgnaz gewonnen. Als man ihn bei der Feier feiner Heimkehr nach der Haut fragte, die er dem Raubtier hätte abziehen sollen, erwiderte er: .Ihr habt'S leicht srozzeln da in Wean, öS kenntS nur kritisieren, aber besser machen kenntS öS net. Ich hab' zwar kan Löwen bei meiner d' Haut ab-zng'u, aber i war wenigstens in der gefährdeten Zone und hab' mir an tüchtig'» Schiefer beim Bamkraxln einzog'«. Das is immerhin a waS." ©etu 4 pien, die in Belgrad eine vielleicht allzu eifrige Pflege fanden. Rachsicht gegen die piemontesifch« Idee, wie sie aber manchen serbischen Politikern von der Schattierung der „Narodni Odbrana" vorschwebt und die e» zu Zeiten verstanden, da« gesamte serbische Volk in den Bannkreis ihrer Agi-tation zu ziehen, hätte nichts anderes geheißen, als die Gebietshoheit Oesterreich-UngarnS selbst preis-zugeben. Umfomehr konnte die Rückkehr Serbiens gerade in der albanesischen Frage zu einer Politik der realen Einsicht in Wien befriedigen und dies schon auS dem Grunde, als gerade die Schaffung Albanien« die gefährlichsten Konflikte hervorgerufen und Oesterreich-Ungarn e« nur mit dem Ausgebote einer beispiellosen Geduld erreicht hatte, daß inter-nationale Komplikationen vermieden wurden und doch da« große Ziel — Albanien — erreicht werden konnte Run wird von mancher Seile über die Grün» dung Albanien« gelächell und doch liegt gerade in dieser Handlung Oesterreich-Ungarn« die einzige Ge-währ, die den dauernden Frieden am Balkan ge« währltisten kann. In Albanien ist der Hebel ge-geben, der jederzeit gegen südslawisch« Großmacht«-aedanken in Bewegung gesetzt werden kann «nd de«-halb muß Albanien in seiner heutigen Form be-stehen bleiben und weiter ausgebaut werden. Schon während der Anwesenheit Pasic in Wien wurden zweiselnde Stimmen laut, die an der Ausrichtigkeit der serbischen Politik zweifeln wollten und sie scheinen Recht zu behalten. Nach Niederwersung de« Aibanesen-ausstände«, der durch die unmenschliche Behandlung der an Serbien gefallenen Albanesen geradezu pro-voziert worden war, erhebt sich nun in Belgrad der Ruf nach einer Grenzrektifikation und e« wird er-klärt, man werde die im Verlaufe der Kämpfe im autonomen Albanien besetzten Punkte nicht mehr heran«geben, wobei nebenbei bemerkt, die serbischen Truppen ihren Vormarsch im autonomen Albanien unter surchtbaren Verheerungen weiter sortsetzen. Oesterreich-Ungarn hat gegen diese« Vorgehen scharsen Protest erhoben. Serbien hat wieder nach seiner gewohnten Manier eine gewundene Antwort gegeben, e« wird sich aber die«mal täuschen, der verhängnisvolle Oktober ist wieder da. und wenn man in Bel-grad der Ansicht ist, man könnte Oesterreich-Ungarn wieder durch ein endloses Frage- und Antwortspiel zu kostspieligen Mobilisierungen treiben, so ist die« eine fehlerhafte Ansicht, deren Folgen für Serbien nicht abzusehen sind! Heute steht die internationale Situation so. daß keine einzige Großmacht sür Serbien Partei nimmt. Sollte daher Serbien all-zulange zögern, der Forderung Oesterreichs nach Respektierung der Grenzen de« autonomen Albanien Folge zu leisten, so wird man in Wien ganz ein-fach diesen Wunsch auf andere Weife durchsetzen; die Bevölkerung wird aber ausathmen, wenn durch eine energische Operation dieser nie endenden ser-bischen Quälerei ein Ende bereitet ist. Brstrrrkichischftindlichk Drnwnflraiilmi'n inLuituich Laibach, 18. Oktober. Die Hetz- und Wühlarbeit der slowenischen Presse in Laidach hat ihre verderbliche Wirkung aus die slowenisch« Bevölkerung nicht verfehlt. Jnibe-sondere ist «S da« serbophile Tagblatt der radikalen Jungslowenen ,Dan". welche« eine maßlose Sprache führt, die österreichischen Gefühle auf da« tiefste verletzt, überhaupt alle«, wa« österreichfreundlich ist, mit Kot bewirft. Leid«r folgte auch der „Sloven»ki Narod" anläßlich der Jahrhunderfeier dem bösen Betspiele und nahm entschieden gegen