«r«numel»ti,n»prei«: lw» lomvtvlf »«n,l-f>. l>, h«lbj, N. ««<», Mr die HustcNnn« !n« Hau» halbj. bo ll. »l<« ber Post ,an,j. ft. ll>, haldj. fi. ? b«. Freitag, 2. November. I»l«ltlo«»««»»bl: Fill Nel«e I»s««»t« b<» ,n 4 >j«ll»n »5 t,,, «lofelt pr. >j«il« « ll.l b»! öst«e» lVi«b«yolnng«! pi. Zeile » n. 1877. Amtliches Theil. Allcib^s/' "'^ ^' Apostolische Majestät haben mit Stalls E'Uschlicß.lng ^,„ 25. Oktober d. I. dem Joseph Sabalic' in Zara in Nn-Diciis.s >s, ' "^ uielMrigen treuen und ersprießlichen Klass "'..!? den Orden der eisernen Krone dritter geruht ^"chsicht der Taxen allergnädigst zu verleihen Vlle^!.' l und l. Apostolische Majestät haben mit Direll x bntschließnng vom 17. Oktober d. I. dem Bal,,^ Staatsgynmasiüms in Capodistria, Jakob le„g ^' " Anerkennung seines verdienstvollen Wir« Osh. '" schrämte das Ritterkreuz des Franz Joseph, "lergnädigst zn verlelhen «eruht. Vlller^s/' ""d t. Apostolische Majestät haben zufolge Gullr?' Entschließung vom 20. Ollober d. I. dem ^l ckl - ^^ Franzislanerklosters in Ve-chin, Georg W,ch?a' "' Ancrtennllxa seines vieljähriaen berufstreuen Nncidins. ^ »oldcnc Verdicnstlrenz mit der Krone aller-^^i" verleihen geruht. ^ilchtalutlicher Theil. Desterreichilcher Neichsrath. n^ Vitzung des NbgeordnetenhauseK. N,. ^ . »ien, 30. Oltober. Handel«,^""! ber Sitzung gelangt ein Schreiben des ^lae Ml r^^^s zur Verlesung, womtt derselbe "utf '"""^N« Ermächtigung einen Gescheut-e^^' stressend die theilweise Aenderung des Ueber, »chaft "'" "'u dcr privilegierten Süd bahn gesell. l0.I ,°°ln l3. i!lpril 186? und des mll derselben am Da« - abgclchlosse.'en Vertrages, vorlegt. G.„.» Haus jchrcltet sodann zur Fortsetzung der ^Nlln ^" da« Gesetz, betreffend dic Ent- do„ stll,,^ ^" des Herrn Iustizministers, der ihn mißoer. ^'slnb^ ' ^" Redner keineswegs im Interesse der H7."°au.Ul!ttrnehmer gesprochen habe. b'Poch . "°lh der Berichterstatter Abg. Freiherr Gest«, ^ oie von verschiedenen Rednern gegen das ^bsti,,^ brachten Ausführungen widerlegt, wird zur ^u>,a ^ selchritteu. Die beiden in der letzten ^telll" "?" b" Abg. Kozlowsli und Lienbachcr ^Umarl' >'. °Ut' den Gesetzentwurf an den Ausschuß tz^/^ltung zurück zu verweisen, werden abgelehnt, und beschließt das Hau«, in die Spezialoe batte des OesetzeS einzugehen. Der ß 1 des Gesetzes wird imt einem vom Ab» geordneten Lien bach er gestellten Nmendement angenommen. Dieses Amendement lavlet: „Die Zuerlen-nung deS Enleignungsrechtes bei Eisenbahnunterneh-mungeil ist nach den Bestimmungen des Eisenbahn» Eomejsionsgcsetzcs zu beurtheilen." Es werben sodann § 2 des Gesetzes ohne Debatte und §3 mit einem Amendement des Baron Zschock angenommen und die Vitzung geschlossen. Die nächste Sitzung findet morgen stall. Die Krisis in Frankreich. Die Krisis in Frankreich nähert sich ihren Peripe-lien. Nur cine kurz bemessene Frist trennt das Land noch von den Gcneralralhswahlen und dem Wieder-zusammcntritte der Kammer. Bis dahin muß der Mar-schall seine Entschlüsse gefaßt haben. Er selbst wird der Entwicklung den ersten Anstoß geben, denn es wird ihm »icht möglich scin — wic daö die gouvernemenlale Presse ankündigt hat, — erst die paltuna. der Kammer abzuwarten und seinen Entscheidungen je nach dieser Hallung die eine oder die andere Richtung anzuweisen. Tritt das Ministerium in seiner gegenwärtigen Zusammensetzung vor das Parlament, so wird das an sich schon als eine gouvernementale Kriegserklärung, als die Anlimdiauna des Einschlusses, den inneren Kampf fortzuführen und aus die Basis der Machtfragen zu stellen, betrachtet werden müssen. Und zwar nicht blos von den vorgeschritteneren republikanischen Fractionen, sondern von dcr gcsammttn Opposition. Die Versuche, das linke Ccntrum von dcr Solidarität der ^vublilanlschen Inter-essen loszulösen, müssen fürs ei-l?" ei.i Maientag. Die Strahlen der Abendsonne ^"hüa?s Flegel des Flusses, und droben auf dem ^ s«au. « lein Ufer krönt, stand eine junge Frau "> Unk ' ""b und voll süßer Ahnung hinab in die . Anast ' ^ sle dann weiter schritt, wechselten Freude '"»td. ",' '" lhren Zügen. Zwei Stunden spüler, da ,/r Enyel """n i" 'brer ^Uen, traulichen Behausung; 3 '"illia ^"" hielt seinen beglückenden Einzug. ^"tttr d' ""er Thränen lächelnd, zollle die werdende ^ wc»r ..^"'ur «hren Schmeczenstribut. Ein K>'üb- >vm ' un" °?"! schö > uerunoet, die Naqel >ti. ^t> n,i " I'naer und Zlhcn uberraqtnd. l" Vel/ ^rliht, mein Ollo l und möge dein Ein-e« >>>i,/f M '" Mckl.aer s«".! lilü "twu ^ ^"b seitdem vcr^a„an,; wieder ist Kl! ^!°'ert ^" ""b O.lo hat feinen erslei, Gcbun« ber.^^le« iVx'^ """"' wir tue Geschichte seines ersten !< ^'tge' ' ? ^^ "^^ wie He>- H ""n ^"ü^t; sie ist auch nicht reich an "b. 5>i>t> "^un„ <" "^"" " ^" forscher in'eressiert, l«lnl^ "e ^^"ls Pfianzentclme« zu belauschen, so das ^ dcr P,°s. "'^'"^ "^ ^ dem kleinen Men. ^sdr,.