die Feier Stellung, indem er behauptete, daß die slowenische Bevölkerung die Gesühle der Deutschen nicht teilen könne, da die Schlacht bei Leipzig nicht nur das Jllyrien Napoleon«, sondern auch alle Wohltaten, welche die Franzosen den Slowenen gebracht haben, vernichtet, wie volkSvergistend diese unausgesetzten Hetzereien und Wühlereien aus die slowenische Be-völkerung wirken, zeigte sich beispielsweise beim süns zigsten JnbiläumSseste des Laibacher EokolvereineS. dtnn eS varen die Häuser deS bekannten sloweni-schen Hetzer« Orazen und zweier anderer sloweni. scher Hausbesitzer anläßlich dieses Feste» mit ferbi-scheu Fahnen beflaggt. SS steht wohl als Unikum da. daß da» Regierungsblatt, die „Laibacher Zeit-ung", von dem slowenischen Blatte «Slovenec" Lü» gen gestraft werden mußte, weil sie schöngefärbte, übertriebene und unwahre Berichte über da« Sokol« fest veröffentlichte. «teutsche Am 16. d. nachmittag« würd« ein Transport lowenifcher Rekruten mit dem Personenzug der Süd-»ah» befördert. Vor der Abfahrt de« Zuges schwenkte einer der Rekruten den Hut und schrie vor dem Po-izeibeamten zum Fenster hinaus: Zivio Srbija! ES lebe Serbien l) Der Name dieses Demonstranten wurde festgestellt. Zu wirklich peinlichen Demonstrationen kam eS au« Anlaß der Jahrhundertfeier der Völkerschlacht iei Leipzig in Laibach, trotzdem der Bürgermeister Dr Tavcar auch die slowenische Bevölkerung aus-gefordet hatte, mit Rücksicht darauf, daß auch flo-wenifche Krieger in jener Schlacht gefallen seien, die Däuser zu beflaggen. Seiten« de« StationSkomman» do« wurde am Vorabende ein militärischer Zrpfen-streich und am folgenden Tage eine Feldmesse ange-ordnet. Schon beim Abmärsche der Militärkapelle au« der Kaserne begleitete eine große Menge slowe-nischer Demonstranten dieselbe mit Johlen. Schreien und Pfeifen, wobei e« zu wiederholten Zusammen-stößen mit den Deutichrn kam, welche die sloweni-ichen Demonstranten beschimpften und anrempelten, >o daß die Deutschen zu wiederholtenmalen in eine gefahrvolle Lage kamen. Die Deutschen bewahrten, wie immer, Würde und Anstand. Die Staatspolizei schritt energisch e«n und machte die Bahn sür d«n Festzug srei, welchen die Demonstranten wiederholt in Stauung zu bringen versuchten. Am Domplatze kam es zu Ausschreitungen, wobei di« Demonstranten eine drohende Haltung gegen die Staatspolizei ein-nahmen, infolgedessen der Polizeikommissär eine Ver-hastung vornehmen ließ. Die Demonstranten beglei-teten den Zug dann weiter mit Lärmen, Schreien und Pfuirufen, wobei sie unaufhörlich die deutschen Begleiter beschimpften, anrempelten und sogar mit Fußtritten bedachten. Schließlich marschierte» di« Musikkapelle vor da« Radetzkydenkmal in der Stern-aller und spielte dort die Bolkshymne. welche die deutschen Zuhörer mit Hochrusen begrüßten, während slowenischerseii« Zivio- und Pereatruse ertönten. Die Polizei verhinderte bi« zum Abmärsche der Musik-kapelle jede weitere Störung und e« trat eine de-monstrative Still« ein, während sich die slowenischen Demonstranten sammelten und plötzlicy das berüchtigte Hetzlied „Hej Slovane" anstimmten. Eine De-monstration großen Umsange» fand sodann vor dem »Narodni dom" statt. Die in großer Menge ver-sammelten slowenischen Demonstranten brachen in stürmische Rus-: Zivio Napoleon I Zivio Zllyrien! aus und stimmten dann die kroatische National-Hymne „Lepa naSa domovina" an. Da der Lärm und Tumult immer größer wurde und die Demonstranten auch den Polizeikommissär, der nur mit zwei Polizeimännern sich dort befand, verhöhnten, wnrde Sukkur» herbeigerufen und weitere 5 Ver« Haftungen wurden vorgenommen und zwar btfande» sich unter den sechs Verhafteten fünf Arbeiter und ein Student, der Sohn eines slowenishen Steurr-einnehmerS. Bei der Feldmesse war die große Sternall« ab-gesperrt, so daß der Mob verhindert war. irgendwie zu demonstrieren. Vielleicht trägt auch die Art der Berichterstat-tung der amtlichen Laibacher Zeitnng zur Verwirrung der VolkSmassen bei, welche alle slowenischen Veranstaltungen, die entschieden einen österreichisch-feindlichen Charakter tragen, in der breitspurigsten Weise schildert. ES sei beispielsweise bemerkt, daß die Laibacher Zeitung wiederholt bei ihren Berichten in letzterer Zeit da» berüchtigte tschechische Hetzlied Hej Slowane als slowenische Hymne bezeichnete und eS daher nicht zu verwundern ist, wenn De-monstranten sich desselben bedienen. Pulitischr Rundschau. Der steirifche Landtag beschloß SamStag seine kurze Tagung. Zn der Sitzung am SamStag wurde tatsächlich die Errichtung einer deutschen Mädchenbürgerschule in Marburg und einer slowenischen Knabeubürgerschule in Sachsenseld beschlossen. Der deutschnationale Verband deS Land-tageS gab seine Zustimmung zur Errichtung der Bürgerschule in Sachsenseld in der Erwägung, daß die in Cilli, die durch diese Schulgründung in der Tat gefährdet wird, Konzessionen geboten werden, wodurch di« Gefährdung annähernd wettgemacht werden dürfte. ES bleibt abzuwarten, ob diese Hoff-nung nicht trügerisch sein wird, wir bauen aber in dieser Frage ganz auf unsere bewährten Vertreter im Landtage, welche die nationalen Interessen un- Rummer sö serer Stadt pflichtbewußt wahren und auch in der letzten Tagung de» Landtages vollkommen gewahrt haben nnd de« uneingeschränkten Vertrauen» ihrer gesamten Wähler sicher sein können. Der Nationalverband und di« Staat»-deamten. In seiner am Montag stattgesundenen Voll-Versammlung faßte der Deutsche Nationalverband folgenden Beschluß: Der Verband beschließt, daß vor der Erledigung deS Finanzplanes in die 8«-ratung anderer Materien nicht eingegangen wird. Der Nationalverband erklärt daher, nicht ftüher in der Lage zu sein, irgend eine neue Forderung der Regierung in Verhandlung zu ziehen, bevor di-Durchführung der Dienstpragmatik und die sonst damit verbundenen Maßnahmen für die nicht in die Dienstpragmatik eingeteilten StaatSangestelltea und Arbeiter, sowie die sür die Erfüllung der Lehrer-bedürfnisse unbedingt erforderlichen Ucberweifunzm an die Länder sichergestellt sind. Der Nationalverband tritt an die anderen parlamentarischen Verbände mit der dringenden Btte heran, die rascheste Erledigung deS Finanzplanes zu ermöglichen und zu dies«« Zwecke die Zahl der Redner und die Dauer der Reden auf daS Mindestmaß de« ErforderUchen z» beschränken. Weiter wurde mit 36 gegeu 12 Stimmen folgender B-schluß (Antrag Teufel) gesagt: Der Deutsche Nationalvtrband erklärt, daß er jeden Ber> such, ander« Vorlagen vor der Erledigung dc» FinanzplaneS zu beraten, mit den schärssten parla« mentarischen Mitteln verhindern werde. .Xus SlUiil und Land Jahrhundertfeier. Die eigentlich« Zahr> hundertfeier in der Stadt Eilli fand am Tawft», den 18. d. abend» statt. Um 8 Uhr erschienen ob Balkon deS Rathauses hellodernde Fackeln und auch schmetternde Fansarentöne veikündtten der vor de« Rathause erschienenen Volksmenge den Beginn der Feier. Hieraus veranstaltete man vom Rathaus« aui einen großartigen gackelzug, an dem sich der Bürger» meister Dr. Heinrich von Jabornegg der Bürger« meisterstellvertreter Max Rauscher sowie all« deutsch« Vereine CilliS und über 100 Mitglieder der Schul. vereinSortgruppe Gaberje bei Eilli beteiligten. D«r Fackelzug durchzog alle Hauptstraßen und machte vor dem Deutschen Hause Halt, wo umringt von toi helleuchtenden Fackeln und LampionS der Turnvem« mit hellen LampionS einen Lichterreigeu veranftaltete, der den zahlreichen Zusehern eine» überau» »et!» Anblick bot. Hieraus stiömte alleS in daS Deutscht HauS, wo eine erhebende Feier die Deutschen Mit vereinte. Der Obmann deS Hochschülerverbandet cand. jur. Richard Koroschetz e>öffnete den Aden» mit einer herzlichen Ansprache an die Festgiste ank erinnerte st« daran, daß eS in dieser