Ü. "wz^/''t«f.,nle aufblitzt und zum Lichte wird, ^" dürft,, und "«"a", auch ein Interesse be- Was wir in folgendem von Otlo zu erzählen ge-denken, gilt mehr oder weniger von jedem Kinde seines Alter«; in dem Elnzelnbilde soll sich die Kindheit im allgemeinen spiegeln. Heute, nach Jahresfrist, hvre ich noch das Wehe. geschrei, womit du deinen Eintritt ins Leben kund gubst, mein herziges Kind, und sehe, wie du dabei schmerzlich das Gcsichtchen verzogst. Dieser erste Schmerz des Neuyebor. nen war zugleich die erste Wohlthat aus dem unerschöpflichen Vorn dcr alllebenden Natur. Indem sie deinen an größere Wärme gewöhnten, empfindlichen Kvrper durch die kühlere Zimmerluft reizte und t>ich so zum Schreien zwang, nöchigte sie dich, den Brustkorb auszudehnen und in vollen Zügen ihre Luft zu trinken, die belebend ln die geheimsten Zellen deiner Lunge drang und so den wich» tiusten Ledensprozeß, die Alhmung, elnleilete. — Er schlummert in seinem Bettchen. Es ist ein Korb von alanzend weißem Gestechte, mit blauen Bändern und Fransen reich verziert; ein Dach mit blauen Vorhängen atstatlet dem Lichte nur mäßigen Zutritt. Nuf den Zehen. Ipihen schleicht man durchs Zimmer, um seinen Schlaf »ichl zu Hören, und die Liebe drängt sich an sein Lager, um. d>e Vo,hänge leise entrollend, einen Blick auf den tlcinen Schläfer zu werfen. Wem er wol ähnlich steht? Das Grübchen im Kinn entscheidet als unverkennbare« Erbstück des Vaters. Er ^ber verbringt die ersten Tage seines Leben« schlummernd und meldet sich nur, wenn ihn der Hunger treibt. Sein Leben ist das Leben einer Pflanze. Von den Sin ncn zeigt nur der Tastsinn eine regere Thätigkeit; die Aeuglcin sind zumeist geschlossen, und wenn sie für einen Moment geöffnet werden, so starren sie ins Leere; von den Muskeln haben nur die der Wangen und Lippen eine lebhaftere Bewegung; der übrige Kvrper verharrt zumeist in Ruhe. Man sieht wol den Menschenleib; aber man merkt noch nichts von der Menschenseele.-------- Es liegi ein besonderer Reiz darin, ein geliebte« Wesen im Schlafe zu belrachten. Ich stehe an Otto'< Bellchen, während er schlummert. Kr ist heute vierzehn Tage alt. Da fliegt ein Lächeln über seine Züge, da« erfte süße, reizvolle Lilchelnl „D°s Kind spielt im Traume mit den Engeln", erklürt naiv der VollSmund; mir ist dies Lächeln da« erste willkommene Anzeichen empfundenen Wohlbehagens, die erfte seelische, mensch, liche Aeußerung. Es ist lein rein körperliches Lachen, da« ohne geistine Beeinflussung krampfhaft zu Stande kommen kann; es ist ein verklärende«, wohlige« Lächeln, da« einer Freude der Seele entstammt. Das Thier kann weinen wie der Mensch, e« kann auch grinsend die Züge verzerren; aber lächeln kann nur der Mensch allein. Warum tritt das erste kindliche Lächeln im Schlafe ein? Das Büchlein fließt dahin durch die Wlesenflur mit immer gleichem Gemurmel, und doch wird uns sein Plätschern erst vernehmbar, wenn sich die Nacht auf das Gefilde gesenkt hat. Das seelische Leben des Er-wachsenen äußert sich am wirksamsten in den vom Lirm des Tages nicht überlljnten Nachtstunden der Sammlung. Für den zarten Körper des wenige Tage alten Kindes gibt es eine Fülle aufregender, da« harmonische Gleichgewicht zwischen Körper und Seele störender Reize, wie Luft, Licht, Schall. Im Schlafe ist das K!„d b'^ Einwirkungen entrückt, und das aus dem Kö5p,r , mende Behagen kann, ungestört d."ch s.chs" ^ von der Seele empfunden und z»'M «uso"' werden 2084 beten, Frankreich nicht zu regieren vermag. Und nicht! allein das Schicksal eines eventuellen Ministeriums der, Opposition, da« Schicksal der Republik selbst ist enge mit dieser Frage verknüpft. Als ein wie imponierendes man das Rejultai der l. den Republikanern nur eine re lallv nic^ls u,enlgcr als s hr lieoeulende Stlmmenmajo» rilül zugewlcil». D»e Rlp^blil ezcislierl durch die Spal-lung der Molwich:stlN und weil man nichts Vieres un ihre Sclle zu z,.tzc,« weiß. Sie ezc stiere auf weienl-llch ncga'iner vasis. Als ocr poiillve Ausdruck der Rchen Volles wird sie erst dann aus der Entwicklung hervorgehen, wenn die rtpublltanijchen Instüutlonen »hre lebendige Kraf im Slaalsleden b.thällgt haben, wenn sie ganz ln das po lül>che Bewuß'sem des Volles übergegangen s^,n werden. Wenn daher auch das linke Centrum dem Marschall gegenüber auf der Forderung besteht, die Republik von Republikanern nicht nur regieren, sondern auch vermal» ten zu lassen, so »st das vom Standpunkte der gemäßigten Opposition nicht minoer verständlich und verständig, als vom Standpunkte der Raoicalen. Aber weitergehenden Forderungen sollte sie sich mcht anschließen. Ohne« dies wird es dem Centrum unter allen Umständen nicht leicht sein, Frankreich konservativ zu regicren und vor den Gefahren einer Radikalisierung zu schützen, wie sie den 16. Mai ermöglicht haben. Es ist fraglich, ob die gemäßigten Republllaner üvcr so zahlreiche Kräfte verfügen, oaß sie emer umfassenden Neugestaltung der Administration ohne Sorge eutgegcnbllckcu können. Aber sie werden den Versuch jedenfalls wagen müssen, wenn sie ihre RegierungSsahlglelt erweisen und das Land den furchtbaren Schwierigkeiten der gegenwärtigen Situation entreißen wollen. T^otz aller dieser Schwierigkeiten — meint die „M.