weihevovni Stunde gilt, daS Gedächtnis jener Zeit zu ftm». in der daS deutsche Volk sich aufgerafft, di« Zesiiii deS korsiflben JocheS gesprengt und sich nach heiße», erbittertem Kampfe die Freiheit wieder errungen Hit. Diese Erinnerung an vergangene Heldentaten mSze auch unS neuen KampfeSmut und neue Kraft geo» nen lassen, denn auch wir sühren hier einen heiß« Kamps, auch wir ringen um unsere Freiheit ira& unser« Unabhängigkeit. Schließlich begrüßte der Lor-sitzend« die überau« zahlreich erschienenen Säfte, fc der große Saal samt Galeri« und d«r kleine iaiil kaum fassen konnten, insbesondere aber begrüßte a den Bürgermeister der Stadt Eilli Dr. von Zab»r> „egg, Bizebürgermeister Max Rauscher, die Abztold-nelen Richard Marckhl und Dr. Eugen Regri. m'-> chen letzterem er insbesondere dasür dankte, daß an dem Werke der Befreiung mitarbeiteten und wie schließlich ihre Arbeit mit dem glänzenden Sieze über Napoleon bei Leipzig gekrönt wurde, der das deutsche Volk wieder frei machte und auch jenen na> litnalen Gedanken gezeitigt hat. der auch heute noch in dem Bündnisse Oesterreich» und Deutschland? ver-wirklicht erscheint. Mit den Worten „Heil dem Bünd-nisse Oesterreichs und Deutschland?', schloß Dokt»r Regri seine glänzende Rede, die einen nicht enden-wollenden begeisterten Beifall auslöste. Brausend dvrchdröhnte dann die Wacht am Rhein den Saal. In ausdi ucksvoller Weise trug Herr Sucher Theodor KörnerS „«uiros", M. E. ArndtS „DaS Gebet bei der Wehrhastmachung eine» deutschen JünglingS", H. von LleistS „Germania an ihre Sinder", F. Laogheinrichs „Um die Freiheit" vor. Der Turn-verein trug durch nette Stabübungen, die liebliche Räbchen vorführten, und herrliche Pyrami^engrup-jxn, die an die meisten der Turner eine überaus fhwere Ausgabt stellten und die von Seite der Zu-sther reichen Beifall ernteten, zum schönen Gelingen lies Festes bei. Die beiden Gesangvereine fangen ßdnaui wirkungsvoll unter Leitung des Herrn Bür-zerichullehrers Stindl „Lützows wilde Jagd" und da« „Schwertlied-. Die MusikvereinSkapelle füllte die Paufen durch schöne und äußerst flotte Musik stücke au». Aus dem Postdienste. Der Poftofsizial Karl Schneid in Cillr wurde über fein Ansuchen nach Graz übersetzt. — Oberpostmeister Julius Burgholzer in Rann wurde auf fein Ansuchen in gleicher Eigenschaft nach Murau und der Oberpost-meister Stephan Kastelitz in Spittal a. d. Drau in gleicher Eigenschaft nach Raun übersetzt. — Die Post- und Telegraphendirekiion hat die Anwärtern: Ludmilla Pciovar zur Postossiziantin für Luttenberg ernannt. Perfonalveränderungen bei der Süd bahn. Er nannt wurde Rudolf Jakhel, Revident in L-iilmch, zum StaiionSchef in Salloch. — Versetzt wurden die Slationschej» Johann Arhar, Station«-chef in St. Peter in Krain. als Resident »ach Villach (Hauptbahnhof); Karl Stefin, Revident und StaiionSchef in Salloch, als StaiionSchef nach St. Peter in Krain; der Oberrevident Franz Lavric von Görz (Südbahnhof) »ach Graz (Hauptbahn-Hof); die Assistenten Viktor Devetak von Loitsch nach Trrent; Rudolf Segula von Hrastnigg »ach Stein-brück; Josef «erne von Hrastnigg »ach Loitfch; Johann Zapecnik von Steinbrück nach Marburg (Hauptbahnhof); Franz Ljnpfa von Loitsch nach Hrastnigg; Anton Selan von Sesana nach Opcina (Südbahnhos); Johann Sabatin von Römerbad nach Pragerhos; Rudolf Lojk, provisorischer Assi-stellt, von Pattrnion Feistritz nach Urrterdraudurg; Fra.'z Zekar, provisorischer Assistent, von Kranichs. seld-Frauheim nach WuchernMahrenberg; die Be-amtenaspiranten Bruno Vrba von Wucher» Mahren-berg nach KranichSseld.Frauheim; Friedrich Churfürst von Pößnitz nach Mühlbach. Pensioniert wurde mit 1. d. Heinrich Stümpfe!, Oberinspektor, Vor-standstellvertrrter und Fachreserent für den Vor-kehrSdienst beim BetriebSinspektorat Trieft. Trauung. In Feistritz im Rosentale bei Klagenfurt wurde Dienstag Professor Dr. HauS RadakowitS, derzeit am Gymnasium zu Plan in Böhmen, mit der Lehrerin Fräulein Maihilde Bock, der Tochter des Südbahn-Reviventen i. P. Bock in Laibach, getraut. Trauzeuge» waren die Postkon-trollore Eduard Burian in Laibach und Josef Begusch in Leoben. Professor Dr. RadakowitS hat früher in Leoben gewirkt und entstammt einer be-kannten Sillier Bürgerfamüie. Auszeichnung. Dem Postkontrollor und Vorstande des Militärpost- »nd Telegraphenamtes in Trebinje Herrn Anton Kuß, einem Eillier, wurde in Anerkennung seiner sehr ersprießlichen Dienst-leistung das goldene Verdienstkreuz mit der Krone verliehen. Benefizkonzert der Cillier Musik oereinskapelle. Am 5. d. veranstaltete die MusikvereinSkapelle im Deutschen Haufe unter der Leitung des Musikdirektors Herrn Jos. K. Richter und unter sreundlicher Mitwirkung der Herren Dr. K. L. Freyderger und Fritz Schweyer ihr dieSjäh-rigeS Benefizkonzert bei vollbesetztem Saale. Ed. GriegS schwungvoller Huldigungsmarsch aus „Sigurd Jor>alfar" machte den Ansang. Die vielen Schön heiten dieses erhabenen Werke« kamen wunderbar zur Geltung. Gleich darauf folgte die romantisch verklärte Sommernachtstraum . Ouverture von F. Menvelssohn-Bartholdy. Die elsenhaft huschenden Geigenstellen und die in eigenartige» Klangzauber gehüllte» Holzbläserharmonien waren von herrlicher Wirkung. Hierauf kam E. M. v. Weber« „Auf-forderung zum Tanz". Fr. Schuberls „Unvollen-dete" in g-moll bildete daS Ende deS ersten Teile«. Die beiden letztgenannten Werke errangen einen stürmischen Begeisterungserfolg. Den zweiten Teil des Programmes eröffnete K. L. FreybergerS neues Werk sür Bariton (Herr Fr. Schweyer) und Or- ehester „Die Tageszeiten". Die ungemein stimmung«-volle Dichtung »st von Jul. Schütz. Das Werk be-steht au» einem kurzen Vorspiel und aus vier T«i-len. Die prachtvolle Vertonung dieses herrlichen Stimmungsbildes erfuhr unter der persönlichen Leitung des Tondichters eine vollendete Wiedergabe. Herr Fr. Schweyer als Solist, der uns mit seiner Stimme schon oft erfreute, sang seinen schwierigen Part mit großem Verständnis. Sein weiches Organ mischie sich mit den Orchestersarben in wundervoller Weise. — Hierauf kam D. AlaraS Doppelkonzert für zwei Violinen und Orchester. Dieses technisch ungemei» schwierige Werk fand durch die Herren H. Meißner und Fr. Strunz als Solisten eine vortreffliche Wiedergabe. Als nächste Nummer folgte FreybergerS schöner Walzer, der stürmischen Beifall erntete. Ed. JnterbergerS „Sommerflirt" setzte die Reihe sort. Sein Melodienzauber nahm alle» ge-sangen. Tosender Applaus spendete dem Tondichter den wohlverdienten Dank. Den Abschluß deS zweite» Teiles bildete Ed. JnterbergerS flotter Marsch „GrüneS Steirerland". Wanderlehrer Georg Müller, dessen fesselnden Vorträgen wir schon wiederholt zu folgen Gelegenheit halten, wird in der nächsten Zeit im Siaditheater wieder einen Lichlbüderabend über die Dolomiten veranstalten. Kegeladend. Von nun an finden wieder jeden Samstag die Kegelabende des Deutschen Ath-letikfpvrtklubS auf der Winterkegelbahn de» Hotel Mohr statt. Von Vereinsmitgliedern eingeführte Gäste sind herzlich willkommen. gur Bürgermeisterwahl in Rann. Die Gemeindeausschußivahle» in Rann, die am L8. Jänner durchaus im freiheitlichen Sinne aus-gefallen waren, wnrden von den Slowenen Dr. Lud-wig Sticker und Franz Lipaj aus ganz nichtigen Gründen angefochten. Die Statthalter« hat im Ein-vernehmen mit dem LandeSauSschusse die Einwen-Wendungen als unbegründet abgewiesen und die Wahlen bestätigt. Auf Grund dieser Bestätigung wurde vom gewesenen landeSsürstlichen Kommissär Herrn August Faleschini die Wahl in den Gemeinde-vorstand für den 7. d. M. ausgeschrieben. Unter dem Vorsitze des an Jahren ältesten GemeindeauS-fchiißmitgliedeS Herrn Johann Zechner sollte obige Wahl stattfinden. Herr Johann Zechner beantragte, zum Bürgermeister den gewesenen