-Reo.", oer wir den vorstehenden Artikel entnehmen, — ist der Allgenblick iein völlig hoffnungsloser. Alles scheint auf die Möglichkeit eines inneren Friedens>chlusses Hinzuwelsen. Noch ist keine Thatsache llli den Mar>Hall herangetreten, die ihm den Ausgleich mit seinen heutigen (Hegnern verbieten würde, seinem Selbstgefühle, selner Uebtlzrugungstreue, feiner Selbst» achtung unheilbare Wunden geschlagen hätte. Er hat emen politischen Irrthum emzngesl.hen, aber nichts verbietet ihltt, sein Programm auszuluhreu, so weit es seine Person selbst betrifft, und auf d>,m Posten auszuharren, deil er durch den Willen der Nationalversammlung und der Nation selbst eingenommen hat. Andelers.its gebietet auch die republltan^che Partei seit dem Tode Th ers' über leine Persönlichkeit, d.r st. mit mehr Recht und unter größerer Billigung vonseite des franzü-fischen Voltes die obersten Altribute oer Staatsgewalt zuzuerkennen vermöchte. Nichts wäre bedauerlicher, als «enn bei einer solchen Lage der Verhüllnisse, die zum Ausgleiche geradezu zu drängen scheint, die Einlentung in erfreulichere Bahnen durch Umstünde gehindert würde, welche durch die Nachgiebigkeit und das Entgegenkommen beider Theile vielleicht nicht allzu schwer beseitigt werden könnten.____________________________________ Vom Kriegsschauplätze. (Vom kpeztalberichterstatler »er..Üaibacher Ieituua.") Der verunglückte Angriff der Ullmäuen auf die Griwiza-Nedoute. Werbiz», 2l. Oltober. Dle Nnnüherunftsalbeilen an die zweite Reooute von Grlwiza waren endl'ch soweit gediehen, daß, selbst wenn man einen Kampf hintanhollen wollte, ein end- An der Brust der Amme wächst der kleine Junge zusehends. Vier Wochen alt hat er ein Pfund am Körpergewichte zugenommen. Die Aeuglein sind nicht mehr so empfindlich ge^en Licht; er öffnet sie häufiger als zuvor; der Blick starrt nicht mehr ins Leere, er haftet an der Person, der Knabe sieht. Ueber ihn geneigt, lehrt ihn der Vater scherzweise einige Laute des Alphabets; das Kind schaut auf und lächelt ihn an. Man glaubt ihn schlafend, und wie man nach seinem Vettchen sieht, findet man ihn wach und mit den Füß. chen spielend, die er bis zum Munde bringt. Die Sinne fungieren, die Muskeln sind in Thätigkeit, das rein vegetative Leben ist überwunden. Die Iuniluft wirkt kräftigend auf den kleinen Körper; er bringt den ganzen Tag im Garten zu, ist freund» Uch, lächelt oft, wenn man ihn anspricht, und wenn der Vater seinen AVC.Unterricht wiederholt, so merkt man, wie der Kleine die Stellung des Mundes beachtet und nachahmend zuweilen ein a oder e hervorbringt. Wird ein Licht im Zimmer angezündet, so dreht er sofort sein Kvpfchen darnach; ein aufflackerndes Zündhölzchen ent-lockt ihm ein Jauchzen; überhaupt liebt er die plötzliche Veränderung, laute Geräusche. Ein schallendes Hände« klatschen freut ihn, ohne ihn zu erschrecken; er hat starke Nerven, und man steht, daß sein Gehirn nicht nur für die auS dem eigenen Körper stammenden Reize empfänglich ist, sondern daß es auch den Erscheinungen der Außen» Welt eine Beachtung widmet, und hiemlt ist Otto ein Weltbürger geworden. (Fortsetzung folgt.) l llcher Zusammenstoß unvermeidlich war: da die sich lag-! lich wiederholenden Scharmützel und Scheinangriffe eincs Tages derartige Dimensionen annehmen konnten, daß man sich ohne zu wollen in einen ernsten Kampf ver» wickelt sah, dem dann nicht auszuweichen wäre. Die 3. und 4. rumänische Dlmston arbeiteten mit bewu». derungSwürdiger Ausdauer an der Herstellung von Pa rallelen, trotz des anhalienden 14>ägigen Regens und lheilweisen Schncefalles; diesen Truppen gebürt daher auch rechtlich das Verdienst, in der Beherrschung der Stellung das möglichste geleistet zu haben. Die bi« nun erbaute vierte Parallele ist von dem rechten Flüqel auf 50 Meter, vom lir-len Flügel nur auf 20 Meier von der feindliche« Poftllon entfernt. Eine besondere An erlennung verdiem die 4. Dio fion, die trotz der häufigen Ausfälle der Türken bis nun jeoen Angriff zurückwies und die Stellungen zu beha pten wußie. Eine natürliche Folge war dies, daß die durch Verluste und Krank delten auf die Hälfle des S>a^des reducierten Regimenter es vorlogen, nochmals den Gegner wiilsam anzugreifen und, wenn möglich, zu werfen, als den aufreibenden Dienst in den m,t Regenwasser gefüllten Traxcheen noch länger unter einem contmuierlichen feindlichen Feuer zu versehen. Die Ii'gmdfrische war längst von den P^y siognumien der Truppen verichwunden, die ernsten uno blutigen Ereignisse, die fürchterlichen Strapazen ha,ten so manche Furche in die Gmchtslmie «ezo^en, die noch vor kurzem nett adjustierten Truppen sehen heule ab-aerifsen und herabgetommen aus, wie es eben u»te, ,olch". Verhalln ssen nich, ander« müal,ch ist. Jedenfalls scheint die oberste Ärmecle tu >a in do>sio'i em besonderes Ve^trxuen zu seyen, da man bis nun nichi daran dache, dieselbe durch frische Truppen abzulöien, we ch.' bei W^rbiza in der Reierve stehen. D>e Türken benutzen ihrerseits die momentane Ruhe, um lhre Stellten enisprechend zu verstärkei,, und erbauten dieselbe,, in dm letzten Tagen in beioe» Flanken er Reooute Griwiza Nr. 2 mehrere Traversen und Redans, so daß die Venhetdigungsfront um ein Beträchtliches verlängert wurde. Desgleichen arbeiteten sie an der noch bedeutenderen Befestigung des Objekte« von Bulowa durch mehrere vorgeschobene kleinere Erd« werke, so daß dieseS Fort heute an und für sich eine schwer zu erringende Stellung bildet. Die letzten Tage un'ernahm man rumiinischerseits sich häufig wiederholende Scheinangriffe, um den Gegner über einen beabsichtigten ernsten Anur>ff zu täuschen, ohne jedoch die nothwendig ael,»!enen Vorsichlemahregeln außeracht zu lassm, im Falle sich aus einem Scheinangriffe ein ernster Kampf einspinnen sollte. Im Hauptquartiere