langjährigen Bürgermeister Herrn August FaleSchini wiederzu-wählen, ein Antrag, der allgemeine Zustimmung sand; dieser dankte jedoch für das neuerlich bewiesene Vertrauen, bedauerte aber, die Bürgermeisterstelle nach 20jähriger ununterbrochener Amtstätigkeit wegen Ueberbürdung und einer in letzterer Zeit gegen seine Person gerichteten verletzenden Aeußerung nicht mehr annehmen zu können. Er dankte allen Herren, ins-besondere dem gewesenen langjährigen Bürgermeister-Stellvertreter Herrn HanS Schniderschitsch, für ihre tatkräftigste Unterstützung und beantragte, Herrn Hans Schniderschiisch, Apotheker i. Rann a. d. Save, zum Bürgermeister zu wählen. Da sich Herr HanS Schniderschitsch nicht sogleich bereit erklärte, die Bürgermeisterstelle anzunehmen, wurde die Wahl des Gemeindevorstandes vertagt und sür den 11. o. ausgeschrieben. Bei dieser wurde sodann Herr HanS Schniderschitsch einstimmia zum Bürgermeister und Herr August Faleschini über eindringliches Ersuchen mehrerer GemeindeauSschiißmitglieder, ebenfalls einstimmig, zum Bürgermeisterstellvertreter gewählt. Beide Herren erklärten, die Wahl anzunehmen. Ein Rohling. Wie seinerzeit berichtet, wurde der Hilfsarbeiter Johann Farcnik von dem Moler-gehilfen Emil Eappellari derart durch Schläge miß-handelt, daß er nach einigen Tagen das Kranken-HauS aufsuchen mußte. Farcnik ist nun gestern den Berletzunge« erlegen, während Emil Eappellari flüchiig geworden ist. Heite 6 Deutsche Wacht Nummer 85 Sind Lungrenleiden heilbar? Diese äusserst wichtige Frage beschäftigt wohl alle, die an Asthma, Lungen-, Kehlkopftuberkulose, Schwindsucht, Lungenspittti-kaUrrh, veraltetem Husten, Verschiebung, lange bestehende Heiserkeit leiden und bisher kein« Heilung fanden. Alle derartig Kranken ^rtalte, von uns BV~ vollständig umsonst ein Buch mit Abbildungen "WU aus der Feder des Herrn Dr. m«d. Outtmann, Cnefant der Finseokuranstalt slber das Thema: „Sind Lungenleiden heilbar?" nebst einer Probe unseres bewährten diätetischen Tees. Tausende, die«^en«ell>en ^,s^r haben preisen ihn. Praktische Aerzte haben diesen Tee als hervorragendes IMtetikum bei Lungentuberkulose (Schwindsucht), Asthma, chronL hem Bronchial- und Kehlkopfkatarrh gebraucht und gelobt. Der Tee ist kein Geheimmittel, er besteht aus Lieberschen Krautern welch, laut kaiserlicher Verordnung dem freien Verkehr überlassen sind. Der Preis ist so billig, dass er auch von weniger Bemittelten angewendet werden kann. Um jedem Kunden ohne jedes Risiko seinerseits Gelegenheit zu geben, den Tee zu versuchen und ihm Aufklärung über die Art 8eineI^®"* zu verschaffen, haben wir uns entschlossen, jedem Krank-n ein Buch über „Sind Lungenleiden heilbar!'"nehrt eiMr:Probe unseres Tees vollständig umsonst und portofrei zu obersenden. Man schreibe eine Postkarte mit genauer Adresse an Puhlmann & Co. Berlin 67,, Mn-uelstr. Wegen des Auftretens der Cholera in Grohkanizsa wurde über Ermächtigung des Ministeriums des Innern in Polstrau (Bezirks-hauptmannjchaft Peitau) eine sanitäre RevisionS-ftation errichtet. Taufe eines steirischen Kugelballons. In Marburg sand Sonntag die Tause des vom „Berein für Lustschissahrt sür die Steiermark" an-gekauften Kugelballons statt. Der Ballon, welcher den Namen „Steiermark" erhielt, unternahm nach der seierlichen Tause eine Fahrt, mit ivelcher eine Ballonversolgung durch Kraftwagen verbunden war, die der Steiermärkische Automobilklub veranstaltete. Der Ballon landete 20 Kilometer nördlich von Marburg. Den Ausstieg hatten süns Personen mit-gemacht. Eine grohe Automobilfahrt Wien-Spalato veranstalten dieser Tage die österreichi-scheu Saurerwerke in Wien, welche acht sür die dalmatinische Postlinie bestimmte Omnibusse zur Ab-lieserung bringen. Die acht Qmnibusse, die nach den neuen Errungenschaften aus daS vornehmste ausge» stattet sind, liessen Donnerstag den 23. d. gegen 6 Uhr abends in Eilli ein und sahren Freitag den 24. d. um 6 Uhr früh nach Laibach weiter. Die Karosserien der Wagen sind aus Aluminiumblech hergestellt, um einerseits da« Eigengewicht zu ver-mindern, anderseits den Karosserien eine große, e Festigkeit zu geben, al« eS mit den Holzkonstruk-tionen möglich ist. Eine eigentümliche Art des Selbst Mordes. Am 16. b. srüh wurde der bei den Ehe-leuten Josef und Jule Premelic in Lopeleuc zu Besuch weilende, 69 Zahre alte Franz Kunej (Lchwic-gervater des Premelic) i» der neben dem Hause be-findlichen HauSlache tot gefunden. Sunej, der öfter Selbstmordgedanke» geäußert hatte, legte feinen Kopf in die Hauslache und ersäufte sich. Kohle wird teurer! Ich liefere jedoch Trifailer StA- n»d Mitt-Nohlc zum Haus, gestellt per Meter-zentner um H s «o F. Pellc s Wwe. Schnell ertappt. Am 20 d. erstattete der hiesige Möbelhändler Johann Jossek bei der städ-tischen SicherheitSwache die Anzeige, daß sein Haus-diener Karl MuSkateuc, dem er am selben Nach' Mittage den Auftrag erteilt habe, auf dem Frachten-bahnhofe i» Eilli mehrere Möbelstücke auszulösen, wofür er ihm einen Betrag von 201 K. einhändigte, mit dem ganzen Gelde verschwunden sei. MuSkateuc hatte seinen Dienstherr» vorher auch auS dem Schreibtische das Arbeitsbuch entwendet. Die städtische Sicherheitswache und der Gendarmerieposten in Eilli leiteten sosort eifrigst Nachforschungen ein. Herr Jossek verständigte von diesem Borsalle auch das Gendarmeriekommando in Tüffer telegraphisch. Bevor noch da» Telegramm eingelangt war, war bereits MnSkateuc in Tüffer verhaftet. Der dortigen Gast-Wirtin Frau Anna Gradt, bei der MuSkateuc zechte, erschien dieser wegen deS großen Gelddetrage« sehr verdächiig und zeigte ihn sofort bei der Gendarmerie an. die ihn sosort verhaftete. Bei Muskateuc wurden noch 160 K. vorgesunden den fehlenden Betrag hatte er sür einen neuen Anzug verwendet. Muska-teuc wurde dem Kreisgerichte Eilli eingeliefert. Ein sechsjähriges Mädchen erschossen. Am 19. d. vormittag verließen die Eheleuie Franz und Franziska Mlinar in Podgorje bei Wöllau ihr Haus und ließen ihr« zwei Kinder, den 11jährigen Viktor und die sechsjährige Marie zurück. Bald nach-dem sich die Eltern entfcrnt hatten, kam zu den ge-nannten Kindern auch der 10-jührige Nachbarssohn Rasael Krotiilk. Als »un Bikior Mlinar vom Dach-boden Brot holte, folgte ihm auch Rasael Kortnik, der aber nicht sofort den Dachboden verließ, sondern noch oben herumkrappclte, bis er schließlich ein ver-steckteS Gewehr fand, welches geladen war. Er spannte den Hahn und schoß in das Borhaus hinab, wo eben das sechsjährige Mädchen stand und durch den Schuß getroffen, zusammenfiel. Durch den Schuß erschrocken, eilte Viktor, der eben das Brot aufge-schnitten hatte, ins Borhaus und sand sein Schwesterchen am Boden, den Rasael Kortnik aber sah er flüchten. Dieser rief un«erwegS die Worte auS: Die Miß! habe ich getroffen. Da« schwer ver-letzte Mädchen wurde sofort ins Krankenhaus nach Eilli gebracht, wo es aber nach zwei Stunden den Berletzungen erlag. Der Baier deS Kindes wird gerichtlich zur Beraniwortung gezogen werden, da er daS Gewehr nicht gut genug aufbewahrt hatte. Durch eine Prozession gerettet. Vor einigen Tagen ging der Besitzer Leopold Risner nach iZonobitz und behob doit i» der Loitokollekiur einen «mbo. Oa er dies her um er zählte, kam eS auch dem 18 jährigen Taglöhner Josef Habjan zu Ohren, der dem RiSner auf dem Rückwege auflauerte und zu Boden warf und ihn des Geldes und seiner zwei Fingerringe berauben wollte. Als Risner sich währte, schlug ihn der Räuber mit einen Prügel und er wollte ihn auf diese Weife kampfunfähig machen; in diesem Augenblicke kam aber eine Prozession daher, worauf Habjan flüchtete. Er wmde bereits verhaftet und dem Gerichte eingeliefert. Von Stufe ZU Stufe kommi jeder herab, der an chronischer Stuhlträgheii, Verstopfung oder