ließ man dem Divisionskommandanten vollkommene ActionSfreiheit für einen gegen die Redoute zu unternehmenden Angriff. Oberst Anghelescu bestimmte den 19 Oltober, um die Stellung der Türken nochmals anzugreifen, und disponierte die hlezu bestimmten Truppen folgenderwelse: Ein Bataillon des fünften Doroba»ze"regimcnts unler dem Kommando eine« Hauptmannes sowie das 1. Jäger» Bataillon unter Comaneacu formierten die erste Linie. Nn der Tsie der Eolonne marschierte ei»e Freiwilligen. Abtheilung, au« Dorobanzen und Genicsoldalen gebildet, die das für den «vlurm erforderliche Maleriale, Faschinen, Schanzlörbe u^ a., mit sich führten. Die zwe>te ! Linie bildete das 5. Linienregiment unler Major Llon. Die aus 20 Geschützen bestehende Artillerie der 4. Division hatte ihr Feuer auf die feindlichen Werke und >5ort Vutowa z» concentrleren. Vonseite der 3. Division wurden außerdem 30 Geschütze zu demselben Zwecke in die Action gebracht. Für den Angriff wählte man die Ost- und Südostfront des feindlichen Werl:S. Die nord« östliche Veriheidigungslinie wurde durch das 2. und 3. Icigerbalaillon beobachtet, in deren Rucken die Trup pen der Re!erved>vision standen, die bei einem eventuellen Offensioslohe der Türken hinlänglich stark waren, um jeden derartigen Versuch energisch zurückzuwel'en. Die beiden Iä^erbalaillone halten während des Sturmes durch ihr Feuer die linke türkische Flanke in Schach zu halten. Um halb 2 Uhr nachmittags verließen die spitzen der Angriffscolonnen die vierte Parallele, und schon nach wenigen Minuten entspann sich am Grabenrande, der sofort von unferen Truppen übersetzt wurde, ein mör-derischlr Kampf. Ein Theil der in denselben befindlichen türkischen Truppen zog sich ins Innere der Redoute zu» rück, desto wirksamer wurden die auesprinaenden Winkel durch einzelne Gruppen vertheidigt. Die Türken hatlen auf der die Hohe von Plewna übersetzenden Chaussee eine bespannte Baiterie ins Feuer gebracht, die durch die Artillerie der drei dort neben einander situlerten HortS wirksam unterstützt wurde. Da« Nrtilleriefeuer wurde mit seltener Lebhaftigkeit unterhaltet,. Der Ka nonendonner war so heftig, daß man nicht mehr zu unterscheiden vermochte, von welcher Seite die Geschosse abgeschickt wurden, denn Schlag folgte auf Schlag. Mittlerweile entbrannte der Kampf immer heftiger, aber es war unmöglich, die Böschungen von den drei Meter tiefen Gräben aus zu ersteigen. Gegen 3 Uhr führten außerdem die Türken bedeutende Verstärkungen ins Feuer, so daß die Lage der Angreifer eine immer kritischere wurde. Viermal nach einander versuchte man es, sich der Redoute zu bemächtigen, und viermal mußte man immer wieder die Absicht aufgeben, denn das Feuer, welches die Türken hinter den Brustwehren unterhielten, fegte jedesmal die stürmenden Truppen vom Glacis h>"^ Um 4 Uhr sah man ein, daß die tämpfendei' TrW zu schwach und er,chöpft seien, um den Angriff n°°»"° zu erneuern; man entschloß sich daher, dieselben M uzichen und durch frische Truppen zu ersetzen, ° man beirachtete es als eine Sache der Ambition, jcden Preis Herr der Position zu werden. Um halb 6 Uhr abends war eine frische K Linie. Ersteres der beiden letztgenannten Regimenter l maildiertc Major Malli. letzleres ObcrstlmiM'" Fotra. Die Russen unterstützten den Angriff ^ ihre sämmtlichen Batterien, und die Truppen des" Corps hielten sich bereit, um für den Fall, a>" ^ Kampf größere Dimensionen annehmen sollte, lN Action einzugreifen. Um 6 Uhr wurde untcr e mörderischen Artilleriefeuer der Befehl zum AüM » geben. Oberst Hertt, der Arlillerielommai'dant Plewna, leitete persönlich die Action im heftigste" "^. lichen Feuer mit einer Unerschrockenheit, d>c ^ .z. ertennung verdient. Schon nach einer halben ^ ^ brannte das Dorf Bulowa lichterloh, und die Vch» und Brustwehren der beiden feindlichen Redoutcn >" bald so ausgezackt, daß sie nur noch Ruinen 6^ '^ Ml.llrlwei.e walen die ilürmrnoen AMycil»'^ abermals a.> den Graben gelangt, und wählend die' , Parallelen einschlagenden Oe>chosse fürchterliche "^ ru"gen unier den Truppen anclchielen, da jcder H? ,e,ne 8 bis 10 Opfer kostete, kämpfte das 7, Negl>" welches bereits uhne Führer war, da der 5^'°' . lornmanoant verwundet zusammeüsturzle, M'l l0°^ .^ ther Braoour in dem feindlichen Graben. Die ^ ,^ hallen jeooch die Absicht vorhergeseyen, den ersten «lns^ zu erneuern, und benutzten die Intervalle rM ^ 6 Uhr, um auch ihrerseits frische Truppen in vellM Anzahl ins Gefecht zu führen. . ^ Es war längst dunkel geworden, aber der " ^. war noch unentschieden, es fehlte vor allem an ^. ^ teln, die Böschungen zu ersteigen, und die Leute sn?« ^ sich gescheut zu haben, die wichen der Gefallene« Brücke zu benutzen. Um halb « Uhr abeudS stur," die Dorobanzen mit ihrer bekannten Vravour i".^,,,!! holtenmalcn mit lautem Hurrahgeschrci die v"!« ^, Stellung. Infolge dessen verbreitete sich im HalM" , tiere einen Moment lang die Nachricht, daß das 6 genommen fei, was sich später bekanntlich al« uuwahl ^ ausstellte. Hauplmann Groza des GmeralslabcS »^ ^ tenant Papasolu der Genielruppe, Ordonnanzoffizier Divisionelommandanten, waren beide verwundet wo ^ blieben aber nach Anlegung eine« Nolhverbandts w Action. .M Noch zweilnal setzte man alles Menschen"W z daran, als Ersatz für die großen Verluste we»'s> auch die Genugthuung zu haben, daS Wert zu ney ^ aber es ging nicht mehr, denn unsere Truppen, ,^ Gräben zu wicoerholtemnalen verließen und iminer ^ besetzten, waren nicht im stände, den» Fcuer, ^^ Gliedern gegen sie gerichtet, zu widerstehen. D»e > ^, liche Artillerie war zwar laugst zum Schwe^" ,, bracht und nur noch die Batterie au der Chauj!" ^s. wortete nc-ch hie und da mit immer abnehmendes, tigleit, dafür war aber die Infanterie, welche die ^ vertheidigte, noch in ungeschwächlcr Kraft, "^<^fe» deren Verluste sich mindestens auf 600 Maun "' mögen. ^stellt Um halb 10 Uhr war das Gewchrfcuer e>M z>i und die Hoffnung aufgegeben, diesmal daS 6 ^ nehmen. Wahrend sich die Abtheilungen zurilaM ^ >,> tönte in die kalte Nacht hiuaus das Wrlillage'' ^„ oeu Gräben zurückgebliebeuen Verwundctcu, »vc^^f,, nicht zurückbringen konnte, da das Feuer der se ^ Infanterie die eigenen Keule gefährdete, die diesem Zwecke entsendete. .„f z>^ Unsere Verluste belaufen sich an Todten a ' ^ Offiziere lind 250 Manu, an Verwundeten °^^e>' Mauu mit 22 Offizieren. Bekämpft wurde «"i^ ,,„l Seilen mit großer Bravour. aber wir hatte' ^pcl' einem Gegncr zu thun, der unaufhörlich frische ^c in die Action führte, die den Vortheil halle"' soliden Deckungen zu stehen. cu,.-ciW! Die kalte Nacht verbrachten wir " «?" z denleu. Tagsdavanf rückten wir in die 9tcfe'^> ^hc ab und hatten erst abends unsere ich nur mit schwere Mühe, mit vor «".e i ^ zu Fingern heute dazu kam, Ihnen meinen ^ kommen zu lassen. Politische Uebersicht Uaibach, 1. November. ,gll Imösterreichlschen Budgetaussch" e ^e dcr Abg. Slene die Wahl eincs F"nfercc»m l^ ^H zu erwägen hätte, ob und welche Abstriche v ^l vorzunehmen wären. Lienbacher beauiragte c ^^ debatte im Ausschusse, da solche «"fttärend «" ^ r Nach längerer Debatte wurden bcidc N^ag, ^M fast einstimmig, abgelehnt. Der Ausschuß " 2085 !^'"h«« Kap"" be« RechnunMbschlussc« für °« Jahr 1875 und mehrere Vudgellapllel. «.s^? ungarischen «bgeordnetenhause legte vor-?" ber Flnanzmlnister das Vudget pro 1378 vor; »mnvttc.. bttrllgl 15'/, Millionen, wovon auf die Da« » ?/ b" Staatsschulden 8"/„ Millionen kommen, net^l, c ' ^^ slnanzmmister« wurde vom Nbgevrd-»'''°mmen. ""^ "" ungarischen Presse günstig auf- l»e«l.?"' preußischen Abgeordnetenhaus«: brachte die n°b«. ? ""geftern eine Gesetzvorlage betreffs der Auf. Vlaalsb Gehens von 126 Millionen Marl für im2,,^l Nachrichten au« Frankreich lauten noch 5>l.z .""bestimmt, j» einander widersprechend. Es lft llltll, . "^^ der Ulientschleomheit, welche in den dne e>, Legierung darüber zu herrschen scheint, ob se!n,» ^"^t Ministerium vor den Kammern er. dem 2 ?"b seine Politik rechtfertigen oder ob e» vor geb«, c. """dritte der Vertretung seine Demission ber° ^"'s" Mittheilungen melden, daß der bleib«, ">°" ^°slie sich am entschiedensten für das Ver-Vt°l>« l" Ministerium« aussprlcht. Marschall Mac »es? ' ' ^willen der widersprech:nden Rathschläge 2V ^ ber Entscheidung zbgern. Vrim c«^ H"l"t bes Königs von Spanien mit der d'M" Mercedes, Tochter de« Herzog« von Mont-zuf .' '" lw" Pariser Meldung der „N. A. Ztg.« !>n y! !'," beschlossene Sache, wird aber offiziell erst ttttick?' -"ovt'nber, wo der König sein 21. Lebensjahr btd„7» '/"sündigt werden. — Marschall Lspartero ist "Nllich erkrankt. pol^' Italien erfreut sich gegenwärtig ein nicht. Gene? . Ereignis großer und freudiger Aufregung. Aiov°l !""'""" ^"^ nämlich dem Hospital San Men»! ^ Summe von dreimalhnnderttnusend Lire Kristl?^." bische Ngent in Konstaulinopel, Herr Dev^ ^'^^ "" 29. v. M. dein Server Pascha eine dlrd ?s serbischen Regierung mit, in welcher betont Aor't. ^ " Haltung Serbiens nicht die Klagen der bien« k ^""Ul- Die militärischen Maßregeln Ser-hofft k! ^"lm allein den Schutz der Grenze. Die Note " " e Erhaltung der guten Beziehungen zur Pforte. Korr." aus Rumänien zu. ln der °!l^.c Depesche bestreitct die Richtigkeit der d.: " ^"l, waren von Ismail Schalir Pascya ^tsal. ""' und diese Vrigade zählte früher zu den «u« ^, "strupften von Plewna, welche O«man Pascha eln« ^! ,, bohnern von Plewna und Umgebung zu ^n"'vlsi°" unter Emin Pascha vereinigt hatte. Der übera'« ?^r der Capitulation vorherging, scheint lein lustt ,«.. belter gewesen zu sein, da die russischen Ver- cv""" nenueuswerlh siud. ^uht "^^Mtnien sind die türkischen Truppen zur Eorps ^""en. dagegen befinden sich die russischen ^lt Vn?. "'" und Tergulassoff noch in Vewegung. ^ptil^ ^ppen Heimann« haben drei Meilen östlich tllrlisH'' !." Asap, ein Lager bezogen. Danach hatten die ^ ^." .fruppen die Positionen von Sewin, Delibaba "fflre" ''?" ^"e Schwertstreich geräumt. — „Reuters (dor^ ,!"t^et von Konstautinopel, daß Niaad Pascha ^chlini« ^'Uinskl) zum Chef des Generalstabes in , zltti "namtt wurde. ?' bch^'""^""'sche Blätter aus Iapau mel< Mn a,.« ^"sland auf der Theilnahme an allen Uiltn. ?