Ob-stipation leidet und nicht dagegen die notwendigen Vor lehrungen trifft. Die Ansammlung der Speisereste in den Gedärmen ruft Gefühl von Volllein, Druck, Un» behagen, Austreiben de» Bauches durch Saie und Winde, Störungen des UnterleibbluitaufeS, »tembeschwerden (bei Herzkranken mit unmiitelbar bedrohlichen Erscheinun-gen), ärgerliche iLemüiSstin-mung und Unlust zur Ar» beit, Eingenommenheit des Kopfes, Schwindel und Ueb-lichkeiien, Pfortaderstockungen, schmerzhast quälende Hämorrhoidalleiden, die. durch längere Zeit vernach-lässigt, chirurgische Eingriffe notwendig machen. Melaa-cholie, Hypochondrie, ja selbst Selbstmordgedanken her vor. Ein GlaS Hunyadi J.ino« Bitterwasser täglich bringt die ersehnte Erleichterung. Zahrr-Creme Mundwasser^ m MC m :mm »s ssem UWg I Fay'8 ächte 1 Sodener Mineral Pastillen * i I H k< >:< >:< :>:< >:< >:<>:<>:< >:<>:< »: >:< 'm&z&zMSM werben aos dt»n Heilquellen III U. XVIII der Oe-meinde Bad Soden tun Taun«» herfeiMll', di« «ich seit Jahrhuri dorten bei Huslen, Heiserkeit, Bronchialkatarrh ▼orxüg'lieh hevfthrl haben, Nachahmungen weise Mao lurüek, Prei» Kr, 1,35 per 8«h achtel - Aber all erhältlich. N $ . Gedenket Veite« und -iegatm! Deutsche Volksgenossen; fördert daS Deutsche Haus durch Spenden, Mitgliedschaft und regen Besuch! Steckenpferd- Lilienmilchfeise von Bergmann Se 9o„ Tetsltien a. fflbe bleibt nach wie vor unerreicht in ihrer Wirkung gegen Sommersprossen sowie unentbehrlich für eine ratio-ne»e Haut- und Schönheitspflege, wa» durch täglich einläutende Anerkennungsschreiben unwiderieglich de-(tätigt wird. » 30 h vorrätig in Apotheken, Drogerien und Parsameriegeschäjien ic. Desgleichen bewährt sich Bergmann's Liliencreme .Manera" wunderbar zur Erhaltung ,arlee Damenhände ; in Tuben a 70 h überall voriäiig. Wenn tor Msrlitnkl>lftt uns nicht schmeckt, so meinen wir. der Kaufmann habe uns schlechten Bohnenkaffee geliefert. Meistens liegt der Fehler in der unrichtigen Wahl des Kaffee-gusatzes. Der „Aechte: Franck: mit der Kaffeemühle" verdient unsere wärmfte Empfehlung. ^Richter 1 ffSFSS Original rSTSS: ftrlwt Filiale Cilli. Hulanleate AuNfAhrunir von Hfirsrn* nuslrftcrn. I>hernähme von Wertpapieren zur Ausbenahrnug und Verwaltung Belehnung von Wertpapieren. Vermletun* von Nlrlierhrltaaehranh-flkehern (*afea.) Filiataa In Keichenberg, Uabloar. Sau, Olmiitz BieliU, Jitgerndorf, Troppau, Rum borg, BrBnn. Lina Hohenelbe, Dornliirn, Salzburg Mähr. - Sthönberg, Neititieheli, Gra«, Leoben, Königinhof, Klagen fürt, Villach. — Kxpoaitnrea in Kriedek-Miatek and llraanau. Annahme von (J eidern tnr Verilmani Im Konto-Knrrent oder auf ElnlacN-HAeher. Kreditbriefe auf sämtliche Haupt- und Nebenplätze dein- und Auslande». Drucksorttli jeder Art liefert die Beremslmlhdrilckerei „Celeja" in Cilli. Ausweis über bie in städtischen Schlachthause in der Woche vom 13. bis 19. Oktober 1913 vorgenommenen Schlachtungen Iowie die Menge und «attung des eingeführten Fleisches. Name de« Fleischers Friedrich Johann Z»»ge> Ludwig . xne4 Bernhard . Refldr Ludwl>, . tt*tofd)et Ialob JUbeuKhegg Joses öellal jtiani . . Sieljer Joses . . vappan Johann ^l»kgq!hunoi| . Plchschal /trunj. Joses . . «avwliie . . . vnoalt .... »«». rianeHI^Ttrt Weiht is gaiurs 6tlltfra_ t s •e Q o 8 10 s 8 « B ■e i« 9 i « ■ö .s « «5 B | " R M 0t} Eingeführtes Fleisch in Kilogramm • c * i «> Q g l 9 ~ S £ « « « ■E I § •e r > i» «5 18 12 2 t 5 2 416 17 25 100 Fahrkarten- nnd FracUeiie nach Amerika kSnigl. belgischer Postdampfer der „Red Star Lina von Antwerpen" direkt nach New-York nnd Boston koazet». Ton d«r höh. k.k. Osterr. Regierung. Man «ende «ich wegen Frachten und Fahrkarten an die Red Star Line Ln Wien, IV, Weyrlngerguse 14 lieopold Prankl Grac, Joannenmrlng IS Jtlllua l'opprr in Innsbruck, 8üdbahn«traaae 2 Frans Uoiene Laib ach, Bahnhofgaaae 85. 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