> "r Eröffnung Korea's erwachsenden Vor« 5»lh^ ^avan lehne die Forderung Englands ab. Ä ^'"N im ^"^ hierauf angeblich Japan seine Unter. ,i sptuch ' "«Uc der Weigerung zu, wenn Japan seinen ^^Haftn wähle. ^^. ^agesneuigkeiten. Ä^ttn° li'vloill«»). Es sind lleine Hlllsm au« rosasarbenem «autlchul, welche man ilber die Ohren zieht, um diese vor »illle zu schlitzen. Der Olund, warum diese Mode sich leiuer «erbreiluug erfreuen dUrste, liegt darin, baß durch diese „Ganls" der hübscheste Frauenlops eine erschrellenbe Nehnlichleil mit dem einer Fled«, mau» erhlllt. — («lle» um drei Pfennige.) Daß die Post in ihrer glgenwllrligen veivolllommnung in der That musterhaft bemUhl ,st, sllr die paar Kreuzer ihre Pfiichl zu thun, beweist ein lilrzllch in vautzen (Sachscu) angelangter «rief, welcher folgende «ldltssc Holle: „Dlcser «rief gehurt an diejenige Frau, welche jeder Woche, Mittwoch und Samstag, auf der Lilbauerftrahe i!lb-zell, Semmeln und s. Ware oerlaufl in Vaulsen, Lübauerstrabt, Sachsen. Der Herr Postmeister in Vaulseu wird hust. ersucht, wegen unmöglichen Erfahren be« «blefalen »iamen». diese« «r«f °uf die Lübauer Sltaflc glfiilligst »iittwoch oder S»m«t°, fendm zu wollen, wo die Frau ülbzell und Semmeln verlaust.« Noch an demselben Tage gelaug e», die Wohnung der »dressatin zn tlMitteln und beu Olles zu bestellen. — (DtllängNe Schießplatz derWell) bülfte wol der sein, welchen Krupp zur «ilprobung seiner VeschUhe in der Nähe der Stadt Meppen erwarb, der 17 Kilometer, also llahezu 2'/, deutsche Meilen lang ist. Man hat dort bereil, «uf lin, in 10,000 Meter «ulftrnung »ufgeslellte Scheibe mit Erfolg geschossen. — (Weinernte in Siebenbürgen.) «u« Karl«-bkrg berichtet die „hermaunftäbter Ztg.": „Die heurig« Nein. lese in den hieroillgen Weinbergen dauerte vom 15. bi« 20. Ollober. Der im Monate September herrschenden ungünstigen Wlltcrung wegen mußte die Weinlese heuer so zeitig begonnen werden, ohne daß die Trauben die nvthige »eise erlangt hätten. Die Weinleseseier war die«mnl an den meisten Orten ernst und trübe, da sowol die Quantität als auch die Qualität de» Moste« hinter dem vorjährigen steht. Der Most hat 9 bi« 13, hiichsten, 14 Grade, der siebenburgische Eimer wirb zu 80 lr.. 90 lr., I st., 1 st. 10 lr. bi« hvchsten« I si. 30 lr. getauft. Im berühmten bischöflichen Roszamaler Weinberge war die heurige Fechsung den Vearblitun««l«sten nicht einmal annähernd gleichgekommen; e« wurden etwa 1400 Eimer gewonnen. Obst haben wir heuer bei« nahe gar lelnes, e« herrscht in diesem llrtilcl hier eine gewaltige Theuerung." — (Norwegische Eisenbahnen) Am 12. d. übergab Se. Majestät König Oslar m Rüraas de,» allgemelnen Ver» trhr dic etwa !W0 Kilometer lange Nahn zwischen Stören und Mmot, welche die norwegische Süd» und Norobahn, die Hllmor< und Etörcnbahn vrrliindrl und mit diese» eine zusanunenhcm gende Eisendahnlillie von 400 Kilometer bildet. Das südlich lie.Mde lchtc Glied der Kette, die Hebemarks Vahn, welche noch im Baue bessvisscn ist, wird zusammenhängend (thristiania mit Dronthcim verbinden. Die Stören Aamol-Bahn, welche dein Lause des Mommcn l>i5 N Kilometer nördlich von Nöraa« folgt, ist an manchen Punkten eine Touristnibahn von einer selbst i» Norwegen nicht gewöhnlichen Schönheit. Der höchste Punkt der Vahu. in der Nähe von Noraao, liegt 2132 F»s; über dem Meere. Die größte Steigung ist I : 75>. Die Kosten der Nahn werden zu 15'/, Millionen Krollen veranschlagt. Vor 23 Jahren wurde die erste norwegische Eisenbahn von 65 Kilo. meter Länge dem Verkehre übergeben. Die jetzt in Vetrieb stehenden norwegischen Eisenbahnen haben eine Länge von etwa 780 Kilometer, welche ein Kapital von 46 Millionen Kronen repräsentieren, während noch etwa 700 Kilometer Vahillänge im Baue begriffen sind. Fokales. — (veisehung der Leiche «naftasi« « OrUn» i« Mausoleum zu Thurn««h«rt.) Vorgestern um 8 Uhr morgen« fand bei gilnftiger Wilterung die Ueberlragung der leicht weiland del Vrafen llnlon >uer»perg von d«r Pfarrlircht in Hafelbach nllchft Vnrtseld in du» neu erbaute Mausoleum in Thurnamhart statt. Dem Liichen-wagen folgten die Witwe Frau Vrüfln Marie «luersperg und der Sohn Graf Theodor «lner«Perg, ferner die Herren: Friedrich und Edmund Vrafen Uttem», Freiherr Otto o. Npfaltrern sowie die Dienerschast de» Verstorbenen, die Honoratioren der Stadt Ourlfeld und viele üandleule. Die stille Feier trug Über au»dlü«llichen Wunsch der Fauull« ein« durchau« privaten Tharaller, we«halb auch der Tag der Uebel-tragung vorher nicht angezeigt wurde. — (Vrllberbesnch.) Vom herrlichsten Herbstwetler be« gllnstigt, gestaltete sich gestern der übliche Vrilberbesuch in Laivach zu ewem äußerst lebhaften. 2>« Verkehr läng« der Wienllftraße war lagellbtr, insblsondere « den Sluodeu von 1 bis 7 Uhr, tin auherordlutlich frequenter. Hlus dem ßiiedhose selbst hallen sich viele lausende »on Menschen einu/sunden, so baß die Passage daselbst oft arg in« Stocken gerielh. — (Iobe«sall.) Nach lurzer Krankheit verschieb am 27. v. M. in Wien Frau Franzi«l» Vinll, die Witwe de« einstigen l. l. Vaubirellor« iu Laib ach, Herrn «int l, im 76. Lel>en»j»hre. — (vtgrUbung«telegrammt.) Sonnlag den 28fi,n v. M. beging der MNn « e rg , s » n g verein in Klagenfurl die Feier seine» 30jährigen Veftande» mit einem Festkonzerte und einer geselligen llbenbunlerhaltnng. Derselbe wurde au« diesem Unlasse von verwandten Vereinen und zahlreichen an»wärligen Freunden brieflich und telegrafisch in herzlichster Weise beglück, wünscht Auch au» Lalbach wurden zu dem schönen Feste mehrere Negrüsjungltelegramme abgesendet, so zunächst von der philharmonischen Vesellschasl, dasselbe lauMe: «Die philharmonische Vesellschasl in Laibach feiert den Gedenktag mit und wllnfcht dem Nruderoerein in Lied und Thal fern««« zi,r dem Land»ehrlom«a»b« in Vr«z zur Dienst, ltiftnng zugewiefen. — (Vr«ndung»fest d»» L«ib»cher «lrbeller« Vildung » verein «.) In »nwefenheit zahlreutzer Gäste, unter denen sich auch der Herr k»noe«haupt»,m, Dr. stiller o. < »l < ltnegger fowle dec Herr Vlttgermeifter L »sch » n bef«nbe», leierte der hiesige Arbeite r-Vildung»<,ertin letzten Sonn. lag abend« in den neu hergerichteten Lokalitäten ber Schreiner-schen Vierhalle sein achte«Villndung»f,st. D»»selbe wurbs vom Vereil,«milgliede Herrn Hubmayer mit einer in jlovenischsi Sprache gehaltenen vegrüßung»redt eröffnet. Hierauf hielt del VereineovWllnn Herr Franz Sturm die deutsch« Festrede, begrüßte iu derselben alle Unwesenden mit einem herzlichen Willkommen und forderte die Verein«milglieder auf, stets treu zn» Vereine zu halten und denselben »l« eine besorgte Mutter zu bt» trachten, von welcher jeder Einzelne geistige und materielle lttahl rung schöpfen lünne. Den Oönnern und Unlerfilltzern de» Vcreine» legte Redner die Vitle an» Herz, sie mögen anch ferner« hin dem Vereine gewogen bleiben und denselben so wi« bi«her kräftig unterstützen, damit er seiner Aufgabe nachkommen lünne. — Die Rtgiment«lapelle des 53. Ixfanttlil.Negimenl« erheitert? durch ihre Vorträge da» Publikum auf da« blfie, auch da» stimmt. — (Todtschlag.) Verflossenen Sam«lag «schlug der 80jährige Viundbefiyer«sohn vulgo Robtdovc au« Dul in Uuterlrain iuRepce einen Branntweinbrenner mit einem Schlage auf den Kopf, den er ihm mit einer Nft beibrachte. Der Mörder stellte sich sofort selbst dem Gerichte. Tin Wortwechsel »ar die Ursache be« ToblfchlageS. — (Vtulh»aßliche Vrandlegung.) Die Stallung und der Heuboden de« Orundbeftyer« Josef Poblivnil von Lepodobje, Temeinde savenstein (>m politischen Vezlrle Oullflld), sind am 2. v. M. niedergebrannt. Man vermuthet, daß da» Fener vom biüdstnnlgln Sohne de« Vefchädigten gelegt »uroe. Dtl Nesitzer erlitt durch den Vrand «tuen Schaden von 300 fi., gegen welchen derselbe Nlchl oeisicherl war. — (Ermächtigung zurAufhebung der vier. ten Wagenllal.se der KronprinzRudolf'vahn. » vember d. I. an von der Verpflichtung zur Flthrung der vlerten Wagenllass« (Hlehwageu) t»« auf weitere« enthoben. „Sollte sich jedoch — sn he»ßt e« in der citierten Kundmachung — da» Veduijm« nach wtlltlgeh?nd«n TlMtlhlguugen herausstellen und sollte in dieslm Falle t>» Hefellscholl nlcht >n der Lage sein, enl-fprechlnde Elleichterungeu in der drillen Wagenllasse zu gewähren, fa ist dleselbe gehallen, üoer Aufforderung de» l. l. Handtle« «ninlfterlum« auf den van demselben bezeichuele» Strecken die vierte Klasse mit dem Tarifsätze von 15 Kreuzer österr. Währ. in Silber per Person und Kilometer wieder einzuführen." — (Schadenfeuer.) D,e dem Vefiher Nochu« Vers« nil in Freithaf, Gemeinde Prebaßl (im polilifchen Vezirte Kr »in bürg), gehörige Ka,sche wurde infolge eine» am 19. v. Vl. um 7 Uhr abend« auf dem Dachboden ausgebrocheuen Fener» samwt den darin aufbewahrte« Habseligleiten ein Raub der Flammen. Der EigemhUmer detselben «ar aus den Vetrag von 1bO ft. stueroersicherl. — (Vemeindewahl.) Vel der am 11. v. M. in der Orl«gemlinbe Zalog stattgehabten Neuwahl de» Gemeinde» Vorstände» wurden der Grundbesitzer Malhia« Kva« in Zalog zum Vemeinbevoistehei und die Viundbesitzer Johann Tomazii und Johann Je ran, beide in Zalog, zu Vemeinderäthen gewählt. — (Fleischtarif für den Monat November.) Da» Kilogramm bester Qualität von Maftochsen lostet 54 lr., mitt« lerer Qualität 46 lr.. geringster Qualität 38 lr.; von Kühen und Zugochsen losten die drei Sorten Fleisch 48. 40 und 32 lr. — (Reife Erdbeeren im Oktober.) Vei Kirch, stellen unter der Oonobitzer Onra wurden, wie die „Llllier Zei> tung" erfährt, Ende Ollober nicht nur blühend«, sondern auch reife Erdbeeren aufgefunden. Neueste Post. (Original-Telegramme der „^clib.Zeitung.") London, 1. November. „Dally Telegraph" berichtet aus Erzerum: Die türkische Armee zog fich von Hafsllntaleh zurück und hält elne Defensio.Pofttion auf den Höhen östlich von Erzermn besetzt. Die in Hassankaleh rückgebllebene türkische Arritzregarde wurde von den Russen abgeschnitten und zwei Vatalllone gefangen ge« nommen. Petersburg, 1. November, offiziell: Die Kaval. lerle HeimannS vereinigte sich am 28. Oktober mit jener Tergulassoffs, die hinter Küprillül sich rückziehen-den Türken verfolgend. Koustantinopel, 1. November. Das Vureau .Havae" meldet, die Russen sclen in Kusgan, Mich von Villstria, eingetroffen. Wien, 31. Oktober. Einer aus Konstanlinopel vom 30. o. M. zugekommenen Mittheilung entnimmt die „Pol. Korr.", daß die bisherige zuoelsichlliche Stimmung in Pforlenlreisen infolge de» Zusammentreffens von un< günstigen Nachrichten von beiden Kriegsschauplätzen dm ernstesten Vesorgnisseu Platz gemacht hat. Namentlich sollen die bei der Pforte über den Stand der Dinge bei Plewna eingelangten Meldungen die Möglichkeit einer Katastrophe naher gerückt erscheinen lassen. Semlin, 31. Oktober. (N. Wr. Tgbl.) Nus verläßlicher Quelle verlautet, baß gestern von Gorni» studen aus der serbischen Regierung bedeutet wurde, die russische Armeeleitung verzichte auf die Mitwirkung Serbiens. Oularest. 3l. Oktober. (N. Wc. Tgbl.) Von Wlddin marschieren türli'che Verstärkungen über Dreaona aeaen Plewna. Von Pltwna ist starte Ka«onaoe bl« Turnu Magurelli hörbar. Oularest, 31. Oktober, sehuft der Erweiterung der Fouragierunaszone für das rumänische Eo>ps unter« nahmen die Rumünen eine Recognoscieruna ge«en Ruh va uno besetzen nach dreistündigen Kampfe u»d nach emem wirljamen Bombardement die von den Türken ver lheldlgte Rcdoul« Vadin mit zwei Kompagnien. Der Ktlnd entkam unter großen Verlusten. Bukarest. 31. Oktober. (N. Wr. Tgbl.) ssürst Karl ließ seine Regierung wissen, daß die rumämsche Armee nach dem Falle von Plewna nach Rumänien zurückkehren werde. Hier glaubt man, daß diese Ruck« lehr im lehien Drittel des Monates November erfolgen werde. Vchumla, 3l. Oktober. (N. fr. Pr.) Heute nachts ging ein wollenbruchartiger Regen nieder. Wege und Straßen sind grundlos. Seit drei Tagen fällt auch be» ständig dichter Nebelregen. Operationen sind unter solchen Umständen gegenwärtig unmöglich. Suleiman Pascha dürfte nach beendeter Inspicierung sein Hauptquartier in Schumla nehmen. Konstantlnopel, 31. Oktober. Die türkischen Journale gestehen zu, daß sich Halli Pascha, welcher die Position Telisch auf der Straße Orhanje.Plewna besetzt hielt, mit drei Bataillonen den Russen er« geben habe. Konstantinopel, 31. Oktober, abends. Die in Konstantinopel garnisunlerenoen Truppen werden auf den Kriegsschauplatz entsendet und durch Vürgergarde ersetzt werden. Vom Kriegsschauplatze wurde kein offiziel» le« Telegramm veröffentlicht. Telegrafischer Wechselkurs vom 31. Oktober. Papier. Rente 64—. — Silber« Rente 66 95. — Vold. Rente 74 45. — 1860er Staat«.?lnlehtN 110 10. - Vanl'Nctiell 829. — Kredit - Nctien 212 40. - London 118—. — Silbe, 104 45. — K. l Mlln,« Dulalen 5 63. — 20-Franlen-StUckt 9 50. — 100 steich«m°rl 68 40. Wien 31 Oltober. 2 uor „aixn'tlag«. («chluklu'-" ) Kred,l»ci«,> 212 60. l»60er >!°n Papier 64 - , »> Angekommene Fremde. llm 31. Ollober. ,,^ Hotel Ttadt Wien. Iajiiel, Milll«: Ei«ner und e"'^ Prag. — Tauenlat, Lhemller. »raz. — Nobltel, 2ngl,H. «flle., und Danzinuer, Reis., Wien. — v. Ezedil, l. l,«" mann, Laioach. «.^tl h««l Vlelant. Mleluj, Vahnbeamter, Laiba 7U.Mg. 740.?, - 0., windstill «ebel^ «^, 31. 2 ^ N. 736.7 -i- 8.? NN. schwach heiler "' 9„»b. 738.,. f. 4.« «>)lül. schw. sternenhell .^^ 7U.Mg. 74I.l.« -i- 1.» NilW. schw. «edel «, ','. 2 ^ Vi. 738.13 ^-lit., NW. ichivach he"« 8 ^ »t>. 739.« ^. 4.S NNW. schw. sternenhell .^ Den 31. Oltober Nebel, bi« Milmg anhaltend, l«>nN ^^, Nbmdrolh. Dm I.November Nebel, b»S 9 Uhr lr«h °"'^ dann heiter, gegen »bend lheilweise bewüllt, prachivou^ ^^ roth, sternenhelle Nacht. Da« vorgestrige T»ge«milltl der ^ ^l- 4 4', da« gestrige -s- 6 1», beilehungsweile um 3 1 " ^ unter dem 5l°imale._____________________^^-^-^^ Verantwortlicher Redacteur: Otlom » r V amb^el^ D Danksagung. W Fllr die »llgemeille Theilnahme während langen, schweren Krankheit unserer Tochter > Oarlmra Schiffer M und die zahlreiche «egleitunff bei der «estaltung '^ M , 3l,< — ,^< l«»^25 !<»«75 .«^^ II' 2^ 1,«»s»<) !6<-"» . lS3 5< 13^75 "»«. P im.,n.^nl. ... 79 795) K"" »Xl......... Ibi 75 16^ 3"°"'"^- . 1ib0 14 vrU Ung. H,»«. ... 9?5v 977t» llng. bchahbon« »«» I. 1874 101 HO W1 75 Auleheu d. SlalUgemtlud, W,«n i« «. « »5 50 96 . «r»ndeull«ft««l«»-vßll««ti«ne«. v»h««n.......... -7-7- "2 00 Viiederöfterrelch....... l04«) — — V«ld w«« Salinen.......... «5-l.0 ^6 K«dendürgl«...... 74 ?s» 75 25 tcmesel t»aa»<...... ?««5 7« 75 Unailrn ....... 795» <975 «ctlen »»» v«nten. »tl» ««« «n,lo-»fterl. Vanl.....92 75 93 Ksevllu,„oll»,<»nf......... 6275 6325 V«lehr«banl . . 9? 50 97 75 «»euer ««»soerein ... 72 72 k>0 Netten »o» Tr«n»H«rt-Nnterneh-«nngen. ««u» »»« «lfölb.Vahn . . . . . 115- I,5t>0 Dauan.VamplchlN. .»esellschaft 83'— 589 _. «lisabelh«Wefto<»hn ... 169 - 17(» » i5erdinauds,5t«rdbahn . 1908 1910 . »«u> llll»»« , Franz - 3°seph » Vahn . . . 180 »31 - ^ «Baltische ^.Vzhn 245 75 24»i — Kaschau-Oberberger Vahn 10h 25 1l»5 75 Lcmberg-t^rnllViytl >v»hn llil — '2150 Ll°yt>.<«» 7.j _ c<,elß-«ann........i><, 1«z — Ungar.lgaliz. Nerbil,dung«bahn 98 75 99-^uqai'scht «orooftoahu . . . 111 — 11». 25 Wiener tramway.« lelisch. . 101 — loz — Pfandbriefe. «llg. »st. Vodeutredilanst. (i.Vold) 103 50 1N4 — - <» ^ («.«.»«.) ^,8!>0 «6 75 «attonalbanl . . . <>? 25 9750 Ung.lvodtnlrtdil-Inftilut(V.,V.) 90 70 9l.-> Prlorltsts-vbligationen. «lifabelh'V. 1. «m. . . . 92 — 9250 ßerd.-Nurdd. in Silber , . 105 — 10550 Fian,-Iof«ph->v»l,n . 86— 86 25 ——------------—""55 ^z0 I «al. Karl.Lnbwtq-«.. 1. «m. ll>" ß^^ Olsterr 'ltar^est.Oahn ^. >»° ^ Giebenbillger «ahn . ,^.50 l^.fb Vl°at«!;°lin 1. «m. ^50 '^.^ Hl»l>oallu - 8?5 .^ , b'„ . . ^.^ ^ slldbayu. «on« . . - «Us deutsche PlilHe . . . ' .,8 ^ 8<" London, kurze Sicht . - - ' ,,530 l^ London, lange Sicht . > « ' ^7^ Pari«..... - ' ' Geldssrten. ^, Dukaten .... bst" lr. b ^g - «apole°n«d'»r . . 9 ^ 4» ^ Dentlche «e»ch«< ^ „. 58-lg, banluoten . . b» " ^ " ,04 - ^ Silbergulden. . 104-25 "' ^ «ra.nilch« »rnndentlaftnngs-ovli«"^. ^. «rivalnoliecun«: «eld»^^.^^ 50 bi« "" ««chtr«: Um 1 Uhr 30 Mmuten notieren: Papierrente 63 90 bi« 64--. Silberrente «6 80 bi« «7--. «olbrente 7t 85 bi« 74 40 Kredit 212 2ü bis 212 50. Augl« "" ^ ,,»».» N?l?d,« 118«b. ««pole«« 9 4» bi« »43'.. Silb« 104 2b bi« 10440. ""°" "^ "